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Patent Searching and Data


Title:
FIBRE SORTING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/012794
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a device for sorting the fibres of a fibre assembly (10, F1, F2) which is delivered to a fibre sorting device (30, 38, 75, 76, 58, 63). Known devices, which use air to sort the fibres on a non-woven fleece held on both sides, have insufficient separation power. The invention therefore provides a method and a device offering a greater degree of separation. To this end the fibre assembly is clamped by means of clamping elements (44, 3, 75, 76, 58) at right angles to its direction of transport and the free end (E1) extending beyond the clamping point (K1, K2) is subjected to an air flow which is capable of removing and evacuating unclamped components (such as short fibres, neps, dust, etc.) from the free end.

Inventors:
BROSE THOMAS (CH)
CLEMENT HEINZ (CH)
Application Number:
PCT/CH1999/000385
Publication Date:
March 09, 2000
Filing Date:
August 23, 1999
Export Citation:
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Assignee:
RIETER AG MASCHF (CH)
BROSE THOMAS (CH)
CLEMENT HEINZ (CH)
International Classes:
D01G9/10; D01G19/20; D01G19/28; (IPC1-7): D01G9/10; D01G19/20
Domestic Patent References:
WO1990008211A11990-07-26
Foreign References:
EP0294571A11988-12-14
EP0370340A11990-05-30
GB1294654A1972-11-01
US3766607A1973-10-23
DE29711309U11997-11-06
EP0282996A21988-09-21
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zur Fasersortierung eines Faserverbandes (10, F1, F2), der einer Faser sortiereinrichtung zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserverband (10, F1, F2) quer zu seiner Transportrichtung geklemmt wird und das die Klemmstelle (K1, K2) überragende freie Ende (E1) einer Luftströmung ausgesetzt wird, welche in der Lage ist, nicht geklemmte Bestandteile (z. B. kurze Fasern, Nissen, Staub usw.) aus dem freien Ende herauszulösen und abzuführen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserverband (10) vor Erreichen der Sortiereinrichtung (30) in einzelne Faserpakete (24) mit im we sentlichen in Längsrichtung ausgestreckten und etwa parallel zueinander ausgerich teten Einzelfasern aufgeteilt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die im Abstand einan der nachfolgenden Faserpakete (24) durch diskontinuierliches Ausziehen von Fa sern aus dem freien Ende (E) des Faserverbandes gebildet werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dassin Förderrichtung des Faserpaketes (24) gesehendas Faserpaket beim Sortiervor gang in einem vorbestimmten Abstand zu seinem vorderen Ende (K), welches der Luftströmung ausgesetzt wird, geklemmt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftströmungvon der Klemmstelle (K1, K2) aus gesehenin Richtung des freien Endes (E1) des Faserverbandes (F1, F2), bzw. des Faserpaketes (24) gerichtet ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das über die Klemmstelle (K1, K2) hinausragende freie Ende (E1) einer Saugluftströ mung unterworfen ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das über die Klemmstelle (K1, K2) hinausragende freie Ende (E1) einer Druckluftströ mung unterworfen ist.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Sortiervorgang die Klemmkraft bei der Klemmstelle (K1, K2) gelöst und das sortierte Fasergut einer nachfolgenden Bandbildungseinheit (95) zur Bandbildung überführt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet dass die Bandbildung durch teilweises Übereinanderschichten der sortierten Faserpakete (24) erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Fa serverbände (F1, F2) der Fasersortiereinrichtung gieichzeitig zugeführt und die En den der Faserverbände einer gemeinsamen Luftströmung ausgesetzt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Faser verbände (F1, F2) zusammengeführt werden und Luft zwischen die Enden der Fa serverbändeausgehend vom Bereich der Klemmstellen (K1, K2)geblasen wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine zu sätzliche Druckluftströmung im Anschluss an die jeweilige Klemmstelle (K1, K2) in Richtung des freien Endes und auf die Aussenflächen der zusammengeführten En den (E1) der Faserverbände (F1, F2) erzeugt wird.
13. Vorrichtung zur Fasersortierung eines Faserverbandes (10, F1, F2), der über Zu fuhrmittel (1,3,54,55,60,61,58) einer Fasersortiereinrichtung zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass Klemmvorrichtungen (44,75,76) vorgesehen sind, die den Faserverband (24, F1, F2) im Abstand zu seinem freien Ende (E1) klemmen und Mittel 63,70,71) vorhanden sind, welche eine Luftströmung von der Klemmstelle (K1, K2) zum freien Ende (E1) des Faserverbandes erzeugen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (18,5,6) vor gesehen sind, um schrittweise den von den Zuführmitteln (1) gelieferten Faserver band (10) in einzelne Faserpakete (24) mit im wesentlichen in Längsrichtung aus gestreckten und parallel zueinander ausgerichteten Einzelfasern aufzulösen und mit Mitteln (3) zur Überführung der Faserpakete zu einer nachfolgenden Sortiereinrich tung (30).
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführmittel aus einem Streckwerk (1) gebildet sind und die Mittel zur Erzeugung einzelner Faserpa kete (24) aus einer drehbar gelagerten Walze (5) besteht, die mit einer drehbar ge lagerten Siebtrommel (3) eine Klemmstelle bildet, die der Abgabestelle des Streck werks (1) gegenübersteht.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Walze (5) über einen Teilbereich ihres Umfanges, zumindest im Bereich der Klemmstelle mit einem umlaufend gelagerten Riemen (6) umschlungen ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Riemen (6) im Anschluss an die Klemmstelle über einen Teilabschnitt der Siebtrommel auf dem Umfang der Siebtrommel (3) aufliegt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebtrommel (3) mit im Abstand auf ihrem Umfang verteilten Erhebungen (18) versehen ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Streckwerk (1) ein Riemchenstreckwerk ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass achsparallel zur Siebtrommel (3) eine drehbar gelagerte Abscheidetrommel (30) zugeordnet ist, die mit mehreren radial nach aussen gerichteten Saugschlitzen (38) versehen ist, wobei die Saugschlitze in der Position des geringsten Abstandes zum Aussenumfang (SU) der Siebtrommel (3) mit einem Unterdruckraum (32) korre spondieren, der im Inneren der Abscheidetrommel (30) feststehend angeordnet ist und mit einem Saugmittel (34) verbunden ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dassin Drehrichtung der Abscheidetrommel (30) gesehenim Anschluss an die jeweilige Öffnung der Saug schlitze (38) auf dem Aussenumfang (AU) der Abscheidetrommel (30) elastische Erhebungen (44) vorgesehen sind, die in der Position des geringsten Abstandes zwischen der Siebtrommel (3) und der Abscheidetrommel (30) eine Klemmwirkung zum Aussenumfang (SU) der Siebtrommel ausüben.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in einem Teilbereich zwischen dem Bereich, wo der Riemen (6) auf dem Aussenumfang (SU) der Siebtrommel (3) aufliegt und dem Übergabebereich (A) an die Abscheidetrommel (30) Mittel (20,21,22) vorgesehen sind, um einen Unterdruck im inneren der Siebtrommel (3) zu erzeugen.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass achsparallel zur Abscheidetrommel (30) eine drehbar gelagerte Abnahmewalze (46) vorgesehen ist, die den Aussenumfang (AU) der Abscheidetrommel (30) tangiert.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Abnahmewalze (46) mit einer Garnitur (47) auf ihrem Aussenumfang versehen ist.
25. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Fasersortierein richtung über Fördermittel 61) wenigstens zwei Faserverbände (F1, F2) zugeführt werden und für jeden Faserverband beweglich gelagerte Klemmelemente (75,76) vorgesehen sind, welche mit einem gemeinsamen Führungselement (58) zusammenwirken.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass im Führungsmittel (58) wenigstens eine Luftdüse (63) angeordnet ist, deren Öffnung (64)in Förder richtung der Faserverbände (F1, F2) gesehenim Anschluss und zwischen den Klemmstellen (K1, K2) mündet und mit einer Druckluftquelle (71) verbunden ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (58) mit gegenüberliegenden Führungsmulden (M1, M2) ver sehen ist, in welche jeweils eine Förderwalze (60,61) eintaucht, die als Fördermittel dient.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass Luftdüsen (77,78) im Bereich und im Anschluss an die Klemmflächen der Klemm elemente (75,76) in den Klemmelementen integriert sind und mit einer Druckluft quelle (81) in Verbindung stehen.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass den Klemmelementen (75,76) ein, eine Klemmlinie bildendes Walzenpaar (85) nachgeordnet ist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Walzen (82,83) des Walzenpaares (85) als Hohlzylinder (87) mit nach aussen ge richteten Öffnungen (89) versehen ist, wobei der Hohlraum mit einem Unterdruck mittel (92) verbunden ist.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 29 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass dem Walzenpaar (85) eine Bandbildungseinheit (95) nachgeordnet ist.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandbildungs einheit (95) aus einer Siebtrommel (97) und einer mit der Siebtrommel zusammen wirkenden Abzugswalze (99) gebildet ist.
33. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass der innenraum der Siebtrommel (97) mit einer Unterdruckquelle (102) verbunden ist und Abdeckungen (98) auf der Innenseite der Siebtrommel (97) vorgesehen sind, die den Innenraum bis auf einen Teilabschnitt vor der Klemmstelle (101) zwischen der Siebtrommel (97) und der Abzugswalze (99) gegenüber der Umgebungsluft abschotten.
34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 25 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Klemmelementen (75,76) und dem Walzenpaar ein zustellbares Kammelement (105) vorgesehen ist.
35. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 29 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsmittel (58) in Richtung des Walzenpaares (85) verschiebbar gelagert ist.
36. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandbildungs einheit (95) aus einem umlaufenden Transportband (110) gebildet ist, das quer zur Abführrichtung des Walzenpaares (85) angeordnet ist.
37. Vorrichtung nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband (110) mit luftdurchlässigen Öffnungen (111) versehen ist und wenigstens unterhalb des Abgabebereiches auf das Transportband Mittel (115,116,117) vorgesehen sind zur Erzeugung eines Unterdruckes.
38. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein sich entlang des freien Endes (E2) des Faserverbands (F3) erstreckendes Führungsmit tel (127) vorgesehen ist und der Fasersortiereinrichtung der Faserverband (F3) über ein Fördermittel (120) zugeführt wird, das mit einem Führungselement (121) zu sammenwirkt.
39. Vorrichtung nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein be weglich gelagertes Klemmelement (132) vorgesehen ist, das mit dem Führungse lement (121) zusammenwirkt.
40. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 38 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass im Führungselement (121) wenigstens eine Luftdüse (123) vorgesehen ist, deren Öff nung im Anschluss an die Klemmstelle (K3) zwischen dem freien Ende (E2) des Faserverbandes (F3) und dem Führungsmittel (127) mündet und mit einer Druck luftquelle (125) verbunden ist.
41. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 38 bis 40, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsmittel (127) aus einer in Längsrichtung verschiebbaren Platte gebildet ist.
42. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 38 bis 41, dadurch gekennzeichnet, dass das zu dem freien Ende (E2) des Fasergutes (F3) hinweisende Ende (122) des Führungsmittels (127) flexibel ist.
43. Vorrichtung nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible freie En de (122) des Führungsmittels (127) mit einer Verstelleinrichtung (126) verbunden ist.
44. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 38 bis 43, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des freien Endes (122) des Führungsmittels (127), das dem freien Ende (E2) des Faserverbandes (F3) gegenübersteht Absaugeinrichtungen (134) ange ordnet sind.
45. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 38 bis 44, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmstelle ein verschiebbares Walzenpaar (135) nachgeordnet ist.
46. Vorrichtung nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet, dass dem Walzenpaar (135) eine Bandbildungseinheit (137) nachgeschaltet ist.
Description:
Fasersortiereinrichtung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, bzw. auf eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens zur Fasersortierung eines Faserverbandes der über Zuführmittel einer Fasersortiereinrichtung zugeführt wird.

Um Kurzfasern, Nissen, Schmutz und sonstige Bestandteile aus einem Fasergemenge auszuscheiden, ist es bekannt, das Fasermaterial in Form von Wattewickeln Kämm- maschinen zum Auskämmen vorzulegen. Dabei wird das Ende der Wattebahn durch eine Zange geklemmt und das über den Klemmpunkt der Zange hinausragende Ende von einer Kammgarnitur eines Rundkammes mechanisch ausgekämmt. Bei diesem Auskämmvorgang können unter Umständen Beschädigungen von Fasern auftreten.

Nachteilig bei den bekannten Verfahren ist auch die diskontinuierliche Arbeitsweise, wobei während des Arbeitszyklusses grosse Massen reversiert werden müssen.

Es wurde deshalb in der veröffentlichten PCT-Anmeldung WO 98/04765 eine Vorrich- tung vorgeschlagen, die Abscheidung von Kurzfasern, Schmutz und sonstigen Be- standteilen mittels eines Luftstromes durchzuführen, wobei die Luftströmung im we- sentlichen in Transportrichtung eines Faservlieses erzeugt wird. Bei diesem Vorgang wird das durch einen Luftkanal durchgeführte Faservlies an zwei Stellen einer Halte- kraft unterzogen, so dass gewährleistet ist, dass die zu gewinnenden langen Fasern nicht durch den Luftstrom abgeführt werden.

Mit dieser Einrichtung konnte bereits ein gewisser Abscheideeffekt erzielt werden, wel- cher jedoch noch nicht befriedigte, zumal es schwierig war, mit der Luftströmung gezielt alle kurzen Fasern aus dem endlosen Vlies herauszulösen.

In einer weiteren noch nicht veröffentlichten Schweizer Patentanmeldung der Anmelde- rin mit der Anmeldenummer CH-254/98 vom 03.02.1998 wurde zur Erhöhung der Ab- scheidewirkung bei diesem System vorgeschlagen, dass das Fasergut zuerst entspre- chend vorbereitet wird, bevor es in den Abscheidekanal gelangt. Es wurde hierbei vor- geschlagen, das Fasergut in einzelne und nebeneinanderliegende, längs ausgerichtete Einzelfasern aufzubereiten, bevor es dem Luftstrom ausgesetzt wird. Dabei konnte festgestellt werden, dass eine verbesserte Abscheidewirkung entstand und sich auch weniger lange Fasern (Gutfasern) im Abgang befanden. Um die Abscheidewirkung noch zu erhöhen, wurde dabei vorgeschlagen, das so vorbereitete Faservlies über mehrere hintereinander geschaltete Abscheidestufen zu führen. Die Abscheidewirkung und die Abscheidequalität konnten zwar mit dieser Einrichtung verbessert werden, wa- ren aber jedoch noch nicht ausreichend. Das Ziel, den Abscheidegrad und die Ab- scheidequalität einer herkömmlichen Kämmaschine zu erreichen, konnte mit dieser Einrichtung noch nicht erreicht werden.

Ausgehend von den geschilderten Einrichtungen, bzw. vom Stand der Technik stellt sich der Erfindung nunmehr die Aufgabe ein Verfahren, bzw. eine Vorrichtung vorzu- schlagen, durch welches ein erhöhter Abscheidegrad sowie eine erhöhte Abscheide- qualität gegenüber den bekannten pneumatischen Verfahren erzielt werden kann.

Diese Aufgabe wird einerseits durch ein Verfahren gelost, wobei der Faserverband quer zu seiner Transportrichtung geklemmt wird und das die Klemmstelle überragende freie Ende einer Luftströmung ausgesetzt wird, welche in der Lage ist, nicht geklemmte Bestandteile (z. B. kurze Fasern, Nissen, Staub usw.) aus dem freien Ende herauszulö- sen und abzuführen.

Bei diesem vorgeschlagenen Verfahren wird der Selektiervorgang (Sortiervorgang) mit Luft ähnlich wie beim mechanischen Abscheidevorgang an der Kämmaschine an einem offenen Ende eines Faserverbandes (Watte, Faserviies, Faserband usw.) vorgenom- men. Durch die in Richtung des freien Endes des Faserverbandes erzeugte Luftströ- mung ist es möglich, die nicht geklemmten Bestandteile herauszublasen und abzufüh- ren. Die Intensität der Luftströmung hängt dabei von der Grosse der vorgelegten Fa- sermasse ab.

Zur Verbesserung der Abscheidewirkung wird vorgeschlagen, dass der Faserverband vor Erreichen der Sortiereinrichtung in einzelne Faserpakete mit im wesentlichen in Längsrichtung ausgestreckten und etwa parallel zueinander ausgerichteten Einzelfa- sern aufgeteilt wird. Dadurch ist es möglich, in Bezug auf die nun vorliegenden längs ausgestreckten Fasern eine gezielte Klemmwirkung auszuüben, die gewährleistet, dass nur wenige lange Fasern bei dem Sortiervorgang mitgerissen werden.

Um die Faserpakete zu erzeugen wird vorgeschlagen, dass über ein entsprechendes Abzugselement diskontinuierlich Faserpakete aus dem freien Ende des Faserverban- des gebildet werden. Ein derartiges Aufbereiten der Fasern zu dünnen Faserpaketen, bzw. Faserbüscheln ist bereits aus dem Prinzip des Fibroliners bekannt. Bei diesem Prinzip sind die Faserpakete Enden geordnet, wobei die Kurzfasern im vorderen Ende (Klemmlinie) der Faserpakete zu finden sind. Mit einer derart vorbereiteten Fasermasse ist es möglich, eine gezielte Klemmwirkung beim nachfolgenden Selektiervorgang (Sortiervorgang) durchzuführen, um die im Kopfende befindlichen kurzen Fasern abzu- scheiden.

Des weiteren wird vorgeschlagen, dass in Förderrichtung des Faserpaketes gesehen, das Faserpaket beim Sortiervorgang in einem vorbestimmten Abstand zu seinem vor- deren Ende, welches der Luftströmung ausgesetzt wird, geklemmt wird. Dieser vordere Abstand zum Kopfende des Faserpaketes ist mit dem Ecartement der Kämmaschine vergleichbar. Alle die im Kopfbereich befindlichen Kurzfasern, welche von der Klemm- stelle nicht festgehalten werden, werden beim Anlegen einer Luftströmung abgeführt.

Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass die Luftströmung-von der Klemmstelle aus gesehen-in Richtung des freien Endes des Faserverbandes, bzw. des Faserpaketes gerichtet ist.

Die Luftströmung kann dabei von einer Unterdruck und/oder einer Überdruckquelle er- zeugt werden.

Es wird weiterhin vorgeschlagen, dass nach dem Sortiervorgang die Klemmkraft bei der Klemmstelle gelöst und das sortierte Fasergut einer nachfolgenden Bandbildungsein- heit zur Bandbildung überführt wird.

Dabei kann die Bandbildung durch Übereinanderschichten der sortierten Faserpakete erfolgen. Dieses Verfahren entspricht dem Lötverfahren bei der herkömmlichen Kämm- maschine.

Des weiteren wird ein Verfahren vorgeschlagen, wobei wenigstens zwei Faserverbände der Fasersortiereinrichtung gleichzeitig zugeführt und die Enden der Faserverbände einer gemeinsamen Luftströmung ausgesetzt werden. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Enden der einzelnen Faserverbände zusammengeführt werden und Luft zwischen die Enden der Faserverbände-ausgehend vom Bereich ihrer Klemmstellen-geblasen wird. Dadurch ist es möglich, ganz gezielt Druckluft in die zusammengeführten Enden einzublasen, um alle im Inneren der Enden befindlichen und nicht geklemmten Kurzfa- sern zu erfassen und abzuscheiden.

Zur Intensivierung der Abscheidewirkung wird vorgeschlagen, dass wenigsten eine zu- sätzliche Druckluftströmung im Anschluss an die jeweilige Klemmstelle in Richtung des freien Endes und auf die Aussenflächen der zusammengeführten Enden der Faserver- bände erzeugt wird. Es wäre dabei denkbar, die dabei erzeugten Luftimpulse in unter- schiedlichen Zeitintervallen aufzubringen.

Die Erfindung wird ebenso durch eine Vorrichtung gelöst, wobei Klemmvorrichtungen vorgesehen sind, die den Faserverband im Abstand zu seinem freien Ende klemmen und Mittel vorhanden sind, welche eine Luftströmung von der Klemmstelle zum freien Ende des Faserverbandes erzeugen.

Zur Vorbereitung des Faserverbandes wird vorgeschlagen, dass Mittel vorgesehen sind, um schrittweise den von den Zuführmitteln gelieferten Faserverband in einzelne Faserpakete mit im wesentlichen in Längsrichtung ausgestreckten und parallel zuein- ander ausgerichteten Einzelfasern aufzulösen und mit Mitteln zur Überführung der Fa- serpakete zu einer nachfolgenden Sortiereinrichtung. Dabei ist es wichtig, dass die Struktur der gebildeten Faserpakete, bzw. die Längsausrichtung der Fasern bei der Überführung zur eigentlichen Sortiereinrichtung erhalten bleibt.

Es wird vorgeschlagen, dass die Zuführmittel aus einem Streckwerk gebildet sind und die Mittel zur Erzeugung einzelner Faserpakete aus einer drehbar gelagerten Walze besteht, die mit einer drehbar gelagerten Siebtrommel eine Klemmstelle bildet, die der Abgabestelle des Streckwerks gegenüber steht. Vorzugsweise kann dabei das Streck- werk ein Riemchenstreckwerk sein.

Zur Durchführung eines gezielten Abzugsvorganges des Faserpaketes und zur exakten Führung des Faserpaketes nach dem Abzugsvorgang wird vorgeschlagen, dass die Abzugswalze über einen Teilbereich ihres Umfanges, zumindest im Bereich der Klemmstelle mit einem umlaufend gelagerten Riemen umschlungen ist.

Dabei ist vorteilhaft, wenn der Riemen im Anschluss an die Klemmstelle über einen Teilabschnitt der Siebtrommel auf dem Umfang der Siebtrommel aufliegt. Dadurch wird eine optimale Führung des gebildeten Faserpaketes gewährleistet. Das heisst, das Fa- serpaket wird zwangsgeführt, wodurch die einzelnen Fasern ihre Lage während des Abtransportes behalten.

Zur Intensivierung der Klemmwirkung während des Abzugsvorganges des Faserpake- tes aus dem Ende des Faserverbandes wird vorgeschlagen, dass die Siebtrommel mit im Abstand auf ihrem Umfang verteilten Erhebungen versehen ist. Diese Erhebungen bilden zusammen mit dem Riemen, der um die Abzugswalze herumgelegt ist, eine si- chere Klemmstelle und gewährleisten eine sichere Mitnahme der in der Klemmstelle festgehaltenen Fasern. Die Erhebungen können aus elastischem Material sein, um eine schonende Klemmung zu erzeugen. Es ist auch möglich, die die mit der Siebtrommel zusammenwirkende Abzugswalze mit einem elastischen Überzug zu versehen.

Eine weitere Ausführung ist möglich, wobei die Erhebungen auf der Siebtrommel weg- gelassen und dafür auf dem umlaufenden Riemen angebracht werden. Es muss ledig- lich gewährleistet sein, dass im Abnahmebereich zwischen der Siebtrommel und der Abzugswalze eine gezielte Klemmkraft aufgebracht werden kann, um die Faserpakete aus dem Ende des vorgelegten Faserverbandes herauszuziehen. Ausserdem muss der sichere Weitertransport der Faserpakete ohne Auftreten von Stauchungen gewährlei- stet werden.

Der Abstand zwischen den auf der Siebtrommel oder auf dem Riemen befestigten Er- hebungen muss grösser sein, als die Länge der längsten Faser im Faserverband.

Zur Unterstützung der Führung der abgezogenen Faserpakete wäre es denkbar, im Abnahmebereich ein Unterdruck im Inneren der Siebtrommel anzulegen, so dass die Enden sicher auf die Siebtrommel zur Anlage kommen.

Des weiteren wird vorgeschlagen, das achsparallel zur Siebtrommel eine drehbar gela- gerte Abscheidetrommel zugeordnet ist, die mit mehreren radial nach aussen gerichte- ten Saugschlitzen versehen ist, wobei die Saugschlitze in der Position des geringsten Abstandes zum Aussenumfang der Siebtrommel mit einem Unterdruckraum korre- spondieren, der im Inneren der Abscheidetrommel feststehend angeordnet und mit ei- nem Saugmittel verbunden ist. Der Abstand zwischen dem Aussenmantel der Sieb- trommel und der Abscheidetrommel kann dabei so gewählt werden, so dass zum Zeit- punkt der Anlage eines Unterdrucks im entsprechend positionierten Saugschlitz eine Klemmwirkung auf das Faserpaket ausgeübt wird. Die dabei erzeugte Klemmlinie be- findet sich im Abstand zum vorderen Ende des Faserpaketes, wodurch alle nicht ge- klemmten Bestandteile (z. B. Kurzfasern) vom erzeugten Luftstrom im Saugschlitz abge- führt werden.

Zur Erzielung einer exakten und definierten Klemmstelle wird vorgeschlagen, dass-in Drehrichtung der Abscheidetrommel gesehen-im Anschluss an die jeweilige Öffnung der Saugschlitze auf dem Aussenumfang der Abscheidetrommel elastische Erhebun- gen vorgesehen sind, die in der Position des geringsten Abstandes zwischen der Sieb- trommel und der Abscheidetrommel eine Klemmwirkung mit dem Aussenumfang der Siebtrommel ausüben. Bei dieser Ausführung besteht ein Abstand zwischen dem Au- ssenmantel der Siebtrommel und der Abscheidetrommel, wobei der Abstand kleiner ist als die Höhe der elastischen Erhebung in radialer Richtung der Abscheidetrommel ge- sehen. Dadurch wird gewährleistet, dass sich die elastische Erhebung in diesem Be- reich verformt und dadurch eine Druckkraft auf das Faserpaket ausüben kann.

Zur sicheren Überführung der Faserpakete wird vorgeschlagen, dass zumindest in ei- nem Teilbereich zwischen dem Bereich, wo der Riemen auf dem Aussenumfang der Siebtrommel aufliegt und dem Übergabebereich an die Abscheidetrommel Mittel vorge- sehen sind, um einen Unterdruck im Inneren der Siebtrommel zu erzeugen. Der Unter- druck muss dabei nur so gross sein, so dass sich die Lage und Ausrichtung der Einzel- fasern im Faserpaket während des Transports zur Übergabestelle nicht ändert. Teilwei- se kann es jedoch möglich sein, bereits in diesem Bereich durch die Anlage des Unter- drucks kurze Bestandteile wie zum Beispiel Staub aus dem Fasergemenge abzusau- gen.

Um das selektierte Fasergut abzuführen, wird vorgeschlagen, dass achsparallel zur Abscheidetrommel eine drehbar gelagerte Abnahmewalze vorgesehen ist, die den Au- ssenumfang der Abscheidetrommel tangiert.

Dabei kann die Abnahmewalze mit einer Garnitur auf ihrem Aussenumfang versehen sein.

Um die vorderen Enden Faserpakete für den Selektiervorgang sicher in den jeweiligen Saugschlitz einzuführen, wäre es denkbar, im Inneren der Siebtrommel eine Über- druckquelle anzubringen, durch die eine Druckluftströmung in Richtung des Saugschlit- zes erzeugt wird.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ergibt sich, wenn der Fasersortiereinrich- tung über Fördermittel wenigstens zwei Faserverbände zugeführt werden, und für jeden Faserverband beweglich gelagerte Klemmelemente vorgesehen sind, welche mit einem gemeinsamen Führungselement zusammenwirken.

Dabei ist es möglich, auch mehr als zwei Faserverbände der Fasersortiereinrichtung zuzuführen mit entsprechender Ausführung der Klemmeinrichtung.

Es wäre auch denkbar, die Faserverbände vor der Klemmstelle durch eine Verzugsein- richtung zu führen, um sie für den nachfolgenden Sortiervorgang vorzubereiten.

Als weitere Ausführung wird vorgeschlagen, dass im Führungsmittel wenigstens eine Luftdüse angeordnet ist, deren Öffnung-in Förderrichtung der Faserverbände gesehen -im Anschluss und zwischen den Klemmstellen mündet und mit einer Druckluftquelle verbunden ist. Die Luftdüse erstreckt sich dabei über die gesamte Breite der zugeführ- ten Faserverbände.

Es ist auch eine Variante mögiich, wobei mehrere nebeneinanderliegende Faserver- bände (z. B. Faserbänder) der Klemmstelle zugeführt werden.

Der Begriff"Faserverband"kann zum Beispiel ein Faserviies, eine Watte, ein Faser- band oder dergleichen beinhalten. Die nachfolgend aufgeführten vorteilhaften Weiter- bildungen können sich auch auf eine Ausführung beziehen, wobei auch nur ein einzel- ner Faserverband den Klemmelementen zugeführt wird. (Das heisst, ohne Zusammen- führung der Enden von wenigstens zwei Faserverbänden).

In Bezug auf die Zuführung von mehreren Faserverbänden wird weiterhin vorgeschla- gen, dass das Führungselement mit gegenüberliegenden Führungsmulden versehen ist, in welche jeweils eine Förderwalze eintaucht, die als Fördermittel dient.

Zur Intensivierung der Abscheidewirkung wird weiterhin vorgeschlagen, dass Luftdüsen im Bereich und im Anschluss an die Klemmflächen der Klemmelemente in den Klemme- lementen integriert sind und mit einer Druckluftquelle in Verbindung stehen. Dadurch ist es möglich, dass über den Klemmpunkt überragende Ende in Längsrichtung auch seit- lich mit Druckluft zu beaufschlagen. Dadurch wird die Abscheidewirkung intensiviert.

Zum Abziehen eines Faserpaketes aus dem selektierten Ende des Faserverbandes wird vorgeschlagen, dass den Klemmelementen ein, eine Klemmlinie bildendes Wal- zenpaar nachgeordnet ist.

Dabei ist es denkbar, die Zuführeinrichtungen bei gelösten Klemmelementen in Rich- tung des Walzenpaares verschiebbar auszubilden, so dass das vordere Ende des Fa- serverbandes durch die Klemmlinie des nachfolgenden Walzenpaares erfasst werden kann.

Dieser Abzugsvorgang ist dem Abreissvorgang des ausgekämmten Faserbartes bei der Kämmaschine gleichzusetzen.

Um das beim Ausblasvorgang des freien Endes des Faserverbandes freigesetzte Ab- gangsmaterial abzuführen wird vorgeschlagen, dass wenigstens eine der Walzen des Walzenpaares als Hohlzylinder mit nach aussen gerichteten Öffnungen versehen ist, wobei der Hohlraum mit einem Unterdruckmittel verbunden ist. Die nach aussen gerich- teten Öffnungen sind dabei nur auf einem Teilbereich des Umfanges des Hohlzylinders vorhanden, so dass beim Abreissvorgang einerseits eine geschlossene Klemmlinie im Walzenpaar vorhanden ist und andererseits eine Absaugung der abgezogenen Gutfa- sern unterbunden wird. Im Inneren des Hohlzylinders kann eine zusätzliche feststehen- de Blende vorgesehen sein, die das Schliessen der nach aussen gerichteten Öffnung bewirkt.

Vorzugsweise ist dem Walzenpaar eine Bandbildungseinheit nachgeordnet, wobei die- se aus einer Siebtrommel und einer mit der Siebtrommel zusammenwirkenden Ab- zugswalze gebildet sein kann.

Um die von dem Walzenpaar abgegebenen Faserpakete zusammenzuführen und zu übernehmen, wird vorgeschlagen, dass der Innenraum der Siebtrommel mit einer Un- terdruckquelle verbunden ist und Abdeckungen auf der innenseite der Siebtrommel vorgesehen sind, die den Innenraum bis auf einen Teilabschnitt vor der Klemmstelle zwischen der Siebtrommel und der Abzugswalze gegenüber der Umgebungsluft ab- schotten.

Um eventuell Restbestandteile, wie zum Beispiel Nissen, Verklebungen usw., die von der Luftströmung nicht abgeführt wurden, zu erfassen bzw. zurückzuhalten, wird vorge- schlagen, zwischen den Klemmelementen und dem Walzenpaar ein zustellbares Kam- melement vorzusehen. Dieses Kammelement ist vergleichbar mit einem Fixkamm einer Kämmaschine, welcher beim Abreissvorgang in das abzureissende Fasergut einsticht.

Die gleiche Funktion würde auch das Kammelement in der vorliegend beanspruchten Ausführung erfüllen.

Die Bandbildungseinheit kann auch aus einem umlaufenden Transportband gebildet sein, das quer zur Abführrichtung des Walzenpaares angeordnet ist. Dabei ist es vor- teilhaft, das Transportband mit luftdurchlässigen Offnungen zu versehen und wenig- stens unterhalb des Abgabebereiches auf das Transportband Mittel vorzusehen zur Erzeugung eines Unterdruckes. Dadurch wird eine sichere Abführung der Faserpakete auf das Transportband gewährleistet.

Desweiteren wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, wobei wenigstens ein sich entlang des freien Endes des Faserverbands erstreckendes Führungsmittel vorgesehen ist und der Fasersortiereinrichtung der Faserverband über ein Fördermittel zugeführt wird, das mit einem Führungselement zusammenwirkt.

Dadurch ist es möglich das frei Ende während dem Ausblasvorgang einseitig zu führen.

Vorteilhafterweise wirkt ein beweglich gelagertes Klemmelement mit dem Führungse- lement zusammen und bildet mit diesem eine Klemmstelle.

Es wird weiter vorgeschlagen, dass im Führungselement wenigstens eine Luftdüse vorgesehen ist, deren Öffnung im Anschluss an die Klemmstelle zwischen dem freien Ende des Faserverbandes und dem Führungsmittel mündet und mit einer Druckluftquel- le verbunden ist.

Dadurch ist es möglich, zwischen dem freien Ende des Faserverbandes und dem Füh- rungselement, das vorzugsweise eine Platte sein kann, eine Luftströmung zu erzeugen.

Durch die entlang der Platte strömende Luft entsteht ein Unterdruckbereich, der be- wirkt, dass das freie Ende auf die Oberfläche der Platte hingezogen wird und somit die Durchströmung des freien Endes mit Luft gewährleistet. Der gleiche Effekt wurde be- reits in einer anderen Anwendungsform ausgenutzt und zwar zum Ablösen eines Wat- teendes von einem Wattewickel, welche z. B. in der EP-A1 482 475 beschrieben wurde.

Hierbei wird die Luftströmung jedoch nur zum Ablösen der Wattebahn verwendet und nicht zum Selektieren, zumal hierbei auch keine definierte Klemmlinie vorhanden ist und der Ablösevorgang in Intervallen von wenigstens drei Stunden erfolgt.

Durch den Vorschlag, das Ende des Führungsmittels, bzw. der Platte flexibel zu gestal- ten ermöglicht es, für den Ausblasvorgang, bzw. den Übergabevorgang des ausgebia- senen Endes, das freie Ende der Platte in eine andere Lage zu bringen, welche die zu- vor beschriebenen Vorgänge unterstützt, bzw. erleichtert.

Diese Verstellung kann durch die weiterhin vorgeschlagene Verstelleinrichtung durch- geführt werden, die am freien Ende der Platte angreift.

Zur Absaugung der abgeschiedenen Bestandteile ist es vorteilhaft, wenn im Bereich des freien Endes des Führungsmittels, das dem freien Ende des Faserverbandes ge- genübersteht Absaugeinrichtungen angeordnet sind.

Desweiteren wird vorgeschlagen der Klemmstelle ein verschiebbares Walzenpaar nachzuordnen, bzw. dem Walzenpaar eine Bandbildungseinheit nachzuschalten.

Dadurch ist es möglich nach dem Ausblasvorgang das Walzenpaar zu dem freien Ende zu bewegen, um ein Faserpaket aus diesem Ende abzuziehen.

Weitere Vorteile sind anhand nachfolgender Beschreibung näher aufgezeigt und be- schrieben. Es zeigen : Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemäss beanspruchten Fasersortiereinrichtung.

Fig. 1a-schematisch die Bildung eines Faserpaketes Fig. 1c Fig. 2 schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäss bean- spruchten Fasersortiereinrichtung.

Fig. 3 einen vergrösserten Teilausschnitt der Fig. 2.

Fig. 4 mehrere Ausführungsvarianten von Düsenöffnungen Fig. 5 eine Ausführungsvariante einer Bandbildungseinheit gemäss Fig. 2 Fig. 6 eine schematische Draufsicht der Fig. 5 Fig. 7 eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäss beanspruchten Fasersortiereinrichtung.

Fig. 1 zeigt ein Streckwerk 1, in welchem z. B. ein Faserband 10 verstreckt wird. Das Streckwerk 1 ist als Riemchenstreckwerk mit einem Riemchenpaar 2 ausgestattet. Das von den Riemchen 2 abgegebene und verzogene Faserband 10 wird zwischen einer nachfolgenden Siebtrommel 3 und einer Walze 5, welche der Siebtrommel 3 gegen- übersteht, abgegeben. Die Walze 5 ist teilweise von einem Riemen 6 umschlungen, der über weitere Watzen 7 und 8 gelegt ist. Die Walze 7 ist dabei mit einem schematisch angedeuteten Antrieb 12 verbunden.

Die Siebtrommel 3 ist, wie schematisch gezeigt, in Führungsrollen 14 drehbar gelagert, wobei wenigstens eine der Führungsrollen mit einem Antrieb 15 verbunden ist.

Auf dem Aussenmantel der Siebtrommel 3 sind elastische Klemmleisten 18 ange- bracht, die achsparallel zur Drehachse der Siebtrommel verlaufen.

Im Inneren der Siebtrommel 3 ist ein feststehender Kanal 20 angeordnet, der zur Seite der Innenwandung der Siebtrommel offen ist. Der Kanal 20 ist über eine schematisch gezeigte Leitung 21 mit einer Unterdruckquelle 22 verbunden. Dadurch wird in diesem Bereich des Siebzylindermantels eine Luftströmung erzeugt, welche von aussen nach innen wirkt. Dies ist schematisch durch gestrichelt dargestellte Pfeile gezeigt.

Wie ebenfalls gezeigt, befindet sich ein entsprechend vorbereitetes Faserpaket 24 im Bereich des Kanals 20 und wird über den im Kanal 20 angelegten Unterdruck auf dem Aussenmantel SU der Siebtrommel gehalten. Der Abreissvorgang zum Erhalt des Fa- serpaketes 24 wird später noch näher beschrieben.

Unterhalb der Siebtrommel 3 ist eine Abscheidetrommel 30 drehbeweglich angeordnet, welche im Inneren mit einem feststehenden Rohr 32 versehen ist. Der Innenraum des Rohres 32 ist über die schematisch dargestellte Leitung 33 mit einer Unterdruckquelle 34 verbunden. Das Rohr 32 ist in axialer Richtung mit einem Schlitz 36 versehen, der mit um das Rohr 32 radial nach aussen gerichteten und umlaufenden Luftschlitzen 38 korrespondieren kann. Die Abscheidetrommel 30 ist so ausgebildet, so dass der Schlitz 36 gegenüber der Umgebung der Abscheidetrommel 30 abgeschottet ist, wenn kein Luftschlitz 38 der Öffnung 36 gegenübersteht.

Die Abscheidetrommel 30 wird über schematisch gezeigte Führungsrollen 40 in ihrer Lage gehalten, wobei wenigstens eine der Führungsrollen 40 mit einem Antrieb 42 in Verbindung steht. In Drehrichtung der Abscheidetrommel 30 gesehen, sind hinter je- dem der Luftschlitze 38 elastische Klemmelemente auf dem Aussenmantel AU befe- stigt. Über die Wirkungsweise dieser elastischen Klemmelemente 44 wird nachfolgend noch näher eingegangen.

Mit dem Aussenumfang AU der Abscheidetrommel 30 wirkt eine Abnahmewalze 46 zusammen, welche z. B. mit einer Garnitur 47 (teilweise dargestellt) auf ihrem Umfang versehen ist. Das von der Abnahmewalze 46 abgeführte Fasergut 50 (z. B. in Form ei- nes Faservlieses) wird zu einem Abzugswalzenpaar 51 überführt und zu einer nachfol- genden, nicht gezeigten, weiteren Verarbeitungsstufe transportiert.

Nachfolgend wird nun die Arbeitsweise dieser Einrichtung beschrieben : Dem Streckwerk 1 wird z. B. ein Faserband 10 zugeführt und im Streckwerk verzogen.

Das von den Riemchen 2 überragende Ende E gelangt in den Spalt zwischen der Um- fangsfläche SU der Siebtrommel 3 und dem Riemen 6, der auf der Walze 5 geführt wird. Durch die Drehbewegung der Siebtrommel 3 gelangt eines der elastischen Klem- melemente 18 in den beschriebenen Bereich und klemmt das Ende E gegen die Au- ssenfläche des Riemens 6 im Bereich der Walze 5. Durch die Tatsache, dass die Um- fangsgeschwindigkeit der Siebtrommel 3 grösser ist als die Fördergeschwindigkeit der Riemchen 2, werden die Fasern aus dem Ende E des Faserbandes 10 herausgezogen, die zwischen der Klemmleiste 18 und dem Riemen 6 geklemmt werden. Dabei entsteht ein dünnes Faserpaket 24 mit längs ausgerichteten Einzelfasern.

In den Figuren 1a bis 1c ist der Vorgang der Bildung des Faserpaketes 24 schematisch dargestellt. Fig. 1 a zeigt das Ende E, das von den Riemchen 2 abgegeben wird. Über die Klemmleisten 18 wird eine Klemmlinie KL erzeugt und die Klemmlinie KL gegenüber dem Ende E verschoben. Dabei entsteht, wie in Fig. 1b gezeigt ist, eine Dünnstelle D und bei weiterer Verschiebung der Klemmstelle ein aus dem Ende E gelöstes Faserpa- ket 24, wie dies in der Fig. 1 c dargestellt ist. Der Kopf K des Faserpaketes 24 bildet ein faserendenorientiertes Faserpaket, wobei sich die Kurzfasern im wesentlichen im Be- reich des Kopfes K befinden. Die Klemmwirkung zwischen dem Riemen 6 und dem Klemmelement 18 auf das herausgelöste Faserpaket 24 bleibt während dem Durchlauf zwischen den Walzen 5 und 8 erhalten, wodurch eine gezielte Weiterbeförderung des Faserpaketes 24 ohne Änderung seiner Struktur (längsgerichtete Fasern) gewährleistet wird.

Sobald das Faserpaket die Walze 8 passiert hat, wird es durch den angelegten Unter- druck im Kanal 20 auf der Oberftäche SU der Siebtrommel 3 gehalten. Das vordere Ende K des Faserpaketes 24 liegt dabei noch auf der Klemmleiste 18 auf. Während das gezeigte Faserpaket 24 in Richtung der Abscheidetrommel 30 transportiert wird, werden durch die nachfolgenden Klemmleisten 18 weitere Faserpakete 24 (nicht ge- zeigt) aus dem Ende E herausgezogen. Die Förderung des Faserbandes 10 erfolgt da- bei kontinuierlich, während der Abzugsvorgang zur Herstellung der Faserpakete 24 dis- kontinuierlich erfolgt.

Das gezeigte Faserpaket 24 gelangt bei weiterem Transport, bzw. bei weiterer Drehung der Siebtrommel 3 in den Abgabebereich A zwischen der Siebtrommel 3 und der nachfolgenden Abscheidewalze 30. Durch die gleichzeitige Drehung der Abscheide- walze 30 trifft ein Klemmelement 44 auf das Faserpaket 24, wodurch eine Klemmung zwischen dem Aussenmantel SU der Siebtrommel 3 und der Klemmleiste 44 entsteht.

Die Winkelstellung während des Betriebs von der Siebtrommel 3 und der Abscheide- trommel 30 ist dabei so gewähit, dass die durch die Klemmleiste 44 erzeugte Klemmli- nie in einem Abstand vom vorderen Ende K des Faserpakets 24 erfolgt. Dieser Abstand zum Kopfende des Faserpaketes kann dem Ecartement bei der Kämmaschine gleich- gesetzt werden und kann durch Veränderung der Winkelstellung zwischen den beiden Trommeln 3 und 30 eingestelit werden. Kurz nach Erzeugung der beschriebenen Klemmung kommt das Ende des Saugschlitzes 38 in Überdeckung mit der Öffnung 36, wodurch eine Luftströmung infolge des Unterdrucks im Rohr 32 nach innen erfolgt. Da- durch wird das vordere Ende, bzw. der Kopf K des Faserpaketes 24, welches die Klemmstelle des Klemmelementes 44 überragt, in den Saugschlitz 38 hineingezogen.

Alle die nicht durch das Klemmelement 44 geklemmten Bestandteile (kurze Fasern) des in den Saugschlitz 38 hineinragenden Endes werden nun durch die Luftströmung aus dem Faserpaket 24 herausgelöst und nach innen in den Kanal 32 abgeführt. Über die Unterdruckquelle 34 wird das in den Kanal 32 abgeführte Material aus dem Bereich des Rohres 32 entsorgt.

Das feststehende Entsorgungsrohr 32 kann dabei so ausgebildet werden, so dass sich evtl. ablagernde Verschmutzungen zwischen dem feststehenden Teil und dem drehen- den Teil der Abscheidetrommel fortlaufend mit abgesaugt werden.

Bei weiterer Verdrehung der Trommel 30 verbleibt das vordere Ende des Faserpaketes 24 in dem Schlitz 38 ; das hintere Ende wird durch die auftretende Fliehkraft leicht ab- gehoben. Sobald dieses hintere Ende den Bereich der nachfolgenden Abnahmewalze 46 erreicht hat, wird dies durch die Garnitur 47 erfasst, wodurch das Faserpaket 24 mitgenommen und aus dem Luftschlitz 38 herausgezogen wird. Bei dieser Mitnahme wird das Ende des Faserpaketes 24 auf das auslaufende Ende eines zuvor abgezoge- nen Faserpaketes aufgelegt, wodurch eine dachziegelartige Verbindung entsteht. Das so gebildete Faserviies 50 kann dann einem nachfolgenden Abzugswalzenpaar 51 zum Weitertransport für nachfolgende Verarbeitungsschritte zugeführt werden. Auf die Dar- stellung von speziellen Ablöseeinrichtungen des Faservlieses 50 von der Abnahmewal- ze 46 wurde verzichtet. Hierbei wird auf entsprechende Elemente verwiesen, die be- reits im Auslauf einer Karde zur Anwendung kommen.

Die gezeigte Ausführung stellt nur eine mögiiche Variante zur Ausführung der Erfindung dar. Eine weitere Variante wird nun nachfolgend beschrieben.

In Fig. 2 wird über die Walzen 54 und 55 jeweils ein Faserband F1, bzw. F2 in den Be- reich einer Fördermulde M1, bzw. M2 eines Führungsteiles 58 zugeführt. In die jeweili- ge Fördermulde M1, bzw. M2 greift eine Speisewalze 60, bzw. 61 ein.

Zwischen den beiden Fördermulden M1, M2 ist das Führungsteil 58 mit einem Luft- schlitz 63 versehen, der eine Öffnung 64 aufweist. Dies ist insbesondere auch in der vergrösserten Darstellung nach Fig. 3 zu entnehmen. In Fig. 4 sind verschiedene Mög- lichkeiten gezeigt, wie diese Öffnung 64 ausgebildet sein kann. Dabei ist die Öffnung in Fig. 4a) mit einem Längsschlitz 66 versehen, der sich über die Breite des Führungsteils 58 erstreckt. In der Darstellung nach Fig. 4b) werden für den Luftdurchtritt mehrere ne- beneinander liegende Löcher 67 verwendet. Fig. 4c) zeigt eine weitere Ausführungs- form, wobei eine grössere Anzahl von Löcher 68 für den Luftdurchtritt vorgesehen ist.

In der Darstellung nach Fig. 4d) kommen nebeneinander liegende kreuzschlitzförmige Öffnungen 69 zur Anwendung.

Es sind weitaus noch mehr Kombinationen und Ausführungen denkbar, welche für den jeweiligen Anwendungsfall zur Verwendung kommen können.

Wie schematisch gezeigt, ist der Luftschlitz 63 über die Leitung 70 mit einer Druckluft- quelle 71 verbunden. Oberhalb des Mündungsbereiches (Öffnung 64 des Luftschlitzes 63) üben jeweils ein Klemmelement 75,76 eine Klemmwirkung auf die nach unten be- förderten Faserbänder F1 und F2 aus und bilden auf dem Führungsteil 58 eine Klemmstelle K1, bzw. K2. Die nach unten geführten Enden der Faserbänder F1 und F2 werden unterhalb der Öffnung 63 zusammengeführt und bilden ein gemeinsames freies Ende E1.

Wie insbesondere in Fig. 3 gezeigt, ist die Luftströmung, die vom Luftschlitz 63 aus- geht, zwischen die beiden aufeinandergelegten und ein gemeinsames Ende E1 gebil- deten Enden der Faserbänder F1 und F2 gerichtet. Auf die Wirkungsweise dieser Ein- richtung wird später noch näher eingegangen.

Wie ebenfalls aus Fig. 3 zu entnehmen, können im Bereich der Enden der Klemmele- mente 75 und 76 zusätzliche über die Breite verteilte Luftdüsen 77 und 78 vorgesehen sein, die über die schematisch gezeigten Leitungen 79,80 mit einer Überdruckquelle 81 in Verbindung stehen. Durch diese Düsen 77, bzw. 78 kann eine zusätzliche Druck- luftströmung in Richtung des auslaufenden Endes E1 erzeugt werden, welche das En- de E1 im wesentlichen von aussen nach innen durchdringen kann. Durch diese zusätz- lichen Druckluftströmungen wird gewährleistet, dass das gesamte Ende E1 vollständig mit Luft durchströmt wird, so dass sämtliche Bestandteile (Kurzfasern, Schmutz, Nissen usw.), welche durch die Klemmstellen K1 und K2 nicht festgehalten werden, durch die Luftströmung nach unten abgeschieden wird. Die Walze 83 ist dabei mit einem umlau- fenden Hohlkörper 87 versehen, der eine Öffnung 89 aufweist. lm lnneren des umlau- fenden Hohlkörpers 87 ist eine feststehende Blende 88 vorgesehen, die mit einer Off- nung 90 ausgestattet ist. Wie schematisch gezeigt, ist der Innenraum der Blende 88 mit einer Unterdruckquelle 92 über die Leitung 93 verbunden. Daraus ist zu entnehmen, dass sobald die Öffnungen 89 und 90 sich in Überdeckung befinden, aus dem Ende E1 abgeschiedenes Material über den innenraum der Blende 88 abgesaugt werden kann.

Die Walze 82 ist als Vollwalze ausgebildet und kann z. B. mit einem Gummiüberzug für den Abziehvorgang versehen sein. Unterhalb des Walzenpaares 85 befindet sich eine Bandbildungseinheit 95, welche sich aus einer umlaufenden Siebtrommel 97 und einer mit der Siebtrommel zusammenwirkenden gummierten Walze 99 zusammensetzt. In- nerhalb der Siebtrommel 97 ist eine feststehende Blende 98 angeordnet, deren Innen- raum mit einer Unterdruckquelle 102 verbunden ist. Im Bereich vor einer Klemmstelle 101 zwischen der Walze 99 und der Siebtrommel 97 ist die Blende mit Öffnungen 100 versehen. Die Öffnungen, die ein Ansaugen der Umgebungsluft ermöglichen, sind im gezeigten Beispiel mit einer unterschiedlichen Querschnittsfläche gezeigt. Dabei ist die Querschnittsfläche der Öffnung 100 am kleinsten, welche der Klemmstelle 101 am nächsten ist. Das heisst, die Ansaugkraft auf das abgenommene Faserpaket FP ist in diesem Bereich am kleinsten, während sie mit grösser werdendem Querschnitt der Off- nungen 100 grösser wird. Dadurch soll gewährleistet werden, dass sich die Enden der abgezogenen Faserpakete FP sicher auf den Aussenumfang der Siebtrommel 97 auf- legen. Mit dieser Einrichtung ist es möglich, die schrittweise nach unten abgegebenen Faserpakete FP dachziegelartig aufeinander zu schichten, so dass letztendlich ein Band B gebildet wird, welches über ein nachfolgendes Walzenpaar 104 nach unten abgezogen werden kann zur Überführung von z. B. nachfolgenden Sammeleinrichtun- gen (Kanne).

Wie zusätzlich aus Fig. 3 zu entnehmen, kann zwischen den Klemmelementen 75,76 und dem Walzenpaar 85 ein zustelibares Kammelement 105 vorgesehen sein, das mit zwei zustellbaren Kammelementen 106 und 107 versehen ist. Dieses Kammelement 105 ist mit dem Fixkamm einer Kämmaschine zu vergleichen und kommt dann in Ein- griff in das freie Ende E1, wenn über das Walzenpaar 85 ein Faserpaket aus diesem Ende Et nach unten abgezogen wird. Dadurch ist es möglich, noch nicht durch den Luftstrom restlos ausgeschiedene kurze Bestandteile und auch Verschmutzungen beim Abziehvorgang zurückzuhalten und ebenfalls abzuscheiden. Das heisst, das Kamme- lement 105 dient als zusätzliche Abscheidehilfe.

In Fig. 5 wird eine weitere Möglichkeit einer Bandbildungseinheit 95 gezeigt, wo anstel- le einer Siebtrommel ein umlaufendes Förderband 110 verwendet wird, das mit luft- durchlässigen Öffnungen 111 versehen ist. Dies ist insbesondere auch aus Fig. 6 zu entnehmen. Das Förderband 110 wird dabei über zwei Walzen 112,113 geführt, wobei eine dieser Walzen mit einem nicht näher gezeigten Antrieb in Verbindung steht. Auf der Innenseite des umlaufenden Förderbandes 110 ist ein nach oben offener Kanal 115 vorgesehen, der über die Leitung 116 mit einer Unterdruckquelle 117 verbunden ist.

Dieser Kanal 115 ist in dem Bereich des Förderbandes angebracht, in welchem die von dem Walzenpaar 85 abgezogenen Faserpakete dachziegelartig aufeinandergeschichtet werden, um ein geschlossenes Faserband B zu formen.

In der Darstellung der Fig. 6 ist durch die schematisch angedeuteten Achsen A1 und A2 gezeigt, dass sich die Achsen der Walzenpaare 85 auch schräg zur Abzugsrichtung T ausgerichtet sein können. Dadurch kann ein zusätzlicher Effekt in Bezug auf die Verwischung der Lötstellen erzielt werden.

Nachfolgend wird die Funktionsweise des Ausführungsbeispieles der Figuren 2 bis 6 näher erläutert.

Die über die Walzen 54 und 55 zugeführten Faserbänder F1 und F2 (ansteile der Fa- serbänder könnten auch Faservliese oder Wattebahnen zugeführt werden) gelangen in den Bereich der Speisemulden M1 und M2, wodurch sie von den Walzen 60, bzw. 61 erfasst und weitertransportiert werden. Unterhalb der Öffnung 63 des Führungsteiles 58 werden die beiden Enden der Faserbänder F1, F2 zusammengeführt zu einem einzel- nen Ende E1. Sobald das freie Ende E1 einen vorgegebenen Überstand unterhalb des Führungsteiles 58 erreicht hat, wird die Zuführung über die Walzen 54,55 und die Wal- zen 60 und 61 unterbrochen. Über eine nicht gezeigte Mechanik werden die Klemme- lemente 75 und 76 in Richtung des Führungsteiles 58 verschoben (verschwenkt) und bilden eine Klemmstelle K1, K2 auf das Faserband F1 bzw. F2. Anschliessend wird ein Luftimpuls über die Druckluftquelle 71 durch die Öffnung 64 des Luftspaltes 63 erzeugt, welcher das freie Ende E1 durchdringt und nicht geklemmte Bestandteile (z. B. Kurzfa- sern) aus dem Ende E1 herauslöst. Wie insbesondere in Fig. 3 zu sehen, durchdringt der Luftstrahl ausgehend vom Luftschlitz 63 das Ende E1 in dem Bereich, wo sich die beiden Enden der Faserbänder F1 und F2 überdecken. Durch den sogenannten "Bernoulli-Effekt'werden die beiden Bestandteile des freien Endes E1 zusammenge- halten, wodurch gewährleistet wird, dass das vollständige Fasergut des Endes E1 mit Luft durchströmt wird. Um den Abscheideeffekt noch zu erhöhen, können zusätzliche Luftimpulse von den Düsen 77 und 78 auf das Ende E1 aufgebracht werden. Nach Be- endigung des Blasintervalles werden die Klemmstellen K1 und K2 durch Zurückfahren des Klemmelemente 75 und 76 wieder gelöst. Während dem Ausblasvorgang hat die Walze 83 die gezeigte Stellung, wobei die Öffnung 89 der Öffnung 90 gegenübersteht und das abgeschiedene Gut durch die Öffnungen unter Zuhilfenahme der Unter- druckquelle 92 abgeführt werden kann. Es wäre auch denkbar, zusätzliche Absaugein- richtungen vorzusehen, welche hier nicht gezeigt sind. Wie durch einen Doppelpfeil angeordnet, kann das Führungsteil 58 einschliesslich der Walzen 54,55 und 60,61 in Richtung des Walzenpaares 85 verschoben werden, so dass die Spitze des ausgebla- senen Endes E1 in den Klemmpunkt zwischen die Walzen 82 und 83 gelangt. Es ist auch möglich, anstelle der Bewegung des Führungsteiles 58 auf das Walzenpaar 85, das Walzenpaar 85 in Richtung auf das Führungsteil 58 zu verschieben, um die Fasern des freien Endes E1 zu erfassen.

Sobald das Ende E1 im Klemmpunkt des Walzenpaares 85 festgehalten wird, kann auch der in Fig. 3 gezeigte Kamm zugestellt werden. Die Öffnung 89 des Hohlkörpers 87 befindet sich nun in einer Stellung, welche der in Fig. 2 gezeigten Stellung gegen- überliegt. Das heisst, für den Abzugsvorgang kommt der geschlossene Mantel des Hohlkörpers zum Einsatz. Das Walzenpaar 85 wird nun in Bewegung gesetzt und ein Faserpaket FP aus dem Ende E1 abgezogen, welches durch den Klemmpunkt des Walzenpaares 85 erfasst wird. Dieses Faserpaket FP wird nach unten in einen Klemm- punkt 101 des Walzenpaares 95 überführt, wobei das freiwerdende hintere Ende des Faserpaketes FP sich auf die Siebtrommel 97 auflegt, was durch die Öffnungen 100 begünstigt wird, die mit dem Unterdruckraum der Blende 98 in Verbindung stehen. Das vordere Ende des Faserpaketes FP wird dabei mit einem noch in der Klemmstelle 101 befindlichen Ende eines zuvor abgezogenen Faserpaketes FP verbunden, bzw. auf dieses dachziegelartig aufgeschichtet.

Das dadurch geformte Band B wird über die Klemmstelle 101 nach unten zu einem Walzenpaar 104 zum Weitertransport abgeführt.

Die Ausführung nach Fig. 5 und Fig. 6 ist anstelle des Walzenpaares 95 angebracht und weist ein umiaufendes und luftdurchlässiges Transportband 110 auf. Das von dem Walzenpaar 85 nach unten abgegebene Faserpaket FP wird auf die Enden der zuvor abgegebenen Faserpakete aufgeschichtet und mit diesen dachziegelartig verbunden.

Dieser Vorgang wird durch die Anlage eines Unterdruckes über den Kanal 105 unter- stützt, wodurch die freien Enden bzw. auch das gebildete Faserband, bzw. Faservlies B auf der Oberfläche des Transportriemens 110 positioniert gehalten werden.

Es ist auch denkbar mehrere Faserselektiereinrichtungen oberhalb des Transportban- des 106 anzuordnen, welchen das selektierte Fasergut alle auf das gleiche Transport- band abgeben und entsprechen zu einem gemeinsamen Verband zusammenführen.

In Fig. 7 wird eine weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, welches ähnlich wie das Bei- spiel der Fig. 2 ausgebildet ist. Anstelle eines zweiten zugeführten Faserverbundes tritt eine Führungsplatte 127, welch dem Ende E2 des Faserverbandes F3 gegenübersteht.

Ein oder mehrere Faserbänder F3 (oder Watte, Vlies usw.) wird hierbei über das Füh- rungsteil 121, das mit einer Führungsmulde M3 versehen ist, unter der Einwirkung ei- nes Speisezylinders 120 in Richtung einer Klemmstelle K3 befördert.

Die Klemmstelle K3 befindet sich im spitz zulaufenden Ende des Führungsteiles 121 und wird durch ein verstellbar angeordnetes Klemmelement 132 erzeugt. Die Verstell- bewegung des Klemmelementes 132 ist schematisch mit einem Doppelpfeil gezeigt.

Im m) nneren des Führungsteiles ist ein Luftschlitz 123 angebracht, dessen Öffnung un- terhalb und vor der Klemmstelle K3 endet. Die Öffnung kann entsprechend den in Fig. 4 gezeigten Ausführungen ausgebildet sein. Der Luftschlitz ist über die Leitung 124 mit einer Unterdruckquelle 125 verbunden.

Es ist auch denkbar wie in Fig. 3 gezeigt, auch hierbei ein zusätzlich zustellbares Kammelement 105 vorzusehen.

Unterhalb dem Führungsteil 121 ist eine verschiebbar gelagerte Platte 127 angebracht, deren vorderes Ende 122 flexibel ausgebildet ist. An diesem Ende greift ein Hebel 126 an, der mit einem nicht näher gezeigten Verstellmechanismus in Verbindung steht.

Über diesen Hebel 126 ist es möglich das Ende 122 in die strichpunktiert gezeigten Lagen zu überführen. Zur horizontalen Führung der Platte 127 ist ein Führungselement 128 vorgesehen und im hinteren Bereich der Platte greift im Anlenkpunkt 129 ein Zylin- der 130 an, der zur Verschiebung der Platte dient.

Oberhalb der Platte 127 ist eine Absaugeinrichtung 134 vorgesehen, die zur Absau- gung des abgeschiedenen Abgangsmaterials dient.

Im Anschluss ist ein horizontal verschiebbares Walzenpaar 135 angebracht, das zum Abziehen von Faserpaketen aus dem selektierten Ende E2 vorgesehen ist.

Desweiteren ist, wie bereits im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 beschrieben dem Wal- zenpaar 135 eine Bandbildungseinheit 137 nachgeschaltet mit einem drehbar gelager- ten Siebzylinder 138 und einer im Inneren des Siebzylinders angeordneten Blende 139, die mit Öffnungen 140 im Abnahmebereich vor einer Klemmstelle 144 angeordnet sind. der Innenraum der Blende 139 ist mit einer Unterdruckquelle 147 verbunden.

Mit der Siebtrommel 138 wirkt eine Walze 141 zusammen, die mit einem Gummiüber- zug versehen sein kann.

Das von der Siebtrommel abgegebene Faserband B wird von einem nachfolgenden Walzenpaar 145 weiterbefördert.

Nachfolgend wird die Funktionsweise dieser Einrichtung kurz beschrieben : Das Fasergut F3 wird über die Fördermulde M3 und dem Speisezylinder 120 über den Bereich der Klemmstelle K3 befördert. Die Platte 127 nimmt die fett gezeichnete gerade und vorderste Stellung ein.

Sobald der Überstand des freien Endes einen bestimmten Wert über der Klemmstelle K3 erreicht hat, wird das Klemmelement 132 in Richtung des Führungsteils 121 ver- schoben und das Fasergut F3 bei der Klemmstelle K3 geklemmt. Die Förderung wurde mittlerweile unterbrochen. Jetzt wird über den Hebel 126 das vordere Ende der Platte 127 in die obere, strichpunktiert gezeichnete Stellung verschoben, wodurch auch das freie Ende E3 nach oben mit der Platte 127 mitgenommen wird. Über die Druckluftquel- le 125 und über den Luftschlitz 123 wird ein Druckluftstrom erzeugt, der sich in Rich- tung einer Absaugeinrichtung 134 fortpflanzt, welch mittlerweile eingeschaltet wurde.

Durch den an der Oberfläche der Platte 127 entlanggeführten Luftstrahl wird das Ende E2 (wie zuvor bereits beschrieben) auf die Platte hingezogen und vollständig mit dem Luftstrom durchblasen. Die dabei aus dem Ende E2 herausgelösten Kurzfasern und sonstige gelöste Bestandteile werden über den Absaugkanal 134 abgesaugt.

Die Druckluftzufuhr wird nun wieder unterbunden und das Klemmelement 132 wieder vom Führungsteil 121 abgehoben. Gleichzeitig wird über den Hebel 126 das Ende 122 der Platte 127 in die nach unten strichpunktiert gezeigte Stellung verschwenkt und über den Zylinder 130 nach hinten verschoben. Dadurch ist genügend Freiraum geschaffen, damit anschliessend das Walzenpaar 135 in Richtung der Klemmstelle K3 verschoben werden kann, bis das freie Ende E2 im Klemmpunkt des Walzenpaares 135 erfasst und abgezogen wird. Dieser Abziehvorgang ist vergleichbar mit dem Abreissvorgang bei einer herkömmlichen Kämmaschine. Nachdem in dieser Weise ein Faserpaket aus dem freien Ende E2 herausgezogen worden ist, wird das Walzenpaar in Richtung auf eine nachfolgende Bandbildungseinheit 137 verschoben. Dort wird dieses Faserpaket auf das Ende eines zuvor abgegebenen Faserpaketes dachziegelartig aufgelegt (Lötvorgang) und im Klemmpunkt 144 mit diesem verbunden. Anschliessend gelangt das so gebildete Faserband B zu einem Walzenpaar 145, welches das Material z. B. an eine nachfolgende und nicht gezeigte Aufnahmevorrichtung (Kanne) abgibt.

Mittlerweile wurde das Ende der Platte 127 wieder in die gestreckte und vordere Stel- lung transportiert, der Selektier-und der nachfolgend Abziehvorgang beginnt wieder von neuem.

Die gezeigten Ausführungsvarianten sind nur beispielhaft, weitere Ausführungsvarian- ten sind im Rahmen der Erfindung möglich.

Mit den gezeigten Einrichtungen ist es möglich, ohne den Einsatz von grossen Mas- senbeschleunigungen und Reversierbewegungen und mit hohen Arbeitsgeschwindig- keiten eine gezielte Faserselektion durchzuführen.