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Patent Searching and Data


Title:
HULL WITH OPENING IN THE FLOOR FOR A BOAT DRIVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/072128
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a hull (1) for a boat comprising a boat drive (2) which is led through a hull opening (3) in the floor of the hull (1), the boat drive (2) being connected to the hull (1) by means of at least one fastening means (4). At least one positioning element (5) is provided on the external side (6) of the hull for positioning the fastening means (4) relative to the hull (1). Further disclosed are a boat comprising such a hull and a method for producing a boat comprising a boat drive.

Inventors:
GALLATO FERNANDO (IT)
TOGNON ANDREA (IT)
TARGA STEFANO (IT)
Application Number:
EP2013/070390
Publication Date:
May 15, 2014
Filing Date:
October 01, 2013
Export Citation:
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Assignee:
ZAHNRADFABRIK FRIEDRICHSHAFEN (DE)
International Classes:
B63H5/125
Foreign References:
US20050272321A12005-12-08
US3982496A1976-09-28
US3327675A1967-06-27
US4815996A1989-03-28
DE2748276A11978-05-11
DE102009000994A12010-08-19
DE102012210727A2012-06-25
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Claims:
Patentansprüche

1 . Bootsrumpf (1 ) für ein Boot mit einem Bootsantrieb (2), der durch eine Rumpföffnung (3) im Boden des Bootsrumpfes (1 ) hindurchgeführt ist, wobei der Bootsantrieb (2) mittels zumindest einem Befestigungsmittel (4) mit dem Bootsrumpf

(1 ) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Positionierungselement (5) auf der Au ßenseite (6) des Bootsrumpfes zur Positionierung des Befestigungsmittels (4) in Bezug auf den Bootsrumpf (1 ) vorgesehen ist.

2. Bootsrumpf (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierungselement (5) zumindest eine Einbuchtung (7) umfasst, und dass die Einbuchtung (7) oder Teile der Einbuchtung (7) derart gestaltet sind, dass sie zum Positionieren des Befestigungsmittels (4) in Bezug auf den Bootsrumpf (1 ) geeignet ist.

3. Bootsrumpf (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Positionierungselement (5) eine Anlagefläche (9) umfasst, und dass die Anlagefläche (9) durch eine Referenzumrandung (1 0) begrenzt wird, die als Anschlag zum Positionieren des Befestigungsmittels (4) geeignet ist.

4. Bootsrumpf (1 ) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzumrandung (1 0) die Anlagefläche (9) in der Ebene der Anlagefläche nach allen Seiten hin begrenzt.

5. Bootsrumpf (1 ) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bootsrumpf einen Befestigungsrahmen (8) für den Bootsantrieb

(2) aufweist, und dass das Befestigungsmittel (4) an dem Befestigungsrahmen (8) angeordnet ist.

6. Bootsrumpf (1 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsrahmen (8) einteilig mit dem Bootsrumpf (1 ) ausgeführt ist.

7. Bootsrumpf (1 ) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet dass der Bootsrumpf auf seiner Innenseite eine Referenzfläche (15) zur Positionierung des Befestigungsrahmens (8) aufweist.

8. Bootsrumpf (1 ) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (4) zumindest eine Gewindebohrung (1 6) und/oder zumindest einen Gewindebolzen umfasst.

9. Boot mit einem Bootsrumpf (1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dichtungseinrichtung (12) zur Abdichtung des Bootsinnenraumes (13) gegen eintretendes Wasser im Bereich der Rumpföffnung (3) angeordnet ist, und dass die Dichtungseinrichtung (12) durch das Positionierungselement (5) in Bezug auf den Bootsrumpf (1 ) positioniert ist.

10. Boot mit einem Bootsrumpf (1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbuchtung (7) durch einen Deckel (14) nach außen hin abgedeckt ist, und dass der Deckel (14) durch das Positionierungselement (5) in Bezug auf den Bootsrumpf (1 ) positioniert ist.

1 1 . Verfahren zum Herstellen eines Bootes mit einem Bootsantrieb, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte,

j) Bereitstellen eines Bootsrumpfes (1 ) mit einer Rumpföffnung (3) für einen Bootsantrieb (2) und mit zumindest einem Positionierungselement (5) auf der Außenseite des Bootsrumpfes (1 ),

k) Bereitstellen einer Dichtungsvorrichtung (12)

I) Festlegen der Einbauposition der Dichtungsvorrichtung (12) in Bezug auf den Bootsrumpf (1 ) mit Hilfe des Positionierungselementes (5), m) Befestigen der Dichtungsvorrichtung (12) an dem Bootsrumpf (1 ), n) Bereitstellen eines Befestigungsmittels (4) für den Bootsantrieb (2) o) Festlegen der Einbauposition des Befestigungsmittels (4) in Bezug auf den Bootsrumpf (1 ) mit Hilfe des Positionierungselementes (5), p) Befestigen des Befestigungsmittels (5) an dem Bootsrumpf (1 ), q) Einfügen des Bootsantriebes (2) durch die Rumpföffnung (3) und r) Befestigen des Bootsantriebes (2) an dem Bootsrumpf (1 ) durch das Befestigungsmittei (4).

1 2. Verfahren nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung der Verfahrensschritte c) und/oder f) eine Schablone verwendet wird.

1 3. Verfahren nach Anspruch 1 1 oder 12, wobei das Positionierungselement (5) eine Einbuchtung (7) umfasst, gekennzeichnet durch den anschließenden Verfahrensschritt,

s) Bereitstellen eines Deckels (14) zum Verschließen der Einbuchtung (7) auf der Au ßenseite (6) des Bootsrumpfes (1 ),

t) Festlegen der Einbauposition des Deckels (14) mit Hilfe des Positionierungselementes (5) und

u) Befestigen des Deckels (14) an dem Bootsrumpf (1 ).

Description:
BOOTSRUMPF MIT ÖFFNUNG IM BODEN FÜR EINEN BOOTSANTRIEB

Die Erfindung betrifft einen Bootsrumpf für ein Boot mit einem Bootsantrieb nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 .

Bekannte Innenbord-Bootsantriebe weisen eine unter Wasser angeordnete Steuer- und Vortriebseinheit auf, welche um eine Hochachse schwenkbar ist. Der Vortrieb wird durch einen oder zwei Propeller erzeugt, deren Rotationsachse mittels einer Steuereinheit schwenkbar ist. Durch die Verschwenkbarkeit der Rotationsachse des Propellers wird eine Steuerwirkung für das Boot erreicht. Der Bootsantrieb weist beispielsweise eine senkrecht angeordnete Säule auf, welche die Antriebswelle für den Propeller aufnimmt und durch eine Rumpföffnung im Bootsrumpf hindurchgeführt ist. Die Antriebswelle kann von einem innerhalb des Bootsrumpfes angeordneten Antriebsmotor angetrieben werden. Derartige Bootsantriebe werden auch Pod-Drives genannt.

Im Bereich der Rumpföffnung solcher Bootsantriebe ergibt sich ein um die Säule verlaufender Ringspalt. Dieser Ringspalt wird durch eine Dichtungseinrichtung abgedichtet, damit durch den Ringspalt kein Wasser ins Innere des Bootsrumpfes gelangt. Beispielsweise zeigt die DE 2748276 A1 einen Bootsrumpf eines Bootes mit einem Bootsantrieb, der durch eine Rumpföffnung im Boden des Bootsrumpfes hindurchgeführt ist. Dabei wird der erwähnte Ringspalt durch eine O-Ringdichtung abgedichtet und der Bootsantrieb ist über flexible Befestigungsglieder und ein innen am Boden des Bootsrumpfes angeordnetes Motorbett in dem Bootsrumpf befestigt.

Bei der Herstellung und beim Zusammenbau des Bootsrumpfes, des Bootsantriebes und der Dichtungseinrichtung ergeben sich zwangsläufig Maßabweichungen und Ungenauigkeiten. Diese Maßabweichungen und Ungenauigkeiten führen im Bereich der Dichtungseinrichtung zu Leckagen oder zu erhöhten Materialbeanspruchung und in Folge zu einer Verkürzung der Lebensdauer der Bauteile. Zusätzlich können ungenaue Übergänge und Lücken auf der Außenseite des Bootsrumpfes entstehen, die zu ungünstigem Strömungsverhalten des Bootes führen. Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch einen Bootsrumpf mit den Merkmalen des Anspruches 1 und durch ein Boot gemäß Anspruch 9 gelöst. Zusätzlich wird ein Verfahren zur Herstellung eines Bootsrumpfes beansprucht. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den jeweiligen abhängigen Ansprüchen beansprucht.

Demnach wird ein Bootsrumpf für ein Boot mit einem Bootsantrieb, der durch eine Rumpföffnung im Boden des Bootsrumpfes hindurchgeführt ist, beansprucht, wobei der Bootsantrieb mittels zumindest einem Befestigungsmittel mit dem Bootsrumpf verbunden ist. Dabei ist zumindest ein Positionierungselement auf der Außenseite des Bootsrumpfes zur Positionierung des Befestigungsmittels in Bezug auf den Bootsrumpf vorgesehen.

Die Anordnung des Positionierungselementes auf der Außenseite des Bootsrumpfes hat den Vorteil, dass alle weiteren Elemente des Bootes, die an dem Positionierungselement ausgerichtet werden einen direkten Bezug zur äußeren Hülle des Bootsrumpfes haben. Dadurch verringern sich die Fertigungs- und Montagetoleranzen bzw. die Maßabweichungen und die einzelnen Bauteile lassen sich exakt und reproduzierbar von außen positionieren. Dies hat wiederum zur Folge, dass alle so am Bootrumpf ausgerichteten und befestigten Teile genau zueinander passen.

Dadurch lässt sich beispielsweise eine Dichtungseinrichtung im eingangs erwähnten Ringspalt zwischen Bootsantrieb und Bootsrumpf exakt positionieren und eine zuverlässige Dichtungswirkung ist erreichbar, wobei flexible Dichtungselemente einer reproduzierbaren und berechenbaren Materialbeanspruchung ausgesetzt werden. Dadurch kann die Dichtwirkung und die Lebensdauer von solchen Dichtungseinrichtungen erhöht werden. Ebenso können erforderlichenfalls Ersatzteile auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder einfach und exakt positioniert werden. Am Bootsrumpf außen angeordnete Teile, wie beispielsweise ein Deckel zum Abdecken und Schützen der Dichtungseinrichtung vor mechanischen Beschädigungen, lassen sich mit Hilfe der Erfindung exakt positionieren, wodurch strömungsungünstige Lücken und/oder Übergänge zwischen dem Deckel und dem Bootsrumpf vermieden werden und eine strömungsgünstige äußere Oberfläche des Bootsrumpfes erreicht wird. Das Positionierungselement auf der Außenseite des Bootsrumpfes erleichtert den Zusammenbau des Bootsrumpfes, des Bootsantriebes und der Dichtungseinrichtung und verkürzt damit die notwendige Arbeitszeit beim Zusammenbau.

Die erwähnten Befestigungsmittel können beispielsweise Stifte, Bolzen, Löcher, Bohrungen, Gewindebohrungen oder Gewindebolzen sein. Bei einer einfachen Ausführungsform bestehen die Befestigungsmittel aus Gewindebohrungen im Bootsrumpf, beispielsweise in Längs- oder Querträgern des Bootsrumpfes, und der Bootsantrieb ist mittels Schrauben in den Gewindebohrungen des Bootsrumpfes befestigt. Flexible Elemente und Dämpfungselemente zwischen dem Bootsantrieb und dem Bootsrumpf, wie aus dem Stand der Technik bekannt, können ebenfalls Teil der Befestigungsmittel sein oder zusätzlich vorgesehen werden.

Das Positionierungselement kann formschlüssig ausgebildet sein. Vorzugsweise umfasst das Positionierungselement zumindest eine Einbuchtung, und die Einbuchtung oder Teile davon sind derart gestaltet, dass sie zum Positionieren des Befestigungsmittels in Bezug auf den Bootsrumpf geeignet ist.

Bevorzugt umfasst das Positionierungselement eine Anlagefläche, die durch eine Referenzumrandung begrenzt wird. Die Referenzumrandung ist als Anschlag zum Positionieren des Befestigungsmittels geeignet. Die Anlagefläche kann ein Teil der genannten Einbuchtung sein, wobei die Referenzumrandung die Einbuchtung begrenzt. Dabei kann die Referenzumrandung die Form einer Wulst, eines Absatzes, einer Stufe, einer Schulter oder einer Schrägfläche etc. aufweisen. Vorzugsweise begrenzt die Referenzumrandung die Anlagefläche in der Ebene der Anlagefläche nach allen Seiten hin, sodass beim Zusammenbau die korrekte Positionierung der am Rumpf anzuordnenden Bauteile gewährleistet ist.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführung weist der Bootsrumpf einen Befestigungsrahmen für den Bootsantrieb auf, an dem das Befestigungsmittel angeordnet ist. Ein solcher Befestigungsrahmen kann ganz oder teilweise aus Längsträgern, auch Stringer genannt, oder anderen Trägerstrukturen des Bootsrumpfes bestehen, die beispielsweise zur Stabilisierung des Bootsrumpfes sowieso vorgesehen sind. Dabei ist der Befestigungsrahmen vorzugsweise einteilig mit dem Bootsrumpf ausgeführt. Einteilige Ausführungen von Bootsrumpf und Befestigungsrahmen sind beispielsweise dadurch erreichbar, dass der Befestigungsrahmen auf Flächenteile des Bootsrumpfes auflaminiert ist oder einteilig mit dem Bootsrumpf gegossen wird.

Für den Fall, dass der Befestigungsrahmen zunächst separat hergestellt und dann mit dem Bootsrumpf vereinigt wird, ist der Befestigungsrahmen bevorzugt ebenfalls mit Hilfe des Positionierungselementes auf der Außenseite des Bootsrumpfes gegenüber dem Bootsrumpf ausgerichtet. Dazu wird ausgehend von dem Positionierungselement auf der Außenseite des Bootsrumpfes eine Referenzfläche auf der Innenseite des Bootrumpfes erzeugt. Der Befestigungsrahmen wird dann an der Referenzfläche im Bootsinnenraum angelegt, bevor er am Bootsrumpf befestigt bzw. mit dem Bootsrumpf vereinigt wird. Die an der Innenseite des Bootsrumpfes angeordnete Referenzfläche für den Befestigungsrahmen liegt vorzugsweise parallel zur oben genannten Anlagefläche auf der Außenseite des Bootsrumpfes.

Mit anderen Worten wird zunächst eine erste Fläche auf der Außenseite des Bootsrumpfes definiert als Positionierungselement und davon ausgehend wird eine zweite Fläche auf der Innenseite des Bootsrumpfes definiert und erzeugt. Auf der zweiten Fläche wird dann der Bootsantrieb exakt in einer optimalen Position gegenüber dem Bootsrumpf an diesem befestigt.

Des Weiteren umfasst die vorliegende Erfindung ein Boot mit einem oben beschriebenen Bootsrumpf und mit einer Dichtungseinrichtung zur Abdichtung des Bootsinnenraumes gegen eintretendes Wasser im Bereich der Rumpföffnung. Die Dichtungseinrichtung ist durch das Positionierungselement in Bezug auf den Bootsrumpf positioniert. Dadurch lässt sich beispielsweise eine Dichtungseinrichtung im eingangs erwähnten Ringspalt zwischen Bootsantrieb und Bootsrumpf exakt positionieren und eine zuverlässige Dichtungswirkung erreichen, wobei flexible Dichtungselemente einer reproduzierbaren und berechenbaren Materialbeanspruchung ausgesetzt werden. Dadurch kann die Dichtwirkung und die Lebensdauer von der Dichtungseinrichtung erhöht werden. Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bootes umfasst einen Deckel, der die beschriebene Ausbuchtung des Bootsrumpfes nach außen hin abgedeckt. Der Deckel ist durch das Positionierungselement in Bezug auf den Bootsrumpf positioniert. Auch am Bootsrumpf außen angeordnete Teile, wie beispielsweise ein Deckel zum Abdecken und Schützen der genannten Dichtungseinrichtung, lässt sich mit Hilfe der Erfindung exakt positionieren, wodurch strömungsungünstige Lücken und/oder Übergänge von den Rändern des Deckels zum Bootsrumpf vermieden werden und eine strömungsgünstige äußere Oberfläche des Bootsrumpfes erreicht wird. Vorzugsweise deckt ein solcher Deckel die gesamte oben erwähnte Einbuchtung ab, indem er mit seinen Rändern an der Referenzumrandung anliegt und sich so eine geschlossene kontinuierlich verlaufende äußere Oberfläche des Bootsrumpfes ergibt.

Schließlich umfasst die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Einbau eines Bootsantriebes in einen Bootsrumpf, insbesondere zur Herstellung eines oben beschriebenen Bootes.

Das Verfahren zum Herstellen eines Bootes mit einem Bootsantrieb umfasst folgende Verfahrensschritte:

a) Das Bereitstellen eines Bootsrumpfes mit einer Rumpföffnung für einen Bootsantrieb und mit zumindest einem Positionierungselement auf der Außenseite des Bootsrumpfes,

b) Das Bereitstellen einer Dichtungseinrichtung,

c) Das Festlegen der Einbauposition der Dichtungseinrichtung in Bezug auf den Bootsrumpf mit Hilfe des Positionierungselementes, d) Das Befestigen der Dichtungsvorrichtung an dem Bootsrumpf, e) Das Bereitstellen eines Befestigungsmittels für den Bootsantrieb, f) Das Festlegen der Einbauposition des Befestigungsmittels in Bezug auf den Bootsrumpf mit Hilfe des Positionierungselementes, g) Das Befestigen des Befestigungsmittels an dem Bootsrumpf, h) Das Einfügen des Bootsantriebes durch die Rumpföffnung und i) Das Befestigen des Bootsantriebes an dem Bootsrumpf durch das Befestigungsmittel. Der Verfahrensschritt f) kann neben dem Festlegen der Position und dem Befestigen des Befestigungsmittels an dem Bootsrumpf gleichzeitig das Festlegen der Position eines Befestigungsrahmens gegenüber dem Bootsrumpf umfassen, wenn das Befestigungsmittel an einem Befestigungsrahmen angeordnet wird, der fest oder einteilig mit dem Bootsrumpf verbunden wird. Dazu kann eine Referenzfläche auf der Innenseite des Bootsrumpfes dienen, an der der Befestigungsrahmen angelegt und positioniert wird, bevor er am Bootsrumpf befestigt wird. Die Referenzfläche wird bei der Herstellung des Bootsrumpfes mit Bezug auf das au ßen am Bootsrumpf angeordnete Positionierungselement geschaffen. Die Referenzfläche innen am Bootsrumpf ist vorzugsweise parallel angeordnet zu der als Positionierungselement auf der Außenseite des Bootsrumpfes angeordneten Anlagefläche.

Es ist aber auch möglich, dass das Befestigungsmittel direkt auf dem Bootsrumpf positioniert und angebracht wird, wobei der Bootsrumpf bereits Trägerstrukturen wie Längsträger und/oder Querträger aufweisen kann.

Des Weiteren kann zur Durchführung der Verfahrensschritte c) und/oder f) bevorzugt eine Schablone verwendet werden, um die exakte Positionierung weiter zu erleichtern und damit die benötigte Arbeitszeit zum Zusammenbau der Teile weiter zu verkürzen.

Vorzugsweise umfasst das Positionierungselement eine Einbuchtung, die in den anschließenden Verfahrensschritten abgedeckt wird, um dem Boot eine strömungsgünstige Außenkontur zu verleihen. Es wird ein Deckel zum Verschließen der Einbuchtung auf der Außenseite des Bootsrumpfes bereitgestellt. Anschließend wird die Einbauposition des Deckels mit Hilfe des Positionierungselementes festgelegt und danach wird der Deckel an dem Bootsrumpf befestigt. Mit Hilfe des Positionierungselementes auf der Außenseite des Bootsrumpfes kann die korrekte Einbaulage des Deckels auch später im Rahmen von Instandhaltungsmaßnahmen einfach und reproduzierbar festgelegt werden. Die Erfindung wird anhand der nachfolgend beschriebenen und in den Figuren gezeigten Ausführungsform näher beschrieben. Es zeigen

Fig. 1 einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Bootsrumpf mit einem Bootsantrieb in einer Schnittdarstellung und

Fig. 2 einen Ausschnitt aus dem Bereich der Rumpföffnung mit einer anderen Anordnung der Dichtungseinrichtung und des Deckels gegenüber Fig. 1 .

In den Figuren 1 und 2 sind gleiche Elemente mit dem gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

Der erfindungsgemäße Bootsrumpf 1 weist in seinem Bodenbereich eine Rumpföffnung 3 auf. Durch diese Rumpföffnung 3 ist ein Bootsantrieb 2 hindurchgeführt. Der Bootsantrieb 2 ist als sogenannter POD-Drive ausgestaltet. Der Bootsantrieb 2 umfasst im Wesentlichen einen nicht dargestellten Antriebsmotor und ein oberes Antriebsteil 20, welche beide im Bootsinnenraum 1 3 angeordnet sind, sowie ein unteres Antriebsteil 21 mit einer Gondel 22, welche beide au ßerhalb des Bootsrumpfes 1 angeordnet sind. Das obere Antriebsteil 20 ist durch Befestigungsmittel 4 in dem Bootsrumpf 1 befestigt. Im Bereich der Rumpföffnung 3 ist das obere Antriebsteil 20 schwenkbar mit dem unteren Antriebsteil 21 verbunden. Au ßerhalb des Bootsrumpfes 2 ist am unteren Ende des unteren Antriebsteils 21 die Gondel 22 angeordnet. Das untere Antriebsteil 21 ist zusammen mit der Gondel 22 durch eine nicht dargestellte Steuereinheit um eine im Wesentlichen vertikal verlaufende Schwenkachse 23 verschwenkbar. Die Gondel 22 umfasst an ihrem in Fahrtrichtung 1 7 hinteren Ende zwei Propeller 25 und 26, die um eine im Wesentlichen waagerecht, d.h. parallel zu der Wasseroberfläche, angeordnete Rotationsachse 24 rotierbar angetrieben werden können.

Durch die Verschwenkbarkeit der Gondel 22 mit den Propellern 25 und 26 wird eine Steuerwirkung für das Boot erreicht. Durch das Innere des oberen und unteren Antriebsteiles 20 und 21 verläuft ein nicht gezeichneter Antriebsstrang für die Propeller 25 und 26. Der Antriebsstrang besteht im Wesentlichen aus vom Antriebsmotor angetriebenen Antriebswellen und Kegelradgetrieben zum Umlenken der Drehbewegungen auf eine in Fahrtrichtung 17 liegende Propellerwelle, auf der die Propeller 25 und 26 befestigt sind.

Der Bootsantrieb 2 ist mittels mehrerer Befestigungsmittel 4 mit dem Bootsrumpf 1 verbunden. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Befestigungsmittel 4 als Gewindebolzen 18 mit Sechskantmuttern 19 ausgeführt. Vorteilhaft umfassen die Befestigungsmittel 4 zusätzliche Sicherungselemente für die Schraubverbindung zwischen Sechskantmutter 19 und Gewindebolzen 18, beispielsweise Sicherungsringe oder Kontermuttern. Die Befestigungsmittel 4 umfassen in diesem Ausführungsbeispiel auch Dämpfungsmittel 1 1 aus flexiblem Material, z.B. Gummi, mit deren Hilfe der Bootsantrieb 2 vibrationsgedämpft mit dem Bootsrumpf 1 verbunden ist. Auf diese Weise werden Vibrationen und Stöße, die beispielsweise von dem Antriebsmotor verursacht werden, vom Bootsantrieb 2 nicht ungedämpft auf den Bootsrumpf 1 übertragen, wodurch ungewünschte Lärmentwicklung und Vibrationen durch den Bootsrumpf 1 vermieden oder zumindest deutlich reduziert werden.

Der Bootsrumpf 1 weist auf seiner Außenseite 6 ein Positionierungselement 5 zur Positionierung des Befestigungsmittels 4 in Bezug auf den Bootsrumpf 1 auf. Das Positionierungselement 5 ist als Einbuchtung 7 ausgebildet. Die Einbuchtung 7 verläuft im Bereich der Rumpföffnung 3 um den gesamten Umfang der Rumpföffnung 3 und ist beispielsweise entsprechend der Rumpföffnung 3 kreisringförmig ausgebildet. Den Übergang von der ebenen Fläche der Außenseite 6 des Bootsrumpfes 1 zu der Einbuchtung 7 bildet in diesem Fall eine Abstufung unter Ausbildung einer senkrecht zur Außenseite 6 angeordneten Referenzumrandung 10.

In der Einbuchtung 7 ist zumindest teilweise eine Dichtungseinrichtung 12 angeordnet. Die Dichtungseinrichtung 12 hat den Zweck den Ringspalt abzudichten, der sich zwischen der Rumpföffnung 3 und dem dadurch hindurchgeführten Bootsantrieb 2 ergibt. Die Dichtungseinrichtung 12 soll verhindern, dass Wasser von der Außenseite des Bootsrumpfes 1 in den Bootsinnenraum 13 eindringt. Verschiedene derartige Dichtungseinrichtung sind bereits beschrieben worden, beispielsweise in den Dokumenten DE 102009000994 A1 und DE 102012210727 A1 .

Das Positionierungselement 5 in Form der Einbuchtung 7 kann sowohl zur Positionierung der Befestigungsmittel 4, als auch zur Positionierung einer im Bereich der Rumpföffnung 3 angeordneten Dichtungseinrichtung 12 und eines Deckels 14 verwendet werden.

Das Positionierungselement 5 in Form der Einbuchtung 7 wird in den gezeigten Ausführungen durch eine Anlagefläche 9 und eine Referenzumrandung 10 gebildet. Zur exakten Positionierung der Befestigungsmittel 4, der Dichtungsanordnung 12 und des Deckels 14 werden die Elemente entweder an der Anlagefläche 9 oder an der Referenzumrandung 10 oder an beiden angelegt, bevor sie am Schiffrumpf 1 befestigt werden.

Die Ausführung nach Fig. 1 sieht vor, dass die Dichtungseinrichtung 12 an der Anlagefläche 9 und an einem inneren Rand der Rumpföffnung 3 anliegt und dadurch in ihrer Lage gegenüber dem Bootsrumpf 1 festgelegt ist. Der Deckel 14 liegt in dieser Ausführungsform sowohl an der Anlagefläche 9, als auch an der Referenzumrandung 10 an und wird so gegenüber dem Bootsrumpf 1 positioniert.

Die Ausführung gemäß der Fig. 2 sieht vor, dass die Dichtungseinrichtung 12 an der Anlagefläche 9 und an der Referenzumrandung 10 anliegt und dadurch in ihrer Lage gegenüber dem Bootsrumpf 1 festgelegt ist. Der Deckel 14 liegt in dieser Ausführungsform auf der Dichtungseinrichtung 12 an und ist komplett in der Einbuchtung 7 versenkt, sodass sich ein glatter, strömungsgünstiger Übergang von der Außenseite 6 des Bootsrumpfes 1 zu der äußeren Oberfläche des Deckels 14 ergibt.

Insbesondere zur Positionierung der Befestigungsmittel 4 im Bootsinnenraum 13 kann vorteilhafterweise eine Schablone verwendet werden, die ebenfalls an der Anlagefläche 9 und/oder an der Referenzumrandung 10 angelegt wird, bevor die Befestigungsmittel 4 an dem Bootsrumpf 1 angebracht bzw. befestigt werden. Das untere Antriebsteil 21 weist an seinem oberen Ende einen Vorsprung 29 auf, der die Rumpföffnung 3 und die darin angeordneten Bauteile, z.B. den Deckel 14 und die Dichtungseinrichtung 12 abdeckt und so vor mechanischen Beschädigungen schützt. Zwischen dem Vorsprung 29 und der Außenseite 6 des Bootsrumpfes 1 bzw. dem Deckel 14 ergibt sich zwangsläufig ein Spalt 28, da der Vorsprung zusammen mit dem unteren Antriebsteil 21 gegenüber dem Bootsrumpf 1 verschwenkbar ist. Der Spalt 28 ist vorteilhafterweise möglichst schmal, weil das Boot dadurch in diesem Bereich strömungsgünstiger ausgebildet ist und die Gefahr, dass im Wasser schwimmende Elemente in den Spalt geraten und Bauteile des Bootes beschädigen können geringer ist. Die erfindungsgemäße Ausbildung des Bootsrumpfes 1 mit dem Referenzelement 5 in Form der Ausbuchtung 7 auf der Außenseite 6 des Bootsrumpfes 1 ermöglicht die Herstellung des Bootes mit einem sehr schmalen Spalt 28, weil die den Spalt bildenden Bauteile Bootsantrieb 2 und Deckel 14 direkt und formschlüssig an dem Referenzelement 5 angelegt und so exakt in ihrer vorgesehenen Position am Bootsrumpf 1 befestigt werden können. Toleranzabweichungen bei der Herstellung der Einzelteile und bei der Montage des Bootes werden dadurch minimiert.

Der durch die geringen Toleranzen erreichbare schmale Spalt und die präzise Positionierung des Bootsantriebes 2 im Bootsrumpf 1 ermöglichen eine strömungsgünstige Hydrodynamik und eine erhöhte Propellerleistung beim Bewegen des Bootes im Wasser.

Mit Hilfe von Haltearmen 27 wird ein Gehäuse des Bootsantriebes 2 an der Innenseite des Bootsrumpfes 1 oder an dem Befestigungsrahmen 8 befestigt. Die Haltearme 27 können durch die Materialauswahl und Formgebung so ausgeführt werden, dass sie zusätzlich oder alternativ zu den Dämpfungsmitteln 1 1 Schwingungen und Vibrationen zwischen dem Bootsantrieb 2 und dem Bootsrumpf 1 dämpfen. Die Haltearme 27 können einteilig mit dem Gehäuse des Bootsantriebes 2 bzw. einteilig mit dem Gehäuse des oberen Antriebsteiles 20 ausgeführt sein. Bezuqszeichen

Bootsrumpf

Bootsantrieb

Rumpföffnung

Befestigungsmittel

Positionierungseiement

Außenseite

Einbuchtung

Befestigungsrahmen

Anlagefläche

Referenzumrandung

Dämpfungsmittel

Dichtungseinrichtung

Bootsinnenraum

Deckel

Referenzfläche

Gewindebohrung

Fahrtrichtung

Gewindebolzen

Sechskantmutter

oberes Antriebsteil

unteres Antriebsteil

Gondel

Schwenkachse

Rotationsachse

Propeller

Propeller

Haltearm

Spalt

Vorsprung