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Patent Searching and Data


Title:
FURNITURE ASSEMBLY WITH A MOVABLE FURNITURE PART
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/013433
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a furniture assembly for a flexibly usable living space (1), in particular for a flexibly usable hotel room. The furniture assembly has a first furniture part (2; 3) and a second furniture part (5), in particular in the form of a bed. The first furniture part (2; 3) and/or the second furniture part (5) has one or more casters (24, 26; 34, 36; 53) which support the furniture part (2; 3; 5) and facilitate a movement of the furniture part (2; 3; 5) (1). The first furniture part (2, 3) has a receiving area (22) which is open towards the bottom for receiving the second furniture part (5) such that the first furniture part (2) can be moved out over the second furniture part (5) and/or the second furniture part (5) can be moved into the receiving area (22) of the first furniture part (2). The movable furniture part (2; 3; 5) has a brake device (10; 110; 59) with one or more brake elements (105; 111; 590) which are designed to directly rest against at least one of the casters (24, 26; 34, 36; 53) in order to prevent an unintended movement of the furniture part (2; 3; 5).

Inventors:
KUHN BEAT (CH)
LORETAN SERGE (CH)
OTTO KORNELL (CH)
Application Number:
PCT/EP2020/066477
Publication Date:
January 28, 2021
Filing Date:
June 15, 2020
Export Citation:
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Assignee:
SV HOTEL AG (CH)
International Classes:
A47C19/22; A47B53/02; E04H3/02
Domestic Patent References:
WO2005000070A22005-01-06
Foreign References:
EP0707819A11996-04-24
JPS4430918Y11969-12-19
US5417486A1995-05-23
DE7028417U1971-11-11
US20150354200A12015-12-10
DE10311797A12003-10-23
DE202008017599U12010-06-10
DE29919838U12000-02-10
JPH1017116A1998-01-20
US20100263802A12010-10-21
US4432589A1984-02-21
US6471309B12002-10-29
KR200181691Y12000-05-15
Other References:
SV HOTEL: "Stay KooooK - Stay You! Extended Stay Hotel - Studio", YOUTUBE, 30 November 2018 (2018-11-30), pages 1, XP054979660, Retrieved from the Internet [retrieved on 20190906]
Attorney, Agent or Firm:
RUTZ, Andrea (CH)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Möbelanordnung für einen flexibel nutzbaren Wohnraum (1), insbesondere für ein flexibel nutzbares Hotelzimmer, aufweisend

ein erstes Möbelteil (2; 3); sowie

ein zweites Möbelteil (5), insbesondere in Form eines Betts,

wobei das erste Möbelteil (2; 3) und/oder das zweite Möbelteil (5) verfahrbar ist und eine oder mehrere Laufrollen (24, 26; 34, 36; 53) aufweist, welche das Möbelteil (2; 3; 5) bei dessen bestimmungsgemässer Verwendung abstützen und gleichzeitig ein Verfahren des Möbelteils (2; 3; 5) im Wohnraum (1) ermöglichen,

und wobei das erste Möbelteil (2, 3) einen nach unten hin offenen Aufnahmeraum (22) zur Aufnahme des zweiten Möbelteils (5) aufweist, so dass das erste Möbelteil (2) zumindest zum Teil über das zweite Möbelteil (5) hinaus verfahrbar und/oder das zweite Möbelteil (5) zumindest zum Teil in den Aufnahmeraum (22) des ersten Möbelteils (2) hinein verfahrbar ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

das verfahrbare Möbelteil (2; 3; 5) eine Bremseinrichtung (10; 1 10; 59) mit einem oder mehreren Bremselementen (105; 1 1 1 ; 590) aufweist, welche jeweils zum direkten Anliegen an zumindest einer der Laufrollen (24, 26; 34, 36; 53) ausgebildet sind, um ein unbeabsichtigtes Verfahren des Möbelteils (2; 3; 5) zu behindern.

2. Möbelanordnung nach Anspruch 1, wobei das oder die Bremselemente (105; 1 1 1 ; 590) jeweils zum direkten Anliegen an eine radiale Aussenfläche einer Laufrolle (24, 26; 34, 36; 53) ausgebildet sind.

3. Möbelanordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Bremseinrichtung (10; 110) einen

Ruhezustand hat, in welchem das oder die Bremselemente (105; 1 11) an den jeweiligen Laufrollen (24, 26; 34, 36) anliegen und die Bremswirkung dadurch erzeugt wird, und einen aktivierten Zustand, in welchem das oder die Bremselemente (105; 1 1 1) von den jeweiligen Laufrollen (24, 26; 34, 36) beabstandet sind und die Bremswirkung dadurch aufgehoben ist.

4. Möbelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, zusätzlich aufweisend ein

Betätigungselement zur Betätigung der Bremseinrichtung (10; 1 10), welches als ein Drehrad (28) ausgebildet und bevorzugt an einer Stirnseite des verfahrbaren Möbelteils (2; 3) angeordnet ist.

5. Möbelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bremseinrichtung (10; 59) die Gravitationskraft ausnutzt, um die Bremswirkung zu erzeugen.

6. Möbelanordnung nach Anspruch 5, wobei die Bremseinrichtung (59) derart ausgebildet ist, dass eine zusätzliche Gewichtsbelastung des verfahrbaren Möbelteils (5) zu einem Anliegen des oder der Bremselemente (590) an den jeweiligen Laufrollen (53) führt.

7. Möbelanordnung nach Anspruch 6, wobei die Bremseinrichtung (59) eine Feder (592) aufweist, um die eine oder die mehreren Laufrollen (53) entgegen die Gravitationskraft von dem einen oder den mehreren Bremselementen (590) zu beabstanden.

8. Möbelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die

Bremseinrichtung (1 10) einen Motorantrieb (1 14) zum Bewegen des einen oder der mehreren Bremselemente (1 1 1 ) relativ zu den jeweiligen Laufrollen (24) aufweist.

9. Möbelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das eine oder die mehreren

Bremselemente (105; 590) der Bremseinrichtung (10; 59) ausschliesslich manuell relativ zu den jeweiligen Laufrollen (24, 26; 34, 36; 53) bewegbar sind.

10. Möbelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die

Bremseinrichtung (1 10) ein Gestänge (1 12, 1 13) aufweist, mittels welchem zumindest zwei der Bremselemente (1 1 1 ) gemeinsam bewegbar sind.

1 1. Möbelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die

Bremseinrichtung (10) einen Exzenter zum Bewegen von zumindest einem der Bremselemente (105) aufweist.

12. Möbelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die

Bremseinrichtung (1 10) zumindest einen Schalter (1 16) aufweist, um den Bewegungsweg eines Bremselements (1 1 1 ) relativ zu der oder den jeweiligen Laufrollen (24) zu begrenzen.

13. Möbelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das verfahrbare Möbelteil (2; 3; 5) ausserdem eines oder mehrere Führungselemente (56) aufweist, welche zur Führung beim Verfahren des Möbelteils (2; 3; 5) entlang einer Führungsschiene (55) dienen.

14. Möbelanordnung nach Anspruch 13, wobei das oder die Führungselemente (56) jeweils im Bereich einer der Laufrollen (24, 26; 34, 36; 53) angeordnet sind.

15. Möbelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Möbelteil (2; 3) eine Regal- oder Schrankeinheit (20, 21 ; 30, 31) oder eine Garderobeneinheit (21; 30) aufweist.

16. Verfahrbares Möbelteil (5), insbesondere in Form eines Betts oder eines Bettuntersatzes und/oder insbesondere einer Möbelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend

eine oder mehrere Laufrollen (53), welche das Möbelteil (5) bei dessen bestimmungsgemässer Verwendung abstützen und gleichzeitig ein Verfahren des Möbelteils (5) ermöglichen, sowie

eine Bremseinrichtung (59) mit einem oder mehreren Bremselementen (590), welche jeweils zum direkten Anliegen an zumindest einer der Laufrollen (53) ausgebildet sind, um ein unbeabsichtigtes Verfahren des Möbelteils (5) zu behindern,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Bremseinrichtung (59) zur Erzeugung der Bremswirkung die Gravitationskraft ausnutzt und derart ausgebildet ist, dass eine zusätzliche Gewichtsbelastung des verfahrbaren Möbelteils (5) zu einem Anliegen des oder der Bremselemente (590) an den jeweiligen Laufrollen (53) führt, und dass die Bremseinrichtung (59) ausserdem eine Feder (592) aufweist, um die eine oder die mehreren Laufrollen (53) entgegen die Gravitationskraft von dem einen oder den mehreren Bremselementen (590) zu beabstanden.

17. Verfahrbares Möbelteil (2; 3), insbesondere ein Möbelteil (2; 3) mit einer Regal- oder Schrankeinheit (20, 21 ; 30, 31) oder einer Garderobeneinheit (21; 30) und/oder insbesondere ein Möbelteil (2; 3) einer Möbelanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend

eine oder mehrere Laufrollen (24, 26; 34, 36), welche das Möbelteil (2; 3) bei dessen bestimmungsgemässer Verwendung abstützen und gleichzeitig ein Verfahren des Möbelteils (2; 3) ermöglichen, sowie eine Bremseinrichtung (1 10) mit einem oder mehreren Bremselementen (1 1 1), welche jeweils zum direkten Anliegen an zumindest einer der Laufrollen (24, 26; 34, 36) ausgebildet sind, um ein unbeabsichtigtes Verfahren des Möbelteils (2; 3) zu behindern, wobei die Bremseinrichtung (1 10) einen Motorantrieb (1 14) zum Bewegen des einen oder der mehreren Bremselemente (1 1 1) relativ zu den jeweiligen Laufrollen (24) aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Bremseinrichtung (1 10) zumindest einen Schalter (1 16) aufweist, um den Bewegungsweg des einen oder der mehreren Bremselemente (11 1) relativ zu der oder den jeweiligen Laufrollen (24) zu begrenzen.

Description:
TITEL

MÖBELANORDNUNG MIT EINEM VERFAHRBAREN MÖBELTEIL

TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Möbelanordnung mit zumindest einem verfahrbaren Möbelteil für einen flexibel nutzbaren Wohnraum, insbesondere für ein flexibel nutzbares Hotelzimmer. Ausserdem betrifft die Erfindung ein derartiges verfahrbares Möbelteil.

STAND DER TECHNIK

Wohnräume und insbesondere Hotelzimmer können für unterschiedlichste Nutzungen konzipiert werden. So kann ein Hotelzimmer zum Beispiel zum Übernachten von einer einzelnen Person, von zwei Personen oder gar von mehr als zwei Personen dienen. In Abhängigkeit der durchschnittlichen Nutzungsdauer durch die Gäste muss im jeweiligen Hotelzimmer mehr oder weniger Stauraum in Form von Schrank-, Regal- und Garderobeneinheiten zur Verfügung gestellt werden. Je nachdem wird im Hotelzimmer von den Gästen zudem ein Arbeitsbereich oder eine freie Fläche zum Beispiel für Fitnessübungen gewünscht. Des Weiteren gibt es Hotels, bei denen zumindest ein Teil der Zimmer als Apartments mit einer Kücheneinheit ausgestattet sind, so dass der Gast auch im Zimmer selbst ein Gericht zubereiten kann. In Hotelzimmern, welche als Apartments ausgebildet sind und zudem für einen längeren Aufenthalt genutzt werden, kann ausserdem auch das Vorhandensein einer Waschmaschine gewünscht sein. Andere Gäste wiederum benötigen weder eine Kücheneinheit noch eine Waschmaschine, da sie sich auswärtig verpflegen und/oder nur Kurzaufenthalter sind.

Ein Hotel muss seine Zimmer somit sorgfältig an die Bedürfnisse seiner zu erwartenden Gäste anpassen und aufgrund der unvermeidbar unterschiedlichen Wünsche der Gäste auch eine entsprechende Mischung von unterschiedlich nutzbaren Hotelzimmern anbieten. Dass nicht alle Wünsche der sich jeweils gleichzeitig in einem Hotel aufhaltenden Gäste in Bezug auf ihr Hotelzimmer erfüllt werden können, versteht sich von selbst. Im Allgemeinen ist es bei einem für unterschiedliche Nutzungen ausgelegten Hotel sogar der Normalfall, dass bei guter Ausbuchung nicht allen Gästen ein optimal an ihre Bedürfnisse angepasstes Hotelzimmer zur Verfügung gestellt werden kann.

Um in allen Wohnräumen bzw. Zimmern möglichst vielfältige Nutzungen ermöglichen zu können und somit möglichst viele Gäste zufriedenzustellen, können die Zimmer verhältnismässig gross angelegt und mit einem Maximum an Infrastruktur ausgestattet werden. Dieses Vorgehen wirkt sich allerdings negativ auf die Kosten aus, da damit die zur Verfügung stehende Fläche schlecht genutzt wird und weniger Zimmer angeboten werden können.

Aus den oben aufgeführten Gründen gibt es bei Wohnräumen im Allgemeinen und bei Hotelzimmern im Besonderen einen immer stärkeren Trend nach einer Flexibilität für unterschiedliche Nutzungen. Hierzu bieten sich verfahrbare Möbelteile an, die in Abhängigkeit der jeweiligen Nutzung des Wohnraums entsprechend umpositioniert werden können. Je nach Position dieser Möbelteile ist der Wohnraum an unterschiedliche Nutzungen angepasst.

Beispielsweise offenbart die US 2015/0354200 einen Serviceblock, der zwischen einem Schlaf- und einem Arbeits-/Essbereich hin und her verfahrbar ist. Im Serviceblock sind eine Badzimmereinheit, eine Kücheneinheit, Schränke sowie eine Waschmaschine untergebracht.

Die DE 103 1 1 797 offenbart Möbelteile in Form von verschiebbaren oder verfahrbaren modulartigen Raumeinheiten. Die jeweiligen Raumeinheiten enthalten unterschiedliche Ausstattungen und sind dadurch zum Beispiel für Sanitär-, Küchen-, Arbeits- oder Büroanwendungen geeignet. Je nachdem, wie die Raumeinheiten aneinandergereiht werden, kann der Wohnraum unterschiedlich genutzt werden.

Die DE 20 2008 017 599 offenbart Möbelteile, welche in einem geschlossenen Zustand platzsparend eng aneinander positioniert werden können und auch dann noch gewisse aussenseitig angeordnete Funktionen wie zum Beispiel einen Kühlschrank zur Verfügung stellen. In einem expandierten Zustand sind die Möbelteile auseinandergeschoben, so dass ein Innenraum zugänglich wird, der zum Beispiel eine Küche bilden kann.

In der DE 299 19 838 ist eine Küche offenbart, bei welcher leitungsgebundene Geräte und Vorrichtungen in einem ortsfesten Mittelblock untergebracht sind und der Stauraum in beweglichen Seitenteilen untergebracht ist.

Weitere verfahrbare Möbelteile sind in den Dokumenten JP H10 171 16, US 2010/0263802, US 4,432,589, WO 2005/000070, US 6,471 ,309 und KR 200 181 691 offenbart. Verfahrbare Möbelteile sind in der Regel derart ausgebildet, dass sie für den Benutzer möglichst einfach und leichtgängig verfahrbar sind. Dadurch kann es jedoch auch leicht passieren, dass ein Möbelteil unbeabsichtigt verfahren wird, wenn sich ein Benutzer zum Beispiel daran anlehnt. Das Möbelteil selbst sowie in der Nähe stehende oder im Möbelteil untergebrachte Gegenstände können dadurch beschädigt werden. Ausserdem können sich im selben Raum befindliche Personen sogar verletzten.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, mittels eines verfahrbaren Möbelteils eine flexible Nutzung eines Wohnraums mit einer kleinen Fläche zu ermöglichen, wobei ein unbeabsichtigtes Verfahren des verfahrbaren Möbelteils weitgehend verhindert ist. Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Möbelanordnung vorgeschlagen, wie sie in Anspruch 1 angegeben ist. Ausserdem wird in den Ansprüchen 16 und 17 jeweils ein entsprechendes verfahrbares Möbelteil angegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Die vorliegende Erfindung stellt also eine Möbelanordnung zur Verfügung für einen flexibel nutzbaren Wohnraum, insbesondere für ein flexibel nutzbares Hotelzimmer. Die Möbelanordnung weist ein erstes Möbelteil sowie ein zweites Möbelteil auf, wobei das zweite Möbelteil insbesondere die Form eines Betts haben kann. Das erste Möbelteil und/oder das zweite Möbelteil ist verfahrbar und weist eine oder mehrere Laufrollen auf, welche das Möbelteil bei dessen bestimmungsgemässer Verwendung vorzugsweise gemeinsam vollständig abstützen und gleichzeitig ein Verfahren des Möbelteils im Wohnraum ermöglichen. Das erste Möbelteil weist einen nach unten hin offenen Aufnahmeraum zur Aufnahme des zweiten Möbelteils auf, so dass das erste Möbelteil zumindest zum Teil über das zweite Möbelteil hinaus verfahrbar und/oder das zweite Möbelteil zumindest zum Teil in den Aufnahmeraum des ersten Möbelteils hinein verfahrbar ist. Das verfahrbare Möbelteil weist eine Bremseinrichtung mit einem oder mehreren Bremselementen auf, welche jeweils zum direkten Anliegen an zumindest einer der Laufrollen ausgebildet sind, um ein unbeabsichtigtes Verfahren des Möbelteils zu behindern.

Die Bremseinrichtung dient also dazu, das verfahrbare Möbelteil in seiner Position zu halten und ein Verfahren dieses Möbelteils nur dann zu ermöglichen, wenn dies vom Benutzer auch gewollt ist. Ein unbeabsichtigtes Verfahren, zum Beispiel, wenn eine Person an das Möbelteil anlehnt, wird mittels der Bremseinrichtung verhindert. Beim verfahrbaren Möbelteil kann es sich somit um das erste oder das zweite Möbelteil handeln. Bevorzugt ist jedoch sowohl das erste als auch das zweite Möbelteil verfahrbar. In diesem Fall weist vorteilhaft sowohl das erste als auch das zweite Möbelteil die erwähnte Bremseinrichtung auf.

Aufgrund der Laufrollen ist das Möbelteil, auch wenn es sehr schwer ist, für den Benutzer einfach und leichtgängig verfahrbar. Die Laufrollen dienen also zur Lagerung des Möbelteils auf einer Lauffläche, insbesondere auf dem Boden des Wohnraums.

Bevorzugt sind das oder die Bremselemente jeweils zum direkten Anliegen an eine radiale Aussenfläche einer Laufrolle ausgebildet. Die Bremswirkung wird dadurch direkt auf die Laufrollen ausgeübt, wodurch ein Verfahren des Möbelteils unmittelbar verhindert wird. Bevorzugt, um eine möglichst grosse Bremsfläche zu erzeugen, weisen das oder die Bremselemente jeweils eine Bremsfläche auf, die entsprechend der jeweiligen Laufrolle gekrümmt ist. Die Bremsfläche ist somit bevorzugt an die radiale Aussenfläche der Laufrolle angepasst.

Bei dem oder den Bremselementen kann es sich insbesondere um Bremsbacken handeln, welche jeweils vorteilhaft direkt auf eine der Laufrollen einwirken können, um ein Verfahren des Möbelteils zu behindern. Die Bremsbacken können dabei motorisch antreibbar sein, das heisst sie können jeweils motorisch zur Anlage an die Laufrollen gebracht und davon entfernt werden. Der Motorantrieb der Bremsbacken wird bevorzugt mittels Betätigen eines Schalters gesteuert, insbesondere bevorzugt mittels Drehen eines Drehrads oder Verstellen eines Hebels. Das Drehrad oder der Hebel kann zum Beispiel einen Schalter betätigen, welcher den Motor zum Bewegen der Bremsbacken steuert.

In gewissen bevorzugten Ausführungsformen hat die Bremseinrichtung einen Ruhezustand, in welchem das oder die Bremselemente an den jeweiligen Laufrollen anliegen und die Bremswirkung dadurch erzeugt wird, und einen aktivierten Zustand, in welchem das oder die Bremselemente von den jeweiligen Laufrollen beabstandet sind und die Bremswirkung dadurch aufgehoben ist. Zum Verfahren des Möbelteils muss der Benutzer die Bremseinrichtung somit vom Ruhezustand in den aktivierten Zustand bringen, um die Bremswirkung aufzuheben und das Möbelteil verfahren zu können. Indem die Bremswirkung im Ruhezustand erzeugt wird, ist sichergestellt, dass die Sicherheitsanforderungen an das Möbelteil z.B. auch dann erfüllt sind, wenn es bei einem Möbelteil mit elektrisch angetriebener Bremseinrichtung einen Stromunterbruch gibt. Das erste und/oder zweite Möbelteil, welches oder welche verfahrbar ausgebildet ist bzw. sind, kann ein Betätigungselement zur Betätigung der Bremseinrichtung aufweisen. Das Betätigungselement kann dabei insbesondere zum Aufheben der Bremswirkung dienen, das heisst dass bei einer Betätigung des Betätigungselements die Bremselemente bevorzugt von den Laufrollen entfernt werden. Das Betätigungselement ist bevorzugt als ein Drehrad ausgebildet. Das Betätigungselement kann aber auch die Form eines Hebels, insbesondere eines Kipphebels, haben oder z.B. als ein einfacher elektrischer Schalter ausgebildet sein. Vorteilhaft ist das Betätigungselement an einer Stirnseite des verfahrbaren Möbelteils angeordnet. Wenn das Möbelteil in eine Richtung verfahren wird, welche sich parallel zu einer durch die Stirnseite gebildeten Fläche erstreckt, steht der Benutzer dann beim Betätigen des Betätigungselements automatisch ausserhalb des Gefahrenbereichs. In einer insbesondere bevorzugten Ausführungsform dient das Betätigungselement nicht nur zur Betätigung der Bremseinrichtung, sondern auch zum Verfahren des Möbelteils mittels der Muskelkraft eines Benutzers. Mit anderen Worten kann das Betätigungselement insbesondere auch dazu ausgebildet sein, die Muskelkraft des Benutzers auf das Möbelteil zu übertragen, damit dieses verfahren wird.

Die Bremseinrichtung kann die Gravitationskraft ausnutzen, um die Bremswirkung zu erzeugen. Beispielsweise können die Bremselemente im Stillstand des Möbelteils mittels ihrer Gewichtskraft auf den Laufrollen lasten und so die Bremswirkung erzeugen. In gewissen Ausfuhrungsformen und insbesondere wenn es sich beim verfahrbaren Möbelteil um das zweite Möbelteil handelt und dieses ein Bett ist, kann die Bremseinrichtung aber auch derart ausgebildet sein, dass erst eine zusätzliche Gewichtsbelastung des verfahrbaren Möbelteils zu einem Anliegen des oder der Bremselemente an den jeweiligen Laufrollen führt. Die Bremswirkung wird bei diesen Ausführungsformen somit dann erzeugt, wenn eine zusätzliche Gewichtsbelastung auf dem verfahrbaren Möbelteil lastet. Aufgrund der zusätzlichen Gewichtsbelastung liegen die Bremselemente an den Laufrollen an und behindern dadurch ein unbeabsichtigtes Verfahren des Möbelteils. Sobald die zusätzliche Gewichtsbelastung nicht mehr auf dem Möbelteil lastet, entfernen sich die Bremselemente z.B. aufgrund einer Federkraft von den Laufrollen und geben dadurch das Verfahren des Möbelteils frei. Bevorzugt weist die Bremseinrichtung deshalb eine Feder auf, um die eine oder die mehreren Laufrollen entgegen die Gravitationskraft von dem einen oder den mehreren Bremselementen zu beabstanden. Das verfahrbare Möbelteil weist somit bevorzugt federgelagerte Laufrollen auf, welche bei einer Zusatzbelastung des Möbelteils entgegen die Federkraft gegen eine Bremsfläche gedrückt werden, wodurch ein Drehen der Laufrollen behindert wird. Bevorzugt führt eine zusätzliche Gewichtsbelastung von 20 kg und mehr, bevorzugter von 35 kg und mehr, noch bevorzugter von 50 kg und mehr, zu einem Anliegen des oder der Bremselemente an den jeweiligen Laufrollen. Dadurch entspricht die zusätzliche Gewichtsbelastung zumindest dem Gewicht eines Kindes oder eines erwachsenen Menschen.

Alternativ oder zusätzlich kann die Bremseinrichtung einen Motorantrieb zum Bewegen des einen oder der mehreren Bremselemente relativ zu den jeweiligen Laufrollen aufweisen. Der Motorantrieb kann insbesondere vom Benutzer mittels eines Betätigungselements ein- und ausschaltbar sein.

Das eine oder die mehreren Bremselemente der Bremseinrichtung können aber auch ausschliesslich manuell relativ zu den jeweiligen Laufrollen bewegbar sein. Das heisst, die Bremseinrichtung weist bei einer derartigen Ausfiihrungsform bevorzugt keinen Motorantrieb auf. Die Möbelanordnung benötigt dann nicht unbedingt eine Versorgung mit elektrischer Energie. Die manuelle Bewegbarkeit kann beispielsweise via ein Betätigungselement erfolgen oder auch, indem sich der Benutzer auf das Möbelteil drauflegt oder draufsitzt, was insbesondere bei der Ausbildung des verfahrbaren Möbelteils als Bett von Vorteil sein kann.

Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung kann die Bremseinrichtung ein Gestänge aufweisen, mittels welchem zumindest zwei der Bremselemente gemeinsam bewegbar sind. Das Gestänge weist bevorzugt eine zwischen zwei Laufrollen angeordnete Wippe auf.

Gemäss einer anderen Weiterbildung der Erfindung kann die Bremseinrichtung einen Exzenter zum Bewegen von zumindest einem der Bremselemente aufweisen.

Um den Bewegungsweg eines Bremselements relativ zu der oder den jeweiligen Laufrollen zu begrenzen, kann die Bremseinrichtung zumindest einen Schalter aufweisen. Vorzugsweise weist die Bremseinrichtung sogar zwei Schalter auf, um den Bewegungsweg eines Bremselements sowohl zu der oder den jeweiligen Laufrollen hin als auch davon weg zu begrenzen.

In einer insbesondere bevorzugten Ausfiihrungsform weist das verfahrbare Möbelteil ausserdem eines oder mehrere Führungselemente auf, welche zur Führung beim Verfahren des Möbelteils entlang einer Führungsschiene dienen. Die Führungselemente können insbesondere einseitig am verfahrbaren Möbelteil angeordnet sein. Vorteilhaft sind das oder die Führungselemente jeweils im Bereich einer der Laufrollen angeordnet. Auf diese Weise erfolgt die Führung unmittelbar dort, wo das Möbelteil beim Verfahren mit seinen Laufrollen abrollt.

Vorzugsweise sind alle Laufrollen des verfahrbaren Möbelteils zum Abrollen auf derselben Lauffläche oder auf im Wesentlichen gleich hohen Laufflächen ausgebildet. Insbesondere können alle Laufrollen zum Abrollen auf dem Boden des Wohnraums ausgebildet sein. Am oder im Boden des Wohnraums kann aber auch eine Lauf- und/oder Führungsschiene angebracht sein. In diesem Fall kann zumindest ein Teil der Laufrollen zum Abrollen in dieser Lauf- und/oder Führungsschiene ausgebildet sein, während ein anderer Teil der Laufrollen zum Beispiel zum Abrollen direkt auf dem Boden oder in einer anderen Lauf- und/oder Führungsschiene ausgebildet sein kann.

Das verfahrbare Möbelteil, insbesondere wenn es sich dabei um das erste Möbelteil handelt, kann aber auch zumindest zwei Abstützbereiche haben, welche jeweils eine oder mehrere der Laufrollen aufweisen, und welche derart auf unterschiedlichen Höhen angeordnet sind, dass ihre jeweiligen Laufrollen zum Abrollen auf unterschiedlich hoch im Wohnraum angeordneten Laufflächen ausgebildet sind.

Indem zumindest zwei der Abstützbereiche auf unterschiedlichen Höhen angeordnet sind, kann das verfahrbare Möbelteil hinsichtlich seiner äusseren Form flexibler gestaltet werden. So müssen nicht alle Laufrollen auf jeweils einer Lauffläche am Boden abrollen, sondern ein Teil der Rollen kann zum Beispiel auch zum Abrollen auf einer Lauffläche ausgebildet sein, die durch eine Wandschiene gebildet ist, oder die sich auf bzw. an einem anderen Möbelteil befindet. Das verfahrbare Möbelteil ist dadurch flexibel an die Gegebenheiten im Wohnraum anpassbar und somit noch platzsparender einsetzbar.

Die Abstützbereiche stellen diejenigen Bereiche des ersten bzw. zweiten Möbelteils dar, mit welchen sich das Möbelteil mit seinem Gewicht gegenüber dem Boden des Wohnraumes abstützt. Vorzugsweise stützt sich das Möbelteil mit zumindest einem seiner Abstützbereiche direkt auf dem Boden ab, das heisst die Laufrollen dieses Abstützbereiches liegen bei bestimmungsgemässer Verwendung des Möbelteils direkt auf dem Boden auf und rollen beim Verfahren des Möbelteils auf dem Boden ab. Die Abstützung des Gewichts des Möbelteils gegenüber dem Boden kann in einem weiteren Abstützbereich ebenso wie im ersten Abstützbereich direkt erfolgen. Alternativ kann die Abstützung des Gewichts des Möbelteils gegenüber dem Boden im weiteren Abstützbereich aber auch indirekt, das heisst zum Beispiel via eine Wand, via ein anderes Möbelteil oder via ein eigens dafür vorgesehenes Stützelement erfolgen. Die Laufrollen dieses weiteren Abstützbereiches sind dann zum Abrollen auf zum Beispiel einer Laufschiene ausgebildet, die an der Wand, an einem anderen Möbelteil oder am Stützelement angebracht ist.

Vorzugsweise wird das gesamte Gewicht des verfahrbaren Möbelteils durch die zumindest zwei Abstützbereiche abgestützt, das heisst das gesamte Gewicht des Möbelteils lastet auf den zumindest zwei Abstützbereichen und insbesondere den Laufrollen dieser Abstützbereiche. In seiner bestimmungsgemässen Verwendung steht das verfahrbare Möbelteil also derart aufrecht im Wohnraum, dass sein Gewicht zumindest zum Teil, vorzugsweise aber vollständig, auf den zumindest zwei Abstützbereichen und insbesondere den Laufrollen dieser Abstützbereiche lastet.

Beim Wohnraum, für welches das verfahrbare Möbelteil ausgebildet ist, handelt es sich bevorzugt um einen üblichen quaderförmigen Wohnraum, der nach oben hin durch eine Decke, zu den Seiten hin durch vier senkrecht aufeinander stehende Seitenwände und nach unten hin durch einen Boden begrenzt ist. Der Boden ist dabei in der Regel als Ganzes eben ausgebildet und erstreckt sich mit seiner Oberfläche in einer horizontalen Richtung, das heisst senkrecht zur Schwerkraftrichtung. Die Seitenwände erstrecken sich jeweils senkrecht vom Boden aus in die vertikale Richtung zur Decke hin. Die Höhen der zumindest zwei Abstützbereiche bzw. der Laufflächen, auf denen die Laufrollen dieser Abstützbereiche abrollen, misst sich dann jeweils bei bestimmungsgemässer Verwendung des Möbelteils vom Boden aus in die vertikale Richtung.

Wie erwähnt, ist das erste Möbelteil zumindest zum Teil, bevorzugt aber sogar vollständig, über das zweite Möbelteil, insbesondere ein Bett, hinaus verfahrbar und/oder das zweite Möbelteil ist zumindest zum Teil, bevorzugt vollständig, in den Aufnahmeraum des ersten Möbelteils hinein verfahrbar. Der durch den Boden des Wohnraums zur Verfügung gestellte Platz kann dadurch effizienter genutzt werden. Hierzu weist das erste Möbelteil, bevorzugt zwischen zwei auf denselben oder unterschiedlichen Höhen angeordneten Abstützbereichen, einen nach unten hin offenen Aufnahmeraum auf, welcher es ermöglicht, dass das zweite Möbelteil, insbesondere das Bett, zumindest zum Teil darin aufgenommen wird. Indem das zweite Möbelteil zumindest zum Teil im Aufnahmeraum des ersten Möbelteils angeordnet wird, kann eine besonders platzsparende Anordnung der verschiedenen Möbelteile im Wohnraum ermöglicht werden. So kann beispielsweise ein Bett oder zumindest ein Teil davon im Aufnahmeraum des ersten Möbelteils verstaut werden, wenn das Bett nicht gebraucht wird, oder wenn zum Beispiel in einem Hotelzimmer nur eine Seite eines Doppelbetts gebraucht wird. Das Hotelzimmer wird somit auch flexibler nutzbar. Bevorzugt handelt es sich beim zweiten Möbelteil, insbesondere dem Bett, um ein verfahrbares Möbelteil. Falls zumindest zwei der Abstützbereiche des ersten Möbelteils auf unterschiedlichen Höhen angeordnet sind, muss das zweite Möbelteil nicht zwingend beabstandet zu einer Wand bzw. einem anderen Möbel angeordnet sein, damit das zweite Möbelteil im Aufnahmeraum des ersten Möbelteils aufgenommen werden kann. Stattdessen kann das zweite Möbelteil auch direkt an einer Wand oder direkt benachbart zu einem anderen Möbelteil stehen, wenn sich einer der Abstützbereiche des ersten Möbelteils auf einer Lauffläche abstützt, die an der Wand oder dem benachbarten anderen Möbelteil ausgebildet oder angebracht ist. Bevorzugt ist zumindest ein erster Abstützbereich, noch bevorzugter zumindest ein erster und ein zweiter Abstützbereich, bei bestimmungsgemässer Verwendung des verfahrbaren Möbelteils ganz unten am Möbelteil angeordnet. Das heisst, die eine oder die mehreren Laufrollen dieser ganz unten angeordneten Abstützbereiche bilden entlang der vertikalen Richtung die unterste Stelle des verfahrbaren Möbelteils. Die Laufrolle(n) dieser Abstützbereiche sind bevorzugt zum Abrollen direkt auf dem Boden oder in einer direkt am oder im Boden angebrachten Lauffläche ausgebildet. Im Falle von genau zwei ganz unten am ersten Möbelteil angeordneten Abstützbereichen, ist der Ausnahmeraum vorteilhaft zwischen den beiden Abstützbereichen angeordnet und das erste Möbelteil bildet bevorzugt als Ganzes im Wesentlichen die Form eines umgedrehten U's. Falls zumindest ein zweiter Abstützbereich auf einer unterschiedlichen Höhe als ein erster Abstützbereich angeordnet ist, kann dieser um mindestens einen Viertel, insbesondere um mindestens einen Drittel, der Gesamthöhe des Möbelteils oberhalb des ersten Abstützbereiches angeordnet sein.

Bei zwei auf unterschiedlichen Höhen angeordneten Abstützbereichen kann das entsprechende erste oder zweite Möbelteil als Ganzes insbesondere eine L-förmige Gestalt mit zwei senkrecht aufeinander stehenden Schenkeln haben, wobei an jedem freien Ende dieser beiden Schenkel jeweils einer der Abstützbereiche und insbesondere die jeweils dazugehörige(n) Laufrolle(n) angeordnet sind. Durch die L-förmige Gestalt ergibt sich in dem durch die beiden Schenkel aufgespannten Bereich im Falle des ersten Möbelteils vorteilhaft der bereits erwähnte Aufnahmeraum zur Aufnahme von zumindest einem Teil des zweiten Möbelteils.

Beim ersten Möbelteil handelt es sich bevorzugt um eine raumbestimmende Einheit, welche in den Augen des Benutzers eine Unterteilung des Wohnraums bewirkt. Das erste Möbelteil hat also bevorzugt die Funktion eines Raumteilers. Diese Unterteilung des Wohnraums kann sich insbesondere in unterschiedlichen Wohnraumfunktionen manifestieren. Beispielsweise kann auf der einen Seite des ersten Möbelteils ein Schlafraum mit einem Bett und auf der anderen Seite eine Garderobe oder ein begehbarer Kleiderschrank befinden. Falls das erste Möbelteil verfahrbar ist, kann je nach Positionierung des ersten Möbelteils dem einen oder dem anderen Bereich bedarfsweise mehr oder weniger Platz gegeben werden. ln die vertikale Richtung erstreckt sich das erste Möbelteil bevorzugt über mehr als die Hälfte, bevorzugter über mehr als zwei Drittel, am bevorzugtesten sogar über mehr als drei Viertel der Gesamthöhe des Wohnraums. ln absoluten Zahlen ist das Möbelteil bevorzugt mindestens 1.20 m, bevorzugter mindestens 1.60 m und am bevorzugtesten mindestens 2 m hoch, ln die horizontale seitliche Richtung erstreckt sich das erste Möbelteil bei bestimmungsgemässer Verwendung bevorzugt über mindestens 40 %, bevorzugter Uber mindestens 50 %, am bevorzugtesten über mindestens 60 % der Raumbreite, also der senkrecht zwischen zwei Wänden gemessenen Breite des Wohnraums. In absoluten Zahlen weist das erste Möbelteil eine Gesamtbreite auf von bevorzugt mindestens 1.50 m, bevorzugter mindestens 1.75 m und am bevorzugtesten mindestens 2 m. Es hat sich herausgestellt, dass derartige Dimensionen optimal sind im Hinblick auf die Verwendung des ersten Möbelteils als Raumteiler insbesondere in einem Hotelzimmer.

Bevorzugt weist das erste Möbelteil eine Regal- oder Schrankeinheit auf. Das heisst, das erste Möbelteil hat bevorzugt Tablare zum Verstauen von Gegenständen oder bildet einen Schrank, welcher abgeschlossen oder zumindest geschlossen werden kann. Alternativ oder zusätzlich weist das erste Möbelteil vorteilhaft eine Garderobeneinheit auf. Die Garderobeneinheit hat bevorzugt eine horizontal verlaufende Kleiderstange zum Aufhängen von Kleidern an einem Kleiderbügel. Die Regal- oder Schrankeinheit und/oder die Garderobeneinheit können insbesondere dazu ausgebildet sein, einen Teil eines begehbaren Kleiderschranks zu bilden.

Das verfahrbare erste und/oder zweite Möbelteil kann einen manuellen oder motorischen Antrieb aufweisen, welcher zum Antreiben von zumindest einer der Laufrollen dient. Der Antrieb erleichtert das Verfahren des bzw. der entsprechenden Möbelteile für den Benutzer. Beispielsweise kann ein Drehrad vorhanden sein, welches zum Antreiben einer der Laufrollen über einen Keilriemen dient.

Zur Auflage des oder der verschiebbaren Möbelteile kann eine Laufschiene vorgesehen sein, welche eine Lauffläche zum Abrollen der einen oder mehreren Laufrollen bildet. Die Laufschiene kann ein Teil eines Wandelements bilden oder zur Montage im oder am Boden ausgebildet sein. Im Falle eines Wandelements kann dieses ausschliesslich durch die Laufschiene gebildet sein, welche zum direkten Anbringen an eine Wand, zum Beispiel mittels Verschraubung, ausgebildet sein kann. Das Wandelement kann zusätzlich zur Laufschiene aber auch eine oder mehrere Befestigungsplatten aufweisen, welche zur Verankerung des Wandelements in der Wand, zur Abstützung auf dem Boden oder als optische Verbindung zwischen dem Boden und der Laufschiene dienen können. Die Laufschiene bildet in einem bestimmungsgemäss montierten Zustand bevorzugt einen nach oben hin offenen Kanal und dient dadurch zur Aufnahme von einer oder mehreren Laufrollen des ersten Möbelteils. Der Kanal kann dabei gemeinsam durch die Laufschiene und eine Wand gebildet werden, das heisst die Laufschiene kann insbesondere ein L- förmiges Querschnittsprofil haben. Es ist aber auch möglich, dass die Laufschiene ein U-fonniges Querschnittsprofil hat und den Kanal alleine bildet. Indem die Laufschiene einen Kanal bildet, dient sie bevorzugt nicht nur zur Auflage der Laufrolle(n) des Möbelteils, sondern auch zu deren Führung beim Verfahren des Möbelteils. Um die Laufrolle(n) dabei zu entlasten, weisen das oder die verfahrbaren Möbelteile bevorzugt jeweils zumindest ein nach unten ragendes Führungselement auf, welches zum zumindest teilweisen Hineinragen in den Kanal der Laufschiene dient, um das bzw die entsprechenden Möbelteile beim Verfahren zu fuhren. Die Funktion der Führung kann dann also vom Führungselement übernommen werden.

Die Möbelanordnung kann zwei oder mehr als zwei verfahrbare Möbelteile aufweisen, welche jeweils mit einer oder mehreren ihrer Laufrollen zum Abrollen auf derselben Lauffläche der Laufschiene ausgebildet sind. Dadurch kann dieselbe Lauffläche der Laufschiene zur Abstützung und/oder Führung von mehreren verfahrbaren Möbelteilen dienen.

Falls sowohl das erste als auch das zweite Möbelteil verfahrbar ist, sind bevorzugt beide Möbelteile entlang denselben Richtungen verfahrbar. Noch bevorzugter sind die beiden Möbelteile dann entlang von genau zwei gemeinsamen und entgegengesetzt zueinander stehenden Richtungen hin und zurück verfahrbar.

Vorzugsweise weist die Möbelanordnung zusätzlich ein drittes Möbelteil mit einer Kücheneinheit auf, wobei das erste Möbelteil zwischen dem zweiten Möbelteil und dem dritten Möbelteil hin und her verfahrbar ist. Das dritte Möbelteil ist vorzugsweise stationär. Das dritte Möbelteil bildet dann bevorzugt gemeinsam mit dem ersten Möbelteil einen Küchenbereich, von welchem die leitungsgebundenen Geräte vorteilhaft im stationären dritten Möbelteil und die Stauräume bevorzugt im verfahrbaren ersten Möbelteil untergebracht sind. Durch die Möglichkeit, das erste Möbelteil zwischen dem zweiten und dem dritten hin und her zu verfahren, kann das erste Möbelteil, wenn die Kücheneinheit nicht benutzt wird, ganz zum dritten Möbelteil hin verfahren werden, so dass der restliche im Wohnraum vorhandene Platz optimal genutzt werden kann. Vorteilhaft ist im dritten Möbelteil ein Kühlschrank integriert, der unabhängig von der Position des ersten und zweiten Möbelteils immer zugänglich ist.

Vorzugsweise bildet das erste Möbelteil gemeinsam mit dem dritten Möbelteil einen begehbaren Kleiderschrank. Ein begehbarer Kleiderschrank wird beispielsweise in einem Hotelzimmer von Langzeitaufenthaltern geschätzt, ist jedoch für Kurzaufenthalter kaum von Nutzen. Durch entsprechende Positionierung des ersten Möbelteils bzw. des allenfalls verfahrbaur ausgebildeten dritten Möbelteils kann das Hotelzimmer einfach den unterschiedlichen Bedürfnissen angepasst werden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das zweiten Möbelteil als ein Bett ausgebildet. Je nachdem, ob das Bett gerade gebraucht wird oder nicht, kann es zumindest zum Teil im Aufnahmebereich des ersten Möbelteils verstaut werden, um den zur Verfügung stehenden Platz des Wohnraumes anderweitig zu nutzen ln einem Hotelzimmer kann auf diese Weise aus einem Doppelbett auch einfach ein Einzelbett oder ein Sofa gemacht werden.

Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere auch ein verfahrbares Möbelteil, das bevorzugt in Form eines Betts oder eines Bettuntersatzes ausgebildet ist. Bei diesem verfahrbaren Möbelteil kann es sich insbesondere um ein Teil, bevorzugt das zweite Möbelteil, derjenigen Möbelanordnung handeln, welche oben sowie nachfolgend erläutert wird. Das besagte verfahrbare Möbelteil muss aber nicht zwingend ein Teil einer derartigen Möbelanordnung bilden. So muss es zum Beispiel nicht unbedingt in einen Aufnahmeraum eines anderen Möbelteils hinein verfahrbar sein bzw. einen nach unten hin offenen Aufnahmeraum zur Aufnahme eines anderen Möbelteils aufweisen. Das besagte verfahrbare Möbelteil stellt deshalb eine von der angegebenen Möbelanordnung grundsätzlich unabhängige, eigenständige Erfindung dar und weist auf:

eine oder mehrere Laufrollen, welche das Möbelteil bei dessen bestimmungsgemässer Verwendung abstützen und gleichzeitig ein Verfahren des Möbelteils ermöglichen, sowie

eine Bremseinrichtung mit einem oder mehreren Bremselementen, welche jeweils zum direkten Anliegen an zumindest einer der Laufrollen ausgebildet sind, um ein unbeabsichtigtes Verfahren des Möbelteils zu behindern.

Die Bremseinrichtung dieses verfahrbaren Möbelteils nutzt zur Erzeugung der Bremswirkung die Gravitationskraft aus und ist derart ausgebildet, dass eine zusätzliche Gewichtsbelastung des verfahrbaren Möbelteils zu einem Anliegen des oder der Bremselemente an den jeweiligen Laufrollen fuhrt, und dass die Bremseinrichtung ausserdem eine Feder aufweist, um die eine oder die mehreren Laufrollen entgegen die Gravitationskraft von dem einen oder den mehreren Bremselementen zu beabstanden.

Das verfahrbare Möbelteil weist somit bevorzugt federgelagerte Laufrollen auf, welche bei einer Zusatzbelastung des Möbelteils entgegen die Federkraft gegen eine Bremsfläche gedrückt werden, wodurch ein Drehen der Laufrollen behindert wird. Die Bremsflächen sind vorteilhaft in Richtung der Gravitationskraft jeweils direkt oberhalb der Laufrollen angeordnet. Ausserdem sind die Bremsflächen bevorzugt jeweils gerundet und insbesondere komplementär zur Aussenfläche der jeweiligen Laufrolle ausgebildet. Die Bremsflächen können insbesondere an einem Bettuntersatz ausgebildet oder fest, das heisst unbeweglich, an diesem angebracht sein. Die Laufrollen sind dann bevorzugt jeweils derart beweglich am Bettuntersatz angebracht, dass sie zur entsprechenden Bremsfläche hin bewegt insbesondere geschwenkt, werden können. Bevorzugt führt eine zusätzliche Gewichtsbelastung von 20 kg und mehr, bevorzugter von 35 kg und mehr, noch bevorzugter von 50 kg und mehr, zu einem Anliegen des oder der Bremselemente an den jeweiligen Laufrollen. Dadurch entspricht die zusätzliche Gewichtsbelastung zumindest dem Gewicht eines Kindes oder eines erwachsenen Menschen.

Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung insbesondere auch ein verfahrbares Möbelteil, das bevorzugt eine Regal- oder Schrankeinheit oder eine Garderobeneinheit aufweist. Bei diesem verfahrbaren Möbelteil kann es sich insbesondere um ein Teil, bevorzugt das erste Möbelteil, derjenigen Möbelanordnung handeln, welche oben sowie nachfolgend erläutert wird. Dieses besagte verfahrbare Möbelteil muss aber nicht zwingend ein Teil einer derartigen Möbelanordnung bilden. So muss es zum Beispiel nicht unbedingt einen nach unten hin offenen Aufnahmeraum zur Aufnahme eines anderen Möbelteils aufweisen bzw. in einen Aufnahmeraum eines anderen Möbelteils hinein verfahrbar sein. Das besagte verfahrbare Möbelteil stellt deshalb eine von der angegebenen Möbelanordnung grundsätzlich unabhängige, weitere eigenständige Erfindung dar und weist auf:

eine oder mehrere Laufrollen, welche das Möbelteil bei dessen bestimmungsgemässer Verwendung abstützen und gleichzeitig ein Verfahren des Möbelteils ermöglichen, sowie

eine Bremseinrichtung mit einem oder mehreren Bremselementen, welche jeweils zum direkten Anliegen an zumindest einer der Laufrollen ausgebildet sind, um ein unbeabsichtigtes Verfahren des Möbelteils zu behindern,

Die Bremseinrichtung dieses verfahrbaren Möbelteils weist einen Motorantrieb zum Bewegen des einen oder der mehreren Bremselemente relativ zu den jeweiligen Laufrollen auf.

Die Bremseinrichtung weist zumindest einen Schalter auf, um den Bewegungsweg des einen oder der mehreren Bremselemente relativ zu der oder den jeweiligen Laufrollen zu begrenzen, insbesondere automatisch zu begrenzen.

Der zumindest eine Schalter kann dazu ausgebildet sein, den Bewegungsweg des einen oder der mehreren Bremselemente zu den jeweiligen Laufrollen hin und/oder des einen oder der mehreren Bremselemente von den jeweiligen Laufrollen weg zu begrenzen. Der Schalter kann insbesondere dazu ausgebildet sein, den Motorantrieb zu stoppen, sobald das oder die Bremselemente ausreichend von den Laufrollen wegbewegt sind. Beim Motorantrieb kann es sich um einen Linearantrieb handeln. Der zumindest eine Schalter ist bevorzugt im Bereich der Laufrollen, insbesondere auf deren Höhe, angeordnet. Vorteilhaft wird er im bestimmun gsgemässen Gebrauch von einem Verbindungselement, insbesondere einer Verbindungsstange, zwischen Motorantrieb und einem oder mehreren der Bremselemente betätigt. Der Schalter dient dadurch bevorzugt zur automatischen Wegbegrenzung des oder der Bremselemente. Bei den Bremselementen handelt es sich bevorzugt um Bremsbacken.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Bevorzugte Ausflihrungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen sind. In den

Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 einen Grundriss eines Wohnraumes mit zwei verfahrbaren, erfindungsgemässen

Möbelteilen sowie einem verfahrbaren Bett;

Fig. 2 eine Schnittansicht des Wohnraums der Fig. 1 entlang der in der Fig. 1 gekennzeichneten Ebene II-II;

Fig. 3 eine seitliche Ansicht des Wohnraums der Fig. 1 aus der in der Fig. 1 gekennzeichneten Richtung III;

Fig. 4 eine seitliche Ansicht des Wohnraums der Fig. 1 aus der in der Fig. 1 gekennzeichneten Richtung IV;

Fig. 4’ eine Detailansicht des in der Figur 4 mit gestrichelten Linien markierten Bereiches;

Fig. 5 eine Ansicht des Wohnraums der Fig. 1 aus der in der Fig. 1 gekennzeichneten

Richtung V;

Fig. 6 eine Ansicht des Wohnraums der Fig. 1 aus der in der Fig. 1 gekennzeichneten

Richtung VI;

Fig. 7 eine seitliche Ansicht des Wohnraums der Fig. 1 aus der in der Fig. 1 gekennzeichneten Richtung VII;

Fig. 8 eine seitliche Ansicht des über das Bett hinaus verfahrbaren Möbelteils der Fig. 1 aus der in der Fig. 1 gekennzeichneten Richtung VIII, mit sichtbarem Antrieb;

Fig. 9 eine seitliche Ansicht eines Hotelzimmers aufweisend eine Möbelanordnung gemäss einer erfindungsgemässen Ausfuhrungsform mit mehreren verfahrbaren Möbelteilen, mit Einzelbett, offenem begehbaren Kleiderschrank und geschlossenem Küchenbereich;

Fig. 10 eine perspektivische Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 9;

Fig. 1 1 eine seitliche Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 9, mit Einzelbett, geschlossenem begehbaren Kleiderschrank und offenem Küchenbereich;

Fig. 12 eine perspektivische Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 1 1 ;

Fig. 13 eine seitliche Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 9, mit Einzelbett, geschlossenem begehbaren Kleiderschrank und geschlossenem Küchenbereich; Fig. 14 eine perspektivische Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 13;

Fig. 15 eine seitliche Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 9, mit Double Size Bett, geschlossenem begehbaren Kleiderschrank und offenem Küchenbereich;

Fig. 16 eine perspektivische Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 15;

Fig. 17 eine seitliche Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 9, mit Queen Size Bett, geschlossenem begehbaren Kleiderschrank und offenem Küchenbereich;

Fig. 18 eine perspektivische Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 17;

Fig. 19 eine seitliche Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 9, mit Double Size Bett, geschlossenem begehbaren Kleiderschrank und geschlossenem Küchenbereich;

Fig. 20 eine perspektivische Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 19;

Fig. 21 eine seitliche Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 9, mit Double Size Bett, offenem begehbaren Kleiderschrank und geschlossenem Küchenbereich;

Fig. 22 eine perspektivische Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 21 ;

Fig. 23 eine seitliche Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 9, mit Double Size Bett, geschlossenem begehbaren Kleiderschrank und offenem Küchenbereich;

Fig. 24 eine perspektivische Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 23;

Fig. 25 eine seitliche Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 9, mit Queen Size Bett, geschlossenem begehbaren Kleiderschrank und geschlossenem Küchenbereich;

Fig. 26 eine perspektivische Ansicht des Hotelzimmers der Fig. 25;

Fig. 27 eine perspektivische Ansicht der Montageeinheit und der Bremseinrichtung eines verfahrbaren Möbelteils einer erfmdungsgemässen Möbelanordnung;

Fig. 28 eine leicht vergrösserte perspektivische Ansicht auf die Seite mit dem Drehrad der in Fig. 27 dargestellten Montageeinheit und Bremseinrichtung;

Fig. 29 eine perspektivische Ansicht auf die Wandseite der in Fig. 27 dargestellten

Montageeinheit und Bremseinrichtung;

Fig. 30 eine Seitenansicht auf die Wandseite der in Fig. 27 dargestellten Montageeinheit und Bremseinrichtung;

Fig. 31 eine Schnittansicht der in Fig. 27 dargestellten Montageeinheit und

Bremseinrichtung entlang der in Fig. 30 angegebenen Ebene A-A;

Fig. 32 eine Seitenansicht der Montageeinheit und der Bremseinrichtung einer anderen

Ausführungsform eines verfahrbaren Möbelteils einer erfmdungsgemässen Möbelanordnung;

Fig. 33 eine Seitenansicht des untersten Bereichs des Möbelteils der Fig. 32 mit den

Laufrollen, inkl. Wandverkleidung;

Fig. 34 eine Seitenansicht des untersten Bereichs des Möbelteils der Fig. 32 mit der auf die

Laufrollen einwirkenden Bremseinrichtung; Fig. 35 eine Seitenansicht des untersten Bereichs des Möbelteils der Fig. 32 mit den

Laufrollen und der Bremseinrichtung, bei aufgehobener Bremswirkung;

Fig. 36 eine perspektivische Ansicht eines verfahrbaren Bettuntersatzes;

Fig. 37 eine andere perspektivische Ansicht des Bettuntersatzes der Fig. 36;

Fig. 38 eine Draufsicht von unten auf eine Laufrolle des Bettuntersatzes der Fig. 36;

Fig. 39 eine Seitenansicht einer Laufrolle des Bettuntersatzes der Fig. 36; sowie

Fig. 40 eine Vorderansicht der Laufrollenhalterung des Bettuntersatzes der Fig. 36, ohne

Laufrolle.

BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

In den Figuren 1 bis 8 ist ein Wohnraum 1 gezeigt mit einer Möbelanordnung gemäss einer ersten erfind ungsgemässen Ausflihrungsform aufweisend drei verfahrbare Möbelteile 2, 3 und 5, wobei es sich beim Möbelteil 5 um ein verfahrbares Bett 5 handelt. Bei dem in den Figuren 1 bis 8 gezeigten Wohnraum 1 kann es sich insbesondere und einen Teil eines Hotelzimmers handeln. In den Figuren

9 bis 26 ist ein anderer Wohnraum 1 in Form eines Hotelzimmers gezeigt, mit einer Möbelanordnung gemäss einer zweiten erfindungsgemässen Ausführungsform. Auch hier weist die Möbelanordnung unter anderem zwei verfahrbare Möbelteile 2, 3 sowie ein weiteres verfahrbares Möbelteil in Form eines Betts 5 auf. Ausserdem ist ein stationäres Möbelteil 4 vorhanden. Die Figuren 27 bis 31 einerseits sowie die Figuren 32 bis 35 andererseits zeigen eine Bremseinrichtung

10 bzw. 1 10 von jeweils einem verfahrbaren Möbelteil gemäss einer erfindungsgemässen Ausführungsform. Die Bremseinrichtungen 10 und 1 10 sind in den Figuren 27 bis 31 sowie 32 bis

35 jeweils im Zusammenhang mit dem Möbelteil 2 dargestellt, könnten genauso gut aber auch beim verfahrbaren Möbelteil 3, allenfalls sogar auch beim Bett 5, eingesetzt werden. Die Figuren

36 bis 40 zeigen eine Bremseinrichtung 59 eines verfahrbaren Betts 5 gemäss einer erfindungsgemässen Ausführungsform.

Bei den unterschiedlichen, in den Figuren 1 bis 40 gezeigten Ausführungsformen sind identische oder ähnliche Elemente mit derselben oder einer ähnlichen Funktion jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.

In dem in den Figuren 1 bis 8 gezeigten Wohnraum 1 ist eine Möbelanordnung mit einem ersten verfahrbaren Möbelteil 2, einem zweiten verfahrbaren Möbelteil 3 sowie einem weiteren verfahrbaren Möbelteil in Form eines Betts 5 vorhanden. Sowohl das erste Möbelteil 2 als auch das zweite Möbelteil 3 und das Bett 5 sind alle unmittelbar angrenzend an eine Wand 14 des Wohnraums 1 positioniert und in dieselbe Richtung entlang von dieser Wand 14 hin und her verfahrbar.

Wie die Figuren 4 und 5 zeigen, weist das erste Möbelteil 2 auf seiner zum Bett 5 hin gewandten Seite eine Regaleinheit 20 und auf der zum zweiten Möbelteil 3 hin gewandten Seite eine Regal- /Schrank-/Garderobeneinheit 21 auf. Die Regaleinheit 20 sowie die Regal-/Schrank- /Garderobeneinheit 21 werden jeweils 1 durch mehrere Ablagefächer gebildet, die schliessbar sein können, aber nicht müssen.

Das zweite Möbelteil 3 bildet auf seiner zum ersten Möbelteil 2 hin gewanden Seite eine Regal- /Schrank-/Garderobeneinheit 30 und auf seiner von ersten Möbelteil 2 weg gewandten Seite eine Regal-/Schrankeinheit 31, wie dies in den Figuren 6 und 7 ersichtlich ist. Auch hier können die Regal-/Schrank-/Garderobeneinheit 30 und die Regal-/Schrankeinheit 31 Ablagefacher aufweisen, die schliessbar sind.

Das erste Möbelteil 2 und das zweite Möbelteil 3 weisen ähnliche Dimensionen auf. Insbesondere sind das erste Möbelteil 2 und das zweite Möbelteil 3 beide gleich hoch und gleich breit, wobei sich die Breite in die senkrecht zur Wand 14 stehende Richtung erstreckt. Die Tiefe des ersten Möbelteils 2 in Richtung parallel zur Wand 14 ist jedoch etwas grösser als diejenige des zweiten Möbelteils 3.

Das erste Möbelteil 2 weist einen ersten Abstützbereich 23 sowie einen zweiten Abstützbereich 25 auf, welche gemeinsam das gesamte Gewicht des ersten Möbelteils 2 gegenüber einem Boden 1 1 abstützen. Das heisst, dass das gesamte Gewicht des ersten Möbelteils 2 von den beiden Abstützbereichen 23 und 25 getragen wird. Wie insbesondere in der Figur 3 gut erkennbar ist, wird der erste Abstützbereich 23 durch zwei Laufrollen 24 gebildet. Aus den Figuren 4 und 8 ist ersichtlich, dass der zweite Abstützbereich 25 durch zwei Laufrollen 26 gebildet wird. Während die beiden Laufrollen 26 des zweiten Abstützbereiches 25 zum Abrollen direkt auf dem Boden 1 1 ausgebiidet sind, sind die beiden Laufrollen 24 des ersten Abstützbereiches 23 in vertikaler Richtung deutlich beanstandet zur Oberfläche des Bodens 11 angeordnet und entsprechend zum Abrollen auf einer gegenüber dem Boden 1 1 erhöht angeordneten Lauffläche ausgebildet.

Analog zum ersten Möbelteil 2 weist auch das zweite Möbelteil 32 auf unterschiedlichen Höhen angeordnete Abstützbereiche 33 bzw. 35 auf, welche durch jeweils zwei Laufrollen 34 bzw. 36 gebildet werden. Insbesondere aus der Figur 3 ist gut ersichtlich, dass die beiden Laufrollen 36 des zweiten Abstützbereiches 35 direkt auf der Oberfläche des Bodens 1 1 aufliegen und zum Abrollen auf dieser beim Verfahren des zweiten Möbelteils 3 ausgebildet sind. Die Laufrollen 34 des ersten Abstützbereiches 33 hingegen sind im Vergleich dazu in einer gegenüber dem Boden 1 1 deutlich erhöhten Position des zweiten Möbelteiles 3 angeordnet. ln der Figur 3 ist deutlich zu erkennen, dass die beiden Laufrollen 24 des ersten Abstützbereiches 23 des ersten Möbelteiles 2 sowie die beiden Laufrollen 34 des ersten Abstützbereiches des zweiten Möbelteiles 3 jeweils alle hintereinander und auf derselben Höhe gegenüber dem Boden 11 angeordnet sind. Sie sind dadurch alle zum Abrollen auf derselben Lauffläche einer weiter unten noch näher erläuterten Laufschiene 62 ausgebildet. Analog dazu sind auch die beiden Laufrollen 26 des zweiten Abstützbereiches des ersten Möbelteiles 2 sowie die beiden Laufrollen 36 des zweiten Abstützbereiches 35 des zweiten Möbelteiles 3 jeweils alle hintereinander und auf einer solchen Höhe angeordnet, dass sie direkt auf der Oberfläche des Bodens 1 1 aufliegen.

Das erste verfahrbare Möbelteil 2 weist zwischen seinem ersten Abstützbereich 23 und seinem zweiten Abstützbereich 25 einen nach unten hin offenen Aufnahmeraum 22 auf (siehe Figuren 4 und 5). Dank diesem Aufnahmeraum 22 ist das erste verfahrbare Möbelteil 2 derart über das Bett 5 hinaus verfahrbar, dass das Bett 5 zumindest teilweise im Aufnahmeraum 22 aufgenommen wird. Das Bett 5 kann dadurch zumindest teilweise im Aufnahmeraum 22 aufgenommen und darin verstaut werden, wie dies in der Figur 3 ersichtlich ist. Selbstverständlich ist es auch möglich, anstatt das erste Möbelteil 2 das Bett 5 zu verfahren, um dieses unter das erste Möbelteil 2 zu bringen und so zumindest teilweise im Aufnahmeraum 22 zu verstauen. Am Bett 5 sind hierzu Laufrollen 53 angebracht.

Aufgrund des Aufnahmeraumes 22 hat das zweite verfahrbare Möbelteil 2 eine insgesamt L- förmige Gestalt mit zwei senkrecht aufeinander stehenden Schenkeln, an deren freien Enden jeweils die Laufrollen 24 bzw. 26 des ersten bzw. zweiten Abstützbereiches 23, 25 angebracht sind. Der von den beiden Schenkeln aufgespannte Bereich bildet den Aufnahmeraum 22.

Beim zweiten verfahrbaren Möbelteil 3 ist kein derartiger Aufnahmeraum vorhanden. Der Raum zwischen dem ersten Abstützbereich 33 und dem zweiten Abstützbereich 35 ist stattdessen über die gesamte Breite des zweiten Möbelteils 3 bis zum Boden 1 1 hin ausgefullt, so dass das zweite Möbelteil 3 eine insgesamt quaderförmige Gestalt hat. Das zweite Möbelteil 3 ist dementsprechend nicht über ein weiteres Möbelteil hinaus verfahrbar. Dafür weisen die Regal-/Schrank- /Garderobeneinheit 30 sowie die Regal-/Schrankeinheit 31 einen verhältnismässig grossen Stau raum auf. Während die Laufrollen 26 und 36 des zweiten Abstützbereiches 25 bzw. 35 also jeweils direkt auf der Oberfläche des Bodens 1 1 aufliegen, liegen die Laufrollen 24 und 34 des ersten Abstützbereiches 23 bzw. 33 jeweils auf einer Lauffläche auf, die sich bezogen auf die Gesamthöhe des ersten bzw. zweiten Möbelteils 2, 3 auf einer Höhe im Bereich von 30-60 %, insbesondere von 40-50 %, über dem Boden 1 1 befindet. Die Lauffläche wird dabei durch eine Laufschiene 62 eines Wandelements 6 gebildet, welches in der Figur 4 und insbesondere der Figur 4‘ gut ersichtlich ist.

Das Wandelement 6 weist eine Befestigungsplatte 61 auf, mit welcher das Wandelement 6 an der Wand 14 befestigt ist. Auf der Oberseite der Befestigungsplatte 61 ist eine Laufschiene 62 mit einem L-förmigen Querschnittsprofi 1 angebracht. Gemeinsam mit der Wand 14 bildet und begrenzt die Laufschiene 62 einen Kanal 63. Der Kanal 63 ist nach oben hin offen ausgebildet und dient zur Aufnahme der Laufrollen 24 des ersten Möbelteils 2 sowie der Laufrollen 34 des zweiten Möbelteils 3. Aus der Figur 2 ist ersichtlich, dass sich das Wandelement 6 mit seiner Befestigungsplatte 61 und der Laufschiene 62 im Wesentlichen über die gesamte Länge der Wand 14 erstreckt.

Wie zudem in der Figur 4 erkennbar ist, weist das erste Möbelteil 2 ein sich unmittelbar neben den Laufrollen 24 nach unten hin erstreckendes Führungselement 27 auf, welches zumindest teilweise in den Kanal 63 der Laufschiene 62 hineinragt und dadurch das erste Möbelteil 2 bei dessen Verfahren entlang der Laufschiene 62 fuhrt. Ein entsprechendes in den Kanal 63 hineinragendes Führungselement ist auch beim zweiten verfahrbaren Möbelteil 3 vorhanden, jedoch in den Figuren nicht sichtbar. Grundsätzlich könnte das Führungselement 27 auch entfallen. Das erste Möbelteil 2 bzw. das zweite Möbelteil 3 wäre dann aufgrund des Hineinragens der Laufrollen 24 bzw. 34 in den Kanal 63 hinein beim Verfahren weiterhin geführt. Allerdings würde dann eine zusätzliche seitliche Belastung auf die Laufrollen 24 und 34 wirken. Durch das Vorsehen eines Führungselementes 27 können seitliche auf die Laufrollen 24, 34 wirkende Kräfte, welche aufgrund der Führung entlang der Laufschiene 62 auftreten können, vermieden und stattdessen vom Führungselement 27 aufgenommen werden.

Beim teilweisen Verstauen des Betts 5 in den Aufnahmeraum 22 des ersten Möbelteils 2 kann mithilfe von Couchkissen 51 der noch hervorstehende Teil des Betts 5 zu einem Sofa umgenutzt werden, wie dies insbesondere in den Figuren 3 und 4 erkennbar ist. Ausserdem kann das Bett 5 Schubladen 52 aufweisen, welche unterhalb der Bettfläche angeordnet sind und zusätzlichen Stauraum bieten. Die Schubladen 52 sind vorteilhaft auf Laufrollen oder reibungsarmen Flächen gelagert, um das Herausziehen der Schubladen 52 aus dem Bett 5 entlang der Wand 14 zu erleichtern. Beide Möbelteile 2 und 3 weisen jeweils eine Bremseinrichtung 10 oder eine Bremseinrichtung 1 10 auf, wie sie in den Figuren 27 bis 31 bzw. 32 bis 35 gezeigt und weiter unten beschrieben sind. Die Bremseinrichtung 10 bzw. 1 10 dient dazu, ein unbeabsichtigtes Verschieben der Möbelteile 2 und 3 zu verhindern.

Um das Verfahren des ersten Möbelteils 2 sowie des zweiten Möbelteils 3 zu erleichtern, können die beiden Möbelteile 2, 3 zusätzlich zur Bremseinrichtung 10 bzw. 1 10 optional jeweils einen manuellen Antrieb mit einem Drehrad 28 bzw. 38 aufweisen. In beispielsweise den Figuren 5 und 7 ist erkennbar, dass das Drehrad 28 bzw. 38 jeweils an der von der Wand 14 abgewandten Stirnseite des ersten Möbelteils 2 bzw. des zweiten Möbelteils 3 auf ungefähr der halben Höhe des Möbelteils 2 bzw. 3 angeordnet ist. Auf diese Weise ist es für einen erwachsenen Benutzer einfach bedienbar.

Anhand der Figur 8 wird nachfolgend der manuelle Antrieb des ersten Möbelteils 2 erläutert. Das Drehrad 28 ist mittels eines Keilriemens 29 auf einer Innenseite des ersten Möbelteils 2 mit einer der Laufrollen 26 des zweiten Abstützbereiches 25 verbunden. Eine Drehung des Drehrades 28 durch einen Benutzer wird dadurch mittels des Keilriemens 29 auf die entsprechende Laufrolle 26 übertragen. Auf diese Weise bewirkt eine Drehung des Drehrades 28 direkt ein Drehen der entsprechenden Laufrolle 26 und somit ein Verfahren des ersten Möbelteils 2 entlang der Wand 14. Indem eine geeignete Übersetzung zwischen dem Drehrad 28 und der entsprechend vom Keilriemen 29 angetriebenen Laufrolle 26 gewählt wird, kann ein Verfahren des ersten Möbelteils 2 mit einem für den Benutzer minimalen Kraftaufwand erreicht werden. Ein entsprechender Antrieb kann auch beim zweiten Möbelteil 3 vorhanden sein. Anstelle des Keilriemens 29 kann auch ein Zahnriemen verwendet werden.

Die in den Figuren 9 bis 26 dargestellte Ausflihrungsform betrifft einen Wohnraum 1 in Form eines flexibel nutzbaren Hotelzimmers. Der Wohnraum 1 ist wie üblich quaderförmig ausgebildet mit einer Decke und einem Boden 1 1 sowie vier senkrecht aufeinander stehenden Wänden, welche sich zwischen der Decke und dem Boden 1 1 erstrecken. Entlang einer dieser Wände, der Wand 14, sind verschiedene funktionelle Bereiche hintereinander angeordnet, wie ein Badzimmer 7, ein Küchenbereich, ein begehbarer Kleiderschrank sowie ein Schlafbereich. Auf der von der Wand 14 entfernten Seite des Wohnraums 1 führt ein Korridor 12 von einer Eingangstür 13 entlang dieser funktionellen Bereiche und gewährt dadurch deren Zugang.

Von der Eingangstür 13 her kommend befindet sich als erstes das Badzimmer 7 mit Dusche, WC und Waschbecken. Direkt anschliessend, d.h. ohne Zwischenraum, folgt ein stationäres Möbelteil 4, welches auf seiner vom Badzimmer 7 abgewandten Seite eine Kücheneinheit 40 mit Herd, Backofen, Spüle etc. beinhaltet. Zusätzlich zur Kücheneinheit 40 kann das stationäre Möbelteil 4 auf seiner vom Badzimmer 7 abgewandten Seite eine Waschmaschine 42 aufweisen. Ausserdem ist im stationären Möbelteil 4 ein Kühlschrank 41 derart integriert, dass er an der Stirnseite des stationären Möbelteils 4, also vom Korridor 12 aus, geöffnet werden kann. Aufgrund seiner Ausrichtung zum Korridor 12 hin ist die Zugänglichkeit des Kühlschranks 41 jederzeit gegeben und insbesondere unabhängig von der Position der weiter unten noch beschriebenen verfahrbaren Möbelteile 2, 3 und 5.

Unmittelbar nach dem stationären Möbelteil 4 sind zwei entlang der Wand 14 verfahrbare Möbelteile 3 und 2 sowie ein weiteres ebenfalls entlang der Wand 14 verfahrbares Möbelteil in Form eines Betts 5 vorgesehen. Das Bett 5 weist hierzu Laufrollen 53 auf. Ausserdem hat das Bett 52 herausziehbare Schubladen 52, welche zusätzlichen Stauraum bieten.

Das erste verfahrbare Möbelteil 2 ist genauso wie das erste verfahrbare Möbelteil 2 der Figuren 1 bis 8 ausgebildet. Es weist insbesondere eine insgesamt L-förmige Gestalt mit einem Aufnahmeraum 22 auf, der zwischen einem ersten Abstützbereich 23 und einem zweiten Abstützbereich 25 ausgebildet ist. Die beiden Abstützbereiche 23 und 25 sind auf unterschiedlichen Höhen angeordnet und weisen jeweils Laufrollen 24 bzw. 26 auf, wobei die Laufrollen 24 des ersten Abstützbereiches 23 in den Figuren 9-26 nicht erkennbar sind. Gut erkennbar ist jedoch die Laufschiene 62 des Wandelements 6, auf welcher die Laufrollen 24 beim Verfahren des ersten Möbelteils 2 abrollen. Das erste Möbelteil 2 ist derart über das Bett 5 hinaus verfahrbar, dass das Bett 5 zumindest zum Teil im Aufnahmeraum 22 aufgenommen werden kann.

Das zweite verfahrbare Möbelteil 3 ist genauso wie das zweite verfahrbare Möbelteil 3 der Figuren 1 bis 8 ausgebildet. Es weist ebenso einen ersten Abstützbereich 33 mit Laufrollen 34 sowie einen zweiten Abstützbereich 35 mit Laufrollen 36 auf, welche das Gewicht des zweiten Möbelteils 3 gegenüber dem Boden 1 1 abstützen. Die Laufrollen 34 des ersten Abstützbereiches 33 sind in den Figuren 9 bis 26 nicht erkennbar. Während die Laufrollen 36 auf dem Boden 11 aufliegen und direkt auf diesem abrollen, rollen die Laufrollen 34 beim Verfahren des zweiten Möbelteils 3, genauso wie die Laufrollen 24 des ersten Möbelteils 2, auf der durch die Laufschiene 62 gebildeten Lauffläche ab.

Das erste verfahrbare Möbelteil 2 und das zweite verfahrbare Möbelteil 3 weisen jeweils auf ihrer dem Korridor 12 zugewandten Stirnseite ein Drehrad 28 bzw. 38 auf, mittels welchem je nach Ausführungsform eine Bremseinrichtung 10 oder 1 10 betätigbar ist. Die Bremseinrichtungen 10 und 1 10 sind in den Figuren 27 bis 31 bzw. 32 bis 35 gezeigt und werden weiter unten beschrieben. Die Bremseinrichtungen 10 und 1 10 weisen jeweils einen Ruhezustand auf, in welchem eine Bremswirkung erzeugt wird, und einen aktivierten Zustand, in welchem die Bremswirkung aufgehoben ist. Mittels des Drehrads 28 bzw. 38 kann die Bremseinrichtung 10 oder 1 10 vom Ruhezustand in den aktivierten Zustand (und umgekehrt) gewechselt werden, um das Möbelteil 2 bzw. 3 einfach zu verfahren.

Es werden nachfolgend die in den Figuren 9 bis 26 dargestellten Nutzungsmöglichkeiten des als Wohnraum 1 ausgebildeten Hotelzimmers aufgezeigt.

Bei der in den Figuren 9 und 10 dargestellten Variante ist das Bett 5 zumindest teilweise im Aufnahmeraum 22 des ersten Möbelteils 2 aufgenommen. Es kann dadurch als Sofa mit Couchkissen 51 und als Einzelbett mit einer Breite von 1 10 cm genutzt werden. Aufgrund der beanstandeten Anordnung des zweiten und dritten Möbelteils 2, 3 ist ein dazwischen angeordneter begehbarer Kleiderschrank mit Regal-/Schrank-/Garderobeneinheiten 21 , 30 vorhanden. Die Kücheneinheit 40 wird bei dieser Anordnung nicht genutzt und ist entsprechend vom zweiten Möbelteil 3 verdeckt, welches bis zum Anschlag an das stationäre Möbelteil 4 herangeschoben ist.

Die in den Figuren 1 1 und 12 gezeigte Variante unterscheidet sich von derjenigen der Figuren 9 und 10 dadurch, dass das zweite verfahrbare Möbelteil 3 bis zum Anschlag an das erste verfahrbare Möbelteil 2 hin geschoben ist und dadurch den zwischen dem stationären Möbelteil 4 und dem zweiten Möbelteil 3 vorhandenen Küchenbereich freigibt. Nicht zugänglich ist bei dieser Variante jedoch der zwischen dem ersten Möbelteil 2 und dem zweiten Möbelteil 3 vorgesehene begehbare Kleiderschrank.

Bei der in den Figuren 13 und 14 dargestellten Variante ist die Einheit mit dem Bett 5 sowie den verfahrbaren Möbelteilen 2 und 3 im Vergleich zur Variante der Figuren 1 1, 12 bis zum Anschlag an das stationäre Möbelteil 4 herangeschoben. Auf diese Weise wird auf Kosten des Küchenbereiches ein verhältnismässig grosser Raum anschliessend an das Bett 5 freigegeben, wodurch Platz zum Beispiel für Fitnessübungen geschaffen wird.

Die in den Figuren 15 und 16 dargestellte Variante unterscheidet sich dadurch von derjenigen der Figuren 1 1 und 12, dass das Bett 5 weiter gegenüber dem ersten Möbelteil 2 herausgezogen ist und dadurch die Breite von 140 cm eines Double Size Betts bietet.

In den Figuren 17 und 18 ist das Bett 5 im Vergleich zu den Figuren 1 1 und 12 sowie 15 und 16 sogar noch weiter gegenüber dem ersten Möbelteil 2 herausgezogen. Dadurch ist die gesamte Breite des Betts 5 von 160 cm nutzbar. Das Bett 5 bildet somit ein Queen Size Bett.

Im Vergleich zur Variante der Figuren 13 und 14 ist bei derjenigen der Figuren 19 und 20 das Bett 5 soweit gegenüber dem ersten Möbelteil 2 herausgezogen, dass es ein Double Size Bett von 140 cm Breite bildet. Der anschliessend zum Bettbereich verbleibende Platz kann beispielsweise zum Arbeiten benutzt werden.

Bei der in den Figuren 21 und 22 gezeigten Variante ist der in den Figuren 19 und 20 Platz zum Arbeiten verkleinert, dafür ist zwischen den Möbelteilen 2 und 3 ein begehbarer Kleiderschrank zugänglich.

Bei der Variante der Figuren 23 und 24 ist im Vergleich zur Variante der Figuren 21 und 22 anstelle des begehbaren Kleiderschranks der Küchenbereich zwischen dem zweiten verfahrbaren Möbelteil 3 und dem stationären Möbelteil 4 zugänglich.

Die Variante der Figuren 25 und 26 eignet sich besonders gut für einen Kurzaufenthalt von zwei Personen, da der Schlafbereich mit dem von zwei gegenüberliegenden Seiten her zugänglichen Queen Size Bett von 160 cm Breite geräumig bemessen ist. Dafür ist weder der Küchenbereich noch der begehbare Kleiderschrank zugänglich. Stauraum für Kleider etc. ist dank der Regaleinheit 20 des ersten Möbelteils 2 trotzdem vorhanden. Ausserdem ist der Kühlschrank 41 uneingeschränkt benutzbar. ln den Figuren 27 bis 31 ist die Bremseinrichtung 10 des verfahrbaren Möbelteil 2 dargestellt, welches zudem eine Montageeinheit 8 mit einem ersten Montagerahmen 81 und einem zweiten Montagerahmen 82 aufweist. Genauer gesagt sind sogar zwei Bremseinrichtung 10 dargestellt, nämlich jeweils eine für jeden der beiden Abstützbereiche 23 und 25. Die Bremseinrichtungen 10 könnten jedoch genauso gut ein Teil des verfahrbaren Möbelteils 3 oder allenfalls sogar des verfahrbaren Betts 5 darstellen.

Die beiden Montagerahmen 81, 81 sind via zwei Verbindungsholmen 83 miteinander verbunden und bilden gemeinsam mit diesen die Grundkonstruktion des Möbelteils 2. In den Figuren 27 bis 31 aus darstellerischen Gründen nicht gezeigte Regal-, Schrank- und/oder Garderobeneinheiten sind insbesondere im Bereich oberhalb der beiden Verbindungsholme 83 an der Montageeinheit 8 befestigt und werden von dieser gehalten. Das Möbelteil 2 weist wie in den Figuren 1 bis 26 gezeigt einen ersten Abstützbereich 23 und einen zweiten Abstützbereich 25 auf, in denen es via Laufrollen 24 bzw. 26 einerseits auf einem an der Wand 14 angebrachten Wandelement 6 und andererseits auf dem Boden 1 1 abgestützt ist.

Die Abstützung erfolgt im ersten Abstützbereich 23 mittels Laufrollen 24, welche jeweils als Kegelrollen ausgebildet sind und auf einem im Querschnitt kreisförmigen Laufprofil 64 geführt abrollen. Das Laufprofil 64 ist an einer Laufschiene 62 befestigt, welche an der Befestigungsplatte 61 angebracht ist. Gemeinsam bildet das Laufprofil 64, die Laufschiene 62 und die Befestigungsplatte 61 ein an der Wand 14 angebrachte Wandelement 6.

Innerhalb der beiden Montagerahmen 81 und 82 sind jeweils Querträger 84 angebracht, welche zur Montage von Elementen einer Übertragungsmechanik 9 dienen. Die Übertragungsmechanik 9 dient zur Übertragung von Bewegungen eines Drehrades 28 auf eine erste Bremseinrichtung 10 im Bereich des ersten Abstützbereiches 23 sowie auf eine zweite Bremseinrichtung 10 im Bereich des zweiten Abstützbereiches 25. Das Drehrad 28 dient hier somit zum Lösen einer auf die Laufrollen 24, 26 wirkenden Bremse, um dadurch ein Verfahren des Möbelteils 2 entlang der Wand 14 zu ermöglichen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Möbelteil 2 nicht unbeabsichtigt verfahren werden kann.

Das Drehrad 28 ist drehfest mit einem Ausgangszahnrad 91 verbunden, welches mit einem ersten Übertragungszahnrad 92 in Eingriff steht und dadurch Drehbewegungen des Drehrades 28 auf das erste Übertragungszahnrad 92 überträgt. Das erste Übertragungszahnrad 92 steht wiederum in Eingriff mit einem ersten Wellenzahnrad 93 und überträgt die Drehbewegung des Drehrades 28 somit in eine Drehbewegung des ersten Wellenzahnrades 93, welches dieselbe Drehrichtung aufweist wie das Drehrad 28. Das erste Wellenzahnrad 93 ist drehfest an einem ersten Ende einer Übertragungswelle 94 angebracht, welche sich parallel zwischen den beiden Verbindungsholmen 83 erstreckt und die Drehbewegung auf die Seite des zweiten Montagerahmens 82 überträgt. Am zweiten Ende der Übertragungswelle 94 auf der Seite des zweiten Montagerahmens 82 ist drehfest ein zweites Wellenzahnrad 95 befestigt, welches in Eingriff mit einem zweiten Übertragungszahnrad 95 steht. Das zweite Übertragungszahnrad 95 schliesslich steht ausserdem mit einem Endzahnrad 97 in Eingriff. Das Endzahnrad 97 ist drehfest mit einem Exzenter 98 verbunden (Figuren 29 und 30). Somit werden Drehbewegungen des Drehrades 28 via die Übertragungsmechanik 9 mit den Zahnrädern 91-93 und 95-97 sowie der Übertragungswelle 94 auf den Exzenter 98 übertragen.

Die Bremseinrichtung 10 weist, wie es in den Figuren 29 und 30 gut ersichtlich ist, einen stationären Block 101 auf, der unbeweglich mit dem zweiten Montagerahmen verbunden ist. Des Weiteren weist die Bremseinrichtung 10 einen Bremsblock 102 auf, der in vertikaler Richtung beweglich zwischen dem stationären Block 101 und den Laufrollen 24 angeordnet ist. Eine vertikale Führung 104 ist vorhanden, um die Bewegungen des Bremsblock 102 entlang der vertikalen Richtung zu führen. Via Federelemente 103 ist der Bremsblock 102 mit dem stationären Block 101 verbunden. Aufgrund der Federelemente 103 ist der Bremsblock 102 mit einer Federkraft beaufschlagt, welche den gesamten Bremsblock 102 und insbesondere an dessen Unterseite angebrachte Bremsklötze 105 gegen die Laufrollen 24 presst, um dadurch eine Bremswirkung hervorzurufen. Die Bremsklötze 105 liegen auf den radialen Aussenflächen der Laufrollen 24 an und greifen in die dort jeweils vorhandene Vertiefung ein (siehe Figur 31). Aufgrund des Hineingreifens in die Vertiefungen verbessert sich die Bremswirkung.

Die Bremswirkung kann aufgehoben werden, indem der gesamte Bremsblock 102 entgegen die von den Federelementen 103 bewirkte Federkraft angehoben und die Bremsklötze 105 somit von den Laufrollen 24 wegbewegt werden. Hierzu muss einfach das Drehrad um ca. 15° in eine beliebige Richtung gedreht werden, was eine entsprechende Drehung des Exzenters 98 bewirkt. Durch die Drehung des Exzenters 98 wird der Bremsblock 102 angehoben und das Möbelteil 2 kann verfahren werden.

Eine analoge Bremseinrichtung 10 wie im Bereich des ersten Abstützbereiches 23 ist auch im Bereich des zweiten Abstützbereiches 25 vorgesehen. Die Bremseinrichtung 10 im Bereich des zweiten Abstützbereiches 25, welche aufgrund einer Verschalung 85 in den Figuren nicht erkennbar ist, ist identisch ausgestaltet wie diejenige des ersten Abstützbereiches 23. Der Bremsblock 102 ist anstatt mittels eines Exzenters jedoch mittels einer Verbindungsstange 99 bewegbar. Die Verbindungsstange 99 ist mit ihrem ersten Ende gelenkig am ersten Wellenzahnrad 93 und mit ihrem zweiten Ende gelenkig am Bremsblock 102 angebracht, so dass bei einer Drehung des Drehrads 28 die Verbindungsstange 99 und mit ihr der Bremsklotz 105 angehoben werden. Auch hierzu genügt eine Drehung des Drehrads 28 um ca. 15° in eine beliebige Richtung. ln der Figur 32 ist eine weitere Ausführungsform eines verfahrbaren Möbelteils 2 in Seitenansicht gezeigt. Das verfahrbare Möbelteil 2 weist eine Montageeinheit 8 auf, deren Grundstruktur gleich oder ähnlich wie diejenige der Montageeinheit 8 der in den Figuren 27 bis 31 dargestellten Ausfuhrungsform ausgebildet ist. Im Unterschied zur Ausfuhrungsform der Figuren 27 bis 31 ist hier eine motorisch angetriebene Bremseinrichtung 1 10 vorgesehen. Die Bremseinrichtung 1 10 dient dazu, die Laufrollen 24 zu bremsen, um ein unbeabsichtigtes Verfahren des verfahrbaren Möbelteils 2 zu verhindern. Wenn das Möbelteil 2 durch einen Benutzer jedoch verfahren werden soll, können die Laufrollen 24 durch die Bremseinrichtung 1 10 freigegeben werden. Die in den Figuren 32 bis 35 dargestellte Bremseinrichtung 1 10 könnte genauso gut im verfahrbaren Möbelteil 3 oder allenfalls sogar im verfahrbaren Bett 5 eingesetzt werden.

In der Ruhestellung des Möbelteils 2 wird ein Drehen der Laufrollen 24 somit durch die Bremseinrichtung 1 10 behindert. Um die Bremswirkung zum Verfahren des Möbelteils 2 zu lösen, kann ein seitlich am Möbelteil 2 angeordneter Kipphebel 1 17 betätigt werden, indem er aus seiner senkrechten Ruhestellung entweder nach links oder rechts bewegt wird (siehe Figur 32). Mittels zweier Rückstellfedern 1 19 wird der Kipphebel 1 17 in seiner Ruhestellung gehalten. Am unteren Ende des Kipphebels 1 17 ist ein Exzenter 1 18 angebracht, welcher bei einer Bewegung des Kipphebels 1 17 aus seiner Ruhestellung heraus einen elektrischen Schalter 1 15 betätigt.

Anstelle des Kipphebels 1 17 kann auch ein Drehrad, ähnlich wie das Drehrad 28 der Ausführungsform der Figuren 27 - 30, vorgesehen sein, welches beim Drehen via den Exzenter 1 18 den Schalter 1 15 betätigt. Der Kipphebel 1 17 und das Drehrad 28 könnten grundsätzlich auch beide ganz entfallen. Der Benutzer müsste dann einfach den Schalter 1 15 direkt betätigen.

Der Schalter 1 15 ist elektrisch, d.h. zum Beispiel via eines Kabels, mit einem Linearantrieb 114 der Bremseinrichtung 1 10 verbunden. Der Linearantrieb 114 dient dazu, die von Bremsbacken 111 auf die Laufrollen 24 ausgeübte Bremskraft aufzuheben, um ein Verfahren des Möbelteils 2 zu ermöglichen. Wie in den Figuren 34 und 35 gezeigt ist, ist hierzu ein linear bewegbarer Kolben des Linearantriebs 1 14 mit einer Wippe 1 13 verbunden. Der Kolben ist in bekannter Weise z.B. mittels eines Elektromotors in und aus einem Zylinder bewegbar.

Die Wippe 1 13 ist um eine Drehachse 120 drehbar an der Montageeinheit 8 befestigt. Ein erstes Ende der Wippe 1 13 ist gelenkig mit dem Kolben des Linearantriebs 1 14 verbunden. Ein zweites Ende der Wippe 1 13 ist gelenkig an einer Verbindungsstange 112 angebracht, welche ihrerseits gelenkig mit der Bremsbacke 1 1 1 einer ersten Laufrolle 24 verbunden ist. Eine weitere Verbindungsstange 1 12 ist einerseits gelenkig mit der Bremsbacke 1 1 1 einer zweiten Laufrolle 24 und andererseits mit der Wippe 1 13 verbunden. Die Verbindung dieser weiteren Verbindungsstange 1 12 mit der Wippe 1 13 erfolgt dabei zwischen der Drehachse 120 und dem Verbindungspunkt des Kolbens des Linearantriebs 1 14 mit der Wippe 1 13. Die beiden Verbindungsstangen 1 12 bilden zusammen mit der Wippe 1 13 ein Gestänge, mittels welchem zwei Bremsbacken 1 1 1 gemeinsam bewegbar sind, welche unterschiedlichen Laufrollen 24 zugehören.

Ein zweiter Schalter 1 16 ist im Bereich der zweiten Laufrolle 24 angebracht. Je nach Stellung der Bremseinrichtung 1 10 wird der Schalter 1 16 von einer der Verbindungsstangen 1 12 betätigt oder nicht. Via eine in den Figuren nicht gezeigte Kabelverbindung ist der Schalter 116 mit dem Linearantrieb 1 14 verbunden. Der Schalter 1 16 dient zur Begrenzung des Wegs des Linearantriebs 1 14. ln der Figur 34 ist die Bremseinrichtung 1 10 in ihrem Ruhezustand gezeigt. Beide Bremsbacken 1 1 1 liegen dabei an den Laufrollen 24 an und behindern dadurch ein Verfahren des Möbelteils 2. Der Kolben ist maximal in den Zylinder des Linearantriebs 1 14 eingefahren. Bei einer Betätigung des Kipphebels 1 17 durch einen Benutzer wird via den Schalter 1 15 der Linearantrieb 114 aktiviert, welcher den Kolben linear aus dem Zylinder hinausbewegt (siehe Figur 35). Dadurch wird die Wippe 1 13 im Gegenuhrzeigersinn um die Drehachse 120 gedreht und bewegt damit die Verbindungsstangen 1 12 jeweils zu den Laufrollen 24 hin. Die an den Verbindungsstangen 112 angebrachten Bremsbacken 1 1 1 werden dabei von den Laufrollen 24 wegbewegt, wodurch die Bremswirkung aufgehoben wird und das Möbelteil verfahren werden kann. Aufgrund der Bewegung der Wippe 1 13 und der daran angebrachten Verbindungsstangen 1 2 wird der Schalter 1 16 betätigt. Dieser stoppt den Linearantrieb 1 14 sobald die Bremsbacken 1 1 1 ausreichend von den Laufrollen 24 wegbewegt wurden. Die Bremseinrichtung 1 10 ist somit im aktivierten Zustand und das Möbelteil 2 kann verschoben werden. Sobald der Benutzer den Kipphebel 1 17 wieder in seine senkrechte Ruhestellung bringt bzw. diesen loslässt, wird dies vom Schalter 115 detektiert und der Linearantrieb 1 14 in seine Ausgangsstellung zurückgefahren, um die Bremswirkung wieder auszuüben. Der Linearantrieb 1 14 wird somit in Abhängigkeit der Stellungen der beiden Schalter 1 15 und 1 16 gesteuert.

Die Bremseinrichtung 1 10 ist, wie es in der Figur 33 gezeigt ist, mittels einer Wandverkleidung 121 abgedeckt. Um ein gerades Verfahren des Möbelteils 2 zu gewährleisten, können in den Bereichen der Laufrollen 24 jeweils Gleitelemente 122 vorgesehen sein, welche nach unten in eine am Boden 1 1 angebrachte Laufschiene ragen. ln den Figuren 36 und 37 ist ein Bettuntersatz 54 des Betts 5 gezeigt. Der Bettuntersatz 54 weist eine mit Lüftungslöchern versehene Trägerplatte 57 auf. An der Unterseite der Trägerplatte 57 sind beidseitig Holme 58 mit daran montierten Laufrollenhalterungen für Laufrollen 53 angebracht, um das Bett 5 verfahren zu können. Um ein gerades Verfahren des Betts 5 zu gewährleisten, ist in den Bereichen der wandseitigen Laufrollen 53 jeweils ein Führungselement 56 am Holm 58 angebracht. Die Führungselemente 56 sind jeweils mit einem Führungsblock verbunden, welcher geführt entlang einer an der Wand 14 und/oder am Boden 1 1 angebrachten Führungsschiene 55 verfahrbar ist. Der Bettuntersatz 54 weist eine Bremseinrichtung 59 auf, welche ein Verfahren des Bettuntersatzes 54 nur im unbelasteten Zustand erlaubt. Wenn das Bett 5 benutzt und somit zusätzlich belastet wird, ist durch diese Bremseinrichtung 59 also sichergestellt, dass das Bett 5 an Ort und Stelle bleibt.

Die Laufrollenhalterung inkl. der Bremseinrichtung 59 ist in den Figuren 38 bis 40 im Detail dargestellt. Die Laufrollen 53 sind jeweils via Radträger 591 mit dem Holm 58 verbunden. Am unteren Ende der Radträger 591 ist jeweils die Laufrolle 53 mit ihrer Drehachse 530 gehalten. Das obere Ende der Radträger 591 ist gelenkig am Holm 58 angebracht, so dass die Laufrolle 53 in vertikaler Richtung zum Holm 58 und somit zur Trägerplatte 57 hin bewegbar ist. Mittels einer Spiralfeder 592 werden die Radträger 591 jeweils nach unten, das heisst vom Holm 58 weg, gedrückt. Die Laufrollen 53 sind dadurch frei drehbar und das Bett 5 somit verfahrbar.

Wenn ein Gewicht auf dem Bettuntersatz 54 lastet, beispielsweise das Gewicht eines erwachsenen Menschen, wird die Trägerplatte 57 entgegen der von den Spiralfedern 592 ausgeübten Federkraft nach unten gegen die Laufrollen 53 gedrückt. Die Laufrollen 53 werden dadurch relativ zum Holm 58 nach oben hin verschwenkt und geraten in Anlage mit einer Bremsfläche 590. Die Bremsflächen 590 sind jeweils unmittelbar oberhalb der Laufrollen 53 am Holm 58 angeordnet und als gerundete Flächen komplementär zur Aussenfläche der Laufrollen 53 ausgebildet. Aufgrund der Anlage mit den Bremsflächen 590 wird ein Drehen der Laufrollen 53 gebremst bzw. behindert. Ein unbeabsichtigtes Verfahren des Betts 5 wird dadurch bei Belastung verhindert. Der Holm 590 bildet mit seinen Bremsflächen 590 somit ein Bremselement.

BEZUGSZEICHENLISTE

1 Wohnraum /Garderobeneinheit

22 Aufnahmeraum

1 1 Boden 23 Erster Abstützbereich

12 Korridor 24 Laufrollen

13 Eingangstür 25 Zweiter Abstützbereich

14 Wand 26 Laufrollen

27 Führungselement

2 Erstes verfahrbares Möbelteil 28 Drehrad

20 Regaleinheit 29 Keilriemen

21 Regab/Schrank- Zweites verfahrbares Möbelteil 7 Badzimmer

Regal-/Schrank-

/Garderobeneinheit 8 Montageeinheit

Regal-/Schrankeinheit 81 Erster Montagerahmen Erster Abstützbereich 82 Zweiter Montagerahmen Laufrollen 83 Verbindungsholm

Zweiter Abstützbereich 84 Querträger

Laufrollen 85 Verschalung

Drehrad

9 Übertragungsmechanik Stationäres Möbelteil 91 Ausgangszahnrad

Kücheneinheit 92 Erstes Übertragungszahnrad Kühlschrank 93 Erstes Wellenzahnrad Waschmaschine 94 Übertragungswelle

95 Zweites Wellenzahnrad Bett 96 Zweites Übertragungszahnrad Couchkissen 97 Endzahnrad

Schubladen 98 Exzenter

Laufrollen 99 Verbindungsstange

Drehachse

Bettuntersatz 10 Bremseinrichtung

Laufschiene 101 Stationärer Block

Führungselement 102 Bremsblock

Trägerplatte 103 Federelement

Holm 104 Vertikale Führung

Bremseinrichtung 105 Bremsklotz

Bremsfläche

Radträger 1 10 Bremseinrichtung

Spiralfeder 11 1 Bremsbacke

1 12 Verbindungsstange

Wandelement 1 13 Wippe

Befestigungsplatte 1 14 Linearantrieb

Laufschiene 1 15 Schalter

Kanal 1 16 Schalter

Laufprofil 1 17 Kipphebel

1 18 Exzenter Rückstellfeder 121 Wandverkleidung

Drehachse 122 Gleitelement