Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
HEDDLE PREFERABLY FOR PROCESSING STRIP-LIKE WARP MATERIAL AND METHOD FOR PRODUCING A HEDDLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/146470
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a heddle comprising two strips (2, 3), which form the heddle shaft (6), at least one component (4) for delimiting the thread eye (5), and at least two end loops (7). The at least two strips (2, 3) are spaced in the transverse direction (Q) in the region of the thread eye (5), and the at least one component (4) is arranged in the region of the thread eye (5) between the at least two strips (2, 3). The at least two strips (2, 3) are adjacent to each other at least in sections in front and behind the thread eye (5) in the longitudinal direction (L). At at least one point in the region of at least one of the at least two end loops (7) at least one of the at least two strips (2, 3) runs in the transverse direction to a side at a distance from a central axis (15) of the heddle (1) and at a further point in the region of at least one of the at least two end loops (7) at least one of the at least two strips (2, 3) runs to the other side at a distance from the central axis (15).

Inventors:
GERTH CHRISTIAN (DE)
GROSSMANN RAINER (DE)
Application Number:
PCT/EP2016/055106
Publication Date:
September 22, 2016
Filing Date:
March 10, 2016
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
GROZ-BECKERT KG (DE)
International Classes:
D03C9/02; D03D41/00
Domestic Patent References:
WO1999014409A11999-03-25
Foreign References:
EP2730688A12014-05-14
JP2008045255A2008-02-28
EP2730687A12014-05-14
EP2730688A12014-05-14
EP2730687A12014-05-14
EP1795636A12007-06-13
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1 . Weblitze (1 ) vorzugsweise zur Verarbeitung von bandartigem Kettmaterial, wobei die die Weblitze (1 ) in einer Längsrichtung (L) ihre größte Ausdehnung hat, und sich in einer Querrichtung (Q) und einer Kettfadenrichtung (F) erstreckt, wobei die Längsrichtung (L), die Querrichtung (Q) und die

Kettfadenrichung (F) jeweils paarweise senkrecht aufeinander stehen, und die Weblitze (1 ) die folgenden Merkmale aufweist:

- zumindest zwei Bänder (2, 3), die den Litzenschaft (6) bilden,

- zumindest ein Bauelement (4), das zur Begrenzung des Fadenauges (5) dient,

- mindestens zwei Endösen (7),

dadurch gekennzeichnet,

- dass die zumindest zwei Bänder (2, 3) im Bereich des Fadenauges (5) in Querrichtung (Q) beabstandet sind,

- und das zumindest eine Bauelement (4) im Bereich des Fadenauges (5) zwischen den mindestens zwei Bändern (2, 3) angeordnet ist,

- wobei die mindestens zwei Bänder (2,3) in Längsrichtung (L) vor und hinter dem Fadenauge (5) zumindest abschnittweise aneinander anliegen,

- und an mindestens einer Stelle im Bereich mindestens einer der mindestens zwei Endösen (7) mindestens eines der mindestens zwei Bänder (2, 3) in Querrichtung zur einen Seite von einer Mittelachse (15) der Weblitze (1 ) entfernt verläuft, und an einer weiteren Stelle im Bereich mindestens einer der mindestens zwei Endösen (7) mindestens eines der mindestens zwei Bänder (2, 3) zur anderen Seite in Querrichtung (Q) entfernt von der Mittelachse (15) der Weblitze (1 ) verläuft.

2. Weblitze nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass zur Minimierung des freien Rotationswinkels um die Mittelachse (15) die mindestens zwei Bänder (2, 3) im Bereich mindestens einer der mindestens zwei Endösen (7) zumindest abschnittsweise in Querrichung (Q) voneinander beabstandet sind.

3. Weblitze nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass zur Minimierung des freien Rotationswinkels um die Mittelachse(15) im Bereich von einer der mindestens zwei Endösen (7) mindestens eines der mindestens zwei Bänder (2, 3) zumindest abschnittsweise in Querrichtung (Q) zur einen Seite entfernt von der Mittelachse (15) verläuft und im Bereich der anderen Endöse (7) mindestens eines der mindestens zwei Bänder (2, 3) zumindest

abschnittsweise in Querrichtung (Q) zur anderen Seite entfernt von der Mittelachse (15) verläuft.

4. Weblitze nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Bänder (2, 3) im Bereich mindestens einer Endöse (7) plastisch gebogen sind.

5. Weblitze nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich mindestens einer Endöse (7) mindestens ein

Abstandselement (10) zwischen den mindestens zwei Bändern (2, 3) angeordnet ist, das zur Beabstandung der beiden Bänder (2, 3) in

Querrichtung (Q) dient.

6. Weblitze (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch

gekennzeichnet, dass im Bereich beider Endösen (7) die beiden Bänder (2, 3) beabstandet voneinander verlaufen, wobei zur Beabstandung der beiden Bänder (2, 3) im Bereich beider Endösen (7) dieselben Mittel eingesetzt sind.

7. Weblitze (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch

gekennzeichnet, dass im Bereich beider Endösen (7) die beiden Bänder (2, 3) beabstandet voneinander verlaufen, wobei die mindestens zwei Bänder (2, 3) im Bereich beider Endösen (7) jeweils um dieselbe maximale Länge I voneinander entfernt sind.

8. Weblitze (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich mindestens einer Endöse (7) die

mindestens zwei Bänder (2, 3) in Querrichtung (Q) jeweils symmetrisch zur Mittelachse (15) gebogen sind.

9. Weblitze (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch

gekennzeichnet, dass auf mindestens einer Seite der zumindest zwei Bänder (2, 3) die Enden (9) der Bänder (2, 3) voneinander beabstandet sind.

10. Weblitze (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder (2, 3) im Bereich zumindest einer Endöse (7)

abschnittsweise voneinander beabstandet sind und an ihren Enden (9) wieder aneinander anliegen.

1 1 . Weblitze (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch

gekennzeichnet, dass die Summe aus den Strecken, um die jeweils mindestens ein Band (2, 3) im Bereich (8) mindestens einer Endöse (7) in Querrichtung (Q) von der Mittelachse (15) zur einen Seite entfernt verläuft und um welche mindestens ein Band (2, 3) im Bereich mindestens einer Endöse (7) in Querrichtung (Q) von der Mittelachse (15) zur anderen Seite entfernt verläuft, größer ist, als die Breite (f) des Fadenauges (5) in Querrichtung (Q).

12. Weblitze (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch

gekennzeichnet, dass die zumindest zwei Bänder (2, 3) an einer Stelle der Weblitze (1 ), an dem die zumindest zwei Bänder (2, 3) nicht beabstandet sind, in einem Drittel der Weblitze (1 ), in dem sich zumindest eine Endöse (7) befindet, über zumindest ein Stabilisierungselement (12) miteinander verbunden sind.

13. Weblitze nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine erste Verbindungsstelle (13) oberhalb des Fadenauges (5) und zumindest eine zweite Verbindungsstelle (14) unterhalb des

Fadenauges (5) angeordnet sind, wobei die zumindest eine erste oder die zumindest eine zweite Verbindungsstelle (13, 14) einen Abstand (a) von dem Fadenauge (5) aufweist, der geringer ist als die Hälfte des Abstandes (b) zwischen dem Fadenauge (5) und der dem Verbindungspunkt (13, 14) jeweils nächstgelegenen Endöse (7).

14. Weblitze nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Bauelement (4) mindestens zwei

Befestigungselemente aufweist, und die beiden Bänder (2, 3) im Bereich (8) des Fadenauges (7) jeweils mindestens ein geometrisch korrespondierendes Befestigungselement aufweisen, wobei die mindestens zwei

Befestigungselemente des mindestens einen Bauelements (4) dazu

eingerichtet sind, über die mindestens einen Befestigungselements der Bänder (2, 3) jeweils eine Verbindung einzugehen, mit der das mindestens eine Bauelement (4) im Bereich des Fadenauges (5) zwischen den

mindestens zwei Bändern (2, 3) positioniert und/oder befestigt wird.

15. Verfahren zur Herstellung einer Weblitze, das die folgenden Schritte

umfasst:

- Ablängen von zumindest zwei Bändern (2, 3),

- Einbringen von Endösen (7) in die zumindest zwei Bänder (2, 3),

- Herstellen zumindest zweier Verbindungsstellen (13, 14), die die Bänder (2, 3) mechanisch miteinander verbinden, wobei die Verbindungsstellen (13, 14) in Längsrichtung (L) oberhalb und unterhalb desjenigen Bereichs der Bänder (2, 3) hergestellt werden, in dem ein Fadenauge (5) gebildet werden soll,

- Bildung eines Abstandes zwischen den beiden Bändern (2, 3) in dem

Teilbereich, der sich zwischen den zumindest zwei Verbindungspunkten (13, 14) befindet,

- Einbringen des zumindest eines Bauelement (4), das zur Begrenzung eines Fadenauges (5) dient, in den beabstandeten Bereich,

- wobei die Bänder (2, 3) vor der Herstellung der beiden Verbindungsstellen (13, 14) im Bereich (8) mindestens einer der Endösen (7) plastisch verformt werden und/oder nach der Herstellung der beiden Verbindungsstellen (13, 14) die Bänder (2, 3) im Bereich (8) mindestens einer der Endösen (7) plastisch verformt werden und/oder im Bereich mindestens einer der Endösen (7) zwischen die Bänder (2, 3) mindestens ein Abstandselement (10) eingebracht wird, das zur Beabstandung der Bänder (2, 3) dient.

GEÄNDERTE ANSPRÜCHE

beim Internationalen Büro eingegangen am 12. Juli 2016 (12.07.2016)

1. Weblitze (1 ) vorzugsweise zur Verarbeitung von bandartigem Kettmaterial, wobei die die Weblitze (1 ) in einer Längsrichtung (L) ihre größte Ausdehnung hat, und sich in einer Querrichtung (Q) und einer Kettfadenrichtung (F) erstreckt, wobei die Längsrichtung (L), die Querrichtung (Q) und die

Kettfadenrichung (F) jeweils paarweise senkrecht aufeinander stehen, und die Weblitze (1 ) die folgenden Merkmale aufweist:

- zumindest zwei Bänder (2, 3), die den Litzenschaft (6) bilden,

- zumindest ein Bauelement (4), das zur Begrenzung des Fadenauges (5) dient,

- mindestens zwei Endösen (7),

- wobei die zumindest zwei Bänder (2, 3) im Bereich des Fadenauges (5) in Querrichtung (Q) beabstandet sind,

- und das zumindest eine Bauelement (4) im Bereich des Fadenauges (5) zwischen den mindestens zwei Bändern (2, 3) angeordnet ist,

- wobei die mindestens zwei Bänder (2,3) in Längsrichtung (L) vor und hinter dem Fadenauge (5) zumindest abschnittweise aneinander anliegen,

dadurch gekennzeichnet,

- dass an mindestens einer Stelle im Bereich mindestens einer der mindestens zwei Endösen (7) mindestens eines der mindestens zwei Bänder (2, 3) in Querrichtung zur einen Seite von einer Mittelachse (15) der Weblitze (1 ) entfernt verläuft, und an einer weiteren Stelle im Bereich mindestens einer der mindestens zwei Endösen (7) mindestens eines der mindestens zwei Bänder (2, 3) zur anderen Seite in Querrichtung (Q) entfernt von der

Mittelachse (15) der Weblitze (1 ) verläuft.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

2. Weblitze nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass zur Minimierung des freien Rotationswinkels um die Mittelachse (15) die mindestens zwei Bänder (2, 3) im Bereich mindestens einer der mindestens zwei Endösen (7) zumindest abschnittsweise in Querrichung (Q) voneinander beabstandet sind.

3. Weblitze nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass zur Minimierung des freien Rotationswinkels um die Mittelachse(15) im Bereich von einer der mindestens zwei Endösen (7) mindestens eines der mindestens zwei Bänder (2, 3) zumindest abschnittsweise in Querrichtung (Q) zur einen Seite entfernt von der Mittelachse (15) verläuft und im Bereich der anderen Endöse (7) mindestens eines der mindestens zwei Bänder (2, 3) zumindest

abschnittsweise in Querrichtung (Q) zur anderen Seite entfernt von der Mittelachse (15) verläuft.

4. Weblitze nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Bänder (2, 3) im Bereich mindestens einer Endöse (7) plastisch gebogen sind.

5. Weblitze nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich mindestens einer Endöse (7) mindestens ein

Abstandselement (10) zwischen den mindestens zwei Bändern (2, 3) angeordnet ist, das zur Beabstandung der beiden Bänder (2, 3) in

Querrichtung (Q) dient.

6. Weblitze (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch

gekennzeichnet, dass im Bereich beider Endösen (7) die beiden Bänder (2, 3) beabstandet voneinander verlaufen, wobei zur Beabstandung der beiden Bänder (2, 3) im Bereich beider Endösen (7) dieselben Mittel eingesetzt sind.

7. Weblitze (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch

gekennzeichnet, dass im Bereich beider Endösen (7) die beiden Bänder (2, 3) beabstandet voneinander verlaufen, wobei die mindestens zwei Bänder (2, 3) im Bereich beider Endösen (7) jeweils um dieselbe maximale Länge I voneinander entfernt sind.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

8. Weblitze (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich mindestens einer Endöse (7) die

mindestens zwei Bänder (2, 3) in Querrichtung (Q) jeweils symmetrisch zur Mittelachse (15) gebogen sind.

9. Weblitze (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch

gekennzeichnet, dass auf mindestens einer Seite der zumindest zwei Bänder (2, 3) die Enden (9) der Bänder (2, 3) voneinander beabstandet sind.

10. Weblitze (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder (2, 3) im Bereich zumindest einer Endöse (7)

abschnittsweise voneinander beabstandet sind und an ihren Enden (9) wieder aneinander anliegen.

11. Weblitze (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch

gekennzeichnet, dass die Summe aus den Strecken, um die jeweils mindestens ein Band (2, 3) im Bereich (8) mindestens einer Endöse (7) in Querrichtung (Q) von der Mittelachse (15) zur einen Seite entfernt verläuft und um welche mindestens ein Band (2, 3) im Bereich mindestens einer Endöse (7) in Querrichtung (Q) von der Mittelachse (15) zur anderen Seite entfernt verläuft, größer ist, als die Breite (f) des Fadenauges (5) in Querrichtung (Q).

12. Weblitze (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch

gekennzeichnet, dass die zumindest zwei Bänder (2, 3) an einer Stelle der Weblitze (1 ), an dem die zumindest zwei Bänder (2, 3) nicht beabstandet sind, in einem Drittel der Weblitze (1 ), in dem sich zumindest eine Endöse (7) befindet, über zumindest ein Stabilisierungselement (12) miteinander verbunden sind.

13. Weblitze nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine erste Verbindungsstelle (13) oberhalb des Fadenauges (5) und zumindest eine zweite Verbindungsstelle (14) unterhalb des

Fadenauges (5) angeordnet sind, wobei die zumindest eine erste oder die zumindest eine zweite Verbindungsstelle (13, 14) einen Abstand (a) von dem Fadenauge (5) aufweist, der geringer ist als die Hälfte des Abstandes (b) zwischen dem Fadenauge (5) und der dem Verbindungspunkt (13, 14) jeweils nächstgelegenen Endöse (7).

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

14. Weblitze nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Bauelement (4) mindestens zwei

Befestigungselemente aufweist, und die beiden Bänder (2, 3) im Bereich (8) des Fadenauges (7) jeweils mindestens ein geometrisch korrespondierendes Befestigungselement aufweisen, wobei die mindestens zwei

Befestigungselemente des mindestens einen Bauelements (4) dazu

eingerichtet sind, über die mindestens einen Befestigungselements der Bänder (2, 3) jeweils eine Verbindung einzugehen, mit der das mindestens eine Bauelement (4) im Bereich des Fadenauges (5) zwischen den

mindestens zwei Bändern (2, 3) positioniert und/oder befestigt wird.

15. Verfahren zur Herstellung einer Weblitze, das die folgenden Schritte

umfasst:

- Ablängen von zumindest zwei Bändern (2, 3),

- Einbringen von Endösen (7) in die zumindest zwei Bänder (2, 3),

- Herstellen zumindest zweier Verbindungsstellen (13, 14), die die Bänder (2, 3) mechanisch miteinander verbinden, wobei die Verbindungsstellen (13, 14) in Längsrichtung (L) oberhalb und unterhalb desjenigen Bereichs der Bänder (2, 3) hergestellt werden, in dem ein Fadenauge (5) gebildet werden soll,

- Bildung eines Abstandes zwischen den beiden Bändern (2, 3) in dem

Teilbereich, der sich zwischen den zumindest zwei Verbindungspunkten (13, 14) befindet,

- Einbringen des zumindest eines Bauelement (4), das zur Begrenzung eines Fadenauges (5) dient, in den beabstandeten Bereich,

- wobei die Bänder (2, 3) vor der Herstellung der beiden Verbindungsstellen (13, 14) im Bereich (8) mindestens einer der Endösen (7) plastisch verformt werden und/oder nach der Herstellung der beiden Verbindungsstellen (13, 14) die Bänder (2, 3) im Bereich (8) mindestens einer der Endösen (7) plastisch verformt werden und/oder im Bereich mindestens einer der Endösen (7) zwischen die Bänder (2, 3) mindestens ein Abstandselement (10) eingebracht wird, das zur Beabstandung der Bänder (2, 3) dient.

GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

Description:
Weblitze vorzugsweise zur Verarbeitung von bandförmigem Kettmaterial und

Verfahren zur Herstellung einer Weblitze

[0001 ] Aus dem Stand der Technik sind Weblitzen bekannt, deren Schaft aus zwei Bändern hergestellt ist.

[0002] So zeigen EP 2 730 688 A1 und EP 2 730 687 A1 Weblitzen zur

Verarbeitung von vorzugsweise bandartigem Kettmaterial, deren Schaft jeweils aus zwei Bändern gebildet ist. Im Bereich der beiden Enden des Schafts sind Endösen ausgebildet. Im Mittelbereich des Schafts sind die beiden Bänder durch mindestens ein Bauelement beabstandet, wodurch ein Fadenauge gebildet wird. Im übrigen Bereich des Schafts liegen die beiden Bänder aneinander an. Die Weblitzen lassen sich vergleichsweise kostengünstig herstellen, haben aber den Nachteil, dass in Gebrauchslage, d.h., wenn die Weblitzen mittels der Endösen in die Tragschienen einer Webmaschine eingesetzt sind, die Weblitzen aufgrund des üblichen Spiels zwischen den Tragschienen und den Endösen der Litzen, diese über einen größeren Winkelbereich um Ihre Längsachse rotieren, d.h. sich merklich schrägstellen können. Im Webbetrieb führt dieses Schrägstellen der Litzen dazu, dass die zu den Litzen benachbarten Kettfäden (Kettbänder) stärker als sonst (oder überhaupt erst) an den Weblitzen schleifen. Dies kann zu einer Schädigung und schlimmstenfalls zum Reißen der betreffenden Bänder führen.

[0003] Aus EP 1 795 636 A1 ist eine Weblitze bekannt, deren Schaft aus zwei Bändern aufgebaut ist, die in einem Abstand parallel zueinander angeordnet sind. Zwischen den beiden Bändern sind zumindest zwei Fadenauflageelemente angeordnet. Die Fadenauflageelemente bilden gemeinsam mit den Bändern ein flaches, quer zu dem Kettfaden und der Längsrichtung der Litze orientiertes Fadenauge. An den Enden der beiden Bänder sind jeweils Endösen ausgeformt, die zur Aufnahmeder Litze an Tragschienen von Webmaschinen dienen. Da die Weblitze über ihre gesamte Länge eine konstante Breite aufweist, hat auch diese Weblitze den Nachteil, dass beim Webbetrieb die Kettfäden vergleichsweise häufig an der Weblitze schleifen, und zwar selbst dann, wenn sich die Weblitze während des Betriebs nur wenig schrägstellt. Nachteilig ist zudem, dass die Herstellung der Weblitze vergleichsweise aufwendig und teuer ist.

[0004] Aus den genannten Gründen besteht die Aufgabe dieser Erfindung darin, eine kostengünstig herstellbare Weblitze zu schaffen, bei der im Webbetrieb die Reibung zwischen der Litze und den Kettbändern minimiert ist, d.h., das Schleifen der Kettbänder an den Weblitzen soll sowohl bezüglich der Häufigkeit als auch bezüglich der Intensität minimiert sein.

[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die vorliegende Erfindung eine

Weblitze nach Anspruch 1 und ein Verfahren zur Herstellung einer Weblitze nach Anspruch 15 vor.

[0006] Ausgegangen wird von einer Weblitze, die vorzugsweise zur Verarbeitung von bandartigem Kettmaterial geeignet ist. Weblitzen sind generell langgestreckte Körper, d.h., die erfindungsgemäße Weblitze hat in ihrer Längsrichtung L die größte Ausdehnung. Die Weblitze erstreckt sich zudem in einer Querrichtung Q und einer Kettfadenrichtung F. Die Querrichtung verläuft in der Richtung der Breite des

Fadenauges und die Kettfadenrichtung verläuft beim Betrieb der Weblitze (in etwa) in Richtung derjenigen Kettfäden, die nicht (aufgrund einer Fachbildung) ausgelenkt sind. Die Längsrichtung, die Querrichtung und die Kettfadenrichung stehen jeweils (paarweise) senkrecht aufeinander und bilden somit ein kartesisches

Koordinatensystem.

[0007] Die Mittelachse der Weblitze soll als diejenige in Längsrichtung

verlaufende Achse (Gerade) definiert sein, zu der der Schaft der Litze über die größte Erstreckung in Längsrichtung achsensymmetrisch verläuft. [0008] Die Weblitze umfasst zumindest zwei Bänder (vorzugsweise genau zwei Bänder), die den Litzenschaft bilden, zumindest ein Bauelement (vorzugsweise genau zwei Bauelemente), das zur Begrenzung des Fadenauges dient und zumindest zwei Endösen (vorzugsweise genau zwei Endösen), die sich jeweils an einem Ende des Litzenschafts befinden und die zur Aufnahme von jeweils einem Ende der Litze an einer Tragschiene (üblicherweise durch Einhängen) einer

Webmaschine dienen, in der die Litzen eingesetzt werden sollen.

[0009] Nach Maßgabe der Erfindung hat die Litze eine durch die Geometrie der Bänder festgelegte Kontur in Querrichtung, die einen neuartigen Verlauf aufweist. Der Verlauf betrifft, wie nachfolgend ausgeführt wird, erstens den Bereich des Fadenauges, zweitens die zwischen dem Bereich des Fadenauges und den

Bereichen der Endösen verlaufenden Teilen des Schafts und drittens den Bereich mindestens einer Endöse.

[0010] So sind erstens die zumindest zwei Bänder im Bereich des Fadenauges in Querrichtung beabstandet. Das zumindest eine Bauelement ist im Bereich des Fadenauges zwischen den mindestens zwei Bändern angeordnet und dient üblicherweise zur Beabstandung der Bänder.

[001 1 ] Zweitens liegen die mindestens zwei Bänder (2,3) in Längsrichtung vor und hinter dem Fadenauge (8) zumindest abschnittweise aneinander an.

Vorzugsweise liegen die Bänder über einen Großteil ihrer Länge aneinander an, z.B. über mindestens 60%, mindestens 70% oder mindestens 80% der Gesamtlänge der Litze. Unter dem„Anliegen" der Bänder aneinander soll ein Anliegen zu verstehen sein, das auftritt, wenn zwei ebene, elastische Bänder an einer Stelle (z.B.

punktförmig) derart miteinander verbunden sind, dass sie an der betreffenden Stelle, zumindest im Rahmen der Fertigungstoleranzen, keinen Abstand voneinander haben und die beiden Bänder in den übrigen, von dieser Stelle entfernten Bereichen lose aneinander anliegen. Durch den Begriff Anliegen soll in diesem Zusammenhang weder ausgeschlossen werden, dass sich im Ruhezustand feine Luftspalte zwischen den Bändern ausbilden, noch, dass sich die Bänder in den übrigen Bereichen stellenweise für kurze Zeit voneinander entfernen, wenn die zugehörige Litze, z.B. während des Webbetriebs, (schnell) bewegt wird. [0012] Drittens soll an mindestens einer Stelle (in Längsrichtung gesehen) im Bereich mindestens einer der mindestens zwei Endösen (d.h. in mindestens einem ersten Endösenbereich) mindestens eines der mindestens zwei Bänder in

Querrichtung zu der einen Seite von der Mittelachse der Weblitze entfernt verlaufen. Gleichzeitig soll an mindestens einer weiteren Stelle eines Endösenbereich mindestens eines der mindestens zwei Bänder zur anderen Seite in Querrichtung entfernt von der Mittelachse der Weblitze verlaufen. Die beiden vorgenannten Stellen (im Bereich der Endösen) können sich (in Längsrichtung) an derselben Position befinden, sie können sich an verschiedenen Positionen im Bereich derselben Endöse befinden oder sie können sich im Bereich von verschiedenen Endösen befinden. Die betreffende Form der mindesten zwei Bänder im Bereich der mindestens einen Endöse ist hierbei so zu wählen, dass in der Einbaulage, d.h., wenn die

erfindungsgemäße Weblitze mit ihren Endösen an jeweils einer Tragschiene eingehängt ist, die freien Rotationswinkel um die Mittelachse der Weblitze (d.h., der Grad inwieweit sich die Weblitzen aufgrund von üblichem Spiel zwischen den zumindest zwei Endösen und den zugehörigen Tragschienen schräg stellen können) minimiert werden. Hierzu ist es erforderlich, dass die vorgenannten mindestens zwei Stellen, an denen das mindestens eine Band der Weblitze (im Bereich mindestens einer Endöse) jeweils in Querrichtung von der Mittelachse entfernt verläuft, in der Einbaulage jeweils mit einer der Tragschienen in mechanischem Kontakt steht.

[0013] Unter einem Endösenbereich (d.h. dem Bereich der mindestens einen Endöse) soll derjenige Teil der Litze zur verstehen sein, der in Längsrichtung an demjenigen Ende der Litze beginnt, an dem sich die betreffende Endöse befindet, und der in einem Abstand von einem Viertel, vorzugsweise einem Fünftel, besonders vorzugsweise einem Sechstel der Gesamtlänge der Weblitze vom betreffenden Ende der Weblitze (entfernt) endet.

[0014] Beim Einsatz der erfindungsgemäßen Weblitze wird die beim Webvorgang auftretende Reibung zwischen den Kettfäden und den Weblitzen dadurch minimiert, dass einerseits die Schrägstellung der Weblitzen während des Webvorgangs minimiert wird und andererseits die Weblitze in den Bereichen des Litzenschafts, die sich zwischen dem Fadenauge und den Endösenbereichen befinden, eine geringe Ausdehung (üblicherweise die Summe der Dicke beider Bänder) in Querrichtung hat und infolgedessen ein Schleifen der Kettfäden an diesen Bereichen der

erfindungsgemäßen Weblitze weitgehend ausgeschlossen ist.

[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform wird während des Webbetriebs die Minimierung der maximal möglichen Schrägstellung der Weblitze (d.h. des freien Rotationswinkels um die Mittelachse der Weblitze) dadurch erreicht, dass die mindestens zwei Bänder im Bereich mindestens einer der mindestens zwei Endösen zumindest abschnittsweise in Querrichung beabstandet sind. Vorzugsweise weist die Weblitze genau zwei Endösen auf, wobei im Bereich beider Endösen die Bänder zumindest abschnittsweise beabstandet sind. Bei der erfindungsgemäßen Weblitze setzt sich eine Endöse immer aus zumindest zwei Bändern zusammen, die mit jeweils einer Endösenaussparung versehen sind. Der Begriff Endöse soll hier alle Bänder mit Endösenaussparungen, die an einem Ende der Weblitze angeordnet sind, umfassen, ungeachtet dessen, ob die Bänder im betreffenden Endösenbereich aneinander anliegen oder in Querrichtung voneinander beabstandet sind.

[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform wird die Minimierung der maximal möglichen Schrägstellung der Weblitze (des freien Rotationswinkels um die Mittelachse) dadurch erreicht, dass in einem Endösenbereich mindestens eines der mindestens zwei Bänder zumindest abschnittsweise in Querrichtung zur einen Seite entfernt von der Mittelachse verläuft und in einem anderen Endösenbereich mindestens eines der mindestens zwei Bänder zumindest abschnittsweise in

Querrichtung zur anderen Seite entfernt von der Mittelachse verläuft.

[0017] Bei den herkömmlichen Weblitzen sind die Endösenaussparungen näherungsweise (in Längsrichtung) in einer Linie (d.h. fluchtend) angeordnet.

Aufgrund des Spiels, das üblicherweise zwischen den Endösen der Weblitze und der zugehörigen Tragschiene herrscht, kann die Litze bei in einer solchen (weitgehend linearen) Anordnung der Endösen um relativ große Winkel um die Mittelachse drehen, d.h. es ist eine starke Schrägstellung der Weblitzen möglich. Sind hingegen die Endösen nicht in einer Linie (nicht fluchtend) angeordnet, dann hat aus

Geometriegründen das (nach wie vor in ungefähr derselben Größenordnung vorhandene) Spiel zwischen den Endösen und den Tragschienen eine viel geringere Verdrehung/Schrägstellung der Litzen zur Folge, d.h., der mögliche Drehwinkel um die Längsachse ist wesentlich kleiner (Verdrehschutz). Je weiter dabei der maximale Versatz (der Abstand in Querrichtung) der Bänder einer im Bereich einer Endöse und/oder der Bänder im Bereich verschiedener Endösen zueinander ist, desto effektiver wird die maximal mögliche Schrägstellung/der maximal mögliche

Drehwinkel minimiert. Entscheidend sind wieder lediglich die Bereiche der Bänder, die mit einer Tragschiene in mechanischem Kontakt stehen.

[0018] Eine weitere Ursache für das Schrägstellen der Litzen kann darin bestehen, dass sich die Litzen mechanisch um die Längsachse verdrehen (d.h. sich „verwinden"). Der ist Effekt so gering, dass er im Falle von herkömmlichen Weblitzen (mit linear angeordneten Endösen) weitgehend vernachlässigt werden kann. Bei den erfindungsgemäßen Weblitzen, bei denen das Schrägstellen der Weblitzen während des Webbetriebs aufgrund von Spiel zwischen Litze und tragschiene weitgehend abgestellt ist, kann dieser Effekt jedoch nicht immer vernachlässigt werden. In diesem Fall können Maßnahmen zur Erhöhung der Torsionssteifigkeit der Weblitze sinnvoll bzw. erforderlich sein.

[0019] Die Endösenbereiche der erfindungsgemäßen Weblitze können ausschließlich durch plastische Verformung hergestellt sein, z.B. indem die betreffenden Bereiche (plastisch) in die gewünschte Form gebogen werden oder die Form durch mindestens einen Umformvorgang erreicht wird.

[0020] Bei den Ausführungsformen, bei denen im Bereich mindestens einer Endöse die beiden Bänder jeweils in Querrichtung voneinander beabstandet sind, kann alternativ oder ergänzend (zum plastischen Verformen) im Bereich der mindestens einen Endöse mindestens ein Abstandselement zwischen den mindestens zwei beabstandeten Bändern angeordnet sein. Das Abstandselement bewirkt die Beabstandung der beiden Bänder in Querrichtung oder unterstützt diese zumindest.

[0021 ] Die Herstellung der Weblitzen mit Abstandselementen ist zwar etwas aufwendiger und damit kostenintensiver (als die Herstellung ausschließlich durch plastisches Verformen). Die Abstandselemente haben jedoch den Vorteil, dass sie die Torsionssteifigkeit der Weblitzen erhöhen, wodurch, wie oben ausgeführt wurde, die Schrägstellung der Weblitzen im Webbetrieb weiter minimiert wird.

[0022] Bevorzugt die mindestens zwei Bänder im Bereich beider Endösen beabstandet, wobei zur Beabstandung dieselben Mittel, wie z.B. plastisches

Verformen, Abstandselemente oder eine Kombination aus plastischem Verformen und Abstandselementen, eingesetzt sein können. Auch können die mindestens zwei Bänder im Bereich beider Endösen jeweils um denselben maximalen Abstand voneinander entfernt sein. Die Weblitze kann auch in Querrichtung symmetrisch aufgebaut sein, z.B. indem die mindestens zwei Bänder in Querrichtung jeweils symmetrisch zur Mittelachse gebogen sind.

[0023] Bei der Ausführungsform, bei der in zumindest einem Endosenbereich die mindestens zwei Bänder (zumindest abschnittsweise) voneinander beabstandet sind, sind vorzugsweise die zwei Bänder am zugehörigen Ende der Litze (d.h. an dem Ende, an der sich der betreffende Endosenbereich befindet) voneinander

beabstandet. Die Bänder sind dann im diesem Endosenbereich (ungefähr) u- oder v- förmig gebogen. Alternativ können die beiden Bänder aber auch (zwar im Bereich der mindestens einen Endöse voneinander beabstandet sein jedoch) am

zugehörigen Ende der Litze die Bänder aneinander anliegen. Die beiden Enden zeigen dann einen ungefähr o-förmigen Verlauf.

[0024] Weblitzen, die auf einer Tragschiene benachbart zueinander angeordnet sind, können sich üblicherweise längs der Tragschiene (d.h. in Querrichtung der Weblitze) bewegen. Im Webbetrieb werden die Weblitzen dann lediglich durch die Kettfäden in einer ungefähren Position gehalten. Diese ungenaue Positionierung in Q-Richtung führt, insbesondere bei bandartigem Kettmaterial, zu einem verstärkten Schleifen der Kettfäden an den betreffend Litzen. Bei der Verarbeitung von

bandartigem Kettmaterial werden deshalb die Litzen häufig zur exakten

Positionierung in Q-Richtung, z.B. mittels Klammern, an den Tragschienen befestigt (d.h. in Querrichtung arretiert), wodurch jedoch ein erheblicher Mehraufwand bei beim Rüsten der Webmaschinen verursacht wird. [0025] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist deshalb die Summe aus den Strecken, um welche jeweils mindestens ein Band im Bereich mindestens einer Endöse in Querrichtung von der Mittelachse zur einen Seite entfernt verläuft und um welche mindesten ein Band im Bereich mindestens einer Endöse bezüglich der Mittelachse zur anderen Seite entfernt verläuft (nachfolgend als„Breite der Weblitze" bezeichnet), größer als die Erstreckung (d.h. die Breite) des Fadenauges in Querrichtung. Infolgedessen ist die Breite der Weblitze, den diese auf den

Tragschienen einnimmt, größer als die Breite des Fadenauges der betreffenden Weblitze. Die Weblitzen können sich dann im Bereich der Endösen/der Tragschienen gegeneinander abstützen, wodurch eine Bewegung der Litzen längs der

Tragschienen verhindert oder zumindest minimiert wird.

[0026] Die Breite der Weblitze wird vorzugweise genau so groß gewählt, wie der mittlere (reguläre) Abstand der Litzen auf den Tragschienen. Dieser reguläre

Abstand der Weblitzen entspricht in vielen Fällen ziemlich genau der doppelten Breite des Fadenauges. In diesen Fällen wird vorzugsweise als die Breite der Litze die doppelte Breite des Fadenauges gewählt.

[0027] Sind die Litzen im Bereich der Tragschienen elastisch verformbar, z.B., wenn die Litzen an ihren Enden u- oder v-förmig ausgeformt sind und/oder z.B. durch reines Biegen hergestellt sind, kann der Abstand auch etwas größer als der reguläre Abstand gewählt werden. Die Litzen werden dann unter Spannung eingesetzt und werden durch die auftretenden Federkräfte optimal positioniert.

[0028] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die zumindest zwei Bänder an einer Stelle der Litze, an dem die zumindest zwei Bänder nicht

beabstandet sind und die (bezogen auf die Längsrichtung) in einem Drittel

(vorzugsweise in einem Viertel, besonders vorzugsweise in einem Fünftel) der Weblitze angeordnet ist, in dem sich zumindest eine Endöse befindet, mittels mindestens eines Stabilisierungselements miteinander verbunden. Durch das Stabilisierungselement wird, ähnlich wie durch die Abstandselemente, die

Torsionssteif ig keit der Weblitze erhöht (die Reibung zwischen den Kettbändern und den Weblitzen minimiert). [0029] Die Verbindung ist vorzugsweise so starr, dass im Bereich des Verbindungspunkts eine Relativbewegung der beiden Bänder zumindest in

Kettfadenrichtung unterbunden ist (mikroskopische Bewegungen, wie sie bei starren/festen Materialien aufgrund minimaler Verformungen möglich sind, sollen unberücksichtigt bleiben).

[0030] Das mindestens eine Stabilisierungselement kann punkt- oder linienförmig ausgeführt sein, z.B. als punkt- oder linienförmige Schweißstelle oder als Nietstelle. Vorzugsweise ist das Stabilisierungselement in der Nähe der Endösen angeordnet, z.B. ist das mindestens eine Stabilisierungselement weniger als 1 ,5 cm,

vorzugsweise weniger als 0,75 cm von der Stelle im Bereich der Endöse entfernt, an der die beiden Bänder nach ihrer Beabstandung wieder zusammenkommen (d.h. erstmals wieder aneinander anliegen).

[0031 ] Eine vereinfachte Herstellung des Fadenauges wird dadurch ermöglicht, dass in Längsrichtung zumindest eine erste Verbindungsstelle, vorzugsweise ein Verbindungspunkt, oberhalb des Fadenauges und zumindest eine zweite

Verbindungsstelle (auch vorzugsweise ein Verbindungspunkt) unterhalb des

Fadenauges angeordnet sind. Dabei weist die zumindest eine erste oder die zumindest eine zweite Verbindungsstelle (vorzugsweise beide Verbindungsstellen) einen Abstand von dem Fadenauge auf, der geringer ist als die Hälfte, vorzugsweise ein Drittel, besonders vorzugsweise ein Viertel des Abstandes (in Längsrichtung) zwischen dem Fadenauge und der dem Verbindungspunkt jeweils nächstgelegenen Endöse. Wird das zumindest eine Bauelement zwischen den zumindest zwei Bändern geklemmt, dann führt der kurze Abstand zwischen den Verbindungsstellen üblicherweise zu einer relativ hohe Normalkraft, die einen sicheren Halt des zumindest einen Bauelements gewährleistet.

[0032] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das mindestens eine

Bauelement mindestens zwei Befestigungselemente auf, und die beiden Bänder weisen jeweils im Bereich, in dem das Fadenauge gebildet werden soll, mindestens ein (geometrisch korrespondierendes) Befestigungselement auf. Die mindestens zwei Befestigungselemente des mindestens einen Bauelements sind dazu eingerichtet, mit dem jeweils mindestens einen Bauelement der Bänder eine Verbindung einzugehen, die dazu dient, das mindestens eine Bauelement zwischen den mindestens zwei Bändern zu positionieren und oder zu befestigen.

[0033] Auf diese Weise wird es ermöglich, Weblitzen mit Fadenaugen, die inbesondere für bandartiges Kettmaterial geeignet sind, unkompliziert und kostengünstig herzustellen. Das mindestens eine Bauelement kann dabei von einer Normalkraft (Klemmkraft) ohne weitere Maßnahmen zwischen den beiden Bändern gehalten sein. Alternativ dazu kann das Bauelement zusätzlich verklebt sein. In diesem Fall wir durch die Normalkraft eine Positionierung bis zum Aushärten des Klebers sichergestellt. Nach dem Aushärten des Klebers wirkt die Klemmkraft weiterhin unterstützend.

[0034] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Weblitze werden in einem ersten Schritt die Bänder abgelängt, d.h. auf die richtige Länge gebracht, z.B. durch Stanzen, Schneiden oder andere Trennverfahren. In einem nächsten Schritt werden die Endösen, vorzugsweise mittels Stanzens, in die Bänder eingebracht.

[0035] Anschließend wird mindestens ein Befestigungselement, das später zum Positionieren und/oder zur Befestigung mindestens eines, das Fadenauge begrenzenden Bauelements dient, an dem betreffenden Band (an der Stelle an der nachfolgend das Fadenauge gebildet werden soll) ausgeformt. Vorzugsweise wird in die beiden Bänder jeweils mindestens eine Aussparung (als Befestigungselement) eingebracht, in die jeweils eine korrespondierende Erhebung (als

Befestigungselemente), die an dem mindestens einen Bauelement ausgeformt ist, passgenau eingreift. Alternativ können auch v- oder u-förmige Einschnitte in die Bänder eingebracht werden, wobei anschließend die ausgeschnittenen

Blechabschnitte (Blechzungen) um ca. 90° aus der Ebene des Bands

herausgebogen werden. An den Bauelementen sind Vertiefungen vorhanden, in welche die von den Bändern abstehenden Blechabschnitte/Blechzungen eingreifen können.

[0036] Vorzugsweise werden bereits zu diesem Zeitpunkt die zumindest zwei Bänder, wie weiter oben eingehend beschrieben, durch plastisches Verformen (z.B. Verbiegen) im Bereich mindestens einer Endöse derart geformt, dass nach dem (späteren) Zusammenfügen der beiden Bänder zumindest jeweils ein Band in den Endösenbereichen in einer der beiden Querrichtungen entfernt von der Mittelachse der Weblitze verläuft. Auf diese Weise können die Mittel zur Herstellung des

Verdrehschutzes schon in einem initialen Stanz- und Biegeverfahren (bzw.

Umformverfahren) sehr günstig hergestellt werden, ohne dass separate

Arbeitsschritte notwendig werden.

[0037] Zur Bildung des Fadenauges werden die mindestens zwei Bänder über ihre Flachseiten an zumindest zwei Verbindungsstellen, die jeweils in Längsrichtung oberhalb und unterhalb des Bereichs angeordnet sind, in dem das Fadenauge gebildet werden soll, (z.B. mittels Punktschweißens) miteinander verbunden, d.h., die beiden Verbindungsstellen umfassen in Längsrichtung gesehen den Bereich, an dem das Fadenauge entstehen soll. Direkt anschließend oder zu einem späteren

Zeitpunkt der Litzenherstellung kann auch mindestens ein Stabilisierungselement, z.B. durch Punktschweißung, im Bereich mindestens einer der Endösen erzeugt oder angebracht werden.

[0038] Anschließend wird in demjenigen Bereich der mindestens zwei Bänder, der sich in Längsrichtung zwischen den beiden Verbindungsstellen erstreckt, in Querrichtung ein Abstand zwischen den beiden Bändern erzeugt, z.B. indem die Bänder unter Aufwendung einer Kraft in Querrichtung auseinandergezogen werden. Das zumindest eine Bauelement, das zur Begrenzung des Fadenauges dient, wird dann in den betreffenden beabstandeten Bereich eingebracht. Vorzugsweise werden zwei, z.B. stabförmige, Bauelemente in den beabstandeten Bereich eingebracht, wobei durch das eine Bauelement die obere und durch das das andere Bauelement die untere Seite des üblicherweise rechteckförmigen Fadenauges begrenzt wird. Der restliche (seitliche) Teil des Fadenauges wird von den zumindest zwei Bändern begrenzt (gebildet). Die Bauelemente können über Befestigungselemente mit den Bändern verbunden sein, die sowohl an den Bauelementen als auch an den Bändern ausgeformt sind. Die Befestigungselemente der Bauelemente können, wie oben beschrieben, in die Befestigungselemente der Bänder eingreifen oder es können umgekehrt Befestigungselemente der Bänder in die Bauelemente eingreifen. [0039] Sofern die Bänder nicht schon vor ihrem Zusammenfügen in den

Endösenbereichen plastisch verformt wurden, können die Bänder auch nach ihrem Zusammenfügen (im Bereich der Endösen) plastisch verformt werden. Alternativ oder ergänzend können zudem im Endosenbereich Abstandselemente zwischen die zumindest zwei Bänder eingebracht werden.

[0040] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, kostengünstig Weblitzen herzustellen, die für bandartiges Kettmaterial sehr gut geeignet sind. Wie oben ausgeführt ist, weist die mit dem Verfahren hergestellte Weblitze eine

Geometrie auf, die im Webbetrieb die Reibung zwischen den Weblitzen und den Kettbändern weitgehend verhindert. Dabei ist es nicht erforderlich, das Spiel zwischen der Endöse und der Litzentragschiene zu verringern.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von mehreren Ausführungsbeispielen näher erläuter, hierzu zeigen:

Fig. 1 : eine Weblitze in perspektivischer Ansicht,

Fig. 2: der Fadenaugenbereich der Weblitze,

Fig. 3: eine Weblitze gemäß den Stand der Technik,

Fig. 4: eine Weblitze mit zwei identischen, o-förmigen Endösenbereichen,

Fig. 5: eine Weblitze mit zwei verschiedenen, o-förmigen

Endösenbereichen

Fig 6: eine Weblitze mit genau einem o-förmigen Endosenbereich

Fig 7: eine Weblitze mit zwei identischen, u-/v-förmigen

Endösenbereichen

Fig 8: eine Weblitze mit zwei verschiedenen, u -/v-förmigen

Endösenbereichen

Fig 9: eine Weblitze mit genau einem o-förmigen Endosenbereich, Fig 10 eine Weblitze, bei der bezüglich der Mittelachse beide Bänder im

Bereich eines ersten Endösenbereichs in Querrichtung in der einen Richtung entfern und im Bereich eines zweiten Endösenbereichs in Querrichtung in die andere Richtung entfernt verlaufen. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die Weblitze aus einem ersten 2 und einem zweiten 3 Band, sowie aus zwei Bauelementen 4, durch welche die beiden Bänder 2, 3 im Bereich des Fadenauges 5 in Querrichtung Q beabstandet sind. An den

Fadenaugenbereich schließt sich zu beiden Seiten in Längsrichtung L je ein

Schaftbereich 6 an. In den Schaftbereichen liegen die beiden Bänder 2, 3 über eine weite Strecke aneinander an. An den Enden der Schaftbereiche 6 befindet sich jeweils eine Endöse 7. In den Endösenbereichen 8 (Bereiche der Endösen 7) sind die beiden Bänder in Querrichtung (bis hin zum jeweiligen Weblitzenende 9) um eine Länge I auseinandergebogen, die größer ist als die Breite f (in Querrichtung Q) des Fadenauges 5. Zusätzlich können in die Endösenbereiche 8 auch Abstandselemente (10; s. Fig. 7) zwischen den beiden Bändern eingebracht sein. Die Länge I ist so groß gewählt, dass die Weblitzen 1 , wenn sie an den Tragschienen einer Webmaschine (nicht dargestellt) angebracht sind, mit ihren Bändern 2, 3 jeweils an das Band 2, 3 einer benachbarten Weblitze 1 (im Endösenbereich) angrenzen, so dass sich die Bänder 2,3 (und damit die Weblitzen 1 ) in Querrichtung Q praktisch nicht (d.h. nicht merklich) auf der betreffenden Tragschiene bewegen können.

Zur weiteren mechanischen Stabilisierung werden jeweils in demjenigen Fünftel 1 1 der Weblitze, in dem sich eine der Endösen 7 befindet, Stabilisierungselemente 12 in Form von Schweißpunkten eingesetzt, mittels derer die beiden Bänder 2, 3

miteinander verbunden sind. In Längsrichtung L oberhalb und unterhalb des

Fadenauges 5 ist jeweils ein erster 13 und ein zweiter 14 Verbindungspunkt angeordnet. Die Verbindungspunkte 13, 14 sind ebenfalls durch Punktschweißung hergestellt. Der erste 13 und der zweite 14 Verbindungspunkt weist jeweils einen Abstand a von dem Fadenauge 5 auf, der wesentlich geringer ist als die Hälfte des Abstandes b zwischen dem Fadenauge 5 (dem Mittelpunkt des Fadenauges 5 in Längsrichtung) und der dem betreffenden Verbindungspunkt 13, 14 jeweils

nächstgelegenen Endöse 7 (dem Mittelpunkt der Endöse 7 in Längsrichtung).

Wie aus den Fig. 4 bis 10 ersichtlich, können die Endösenbereiche 8 unterschiedlich geformt sein. Im Vergleich dazu zeigt Fig. 3 eine Weblitze mit linear angeordneten Endösen 7 gemäß dem Stand der Technik. So zeigt Fig. 4 Weblitzen 1 mit Endosenbereichen 8, bei denen die beiden Bänder 2, 3 am Litzenende 8 wieder aneinander anliegen (d.h. o-förmige Litzenenden 9), wobei die zwei Endösenbereiche 8 gleich geformt sind. Fig. 5 zeigt ebenfalls o-förmige Endösenbereiche 8, wobei diese jedoch unterschiedlich (spiegelverkehrt) geformt sind. Fig. 6 zeigt eine Weblitze, bei der lediglich auf einer Seite ein o-förmiger Endosenbereich 8 vorliegt.

Fig. 7 zeigt Weblitzen 1 mit Endosenbereichen 8, bei denen die Bänder 2,3 am Litzenende voneinander beabstandet sind (u-/v-förmige Litzenenden 9) und die an beiden Endosenbereichen 8 gleich geformt sind. Die dritte Weblitze von rechts ist zudem mit einem Abstandselement 10 versehen, das die Bänder 2, 3 im Bereich 8 der Endösen 7 voneinander beabstandet. Fig. 8 zeigt Weblitzen 1 mit u-/v-förmigen Endosenbereichen 8, wobei jedoch die Endösenbereiche 8 unterschiedlich

(spiegelverkehrt) geformt sind. Fig. 9 zeigt ebenfalls Weblitzen 1 mit einem unförmigen Endosenbereich 8, wobei lediglich ein Endosenbereich 8 aufgeweitet ist.

Fig. 10 zeigt schließlich eine Weblitze 1 , bei der in einem der Endösenbereiche 8 beide Bänder der Weblitze 1 bezüglich der Mittelachse 15 in Querrichtung Q jeweils zur einen Seite und im anderen Endosenbereich 8 zur anderen Seite (bezüglich der der Mittelachse) gebogen sind.

Bezugszeichenliste

Weblitze

Erstes Band

Zweites Band

Bauelement

Fadenauge

Litzenschaft

Endöse

Endosenbereich

Weblitzenende

0 Abstandselement

1 Fünftel der Weblitze

2 Stabilisierungselement

3 Erste Verbindungsstelle

4 Zweite Verbindungsstelle

5 Mittelachse der Weblitze

L Längsrichtung

F Kettfadenrichtung

Q Querrichtung

I Länge, um die der Endosenbereich aufgebogen ist

f Breite des Fadenauges

a Abstand eines Verbindungselements zum Fadenauge

b Abstand eines Verbindungselements zur nähergelegenen Endöse