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Title:
GPU FOR THE PROVISION OF ELECTRICAL ENERGY FOR AIRCRAFT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/062455
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a GPU (1) for the provision of electrical energy for aircraft, and to a method for maintaining and operating the GPU according to the invention. The GPU comprises a base, a cable system (4) which is formed in the base, at least one rectifier module (8) for converting an input AC voltage (21) applied on a rectifier-module input side (20) into an intermediate DC voltage (23) leaving on a rectifier-module output side (22), wherein the rectifier-module output side (22) is coupled to a DC-link conductor (24), and at least one inverter module (9) for converting the intermediate DC voltage (23) applied on an inverter-module input side (25) into an output AC voltage (27) leaving on an inverter-module output side (26), wherein the inverter-module input side (25) is coupled to a DC-link conductor (24). Moreover, the rectifier module (8) and the inverter module (9) are each produced as structurally distinct units, which can be replaced individually and independently of the base.

Inventors:
GRABNER, Herbert (Mistelbacher Straße 17, 4613 Mistelbach bei Wels, AT)
MOSER, Philipp (Mistelbacher Straße 17, 4613 Mistelbach bei Wels, AT)
RASCHKO, Christian (Mistelbacher Straße 17, 4613 Mistelbach bei Wels, AT)
Application Number:
AT2020/060338
Publication Date:
April 08, 2021
Filing Date:
September 17, 2020
Export Citation:
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Assignee:
DYNELL GMBH (4613 Mistelbach bei Wels, AT)
International Classes:
B64F1/34; B60L1/00; B64F1/36; H02M7/00; H05K7/14
Attorney, Agent or Firm:
ANWÄLTE BURGER UND PARTNER RECHTSANWALT GMBH (4580 Windischgarsten, AT)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Bodenstromaggregat (1) für das Bereitstellen von elektrischer Energie für Flugge räte, das Bodenstromaggregat (1) umfassend:

- ein Grundgestell (3);

- ein Kabelsystem (4), welches im Grundgestell (3) ausgebildet ist;

- zumindest ein Gleichrichtermodul (8) zum Umwandeln einer an einer Gleichrichtermodu leingangsseite (20) anliegenden Eingangswechselspannung (21) in eine an einer Gleichrich termodulausgangsseite (22) abgehende Zwischengleichspannung (23), wobei die Gleichrich termodulausgangsseite (22) mit einem Zwischenkreisleiter (24) gekoppelt ist;

- zumindest ein Wechselrichtermodul (9) zum Umwandeln der an einer Wechselrichtermodu leingangsseite (25) anliegenden Zwischengleichspannung (23) in eine an einer Wechsel richtermodulausgangsseite (26) abgehende Ausgangswechselspannung (27), wobei die die Wechselrichtermoduleingangsseite (25) mit einem Zwischenkreisleiter (24) gekoppelt ist; dadurch gekennzeichnet, dass das Gleichrichtermodul (8) und das Wechselrichtermodul (9) jeweils als baulich eigenständig ausgebildete Einheiten realisiert sind, welche einzeln und un abhängig vom Grundgestell (3) wechselbar sind.

2. Bodenstromaggregat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleichrichtermodul (8) und das Wechselrichtermodul (9) baugleich ausgeführt sind, insbesondere, dass das Gleichrichtermodul (8) und das Wechselrichtermodul (9) in elektrischer Flussrichtung gesehen gespiegelt mit dem Kabelsystem (4) gekoppelt sind.

3. Bodenstromaggregat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleichrichtermodul (8) und das Wechselrichtermodul (9) jeweils zu mindest einen Stecker (28, 29) aufweisen, welcher jeweils mit einem mit dem Kabelsystem (4) elektrisch leitend verbundenen Gegenstecker (30, 32) gekoppelt ist.

4. Bodenstromaggregat (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stecker (28, 29) derart am Gleichrichtermodul (8) und/oder am Wechselrichtermodul (9) an geordnet ist und der Gegenstecker (30, 32) derart im Bereich einer Aufnahmeaussparung (31, 33) am Grundgestell (3) angeordnet sind, dass in einer Betriebsposition (10, 11) des Gleich richtermoduls (8) und/oder des Wechselrichtermoduls (9) eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Stecker (28, 29) und dem Gegenstecker (30, 32) hergestellt ist.

5. Bodenstromaggregat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch ge- kennzeichnet, dass das Gleichrichtermodul (8) und das Wechselrichtermodul (9) einen

Schnellverschluss (12, 13) aufweisen, welcher derart ausgebildet ist, dass dieser beim Über führen in die Betriebsposition (10, 11) in einem Schnellverschlussaufnahmeelement (14, 15) im Grundgestell (3) einrastet und/oder automatisch verriegelt.

6. Bodenstromaggregat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleichrichtermodul (8) und das Wechselrichtermodul (9) auf einer

Höhe von 0,5 m bis 2,0 m, besonders bevorzugt auf einer Höhe von 0,6 - 1,8 m, bezugneh mend auf eine Bodenaufstandsfläche (7) des Grundgestells (3) positioniert sind.

7. Bodenstromaggregat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleichrichtermodul (8) und das Wechselrichtermodul (9) jeweils auf nur einer Leiterplatte (5) aufgebaut sind.

8. Bodenstromaggregat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Gleichrichtermodule (8) ausgebildet sind, welche elektrisch parallel zueinander geschalten sind und/oder dass zumindest zwei Wechselrichter- module (9) ausgebildet sind, welche elektrisch parallel zueinander geschalten sind. 9. Bodenstromaggregat (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein

Lastaufteilungssystem (35) ausgebildet ist, welches derart konfiguriert ist, dass eine Lastauf teilung zwischen den Gleichrichtermodulen (8) und/oder zwischen den Wechselrichtermodu len (9) automatisiert erfolgen kann.

10. Bodenstromaggregat (1) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekenn zeichnet, dass zumindest eines von mehreren parallel zueinander geschalteten Gleichrichter modulen (8) und/oder zumindest eines von mehreren parallel zueinander geschalteten Wech selrichtermodulen (9) im Teillastbereich wegschaltbar ist.

11. Bodenstromaggregat ( 1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleichrichtermodul (8) und/oder das Wechselrichtermodul (9) eine Datenschnittstelle aufweisen, welche zum Informationsaustausch untereinander und/oder mit einem Zentralrechner (34) ausgebildet ist.

12. Bodenstromaggregat (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Datenschnittstelle um eine digitale Datenschnittstelle handelt, und dass dem Gleichrichtermodul (8) und dem Wechselrichtermodul (9) jeweils eine Adresse zugeordnet ist oder zugeordnet werden kann, wobei das zumindest eine Gleichrichtermodul (8) und das zu mindest eine Wechselrichtermodul (9) die Adresse bevorzugt über den Stecker (28, 29) erhält.

13. Bodenstromaggregat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenkreisleiter (24) mit einem Paralleleingang (18) gekoppelt ist, mittels welchem zusätzliche Gleichstromenergiequellen (19), wie etwa Batterien oder Ak kus, in den Zwischenkreisleiter (24) einbindbar sind.

14. Bodenstromaggregat (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Entladevorrichtung (38, 39) ausgebildet und derart im Grundgestell (3) und/oder im Gleichrichtermodul (8) und/oder im Wechselrichtermodul (9) angeordnet ist, dass beim Überführen von der Betriebsposition (10, 11) in eine Wechselposition (16, 17) die im Gleichrichtermodul (8) und/oder die im Wechselrichtermodul (9) gespeicherte elektrische Energie automatisch entladen wird.

15. Verfahren zum Warten und Betreiben eines Bodenstromaggregates (1) für das Bereitstellen von elektrischer Energie für Fluggeräte, insbesondere eines Bodenstromaggrega tes (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das Bodenstromaggregat (1) umfassend:

- ein Grundgestell (3); - ein Kabelsystem (4), welches im Grundgestell (3) ausgebildet ist;

- zumindest ein Gleichrichtermodul (8) zum Umwandeln einer an einer Gleichrichtermodu leingangsseite (20) anliegenden Eingangswechselspannung (21) in eine an einer Gleichrich termodulausgangsseite (22) abgehende Zwischengleichspannung (23), wobei die Gleichrich termodulausgangsseite (22) mit einem Zwischenkreisleiter (24) gekoppelt ist;

- zumindest ein Wechselrichtermodul (9) zum Umwandeln der an einer Wechselrichtermodu leingangsseite (25) anliegenden Zwischengleichspannung (23) in eine an einer Wechsel richtermodulausgangsseite (26) abgehende Ausgangswechselspannung (27), wobei die die Wechselrichtermoduleingangsseite (25) mit einem Zwischenkreisleiter (24) gekoppelt ist; dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren folgenden Verfahrens schritt umfasst: Auswechseln des Gleichrichtermodules (8) und/oder des Wechselrichtermodules (9), wobei diese jeweils als baulich eigenständig ausgebildete Einheiten realisiert sind, welche einzeln und unabhängig vom Grundgestell (3) ausgewechselt werden.

16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleichrichter modul (8) und/oder das Wechselrichtermodul (9) mit einem Zentralrechner (34) gekoppelt ist, wobei der Zentralrechner (34) ein defektes Gleichrichtermodul (8) und/oder Wechselrichter modul (9) wegschaltet und die Lastverteilung auf die restlichen Gleichrichtermodule (8) und/oder Wechselrichtermodule (9) anpasst.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines von mehreren parallel zueinander geschalteten Gleichrichtermodulen (8) und/oder zumindest eines von mehreren parallel zueinander geschalteten Wechselrichtermo dulen (9) im Teillastbereich weggeschalten wird.

Description:
BODENSTROMAGGREGAT FÜR DAS BEREITSTELLEN VON ELEKTRISCHER

ENERGIE FÜR FLUGGERÄTE

Die Erfindung betrifft ein Bodenstromaggregat für das Bereitstellen von elektrischer Energie für Fluggeräte und ein Verfahren zum Warten und Betreiben des erfindungsgemäßen Boden stromaggregates.

Gemäß dem Stand der Technik werden die Funktionen eines Bodenstromaggregates elektro nisch und baulich in einer Gesamteinheit realisiert. Dabei sind sämtliche leistungselektroni schen Komponenten in einem Schaltschrank verbaut. Dies bringt den Nachteil, dass die Kom ponenten nur mit hohem Zeitaufwand und unter Einsatz von Spezialwerkzeug, wechselbar sind. Zudem geht ein Wechselvorgang in der Regel mit einem hohen Kostenaufwand einher.

Aus der EP 2212203 Al ist ein Bodenunterstützungsgerätewagen bekannt, welcher ein oder mehrere rechteckige Gerätemodule umfasst, die abnehmbar auf dem Wagen angebracht sind, wobei wenigstens eines oder mehrere der abnehmbaren Module elektrische Leistungsum wandlungskomponenten enthalten, Der Wagen umfasst ferner ein erstes rechteckiges Modul, das Flugzeug-Klimatisierungskomponenten, die auf dem Wagen angebracht sind, enthält und sich über die Breite des Wagens erstreckt, aber im Wesentlichen weniger als die Hälfte der Länge des Wagens einnimmt, und ein zweites rechteckiges Modul, das Leistungsumwand lungskomponenten, die auf dem Wagen angebracht sind, enthält und im Wesentlichen den Rest des Wagens einnimmt.

Die WO 2018005451 Al offenbart ein integriertes mobiles Bodenunterstützungssystem, wel ches einen mit Rädern versehenen Wagen umfasst, auf dem ein Kraftwerk montiert ist, um ei nen Luftkompressor anzutreiben, um einem Flugzeug Zapfluft zuzuführen. Das Kraftwerk treibt auch einen elektrischen Generator an, dessen Leistung gesteuert und in Wechsel- und/o der Gleichstrom umgewandelt wird, um den Leistungsbedarf des Flugzeugs zu decken. Eine Klimatisierungseinheit ist ebenfalls an dem Wagen angebracht, um dem Flugzeug klimati sierte Luft zuzuführen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu über winden und eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, welche eine einfa che Wartung eines Bodenstromaggregates ermöglichen. Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung und ein Verfahren gemäß den Ansprüchen gelöst.

Die Erfindung betrifft ein Bodenstromaggregat für das Bereitstellen von elektrischer Energie für Fluggeräte, das Bodenstromaggregat umfassend:

- ein Grundgestell;

- ein Kabelsystem, welches im Grundgestell ausgebildet ist;

- zumindest ein Gleichrichtermodul zum Umwandeln einer an einer Gleichrichtermodulein gangsseite anliegenden Eingangswechselspannung in eine an einer Gleichrichtermodulaus gangsseite abgehende Zwischengleichspannung, wobei die Gleichrichtermodulausgangsseite mit einem Zwischenkreisleiter gekoppelt ist;

- zumindest ein Wechselrichtermodul zum Umwandeln der an einer Wechselrichtermodulein gangsseite anliegenden Zwischengleichspannung in eine an einer Wechselrichtermodulaus gangsseite abgehende Ausgangswechselspannung, wobei die die Wechselrichtermodulein gangsseite mit einem Zwischenkreisleiter gekoppelt ist. Des Weiteren sind das Gleichrichter modul und das Wechselrichtermodul jeweils als baulich eigenständig ausgebildete Einheiten realisiert, welche einzeln und unabhängig vom Grundgestell wechselbar sind.

Ein derart ausgebildetes Bodenstromaggregat ermöglicht einem Benutzer auf vorteilhafte Art und Weise, einzelne Gleichrichtermodule und Wechselrichtermodule im Vergleich zu be kannten Ausführungen einfach, schnell und wirtschaftlich zu Wechseln. Dies kann insbeson dere dann erforderlich sein, wenn einzelne Module defekt sind. Die bauliche Trennung der Module resultiert in Einheiten geringeren Gewichts und kleinerer Außenabmessungen, was das Wechseln zusätzlich erleichtert. Des Weiteren ist es vorteilhaft, dass ausschließlich die defekten Komponenten getauscht werden können. Dadurch wird ein umweit- und ressourcen schonendes Bodenstromaggregat zur Verfügung gestellt. Zusätzlich sind die Module ver gleichsweise preisgünstig herstellbar.

Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, wenn das Gleichrichtermodul und das Wechsel richtermodul baugleich ausgeführt sind, insbesondere, wenn das Gleichrichtermodul und das Wechselrichtermodul in elektrischer Flussrichtung gesehen gespiegelt mit dem Kabelsystem gekoppelt sind. Die baugleichen Module unterscheiden sich dabei lediglich in der Ansteue rungssoftware. Diese Ausführungsform ist insofern besonders vorteilhaft, als baugleiche Komponenten preisgünstiger in der Herstellung sind und somit dem Benutzer einen Kosten vorteil ermöglichen. Zudem ist eine geringere Anzahl an Ersatzteilen erforderlich und daraus resultierend eine einfachere Ersatzteillagerhaltung möglich. Dadurch wird gewährleistet, dass im Fall defekter Module, Ersatzmodule rasch verfügbar sind.

Ferner kann vorgesehen sein, dass das Gleichrichtermodul und das Wechselrichtermodul je weils zumindest einen Stecker aufweisen, welcher jeweils mit einem mit dem Kabelsystem elektrisch leitend verbundenen Gegenstecker gekoppelt ist. Steckverbindungen ermöglichen auf vorteilhafte Art und Weise eine einfach und insbesondere werkzeuglos lös- bzw. herstell bare Verbindung. In der Regel sind für derartige Verbindungsmechanismen die Anforderun gen an das Ausbildungs- und Erfahrungslevel des Wartungspersonal gering. So können auch nicht routinierte Benutzer nach einer wenig umfangreichen Einschulungsphase entsprechende Wartungsarbeiten durchführen.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass der Stecker derart am Gleichrichtermodul und/o der am Wechselrichtermodul angeordnet ist und der Gegenstecker derart im Bereich einer Aufnahmeaussparung am Grundgestell angeordnet sind, dass in einer Betriebsposition des Gleichrichtermoduls und/oder des Wechselrichtermoduls eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Stecker und dem Gegenstecker hergestellt ist. Damit kann ohne zusätzlichen Aufwand bzw. ohne einen zusätzlichen Arbeitsschritt eine elektrisch leitende Verbindung her gestellt werden. Des Weiteren wird beim Überführen des Moduls von der Betriebsposition in eine Wechselposition die elektrisch leitende Verbindung automatisch getrennt. Dies trägt maßgeblich zur Sicherheit für den Benutzer bei, da die Gefahr von Stromschlägen reduziert wird. Des Weiteren stellen die Benutzung bzw. die Wartung des erfindungsgemäßen Boden stromaggregats, wie schon zuvor erwähnt, nur geringe Anforderungen an das Ausbildungs und Erfahrungslevel des Wartungspersonals.

Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass das Gleich richtermodul und das Wechselrichtermodul einen Schnellverschluss aufweisen, welcher derart ausgebildet ist, dass dieser beim Überführen in die Betriebsposition in einem Schnellver- schlussgegenelement im Grundgestell einrastet und/oder automatisch verriegelt. Durch das Vorsehen einer derartigen Verschlussanordnung wird die Möglichkeit geschaffen, eine auto matische und auch werkzeuglos herstellbare Verbindung zwischen den Modulen und dem Grundgestell herzustellen. Zudem trägt diese Ausprägung zur Erhöhung der Benutzersicher heit beim Wechselvorgang bei, da durch das automatische einrasten bzw. verriegeln ein uner wünschtes Lösen bzw. Herausfallen der Module weitgehend unterbunden wird. Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass das Gleichrichtermodul und das Wechsel richtermodul auf einer Höhe von 0,5 m bis 2,0 m, besonders bevorzugt auf einer Höhe von 0,6 - 1,8 m, bezugnehmend auf eine Bodenaufstandsfläche des Grundgestells positioniert sind. So wird eine für den Benutzer ergonomische Arbeitshöhe für den Wechselvorgang be reitgesteht. Diese Weiterbildung wirkt sich somit vorteilhaft auf die Dauer des Arbeitsganges aus und erhöht zugleich Komfort und Sicherheit für den Benutzer.

Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn das Gleichrichtermodul und das Wechselrichtermodul jeweils auf nur einer Leiterplatte aufgebaut sind. Diese Ausprägung bietet den Vorteil einer kompakten Bauform und einer kostengünstig durchführbaren Serienfertigung.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass zumindest zwei Gleichrichtermodule ausgebildet sind, welche elektrisch parallel zueinander geschalten sind und/oder dass zumindest zwei Wechselrichtermodule ausgebildet sind, welche elektrisch parallel zueinander geschahen sind. Durch den Umstand, dass hierdurch dieselben Funktionen parallel ausgeführt werden können ergibt sich eine überaus vorteilhafte Redundanzwirkung. In weiterer Folge bewirkt diese Aus gestaltung gleichermaßen eine Flexibilisierung der Einsatzmöglichkeiten und eine Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit.

Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass ein Lastaufteilungssystem ausgebildet ist, welches derart konfiguriert ist, dass eine Lastaufteilung zwischen den Gleichrichtermodulen und/oder zwischen den Wechselrichtermodulen automatisiert erfolgen kann. So kann das System flexi bel auf Lastanforderungen reagieren. Dabei kann das Lastaufteilungssystem als Teil eines Zentralrechners ausgestaltet sein.

Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn eines von mehreren parallel zueinander geschalte ten Gleichrichtermodulen und/oder eines von mehreren parallel zueinander geschalteten Wechselrichtermodulen im Teillastbereich wegschahbar ist. Dadurch können die Wirkungs grade in diesen Lastpunkten auf vorteilhafte Art und Weise gesteigert werden. Das Wegschal ten kann beispielsweise automatisch durch das Lastaufteilungssystem bzw. den Zentralrech ner erfolgen, oder auch von einem Benutzer aktiv initialisiert werden.

Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass das Gleichrichtermodul und/oder das Wechselrichtermodul eine Datenschnittstelle aufweisen, welche zum Informationsaus- tausch untereinander, also zwischen den Modulen, und/oder mit einem Zentralrechner ausge bildet ist. Diese Ausprägung gewährleistet ein erhöhtes Maß an Flexibilität für den Benutzer und erhöht das Anwendungsspektrum des Bodenstromaggregats auf vorteilhafte Art und Weise.

Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass es sich bei der Datenschnittstelle um eine digitale Datenschnittstelle handelt, und dass dem Gleichrichtermo dul und dem Wechselrichtermodul jeweils eine Adresse zugeordnet ist oder zugeordnet wer den kann, wobei das zumindest eine Gleichrichtermodul und das zumindest eine Wechsel richtermodul die Adresse bevorzugt über den Stecker erhält. Digitale Schnittstellen bieten all gemein den Vorteil eines flexiblen Datenaustausches. Zudem ist es von Vorteil, wenn die er forderlichen Adressen automatisch über die Steckverbindung zugeordnet werden und somit keine weiteren Verbindungen geschaffen werden müssen. Dies trägt demnach zur Verringe rung der baulichen Komplexität bei.

Ferner kann vorgesehen sein, dass der Zwischenkreisleiter mit einem Paralleleingang gekop pelt ist, mittels welchem zusätzliche Gleichstromenergiequellen, wie etwa Batterien oder Ak kus, in den Zwischenkreisleiter einbindbar sind. Durch das Vorsehen dieser Weiterbildung werden die Einsatzmöglichkeiten des Bodenstromaggregates vorteilhaft erweitert bzw. flexi bilisiert. Des Weiteren können hierdurch hybride Bodenstromversorgungen, auf einfache Art und Weise realisiert werden. Alternativ oder zusätzlich zur Netzspannung bzw. Eingangs wechselspannung am Gleichrichtermodul kann eine Energieversorgung über die Zwischen kreisschnittstelle erfolgen. Bevorzugt kommen hierzu Batteriespeicher, Wasserstoffbrennzel len und Dieselaggregate zum Einsatz. Insgesamt kann diese Weiterbildung dazu eingesetzt werden, die Spitzennetzlasten zu reduzieren. Des Weiteren ist es auch möglich, das Boden stromaggregat unabhängig von einem Netzanschluss zu betreiben. Hierdurch wird das Ein satzspektrum des erfindungsgemäßen Bodenstromaggregats zusätzlich erhöht bzw. flexibili siert.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass eine Entladevorrichtung ausgebildet und derart im Grundgestell und/oder im Gleichrichtermodul und/oder im Wechselrichtermodul angeordnet ist, dass beim Überführen von der Betriebsposition in eine Wechselposition die im Gleich richtermodul und/oder die im Wechselrichtermodul gespeicherte elektrische Energie automa- tisch entladen wird. Insbesondere können hierbei Entladewiderstände über Relais oder Halb leiter zugeschaltet werden. Durch diese Ausprägung kann das Sicherheitslevel für den Benut zer während des Wechselvorganges erhöht werden, da das Risiko von Stromschlägen vermin dert wird.

Vorteilhaft ist auch ein Verfahren zum Warten und Betreiben eines Bodenstromaggregates für das Bereitstellen von elektrischer Energie für Fluggeräte, insbesondere eines Bodenstromag gregates nach den zuvor erläuterten Ausprägungen. Das Bodenstromaggregat umfasst:

- ein Grundgestell;

- ein Kabelsystem, welches im Grundgestell ausgebildet ist;

- zumindest ein Gleichrichtermodul zum Umwandeln einer an einer Gleichrichtermodulein gangsseite anliegenden Eingangswechselspannung in eine an einer Gleichrichtermodulaus gangsseite abgehende Zwischengleichspannung, wobei die Gleichrichtermodulausgangsseite mit einem Zwischenkreisleiter gekoppelt ist;

- zumindest ein Wechselrichtermodul zum Umwandeln der an einer Wechselrichtermodulein gangsseite anliegenden Zwischengleichspannung in eine an einer Wechselrichtermodulaus gangsseite abgehende Ausgangswechselspannung, wobei die die Wechselrichtermodulein gangsseite mit einem Zwischenkreisleiter gekoppelt ist. Bei diesem Verfahren ist weiters ein Auswechseln des Gleichrichtermodules und/oder des Wechselrichtermodules vorgesehen, wo bei diese jeweils als baulich eigenständig ausgebildete Einheiten realisiert sind, welche ein zeln und unabhängig vom Grundgestell ausgewechselt werden.

Ein derart ausgebildetes Verfahren ermöglicht einem Benutzer auf vorteilhafte Art und Weise, einzelne Gleichrichtermodule und Wechselrichtermodule im Vergleich zu bekannten Ausfüh rungen einfach, schnell und wirtschaftlich zu Wechseln. Dies kann insbesondere dann erfor derlich sein, wenn einzelne Module defekt sind. Die bauliche Trennung der Module resultiert in Einheiten geringeren Gewichts und kleinerer Außenabmessungen, was das Wechseln zu sätzlich erleichtert. Des Weiteren ist es vorteilhaft, dass ausschließlich die defekten Kompo nenten getauscht werden können. Dadurch wird ein umweit- und ressourcenschonendes Bo denstromaggregat zur Verfügung gestellt. Zusätzlich sind die Module vergleichsweise preis günstig herstellbar.

Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass das Gleichrichtermodul und/oder das Wech selrichtermodul mit einem Zentralrechner gekoppelt ist, wobei der Zentralrechner ein defektes Gleichrichtermodul und/oder Wechselrichtermodul wegschaltet und die Lastverteilung auf die restlichen Gleichrichtermodule und/oder Wechselrichtermodule anpasst. Bevorzugt wird die Lastverteilung über das Lastaufteilungssystem durchgeführt. Diese Weiterbildung ist insofern vorteilhaft, als ein Ausfall eines Modules, beispielsweise infolge eines Defektes, vom Zentral rechner erkannt wird und dieser Ausfall durch ein automatisches Verteilen der Gesamtlast auf die verbleibende Anzahl an Modulen kompensiert wird. Somit wird die Anlagenverfügbarkeit erhöht und die Wirtschaftlichkeit des Betriebs verbessert.

Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn zumindest eines von mehreren parallel zueinander ge schalteten Gleichrichtermodulen und/oder zumindest eines von mehreren parallel zueinander geschalteten Wechselrichtermodulen im Teillastbereich weggeschalten wird. Dadurch können die Wirkungsgrade in diesen Lastpunkten auf vorteilhafte Art und Weise gesteigert werden. Das Wegschalten kann beispielsweise automatisch durch das Lastaufteilungssystem bzw. den Zentralrechner erfolgen, oder auch von einem Benutzer aktiv initialisiert werden.

Ein Kabelsystem im Sinne dieses Dokumentes kann elektrische Verbindungen in Form von Leiterplatten und/oder Kabelbäumen umfassen.

Zudem kann vorgesehen sein, dass mehrere der Gleichrichtermodule in horizontaler Richtung nebeneinander angeordnet sind, bzw. dass mehrere der Wechselrichtermodule in horizontaler Richtung nebeneinander angeordnet sind. Weiters kann vorgesehen sein, dass die Gleichrich termodule und die Wechselrichtermodule in vertikaler Richtung übereinander angeordnet sind. Des Weiteren kann es von Vorteil sein, wenn in einer Ebene mehrere Gleichrichtermo dule und Wechselrichtermodule nebeneinander angeordnet sind. Diese Maßnahmen vereinfa chen das Auswechseln der Module und verbessert zudem die Luftführung zur Kühlung.

Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die Gleichrichtermodule und Wechselrichter module auf Leiterplatten aus Halbleitern aufgebaut sind, wobei die Halbleiter Siliziumkarbid umfassen.

Von Vorteil ist es auch, wenn die Gleichrichtermodule mit einem aktiven Leistungsfaktorkor rekturfilter ausgestattet sind.

Insbesondere kann es zweckmäßig sein, wenn die Gleichrichtermodule und Wechselrichter module dazu ausgebildet sind, eine dreiphasige Eingangswechselspannung in eine dreiphasige Ausgangswechselspannung umzuwandeln. Diese Eingangswechselspannung kann in Amplitude und Frequenz variabel sein. Bevorzugt wird eine dreiphasige Eingangswechsel spannung von 3x400 V / 50 Hz, 3x480 V / 60 Hz, 960 V / 50 Hz oder 690 V / 50 Hz in eine dreiphasige Ausgangswechselspannung von 3x200 V / 400 Hz umgewandelt. Das Wechsel richtermodul liefert in diesem Fall typischerweise eine Ausgangsspannung, welche höher ist, als die Eingangsspannung. Bevorzugt wird ein Ausgangstransformator zur Spannungsanpas sung nachgeschalten. Natürlich ist es auch denkbar, dass an jedem Wechselrichtermodul je weils ein Ausgangstransformator angeordnet ist. Des Weiteren ist es denkbar, dass die drei phasige Eingangswechselspannung von 3x400 V / 50 Hz, 3x480 V / 60 Hz, 960 V / 50 Hz o- der 690 V / 50 Hz in eine Ausgangsgleichspannung von 28 V DC oder 270 V DC umgewan delt wird. Hierzu wird die Eingangswechselspannung mit den Gleichrichtermodulen gleichge richtet. Die daraus erzeugte Gleichspannung dient in weiterer Folge als Eingangsspannung für einen Gleichspannungswandler. Das Wechselrichtermodul kann dabei als Teil des Gleich spannungswandlers ausgebildet sein, oder kann auch die gesamte Funktion des Gleichspan nungswandlers übernehmen.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.

Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:

Fig. 1 eine isometrische Ansicht einer Ausführungsform des Bodenstromaggregates mit geöffneter Schutzabdeckung;

Fig. 2 eine isometrische Ansicht zweier Gleichrichtermodule und/oder Wechselrichter- module;

Fig. 3 ein erstes Blockschema einer möglichen Anordnung von je einem Gleichrichter modul und je einem Wechselrichtermodul in einem Bodenstromaggregat;

Fig. 4 ein zweites Blockschema einer weiteren möglichen Anordnung von zwei Gleich richtermodulen und drei Wechselrichtermodulen in einem Bodenstromaggregat;

Fig. 5 eine schematische Darstellung eines Gleichrichtermoduls und eines Wechsel richtermoduls. Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen wer den, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf glei che Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen wer den können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, un ten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.

Nachfolgend wird das Bodenstromaggregat 1 bzw. dessen Bauteile und Funktionen anhand einer Zusammenschau der Figuren 1 bis 5 beschrieben.

Die Figur 1 zeigt eine isometrische Ansicht einer möglichen Ausführungsform des Boden stromaggregates 1 mit geöffneter Schutzabdeckung 2.

Das Bodenstromaggregat 1 umfasst ein Grundgestell 3 und ein in dem Grundgestell 3 ausge bildetes Kabelsystem 4. Dieses Kabelsystem 4 kann dabei elektrische Verbindungen in Form von Leiterplatten 5 und/oder Kabelbäumen 6 umfassen. Es sei daraufhingewiesen, dass das Kabelsystem 4, die Leiterplatten 5 und die Kabelbäume 6 schematisch in den Figuren 3 und 4 dargestellt sind.

Auf einer für einen Benutzer ergonomischen Arbeitshöhe, welche sich vorteilhaft bezogen auf eine Bodenaufstandsfläche 7 in einer Höhe von 0,5 m bis 2,0 m, besonders bevorzugt auf ei ner Höhe von 0,6 - 1,8 m, befindet, sind im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 jeweils fünf Gleichrichtermodule 8 und fünf Wechselrichtermodule 9 angeordnet. Wie aus Figur 1 ersicht lich, kann vorgesehen sein, dass mehrere der Gleichrichtermodule 8 in horizontaler Richtung nebeneinander angeordnet sind, bzw. dass mehrere der Wechselrichtermodule 9 in horizonta ler Richtung nebeneinander angeordnet sind. Weiters kann auch vorgesehen sein, dass die Gleichrichtermodule 8 und die Wechselrichtermodule 9 in vertikaler Richtung übereinander angeordnet sind.

In einer nicht dargestellten, alternativen Ausführungsvariante kann natürlich auch vorgesehen sein, dass in einer Ebene mehrere Gleichrichtermodule 8 und Wechselrichtermodule 9 neben einander angeordnet sind. Dies vereinfacht das Auswechseln der Module 8, 9 und verbessert zudem die Luftführung zur Kühlung.

Die Gleichrichtermodule 8 und Wechselrichtermodule 9 sind dabei jeweils als baulich eigen ständig ausgebildete Einheiten realisiert. Diese Einheiten sind einzeln und unabhängig vonei nander vom Grundgestell 3 wechselbar. Die Gleichrichtermodule 8 und Wechselrichtermo dule 9 sind in Figur 1 in einer Betriebsposition 10, 11 befindlich abgebildet, wobei die Lage der Betriebsposition 10, 11 insbesondere in der Figur 5 im Detail ersichtlich ist. Weiters kann vorgesehen sein, dass die Gleichrichtermodule 8 und Wechselrichtermodule 9 baugleich aus geführt sind und in elektrischer Flussrichtung gesehen gespiegelt mit dem nicht abgebildeten Kabelsystem 4 gekoppelt sind.

In der Figur 1 dargestellt sind zudem Teile eines Schnellverschlusses 12, 13, welche an den Gleichrichtermodulen 8 und Wechselrichtermodulen 9 angeordnet sind.

Die Figur 2 zeigt eine isometrische Ansicht zweier Gleichrichtermodule 8 und/oder Wechsel richtermodule 9, angeordnet in einem Abschnitt des Grundgestells 3. Hierbei werden für glei che Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in der vorangegangenen Fi gur 1 verwendet. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird somit auf die detaillierte Beschreibung in der vorangegangenen Figur 1 hingewiesen bzw. Bezug genommen.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein Gleichrichtermodul 8 neben einem Wechsel richtermodul 9 angeordnet, es ist jedoch auch jede andere Anordnungsvariante möglich. Bei spielsweise kann vorgesehen sein, dass mehrere der Gleichrichtermodule 8 in horizontaler Richtung nebeneinander angeordnet sind, bzw. dass mehrere der Wechselrichtermodule 9 in horizontaler Richtung nebeneinander angeordnet sind. Weiters kann auch vorgesehen sein, dass die Gleichrichtermodule 8 und die Wechselrichtermodule 9 in vertikaler Richtung über einander angeordnet sind.

In einer nicht dargestellten, alternativen Ausführungsvariante kann natürlich auch vorgesehen sein, dass in einer Ebene mehrere Gleichrichtermodule 8 und Wechselrichtermodule 9 neben einander angeordnet sind.

Vorteilhafterweise sind die Gleichrichtermodule 8 und Wechselrichtermodule 9 auf Leiter platten 5 aus Halbleitern aufgebaut, wobei die Halbleiter Siliziumkarbid umfassen. In dem in Figur 2 dargestellten Abschnitt des Grundgestells 3 ist es möglich, bis zu fünf Gleichrichtermodule 8 und/oder Wechselrichtermodule 9 vorzusehen.

An den Gleichrichtermodulen 8 und Wechselrichtermodulen 9 kann zudem der Schnellver schluss 12, 13 realisiert sein, welcher derart konfiguriert ist, dass dieser beim Überführen in die Betriebsposition 10, 11 im Grundgestell 3 einrastet und/oder automatisch verriegelt.

Die Gleichrichtermodule 8 und Wechselrichtermodule 9 können jeweils auf nur einer Leiter platte 5 aufgebaut sein.

In den Figuren 3 und 4 dargestellt sind jeweils ein Blockschema unterschiedlicher denkbare rer Anordnungen von Gleichrichtermodulen 8 und Wechselrichtermodulen 9 in einem Boden stromaggregat 1.

Die Figur 3 zeigt insbesondere ein erstes Blockschema einer möglichen Anordnung von je ei nem Gleichrichtermodul 8 und je einem Wechselrichtermodul 9 in einem Bodenstromaggre gat 1.

In der Figur 3 wird gezeigt, dass eine Eingangswechselspannung 21 an der Gleichrichtermo duleingangsseite 20 des Gleichrichtermodules 8 anliegt. Im dem Gleichrichtermodul 8 wird die Eingangswechselspannung 21 in eine Zwischengleichspannung 23 umgewandelt. Eine Gleichrichtermodulausgangsseite 22 des Gleichrichtermodules 8 ist mit einem Zwischenkreis leiter 24 gekoppelt, in den die Zwischengleichspannung 23 eingeleitet wird.

Das dargestellte Wechselrichtermodul 9 dient der Umwandlung der Zwischengleichspannung 23 in eine Ausgangswechselspannung 27. Hierbei liegt die Zwischengleichspannung 23 an der Wechselrichtermoduleingangsseite 25 an. Die Ausgangswechselspannung 27 verlässt die Wechselrichtermodule 9 an der Wechselrichtermodulausgangsseite 26.

Der Zwischenkreisleiter 24 ist bedarfsweise mit einem Paralleleingang 18 koppelbar, mittels welchem zusätzliche Gleichstromenergiequellen 19, wie etwa Batterien oder Akkus, in den Zwischenkreisleiter 24 einbindbar sind.

Die Figur 4 zeigt ein zweites Blockschema einer weiteren möglichen Anordnung von zwei Gleichrichtermodulen 8 und drei Wechselrichtermodulen 9 in einem Bodenstromaggregat 1. Es ist jedoch selbstverständlich auch möglich, dass eine andere Anzahl an Gleichrichtermodu len 8 und/oder Wechselrichtermodulen 9 vorgesehen ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Anzahl an Gleichrichtermodulen 8 und die Anzahl an Wechselrichtermodulen 9 im Bodenstromaggregat 1 gleich groß ist.

In der Figur 4 wird gezeigt, dass die Eingangswechselspannung 21 an den Gleichrichtermodu leingangsseiten 20 der zwei Gleichrichtermodule 8 anliegt. In den Gleichrichtermodulen 8 wird die Eingangswechselspannung 21 in die Zwischengleichspannung 23 umgewandelt. Die zwei Gleichrichtermodulausgangsseiten 22 der Gleichrichtermodule 8 sind mit dem Zwi schenkreisleiter 24 gekoppelt, in den die Zwischengleichspannung 23 eingeleitet wird.

Die drei dargestellten Wechselrichtermodule 9 dienen der Umwandlung der Zwischengleich spannung 23 in die Ausgangswechselspannung 27. Hierbei liegt die Zwischengleichspannung 23 an den Wechselrichtermoduleingangsseiten 25 an. Die Ausgangswechselspannung 27 ver lässt die Wechselrichtermodule 9 an den Wechselrichtermodulausgangsseiten 26.

Wie schon in der Figur 3 erläutert, kann der Zwischenkreisleiter 24 bedarfsweise mit einem Paralleleingang 18 koppelbar sein, mittels welchem zusätzliche Gleichstromenergiequellen 19, wie etwa Batterien oder Akkus, in den Zwischenkreisleiter 24 einbindbar sind.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Figur 4 sind die beiden dargestellten Gleichrichter module 8 elektrisch parallel zueinander geschalten. Gleiches gilt für die drei Wechselrichter module 9, welche ebenfalls elektrisch parallel zueinander geschalten sein können.

Aus der Figur 4 ist des Weiteren ersichtlich, dass ein Fastaufteilungssystem 35 derart konfi guriert sein kann, dass eine Fastaufteilung zwischen den Gleichrichtermodulen 8 und/oder zwischen den Wechselrichtermodulen 9 automatisiert erfolgen kann. Die Fastaufteilung zwi schen den Gleichrichtermodulen 8 bzw. zwischen den Wechselrichtermodulen 9 kann dabei über einen Zentralrechner 34 erfolgen.

Im Teillastbereich sind einzelne Gleichrichtermodule 8 bzw. Wechselrichtermodule 9 weg- schaltbar. Dies kann bevorzugt über den Zentralrechner 34 erfolgen.

Es kann zweckmäßig sein, wenn die Gleichrichtermodule 8 und Wechselrichtermodule 9 mit dem Zentralrechner 34 gekoppelt sind. Dieser Zentralrechner 34 kann ein oder auch mehrere defekte Gleichrichtermodule 8 oder ein oder mehrerer defekte Wechselrichtermodule 9 erken nen und kann diese in weiterer Folge automatisch wegschalten. Die Lastverteilung kann nach dem Wegschalten vom Lastaufteilungssystem 35 auf die restlichen Gleichrichtermodule 8 bzw. Wechselrichtermodule 9 anpasst werden.

Die Funktion der automatischen Lastverteilung bei Betrieb im Teillastbereich oder im Falle defekter Gleichrichtermodule 8 oder defekter Wechselrichtermodule 9 ist in der Figur 4 mit tels strichlierter Linie dargestellt.

Die Gleichrichtermodule 8 und Wechselrichtermodule 9 weisen jeweils Datenschnittstellen auf, welche zum Informationsaustausch untereinander, sowie mit dem Zentralrechner 34 aus gebildet sind. Bei den Datenschnittstellen handelt es sich um digitale Datenschnittstellen. Je dem Gleichrichtermodul 8 und Wechselrichtermodul 9 ist dabei jeweils eine Adresse zugeord net.

Figur 5 zeigt eine schematische Darstellung eines Gleichrichtermoduls 8 und eines Wechsel richtermoduls 9. Der linke Teil der Skizze zeigt eine stark vereinfachte Abbildung des Gleich richtermoduls 8 in einer ersten Wechselposition 16. Dieses Gleichrichtermodul 8 kann auf sei ner Gleichrichtermodulausgangsseite 22 einen ersten Stecker 28 aufweisen. Zudem kann das Gleichrichtermodul 8 an seiner Unterseite mit einem ersten Schnellver Schluss 12 ausgestattet sein. Dieser erste Schnellverschluss 12 kann jedoch auch an anderen bzw. mehreren Stellen am Gleichrichtermodul 8 angeordnet sein.

Im Grundgestell 3 kann ein erster, mit einem mit dem Kabelsystem 4 elektrisch leitend ver bundener erster Gegenstecker 30, sowie ein erstes Schnellverschlussaufnahmeelement 14 aus gebildet sein. Der erste Gegenstecker 30 ist dabei beispielsweise im Bereich einer ersten Auf nahmeaussparung 31 am Grundgestell 3 angeordnet. Beim Bewegen des Gleichrichtermoduls 8 von der ersten Wechselposition 16 in die erste Betriebsposition 10 kann es zu einem auto matischen Einrasten des ersten Schnellverschlusses 12 im ersten Schnellverschlussaufnahme element 14 kommen. Das Einrasten wird in der dargestellten Skizze mithilfe eines ersten Fe derelements 36 im ersten Schnellver Schluss 12 bewirkt, es sind jedoch auch andere Mechanis men denkbar. Beispielsweise kann das Verriegeln über das Umlegen eines Hebels erfolgen, wobei dieses Umlegen bevorzugt ohne den Einsatz von Werkzeugen erfolgen kann. Durch das Überführen des Gleichrichtermoduls 8 in die erste Betriebsposition 10 werden kön nen zudem der erste Stecker 28 und der erste Gegenstecker 30 automatisch elektrisch leitend verbunden werden.

Der erste Gegenstecker 30 kann über ein Kabelsystem 4 in Form einer Leiterplatte 5 oder auch in Form eines Kabelbaumes 6 mit einem Zwischenkreisleiter 24 gekoppelt werden. Die ser Zwischenkreisleiter 24 kann wiederum mit einem zweiten Gegenstecker 32 verbunden sein, wobei dieser zweite Gegenstecker 32 in einer zweiten Aufnahmeaussparung 33 positio niert sein kann.

Der weitere Aufbau ist bevorzugter Weise grundsätzlich baugleich mit dem zuvor beschriebe nen Gleichrichtermodul 8. Der zweite Gegenstecker 32 kann beim Herstellen der zweiten Be triebsposition 11 mit einem zweiten Stecker 29 elektrisch leitend verbunden werden, indem das Wechselrichtermodul 9 aus einer zweiten Wechselposition 17 in diese zweite Betriebspo sition 11 bewegt wird. Dieser zweite Stecker 29 kann dabei an der Wechselrichtermodulein gangsseite 25 des Wechselrichtermoduls 9 vorgesehen sein. Ident zum Gleichrichtermodul 8 weist das Wechselrichtermodul 9 infolge seiner gleichen Bauform einen zweiten Schnellver schluss 13 auf. Des Weiteren ist am Grundgestell 3 ein zweites Schnellverschlussaufnahme element 15 vorgesehen. Beim Bewegen des Gleichrichtermoduls 8 von der zweiten Wechsel position 17 in die zweite Betriebsposition 11 kann es zu einem automatischen Einrasten des zweiten Schnellverschlusses 13 im zweiten Schnellverschlussaufnahmeelement 15 kommen. Das Einrasten wird in der dargestellten Skizze mithilfe eines zweiten Federelements 37 im zweiten Schnellver Schluss 13 bewirkt, es sind jedoch auch hier andere Mechanismen denkbar. Durch das Überführen des Gleichrichtermoduls 8 in die zweite Betriebsposition 11 können zudem der zweite Stecker 29 und der zweite Gegenstecker 32 automatisch elektrisch leitend verbunden werden.

Des Weiteren ist es denkbar, dass sowohl das Gleichrichtermodul 8, als auch das Wechsel richtermodul 9 über den ersten bzw. zweiten Gegenstecker 30, 32 mit einer ersten und einer zweiten Entladevorrichtung 38, 39 versehen sind. Werden das Gleichrichtermodul 8 oder Wechselrichtermodul 9 von der Betriebsposition 10, 11 in die Wechselposition 16, 17 über führt, so wird die gespeicherte elektrische Energie automatisch entladen.

Die Gleichrichtermodule 8 können mit einem aktiven Leistungsfaktorkorrekturfilter ausge stattet sein. Insbesondere dienen die Gleichrichtermodule 8 und Wechselrichtermodule 9 dazu, eine dreiphasige Eingangswechselspannung 21 in eine dreiphasige Ausgangswechsel- spannung 27 umzuwandeln. Bevorzugt wird eine dreiphasige Eingangswechselspannung 21 von 3x400 V / 50 Hz, 3x480 V / 60 Hz, 960 V / 50 Hz oder 690 V / 50 Hz in eine dreiphasige Ausgangswechselspannung 27 von 3x200 V / 400 Hz, oder in eine Ausgangsgleichspannung von 28 V DC oder 270 V DC umgewandelt.

Figur 5 zeigt des Weiteren auch, dass der Zwischenkreisleiter 24 mit einem Paralleleingang 18 gekoppelt sein kann, mittels welchem zusätzliche Gleichstromenergiequellen 19, wie etwa Batterien oder Akkus, einbindbar sind.

Zusätzlich kann es zweckmäßig sein, wenn die Gleichrichtermodule 8 und Wechselrichtermo- dule 9 Datenschnittstellen aufweisen, welche zum Informationsaustausch untereinander und/oder mit einem Zentralrechner 34 ausgebildet sind. Bei der Datenschnittstellen handelt es sich insbesondere um digitale Datenschnittstellen.

Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle be merkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten dersel ben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausfüh rungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.

Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmals kombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispie len können für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen wer den.

Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verste hen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10. Der Ordnung halber sei abschließend daraufhingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert darge stellt wurden.

Bezugszeichenaufstellung Bodenstromaggregat 29 zweiter Stecker Schutzabdeckung 30 erster Gegenstecker Grundgestell 31 erste Aufnahmeaussparung Kabelsystem 32 zweiter Gegenstecker Leiterplatte 33 zweite Aufnahmeaussparung Kabelbaum 34 Zentralrechner Bodenaufstandsfläche 35 Lastaufteilungssystem Gleichrichtermodul 36 erstes Federelement Wechselrichtermodul 37 zweites Federelement erste Betriebsposition 38 erste Entladevorrichtung zweite B etrieb spo sition 39 zweite Entladevorrichtung erster Schnellver Schluss zweiter Schnellver Schluss erstes Schnellverschlussaufnahme element zweites Schnellverschlussaufnah- meelement erste Wechselposition zweite Wechselposition Paralleleingang Gleichstromenergiequelle Gleichrichtermoduleingangsseite Eingangswechselspannung Gleichrichtermodulausgangsseite Zwischengleichspannung Zwischenkreisleiter Wechselrichtermoduleingangsseite Wechselrichtermodulausgangsseite Ausgangswechselspannung erster Stecker