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Title:
GLUING PLASTIC EXTRUDATES TO MATERIAL SURFACES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/022546
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to methods for joining or assembling thermoplastic synthetic extrudates, especially in the form of a billet or band, to material surfaces, preferably by means of gluing, in addition to objects produced according to said methods. The invention also relates to the use of special adhesives and adhesive compositions for gluing thermoplastic synthetic extrudates to material surfaces.

Inventors:
ERB ARMIN (DE)
SCHROEDEL JUERGEN (DE)
TERFLOTH CHRISTIAN (DE)
Application Number:
PCT/EP2002/008672
Publication Date:
March 20, 2003
Filing Date:
August 03, 2002
Export Citation:
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Assignee:
JOWAT GMBH & CO KG (DE)
ERB ARMIN (DE)
SCHROEDEL JUERGEN (DE)
TERFLOTH CHRISTIAN (DE)
International Classes:
B27D5/00; B29C43/28; B29C47/02; B29C63/00; B29C65/02; B29C69/02; B32B7/12; C09J5/06; C09J175/04; B29C65/48; C08L75/04; (IPC1-7): B29C43/28; B29C63/00; B29C69/02; B29C47/02; B32B31/00; B32B7/12
Domestic Patent References:
WO2000053399A12000-09-14
WO2000053387A12000-09-14
Foreign References:
US4477636A1984-10-16
EP0158086A11985-10-16
US5866656A1999-02-02
Attorney, Agent or Firm:
GESTHUYSEN, VON ROHR & EGGERT (Essen, DE)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Verfahren zum Verbinden eines Kunststoffextrudates mit einer Werk stoffoberfläche, bei dem man einen extrudierten thermoplastischen Kunst stoffstrang vorzugsweise unmittelbar nach seiner Herstellung im noch formbaren, insbesondere warmen Zustand auf eine Werkstoffoberfläche appliziert, die in dem Bereich, auf welcher das extrudierte Strangmaterial appliziert wird, zuvor mit einem Klebstoff beschichtet worden ist, und man anschließend das applizierte Strangmaterial mit einem Formge bungsmittel, insbesondere mit einer oder mehreren Rollen, an die Werk stoffoberfläche andrückt oder anpreßt, wobei hierdurch gleichzeitig eine Formgebung des Strangmaterials erfolgt, dadurch gekennzeichnet, der eingesetzte Klebstoff ausgewählt wird aus der Gruppe von (i) wäßrigen Polyurethandispersionen, die gegebenenfalls ionisch stabili siert sein können, und (ii) lösemittelfreien thermoplastischen Schmelzklebstoffen auf Basis von Polyurethanen und/oder Polyamiden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Extrudat ein thermoplastischer Kunststoff auf Basis von Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol, ABS und/oder Polyurethan ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff aus Kunststoff oder aus Holz besteht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff ein Holzwerkstoff in Form eines Brettes oder einer Platte, insbesondere eine Holzspanplatte, eine Preßspanplatte, eine MDF Platte oder dergleichen, ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das extrudierte und geformte Strangmaterial ein Kantenband oder eine Kantenleiste bildet, das oder die mit der Schmalseite oder Kante des brett oder plattenförmigen Werkstoffs verklebt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die gegebenenfalls ionisch stabilisierten, wäßrigen Polyurethandisper sionen vorzugsweise thixotrop sind und/oder Viskositäten (Brookfield, 20 °C) im Bereich von 500 bis 50.000 mPas, insbesondere 1.000 bis 10.000 mPas, vorzugsweise 2.000 bis 3.000 mPas, besonders bevorzugt von 2.200 bis 2.500 mPas, aufweisen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,'dadurch gekennzeichnet, daß die gegebenenfalls ionisch stabilisierten, wäßrigen Polyurethandisper sionen in Mengen von bis zu 10 g/m2 (Trockengewicht) aufgetragen wer den.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die gegebenenfalls ionisch stabilisierten, wäßrigen Polyurethandisper sionen weitere Inhaltsstoffe enthalten können, insbesondere Netzmittel, Verdickungsmittel, Füllstoffe, Vernetzer und/oder Kieselsäure.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die lösemittelfreien thermoplastischen Schmelzklebstoffe auf Basis von Polyurethanen und/oder Polyamiden Verarbeitungstemperaturen im Bereich von 160 °C bis 220 °C, vorzugsweise 175 bis 200 °C, aufweisen.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die lösemittelfreien thermoplastischen Schmelzklebstoffe auf Basis von Polyurethanen einen Schmelzindex (MFI, 180 °C, 10 kg) von 10 bis 200 g/10 min und einen Erweichungsbereich von 100 °C bis 180 °C, be vorzugt 130 °C bis 170 °C, besitzen und/oder daß die lösemittelfreien thermoplastischen Schmelzklebstoffe auf Basis von Polyamiden Viskosi täten (Brookfield) bei 180 °C im Bereich von 7.000 bis 9.000 mPas, bei 190 °C im Bereich von 5.000 bis 7.000 mPas und bei 200 °C im Bereich von 3.500 bis 5.500 mPas aufweisen.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es kontinuierlich und/oder inline durchgeführt wird.
12. Verfahren gemäß WO 00/53387 Al oder WO 00/53399 AI zum Verkle ben eines extrudierten Kunststoffkantenbandes mit der oder den Schmal seite (n) oder Kante (n) eines Werkstoffs mittels eines Klebstoffes, dadurch gekennzeichnet, der eingesetzte Klebstoff ausgewählt wird aus der Gruppe von (i) wäßrigen Polyurethandispersionen, die gegebenenfalls ionisch stabili siert sein können, und (ii) lösemittelfreien thermoplastischen Schmelzklebstoffen auf Basis von Polyurethanen und/oder Polyamiden.
13. Werkstoff mit einer Werkstoffoberfläche, die teilweise mit einem extru dierten und geformten thermoplastischen Kunststoffstrang verklebt ist, wobei der eingesetzte Klebstoff ausgewählt ist aus der Gruppe von (i) wäßrigen Polyurethandispersionen, die gegebenenfalls ionisch stabili siert sein können, und (ii) lösemittelfreien thermoplastischen Schmelzklebstoffen auf Basis von Polyurethanen und/oder Polyamiden.
14. Werkstoff nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstoff ein Holzwerkstoff in Form eines Brettes oder einer Platte, insbesondere eine Holzspanplatte, eine Preßspanplatte, eine MDFPlatte oder derglei chen, ist, mit deren Schmalseite (n) oder Kante (n) das extrudierte und ge formte Strangmaterial in Form eines Kantenbandes oder einer Kantenlei ste verklebt ist.
15. Verfahren zum Verbinden eines Kunststoffextrudates mit einer Werk stoffoberfläche, bei dem man einen extrudierten thermoplastischen Kunst stoffstrang vorzugsweise unmittelbar nach seiner Herstellung im noch formbaren, insbesondere warmen Zustand auf eine Werkstoffoberfläche appliziert und man anschließend das applizierte Strangmaterial mit einem Formgebungsmittel, insbesondere mit einer oder mehreren Rollen, an die Werkstoffoberfläche, vorzugsweise an deren Schmalseite (n) oder Kante (n), andrückt oder anpreßt, wobei hierdurch gleichzeitig eine Form gebung des Strangmaterials erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß als Kunststoff ein hitzeklebriger Kunststoff eingesetzt wird, insbeson dere ein hitzeklebriger Kunststoff auf Basis von thermoplastischem Polyurethan, gegebenenfalls in Mischung mit weiteren Polymeren und/oder Additiven.
16. Verfahren gemäß WO 00/53387 AI oder WO 00/53399 AI zum Verkle ben eines extrudierten Kunststoffkantenbandes mit der oder den Schmal seite (n) oder Kante (n) eines Werkstoffs mittels eines Klebstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß als Kunststoff für das Kantenband ein hitzeklebriger Kunststoff ein gesetzt wird, insbesondere ein hitzeklebriger Kunststoff auf Basis von thermoplastischem Polyurethan, gegebenenfalls in Mischung mit weiteren Polymeren und/oder Additiven.
17. Werkstoff, insbesondere Holzwerkstoff in Form eines Brettes oder einer Platte, wobei die Werkstoffoberfläche teilweise, insbesondere im Bereich der Schmalseite (n) oder Kante (n) des Werkstofftstückes, mit einem extru dierten und geformten thermoplastischen Kunststoffstrang, insbesondere in Form eines Kantenbandes oder einer Kantenleiste, verklebt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das thermoplastische Kunststoffmaterial ein hitzeklebriger Kunststoff, insbesondere ein hitzeklebriger Kunststoff auf Basis von thermoplasti schem Polyurethan, gegebenenfalls in Mischung mit weiteren Polymeren und/oder Additiven, ist und die Verklebung vorzugsweise ohne zusätz lichen Klebstoff erfolgt ist. t.
18. Verfahren zur Erzeugung dreidimensionaler Profile auf einer Werkstoff oberfläche, bei dem man einen extrudierten thermoplastischen Kunststoff strang vorzugsweise unmittelbar nach seiner Herstellung im noch form baren, insbesondere warmen Zustand auf eine Werkstoffoberfläche appli ziert und man anschließend das applizierte Strangmaterial mit einem Formgebungsmittel, insbesondere mit einer oder mehreren Rollen, an die Werkstoffoberfläche andrückt oder anpreßt, wobei hierdurch gleichzeitig eine Formgebung des Strangmaterials zu einem dreidimensional geform ten Profil erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Extrudat ein homogenes Gemisch ist, welches enthält : (i) mindestens eine heißklebrige thermoplastische Masse, insbesondere auf Basis von Ethylen/VinylacetatCopolymeren (EVA), Polyamiden, Polyurethanen und/oder Polyolefinen, insbesondere (amorphen) Poly aolefinen, und vorzugsweise in Form eines Schmelzklebstoffes, (ii) Füllstoffpartikel auf Basis anorganischer Oxide, Silikate, Carbonate und/oder Sulfate wie Aluminiumoxide, Siliciumdioxide, Bariumsul fate, Calciumcarbonate, Alkaliund Erdalkalioxide, Titanoxide, Ei senoxide und dergleichen, insbesondere wobei die Menge an Füll <BR> <BR> stoffpartikeln 30 Gew. % bis 80 Gew. %, vorzugsweise 50 bis<BR> 70 Gew. %, bezogen auf das aufzutragende Gesamtgemisch, beträgt und/oder insbesondere wobei die Füllstoffpartikel vorzugsweise stäb chenförmig oder aber kugelförmig oder nahezu kugelförmig sind und mittlere Teilchengrößen im Bereich von etwa 3 um bis etwa 20 um, vorzugsweise etwa 4 um bis etwa 10 um, aufweisen, und (iii) gegebenenfalls weitere Inhaltsstoffe und Additive, insbesondere Harze wie aromatische Kohlenwasserstoffharze und modifizierte Kunstharze, vorzugsweise Tallharze, und/oder Hilfsund Zusatzstoffe wie Wachse und dergleichen.
19. Verfahren gemäß WO 00/53399 AI zur Erzeugung dreidimensionaler Profile auf einer Werkstoffoberfläche durch Aufbringung eines Extrudats auf die Werkstoffoberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß das Extrudat ein homogenes Gemisch ist, welches enthält : (i) mindestens eine heißklebrige thermoplastische Masse, insbesondere auf Basis von Ethylen/VinylacetatCopolymeren (EVA), Polyamiden, Polyurethanen und/oder Polyolefinen, insbesondere (amorphen) Poly aolefinen, und vorzugsweise in Form eines Schmelzklebstoffes, (ii) Füllstoffpartikel auf Basis anorganischer Oxide, Silikate, Carbonate und/oder Sulfate wie Aluminiumoxide, Siliciumdioxide, Bariumsul fate, Calciumcarbonate, Alkaliund Erdalkalioxide, Titanoxide, Ei senoxide und dergleichen, insbesondere wobei die Menge an Füll <BR> <BR> stoffpartikeln 30 Gew. % bis 80 Gew. %, vorzugsweise 50 bis<BR> 70 Gew. %, bezogen auf das aufzutragende Gesamtgemisch, beträgt und/oder insbesondere wobei die Füllstoffpartikel vorzugsweise stäb chenförmig oder aber kugelförmig oder nahezu kugelförmig sind und mittlere Teilchengrößen im Bereich von etwa 3 um bis etwa 20 um, vorzugsweise etwa 4 um bis etwa 10 um, aufweisen, und (iii) gegebenenfalls weitere Inhaltsstoffe und Additive, insbesondere Harze wie aromatische Kohlenwasserstoffharze und modifizierte Kunstharze, vorzugsweise Tallharze, und/oder Hilfsund Zusatzstoffe wie Wachse und dergleichen.
20. Dreidimensionale extrudierte und geformte Profile, insbesondere auf einer Werkstoffoberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profile ein homogenes Gemisch umfassen, welches enthält : (i) mindestens eine heißklebrige thermoplastische Masse, insbesondere auf Basis von Ethylen/VinylacetatCopolymeren (EVA), Polyamiden, Polyurethanen und/oder Polyolefinen, insbesondere (amorphen) Poly aolefinen, und vorzugsweise in Form eines Schmelzklebstoffes, (ii) Füllstoffpartikel auf Basis anorganischer Oxide, Silikate, Carbonate und/oder Sulfate wie Aluminiumoxide, Siliciumdioxide, Bariumsul fate, Calciumcarbonate, Alkaliund Erdalkalioxide, Titanoxide, Ei senoxide und dergleichen, insbesondere wobei die Menge an Füll <BR> <BR> stoffpartikeln 30 Gew. % bis 80 Gew. %, vorzugsweise 50 bis<BR> 70 Gew. %, bezogen auf das aufzutragende Gesamtgemisch, beträgt und/oder insbesondere wobei die Füllstoffpartikel vorzugsweise stäb chenförmig oder aber kugelförmig oder nahezu kugelförmig sind und mittlere Teilchengrößen im Bereich von etwa 3 um bis etwa 20 um, vorzugsweise etwa 4 um bis etwa 10 um, aufweisen, und (iii) gegebenenfalls weitere Inhaltsstoffe und Additive, insbesondere Harze wie aromatische Kohlenwasserstoffharze und modifizierte Kunstharze, vorzugsweise Tallharze, und/oder Hilfsund Zusatzstoffe wie Wachse und dergleichen.
21. Verfahren zur Verfestigung der Schmalseiten oder Kanten von Werkstof fen in Form von Platten oder Brettern insbesondere aus Holz, wie Holz spanplatten, Preßspanplatten, MDFPlatten oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Schmalseite (n) oder Kante (n) mit gleichmäßiger Schichtdicke ein homogenes Gemisch aufgetragen wird, welches enthält : (i) mindestens eine heißklebrige thermoplastische Masse, insbesondere auf Basis von Ethylen/VinylacetatCopolymeren (EVA), Polyamiden, Polyurethanen und/oder Polyolefinen, insbesondere (amorphen) Poly aolefinen, und vorzugsweise in Form eines Schmelzklebstoffes, (ii) Füllstoffpartikel auf Basis anorganischer Oxide, Silikate, Carbonate und/oder Sulfate wie Aluminiumoxide, Siliciumdioxide, Bariumsul fate, Calciumcarbonate, Alkaliund Erdalkalioxide, Titanoxide, Ei senoxide und dergleichen, insbesondere wobei die Menge an Füll <BR> <BR> stoffpartikeln 30 Gew. % bis 80 Gew.%, vorzugsweise 50 bis<BR> 70 Gew. %, bezogen auf das aufzutragende Gesamtgemisch, beträgt und/oder insbesondere wobei die Füllstoffpartikel vorzugsweise stäb chenförmig oder aber kugelförmig oder nahezu kugelförmig sind und mittlere Teilchengrößen im Bereich von etwa 3 um bis etwa 20 pm, vorzugsweise etwa 4 um bis etwa 10 um, aufweisen, und (iii) gegebenenfalls weitere Inhaltsstoffe und Additive, insbesondere Harze wie aromatische Kohlenwasserstoffharze und modifizierte Kunstharze, vorzugsweise Tallharze, und/oder Hilfsund Zusatzstoffe wie Wachse und dergleichen, wobei gegebenenfalls anschließend das aufgetragene Gemisch in die vor zugsweise poröse Struktur, insbesondere Holzstruktur, der Schmalseiten oder Kanten eingedrückt oder eingepreßt werden kann.
22. Werkstoffe in Form von Platten oder Brettern insbesondere aus Holz, wie Holzspanplatten, Preßspanplatten, MDFPlatten oder dergleichen, wobei auf die Schmalseite (n) oder Kante (n) in gleichmäßiger Schichtdicke ein homogenes Gemisch aufgetragen ist, welches enthält : (i) mindestens eine heißklebrige thermoplastische Masse, insbesondere auf Basis von Ethylen/VinylacetatCopolymeren (EVA), Polyamiden, Polyurethanen und/oder Polyolefinen, insbesondere (amorphen) Poly aolefinen, und vorzugsweise in Form eines Schmelzklebstoffes, (ii) Füllstoffpartikel auf Basis anorganischer Oxide, Silikate, Carbonate und/oder Sulfate wie Aluminiumoxide, Siliciumdioxide, Bariumsul fate, Calciumcarbonate, Alkaliund Erdalkalioxide, Titanoxide, Ei senoxide und dergleichen, insbesondere wobei die Menge an Füll <BR> <BR> stoffpartikeln 30 Gew. % bis 80 Gew. %, vorzugsweise 50 bis<BR> 70 Gew. %, bezogen auf das aufzutragende Gesamtgemisch, beträgt und/oder insbesondere wobei die Füllstoffpartikel vorzugsweise stäb chenförmig oder aber kugelförmig oder nahezu kugelförmig sind und mittlere Teilchengrößen im Bereich von etwa 3 um bis etwa 20 um, vorzugsweise etwa 4 um bis etwa 10 um, aufweisen, und (iii) gegebenenfalls weitere Inhaltsstoffe und Additive, insbesondere Harze wie aromatische Kohlenwasserstoffharze und modifizierte Kunstharze, vorzugsweise Tallharze, und/oder Hilfsund Zusatzstoffe wie Wachse und dergleichen, wobei das aufgetragene Gemisch gegebenenfalls in die vorzugsweise poröse Struktur, insbesondere Holzstruktur, der Schmalseite (n) oder Kante (n) eingedrückt oder eingepreßt sein kann.
Description:
Verkleben von Kunststoffextrudaten mit Werkstoffoberflächen Die vorliegende Erfindung betrifft das dauerhafte Zusammenfügen von ther- moplastischen Kunststoffextrudaten mit Werkstoffoberflächen vorzugsweise durch Verkleben. Genauer gesagt, betrifft die vorliegende Erfindung Verfah- ren zum Verbinden bzw. Zusammenfügen von thermoplastischen Kunststoff- extrudaten insbesondere in Strang-oder Bandform mit Werkstoffoberflächen vorzugsweise durch Verkleben. Des weiteren betrifft die vorliegende Erfin- dung die Verwendung spezieller Klebstoffe und Klebstoffzusammensetzungen für die zuvor genannten Anwendungen. Gleichermaßen betrifft die vorlie- gende Erfindung die auf diese Weise hergestellten Gegenstände selbst.

Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Verkleben von extrudierten Kantenbändern auf die Schmalseiten bzw. Kanten von Werk- stoffen beispielsweise aus Holz. Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfin- dung ist die Herstellung dreidimensional geformter Bilderrahmen durch Ex- trusion von thermoplastischen Massen auf geeigneten Trägern. Ein anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft die Kantenverfestigung von Werk- stoffkanten insbesondere aus Holz.

Beim Anbringen von sogenannten Kantenbändern (z. B. PVC-Kantenbändern) an die Schmalseiten bzw. Kanten von Holzwerkstücken (z. B. MDF-Platten oder Spanpreßplatten) geht man im allgemeinen derart vor, daß man die mit dem Kantenband zu versehende Schmalseite des Werkstückes mit einem Klebstoff versieht und dann das Kantenband darauf befestigt. Bei den übli- chen Verfahren des Standes der Technik erfolgt die Herstellung des Kanten- bandes unabhängig vom Prozeß der Anbringung des Kantenbandes an die Werkstoffkante. Damit sind aber mehrere Nachteile verbunden : Zum einen muß stets eine ausreichende Menge an Kantenband gelagert werden, was zu logistischen Problemen führen kann. Zum anderen kann das Kantenband von seiner Struktur und seinem Profil nicht individuell an die jeweilige Kanten- struktur angepaßt werden, weil es sich um ein bereits vorgefertigtes Material handelt, was nicht mehr ohne weiteres verformt werden kann.

Um die zuvor geschilderten Nachteile zu vermeiden, werden in den inter- nationalen Offenlegungsschriften WO 00/53387 AI und WO 00/53399 Al, deren gesamter Inhalt hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen ist, Vor- richtungen und Verfahren vorgeschlagen, um die Herstellung des auf die <BR> <BR> Werkstoffoberfläche, insbesondere Werkstoffschmalfläche bzw. -kante, ex- trudierten Stranges (z. B. Kantenband) einerseits mit der Formgebung und Anbringung andererseits zu kombinieren, d. h. den aus dem Extrusionsprozeß kommenden, noch warmen und somit noch formbaren Kunststoffstrang-nach vorheriger Aufbringung eines Klebstoffes auf die zu beschichtende Werk- stoffoberfläche-unmittelbar nach seiner Herstellung unter Formgebung mit der Werkstoffoberfläche dauerhaft zu verbinden.

So beschreibt die internationale Offenlegungsschrift WO 00/53399 Al eine Vorrichtung zur Herstellung eines langgestreckten Kunststoffgegenstandes in Form eines extrudierten Stranges, wobei diese Vorrichtung ein Extrusions- mittel zum Extrudieren des Kunststoffstranges sowie ein rotationsfähiges bzw. drehbares Formgebungsmittel, welches eine Formgebung des noch warmen, extrudierten Stranges mit dem gewünschten Querschnittsprofil ermöglicht, umfaßt. Bei dem Formgebungsmittel handelt es sich insbesondere um eine Gleit-oder Laufrolle oder mehrere zusammenarbeitende Rollen mit entspre- chenden Ausformungen bzw. Profilen für die gewünschte Formgebung. So können das Formgebungsmittel bzw. die Rollen beispielsweise Ausformun- gen, Vertiefungen oder Vorsprünge aufweisen, um den extrudierten Strängen die gewünschte Form bzw. das gewünschte Profil zu verleihen. Des weiteren kann die Vorrichtung gemäß WO 00/53399 AI ein Transportmittel für das Werkstück, auf welches der extrudierte Strang aufgebracht werden soll, sowie eine Auftragvorrichtung für einen Klebstoff, mittels dessen das Extrudat auf dem Werkstück fixiert wird, aufweisen. Die dort beschriebenen Verfahren eignen sich insbesondere zum Ankleben von Kantenbändern auf die Schmal- seite von Werkstücken insbesondere aus Holz, zur Kantenverfestigung sowie zur Herstellung von Bilderrahmen.

Des weiteren beschreibt die WO 00/53399 Al ein Verfahren zur Herstellung eines langgestreckten Kunststoffextrudates, insbesondere in Form eines Stran- ges, wobei zunächst ein strangförmiges Extrudat aus einem synthetischen Kunststoffinaterial hergestellt wird und dieses Extrudat dann mittels eines ro-

tierbaren bzw. drehbaren Formgebungsmittel, insbesondere einer oder meh- rerer Rollen, zu einem Strang, Streifen, Band oder Leiste mit dem gewünsch- ten Querschnittsprofil geformt wird. Die Formgebung erfolgt dabei derart, daß der extrudierte Strang im noch warmen, formbaren Zustand mit der Form- gebungsvorrichtung, insbesondere der oder den Rollen, an das Werkstück an- gedrückt oder angepreßt wird. Die Haftung zwischen dem extrudierten Kunst- stoffstreifen und dem Werkstück wird dabei dadurch bewirkt, daß der Bereich des Werkstoffs, der mit dem geformten Extrudat versehen werden soll, mit einer Klebstoffschicht versehen wird. Auf die zu beschichtende Holzwerk- stoff-Schmalfläche muß also zunächst ein Klebstoff aufgetragen werden, da- mit der anschließend extrudierte thermoplastische Kunststoffstrang eine aus- reichende Adhäsion zum Werkstoff, insbesondere Holzwerkstoff, erfährt.

Die internationale Offenlegungsschrift WO 00/53387 AI beschreibt eine Vor- richtung zur Anbringung eines Kunststoffkantenbandes auf die Kante bzw.

Schmalseite eines plattenartigen Werkstoffträgers, z. B. einem Holzbrett oder einer Holzplatte, einer Holzspanplatte, einer Preßspanplatte oder dergleichen, wobei die Vorrichtung ein Extrusionsmittel zur Extrusion eines Kunststoff- stranges auf die Kante bzw. Schmalseite des Werkstoffes und ein Form- gebungsmittel, mit dem der extrudierte Kunststoffstrang zu dem gewünschten Profil geformt werden kann, umfaßt. Des weiteren kann die Vorrichtung ein Transportmittel für den Transport des Werkstoffes sowie eine Aufbringvor- richtung für den Klebstoff, um den extrudierten Kunststoffstrang mit dem Werkstoff dauerhaft zu verbinden, umfassen. Bei dem Formgebungsmittel handelt es sich insbesondere um eine rotierbare oder drehbare Rolle oder Walze oder mehreren rotierbaren oder drehbaren Rollen oder Walzen, die das Kantenband an die Werkstoffkante andrücken und ihm die gewünschte Form verleihen.

Des weiteren beschreibt die WO 00/53387 AI ein entsprechendes Verfahren zur Anbringung des extrudierten Kunststoffkantenbandes auf die Kante bzw.

Schmalseite eines platten-bzw. brettartigen Werkstückes durch Extrusion ei- nes Kunststoffstranges direkt auf die Kante des Werkstückes und Formgebung des extrudierten Stranges durch ein Formgebungsmittel, wobei zum dauer- haften Zusammenfügen des Kantenbandes mit dem Werkstoffstück letzteres auf der zu beschichtenden Oberfläche zuvor mit einem Klebstoff beschichtet

worden ist, der den Verbund zwischen Kantenband und Werkstoffstück ge- währleistet. Als geeignetes Klebstoffsystem nennt die WO 00/53387 hitze- aktivierbare, lösemittelbasierte Polyurethanklebstoffe.

Mit den dort genannten Klebstoffsystemen sind aber einige Nachteile verbun- den : Zum einen können solche lösemittelbasierende Systeme aufgrund des Entzündungsrisikos nicht inline mit der Kantenextrusion verwendet werden.

Zum anderen verursachen solche lösemittelhaltigen Klebstoffe eine deutliche Belastung der Umwelt mit flüchtigen organischen Stoffen, sogenannten "VOC's", und sind auch für das Produktionspersonal, welches diesen VOC's bei der Produktion ausgesetzt ist, nicht unbedenklich.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher in der Bereitstellung eines Verfahrens zur dauerhaften Anbringung extrudierter Kunststoffprofile an Werkstoffoberflächen, welches die zuvor geschilderten Nachteile vermei- det. Insbesondere soll sich ein derartiges Verfahren zur Anbringung von Kantenbändern an die Schmalseite von Werkstücken insbesondere aus Holz, zur Kantenverfestigung sowie zur Herstellung von Bilderrahmen eignen.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt insbesondere darin, die in der WO 00/53387 AI und WO 00/53399 AI beschriebenen Verfahren fortzubilden und insbesondere in der Anwendung bzw. Durchführung zu op- timieren.

Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft somit ein Verfahren zum Verbinden eines Kunststoffextrudates mit einer Werkstoffoberfläche, bei dem man einen extrudierten thermoplastischen Kunststoffstrang vorzugsweise unmittelbar nach seiner Herstellung im noch formbaren, insbesondere warmen Zustand auf eine Werkstoffoberfläche appliziert, die in dem Bereich, auf wel- cher das extrudierte Strangmaterial appliziert wird, zuvor mit einem Klebstoff beschichtet worden ist, und man anschließend das applizierte Strangmaterial mit einem Formgebungsmittel, insbesondere mit einer oder mehreren Rollen, an die Werkstoffoberfläche andrückt oder anpreßt und hierdurch gleichzeitig eine Formgebung des Strangmaterials erfolgt, wobei der eingesetzte Klebstoff ausgewählt wird aus der Gruppe von

(i) wäßrigen Polyurethandispersionen, die gegebenenfalls ionisch stabilisiert sein können, und (ii) lösemittelfreien thermoplastischen Schmelzklebstoffen auf Basis von Polyurethanen und/oder Polyamiden.

Gemäß einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden als Klebstoff an sich bekannte wäßrige Polyurethandispersionen, die gegebenenfalls ionisch stabilisiert sein können, eingesetzt. Aufgrund ihres vielseitigen Adhäsionsspektrums eignen sich solche Polyurethandispersionen zur Verklebung unterschiedlicher Substrate oder zur Ausrüstung von Ober- flächen für das erfindungsgemäße Verklebungsverfahren.

Die gegebenenfalls ionisch stabilisierten, wäßrigen Polyurethandispersionen können thixotrop sein und Viskositäten (Brookfield, 20 °C) im Bereich von 500 bis 50.000 mPas, insbesondere 1.000 bis 10.000 mPas, vorzugsweise 2.000 bis 3.000 mPas, besonders bevorzugt von 2.200 bis 2.500 mPas, auf- weisen.

Vorzugsweise werden die gegebenenfalls ionisch stabilisierten, wäßrigen Polyurethandispersionen in Mengen von bis zu 10 g/m2 (Trockengewicht) aufgetragen.

Die gegebenenfalls ionisch stabilisierten, wäßrigen Polyurethandispersionen können gegebenenfalls weitere Inhaltsstoffe enthalten, insbesondere Netzmit- tel, Verdickungsmittel, Füllstoffe, Vernetzer und/oder Kieselsäure. Netzmittel fördern die Benetzung der Oberfläche, auf denen der Klebstoff appliziert wird.

Verdickungsmittel dienen der Viskositätserhöhung und folglich der besseren Handhabbarkeit. Kieselsäure dient zur Oberflächenvergrößerung des gebilde- ten Films. Die Ausrüstung der Polyurethandispersionen mit einer die Ober- fläche des Films vergrößernden Kieselsäure hat sich im Versuch zwar als vorteilhaft, aber nicht notwendig erwiesen. Möglich, aber ebenfalls nicht not- wendig, ist die Verwendung von Vernetzern, z. B. Isocyanat-Vernetzern, für die Polyurethandispersionen.

Beispiele für in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendbare Poly- urethandispersionen sind die Produkte Jowat@-Primer 409.10 und 409.19, vertrieben von der Jowat Lobers und Frank GmbH & Co. KG, Deutschland ; es handelt sich hierbei um Formulierungen auf der Basis von Polyurethandisper- sionen.

Die Verwendung von wäßrigen Polyurethandispersionen für das erfindungs- gemäße Verfahren ist besonders vorteilhaft, wenn der Werkstoff ein Holz- werkstoff ist, weil dann die Dispersion, insbesondere das Wasser der Disper- sion, schnell in die Holzstruktur einziehen kann. Weitere Vorteile der Ver- wendung wäßriger Polyurethandispersionen ist die Tatsache, daß im Ver- gleich zu anderen Klebstoffsystemen ein nur relativ dünner Auftrag erforder- lich ist und, weil dieses System als wäßrige Dispersion vorliegt, mit her- kömmlichen, an sich bekannten Methoden ohne weiteres ein gleichmäßiger Auftrag erzielt werden kann, so daß ein Glätten der Klebstoffschicht entfällt.

Wenn nach dem erfindungsgemäßen Verfahren beispielsweise extrudierte Kantenbänder mit den Schmalseiten bzw. Kanten von Holzwerkstoffen in Platten-oder Brettform mittels der erfindungsgemäß verwendeten Poly- urethandispersionen verklebt werden, genügt für das Verkleben von z. B. etwa 3 mm dicken Kantenbandextrudaten eine Klebefilmdicke (Trockengewicht) von nur etwa 1, um bis etwa 50 Rm.

Gemäß einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden als Klebstoff an sich bekannte lösemittelfreie thermoplastische Schmelzklebstoffe auf Basis von Polyurethanen und/oder Polyamiden einge- setzt.

Gegenstand dieser Ausführungsform ist also die Verwendung eines ebenfalls thermoplastischen Systems für die haftvermittelnde Ausrüstung der Werk- stoffoberflächen, insbesondere für Holzwerkstoffe. Gute Ergebnisse haben sich bei Verwendung von Thermoplasten auf Basis von Polyurethan oder auf Basis von Polyamid gezeigt. Die Verarbeitung dieser Materialien erfolgt mit an sich bekannten Methoden und Vorrichtungen, beispielsweise mit Auf- schmelz-und Walzenauftragseinheiten für Schmelzklebstoffe (z. B. insbeson- dere im Fall der Polyamidschmelzklebstoffe) oder unter Verwendung von an sich bekannten Extrusionsmaschinen (z. B. insbesondere im Fall thermoplasti- scher Polyurethanschmelzklebstoffe). Der Vorteil dieser thermoplastischen Primer bzw. Klebstoffe liegt im Vergleich zu den Polyurethandispersionen zum einen in der nicht mehr notwendigen Trocknung vor Auftrag des thermo- plastischen Extrudats und zum anderen in der Möglichkeit, die Schichtdicke des Thermoplastextrudats reduzieren zu können. Dies ist in bezug auf die Wirtschaftlichkeit des Systems von besonderer Bedeutung. Der thermoplasti- sche Haftvermittler bzw. Klebstoff führt im Gegensatz zu Polyurethandisper-

sion zu einer flächigen Oberflächenschicht auf dem Werkstoff. Insbesondere bei der Verwendung von Spanplatten wird dadurch die Abbildung ("Durch- telegrafieren") der Spanstruktur auf die Kantenbandoberfläche deutlich redu- ziert, weil der Klebstoff auch die Oberflächenstruktur glättet. Damit können dünnere Beschichtungsgewichte in bezug auf das Extrudat realisiert werden, d. h. das Auftragsgewicht des Extrudates verringert werden, was bei kontinu- ierlicher Arbeitsweise inline einen höheren Durchsatz gewährleistet.

Wenn nach dem erfindungsgemäßen Verfahren beispielsweise extrudierte Kantenbänder mit den Schmalseiten bzw. Kanten von Holzwerkstoffen in Platten-oder Brettform mittels der erfindungsgemäß verwendeten Schmelz- klebstoffe auf Basis von Polyurethanen und/oder Polyamiden verklebt wer- den, genügt für das Verkleben von z. B. Kantenbandextrudaten eine Klebe- filmdicke (Trockengewicht) des Schmelzklebstoffs von nur etwa 50 llm bis etwa 350 llm, vorzugsweise etwa 150 p. m bis etwa 300 llm, bei einer redu- zierten Dicke des Kantenbandextrudats von weniger als 3 mm, insbesondere weniger als 2 mm, vorzugsweise weniger als 1 mm.

Bei dieser Ausführungsform, bei der lösemittelfreie thermoplastische Schmelzklebstoffe auf Basis von Polyurethanen und/oder Polyamiden ver- wendet werden, besitzen diese insbesondere Verarbeitungstemperaturen im Bereich von 160 °C bis 220 °C, vorzugsweise 175 bis 200 °C.

Die eingesetzten lösemittelfreien thermoplastischen Schmelzklebstoffe auf Basis von Polyurethanen besitzen einen Schmelzindex (MFI, 180 °C, 10 kg) von 10 bis 200 g/10 min und einen Erweichungsbereich von 100 °C bis 180 °C, bevorzugt 130 °C bis 170 °C.

Die eingesetzten lösemittelfreien thermoplastischen Schmelzklebstoffe auf Basis von Polyamiden besitzen insbesondere Viskositäten (Brookfield) bei 180 °C im Bereich von 7.000 bis 9.000 mPas, bei 190 °C im Bereich von 5.000 bis 7.000 mPas und bei 200 °C im Bereich von 3.500 bis 5.500 mPas.

Ein Beispiel für einen erfindungsgemäß geeigneten, lösemittelfreien thermo- plastischen Schmelzklebstoff auf Polyamidbasis ist Jowatherme 211.60, ver- trieben von der Jowat Lobers und Frank GmbH & Co. KG, Deutschland.

Ein Beispiel für einen erfindungsgemäß geeigneten, lösemittelfreien thermo- plastischen Schmelzklebstoff auf Polyurethanbasis ist Jowatherms EP 18299.00, vertrieben von der Jowat Lobers und Frank GmbH & Co. KG, Deutschland.

Bei dem erfindungsgemäß eingesetzten Extrudat handelt es sich insbesondere um einen thermoplastischen Kunststoff auf Basis von Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol, ABS (Acrylnitril/Butadien/Styrol-Terpolymer) und/oder Poly- urethan.

Bei dem Werkstoff kann es sich um einen Werkstoff aus Kunststoff oder aus Holz handeln. Im Falle von Werkstoffen aus Kunststoff kann es sich ebenfalls um ein Extrudat handeln.

Vorzugsweise ist der Werkstoff aber ein Holzwerkstoff in Form eines Brettes oder einer Platte, insbesondere eine Holzspanplatte, eine Preßspanplatte, eine MDF-Platte oder dergleichen. Das extrudierte und geformte Strangmaterial ist insbesondere ein Kantenband oder eine Kantenleiste, welches oder welche mit der Schmalseite bzw. Kante des brett-oder plattenförmigen Werkstoffs ver- klebt wird.

Durch den Einsatz der speziellen, erfindungsgemäß vorgesehenen Klebstoffe gelingt es, das erfindungsgemäße Verfahren kontinuierlich und/oder inline durchzuführen.

In einer besonderen Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird das erfin- dungsgemäße Verfahren in der Art der Verfahren gemäß WO 00/53387 A1 oder WO 00/53399 AI durchgeführt. Für weitere Einzelheiten zu dieser Ver- fahrensvariante kann auf die obigen Ausführungen sowie auf die internatio- nalen Offenlegungsschriften WO 00/53387 Al oder WO 00/53399 A1, deren gesamter Inhalt hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen ist, verwiesen werden.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind die nach dem erfin- dungsgemäßen Verfahren hergestellten Gegenstände. Hierbei handelt es sich um Werkstoffe mit einer Werkstoffoberfläche, die teilweise mit einem extru- dierten und geformten thermoplastischen Kunststoffstrang verklebt ist, wobei als Klebstoffe die zuvor beschriebenen Systeme eingesetzt werden. Insbeson- dere ist der Werkstoff ein Holzwerkstoff in Form eines Brettes oder einer Platte, insbesondere einer Holzspanplatte, eine Preßspanplatte, eine MDF- Platte oder dergleichen, mit deren Schmalseite (n) oder Kante (n) das extru-

dierte und geformte Strangmaterial in Form eines Kantenbandes oder einer Kantenleiste verklebt ist. In diesem Fall ist das Werkstück an seinen Schmal- seiten bzw. Kanten dann mit einem dreidimensional geformten Kunststoffpro- fil verklebt, wobei sich die Formgebung individuell anpassen läßt.

Gemäß einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das extrudierte Material selbst heiß-bzw. hitzeklebrig ausgebildet. Nach die- ser Ausführungsform betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Verbinden eines Kunststoffextrudates mit einer Werkstoffoberfläche, bei dem man einen extrudierten thermoplastischen Kunststoffstrang vorzugsweise un- mittelbar nach seiner Herstellung im noch formbaren, insbesondere warmen Zustand auf eine Werkstoffoberfläche appliziert und man anschließend das applizierte Strangmaterial mit einem Formgebungsmittel, insbesondere mit einer oder mehreren Rollen, an die Werkstoffoberfläche, vorzugsweise an de- ren Schmalseite (n) oder Kante (n), andrückt oder anpreßt und hierdurch gleich- zeitig eine Formgebung des Strangmaterials erfolgt, wobei als Kunststoff ein hitzeklebriger Kunststoff eingesetzt wird, insbesondere ein hitzeklebriger Kunststoff auf Basis von thermoplastischem Polyurethan, gegebenenfalls in Mischung mit weiteren Polymeren und/oder Additiven.

Die dauerhafte Klebeverbindung wird bei dieser Ausführungsform durch die Bereitstellung eines heißklebrigen Extrudates bzw. Kantenbandes gewährlei- stet. Während der Phase der Heißklebrigkeit muß ein solches Extrudat bzw.

Kantenband eine gute und dauerhafte Adhäsion zur Werkstoffoberfläche aus- bilden können. Dazu ist eine rasche Erkaltung mit geringem Schrumpf gefor- dert, damit das aufextrudierte Kantenband innerhalb der Maschine weiter be- arbeitet werden kann. Im Gebrauch des dieser Art beschichteten Holzwerk- stoffes sollte das Kantenband vorzugsweise mindestens die gleichen mechani- schen Eigenschaften aufweisen, wie sie heutige PVC-oder ähnliche Kanten- bänder besitzen.

In einer besonderen Ausgestaltung auch dieser Verfahrensvariante kann das erfindungsgemäße Verfahren in der Art der Verfahren gemäß WO 00/53387 AI oder WO 00/53399 AI durchgeführt werden. Für weitere Einzelheiten zu dieser Verfahrensvariante kann auf die obigen Ausführungen sowie auf die internationalen Offenlegungsschriften WO 00/53387 AI oder WO 00/53399

AI, deren gesamter Inhalt hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen ist, ver- wiesen werden.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind die nach dieser dritten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellten Gegen- stände. Hierbei handelt es sich um Werkstoffe, insbesondere Holzwerkstoffe in Form von Brettern oder Platten, wobei die Werkstoffoberflächen teilweise, insbesondere im Bereich der Schmalseite (n) oder Kanten (n) der Werkstücke, mit einem extrudierten und geformten thermoplastischen Kunststoffstrang, insbesondere in Form eines Kantenbandes oder einer Kantenleiste, verklebt sind und das thermoplastische Kunststoffmaterial ein hitzeklebriger Kunst- stoff, insbesondere ein hitzeklebriger Kunststoff auf Basis von thermoplasti- schem Polyurethan, gegebenenfalls in Mischung mit weiteren Polymeren und/oder Additiven, ist und die Verklebung vorzugsweise ohne zusätzlichen Klebstoff erfolgt ist.

Es zeigt : Fig. 1 eine schematische Darstellung des Ablaufes eines erfindungsgemäßen Verfahrens.

Fig. 1 zeigt schematisch einen Ablauf für ein erfindungsgemäßes Verfahren.

Zunächst wird bei (1) das Werkstück, welches mit dem Extrudat verklebt werden soll, formatiert. Dann erfolgt bei (2) der Auftrag des Klebstoffes ; die- ser Verfahrensschritt entfällt bei Verwendung eines heiß-bzw. hitzeklebrigen Extrudats. Bei (3) erfolgt die Herstellung des aufzuklebenden Extrudats in einem Extruder (7), wobei dieses Extrudat dann bei (4) unmittelbar nach sei- ner Herstellung im noch warmen, formbaren Zustand auf die Werkstoffober- fläche appliziert und mit einem Formgebungsmittel (8) an die Werkstoffober- fläche angedrückt bzw. angepreßt wird, so daß hierdurch gleichzeitig eine Formgebung des Extrudates erfolgt. Bei (5) schließt sich dann ein Abkühlvor- gang an, und bei (6) erfolgt schließlich die Abtrennung und Formatierung des fertiggestellten Werkstückes.

Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Verfahren zur Erzeugung dreidimensionaler Profile auf einer Werkstoffoberfläche, bei dem

man einen extrudierten thermoplastischen Kunststoffstrang vorzugsweise un- mittelbar nach seiner Herstellung im noch formbaren, insbesondere warmen Zustand auf eine Werkstoffoberfläche appliziert und man anschließend das applizierte Strangmaterial mit einem Formgebungsmittel, insbesondere mit einer oder mehreren Rollen, an die Werkstoffoberfläche andrückt oder an- preßt, so daß hierdurch gleichzeitig eine Formgebung des Strangmaterials zu einem dreidimensional geformten Profil erfolgt, wobei das Extrudat ein ho- mogenes Gemisch ist, welches enthält : (i) mindestens eine heißklebrige thermoplastische Masse, insbesondere auf Basis von Ethylen/Vinylacetat-Copolymeren (EVA), Polyamiden, Poly- urethanen und/oder Polyolefinen, insbesondere (amorphen) Poly-a-olefi- nen, und vorzugsweise in Form eines Schmelzklebstoffes, (ii) Füllstoffpartikel auf Basis anorganischer Oxide, Silikate, Carbonate und/oder Sulfate wie Aluminiumoxide, Siliciumdioxide, Bariumsulfate, Calciumcarbonate, Alkali-und Erdalkalioxide, Titanoxide, Eisenoxide und dergleichen, insbesondere wobei die Menge an Füllstoffpartikeln 30 Gew.-% bis 80 Gew. -%, vorzugsweise 50 bis 70 Gew. -%, bezogen auf das aufzutragende Gesamtgemisch, beträgt und/oder insbesondere wobei die Füllstoffpartikel vorzugsweise stäbchenförmig oder aber kugelförmig oder nahezu kugelförmig sind und mittlere Teilchengrößen im Bereich von etwa 3 um bis etwa 20 um, vorzugsweise etwa 4 um bis etwa 10 um, aufweisen, und (iii) gegebenenfalls weitere Inhaltsstoffe und Additive, insbesondere Harze wie aromatische Kohlenwasserstoffharze und modifizierte Kunstharze, vorzugsweise Tallharze, und/oder Hilfs-und Zusatzstoffe wie Wachse und dergleichen.

Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich beispielsweise Leisten oder Bilderrahmen herstellen. Die Gemische werden im heiß-bzw. hitzekleb- rigen Zustand appliziert und härten nach Abkühlung zu den gewünschten 3D- Profilen aus.

Geeignete Werkstoffe bzw. Träger, auf die das extrudierte Gemisch appliziert werden kann, sind insbesondere Kunststoffe wie Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol, ABS und/oder Polyurethan, aber auch Holz. Die Werkstoff-bzw.

Trägeroberflächen können gegebenenfalls vorbehandelt sein, z. B. durch Plasmaaktivierung, Primerbeschichtung, Koronavorbehandlung etc. Dies führt unter Umständen zu einer verbesserten Haftung.

In einer besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dieses in der Art der WO 00/53399 Al durchgeführt.

Die mechanischen Anforderungen an die Oberfläche sind im Vergleich zur Kantenextrusion wesentlich niedriger. Geeignete thermoplastische Massen beruhen auf der Verwendung von EVA-Schmelzklebstoffen in Mischung mit anorganischen Füllstoffen.

Bevorzugt verwendet werden EVA-Schmelzklebstoffe, wie sie aus dem Be- reich der Kantenanleimung her bekannt sind. Solche Systeme beruhen bei- spielsweise auf Ethylen/Vinylacetat-Copolymeren, gegebenenfalls in Mi- schung mit aromatischen Kohlenwasserstoff-Harzen und/oder modifizierten Naturharzen, insbesondere Tallharzen, und gegebenenfalls weiteren an sich bekannten Hilfs-und Zuschlagsstoffen wie Wachsen. Erfindungsgemäße be- sonders geeignete Systeme haben Verarbeitungstemperaturen im Bereich von 160 bis 230 °C, vorzugsweise 175 bis 215 °C (z. B. Jowatherm 280.40 oder 280.41, vertrieben von der Firma Jowat Lobers und Frank GmbH & Co. KG, Deutschland).

Geeignete anorganische Füllstoffe der zuvor genannten Art werden beispiels- weise von der Firma Sphere-Fill, Südafrika, unter der Bezeichnung Plasfill-5 vertrieben. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von anorganischen Füll- stoffen auf Basis von Siliciumdioxiden und/oder Aluminiumsilikaten, gegebe- nenfalls in Mischung mit weiteren anorganischen Oxiden. Der Gehalt von sol- chen Füllstoffen in der fertigen thermoplastischen Mischung beträgt üblicher- weise 30 bis 80 Gew. -%, insbesondere 50 bis 70 Gew.-%.

Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind auch Gegenstände bzw. dreidimensionale Profile (z. B. Bilderrahmen oder Leisten), die nach diesem Verfahren hergestellt sind. Die Gegenstände bzw. dreidimensionalen Profile können anschließend noch veredelt sein (z. B. durch Lackierung oder Auf- bringung bzw. Ummantelung mit einer dekorativen Folie).

Außerdem wurde nun überraschenderweise gefunden, daß das zuvor beschrie- bene Gemisch aus thermoplastischer Masse und anorganischen Füllstoffen sich ausgezeichnet zur Kantenverfestigung eignet. Bei dieser Anwendung geht es um die Verdichtung beispielsweise von Spanplattenschmalflächen bzw.

-kanten, so daß diese geglättet werden ; eine nachfolgende Ummantelung einer derart ausgerüsteten Spanplatte z. B. mit dekorativen Oberflächenmaterialien ist der typische Verwendungsfall, ohne daß dabei die Holzstruktur der Schmalseite oder Kante auf die Dekorfläche durchgedrückt ("durchtele- graphiert") wird. Insbesondere bei der Verwendung von dünnen Dekorpapie- ren oder dünnen Dekorfolien kann dann auf die Verwendung einer teureren MDF-Platte verzichtet werden. Das Formulierungsprinzip der thermoplasti- schen Masse für die Kantenverfestigung ist die gleiche wie bei den Bilder- rahmen.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren zur Verfestigung der Schmalseiten oder Kanten von Werkstoffen in Form von Platten oder Brettern insbesondere aus Holz, wie Holzspanplatten, Preßspan- platten, MDF-Platten oder dergleichen, wobei auf die Schmalseite (n) oder Kante (n) mit gleichmäßiger Schichtdicke ein homogenes Gemisch aufgetra- gen wird, welches enthält : (i) mindestens eine heißklebrige thermoplastische Masse, insbesondere auf Basis von Ethylen/Vinylacetat-Copolymeren (EVA), Polyamiden, Poly- urethanen und/oder Polyolefinen, insbesondere (amorphen) Poly-a-olefi- nen, und vorzugsweise in Form eines Schmelzklebstoffes, (ii) Füllstoffpartikel auf Basis anorganischer Oxide, Silikate, Carbonate und/oder Sulfate wie Aluminiumoxide, Siliciumdioxide, Bariumsulfate, Calciumcarbonate, Alkali-und Erdalkalioxide, Titanoxide, Eisenoxide und dergleichen, insbesondere wobei die Menge an Füllstoffpartikeln 30 Gew. -% bis 80 Gew. -%, vorzugsweise 50 bis 70 Gew. -%, bezogen auf das aufzutragende Gesamtgemisch, beträgt und/oder insbesondere wobei die Füllstoffpartikel vorzugsweise stäbchenförmig oder aber kugelförmig oder nahezu kugelförmig sind und mittlere Teilchengrößen im Bereich von etwa 3 jim bis etwa 20 pm, vorzugsweise etwa 4 um bis etwa 10 um, aufweisen, und

(iii) gegebenenfalls weitere Inhaltsstoffe und Additive, insbesondere Harze wie aromatische Kohlenwasserstoffharze bzw. modifizierte Kunstharze, vorzugsweise Tallharze, und/oder Hilfs-und Zusatzstoffe wie Wachse und dergleichen.

Der Auftrag des zuvor genannten Gemisches erfolgt mit an sich bekannten Methoden, insbesondere durch Extrusion und Düsen-oder Walzenauftrag, wobei der Düsenauftrag bevorzugt ist. Dabei können Schichtdicken des Gemi- sches von bis zu 1 mm oder sogar mehr aufgetragen werden.

Um eine optimale Kantenverfestigung zu erhalten, wird das aufgetragene Ge- misch anschließend im noch formbaren, insbesondere warmen Zustand vor- teilhafterweise in die poröse Holz-bzw. Kantenstruktur eingedrückt bzw. ein- gepreßt. Dies geschieht mit an sich bekannten Vorrichtungen, die dem Fach- mann geläufig sind, z. B. mittels Glättrollen.

Die bei dem erfindungsgemäßen Kantenverfestigungsverfahren eingesetzte Formulierung bzw. Mischung ist dieselbe wie bei dem oben beschriebenen Verfahren zur Erzeugung dreidimensionaler Profile, wie z. B. Bilderrahmen, auf einer Werkstoffoberfläche. Für Einzelheiten zu der Formulierung bzw.

Mischung kann daher auf obige Ausführungen verwiesen werden.

Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind auch die auf diese Weise hergestellten Gegenstände, also Werkstoffe in Form von Platten oder Brettern insbesondere aus Holz, wie Holzspanplatten, Preßspanplatten, MDF- Platten oder dergleichen, wobei auf die Schmalseite (n) oder Kante (n) in gleichmäßiger Schichtdicke ein homogenes Gemisch aufgetragen ist, welches die zuvor genannten Bestandteile (i) bis (iii) enthält : (i) mindestens eine heißklebrige thermoplastische Masse, insbesondere auf Basis von Ethylen/Vinylacetat-Copolymeren (EVA), Polyamiden, Poly- urethanen und/oder Polyolefinen, insbesondere (amorphen) Poly-a-olefi- nen, und vorzugsweise in Form eines Schmelzklebstoffes, (ii) Füllstoffpartikel auf Basis anorganischer Oxide, Silikate, Carbonate und/oder Sulfate wie Aluminiumoxide, Siliciumdioxide, Bariumsulfate, Calciumcarbonate, Alkali-und Erdalkalioxide, Titanoxide, Eisenoxide

und dergleichen, insbesondere wobei die Menge an Füllstoffpartikeln 30 Gew. -% bis 80 Gew. -%, vorzugsweise 50 bis 70 Gew. -%, bezogen auf das aufzutragende Gesamtgemisch, beträgt und/oder insbesondere wobei die Füllstoffpartikel vorzugsweise stäbchenförmig oder aber kugelförmig oder nahezu kugelförmig sind und mittlere Teilchengrößen im Bereich von etwa 3 um bis etwa 20 um, vorzugsweise etwa 4 um bis etwa 10 um, aufweisen, und (iii) gegebenenfalls weitere Inhaltsstoffe und Additive, insbesondere Harze wie aromatische Kohlenwasserstoffharze bzw. modifizierte Kunstharze, vorzugsweise Tallharze, und/oder Hilfs-und Zusatzstoffe wie Wachse und dergleichen, wobei das aufgetragene Gemisch dabei vorteilhafterweise in die vorzugsweise poröse Struktur, insbesondere Holzstruktur, der Kante (n) bzw. Schmalseite (n) des Werkstückes eingedrückt bzw. eingepreßt sein kann.

Weitere Ausgestaltungen und Variationen der vorliegenden Erfindung sind für den Fachmann beim Lesen der Patentschrift ohne weiteres erkennbar und rea- lisierbar, ohne daß er dabei den Rahmen der vorliegenden Erfindung verläßt.

Die vorliegende Erfindung wird anhand der folgenden Ausführungsbeispiele veranschaulicht, welche die vorliegende Erfindung jedoch keinesfalls be- schränken sollen.

AUSFÜHRUNGSBEISPIELE Beispiel 1 : Anbringung eines Kantenbandes an die Schmalseite von Preßholz In einer Vorrichtung, wie sie in der WO 00/53387 AI beschrieben ist, wird auf jeweils eine Kante von Spanplatten mit den Maßen 30 cm x 30 cm x 3 cm ein Polyamidschmelzkleber mit einer Verarbeitungstemperatur von 180 bis 190 °C (Jowatherm 211. 60, vertrieben von der Firma Jowat Lobers und Frank GmbH & Co. KG, Deutschland) gleichmäßig mit etwa 100 um Schichtdicke aufgetragen. Der Auftrag erfolgt in üblicher Weise durch Auf- schmelzen und Walzenauftrag.

Anschließend wird auf die Klebstoffschicht ein extrudierter PVC-Strang im noch warmen bzw. noch formbaren Zustand aufgetragen und mit einer rota- tionsfähigen bzw. drehbaren Rolle unter Anpressen und gleichzeitiger Form- gebung an die Werkstückkante angedrückt, so daß ein 2,5 mm dickes Kanten- band mit gleichmäßigem Profil entsteht. Man läßt das Ganze abkühlen. Die überstehenden Enden des Kantenbandes werden abgeschnitten.

Das Verfahren wird inline und kontinuierlich betrieben. Es resultieren Span- platten, die jeweils an einer Kante bzw. Schmalseite gleichmäßig mit einem 2,5 mm dicken und 3 cm breiten PVC-Kantenband verklebt sind und bei- spielsweise in der Möbelindustrie Verwendung finden.

Beispiel 2 : Kantenverfestigung an Holzspanplatten In einem kontinuierlich betriebenen Verfahren wird auf die Kanten bzw.

Schmalseiten von Spanplatten mit den Maßen 25 cm x 25 cm x 2 cm gleich- mäßig mit etwa 1 mm Schichtdicke ein aufgeschmolzenes, heißklebriges Ge- misch aufgetragen, welches einen EVA-Schmelzkleber mit einem Erwei- chungsbereich von etwa 100 °C und Verarbeitungstemperaturen von 180 bis 200 °C (Jowatherm 280. 40 oder 280.41, vertrieben von der Firma Jowat Lobers und Frank GmbH & Co. KG, Deutschland) und Füllstoffpartikeln auf

Basis anorganischer Oxide (Plasfill'-5, vertrieben von der Firma Sphere-Fill, Südafrika) enthält. Der Auftrag erfolgt mittels Extrusion. Es wurden verschie- dene Gemische mit unterschiedlichen Gewichtsverhältnissen aufgetragen, nämlich Verhältnisse EVA-Schmelzkleber/Füllstoffe von 50 : 70,50 : 60 und 50 : 50.

Die noch heiße und formbare Masse wird anschließend in die Holzstruktur eingedrückt bzw. eingepreßt. Nach dem Abkühlen und Aushärten des aufge- tragenen Gemisches entstehen Spanplatten mit verfestigten Schmalseiten, die insbesondere in der Möbelindustrie Verwendung finden und dort als Ersatz für die teureren MDF-Platten eingesetzt werden können. Die auf diese Weise ver- festigten Kanten bzw. Schmalseiten zeigen gute Shore-Härten.

Beispiel 3 : Herstellung dreidimensional geformter Profile in Form eines Bilderrahmens Die in Beispiel 2 beschriebenen Gemische werden auch verwendet um drei- dimensionale Profile in Form eines Bilderrahmens zu erzeugen. Hierzu wer- den die Gemische gemäß Beispiel 2 mit einer Vorrichtung, wie sie in der WO 00/53399 AI beschrieben ist, auf einen Polystyrol-Trägerrahmen extru- diert und mit einer drehbaren Rolle im noch warmen, formbaren Zustand an den Träger angedrückt, wobei hierdurch infolge des Rollenprofils gleichzeitig die gewünschte Formgebung erfolgt. Nach dem Abkühlen resultieren drei- dimensional geformte Profile auf einem Polystyrol-Träger, die als Bilderrah- men verwendet werden können.