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Patent Searching and Data


Title:
FLOOR COVER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/222949
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a floor cover (1), in particular a disposable carpet, comprising a textile layer (2), the textile layer (2) comprising a textile material formed from a textile fibre composite, an adhesive layer (3), the adhesive layer (3) comprising an adhesive material, and a cover layer (4), the cover layer (4) comprising a preferably tear-resistant cover film, the textile layer (2), the adhesive layer (3) and the cover layer (4) being arranged substantially parallel to one another, and the adhesive layer (3) being arranged between the textile layer (2) and the cover layer (4), the adhesive layer (3) being designed in such a way that the floor cover (1) is self-adhesive and can be detached again without leaving behind any residue, and the adhesive material being infiltrated at least in part into the textile fibre composite so that the adhesive layer (3) is anchored in the textile layer (2). The invention also relates to a method for producing a floor cover (1).

Inventors:
MARKUM JOHANNES (AT)
ROITHNER REINHARD (AT)
LAHER HARALD (AT)
Application Number:
PCT/AT2020/060183
Publication Date:
November 11, 2021
Filing Date:
May 06, 2020
Export Citation:
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Assignee:
CCT CARPET COATING TECH GMBH (AT)
International Classes:
B32B5/02; A47G27/02; A47G27/04; B05D1/00; B32B7/12; B32B27/12; B32B33/00; B32B37/12; C09J11/00; D06N7/00
Foreign References:
US20050158501A12005-07-21
DE202015008129U12016-02-11
Attorney, Agent or Firm:
PUCHBERGER & PARTNER PATENTANWÄLTE (AT)
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Claims:
Patentansprüche

1. Bodenabdeckung, insbesondere Einwegteppich, umfassend: a. eine Textilschicht (2), wobei die Textilschicht (2) ein Textilmaterial aus einem Textilfaserverbund umfasst, b. eine Klebstoffschicht (3), wobei die Klebstoffschicht (3) ein Klebstoffmaterial umfasst, und c. eine Abdeckschicht (4), wobei die Abdeckschicht (4) eine vorzugsweise reißfeste Abdeckfolie umfasst, wobei die Textilschicht (2), die Klebstoffschicht (3) und die Abdeckschicht (4) im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind, und wobei die Klebstoffschicht (3) zwischen der Textilschicht (2) und der Abdeckschicht (4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,

- dass die Klebstoffschicht (3) derart ausgestaltet ist, dass die Bodenabdeckung (1) selbstklebend und rückstandsfrei wiederablösbar ist,

- und dass das Klebstoffmaterial zumindest teilweise in den Textilfaserverbund eingedrungen ist, sodass die Klebstoffschicht (3) in der Textilschicht (2) verankert ist.

2. Bodenabdeckung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Klebstoffmaterial zumindest teilweise in Faserzwischenräumen des Textilfaserverbunds angeordnet ist.

3. Bodenabdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen Textilschicht (2) und Klebstoffschicht (3) bei einer Temperatur des Textilmaterials im Verbindungsbereich zwischen Textilschicht (2) und Klebstoffschicht (3) von mehr als 40°C, bevorzugt zwischen 50°C und 60°C, hergestellt ist.

4. Bodenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Klebstoffmaterial einen Haftschmelzkleber umfasst oder daraus besteht.

5. Bodenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Viskosität des Klebstoffmaterials größer als 20.000 mPa*s, bevorzugt zwischen 30.000 mPa*s und 40.000 mPa*s, ist. 6. Bodenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Klebstoffmaterial im Wesentlichen frei von organischen Lösungsmitteln ist.

7. Bodenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Erweichungspunkt des Klebstoffmaterials über 70°C, bevorzugt über 90°C, liegt.

8. Bodenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Dehnung der Abdeckfolie größer als 2%, bevorzugt zwischen 3% und 5%, ist.

9. Bodenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Textilmaterial ein Gewebematerial oder ein Vliesmaterial ist, das bevorzugt Polyamidfasern und/oder Polypropylenfasern umfasst oder aus diesen besteht.

10. Bodenabdeckung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Textilmaterial ein Nadelvlies-Textilmaterial ist.

11. Bodenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftung der Klebstoffschicht (3) am Untergrund nach einem statischen Belastungstest weniger als 50% über der Anfangshaftung der Klebstoffschicht (3) am Untergrund liegt, wobei der Belastungstest durchgeführt wird durch Belastung der Klebstoffschicht des Bodenbelags (1) mit einer Kraft von 70 bis 100 N/cm2 über einen Zeitraum von einem Tag.

12. Bodenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet,

- dass die Textilschicht (2) eine Dicke zwischen 500 pm und 5000 miti, bevorzugt zwischen 1000 pm und 3000 pm, aufweist, und/oder

- dass die Klebstoffschicht (3) eine Dicke zwischen 20 pm und 100 pm, bevorzugt zwischen 50 pm und 70 pm, aufweist, und/oder

- dass die Abdeckschicht (4) eine Dicke zwischen 10 pm und 50 pm, bevorzugt zwischen 20 pm und 40 pm, aufweist. 13. Bodenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenabdeckung (1) ein Rollenmaterial mit einer Länge von wenigstens 5 m ist.

14. Bodenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffschicht (3) streifenförmig an der Textilschicht (2) angeordnet ist, insbesondere entlang der Längserstreckungsrichtung eines Rollenmaterials.

15. Verfahren zum Bilden einer Bodenabdeckung, insbesondere einer Bodenabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, umfassend folgende Schritte: a. Bereitstellen eines Textilmaterials, eines Klebstoffmaterials und einer Abdeckfolie, und b. Verbinden des Textilmaterials, des Klebstoffmaterials und der Abdeckfolie zum Bilden der Bodenabdeckung, wobei die Bodenabdeckung folgende Schichten umfasst: o eine Textilschicht, umfassend das Textilmaterial, o eine Klebstoffschicht, umfassend das Klebstoffmaterial, und o eine Abdeckschicht, umfassend die Abdeckfolie, wobei die Textilschicht, die Klebstoffschicht und die Abdeckschicht im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind, und wobei die Klebstoffschicht zwischen der Textilschicht und der Abdeckschicht angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass beim Verbinden das Klebstoffmaterial zumindest teilweise in den Textilfaserverbund eindringt und/oder mit diesem vermischt wird, sodass die Klebstoffschicht in der Textilschicht verankert ist.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur des Textilmaterials im Verbindungsbereich zwischen Textilschicht und Klebstoffschicht in Schritt (b) größer als 40°C, bevorzugt zwischen 50°C und 60°C, ist.

17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt (b) folgende Teilschritte umfasst: b‘. Anordnen des Klebstoffmaterials an der Abdeckfolie zum Bilden eines Klebstoff-Folien-Verbunds mit einer Klebstoffschicht und einer Abdeckschicht, und b“. Anordnen des Klebstoff-Folien-Verbunds an dem Textilmaterial zum Bilden der Bodenabdeckung.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren nach Schritt (b), folgenden Schritt umfasst: c. Verpressen der Bodenabdeckung.

19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Verpressen in Schritt (c) einen oder beide der folgenden Teilschritte umfasst: c‘. Kalandrieren der Bodenabdeckung mit einer Kalandriervorrichtung, und/oder c“. Verpressen der Bodenabdeckung mit einer Bandpresse.

20. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffschicht vor dem Verbinden mit der Textilschicht auf eine Temperatur von größer als 60°C erwärmt wird.

Description:
Bodenabdeckung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bodenabdeckung sowie ein Verfahren zum Bilden einer Bodenabdeckung gemäß den unabhängigen Patentansprüchen.

Bodenabdeckungen werden beispielsweise in Form von Einwegteppichen im Messe- und Eventbereich vielfach eingesetzt. Die Aufgabe derartiger Einwegteppiche ist es, temporär eine Teppichoberfläche zu schaffen, die nach dem Ende der jeweiligen Veranstaltung wieder vom Untergrund entfernt werden kann. Dadurch ist eine individuelle Anpassung der Eigenschaften der Bodenabdeckung abhängig von den gegebenen Anforderungen möglich.

In Stand der Technik erfolgt die Verlegung derartiger Bodenabdeckungen üblicherweise durch Anbringen von doppelseitig haftenden Klebestreifen auf dem Untergrund und anschließendes Anbringen des Teppichmaterials an den vorher positionierten Klebestreifen. Die Notwendigkeit eines zusätzlichen Klebestreifens sowie die zweistufige Anbringung des Teppichmaterials am Untergrund führt zu erhöhten Material- und Verlegekosten.

Eine Anforderung an das Klebematerial ist, dass es stark genug sein muss, um Belastungen meist über mehrere Tage oder sogar Wochen hinweg standzuhalten und die Bodenabdeckung trotzdem nicht verrutschen zu lassen. Aufgrund der hohen Haftung des Klebematerials am Untergrund ist eine rückstandsfreie Entfernung des Klebematerials jedoch oft nicht mehr möglich. Üblicherweise kann durch die oben beschriebene Art der Anbringung nicht erreicht werden, dass die Haftung zwischen Teppichmaterial und Klebematerial höher ist als die Haftung zwischen Klebematerial und Untergrund. Dadurch verbleiben beim Abziehen der Bodenabdeckung am Untergrund vielfach Klebstoffreste, die separat vom Untergrund entfernt werden müssen. Dies erfordert einen zusätzlichen unerwünschten Arbeitsschritt, wodurch die Verlegekosten, bzw. in diesem Fall die Kosten zur Entfernung des Teppichs, zusätzlich erhöht werden.

Eine Verringerung der Haftung des Klebematerials am Untergrund würde zwar ein einfacheres Ablösen der Bodenabdeckung ermöglichen, dies würde jedoch die Gefahr des Verrutschens der Bodenabdeckung erhöhen und ist daher eine unerwünschte Alternative.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und einen Bodenbelag zu bilden, der einfach und kostengünstig herstellbar, verlegbar und entfernbar ist. Überdies soll durch die Erfindung der oben beschriebene Zielkonflikt aus guter Bodenhaftung und leichter Entfernbarkeit der Bodenabdeckung zu gelöst werden. Insbesondere soll die erfindungsgemäße Bodenabdeckung daher im Wesentlichen rückstandsfrei vom Untergrund ablösbar sein und gleichzeitig eine sichere Haftung am Untergrund ermöglichen.

Diese und weitere Aufgaben werden durch eine Bodenabdeckung und ein Verfahren zum Bilden einer Bodenabdeckung gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Insbesondere erlaubt eine erfindungsgemäße Bodenabdeckung in synergistischerWeise eine Reduktion des Arbeitsaufwands bei der Verlegung und eine Verringerung des Reinigungsaufwands nach dem Entfernen der Bodenabdeckung.

Die Erfindung betrifft bevorzugt eine Bodenabdeckung, insbesondere einen Einwegteppich, umfassend eine Textilschicht, wobei die Textilschicht ein Textilmaterial aus einem Textilfaserverbund umfasst, eine Klebstoffschicht, wobei die Klebstoffschicht ein Klebstoffmaterial umfasst, und eine Abdeckschicht, wobei die Abdeckschicht eine vorzugsweise reißfeste Abdeckfolie umfasst.

Die Textilschicht, die Klebstoffschicht und die Abdeckschicht sind bevorzugt im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet, und die Klebstoffschicht ist bevorzugt zwischen der Textilschicht und der Abdeckschicht angeordnet ist.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Klebstoffschicht derart ausgestaltet ist, dass die Bodenabdeckung selbstklebend und rückstandsfrei wiederablösbar ist, und dass das Klebstoffmaterial zumindest teilweise in den Textilfaserverbund eingedrungen ist, sodass die Klebstoffschicht in der Textilschicht verankert ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Klebstoffmaterial zumindest teilweise in Faserzwischenräumen des Textilfaserverbunds angeordnet ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Verbindung zwischen Textilschicht und Klebstoffschicht bei einer Temperatur des Textilmaterials im Verbindungsbereich zwischen Textilschicht und Klebstoffschicht von mehr als 40°C, bevorzugt zwischen 50°C und 60°C, hergestellt ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Klebstoffmaterial einen Haftschmelzkleber umfasst oder daraus besteht.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Viskosität des Klebstoffmaterials größer als 20.000 mPa * s, bevorzugt zwischen 30.000 mPa * s und 40.000 mPa * s, ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Klebstoffmaterial im Wesentlichen frei von organischen Lösungsmitteln ist. „Im Wesentlichen frei von“ bedeutet insbesondere, dass der Gehalt unter 1 Gew.-%, typischerweise unter 0,5 Gew.-%, bevorzugt unter 0,1 Gew.-%, liegt.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass der Erweichungspunkt des Klebstoffmaterials über 70°C, bevorzugt über 90°C, liegt. Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die elastische Dehnung der Abdeckfolie größer als 2%, bevorzugt zwischen 3% und 5%, ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Textilmaterial ein Gewebematerial oder ein Vliesmaterial ist, das bevorzugt Polyamidfasern und/oder Polypropylenfasern umfasst oder aus diesen besteht.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Textilmaterial ein Nadelvlies-Textilmaterial ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Haftung der Klebstoffschicht am Untergrund nach einem statischen Belastungstest weniger als 50% über der Anfangshaftung der Klebstoffschicht m Untergrund liegt, wobei der Belastungstest durchgeführt wird durch Belastung der Klebstoffschicht des Bodenbelags mit einer Kraft von 70 bis 100 N/cm 2 über einen Zeitraum von einem Tag.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Textilschicht eine Dicke zwischen 500 pm und 5000 miti, bevorzugt zwischen 1000 pm und 3000 pm, aufweist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Klebstoffschicht eine Dicke zwischen 20 pm und 100 pm, bevorzugt zwischen 50 pm und 70 pm, aufweist, und/oder

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Abdeckschicht eine Dicke zwischen 10 pm und 50 pm, bevorzugt zwischen 20 pm und 40 pm, aufweist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Bodenabdeckung ein Rollenmaterial mit einer Länge von wenigstens 5 m ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Klebstoffschicht streifenförmig an der Textilschicht angeordnet ist, insbesondere entlang der Längserstreckungsrichtung eines Rollenmaterials. Gegebenenfalls bedeckt die Klebstoffschicht die Textilschicht nicht vollständig. Die Erfindung betrifft bevorzugt ferner ein Verfahren zum Bilden einer Bodenabdeckung, insbesondere einer erfindungsgemäßen Bodenabdeckung, umfassend folgende Schritte:

(a) Bereitstellen eines Textilmaterials, eines Klebstoffmaterials und einer Abdeckfolie, und

(b) Verbinden des Textilmaterials, des Klebstoffmaterials und der Abdeckfolie zum Bilden der Bodenabdeckung, wobei die Bodenabdeckung folgende Schichten umfasst: eine Textilschicht, umfassend das Textilmaterial; eine Klebstoffschicht, umfassend das Klebstoffmaterial; und eine Abdeckschicht, umfassend die Abdeckfolie; wobei die Textilschicht, die Klebstoffschicht und die Abdeckschicht im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind, und wobei die Klebstoffschicht zwischen der Textilschicht und der Abdeckschicht angeordnet ist.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass beim Verbinden das Klebstoffmaterial zumindest teilweise in den Textilfaserverbund eindringt und/oder mit diesem vermischt wird, sodass die Klebstoffschicht in der Textilschicht verankert ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Temperatur des Textilmaterials im Verbindungsbereich zwischen Textilschicht und Klebstoffschicht in Schritt (b) größer als 40°C, bevorzugt zwischen 50°C und 60°C, ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass Schritt (b) folgende Teilschritte umfasst:

(b‘) Anordnen des Klebstoffmaterials an der Abdeckfolie zum Bilden eines Klebstoff- Folien-Verbunds mit einer Klebstoffschicht und einer Abdeckschicht, und (b“) Anordnen des Klebstoff-Folien-Verbunds an dem Textilmaterial zum Bilden der Bodenabdeckung.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Verfahren nach Schritt (b), folgenden Schritt umfasst:

(c) Verpressen der Bodenabdeckung.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Verpressen in Schritt (c) einen oder beide der folgenden Teilschritte umfasst: (c‘) Kalandrieren der Bodenabdeckung mit einer Kalandriervorrichtung, und/oder (c“) Verpressen der Bodenabdeckung mit einer Bandpresse.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Klebstoffschicht vor dem Verbinden mit der Textilschicht auf eine Temperatur von größer als 60°C erwärmt wird.

Die erfindungsgemäße Bodenabdeckung umfasst bevorzugt eine Textilschicht, eine Klebstoffschicht und eine Abdeckschicht, die im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind. Vor der Verlegung der Bodenabdeckung auf einem Untergrund ist die Klebstoffschicht bevorzugt zwischen der Abdeckschicht und der Textilschicht angeordnet.

Gegebenenfalls ist die Klebstoffschicht streifenförmig an der Unterseite der Textilschicht angeordnet. Insbesondere wenn die Bodenabdeckung eine langgestreckte Rollenware ist kann sich die Klebstoffschicht streifenförmig entlang der Längserstreckungsrichtung der Bodenabdeckung erstrecken. Abhängig von der Breite der Bodenabdeckung können zwei, drei, vier oder mehr im Wesentlichen parallel zueinander verlaufende Streifen der Klebstoffschicht an der Textilschicht angeordnet sein. Die Klebstoffschicht verläuft insbesondere über die gesamte Länge der Bodenabdeckung. Die Länge der Rollenware kann insbesondere zwischen 25 m und 50 m, bevorzugt etwa 50 m, betragen.

Insbesondere ist die Abdeckschicht nur an jenen Bereichen der Bodenabdeckung angeordnet, an denen sich die Klebstoffschicht befindet. Die Textilschicht kann also bereichsweise frei von anderen Schichten, insbesondere frei von einer Klebstoffschicht bzw. einer Abdeckschicht, sein.

Um eine starke Verbindung zwischen der Textilschicht und der Klebstoffschicht zu ermöglichen, ist bevorzugt vorgesehen, dass das Klebstoffmaterial der Klebstoffschicht zumindest teilweise mit Fasern des Textilmaterials der Textilschicht vermischt oder in den Faserverbund eingedrungen ist. Dadurch kann insbesondere eine Verankerung der Textilschicht mit der Klebstoffschicht erreicht werden. Dies ermöglicht unter anderem ein rückstandsfreies Wiederablösen der Bodenabdeckung von einem Untergrund durch feste Verbindung der beiden Schichten.

Gegebenenfalls kann ein Verbindungsbereich vorgesehen sein, in dem das Klebstoffmaterial zwischen die Textilfasern gepresst ist. Insbesondere kann das Klebstoffmaterial in den Faserzwischenräumen der Textilfasern vorliegen. Der Verbindungsbereich kann zumindest 10 miti, gegebenenfalls zumindest 20 miti, dick sein, wobei der Verbindungsbereich üblicherweise keine scharf definierten Grenzflächen aufweist.

Textilfasern der Textilschicht können gegebenenfalls teilweise in der Klebstoffschicht eingebettet sein, um eine gute Verankerung zu erzielen. Gegebenenfalls können die Textilfasern teilweise vom Klebstoffmaterial umschlossen sein.

Eine derartige wie oben beschriebene Verankerung kann auf verschiedene Arten bereitgestellt werden. Insbesondere kann die Verankerung durch Verpressen von Textilschicht und Klebstoffschicht bei einer erhöhten Temperatur, insbesondere bei einer Temperatur von mehr als 60°C, erreicht werden.

Insbesondere kann durch die stabile Verbindung zwischen Textilschicht und Klebstoffschicht erreicht werden, dass die Haftung zwischen Textilschicht und Klebstoffschicht größer ist als die Haftung zwischen Klebstoffschicht und Untergrund.

„Rückstandsfrei“ im Sinne der vorliegenden Erfindung bedeutet insbesondere, dass beim Entfernen, insbesondere Abziehen, der Bodenabdeckung vom Untergrund kein Klebstoffmaterial auf dem Untergrund zurückbleibt, welches anschließend chemisch oder mechanisch entfernt werden müsste. Die Bodenabdeckung kann insbesondere in einem Abziehschritt ohne weitere mechanische oder chemische Hilfsmittel von Untergrund entfernt werden.

„Untergrund“ kann jede Fläche bezeichnen, die zum Anbringen einer erfindungsgemäßen Bodenabdeckung geeignet ist. Insbesondere ist der Untergrund ein Boden oder eine Bodenbelag wie ein Beton-, Asphalt-, Kunststoff, oder Holzboden mit im Wesentlichen ebener Oberflächenstruktur. Beispielsweise ist der Untergrund ein glatter, fester Boden einer Veranstaltungshalle. Der Untergrund kann auch Stufen aufweisen.

Die Klebstoffschicht kann derart ausgestaltet sein, dass sie beim Entfernen der Bodenabdeckung vom Untergrund zur Gänze an der Textilschicht haften bleibt. Das Entfernen kann insbesondere durch Abziehen des Teppichs vom Untergrund erfolgen.

Das Klebstoffmaterial der Klebstoffschicht kann gegebenenfalls ein Kautschukmaterial, insbesondere ein synthetisches Kautschukmaterial, sein.

Um die oben genannten Eigenschaften zu erzielen, kann das Klebstoffmaterial eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen:

- Der 180°-Peel bei 24h auf rostfreiem Stahl, bevorzugt bestimmt gemäß ASTM D3330, beträgt gegebenenfalls zwischen 10 und 30 N/25 mm, bevorzugt zwischen 15 und 25 N/25mm.

- Der Loop Tack auf Glas, bevorzugt bestimmt gemäß ASTM D6195, beträgt gegebenenfalls zwischen 15 und 15 N/25 mm, bevorzugt zwischen 25 und 35 N/25 mm.

- Der SAFT (Shear Adhesion Failure Temperature)-Wert mit einer 50 g/m 2 Beschichtung auf 23 pm PET (1 Zoll x 1 Zoll, 500 g), bevorzugt bestimmt gemäß ASTM D4498, beträgt gegebenenfalls zwischen 60 und 100°C, bevorzugt zwischen 70 und 90°C.

Die Textilschicht ist im Verbindungsbereich zur Klebstoffschicht gegebenenfalls leicht strukturiert und/oder uneben. Die Textilschicht kann gegebenenfalls einen Rückenbereich aufweisen, der eine Strukturierung umfasst. Es kann auch die Klebstoffschicht eine Strukturierung aufweisen. Die Strukturierung der Klebstoffschicht kann insbesondere durch den Pressdruck bei der Fierstellung der Bodenabdeckung eingestellt werden.

Gegebenenfalls weist das Klebstoffmaterial bereits in kaltem Zustand eine sehr hohe Klebkraft auf, damit er beim Verkleben seine Position beibehält. Eine gute Anfangshaftung ist insbesondere bereits zwischen 5 und 10°C gegeben. Gegebenenfalls liegt der Erweichungspunkt des Klebstoffmaterials über 90°C, damit die Eigenschaften der Verklebung mit dem Untergrund durch äußere Umstände, wie beispielsweise die Temperatur, nicht zu stark beeinflusst werden.

Gegebenenfalls nimmt die Haftung des Klebstoffmaterials am Untergrund während mechanischer Belastung nur leicht zu. Dadurch wird die rückstandsfreie Entfernung auch nach längerer Verwendung verbessert.

Insbesondere kann dies bedeuten, dass die Haftung der Bodenabdeckung nach einer Belastungsprüfung weniger als 50% über der Anfangshaftung liegt. Die Anfangshaftung bezeichnet die Haftung der Bodenabdeckung vor der Belastungsprüfung, also insbesondere direkt nach dem Verkleben mit dem Untergrund. Die Belastungsprüfung kann durchgeführt werden, indem die Bodenabdeckung über den Zeitraum von einem Tag mit einer statischen Kraft von 70 bis 100 N/cm 2 , insbesondere 80 N/cm 2 , beaufschlagt wird. Die Fläche bezieht sich insbesondere auf die Fläche an Klebematerial, die mit dem Untergrund in Verbindung steht. Als Untergründe für die Belastungsprüfung können Holz, Beton, Asphalt, Kunststoff und dergleichen eingesetzt werden.

Während des Verlegevorgangs kann die Abdeckschicht von der Klebstoffschicht abgelöst werden, damit diese mit dem Untergrund in Kontakt gebracht werden kann.

Die Verlegung einer erfindungsgemäßen Bodenabdeckung erfolgt insbesondere wie folgt: Entfernen eines ersten Abschnitts der Abdeckschicht und Verklebung der Bodenabdeckung mit dem Untergrund im Bereich des ersten Abschnitts. Anschießend leichtes Vorspannen der Bodenabdeckung. Daraufhin Entfernen eines zweiten Abschnitts der Abdeckschicht von der Klebstoffschicht und Verkleben der Bodenabdeckung im Bereich des zweiten Abschnitts mit dem Untergrund. Die beiden Abschnitte sind insbesondere voneinander beabstandet angeordnet. Letztlich Entfernen des verbleibenden Materials der Abdeckschicht zwischen den beiden bereits mit dem Untergrund verklebten Abschnitten und vollständiges Verkleben der Bodenabdeckung mit dem Untergrund. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Bilden einer Bodenabdeckung, wobei ein Textilmaterial, ein Klebstoffmaterial und eine Abdeckfolie miteinander verbunden werden.

Bevorzugt dringt das Klebstoffmaterial beim Verbinden der einzelnen Materialien zumindest teilweise in das Textilmaterial ein und/oder wird mit diesem vermischt. Dies kann mit unterschiedlichen dem Fachmann bekannten Mitteln erfolgen. Insbesondere erfolgt dies jedoch durch Bereitstellen einer erhöhten Temperatur, bevorzugt höher als 60°C, im Verbindungsbereich zwischen Textilschicht und Klebstoffschicht.

Gegebenenfalls erfolgt das Bilden der Bodenabdeckung mithilfe eines Transferverfahrens, bei dem in einem ersten Teilschritt ein Klebstoff-Folien-Verbund gebildet wird, der die Klebstoffschicht und die Abdeckschicht umfasst. Dieser Klebstoff- Folien-Verbund kann beispielsweise durch Aufträgen des Klebstoffmaterials mittels einer Beschichtungsvorrichtung auf die Abdeckfolie erfolgen. In einem weiteren Teilschritt kann der so hergestellte Klebstoff-Folien-Verbund mit dem Textilmaterial verbunden werden, sodass die Bodenabdeckung gebildet wird.

Gegebenenfalls ist nach dem Verbinden der Schichten ein Pressschritt vorgesehen, um die Schichten zu verdichten und insbesondere um die Verankerung zwischen Textilschicht und Klebstoffschicht zu verbessern.

Der Pressschritt kann beispielsweise ein Kalandrieren und/oder ein Bandpressen der Bodenabdeckung umfassen.

Wird bei der Verbindung der Textilschicht und der Klebstoffschicht eine erhöhte Temperatur eingesetzt, kann das Textilmaterial zumindest teilweise vorgewärmt werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Klebstoffschicht erwärmt werden.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren kann in das Fierstellungsverfahren einer Bodenabdeckung integriert sein. Beispielsweise kann ein derartiges Fierstellungsverfahren umfassen: Fierstellen eines Textilmaterials, Verbinden der Schichten gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren, Konfektionieren der Bodenabdeckung. Diese Verfahrensschritte können insbesondere in räumlicher Nähe zueinander, beispielsweise in einer kombinierten Herstellungsanlage durchgeführt werden.

Die Erfindung betrifft gegebenenfalls eine Bodenabdeckung, die mit einem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten werden kann.

Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Patentansprüche, den Ausführungsbeispielen und den Figuren.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von exemplarischen Ausführungsbeispielen im Detail erläutert. Die Ausführungsbeispiele dienen lediglich zur Veranschaulichung der Erfindung und sollen den Schutzbereich der Patentansprüche nicht einschränken.

Es zeigen:

Fig. 1a eine schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Bodenabdeckung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;

Fig. 1b einen vergrößerten Ausschnitt der Bodenabdeckung aus Fig. 1a; und Fig. 2 eine schematische Ansicht einer Herstellungsanlage zur Ausführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Sofern nicht anders bezeichnet, sind in den Figuren die Elemente Bodenabdeckung 1, Textilschicht 2, Klebstoffschicht 3, Abdeckschicht 4, Oberfläche 5, Rücken 6, Abdeckfolien-Rolle 7, Umlenkwalze 8, Zugspannungs-Einstellvorrichtung 9, Beschichtungsstation 10, Klebstoff-Folien-Verbund 11 , Heizvorrichtung 12, Förderwalze 13, Kalandriervorrichtung 14, Bandpresse 15 dargestellt.

Fig. 1a zeigt eine schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Bodenabdeckung 1 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Ein vergrößerter Ausschnitt der Fig. 1a ist in Fig. 1 b dargestellt. Die beiden Figuren werden nachfolgend gemeinsam beschrieben. Zur besseren Sichtbarkeit der einzelnen Teile sind die Figuren nicht maßstabsgetreu dargestellt. Die Bodenabdeckung 1 ist ein Rollenmaterial mit etwa 50 m Länge, das in Fig. 1a und 1b im Querschnitt entlang seiner Breite dargestellt ist. Die Bodenabdeckung 1 umfasst eine Textilschicht 2, eine Klebstoffschicht 3 sowie eine Abdeckschicht 4. Die Klebstoffschicht 3 ist in zwei Streifen entlang der Längserstreckungsrichtung der Bodenabdeckung 1 angeordnet. Die Abdeckschicht 4 ist nur an jenen Bereichen der Bodenabdeckung 1 vorgesehen, an welchen sich die Klebstoffschicht 3 befindet.

Die Textilschicht 2 umfasst in diesem Beispiel eine Oberfläche 5 und einen Rücken 6. Der Rücken 6 weist eine leichte Strukturierung auf. Die Klebstoffschicht 3 ist mit dem Rücken 6 der Textilschicht 2 verbunden. Durch die Strukturierung des Rückens ist die Klebstoffschicht 3 ebenfalls leicht strukturiert und nicht komplett eben. Die Klebstoffschicht 3 ist durchgehend und ohne Unterbrechungen ausgebildet. Im Verbindungsbereich zwischen Textilschicht 2 und Klebstoffschicht 3 ist das Klebstoffmaterial teilweise in den Faserverbund des Textilmaterials eingedrungen und dadurch abschnittsweise mit den Fasern vermischt. Dadurch wird eine besonders starke Haftung zwischen der Textilschicht 2 und der Klebstoffschicht 3 ermöglicht.

Das Textilmaterial der Textilschicht 2 ist in diesem Beispiel ein Nadelvlies-Material mit Polypropylenfasern. Das Vliesmaterial ist durch Imprägnierung mit Syntheselatex verfestigt. Die Dicke der Textilschicht 2 beträgt in diesem Beispiel etwa 2 mm.

Die Klebstoffschicht 3 ist in diesem Beispiel bevorzugt ein hochviskoser Haftschmelzkleber aus synthetischem Kautschukmaterial mit einer Viskosität von etwa 30.000 mPa * s. Das Klebstoffmaterial hat einen geringen Gehalt an Weichmachern und ist im Wesentlichen frei von organischen Lösungsmitteln.

Das Klebstoffmaterial weist bereits in kaltem Zustand eine hohe Klebkraft auf. Dadurch kann die Bodenabdeckung beim Verlegen ihre Position behalten.

Die Haftung des Klebstoffmaterials am Untergrund im Laufe der Benutzung nimmt nur um etwa 40% zu. Dadurch wird ein rückstandsfreies Ablösen vom Untergrund auch nach längerer Benutzung ermöglicht. Die Bestimmung der Haftung nach Benutzung kann insbesondere mit einer Belastungsprüfung bestimmt werden, wie sie in der allgemeinen Beschreibung detailliert erläutert wurde.

Der Erweichungspunkt des Klebstoffmaterials liegt über 90°C. Dadurch werden die Eigenschaften der Verklebung durch externe Einflüsse wie beispielsweise Temperaturänderungen nicht stark beeinflusst.

Das Klebstoffmaterial ermöglicht bereit bei Temperaturen zwischen 5 und 10°C eine gute Anfangshaftung am Untergrund.

Die Dicke der Klebstoffschicht 3 beträgt in diesem Beispiel etwa 60 gm.

Die Abdeckschicht 4 ist gut mit der Klebstoffschicht 3 verbunden und löst sich dadurch nicht selbstständig. Die Abdeckfolie, die als Abdeckschicht 4 verwendet wird, weist eine elastische Dehnung zwischen 3% und 5% auf. Dadurch ist beim Verlegen der Bodenabdeckung 1 eine leichte Längendehnung möglich, ohne dass sich die Abdeckschicht 4 ablöst oder reißt.

In diesem Beispiel ist die Abdeckschicht 4 aus einer Folie aus orientiertem Polypropylen gebildet, die eine Dicke von etwa 30 gm aufweist.

Die erfindungsgemäße Bodenabdeckung 1 kann im Vergleich zu einem eingangs beschriebenen herkömmlichen Verlegeprozess für Bodenabdeckungen zu einer Zeitersparnis von 30% bis 50% führen.

Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht einer Fierstellungsanlage zur Ausführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Die dargestellte Anlage ist in einen gesamten Fierstellungsprozess für eine Bodenabdeckung integriert. Die Textilschicht 2 wird stromaufwärts von einer nicht dargestellten Textilschicht-Fierstellungsanlage bereitgestellt und die erzeugte Bodenabdeckung 1 wird stromabwärts in einer nicht dargestellten Bodenabdeckungs- Konfektionieranlage weiterverarbeitet. Das erfindungsgemäße Verfahren beinhaltet das Bereitstellen von Textilmaterial, Klebstoffmaterial und Abdeckfolie sowie das Verbinden der genannten Materialien zu einer Bodenabdeckung mit einer Textilschicht 2, einer Klebstoffschicht 3 und einer Abdeckschicht 4.

Die Abdeckschicht 4 wird von einer Abdeckfolien-Rolle 7 bereitgestellt und kontinuierlich abgewickelt. Nach Führen der Folie über Umlenkwalzen 8 und Einstellung der Zugspannung über eine Zugspannungs-Einstellvorrichtung 9 wird die Abdeckfolie in einer Beschichtungsstation 10 mit Klebstoffmaterial beschichtet, um einen Klebstoff- Folien-Verbund 11 zu bilden.

Der Klebstoff-Folien-Verbund 11 wird mittels einer Fleizvorrichtung 12 auf der Seite des Klebstoffmaterials auf eine Temperatur von etwa 60°C erwärmt und dann mit der Textilschicht 2 zusammengeführt. Das Textilmaterial der Textilschicht 2 wird über Förderwalzen 13 kontinuierlich gefördert.

Die Oberfläche des Textilmaterials, die mit der Klebstoffschicht in Kontakt gebracht werden soll, wird mittels einer weiteren Fleizvorrichtung 12 auf eine Temperatur von etwa 60°C erwärmt.

Die beiden Fleizvorrichtungen 12 sind in diesem Beispiel Infrarot-Fleizer.

Die Verbindung zwischen den einzelnen Schichten wird durch Verpressen hergestellt. Das Verpressen erfolgt in zwei aufeinanderfolgenden Schritten, zuerst durch Kalandrieren in einer Kalandriervorrichtung 14 in dann durch Pressen in einer Bandpresse 15.

Die in diesem Verfahren hergestellte Bodenabdeckung 1 weist eine starke Flaftung zwischen Textilschicht 2 und Klebstoffschicht 3 auf. Insbesondere wird diese starke Flaftung durch die erhöhte Temperatur um Bereich der Verbindungsschicht zwischen Textilschicht 2 und Klebstoffschicht 3 ermöglicht. Dadurch kann die Klebstoffschicht 3 teilweise in die Textilschicht 2 eindringen und die beiden Schichten miteinander verankern.