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Title:
HOLDING DEVICE FOR TEXTILE PROTECTIVE EQUIPMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/204870
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a holding device for textile protective equipment (50) for the face of a wearer, comprising two base elements (10), each of them comprising a substantially rectangular bridge portion (14) and two interface elements (12a, 12b) arranged at opposite sides of the bridge portion (14), and two clamp elements (20) with wall portions (20a, 20b) extending on both sides of a central groove (24), which are each configured to be able to be pushed respectively onto one of the two base elements (10) in such a way that a textile web element (40) guided around the corresponding base element (10) is clamped firmly between the two elements (10, 20); and either one band element, which is secured to the two interface elements (12a, 12b) of the two base elements (10) and extends from these, or two band elements (30) which are each secured to the two intersection elements (12a, 12b) of one of the two base elements (10), or two band elements which are each secured to one of the two intersection elements (12a, 12b) of each of the two base elements (10). The invention further relates to protective equipment comprising a holding device of this kind for a textile web element (40).

Inventors:
TRESKATSCH JAN (DE)
STAHL MATHIAS (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/059052
Publication Date:
October 14, 2021
Filing Date:
April 07, 2021
Export Citation:
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Assignee:
TRESKATSCH JAN (DE)
STAHL MATHIAS (DE)
International Classes:
A41D13/11; A41F1/00; A44B99/00
Attorney, Agent or Firm:
WEICKMANN & WEICKMANN PARTMBB (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Halterungsvorrichtung für textile Schutzausrüstung (50) für das Gesicht eines Trägers, umfassend:

- zwei Basiselemente (10), jeweils umfassend einen im Wesentlichen rechteckigen Stegabschnitt (14) und zwei an gegenüberliegenden Seiten des Stegabschnitts (14) angeordnete Schnittstellenelemente (12a, 12b);

- zwei Klammerelemente (20) mit sich beiderseits einer zentralen Nut (24) erstreckenden Wandabschnitten (20a, 20b), welche dazu eingerichtet sind, jeweils derart auf eines der beiden Basiselemente (10) aufschiebbar zu sein, dass ein um das entsprechende Basiselement (10) herumgeführtes textiles Bahnelement (40) fest zwischen den beiden Elementen (10, 20) geklemmt wird; und entweder: o ein Bandelement, welches jeweils an den beiden Schnittstellenelementen (12a, 12b) der beiden Basiselemente (10) befestigt ist und sich von diesen erstreckt; oder o zwei Bandelemente (30), welche jeweils an den beiden Schnittstellenelementen (12a, 12b) eines der beiden Basiselemente (10) befestigt sind; oder o zwei Bandelemente, welche jeweils an einem der beiden Schnittstellenelemente (12a, 12b) von jedem der beiden Basiselemente (10) befestigt sind.

2. Halterungsvorrichtung nach Anspruch 1 , wobei die Basiselemente (10) im Bereich ihrer Stegabschnitte (14) an einer Seite eine Mehrzahl von vorstehenden Zähnen (16) aufweisen.

3. Halterungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Wandabschnitte (20a, 20b) der Klammerelemente (20) eine Elastizität aufweisen und in einem nicht auf die Basiselemente (10) aufgeschobenen Zustand wenigstens abschnittsweise einen Abstand aufweisen, welcher geringer als eine Stärke der Stegabschnitte (14) ist.

4. Halterungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens eines der Klammerelemente (20) an einer Außenseite von wenigstens einem der Wandabschnitte (20a, 20b) mit einer Markierung (22) versehen ist, beispielsweise einem Druck oder einer Prägung.

5. Halterungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Abschnitte, wobei wenigstens eines der Schnittstellenelemente (12a, 12b) durch eine Durchbrechung (12a, 12b) in dem entsprechenden Basiselement (10) gebildet ist, durch welche eines der Bandelemente (30) hindurchgeführt ist.

6. Halterungsvorrichtung nach Anspruch 5, wobei wenigstens eine der Durchbrechungen (12a, 12b) an ihrer Seite entgegen der Erstreckung des entsprechenden Bandelements (30) eine Kerbe (12c) aufweist, in welcher das entsprechende Bandelement (30) einklemmbar ist.

7. Halterungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das wenigstens eine Bandelement (30) aus einem elastischen Material besteht, beispielweise einem Gummimaterial.

8. Halterungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens eines der Basiselemente (10) und/oder wenigstens eines der Klammerelemente (20) aus einem Kunststoff hergestellt ist, beispielsweise mittels eines Spritzgussverfahrens. 9. Schutzausrüstung (50), umfassend:

- eine Halterungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche; und

- ein textiles Bahnelement (40), welche mittels des jeweiligen Klammerelements (20) an die entsprechenden Stegabschnitte (14) der beiden Basiselemente (10) geklemmt ist.

10. Schutzausrüstung (50) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das textile Bahnelement (40) wenigstens abschnittsweise aus einem Papier-, Zellstoff- oder Vliesmaterial besteht, welches insbesondere mit einer antibakteriellen und/oder viruziden Substanz behandelt ist.

11. Schutzausrüstung (50) nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei das textile Bahnelement (40) einen formgebenden Verstärkungsabschnitt aufweist, beispielsweise einen biegbaren Metallabschnitt.

12. Schutzausrüstung (50) nach einem der Ansprüche 9 bis 11 , umfassend eine Mehrzahl von Paaren von Klammerelementen (20) mit unterschiedlich breit ausgeführten Nuten (24).

Description:
Halterungsvorrichtung für textile Schutzausrüstung

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung trifft eine Halterungsvorrichtung für textile Schutzausrüstung für das Gesicht eines Trägers.

Gerade in jüngerer Zeit ist ein drastisch erhöhter Bedarf nach Schutzausrüstung für das Gesicht von Trägern zu verzeichnen, wobei nicht mehr nur in medizinischen Berufen tätige Personen derartige Schutzausrüstung tragen, sondern auch verstärkt Privatpersonen. Aufgrund der enorm gestiegenen Nachfrage nach derartiger Schutzausrüstung ist ein großes Versorgungsdefizit aufgetreten, sodass momentan von vielen Personen auf improvisierte Schutzausrüstung zurückgegriffen werden muss, die häufig nicht die gestellten Anforderungen erfüllen kann.

Die Funktionsweise von textiler Schutzausrüstung für das Gesicht eines Trägers beruht darauf, eine Barriere vor den Atemöffnungen der entsprechenden Person zu schaffen, durch welche ein Schutz erzeugt wird, um Tröpfcheninfektionen durch Viren, Bakterien oder sonstige über Tröpfchen übertragbare Krankheitserreger zu reduzieren. Daher werden solche Vorrichtungen häufig auch als „Gesichtsmasken“ bezeichnet, wenngleich diese Bezeichnung nicht vollkommen korrekt sein mag.

Üblicherweise wird gerade im medizinischen Bereich lediglich einmal verwendbare Schutzausrüstung eingesetzt, die entsprechend nach ihrer Verwendung weggeworfen wird. Andererseits sind gerade im privaten Bereich auch Typen von Schutzausrüstung aus unterschiedlichen Stoffmaterialien im Einsatz, die nach einer gewissen Verweildauer vor dem Gesicht ihres Trägers aufwendig gewaschen oder gar ausgekocht werden müssen.

Sowohl die Verwendung von Einmalartikeln als auch von aufwendig zu reinigenden Stoffmaterialien stellt jeweils keine optimale Lösung hinsichtlich Effizienz und Nachhaltigkeit dar. Beispielsweise geht der Bedarf von einmal zu verwendenden Masken allein in Deutschland jährlich in die Milliarden und ist ein erheblicher Kosten- und Unsicherheitsfaktor hinsichtlich Versorgungssicherheit.

Somit ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Möglichkeit zum Bereitstellen von textiler Schutzausrüstung für das Gesicht eines Trägers zu schaffen, die sich bei gleichbleibender Wirksamkeit durch eine erhöhte Effizienz bei einer gleichzeitigen einfachen Bedienbarkeit auszeichnet.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß eine Halterungsvorrichtung für textile Schutzausrüstung für das Gesicht eines Trägers vorgeschlagen, welche umfasst: zwei Basiselemente, jeweils umfassend einen im Wesentlichen rechteckigen Stegabschnitt und zwei an gegenüberliegenden Seiten des Stegabschnitts angeordnete Schnittstellenelemente, zwei Klammerelemente mit sich beiderseits einer zentralen Nut erstreckenden Wandabschnitten, welche dazu eingerichtet sind, jeweils derart auf eines der beiden Basiselemente aufschiebbar zu sein, dass ein um das entsprechende Basiselement herumgeführtes textiles Bahnelement fest zwischen den beiden Elementen geklemmt wird, und entweder:

- ein Bandelement, welches jeweils an den beiden Schnittstellenelementen der beiden Basiselemente befestigt ist und sich von diesen erstreckt, oder

- zwei Bandelemente, welche jeweils an den beiden Schnittstellenelementen eines der beiden Basiselemente befestigt sind, oder - zwei Bandelemente, welche jeweils an einem der beiden Schnittstellenelemente von jedem der beiden Basiselemente befestigt sind.

Auf diese Weise wird durch die erfindungsgemäße Halterungsvorrichtung ermöglicht, ein textiles Bahnelement zwischen den beiden Basiselementen in einer einfach lösbaren aber dennoch sicher gehaltenen Weise zu befestigen, sodass dieses einfach ersetzt werden kann, während die Halterungsvorrichtung selbst im Wesentlichen beliebig oft wiederverwertbar ist. Hierdurch können sowohl der Materialaufwand als auch die Kosten einer textilen Schutzausrüstung deutlich reduziert werden und es wird ein Beitrag zum schonenden Umgang mit Ressourcen geleistet.

Die drei möglichen Konfigurationen des oder der Bandelemente entsprechen im ersten Fall einem einzelnen Bandelement, welches jeweils an beiden Schnittstellenelementen der beiden Basiselemente befestigt ist und beispielsweise neben den an den Schnittstellenelementen angebrachten Endabschnitten auch noch einen mit diesen verbundenen und am Kopf des Trägers anliegenden einzelnen Riemenabschnitt zwischen den Endabschnitten umfassen kann. Die zweite Möglichkeit von zwei Bandelementen, welche jeweils an den beiden Schnittstellenelementen eines der beiden Basiselemente befestigt sind, entspricht zwei Schleifen, die jeweils hinter einem der Ohren des Trägers herumgeführt werden können, sodass die entsprechende Schutzausrüstung zwischen den beiden Ohren und über das Gesicht des Trägers gespannt werden kann. Zuletzt betrifft die dritte Möglichkeit eine Ausführungsform, in welcher zwischen den beiden oberen Schnittstellenelementen der beiden Halteabschnitte sowie zwischen ihren unteren beiden Schnittstellenelementen oder auch überkreuz jeweils ein einzelnes Bandelement vorgesehen ist, welche jeweils um den Hinterkopf des Trägers herumgeführt werden können.

Somit betrifft die vorliegende Erfindung sowohl eine Halterungsvorrichtung, deren beiden Basiselemente durch ein oder zwei Bandelemente dauerhaft miteinander verbunden sind, als auch eine Ausführungsform, in welcher die beiden Basiselemente jeweils mit einem eigenen Bandelement ausgerüstet sind und somit einzeln vorliegen. Hierbei unterscheiden sich die genannten Ausführungsformen zwar in der Art und Weise, wie sie am Kopf ihres Trägers anzulegen sind, ihre Funktionsweise hinsichtlich des Klemmens des textilen Bahnelements ist jedoch bei sämtlichen der genannten Ausführungsformen identisch.

Um eine verbesserte Fixierung des textilen Bahnelements zwischen den Basiselementen und den Klammerelementen zu erzielen und die Gefahr eines Herausrutschens des Bahnelements zu senken, können die Basiselemente im Bereich ihrer Stegabschnitte an einer Seite eine Mehrzahl von vorstehenden Zähnen aufweisen. Je nach verwendeten Material des textilen Ballelements kann dieses durch die Zähne perforiert werden oder es kann lediglich punktuell die Klemmkraft im Bereich der Zähne erhöht werden. In einer Variante dieser Ausführungsform können ferner die Nuten der Klammerelemente zu den Zähnen komplementäre Innenausnehmungen aufweisen, um das Aufschieben davon zu erleichtern und einen sicheren Halt zu gewährleisten.

Alternativ oder zusätzlich können die Wandabschnitte der Klammerelemente eine Elastizität aufweisen und in einem nicht auf das entsprechende Basiselement aufgeschobenen Zustand wenigstens abschnittsweise einen Abstand aufweisen, der geringer als eine Stärke des Stegabschnitts ist. Auch diese Maßnahme trägt dazu bei, ein Herausrutschen des textilen Bahnelements zwischen den jeweiligen Basiselementen und dem zugehörigen Klammerelement zu verhindern, während ferner durch dieses Verklemmen des entsprechenden Stegabschnitts zwischen den beiden elastischen Wandabschnitten auch ein Verlieren des Klammerelements zuverlässig verhindert werden kann. Weiterhin kann wenigstens eines der Klammerelemente an einer Außenseite von wenigstens einem der Wandabschnitte mit einer Markierung versehen sein, beispielsweise einem Druck oder einer Prägung. Hierbei kann lediglich an das Aufbringen einer Markenbezeichnung oder ähnlichem gedacht werden, es kann jedoch auch eine Bedienungsanleitung oder ein beliebiger anderer Text an dieser Stelle an dem entsprechenden Klammerelement platziert werden.

In einer besonders einfachen Ausführungsform kann wenigstens eines der Schnittstellenelemente durch eine Durchbrechung in dem entsprechenden Basiselement gebildet sein, durch welche eines der Bandelemente hindurchgeführt ist. Hierbei kann das Bandelement dann beispielsweise durch ein Verknoten eines Endes davon daran gehindert werden, durch die Durchbrechung gezogen zu werden, es könnte jedoch auch ein Stoppelement darauf aufgesetzt oder daran angebracht werden.

Um ein Anpassen der Bandlänge und damit ein Einstellen der Halterungsvorrichtung auf die individuelle Anatomie eines Trägers in einer solchen Ausführungsform zu ermöglichen, kann wenigstens eine der Durchbrechungen an ihrer Seite entgegen der Erstreckung des entsprechenden Bandelements eine Kerbe aufweisen, in welcher das entsprechende Bandelement einklemmbar ist. Zum Einstellen der Länge des Bandelements kann dieses demzufolge zunächst einmal durch Herausziehen in Richtung der mit der Kerbe versehenen Seite auf die gewünschte Länge gebracht werden und anschließend durch ein Einlegen in die Kerbe fixiert werden. Es versteht sich hierbei, dass die Dimensionierung der Kerbe in geeigneter Weise derart auf die Stärke des Bandelements an dieser Stelle anzupassen ist, dass das Einklemmen in der Kerbe eine ausreichende Haltekraft für das Bandelement bereitstellt.

Wenngleich prinzipiell unterschiedlichste Materialien für das wenigstens eine Bandelement Verwendung finden könnten, so kann dieses in der erfindungsgemäßen Halterungsvorrichtung insbesondere aus einem elastischen Material bestehen, beispielsweise aus einem Gummimaterial. Hierdurch kann unter Umständen auch auf das Vorsehen einer Einrichtung zum Anpassen der Länge des oder der Bandelemente verzichtet werden, wenn die Elastizität und die Länge des oder der entsprechenden Bandelemente so gewählt werden kann, dass eine Vielzahl von potentiellen Trägern dieselbe Bandlänge verwenden können.

Auch für die Basiselemente und die Klammerelemente können verschiedenartige Werkstoffe eingesetzt werden, es bietet sich jedoch sowohl aus Kostengründen als auch hinsichtlich des Tragekomforts der erfindungsgemäßen Vorrichtung an, wenigstens eines der Basiselemente und/oder wenigstens eines der Klammerelemente aus Kunststoff herzustellen, beispielsweise mittels eines Spritzgussverfahrens. Indem ein Kunststoff mit einer gewissen Elastizität verwendet wird, kann dafür gesorgt werden, dass Druckstellen im Gesicht des Trägers auch bei einem längeren oder dauerhaften Tragen der Schutzausrüstung verhindert werden, während durch eine ausreichende Wärme- und Korrosionsbeständigkeit sichergestellt werden kann, dass entsprechende Kunststoffteile durch das Einwirken von Hitze oder mittels geeigneter Chemikalien desinfiziert werden können.

Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine Schutzausrüstung, umfassend eine erfindungsgemäße Halterungsvorrichtung wie eben beschrieben und ein textiles Bahnelement, welches mittels des jeweiligen Klammerelements an die entsprechenden Stegabschnitte der beiden Basiselemente geklemmt ist.

Hierbei kann das textile Bahnelement wenigstens abschnittsweise aus einem Papier-, Zellstoff- oder Vliesmaterial bestehen, welches insbesondere mit einer antibakteriellen und oder viruziden Substanz behandelt sein kann, wobei selbstverständlich jedoch auch der Einsatz anderer Materialien für das textile Bahnelement denkbar ist, solange eine ausreichende Barrierefunktion sichergestellt wird und gleichzeitig ein dauerhaftes angenehmes Tragen der Schutzausrüstung im Gesichtsbereich möglich ist.

Weiterhin kann das textile Bahnelement einen formgebenden Verstärkungsabschnitt aufweisen, beispielsweise einen biegbaren Metallabschnitt, welcher vor dem Anlegen der Schutzausrüstung derart gebogen werden kann, dass er sich um die Nase des Trägers herum angelegt und dort das textile Bahnelement an beiden Seiten an die Wange des Trägers drückt, um die Dichtigkeit der Schutzausrüstung an dieser Stelle gegenüber dem Gesicht des Trägers zu verbessern.

Um die Verwendung unterschiedlicher Materialien für das textile Bahnelement in derselben Schutzausrüstung problemlos zu ermöglichen, kann diese eine Mehrzahl von Paaren von Klammerelementen mit unterschiedlich breit ausgeführten Nuten umfassen, wobei dementsprechend bei einem stärkeren textilen Material Klammerelemente mit breiter ausgeführten Nuten zum Einsatz kommen können. Auf diese Weise wird sowohl ein sicherer Halt des textilen Bahnelements an den beiden Basiselementen sichergestellt als auch eine Beschädigung des textilen Bahnelements beim Aufschieben der Klammerelemente auf die Basiselemente verhindert.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung einer Ausführungsform davon deutlich, wenn diese zusammen mit den beiliegenden Figuren betrachtet wird. Diese zeigen im Einzelnen:

Figur 1 ein Basiselement und ein Klammerelement einer erfindungsgemäßen Halterungsvorrichtung in einem gelösten Zustand; Figur 2 die Elemente aus Figur 1 mit einem umgeschlagenen textilen Bandelement;

Figur 3 eine erfindungsgemäße Schutzausrüstung, welche die Elemente aus den Figuren 1 und 2 umfasst; und

Figuren 4A und 4B Detailansichten von einzelnen Komponenten der Vorrichtung aus Figur 3.

In Figur 1 sind zunächst ein Basiselement 10 und ein Klammerelement 20 einer erfindungsgemäßen Flalterungsvorrichtung für textile Schutzausrüstung in einer Draufsicht dargestellt, wobei die beiden Komponenten in einem voneinander gelösten Zustand vorliegen.

Hierbei ist zu erkennen, dass das Basiselement 10 an seinen beiden Enden jeweilige Schnittstellenelemente 12a und 12b aufweist, welche als hülsenförmige Durchgänge ausgeführt sind. Durch diese beiden Schnittstellenelemente 12a, 12b ist jeweils ein Ende eines Bandelelements 30 hindurchgeführt, wobei an den beiden Enden des Bandelements 30 jeweils eine Verdickung 32 vorgesehen ist, welche beispielsweise durch einen Knoten auf dem Bandelement 30 oder durch ein auf dieses aufgesetztes Stoppelement gebildet sein kann. In jedem Fall ist das Bandelement 30 somit an seinen beiden Enden an dem Basiselement 10 gesichert, und es kann aus einem dehnbaren Material, beispielsweise einem Gummimaterial, bestehen.

Zwischen den beiden Schnittstellenelementen 12a und 12b erstreckt sich ein im wesentlichen rechteckiger Stegabschnitt 14 des Basiselements 10, der auf einer Seite mit einer Mehrzahl von Zähnen 16 versehen ist, die zackenförmig von dem im Wesentlichen rechteckigen Stegabschnitt 14 vorstehen. Das Klammerelement 20 ist wiederum hinsichtlich seiner Außenabmessungen auf den Stegabschnitt 14 angepasst und an seiner Oberseite mit einer Prägung 22 versehen, die in der dargestellten Ausführungsform lediglich eine Markenbezeichnung trägt, in anderen Varianten jedoch beispielsweise auch eine Gebrauchsanleitung für die Vorrichtung darstellen könnte. Die genaue Gestaltung des Klammerelements 20 wird weiter unten noch einmal unter Bezugnahme auf Figur 4B genauer beschrieben werden.

Zunächst einmal sei jedoch auf Figur 2 verwiesen, welche die Elemente aus Figur 1 im Wesentlichen in derselben Konfiguration noch einmal zeigt, wobei lediglich zusätzlich ein textiles Bandelement 40 um den Stegabschnitt 14 des Bauelements 10 derart herumgeschlagen worden ist, dass es sich abschnittsweise an beiden Seiten des Stegabschnitts 14 erstreckt. Hierbei wurde das textile Ballelement 40 durch die Zähne 16 an dem Basiselement 10 perforiert und ist somit bereits in einem gewissen Maße an dem Basiselement 10 verankert. Das textile Bandelement 40 kann beispielsweise aus einem Papier-, Zellstoff- oder Vliesmaterial bestehen und ist dazu vorgesehen, vor dem Mund- und Nasenbereich eines Trägers platziert zu werden, um eine textile Schutzausrüstung bereitzustellen. Um das Bandelement 40 nun endgültig an dem Basiselement 10 zu fixieren, wird das Klammerelement 20 auf den Stegabschnitt 14 des Basiselements 10 aufgeschoben, sodass es von beiden Seiten das textile Bandelement 40 umgibt und gemeinsam mit dem Stegabschnitt 14 einklemmt.

In Figur 3 ist nun eine fertig montierte Schutzausrüstung 50 gezeigt, die jeweils zwei der Basiselemente 10, Klammerelemente 20 und Bandelemente 30 umfasst, wobei zwischen den beiden Basiselementen 10 ferner das eben angesprochene textile Bandelement 40 eingeklemmt ist. In diesem montierten Zustand kann die Schutzausrüstung 50 nun von einem Benutzer angelegt werden, indem die beiden Bandelemente 30 jeweils um ein Ohr herumgeführt werden und das textile Bandelement 40 über den Mund- und Nasenbereich des Gesichts gezogen wird.

Nachdem die Schutzausrüstung 50 für eine gewisse Zeit getragen worden ist, die unter anderem von der Beschaffenheit des textilen Bandelement 40 abhängt, kann dieses ersetzt werden, indem die Schutzausrüstung 50 zunächst einmal vom Gesicht des Trägers abgenommen wird, die beiden Klammerelemente 20 jeweils wieder von den entsprechenden Basiselementen 10 heruntergezogen werden und das textile Bandelement 40 durch ein neues Bandelement ersetzt wird. Auf diese Weise fällt als Abfall lediglich noch das Bandelement 40 an, während die Basiselemente 10, Klammerelemente 20 und Bandelemente 30 praktisch beliebig oft wiederverwendet werden können.

Die Figuren 4A und 4B zeigen nun noch zwei Detailansichten, anhand derer die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Schutzausrüstung 50 näher erläutert werden wird. Zunächst mal ist in der Figur 4A das Basiselement 10 mit dem daran angebrachten Bandelement 30 in einer schrägen Seitenansicht erneut dargestellt, wobei darauf verwiesen sein soll, dass das im Vordergrund dargestellte Schnittstellenelement 12b in seinem der Erstreckung des Bandelements 30 entgegengesetzten Endabschnitt mit einer Kerbe 12c versehen ist. In der in Figur 4A gezeigten Konfiguration ist hierbei das Bandelement 30 bereits um einen Längenbetrag durch das Schnittstellenelement 12b herausgezogen worden und dann in der Kerbe 12c festgesetzt worden. Zu diesem Zweck ist die Kerbe 12c hinsichtlich ihrer Ausmaße so gebildet, dass ein sicheres Verklemmen des Bandelements 30 darin erzielt werden kann. Auf diese Weise kann eine individuelle Anpassung der Länge der durch das Bandelement 30 gebildeten Schlaufe und somit eine Einstellung der Bandlänge an individuelle Anatomien verschiedener Träger in einer einfachen Weise durchgeführt werden. Zuletzt ist in Figur 4B noch einmal das Klemmelement 20 in einer schrägen Seitenansicht dargestellt, wobei dieser Ansicht zu erkennen ist, dass das Klemmelement 20 zwei Wandabschnitte 20a und 20b umfasst, die zwischen einander eine Nut 24 bilden und in ihrem vorderen Bereich einen leicht verringerten Abstand aufweisen, welcher kleiner ist als die Stärke des Stegabschnitts 14 des zugehörigen Basiselements 10. Indem die beiden Wandabschnitte 20a und 20b durch die Eigenelastizität des Materials des Klemmelements 20 in Richtung aufeinander zu vorgespannt sind, wenn das Klemmelement 20 auf den Stegabschnitt 14 aufgeschoben ist, verbleibt das Klemmelement 20 in dem in Figur 3 dargestellten Zustand fest und sicher an dem entsprechenden Basiselement 10 verklemmt, sodass ein Verlieren des Klemmelements 20 und damit auch des textilen Bahnelements 40 zuverlässig ausgeschlossen wird.