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Title:
HOLDING DEVICE FOR PIECES OF FIREWORKS, MORE PARTICULAR SKYROCKETS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2023/083402
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a holding device for pieces of fireworks, more particularly skyrockets, comprising an engagement part (112), the engagement part (112) and/or a top part (114) that is or can be connected thereto being designed to accommodate a piece of fireworks (118) to be fired. The engagement part (112) is designed to fasten the holding device to the top surface of a carrier device (102).

Inventors:
WANDZIK THOMAS (DE)
Application Number:
PCT/DE2022/100644
Publication Date:
May 19, 2023
Filing Date:
August 30, 2022
Export Citation:
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Assignee:
WANDZIK THOMAS (DE)
International Classes:
F42B4/20
Foreign References:
US1776354A1930-09-23
DE202013003075U12013-07-03
AT10811U12009-10-15
Attorney, Agent or Firm:
EDER SCHIESCHKE & PARTNER MBB, PATENTANWÄLTE (DE)
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Claims:
Patentansprüche Haltevorrichtung für Feuerwerkskörper, insbesondere für Feuerwerksraketen,

(a) mit einem Eingriffsteil (112),

(b) wobei das Eingriffsteil (112) und/oder ein damit verbindbares oder damit verbundenes Kopfteil (114) zur Aufnahme eines abzufeuernden Feuerwerkskörpers (118) ausgebildet sind und

(c) wobei das Eingriffsteil (112) zur Befestigung der Haltevorrichtung auf der Oberseite einer Trägervorrichtung (102) ausgebildet ist. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägervorrichtung (102) eine Vielzahl von parallelen, miteinander verbundenen, vertikal orientierten Röhren (106) aufweist, deren Stirnseiten die Oberseite bilden. Haltevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägervorrichtung (102) ein Grundkörper (104) einer abgefeuerten Feuerwerksbatterie ist. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffsteil (112) einen Stützflansch (122) zur Auflage auf der Oberseite der Trägervorrichtung (102) in einem montierten Zustand der Haltvorrichtung (100, 200) auf der Trägervorrichtung (102) aufweist, wobei an einer Unterseite des Stützflansches (122) wenigstens ein Haltemittel (128) vorgesehen ist, welches zum Eingriff in wenigstens eine Ausnehmung in der Oberseite der Trägervorrichtung (102) ausgebildet ist. Haltevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Haltemittel (128) klammerartig ausgebildet ist, wobei das wenigstens eine Haltemittel vorzugsweise wenigstens eine Klammer (130) umfasst, welche zwei federnd flexible Arme (130a) aufweist, die sich im montierten Zustand gegen jeweils eine Innenwandung einer der wenigstens einen Ausnehmung abstützt und diese mit einer Kraft beaufschlagt, wobei die beiden Kraftrichtungen vorzugsweise Komponenten aufweisen, die einander entgegengesetzt gerichtet sind. Haltevorrichtung nach Anspruch 2 und 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Haltemittel (128) so ausgebildet ist, dass es in zwei unmittelbar benachbarte Röhren (106) der Trägervorrichtung (102) eingreift. Haltevorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Arme (130a) eines als Klammer (130) ausgebildeten Haltemittels (128) einander zugewandte Innenwandungen der beiden unmittelbar benachbarten Röhren (106) mit einer Kraft beaufschlagen. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffsteil (112) eine Aufnahmeeinrichtung für einen Feuerwerkskörper aufweist, insbesondere für ein Bombenrohr oder ein Feuerrad. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Kopfteil (114, 214) umfasst, wobei das Kopfteil (114, 214) mit dem Eingriffsteil (112) verbunden ist oder werkzeuglos, vorzugsweise lösbar, mit dem Eingriffsteil (112) verbindbar ist, oder wobei das Kopfteil (114, 214) und das Eingriffsteil (112) werkzeuglos, vorzugsweise lösbar, mittels eines Verbindungsteils (116) verbindbar sind. Haltevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsteil (116) stabförmig oder rohrförmig ausgebildet ist und vorzugsweise aus mehreren werkzeuglos verbindbaren Elementen (116a, 116b) besteht. Haltevorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfteil (114, 214) eine Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme wenigstens einer Feuerwerksrakete aufweist. Haltevorrichtung nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung für jede Feuerwerksrakete ein rohrförmiges Aufnahmeteil (114, 240) für einen Leitstab der betreffenden Feuerwerksrakete 120) aufweist, wobei das rohrförmige Aufnahmeteil (114, 240) vorzugsweise einen solchen Innenquerschnitt aufweist, dass ein Kopfteil (114, 214) der Feuerwerksrakete (120) im eingesetzten Zustand der Feuerwerksrakete (120) an der oberen Stirnseite des rohrförmigen Aufnahmeteils (114, 240) anliegt. Haltevorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Aufnahmeteil (114, 240) nach oben, vorzugsweise konisch, erweitert ausgebildet ist, wobei die konische Erweiterung (114a) vorzugsweise so dimensioniert ist, dass das obere Ende der Wandung des rohrförmigen Aufnahmeteils (114, 240) ein Anliegen einer Zündschnur einer eingesetzten Feuerwerksrakete (120) an der Außenwandung des rohrförmigen Aufnahmeteils (114, 240) verhindert. Haltevorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass an der Außenwandung des rohrförmigen Aufnahmeteils (114, 240) Windschutzmittel (132) vorgesehen sind, die einen windgeschützten Bereich erzeugen, in welchen die Zündschnur einer in das rohrförmige Aufnahmeteil (114, 240) eingesetzten Feuerwerksrakete (120) eingreift. Haltevorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Windschutzmittel (132) eine oder zwei vorzugsweise um eine vertikale Achse schwenkbare Wandungen (132a) umfassen.

Description:
Haltevorrichtung für Feuerwerkskörper, insbesondere für Feuerwerksraketen

Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für Feuerwerkskörper, insbesondere für Feuerwerksraketen. Die Haltevorrichtung kann jedoch für praktisch beliebige andere Feuerwerkskörpervarianten ausgebildet sein, wie Bombenrohre und Feuerräder (auch als Feuerspiralen oder Pyrokreisel bezeichnet).

Es ist allgemein üblich, Feuerwerksraketen oder Bombenrohre aus Behelfsvorrichtungen zu starten, beispielsweise mittels freistehender Glasflaschen oder in Getränkekästen gehaltener Glasflaschen oder aus Straßengullys. Sind solche Behelfsvorrichtungen nicht vorhanden, werden Feuerwerksraketen auch aus der Hand gestartet oder hierfür in Wiesenböden oder Schneehaufen gesteckt. Feuerräder werden auch an Hauswänden und Bäumen befestigt und so gehalten abgebrannt.

All diese Vorgehensweisen sind anfällig für Fehlfunktionen bzw. Fehlerprozesse. Sie können insbesondere eine Gefahr für die ausführenden und umstehenden Personen darstellen. Beispielsweise können hierfür genutzte Glasflaschen aufgrund ihrer geringen Standfläche sehr leicht umgeweht werden oder durch eine ungleiche Gewichtsverteilung der Feuerwerkskörper kippen oder eine mangelnde Standfestigkeit durch ungünstige Bodenverhältnisse besitzen. Aus diesem Grund wird nach dem Abbrennen von Feuerwerken nicht selten davon berichtet, dass Menschen, Tiere, Gegenstände sowie Bäume zu Schaden gekommen sind. Die von unkontrollierten oder falsch verwendeten Feuerwerkskörpern ausgehende Brandgefahr ist statistisch belegt.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Haltevorrichtung für Feuerwerkskörper, insbesondere für Feuerwerksraketen, zu schaffen, welche die Verletzungsgefahr beim Abbrennen bzw. Abfeuern von Feuerwerkskörpern reduziert und welche einfach und kostengünstig herstellbar ist.

Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen. Die erfindungsgemäße Haltevorrichtung weist ein Eingriffsteil auf, welches entweder seinerseits zur Aufnahme eines abzufeuernden Feuerwerkskörpers ausgebildet ist und/oder welches mit einem Kopfteil verbindbar oder verbunden ist, wobei das Kopfteil zur Aufnahme eines abzufeuernden Feuerwerkskörpers ausgebildet ist. Das Eingriffsteil ist erfindungsgemäß zur Befestigung der gesamten Haltevorrichtung auf der Oberseite einer ausreichend standfesten Trägervorrichtung ausgebildet. Unter „ausreichend standfest“ ist im Rahmen der vorliegenden Beschreibung zu verstehen, dass die Trägervorrichtung so beschaffen sein muss, dass diese zumindest beim Anzünden der Zündschnur und beim Abfeuern bzw. Abbrennen des Feuerwerkskörpers die dabei auftretenden Kräfte aufnehmen kann, ohne dass die Trägervorrichtung zusammen mit der darin montierten Haltevorrichtung umkippt. Hierdurch wird eine Gefährdung von in der Nähe befindlichen Personen durch Feuerwerkskörper vermieden. Bei den für das Abbrennen zu haltenden Feuerwerkskörpern kann es sich insbesondere um Feuerwerksraketen, Bombenrohre oder Feuerräder handeln.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung kann die Trägervorrichtung eine Vielzahl von parallelen, miteinander verbundenen, vertikal orientierten Röhren aufweisen, deren Stirnseiten die Oberseite der Trägervorrichtung bilden. Eine solche Trägervorrichtung kann speziell für die erfindungsgemäße Haltevorrichtung hergestellt werden.

Erfindungsgemäß kann für die Haltevorrichtung als Trägervorrichtung ein abgefeuerter Grundkörper einer Feuerwerksbatterie verwendet werden bzw. kann das Eingriffsteil der Haltevorrichtung so ausgestaltet sein, dass das Eingriffsteil der Haltevorrichtung von der Oberseite her in die vertikal orientierten Röhren eines Grundkörpers einer abgebrannten Feuerwerksbatterie eingesetzt werden kann und so die Haltevorrichtung ausreichend stabil in der Trägervorrichtung fixiert wird.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform weist das Eingriffsteil einen Stützflansch zur Auflage auf der Oberseite der Trägervorrichtung in einem montierten Zustand der Haltevorrichtung auf der Trägervorrichtung auf, wobei an einer Unterseite des Stützflansches wenigstens ein Haltemittel vorgesehen ist, welches zum Eingriff in wenigstens eine Ausnehmung in der Oberseite der Trägervorrichtung ausgebildet ist. Der Stützflansch ist so ausgebildet, dass dessen vorzugsweise zumindest in Teilbereichen ebene Unterseite auf der Oberseite der Trägervorrichtung aufliegt. Das wenigstens eine Haltemittel greift so in wenigstens eine Ausnehmung in der Oberseite der Trägervorrichtung ein, dass die Haltevorrichtung gegen Verkippen gesichert ist.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist das wenigstens eine Haltemittel klammerartig ausgebildet, wobei das wenigstens eine Haltemittel wenigstens eine Klammer umfasst, welche zwei federnd flexible Arme aufweist, die sich im montierten Zustand gegen jeweils eine Innenwandung einer der wenigstens einen Ausnehmung abstützt und diese mit einer Kraft beaufschlagt, wobei die beiden Kraftrichtungen vorzugsweise Komponenten aufweisen, die einander entgegengesetzt gerichtet sind.

Beispielsweise kann das wenigstens eine Haltemittel so ausgebildet sein, dass es in zwei unmittelbar benachbarte Röhren der Trägervorrichtung eingreift.

Die zwei Arme eines als Klammer ausgebildeten Haltemittels können dabei so ausgebildet und angeordnet sein, dass sie einander zugewandte Innenwandungen von zwei unmittelbar benachbarten Röhren mit einer Kraft beaufschlagen.

Selbstverständlich kann das wenigstens eine Haltemittel auch in beliebig anderer Weise ausgebildet sein, die es ermöglicht, das Eingriffsteil in geeigneter Weise in der Wägevorrichtung zu fixieren. Beispielsweise kann ein sich nach unten erstreckender Dorn vorgesehen sein, an dessen Außenwanderung mehrere, beispielsweise drei federartige Arme angeordnet sind. Der Dorn kann dann in eine Ausnehmung, beispielsweise den Innenraum einer Röhre, eingreifen.

Das wenigstens eine Haltemittel kann auch als leicht konischer Dorn ausgebildet sein, dessen Durchmesser im Bereich unterhalb des Stützflansches im Wesentlichen dem Innendurchmesser einer entsprechenden Ausnehmung im bzw. dem Innendurchmesser einer Röhre der Trägervorrichtung entspricht. Diese Variante kann sich anbieten, wenn die erfindungsgemäße Haltevorrichtung zusammen mit einer Feuerwerksbatterie vertrieben wird, die nach dem Abbrennen bzw. Abfeuern als Trägervorrichtung für die Haltevorrichtung verwendet wird. Diese gesamte Anordnung kann dann für das Abfeuern bzw. Abbrennen weiterer Feuerwerkskörper verwendet werden. Nach einer Ausgestaltung der Erfindung kann das Eingriffsteil eine Aufnahmeeinrichtung für einen Feuerwerkskörper aufweisen, insbesondere für ein Bombenrohr oder ein Feuerrad. Bei einer derartigen Ausführungsform muss die erfindungsgemäße Haltevorrichtung kein weiteres Teil, insbesondere kein Kopfteil aufweisen.

Die Aufnahmevorrichtung kann beispielsweise aus einem sich vertikal nach oben erstreckenden Dorn oder Stift bestehen, auf den ein Feuerrad gesteckt werden kann. Das Feuerrad kann dann um den durch den Dorn oder Stift gebildeten Fortsatz rotieren. Der Dorn oder Stift kann auch lösbar mit dem übrigen Eingriffsteil verbunden sein, so dass er bedarfsweise aufgesteckt werden kann.

Die Aufnahmevorrichtung kann auch aus einer umlaufenden Wandung bestehen, die mit dem darunter durch die Oberseite des Eingriffsteils gebildeten Boden einen Aufnahmeraum zur Aufnahme eines Bombenrohrs bildet. Anstelle einer umlaufenden Wandung können selbstverständlich auch mehrere nach oben ragende Fortsätze vorgesehen sein, zwischen welchen wiederum der Aufnahmeraum für ein Bombenrohr gebildet ist. In beiden Fällen kann das Bombenrohr mit seiner Längsachse senkrecht zum Boden des Eingriffsteils fixiert werden, so dass beim Abfeuern des Bombenrohrs nicht die Gefahr besteht, dass das Bombenrohr umfällt und der abgefeuerte Feuerwerkskörper in der Umgebung befindliche Personen gefährdet oder gar verletzt.

Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Haltevorrichtung ein Kopfteil, wobei das Kopfteil mit dem Eingriffsteil verbunden ist oder werkzeuglos, vorzugsweise lösbar, mit dem Eingriffsteil verbindbar ist, oder wobei das Kopfteil und das Eingriffsteil werkzeuglos, vorzugsweise lösbar, mittels eines Verbindungsteils verbindbar sind. Hierdurch ergibt sich der Vorteil eines kleineren Packvolumens. Für den Gebrauchsfall kann die Haltevorrichtung schnell und einfach zusammengesetzt werden. Die lösbare Verbindung der einzelnen Teile kann auch durch Rastverbindungen erfolgen, so dass ein Auseinanderfallen der Haltevorrichtung während des Gebrauchs sicher vermieden wird.

Das Verbindungsteil kann stabförmig oder rohrförmig ausgebildet sein und vorzugsweise aus mehreren werkzeuglos verbindbaren Elementen bestehen. Insbesondere für das Halten von Feuerwerksraketen muss das Verbindungsteil so lang ausgebildet sein, dass sich das Kopfteil der Haltevorrichtung in einer solchen Höhe befindet, dass der Leitstab der Feuerwerksrakete nicht auf dem Boden bzw. der Oberseite der Trägervorrichtung aufsteht und so die Feuerwerksrakete nicht sicher in der Haltevorrichtung gehalten ist.

Insbesondere kann das Kopfteil eine Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme einer oder mehrerer Feuerwerksraketen aufweisen. Die Aufnahmeeinrichtung für jede Feuerwerksrakete kann dabei ein rohrförmiges Aufnahmeteil für den Leitstab der betreffenden Feuerwerksrakete aufweisen, wobei das rohrförmige Aufnahmeteil vorzugsweise einen solchen Innenquerschnitt aufweist, dass ein Kopfteil der Feuerwerksrakete im eingesetzten Zustand der Feuerwerksrakete an der oberen Stirnseite des rohrförmigen Aufnahmeteils anliegt.

Nach einer Ausgestaltung kann das rohrförmige Aufnahmeteil nach oben konisch erweitert ausgebildet sein, wobei die konische Erweiterung vorzugsweise so dimensioniert ist, dass das obere Ende der Wandung des rohrförmigen Aufnahmeteils ein Anliegen einer Zündschnur einer eingesetzten Feuerwerksrakete an die Außenwandung des rohrförmigen Aufnahmeteils verhindert. Hierdurch wird das Anzünden der Zündschnur erleichtert.

An der Außenwandung des rohrförmigen Aufnahmeteils kann eine Windschutzeinrichtung vorgesehen sein, die einen windgeschützten Bereich erzeugt, in welchen die Zündschnur einer in das rohrförmige Aufnahmeteil eingesetzten Feuerwerksrakete eingreift. Hierdurch kann das Anzünden der Zündschnur bei windigen Verhältnissen erleichtert werden.

Die Windschutzeinrichtung kann nach einer Ausgestaltung der Erfindung eine oder zwei vorzugsweise um eine Achse parallel zur Längsachse des rohrförmigen Aufnahmeteils schwenkbare Wandungen umfassen. Diese können beim Transport der Haltevorrichtung bzw. des Kopfteils am Außenumfang des jeweiligen rohrförmigen Aufnahmeteils anliegen und zum Gebrauch nach außen verschwenkt bzw. nach außen gebogen werden. Die Erfindung wird nachstehend anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer in eine Trägervorrichtung eingesetzten Haltevorrichtung nach der Erfindung;

Fig. 2 eine Darstellung wie Fig. 1 , jedoch mit einer in die Haltevorrichtung eingesetzten Feuerwerksrakete;

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der Haltevorrichtung nach den Fig. 1 und 2 ohne die Trägervorrichtung;

Fig. 4 eine vergrößerte Teilansicht des unteren Teilbereichs der Haltevorrichtung in Fig. 3;

Fig. 5 eine perspektivische Längsschnittdarstellung des unteren, in die Trägervorrichtung eingreifenden Teilbereichs der Haltevorrichtung gemäß Fig. 1 ;

Fig. 6 eine vergrößerte Teilansicht des oberen Teilbereichs der Haltevorrichtung in Fig. 3;

Fig. 7 eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer in eine Trägervorrichtung eingesetzten Haltevorrichtung nach der Erfindung;

Fig. 8 eine Ansicht wie Fig. 7, jedoch mit drei in die Haltevorrichtung eingesetzten Feuerwerksraketen; und

Fig. 9 eine perspektivische Darstellung des demontierten Kopfteils der zweiten Ausführungsform der Trägervorrichtung nach der Erfindung.

Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer Haltevorrichtung 100 für wenigstens einen Feuerwerkskörper, welche in eine Trägervorrichtung 102 eingesetzt ist. Die Trägervorrichtung 102 ist so ausgebildet, dass für die damit vorzugsweise lösbar verbundene Haltevorrichtung 100 eine ausreichende Standfestigkeit für das Einsetzen wenigstens eines Feuerwerkskörpers in die Haltevorrichtung und für das Abfeuern bzw. Abbrennen des wenigstens einen Feuerwerkskörpers gewährleistet ist. Die Trägervorrichtung muss hierzu eine ausreichend große Standfläche bzw. eine ausreichende Ausdehnung zwischen wenigstens drei Fuß- bzw. Auflagebereichen aufweisen sowie ein ausreichendes Gewicht.

Wie in Fig. 1 gezeigt, kann als Trägervorrichtung insbesondere der Grundkörper 104 einer abgebrannten Feuerwerksbatterie verwendet werden. Ein derartiger Grundkörper besteht üblicherweise aus vertikal angeordneten, miteinander verbundenen Röhren 106. Die Längsachsen der Röhren 106 sind - in einer Ebene senkrecht hierzu gesehen - matrixartig angeordnet. Die Röhren 106 können von einer diese umgebenden äußeren Wandung 108 in ihrer Position gehalten sein. Selbstverständlich können die Röhren 106 an den einander angrenzenden Berührungslinien untereinander sowie an deren Berührungslinien mit der Wandung 108 zusätzlich verbunden, beispielsweise verklebt sein. Die untere Stirnseite der Röhren 106 kann mit einer Bodenwandung 110 verbunden sein (bzw. die Bodenwandung kann auch nur mit der Wandung 108 verbunden sein und die in diesem topfartigen Gebilde angeordneten Röhren 106 tragen). Die Bodenwandung kann in diesem Fall die (im Wesentlichen ebene) Standfläche der Trägervorrichtung bilden. Wie aus Fig.1 ersichtlich, kann die Bodenwandung, in Draufsicht gesehen, auch eine größere Ausdehnung aufweisen als die Ausdehnung der übrigen T rägervorrichtung. Hierdurch wird die Standfläche vergrößert und die Standfestigkeit verbessert.

Anstelle einer derartigen abgebrannten Feuerwerksbatterie kann jede andere Vorrichtung verwendet werden, die eine entsprechende Standfestigkeit gewährleistet und die an ihrer Oberseite eine oder mehrere geeignete Ausnehmungen aufweist, um das Eingriffsteil, wie unten beschrieben, aufzunehmen und zu fixieren. Die Verwendung einer abgebrannten Feuerwerksbatterie bietet jedoch den Vorteil, dass für ein derartiges Abfallprodukt im Sinne der Nachhaltigkeit eine weitere Verwendung gegeben ist. Es muss keine separate Trägervorrichtung eigens zu diesem Zweck hergestellt und erworben werden. Die Haltevorrichtung 100 weist in ihrem unteren Bereich ein Eingriffsteil 112 und in ihrem oberen Bereich ein Kopfteil 114 auf. Wie in Fig. 1 dargestellt, kann das Kopfteil 114 über ein im dargestellten Ausführungsbeispiel stabförmiges Verbindungsteil 116 mit dem Eingriffsteil 112 verbunden sein. Insbesondere kann die Verbindung zwischen dem Kopfteil 114 und dem Verbindungsteil 116 und/oder die Verbindung zwischen dem Eingriffsteil 112 und dem Verbindungsteil 116 lösbar, beispielsweise steckbar, ausgebildet sein. Um ein unbeabsichtigtes Lösen zu vermeiden, kann diese Verbindung durch geeignete Rastmittel gesichert sein.

Das Kopfteil 114 und das Eingriffsteil 112 können auch einstückig unmittelbar miteinander oder über ein damit einstückig verbundenes Verbindungsteil 116 verbunden sein. Die lösbare Verbindung von Kopfteil 114 und Eingriffsteil 112 (entweder unmittelbar miteinander oder über ein jeweils lösbar damit verbundenes Verbindungsteil 116) weist jedoch den Vorteil eines geringeren Packvolumens für den Transport auf.

Erfindungsgemäß muss nicht zwingend ein Kopfteil 114 mit dem Eingriffsteil 112 verbunden sein. Vielmehr kann das Eingriffsteil 112 an seiner Oberseite bereits für das Halten bzw. Fixieren eines Feuerwerkskörpers, beispielsweise eines Bombenrohrs oder eines Feuerrades, ausgebildet sein. Bei derartigen, nicht näher dargestellten Varianten, bei welchen die Haltevorrichtung lediglich ein entsprechend ausgebildetes Eingriffsteil aufweist, kann an der Oberseite des Eingriffsteils, insbesondere an der Oberseite des nachstehend beschriebenen Stützflansches des Eingriffsteils, ein sich im Wesentlichen vertikal nach oben erstreckender Fortsatz vorgesehen sein, auf welchen ein Feuerwerkskörper in Form eines Feuerrades aufsteckbar ist. Dieses Feuerrad ist dann für das Abbrennen rotierbar gehalten. Der Fortsatz kann zudem für das Verbinden mit einem stabartigen Verbindungsteil (siehe oben) oder mit einem entsprechend ausgestalteten Kopfteil ausgebildet sein.

Nach einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform kann das Eingriffsteil 112 an seiner Oberseite, insbesondere an der Oberseite des Stützflansches, Mittel für das Halten bzw. Fixieren eines Bombenrohrs aufweisen. Hierbei kann es sich um eine umlaufende vertikale Wanderung handeln, in deren Innenraum das Bombenrohr zumindest mit seinem unteren Bereich aufgenommen werden kann. Hierdurch wird das Bombenrohr beim Abbrennen gegen ein Umfallen gesichert. Anstelle einer umlaufenden Wandung können auch sich vertikal nach oben erstreckende Fortsätze vorgesehen sein.

Fig. 2 zeigt eine Darstellung der in eine Trägervorrichtung eingesetzten bzw. darauf montierten Haltevorrichtung 100 gemäß Fig. 1 mit einem in das Kopfteil 114 eingesetzten bzw. von diesem gehaltenen Feuerwerkskörper 118 in Form einer Feuerwerksrakete 120. Wie aus dieser Darstellung ersichtlich, ist sowohl das Kopfteil 114 als auch das Verbindungsteil 116 hohlzylindrisch ausgebildet, so dass der Leitstab der Feuerwerksrakete 120 in diese beiden Elemente eingreift. Das Kopfteil 114, welches als rohrförmiges Aufnahmeteil für den Leitstab einer Feuerwerksrakete 120 ausgebildet ist, ist hinsichtlich seines Innendurchmessers so dimensioniert, dass seine obere Stirnseite bzw. sein oberer Bereich einen Anschlag für die Unterseite bzw. den unteren Bereich des Kopfs 120a der Feuerwerksrakete 120 bildet. Hierdurch ist die Feuerwerksrakete 120 sicher gehalten.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich, weist das Kopfteil 114 in seinem oberen Bereich einen sich, beispielsweise konisch, erweiternden Teilbereich 114a auf. Diese Durchmessererweiterung (bzw. die Erweiterung des Innenquerschnitts des Kopfteils 114) ermöglicht zum einen ein erleichtertes Einsetzen des Leitstabs einer Feuerwerksrakete in die Haltevorrichtung. Zum anderen dient die Erweiterung dazu, die an der Unterseite des Kopfs 120a der Feuerwerksrakete 120 nach unten herausragende Zündschnur vom Außenumfang des zylindrischen Bereichs des Kopfteils 114 unterhalb des sich nach oben erweiternden Bereichs weg zu halten. Hierdurch wird vermieden, dass die Zündschnur mit ihrem unteren Bereich, der angezündet werden muss, am Außenumfang des Kopfteils anliegt. Denn durch ein Anliegen der Zündschnur an der Außenwandung würde das Anzünden erschwert und zudem die Außenwandung des Kopfteils beim Abbrennen der Zündschnur beschädigt, so dass die Standzeit der Haltevorrichtung drastisch verkürzt würde, zumindest dann, wenn die Haltevorrichtung in diesem Bereich nicht aus einem feuerfesten Material, wie beispielsweise Metall, besteht. So kann die gesamte Vorrichtung aus einem umweltschonenden Material, beispielsweise Pappe, Karton, Holz oder dergleichen hergestellt werden. Selbstverständlich können die gesamte Vorrichtung oder auch Teile davon auch aus einem beliebigen anderen Material, insbesondere Kunststoff oder Metall bestehen. Lediglich federnde Elemente, wie die unten beschriebenen Haltemittel, die ein oder mehrere federnd flexible Elemente, z.B. Arme, aufweisen, müssen aus einem Material bestehen, das auch bei Kälte die federnde Flexibilität behalten und bei einer Deformation im zulässigen Rahmen nicht brechen kann, beispielsweise aus einem kältebeständigen Kunststoff oder aus Metall.

Fig. 3 zeigt eine größere perspektivische Darstellung der Haltevorrichtung 100 gemäß der Ausführungsform der Figuren 1 und 2. Insbesondere sind in dieser Darstellung das Kopfteil 114 und das Eingriffsteil 112 noch besser erkennbar, wobei diese beiden Teile über das Verbindungsteil 116, welches aus zwei zylindrischen Teilen 116a, 116b besteht, verbunden. Wie vorstehend beschrieben, kann die Verbindung steckbar bzw. steckbar und verrastbar ausgebildet sein. Auch die Verbindung zwischen den beiden zylindrischen Teilen 116a und 116b kann steckbar bzw. steckbar und verrastbar ausgebildet sein. Das Verbindungsteil 116 bzw. die zylindrischen Teile 116a, 116b müssen dabei nicht einen kreiszylindrischen Querschnitt aufweisen. Vielmehr können die zylindrischen Teile 116a, 116b einen beliebigen, beispielsweise auch rechteckigen Querschnitt aufweisen. Weiterhin können diese Teile auch hohlzylindrisch ausgebildet sein.

Das Eingriffsteil 112 weist, wie bereits vorstehend erläutert, einen Stützflansch 122 auf. Dieser kann zumindest in seinen äußeren Umfangsbereichen an seiner Unterseite eine ebene Auflagefläche aufweisen, die auf der Oberseite der Trägervorrichtung 102 aufliegt und die gesamte Haltevorrichtung 100 gegen ein Verkippen sichert. Die Oberseite der Trägervorrichtung 102 kann, wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, im Fall der Verwendung einer abgebrannten Feuerwerksbatterie, durch die Stirnseiten der Röhren 106 gebildet sein.

Das Eingriffsteil 112 ist in einer größeren perspektivischen Darstellung in Fig. 4 erkennbar. An der Oberseite des Stützflanschs 122 ist ein sich vertikal nach oben erstreckender Fortsatz 124 vorgesehen, der einstückig mit dem Stützflansch 122 ausgebildet sein kann. Der Fortsatz 124 kann an seiner Oberseite so ausgebildet sein, dass dieser mit dem Verbindungsteil 116, insbesondere dessen unterem Teil 116b verbunden werden kann. Beispielsweise kann der Fortsatz 124 hohlzylindrisch ausgebildet sein, so dass ein unterer Bereich des Teils 116b in den oberen Bereich des Fortsatzes 124 gesteckt werden kann. Selbstverständlich kann hierfür auch jede andere geeignete Verbindung gewählt werden, die eine ausreichende Standfestigkeit der gesamten Haltevorrichtung 100 gewährleistet. An der Umfangsseite des Fortsatzes 124 können, wie in Fig. 4 dargestellt, Versteifungen 126 in Form von vertikal verlaufenden Wandungen, die insbesondere eine vertikal verlaufende und radial ausgerichtete Mittelebene aufweisen können, vorgesehen sein. Beispielsweise können drei derartige Versteifungen vorgesehen sein. Hierdurch wird die Gefahr des Verbiegens bzw. Knickens des Fortsatzes 124 reduziert, wenn auf den oberen Bereich der Haltevorrichtung 100, insbesondere auf das Kopfteil 112, Kräfte ausgeübt werden, die eine Komponente senkrecht zur Längsachse der Haltevorrichtung 100 aufweisen.

Wie bereits vorstehend erwähnt, können das Eingriffsteil 112, insbesondere der Fortsatz 124 und gegebenenfalls die Versteifungen 126 so ausgebildet sein, dass bereits hierdurch eine Haltevorrichtung 100 für einen Feuerwerkskörper, beispielsweise ein Feuerrad, gebildet ist. Beispielsweise kann bei der in Fig. 4 dargestellten Variante eines Eingriffsteils 112, welches eine Haltevorrichtung 100 bildet, auf den Fortsatz 124 ein Feuerrad aufgesteckt werden. Beim Abbrennen des Feuerrades kann dieses um den Fortsatz 124 und die Versteifungen 126 rotieren, so dass die gewünschte Wirkung erreicht ist. Zu diesem Zweck kann der Fortsatz 124 eine solche Höhe aufweisen, dass beim Abbrennen eines darauf aufgesteckten Feuerrades nicht die Gefahr besteht, dass das Feuerrad nach oben von dem Fortsatz 124 abgehoben wird.

In einer nicht dargestellten weiteren Variante kann das das Eingriffsteil 122 so ausgebildet sein, dass an der Oberseite des Stützflanschs 122 wenigstens ein Haltemittel für ein Bombenrohr vorgesehen ist, welches auch einen Stützfuß mit einem geringfügig größeren Durchmesser als das eigentliche Pumpenrohr aufweisen kann. Diese Haltemittel können beispielsweise als geschlossene Wandung ausgebildet sein, so dass sich zusammen mit der Oberseite des Stützflanschs 122 eine topfförmige Aufnahme für das Bombenrohr ergibt.

Anstelle einer geschlossenen Wandung können selbstverständlich auch vertikale Fortsätze, beispielsweise in Form von relativ dünnen Wandungen, vorgesehen sein, die zwischen sich einen (nicht geschlossenen) Raum bilden, in welchen das Bombenrohr eingesetzt werden kann, wodurch ein zwischen die Fortsätze eingeschobenes Bombenrohr durch die sich im Wesentlichen vertikal nach oben erstreckenden Fortsätze gegen ein Umfallen gesichert ist. Wie weiterhin aus Fig. 4 ersichtlich, können in dem Stützflansch 122 beispielsweise entlang eines Kreises vorgesehene Durchbrüche 122a ausgebildet sein. Hierdurch wird der Materialaufwand für den Stützflansch 122 und damit das Eingriffsteil 112 reduziert. Zudem können diese Durchbrüche 122a so ausgebildet und positioniert sein, dass sie die Sicht auf wenigstens ein sich von der Unterseite des Stützflanschs 122 nach unten erstreckendes Haltemittel 128 bzw. die Oberseite der Haltevorrichtung 102 unterhalb des Stützflanschs 122 ermöglichen. Hierdurch wird das korrekte Einsetzen der Haltevorrichtung 100 in die wenigstens eine Ausnehmung in der Trägervorrichtung 102 erleichtert.

Das wenigstens eine Haltemittel 128 kann als Klammer 130 ausgebildet sein, die zwei federnd flexible Arme 130a aufweist. Die beiden flexiblen Arme 130a können so ausgebildet sein, dass sie sich im Ausgangszustand an zumindest einer vertikalen Position an den einander zugewandten Seiten berühren. An ihrer Unterseite können die beiden Arme 130a Enden 130b aufweisen, die (in vertikaler Richtung gesehen) unterhalb der untersten Berührungsposition voneinander weg gebogen sind, so dass zwischen den beiden Enden 130b ein Einführbereich 130c gebildet ist. Wie nachstehend erläutert, kann dieser Einführbereich 130c dazu dienen, die Klammer 130 mit den beiden Armen 130a auf eine vertikale Wandung in einer oder mehreren Ausnehmungen in der Oberseite der Trägervorrichtung 102 aufzuschieben. Die Klammer 130 bzw. das Haltemittel 128 können, wie vorstehend ausgeführt, aus einem kältebeständigen und auch bei Kälte ausreichend flexiblen Material bestehen, beispielsweise aus Metall oder aus einem kältebeständigen, flexiblen Kunststoff.

Wie aus Fig. 5 ersichtlich, kann ein so ausgebildetes Eingriffsteil 112 einer Haltevorrichtung 100 so auf einer Trägervorrichtung 102 fixiert werden, dass die beiden Arme 130a der Klammer 130 auf zwei einander zugewandte Wandungen von zwei Röhren 106 aufgeschoben werden, wobei die beiden einander zugewandten Wandungen der Röhren 106 von den einander zugewandten Innenseiten der Arme 130a mit einer federnden Kraft beaufschlagt werden. Diese Federkraft ist selbstverständlich davon abhängig, mit welcher Kraft die beiden einander zugewandten Arme 130a im Ausgangszustand (d.h. ohne eine dazwischen befindliche Wandung) aneinander anliegen, falls eine Vorspannung im Ausgangszustand gegeben ist. Dies ist selbstverständlich nicht zwingend erforderlich, kann jedoch vorteilhaft sein, wenn die beiden Wandungen der Röhren 106 nur eine relativ geringe Gesamtdicke aufweisen.

Die Haltemittel 128, insbesondere die Klammer 130, können auch so ausgebildet sein, dass die beiden Arme 130a im montierten Zustand lediglich eine einzige Wandung einer Röhre 106 umgreifen. Hierzu können die Arme 130a so dimensioniert sein, dass diese auch in entsprechende Zwischenräume zwischen zwei benachbarten Röhren 106 eingreifen können.

Die Arme 130a können auch so ausgebildet sein, dass diese im Ausgangszustand nicht aneinander anliegen, sondern bereits einen vordefinierten Abstand aufweisen. In einer derartigen Konfiguration können die Arme 130a in unterschiedliche Röhren 106 oder auch in Zwischenräume zwischen den Röhren 106 eingreifen, wobei der Abstand zwischen den Armen 130a im montierten Zustand nicht durch zwei unmittelbar benachbarte (sich berührende) Wandungen gebildet ist, sondern durch die Dicke zweier Wandungen und einen dazwischenliegenden Abstand.

Das wenigstens eine Haltemittel 128 kann auch auf andere geeignete Weise ausgestaltet sein, um die Haltevorrichtung, insbesondere das Eingriffsteil 112, in einer Ausnehmung in der Oberseite der Trägervorrichtung 102 zu fixieren. Beispielsweise kann das wenigstens eine Haltemittel 128 auch als konischer, sich vertikal nach unten erstreckender Fortsatz oder Dorn ausgebildet sein, der in die kreiszylindrische Öffnung einer Röhre 106 einer Trägervorrichtung 102 eingreift, wie sie in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist. Der Dorn kann zumindest in einem Bereich unmittelbar unterhalb des Stützflanschs 122 einen Außendurchmesser aufweisen, der im Wesentlichen dem Innendurchmesser einer Röhre 106 entspricht.

Eine derartige Ausführungsform kann sich insbesondere dann anbieten, wenn die Haltevorrichtung 100 zusammen mit einer Feuerwerksbatterie vertrieben wird. Der Dorn, insbesondere dessen Außendurchmesser, kann dann an den jeweiligen Innendurchmesser der Feuerwerksbatterie angepasst sein. Diese Feuerwerksbatterie kann dann nach dem Abfeuern in Verbindung mit der jeweiligen Haltevorrichtung genutzt werden, um weitere Feuerwerkskörper sicher abzufeuern. Mittels aller Varianten der vorbeschriebenen Haltemittel 128 kann bei deren geeigneter Ausbildung und Dimensionierung gewährleistet werden, dass der Stützflansch 122 mit seiner Unterseite auf der Oberseite der Haltevorrichtung aufliegt und das Eingriffsteil 112 bzw. die gesamte Haltevorrichtung 100 gegen ein Verkippen oder unbeabsichtigtes Lösen von der Trägervorrichtung 102 gesichert ist.

Fig. 6 zeigt eine vergrößerte perspektivische Darstellung eines oberen Bereichs eines Kopfteils 114 einer Haltevorrichtung 100 gemäß den Fig. 1 und 2. In dieser Darstellung sind insbesondere der sich nach oben erweiternde Teilbereich 114a des Kopfteils 114 sowie Windschutzmittel 132 deutlich erkennbar.

Das Kopfteil ist bei dieser Ausführungsform einer Haltevorrichtung 100, wie sie auch in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, hohlzylindrisch ausgebildet. Dies ermöglicht das Eingreifen des Leitstabs einer Feuerwerksrakete 118 in das Kopfteil und gegebenenfalls auch in das darunter befindliche, ebenfalls hohlzylindrisch ausgebildete Verbindungsteil 116. Letzteres ist jedoch, wie nachstehend erläutert, nicht zwingend erforderlich. Vielmehr kann das Kopfteil 114 auch so ausgebildet sein, dass dessen Längsachse im montierten Zustand nicht mit der Längsachse des Verbindungsteils 116 fluchtet. In diesem Fall greift der Leitstab der Feuerwerksrakete 118 nur in das Kopfteil 114 ein und befindet sich unterhalb des Kopfteils 114 außerhalb des Verbindungsteils 116. In diesem Fall kann das Verbindungsteil 116 auch massiv ausgebildet sein. Der obere Bereich des Kopfteils 114 weist den sich gegenüber dem darunter befindlichen Bereich des Kopfteils 114 erweiternden Teilbereich 114a auf. Der Teilbereich 114a kann unmittelbar oberhalb des darunter befindlichen, beispielsweise einen konstanten Querschnitt aufweisenden Bereichs des Kopfteils 114 einen sich stetig erweiternden, beispielsweise konischen Bereich aufweisen. In seinem obersten Bereich kann der Teilbereich 114a dann wiederum einen konstanten Querschnitt aufweisen. Der sich stetig erweiternde Bereich kann sich jedoch auch bis an das obere Ende des Kopfteils 114 erstrecken.

All diese Ausführungsformen bieten den Vorteil, dass, wie in Fig. 2 dargestellt, die Zündschnur einer Feuerwerksrakete 118 in ihrem unteren Bereich nicht an der Außenwandung des Kopfteils 114 (in einem Bereich unterhalb des Teilbereichs 114a) anliegt. Hierdurch wird zum einen das Anzünden der Zündschnur erleichtert und zum anderen wird vermieden, dass beim Abbrennen der Zündschnur die Außenwandung des Kopfteils 114 beschädigt wird.

Die Windschutzmittel 132 können, wie aus Fig. 6 ersichtlich, zwei flügelartige, sich von der Außenwandung des Kopfteils 114 nach außen erstreckende Wandungen 132a aufweisen. Diese Wandungen 132a schließen zwischen sich einen Raum ein, in welchen die Zündschnur einer Feuerwerksrakete 118 nach dem Einsetzen der Feuerwerksrakete 118 eingreift. Die äußeren Endbereiche der Wandungen 132a, die sich am weitesten von der Außenwandung des Kopfteils 114 entfernt befinden, können in einem aufgeklappten Arbeitszustand der flügelartigen Wandungen 132a nur einen geringen Spalt 134 zwischen sich freilassen, der gerade so groß gewählt sein kann, dass man mit einem Anzündmittel, beispielsweise einem Streichholz oder einem Feuerzeug (zumindest mit der hiervon erzeugten Flamme) durch den Spalt 134 an die Zündschnur gelangen kann.

Die Wandungen 132a können aus einem schwer entflammbaren Material, beispielsweise aus einem feuerfesten Kunststoff oder aus Metall, beispielsweise einer Metallfolie bestehen. Die Wandungen 132a können mit einem vertikalen Teilbereich an der Außenwandung des Kopfteils 114 unterhalb des erweiterten Bereichs 114a befestigt sein, beispielsweise durch Verkleben. In einem Ausgangszustand (Vertriebszustand) können die Wandungen 132a am Außenumfang des Kopfteils 114 anliegen. In diesem Ausgangszustand können sich die Wandungen 132a auch überlappen. Für das Überführen in den Arbeitszustand können die Wandungen 132a nach außen verschwenkt bzw. gebogen werden, bis ein geeigneter großer Spalt 134 zwischen den äußeren Bereichen der Wandungen 132a vorliegt. Hierzu können die Wandungen 132a beispielsweise mittig angeordnete Laschen 132b aufweisen. Die Laschen 132b können für das Abklappen der Wandungen 132a aus dem Ausgangszustand ergriffen und in im Wesentlichen radialer Richtung gegenüber der Längsachse des Kopfteils 114 nach außen gezogen werden.

Die Innenseiten der Windschutzflügel und/oder die Umfangsfläche der dazwischen liegenden Außenwandung des Kopfteils 114 (bzw. Aufnahmeteils 240 bei der unten beschriebenen zweiten Ausführungsform) können eine helle (z.B. weiße oder gelbe) Oberfläche aufweisen. Hierdurch kann eine bessere Erkennbarkeit der Zündschnur in einer dunklen Umgebung erreicht werden. Die betreffenden Flächen können z.B. eine Leuchtfarbe aufweisen.

In Fig. 7 ist eine weitere Ausführungsform einer Haltevorrichtung 200 in einem auf einer Trägervorrichtung 102 fixierten Zustand dargestellt. Die Haltevorrichtung 200 unterscheidet sich von der in den Fig. 1-3 und 6 dargestellten Ausführungsform lediglich durch das Vorsehen eines anders ausgebildeten Kopfteils 214. Aus diesem Grund werden für die nachfolgende Beschreibung und in den Fig. 7-9 für Komponenten und Elemente, die mit der zuvor beschriebenen Ausführungsform identisch sind, identische Bezugszeichen verwendet. Da die Montage und das Fixieren der Haltevorrichtung 200 dieser weiteren Ausführungsform mit der Montage und dem Fixieren der Haltevorrichtung 100 der zuvor beschriebenen Ausführungsform und auch die betreffenden Teile bzw. Komponenten identisch sind, kann sich die nachfolgende Beschreibung der Haltevorrichtung 200 auf die Beschreibung des Kopfteils 214 beschränken.

Wie aus Fig. 7 ersichtlich, ist das Kopfteil 214 so ausgestaltet, dass darin drei Feuerwerksraketen für das Abfeuern gehalten werden können. Hierzu weist das Kopfteil 214 eine Aufnahmeeinrichtung für Feuerwerksraketen 120 auf, wobei für jede aufzunehmende Feuerwerksrakete 120 ein rohrförmiges Aufnahmeteil 240 vorgesehen ist. Im Prinzip ist jedes der rohrförmigen Aufnahmeteile 240 so ausgebildet, wie das Kopfteil 114 der oben beschriebenen Ausführungsform der Haltevorrichtung 100 für eine einzige Feuerwerksrakete 120. Dies gilt auch für das Vorsehen von Windschutzmitteln 132 an jedem der Aufnahmeteile 240.

Die rohrförmigen Aufnahmeteile 240 sind über eine Kopfplatte 242 des Kopfteils 214 miteinander verbunden. Die rohrförmigen Aufnahmeteile 240 erstrecken sich (im montierten Zustand betrachtet) vertikal von der Kopfplatte 242 nach unten.

Wie in Fig. 8 dargestellt, ist das Kopfteil 214 derart dimensioniert, dass die Längsachsen der rohrförmigen Aufnahmeteile 240 einen ausreichenden Abstand aufweisen, der gewährleistet, dass sich die eingesetzten Feuerwerksraketen 120 für das Abfeuern nicht behindern, d.h. insbesondere in einem in die Haltevorrichtung 200 eingesetzten Zustand nicht berühren. Jedes Aufnahmeteil 240 kann in seinem oberen Bereich einen erweiterten Bereich aufweisen, wie er zuvor für die Haltevorrichtung 100 beschrieben wurde. Ebenso kann jedes der Aufnahmeteile 240 auch die oben beschriebenen Windschutzmittel 132 aufweisen.

Fig. 9 zeigt das Kopfteil 214 im demontierten Zustand. Wie aus dieser Figur ersichtlich, kann das Kopfteil 214 ein sich vertikal von der Kopfplatte 242 nach unten erstreckendes Eingriffsteil 244 aufweisen, welches in ein entsprechend ausgestaltetes Verbindungsteil 116 von oben her eingreift. Wie in Fig. 9 dargestellt, kann das Eingriffsteil 244 im Wesentlichen als hohlzylindrisches Element ausgebildet sein, das in seinem unteren Bereich geschützt ausgebildet ist, wobei wenigstens zwei, im dargestellten Ausführungsbeispiel drei, federnde Wandungen 244a entstehen. Am unteren Ende des Eingriffsteils 244 können Rastmittel 246 vorgesehen sein, die mit komplementären Rastmitteln in einem entsprechend hohlzylindrisch ausgebildeten Verbindungsteil 116 (oder einem Teil hiervon) derart Zusammenwirken, dass ein unbeabsichtigtes Herausziehen des Eingriffsteils 244 bzw. des Kopfteils 214 aus dem Verbindungsteil 116 vermieden wird.

Es ist selbstverständlich möglich, anstelle von drei Aufnahmeteilen 240 auch eine beliebige andere Anzahl von Aufnahmeteilen 240 für das Kopfteil 214 vorzusehen. Es ist ebenfalls möglich, anstelle des Eingriffsteils 244 ein weiteres Aufnahmeteil 240 vorzusehen, welches, wie auch bei der ersten Ausführungsform, dazu ausgebildet ist, den Leitstab einer Feuerwerksrakete aufzunehmen und welches in seinem unteren Bereich mit dem Verbindungsteil 116 verbunden ist, wobei der Leitstab auch in das Verbindungsteil eingreift.

In einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform kann das Kopfteil alternativ oder zusätzlich auch für das Abfeuern andersartiger Feuerwerkskörper ausgebildet sein. Beispielsweise kann eine Kopfplatte (wie auch bei der zweiten Ausführungsform nach den Fig. 7 bis 9) vorgesehen sein, an der statt (oder zusätzlich) zu den Aufnahmeteilen 240 ein zentraler, sich nach oben erstreckender Fortsatz oder Dorn vorgesehen ist. Dieser kann so ausgestaltet und dimensioniert sein, dass er als Halterung für das Abbrennen eines Pyrokreisels dient, der beim Abbrennen um den Fortsatz rotieren kann. Wie vorstehend in Verbindung mit dem Eingriffsteil beschrieben, können auf einer solchen Kopfplatte auch sich nach oben erstreckende Haltemittel für ein Bombenrohr vorgesehen sein. Diese Haltemittel für einen Pyrokreisel bzw. ein Bombenrohr können auch zusätzlich zu den Aufnahmeteilen 240 für Feuerwerksraketen, beispielsweise zentral zwischen den Aufnahmeteilen 240, vorgesehen sein.

Bei der oben beschriebenen ersten Ausführungsform kann das Eingriffsteil 112 mit dem sich nach oben erstreckenden Fortsatz 124 auch für das Fixieren eines Bombenrohrs oder eines beliebigen anderen Feuerwerkskörpers dienen, wenn an dessen Unterseite eine entsprechende Ausnehmung vorgesehen ist, in welche der Fortsatz 124 eingreifen kann.

Generell gewährleistet die Haltevorrichtung einen von den Herstellern von Feuerwerkskörpern, die in die Luft geschossen werden, vorgeschriebenen Start- oder Abschusswinkel von im Wesentlichen 90° zum Erdhorizont. Sie fungiert als Kippschutz. Sie ist so dimensioniert, dass ein Kippen oder Abknicken durch die beim Abfeuern der betreffenden Feuerwerksköper auftretenden Kräfte, auch bei höherer Windlast, vermieden wird.

Die oben beschriebene Klammer des Eingriffsteils 112 kann in einem Ausgangszustand (vor dem erstmaligen Gebrauch) miteinander verbundene Arme 130a aufweisen. Beispielsweise können die Arme 130a über einen Steg oder ein Plättchen verbunden sein, welche eine Sollbruchstelle aufweisen können. Beim Aufstecken des Eingriffsteils 112 mit der Klammer 130 auf die Trägervorrichtung 102 (insbesondere eine Feuerwerksbatterie) muss dann der Steg bzw. das Plättchen aufgetrennt werden. Erst nach Durchbrechen dieses fühlbaren Widerstandes befindet sich die Haltevorrichtung in der gewünschten Endposition. Der Steg bzw. das Plättchen können so ausgebildet sein, dass beim Auftrennen zusätzlich zu einem kleinen fühlbaren Widerstand ein Geräusch erzeugt wird, das der Bedienperson signalisiert, dass die Haltevorrichtung (nach dem letzten geringfügigen Weg bis zum Anschlag der Stützflansches 122) sicher und korrekt mit der Trägervorrichtung verbunden ist.

Es ist auch möglich, die Haltevorrichtung mit einer Gelenkeinheit zu versehen, die oberhalb der Oberseite des Stützflansches 122 ausgebildet sein kann. Hierdurch lässt sich der Abschusswinkel variieren. Die Gelenkeinheit kann auch so ausgebildet oder angeordnet sein, dass eine Rotation des darüber befindlichen Teils der Haltevorrichtung möglich ist. Dadurch können die Feuerwerkskörper in verschiedene Richtungen gestartet werden. Weiterhin können hierdurch Neigungen des Untergrundes ausgeglichen werden, auf dem sich die Trägervorrichtung 102 befindet.

Bezugszeichenliste

100 Haltevorrichtung

102 Trägervorrichtung

104 Grundkörper

106 Röhren

108 äußere Wandung

110 Bodenwandung

112 Eingriffsteil

114 Kopfteil

114a erweiterter T eilbereich

116 Verbindungsteil

116a zylindrisches T eil

116b zylindrisches T eil

118 Feuerwerkskörper

120 Feuerwerksrakete

120a Kopf (Feuerwerksrakete)

122 Stützflansch

124 Fortsatz

126 Versteifung

128 Haltemittel

130 Klammer

130a flexibler Arm

130b Ende

130c Einführbereich

132 Windschutzmittel

132b Lasche

132a Wandung

134 Spalt

200 Haltevorrichtung

214 Kopfteil

240 Aufnahmeteil

242 Kopfplatte

244 Eingriffsteil