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Patent Searching and Data


Title:
FORMWORK CORE FOR A FORMWORK SYSTEM FOR CONCRETING A BELL BODY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/223936
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a formwork core for a formwork system for concreting a bell body. On each base frame (60), two corner supports (54) are detachably fastened at a variable distance. The corner supports (54) each bear two corner connection panels (51), which are arranged at a right angle to each other around the corner and can be synchronously retracted and extended without touching each other. The corner supports (54) also bear corner angle pieces (55), which likewise can be retracted and extended and, in the completely extended state, close the gap between the two associated corner connection panels (51) in order to form a vertical outer shell of the formwork core (50). The vertical edges of the corner connection panels (51), which vertical edges are distant from the corner, have screw flanges (52a) facing inward. Optionally, at least one side formwork panel (52) can be inserted between the corner connection panels (51) of one side.

Inventors:
REYMANN ANDREAS (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/059453
Publication Date:
November 28, 2019
Filing Date:
April 12, 2019
Export Citation:
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Assignee:
RATEC MASCHINENENTWICKLUNGS UND VERWALTUNGS GMBH (DE)
International Classes:
B28B7/02; B28B7/22; B28B7/30; E04G11/02; E04G11/08
Foreign References:
DE2812974A11979-10-04
US20150083889A12015-03-26
DE102009055690A12011-05-26
EP2083977A22009-08-05
DE2046903A11972-03-30
EP1923185A12008-05-21
DE2504218A11976-08-05
DE4004654C11991-05-29
Attorney, Agent or Firm:
DURM PATENTANWÄLTE (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Schalungskern für ein Schalungssystem zum Betonieren eines Glocken- körpers, mit einer Basis, vertikalen Eckstützen und Seitenschalungsele- menten, die an den Eckstützen schwenkbar derart aufgehängt sind, dass die Seitenschalungselemente nach innen einziehbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei Eckstützen (34, 54) in variablem Abstand auf einem gemeinsamen Grundrahmen (40, 60) lösbar befestigt sind; die Eckstützen (34, 54) jeweils zwei Eckanschlusstafeln (31 , 51 ) tragen, welche rechtwinklig zueinander über Eck angeordnet sind und synchron einziehbar und ausfahrbar sind, ohne sich zu berühren, wobei in vollstän- dig ausgefahrenem Zustand ein schmaler vertikaler Spalt zwischen den beiden Eckanschlusstafeln im Bereich der Ecke verbleibt; die Eckstützen je ein Eckwinkelstück (35, 55) tragen, welche synchron einziehbar und ausfahrbar sind und in vollständig ausgefahrenem Zu- stand die Spalte zwischen den beiden zugehörigen Eckanschlusstafeln (31 , 51 ) schließen, um eine vertikale Außenkante des Schalungskerns (30, 50) zu bilden; die jeweils von der Ecke abgelegenen vertikalen Kanten der Eckan- schlusstafeln (31 , 51 ) lösbar miteinander verbindbar sind.

2. Schalungskern nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Eck- anschlusstafeln (31 , 51 ) an den von der Ecke abgelegenen vertikalen Kanten nach innen weisende Schraubflansche (52a) haben.

3. Schalungskern nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Eckwinkelstücke (35, 55) mit den Eckstützen (34,

54) derart gekoppelt sind, dass beim Einziehen die Eckwinkelstücke vor den Eckanschlusstafeln nach innen fahren.

4. Schalungskern nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass auf den Eckstützen (34, 54) eine horizontale Decken- schaltafel (33, 53) sitzt und die Eckanschlusstafeln (31 , 51 ) und die zuge- hörigen Eckwinkelstücke (35, 55) derart mit den Eckstützen gekoppelt sind, dass beim Einziehen des Schalungskerns die Eckanschlusstafeln und die Eckwinkelstücke nach oben über die Deckenschaltafel hinaus fahren.

5. Schalungskern nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Eck- anschlusstafeln (31 , 51 ) und die Eckwinkelstücke (35, 55) an ihren Ober- kanten rechtwinklig nach innen angesetzte Deckenstege (51 b) haben und in vollständig ausgefahrenem Zustand des Schalungskerns diese De- ckenstege und die zentrale Deckenschaltafel (33, 51 ) die ebene Ober- seite des Schalungskerns bilden.

6. Schalungskern nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Grundrahmen (40, 60) mehrere parallele Befesti- gungsnuten (41 , 61 ) haben, in welche am Fuß der Eckstützen (34, 54) angeordnete Befestigungsmittel eingreifen.

7. Schalungskern nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundrahmen (40, 60) eine Anzahl von parallel und mit Abstand vonei- nander angeordnete T-Träger (42, 62) umfassen.

8. Schalungskern nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass zwischen die Eckanschlusstafeln (31 , 51 ), die eine Seitenfläche des Schalungskerns (30, 50) bilden, jeweils mindestens eine Seitenschaltafel (32, 52) einsetzbar ist. 9. Schalungskern nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sei- tenschaltafeln (32, 52) an ihren vertikalen Kanten nach innen weisende Schraubflansche (52a) haben, welche mit den Schraubflanschen (51 a) der Eckanschlusstafeln (31 , 51 ) korrespondieren.

Description:
Ratec Maschinenentwicklungs- und Verwaltungs-GmbH

Schalungskern für ein Schalungssystem zum Betonieren eines Glockenkörpers

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schalungskern für ein Schalungssys- tem zum Betonieren eines Glockenkörpers, insbesondere größeren Bauzellen von Wohngebäuden.

Ein solches Schalungssystem besteht im Wesentlichen aus einer Außenscha- lung und dem Schalungskern, der in der Regel quaderförmig ausgebildet ist und in die Außenschalung eingesetzt wird. Die Außenschalung hat einen ortsfesten Schalungsboden sowie vertikale Längswände und Stirnwände, die auf einem Schalungsboden aufstehen. Der Schalungskern sitzt zwischen den Schalwän- den der Außenschalung. In den verbleibenden Raum zwischen Außenschalung und Schalungskern wird flüssiger Beton gedrückt. Nach dem Erhärten des Be- tons werden die Außenschalungselemente entfernt. Um den Schalungskern von den Innenwänden des fertig betonierten Glockenkörpers zu lösen, müssen die Seitenschalungselemente des Schalungskerns nach innen eingezogen wer- den, um von dem fertigen Betonteil gelöst zu werden.

Schalungskerne mit nach innen einziehbaren Seitenschalungselementen, so- genannte Schrumpfkerne, sind aus dem Stand der Technik bekannt. Das europäische Patent EP 2 083 977 B1 der Anmelderin beschreibt ein Scha- lungssystem zum Betonieren von Raummodulen, umfassend Außenschalung und Schalungskern. Der Schalungskern umfasst ein Deckelelement, Stirnele- mente und Seitenelemente sowie einen Kopplungsmechanismus. Die Stirnele- mente und Seitenelemente sind jeweils mit dem Boden und dem Deckelelement gekoppelt und bewegbar verbunden. Der Kopplungsmechanismus ist derart ausgebildet, dass ein vertikales Bewegen eines Horizontalelements eine Bewe- gung der Vertikalelemente so in Richtung nach innen bewirkt, dass der Abstand zwischen den gegenüberliegenden Vertikalelementen verringert wird. Der Kopplungsmechanismus umfasst eine Mehrzahl von Schwenkhebeln.

DE 20 469 03 A1 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen eines Glockenkör- pers für größere Bauzellen sowie eine Vorrichtung zum Ausführen des Verfah- rens. Eine Ausführungsform der Vorrichtung umfasst einen ortsfest angeordne- ten Schalungskern mit Säulen und einziehbaren Seitenschalungen. Die Seiten- Schalungen sind über mehrere Lenker an den Säulen schwenkbar aufgehängt. Die Mechanik des Schwenkens bewirkt ein Zurückklappen der Seitenschalun- gen so, dass keilförmige Lücken zwischen den Wänden des fertigen Betonkör- pers und den Schalungselementen entsteht.

Ein weiteres älteres Patent der Anmelderin, EP 1 923 185 B1 , beschreibt einen Verdrängungskörper, der als Schrumpfkörper ausgebildet ist und nach dem Be- tonieren nach oben aus einer Seitenschalung herausziehbar ist.

DE 25 04 218 A1 beschreibt einen Schalungskern für Raumzellenschalungen, welcher als Innenform für das Herstellen einer Garage oder eines ähnlichen Körpers einsetzbar ist. Der Schalungskern hat einen veränderbaren Quer- schnitt. Zwischen mehreren Druckbalken ist jeweils ein Spiel vorgesehen, so dass der Querschnitt verkleinert werden kann, um die Schalung zu entfernen.

DE 40 04 654 C1 offenbart einen Schalungskern zum Herstellen von Fertigga- ragen oder ähnlichen Raumzellen aus Beton. Der Schalungskern kann in seiner Breite angepasst werden. Die Einsteilbarkeit der Breite erfolgt durch die Anordnung von Schalungsteilen auf Schlitten, die auf Schienen verschoben werden können.

Während die Außenschalung aus vergleichsweise einfachen, im Prinzip ebenen Schalungswänden besteht, ist ein Schalungskern mit nach innen einziehbaren Seitenschalungselementen recht kompliziert und technisch aufwendig gebaut. Die Gesamtkosten für ein Schalungssystem zum Betonieren eines Glockenkörpers werden deshalb vor allem von den Kosten für den komplizierten Schalungsinnenkern bestimmt.

Die zum Betonieren eines quaderförmigen Glockenkörpers benötigten Außen- schalungselemente sind im Prinzip als ebene Schalungstafeln ausgebildet. Deshalb können die Außenschalungsteile immer wieder verwendet werden, selbst dann, wenn ein Glockenkörper mit anderen Abmessungen, insbesondere größerer oder kleinerer Breite und/oder Länge hergestellt werden soll. Es ge- nügt, die flachen Schalwände einfach neu zusammenzustellen. Ein Schrumpfkern kann dagegen immer nur für eine bestimmte Raumzelle mit vorgegebenen festen Abmessungen in drei Dimensionen verwendet werden. Aufgrund der aufwendigen Konstruktion und der komplizierten Verstellmecha- nik lässt sich ein solcher Schrumpfkern nur schwer wieder in seine Einzelteile zerlegen, um diese zur Herstellung eines neuen Schalungskerns mit anderen Maßen wiederzuverwenden. Dies hat zur Folge, dass die herkömmlichen Schrumpfkerne üblicherweise nur dann eingesetzt werden, wenn eine größere Anzahl identischer Glockenkörper betoniert werden soll, da dann die relativ ho- hen Kosten des Schalungskerns auf die Anzahl der produzierten Betonteile um- gelegt werden kann. Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Scha- lungskern mit nach innen einziehbaren Seitenschalungselementen zu schaffen, welcher schnell und einfach so verändert werden kann, dass er zur Herstellung von Glockenkörper unterschiedlicher Abmessungen, insbesondere unter- schiedlicher Breite und Länge, verwendbar ist. Bei der Lösung dieses Problems wird ausgegangen von einem Schalungskern gemäß dem Oberbegriff des ersten Patentanspruchs, umfassend eine Basis, vertikale Eckstützen und Seitenschalungselemente, die über Schwenkhebel an den Eckstützen derart aufgehängt sind, dass die Seitenschalungselemente nach innen einziehbar sind.

Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des ersten Patentanspruchs.

Bei dem erfindungsgemäßen Schalungskern sind je zwei Eckstützen in variab- lem Abstand auf einem gemeinsamen Grundrahmen lösbar befestigt. Die Eck- stützen tragen jeweils zwei Eckanschlusstafeln, welche rechtwinklig zueinander angeordnet sowie synchron einziehbar und ausfahrbar sind, ohne sich dabei zu berühren. Die Eckanschlusstafeln haben eine ebene Außenwand, die als Schal- wand ausgebildet ist. In vollständig ausgefahrenem Zustand verbleibt ein schmaler vertikaler Spalt zwischen den beiden Eckanschlusstafeln im Bereich der Ecke.

Die Eckstützen tragen ferner je ein Eckwinkelstück, welches synchron mit den Eckanschlusstafeln einziehbar und ausfahrbar ist. In vollständig ausgefahre- nem Zustand schließt dieses Eckwinkelstück den Spalt zwischen den beiden zugehörigen Eckanschlusstafeln und bildet dadurch eine vertikale Außenkante des Schalungskerns.

Erfindungsgemäß sind die von der Ecke abgelegenen vertikalen Kanten der Eckanschlusstafeln derart ausgebildet, dass sie lösbar miteinander verbindbar sind. Dadurch wird es möglich, dass die in einer Ebene liegenden Eckan- schlusstafeln, die z. B. eine Seitenfläche des Schalungskerns bilden, direkt mit- einander verbindbar sind. Der dadurch entstandene Schalungskern hat dann eine minimale Länge bzw. Breite. Bei Bedarf können eine oder gegebenenfalls auch mehrere Zwischenelemente zwischen die Eckanschlusstafeln einer Seite lösbar eingesetzt werden. Auf diese Weise kann die Breite bzw. Länge des Schalungskerns auf sehr einfache Weise vergrößert werden, wenn ein größerer Glockenkörper betoniert werden soll. Bei Bedarf lässt sich der erfindungsge- mäße Schalungskern auch wieder auf seine ursprünglichen Abmessungen zu rückrüsten, indem die gegeneinander weisenden vertikalen Kanten der Eckan- schlusstafeln wieder unmittelbar verbunden werden.

Der erfindungsgemäß ausgebildete Schalungskern hat also den großen Vorteil, dass er auf einfache Weise an unterschiedliche Abmessungen eines zu beto- nierenden Glockenkörpers angepasst werden kann, ohne diejenigen Elemente, die konstruktiv aufwendig und damit besonders teuer in der Herstellung sind, zu verändern. Insbesondere die Eckstützen, die an den Eckstützen beweglich ge- lagerten Eckanschlusstafeln und die Eckwinkelstücke können so immer wieder verwendet werden, selbst wenn die zu betonierenden Hohlkörper sehr unter- schiedliche Abmessungen haben. Gleiches gilt für die aufwendige Koppelme- chanik für den Antrieb des Schrumpfkerns.

Erfindungsgemäß werden die Ecken des Schalungskerns gebildet von zwei, im Prinzip ebenen Eckanschlusstafeln, welche rechtwinklig zueinander über Eck angeordnet sind, und einem Eckwinkelstück, das den Spalt zwischen den be- nachbarten Eckanschlusstafeln schließt und die vertikale Außenkante des Schalungskerns bildet. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass die Länge der Eckanschlusstafeln leicht variiert werden kann. Somit ist es möglich, breitere und kürzere bzw. schmalere und längere Schalungskerne sehr einfach zu rea- lisieren, indem einfach kürzere oder längere Eckanschlusstafeln verwendet werden. Die Eckstützen mit ihren aufwendigen Hebelmechanismen und den an- gekoppelten Eckwinkelstücken können in jedem Fall ohne Veränderung ver- wendet werden.

Um die von der Ecke abgelegenen vertikalen Kanten der Eckanschlusstafeln schnell und einfach, gleichwohl aber fest zu verbinden und später wieder zu lösen, haben die Eckanschlusstafeln an den freien Kanten nach innen weisende Schraubflansche. Mittels dieser Schraubflansche können die Eckanschlussta- feln einer Seite entweder direkt miteinander lösbar verbunden werden oder al- ternativ ein oder mehrere Verlängerungsteile angesetzt werden. Vorzugsweise sind die Eckwinkelstücke mit den Eckanschlusstafeln derart ge- koppelt, dass beim Einziehen, also dem Schrumpfen des Schalungskerns, die Eckwinkelstücke vor den Eckanschlusstafeln nach innen fahren. Dadurch rü- cken die Eckwinkelstücke aus dem Weg, bevor die zugehörigen Eckanschluss- tafeln nach innen eingezogen werden.

Der erfindungsgemäße Schalungskern wird vorteilhaft ergänzt durch eine zent- rale Deckenschaltafel, die horizontal auf den Eckstützen sitzt, wobei die Eckan- schlusstafeln und die zugehörigen Eckwinkel derart mit den Eckstützen gekop- pelt sind, dass beim Einziehen des Schalungskerns die die Eckanschlusstafeln und zugehörigen Eckwinkelstücke nach innen und gleichzeitig über die ortsfeste Deckenschalungstafel hinaus nach oben fahren. Zwar lässt sich die Länge und die Breite einer solchen Deckenschaltafel nachträglich nicht mehr verändern; da es sich bei diesem Schalungselement aber im Prinzip um eine simple ebene Platte handelt, fällt ein gegebenenfalls erforderlicher Austausch der Decken- schaltafel im Rahmen einer Wiederverwendung der übrigen, wesentlich kom- plexeren Teile des Schalungskerns zum Betonieren eines Glockenkörpers mit anderen Abmessungen kostenmäßig kaum ins Gewicht.

Zweckmäßig haben die Eckanschlusstafeln und die Eckwinkelstücke an ihren Oberkanten Deckenstege, die rechtwinklig nach innen angesetzt sind. In voll- ständig ausgefahrenem Zustand des Schalungskerns bilden diese De- ckenstege zusammen mit der zentralen Deckenschaltafel die Oberseite des Schalungskerns. Mit Beginn der Schrumpfung trennen sich die horizontalen De- ckenstege von der Deckenschaltafel und fahren nach oben und anschließend nach innen weg.

Erfindungsgemäß lässt sich der Abstand zwischen zwei Eckstützen variieren, indem diese Eckstützen gemeinsam auf einem Grundrahmen lösbar befestigt sind. Dadurch lässt sich entweder die Breite oder die Länge des Schalungs- kerns auf einfache Weise anpassen. Bevorzugt wird eine Ausführung, bei wel- cher die Grundrahmen mehrere parallele Befestigungsnuten haben, in die Be- festigungsmittel eingreifen, welche am Fuß der Eckstützen angeordnet sind. Dadurch lassen sich die beiden Eckstützen, die auf diesem Grundrahmen be- festigt sind, stufenlos verschieben, um den Abstand zwischen den Eckstützen zu variieren. Besonders bevorzugt wird eine Ausführungsform, bei der die Grundrahmen eine Anzahl von parallel und mit Abstand voneinander angeord- nete T-Träger umfassen. Je zwei benachbarte T-Träger bilden dabei eine Be- festigungsnut zur Befestigung der Eckstützen.

Optional ist zwischen zwei Eckanschlusstafeln, die eine Seitenfläche des Scha- lungskerns bilden, jeweils mindestens eine Seitenschaltafel lösbar einsetzbar. Dadurch kann die Länge und/oder Breite des Schalungskerns auf einfache Weise vergrößert werden, falls die Eckanschlusstafeln selbst nicht ausreichend lang sind und nicht durch Eckanschlusstafeln größerer Länge ersetzt werden sollen. Im Prinzip können die Eckanschlusstafeln sehr schmal ausgeführt wer- den, also in horizontaler Richtung sehr kurz ausgebildet sein; die Länge und/o- der die Breite des Schalungskerns wird dann im Wesentlichen von den Abmes- sungen der Zwischenelemente bestimmt.

Zweckmäßig haben nicht nur die Eckanschlusstafeln, sondern auch die optional einsetzbaren Seitenschaltafeln an ihren vertikalen Kanten nach innen weisende Schraubflansche, welche mit den Schraubflanschen der Eckanschlussteile kor- respondieren. Dies ermöglicht eine schnelle und lösbare Schraubverbindung zwischen Eckanschlusstafeln und Seitenschaltafeln.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der beigefüg- ten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 a Ein Schalungssystem mit Schalungskern und Außenschalung, in vereinfachter perspektivischer Darstellung; Figur 1 b den Schalungskern des Schalungssystems von Fig. 1 a, ohne De- ckenschaltafel;

Figur 2a einen zweiten kleineren Schalungskern, in einer perspektivischen

Ansicht schräg von oben; Figur 2b den Schalungskern von Fig. 2a, ohne Vorderseite; Figur 2c den Schalungskern von Fig. 2a, ohne Vorderseite, Rückseite und

Deckenschaltafel;

Figur 2d den Schalungskern von Fig. 2a, ohne Seitenschalungselemente und Deckenschaltafel;

Figur 3 eine obere Ecke des Schalungskerns von Fig. 2a, von der Innen- seite gesehen und in vergrößertem Maßstab;

Figur 4 eine Eckstütze des Schalungskerns von Fig. 2a mit Eckwinkelstück;

Figur 5 die Seitenschalungselemente des Schalungskerns von Fig. 2a, von der Innenseite aus gesehen und in vergrößertem Maßstab.

Das Schalungssystem gemäß Fig. 1 a besteht aus einer Bodenplatte 10, einer Außenschalung 20 und einem Schalungskern 30, der als Schrumpfkern ausge- bildet ist.

Die Außenschalung 20 umfasst zwei gegenüberliegende Stirnwände 21 , zwei dazu rechtwinklig angeordnete Seitenwände 22 sowie eine Anzahl von vertika- len Außenstützen 23, an denen die Stirnwände 21 und die Seitenwände 22 auf- gehängt sind. Die Außenstützen 23 sind in Führungsschienen 24 lösbar befes- tigt, so dass alle Seitenschalungselemente nach dem Betonieren nach außen weggefahren werden können. Der Schalungskern 30 steht zwischen der Außenschalung 20. Das (nicht dar- gestellte) glockenförmige Betonteil kann nach dem Erhärten vertikal nach oben herausgezogen oder -gedrückt werden, wobei es sich von dem Schalungskern 30 löst. Der Schalungskern 30 hat die Form eines rechteckigen Quaders, des- sen Unterseite offen ist. Seine Außenwände werden gebildet von insgesamt acht Eckenanschlusstafeln 31 , vier zwischen zwei Eckenanschlusstafeln 31 eingesetzte Seitenschaltafeln 32 und einer zentralen horizontalen Decken- schaltafel 33 (vergleiche Fig. 1a, 1 b).

Fig. 1 b lässt einen Blick in das Innere des Schalungskerns 30 zu. Zu sehen sind vier vertikale Eckstützen 34, die jeweils zwei Eckanschlusstafeln 31 tragen. Je zwei der insgesamt acht Eckanschlusstafeln 31 sind rechtwinklig zueinander über Eck angeordnet, so dass sie eine der vier Ecken des Schalungskerns 30 einschließen. Die Eckstützen 34 tragen ferner je ein Eckwinkelstück 35, das den Spalt zwischen den beiden zugehörigen Eckanschlusstafeln 31 schließt und da- mit eine vertikale Außenkante des Schalungskerns 30 bildet. Zwischen den Eckstützen 34 sind entlang der beiden Längsseiten des Scha- lungskerns 30 jeweils zwei vertikale Seitenstützen 36 angeordnet. Diese Sei- tenstützen 36 tragen die Seitenschaltafeln 32.

Die Eckstützen 34 und die Seitenstützen 36 sind paarweise auf je einem ge- meinsamen Grundrahmen 40 lösbar befestigt. Der Abstand zwischen den auf einem Grundrahmen 40 montierten Eckstützen 34 bzw. Seitenstützen 36 ist va- riabel, so dass die Breite des Schalungskerns 30 eingestellt werden kann. Die Grundrahmen 40 haben eine Anzahl von parallel nebeneinander angeordneten, nach oben offenen Befestigungsnuten 41. Die Grundrahmen 40 umfassen meh- rere, parallel und mit Abstand voneinander angeordnete T-Träger 42, zwischen denen die Befestigungsnuten 41 ausgebildet sind. Die Enden der T-Träger 42 sind auf schmale Querträger 43 geschraubt, welche auf der Bodenplatte 10 (vergleiche Fig. 1 ) aufliegen.

Die Führungsschienen 24 für die Außenstützen 23 (Fig. 1a) überragen die Au- ßenkontur des Schalungskerns 30, so dass die Außenschalung 20 (Fig. 1 a) ausreichend weit nach außen weggefahren werden kann. Dadurch wird der Schalungskern 30 zugänglich und kann nach dem Erhärten des Betons leicht nach oben bewegt werden. Zu diesem Zwecke untergreift ein Hubrahmen 50 die Unterkanten des Schalungskerns 30. Wird dieser Hubrahmen 50 nach dem Erhärten des Betons nach oben gefahren, löst sich das (nicht dargestellte) erhärtete Betonteil von den Außenwänden des Schalungskerns 30; gleichzeitig schrumpft der Schalungskern 30, indem die Eckanschlusstafeln 31 , die Seiten- schaltafeln 32 und die Eckwinkelstücke 35 synchronisiert nach innen eingezo- gen werden. Dadurch lösen sich die Außenseiten des Schalungskerns von dem Betonteil. Dabei laufen die Eckwinkelstücke vor. Die Kinematik kann elektrisch, hydraulisch oder rein mechanisch angetrieben sein.

Der in Fig. 2a und den nachfolgenden Abbildungen dargestellte Schalungskern 50 ist etwas kleiner, insbesondere schmäler und kürzer als der zuvor beschrie- bene Schalungskern 30 gemäß Fig. 1 a, 1 b. Beide Schalungskerne 30 bzw. 50 sind jedoch im Prinzip gleich aufgebaut.

Auch der kleinere Schalungskern 50 ist als Schrumpfkern ausgebildet. Die Sei- tenschalungselemente des Schalungskerns 50 umfassen insgesamt acht Eck- anschlusstafeln 51 , vier dazwischen angeordnete Seitenschaltafeln 52 sowie eine zentrale, näherungsweise quadratische Deckenschaltafel 53. In Fig. 2a sind die Seitenschalungselemente ein kleines Stück nach oben angehoben. Den Spalt zwischen den beiden Eckanschlusstafeln 51 einer Ecke füllt ein lang- gestrecktes Eckwinkelstück 55 aus, welches die vertikale Außenkante des Schalungskerns 50 bildet.

Die tragende Struktur des Schalungskerns 50 wird insbesondere von vier verti- kalen Eckstützen 54 gebildet, wie aus den Figuren 2b, 2c und 2d gut zu sehen ist. Je zwei dieser Eckstützen 54 sind auf einem gemeinsamen Grundrahmen 60 lösbar befestigt (Fig. 2a). Hierzu haben die Eckstützen 54 an ihrem unteren Ende Fußplatten 56 mit darin eingesetzten Befestigungsschrauben 56a (Fig. 2d). Die unteren (nicht zu sehenden) Enden der Befestigungsschrauben 56a greifen in Befestigungsnuten 61 der Grundrahmen 60 ein. Die Grundrahmen 60 bestehen im Wesentlichen aus sechs, parallel und mit etwas Abstand nebenei- nander angeordneten T-Trägern 62, deren Enden auf Querträger 63 aufge- schraubt sind. Die T-Träger 62 bilden die Befestigungsnuten 61 mit T-förmigem Profil. Nach dem Lösen der Befestigungsschrauben 56a können die Eckstützen 54 in den Befestigungsnuten 61 längs verschoben werden, um auf diese Weise den Abstand zwischen den Eckstützen 54 zu vergrößern oder zu verkleinern und damit die Länge des Schalungskerns 50 zu verändern.

Wie insbesondere in Figur 2d zu sehen, tragen die Eckstützen 54 jeweils zwei Halterungen 57, die in rechtem Winkel zueinander über Eck angeordnet sind. Diese Halterungen 57 sind durch Schwenkhebel 58 gelenkig mit den Eckstützen

54 verbunden. In ähnlicher Weise sind die Eckwinkelstücke 55 über Hebelarme 59 gelenkig mit den Eckstützen 54 verbunden (vergleiche Fig. 2b). Auf den Hal- terungen 57 sind die Eckanschlusstafeln 51 montiert (vergleiche Fig. 2c).

Die vergrößerte Darstellung von Fig. 3 lässt das obere Ende einer Eckstütze 54 erkennen. Die Eckstütze 54 hat hexagonalen Querschnitt. Die Schwenkhebel 58 für die Eckanschlusstafeln 51 und der Hebelarm 59 für das Eckwinkelstück

55 stehen nach außen ab. In der Abbildung ist das Eckwinkelstück 55 ein klei nes Stück nach innen gefahren, so dass im Bereich der Ecke ein Spalt zwischen den beiden angrenzenden Eckanschlusstafeln 51 entstanden ist. Bei voll aus- gefahrenem Schalungskern 50 ist dieser Spalt natürlich geschlossen. Die an- grenzenden Eckanschlusstafeln 51 sind hier bereits ein Stück nach oben ge- fahren.

Fig. 4 lässt das Querschnittsprofil der Eckwinkelstücke 55 erkennen. Das Eck- winkelstück 55 besteht im Wesentlichen aus einem langgestreckten L-Profil. Am oberen Ende ist ein Deckensteg 55a, der in rechtem Winkel angesetzt ist und nach innen weist.

Aus Fig. 2c und insbesondere den vergrößerten Darstellungen von Fig. 3 und Fig. 5 ist gut ersichtlich, dass die Eckanschlusstafeln 51 an ihren von der Ecke abgelegenen vertikalen Kanten jeweils Schraubflansche 51 a haben, die recht- winklig nach innen weisen. Die zwischengesetzten Seitenschaltafeln 52 haben korrespondierende Schraubflansche 52a (vergleiche Fig. 5). Damit lassen sich entweder zwei Eckanschlusstafeln 51 , die in derselben Ebene liegen, unmittel- bar aneinander schrauben oder zwei Eckanschlusstafeln 51 mit einer Seiten- schaltafel 52 lösbar verbinden. Die Eckanschlusstafeln 51 haben an ihren Oberkanten rechtwinklig nach innen angesetzte Deckenstege 51 b (Fig. 2c, Fig. 3). Auch die Eckwinkelstücke 55 ha- ben an ihrem oberen Ende einen rechtwinklig nach innen angesetzten De- ckensteg 55a, wie insbesondere in den Figuren 2b und 4 erkennbar ist. Die Seitenschaltafeln 52 haben gleich lange Deckenstege 52b (vergleiche Fig. 2c und Fig. 3).

Die Eckwinkelstücke 55 sind an ihren unteren Enden auf Druckplatten 70 fe- dernd gelagert (vergleiche Fig. 4). Dadurch können sich die Deckenstege 55a der Eckwinkelstücke 55 unter die Deckenstege 52b der angrenzenden Eckan- schlusstafeln 51 schieben, wenn der Schalungskern 50 geschrumpft wird (ver- gleiche Fig. 3, Fig. 2a, Fig. 2b).

Horizontal und vertikal angeordnete Zug- und Druckstäbe 80 steifen die Kon- struktion aus (Fig. 2d).

Fig. 2a zeigt den Schalungskern 50 in einem Zustand, bei dem die Eckan- schlusstafeln 51 noch fast vollständig nach außen ausgefahren sind, die Eck- winkelstücke 55 aber bereits ein kleines Stück nach innen bzw. unten gezogen wurden. In Fig. 2b haben sich die Eckanschlusstafeln 51 und die Eckwinkelstü- cke 55 noch ein Stück weiter nach oben bewegt, so dass der Weg frei ist, um im Folgenden nun die Eckanschlusstafeln 51 weiter nach innen einzuziehen. Dabei lösen sie sich von den an den Außenseiten liegenden (nicht dargestell- ten) Wänden des fertig betonierten Glockenkörpers.

Bezugszeichen

10 Bodenplatte

20 Außenschalung

21 Stirnwand (von 20)

22 Seitenwand

23 Außenstütze

24 Führungsschiene

30 Schalungskern

31 Eckanschlusstafel (von 30)

32 Seitenschaltafel

33 Deckenschaltafel

34 Eckstütze

35 Eckwinkelstück

36 Seitenstütze

37 Hubrahmen

40 Grundrahmen

41 Befestigungsnut (von 40)

42 T-Träger

43 Querträger

50 (kleiner) Schalungskern

51 Eckanschlusstafel (von 50) 51a Schraubflansch

51 b Deckensteg

52 Seitenschaltafel

52a Schraubflansch (von 52) 52b Deckensteg (von 52)

53 Deckenschaltafel 54 Eckstütze

55 Eckwinkelstück

55a Deckensteg (von 55)

56 Fußplatte

56a Befestigungsschraube (in 56)

57 Halterung

58 Schwenkhebel

59 Hebelarm 60 Grundrahmen

61 Befestigungsnut

62 T-Träger

63 Querträger 70 Druckplatte