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Title:
FIELD DEVICE COMPRISING A RADIO MODULE THAT CAN BE ACTIVATED BY AN ACTUATING ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/059973
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a field device (1) comprising a housing (3), a sensor (5) and an electronics unit (6) arranged in the housing (3), wherein the field device is provided with a radio module (9) that can be connected to and detached from the electronics unit (6) and with an operating element (11) for activating and deactivating the radio module (9). The operating element (11) is mechanically arranged such that the operating element (11) can only be actuated when the housing is open and the radio module has been detached, which deactivates the field device.

Inventors:
ALLGAIER VOLKER (DE)
SUM CHRISTIAN (DE)
Application Number:
PCT/EP2016/066838
Publication Date:
April 13, 2017
Filing Date:
July 14, 2016
Export Citation:
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Assignee:
GRIESHABER VEGA KG (DE)
International Classes:
G05B19/042
Foreign References:
DE102013106098A12014-12-18
DE102013103454A12014-10-09
Attorney, Agent or Firm:
WESTPHAL, MUSSGNUG & PARTNER, PATENTANWÄLTE MIT BESCHRÄNKTER BERUFSHAFTUNG (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Feldgerät (1) mit einem Gehäuse (3), einem Sensor (5) und einer in dem Gehäuse (3) angeordneten Elektronikeinheit

(6) ,

g e k e n n z e i c h n e t d a d u r c h

ein mit der Elektronikeinheit (6) verbindbares und ab¬ nehmbares Funkmodul (9), mit einem Bedienelement (11) zur Aktivierung und Deaktivierung des Funkmoduls (9), wobei das Bedienelement (11) mechanisch derart angeordnet ist, dass eine Betätigung des Bedienelements (11) nur bei de¬ aktiviertem Feldgerät (1) möglich ist. 2. Feldgerät (1) gemäß Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

das Bedienelement (11) nur bei abgenommenem Funkmodul (9) zugänglich ist. 3. Feldgerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

das Funkmodul (9) in einer Anzeige- und/oder Bedienein¬ heit (7) angeordnet ist. 4. Feldgerät (1) gemäß Anspruch 3,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

Anzeige- und/oder Bedieninformationen zwischen der Anzei¬ ge- und/oder Bedieneinheit (7) und der Elektronikeinheit (6) leitungsgebunden übermittelt werden.

5. Feldgerät (1) gemäß Anspruch 3,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

Anzeige- und/oder Bedieninformationen zwischen der Anzei- ge- und/oder Bedieneinheit (7) und der Elektronikeinheit (6) drahtlos über das Funkmodul (9) übermittelt werden.

6. Feldgerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

das Funkmodul (9) mechanisch derart verankert und das Be¬ dienelement (11) an einer Unterseite (13) des Funkmoduls (9) so angeordnet ist, dass das Bedienelement (11) nur nach Lösen der Verankerung und Entnehmen des Funkmoduls (9) aus seinem Gehäuse zugänglich ist.

7. Feldgerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

das Feldgerät (1) mechanisch verriegelbar und gegen unbe- fugte Bedienung sicherbar ist.

8. Feldgerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

das Funkmodul (9) eine eigene integrierte Energieversor- gung, insbesondere eine Batterie zur teilweisen oder vollständigen Energieversorgung des Funkmoduls (9) auf¬ weist.

9. Feldgerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

das Funkmodul (1) eine Zeiterfassungseinheit aufweist.

10. Feldgerät (1) gemäß Anspruch 9,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

das Funkmodul (9) nach einer Aktivierung für eine vorgeb¬ bare Zeit aktiviert bleibt und danach selbsttätig deakti¬ viert wird.

11. Feldgerät (1) gemäß Anspruch 5,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

die Elektronikeinheit (6) und die Anzeige- und/oder Be¬ dieneinheit (7) je ein Funkmodul (9) aufweisen, wobei die Funkmodule (9) derart ausgebildet sind, dass sie Funksig¬ nale eines anderen Funkmoduls (9) empfangen und wieder versenden .

12. Modulares Feldgerätesystem mit

- einer Mehrzahl von Gehäusen (3)

- einer Mehrzahl von Sensoren (5)

- einer Mehrzahl von mit den Sensoren (5) verbindbaren Elektronikeinheiten (6) und

- einer Mehrzahl von mit den Elektronikeinheiten (6) ver¬ bindbaren Anzeige- und/oder Bedieneinheiten (7), wobei das Feldgerätesystem wenigstens eine Anzeige- und/oder Bedieneinheit (7) mit einem Funkmodul (9) zur drahtlosen Kommunikation mit wenigstens einer weiteren Einheit auf¬ weist und das Funkmodul (9) ein Bedienelement (11), ins¬ besondere einen Schalter oder Taster, zur Aktivierung und Deaktivierung des Funkmoduls (9) aufweist, das derart an¬ geordnet ist, dass eine mechanische Betätigung des Bedie¬ nelements (11) nur bei deaktiviertem Feldgerät (1), ins¬ besondere bei von dem Feldgerät (1) abgenommener Anzeige- und/oder Bedieneinheit (7) möglich ist.

Description:
FELDGERÄT MIT EINEM DURCH EIN BETÄTIGUNGSELEMENT AKTIVIERBARES FUNKMODUL

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Feldgerät gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

In der Prozessautomatisierungstechnik werden vielfach Feldge ¬ räte eingesetzt, die zur Erfassung und/oder Beeinflussung von Prozessvariablen dienen. Beispiele für derartige Feldgeräte sind Füllstandmessgeräte, Grenzstandmessgeräte und Druckmess- geräte mit Sensoren, die die entsprechenden Prozessvariablen Füllstand, Grenzstand oder Druck erfassen. Häufig sind solche Feldgeräte mit übergeordneten Einheiten, zum Beispiel Leitsys ¬ temen oder Steuereinheiten, verbunden. Diese übergeordneten Einheiten dienen zur Prozesssteuerung, Prozessvisualisierung und/oder Prozessüberwachung. Die aus dem Stand der Technik be ¬ kannten Feldgeräte weisen in der Regel ein Gehäuse, einen Sen ¬ sor und eine in dem Gehäuse angeordnete Elektronikeinheit auf.

Die Energie- und/oder Signalübertragung zwischen Feldgerät und übergeordneten Einheiten erfolgt häufig nach dem bekannten 4 mA bis 20 mA Standard, bei dem eine 4 mA bis 20 mA Strom ¬ schleife beziehungsweise eine Zweidrahtleitung zwischen dem Feldgerät und der übergeordneten Einheit ausgebildet ist. Zu- sätzlich zu der analogen Übertragung von Signalen besteht die Möglichkeit, dass die Messgeräte gemäß verschiedenen anderen Protokollen, insbesondere digitalen Protokollen, weitere In ¬ formationen an die übergeordnete Einheit übermitteln oder von dieser empfangen. Beispielhaft seien hierfür das HART- Protokoll oder das Profibus-PA-Protokoll genannt.

Die Energieversorgung dieser Feldgeräte erfolgt ebenfalls über das 4 mA bis 20 mA Stromsignal, sodass neben der Zweidrahtlei- tung keine zusätzliche Versorgungsleitung notwendig ist. Um den Verdrahtungs- und Installationsaufwand sowie die Sicher ¬ heitsmaßnahmen, beispielsweise beim Einsatz in explosionsge ¬ schützten Bereichen, so gering wie möglich zu halten, ist es auch nicht gewünscht, zusätzliche Stromversorgungsleitungen vorzusehen .

Aus dem Stand der Technik sind beispielsweise externe Bedien ¬ einheiten bekannt, die zur Kommunikation mit dem Feldgerät physikalisch an die 4 mA bis 20 mA Stromschleife angeschlossen werden, um so die Bedienung des Feldgerätes über die 4 mA bis 20 mA Stromschleife mittels des HART-Protokolls zu ermögli ¬ chen. Derartige externe Bedieneinheiten weisen den Nachteil auf, dass sie wie bereits erwähnt, physikalisch an die 4 mA bis 20 mA Stromschleife angeschlossen werden müssen. Hierzu muss die Zweidrahtleitung derartig modifiziert, beispielsweise abisoliert und/oder durchtrennt, werden, sodass die Bedienein ¬ heit angeschlossen werden kann. Dies stellt einen relativ ho ¬ hen Aufwand dar und ist vor Ort nicht immer ohne Weiteres zu bewerkstelligen .

Aus dem Stand der Technik ist es ferner bekannt, Funkmodule zur leichteren Bedienung von Feldgeräten zu verwenden. Es sind Lösungen bekannt, bei denen die Feldgeräte integrierte Funkmo- dule aufweisen, Funkmodule nachgerüstet werden oder in einem Messumformerspeisegerät , einer Einrichtung zur Energieversor ¬ gung der Feldgeräte, angeordnet sind. Insbesondere bei den Va ¬ rianten mit integriertem Funkmodul oder mit einem Funkmodul, das nachgerüstet werden soll, besteht im Stand der Technik das Problem, dass bei einer Energieversorgung über die 4 mA bis 20 mA Stromschleife nur äußerst geringe Leistungen zur Verfügung stehen und die über die Stromschleife zuführbare Energie teil ¬ weise nicht ausreicht, um das Funkmodul, die Elektronikeinheit und den Sensor gleichzeitig mit ausreichend Energie zu versor ¬ gen, sodass ein Betrieb nicht oder nur erschwert möglich ist.

Im Stand der Technik sind hierfür Lösungen bekannt, bei denen das Funkmodul mit einer eigenen Versorgungsleitung versehen ist oder zusätzliche Batterien zum Betrieb des Funkmodules in dem Feldgerät vorgesehen sind. Eigene Versorgungsleitungen be ¬ dingen aber den oben genannten erhöhten Installations- und Si ¬ cherheitsaufwand, der vermieden werden soll. Sämtliche mit Funkmodulen ausgerüsteten Feldgeräte bringen dabei zusätzlich das Risiko mit sich, dass diese nicht immer vollständig kon ¬ trollierbar sind, sodass ein ungewolltes Bedienen oder auch eine bewusste Manipulation nicht jederzeit ausgeschlossen oder verhindert werden könnte. Insbesondere Angriffe durch gezielte Manipulation von Feldgeräten stellen ein zunehmendes Risiko dar, dass mit der vorliegenden Erfindung ausgeschlossen werden soll .

Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, ein bekanntes Feldgerät mit vorzugsweise modularem Aufbau derart weiterzu ¬ bilden, dass die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile und Risiken vermieden werden.

Diese Aufgabe wird durch ein Feldgerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Ein erfindungsgemäßes Feldgerät weist ein Gehäuse, einen Sensor und eine in dem Gehäuse ange ¬ ordnete Elektronikeinheit sowie ein mit der Elektronikeinheit verbindbares und abnehmbares Funkmodul auf, wobei das Funkmo ¬ dul ein Bedienelement zur Aktivierung und Deaktivierung des Funkmoduls aufweist, das mechanisch derart angeordnet ist, dass eine Betätigung des Bedienelements nur bei deaktiviertem Feldgerät, bzw. bei abgenommenem Bediengerät, bzw. bei geöff ¬ netem Gehäuse, möglich ist. Eine derartige Anordnung des Be- dienelements zur Aktivierung und Deaktivierung des Funkmoduls hat den Vorteil, dass das Funkmodul nicht unbemerkt aktiviert oder deaktiviert werden kann, da eine Deaktivierung des Feld ¬ gerätes von einer übergeordneten Einheit, beispielsweise einer übergeordneten Steuerung, in jedem Fall registriert wird. Fer ¬ ner ist durch eine entsprechende mechanische Anordnung sicher ¬ gestellt, dass ein versehentliches Aktivieren oder Deaktivie ¬ ren des Funkmoduls ausgeschlossen wird.

Ein derartiges Bedienelement kann ferner aus energetischer Sicht sinnvoll sein, um ein Funkmodul vollständig zu deakti ¬ vieren und beispielsweise Suchvorgänge nach verfügbaren Kommu ¬ nikationspartnern oder dergleichen vollständig zu unterbinden. Auf diese Weise kann ein deutlich reduzierter Energieverbrauch erreicht werden.

Eine günstige mechanische Anord .ung wird erreicht, wenn das Bedienelement derart angeordnet ist, dass es nur bei abgenom- menem Funkmodul zugänglich ist. Ist das Funkmodul üblicher- weise mit der Elektronikeinheit mechanisch und elektrisch ver ¬ bunden, so kann auf diese Weise sichergestellt werden, dass durch ein Abnehmen des Funkmodu s von der Elektronikeinheit eine Deaktivierung des Feldgerä s veranlasst wird, sodass die- se in einer übergeordneten Einh it detektiert werden kann.

Eine optimale Ausgestaltung wird erreicht, wenn das Funkmodul in einer Anzeige- und/oder Bedieneinheit angeordnet ist.

Üblicherweise werden Feldgeräte mit einer Anzeige- und/oder Bedieneinheit, an der vor Ort beispielsweise Messwerte abge ¬ lesen oder Konfigurationen des Feldgerätes vorgenommen werden können, ausgestattet. Durch eine Integration des Funkmoduls in eine solche Anzeige- und/oder Bedieneinheit kann ein platzspa- render Aufbau sowie ein elektrisch günstiger Aufbau erreicht werden, da die Anzeige- und/oder Bedieneinheit in der Regel bereits entsprechende Elektronikkomponenten für eine Anzeige von Messwerten und/oder die Konfiguration des Feldgerätes aufweist. In einer solchen Konfiguration ist es möglich, dass das Funkmodul lediglich die bereits aufbereiteten Messwerte oder entsprechende Konfigurationsmerkmale übermittelt und so entsprechende Elektronikkomponenten nicht mehrfach verbaut werden müssen.

Vorteilhafterweise werden Anzeige- und/oder Bedienformationen zwischen der Anzeige- und/oder Bedieneinheit und der Elektro ¬ nikeinheit leitungsgebunden übermittelt. Ist also das Funkmo ¬ dul ebenfalls in der Anzeige- und/oder Bedieneinheit angeord- net, so findet auch hier eine leitungsgebundene Übermittlung der Anzeige- und/oder Bedieninformationen zwischen dem Funkmo ¬ dul und der Elektronikeinheit statt. Ein entsprechender Aufbau ermöglicht eine besonders einfache Integration des Funkmoduls in bestehende Feldgerätkonzepte, wobei dafür insbesondere kei- ne Änderungen an der Elektronikeinheit notwendig sind.

Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass eine Kommunikation zwischen Elektronikeinheit und dem Funkmodul auch ohne dass das Funkmodul in einer Anzeige- und/oder Bedieneinheit ange- ordnet ist, leitungsgebunden erfolgen kann.

Alternativ hierzu ist es aber auch möglich, dass Anzeige- und/oder Bedieninformationen zwischen der Anzeige- und/oder Bedieneinheit und der Elektronikeinheit bzw. zwischen dem Funkmodul und der Elektronikeinheit drahtlos über das Funkmo ¬ dul übermittelt werden. In diesem Fall ist aber vorauszuset ¬ zen, dass die Elektronikeinheit bereits ein Funkmodul auf ¬ weist, über das eine Funkkommunikation möglich ist. Eine besonders geschickte Anordnung kann erreicht werden, wenn das Funkmodul mechanisch derart verankert und das Bedienele ¬ ment an einer Unterseite des Funkmoduls so angeordnet ist, dass das Bedienelement nur nach Lösen der Verankerung und Ent ¬ nehmen des Funkmoduls aus seinem Gehäuse zugänglich ist. Ist beispielsweise das Funkmodul mechanisch mittels eines Rast ¬ oder Bajonettverschlusses an der Elektronikeinheit befestigt, so kann ein an der Unterseite des Funkmoduls, d. h. an einer der Elektronikeinheit zugewandten Seite des Funkmoduls ange ¬ ordnetes Bedienelement nur bedient werden, wenn die mechani ¬ sche Verankerung des Funkmoduls gelöst und diese von dem

Elektronikmodul entfernt wird. Vorteilhafterweise ist das Feldgerät ferner mechanisch verrie ¬ gelbar und gegen unbefugte Bedienung sicherbar ausgestaltet. Auf diese Weise kann insbesondere durch eine entsprechende Ausgestaltung des Gehäuses Manipulationen noch effektiver vor ¬ gebeugt werden.

Insbesondere bei Feldgeräten, bei denen Funkmodule nachgerüs ¬ tet werden sollen aber auch bei Feldgeräten, bei denen Funkmo ¬ dule regulär vorgesehen sind, kann es vorteilhaft sein, wenn das Funkmodul eine integrierte eigene Energieversorgung, ins- besondere eine Batterie, zur teilweisen oder vollständigen

Energieversorgung des Funkmoduls aufweist. Dies kann insbeson ¬ dere bei Feldgeräten, die mit sehr geringer Leistung betrie ¬ ben werden oder bei denen eine Nachrüstung von Funkmodulen im Energiekonzept des Feldgerätes bislang nicht vorgesehen war, vorteilhaft sein, da auf diese Weise der Betrieb eines Funkmo ¬ duls unabhängig von der Energieversorgung des Feldgerätes er ¬ folgen kann. Kann aber auch bei Feldgeräten sinnvoll sein, bei denen das Funkmodul nicht nachgerüstet wird, sondern bereits im Energiekonzept des Feldgerätes berücksichtigt ist. Durch eine solche Batterie kann beispielsweise eine erhöhte Reich ¬ weite des Funkmoduls oder eine für bestimmte Anwendungen not ¬ wendige erhöhte Bandbreite der Funkkommunikation durch zusätz- liehe Energie aus der eigenen Energieversorgung bzw. der Bat ¬ terie erreicht werden.

Das Funkmodul kann ferner beispielsweise eine Zeiterfassungs ¬ einheit aufweisen, sodass das Funkmodul beispielsweise nur zu bestimmten Zeiten aktivierbar ist.

Eine derartige Zeiterfassungseinheit kann ferner dazu benutzt werden, dass das Funkmodul nach einer Aktivierung für eine vorgebbare Zeit aktiviert bleibt und danach selbsttätig wie- der deaktiviert wird. So ist es beispielsweise möglich, das

Funkmodul für eine Konfiguration, beispielsweise für 10 Minu ¬ ten zu aktivieren, wobei sich das Funkmodul anschließend selbsttätig deaktiviert, sodass auf diese Weise einerseits Energie gespart wird und andererseits Manipulationsversuchen über die Funkschnittstelle effektiv entgegen gewirkt wird.

Ferner können die Elektronikeinheit und/oder die Anzeige- und/oder Bedieneinheit je ein Funkmodul aufweisen, wobei die Funkmodule derart ausgebildet sind, dass sie Funksignale eines anderen Funkmoduls empfangen und wieder versenden. Auf diese Weise kann eine effektive Reichweitenerhöhung die Funkmodule der Feldgeräte erreicht werden, sodass große Reichweiten auch bei an sich geringer Sendeleistung der Funkmodule möglich sind . Ein modulares Feldgerätekonzept weist eine Mehrzahl von Gehäu ¬ sen, eine Mehrzahl von Sensoren sowie eine Mehrzahl von mit den Sensoren verbindbaren Anzeige- und/oder Bedieneinheiten auf, wobei das Feldgerätesystem wenigstens eine Anzeige- und/oder Bedieneinheit mit einem Funkmodul zur drahtlosen Kommunikation mit einer weiteren Einheit aufweist und das Funkmodul ein Bedienelement, insbesondere einen Schalter oder Taster, zur Aktivierung und Deaktivierung des Funkmoduls auf ¬ weist, das mechanisch derart angeordnet ist, dass eine Betäti- gung nur bei deaktiviertem Funkmodul, insbesondere bei von dem Funkmodul abgenommener Anzeige- und/oder Bedieneinheit, möglich ist.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand eines Aus- führungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegende Figur eingehend erläutert. Es zeigt:

Figur 1: eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Aus ¬ führungsbeispiels eines Feldgeräts gemäß der vorlie- genden Anmeldung.

Figur 1 zeigt eine Explosionsdarstellung einer perspektivi ¬ schen Ansicht eines Feldgeräts 1 gemäß der vorliegenden Anmel ¬ dung. Das Feldgerät 1 weist im Wesentlichen ein Gehäuse 3 auf, in dem eine Elektronikeinheit 6 (vorliegend nicht dargestellt) angeordnet ist. Einenends ist mit der Elektronikeinheit 6 ein vorliegend nur schematisch dargestellter Sensor 5 verbunden, der an dem Gehäuse 3 angeordnet ist. Der Sensor 5 kann aber auch über entsprechende Messleitungen von dem Gehäuse 3 abge- setzt und beispielsweise über entsprechende Verlängerungen in einer Messumgebung angeordnet sein. Das Feldgerät 1 kann beispielsweise über eine Zweidrahtlei- tung, die durch eine entsprechende Öffnung des Gehäuses 3 ge ¬ führt ist, mit einer übergeordneten Einheit, beispielsweise einer Steuerung oder Messwarte verbunden sein.

An einer der Sensorseite gegenüberliegenden Seite ist im vor ¬ liegenden Ausführungsbeispiel eine Anzeige- und/oder Bedien ¬ einheit 7 mit einem integrierten Funkmodul 9 gezeigt. Die An ¬ zeige- und/oder Bedieneinheit 7 kann mit der Elektronikeinheit 6 über einen an einem umlaufenden Rand der Anzeige- und/oder Bedieneinheit vorgesehenen Bajonettverschluss 17 mit der

Elektronikeinheit 6 mechanisch verbunden werden, wobei bei ei ¬ ner mechanischen Verbindung gleichzeitig über Anschlusskontak ¬ te 15, die an der Anzeige- und/oder Bedieneinheit 7 untersei- tig angeordnet sind, eine elektrische Verbindung hergestellt wird. An einer der Elektronikeinheit 6 abgewandten Seite der Anzeige- und/oder Bedieneinheit 7 ist im vorliegenden Ausfüh ¬ rungsbeispiel ein Display zur Anzeige von Messwerten oder an ¬ deren gerätespezifischen Informationen sowie ein Tastenfeld zur Eingabe von Bedieninformationen, beispielsweise zur Konfi ¬ guration der Elektronikeinheit 6 angeordnet. Das Gehäuse 3 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel mit einem Deckel 4 ver ¬ schließbar, wobei in dem Deckel 4 ein Sichtfenster 19 angeord ¬ net ist, sodass die Displayeinheit der Anzeige- und/oder Be- dieneinheit 7 auch bei aufgesetztem Deckel 4 von außen sicht ¬ bar bleibt.

An der Anzeige- und/oder Bedieneinheit 7 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel an der der Elektronikeinheit 6 zugewandten Seite ein Bedienelement 11 zur Aktivierung und Deaktivierung des in der Anzeige- und/oder Bedieneinheit 7 angeordneten Funkmoduls 9 angeordnet. Das Bedienelement 11 ist im vorlie ¬ genden Ausführungsbeispiel als mechanischer Schiebeschalter ausgeführt, kann aber ebenso als Kippschalter, Taster, Magnet ¬ schalter oder dergleichen ausgeführt sein.

Das Bedienelement 11 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel zur Aktivierung und Deaktivierung des Funkmoduls 9 nur dann zugänglich, wenn die Anzeige- und/oder Bedieneinheit 7 von der Elektronikeinheit 6 gelöst und aus dem Gehäuse 3 entnommen wird. Auf diese Weise ist ein effektiver Schutz vor Fehlbedie ¬ nungen gegeben.

Ferner wird dadurch, dass die Anzeige- und/oder Bedieneinheit 7 von der Elektronikeinheit 6 zur Betätigung des Bedienele ¬ ments 11 abgenommen werden muss, auch eine vorübergehende De- aktivierung des Feldgeräts 1 insgesamt veranlasst, sodass durch die vorübergehende Deaktivierung des Feldgeräts 1 Mani ¬ pulationen einfach erkannt werden können.

Bezugszeichenliste

I Feldgerät

3 Gehäuse

4 Deckel

5 Sensor

6 Elektronikeinheit

7 Anzeige- und/oder Bedieneinheit 9 Funkmodul

II Bedienelement

13 Unterseite

15 Kontakte

17 Bajonettverschluss

19 Sichtfenster