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Patent Searching and Data


Title:
FORMWORK
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/167248
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a formwork with two formwork elements (2, 3), each of which has a formwork front face (5) that is supplied with concrete and a formwork rear face (5). The formwork elements are hinged together or can be hinged together in a preferably releasable manner in order to be pivotal from a first position for supplying concrete to the formwork front faces (5) to a second position, in which the formwork rear faces (6) at least partly face each other. The invention is characterized in that at least one lifting device (13) is provided which is supported between the formwork and an underlying surface and by means of which the formwork elements (2, 3) can preferably be partly lifted and converted from the first position at least partly to the second position.

Inventors:
VON LIMBURG FELIX (DE)
HEESEMANN INGO (DE)
Application Number:
PCT/EP2018/056613
Publication Date:
September 20, 2018
Filing Date:
March 16, 2018
Export Citation:
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Assignee:
UMDASCH GROUP NEWCON GMBH (AT)
International Classes:
B28B7/08; B28B7/24; E04G21/16
Foreign References:
US20030234339A12003-12-25
DE102015209157A12016-11-24
DE102015209157A12016-11-24
DE102017200118A2017-01-05
Attorney, Agent or Firm:
SONN & PARTNER PATENTANWÄLTE (AT)
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Claims:
Patentansprüche

1. Schalung mit zwei Schalungselementen (2, 3), die jeweils eine Schalungsvorderseite (5) zur Beaufschlagung mit Beton und eine Schalungsrückseite (6) aufweisen, und die Schalungselemente gelenkig miteinander vorzugsweise lösbar koppelbar oder gekoppelt sind, um von einer ersten Stellung vorzugsweise zum Beaufschlagen der Schalungsvorderseiten (5) mit Beton in eine zweite Stellung verschwenkbar zu sein, in welcher die Schalungsrückseiten (6) zumindest teilweise einander zugewandt sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine sich zwischen der Schalung und einer Unterlage abstützende Hebeeinrichtung (13) vorgesehen ist, mit welcher die Schalungselemente vorzugsweise abschnittsweise anhebbar und von der ersten zumindest teilweise zur zweiten Stellung hin überführbar sind.

2. Schalung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Hebeeinrichtung (13) in einer Seitenansicht der Schalung wenigstens abschnittsweise zwischen den Schalungselementen (2, 3) angeordnet ist.

3. Schalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalungselemente über wenigstens ein, vorzugsweise mehrere Gelenke (8), um eine Schwenkachse (A) schwenkbar miteinander verbunden sind.

4. Schalung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebeeinrichtung (13) an der Schalung befestigt ist.

5. Schalung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Hebeeinrichtungen (13) vorgesehen sind und vorzugsweise die Hebeeinrichtungen (13) entlang der Schwenkachse (A) der Schalung nebeneinander, vorzugsweise beabstandet voneinander, angeordnet sind.

6. Schalung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Hebeeinrichtung (13) in der Vorderansicht der Schalung wenigstens teilweise neben einer der Schalungselemente (2, 3) angeordnet ist.

7. Schalung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenke (8) zumindest mittelbar über wenigstens einen Rohrabschnitt (9) miteinander verbunden sind.

8. Schalung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebseinrichtung (1 1 ) zum Betätigen der Hebeeinrichtung (13) vorgesehen ist und die Antriebseinrichtung (10) vorzugsweise eine Antriebsspindel (10), vorzugsweise eine Gewindespindel (10), aufweist.

9. Schalung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindel zumindest abschnittsweise im Rohrabschnitt (9) angeordnet ist.

10. Schalung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohrabschnitt (9) zumindest abschnittsweise mit einer Öffnung (1 1 ), vorzugsweise einem Schlitz (1 1 ), versehen ist, in welchen die Hebeeinrichtung zur Koppelung mit der Antriebswelle (10) hineinragt.

11. Schalung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebeeinrichtung (13) wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundene Hebeschenkel (1 1 ) aufweist, die mittels der Antriebseinrichtung (1 1 , K, 9) zum Überführen der Schalungselemente (2, 3) von ihrer ersten Stellung hin in Richtung ihrer zweiten Stellung von einer ersten Hebestellung, in welchem die Hebeschenkel (1 1 ) parallel zueinander liegen oder einen spitzen Winkel einschließen, in eine zweite Hebestellung überführbar sind, in welchem die Hebeschenkel (1 1 ) einen Winkel, vorzugsweise eine stumpfen Winkel, einschließen, der größer als der Winkel im ersten Hebezustand ist.

12. Schalung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Sicherungseinrichtung (18) vorgesehen ist, welche die Schalungselemente (2, 3) in der zweiten Stellung sichert.

13. Anordnung, die eine Schalung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche und ein Fahrzeug aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalungselemente (2, 3) sich in ihrer zweiten Stellung befinden und sich auf dem Fahrzeug abstützen und mit dem Fahrzeug transportierbar sind.

14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Schalungselemente (2, 3) über die Hebeeinrichtung (13) am Fahrzeug abstützen.

Description:
Schalung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schalung mit zwei Schalungselementen, die jeweils eine Schalungsvorderseite zur Beaufschlagung mit Beton und eine Schalungsrückseite aufweisen, und die Schalungselemente gelenkig miteinander vorzugsweise lösbar koppelbar oder gekoppelt sind, um von einer ersten Stellung, vorzugsweise zum Beaufschlagen der Schalungsvorderseiten mit Beton, in eine zweite Stellung verschwenkbar zu sein, in welcher die Schalungsrückseiten zumindest teilweise einander zugewandt sind.

Derartige Schalungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Beispielsweise beschreibt die DE 10 2015 209 157.0 (Schmetterlingsschalung) eine solche Schalung mit zwei Schalungselementen. Derartige Schalungen werden auch als Schmetterlingsschalungen bezeichnet. Die beiden Schalungselemente sind gelenkig miteinander verbunden oder verbindbar, um von der ersten Stellung, welche bevorzugt eine Stellung ist, in welcher die Schalungselemente auf einer Unterlage im Wesentlichen horizontal aufliegen, in die zweite Stellung verschwenkbar sind, in welcher die beiden Schalungselemente gegeneinander verschwenkt sind, wobei die jeweiligen Schalungsrückseiten einander zugewandt sind. Derartige Schalungen werden vorteilhaft in sogenannten Batterieschalungen zur Herstellung von Betonfertigteilen eingesetzt.

Die Schalungselemente weisen an ihrer Schalungsvorderseite zumeist eine Berandung auf, um dadurch ein Volumen zu begrenzen, welches mit Beton befüllbar ist. Auf der Schalungsvorderseite montierte Bewehrungen dienen zur Verstärkung des fertigen Betonteils. Schalungsabsteller, die auf der Schalungsvorderseite der Schalungselemente positioniert werden, dienen dazu, Aussparungen, wie zum Beispiel für Türen und Fenster, zu begrenzen.

Das Überführen der Schalungselemente von der ersten in die zweite Stellung erfolgt durch ein Hebezeug, welches die Schalungselemente anhebt und anschließend in die Batterieschalung einfügt. Üblicherweise erfolgt dies mit einem mobilen Kran oder aber einem Hallenkran.

Derartige Schalungen haben sich bei der Herstellung von Betonfertigteilen bewährt. Dennoch wäre es wünschenswert, die Einsatzmöglichkeiten derartiger Schalungen zu erweitern. Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Schalung der eingangs genannten Art universeller einsetzen zu können.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Schalung der eingangs genannten Art, bei der wenigstens eine sich zwischen der Schalung und einer Unterlage abstützenden Hebeein- richtung vorgesehen ist, mit welcher die Schalungselemente vorzugsweise abschnittsweise anhebbar von der ersten zumindest teilweise zur zweiten Stellung überführbar sind.

Diese Lösung ist einfach und hat den Vorteil, dass die Schalungen auch für andere Einsatzzwecke verwendet werden können. Insbesondere kann die Handhabung der Schalung auch ohne einen mobilen oder Hallenkran erfolgen. Es ist dadurch möglich, die Schalungen autark und ohne weitere Hilfsmittel handhaben zu können. Dies erweitert das Einsatzgebiet der Schalungen insbesondere in Gegenden mit geringer technischer Ausstattung. Auch ist es möglich, die Schalungen platzsparend in der zweiten Stellung zu lagern.

Die Schalung kann nunmehr als mobiler Kipptisch benutzt werden. So ist es möglich, die Schalung in der ersten Stellung mit Beton zu befüllen. Der Beton kann zumindest teilweise aushärten. Nach Erreichen des gewünschten Härtegrades kann durch die Hebeeinrichtung die Schalung zur zweiten Stellung hin überführt werden. In dieser Stellung kann das Betonfertigteil von dem entsprechenden Schalungselement abgehoben werden. In der zweiten Stellung ist das Schalungselement und das entsprechende Betonfertigteil zur Unterlage geneigt. Dadurch lassen sich die auftretenden Biegekräfte auf das Betonfertigteil drastisch reduzieren. Beschädigungen am Betonfertigteil können dadurch vermieden werden. Zudem ist es möglich, dass Betonfertigteil früher aus dem Schalungselement zu heben, als dies möglich wäre, läge das Betonfertigteil auf dem Schalungselement in der ersten, horizontal flachen Stellung. Dadurch ergibt sich eine erhebliche Zeitersparnis bei der Herstellung von Betonfertigteilen unter autarker Verwendung der Schalung.

Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Schalung ist es auch möglich, Betonfertigteile mit vergleichsweise kleinen Kränen aus den Schalungselementen herauszunehmen.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann die Hebeeinrichtung in einer Seitenansicht der Schalung wenigstens abschnittsweise zwischen den Schalungselementen angeordnet sein. Dadurch kann die Hebeeinrichtung zwischen den Schalungselementen in etwa mittig angeordnet sein, um eine gleichmäßige Kraftverteilung zwischen den Schalungselementen zu erreichen.

Von Vorteil kann es dabei sein, wenn die Schalungselemente über wenigstens ein, vorzugsweise mehrere Gelenke um eine Schwenkachse schwenkbar miteinander verbunden sind. Auf diese Weise lässt sich eine sehr stabile Verbindung zwischen zwei Schalungselementen erzielen. Weiterhin kann es dabei günstig sein, wenn in der zweiten Stellung die Schalungselemente einen Winkel von 10 bis 30 Grad, vorzugsweise 20 Grad einschließen. Auf diese Weise ist die Schalung in der zweiten Stellung im Wesentlichen dachartig gestaltet. Die beiden Schalungselemente schließen einen Winkel ein und sind in einer Seitenansicht im Wesentlichen A-förmig positioniert. Dadurch lässt sich eine Eigenstabilität der Schalung in der zweiten Stellung gegen Umkippen erzielen. In dieser Stellung können die Schalungen transportiert oder gelagert werden. Auch kann auf diese Weise sichergestellt werden, dass der Schwerpunkt der Schalung immer zwischen den Schalungselementen positioniert ist, auch wenn die Schalungselemente unterschiedlich mit Beton befüllt sind.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann die Hebeeinrichtung an der Schalung befestigt sein. Dann ist die Hebeeinrichtung zusammen mit der Schalung als eine Einheit ausgebildet. Insbesondere für das autarke Arbeiten der Schalung ohne die Verwendung in einer Batterieschalung kann dies vorteilhaft sein.

Um die notwendigen Hebekräfte zu erzielen, kann es vorteilhaft sein, wenn mehrere Hebeeinrichtungen vorgesehen sind. Diese können in einer vorteilhaften Weise entlang der Schwenkachse der Schalung nebeneinander, vorzugsweise beabstandet voneinander, vorgesehen sein. Von Vorteil können zwei oder drei Hebeeinrichtungen sein.

In einer vorteilhaften Weiterbildung kann wenigstens eine Hebeeinrichtung in der Vorderansicht der Schalung wenigstens teilweise neben einer der Schalungseinrichtungen angeordnet sein. Dadurch kann die Hebeeinrichtung seitlich an den Schalungselementen angreifen. Damit lässt sich insbesondere der Raum unterhalb der Schalungselemente in der ersten Stellung freihalten.

Um die Stabilität der Schalung zu erhöhen, können die Gelenke zumindest mittelbar über wenigstens einen Rohrabschnitt miteinander verbunden sein.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann eine Antriebseinrichtung zum Betätigen der Hebeeinrichtung vorgesehen sein. Dadurch lässt sich die Bedienung der Schalung vereinfachen. Die Antriebseinrichtung kann dabei eine Antriebsspindel, vorzugsweise eine Gewindespindel, aufweisen. Auf diese Weise lässt sich eine robuste und gleichzeitig einfach herzustellende Antriebseinrichtung verwirklichen.

Von besonderem Vorteil kann es sein, dass die Antriebseinrichtung, vorzugsweise die Gewindespindel, zumindest abschnittsweise im Rohrabschnitt angeordnet ist. Dann ist die Antriebseinrichtung bzw. die Gewindespindel vor Beschädigungen geschützt.

Von Vorteil kann es dabei sein, wenn der Rohrabschnitt zumindest abschnittsweise mit einer Öffnung, vorzugsweise einem Schlitz, versehen ist, in welchen die Hebeeinrichtung zur Kopp- lung mit der Antriebseinrichtung hineinragt. Auf diese Weise ist es einfach möglich, eine Kopplung zwischen Hebeeinrichtung und Antriebseinrichtung herbeizuführen, jedoch gleichzeitig einen ausreichenden Schutz der Antriebseinrichtung zu gewährleisten.

Von Vorteil kann es dabei sein, wenn die Hebeeinrichtung wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundene Hebeschenkel aufweist, die mittels der Antriebseinrichtung zum Überführen der Schalungselemente von ihrer ersten Stellung hin in Richtung ihrer zweiten Stellung von einem ersten Hebestellung, in welcher die Hebeschenkel parallel zueinander liegen oder einen spitzen Winkel einschließen, in eine zweite Hebestellung überführbar sind, in welchem die Hebeschenkel einen vorzugsweise stumpfen Winkel einschließen, der größer als der Winkel in der ersten Hebestellung ist. Dadurch ergibt sich eine Art Scherenmechanismus. Mit einer derartigen Hebeeinrichtung ist es möglich, diese in der ersten Hebestellung einerseits sehr kompakt zu gestalten, andererseits jedoch große Hubhöhen zu erreichen.

Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn wenigstens eine Sicherungseinrichtung vorgesehen ist, welche die Schalungselemente in der zweiten Stellung sichert. Grundsätzlich ist es denkbar als Sicherungseinrichtung die Antriebsspindel als selbsthemmende Spindel auszugestalten. Dadurch kann ein versehentliches Rücküberführen der zwei Schalungselemente von der zweiten in die erste Stellung vermieden werden. Alternativ kann die Sicherungseinrichtung zum Beispiel durch eine Stange oder eine Kette gebildet werden, welche zumindest in der zweiten Stellung die Schalungselemente miteinander verbindet. In einer Seitenansicht der beiden Schalungselemente wird dadurch eine A-Form erzeugt, wobei der Querstrich in der A-Form durch die Sicherungseinrichtung gebildet wird. Die beiden Flanken des A werden durch die Schalungselemente gebildet, wobei an der Spitze des A die Schwenkachse angeordnet ist.

Weiterhin wird eine Anordnung beansprucht, die eine Schalung nach zumindest einem der Ansprüche und ein Fahrzeug aufweist, wobei die Schalungselemente sich in ihrer zweiten Stellung befinden und sich auf dem Fahrzeug abstützen und mit dem Fahrzeug transportierbar sind. Bei dem Fahrzeug kann es sich entweder um ein selbstfahrendes Fahrzeug oder um einen Anhänger handeln. Von Vorteil kann es dabei sein, wenn sich die Schalungselemente über die Hebeeinrichtung am Fahrzeug abstützen. Dann hat die Hebeeinrichtung eine doppelte Funktion. Zum Einen dient sie zum Überführen der Schalungselemente von der ersten in die zweite Stellung, zum Anderen dient sie als Stütze auf dem Fahrzeug.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen Figur 1 die erfindungsgemäße Schalung in einer Schrägansicht in der ersten Stellung;

Figur 2 die erfindungsgemäße Schalung in der zweiten Stellung in einer Seitenansicht;

Figur 3 die erfindungsgemäße Schalung in einer schematischen Schnittansicht entlang der Linie III-III aus Figur 2;

Figur 4 die Schnittansicht IV-IV aus Figur 3;

Figur 5 die erfindungsgemäße Schalung in einer Schrägansicht in der zweiten Stellung auf einem Fahrzeug;

Figur 6 eine schematische Darstellung des Fahrzeugs aus Figur 5;

Figur 7 eine andere erste Stellung der erfindungsgemäßen Schalung;

Figur 8 eine zweite erfindungsgemäße Schalung aus Figur 1 in einer zweiten Stellung.

Figur 9 mehrere erfindungsgemäße Schalungen gestapelt auf einem Fahrzeug;

Figur 10 mehrere erfindungsgemäße Schalungen nebeneinander gereiht auf einem Fahrzeug;

Figur 1 1 eine erfindungsgemäße Schalung auf einem Schienensystem;

Figur 12 eine Nutzung des Schienensystems mit mehreren erfindungsgemäßen Schalungen;

Figur 13 eine Variante derfindungsgemäßen Schalung aus Figur 1 mit eingeklappten Stützelementen;

Figur 14 die Schalung aus der Figur 13 mit ausgeklappten Stützelementen;

Figur 15 die erfindungsgemäße Schalung in einer Schrägansicht in der zweiten Stellung auf einem Fahrzeug mit ausgefahrenen Stützelementen.

Figur 1 zeigt die erfindungsgemäße Schalung 1 in einer Schrägansicht. Die Schalung 1 liegt auf einer Unterlage 2 auf. Die Unterlage 2 kann zum Beispiel der Hallenboden oder aber ein Schalungstisch oder dergleichen sein. Die Schalung 1 verfügt über zwei Schalungselemente 3, 4. Jedes der Schalungselemente 3, 4 verfügt über eine Schalungsvorderseite 5 und eine Schalungsrückseite 6. In Figur 1 sind die Schalungsvorderseiten 5 sichtbar. Die Schalungselemente 3, 4 sind im Wesentlichen rechteckig und verfügen über eine breite B und Länge L. Im bevorzugten Ausführungsbeispiel beträgt die Länge ca. 4 m und die Breite 2,5 m. Andere Abmessungen sind natürlich auch denkbar. Zum Beispiel können die Schalungselemente 3, 4 auch quadratisch ausgebildet sein.

Entlang des Randes jedes der Schalungselemente 3, 4 erstreckt sich von der Schalungsvorderseite 5 aus jeweils eine Berandung 7 mit Berandungsabschnitten 7a, 7b und 7c. Die Berandungsabschnitte haben eine Höhe von ca. 10 bis 20 cm. Alternativ kann noch ein weiterer Berandungsabschnitt 7d vorgesehen sein, der sich an der vierten Seitenkante der jeweiligen Schalungsvorderseiten 5 befindet. Dadurch bilden die Berandungsabschnitte 7a, 7b, 7c und der zusätzliche Berandungsabschnitt 7d eine geschlossene Linie. Für das Schalungslelement 3 ist der Berandungsabschnitt aus Gründen der Übersicht nicht dargestellt. Die Berandungs-abschnitte begrenzen zusammen mit der Schalungsvorderseite 5 einen Schalungsraum zum Beaufschlagen bzw. zum Befüllen mit flüssigem Beton. Anstelle fest angebrachter Berandungsabschnitte ist es auch denkbar entfernbare Berandungsabschnitte vorzusehen. Ferner ist es möglich innerhalb der Berandungsabschnitte auf der Schalungsvorderseite 5 sogenannte, jedoch nicht dargestellte, Schalungsabsteller anzubringen. Dadurch können zum Beispiel Türausschnitte und Fensterausschnitte des späteren Betonfertigteils begrenzt werden. Weiterhin können auf der Schalungsvorderseite 5 mit ebenfalls nicht dargestellten Abstandshaltern in bekannter Weise Bewehrungen positioniert werden. Nach dem Befüllen mit Beton sind die Bewehrungen von dem Beton umgeben.

Bei der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform befinden sich die Bewehrungsabschnitte 7a, 7b und 7c an den drei Seitenkanten der Schalungselemente 3 bzw. 4. Zum Befüllen mit Beton kann an der verbleibenden Seitenkante des Schalungselements zum Beispiel ein Schalungsabsteller vorgesehen sein, um zusammen mit den Berandungsabschnitten 7a, 7b, 7c und der Schalungsvorderseite 5 ein entsprechendes Volumen zur Aufnahme des Betons zu bilden.

Die Schalungselemente 3 und 4 bestehen vorzugsweise aus Stahl. Zum Einen kann dadurch die nötige Festigkeit erzielt werden, zum Anderen können Schalungsabsteller mit magnetischen Halterungen daran befestigt werden.

Die beiden Schalungselemente 3 und 4 sind entlang einer Schwenkachse A gelenkig miteinander verbunden. Insgesamt sind drei Gelenke 8 vorgesehen, die jeweils aus Gelenkhälften 8a und 8b bestehen, und jeweils fest mit einem der zugeordneten Schalungselementen 3 bzw. 4 verbunden sind.

In Figur 4 befindet sich eine Schnittansicht eines Gelenks 8, wobei die Gelenkhälfte 7a sichtbar ist. Die benachbarte Gelenkhälfte 7b ist abgedeckt. Die Gelenkhälften 7a und 7b verfügen jeweils über eine zylindrische Aufnahme, die auf einem rohrformigen Element 9 drehbar gelagert ist. Das rohrformige Element 9 ist in Figur 4 in einer Schnittansicht sichtbar.

Das rohrformige Element 9 erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Länge der Schalung 1 und ist zwischen den Schalungselementen 3, 4 gemäß Figur 1 angeordnet. Auf dem rohrformigen Element 9 befinden sich Arretierungen, die das rohrformige Element 9 in Axialrichtung gegenüber den Gelenkhälften 8a, 8b sichern.

Im Inneren des rohrformigen Elements 9 befindet sich eine als Gewindestange ausgebildete Antriebswelle 10, die im Inneren des rohrformigen Elements 9 drehbar gelagert ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel erstreckt sich das rohrformige Element 9 mit seinem rohrformigen Abschnitt im Wesentlichen über die gesamte Länge der Schalung 1 bzw. der zugeordneten Schalungselemente 3, 4. Alternativ ist auch denkbar, zwei oder mehrere rohrformige Abschnitte vorzusehen. Ebenso können mehr oder weniger Gelenke 8 verbaut werden. Die Anzahl der Gelenke 8 und der rohrformigen Elemente 9 oder Abschnitte hängt letztendlich von den zu erwartenden Kräften ab und muss entsprechend dimensioniert werden. Figur 4 zeigt einen Querschnitt durch das rohrformige Element 9, wobei man seinen rohrformigen Abschnitt im Querschnitt sieht, der mit einer Öffnung 1 1 versehen ist. Die Öffnung 1 1 ist im Wesentlichen schlitzförmig gestaltet. Sie erstreckt sich zwischen zwei Gelenken 8.

Durch die schlitzförmige Öffnung 1 1 hindurch erstrecken sich Hebeschenkel 12 einer Hebeeinrichtung 13. Die Hebeschenkel 12 sind über Gewindebuchsen 14 mit der Gewindestange der Antriebseinrichtung 10 verbunden.

In Figur 3 ist die Schalung 1 in einer Vorderansicht dargestellt, wobei die Hebeschenkel 1 1 mit der Hebeeinrichtung 12 sowie die Gewindebuchsen 14 schematisch dargestellt sind. Die Hebeschenkel 1 1 sind über Gelenke 15 schwenkbar miteinander verbunden. Durch Drehen der Gewindestange werden die Gewindebuchsen 14 aufeinander zu bewegt, wobei die Hebeschenkel 12 gegeneinander rotieren und ein Fuß 16 der jeweiligen Hebeeinrichtung 12 gegenüber der Gewindestange beabstandet wird. Die Gestaltung des Fußes 16 in einer viereckigen Form, wie in den Figuren 2, 3 und 5 dargestellt, ist nur als beispielhaft anzusehen. Die Gestaltung des Fußes kann je nach den Gegebenheiten variiert werden. So kann der Fuß 16 zum Beispiel eine Dreiecksform aufweisen, wie in den Figuren 9, 13, 14 und 15 gezeigt. Der Antrieb der Gewindestange kann entweder motorisch über zum Beispiel einen Elektromotor 1 1 , hydraulisch oder aber über eine einfache Handkurbel K erfolgen. Alternativ ist auch denkbar, anstelle einer Hebeeinrichtung mit Hebeschenkeln gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel zum Beispiel eine hydraulische Hebeeinrichtung vorzusehen. Die bevorzugte Ausführungsform hat jedoch den Vorteil, dass sich sehr große Hebewege mit vergleichsweise geringem Aufwand realisieren lassen.

Aufgrund der Konstruktion der bevorzugten Ausführungsform ist die Hebeeinrichtung 13 fest mit der Schalung 1 verbunden. Alternativ ist auch denkbar, die Hebeeinrichtung 13 so zu gestalten, dass sie mit der Schalung 1 in Eingriff und außer Eingriff bringbar ist. Ebenso ist es denkbar, nur eine Hebeeinrichtung 13 oder aber auch mehrere Hebeeinrichtungen vorzusehen. Bevorzugt sind diese Hebeeinrichtungen entlang der Schwenkachse angeordnet.

Je nach Gestaltung der Hebeeinrichtung 13 kann diese so kompakt gestaltet werden, dass sie in der ersten Stellung nicht stört. Alternativ kann die Unterlage mit einer Ausnehmung zur Aufnahme der zusammengefalteten Hebeeinrichtung 13 vorgesehen sein.

Weiterhin verfügen die Schalungselemente 3 und 4 über seitlich angebrachte Rollen 17. Beim Überführen einer Stellung, wie sie in Figur 1 dargestellt ist, in eine Stellung gemäß Figur 2, können die Rollen 17 auf der Unterlage 2 abrollen, um dadurch die Bewegungswiderstände zu reduzieren. Weiterhin ist eine Sicherungseinrichtung 18 vorgesehen. Diese Sicherungseinrichtung 18 verbindet die Schalungselemente 3 und 4 in einer Stellung gemäß Figur 2. Bei der Sicherungseinrichtung 18 kann es sich um eine Kette oder aber um eine Stange handeln, die jeweils in entsprechenden Aufnahmepunkten an den Schalungselementen 3 und 4 angreifen.

In Figur 6 ist ein Fahrzeug 19 schematisch dargestellt. Es handelt sich bei diesem Fahrzeug 19 um einen Anhänger mit einer Ladefläche 20 und Rädern 21 . Die Räder 21 sind jeweils an Achsen 22 in bekannter Weise montiert. Die Achsen 22 sind jeweils schwenkbar am Fahrzeug 19 gelagert. Über eine Spurstange 23 sind die beiden Achsen 22 diagonal miteinander gekoppelt. Dadurch erfolgt ein gleichzeitiges Lenken der Räder 21 . An dem Fahrzeug 19 befindet sich weiterhin eine Deichsel 24, die abnehmbar gestaltet ist und jeweils an einer Achse 22 montierbar ist. Der Anhän-ger kann dadurch in beide Richtungen in gleicher weise benutzt werden.

In Figur 8 ist eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schalung 1 beschrieben. Bei dieser Schalung 1 werden die gleichen Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Schalung 1 derart gestaltet ist, dass die beiden Schalungsrückseiten 6 der Schalungselemente 3, 4 parallel zueinander anordnenbar sind. Dazu sind die Gelenke 8 mit ihren Gelenkhälften 8a und 8b in solch einer Weise gestaltet, dass die beiden Schalungselemente 3, 4 einen größeren Abstand zueinander aufweisen als bei der ersten Ausführungsform. Insbesondere ist ein Abstandsabschnitt 25 vorgesehen. Durch diese Gestaltung kann die Hebeeinrichtung 13 zwischen den Schalungselementen 3, 4 aufgenommen werden und die Schalung 1 zum Beispiel in einer Batterieschalung eingesetzt werden. In einer Batterieschalung werden die beiden Schalungselemente 3, 4 gegeneinander gedrückt. Entsprechende Anschläge 26 befinden sich am unteren Ende der Schalungselemente 3, 4, um dadurch die Parallelität der Schalungselemente 3, 4 zu gewährleisten.

Nachfolgend wird die Wirkungs- und Funktionsweise der Erfindung näher erläutert.

Die Schalung 1 befindet sich zunächst gemäß der Darstellung in Figur 1 in einer ersten Stellung, in welcher die beiden Schalungselemente 3, 4 sich im Wesentlichen horizontal erstrecken und die Schalungsvorderseiten 5 im Wesentlichen horizontal ausgerichtet sind. In dieser ersten Stellung kann das Bestücken der Schalungselemente 3, 4 mit Bewehrungen, Schalungsabstellern und dergleichen erfolgen. Anschließend wird Beton in das Volumen eingefüllt, welches durch die Schalungsvorderseite 5 und die Berandungsabschnitte 7a, 7b und 7c begrenzt wird. Zusätzlich ist entweder ein Berandungsabschnitt vorgesehen, der die beiden Berandungsabschnitte 7a und 7c miteinander verbindet, oder aber ein entsprechender Schalungsabsteller wird entsprechend positioniert. Der eingefüllte Beton kann nun aushärten.

Sobald der Beton in wesentlichen Teilen ausgehärtet ist, kann damit begonnen werden mittels der Hebeeinrichtung 13 die Schalungselemente 3, 4 von der ersten Stellung gemäß Figur 1 in die zweite Stellung gemäß Figur 2 zu überführen. Dazu wird die Gewindespindel 10 der Antriebseinrichtung in Drehung versetzt, wodurch die Hebeschenkel 12 gegeneinander verschwenkt werden. Durch das Verschwenken erfolgt eine Hubbewegung, bei der die Schalungselemente 3, 4 an ihrer Schwenkachse angehoben werden. Die Hebeeinrichtung 13 stützt sich dabei an der Unterlage 2 ab. In der Stellung gemäß Figur 2 sind die beiden Schalungsrückseiten 6 einander zugewandt, schließen jedoch einen Winkel von ca. 20 Grad ein. Es sind auch engere oder größere Winkel denkbar. 20 Grad ist jedoch ein guter Kompromiss aus Stabilität und möglichst kleiner Aufstandsfläche.

Während des Überführens von der ersten Stellung in die zweite Stellung rollen die Schalungselemente 3, 4 mit den Rollen 17 auf der Unterlage 2 ab. Bevorzugt hat die Unterlage eine metallische Oberfläche, um den Rollwiderstand zu verringern. Gemäß der Darstellung in Figur 2 stützt sich die Schalung 1 über den Fuß 16 der Hebeeinrichtung 13 an der Unterlage 2 und den zugeordneten Rollen 17 der Schalungselemente 3, 4 ab.

Um ein unbeabsichtigtes Umkippen der Schalung 1 zu verhindern, wird die Sicherungseinrichtung 18 in Eingriff gebracht. In der einfachsten Ausbildung handelt es sich hierbei um eine einfache Kette, die in entsprechenden Angriffspunkten der Schalungselemente 3, 4 eingreift. Alternativ kann auch eine feste Stange vorgesehen sein. Sobald die Sicherungseinrichtung 18 montiert ist, bildet die Schalung 1 eine steife Einheit. In dieser Stellung kann nun damit begonnen werden, die ausgehärteten Betonfertigteile abzuheben. Üblicherweise erfolgt das Abheben mit einem Kran oder dergleichen an einer oberen Kante der Betonfertigteile. Die Schalung 1 wirkt nun in der Art eines Kipptischs. Die zum Abheben in das Betonfertigteil eingebrachten Kräfte wirken größtenteils vertikal und verhindern dadurch einen Bruch des Betonfertigteils. Bei herkömmlichen Schalungen erfolgt das Anheben der Betonfertigteile aus einer horizontalen Lage heraus. Folglich entstehen große Biegekräfte am Betonfertigteil. Diese können bei der erfindungsgemäßen Anordnung vermieden werden.

Durch die Hebeeinrichtung 13 ist es möglich, die Schalung 1 autark zu betreiben, d. h. es besteht eine Selbstverladbarkeit der Schalung 1 ohne besonderes Werkzeug. Insbesondere in Gebieten mit geringer technischer Infrastruktur ist die erfindungsgemäße Schalung 1 vorteilhaft. Es ist nur mehr nötig vergleichsweise kleine Kräne vorzusehen, um Betonfertigteile abzuheben.

Wenn sich die Schalung 1 in der zweiten Stellung befindet, ist der Platzbedarf für die Schalung 1 vergleichsweise gering. So können mehrere Schalungen 1 nebeneinander positioniert werden. Denkbar ist auch diese übereinander zu positionieren. Auch ist es denkbar, die Schalung 1 in der zweiten Stellung mit dem Fahrzeug 19 zu transportieren, wie dies in Figur 5 dargestellt ist. Die Schalung 1 kann sich dabei über die Hebeeinrichtung 13 direkt auf der Ladefläche 20 des Fahrzeugs 19 abstützen, oder aber können entsprechende Haltepunkte vorgesehen sein. Der Fuß 16 kann dann außer Eingriff gebracht werden. Auch bei der Darstellung gemäß Figur 2 ist es möglich den Fuß 16 außer Eingriff zu bringen, um dadurch eine seitliche Verschiebebewegung der Schalung 1 über die Unterlage 2 zu ermöglichen. Dadurch kann die Schalung 1 vergleichsweise einfach aus dem Bearbeitungsbereich gebracht werden und eine neue Schalung bestückt werden.

Für die Selbstverladbarkeit der Schalung 1 ohne Werkzeug wird die Schalung 1 soweit mit der Hebeeinrichtung 13 angehoben, dass die Schalung 1 in der Stellung der Figur 2 mit der Sicherungseinrichtung 18 gesichert wird. Die Hebeeinrichtung 13 wird soweit wie nötig eingefahren, um einen Zugang für das Fahrzeug 19 zu schaffen. Das Fahrzeug 19 wird dann unter die Schalung 1 gefahren.

Mittels der Hebeeinrichtung 13 kann nun die Schalung 1 wieder angehoben werden, wodurch sie sich auf dem Fahrzeug 19 abstützt. Die Schalung 1 wird in einer Transportstellung gesichert. Sie kann dann leicht transportiert werden. Es ist auch denkbar, dass die Schalungselemente 3, 4 der aufgeladenen Schalung 1 am Rand der Ladefläche 20 des Fahrzeugs 19 einrasten und dadurch zusätzlich zur Standsicherheit beitragen und die Hebeeinrichtung 13 entlasten.

Nach dem Abladen der Betonfertigteile sind die Schalungen 1 wieder leer und müssen gegebenenfalls zum Ort der Betonage transportiert werden. Da nun nur noch das Eigengewicht der Schalung 1 transportiert werden muss, besteht nun die Möglichkeit, die leeren Schalungen 1 auf der Ladefläche 20 des Fahrzeugs 19 zu stapeln (siehe Figur 9) oder nebeneinander gereiht mit dem Fahrzeug 19 weiter zu transportieren (siehe Figur 10). Dabei sind in der zweiten Stellung der Schalung 1 die Schalungsrückseiten 6 parallel zueinander angeordnet. Die Hebeeinrichtung 13 wurde entfernt. Auch vor dem Abtransport können die Schalungen 1 zum Beispiel auf dem Verladeplatz gestapelt oder nebeneinander gereiht gelagert werden. Eine Variante bei der die Hebeeinrichtung 13 nicht entfernt wurde, ist in der Figur 8 dargestellt.

In Figur 7 ist noch eine weitere Verwendung dargestellt. Bei dieser Ausführungsform, die in ihrer Gestaltung der ersten Ausführungsform aus Figur 1 entspricht, sind die Berandungsabschnitte etwas höher ausgeführt. In der ersten Stellung befinden sich die Schalungselemente 3, 4 nicht horizontal, sondern ist die Schalung 1 bereits leicht angewinkelt. Die beiden Schalungsrückseiten 6 schließen einen stumpfen Winkel ein. Dadurch sind die Schalungsvorderseiten 5 geneigt. Es ist nunmehr möglich Betonfertigteile herzustellen, deren Dicke zum Rand der Schalung 1 hin von der Schwenkachse aus gesehen zunimmt. Mit der Hebeeinrichtung 13 lässt sich diese Dickenzunahme stufenlos einstellen.

Bei den zuvor beschriebenen Ausführungsformen ist die Hebeeinrichtung 13 fest mit der Schalung 1 verbunden. Alternativ ist es denkbar, die Hebeeinrichtung 13 abnehmbar zu gestalten. Dann kann die Hebeeinrichtung 13 für mehrere Schalungen 1 verwendet werden.

Weiterhin kann die Schalung 1 derart betrieben werden, dass die Schalungselemente 3, 4 von der ersten Stellung nur ein kurzes Stück in die zweite Stellung angehoben werden, so dass die Schalungselemente 3, 4 einen stumpfen Winkel einschließen. Das vollständige Überführen erfolgt dann durch eine nicht dargestellte Spanneinheit, welche die Schalungselemente 3, 4 vollständig in die zweite Stellung überführt. Die Spanneinrichtung kann zum Beipiel an die Angriffs- punkte für die Sicherungseinrichtung 18 oder aber an separaten Angriffspunkten vorzugsweise am von der Schwenkachse A abgewandten Endabschnitt der Schalungselemente 3, 4 angebracht werden.

In der Figur 1 1 ist eine erfindungsgemäße Schalung 1 auf einem Schienensystem 27 dargestellt. Auf der Baustelle kann zum Beispiel ein Schienensystem 27, bei dem vorzugsweise 3-4 Schienen 28 ausnivelliert sind und zum Beispiel in einem Bett aus Magerbeton angeordnet sind, vorhanden sein. In der Figur 1 1 sind drei Schienen 28 dargestellt. Die Anzahl und Anordnung der Schienen 28 kann den Gegebenheiten angepasst werden. Der Vorteil liegt darin, dass nicht der gesamte Boden ausnivelliert sein muss. Die Schienen 28 können z. B U-förmig ausgebildet sein und die terminal angebrachten Rollen 17 der Schalung 1 laufen in der Schiene 28 oder die Rollen können gekröpft sein und auf einer normalen Schiene fahren. Auf der Unterseite der Schalung 1 können die Schalungselemente 23 mit Auflagepunkten (nicht gezeigt) oder auch nicht dargestellte Räder oder Rollen, welche in die Schienen 28 greifen, punktuell abgestützt sein, wodurch ein Durchbiegen der Schalung 1 verhindert wird. Würde sich die Schalung 1 durchbiegen, wäre die Produktion gerader Wände nicht möglich. Die Auflagepunkte können auch einklappbar sein und somit je nach Bedarf genutzt werden. Die Gestaltung und Anordnung der Schienen 28, der Rollen 17, der Räder oder Rollen und der Auflagepunkte kann den Gegebenheiten angepasst werden.

Mit diesem System können auch mehrere Schalungen 1 betrieben werden, wie in Figur 12 gezeigt. Dabei werden die Schalungen 1 in abgesenkter Position A zum Vorbereiten der Betonfertigteile genutzt und im nächsten Schritt entweder liegend betoniert (Position B) oder mit einem nicht dargestellten Deckel versehen aufgerichtet und stehend betoniert. Eine Schalung mit Deckel wird zum Beispiel in der DE 10 2017 200 1 18.6 beschrieben, deren Inhalt in diese Beschreibung mit aufgenommen wird. Wird liegend betoniert, kann die Schalung 1 bei Erreichen der ausreichenden Frühfestigkeit des Betons aufgerichtet werden (Position C). In dieser aufgerichteten, platzsparenden Position C ist die zuvor belegte Fläche wieder frei geworden und kann mit einer zweiten Schalung 1 , welche zuvor platzsparend aufgerichtet zum Beispiel auf den Schienen 28 gelagert worden ist, belegt werden.

Die Schalungen 1 mit den aushärtenden Elementen können dann im nächsten Schritt verladen werden und zur Baustelle transportiert werden. Auf der Baustelle werden dann entweder die Schalungen 1 mit den Betonfertigteilen abgeladen und die Betonfertigteile von der aufgerichteten Schalung 1 bei Verfügbarkeit eines Krans abgehoben und sofort montiert, oder beiseite ge- stellt. Alternativ können die Betonfertigteile auch direkt von der auf dem Fahrzeug 19 stehenden Schalung 1 abgehoben werden.

Um die Nutzung der Schalung 1 sicherer zu gestalten, kann die Schalung 1 mit ausklappbaren Stützen 29 versehen werden wie in der in den Figuren 13 und 14 dargestellten Variante der Schalung 1. Wird die Schalung 1 abgeladen, werden diese Stützen 29 ausgeklappt (Figur 14), gesichert und gegebenenfalls mit zum Beispiel Erdnägeln im Boden verankert. Die Sicherung kann zum Beispiel durch Verriegelung der Stützen 29 erfolgen. Auch andere geeignete Sicherungen sind möglich. Durch die Stützen 29 wird die Auflagefläche der Schalung 1 verbreitert und die Schalung 1 gegen Kippen beim Abheben der Betonfertigteile zusätzlich gesichert.

Sollte das Abheben der Betonfertigteile direkt vom Fahrzeug 19 erfolgen, kann dieses Fahrzeug 19 ebenfalls Stützen 30 haben, wie sie zum Beispiel von einem Autokran bekannt sind, welche ausgefahren werden können, um auch hierbei die Auflagefläche des Fahrzeugs 19 zu verbreitern und ein Kippen zu verhindern. Ein derartiges Fahrzeug 19 mit Stützen 30 ist in Figur 15 dargestellt.