Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
GUIDE MEANS HAVING TOLERANCE COMPENSATION FOR SEWING DECORATIVE ELEMENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/083098
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to guide means (10) for introducing an oblong intermediate element (20) between at least two decorative elements (30, 40) for connecting same, wherein the guide means comprises: a first stop (12) for a first decorative element (30), a second stop (14) for a second decorative element (40), a guide rail (16), which in the inner course thereof corresponds at least in some regions to the outer contour of the intermediate element (20), wherein the guide rail (16) has an inlet opening (17) and an outlet opening (18) for the intermediate element (20), a compensating means (50) for compensating for dimensional tolerances of the intermediate element, wherein the compensating means can exert a force on the intermediate element so that said intermediate element is pushed at least against a region of the guide rail and the intermediate element is defined in this way in the relative position thereof in relation to the first (12) and second stops.

Inventors:
PENISCH THOMAS (DE)
Application Number:
PCT/EP2011/000085
Publication Date:
July 14, 2011
Filing Date:
January 11, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
FAURECIA INNENRAUM SYS GMBH (DE)
PENISCH THOMAS (DE)
International Classes:
B60N2/58; B60R13/02; B68G7/10; D05B11/00; D05B31/02
Foreign References:
US2682844A1954-07-06
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
SCHATT, Markus, F. (DE)
Download PDF:
Claims:
A N S P R Ü C H E

1. Führungsmittel (10) zur Einführung eines länglichen Zwischenelementes (20) zwischen wenigsten zwei Dekorelemente (30, 40) zur Verbindung derselben, wobei das Führungsmittel (10) aufweist: einen ersten Anschlag (12) für ein erstes Dekorelement (30), einen zweiten Anschlag (14) für ein zweites Dekorelement (40), eine Führungsschiene (16), welche in ihrem inneren Verlauf zumindest teilweise der Aussenkontur des Zwischenelementes (20) entspricht, wobei die Führungsschiene (16) eine Eintrittsöffnung (17) und eine Austrittsöffnung (18) für das Zwischenelement (20) aufweist, ein Kompensationsmittel (50) zur Kompensation von Dimensionstoleranzen des Zwischenelementes (20), wobei das Kompensationsmittel (50) eine Kraft auf das Zwischenelement (20) ausüben kann, so dass dieses Zwischenelement (20) zumindest gegen einen Bereich der Führungsschiene (16) gedrückt wird und das Zwischenelement (20) auf diese Weise in seiner relativen Position zu dem ersten (12) und dem zweiten Anschlag (16) definiert ist.

2. Führungsmittel (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Kompensationsmittel (50) das Zwischenelement (20) gegen einen Bereich der

Führungsschiene (16) drückt, welcher wenigstens einem der Anschläge (12, 14) für die Dekorelemente (30, 40) entgegengesetzt ist.

3. Führungsmittel (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Teil des Zwischenelementes (20) gegen einen Bereich der Führungsschiene (16) gedrückt wird, welcher nach dem Verbinden der beiden Dekorelemente (30, 40) über das Zwischenelement (20) auf der Sichtseite liegt.

4. Führungsmittel (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kompensationsmittel (50) Toleranzen, insbesondere Längentoleranzen des Zwischenelementes (20) bis zu 4 mm ausgleichen kann.

5. Führungsmittel (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (16) das Zwischenelement (20) an drei Seiten kontaktierend umgibt und das Kompensationsmittel (50) an der vierten Seite vorgesehen ist.

6. Führungsmittel (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (20) eine Paspel oder eine Keder oder eine Bise aufweist, welche nach der Verbindung der Dekorelemente (30, 40) über das Zwischenelement (20) auf der Sichtsseite liegt.

7. Führungsmittel (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kompensationsmittel (50) ein Federelement aufweist.

8. Führungsmittel (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Austrittsöffnung (18) der

Führungsschiene (16) für das Zwischenelement (20) und einer Verbindungsstelle (110) bei in eine Verbindungsvorrichtung (100) eingesetztem Führungsmittel (10) im Bereich des 1- bis 10-fachem der Materialstärke eines der Dekorelemente (30, 40) liegt.

9. Führungsmittel (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Kompensationsmittels (50) zumindest im dem Bereich, in welchem es mit dem Zwischenelement (20) in Kontakt kommt, einen Gleitreibungskoeffizienten von weniger als 0,70 mit der Oberfläche des

Zwischenelements (20) aufweist.

10. Verfahren zum Verbinden von wenigstens zwei Dekorelementen (30, 40) über ein Zwischenelement (20) aufweisend die folgenden Schritte:

• Anlegen des ersten Dekorelementes (30) an einen ersten Anschlag (12) eines Führungsmittels (10),

• Anlegen des zweiten Dekorelementes (40) an einen zweiten Anschlag (14) des Führungsmittels (10),

• Einführen des Zwischenelementes (20) in eine Führungsschiene (16) des

Führungsmittels (10) mit einem Kompensationsmittel (50) zur Kompensation von Dimensionstoleranzen des Zwischenelementes (20),

• Gleichzeitiges und kontinuierliches Bewegen der beiden Dekorelemente (30, 40) und des Zwischenelementes (20) in eine gemeinsame Richtung,

• Verbinden der beiden Dekorelemente (30, 40) über das Zwischenelement (20) in Bewegungsrichtung der Dekorelemente (30, 40) und des Zwischenelementes

1 . Verfahren nach Anspruch 0, dadurch gekennzeichnet, dass das

Führungsmittel (10) die Merkmale eines der Ansprüche 1 bis 9 aufweist.

Dekorteil hergestellt mittels eines Verfahrens mit den Merkmalen eines der

13. Verbindungsvorrichtung (100) aufweisend zumindest ein Führungsmittel (10) mit den Merkmalen eines der Ansprüche 1 bis 9.

Description:
FÜHRUNGSMITTEL MIT TOLERANZKOMPENSATION

FÜR VERNÄHUNG VON DEKORELEMENTEN

Die Erfindung betrifft ein Führungsmittel für die Führung eines länglichen

Zwischenelementes bei der Verbindung von wenigstens zwei Dekorelementen über dieses Zwischenelement.

Führungsmittel für die Verbindung von wenigstens zwei Dekorelementen über ein Zwischenelement sind grundsätzlich bekannt und werden beispielsweise verwendet, um zum Beispiel Zwischenelemente in Form von Paspeln oder Kedern zwischen zwei Dekorelementen, beispielsweise Lederschichten zu vernähen. Die Paspel oder Keder befindet sich dabei nach dem Vernähen üblicherweise auf der Sichtseite eines Dekorteils bestehend aus den beiden Dekorelementen und des Zwischenelementes. Nachteilig bei den bekannten Führungsmitteln ist, dass teilweise große Toleranzen, insbesondere Toleranzadditionen in Kauf genommen werden müssen. So sind bei bekannten Zwischenelementen, insbesondere Paspeln oder Kedern Toleranzen in deren Fertigung von bis zu ±1 mm und mehr üblich.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die voranstehenden Nachteile zu lösen.

Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Führungsmittel mit den Merkmalen den unabhängigen Anspruchs 1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 10 und weiter durch ein Dekorteil gemäß unabhängigem Anspruch 12 und eine Verbindungsvorrichtung gemäß unabhängigem Anspruch 13. Weitere Ausführungsformen der Erfindung sind in den auf die unabhängigen

Ansprüche rückbezogenen Unteransprüchen angegeben.

Die Verwendung von Hohlrohren bzw. Hohlprofilen als Führungen für die

Zwischenelemente wie z.B. Paspeln oder Keder sind so vorzusehen, dass dem Zwischenelement etwas Spiel in diesem Hohlprofil, bereit gestellt wird, da ansonsten ein Verklemmen die Bewegung des Zwischenelementes in der Führungsschiene verhindern würde. Das Spiel innerhalb des Führungsprofiles kann dabei ebenfalls bis zu 1 mm hinsichtlich der maximalen Abmessung der Paspel oder der Keder betragen. Damit addiert sich das Spiel innerhalb der Führungsschiene zu dem notwendigerweise vorhandenen Fertigungstoleranzbereich von ±1 mm. Ein auf diese Weise hergestelltes Dekortei! weist den Nachteil auf, dass das sichtbare Ende des Keders, der Paspel oder der Bise auf der Sichtseite des Dekorteils ungleichmäßig hervorsteht. Dies erzeugt ein unruhiges und ungleichmäßiges Erscheinungsbild, was unter anderem auch als Qualitätsmangel wahrgenommen wird. Beim fertigen Dekorteil ist dies insbesondere dann nachteilig, wenn ein möglichst gleichmäßiger Übergang zwischen den beiden Dekorelementen, beispielsweise Lederschichten, gewünscht wird. In einem solchen Fall ist ein Vorstehen der Paspel oder der Keder über die beiden Dekorschichten auf deren Sichtseite unerwünscht. Insbesondere kann ein Vorstehen der Paspel oder der Keder dazu führen, dass ein unerwünscht hoher Abrieb an der Paspel oder dem Keder vorherrscht. Neben der optischen Beeinträchtigung entsteht somit auch ein

Qualitätsverlust aus haptischer Sicht. Bei der Verwendung solcher Dekorteile im Fahrzeugbau, insbesondere in der Innenverkleidung, sind wegen der hervorstehenden Paspel oder einen Keder insbesondere verschleißanfällig.

Ein erfindungsgemäßes Führungsmittel für die Führung eines länglichen

Zwischenelementes bei der Verbindung von wenigstens zwei Dekorelementen oder Zuschnitten von Dekormaterial über dieses Zwischenelement weist dabei insbesondere die folgenden Merkmale auf: einen ersten Anschlag für ein erstes Dekorelement, einen zweiten Anschlag für ein zweites Dekorelement, eine Führungsschiene, welche in ihrem inneren Verlauf zumindest teilweise der Aussenkontur des Zwischenelementes entspricht, wobei die Führungsschiene eine Eintrittsöffnung und eine Austrittsöffnung für das Zwischenelement aufweist, ein Kompensationsmittel (50) zur Kompensation von Dimensionstoleranzen des Zwischenelementes (20), Dabei kann das Kompensationsmittel eine Kraft auf das Zwischenelement ausüben, so dass dieses Zwischenelement zumindest gegen einen Bereich der Führungsschiene gedrückt wird und das Zwischenelement auf diese Weise in seiner relativen Positionen zu dem ersten und dem zweiten Anschlag definiert ist.

Bei einem erfindungsgemäßen Führungsmittel ist von entscheidendem Vorteil, dass ein Kompensationsmittel vorgesehen ist, welches in der Lage ist, die

Fertigungstoleranzen des Zwischenelementes hinsichtlich der relativen Position des Zwischenelementes zu den beiden Dekorelementen zu kompensieren. Diese

Kompensation findet dabei ausschließlich durch die Positionierung des

Zwischenelementes statt, so dass auf zusätzliche Fertigungsschritte, wie

beispielsweise ein Zuschneiden des Zwischenelementes verzichtet werden kann. Ein weiterer Vorteil eines erfindungsgemäßen Führungsmittels ist die Tatsache, dass die exakte Ausrichtung und damit die reduzierten Toleranzen beim Verbinden der Dekorelemente über das Zwischenelement hinsichtlich der Position des

Zwischenelementes in einem einzigen Schritt durchgeführt werden können. Somit ist neben dem konstruktiven Zusatzaufwand eines zweiten Schrittes auch der zusätzliche Zeitaufwand eines solchen Zusatzschrittes mit einem erfindungsgemäßen

Führungsmittel zu vermeiden.

Weiter ist darauf hinzuweisen, dass unter den Begriffen "erster Anschlag" und "zweiter Anschlag" auch ein gemeinsamer Anschlag, welcher die Funktion eines ersten und zweiten Anschlages für die beiden Dekorelemente beinhaltet, zu verstehen ist.

Beispielsweise kann ein gemeinsamer Anschlag durch eine Anschlagsplatte gebildet sein, auf welcher darüber hinaus auch noch die Führungsschiene angeordnet sein kann. Somit ist es möglich ein kompaktes System mit der hohen Funktionalität eines erfindungsgemäßen Führungsmittels auszustatten. Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf zwei Dekorelemente beschränkt, sondern kann vielmehr auch für eine Mehrzahl von Dekorelementen verwendet werden.

In einem ersten Schritt ist dabei unerheblich, ob das Kompensationsmittel

Fertigungstoleranzen des Zwischenelementes nur in eine oder mehrere Dimensionen ausgleicht. Insbesondere kann es jedoch vorteilhaft sein, wenn die Dimensionstoleranzen der Fertigung des Zwischenelementes in Richtung der

Sichtseite des herzustellenden Dekorteils ausgeglichen werden. Weiter ist

grundsätzlich unerheblich, auf welche Art die Kraft auf das Zwischenelement ausgeübt wird. So sind unterschiedlichste Möglichkeiten denkbar, um mittels des

Kompensationsmittels Kraft aufzuwenden. Auch die Kraftrichtung ist für die

Funktionsweise der Erfindung unerheblich. So kann beispielsweise alternativ oder zusätzlich zu einer Druckkraft auch eine Zugkraft, je nach Konstruktion des

Führungsmittels, auf das Zwischenelement ausgeübt werden. Unter der Bezeichnung „drückende Kraft" ist also auch eine ziehende Kraft zu verstehen, welche eine relative Positionierung des Zwischenelementes innerhalb der Führungsschiene ermöglicht.

Weiter kann es von Vorteil sein, wenn das Zwischenelement bei einem

erfindungsgemäßen Führungsmittel gegen einen Bereich der Führungsschiene drückt, welcher wenigstens einem der Anschläge für die Dekorelemente entgegengesetzt ist. Insbesondere beim Einsatz eines erfindungsgemäßen Führungsmittels bei der Herstellung von Dekorteilen für den Innenbereich von Kraftfahrzeugen ist üblicherweise ein, im Hinblick auf seine Breite, relativ kleines Zwischenelement mit, im Hinblick ebenfalls auf ihre Breite, relativ großen Dekorelementen zu verbinden. Dabei sind nach dieser vorteilhaften Ausgestaltungsform die Anschläge der Dekorelemente sozusagen entgegengesetzt zum Anschlag. Die Ausrichtung der Anschläge definiert somit die relative Position des Zwischenelementes zu den Dekorelementen am fertigen

Dekorteil. Dabei kann es vorteilhaft sein, wenn der Bereich der Führungsschiene, gegen welchen das Kompensationsmittel das Zwischenelement drückt, in seiner relativen Position hinsichtlich des ersten und des zweiten Anschlages reversibel einstellbar ist. Beispielsweise ist eine Variation über Schiebemechanismen oder feststellbare Langlochsysteme denkbar. Mittels solcher Vorrichtungen kann mit einem erfindungsgemäßen Führungsmittel eine Vielzahl von unterschiedlichen

Zwischenelementen in einem einzigen Führungsmittel verwendet werden. Auch die gewünschte Verbindungstoleranz kann auf diese Weise eingestellt werden. So können auf der einen Seite im Wesentlichen bündig mit den beiden Dekorelementen verbundene Zwischenelemente, wie auch hervorstehende Zwischenelemente ausgeführt werden. Auch Führungsschienen mit Innenkonturen, welche derart an die Aussenkontur des Zwischenelementes angepasst sind, dass durch das Kompensationsmittel eine Linienberührung zwischen Zwischenelement und Führungsschiene entsteht, können vorteilhaft sein. Solche Linienberührungen dienen der relativen Positionierung des Zwischenelementes ohne dessen Bewegung während des Verbindungsprozesses zu beeinträchtigen, insbesondere ohne eine Verklemmung des Zwischenelementes in der Führungsschiene zu erzeugen.

Ein weiterer Vorteil kann es sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Führungsmittel zumindest der Teil des Zwischenelementes gegen einen Bereich der Führungsstelle gedrückt wird, welcher nach dem Verbinden der beiden Dekorelemente über das Zwischenelement auf der Sichtseite liegt. Die Sichtseite bezieht sich dabei auf den fertigen Einbau beispielsweise im Innenraum eines Kraftfahrzeuges. Auf diese Weise kann eine definierte Relativposition der auf der Sichtseite gelegenen Teile des

Zwischenelementes, beispielsweise der Paspel oder dem Keder, zu den

Dekorelementen erzeugt werden. Diese Sichtseite ist üblicherweise die für den Nutzer eines erfindungsgemäßen Führungsmittels maßgebende Seite weshalb diese Seite von einer derartigen Ausführungsform besonders beachtet wird.

Weiter kann es vorteilhaft sein, wenn das Kompensationsmittel Toleranzen, insbesondere Längentoleranzen des Zwischenelementes von bis zu 4 mm ausgleichen kann. Längentoleranzen beziehen sich dabei insbesondere auf die Dimension des Zwischenelementes im Wesentlichen senkrecht zu der Verbindungsstelle insbesondere der Verbindungsnaht. Auch geringer Kompensationen sind bei geringeren

Fertigungstoleranzen des Zwischenelementes denkbar. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass das Kompensationsmittel nur vorhandene

Dimensionsabweichungen ausgleicht. Für Zwischenelemente oder Bereiche des Zwischenelementes, welche innerhalb der geforderten Verbindungstoleranz liegen, muss auch keine Kompensation durchgeführt werden.

Weiter kann es vorteilhaft sein, wenn die Führungsschiene eines erfindungsgemäßen Führungsmittels das Zwischenelement an drei Seiten kontaktierend umgibt und das Kompensationsmittel an der vierten Seite vorgesehen ist. Die Führungsschiene bildet sozusagen eine geometrische Abbildung des Profils des Zwischenelementes und dient zur kontaktierenden Führung des Zwischenelementes im Führungsmittel. Ein

Verklemmen des Zwischenelementes im Führungsmittel ist auf diese Weise verhindert, da auf der vierten Seite über das Kompensationsmittel ausreichend Spiel vorhanden ist, um gegen das Kompensationsmittel ein Verklemmen des Zwischenelementes zu verhindern. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass die Kraft, mittels welcher das Kompensationsmittel auf das Zwischenelement drückt, einerseits ausreichend groß ist, um eine ausreichend sichere Definition der relativen Position des

Zwischenelementes zu erzielen. Andererseits muss sicherstellt sein, dass ein

Verklemmen des Zwischenelementes in der Führungsschiene durch die Kraft des Kompensationsmittels vermieden wird.

Da es sich bei der Führungsschiene um ein dreidimensionales Teil handelt, ist noch darauf hinzuweisen, dass die vier Seiten in einer Ebene zu verstehen sind. Dabei sind drei Seiten durch die kontaktierende Umgebung des Zwischenelements und die vierte Seite durch das Kompensationsmittel definiert. Die beiden zu diesen vier Seiten senkrecht ausgerichteten Richtungen der Führungsschiene sind offen, um auf der einen Seite in der Eintrittsöffnung und auf der anderen Seite in der Austrittsöffnung zu münden. Entlang einer Linie senkrecht zu den, durch die vier Seiten gebildeten Ebene, verläuft die Bewegungsrichtung des Zwischenelementes innerhalb der

Führungsschiene. Mit anderen Worten definieren die vier Seiten gleichzeitig die Profilseiten der Führungsschiene.

Bei erfindungsgemäßen Führungsmitteln kann es vorteilhaft sein, wenn diese dafür ausgelegt sind, für ein Zwischenelement in Form einer Paspel oder eines Keders oder einer Biese verarbeiten zu können, welche/r nach der Verbindung der Dekorelemente über das Zwischenelement an der Sichtseite des Dekorteils liegt. Insbesondere bei der Verwendung von Paspeln oder Kedern oder Biesen ist die Kompensation von

Fertigungstoleranzen von großer Bedeutung, da die Fertigung dieser

Zwischenelemente aufgrund von Materialstärken, insbesondere bei Leder- oder Stoffvarianten, großen Toleranzen unterliegt. Darüber hinaus sind gerade solche Elemente jedoch hinsichtlich ihrer Belastbarkeit auf Reibung und dem damit einhergehenden Verschleiß besonders anfällig. Bei der Verwendung von Paspeln oder Kedern oder Biesen als Zwischenelemente ist ein erfindungsgemäßes Führungsmittel daher besonders vorteilhaft.

Das Kompensationsmittel von erfindungsgemäßen Führungsmitteln kann

beispielsweise ein Federelement aufweisen. Ein solches Federelement ist dabei zum Beispiel als Blattfeder oder auch als Spiralfeder oder eine Kombination verschiedener Federelemente ausführbar. In Form einer Blattfeder kann insbesondere über einen längeren Bereich entlang der Führungsschiene eine Kompensation, also eine

Krafteinbringung auf das Zwischenelement, ausgeübt werden. Jedoch kann zusätzlich zu dem Federelement auch ein weiteres Element, beispielsweise ein

Dämpfungselement vorgesehen sein, um beispielsweise eine Schwingung bei stark variablen Fertigungstoleranzen innerhalb eines Zwischenelementes auszugleichen. Ein solches Dämpfungselement kann beispielsweise dazu dienen, ein Überschwingen der Kompensation und damit eine Verschlechterung des

Toleranzkompensationsausgleiches zu verhindern.

Bei einem erfindungsgemäßen Führungsmittel kann es weiter vorteilhaft sein, wenn der Abstand zwischen der Austrittsöffnung der Führungsschiene für das Zwischenelement und einer Verbindungsstelle bei in eine Verbindungsvorrichtung eingesetztem

Führungsmittel im Bereich des Ein- bis Zehnfachen der aterialstärke eines der Dekorelemente liegt. Befindet sich die Materialstärke eines der Dekorelemente beispielsweise bei 0,5 mm, so liegt der Abstand zwischen der Austrittsöffnung der Führungsschiene und der Verbindungsstelle im Bereich zwischen 0,5 und 5 mm.

Insbesondere ist dieser Abstand jedoch auf ein Minimum zu reduzieren. Bei idealen Ausführungsformen liegt dieser Abstand bei nahezu 0 mm. Dieser Abstand ist insbesondere daher relevant, da nach dem Verlassen der Führungsschiene das Zwischenelement wieder ohne Führung seine relative Position zu den Dekorelementen variieren kann. Je länger dieser Abstand ist, also je länger die Bewegung des

Zwischenelementes ohne Führung stattfindet, umso größere Abweichungen der relativen Position des Zwischenelementes von der Definition durch die

Führungsschiene können wieder entstehen. Ein weiter Vorteil eines geringen

Abstandes ist die vereinfachte und auch verbesserte Herstellbarkeit von Verbindungen in Radienform. So kann mittels einem erfindungsgemäßen Führungsmittel beispielsweise auch eine gekrümmte Naht hergestellt werden und somit Dekorteile mit komplexen Geometrien mit den erfindungsgemäßen Vorteilen ausgestattet werden. In einigen Ausführungsformen kann es sogar möglich sein, dass die Führungsschiene zumindest teilweise über die Verbindungsstelle in einer Verbindungsvorrichtung hinausragt und somit eine Überschneidung des geführten Bereichs mit dem bereits verbundenen Bereich entsteht. Eine solche Ausführungsform ist insbesondere hinsichtlich einer Verbindung mittels Nähten bei Nähmaschinen an die

Transportvorrichtung unterhalb der Nahtstelle angepasst.

Um ein Verklemmen des Kompensationsmittels in der Führungsschiene noch unwahrscheinlicher zu machen, kann es vorteilhaft sein, wenn bei einem

erfindungsgemäßen Führungsmittel die Oberfläche des Kompensationsmittels zumindest in dem Bereich, in welchem es mit dem Zwischenelement in Kontakt kommt, einen Gleitreibungskoeffizienten von weniger als 0,7 mit der Oberfläche des

Zwischenelementes aufweist. Grundsätzlich ist die Reduktion des

Gleitreibungskoeffizienten auf ein Minimum sinnvoll, da neben einem Verklemmen auch unnötiger Kraftaufwand für das Führen des Zwischenelementes in der

Führungsschiene vermieden werden kann. Die Reduktion des

Gleitreibungskoeffizienten kann einerseits durch die Oberflächenbearbeitung des Kompensationsmittels erfolgen. Möglich ist jedoch auch eine Beschichtung,

beispielsweise mittels reibungsminimierender Stoffe, zum Beispiel Teflon.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist weiter ein Verfahren zum Verbinden von wenigstens zwei Dekorelementen über ein Zwischenelement aufweisend die folgenden Schritte:

• Anlegen des ersten Dekorelementes an einen ersten Anschlag eines

Führungsmittels,

• Anlegen des zweiten Dekorelementes an einen zweiten Anschlag des

Führungsmittels, • Einführen des Zwischenelementes in eine Führungsschiene des

Führungsmittels mit einem Kompensationsmittel zur Kompensation von Dimensionstoieranzen des Zwischenelementes,

• Gleichzeitiges und kontinuierliches Bewegen der beiden Dekorelemente und des Zwischenelementes in eine gemeinsame Richtung,

• Verbinden der beiden Dekorelemente über das Zwischenelement in

Bewegungsrichtung der Dekorelemente und des Zwischenelementes.

Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren ist von Vorteil, dass, wie voranstehend ausführlich zum erfindungsgemäßen Führungsmittel beschrieben, mögliche

Fertigungstoleranzen des Zwischenelementes unabhängig von deren Größe, in einem solchen Verfahren reduziert werden und damit das entstehende Dekorteil als Produkt optisch und haptisch verbessert wird.

Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren kann es vorteilhaft sein, wenn ein erfindungsgemäßes Führungsmittel, wie voranstehend beschrieben, zum Einsatz kommt.

Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Dekorteil, welches mit einem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt worden ist.

Weiter ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung eine Verbindungsvorrichtung, welche zumindest ein erfindungsgemäßes Führungsmittel aufweist. Eine solche Verbindungsvorrichtung kann beispielsweise in Form einer Nähmaschine zur

Verbindung in Form von Nähten ausgeführt sein.

Die vorliegende Erfindung wird näher erläutert anhand der Zeichnungsfiguren. Bei der Beschreibung der Zeichnungsfiguren beziehen sich die Begriffe "rechts", "links", "oben", "unten" auf die Figuren in einer Ausrichtung mit normal lesbaren

Bezugszeichen. Es zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäß hergestellten Dekorteils mit einem Keder.

Fig. 2 einen Querschnitt durch ein Dekorteil ähnlich Fig. 1 mit einer Paspel.

Fig. 3 im Querschnitt zwei Zwischenelemente mit einem Keder und einer

Paspel.

Fig. 4 im Querschnitt ein erfindungsgemäßes Führungsmittel gemäß einer

Ausführungsform mit eingelegten Dekorelementen und eingelegtem Zwischenelement.

Fig. 5 Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Führungsmittels in einer

Verbindungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform.

Fig. 6 weitere Ausführungsform alternativ zu der Ausführungsform gemäß Fig.

5.

Fig. 7 isometrische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines

erfindungsgemäßen Führungsmittels.

Fig. 1 zeigt im Querschnitt ein Dekorteil, welches aus einem ersten Dekorelement 30 und einem zweiten Dekorelement 40 über ein Zwischenelement oder Zwischenstück 20 zusammengesetzt ist. Insbesondere ist vorgesehen, die Dekorzuschnitte miteinander zu verbinden und insbesondere zu vernähen. Dabei wird eine Nahtfahne oder ein Dekorelement, z.B. das Dekorelement 30, mit einer Nahtfahne oder einem Dekorelement, z.B. dem Dekorelement 40 verbunden oder vernäht. Die jeweilige Nahtfahne ist ein Bereich des jeweiligen Dekorzuschnitts, der entlang jeweils eines Randabschnitts eines Dekorzuschnitts verläuft.

Das Zwischenelement 20 ist hierbei als Keder ausgeführt. Die Nahtstelle N läuft in einem Bereich, welcher nicht sichtbar ist und von der Sichtseite S abgewandt ist. Die beiden Dekorelemente 30 und 40 bilden eine von der Sichtseite S weg gewölbte Vertiefung, in welcher der Keder des Zwischenelementes 20 zu liegen kommt. Für den Nutzer eines Kraftfahrzeuges, in welchem ein solches Dekorteil verbaut ist, ist es von entscheidender Bedeutung, wie weit der Keder über die Oberfläche der Sichtseite der Dekorelemente 30 und 40 übersteht. Dieser Überstand ist in Fig. 1 mit dem

Buchstaben d bezeichnet und ist definiert als die Verbindungstoleranz auf der

Sichtseite bezüglich der beiden Dekorelemente 30 und 40 und des Zwischenelementes 20. Je größer die Verbindungstoleranz d ist, umso weiter kann bei der Fertigung des Dekorteiles das Zwischenelement 20, insbesondere der Keder des Zwischenelements 20 über die Oberfläche des Dekorteils auf der Sichtseite herausstehen. Dieses Herausstehen erzeugt einerseits eine minderwertigere Qualitätsanmutung aus optischer und haptischer Sicht, andererseits einen erhöhten Verschleiß durch die erhöhte Reibung an dem Keder des Zwischenelementes 20. Die Verbindungstoleranz d ist demnach auf ein Minimum zu reduzieren.

Fig. 2 zeigt eine ähnliche Ausführungsform wie Fig. 1 , jedoch wurde hier ein

Zwischenelement 20 mit einer Paspel verwendet. In diesem Fall ist die Vertiefung, welche durch die beiden Dekorelemente 30 und 40 gebildet wird, in die im Vergleich zu Fig. 1 entgegensetzte Richtung gewölbt. Auch hier ist wieder eine Verbindungstoleranz d definiert, welche den Überstand der Paspel des Zwischenelementes 20 über die Dekorelemente 30 und 40 bestimmt. Auf der Sichtseite S des Dekorteils ist somit auch hier ein minimales Überstehen der Paspel des Zwischenelementes gewünscht. Auch hier ist eine Nahtstelle N auf der der Sichtseite S des Dekorteils gegenüber liegenden Seite vorgesehen.

Fig. 3 zeigt die beiden Zwischenelemente 20 der beiden Figuren 1 und 2

nebeneinander separat, also ohne Dekorelemente 30 und 40, nämlich einmal mit Paspel und einmal mit Keder.

Das linke der beiden Zwischenelement 20 in Fig. 3 weist eine Keder mit einer Seele in Form eines Stahlseils auf. Die geometrische Abmessung dieses Zwischenelementes 20 weist eine Länge I, sowie hinsichtlich des Keders eine Breite und eine Höhe auf. Die Breite und die Höhe und insbesondere die Länge des Zwischenelementes 20 sind dabei Fertigungstoleranzen unterlegen, welche beispielsweise durch unterschiedliche Materialstärken oder Verklebungstoleranzen beim Falten des Zwischenelementes 20 entstehen. Auch bei dem rechts abgebildeten Zwischenelement 20 mit einer Paspel ist die Höhe der Paspel selbst und die Länge des Zwischenelementes 20 Fertigungstoleranzen unterlegen. Insbesondere hinsichtlich der Länge I, welche bei der Verwendung für Innendekorteile zum Beispiel ca. 12 mm betragen kann, müssen teilweise

Fertigungstoleranzen von bis zu ±1 mm in Kauf genommen werden. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass die Länge I zwischen 11 mm und 13 mm schwankt. Beim Einsatz dieser Zwischenelemente 20 zur Verbindung zwischen zwei Dekorelementen 30 und 40 kann es nun dazu kommen, dass bei je nach Ausrichtung der

Zwischenelemente 20 an der Oberfläche der Dekorelemente 30 oder 40 entweder die Paspel oder der Keder in einer Vertiefung zurücksteht oder aus dieser um bis zu 2 mm hervorsteht. Jedoch ist üblicherweise aus den bereits genannten Gründen eine deutlich geringere Toleranz für das Vorstehen der Paspel oder des Keders gefordert.

Insbesondere sind für die Verbindungstoleranz d 0,8 mm, oder mit anderen Worten ± 0,4 mm einzuhalten. Um dies zu erzielen, ist es notwendig, bei der Verbindung der beiden Dekorelemente 30 und 40 über das Zwischenelement 20 diese

Fertigungstoleranzen zu kompensieren.

Eine solche Kompensation wird mittels eines erfindungsgemäßen Führungsmittels 10 ermöglicht, wie es in Fig. 4 in einer Ausführungsform dargestellt ist. Das

Führungsmittel 10 gemäß Fig. 4 weist zwei Anschläge 12 und 14 auf, welche hier als ein gemeinsamer Anschlag ausgeführt sind. An diesen Anschlägen 12 und 14 liegen die Stöße der Dekorelemente 30 und 40, beispielsweise einer unteren und einer oberen Lederschicht, an. Die beiden Dekorelemente 30 und 40 können entlang der Anschläge 12 und 14 bewegt werden, wobei die Bewegungsrichtung im Wesentlichen senkrecht zu der Zeichnungsebene der Fig. 4 verläuft. Zwischen den beiden

Dekorelementen 30 und 40 liegt eine Führungsschiene 16. Diese Führungsschiene 16 ist als Hohlprofil ausgeführt und beinhaltet bereits ein eingelegtes Zwischenelement 20. Das Zwischenelement 20 wird von einem Kompensationsmittel 50 an das linke Ende der Führungsschiene 16 gedrückt. Dabei verbleibt ein Spalt im Bereich der Spitze zwischen Führungsschiene 16 und Zwischenelement 20 und die Kraft des

Kompensationsmittels 50 schiebt das Zwischenelement 20 ausschließlich gegen zwei Linien, bzw. linienförmige schmale Bereiche an der Oberseite und der Unterseite der Spitze des Profils der Führungsschiene 16. Auf diese Weise wird ein Verklemmen des Zwischenelementes 20 vermieden.

Das Kompensationsmittel 50 ist hier in Form einer Spiralfeder ausgeführt. Die

Spiralfeder ist an ihrer rechten Seite in einer Vertiefung im gemeinsamen Anschlag des Führungsmittels 10 fixiert. An der linken Seite, welche in Kontakt mit dem

Zwischenelement 20 tritt, ist eine Führungsplatte, welche in dieser Zeichnung nicht dargestellt ist, vorgesehen, welche hinsichtlich ihrer Oberflächenbeschaffenheit für eine reduzierte Gleitreibung zwischen der Führungsplatte und dem Zwischenelement 20 optimiert ist. Auch das Zwischenelement 20 kann sich entlang einer Bewegungslinie bewegen, welche im Wesentlichen senkrecht zur Zeichnungsebene der Fig. 4 verläuft. Die Spitze der Führungsschiene 16 liegt als Anschlag entgegengesetzt zu den beiden Anschlägen 12 und 14 der beiden Dekorelemente 30 und 40.

Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung 100. Die Verbindungsvorrichtung 100 weist ein Verbindungsmittel 102, hier in Form einer Nadel, auf. Die Nadel kann durch die Dekorelemente 30 und 40 sowie durch das Zwischenelement 20 hindurch stechen und erzeugt eine Naht N. Die Naht verläuft entlang der Bewegungsrichtung der Dekorelemente 30 und 40 und des

Zwischenelementes 20, in Fig. 5 nach links. Die Naht beginnt an der Verbindungsstelle 110, an welcher das Verbindungsmittel 102, also die Nadel, durch die beiden

Dekorelemente 30 und 40 und das Zwischenelement 20 dringt.

Auf der rechten Seite der Fig. 5 ist ein erfindungsgemäßes Führungsmittel 10 zu erkennen. Das Führungsmittel 10 ist hier im Querschnitt zu sehen und hat eine ähnliche Ausbildung wie jenes in Fig. 4 dargestellte. Das Führungsmittel 10 hat eine Führungsschiene 16 mit einer Eintrittsöffnung 17 für das Zwischenelement 20 und einer Austrittsöffnung 18 für das Zwischenelement 20. Fig. 5 zeigt eine

Momentaufnahme während des Produktionsprozesses. Dabei laufen die beiden Dekorelemente 30 und 40 sowie das Zwischenelement 20 aufeinander zu, geführt durch das Führungsmittel 10, hinsichtlich des Zwischenelementes 20 insbesondere geführt durch die Führungsschiene 16. Der Produktionsprozess des Dekorteils verläuft in Fig. 5 von rechts nach links. Nachdem die drei Elemente, also Zwischenelement 20 und Dekorelemente 30 und 40 zueinander geführt worden sind und vor allem zu einander relativ durch die beiden Anschläge 12 und 14 sowie die Führungsschiene positioniert worden sind, kann die Verbindung hergestellt werden.

Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ähnlich der Ausführungsform der Fig. 5. Auch hier ist eine Verbindungsvorrichtung 100 mit einem Verbindungsmittel 102 in Form einer Nadel vorgesehen. Jedoch ist hier der Beginn der Naht N an der Verbindungsstelle 1 10 deutlich näher an der Austrittsöffnung 18 der Führungsschiene 16 vorgesehen. Der Abstand a zwischen der Austrittsöffnung 18 und der Verbindungsstelle 110 ist minimiert. In diesem Fall ist der Abstand a identisch mit der Materialstärke m des zweiten Dekorelementes 40. Um dies zu erreichen, ist einerseits das Führungsmittel 10 deutlich weiter an die Verbindungsstelle 110 herangeführt. Darüber hinaus ist die Führungsschiene 16 derart ausgeführt, dass sie aufgrund keilförmiger Bereiche im Verlauf der Führungsschiene 16 näher an die Verbindungsstelle 110 herangeführt werden kann. Auf diese Weise ist der Abstand a, welcher das Zwischenelement 20 ungeführt lässt, minimiert und damit die relative Positionierung des Zwischenelementes an der Verbindungsstelle noch genauer.

Zur weiteren Veranschaulichung zeigt Fig. 7 eine isometrische Darstellung einer Ausführungsform eines Führungsmittels 10. Hier zeigen sich die Vorteile des

Führungsmittels 10. In einem einzigen, beispielsweise einteiligen, im Wesentlichen dreieckig ausgestalteten Führungsmittel 10 sind sowohl die beiden Anschläge 12 und 14 für die Dekorelemente 30 und 40 vorgesehen, wie auch eine Führungsschiene 16 für das Zwischenelement 20. Die Führungsschiene 16 weist eine Eintrittsöffnung 17 und eine Austrittsöffnung 18 auf, durch welche das Zwischenelement 20 durch die Führungsschiene 16 bewegt werden kann. Innerhalb der Führungsschiene 16 ist ein Kompensationsmittel 50 vorgesehen, welches eine Ausführungsform ähnlich der Fig. 4, das Zwischenelement 20 gegen die Führungsschiene 16 in entgegengesetzter

Richtung zu den beiden Anschlägen 12 und 14 drücken kann. B E Z U G S Z E I C H E N

10 Führungsmittel

12 erster Anschlag

14 zweiter Anschlag

16 Führungsschiene

17 Eintrittsöffnung

18 Austrittsöffnung

20 Zwischenelement

30 erstes Dekorelement

40 zweites Dekorelement

50 Kompensationsmittel

100 Verbindungsvorrichtung

102 Verbindungsmittel

110 Verbindungsstelle

d Verbindungstoleranz auf der Sichtseite

a Abstand zwischen Austrittsöffnung und Verbindungsstelle b Breite des Zwischenelementkopfes

I Länge des Zwischenelementes

h Höhe des Zwischenelementkopfes

m Materialstärke eines Dekorelementes

S Sichtseite

N Verbindungsnaht