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Patent Searching and Data


Title:
GOODS AND METHOD FOR CHECKING AN AUTHORIZATION TO RETRIEVE ELECTRONICALLY PROVIDED CONTENT BY READING OUT AN INFORMATION CARRIER OF GOODS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/074246
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to goods (1; 1a), which have an information carrier (2; 2a), which can be read out by a reader, on which different goods states are stored. Damage to the information carrier (2; 2a) expediently causes an irreversible state change to the goods (1; 1a). Reliable protection against unauthorized retrieval of the content is advantageously created. The invention furthermore relates to a method for checking an authorization to retrieve an electronically provided content by reading out an information carrier (2; 2a) of goods (1; 1a).

Inventors:
RULLMANN PETER (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/078949
Publication Date:
April 22, 2021
Filing Date:
October 14, 2020
Export Citation:
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Assignee:
RULLMANN PETER (DE)
International Classes:
G06F21/10; G06K19/077
Foreign References:
DE102005015357A12006-10-12
DE202018104005U12019-10-14
Attorney, Agent or Firm:
ZEINER, Johannes Michael (DE)
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Claims:
1. Verkaufsware (1; la), die einen durch ein Lesegerät auslesbaren Informationsträger (2; 2a) aufweist, auf dem verschiedene Verkaufswarenzustände gespeichert sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine Beschädigung des Informationsträgers (2; 2a) eine irreversible Zustandsänderung der Verkaufsware (1; la) bewirkt.

2. Verkaufsware nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Informationsträger (2; 2a) zwei Verkaufswarenzustände gespeichert sind, von denen entweder ein erster oder ein zweiter Zustand durch das Lesegerät, das vorzugsweise ein zum Aufbau einer Datenverbindung fähiges Mobiltelefon oder ein Tablet ist, auslesbar ist.

3. Verkaufsware nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Verkaufswarenzustand eine Information zu der Verkaufsware, insbesondere zu einem über ein Computernetzwerk abrufbaren Inhalt, vorzugsweise zu einem Musik- oder Videostream, umfasst.

4. Verkaufsware nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Verkaufswarenzustand erst nach der irreversiblen Zustands änderung des Informationsträgers (2; 2a) abrufbar ist und vorzugsweise Vollzugriff auf einen aus einem Computernetzwerk abrufbaren Inhalt, insbesondere zu einem Musik- oder Videostream, umfasst.

5. Verkaufsware nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Informationsträger (2; 2a) ein elektronischer Schlüssel gespeichert ist, der zur Erstellung einer Signatur oder zum Ver- und/oder Entschlüsseln von Daten vorgesehen ist.

6. Verkaufsware nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (2; 2a) die Verkaufsware (1; la) bildet.

7. Verkaufsware nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (2; 2a) kontaktlos auslesbar ist.

8. Verkaufsware nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (2; 2a) zweiteilig ausgebildet ist, wobei ein erster Teil (3) mit einem zweiten Teil (4) lösbar verbunden ist.

9. Verkaufsware nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkaufsware mindestens zwei verschwenkbar miteinander verbundene Verkaufswarenteile (8, 9) umfasst, die im ungeöffneten Zustand einen durch den Informationsträger (2; 2a) versiegelten Stoß (10) bilden.

10. Verfahren zur Prüfung einer Berechtigung zum Abruf eines elektronisch bereitgestellten Inhalts durch Auslesen eines Informationsträgers (2; 2a) einer Verkaufsware (1; la), dadurch gekennzeichnet, dass durch Auslesen des Informationsträgers (2; 2a) eine dynamische Adresse zu einem Server in einem Computernetzwerk erstellt wird, die mindestens ein Sicherheitsmerkmal aufweist und die vorzugsweise von einem Verkaufswarenzustand abhängt.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Erstellung der dynamischen Adresse ein eindeutiger, für die Verkaufsware (1; la) und/oder den Informationsträger (2; 2) charakteristischer Identifikator in die dynamische Adresse eingebracht wird.

12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass vor einer Übermittlung eines abrufbaren Inhalts überprüft wird, ob die dynamische Adresse, unter der der Inhalt abgerufen werden soll, zum Abruf des Inhalts berechtigt.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (2; 2a) von einem Lesegerät, vorzugsweise einem Mobiltelefon oder einem Tablet, ausgelesen wird und auf einem Bildschirm des Lesegerätes ein Verkaufswarenzustand angezeigt wird und/oder ein über das Computernetzwerk abrufbarer, vorzugsweise streambarer Inhalt auf dem Lesegerät wiedergegeben wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein unter der dynamischen Adresse abrufbarer, wenigstens teilweise verschlüsselter Inhalt durch einen auf dem Informationsträger (2; 2a) gespeicherten

Schlüssel entschlüsselt wird.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein unter der dynamischen Adresse abrufbarer Inhalt durch eine

Benutzereingabe auf dem Lesegerät verändert wird und vorzugsweise anhand der dynamischen Adresse überprüft wird, ob der Inhalt zur Veränderung vorgesehen ist.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein unter der dynamischen Adresse abrufbarer Inhalt durch eine Benutzereingabe auf dem Lesegerät verändert wird, wobei dies erst nach einer irreversiblen Zustandsänderung möglich ist.

Description:
Beschreibung:

„Verkaufsware sowie Verfahren zur Prüfung einer Berechtigung zum Abruf eines elektronisch bereitgestellten Inhalts durch Auslesen eines Informationsträgers einer Verkaufsware“

Die Erfindung betrifft eine Verkaufsware, die einen durch ein Lesegerät auslesbaren Informationsträger aufweist, auf dem verschiedene Verkaufswarenzustände gespeichert sind. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Prüfung einer Berechtigung zum Abruf eines elektronisch bereitgestellten Inhalts durch Auslesen eines Informationsträgers einer Verkaufsware.

Aus dem Stand der Technik sind QR-Codes bekannt, die beim Lesen, beispielsweise mit einem Mobiltelefon, zu einer Internetseite weiterleiten.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verkaufsware der eingangs genannten Art zu schaffen, die einen unbefugten Zugriff auf die Verkaufsware, die ein elektronisch bereitgestellter Inhalt, beispielsweise ein streambarer Inhalt wie Musik- oder Videodaten sowie Bilddaten sein kann, verhindert.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass eine Beschädigung des Informationsträgers eine irreversible Zustandsänderung der Verkaufsware bewirkt.

Ferner liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren auszubilden, das einen unbefugten Zugriff auf die Verkaufsware verhindert.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass durch Auslesen des Informationsträgers eine dynamische Adresse zu einem Server in einem Computernetzwerk erstellt wird, die mindestens ein Sicherheitsmerkmal aufweist und die von einem Verkaufswarenzustand abhängt.

Dadurch, dass eine irreversible Zustandsänderung bewirkt wird, wird vorteilhaft verhindert, dass eine Verkaufsware benutzt und deren Inhalt unbemerkt entnommen oder unbefugt abgerufen werden kann. Insbesondere bei online einlösbaren Gutscheinen oder Verkaufswaren, die einen Zugriff auf Streaminginhalte wie Musikstücke oder Filme mittels eines Mobiltelefons, Laptops oder Tabletcomputers ermöglichen, muss sichergestellt sein, dass die Inhalte nach deren Kauf ausschließlich von einem berechtigten Käufer abrufbar sind.

Dadurch, dass eine dynamische Adresse, unter der ein Inhalt abrufbar ist, mit mindestens eine Sicherheitsmerkmal versehen ist und diese vorzugsweise von einem Verkaufswaren zustand abhängt, kann vorteilhaft eine Zustandsüberprüfung erfolgen, um einen Inhalt vollständig oder teilweise freizugeben oder einem Benutzer des Lesegerätes eine Fehlermeldung anzuzeigen. Vorteilhaft wird durch das Sicherheitsmerkmal ein Kopierschutz bewirkt, der selbst bei Kenntnis einer dynamischen Adresse wirksam ist und keinen Zugriff gewährt. Weiter vorteilhaft ist eine Überprüfung einer Berechtigung nicht erforderlich, sofern die Ware ungeöffnet ist. Ist die Verkaufsware beispielsweise in einem Verkaufswarengrund zustand, in dem keine Beschädigung des Informationsträgers vorliegt, kann zu einer Vorschau auf den Inhalt weitergeleitet werden. Ein Ausprobieren des Inhalts ist vorteilhaft möglich.

Die Verkaufsware kann beispielsweise eine Karte sein, die mit einem Informationsträger sowie einer persönlichen Botschaft versehen wird, beispielsweise eine Papp- oder Glückwunschkarte.

Zweckmäßigerweise sind auf dem Informationsträger zwei Verkaufswarenzustände gespeichert, von denen entweder ein erster oder ein zweiter Zustand durch das Lesegerät, das vorzugsweise ein zum Aufbau einer Datenverbindung fähiges Mobiltelefon oder ein Tablet ist, auslesbar ist. Der Informationsträger kann beispielsweise einen QR-Code (Quick Response), einen RFID- oder ein NFC-Transponder aufweisen. Wird der Informationsträger ausgelesen, kann einem Benutzer des insbesondere internetfähigen Lesegerätes entweder direkt ein Hinweis auf den Verkaufswarenzustand auf einem Lesegerätbildschirm angezeigt werden oder eine Weiterleitung zu einem Server in einem Computernetzwerk, von dem der Zustand abrufbar ist, kann erfolgen. Vorteilhaft kann einem Kaufinteressenten der Verkaufs warenzustand manipulationssicher mitgeteilt werden. Damit ist auf einfache Art und Weise überprüfbar, ob die Ware bereits geöffnet und/oder benutzt wurde.

In einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst ein erster Verkaufswarenzustand eine Information zu der Verkaufsware, insbesondere zu einem über ein Computernetzwerk abrufbaren Inhalt, vorzugsweise zu einem Musik- oder Videostream. Ist der Informationsträger unbeschädigt, kann einem Kaufinteressenten bei dessen Auslesen, beispielsweise mit einem Mobiltelefon, eine Information zu der Verkaufsware, beispielsweise eine Playlist oder ein kurzer Ausschnitt eines streambaren oder herunterladbaren Inhalts angezeigt oder vorgespielt werden. Vorteilhaft besteht eine Möglichkeit zum eingeschränkten Testen.

Es ist außerdem denkbar, dass bei einem Abruf des Ausschnitts eine Verbindung zu einem Server in einem Computernetzwerk hergestellt wird, der ermittelt, wie oft Ausschnitte vor einem Kauf abgerufen werden. Vorteilhaft ist eine statistische Auswertung zum Kaufverhalten möglich.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist ein zweiter Verkaufswarenzustand erst nach der irreversiblen Zustandsänderung des Informationsträgers abrufbar und umfasst vorzugsweise Vollzugriff auf einen aus einem Computernetzwerk abrufbaren Inhalt, insbesondere zu einem Musik- oder Videostream. Vorteilhaft wird sichergestellt, dass kein unbefugter Zugriff auf die Verkaufsware erfolgt. Vorzugsweise ermöglicht der zweite Verkaufswarenzustand einen Vollzugriff auf einen streambaren oder herunterladbaren Inhalt, während ein erster Verkaufswarenzustand lediglich eine Vorschau oder das Abspielen eines kurzen Ausschnitts ermöglicht.

Zweckmäßigerweise ist auf dem Informationsträger ein elektronischer Schlüssel gespeichert, der zur Erstellung einer Signatur oder zum Ver- und/oder Entschlüsseln von Daten vorgesehen ist. Vorteilhaft ist durch eine mit dem Schlüssel erstellte Signatur eine Echtheit der Verkaufsware überprüfbar. Führt ein Auslesen des Informationsträgers zur Weiterleitung auf einen Server, kann anhand einer dort hinterlegten Datenbank überprüft werden, ob eine mit dem elektronischen Schlüssel erzeugte elektronische Signatur zum Abruf eines Inhalts berechtigt.

Ferner ist denkbar, dass der Schlüssel oder dessen Hashwert ein Sicherheitsmerkmal einer dynamischen Adresse (URL; Uniform Resource Locator) ist, die beim Auslesen des Informationsträgers erzeugt wird und zu einem Server in einem Computernetzwerk führt.

Ein auf dem Server ausgeführtes Computerprogramm kann dazu eingerichtet sein, die Signatur zu überprüfen, den Verkaufswarenzustand sowie Anzahl vorangehender Abrufe festzustellen.

Ist die Signatur korrekt, wird beispielsweise Vollzugriff auf den Inhalt gewährt. Ist die Signatur fehlerhaft, wird lediglich eine Vorschau des Inhalts oder eine Fehlermeldung übermittelt. Obwohl denkbar ist, dass für jeden Verkaufswarenzustand jeweils ein Schlüssel vorgesehen sind, ist ein einziger Schlüssel für beide Verkaufswarenzustände vorgesehen.

Ferner ist denkbar, dass ein abrufbarer Inhalt auf dem Server zumindest teilweise verschlüsselt ist, und durch den elektronischen Schlüssel entschlüsselt werden kann. Vorzugsweise erfolgt eine Entschlüsselung erst nach der Überprüfung eines Verkaufswarenzustands sowie einer Prüfung zur Berechtigung zum Abruf des Inhalts. Vorteilhaft wird sichergestellt, dass nur ein berechtigter Benutzer des Lesegerätes Zugriff auf den abrufbaren Inhalt hat und selbst ein Betreiber des Servers, von dem der Inhalt abgerufen wird, keine Daten, die einen Hinweis auf den Inhalt liefern, oder den Inhalt selbst hat. Eine diskrete Bereitstellung eines Inhalts ist möglich.

Es versteht sich, dass die auf dem Server hinterlegten Daten auch mit dem elektronischen Schlüssel des Informationsträgers verschlüsselt sein können.

In einer Ausgestaltung der Erfindung bildet der Informationsträger die Verkaufsware. Der Informationsträger ist vorzugsweise als aufklebbarer RFID- oder NFC-Transponder ausgebildet, der beispielsweise auf eine Glückwunschkarte aufgeklebt wird und einem Beschenkten durch Auslesen des Informationsträgers einen Abruf eines indivisualisierten Inhalts über ein Computernetzwerk ermöglicht. Ein solcher Inhalt können insbesondere Fotos, Videos oder Tonaufnahmen sein. Ein Öffnen der Verkaufsware erfolgt durch eine Beschädigung des Informationsträgers, beispielsweise indem eine Lasche betätigt wird. Vorteilhaft ist eine Individualisierung sowohl des Inhalts als auch einer Trägerkarte besonders gut möglich. Der Informationsträger ist flexibel anbringbar und kann beispielsweise außerdem als Werbemittel an werberelevanten Orten angebracht werden.

Zweckmäßigerweise ist der Informationsträger kontaktlos auslesbar. Vorteilhaft ist eine besonders einfache Handhabung möglich. Umfasst der Informationsträger einen NFC- Transponder, ist dessen Auslesen über große Distanzen vorteilhaft nicht möglich. Ein unbefugtes Auslesen wird erschwert. Außerdem kann ein NFC-Transponder auf einfache Art und Weise mit einem Mobiltelefon oder Tabletcomputer ausgelesen werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Informationsträger zweiteilig ausgebildet, wobei ein erster Teil mit einem zweiten Teil lösbar verbunden ist. Die beiden Teile können beispielsweise an einer Sollbruchstelle miteinander verbunden sein. Durch Betätigung einer Verbindungslasche kann der erste von dem zweiten Teil getrennt werden, wodurch die irreversible Zustandsänderung bewirkt wird. Dabei können beispielsweise elektrische Leiterbahnen durchtrennt werden.

Vorteilhaft ist eine geöffnete sowie gegebenenfalls benutze Verkaufsware außerdem optisch gut erkennbar.

In einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Verkaufsware mindestens zwei verschwenkbar miteinander verbundene Verkaufswarenteile, die im ungeöffneten Zustand einen durch den Informationsträger versiegelten Stoß bilden. Zum Öffnen der Verkaufsware unter Auflösung des Stoßes kann beispielsweise eine Verbindungslasche des Informations trägers entlang einer Sollbruchstelle abgetrennt werden. Dadurch wird die irreversible Zu standsänderung bewirkt.

Wird beim Auslesen des Informationsträgers eine dynamische Adresse zum Abruf eines Inhalts von einem Server in einem Computernetzwerk generiert, kann ein auf dem Informationsträger gespeicherter Zählerwert in die dynamische Adresse eingebracht werden, der bei jedem Abruf um einen bestimmten Wert, beispielsweise 1, erhöht wird. Ein Zähler stand kann insbesondere von einer auf einem Server, auf dem Inhalte hinterlegt sind, ausgeführten Software überwacht werden. Dadurch kann die dynamisch generierte Adresse lediglich ein einziges Mal aufgerufen werden, bei einem weiteren Abrufversuch wird eine Fehlermeldung angezeigt. Vorteilhaft wird ein Kopierschutz bewirkt.

Zweckmäßigerweise wird bei der Erstellung der dynamischen Adresse ein eindeutiger, für die Verkaufsware und/oder den Informationsträger charakteristischer Identifikator in die dynamische Adresse eingebracht. Vorteilhaft wird ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal geschaffen, das einen Schutz vor Fälschungen und damit möglichen unbefugten Zugriffen verbessert. Ein solcher Identifikator kann beispielsweise eine Seriennummer sein.

In einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird vor einer Übermittlung eines abrufbaren Inhalts überprüft, ob die dynamische Adresse, unter der der Inhalt abgerufen werden soll, zum Abruf des Inhalts berechtigt. Dazu kann beispielsweise ein Zählerwert überprüft werden, der mit jedem berechtigten Abruf um 1 erhöht wird. Ferner wird dieser Zählerwert auf dem Informationsträger gespeichert, um bei einem erneuten Abruf zur Generierung einer weiteren dynamischen Adresse benutzt zu werden. Der Zählerwert ist ein mögliches Sicherheitsmerkmal, dass auf einfache Art und Weise vor einer Weitergabe einer Weitergabe einer dynamischen Adresse schützt, da diese mit dem bestimmten Zählerwert lediglich einmal aufrufbar ist. Denkbar ist außerdem, dass ein dynamischer Teil der Adresse eine elektronische, auf dem Server überprüfbare Signatur aufweist, die mit einem elektronischen Schlüssel, der auf dem Informationsträger gespeichert ist, erzeugt wird.

Ferner ist denkbar, dass anhand eines ersten Teils einer dynamischen Adresse sowie eines auf dem Informationsträgers gespeicherten Schlüssels ein Hashwert ermittel wird, der als weiterer Teil an den ersten Teil angehängt wird und der zur Überprüfung des ersten Teils der Adresse herangezogen werden kann. Vorteilhaft wird eine weitere Kopierschutzstufe ausgebildet. In einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann ein vorzugsweise nach einer Zustandsänderung der Verkaufsware abrufbarer Inhalt von einem Benutzer des Lesegerätes geändert werden. Eine Änderung bedeutet beispielsweise das Hinzufügen, Verändern oder Löschen von Dateien zur Veränderung der abrufbaren Inhalts.

Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass anhand der dynamischen Adresse, unter der der Inhalt abrufbar ist, überprüft wird, ob der Inhalt überhaupt zur Veränderung vorgesehen ist, beispielsweise durch eine Anfrage an einen Server, von dem der Inhalt abrufbar ist. Vorteilhaft werden Manipulationen des Inhalts verhindert.

Denkbar ist außerdem, dass ein auf dem Informationsträger gespeicherter elektronischer Schlüssel zur Ver- und Entschlüsselung benutzt wird, um einen Inhalt auf dem Lesegerät lokal zu verschlüsseln und auf einen Server, der unter der dynamischen Adresse erreichbar, ist hochzuladen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und der beigefügten, sich auf die Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen, näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer Verkaufsware,

Fig. 2 eine weitere Ausführungsform einer Verkaufsware,

Fig. 3 eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens.

Auf eine in Fig. la in einer Draufsicht schematisch gezeigte Trägerkarte (1) ist ein mit einem in Fig. la nicht gezeigten Mobiltelefon auslesbarer Informationsträger (2) aufgeklebt. Von dem Informationsträger kann eine Adresse eines Servers in einem Computernetzwerk elektronisch sowie kontaktlos durch das Mobiltelefon ausgelesen werden. Ein abrufbarer Inhalt, der in diesem Ausführungsbeispiel mehrere Musikstücke sind, kann auf das Mobiltelefon übertragen und wiedergegeben werden.

Der Informationsträger (2) ist zweiteilig ausgebildet und umfasst einen NFC-Transponder (Near-Field-Communication; 3), der eine zusätzliche Lasche (4) aufweist, die sowohl mechanisch als auch elektrisch mit dem NFC-Transponder (3) verbunden ist. Durch Betätigung eines Griffteils (5) der Lasche (4) wird diese von dem NFC-Transponder (3) entlang einer vertikalen Sollbruchstelle (6) abgetrennt.

In einem in Fig. lb gezeigten Verkaufswarengrundzustand, in dem die Lasche (4) nicht betätigt wurde, wird ein Benutzer des Mobiltelefons beim Auslesen des NFC-Transponders (3) zu dem Server weitergeleitet, von dem im Verkaufswarengrundzustand Ausschnitte von Musikstücken („Preview“) gestreamt und angehört werden können.

Mit Betätigung des Griffteils (5) wird die Lasche (4) abgetrennt und die Verkaufsware ist in einem in Fig. lc gezeigten Verkaufswarenvollzugriffszustand, in dem ein Benutzer des Mobiltelefons zu dem Server weitergeleitet wird, von dem sämtliche Musikstücke in voller Länge gestreamt werden können, sofern dazu eine Berechtigung besteht.

Ein Informationsträger (2) einer in Fig. lb und c in einer Seitenansicht schematisch gezeigten Trägerkarte (1) ist durch eine Klebeschicht (7) auf die Trägerkarte (1) aufgeklebt.

Bei einem in Fig. lc in einer Seitenansicht schematisch gezeigten Trägerkarte (1) ist ein NFC-Transponder (3) von einer Lasche (4) entlang einer Sollbruchstelle (6) getrennt.

Denkbar ist, dass der Informationsträger (2) die Verkaufsware bildet und auf einen beliebigen Träger (1) aufgeklebt wird.

Es wird nun auf Fig. 2 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben Bezugszahl wie in Fig. 1 bezeichnet sind und der betreffenden Bezugszahl jeweils der Buchstabe a beigefügt ist.

Ein in Fig. 2a in einer Draufsicht und in Fig. 2b in einer Seitenansicht schematisch gezeigte mehrflügelige Pappkarte (la) umfasst zwei verschwenkbar miteinander verbundene Pappkartenflügel (8, 9), die in einem ungeöffneten Zustand einen versiegelten Stoß (10) bilden und an einer Längsseite (11) verschwenkbar miteinander verbunden sind. Dieser Zustand ist ein Verkaufswarengrundzustand. Ein Siegel (2a) umfasst einen in einen ersten Kartenflügel (8) eingebrachten NFC-Transponder (12) sowie eine Verschlusslasche (13), die umgeschlagen und auf einen zweiten Kartenflügel (9) aufgeklebt ist. Die Verschlusslasche (13) ist mit einer in Fig. 2c in einer Detailansicht gezeigten Sollbruchstelle (14) versehen, an der die Lasche (14) beim Öffnen der Pappkarte (la) abgetrennt wird, um in einen in Fig. 2d gezeigten, geöffneten Zustand gebracht zu werden. Dieser Zustand ist der Verkaufswaren vollzugriffszustand.

Der NFC-Transponder (12) weist zwei in Fig. 2 nicht gezeigte Schaltkreise auf, von denen ein erster im ungeöffneten Zustand der Pappkarte (la) durch ein nicht gezeigtes Mobiltelefon auslesbar ist und ein zweiter ausschließlich im geöffneten Zustand der Pappkarte (la), in dem die Verschlusslasche (13) entlang der Sollbruchstelle (14) abgetrennt ist.

In diesem Ausführungsbeispiel kann durch Auslesen des NFC-Transponders (12) über das Internet abrufbare Musik gestreamt werden, entweder eine Vorschau auf den Inhalt im Verkaufswarengrundzustand oder sämtliche Lieder einer Playlist im Verkaufswaren vollzugriffszustand.

Auf eine in Fig. 2d gezeigte erste Innenseite (15) der Pappkarte (la) sind die abrufbaren Titel in ein Textfeld (16) gedruckt. Auf eine zweite Innenseite (17) ist eine persönliche Nachricht an einen Empfänger der Pappkarte (la) in ein Textfeld (18) aufgedruckt.

Es wird nun auf Fig. 3 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben Bezugszahl wie in Fig. 1 bezeichnet sind und der betreffenden Bezugszahl jeweils der Buchstabe b beigefügt ist.

In einem in Fig. 3 gezeigten Ablaufdiagramm zur Überprüfung, ob eine Berechtigung zum Abruf elektronisch bereitgestellter Inhalt vorliegt, liest ein Benutzer der Verkaufsware in einem ersten Verfahrensschritt (100) einen NFC-Transponder mit einem NFC-fähigen Mobiltelefon aus. Dabei wird beim Auslesen mit in dem NFC-Transponder gespeicherten Informationen in einem folgenden Verfahrensschritt (101) - beispielsweise von einem auf dem Mobiltelefon ausgeführten Anwenderprogramm („App“) - eine dynamische URL (Uniform Resource Locator) generiert, die folgende Bestandteile aufweist:

- eine Basis-URL, unter der ein Server, der zur Kontrolle eines Verkaufswarenzustandes, einer Freigabe eines Inhalts und einer Prüfung nachfolgend bezeichneter, abrufrelevanter Parameter eingerichtet ist, erreichbar ist: - einen eindeutigen, auf den NFC-Transponder oder eine bestimmte Verkaufsware bezogenen Identifikator (ID), der eine alphanumerische Zeichenfolge sein kann.

- einen Zählerwert, der ein Nutzungszähler ist, der bei jedem Abruf um 1 erhöht wird, wobei ein neuer Zählerwert auf dem NFC-Transponder sowie auf dem Server, von dem die Inhalte abrufbar sind, gespeichert wird.

- ein Verkaufswarenzustand - Grundzustand oder Vollzugriffszustand - , wobei der Grundzustand ein Wert 0 sein kann und der Vollzugriffszustand ein Wert 1.

- ein Hashwert, der mithilfe des auf dem NFC-Transponder gespeicherten Signaturschlüssels erstellt wird und für die die Basis-URL und dynamische Anteile der URL, insbesondere der Identifikator (ID), der Zählerwert sowie den Verkaufswarenzustand gehasht werden. Vorteilhaft wird ein weiterer Sicherheitsmechanismus in die dynamische URL-aufgenommen, der vorangehende Sicherheitsmerkmale absichert.

Eine dynamische URL, in der Sicherheitsmerkmale durch Bindestriche voneinander getrennt sind, kann folgendermaßen ausgebildet sein: https://Basis-URL/ID-Zählerwert-Verkaufswarenzustand-Signat ur-Hashwert/

Die auf diese Art und Weise generierte URL wird anschließend in einem weiteren Verfahrensschritt (102) aufgerufen. Der Server, der als Webserver ausgebildet ist, ermittelt, ob die zugehörige auf den NFC-Transponder oder auf die Verkaufsware bezogene ID in einer Datenbank in dem Computernetzwerk hinterlegt sind und alle weiteren Sicherheitsmerkmale korrekt sind (103).

Ist einer der überprüften Parameter fehlerhaft oder abweichend von einem in der Datenbank gespeicherten Wert, wird eine Fehlerseite in einem Browser oder einer App des Mobiltelefons angezeigt oder lediglich eine Vorschau auf den abrufbaren Inhalt, beispielsweise die ersten 20 Sekunden eines Musiktitels, an das Mobiltelefon übermittelt (104).

Entsprechen sämtliche überprüften Parameter denjenigen auf dem Server gespeicherten, kann von dem Server überprüft werden, ob die Verkaufsware in einem Verkaufswaren grundzustand oder in einem Verkaufswarenvollzugriffszustand ist (105). Im Verkaufswarengrundzustand wird die Vorschau auf den Inhalt an das Mobiltelefon übermittelt (104). Ist die Verkaufsware in einem Verkaufswarenvollzugriffszustand, werden von dem Server Daten übertragen, das heißt vorhandene Musiktitel können zum Anhören ausgewählt und abgespielt werden (106).

Denkbar ist, dass zuerst ein Verkaufswarenzustand überprüft wird. Vorteilhaft kann unmittelbar eine Vorschau auf einen abrufbaren Inhalt angezeigt werden. Eine Prüfung einer Berechtigung, die beispielsweise eine Ermittlung einer Signatur erfordert, ist nicht erforderlich.

Denkbar ist außerdem, dass Teile eines abrufbaren Inhalts, beispielsweise Musiktitel, gelöscht, weitere hinzugefügt oder verändert werden können.

Ferner ist denkbar, dass der gesamte abrufbare Inhalt oder Teile davon, verschlüsselt ist bzw. sind und erst im Verkaufswarenvollzugriffszustand entschlüsselt werden können, sofern ein berechtigter Abruf erfolgt.