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Title:
FUEL SUPPLY AND MIXTURE-PREPARING SYSTEM FOR MIXTURE-COMPRESSING INTERNAL COMBUSTION ENGINES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/024551
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is a fuel supply and mixture-preparing system (10) for mixture-compressing internal combustion engines, comprising at least one component (16, 18, 20) for the controlled formation and delivery of an air-fuel mixture to a combustion chamber (22). The inventive fuel supply and mixture-preparing system is characterized in that at least some sections of the component (16, 18, 20) are designed with a porous surface through which air can be conveyed.

Inventors:
ARNDT STEFAN (DE)
HEYSE JOERG (DE)
Application Number:
PCT/EP2005/052049
Publication Date:
March 09, 2006
Filing Date:
May 04, 2005
Export Citation:
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Assignee:
BOSCH GMBH ROBERT (DE)
ARNDT STEFAN (DE)
HEYSE JOERG (DE)
International Classes:
F01L3/16; F01L3/20; F02M33/04; (IPC1-7): F02M33/04; F01L3/16; F01L3/20
Foreign References:
US4269793A1981-05-26
US2582389A1952-01-15
DE3429806A11986-02-20
DE2835807C21987-05-27
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 002, no. 039 (M - 012) 15 March 1978 (1978-03-15)
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 007, no. 074 (M - 203) 26 March 1983 (1983-03-26)
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 016, no. 141 (M - 1232) 9 April 1992 (1992-04-09)
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Stuttgart, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Kraftstoffversorgungs und Gemischbildungsanlage (10) für gemischverdichtende Brennkraftmaschinen mit mindestens einem Bauelement (16, 18, 20) zum gesteuerten Ausbilden und Zuführen eines LuftBrennstoffGemisches zu einem Brennraum (22), dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (16, 18, 20) zumindest abschnittsweise mit einer porösen Oberfläche (44, 52) gestaltet ist, durch die hindurch Luft gefördert werden kann.
2. Kraftstoffversorgungs und Gemischbildungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (16, 18, 20) in einem Abschnitt (32, 60, 62) mit einer porösen Oberfläche (44, 52) versehen ist, an dem sich beim Ausbilden und Zufuhren des LuftBrennstoffGemisches die Gefahr eines verstärkten Niederschlags von Brennstoff ergibt.
3. Kraftstoffversorgungs und Gemischbildungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (16, 18, 20) ein Kanal (16, 18) zum Ausbilden und Zuführen des Gemisches zum Brennraum, insbesondere in Gestalt eines Saugrohres (18) ist.
4. Kraftstoffversorgungs und Gemischbildungsanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (16, 18) in Strömungsrichtung hinter der porösen Oberfläche (44) mit einem die Querschnittsfläche des Kanals vergrößernden Absatz (50) gestaltet ist.
5. Kraftstoffversorgungs und Gemischbildungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (16, 18, 20) ein Stellorgan (20, 24) zum Steuern der Gemischzufuhr zum Brennraum (22), insbesondere in Gestalt eines Einlassventils (20) ist.
6. Kraftstoffversorgungs und Gemischbildungsanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellorgan (20) einen Ventilschaft (62) aufweist und an diesem Ventilschaft (62) mit einer porösen Oberfläche (52) versehen ist.
7. Kraftstoffversorgungs und Gemischbildungsanlage nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellorgan (20) einen Ventilteller (60) aufweist und an diesem Ventilteller (60) mit einer porösen Oberfläche (52) versehen ist.
8. Kraftstoffversorgungs und Gemischbildungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zu der porösen Oberfläche (44, 52) eine Luftzuführeinrichtung (40, 42, 56) ausgebildet ist, mit der zum Hindurchfördern der Luft durch die poröse Oberfläche (44, 52) ein an der Kraftstoffversorgungs und Gemischbildungsanlage (10) vorhandenes Druckgefälle zwischen der Umgebung und dem von der Oberfläche (44, 52) begrenzten Innenraum der Kraftstoffversorgungs und Gemischbildungsanlage (10) genutzt wird.
9. Kraftstoffversorgungs und Gemischbildungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die poröse Oberfläche (52) mit zwei Schichten (54, 56) ausgebildet ist, von denen eine oberflächennahe Schicht (54) feinporiger gestaltet ist, als eine darunter angeordnete oberflächenferne Schicht (56).
10. KraftstofrVersorgungs und Gemischbildungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die poröse Oberfläche (44, 52) mit einem Metallspritzverfahren und/oder einem Sinterprozess hergestellt ist.
11. Kraftstoffversorgungs und Gemischbildungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die poröse Oberfläche (44, 52) mechanisch nachbearbeitet ist.
12. KraftstoffVersorgungs und Gemischbildungsanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Luftentnahme zum Zuführen von Luft zu der porösen Oberfläche (44, 52) vorgesehen und diese derart angeordnet ist, dass die zur porösen Oberfläche (44, 52) zugeführte Luft von einem Luftmassenmesser der KraftstoffVersorgungs und Gemischbildungsanlage (10) mit erfasst wird.
Description:
Kraftstoffversorgunps- und Gemischbildungsanlage fiir gemischverdichtende Brennkraftmaschinen

Die Erfindung betrifft eine KraftstoflVersorgungs- und Gemischbildungsanlage für gemischverdichtende Brennkraftmaschinen mit mindestens einem Bauelement zum gesteuerten Ausbilden und Zuführen eines Luft-Brennstoff-Gemisches zu einem Brennraum.

Derartige Kraftversorgungs- und Gemischbildungsanlagen werden beispielsweise bei Verbrennungskraflmaschinen mit Saugrohreinspritzung verwendet. Bei diesen Anlagen, bei denen in der Regel in Strömungsrichtung hinter einer Drosselklappe in ein Saugrohr flüssiger Brennstoff eingespritzt wird, kann es während des Betriebs und insbesondere während Lastwechseln und Kaltstarts zu Ablagerungen des flüssigen Brennstoffs an Bauelementen kommen. So kann beispielsweise an einer Saugtraktinnenwandung ein geschlossener Kraftstoff wandfilm entstehen, der insbesondere verzögert abdampft damit die eigentlich angestrebte Regelung der Verbrennungskraftmaschine in unerwünschterweise beeinflusst.

Um einen solchen unerwünschten Kraftstoffhiederschlag möglichst zu vermeiden ist es aus DE 28 35 807 C2 bekannt, dass die mit der Gemischströmung in Berührung kommenden Teile einer KraftstoffVersorgungs- und Gemischbildungsanlage mit einer gegen Flüssigkeit beständigen und diese abweisende Schicht versehen sind. Als Schicht ist ein Kunststoff, wie beispielsweise Polytethrafluorethylen, vorgesehen. Mit der Schicht soll insbesondere die Rauigkeit der mit der Gemischströmung in Verbindung kommenden Teile verringert und damit ein schnellerer und gleichmäßiger Gemischtransport und eine Verbesserung der Gleichverteilung der Gemischströmung erzielt werden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Kraflstoffversorgungs- und Gemischbildungsanlage der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei der negative Einflüsse aufgrund von Kraftstofthiederschlägen an Oberflächen von Bauelementen der Anlage weitgehend vermieden sind.

Die Aufgabe ist erfindungsgemäß mit einer gattungsgemäßen KraftstoflVersorgungs- und Gemischbildungsanlage gelöst, bei der das Bauelement zum gesteuerten Ausbilden und Zufuhren eines Lufl-Brennstoff-Gemisches zu einem Brennraum zumindest abschnittsweise mit einer porösen Oberfläche gestaltet ist, durch die hindurch Luft gefördert werden kann.

Die erfindungsgemäß gestalten Bauelemente von Kraftstofrversorgungs- und Gemischbildungsanlagen sind mit einer Belüftung der Oberfläche versehen, bei der ein flächiger Luftaustritt ein Ablagern von Brennstoff an der erfindungsgemäß gestalteten Oberfläche weitgehend verhindert. Gemäß der Erfindung wird ein begrenzter Luftmassenstrom durch die Oberfläche des Bauelements hindurch gefördert, wobei die Oberfläche selbst dazu poröse, d.h. mit für ein Gas durchströmbaren Poren gestaltet ist. Auf diese Weise ist erfindungsgemäß eine Art Luftkissen oder Luftfilm zwischen der Oberfläche und dem an dem Bauelement vorbeiströmenden Gemisch gebildet. Dieser Luftfilm bildet zugleich eine Gleitschicht auf der die Strömung des Luft-Brennstoff-Gemisches abgleitet Mit der Strömung gelangt auch ein sich auf' dem Luftkissen ausbildender „Kraftstofϊwandfilm" vergleichsweise schnell in den Brennraum da¬ zugehörigen Brennkraftmaschine. Diese hohe Wandfilmdynamik fuhrt zu einer schnellen Lastwechselreaktion und ermöglicht es, dass erfindungsgemäß bei einem Kaltstart das Luft- Brennstoff-Gemisch nur vergleichsweise wenig angereichert werden muss. Darüber hinaus ist auch die Gesamtoberfläche des an der erfindungsgemäß porös gestalteten Oberfläche „niedergeschlagenen" Brennstoffs verhältnismäßig groß, denn die Summe aller Tröpfchenoberflächen der mit dem Luftkissen bewegten Tröpfen ist größer als bei einem herkömmlichen Wandfϊlm gleichen Brennstoffanteils. Mit dieser vergleichsweise großen Gesamtoberfläche dampft der Wandfilm schneller ab. Die Brennstoff- bzw. Kraftstoffverdampfung wird femer durch das erfindungsgemäß flächige Zumischen von Luft deutlich verstärkt. Die nachströmende Luft ist nicht mit Brennstoffdampf gesättigt und führt daher zu einer schnellen und intensiven Verdampfung von „niedergeschlagenem" Brennstoff. Schließlich ist die erfindungsgemäß porös gestaltete Oberfläche wegen der aus ihr stetig auslretenden Luft kaum schmutzanfällig. Ablagerungen werden verstärkt verhindert. Eine Schmierung bewegter Bauelemente der erfindungsgemäßen Anlage wird hingegen durch die an der Oberfläche ausgebildeten Poren verbessert, weil diese Poren wie „Schmiertaschen" wirken.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen KraftstoffVersorgungs- und Gemischbildungsanlage ist das Bauelement lediglich in einem Abschnitt mit einer porösen Oberfläche versehen, an dem beim Ausbilden und Zufuhren des Luft-Brennstoff-Gemisches die Gefahr eines verstärken Niederschlags von Brennstoff vorliegt. Mit einer derart begrenzten Ausbildung von porösen Oberflächen kann der eigentlich ohnehin vergleichsweise geringe Luftbedarf für die Belüftung der porösen Oberfläche/n weiter verringert werden. Darüber hinaus kann ein solcher begrenzter Abschnitt einer porösen Oberfläche gut eingekapselt bzw. zur Umgebung hin von dichtem massivem Material umgeben sein. Kohlenwasserstoffhaltige Gase können aus dem gekapselten Abschnitt daher nicht in die Umgebung entweichen. Die gesetzlich geforderten Abgasrichtwerte können mit der erfindungsgemäßen KraftstoffVersorgungs- und Gemischbildungsanlage also in jedem Fall eingehalten werden.

Die erfindungsgemäß gestaltete poröse Oberfläche kann besonders vorteilhaft zu einer Verringerung der Kraftstoffbenetzung von Oberflächen an Kanälen zum Ausbilden und Zufuhren des Gemisches zum Brennraum verwendet werden. Ein solcher Kanal kann, wie erwähnt, beispielhaft ein Saugrohr einer Brennkraftmaschine sein. In dem Saugrohr kann mit der erfindungsgemäßen Lösung eine Saurohreinspritzung vorgesehen sein und es kann dennoch ein gutes Kaltstartverhalten und eine schnelle Lastwechselreaktion gewährleistet werden.

In dem Kanal zum Ausbilden und Zufuhren des Gemisches zum Brennraum sollte femer vorteilhaft in Strömungsrichtung hinter der porösen Oberfläche ein die Querschnittsfläche des Kanals vergrößernder Absatz bzw. eine Stufe vorgesehen sein. An diesem Absatz reißen Tröpfchen, die auf dem Luftkissen über die Oberfläche getrieben worden sind, von der Oberfläche ab und werden in die Brennluftströmung zurückgeführt. In der Brennluftströmung werden sie als verbrennungsfähig zerstäubte Tröpfchen in den Brennraum gefordert.

Die erfindungsgemäß gestaltete poröse Oberfläche kann femer besonders vorteilhaft anstelle von Organen zum Steuern der Gemischszufuhr zum Brennraum, insbesondere an Einlassventilen vorgesehen sein. Solche Stellorgane werden oft vom Luft-Brennstoff-Gemisch direkt angeströmt, so dass auch von der Strömung mitgerissene Brennstofftröpfchen gegen das Stellorgan geschleudert werden und sich dort ohne die erfindungsgemäße Lösung verstärkt ablagern würden. Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße poröse Oberfläche daher an einem Ventilteller eines als Tellerventil gestalteten Stellorgans vorgesehen. An dem Ventilteller sollte die poröse Oberfläche insbesondere nur an der saugrohrseitigen Oberseite des Ventiltellers ausgebildet sein. Die erfindungsgemäße Wirkung ist damit auf einen besonders wichtigen Bereich einer Kraftstoffversorgungs- und Gemischbildungsanlage begrenzt. Aber auch in Bereichen bzw. Abschnitten, an denen Stellorgane nicht von einem Luft-Brennstoff-Gemisch angeströmt werden, kann die erfindungsgemäß porös gestaltete Oberfläche vorteilhaft sein. So sollte eine solche poröse Oberfläche z.B. auch in einem Bereich außerhalb des Zylinderkopfes, nämlich oberhalb einer Ventilschaft-Führungsbohrung, ausgebildet sein. In diesem Bereich dient die poröse Oberfläche als Lufteintritt und als Führungsschicht hin zu einem Abschnitt, an dem die Luft dann wieder aus dem Bauelement bzw. Stellorgan austritt und den oben beschriebenen Luftfilm bildet

Damit an der erfindungsgemäß porös gestalteten Oberfläche Luft austritt, sollte vorteilhaft eine Luftzufuhreinrichtung vorgesehen sein, mit der innerhalb der Oberfläche in vertikaler Richtung ein Druckgefälle erzeugt wird. Die Luftzuführeinrichtung kann besonders einfach durch einen Luftanschluss zur Umgebung der Kraftstoffversorgungs- und Gemischbildungsanlage hin . hergestellt sein, nämlich dann, wenn an der porös gestalteten Oberfläche z.B. in einem Saugrohr bereits ein Unterdruck vorliegt. Ein solches „natürliches" Druckgefälle stellt sich bei einem Saugrohr bei nicht vollständig geöffneter Drosselklappe ein. Alternativ oder zusätzlich kann eine Luftpumpe vorgesehen sein, die insbesondere während eines geringen Leistungsbedarfs einer Brennkraftmaschine einen ausreichend starken Luftfilm an der erfindungsgemäß porös gestalteten Oberfläche sicherstellt. Um das natürliche Druckgefälle auszunutzen, kann z.B. ein Lufteinlass für die erfindungsgemäße Belüftung in Strömungsrichtung vor der Drosselklappe eines Saugrohres angeordnet sein.

Darüber hinaus ist vorteilhaft die erfindungsgemäß porös gestaltete Oberfläche mit zwei Schichten ausgebildet, von denen eine oberflächennahe Schicht feinporiger gestaltet ist, als eine darunter angeordnete oberflächenferne Schicht. Mit einer solchen Ausgestaltung wird Luft in der grobporigeren Schicht unter der feinporigeren Schicht hindurch geleitet. Eine solche gezielte Luftfuhning ist beispielsweise mit einer feinporigen Schicht mit einer Porenweite von unter zirka 30 μm, insbesondere unter zirka 25 μm möglich. Bei einem Tellerventil ist insbesondere vorteilhaft der Ventilschaft im Gesamten mit einer grobporigen Schicht ausgebildet, die, wie erwähnt, oberhalb einer Führungsbohrung als Lufteinlass dient. Ab der axialen Höhe der Führungsbohrung ist die grobporige Schicht vorteilhaft dann mit einer feinporigen Schicht überzogen.

Die erfindungsgemäße poröse Oberfläche kann kostengünstig mit einem Metallspritz-verfahren und/oder einem Sinterprozess hergestellt werden. Ahnlich wie bei einem Kunststoffspritzverfahren kann ein Metallpulver gebunden in einer klebrigen Masse aufgespritzt und in einer passend ausgestalteten Form unter Druck und Temperatur gesintert werden.

Die derart hergestellte poröse Oberfläche sollte ferner mechanisch nachbearbeitet werden. So kann beispielsweise durch Überdrehen der porösen Oberfläche ein Führungsspiel an einem Schaft eines Tellerventils gezielt eingestellt werden. Ferner können mit der mechanischen Bearbeitung zusätzlich an der Oberfläche Poren geöffnet werden. An einer solchen Oberfläche wird verstärkt eine turbulente Strömung erzeugt, so dass das Geschwindigkeitsprofil von Strömungen entlang der erfindungsgemäß porös gestalteten Oberflächen bis dicht an die Oberfläche voll ausgeprägt ist. Bei einem erfindungsgemäß ausgestalteten Kanal bzw. einem Saugrohr wird dessen Querschnittsfläche für den Durchsatz von Brennluft strömungstechnisch daher maximal genutzt.

Wenngleich der Luftbedarf für die Belüftung der erfindungemäß porösen Oberfläche eher gering ist, verfälscht die mit der Belüftung eingeführte Luft dennoch geringfügig das Luft-Brennstoff- Verhältnis. Eine solche Verfälschung kann verhindert werden, indem an der erfindungsgemäßen Kraftstoffversorgungs- und Gemischbildungsanlage gezielt ein Luftmassenmesser derart angeordnet wird, dass von ihm auch die zur porösen Oberfläche zugefuhrte Luft miterfasst wird. Der Luftmassenstrom für die Belüftung wird dann bei der Steuerung der KraftstofFversorgungs- und Gemischbildungsanlage sowie der zugehörigen Brennkraftmaschine mit berücksichtigt

Nachfolgend wird ein Ausfuhrungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kraftstoffversorgungs- und Gemischbildungsanlage anhand der beigefügten schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 einen Längsschnitt eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen K-raftstoffversorgungs- und Gemischbildungsanlage, Fig. 2 einen Ausschnitt der Darstellung gemäß Fig. 1 , Fig. 3 den Schnitt IU-III in Fig. 2, Fig. 4 einen weiteren Ausschnitt der Darstellung gemäß Fig. 1 , Fig. 5 die Einzelheit V in Fig. 4 und Fig. 6 die Einzelheit VI in Fig. 4.

In Fig. 1 ist ein Kraftstofϊversorgungs- und Gemischbildungsanlage 10 näher veranschaulicht. Die Kraftversorgungs- und Gemischbildungsanlage 10 ist an einem Zylinderblock 12 angeordnet, in dem ein Zylinder 14 verschiebbar gelagert ist Auf dem Zylinderblock 12 ist ein Zylinderkopf 16 aufgesetzt.

Die Kraftstoffversorgungs- und Gemischbildungsanlage 10 umfasst als wesentliche Elemente ein Saugrohr bzw. Gemischzufuhrrohr 18, das in bekannter Weise an den Zylinderkopf 16 angeschlossen ist. Der mit dem Saurohr 18 gebildete Gemischzuführkanal ist am Übergang zwischen dem Zylinderkopf 16 und dem Zylinderblock 12 mit einem Einlassventil 20 verschließbar. Unter dem Einlassventil 20 befindet sich ein Brennraum 22 aus dem ein Gemischabiührkanal mit einem darin angeordneten Auslassventil 24 zu einem Abgas- bzw. Gemischabführrohr 26 führt.

An dem Saugrohr 18 ist eine Brennstoffeinspritzdüse 28 angeordnet, mit der flüssiger Brennstoff in einem Brennstoffkegel 30 in den durch das Saugrohr 18 zugeführten Brennluftstrom eingespritzt werden kann. Bei diesem Einspritzen von flüssigem Brennstoff in das Saugrohr 18 kann es in einem Bereich 32 zu einem Niederschlag des flüssigen Brennstoffs an der Wand des Gemischzufuhrkanals kommen. Damit ein solcher Brennstoffiiiederschlag sich bei der angestrebten Gemischbildung nicht negativ auswirkt, ist in diesem Bereich 32 eine Buchse 34 vorgesehen, die am Übergang zwischen dem Saugrohr 18 und dem Zylinderkopf 16 in eine Bohrung 36 des Zylinderkopfs 16 eingesetzt ist Die Buchse 34 bildet einen Wandabschnitt des Gemischzuführkanals und ist aus einem porösen Sintermaterial hergestellt, so dass der Gemischzuführkanal im Bereich 32 mit einer porösen Oberfläche 44 gestaltet ist. Die Buchse 34 ist in der Bohrung 36 ferner mit Hilfe von Abstandshaltern 38 derart zentriert gehaltert, dass sie von einem ringförmigen Luftkanal 40 umgeben ist. In diesem Luftkanal 40 kann durch einen Luflanschluss 42 Luft zugeführt und durch das poröse Material der Buchse 34 hindurch zu deren Oberfläche 44 an der Innenseite des Gemischzuführkanals eingeleitet werden. Die eingeleitete Luft tritt an der Oberfläche 44 großflächig aus und bildet dort ein Luftkissen, welches einen „dauerhaften" Niederschlag von flüssigem Brennstoff und Ablagerung verhindert.

Die Buchse 34 ist ferner mit einem Innendurchmesser 46 gestaltet, der kleiner ist als der Innendurchmesser 48 des sich an die Buchse 34 anschließenden Abschnitts des Gemischzuführkanals. Auf diese Weise ist am Übergang zwischen der Buchse 34 und den nachfolgenden Gemischzuführkanal eine Stufe bzw. ein Absatz 50 gestaltet, an dessen Kante ein auf dem genannten Luftkissen entlang gleitender Brennstoffϊlm von der Oberfläche 44 der Buchse 34 abreist und in Form von Tröpfchen von dem durch die Buchse 34 hindurchströmenden Gemischstrom aufgenommen wird.

Auch bei dem im Gemischzuführkanal angeordneten Einlassventil 20 welches in Form eines Tellerventils ausgestaltet ist, besteht die Gefahr einer verstärkten Ablagerung von flüssigem Brennstoff während des Betriebs der Kraftstoffversorgungs- und Gemischbildungsanlage 10. Um einen solchen Brennstoffhiederschlag möglichst zu verhindern, ist das Einlassventil 20 an seiner zum Gemischzufuhrkanal gewandten Oberfläche 52 ebenfalls aus einem porösen Material gestaltet. Das poröse Material ist in zwei Schichten, einer außen liegenden Schicht 54 und einer innen liegenden Schicht 56 auf einem nicht porösen Kern des Tellers 60 und des Schafts 62 des Einlassventils 20 ausgebildet. Dabei ist die innen liegende Schicht 56 im Vergleich zur außen liegenden Schicht 54 grobporiger und erstreckt sich entlang des Schafts 62 nicht nur durch eine Führungsbohrung im Zylinderkopf 16 hindurch, sondern ragt in axialer Richtung des Schafts 62 bis in eine Höhe hinauf in der das Einlassventil 20 nicht der Gemischströmung ausgesetzt ist. In diesem bezogen auf Fig. 4 oberen Bereich des Schafts 62 ist keine außen liegende Schicht 54 ausgebildet, so dass die innen liegende Schicht 56 hier bis an die Oberfläche des Schafts 62 reicht. Daher kann in diesem Bereich des Schafts 62 in die vergleichsweise grobporige Schicht 56 Luft einströmen und durch die Schicht 56 hindurch entlang dem Schaft 62 zum Teller 60 des Einlassventils 20 gefördert werden. Am unteren Teil dem Schaft 62 und am Teller 60 tritt diese Luft dann großflächig aus und verhindert weitgehend einen „dauerhaften" Niederschlag von flüssigem Brennstoff.

Für die Strömung von Luft durch die Oberfläche 44 der Buchse 34 und auch die Schichten 54 und 56 des Einlassventils 20 hindurch ist ein Druckgefälle erforderlich. Dieses Druckgefälle wird im dargestellten Ausführungsbeispiel der Kraftstoffversorgungs- und Gemischbildungsanlage 10 allein durch den im Saugrohr 18 im Vergleich zur Umgebung herrschenden Unterdruck bereitgestellt.