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Title:
HOLDING ELEMENT FOR POSITIONING BACK PARTS OR PARTS THEREOF OF POULTRY CARCASSES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/191267
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a holding element for positioning back parts (11) or parts thereof of poultry carcasses which have a neck side (12) and a hip side (13) as well as an external body side (14) and an internal body side (15), wherein the back part (11) comprises a spinal column (16) or parts thereof and a rib structure (17) having at least vertebral rib pairs (18) or parts thereof, and wherein the back part (11) comprises a region which is on the body side outside the rib structure (17) and has back flesh (19), the holding element comprising a holding device (20), wherein the holding device (20) comprises at least one controllable clamping element (21), wherein the at least one clamping element (21) is designed and configured to detachably fix at least regions of the back part (11) to the holding device (20) by means of force-locking and/or form-fitting engagement with the internal body side (15).

Inventors:
LEUSCHNER STEPHAN (DE)
LANDT ANDREAS (DE)
RIGGERT LASSE (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/057554
Publication Date:
September 30, 2021
Filing Date:
March 24, 2021
Export Citation:
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Assignee:
NORDISCHER MASCHINENBAU (DE)
International Classes:
A22C21/00
Attorney, Agent or Firm:
STORK BAMBERGER PATENTANWÄLTE PARTMBB (DE)
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Claims:
Ansprüche

Halteelement (10) zum Anordnen von Rückenteilen (11) oder Teilen davon von Geflügelschlachtkörpern mit einer Halsseite (12) und einer Hüftseite (13) sowie einer Körperaußenseite (14) und einer Körperinnenseite (15), wobei das Rückenteil (11) eine Wirbelsäule (16) oder Teile davon und ein Rippengerüst (17) mit zumindest vertebralen Rippenpaaren (18) oder Teilen davon umfasst, und wobei das Rückenteil (11) einen von dem Rippengerüst (17) körperaußenseitigen Bereich mit Rückenfleisch (19) umfasst, umfassend eine Halteeinrichtung (20), dad u rch g e ke n nze i ch n et , dass die Halteeinrichtung (20) mindestens ein steuerbares Klemmelement (21) umfasst, wobei das mindestens eine Klemmelement (21) ausgebildet und eingerichtet ist, zumindest bereichsweise das Rückenteil (11) an der Halteeinrichtung (20) unter kraft- und / oder formschlüssigem Eingriff mit der Körperinnenseite (15) lösbar zu fixieren.

Halteelement (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Klemmelement (21) ausgebildet und eingerichtet ist, das Rückenteil (11) körperinnenseitig zumindest in einem Teilbereich der Wrbelsäule (16) oder Teilen davon und / oder im Bereich des Rippengerüsts (17) kraft- und / oder formschlüssig lösbar zu fixieren.

Halteelement (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmelement (21) eingerichtet ist, das Rückenteil (11) zumindest im Wesentlichen nur mittels des Klemmelements (21) kraft- und / oder formschlüssig mit der Körperinnenseite (15) an dem Halteelement (10) lösbar zu fixieren. 4. Halteelement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (20) ein zumindest im Wesentlichen in einer Mittelachse M des Halteelements (10) verlaufendes Zentrierelement (22) umfasst, derart ausgebildet und eingerichtet, dass die Wirbelsäule (16) oder Teile davon zumindest bereichsweise darin kraft- und / oder formschlüssig anordenbar ist.

5. Halteelement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Klemmelement (21) mindestens einen Klemmzahn (25) mit einem Klemmbereich (26) aufweist.

6. Halteelement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (20) zwei gegenüberliegend angeordnete Klemmelemente (21) umfasst, wobei jedes der Klemmelemente (21) insbesondere als Klemmkamm (27) ausgebildet ist. 7 Halteelement (10) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Klemmelemente (21) zwei bis sieben Klemmzähne (25) aufweist, insbesondere vier Klemmzähne (25), wobei die Klemmzähne (25) der Klemmelemente (21) ausgehend von der Mittelachse M des Halteelements (10) zumindest im Wesentlichen jeweils gegenüberliegend angeordnet sind.

8. Halteelement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmzähne (25) zumindest im Wesentlichen quer zu der Mittelachse M angeordnet sind, und wobei die Klemmzähne (25) zumindest im Wesentlichen parallel zu den Rippenpaaren (18) eines anordenbaren Rückenteils (11) verlaufen.

9. Halteelement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Klemmelemente (21) mit den Klemmzähnen (25) derart ausgebildet ist, dass die Klemmzähne (25) mit den rippenfreien Bereichen (35) des Rippengerüstes (17) auf der Körperinnenseite (15) des Rückenteils (11) zumindest im Wesentlichen korrespondieren. 10. Halteelement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Klemmelemente (21) um eine zumindest im Wesentlichen parallel zu der Mittelachse M verlaufende Schwenkachse S zum Ausführen einer Schwenkbewegung (28) schwenkbeweglich ausgebildet und eingerichtet ist, wobei das Klemmelement (21) zwischen einer Klemmposition (29) und einer Bestückposition (30) bewegbar anordenbar ist.

11. Halteelement (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Klemmelemente (21) mittels eines Federelementes (31) entgegen der Schwenkbewegung (28) in der Klemmposition (29) federkraftbeaufschlagt ausgebildet und eingerichtet ist. 12. Halteelement (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Klemmelemente (21) derart schwenkbeweglich ausgebildet und eingerichtet ist, dass das Klemmelement (21) ein auf der Halteeinrichtung (20) angeordnetes Rückenteil (11) mittels der Klemmzähne (25) an der Wirbelsäule (16) einwirkend entgegen der Federkraftbeaufschlagung in der Klemmposition (29) einspannt, um das

Rückenteil (11) kraft- und / oder formschlüssig auf der Halteeinrichtung (20) lösbar zu fixieren. 13. Halteelement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (20) mindestens ein Auslöseelement (32) umfasst, wobei das Auslöseelement (32) mit mindestens einem der Klemmelemente (21) derart in Wirkverbindung steht, dass das Auslöseelement (32) ein Wechseln von der Bestückposition (30) in die Klemmposition (29) einrichtet. 14. Halteelement (10) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (32) mit mindestens einem der Klemmelemente (21) derart in Eingriff steht, dass die Halteeinrichtung (20) mittels des Federelements (31) derart unter Federkraftbeaufschlagung vorspannbar eingerichtet ist, dass bei einem Aktivieren des Auslöseelements (32) mindestens eines der Klemmelemente (21) in die Bestückposition (30) überführbar ist, und bei einem Deaktivieren des Auslöseelements (32) das Klemmelement (21) selbsttätig in die Klemmposition (29) überführbar ist.

15. Vorrichtung (33) zum Gewinnen von Rückenfleisch (19) oder Teilen davon aus Rückenteilen (11) oder Teilen davon von Geflügelschlachtkörpern, umfassend mindestens ein Halteelement (10) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, wobei die Rückenteile (11) kraft- und / oder formschlüssig auf dem mindestens einen Halteelement (10) anordenbar sind.

16. Vorrichtung (33) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (33) ein Eingriffselement (34) umfasst, das ausgebildet und eingerichtet ist, zusammen mit dem Auslöseelement (32) des Halteelements (10) einzuwirken, um ein Wechseln zwischen der Bestückposition (30) und der Klemmposition (29) des mindestens einen Klemmelements (21) auszubilden.

Description:
Halteelement zum Anordnen von Rückenteilen oder Teilen davon von Geflügelschlachtkörpern

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Halteelement zum Anordnen von Rückenteilen oder Teilen davon von Geflügelschlachtkörpern mit einer Halsseite und einer Hüftseite sowie einer Körperaußenseite und einer Körperinnenseite, wobei das Rückenteil eine Wirbelsäule oder Teile davon und ein Rippengerüst mit zumindest vertebralen Rippenpaaren oder Teilen davon umfasst, und wobei das Rückenteil einen von dem Rippengerüst körperaußenseitigen Bereich mit Rückenfleisch umfasst, umfassend eine Halteeinrichtung.

Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Gewinnen von Rückenfleisch oder Teilen davon aus Rückenteilen oder Teilen davon von Geflügelschlachtkörpern umfassend ein Halteelement.

Solche Halteelemente und Vorrichtungen umfassend ein Halteelement kommen in der tierverarbeitenden Industrie, insbesondere in der geflügelverarbeitenden Industrie, zum Einsatz, um Rückenteile oder Teile davon von Geflügelschlachtkörpern (im Folgenden pauschal als Rückenteile bezeichnet) zu halten und insbesondere weiteren Bearbeitungseinrichtungen oder -Stationen zuzuführen.

Nach der industriellen Schlachtung von Geflügel werden die Geflügelschlachtkörper regelmäßig in kleinere Portionen weiterverarbeitet bzw. filetiert. In der geflügelverar beitenden Industrie ist ein automatisches Filetieren von Geflügelschlachtkörper seit langem bekannt. Aufgrund der geometrischen Komplexität der Geflügelkarkasse wird diese vor dem eigentlichen Filetieren zur vereinfachten Weiterverarbeitung in unterschiedlichen Prozessschritten zerlegt. Als häufigste Zwischenprodukte entstehen dabei, zunächst mithilfe eines Trennschnittes durch die Hüfte des Geflügelkörpers, sogenannte „Front-halfs“, auch Vorderseite, Vorderhälfte, Geflügel körpervorderhälfte etc. genannt, und „Back-halfs“, auch Rückseite, Hinterseite etc. genannt. Bei den „Front-halfs“ handelt es sich im Wesentlichen um den Oberkörper des jeweiligen Geflügels. Die „Back-halfs“ umfassen somit den Unterleib einschließlich des Beckens. Wahlweise umfassen die „Front-halfs“ die Extremitäten des Geflügelschlachtkörpers, oder diese werden in vor- oder nachgelagerten weiteren Prozessschritten entfernt.

Neben der Herstellung von „Front-halfs“ und „Back-halfs“ im Vorausgang zum eigentlichen Filetieren, werden „Front-halfs“ häufig weiter segmentiert, da hier in der Regel die größten Muskelbereiche von Geflügel ausgebildet sind. Durch einen Trennschnitt beginnend an der Brustseite des Halses entlang der Atmungsfalte, also seitlich des Geflügelkörpers an den Rippen und durch die Rippen hindurch in Richtung der Hüfte entlang, wird die Brustseite und die Rückenseite der Geflügelkörpervorder hälfte voneinander getrennt. Die Rückenseite umfasst dabei das Rückenteil.

Durch das Trennen der Geflügelkörper in Untersegmente wird die komplexe Geometrie der Geflügelkörper aufgebrochen, wodurch deutlich einfacher zu be- und verarbeitende Zwischenprodukte entstehen. Auch die Orientierung der einzelnen Segmente bezüglich der zu gewinnenden Endprodukte wird bei der Vorzerlegung der Geflügelkörper berücksichtigt. Ferner ist es durch die Zerkleinerung des Geflügelschlachtkörpers in Untersegmente möglich, geeignete Vorrichtungen und Bearbeitungsstationen bereitzustellen, die an die jeweiligen Geometrien der Segmente angepasst sind, um eine möglichst hohe Ausbeute an gewünschten Endprodukten zu erzielen.

Ein im Vordergrund stehendes Endprodukt ist der Brustmuskel bzw. das Brustfilet, welches den Oberkörper in seiner massigen Ausprägung dominiert. Bei der Weiterverarbeitung von „Front-halfs“ stand also seit langem das möglichst ausbeuteeffiziente Ernten/Gewinnen des Brustmuskels bzw. des Brustfilets im Fokus, obwohl weitere Fleischbereiche vorhanden sind, die geerntet werden können bzw. in Anbetracht der steigenden Fleischpreise sowie der möglichst gänzlichen Verwertung der Geflügelschlachtkörper auch geerntet werden sollten.

Speziell auf der Rückenseite der Geflügelkörpervorderhälfte („Front-half“) befinden sich nicht zu vernachlässigende Rückenfleischbereiche, die daher regelmäßig mit geerntet werden sollten. Aufgrund der relativ geringen Anteile des Rückenfleisches im Vergleich zu der Gesamtausbeute bei Geflügelschlachtkörpern, ist die Gewinnung des Rückenfleisches in der Vergangenheit häufig in den Hintergrund getreten. Aus der DE 3939340 C1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ablösen des Fleisches von Geflügelkörpern bekannt. Der Vorrichtung liegt die Aufgabe zugrunde, bei der Bearbeitung von Vorderhälften das im Bereich des Rückens auf den Rippen aufliegende Fleisch mitzugewinnen. Das zusätzliche Gewinnen des auf den Rippen aufliegenden Fleisches soll durch speziell geformte und angeordnete Schneidmittel erfolgen. Hier ist jedoch eine komplexe Schnittfolge nötig, zudem kann auf diese Weise nur ein geringfügiger Anteil des anhaftenden Fleisches abgelöst und weiterverarbeitet werden, da das Fleisch während des Bearbeitens der Vorderhälften lediglich „mitgewonnen“ wird. Vorderhälften werden regelmäßig in eine Brustkappe und eine Rückenkappe segmentiert, um beispielsweise daran anhaftende Fleischbestandteile zu gewinnen. Sollte jedoch die Vorderhälfte unter Erzeugung einer Brustkappe und einer Rückenkappe, oder auch Rückenteil genannt, weiter segmentiert sein, besteht die Möglichkeit des Mitgewinnens des Rückenfleisches im Zuge der Brustfiletgewinnung nicht. Das Rückenteil muss dann gesondert bearbeitet werden, wodurch eine gesonderte Rückenfleischgewinnung erfolgen müsste, was in der Praxis maschinell nicht erfolgt.

Aus dem Stand der Technik sind weitere Vorrichtungen und Verfahren bekannt, bei denen unterschiedliche Ausgangsprodukte zum Gewinnen von Rückenfleisch herangezogen werden. Bei den zu bearbeitenden Rückenportionen handelt es sich jedoch um den gesamten Rückenbereich des Geflügelschlachtkörpers und nicht nur um die Rückenteile, die beispielsweise bei der Erzeugung einer Brustkappe aus einer „Front-half“ heraus anfällt.

Aus der WO 2008/078982 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt, bei dem der obere Rückenbereich enthäutet und filetiert wird. Das Ausgangsprodukt bildet in diesem Fall eine gesamte Geflügelkarkasse, bei der die Brustkappe und die Flügel bereits abgetrennt worden sind. Die Bearbeitung vollzieht sich, während die Geflügelteilkarkasse an den Beinen hängend auf einem Produktträger angeordnet, in eine Verarbeitungsanlage befördert wird. Die Anordnung der Geflügelteilkarkasse an dem Produktträger bietet nur eine geringe Stabilität, um mit dafür vorgesehenen Schneidmitteln in Eingriff zu stehen. Derzeit wird der Vorgang der Rückenfleischgewinnung aus separierten Rückenteilen nicht automatisiert durchgeführt. In der Praxis werden die anfallenden Rückenteile manuell weiterverarbeitet, indem in der Regel eine Schnittfolge entlang der Wirbelsäule beginnend am hüftseitigen Ende des Rückenteils in Richtung des Halses durchgeführt wird. Sofern die Schulterblätter von den Rückenteilen im Vorfeld nicht entfernt wurden, entsteht als Endprodukt ein Fleischprodukt welches beide Schulterblätter mit einschließt. Derartige Produkte finden beispielsweise in der Fastfood-Industrie regen Anklang. Der Vorgang des manuellen Trennens ist zeitaufwendig, kostenintensiv und liefert häufig nur eine geringe Ausbeute aus den Rückenteilen. Ferner birgt eine manuelle Bearbeitung der Rückenteile aufgrund der komplizierten Schnittfolge ein hohes Verletzungsrisiko.

Eine maschinelle Gewinnung von Rückenfleisch aus Rückenteilen findet derzeit nicht statt, da die Positionierung und das Halten der Rückenteile auf automatisierten Vorrichtungen aufgrund der komplexen Geometrie der Rückenteile mit einem hohen Konstruktions- und Fertigungsaufwand der Vorrichtungen bzw. der Halteelemente verbunden ist. Für die komplexe Schnittfolge ist jedoch eine sichere Fixierung des Rückenteils notwendig, um Ausschuss zu vermeiden. Aus den verfügbaren Vorrichtungen des Standes der Technik ist insbesondere kein Halteelement für Rückenteile von Geflügelschlachtkörpern bekannt, das eine sichere Positionierung eines Rückenteils gewährleistet, um bei einem Eingriff mit Schneidinstrumenten gegen ein unerwünschtes Umpositionieren gesichert zu sein, damit ein automatisiertes Gewinnen von Rückenfleisch von Rückenteilen durchführbar ist.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Halteelement zur Verfügung zu stellen, um Rückenteile gegen ein unerwünschtes Bewegen, insbesondere während des Vorgangs zum Gewinnen von Rückenfleisch in einer Bearbeitungsstation, zu sichern. Die Aufgabe besteht weiterhin darin, eine entsprechende Vorrichtung für derartige Halteelemente vorzuschlagen.

Diese Aufgabe wird durch das Halteelement mit den eingangs genannten Merkmalen dadurch gelöst, dass die Halteeinrichtung mindestens ein steuerbares Klemmelement umfasst, wobei das mindestens eine Klemmelement ausgebildet und eingerichtet ist, zumindest bereichsweise das Rückenteil an der Halteeinrichtung unter kraft- und / oder formschlüssigem Eingriff mit der Körperinnenseite lösbar zu fixieren.

Als Geflügelschlachtkörper kommen insbesondere Hühner in Betracht. Das Halteelement kann jedoch auch zur Anordnung von Rückenteilen von anderem Geflügel wie Enten, Gänsen, Truthähnen, Tauben oder Wachteln erfolgen, wobei jeweils die Größenabmessungen des Halteelements an die Abmessungen der jeweiligen Rückenteile anzupassen sind.

Unter „Rückenteile“ im Sinne der Erfindung ist ein separat abgetrennter Bereich der „Front-halfs“ von Geflügelschlachtkörpern zu verstehen, der insbesondere aus dem Rückenbereich der Geflügelvorderhälften des Geflügelschlachtkörpers gebildet ist. Dabei umfasst das Rückenteil insbesondere zumindest einen Bereich der Wirbelsäule mit zumindest einem Bereich der Rippen sowie das damit verbundene Rückenfleisch. Das Rückenfleisch weist vorzugsweise mindestens ein Schulterblatt auf, besonders bevorzugt zwei Schulterblätter, das heißt auf jeder Seite der Wirbelsäule jeweils ein Schulterblatt.

Die „Körperinnenseite“ und die „Körperaußenseite“ im Sinne der Erfindung werden alternativ auch als innenliegender Bereich des Geflügels bzw. des Rückenteils und als außenliegender Bereich des Geflügels bzw. des Rückenteils bezeichnet. Die Körperinnenseite bildet somit insbesondere den innenliegenden Hohlraum der Brusthöhle des Geflügels mit den vertebralen zu der Wirbelsäule verlaufenden Rippen, während die Körperaußenseite den äußeren, von außen zugänglichen Bereich mit der Haut bzw. dem Fleisch kennzeichnet.

Die „Halsseite“ und die „Hüftseite“ der Rückenteile wird durch die im Vorfeld erfolgte Segmentierung des Geflügelschlachtkörpers bestimmt. Die Halsseite des Rückenteils ist die Seite, die durch einen Schnitt im Halsbereich des Geflügels erzeugt wird, während die Hüftseite bei einem Schnitt im Bereich der Hüfte erzeugt wird. Das Rückenteil ist somit von der Anatomie und der im Vorfeld erfolgten Segmentierung des Geflügelschlachtkörpers bestimmt.

Die Ausbildung des mindestens einen steuerbaren Klemmelements derart, um „zumindest bereichsweise das Rückenteil“ an der Halteeinrichtung unter kraft- und / oder formschlüssigem Eingriff mit der Körperinnenseite lösbar zu fixieren, bedeutet im Sinne der Erfindung, dass das mindestens eine Klemmelement in Wirkverbindung mit wenigstens einem Bereich der Körperinnenseite des Rückenteils steht. Dabei ist vorteilhafterweise ein Eingriff in Knochenbereiche zweckdienlich, da diese eine große Stabilität für den Eingriff mit mechanischen Mitteln bieten. Vorzugsweise greift das Klemmelement mit sämtlichen freiliegenden Knochenbereichen, wie dem Rippengerüst und / oder der Wirbelsäule oder Teilen davon ein, um eine möglichst umfassende Fixierung des Rückenteils zu erzeugen. „Lösbarzu fixieren“ im Sinne der Erfindung bedeutet, dass das Rückenteil oder Teile davon wieder komfortabel von dem Halteelement gelöst werden können, indem der Eingriff des mindestens einen Klemmelements mit der Körperinnenseite des Rückenteils reversibel ist. Zur Fixierung des Rückenteils auf dem Halteelement wird vorzugsweise ein Druck von der Außenseite auf das Rückenteil eingebracht, um das Rückenteil mit der Körperinnenseite auf die entsprechenden Bereiche des Halteelementes zu positionieren. Der dafür vorgesehene optionale Druck kann beispielsweise manuell und / oder maschinell eingebracht werden.

Durch das erfindungsgemäße Halteelement wird sichergestellt, dass das auf dem Halteelement zu positionierende Rückenteil zuverlässig und gegen ein unerwünschtes Bewegen lösbar zu fixieren ist. „Fixieren“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass insbesondere bei einem Krafteintrag auf das Rückenteil, beispielsweise bei einem Krafteintrag auf der Körperaußenseite, das gesamte Rückenteil gegen eine Positionsänderung gesichert ist. Fixieren kann auch als Klemmen, Eingreifen, Festhalten etc. verstanden werden. Ein Krafteintrag kann beispielsweise durch eine nachgeordnete Bearbeitungsstation erfolgen, wobei aufgrund von der Fixierung ein komfortabler und sauberer Schneidevorgang ausführbar ist. Auf diese Weise ist es möglich das Rückenfleisch möglichst verlustfrei sowie beschädigungsfrei von dem Rückenteil abzutrennen, was zu einer Ausbeutesteigerung führt. Gleichzeitig weist das Halteelement einen Aufbau mit geringer Komplexität auf und einen damit verbundenen verringerten Kostenaufwand bei der Herstellung derartiger Halteelemente bzw. Vorrichtungen. Die geringe Komplexität des Halteelements bedeutet zudem einen verringerten Verfahrensaufwand beim Positionieren des Rückenteils auf dem Halteelement. Vorteilhaft ist zudem die Ausbildung des Halteelements mit mindestens einem steuerbaren Klemmelement, da auf diese Weise ein lösbares Fixieren des Rückenteils an dem Halteelement möglich ist. Durch den kraft- und / oder formschlüssigen Eingriff der Halteeinrichtung auf der Körperinnenseite ist das Rückenteil insbesondere gegen ein Verschieben gesichert. Ein derartiger kraft- und / oder formschlüssiger Eingriff verhindert insbesondere ein Verschieben beim Ansetzen einer horizontalen Kraft auf ein angeordnetes Rückenteil. Besonders vorteilhaft ist die Halteeinrichtung ausgebildet und eingerichtet, zumindest bereichsweise das Rückenteil an der Halteeinrichtung unter kraft- und formschlüssigem Eingriff mit der Körperinnenseite lösbar zu fixieren. Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Klemmelement ausgebildet und eingerichtet ist, das Rückenteil körperinnenseitig zumindest in einem Teilbereich der Wirbelsäule oder Teilen davon und / oder im Bereich des Rippengerüsts kraft- und / oder formschlüssig lösbar zu fixieren. Das heißt, die Klemmelemente greifen die Wrbelsäule und / oder das Rippengerüst im Bereich der Rippen und / oder im rippenfreien Bereich ein. Auf diese Weise erfolgt insbesondere zumindest durch die Fixierung an der Wrbelsäule ein Kraftschluss, zudem ist durch die Fixierung der Rippen ein kombinierter Formschluss gegen einen horizontalen Krafteintrag des horizontal angeordneten Rückenteils gegeben, weil die Klemmelemente in die rippenfreien Bereiche des Rippengerüstes eingreifen, was beispielsweise ein Verschieben verhindert. Es besteht alternativ die Möglichkeit, dass entweder nur ein Eingriff in die Wrbelsäule gegeben ist, ohne eine formschlüssige Verbindung mit dem Rippengerüst zu erzeugen, oder nur eine Anordnung des mindestens einen Klemmelements in den freien Bereichen des Rippengerüstes vorzunehmen, um einen Formschluss zu erzeugen. Es ist somit sichergestellt, dass je nach Verwendungszweck des Halteelements eine zuverlässige Möglichkeit der sicheren Anordnung eines Rückenteils gegeben ist. Die Art der Fixierung kann zudem von der Geflügelart sowie der Größe der jeweiligen Rückenteile abhängig sein. Ferner haben nachgeordnete Bearbeitungsstationen auf die gewünschte Art der Fixierung von Rückenteilen auf den Halteelementen einen Einfluss. Vorteilhafterweise erfolgt eine kraft- und formschlüssige lösbare Fixierung der Wirbelsäule sowie des Rippengerüstes. Weiter bevorzugt erfolgt die lösbare Fixierung entlang der gesamten Wrbelsäule, die in dem Rückenteil verblieben ist.

Eine vorteilhafte Weiterbildung zeichnet sich dadurch aus, dass das Klemmelement eingerichtet ist, das Rückenteil zumindest im Wesentlichen nur mittels des Klemmelements kraft- und / oder formschlüssig mit der Körperinnenseite an dem Halteelement lösbar zu fixieren. „Zumindest im Wesentlichen nur mittels des Klemmelements“ im Sinne der Erfindung bedeutet, dass die Fixierung des Rückenteils überwiegend durch das Klemmelement erfolgt. Es sind insbesondere keine separaten Fixiermittel vorhanden, wodurch das Rückenteil zusätzlich an dem Halteelement gehalten würde. „Mit der Körperinnenseite“ bedeutet, dass das Klemmelement das Rückenteil beispielsweise nur im Bereich der Wrbelsäule, des Rippengerüstes und / oder in den rippenfreien Bereichen fixiert. Auf diese Weise ist ein einfacher konstruktiver Aufbau möglich, wodurch die Komplexität und der Verfahrensaufwand beim Positionieren von Rückenteilen minimiert wird. Ferner ist kein Element, wie beispielsweise ein zusätzliches Klemmmittel, notwendig, dass das Rückenteil unter Zuhilfenahme weiterer Mittel fixiert.

In einerweiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Halteeinrichtung ein zumindest im Wesentlichen in einer Mittelachse M des Halteelements verlaufendes Zentrierelement, derart ausgebildet und eingerichtet, dass die Wirbelsäule oder Teile davon zumindest bereichsweise darin kraft- und / oder formschlüssig anordenbar ist. „Zumindest im Wesentlichen in einer Mittelachse M“ im Sinne der Erfindung heißt, entweder genau in der Mittelachse M oder nahezu in der Mittelachse M, d. h. mit einer Abweichung zu der Mittelachse M um maximal ± 10°. Dies ermöglicht eine automatisierte Bearbeitung mittels potentieller weiterer Bearbeitungsstationen. Es ist eine konstante und symmetrische Ausrichtung der Rückenteile an dem Halteelement sichergestellt, was die nachträgliche Weiterverarbeitung erleichtert und was zu homogenen Verarbeitungsresultaten beiträgt.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Klemmelement mindestens einen Klemmzahn mit einem Klemmbereich aufweist. Der Klemmzahn erleichtert die Doppelfunktion des kraft- und formschlüssigen Eingriffs in der Körperinnenseite des Rückenteils. Der Klemmbereich ist ausgebildet und eingerichtet, mit einem Bereich des Rückenteils in Eingriff zu stehen, insbesondere mit der Wirbelsäule, um einen kraftschlüssigen Eingriff bereitzustellen. Die Abmessungen des mindestens einen Klemmzahns sind vorzugsweise derart gewählt, dass der Klemmzahn ausgebildet ist, in den rippenfreien Bereichen des Rippengerüstes einzugreifen, wodurch ein formschlüssiger Eingriff gegeben ist. Das Material des mindestens einen Klemmzahns ist besonders bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe der rostfreien Edelstahle. Der mindestens eine Klemmzahn ist weiter bevorzugt je nach anzuordnenden Rückenteilen in jeweils korrespondierenden Abmessungen hierzu ausgewählt, damit eine zuverlässige Sicherung des Rückenteils auf dem Halteelement erfolgt. Die gewählte Größe des Klemmzahns beträgt vorzugsweise demnach im Wesentlichen den rippenfreien Bereichen des Rippengerüstes des Rückenteils, um einen möglichst genauen Formschluss auszubilden. Anders ausgedrückt weist der mindestens eine Klemmzahn somit im Wesentlichen die Längenabmessungen der in dem Rückenteil vorhandenen Rippen auf. Sofern die Klemmzähne zu breit gewählt sind, ist ein Eingreifen in die rippenfreien Bereiche nicht mehr möglich bzw. es kann zu Beschädigungen an den Rippen und somit zu einer Verunreinigung des Endprodukts führen. Zu große Klemmelemente, insbesondere zu große Klemmzähne, sind somit unbedingt zu vermeiden. Sofern Beschädigungen an der Wirbelsäule und / oder dem Rippengerüst erfolgt sind, kann eine zuverlässige Fixierung des Rückenteils auf dem Halteelement nicht mehr gewährleistet werden. Der Klemmbereich ist vorzugsweise derart spitz bzw. verjüngend zulaufend ausgebildet, um ein sicheres Eingreifen mit der Wirbelsäule zu ermöglichen und diese gegen eine unerwünschte Positionsänderung zu sichern.

Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung zwei gegenüberliegend angeordnete Klemmelemente umfasst, wobei jedes der Klemmelemente insbesondere als Klemmkamm ausgebildet ist. Die Klemmelemente sind besonders bevorzugt symmetrisch zueinander ausgebildet, das heißt, die Klemmelemente befinden sich auf gleicher Höhe und der jeweilige Klemmkamm ist im Wesentlichen symmetrisch ausgestaltet. Der Klemmkamm ist vorzugsweise dadurch gestaltet, dass der Klemmkamm eine Mehrzahl an Klemmzähnen umfasst, um in die rippenfreien Bereiche des Rippengerüstes einzugreifen. Die gegenüberliegende Anordnung der Klemmelemente führt zu einem symmetrischen Aufbau des Halteelements, was den Herstellungsaufwand minimiert. Ferner ist auf diese Weise der in der Regel symmetrische Aufbau von Rückenteilen, mit beidseitig und jeweils gegenüberliegend verlaufenden Rippen, gleichmäßig fixierbar. Mittels zwei gegenüberliegend angeordneten Klemmelementen ist das Rückenteil aufgrund der gleichmäßigen Fixierung bei einem potentiellen Krafteintrag insbesondere gegen Rotation gesichert. Die Ausbildung des mindestens einen Klemmelements als Klemmkamm stellt eine zuverlässige Option der kraft- und / oder formschlüssigen Fixierung des Rückenteils dar.

In einerweiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist jedes der Klemmelemente zwei bis sieben Klemmzähne auf, insbesondere vier Klemmzähne, wobei die Klemmzähne der Klemmelemente ausgehend von der Mittelachse M des Halteelements zumindest im Wesentlichen jeweils gegenüberliegend angeordnet sind. „Zumindest im Wesentlichen gegenüberliegend“ im Sinne der Erfindung bedeutet entweder genau gegenüberliegend oder, dass die Klemmzähne mit geringen Abweichungen zueinander gegenüberliegend angeordnet sind, das heißt um 1 mm bis 5 mm abweichend von der gegenüberliegenden Anordnung. Dadurch ist es möglich, den in der Regel symmetrischen Aufbau von Rückenteilen, mit beidseitig und jeweils gegenüberliegend verlaufenden Rippen, gleichmäßig mittels der Klemmelemente zu fixieren. Weiter bevorzugt kann der Abstand der Klemmelemente bzw. der Klemmzähne von der Mittelachse M variabel ausgestaltet sein; es können insbesondere einzelne Klemmzähne eines Klemmelements einen unterschiedlich großen Abstand zu der Mittelachse M aufweisen.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Klemmzähne zumindest im Wesentlichen quer zu der Mittelachse M angeordnet sind, wobei die Klemmzähne zumindest im Wesentlichen parallel zu den Rippenpaaren eines anordenbaren Rückenteils verlaufen. „Zumindest im Wesentlichen quer zu der Mittelachse M“ im Sinne der Erfindung bedeutet entweder quer, das heißt 90° zu der Mittelachse M oder nahezu quer angeordnet, d. h. mit einer Abweichung der Klemmzähne zu der Mittelachse M um maximal ± 10°. „Zumindest im Wesentlichen parallel“ im Sinne der Erfindung bedeutet entweder parallel zueinander oder nahezu parallel angeordnet, d. h. mit einer Abweichung der parallel zu den Rippenpaaren verlaufenden Klemmzähne um maximal ± 10°. Da die Rippenpaare von Geflügel in der Regel gebogen sind, bedeutet „parallel“ im Sinne der Erfindung somit vereinfacht die schematische parallele Anordnung nebeneinander. Durch die quer zur Mittelachse M angeordneten Klemmzähne ist eine Möglichkeit gegeben, eine kraft- und / oder formschlüssige Fixierung des Rückenteils durch das mindestens eine Klemmelement bereitzustellen. Die quer verlaufenden Klemmzähne ermöglichen zudem einen Eingriff in die Wirbelsäule, da diese, zumindest bei den vertebralen Rippen von Geflügel, in der Regel ebenfalls quer zu der Wirbelsäule verlaufen. Die Anordnung ermöglicht eine naturnahe Ausbildung des Halteelements zu der Anatomie des Rückenteils, um eine Fixierung mit hohen Haltekräften bereitzustellen.

In einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weisen die Klemmzähne die Form auf, die der zwischen den Rippen auftretenden Ausnehmungen, auch Rippenzwischenräume, Zwischenräume oder rippenfreie Bereiche genannt, entspricht. Weiter bevorzugt sind die Klemmzähne derart gebogen, um der Kontur - insbesondere der Außenkontur - der Rippenbögen zu entsprechen, um korrespondierend in den Ausnehmungen einzugreifen. Auf diese Weise verringert sich die potentielle Gefahr der Verletzung des Rückenteils, da durch die Ausnehmungen die Rippen von dem Eingriff ausbleiben, wodurch eine Beschädigung des Rückenteils, insbesondere ein Brechen oder Zerstören der Rippen, vermieden wird, weil die Klemmzähne in die Ausnehmungen eingreifen. Durch die Kontur und die Anordnung der Klemmelemente ist ein Eingriff der Klemmzähne in die rippenfreien Bereiche der Körperinnenseite des Rückenteils sichergestellt. Ferner führt die gebogene Kontur der Klemmzähne zu weniger Widerstand beim Eingriff in die Körperinnenseite des Rückenteils, was einerseits zu einem sauberen Positioniervorgang führt und andererseits durch den widerstandsreduzierten Eingriff der Klemmzähne eine Verletzung des Rückenteils ebenfalls vorbeugt. Zudem ist auf diese Weise ein besserer Halt des Rückenteils auf dem Halteelement gewährleistet. Eine Verletzung der Knochen des Rückenteils ist unbedingt zu vermeiden, da auf diese Weise eine Verunreinigung des zu gewinnenden Rückenfleisches, beispielsweise mit Knochenstücken, vorgebeugt wird.

Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Klemmelemente mit den Klemmzähnen derart ausgebildet ist, dass die Klemmzähne mit den rippenfreien Bereichen des Rippengerüstes auf der Körperinnenseite des Rückenteils zumindest im Wesentlichen korrespondieren. „Zumindest im Wesentlichen korrespondieren“ im Sinne der Erfindung bedeutet, entweder genau mit den rippenfreien Bereichen korrespondieren oder nahezu mit den rippenfreien Bereichen korrespondieren, d. h. mit einer Abweichung um maximal ± 10°. Auf diese Weise sind die Klemmelemente, insbesondere die Klemmzähne derart ausgestaltet, dass diese in die natürliche Anatomie des Rückenteils passgenau eingreifen, wodurch ein zuverlässiger und sicherer Transport mittels der Halteelemente gewährleistet ist, insbesondere bei einem nachgeordneten maschinellen Verarbeitungsschritt.

Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Klemmelemente um eine zumindest im Wesentlichen parallel zu der Mittelachse M verlaufende Schwenkachse S zum Ausführen einer Schwenk bewegung schwenkbeweglich ausgebildet und eingerichtet ist, wobei das Klemmelement zwischen einer Klemmposition und einer Bestückposition bewegbar anordenbar ist. Unter „bewegbar“ ist insbesondere eine Rotationsbewegung zu verstehen; das mindestens eine Klemmelement ist somit vorzugsweise zwischen der Klemmposition und der Bestückposition rotierbar ausgebildet. „Zumindest im Wesentlichen parallel“ im Sinne der Erfindung bedeutet entweder parallel zueinander ausgebildet und eingerichtet, oder nahezu parallel ausgebildet und eingerichtet, d. h. mit einer Abweichung der Schwenkachse S zu der Mittelachse M um maximal ± 10°. Durch die Wechselmöglichkeit des mindestens einen Klemmelements zwischen der Klemmposition und der Bestückposition ist eine Lösung bereitgestellt, um Rückenteile zuverlässig und auf einfache Art und Weise auf dem Halteelement anzuordnen und zu fixieren. In der Bestückposition ist das mindestens eine Klemmelement auf der Schwenkachse S entgegen der Mittelachse M verschwenkt, um ein Bestücken der Halteeinrichtung mit dem Rückenteil zu ermöglichen. Um das Rückenteil auf der Halteeinrichtung zu fixieren, verschwenkt das mindestens eine Klemmelement um die Schwenkachse S in Richtung der Mittelachse M. Dabei greifen die, das Klemmelement vorzugsweise aufweisenden, Klemmzähne in die Körperinnenseite des Rückenteils kraft- und / oder formschlüssig ein, um das Rückenteil lösbar an dem Halteelement zu fixieren. Zudem ist ein Wechsel von der Klemmposition in die Bestückposition möglich, beispielsweise nachdem das Rückenfleisch von dem Rückenteil gewonnen wurde, um das von dem Rückenfleisch abgetrennte Rückenteil von dem Halteelement zu entfernen. Bei einem Wechsel von der Klemmposition in die Bestückposition ist das mindestens eine Klemmelement um die Schwenkachse S nach außen verschwenkbar, um die Fixierung des Rückenteils zu lösen und beispielsweise ein anschließendes Entfernen des Rückenteils von dem Halteelement herbeizuführen. Die Schwenkbe wegung des mindestens einen Klemmelements kann beispielsweise mittels eines, ein Schwenkgelenk bildenden, Schwenkbolzens erfolgen, der das mindestens eine Klemmelement und das Halteelement schwenkbeweglich verbindet. Für ein möglichst gleichmäßiges Klemmergebnis ist das Rückenteil in der Bestückposition vorzugsweise mit der Wirbelsäule im Bereich der Mittelachse M anordenbar und anschließend mit dem mindestens einen Klemmelement in der Klemmposition fixierbar.

Vorzugsweise ist das mindestens eine Klemmelement in der Bestückposition arretierbar, wodurch ein präzises und unbehindertes Bestücken erleichtert wird.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens eines der Klemmelemente mittels eines Federelementes entgegen der Schwenkbewegung in der Klemmposition federkraftbeaufschlagt ausgebildet und eingerichtet ist. Auf diese Weise befindet sich das mindestens eine Klemmelement mit dem Federelement standardmäßig in der Klemmposition. Um ein Wechsel von der Klemmposition in die Bestückposition zu bewirken, muss das mindestens eine Klemmelement zur Bewegung in die Bestückposition aktiv gegen die Federkraft des Federelements in der Schwenkbewegung bewegt und gehalten werden. Aufgrund der Federbeaufschlagung des mindestens einen Klemmelements befindet sich das Klemmelement auf dem Halteelement wieder erneut in der Klemmposition, wodurch ein stetes Fixieren eines auf dem Halteelement angeordneten Rückenteils sichergestellt ist. Auf diese Weise ist stetig ein sicheres und zuverlässiges Fixieren des Rückenteils gewährleistet. Das mindestens eine Federelement ist insbesondere derart ausgebildet und eingerichtet, eine selbsttätige Schwenkbewegung des mindestens einen Klemmelements aus der Klemmposition in die Bestückposition zu verhindern. Selbsttätig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Federkraft des Federelements ausreichend groß gewählt ist, um im bestimmungsgemäßen Gebrauch des Halteelements, das heißt vor allem im Einsatz mit einer Vorrichtung aus der Geflügel verarbeitenden Industrie, ein Verschwenken um die Schwenkachse S zu verhindern, wodurch ebenfalls ein Wechsel von der Klemmposition in die Bestückposition verhindert wird. Das Federelement kann vorzugsweise eine starke mechanische Feder sein, beispielsweise eine (Schrauben-)Zugfeder, alternativ sind auch pneumatische Lösungen zur Vermeidung der Positionsänderung in Schwenkbewegung des mindestens einen Klemmelements möglich.

Eine weitere zweckmäßige Ausbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Klemmelemente derart schwenkbeweglich ausgebildet und eingerichtet ist, dass das Klemmelement ein auf der Halteeinrichtung angeordnetes Rückenteil mittels der Klemmzähne an der Wirbelsäule einwirkend entgegen der Federkraftbeaufschlagung in der Klemmposition einspannt, um das Rückenteil kraft- und / oder formschlüssig auf der Halteeinrichtung lösbar zu fixieren. Auf diese Weise ist ein erfindungsgemäßes Fixieren des Rückenteils auf dem Halteelement gegeben, um eine potentiell nachgeordnete Bearbeitung des Rückenteils vorzunehmen und gegen ein unerwünschtes Lösen der Klemmelemente zu sichern.

Gemäß einerweiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Halteeinrichtung mindestens ein Auslöseelement, wobei das Auslöseelement mit mindestens einem der Klemmelemente derart in Wirkverbindung steht, dass das Auslöseelement ein Wechseln von der Bestückposition in die Klemmposition einrichtet. Das Auslöseelement stellt eine Möglichkeit dar, einen komfortablen Wechsel der Betriebspositionen, das heißt zwischen Bestückposition und Klemmposition, des mindestens einen Klemmelements zu ermöglichen. Das Auslöseelement ist dabei vorzugsweise derart ausgebildet, dass es manuell und / oder maschinell, insbesondere automatisiert, betätigbar ist.

Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement mit mindestens einem der Klemmelemente derart in Eingriff steht, dass die Halteeinrichtung mittels des Federelements derart unter Federkraftbeaufschlagung vorspannbar eingerichtet ist, dass bei einem Aktivieren des Auslöseelements mindestens eines der Klemmelemente in die Bestückposition überführbar ist, und bei einem Deaktivieren des Auslöseelements das Klemmelement selbsttätig in die Klemmposition überführbar ist. Dies ermöglicht eine Integration der Halteelemente in einen automatisierten Prozess, wobei das Auslöseelement eine Steuerung und automatisches Be- und Entstücken mit Rückenteilen ermöglicht. Das Auslöseelement ist vorzugsweise als kreisförmiger Gegenstand ausgebildet, insbesondere als Laufrad, um zumindest bereichsweise mit einer Führungsschiene in Wirkverbindung zu stehen, um eine Führung des Auslöseelements vorzunehmen, was bei einem Betätigen des Auslöseelements mittels der Führungsschiene zu einer Schwenkbewegung des mindestens einen Klemmelements führt.

Die Aufgabe wird auch durch eine Vorrichtung mit einem erfindungsgemäßen Halteelement gelöst, wobei die Rückenteile kraft- und / oder formschlüssig auf dem mindestens einen Halteelement anordenbar sind.

Zur Vermeidung von Wederholungen wird im Zusammenhang mit der erfindungs gemäßen Vorrichtung auf die bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Halteelement im Detail geschilderten Vorzüge verwiesen. Diese gelten in analoger Weise auch für die erfindungsgemäße Vorrichtung.

Eine vorteilhafte Weiterbildung zeichnet sich dadurch aus, dass die Vorrichtung ein Eingriffselement umfasst, das ausgebildet und eingerichtet ist zusammen mit dem Auslöseelement des Halteelements einzuwirken, um ein Wechseln zwischen der Bestückposition und der Klemmposition des mindestens einen Klemmelements auszubilden. Dies ermöglicht beispielsweise den automatisierten und kontinuierlichen Betrieb der Vorrichtung, wodurch eine effiziente und ressourcenschonende Verarbeitung von Rückenteilen erfolgt. Das Eingriffselement kann beispielsweise als Führungsschiene ausgebildet sein, in der das Auslöseelement zumindest bereichsweise führbar ist. Damit ein Wechsel der Position des mindestens einen Klemmelements erfolgt, ist der Verlauf der Führungsschiene vorzugsweise derart, dass mittels des Auslöseelements eine Schwenkbewegung des mindestens einen Klemmelements um die Schwenkachse S eingerichtet ist. Eine Kombination derartiger Eingriffselemente mit Auslöseelementen sind auch als gesteuerte Kurvenbahnen, oder Kurvenrollenbahnen bekannt. Weiter bevorzugt ist das Eingriffselement als ein Roboter ausgebildet, der ein Betätigen des Auslöseelements vornimmt.

Das erfindungsgemäße mindestens eine Halteelement ist weiter bevorzugt auf einem endlos umlaufenden Transportelement anordenbar. Auf diese Weise ist eine effiziente Bearbeitung von Rückenteilen möglich. Derartige Transportelemente sind besonders bevorzugt Riemen-, Band-, Ketten-, Schlitten- und / oder Rollentransportvorrichtungen.

Weitere zweckmäßige und / oder vorteilhafte Merkmale und Weiterbildungen sowie bevorzugte Vorrichtungsgegenstände ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung. Besonders bevorzugte Ausführungsformen des Halteelements sowie der Vorrichtung werden anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Halteelements in einer Klemmposition,

Fig. 2 eine Draufsicht des erfindungsgemäßen Halteelements gemäß Fig. 1 in der Klemmposition,

Fig. 3 eine Frontansicht des erfindungsgemäßen Halteelements gemäß Fig. 1 in der Klemmposition,

Fig. 4 eine perspektivische schematische Ansicht eines Rückenteils eines Geflügelschlachtkörpers,

Fig. 5 ein Teilausschnitt einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit drei

Halteelementen mit teilweise angeordneten Rückenteilen gemäß Fig. 4, und

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Fig. 5. Anhand der vorgenannten Figuren werden das erfindungsgemäße Halteelement sowie die erfindungsgemäße Vorrichtung beschrieben. Zur Vermeidung von Wiederholungen gelten die gemachten Ausführungen zu dem Halteelement auch für die erfindungs gemäße Vorrichtung, so dass im Folgenden nur zu ausgewählten Aspekten der erfindungsgemäßen Vorrichtung, losgelöst von dem erfindungsgemäßen Halteelement, Ausführungen gemacht werden.

Das in den Zeichnungen dargestellte mindestens eine Halteelement ist zum Positionieren und lösbaren Fixieren von Rückenteilen von Geflügelschlachtkörpern ausgebildet und eingerichtet. Die Erfindung bezieht sich in gleicher weise auf Halteelemente, mit denen andere, dem Aufbau von Rückenteilen von Geflügelschlachtkörper vergleichbare, Tierkörper lösbar fixiert werden sollen.

Das dargestellte Halteelement 10 ist zum Anordnen von Rückenteilen 11 oder Teilen davon von - in den Figuren nicht gezeigten - Geflügelschlachtkörpern mit einer Halsseite 12 und einer Hüftseite 13 sowie einer Körperaußenseite 14 und einer Körperinnenseite 15, wobei das Rückenteil eine Wirbelsäule 16 oder Teile davon und ein Rippengerüst 17 mit zumindest vertebralen Rippenpaaren 18 oder Teilen davon umfasst, und wobei das Rückenteil 11 einen von dem Rippengerüst 17 körperaußen seitigen Bereich 14 mit Rückenfleisch 19 umfasst, umfassend eine Halteeinrichtung 20.

Das Halteelement 10 zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass die Halteeinrichtung 20 mindestens ein steuerbares Klemmelement 21 umfasst, wobei das mindestens eine Klemmelement 21 ausgebildet und eingerichtet ist, zumindest bereichsweise das Rückenteil 11 an der Halteeinrichtung 20 unter kraft- und / oder formschlüssigem Eingriff mit der Körperinnenseite 15 lösbar zu fixieren. Fig. 1 zeigt das Halteelement 10 in perspektivischer Ansicht. Neben den zuvor erwähnten Bestandteilen, umfasst das Halteelement 10 vorzugsweise einen Sockel 37 zur Befestigung auf einem Transportelement. Das Rückenteil 11 ist mit der Körperinnenseite 15 zumindest im Bereich der Halteeinrichtung 20 anordenbar.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird zunächst die Anatomie der mittels des mindestens einen Halteelements 10 zu haltenden Rückenteile 11 insbesondere anhand Fig. 4 im Detail beschrieben. Ferner sind in Fig. 5 Rückenteile 11, während des Vorgangs der Positionierung auf Halteelementen 10, dargestellt. Das erfindungsgemäße Halteelement 10 ist insbesondere zum automatischen oder halbautomatischen Anordnen, Positionieren und Fixieren von Rückenteilen 11 ausgebildet und eingerichtet. Neben den zuvor erwähnten anatomischen Bestandteilen, umfassen Rückenteile 11 regelmäßig weiterhin mindestens ein - in den Figuren nicht gezeigtes - Schulterblatt sowie mindestens eine Hautschicht, die die äußerste Schicht der Körperaußenseite 14 bildet. In den vorliegenden Figuren ist das Rückenteil 11 lediglich schematisch und stark vereinfacht dargestellt, ohne die anatomischen Besonderheiten der zuvor erwähnten Bestandteile im Detail naturgetreu abzubilden. Das Rückenteil 11 ist vereinfacht als symmetrisches Körperteil abgebildet, obwohl Naturprodukte derartige Symmetrien in der Regel nicht aufweisen. Das auf dem Rückenteil 11 befindliche Rückenfleisch 19 ist überwiegend über die Körperaußenseite 14 zugänglich und verläuft oberhalb des Rippengerüsts 17 sowie oberhalb der Wirbelsäule 16. Die Fixierung des Rückteils 11 auf den Halteelementen 10 erfolgt nur über die Körperinnenseite 15, die Körperaußenseite 14 steht vorzugsweise in keinem direkten Kontakt mit dem Halteelement 10. Der skelettierte Bereich des Rückenteils 11 umfasst vor allem die Wirbelsäule 16 und die Rippen, wobei die in dem Rückenteil 11 befindlichen Rippen in der Regel mit der Wirbelsäule 16 verbunden sind. Die Rippen treten normalerweise als Rippenpaare 18 auf, das heißt jeweils zwei Rippen verlaufen entlang der Wirbelsäule16 im Wesentlichen symmetrisch zueinander, so dass zwei der Wirbelsäule 16 gegenüberliegende Rippen jeweils ein Rippenpaar 18 bilden. Die gesamten Rippen des Rückenteils 11 bzw. Rippenpaare 18 bilden das Rippengerüst 17. Insgesamt ist der tatsächliche Aufbau des Rückenteils 11, das heißt wie viele Rippenpaare 18 das Rückenteil 11 umfasst, für die erfindungsgemäße Verwendung des Halteelements 10 nebensächlich, solange eine Anordnung mit der Körperinnenseite 15 mit der Halteeinrichtung 20 möglich ist. Das mindestens eine Klemmelement 21 ist vorzugsweise auf dem Halteelement 10 derart ausgebildet und eingerichtet, das Rückenteil 11 von der Körperinnenseite 15 im Bereich der Hüftseite 13, das heißt mit den in diesem Bereich befindlichen Rippengerüst 17 und / oder dem Teil der Wirbelsäule 16 einzugreifen und zu fixieren.

Die im Folgenden beschriebenen Merkmale und Weiterbildungen sowie Verfahrens schritte stellen für sich betrachtet oder in Kombination miteinander bevorzugte Ausführungsformen dar. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Merkmale und Verfahrensschritte, die in den Ansprüchen und / oder der Beschreibung und / oder der Zeichnung zusammengefasst oder in einer gemeinsamen Ausführungsform beschrieben sind, auch funktional eigenständig das weiter oben beschriebene Halteelement 10 sowie die weiter unten beschriebene Vorrichtung weiterbilden können. Wie aus der Fig. 5 hervorgeht, ist das mindestens eine Klemmelement 21 ausgebildet und eingerichtet, das Rückenteil 11 körperinnenseitig 15 zumindest in einem Teilbereich der Wrbelsäule 16 oder Teilen davon und / oder im Bereich des Rippengerüsts 17 kraft- und / oder formschlüssig lösbar zu fixieren. Dazu ist das Klemmelement 21 weiter bevorzugt eingerichtet, das Rückenteil 11 zumindest im Wesentlichen nur mittels des Klemmelements 21 kraft- und / oder formschlüssig mit der Körperinnenseite 15 an dem Halteelement 10 lösbar zu fixieren. Die eigentliche Fixierung des Rückenteils 11 auf dem Halteelement 10 erfolgt somit vorzugsweise nur durch einen Eingriff der Halteeinrichtung 20 auf der Körperinnenseite 15.

Fig. 1 bis Fig. 3 zeigen das Halteelement 10 im Detail ohne bestücktes Rückenteil 11. Die Halteeinrichtung 20 umfasst vorteilhafterweise ein zumindest im Wesentlichen in einer Mittelachse M des Halteelements 10 verlaufendes Zentrierelement 22, derart ausgebildet und eingerichtet, dass die Wrbelsäule 16 oder Teile davon zumindest bereichsweise darin kraft- und / oder formschlüssig anordenbar ist. Durch das Zentrierelement 22 erfolgt eine gleichmäßige Anordnung des Rückenteils 11 auf dem Halteelement 10, was zu konstanten Fixierungsergebnissen führt. Das Zentrierelement 22 ist vorzugsweise als Spalt 23 ausgebildet, in dem die Wrbelsäule 16 zumindest bereichsweise gegen ein horizontales Verschieben gesichert ist.

Die Rückenteile 11 werden auf der Außenseite des Halteelements 10, dem Sattel 24, mit der Körperinnenseite 15 angeordnet. In den Bereich des Sattels 24 ist die Halteeinrichtung 20 mit dem mindestens einen Klemmelement 21 integriert. Das mindestens eine Klemmelement 21 weist mindestens einen Klemmzahn 25 mit einem Klemmbereich 26 auf. In dem Halteelement der Fig. 1 bis Fig. 3 sind jeweils zwei Klemmelemente 21 mit insgesamt vier an der Mittelachse M gegenüberliegenden Klemmzähnen 25, das heißt jeweils acht Klemmzähnen 25, dargestellt. Dabei ist jedes der Klemmelemente 21 vorzugsweise als Klemmkamm 27 ausgebildet. Das bedeutet, dass die Klemmelemente 21 kammförmig ausgebildet sind, das heißt die einzelnen Klemmzähne 25 verlaufen bevorzugt, wie in den Fig. 1 und Fig. 2 gezeigt, im Wesentlichen parallel zueinander. Der Klemmbereich 26 der Klemmzähne 25 befindet sich weiter bevorzugt in dem vorderen Bereich der Klemmzähne 25, das heißt jeweils in dem der Mittelachse M zugewandten Bereich. Der Klemmbereich 26 der Klemmzähne 25 ist besonders bevorzugt ausgebildet und eingerichtet, mit der Wrbelsäule 16 des Rückenteils 11 einzugreifen. Vorzugsweise weist jedes der Klemmelemente 21 zwei bis sieben Klemmzähne 25 auf, insbesondere vier Klemmzähne 25, wobei die Klemmzähne 25 der Klemmelemente 21 ausgehend von der Mittelachse M des Halteelements 10 zumindest im Wesentlichen jeweils gegenüberliegend angeordnet sind. Die Halteelemente 10 aus den Fig. 1 bis Fig. 3 sowie Fig. 5 und Fig. 6 weisen jeweils zwei Klemmelemente 21 mit jeweils vier gegenüberliegenden Klemmzähnen 25 auf. Ferner sind die Klemmzähne 25 vorteilhafterweise zumindest im Wesentlichen quer zu der Mittelachse M angeordnet, und zeichnen sich dadurch aus, dass die Klemmzähne 25 zumindest im Wesentlichen parallel zu den Rippenpaaren 18 eines anordenbaren Rückenteils 11 verlaufen.

In Fig. 5 und Fig. 6 ist der Vorgang des Positionierens und Fixierens des Rückenteils 11 auf dem Halteelement 10 dargestellt. Fig. 5 zeigt dabei insbesondere, dass jedes der Klemmelemente 21 mit den Klemmzähnen 25 derart ausgebildet ist, dass die Klemmzähne 25 mit den rippenfreien Bereichen 35 des Rippengerüstes 17 auf der Körperinnenseite 15 des Rückenteils 11 zumindest im Wesentlichen korrespondieren. In Fig. 5 und Fig. 6 ist der Vorgang vereinfacht gezeigt. Das Rückenteil 11 liegt hier mit der Körperinnenseite 15 bündig auf dem Sattel 24 des Halteelements 10 auf, wodurch die Klemmzähne 25 entsprechend in die rippenfreien Bereiche 35 des Rippengerüstes 17 eingreifen können. Durch das Eingreifen der Klemmelemente 21 in die rippenfreien

Bereiche 35, erfolgt die Fixierung des Rückenteils 11 auf dem Halteelement 10. Dabei greifen die Klemmzähne 25 einerseits in die Wirbelsäule 16 ein und andererseits sind die Klemmzähne 25 in den rippenfreien Bereichen 35 zwischen den Rippenpaaren 18 angeordnet, wodurch eine kraft- und formschlüssige Fixierung des Rückenteils 11 auf dem Halteelement 10 erfolgt.

Wie in Fig. 3, Fig. 5 und Fig. 6 gezeigt, ist vorzugsweise mindestens eines der Klemmelemente 21 um eine zumindest im Wesentlichen parallel zu der Mittelachse M verlaufende Schwenkachse S zum Ausführen einer Schwenkbewegung 28 schwenkbeweglich ausgebildet und eingerichtet ist, wobei das Klemmelement 21 zwischen einer Klemmposition 29 und einer Bestückposition 30 bewegbar anordenbar ist.

Wie in Fig. 1 gezeigt, umfasst das Halteelement 10 weiter bevorzugt mindestens ein Positionierelement 38. Das mindestens eine Positionierelement 38 ist derart auf der Oberseite, insbesondere auf dem Sattel 24, des Halteelements 10 ausgebildet und eingerichtet, um ein auf dem Halteelement 10 angeordnetes Rückenteil 11 in einer gewünschten Ausrichtung zu positionieren bzw. auszurichten. Das Positionierelement 38, das sich an dem äußeren Rand im Bereich der Klemmelemente 21 befindet, dient zur Positionierung der Hüftseite 12 des Rückenteils 11, das durch das Positionierelement 38 derart auf dem Halteelement 10 anordenbar ist, dass die Klemmelemente 21 exakt in die rippenfreien Bereiche 35 des Rippengerüstes 17 eingreifen können. Es können weitere Positionierelemente 39 vorhanden sein, die für eine hüftseitige 13 Positionierung des Rückenteils 11 herangezogen werden.

Weiter bevorzugt ist mindestens eines der Klemmelemente 21 mittels eines Federelementes 31 entgegen der Schwenkbewegung 28 in der Klemmposition 29 federkraftbeaufschlagt ausgebildet und eingerichtet. In den Fig. 1, Fig. 3 und Fig. 5 ist das Federelement 31 als Zugfeder ausgebildet, weitere Ausführungen des Federelements 31 sind aber grundsätzlich möglich. Die Zugfeder steht dabei mit den Klemmelementen 21 in Wirkverbindung, wodurch diese in der Klemmposition 29 federkraftbeaufschlagt zueinander sind. Dabei ist besonders bevorzugt mindestens eines der Klemmelemente 21 derart schwenkbeweglich ausgebildet und eingerichtet, dass das Klemmelement 21 ein auf der Halteeinrichtung 20 angeordnetes Rückenteil 11 mittels der Klemmzähne 25 an der Wirbelsäule 16 einwirkend entgegen der Federkraftbeaufschlagung in der Klemmposition 29 einspannt, um das Rückenteil 11 kraft- und / oder formschlüssig auf der Halteeinrichtung 20 lösbar zu fixieren.

Für ein praktikables Wechseln zwischen den Betriebspositionen des Halteelements 10 umfasst die Halteeinrichtung 20 vorzugsweise mindestens ein Auslöseelement 32, wobei das Auslöseelement 32 mit mindestens einem der Klemmelemente 21 derart in Wirkverbindung steht, dass das Auslöseelement 32 ein Wechseln von der Bestückposition 30 in die Klemmposition 29 einrichtet. Das Auslöseelement 32 ist in den Fig. 1 bis Fig. 3 jeweils an der Seite des Halteelements 10 als stabförmige Verlängerung ausgebildet. Besonders bevorzugt steht das Auslöseelement 32 mit mindestens einem der Klemmelemente 21 derart in Eingriff, dass die Halteeinrichtung 20 mittels des Federelements 31 derart unter Federkraftbeaufschlagung vorspannbar eingerichtet ist, dass bei einem Aktivieren des Auslöseelements 32 mindestens eines der Klemmelemente 21 in die Bestückposition 30 überführbar ist, und bei einem Deaktivieren des Auslöseelements 32 das Klemmelement 21 selbsttätig in die Klemmposition 29 überführbar ist. Die Aktivierung des Auslöseelements 32 erfolgt bei dem Halteelement 10 in den dargestellten Figuren, indem das Auslöseelement 32 in Verlauf der Schwenkbewegung 28 bewegt wird, wobei Kraft auf das Auslöseelement 32 eingebracht wird, die größer ist, als die Kraft des Federelements 31. Der Krafteintrag kann dabei grundsätzliche auf beliebige Art und Weise erfolgen.

Im Folgenden wird die Vorrichtung 33 zum Gewinnen von Rückenfleisch 19 von Rückenteilen beschrieben. Die Vorrichtung ist in Fig. 5 und 6 dargestellt, wobei Fig. 5 nur den Teilbereich zeigt, in dem die Rückenteile 11 auf die Halteelement 10 angeordnet werden. Fig. 6 zeigt die gesamte Vorrichtung 33, nachfolgend nicht näher im Detail beschrieben, mit den Einrichtungen bzw. Stationen zum Positionieren, Einschneiden und Gewinnen von Rückenfleisch 19. Die Vorrichtung 33 umfasst mindestens eines der zuvor beschriebenen Halteelemente 10, vorzugsweise eine Vielzahl der Halteelemente 10, wobei die Rückenteile 11 kraft- und / oder formschlüssig auf dem mindestens einen Halteelement 10 anordenbar sind.

Vorzugsweise umfasst die Vorrichtung 33 ein Eingriffselement 34, das ausgebildet und eingerichtet ist, zusammen mit dem Auslöseelement 32 des Halteelements 10 einzuwirken, um ein Wechseln zwischen der Bestückposition 30 und der Klemmposition 29 des mindestens einen Klemmelements 21 auszubilden. In Fig. 5 und Fig. 6 ist das Eingriffselement 34 als Bahnsteuerung, oder auch Kurvenbahn genannt, dargestellt, in der das Auslöseelement 32 zumindest bereichsweise führbar ist, wodurch der Krafteintrag zum Aktivieren des Auslöseelements 32 durch Veränderung der Führung des Auslöseelements 32 erfolgt, indem das Auslöseelement 32 in dem Eingriffselement 34 durch die Vorwärtsbewegung des Halteelements 10 zwangsgeführt wird. Je nach Verlauf der Bahnsteuerung des Eingriffselement 34 kann so eine bedarfsweise Steuerung des Eingriffselements 34 mit dem Auslöseelement 32 erfolgen. Für ein komfortables Führen des Auslöseelements 32 in dem Eingriffselement 34 ist das Auslöseelement 32 mit einem Laufrad 36 ausgebildet, das in dem Eingriffselement 34 führbar ist, wodurch der Krafteintrag auf das Auslöseelement 32 übertragbar ist. Das Auslöseelement 32 erlaubt auf diese Weise jeweils ein Wechseln des Klemmelements 21 zwischen der Bestückposition 30 und der Klemmposition 29.

Wie in Fig. 5 gezeigt, kann die Vorrichtung 33 ferner eine Andrückeinrichtung 40 umfassen. Die Andrückeinrichtung 40 ist vorzugsweise im Bereich der Anordnung des Rückenteils 11 auf dem Halteelement 10 angeordnet, um ein Andrücken des Rückenteils 11 auf dem Halteelement 10 vorzunehmen, wodurch eine bedarfsgerechte Positionierung mit einem entsprechenden Andrückdruck erfolgt.