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Patent Searching and Data


Title:
FLEXIBLE DRIVE MEANS FOR A FLEXIBLE DRIVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/108828
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a flexible drive means for a flexible drive (10), in the case of which a flexible drive means drive wheel (5) is drive-connected via a flexible drive means (9) to a flexible drive means output wheel (8). The flexible drive means drive wheel (5) and the flexible drive means output wheel (8) are configured in each case as a toothed pulley (12, 13), and the flexible drive means (9) is configured as a toothed belt (11). The toothed belt (11) has a belt body (14), in which reinforcing members (16) are arranged. A belt upper side (15) is adjoined by radially inwardly extending side flanks (17, 18), the spacing of which on the belt upper side (15) forms the belt width (b). The two side flanks (17, 18) are adjoined radially on the inside by in each case one tooth flank (20, 21) of the belt teeth (19), which tooth flanks (20, 21) end radially on the inside at a common tooth tip (22). In order for it to be possible for alignment errors between the toothed pulleys (12, 13) to be compensated for, it is provided that at least one tooth flank (20; 21) of the respective belt teeth (19; 19a) has a tooth wedge flank (36) which opens into the tooth tip (22) and which forms a run-in slope (32) of the toothed belt (11), and that the tooth width (bZ) of the tooth tip (22) is smaller than the belt width (b). The invention also relates to the use of said flexible drive means and of a flexible drive (10) equipped therewith in industrial applications and on a vehicle.

Inventors:
GÖSER HUBERT (DE)
KUCHARCZYK ANDRE (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/076363
Publication Date:
June 04, 2020
Filing Date:
September 30, 2019
Export Citation:
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Assignee:
CONTITECH ANTRIEBSSYSTEME GMBH (DE)
International Classes:
F16G1/28; B62M9/00
Domestic Patent References:
WO2001063145A12001-08-30
WO2013016381A22013-01-31
Foreign References:
DE202012100232U12012-02-01
NL7117304A1972-06-23
JPS62204032A1987-09-08
US20120094795A12012-04-19
NL22211C
GB365294A1932-01-21
DE3332411A11985-03-21
DE3629789C21988-10-20
Attorney, Agent or Firm:
KILSCH, Armin (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Zugmittel für einen Zugmittelantrieb (10), bei dem ein Zugmittelantriebsrad (5) über ein Zugmittel (9) mit einem Zugmittelabtriebsrad (8) antriebsverbunden ist, wobei das Zugmit telantriebsrad (5) und das Zugmittelabtriebsrad (8) jeweils als Zahnscheibe (12, 13) sowie das Zugmittel (9) als Zahnriemen (11; 11a) mit einer Vielzahl von Riemenzähnen (19; 19a) ausgebildet sind, wobei der Zahnriemen (11; 11a) einen Riemenkörper (14) aufweist, in welchem fadenförmige Festigkeitsträger (16) angeordnet sind, wobei der Riemenkörper (14) radial außen eine Riemenoberseite (15) aufweist, an die sich nach radial innen erstre ckende Seitenflanken (17, 18) anschließen, wobei die beiden Seitenflanken (17, 18) im Bereich der Riemenoberseite (15) zueinander einen die Riemenbreite (b) bildenden axialen Abstand aufweisen, und bei dem sich an die beiden Seitenflanken (17, 18) radial innen jeweils eine Zahnflanke (20, 21; 20a) der Riemenzähne (19; 19a) anschließt, welche an einem gemeinsamen Zahnkopf (22; 22a) enden, der parallel zur Riemenoberseite (15) aus gerichtet ist und die radiale Innenseite des Zahnriemens (11; 11a) bildet, dadurch gekenn zeichnet, dass wenigstens eine Zahnflanke (20; 21; 20a) der jeweiligen Riemenzähne (19; 19a) eine in den Zahnkopf (22; 22a) mündende Zahnkeilflanke (36) aufweist, welche eine Einlaufschräge (32; 32a) des Zahnriemens (11; 11a) bildet, und dass die Zahnbreite (bZ) des Zahnkopfes (22; 22a) kleiner ist als die Riemenbreite (b).

2. Zugmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnflanken (20, 21; 20a) der Riemenzähne (19; 19a) wenigstens in einem in den Zahnkopf (22) mündenden Zahn keilsegment (35; 35a) unter einem Zahnflankenwinkel (ZWF) zueinander ausgerichtet sind, welcher von der Ausrichtung wenigstens einer der Seitenflanken (17; 18) abweicht und zwischen 5° und 45°, vorzugsweise zwischen 10° und 20° beträgt.

3. Zugmittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe (hsl) des Zahn keilsegments (35; 35a) zwischen 50% und 100%, vorzugsweise 80%, der Gesamthöhe (hs2) des Riemenzahns (19; 19a) beträgt. 4. Zugmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Zahnflanken (20, 21) des Zahnriemens (11) ein gerades Zahnsegment (34) bildend nach radial innen erstrecken und in Bezug zu einer gedachten Ebene (33) unterhalb der Festig keitsträger (16) senkrecht verlaufen, wobei diese gedachte Ebene (33) den Riemenkörper (14) geometrisch von dem jeweiligen Zahnsegment (34) trennt, und dass sich an dieses gerade Zahnsegment (34) jeweils das abgeschrägte Zahnkeilsegment (35) anschließt, wo bei die Höhe des geraden Zahnsegments (34) geringer ist als die Gesamthöhe (hs2) des Riemenzahns (19).

5. Zugmittel wenigstens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Riemenzähne (19; 19a) asymmetrisch ausgebildet sind, wobei die gegenüberliegenden Zahnflanken (20; 20a; 21) in unterschiedlichen Zahnflankenwinkeln beziehungsweise Schrägenwinkeln (ZFW; SW) ausgerichtet sind.

6. Zugmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahn- flanken (20, 21; 20a, 21a) mit einer reibungs- und geräuschmindemden Beschichtung ver sehen sind.

7. Zugmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine gesamte Seitenflanke (17a) des Zahnriemens (11a) zu einer Einlaufschräge (32a) ge formt ist, welche an der Riemenoberseite (15) beginnt und sich unter gleichbleibendem Schrägenwinkel (SW) bis zum Zahnkopf (22a) über die gesamte Riemenhöhe (h) erstreckt.

8. Zugmittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schrägenwinkel (SW) zwischen 5° und 45°, vorzugsweise zwischen 10° und 20° beträgt.

9. Zugmittel wenigstens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Riemenzähne (19; 19a) symmetrisch ausgebildet sind, wobei die sich gegenüberliegenden Zahnflanken (20; 20a; 21) unter dem gleichen Zahnflankenwinkel (ZFW; SW) ausgerichtet sind oder mit gleichen im Zahnflankenwinkel (ZFW) beziehungsweise Schrägenwinkel (SW) ge führten Höhen (h; hs2; hsl) und jeweils mit einer gleich ausgebildeten Einlaufschräge (32; 32a) versehen sind. 10. Zugmittelantrieb (10) mit einem Zugmittel (9) gemäß wenigstens einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Innenbordwände (26, 27) der Bordscheiben (24, 25) zumindest einer Zahnscheibe (12, 13) wenigstens im Bereich der Anlage des Zahnrie- mens (11, 11a) mit einer reibungs- und geräuschmindemden Beschichtung versehen sind.

11. Zugmittelantrieb (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnschei ben (12, 13) axial beidseitig jeweils Bordscheiben (24, 25) mit radial außen angeordneten Einlaufschrägen (30, 31) aufweisen.

12. Verwendung des Zugmittelantriebes (10) mit den Merkmalen von Anspruch 10 oder Anspruch 11 bei einem Fahrzeug.

13. Verwendung des Zugmittelantriebes (10) mit den Merkmalen von Anspruch 10 oder Anspruch 11 bei einem Fahrrad (1).

14. Verwendung des Zugmittelantriebes (10) mit den Merkmalen von Anspruch 10 oder Anspruch 11 bei Finearantriebe, Türantriebe oder Antriebe für Kompressoren und Pum pen.

Description:
Beschreibung

Zugmittel für einen Zugmittelantrieb

Die Erfindung betrifft ein Zugmittel für einen Zugmittelantrieb, bei dem ein Zugmittelan triebsrad über ein Zugmittel mit einem Zugmittelabtriebsrad antriebsverbunden ist, wobei das Zugmittelantriebsrad und das Zugmittelabtriebsrad jeweils als Zahnscheibe sowie das Zugmittel als Zahnriemen mit einer Vielzahl von Riemenzähnen ausgebildet sind, wobei der Zahnriemen einen Riemenkörper aufweist, in welchem fadenförmige Festigkeitsträger angeordnet sind, wobei der Riemenkörper radial außen eine Riemenoberseite aufweist, an die sich nach radial innen erstreckende Seitenflanken anschließen, wobei die beiden Sei- tenflanken im Bereich der Riemenoberseite zueinander einen die Riemenbreite bildenden axialen Abstand aufweisen, und bei dem sich an die beiden Seitenflanken radial innen je weils eine Zahnflanke der Riemenzähne anschließt, welche an einem gemeinsamen Zahn kopf enden, der parallel zur Riemenoberseite ausgerichtet ist und die radiale Innenseite des Zahnriemens bildet.

Gattungsgemäße Zahnriemen und Zugmittelantriebe werden beispielsweise bei Industrie anwendungen und Fahrzeugen genutzt. Diesbezügliche Industrieanwendungen sind zum Beispiel unterschiedliche Arten von Stellantriebe, wie Finearantriebe, Türantriebe oder Antriebe für Kompressoren und Pumpen. Bei Fahrzeugen kommen derartige Zugmittelan triebe beispielsweise bei Zweiradfahrzeugen, wie Motorräder und Fahrräder zur Anwen dung. So verfügen beispielsweise Fahrräder üblicherweise über einen Zugmittelantrieb, der ein in einem Tretlager gelagertes und mit Pedalen verbundenes Zugmittelantriebsrad auf weist, welches über ein endloses Zugmittel mit einem auf einer Nabe eines antreibbaren Hinterrades angeordneten Zugmittelabtriebsrad antriebswirksam verbunden ist. Unabhän gig von der jeweiligen Anwendungsart ist das Zugmittel üblicherweise eine Kette. Derarti ge Ketten als Zugmittel weisen den Nachteil auf, dass sie sich im Betrieb längen und nach- gespannt werden müssen. Außerdem neigen Ketten zum Klappern und bergen die Gefahr von Verschmutzungen der Bekleidung des Fahrers in sich.

Es sind auch bereits Zugmittelantriebe für Fahrräder vorgeschlagen worden, bei denen an stelle einer Kette ein Zahnriemen verwendet wird. Eine derartige Lösung ist beispielsweise in der DE 36 29 789 C2 beschrieben.

Im Vergleich zu Ketten als Zugmittel haben Zahnriemen den Vorteil, dass sie sich nicht oder zumindest in nur geringem Maße längen, leichter sind und im Betrieb praktisch ge räuschlos funktionieren. Beispielsweise bei der Verwendung eines solchen Zugmittelan triebes an einem Fahrrad treten jedoch besondere Probleme auf, welche ihre Ursache in der vergleichsweise starken Verwindung des Rahmens des Fahrrades bei dessen Betrieb haben. Diese Verwindung des Rahmens führt dazu, dass eine exakte Flucht der beiden Zahnscheiben zueinander nicht unter allen Umständen gegeben ist. Dies hat zur Folge, dass der Zahnriemen nicht exakt in die jeweils zugehörige Zahnscheibe einläuft und trotz der vorhanden Einlaufschrägen der Bordscheiben der Zahnscheiben auf die Bordscheiben auf läuft und reißt, oder gar von der Zahnscheibe abspringt. Eine derartige Problematik kann auch bei den oben genannten Industrieanwendungen auftreten, wenn, warum auch immer, eine exakte Flucht der beiden Zahnscheiben zueinander nicht gegeben ist.

Der Erfindung lag daher die Aufgabe zu Grunde, diesbezüglich Abhilfe zu schaffen und ein Zugmittel der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass die bestehenden Nachteile bei den genannten Zugmittelantrieben nicht auftreten. Insbesondere sollte ein Zugmittel geschaffen werden, bei dem ein beschädigungsfreies Einlaufen des Zugmittels in die Zahn scheibe gewährleistet und ein Abspringen des Zugmittels von der Zahnscheibe ausge schlossen ist. Schließlich soll dieser Zugmittelantrieb bei allen Arten von Industrieanwen dungen und Fahrzeugen verwendbar sein.

Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Zugmittel mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Ein weiterer unabhängiger Patentanspruch betrifft einen Zugmittelantrieb, welcher mit einem erfindungsgemäßen Zugmittel ausgestattet ist. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert. Die Ansprüche 12 bis 14 geben vorteilhafte Ver wendungen des erfindungsgemäßen Zugmittelantriebes an.

Die Erfindung betrifft demnach einen Zugmittel für einen Zugmittelantrieb, bei dem ein Zugmittelantriebsrad über ein Zugmittel mit einem Zugmittelabtriebsrad antriebsverbun den ist, wobei das Zugmittelantriebsrad und das Zugmittelabtriebsrad jeweils als Zahn scheibe sowie das Zugmittel als Zahnriemen mit einer Vielzahl von Riemenzähnen ausge bildet sind, wobei der Zahnriemen einen Riemenkörper aufweist, in welchem fadenförmige Festigkeitsträger angeordnet sind, wobei der Riemenkörper radial außen eine Riemenober seite aulweist, an die sich nach radial innen erstreckende Seitenflanken anschließen, wobei die beiden Seitenflanken im Bereich der Riemenoberseite zueinander einen die Riemen breite bildenden axialen Abstand aufweisen, und bei dem sich an die beiden Seitenflanken radial innen jeweils eine Zahnflanke der Riemenzähne anschließt, welche an einem ge meinsamen Zahnkopf enden, der parallel zur Riemenoberseite ausgerichtet ist und die radi ale Innenseite des Zahnriemens bildet.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist bei diesem Zugmittel vorgesehen, dass wenigstens eine Zahnflanke der jeweiligen Riemenzähne eine in den Zahnkopf mündende Zahnkeil- flanke aufweist, welche eine Einlaufschräge des Zahnriemens bildet, und dass die Zahn breite des Zahnkopfes kleiner ist als die Riemenbreite.

Der Erfindung lag die Erkenntnis zugrunde, dass sich die gestellte Aufgabe auf überra schend einfache Weise dadurch lösen lässt, dass die Riemenzähne wenigstens einseitig im Bereich des Übergangs zum Zahnkopf jeweils eine Zahnkeilflanke aufweisen, welche eine Einlaufschräge des Riemenzahns beziehungsweise des Zahnriemens bildet. Der Zahnrie men selbst weist also wenigstens eine Einlaufschräge auf, welche auch bei einem Versatz der beiden Zahnscheiben zueinander ein beschädigungsloses Einlaufen des Zahnriemens in die jeweilige Zahnscheibe unterstützt. Dies hat sich als ausreichend erwiesen, um ein Rei ßen oder Ablaufen des Zahnriemens sicher zu verhindern.

Außerdem kann vorgesehen sein, dass die Zahnflanken der Riemenzähne wenigstens in einem in den Zahnkopf mündenden Zahnkeilsegment unter einem Zahnflankenwinkel zu- einander ausgerichtet sind, welcher von der Ausrichtung wenigstens einer der Seitenflan ken abweicht und zwischen 5° und 45°, vorzugsweise zwischen 10° und 20° beträgt.

Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Höhe des jeweiligen Zahnkeilsegments zwischen 50% und 100%, vorzugsweise 80%, der Gesamt höhe des Riemenzahns beträgt.

Eine andere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass sich die Zahnflanken des Zahn riemens ein gerades Zahnsegment bildend nach radial innen erstrecken und in Bezug zu einer gedachten Ebene unterhalb der Festigkeitsträger senkrecht verlaufen, wobei diese gedachte Ebene den Riemenkörper geometrisch von dem jeweiligen Zahnsegment trennt, und dass sich an dieses gerade Zahnsegment jeweils das abgeschrägte Zahnkeilsegment anschließt, wobei die Höhe des geraden Zahnsegments geringer ist als die Gesamthöhe des Riemenzahns.

Ebenso liegt es im Rahmen der Erfindung vorzusehen, dass die Riemenzähne asymmet risch ausgebildet sind, wobei die gegenüberliegenden Zahnflanken in unterschiedlichen Zahnflankenwinkeln beziehungsweise Schrägenwinkeln ausgerichtet sind oder mit unter schiedlichen im Winkel geführten Höhen versehen sind.

Besonders vorteilhaft ist ebenso eine Ausgestaltung der Erfindung, die sich dadurch aus zeichnet, dass die Zahnflanken mit einer reibungs- und geräuschmindemden Beschichtung versehen sind.

Weiter kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine gesamte Seitenflanke des Zahnriemens zu einer Einlaufschräge geformt ist, welche an der Riemenoberseite beginnt und sich unter gleichbleibendem Schrägenwinkel bis zum Zahnkopf über die gesamte Riemenhöhe er streckt. Diese Ausgestaltung lässt sich noch dadurch ergänzen, dass der Schrägenwinkel zwischen 5° und 45°, vorzugsweise zwischen 10° und 20° beträgt.

Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass die Riemenzähne symmetrisch ausgebildet sind, wobei die sich gegenüberliegenden Zahnflanken unter dem gleichen Zahnflanken- winkel ausgerichtet sind oder mit gleichen im Zahnflankenwinkel beziehungsweise Schrä- genwinkel geführten Höhen und jeweils mit einer gleich ausgebildeten Einlaufschräge ver sehen sind.

Ein mit dem erfindungsgemäßen Zugmittel ausgestatteter Zugmittelantrieb ist dadurch auszeichnet, dass die Innenbordwände zumindest einer Zahnscheibe wenigstens im Bereich der Anlage des Zahnriemens mit einer reibungs- und geräuschmindemden Beschichtung versehen sind. Zudem kann vorgesehen sein, dass die Zahnscheiben axial beidseitig jeweils Bordscheiben mit radial außen angeordneten Einlaufschrägen aufweisen.

Der beschriebene Zahnriemen sowie der Zugmittelantrieb sind besonders vorteilhaft bei Industrieanwendungen, wie unterschiedliche Arten von Stellantriebe, etwa Linearantriebe, Türantriebe oder Antriebe für Kompressoren und Pumpen, sowie bei Fahrzeigen, bei spielsweise bei Zweiradfahrzeugen verwendbar, zu denen auch Motorräder und Fahrräder gehören.

Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der beigefüg ten Zeichnung näher beschrieben, welche schematisch Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellt. Darin zeigt

Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines Zugmittelantriebes eines Fahrrades von der Seite gesehen,

Fig. 2 den Zugmittelantrieb im Querschnitt entlang der Linie A-A’ gemäß Fig. 1 in einer Teilansicht, und

Fig. 3 eine Querschnittansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Zahnriemens gemäß einer zweiten Ausführungsform.

In Fig. 1 ist schematisch ein Zugmittelantrieb eines Fahrrades 1 dargestellt, welcher erfin dungsgemäß ausgebildet ist und ein die Merkmale der Erfindung aufweisendes Zugmittel nutzt. Die Nutzung dieses Zahnriemens ist aber nicht auf solche oder andere Fahrzeuge beschränkt, sondern kann auch bei Industrieanwendungen, wie unterschiedliche Arten von Stellantriebe, etwa Linearantriebe, Türantriebe oder Antriebe für Kompressoren und Pum pen erfolgen.

Das Fahrrad 1 weist in an sich bekannter Weise einen Rahmen 2 auf, in dem jeweils dreh bar ein lenkbares Vorderrad 3 und ein antreibbares Hinterrad 4 gelagert sind. Ein Zugmit telantriebsrad 5 ist über ein nicht dargestelltes Tretlager mit dem Rahmen 2 verbunden.

Das Zugmittelantriebsrad 5 ist starr mit zwei Pedalhebeln 6, 7 verbunden, durch welche das Zugmittelantriebsrad 5 in Rotation versetzt werden kann.

Eine in Fig. 1 nicht erkennbare Nabe des Hinterrades 4 ist mit einem Zugmittelabtriebsrad 8 wirkverbunden, wobei das Zugmittelabtriebsrad 8 starr mit der Nabe verbunden oder über eine Nabenschaltvorrichtung indirekt mit der Nabe verbunden ist. Zugmittelantriebs rad 5 und Zugmittelabtriebsrad 8 sind durch ein Zugmittel 9 miteinander verbunden. Das Zugmittelantriebsrad 5, das Zugmittelabtriebsrad 8 und das Zugmittel 9 bilden zusammen den Zugmittelantrieb 10. Das Zugmittel 9 ist als Zahnriemen 11 und entsprechend sind Zugmittelantriebsrad 5 und Zugmittelabtriebsrad 8 jeweils als Zahnscheibe 12, 13 ausge bildet. Zur Verdeutlichung ist der Zahnriemen in Fig. 1 übertrieben dick dargestellt.

In Fig. 2 ist der Zugmittelantrieb 10 im Schnitt entlang der Schnittlinie A-A’ gemäß Fig. 1 in einer Teilansicht dargestellt. Das als Zahnriemen 11 ausgebildete Zugmittel 9 weist in bekannter Weise radial außen einen Riemenkörper 14 aus einem elastomeren Material auf, in dem radial außen zur Riemenoberseite 15 hin fadenförmige Festigkeitsträger 16 ange ordnet sind. An die Riemenoberseite 15 schließen sich zwei Seitenflanken 17, 18 an, wel che sich in Bezug zur Riemenoberseite 15 senkrecht von dieser nach radial innen erstre cken. Die parallel zueinander ausgerichteten Seitenflanken 17, 18 weisen zueinander einen axialen Abstand auf, so dass diese im Bereich der Riemenoberseite 15 beziehungsweise im Bereich der Anordnung der Festigkeitsträger 16 die Riemenbreite b bilden.

An die Seitenflanken 17, 18 schließen sich radial innen jeweils Riemenzähne 19 an, von denen in Fig. 2 nur ein Riemenzahn 19 dargestellt ist. Zwei seitliche Zahnflanken 20, 21 des Riemenzahnes 19 enden radial innen an einem gemeinsamen Zahnkopf 22, dessen Oberfläche parallel zur Riemenoberseite 15 ausgerichtet ist und die radiale Innenseite des Zahnriemens 11 bildet.

Das als Zahnscheibe 13 ausgebildete Zugmittelabtriebsrad 8 weist radial innen einen Scheibengrundkörper 23 auf, durch dessen in Fig. 2 nicht dargestelltes radiales Zentrum die Rotationsachse der Zahnscheibe 13 verläuft. Radial und axial außen sind zwei Bord scheiben 24, 25 an den Scheibengrundkörper 23 angeformt. Innenbordwände 26, 27 der Bordscheiben 24, 25 weisen einen dem Verlauf der Seitenflanken 17, 18 des Zahnriemens 11 entsprechenden Verlauf auf.

Der Verlauf von Außenbordwänden 28, 29 der Bordscheiben 24, 25 in radialer Richtung ist ebenfalls senkrecht in Bezug zur Rotationsachse der Zahnscheibe 13, sie können jedoch auch einen anderen Verlauf aufweisen. Der axiale Abstand der Innenbordwände 26, 27 zueinander entspricht im Ausführungsbeispiel der Riemenbreite b. Die Innenbordwände 26, 27 der Zahnscheibe 13 sind wenigstens im Bereich der Anlage des Zahnriemens 11 mit einer reibungs- und geräuschmindemden Beschichtung versehen sind, welches in Fig. 2 zeichnerisch nicht dargestellt ist.

Am äußeren Durchmesser beziehungsweise radial außen weisen die Bordscheiben 24, 25 jeweils eine Einlaufschräge 30, 31 auf, durch welche die Bordscheiben 24, 25 trichterartig nach axial außen aufgeweitet sind. Die Einlaufschrägen 30, 31 dienen dem erleichterten Einlaufen des Zahnriemens 11 in die Zahnscheibe 13. Demnach dienen die Einlaufschrä gen 30, 31 dazu, dass der Zahnriemen 11 sich quasi selbst zentrierend in die Zahnscheibe 13 einfädelt und nicht oder nur in einem hinnehmbaren Maße auf die Bordscheiben 24, 25 aufläuft, welches zu Beschädigungen des Zahnriemens 11 führen könnte.

Die Zahnscheibe 12 des Zugmittelantriebsrades 5 gemäß Fig. 1 ist prinzipiell gleich wie die Zahnscheibe 13 ausgebildet und unterscheidet sich von dieser lediglich durch einen größeren Durchmesser.

Da es bei Zugmittelantrieben von Fahrrädern durch Rahmenverwindungen nicht immer gewährleistet ist, dass die beiden Zahnscheiben 12, 13 exakt zueinander fluchten, ist ein reibungsloses Einlaufen des Zahnriemens 11 in die jeweilige Zahnscheibe 13, 12 nicht unter allen Umständen gewährleistet. Deshalb ist erfindungsgemäß der Zahnriemen 11 selbst mit wenigstens einer Einlaufschräge versehen. Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist es genau eine Einlaufschräge 32, welche sich auf der in Fig. 2 dargestellten rechten Sei te des Zahnriemens 11 und radial unterhalb der rechten Zahnflanke 21 befindet.

Die linke Seite des Zahnriemens 11 verläuft radial konventionell, das heißt, die linke Zahn- flanke 20 verläuft in Verlängerung der Seitenflanke 17 senkrecht zur Rotationsachse der Zahnscheibe 13 bis zum Zahnkopf 22. Die rechte Zahnflanke 21 verläuft abweichend da von zunächst ebenfalls senkrecht und geradlinig zu einer gedachten Ebene 33 radial unter halb der Festigkeitsträger 16. Die Höhe dieses geraden Zahnsegments 34 ist erkennbar geringer als die Gesamthöhe hs2 des Riemenzahns 19. An das gerade Zahnsegment 34 schließt sich radial innen nahtlos ein abgeschrägtes Zahnkeilsegment 35 an. Dieses Zahn keilsegment 35 ist im Querschnitt asymmetrisch ausgebildet und weist eine Höhe hsl auf, welche geringer ist als die Gesamthöhe hs2 des Riemenzahns 19. Während die linke Zahn- flanke 20 des Zahnkeilsegments 35 in Fortsetzung der linken Seitenflanke 17 radial gerade verläuft, ist die rechte Zahnflanke 21 im Bereich des Zahnkeilsegments 35 mit einer in den Zahnkopf 22 mündenden Zahnkeilflanke 36 versehen, welche die Einlaufschräge 32 des Zahnriemens 11 bildet.

Die Zahnkeilflanke 36 ist in einem Zahnflankenwinkel ZFW von 5° bis 45°, vorzugsweise zwischen 10° und 20°, zur durch die beiden Seitenflanken 20, 21 und durch das gerade Zahnelement 34 definierten Senkrechten ausgerichtet. Im dargestellten Ausführungsbei spiel beträgt der Zahnflankenwinkel ZFW etwa 15°.

Durch die Einlaufschräge 32 ist eine Zahnbreite bZ des Zahnkopfes 22 geringer als die Riemenbreite b. Die Einlaufschräge 32 ermöglicht dadurch auch bei nicht zueinander fluchtenden Zahnscheiben 12, 13 einen sanften Einlauf des Zahnriemens 11 in die jeweili ge Zahnscheibe 12, 13. Die verringerte Zahnbreite bZ des Riemenzahns 22 ist hierbei hin- nehmbar und reduziert die Funktionsfähigkeit des Zugmittelantriebs 10 in keiner Weise. Die Festigkeitsträger des Zahnriemens 11 bestehen im Ausführungsbeispiel aus Stahl- Cord, sie können aber auch aus einem anderen geeigneten Material bestehen, beispielswei se aus Aramid oder Carbon. Die Riemenzähne 19 sind im Bereich der Zahnflanken 20, 21 mit einer in Fig. 2 nicht zeichnerisch dargestellten reibungs- und geräuschmindemden Be schichtung versehen, welche im Ausführungsbeispiel aus PTFE besteht.

In Fig. 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines Zahnriemens 1 la als Zugmittel des Zugmittelantriebes 10 im Querschnitt entsprechend der der Fig. 2 dargestellt, wobei für gleiche Teile und Bestandteile die gleichen Bezugsziffem verwendet wurden.

Die rechte Seite des Zahnriemens 1 la ist exakt so ausgebildet wie die rechte Seite des Zahnriemens 11 gemäß Fig. 2. Entsprechend verläuft die rechte Zahnflanke 21 zunächst ebenfalls radial senkrecht und geradlinig zu der gedachten Ebene 33 unterhalb der Festig keitsträger 16. Die Höhe dieses entlang der Zahnflanke 21 einseitig geraden Zahnsegments 34a ist geringer als die Gesamthöhe hs2 des Riemenzahns 19a. An das radial senkrecht auch zur Oberseite 15 des Zahnriemens 11 verlaufende Zahnsegment 34a schließt sich nahtlos das Zahnkeilsegment 35a an. Dieses Zahnkeilsegment 35a ist im Querschnitt eben falls asymmetrisch ausgestaltet, aber anders als beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2.

Während die rechte Zahnflanke 21 des Zahnkeilsegments 35a ebenfalls mit einer Zahnkeil- flanke 36 versehen ist, welche eine Einlaufschräge 32 bildet, verläuft die linke Zahnflanke 20a des Zahnkeilsegments 35a nicht in Fortsetzung der Seitenflanke 17a gerade, sondern die gesamte linke Seite beziehungsweise die linke Seitenflanke 17a des Zahnriemens 11a ist zu einer Einlaufschräge 32a geformt. Diese Einlaufschräge 32a beginnt direkt an der Riemenoberseite 15 und erstreckt sich unter gleichem Schrägenwinkel SW bis zum Zahn kopf 22a. Der Schrägenwinkel beträgt zwischen 5° und 45°, vorzugsweise zwischen 10° und 20°. Im dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt der Schrägenwinkel SW etwa 25°. Die Einlaufschräge 32a erstreckt sich erkennbar über die gesamte Riemenhöhe h.

In Abweichung von den Ausführungsbeispielen gemäß den Figuren 2 und 3 können die Einlaufschrägen 32, 32a auch symmetrisch zueinander ausgebildet sein. So kann ein Zahn riemen auf seinen beiden Seiten jeweils die gleiche Ausgestaltung hinsichtlich Höhe und Winkel der Einlaufschrägen aufweisen, beispielsweise beidseitig eine Ausgestaltung auf- weisen, welche der in Fig. 2 dargestellten rechten Seite des Zahnriemens 11 entsprechen würde, oder eine symmetrische Ausgestaltung mit beidseitig durchgehender Einlaufschrä ge 32a entsprechend der linken Seite des Zahnriemens 11a gemäß Fig. 3. Ebenso im Rah- men der Erfindung liegen Ausgestaltungen mit Höhen hsl der Einlaufschrägen, welche zwischen 30% und 80% der Riemenhöhe h betragen. Schließlich kann vorgesehen sein, dass die Kontur der Einlaufschrägen am Zahnriemen nicht geradlinig ist, sondern einen gebogenen Verlauf aufweist.

Bezugszeichenliste

1 Fahrzeug, Fahrrad

2 Rahmen

3 Vorderrad

4 Hinterrad

5 Zugmittelantriebsrad

6 Erster Pedalhebel

7 Zweiter Pedalhebel

8 Zugmittelabtriebsrad

9 Zugmittel

10 Zugmittelantrieb

11 Zahnriemen

11a Zahnriemen

12 Zahnscheibe

13 Zahnscheibe

14 Riemenkörper

15 Riemenoberseite

16 Festigkeitsträger

17 Seitenflanke

17a Seitenflanke

18 Seitenflanke

19 Riemenzahn

19a Riemenzahn

20 Zahnflanke

20a Zahnflanke

21 Zahnflanke

22 Zahnkopf

23 Scheibengrundkörper

24 Erste Bordscheibe

25 Zweite Bordscheibe

26 Erste Innenbordwand 27 Zweite Innenbordwand

28 Erste Außenbordwand

29 Zweite Außenbordwand

30 Einlaufschräge

31 Einlaufschräge

32 Einlaufschräge des Zahnriemens 11, 11a

32a Einlaufschräge des Zahnriemens 11a

33 Ebene unterhalb der Festigkeitsträger 16

34 Gerades Zahnsegment

34a Einseitig gerades Zahnsegment

35 Zahnkeilsegment

35a Zahnkeilsegment

36 Zahnkeilflanke

A-A’ Schnittlinie

b Riemenbreite

bZ Zahnbreite

h Höhe des Zahnriemens 11, 11a hsl Zahnkeilhöhe des Zahnkeilsegments 32 hs2 Gesamthöhe des Riemenzahns 19, 19a

SW Schrägenwinkel der Einlaufschräge 32a

ZFW Zahnflankenwinkel