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Title:
HEAT PRESS AND METHOD FOR PROCESSING A TEXTILE MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/117700
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a heat press for processing a textile material, in particular clothing, which press has a first press body (3) and a second press body (2), which are movable into a loading position, in which they are mutually spaced, and into a pressing position, in which they are pressed against one another, the first press body (3) being pivotable in relation to the second press body (2). In accordance with the invention, the second press body (2) in the loading position and in the pressing position is intended for arrangement in different positions in the heat press (1). The second press body (2) is expediently movable, in particular displaceable and/or rotatable for arrangement in the different positions. In one embodiment of the invention the second press body (2), in the loading position, is further away from a pivot axis about which the first press body (3) is pivotable in relation to the second press body (3), than in the pressing position.

Inventors:
BRÜCKER FRANK (LU)
Application Number:
PCT/EP2021/083897
Publication Date:
June 09, 2022
Filing Date:
December 02, 2021
Export Citation:
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Assignee:
SEH S A R L (LU)
International Classes:
D06F71/02
Foreign References:
EP0889987A11999-01-13
US4809450A1989-03-07
DE1183880B1964-12-23
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE BERNHARDT | WOLFF PARTNERSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
- 8 -

Patentansprüche:

1 . Wärmepresse zur Bearbeitung eines Textilmaterials, insbesondere von Kleidung, die einen ersten Presskörper (3) und einen zweiten Presskörper (2) aufweist, die in eine Bestückungsposition, in der sie im Abstand voneinander angeordnet sind, und in eine Pressposition, in der sie aneinander gepresst sind, bewegbar sind, wobei der erste Presskörper (3) im Verhältnis zu dem zweiten Presskörper (2) verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Presskörper (2) in der Bestückungsposition und in der Pressposition zur Anordnung in unterschiedlichen Stellungen in der Wärmepresse (1 ) vorgesehen ist.

2. Wärmepresse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Presskörper (2) zur Anordnung in den unterschiedlichen Stellungen bewegbar, insbesondere verschiebbar und/oder drehbar, ist.

3. Wärmepresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Presskörper (2) in der Bestückungsposition weiter von einer Schwenkachse entfernt ist, um die der erste Presskörper (3) im Verhältnis zu dem zweiten Presskörper (3) verschwenkbar ist, als in der Pressposition.

4. Wärmepresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Presskörper (2,3) derart miteinander verbunden sind, dass bei Verschwenkung des ersten Presskörpers (3) automatisch der zweite Presskörper (2) bewegt wird.

5. Wärmepresse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Presskörper (2,3) derart miteinander verbunden sind, dass der zweite Presskörper (2) bei Verschwenkung des ersten Presskörpers (3) hin zur Bestückungsposition von der Schwenkachse, um die der erste Presskörper (3) im Verhältnis zu dem zweiten Presskörper (3) verschwenkbar ist, weg bewegt wird, und bei Verschwenkung des ersten - 9 -

Presskörpers (3) hin zur Pressposition der zweite Presskörper (2) zu der Schwenkochse hin bewegt wird. . Wärmepresse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Presskörper (2) zur Anordnung in den unterschiedlichen Stellungen in oder parallel zu einer Ebene bewegbar ist, in der eine Pressfläche (4) des zweiten Presskörpers (2) angeordnet ist. . Wärmepresse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Presskörper (2) zur horizontalen Anordnung in der Wärmepresse (1 ) vorgesehen ist. . Wärmepresse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Presskörper (2) in der Wärmepresse (1 ) mittels einer Linearführung (6) gelagert ist, die vorzugsweise eine Führungsschiene (7) aufweist. . Wärmepresse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Presskörper (2) derart mit einer Halteeinrichtung (1 1 ) der Wärmepresse (1 ), vorzugsweise einem Ständer, verbunden ist, dass zwischen dem zweiten Presskörper (2) und der Halteeinrichtung (1 1 ,23) ein Freiraum (12) gebildet ist, der von einer Seite der Wärmpresse (1 ) aus zugänglich ist derart, dass das Textilmaterial von der Seite aus sowohl über der Pressfläche (4) als auch über eine von der Pressfläche (4) abgewandten Seite des zweiten Presskörpers (2) anordnen lässt. . Wärmepresse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Presskörper (2) in der Wärmpresse (1 ) mittels eines Bügels (13) befestigt ist, der vorzugsweise C-förmig ist, wobei der zweite Presskörper (2) mittels des Bügels (13) vorzugsweise mit dem Ständer (13) verbunden ist. 1 . Wärmepresse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, - 10 - dass der zweite Presskörper (2) um eine Achse drehbar ist, die durch die Pressfläche (4), vorzugsweise durch einen Mittenbereich der Pressfläche (4), verläuft und vorzugsweise vertikal zu der Pressfläche (4) angeordnet ist. Verfahren zur Bearbeitung eines Textilmaterials, insbesondere von Kleidung, in einer Wärme presse (1 ), die einen ersten Presskörper (2) und einen zweiten Presskörper (3) aufweist, bei dem die Presskörper (2,3) zum Anordnen des Textilmaterials in der Wärmepresse (1 ) oder zur Entnahme des Textilmaterials aus der Wärmepresse (1 ) in eine Bestückungsposition, in der die Presskörper (2,3) im Abstand voneinander angeordnet sind, und zum Bearbeiten des Textilmaterials in eine Pressposition, in der die Presskörper (2,3) aneinander gepresst sind, bewegt werden, wobei der erste Presskörper (3) im Verhältnis zu dem zweiten Presskörper (2) verschwenkt wird, dadurch gekennzeichnet, der zweite Presskörper (2) in der Bestückungsposition und in der Pressposition in unterschiedlichen Stellungen in der Wärmepresse (1 ) angeordnet wird. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verschwenkung des ersten Presskörpers (3) automatisch der zweite Presskörper (2) bewegt wird. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Presskörper (2) bei Verschwenkung des ersten Presskörpers (3) hin zur Bestückungsposition von der Schwenkachse, um die der erste Presskörper (3) im Verhältnis zu dem zweiten Presskörper (3) verschwenkbar ist, weg bewegt wird, und bei Verschwenkung des ersten Presskörpers (3) hin zur Pressposition der zweite Presskörper (2) zu der Schwenkachse hin bewegt wird.

Description:
Beschreibung:

Wärmepresse und Verfahren zur Bearbeitung eines Textilmaterials

Die Erfindung betrifft eine Wärmepresse zur Bearbeitung eines Textilmaterials, insbesondere von Kleidung, die einen ersten Presskörper und einen zweiten Presskörper aufweist, die in eine Bestückungsposition, in der sie im Abstand voneinander angeordnet sind und in eine Pressposition, in der sie aneinander gepresst sind, bewegbar sind, wobei der erste Presskörper im Verhältnis zu dem zweiten Presskörper verschwenkbar ist.

Solche Wärmepressen, die auch als Transferpressen bezeichnet werden, sind durch Benutzung bekannt. Sie werden unter anderem verwendet, um auf Stoffe Aufdrucke aufzu bringen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wärmepresse der obengenannten Art zu schaffen, die ergonomisch bedienbar ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der zweite Presskörper in der Bestückungsposition und in der Pressposition zur Anordnung in unterschiedlichen Stellungen in der Wärmepresse vorgesehen ist.

Vorteilhaft wird es durch die Erfindung ermöglicht, den zweiten Presskörper, der vorzugsweise der Presskörper ist, auf welchen das Textilmaterial in der Bestückungsposition aufgebracht wird, in eine Stellung zu bringen, in der er einfach zu erreichen ist. Als besonders vorteilhaft hat es sich dafür erwiesen, den Presskörper zu einer Person, die die Wärmepresse bedient, hinzubewegen. Dies lässt sich, wie in einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dadurch erreichen, dass der zweite Presskörper in der Bestückungsposition weiter von einer Schwenkachse entfernt ist, um die der erste Presskörper im Verhältnis zu dem zweiten Presskörper verschwenkbar ist, als in der Pressposition. Vorteilhaft wird der zweite Presskörper, wenn die Wärmepresse in die Bestückungsposition gebracht wird, von der Schwenkachse weg und hin zu der die Wärmepresse bedienenden Person bewegt.

Zweckmäßigerweise sind der erste und der zweite Presskörper derart miteinander verbunden, dass bei Verschwenkung des ersten Presskörpers automatisch der zweite Presskörper bewegt wird.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind der erste und der zweite Presskörper derart miteinander verbunden, dass der zweite Presskörper bei Verschwenkung des ersten Presskörpers hin zu der Bestückungsposition von der Schwenkachse, um die der erste Presskörper im Verhältnis zu dem zweiten Presskörper verschwenkbar ist, weg bewegt wird und der zweite Presskörper bei Verschwenkung des ersten Presskörpers hin zur Pressposition zu der Schwenkachse hin bewegt wird.

Zweckmäßigerweise sind der erste und der zweite Presskörper über einen Hebelarm und zumindest ein Drehgelenk miteinander verbunden.

In einer Ausführungsform ist der zweite Presskörper in der Wärmepresse lediglich in einer Ebene, vorzugsweise horizontal, bewegbar und vorzugsweise nicht aus der Ebene heraus drehbar angeordnet. Zweckmäßigerweise ist der zweite Presskörper zur Anordnung in den unterschiedlichen Stellungen in oder parallel zu einer Ebene bewegbar, in der eine Pressfläche des zweiten Presskörpers angeordnet ist.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist der zweite Presskörper in der Wärmepresse mittels einer Linearführung gelagert, die vorzugsweise eine Führungsschiene aufweist. Die Verbindung zwischen dem ersten und dem zweiten Presskörper ist vorzugsweise derart vorgesehen, dass der zweite Presskörper in der Linearführung bewegt wird, wenn der erste Presskörper verschwenkt wird.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist der zweite Presskörper in der Wärmepresse angeordnet derart, dass er bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Wärmepresse horizontal angeordnet ist. Dazu weist die Wärmepresse vorzugsweise eine Halteeinrichtung, besonders bevorzugt einen Ständer, auf. ln einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der zweite Presskörper mit der Halteeinrichtung derart verbunden, dass zwischen dem zweiten Presskörper und der Halteeinrichtung ein Freiraum gebildet ist, der von einer Seite der Wärmepresse aus zugänglich ist derart, dass sich das Textil material von der Seite aus sowohl über die genannte Pressfläche als auch über einer von der Pressfläche abgewandte Seite des zweiten Presskörpers anordnen lässt. Vorteilhaft lassen sich dann Kleidungsstücke wie Pullover, T-Shirts, Hosen oder Röcke, oder andere teilweise geschlossene Textilmaterialien über den Presskörper ziehen.

Zweckmäßigerweise ist der zweite Presskörper zur Ermöglichung der vereinfachten Anordnung des Textilmaterials in der Wärmepresse mittels eines Bügels befestigt, der vorzugsweise C-förmig ist, wobei der zweite Presskörper mittels des Bügels vorzugsweise mit dem Ständer verbunden ist.

Ein offener Bauchbereich des C-Bügels bildet dann den genannten Freiraum, so dass sich das Textilmaterial unter Anordnung in dem Freiraum des C-Bügels um den zweiten Presskörper herum anordnen lässt.

Die Ausbildung der Verbindung des zweiten Presskörpers mit der Halteeinrichtung unter Ausbildung des Freiraums erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn der zweite Presskörper drehbar ist.

Zweckmäßigerweise lässt sich der zweite Presskörper in eine Anordnungsposition, in der der Freiraum an einer Außenseite der Wärmepresse angeordnet ist, bringen, um in einem ersten Schritt das Textilmaterial an dem Presskörper anzuordnen. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, den zweiten Presskörper in der Anordnungsposition derart anzuordnen, dass der Freiraum auf einer Seite der Wärmepresse angeordnet ist, die von der Seite der Wärmepresse abgewandt ist, in der die Schwenkachse, um die der erste Presskörper bewegt wird, vorgesehen ist. In einem zweiten Schritt wird der mit dem Textilmaterial bestückte zweite Presskörper in eine Bearbeitungsposition gedreht, in welcher der Freiraum der genannten Seite der Wärmepresse, auf welcher die genannte Schwenkachse gebildet ist, zugewandt ist und anschließend der Pressvorgang mit der Wärmepresse durchführt.

Ein Vorteil der Möglichkeit der Verdrehung des Presskörpers ist, dass sich das Textilmaterial zum Pressen in eine geeignete Stellung bringen lässt, um ein Druckmaterial, das mittels der Wärmepresse auf das Textilmaterial aufgebracht werden soll, auf das Textilmaterial aufzubringen. Das Textilmaterial, insbesondere das Kleidungsstück, z.B.ein T-Shirt oder ein Pullover, wird in der Anordnungsposition auf den Presskörper derart angeordnet, dass es von einer Seite aus, von der die Wärmepresse normalerweise bedient wird, umgekehrt zu sehen ist als es normalerweise getragen wird. Lässt sich der Presskörper drehen, bevor er mit dem Textilmaterial bestückt wird, wird es wesentlich einfacher, das Druckmaterial in der richtigen Position auf dem Textilmaterial anzuordnen. Der Person, die die Wärmepresse bedient, fällt es nämlich wesentlich leichter, das Druckmaterial in der richtigen Position zum Aufdrucken auf dem Textilmaterial anzuordnen, wenn er die Gesamtheit aus dem Textilmaterial und dem Druckmaterial in gewohnter Weise so vor sich sieht, wie das Textilmaterial normalerweise benutzt wird.

In einer Weiterbildung der Erfindung ist für die Verschwenkung des ersten Presskörpers eine Verstelleinrichtung vorgesehen, die einen Handgriff zur Betätigung des ersten Presskörpers aufweist. Der Griff ist mit dem ersten Presskörperzweckmäßigerweise derart verbunden, dass sich der Abstand des Griffs von dem Presskörper einstellen lässt. Vorteilhaft lässt sich die Wärmepresse auf diese Weise besonders ergonomisch an die Bedürfnisse einer Person, die die Wärmepresse bedient, anpassen. Insbesondere lässt sich bei Anordnung des Griffs in vergleichsweise großem Abstand von dem Presskörper einfacher ein großer Pressdruck von Hand ausüben als bei Anordnung näher en dem Presskörper.

Vorzugsweise ist ferner vorgesehen, dass der Griff durch einen Doppelgriff gebildet ist, so dass er sieh mit zwei Händen greifen lässt, wobei die unterschiedlichen Griffbereiche für die beiden Hände besonders bevorzugt nebeneinander angeordnet sind.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und den beiliegenden Zeichnungen, die sich auf das Ausführungsbeispiel beziehen, näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 bis 4 eine erfindungsgemäße Wärmepresse in verschiedenen Arbeitspositionen,

Fig. 5 und 6 Details der Wärmepresse nach den Fig. 1 bis 4, und

Fig. 7 bis 9 eine weitere erfindungsgemäße Wärmepresse in verschiedenen Arbeitspositionen.

Figuren 1 bis 4 zeigen verschiedene Ansichten einer erfindungsgemäßen Wärmepresse 1 in einer Bestückungsposition (Fig. 1 und 3) und in einer Pressposition (Fig. 2 und 4). Figuren 5 und 6 zeigen lediglich einzelne Bauteile der Wärmepresse 1 . Die Wärmepresse 1 weist eine Halteeinrichtung auf, die einen Ständer 1 1 , mit dem sie sich auf einem Untergrund anordnen lässt, und einen darauf sitzenden Trägerteil 23 umfasst. An dem Trägerteil 23 ist über einen Hebelarm 5 ein erster Presskörper 3 angeordnet. Der erste Presskörper 3 ist über den Hebelarm 5, der mittels eines Drehgelenks 9, das den Drehpunkt des Hebelarms 5 bildet, in der Wärmepresse 1 verschwenkbar angeordnet.

Die Wärmepresse 1 weist ferner einen zweiten Presskörper 2 auf, der in der Wärmepresse 1 in einer Linearführung 6 horizontal verschiebbar gelagert ist. Wie insbesondere die Figuren 5 und 6 zeigen, umfasst die Linearführung 6 eine Führungsschiene 7 mit einem Führungsschlitten 8, an dem über eine Halterung 13 der in der Führungsschiene 7 verschiebbar ist. Der Führungsschlitten 8 ist über Drehgelenke 10,21 mit dem Hebelarm 5 verbunden. Der Führungsschlitten 8 ist von links nach rechts und in umgekehrter Richtung verschiebbar.

Wie die Fig. 5 und 6 zeigen, ist ein durch den Hebelarm 5 gebildeter Schwenk- und Verschiebemechanismus derart vorgesehen, dass bei Verschwenkung des ersten Presskörpers 3 in die gezeigte Bestückungsposition der zweite Presskörper 2 von dem Drehgelenk 9, um das der Hebelarm 5 drehbar ist, wegbewegt wird. Der Presskörper 2 wird dementsprechend von dem Trägerteil 23 wegbewegt. Dies vereinfacht eine Bestückung des Presskörpers 2 mit einem zu pressenden Material, z.B. einem Textilmaterial, das mit einer Folie als Aufdruck bedruckt werden soll.

Ein Vergleich der Fig. 3 und 4 zeigt besonders deutlich, dass der zweite Presskörper 2 in der Pressposition näher an dem Drehgelenk 9 angeordnet ist als in der Bestückungsposition. Der Presskörper 2 wird beim Schließen der Wärmepresse 1 unter Bewegung des ersten Presskörpers 3 hin zu dem zweiten Presskörper 2 durch den Hebelarm 5 zu dem Trägerteil 23 hingezogen.

Oberhalb des ersten Presskörpers 3 ist ein Haltemittel 15 angeordnet, in dem eine Anzeige- oder Eingabeeinrichtung 22 zur Bedienung der Wärmepresse 1 angeordnet ist. Insbesondere die Fig. 6 und 7 zeigen, dass das Haltemittel 15 durch zwei gegeneinander verschwenkbare Halteglieder 16,17 gebildet ist, die über ein Drehgelenk 18 unmittelbar miteinander verbunden sind. Das Halteglied 16, das zur Aufnahme der Anzeige- und/oder Eingabeeinrichtung vorgesehen ist, ist über ein Drehgelenk 19 mit dem Trägerteil 12 verbunden. Das Halteglied 17 ist über ein Drehgelenk 20 mit einem Bereich des Hebelarms 5 verbunden, in dem der erste Presskörper 3 in dem Hebelarm 5 angeordnet ist. Wie u.a. Fig. 6 und 7 zeigen, wird das Haltemittel 15 bei Verschwenkung des ersten Presskörpers 3 scherengelenkartig bewegt. Wird die Wärmepresse 1 in die Bestückungsposition gebracht, richtet sich das Haltemittel 15 auf. Die Bewegung zur Aufrichtung des Halteglieds 16 wird dadurch unterstützt, dass das Halteglied 17 das Drehgelenk 18 in eine Position bringt, die weiter von dem Presskörper 3 entfernt ist als in der Pressposition.

Dementsprechend wird das Haltemittel 15 bei Anordnung der Wärmepresse 1 in der Pressposition gemeinsam mit dem ersten Presskörper 3 in eine nahezu horizontale Anordnung gebracht.

Es wird nun auf die Figuren 7 bis 10 Bezug genommen, in denen gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben Bezugszahl wie in den Figuren 1 bis 6 bezeichnet sind und der betreffenden Bezugszahl jeweils der Buchstabe a beigefügt ist.

Fig. 7 bis 9 zeigen eine weitere erfindungsgemäße Wärmepresse 1 a, die sich von derjenigen nach den Fig. 1 bis 6 insbesondere dadurch unterscheidet, dass ein zweiter Presskörper 2a in der Wärmepresse l a drehbar angeordnet ist. Dazu ist ein Drehlager 24 vorgesehen, das eine Verdrehung eines Presskörpers 2a um eine Achse, die senkrecht zu dem Presskörper 2, insbesondere dessen Pressflächen 4a steht, aufweist. Das Drehlager 24 ermöglicht zumindest eine Verdrehung des Presskörpers 2a um 180 °, insbesondere in die in den Fig. 8 und 9 gezeigten Stellungen.

Das Drehlager 24 ist an einem Führungsschlitten 8a gebildet und gemeinsam damit verschiebbar. Ein Mechanismus zum horizontalen Verschieben des Presskörpers ist in gleicher Weise aufgebaut wie oben für die Fig. 1 bis 6 beschrieben.

An dem Drehlager 24 sitzt als Halterung an einem Schlitten 8a ein C-förmiger Bügel 13, an dem der Presskörper 2a befestigt ist. Durch die C-Form des Bügels 13 wird unter dem Presskörper 2a ein Freiraum 12 geschaffen, der bei der Anordnung von Textilmaterial auf dem Presskörper 2a dann hilfreich ist, wenn das Textilmaterial, das beispielsweise ein T-Shirt oder ein Pullover sein kann, teilweise geschlossen ist und über den Presskörper 2a gestülpt werden muss. In diesem Fall kann nämlich ein Teil des Textilmaterials, z.B. die nicht zu bedruckende Seite des Textilmaterials, im Freiraum 12 angeordnet werden. Dies erleichtert, wie nachfolgend erläutert, die Anordnung des Textilmaterials auf dem Presskörpers 2a.

Soll ein Kleidungsstück, beispielsweise ein T-Shirt oder ein Pullover, mittels der Wärmepresse 1 a mit einem Aufdruck versehen werden, wird und der Presskörper 2a in die in Fig. 8 gezeigte Bestückungsposition gebracht und das Kleidungsstück mit seiner Öffnung, die auf der Unterseite zur Aufnahme des Oberkörpers vorgesehen ist, so über den Presskörper 2a gestülpt, dass eine Seite des Kleidungsstücks in den Freiraum 12 des Bügels 13 hineinragt und auf der gegenüberliegenden Seite so auf der Pressfläche 4 des Presskörpers 2a aufliegt. Anschließend wird der Presskörper 4a von der in Fig. 8 gezeigten Anordnungsposition in die in Fig. 9 gezeigte Bearbeitungsposition gedreht. Das Kleidungsstück ist nun für eine Person, die die Wärmepresse 1 bedient und dazu auf einer von dem Drehgelenk 9 abgewandten Seite der Wärmepresse steht, so sichtbar, in sie es sehen würde, wenn es als Kleidungsstück getragen würde. Die Person kann nun die Folie zur Bildung des Aufdrucks auf das T-Shirt auflegen und besonders einfach in die vorgesehene Position bringen. Das Drehlager 24 wird nun festgestellt und der erste Presskörper 3a unter Greifen der Handgriffe 14a nach unten hin zur Pressposition bewegt.

Dabei wird durch Kraftübertragung durch einen Hebelarm 5a der erste Presskörper 2a gemeinsam mit dem Führungsschlitten 8a hin zu einem Drehgelenk 9a und dann zum Trägerteil 23 hin bewegt. In der Pressposition ist die Bewegung mittels des Führungsschlittens 8a beendet und durch die Presskörper 2a, 3a wird auf das T-Shirt und die Folie Druck ausgeübt, so dass die Folie mit dem Kleidungsstück verbunden wird.

Nach Durchführung des Pressvorgangs wird die Wärmepresse l a durch Anheben des Presskörpers 3a wieder in die Bestückungsposition gebracht, wobei sich der zweite Presskörper 2a wieder von dem Trägerteil 23a weg bewegt. Nach erneuter Drehung des Presskörpers 2a lässt sich das bedruckte Kleidungsstück besonders einfach von dem Presskörper 2 abnehmen.