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Patent Searching and Data


Title:
ILLUMINATION DEVICE FOR VEHICLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/013637
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an illumination device for vehicles, having a light source (1) and a light guide (2, 12), which has a light coupling-in surface (3, 13) for coupling in light from the light source (1), which has opposite surfaces (4, 14) for total reflection of the coupled-in light (5) in the light guidance direction (F), which has a light decoupling surface (6, 16) for decoupling the coupled-in light (5), which has decoupling elements (8) for deflecting the coupled-in light (5) such that the light decoupled on the light decoupling surface (6, 16) produces a specified light signature, characterized in that the decoupling elements (8) are designed as diffractive-optical decoupling elements and in that the decoupling elements (8) are arranged on the light coupling-in surface (3, 13) and/or on the light decoupling surface (6, 16) and/or on a surface of the light guide (2) opposite the light decoupling surface (6, 16).

Inventors:
MÜGGE MARTIN (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/069888
Publication Date:
January 28, 2021
Filing Date:
July 14, 2020
Export Citation:
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Assignee:
HELLA GMBH & CO KGAA (DE)
International Classes:
F21S43/14; F21S43/237; F21S43/239; F21S43/243; F21S43/245; F21S43/247; F21S43/249
Foreign References:
EP2662713A12013-11-13
US5668913A1997-09-16
DE202016008100U12017-02-08
US20040062031A12004-04-01
DE102017128841A12019-06-06
EP2384934A12011-11-09
US20140140084A12014-05-22
DE102014104756A12015-10-08
DE102017117392A12019-02-07
DE102017124296A12019-04-18
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Claims:
Patentansprüche

1. Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge mit einer Lichtquelle (1 ) und einem

Lichtleiter (2, 12),

- der eine Lichteinkoppelfläche (3, 13) zur Einkopplung von Licht der Lichtquelle (1 ) aufweist,

- der gegenüberliegende Flächen (4, 14) zur Totalreflexion des einge koppelten Lichtes (5) in Lichtführungsrichtung (F) aufweist,

- der eine Lichtauskoppelfläche (6, 16) zur Auskopplung des eingekop pelten Lichtes (5) aufweist,

- der Auskoppelelemente (8) aufweist zur Umlenkung des eingekoppel ten Lichtes (5), so dass das an der Lichtauskoppelfläche (6, 16) aus gekoppelte Licht eine vorgegebene Lichtsignatur erzeugt,

dadurch gekennzeichnet, dass die Auskoppelelemente (8) als diffraktiv- optische Auskoppelelemente ausgebildet sind und dass die Auskoppelele mente (8) an der Lichteinkoppelfläche (3, 13) und/oder an der Lichtauskop pelfläche (6, 16) und/oder an einer zu der Lichtauskoppelfläche (6, 16) ge genüberliegenden Fläche des Lichtleiters (2) angeordnet sind.

2. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Auskoppelelemente (8) als diffraktiv-holografische Auskoppelelemente (8) ausgebildet sind.

3. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskoppelelemente (8) eine Strukturierung bilden in einem Mikro meter- und/oder Nanometerbereich.

4. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Auskoppelelemente (8) jeweils eine Erhabenheit (E) bezüglich einer Grundfläche der Lichteinkoppelfläche (3, 13) und/oder Licht- auskoppelfläche (6, 16) im Bereich von 0,005 mm bis 0,05 mm und eine Er streckung (B1 , B2) parallel zur Grundfläche im Bereich von 0,01 mm bis 0,2 m aufweisen.

5. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Lichtleiter (2) stabförmig ausgebildet ist, wobei die Auskoppelelemente (8) an der Lichtauskoppelfläche (6) und/oder der zu der Lichtauskoppelfläche (6) gegenüberliegenden Fläche (7) angeordnet sind und wobei eine Dimension der Lichtauskoppelelemente (8) in Lichtführungs richtung (F) des Lichtleiters (2) zunimmt, wobei in einem zur Lichteinkoppel fläche (3) nahen Bereich (A) die Erhabenheit (E1 ) der Auskoppelelemente klein ist und in Richtung eines zu der Lichteinkoppelfläche (3) entfernten Bereichs (K) des Lichtleiters (2) kontinuierlich zunimmt.

6. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Lichtleiter (2) stabförmig ausgebildet ist, wobei die Auskoppelelemente (8) an der Lichtauskoppelfläche (6) und/oder der zu der Lichtauskoppelfläche (6) gegenüberliegenden Fläche (7) angeordnet sind und wobei die Dimension der Auskoppelelemente (8) in Lichtführungsrich tung (F) des Lichtleiters (2) konstant ist.

7. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass in einem der Lichteinkoppelfläche (3) zugewandten Be reich (A) ein Abstand (a) zwischen benachbarten Auskoppelelementen (8) in einem Bereich von 0,05 mm bis 0,2 mm liegt.

8. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass die Auskoppelelemente (8) im Querschnitt prismenför mig oder zylinderförmig ausgebildet sind, wobei sie quer zur Hauptabstrahl- richtung (H) des Lichtleiters (2, 12) und/oder in vertikaler Richtung verlaufen, oder dass die Auskoppelelemente (8) einen frei geformten Querschnitt besit- zen.

9. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Lichtleiter (12) plattenförmig ausgebildet ist, wobei die Auskoppelelemente (8) an der Lichteinkoppelfläche (13) und/oder an der Lichtauskoppelfläche (16) angeordnet sind, und dass die Auskoppelelemente (8) zwischen zwei Seitenflächen (15, 15‘) des Lichtleiters (12) gleich verteilt und/oder gleich dimensioniert angeordnet sind oder dass insbesondere bei gekrümmten Konturverlauf des Lichtleiters (2, 12) auch Bereiche mit unter schiedlicher Dimensionierung bzw. einer kontinuierlichen Veränderung der diffraktiv-holografischen Auskoppelelemente (8) vorgesehen sind.

10. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge kennzeichnet, dass der Lichtleiter (2, 12) durch Spritzgießen hergestellt ist, wobei die Auskoppelelemente (8) mittels Abformung an einem eine lithogra phisch erzeugte diffraktiv-holografische Profilierung aufweisenden Werk zeugeinsatz eines Formwerkzeugs einer Spritzgießmaschine hergestellt ist.

11. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch ge kennzeichnet, dass der Lichteinkoppelfläche (3, 13) des Lichtleiters (2, 12) eine Anzahl von Linsenelementen zugeordnet ist.

Description:
Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge

Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge mit einer Lichtquelle und einem Lichtleiter, der eine Lichteinkoppelfläche zur Einkopplung von Licht der Lichtquelle aufweist, der gegenüberliegende Flächen zur Totalreflexion des eingekop pelten Lichtes in Lichtführungsrichtung aufweist, der eine Lichtauskoppelfläche zur Auskopplung des eingekoppelten Lichtes aufweist, der Auskoppelelemente aufweist zur Umlenkung des eingekoppelten Lichtes, so dass das an der Lichtauskoppelfläche ausgekoppelte Licht eine vorgegebene Lichtsignatur erzeugt.

Aus der DE 10 2014 104 756 A1 ist eine Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge be kannt, die im Wesentlichen aus einer Lichtquelle und einem derselben zugeordneten Lichtleiter besteht. Der Lichtleiter ist langgestreckt ausgebildet und weist an einer Schmalseite eine Lichteinkoppelfläche auf zur Einkopplung des Lichtes in den Lichtlei ter. Ausgehend von der Lichteinkoppelfläche erstrecken sich gegenüberliegende Flä chen des Lichtleiters, die zur Totalreflexion des Lichtes in Lichtführungsrichtung die nen. Eine dieser Flächen weist Auskoppelelemente auf, so dass auf sie treffendes eingekoppeltes Licht in Richtung der gegenüberliegenden Fläche umgelenkt wird, wo bei es an der gegenüberliegenden Fläche in Hauptabstrahlrichtung ausgekoppelt wird. Die gegenüberliegende Fläche dient hierbei als Lichtauskoppelfläche. Das an der Lichtauskoppelfläche ausgekoppelte Licht dient zur Erzeugung einer vorgegebenen Lichtsignatur, beispielsweise Schluss- oder Bremslicht. Die Auskoppelelemente sind in einem Millimeterbereich dimensioniert. Auch wenn die Auskoppelelemente eine in Lichtführungsrichtung verlaufende Breite von 1 mm aufweisen, kann das menschliche Auge die Abfolge dieser Auskoppelelemente wahrnehmen. Der Betrachter muss somit die Abbildung einer optischen Struktur der Auskoppelelemente in Kauf nehmen.

Aus der DE 10 2017 117 392 A1 ist eine Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge be kannt, die eine Lichtquelle und mehrere optische Einrichtungen aufweist, um eine vor gegebene Lichtsignatur zu erzeugen. Als Optikeinrichtungen sind Linsen, eine Licht scheibe sowie Blenden vorgesehen. Die Lichtscheibe und die Blende sind in unmittel barer Nähe zueinander angeordnet und weisen einen vorgegebenen Abstand zu der Lichtquelle bzw. den Lichtquellen zugeordneten Linsenelementen auf. Zur Streuung des Lichtes kann die Lichtscheibe diffraktiv-optische Elemente aufweisen. Nachteilig an der bekannten Beleuchtungsvorrichtung ist, dass sie relativ viele unterschiedliche Optikelemente aufweist.

Aus der DE 10 2017 124 296 A1 ist eine Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge be kannt, die eine Lichtquelle sowie einen langgestreckten Lichtleiter umfasst. Der Licht leiter weist eine Lichteinkoppelfläche und eine Lichtauskoppelfläche auf. An der Licht- auskoppelfläche sind als ein Hologramm ausgebildete diffraktive Auskoppelelemente angeordnet. Der Lichtleiter weist lediglich an einer Seite eine Totalreflexionsfläche auf, so dass das an der Totalreflexionsfläche reflektierte Licht unter einem vorgegebenen definierten gleichen Winkel zu dem Hologrammelement umgelenkt wird. In Abhängig keit von den Lichtwinkeln können verschiedene Lichtsignaturen erzeugt werden. Zur Homogenisierung der Lichtauskoppelfläche wird das Hologramm nicht verwendet.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Beleuchtungsvorrichtung für Fahr zeuge mit einem Lichtleiter derart weiterzubilden, dass insbesondere eine Lichtaus koppelfläche des Lichtleiters im Betriebs- und Nichtbetriebszustand als eine homoge ne Fläche wahrgenommen wird, bei der eine Strukturierung von Optikelementen nicht oder kaum wahrnehmbar ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Auskoppelelemente als diffrak tiv-optische Auskoppelelemente ausgebildet sind und dass die Auskoppelelemente an der Lichteinkoppelfläche und/oder an der Lichtauskoppelfläche und/oder an einer zu der Lichtauskoppelfläche gegenüberliegenden Fläche des Lichtleiters angeordnet sind.

Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass ein erfindungsgemäßer Licht leiter infolge der Anordnung von diffraktiv-optischen Auskoppelelementen zur Umlen- kung des in dem Lichtleiter eingekoppelten Lichtes zu einer homogen leuchtenden Lichtauskoppelfläche im Betriebszustand und Nichtbetriebszustand der Beleuchtungs- Vorrichtung führt. Die Auflösung der diffraktiv-optischen Auskoppelelemente ist so hoch, dass die optische Strukturierung für den Betrachter nicht erkennbar ist.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Auskoppelelemente als diffraktiv- holografische Auskoppelelemente ausgebildet, die vorzugsweise mit einer jeweiligen Dimensionierung von kleiner als 0,1 mm versehen sind. Die optische Strukturierung ist somit aufgrund der geringen Auflösung des menschlichen Auges nicht erkennbar. Durch Nutzung wellenoptischer Eigenschaften des Lichtes kann bei der Berechnung der diffraktiv-holografischen Auskoppelelemente eine optimierte Auslegung dieser Op tikstruktur hinsichtlich der gewünschten Lichtabstrahlung gewährleistet sein. Hierdurch lässt sich somit der Wirkungsgrad des Lichtleiters erhöhen.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung weisen die Auskoppelelemente jeweils eine sich aus einer Grundfläche erhebende vorzugsweise langgestreckte Erhabenheit in einem Bereich von 0,005 mm bis 0,5 mm und eine entlang der Fläche verlaufende Erstreckung (Breite) im Bereich von 0,01 mm bis 0,2 mm auf. Vorteilhaft können je nach zu erzeugender Lichtsignatur entsprechende Auskoppelelemente ausgeformt sein.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Lichtleiter stabförmig ausgebildet, wo bei die Dimensionierung der Auskoppelelemente auf einer der Lichteinkoppelfläche zugewandten Seite kleiner ist als auf einer der Lichteinkoppelfläche abgewandten Sei te. Vorteilhaft kann hierdurch eine gleichmäßige homogene Ausleuchtung der Licht- auskoppelfläche bereitgestellt werden. Alternativ kann die Dimension der Lichtaus- koppelelemente in Lichtführungsrichtung des Lichtleiters konstant sein, und zwar bei relativ kurzen Längen des Lichtleiters.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Lichtleiter als ein plattenförmiger Licht leiter (EdgeLight-Lichtleiter) ausgebildet. Hierbei wird das Licht auf der einen Seite eingekoppelt und auf der gegenüberliegenden vorderen Seite ausgekoppelt. Eine To talreflexion erfolgt an gegenüberliegenden Flachseiten des Lichtleiters. Vorteilhaft kann der plattenförmige Lichtleiter eine vergleichsweise geringe Tiefe aufweisen. Die- se Tiefe kann so klein sein bzw. der Lichtweg innerhalb des Lichtleiters so kurz sein, dass Lichtbündel benachbarter Lichtquellen sich erst nach Auskopplung aus dem Lichtleiter schneiden. Die Streuung durch die Auskoppelelemente ist so groß, dass an der Lichtauskoppelfläche ein heller Leuchtabschnitt direkt vor den Lichtquellen und ein dunkler Bereich in Höhe des Lichtleiters zwischen den beiden benachbarten Lichtquel len nicht in Erscheinung treten.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die diffraktiv-optischen Auskoppelelemente an der Lichteinkoppelfläche des Lichtleiters angeordnet, so dass bereits das in den Lichtleiter eintretende Licht homogenisiert wird. An der Lichtaus koppelfläche kann eine weitere Homogenisierung, beispielsweise durch weitere dif- fraktiv-optische Auskoppelelemente, erfolgen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Beleuchtungsvorrichtung mit einem stabförmigen Lichtleiter,

Fig. 2a eine perspektivische Vorderansicht einer Lichtauskoppelfläche des Licht leiters gemäß Figur 1 in einem zu der Lichteinkoppelfläche nahen Bereich A,

Fig. 2b eine perspektivische Vorderansicht einer Lichtauskoppelfläche des Licht leiters gemäß Figur 1 in einem zu der Lichteinkoppelfläche fernen Bereich K,

Fig. 3 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Beleuchtungs vorrichtung mit einem plattenförmigen Lichtleiter, der an einer Lichtaus koppelfläche diffraktiv-optische Auskoppelelemente aufweist, Fig. 4 eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Beleuchtungs vorrichtung mit einem plattenförmigen Lichtleiter, an dessen Lichteinkop pelfläche diffraktiv-optische Auskoppelelemente angeordnet sind,

Fig. 5a eine schematische Ansicht einer Beleuchtungsvorrichtung mit einem plat tenförmigen Lichtleiter geringer Tiefe nach dem Stand der Technik und

Fig. 5b eine schematische Darstellung der Beleuchtungsvorrichtung mit einem plattenförmigen Lichtleiter großer Tiefe nach dem Stand der Technik.

Eine erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge kann im Front- und/oder Heckbereich des Fahrzeugs eingesetzt werden zur Erzeugung eines

Schlusslicht-, Brems-, Fahrtrichtungsanzeige- oder Tagfahrlichtes als Lichtsignatur.

Nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung gemäß den Figuren 1 und 2a, 2b weist die Beleuchtungsvorrichtung im Wesentlichen eine Lichtquelle 1 sowie einen stabförmig, beispielsweise zylinderförmig oder im Querschnitt rechteckförmig ausge bildeten, langgestreckten Lichtleiter 2 auf. Der Lichtleiter 2 weist auf einer der Licht quelle 1 zugewandten Stirnseite eine Lichteinkoppelfläche 3 auf. Die Lichteinkoppel fläche 3 dient zur Einkopplung eines von der Lichtquelle 1 abgestrahlten Lichtes in den Lichtleiter 2. Der Lichtleiter 2 weist eine Mantelfläche 4 zur Totalreflexion eines eingekoppelten Lichtes 5 auf. Auf einer in Hauptabstrahlrichtung H des Lichtleiters 2 vorderen Seite ist die Mantelfläche 4 als eine Lichtauskoppelfläche 6 ausgebildet. Damit das eingekoppelte Licht 5 an der Lichtauskoppelfläche 6 austreten kann, sind auf einer gegenüberliegenden Seite der Lichtauskoppelfläche 6 angeordneten rücksei tigen Mantelfläche 7 Auskoppelelemente 8 angeordnet. Trifft das eingekoppelte Licht 5 auf die Auskoppelelemente 8, wird dasselbe unter einen solch steilen Winkel zurück reflektiert, dass es nachfolgend an der gegenüberliegenden Seite, nämlich der Licht auskoppelfläche 6, aus dem Lichtleiter 2 austritt. Die Auskoppelelemente 8 erstrecken sich durchgehend von der Lichteinkoppelfläche 3 bis zu einer gegenüberliegenden Stirnfläche 9 des Lichtleiters 2 und sind in der Figur 1 strichliniert dargestellt. Nach der Erfindung sind die Auskoppelelemente 8 als diffraktiv-optische Auskop pelelemente 8 ausgebildet. Die Auskoppelelemente 8 bilden eine Strukturierung in einem Mikrometer- und/oder Nanometer-Bereich. Sie sind für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar.

Wie aus den Figuren 2a und 2b ersichtlich ist, ist eine Anzahl der Auskoppelelemente 8 pro Lichtführungsweg in Lichtführung F des Lichtleiters 2 in einem der Lichteinkop pelfläche 3 zugewandten Bereich A des Lichtleiters 2 kleiner ausgebildet als die An zahl derselben in einem der Lichteinkoppelfläche 3 abgewandten bzw. entfernten Be reich K des Lichtleiters 2.

In den Figuren 2a und 2b sind prismenförmige Auskoppelelemente 8 dargestellt. In dem zur Lichteinkoppelfläche 3 nahen Bereich A weisen benachbarte Auskoppelele mente 8 einen Abstand a in einem Bereich von 0,05 mm bis 0,2 mm, vorzugsweise 0,1 mm, auf. In dem zur Lichteinkoppelfläche 3 abgewandten Endbereich B liegen die benachbarten Auskoppelelemente 8 direkt nebeneinander ohne Bildung eines Ab standes a.

In dem Bereich A weisen die Auskoppelelemente 8 eine quer zu einer Grundfläche der rückseitigen Mantelfläche 7 herausragende Erhabenheit E in einem Bereich von 0,005 mm bis 0,010 mm, vorzugsweise 0,008 mm, auf. Eine in Lichtführung F verlau fende Breite B1 der Auskoppelelemente 8 liegt in einem Bereich von 0,01 mm bis 0,03 mm, vorzugsweise 0,02 mm.

In dem zur Lichteinkoppelfläche 3 entfernten Bereich K ist die Dimensionierung der Auskoppelelemente 8 größer als in dem Bereich A. Denn in dem Bereich K weisen die Auskoppelelemente eine Erhabenheit E2 im Bereich von 0,03 mm bis 0,05 mm, vor zugsweise 0,039 mm, auf. Ferner weisen die Auskoppelelemente 8 in dem Bereich K eine Breite B2 im Bereich von 0,05 mm bis 0,2 mm, vorzugsweise 0,1 mm, auf. Vorzugsweise nimmt die Dimension der Auskoppelelemente 8 vom Bereich A in Rich tung des Bereichs K kontinuierlich zu. Alternativ kann die Dimension der Lichtauskop- pelelemente 8 in Lichtführungsrichtung F des Lichtleiters 2 konstant sein, wenn der Lichtleiter 2 eine relativ kurze Länge aufweist..

Die Auskoppelelemente 8 werden mittels eines Belichtungsverfahrens, beispielsweise UV-Lithographie, Laser-Interferenz-Lithographie oder Laser-Direkt-Belichtung in eine photosensitive Lackschicht eingebracht. Von diesem optischen Master können dann Abformungen gemacht werden, die als galvanische Werkzeugeinsätze in ein Form werkzeug einer Spritzgießmaschine eingebracht werden. Die Abformung weist eine diffraktiv-holografische Profilierung auf. Der Lichtleiter 2 kann durch Spritzgießen her gestellt werden, wobei im gleichen Prozessschritt die Auskoppelelemente 8 an der rückseitigen Mantelfläche 7 ausgeformt werden.

Die Auskoppelelemente 8 bilden eine vergleichsweise kleine Optikstruktur, die im un beleuchteten Zustand (Nichtbetriebszustand) des Lichtleiters 2 wie eine diffuse Fläche wirken. Im Betriebszustand des Lichtleiters 2 bildet die Lichtauskoppelfläche 6 eine homogene Leuchtfläche.

Nach einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsform können die Auskop pelelemente 8 auch ausschließlich an der Lichtauskoppelfläche 6 angeordnet sein.

Nach einer weiteren nicht dargestellten alternativen Ausführungsform der Erfindung können die Auskoppelelemente 8 an der rückseitigen Mantelfläche 7 und an der Lichtauskoppelfläche 6 angeordnet sein. Dies ist abhängig von der zu erzeugenden Lichtsignatur.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gemäß Figur 3 ist ein Lichtleiter 12 als plattenförmiger oder flächenförmiger Lichtleiter 12 ausgebildet, der gegenüber liegende Flachseiten 14 aufweist, an denen eingekoppeltes Licht 5 so totalreflektiert wird, dass es in Lichtführungsrichtung F weitergeleitet wird. An einer ersten Schmal seite des Lichtleiters 12 ist eine Lichteinkoppelfläche 13 angeordnet, an der von der Lichtquelle 1 abgestrahltes Licht in den Lichtleiter 12 eingekoppelt wird. Eine den Lichtquellen 1 abgewandte Schmalseite des Lichtleiters 12 ist als eine Lichtauskoppel- fläche 16 ausgebildet, an der das eingekoppelte Licht 5 in Hauptabstrahlrichtung H ausgekoppelt wird. Der Lichtleiter 12 ist relativ flach ausgebildet, das bedeutet, dass der Abstand der gegenüberliegenden Flachseiten 14 kleiner ist als der Abstand zwi schen der Lichteinkoppelfläche 13 und der Lichtauskoppelfläche 16. Im Ausführungs beispiel gemäß Figur 3 sind die Auskoppelelemente 8 an der Lichtauskoppelfläche 16 angeordnet. Sie weisen eine Erhabenheit E (Erstreckung senkrecht zur Grundfläche) bezüglich einer Grundfläche der Lichtauskoppelfläche 16 auf, die im Bereich von 0,005 mm bis 0,05 mm reicht und eine Breite B (Erstreckung parallel zur Grundflä che), die in einem Bereich von 0,01 mm bis 0,02 mm reicht. Vorzugsweise sind die Auskoppelelemente 8 gleich verteilt über die Lichtauskoppelfläche 16 angeordnet, d. h. mit einem geringen Abstand benachbarter Auskoppelelemente 8 oder unter direk tem Anschluss der Auskoppelelemente an einem benachbarten Auskoppelelement 8. Die Auskoppelemente 8 gemäß der Ausführungsform nach Figur 3 können beispiels weise im Querschnitt prismenförmig und langgestreckt geformt sein - wie bei der Aus führung nach Figur 2a bzw. Figur 2b -.

Gleiche Bauteile bzw. Bauteilfunktionen der Ausführungsbeispiele sind mit den glei chen Bezugszeichen versehen.

Bei den vorgenannten Ausführungsbeispielen verlaufen die Auskoppelelemente 8 quer zur Hauptabstrahlrichtung H des Lichtleiters 2 bzw. 12 und/oder in vertikaler Richtung. Das Licht wird somit in horizontaler Richtung gestreut.

Die Auskoppelelemente 8 sind an der Lichtauskoppelfläche 16 gleich verteilt ausge bildet, und zwar durchgehend von einer ersten Seitenfläche 15 bis zu einer gegen überliegenden Seitenfläche 15' des Lichtleiters 12. Die Seitenflächen 15, 15' verbin den die Lichteinkoppelfläche 13 mit der Lichtauskoppelfläche 16. Bei gekrümmtem Konturverlauf des Lichtleiters 2, 12 können auch Bereiche mit unterschiedlicher Di mensionierung bzw. einer kontinuierlichen Veränderung der diffraktiv-holografischen Auskoppelelemente 8 vorgesehen sein. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des plattenförmigen Lichtleiters 12 löst insbe sondere die Problematik von Beleuchtungsvorrichtungen mit herkömmlichen Lichtlei tern 200, an deren rückseitigen Lichteinkoppelfläche 210 herkömmliche Auskop pelelemente in Form von Streifen einer Breite B von 0,5 mm auftreten, s. Figur 5a. Bei Annahme eines Abstandes D benachbarter Lichtquellen 1 und einer Tiefe von 1/2T schneiden sich Lichtbündel 220, 230 benachbarter Lichtquellen 1 erst außerhalb des Lichtleiters 200. Der Lichtleiter 200 muss eine Tiefe T gemäß Figur 3b aufweisen, da mit sich die Lichtbündel 220, 230 noch innerhalb des Lichtleiters 200 kreuzen bzw. schneiden. Erst dann ist ein Mindestmaß an homogener Ausleuchtung der Lichtaus- koppelfläche 210 gewährleistet. In der Ausführung gemäß Figur 5a entstehen an der Lichtauskoppelfläche 210 in Höhe der Lichtquellen 1 jeweils helle Bereiche, während in Höhe eines Bereiches zwischen den Lichtquellen 1 dunkle Bereich zu sehen sind.

Durch den erfindungsgemäßen Lichtleiter 12 kann eine verringerte Tiefe T desselben bei vergrößerter harmonischer Ausleuchtung an der Lichtauskoppelfläche 16 gewähr leistet sein.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gemäß Figur 4 kann der platten förmige Lichtleiter 12 statt an der Lichtauskoppelfläche 16 die Auskoppelelemente 8 an einer Lichteinkoppelfläche 13 desselben aufweisen. Vorteilhaft kann hier bereits das eingekoppelte Licht 5 effektiv geformt werden, so dass eine verbesserte homoge ne Ausleuchtung der Lichtauskoppelfläche 16 gewährleistet ist.

Wie aus Figur 4 ersichtlich ist, kann die Anzahl der Lichtquellen 1 verringert werden, da das eingekoppelte Licht 5 relativ breit, also in Erstreckungsrichtung des Lichtleiters 12 bzw. in Richtung der Flachseite 14 und quer zur Lichtführungsrichtung F, gestreut wird. Bei entsprechend lichtstarken Lichtquellen 1 kann somit die Anzahl der Licht quellen 1 und eine Tiefe T des Lichtleiters 12 reduziert werden. Vorteilhaft ist die Be leuchtungsvorrichtung hierdurch platzsparend angeordnet. Die Auskoppelelemente 8 sind im Querschnitt prismenförmig oder zylinderförmig aus gebildet und verlaufen langgestreckt quer zur Hauptabstrahlrichtung H des Lichtleiters 2, 12, vorzugsweise in vertikaler Richtung. Alternativ können sie einen frei geformten Querschnitt besitzen.

Nach einer weiteren nicht dargestellten alternativen Ausführungsform der Erfindung kann der plattenförmige Lichtleiter 12 auch zusätzlich an der Lichtauskoppelfläche 16 Auskoppelelemente 8 aufweisen.

Nach einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsform der Erfindung können den Lichtleitern 2, 12 an mindestens einer Fläche auch herkömmliche Auskoppelele mente mit einer größeren Dimensionierung, also beispielsweise größer als 1 mm, zu geordnet sein, so dass das Licht an denselben gebrochen wird.

Nach einer weiteren alternativen Ausführungsform der Erfindung kann den Lichtquel len 1 auch zusätzliche Optiken, beispielsweise Kollimationsoptiken oder Linsenopti ken, zugeordnet sein.

Die Lichtquellen 1 sind vorzugsweise als LED-Lichtquellen ausgebildet.

Bezugszeichenliste

1 Lichtquelle

2 Lichtleiter

3 Lichteinkoppelfläche

4 Mantelfläche

5 eingekoppeltes Licht

6 Lichtauskoppelfläche

7 rückseitige Mantelfläche

8 Auskoppelelement

9 Stirnfläche

12 Lichtleiter

13 Lichteinkoppelfläche

14 Flachseite

15,15' Seitenfläche

16 Lichtauskoppelfläche

200 Lichtleiter

210 Lichtauskoppelfläche

220 Lichtbündel

230 Lichtbündel

H Hauptabstrahlrichtung

F Lichtführungsrichtung

A,K Bereich

a Abstand

D Abstand

T Tiefe

E Erhabenheit

B1 ,B2 Erstreckung