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Patent Searching and Data


Title:
IMPROVED METHOD FOR POWER GENERATION DURING THE REGASIFICATION OF A FLUID BU SUPERCRITICAL EXPANSION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/101461
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an apparatus (1) for power generation during regasification, comprising a tank (2) for a cryogenic fluid, a first pump (4) connected to the tank (2) via a first line (3), a first heat exchanger (6) connected to the first pump (4) via a second line (5), and a second heat exchanger (7) connected downstream of the first heat exchanger (6), and a first turbine (8) connected immediately downstream of the second heat exchanger (7), wherein a third line (9) branches off from the first turbine (8) and opens into the first heat exchanger (6), and a fourth line (10) branches off from this first heat exchanger (6) and opens into the second line (5), wherein a second pump (11) is connected into the fourth line (10). The invention further relates to a method for power generation.

Inventors:
HAAS SEBASTIAN (DE)
Application Number:
PCT/EP2018/079128
Publication Date:
May 31, 2019
Filing Date:
October 24, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AG (DE)
International Classes:
F01K7/38; F01K7/44
Foreign References:
US20100154471A12010-06-24
US20070101732A12007-05-10
US20080190106A12008-08-14
US20060254251A12006-11-16
US3523421A1970-08-11
US20120151926A12012-06-21
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (1) zur Stromerzeugung bei Regasifizierung, umfassend einen Tank (2) für ein kryogenes Fluid, eine über eine erste Leitung (3) mit dem Tank (2) verbundene erste Pumpe (4), einen mit der ersten Pumpe (4) über eine zweite Leitung (5) verbundenen ersten Wärmeübertrager (6) und einen dem ersten Wärmeübertrager (6) nachgeschalteten zweiten Wärmeübertrager (7), sowie eine dem zweiten Wär meübertrager (7) unmittelbar nachgeschaltete erste Turbi ne (8), dadurch gekennzeichnet, dass von der ersten Tur bine (8) eine dritte Leitung (9) abzweigt und in den ers ten Wärmeübertrager (6) mündet und von diesem ersten Wär meübertrager (6) eine vierte Leitung (10) abzweigt und in die zweite Leitung (5) mündet, wobei eine zweite Pumpe (11) in die vierte Leitung (10) geschaltet ist.

2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei ein dritter Wärme übertrager (12) in die zweite Leitung (5) und in die vierte Leitung (10) stromauf der zweiten Pumpe (11) ge schaltet ist.

3. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei eine fünfte Leitung (13) von der ersten Turbine (8) ab zweigt und in eine Pipeline (14) mündet.

4. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3, wobei in die fünfte Lei tung (13) ein vierter Wärmeübertrager (15) geschaltet ist .

5. Vorrichtung (1) nach Anspruch 4, wobei in die fünfte Lei tung (13) eine zweite Turbine (16) geschaltet ist und der vierte Wärmeübertrager (15) stromab der zweiten Turbine (16) angeordnet ist.

6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, wobei ein fünfter Wärme übertrager (17) stromauf der zweiten Turbine (16) in der fünften Leitung (13) angeordnet ist.

7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, wobei erster Wärmeüber trager (6), dritter Wärmeübertrager (12) und Einspeise stelle (19) der vierten (10) in die zweite Leitung (5) in einem integrierten Wärmeübertrager (18) angeordnet sind.

8. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Tank (2) Flüssigerdas (LNG) enthält.

9. Verfahren zur Stromerzeugung bei dem ein Fluid auf einen ersten Druck gebracht wird und somit ein Hochdruckstrom erzeugt wird, dieser Hochdruckstrom mit einem zweiten Fluidstrom, der größer als der Hochdruckstrom ist, zusam mengeführt wird, und der entstehende Gesamtfluidstrom zu einem ersten Wärmeübertrager (6) geführt wird, in dem der Gesamtfluidstrom durch den zweiten Fluidstrom erwärmt wird, wobei anschließend der erwärmte Gesamtfluidstrom in einem zweiten Wärmeübertrager (7) durch Eintragung von Umgebungswärme und/oder Abfallwärme aus anderen Prozessen weiter angewärmt wird und der weiter angewärmte Gesamt fluidstrom in einer ersten Turbine (8) auf einen niedri geren, aber überkritischen Druck entspannt wird, wobei der aus der ersten Turbine (8) austretende Gesamtfluid strom sich in den zweiten Fluidstrom und in einen kleine ren dritten Fluidstrom aufteilt und der zweite Flu idstrom, nachdem er seine Wärme an den Gesamtfluidstrom abgegeben hat, auf das Druckniveau des Hochdruckstroms gebracht wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der zweite Fluidstrom, bevor er auf das Druckniveau des Hochdruckstroms gebracht wird, durch einen dritten Wärmeübertrager (12) noch wei ter abgekühlt wird, wobei der Hochdruckstrom erwärmt wird .

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 oder 10, wobei das Fluid aus einem Tank (2) entnommen wird.

12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei mittels einer ersten Pumpe (4) das aus dem Tank (2) entnommene Fluid auf einen Druck von über 150 bara gebracht wird.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei die Umgebungswärme Luft oder Meerwasser entnommen wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, wobei die weitere Anwärmung auf mindestens 5°C unterhalb der Umge bungstemperatur erfolgt.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, wobei der niedrigere, aber überkritische Druck bei über 70 bara liegt .

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 15, wobei der dritte Fluidstrom in eine Pipeline (14) eingespeist wird.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 16, wobei in der ersten Turbine (8) mehrstufig entspannt und zwischener wärmt wird.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 17, wobei das dem Tank entnommene Fluid flüssige Luft, Flüssigerdgas, flüssiger Stickstoff, flüssiger Sauerstoff oder flüssiges Argon ist.

Description:
Beschreibung

Verbessertes Verfahren zur Stromerzeugung bei der Regasifi- zierung eines Fluids durch überkritische Entspannung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Stromerzeugung bei Regasifizierung sowie ein entsprechendes Verfahren zur Stromerzeugung .

Im Kraftwerksbau geht der Trend weg von großen, fossil befeuerten Kraftwerken hin zu erneuerbarer Energieerzeugung wie Wind, Photovoltaik etc. Zudem spielt auch die dezentrale Energieerzeugung eine größere Rolle.

Um den Anforderungen an Netzstabilität und Versorgungssicher heit Rechnung zu tragen, werden in Zukunft Speicherlösungen immer wichtiger. Dabei steht neben den speziellen Anforderun gen der jeweiligen Anwendung wie immer auch die Wirtschaft lichkeit im Vordergrund. Energiespeicher sollen langlebig und schnell verfügbar sein, die Umwelt nicht mit giftigen Stoffen belasten, unabhängig von den geographischen Gegebenheiten sein, einen großen Leistungsbereich, Energieinhalt und einen hohen Wirkungsgrad haben und am besten noch kostengünstig sein .

Eine Möglichkeit ist die Energiespeicherung in Form von flüs siger Luft (LAES=liquid air energy storage) . Die LAES- Technologie befindet sich noch in der Anfangsphase und es scheint noch Potential für Verbesserungen und weitere Kosten reduktion vorhanden zu sein. Kurz zusammengefasst besteht das LAES-Verfahren für einen reinen Speicherprozess aus einem Luftverflüssiger, einem Tank für flüssige Luft und einer Rückverstromungseinheit, in welcher die flüssige Luft auf ho hen Druck gepumpt, verdampft und in einer Turbine mehrstufig mit Zwischenaufheizung entspannt wird. Um den Wirkungsgrad zu steigern, kann die bei der Luftverflüssigung anfallende Kom pressionswärme gespeichert und im Rückverstromungszyklus dazu verwendet werden, die Luft vor dem Turbineneintritt auf eine höhere Temperatur zu bringen.

Genauso kann im Rückverstromungszyklus bei der Verdampfung der Luft anfallende „Kälte" gespeichert werden, um den Ener gieaufwand im Verflüssigungszyklus zu minimieren.

Zudem gibt es auch Kombinationen von LAES mit anderen Verfah ren wie z.B. Gasturbinenprozessen. Außerdem kann sonst ver worfene Kälte z.B. von Flüssigerdgasverdampfern vorteilhaft in LAES eingebunden werden. Gleiches gilt für niederwertige Abfallwärme von Industrieprozessen, die auf Grund der niedri gen unteren Prozesstemperatur des LAES-Verfahrens noch wirt schaftlich genutzt werden kann.

Als Kältespeicher können organische Verbindungen genannt wer den, die im Gegenzug zur verdampften Luft verflüssigt werden.

Vor allem die Reduktion der Investitionskosten scheint aktu ell für einen kommerziellen Durchbruch wichtig zu sein.

Erdgas wird zu Transportzwecken verflüssigt, wofür viel Ener gie aufgewendet werden muss. In LNG-Terminals wird flüssiges Erdgas (Liquid Natural Gas = LNG) auf Druck gebracht, ver dampft und in eine Pipeline eingespeist.

Um das Potential der im Flüssigerdgas vorhandenen Kälte zur Stromerzeugung zu nutzen und einen Teil der für die Verflüs sigung aufgewendeten Energie wiederzugewinnen, gibt es bis lang nur Verfahren, die einen geringen Wirkungsgrad bieten und/oder teuer und aufwändig sind. In der Regel wird mit Ver fahren gearbeitet, welche zusätzliche Arbeitsmedien erfordern und viele Komponenten beinhalten. Die Verfügbarkeit ist ge ring und die Komplexität dafür umso höher.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Ver fahren zur Speicherung und Rückverstromung mit hohem Wir- kungsgrad bereitzustellen, das zugleich auch kostengünstig, einfach und zuverlässig ist.

Die Erfindung löst die auf eine Vorrichtung gerichtete Aufga be, indem sie vorsieht, dass bei einer derartigen Vorrichtung zur Stromerzeugung bei Regasifizierung, umfassend einen Tank für ein kryogenes Fluid, eine über eine erste Leitung mit dem Tank verbundene erste Pumpe, einen mit der ersten Pumpe über eine zweite Leitung verbundenen ersten Wärmeübertrager und einen dem ersten Wärmeübertrager nachgeschalteten zweiten Wärmeübertrager, sowie eine dem zweiten Wärmeübertrager un mittelbar nachgeschaltete erste Turbine, von der ersten Tur bine eine dritte Leitung abzweigt und in den ersten Wärme übertrager mündet und von diesem ersten Wärmeübertrager eine vierte Leitung abzweigt und in die zweite Leitung mündet, wo bei eine zweite Pumpe in die vierte Leitung geschaltet ist.

In einer vorteilhaften Ausführungsform ist ein dritter Wärme übertrager in die zweite Leitung und in die vierte Leitung stromauf der zweiten Pumpe geschaltet. Dieser dritte Wärme übertrager (Rekuperator) steigert die erzielbare elektrische Leistung der Vorrichtung, ist aber nicht zwingend notwendig, so dass er auch weggelassen werden kann, um Investitions kosten zu sparen. Die elektrische Leistung der Vorrichtung sinkt beim Weglassen des Rekuperators um ca. 1%.

Es ist zweckmäßig, wenn eine fünfte Leitung von der ersten Turbine abzweigt und in eine Pipeline mündet. Alternativ und abhängig vom verwendeten Medium ist aber auch eine Gas turbinenbrennkammer, ein Kältespeicher oder eine Abblasung in die Atmosphäre nach weiterer Entspannung denkbar.

Es ist ferner zweckmäßig, wenn in die fünfte Leitung ein vierter Wärmeübertrager geschaltet ist.

Falls der erforderliche Pipelinedruck niedriger als der not wendige überkritische Entspannungsdruck sein sollte, kann der zur Pipeline gehende Strom in einer weiteren Turbinenstufe auf das Niveau des Pipelinedrucks expandiert werden. In die sem Fall ist in die fünfte Leitung eine zweite Turbine ge schaltet und der vierte Wärmeübertrager wäre dann stromab der zweiten Turbine angeordnet.

Dabei kann vor der letzten Expansionsstufe eine Anwärmung er folgen. D.h., es ist zweckmäßig, wenn ein fünfter Wärmeüber trager stromauf der zweiten Turbine in der fünften Leitung angeordnet ist.

In einer alternativen vorteilhaften Ausführungsform sind ers ter Wärmeübertrager, dritter Wärmeübertrager und Einspeise stelle der vierten in die zweite Leitung in einer Komponente integriert .

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält der Tank Flüssigerdas (LNG) . Aber auch flüssige Luft, flüssi ger Stickstoff, flüssiger Sauerstoff oder flüssiges Argon sind in Frage kommende Fluide.

Die Grundidee der Erfindung ist, dass beispielsweise Erdgas als Arbeitsmedium in der Turbine auf einen überkritischen Druck entspannt wird. Dadurch kann ein großer Teilstrom wie der zurückgeführt werden, auf Druck gepumpt werden und vor der Entspannung in der Turbine Wärme aus der Umgebung

und/oder anderen Prozessen aufnehmen. Somit kann mit gerings tem Aufwand die elektrische Leistung erhöht werden. Die Rück führung des Teilstroms zu einer Pumpe, die mit ausreichend niedriger Leistungsaufnahme arbeitet, ist nur durch eine überkritische Entspannung möglich, weil dadurch in dem Erd- gas-Erdgas-Wärmeübertrager die beiden Stoffströme einen ähn lichen Temperaturverlauf zeigen, kleine Grädigkeiten entste hen und damit ein guter Wärmetransfer erzielt werden kann.

Die Pumpeneintrittstemperatur ist dadurch ausreichend niedrig und die Pumpenleistung entsprechend klein.

Die auf ein Verfahren gerichtete Aufgabe wird daher gelöst durch ein Verfahren zur Stromerzeugung bei dem ein Fluid auf einen ersten Druck gebracht wird und somit ein Hochdruckstrom erzeugt wird, dieser Hochdruckstrom mit einem zweiten Flu idstrom, der größer als der Hochdruckstrom ist, zusammenge führt wird, und der entstehende Gesamtfluidstrom zu einem ersten Wärmeübertrager geführt wird, in dem der Gesamtflu idstrom durch den zweiten Fluidstrom erwärmt wird, wobei an schließend der erwärmte Gesamtfluidstrom in einem zweiten Wärmeübertrager durch Eintragung von Umgebungswärme und/oder Abfallwärme aus anderen Prozessen weiter angewärmt wird und der weiter angewärmte Gesamtfluidstrom in einer ersten Turbi ne auf einen niedrigeren, aber überkritischen Druck entspannt wird, wobei der aus der ersten Turbine austretende Gesamt fluidstrom sich in den zweiten Fluidstrom und in einen klei neren dritten Fluidstrom aufteilt und der zweite Fluidstrom, nachdem er seine Wärme an den Gesamtfluidstrom abgegeben hat, auf das Druckniveau des Hochdruckstroms gebracht wird.

Dabei ist es vorteilhaft, wenn der zweite Fluidstrom, bevor er auf das Druckniveau des Hochdruckstroms gebracht wird, durch einen dritten Wärmeübertrager noch weiter abgekühlt wird, wobei der Hochdruckstrom erwärmt wird.

Zweckmäßiger Weise wird das Fluid aus einem Tank entnommen. Das Verfahren bezieht sich schließlich auf die Regasifizie- rung flüssiger Medien, die in Tanks gespeichert werden.

Es ist vorteilhaft, wenn mittels einer ersten Pumpe das aus dem Tank entnommene Fluid auf einen Druck von über 150 bara gebracht wird.

Es ist von Vorteil, wenn die weitere Anwärmung zu einer mög lichst hohen Turbineneintrittstemperatur führt. Wenn nur Um gebungswärme zur Verfügung steht, ist es vorteilhaft, wenn die weitere Anwärmung so dicht wie möglich an die Umgebungs temperatur heranreicht, mindestens aber bis auf 5°C unterhalb der Umgebungstemperatur erfolgt. Es ist vorteilhaft, wenn die Umgebungswärme Luft oder Meerwasser entnommen wird. Es ist ferner vorteilhaft, wenn der niedrigere, aber überkri tische Druck bei über 70 bara liegt. Die Vorteile der über kritischen Entspannung wurden bereits oben ausgeführt.

Eine mögliche sinnvolle Nutzung des dritten Fluidstroms ist seine Einspeisung in eine Pipeline zur weiteren Verwendung, beispielsweise, wenn das dem Tank entnommene Fluid Flüssiger dgas ist. Aber auch andere Fluide können im erfinderischen Verfahren zum Einsatz kommen, wie z.B. flüssige Luft, flüssi ger Stickstoff, flüssiger Sauerstoff oder flüssiges Argon.

Zur weiteren Verbesserung des Wirkungsgrads kann es vorteil haft sein, wenn in der ersten Turbine mehrstufig entspannt und zwischenerwärmt wird.

Mit der Erfindung ergeben sich folgende Vorteile:

- Der Wirkungsgrad ist vergleichsweise hoch.

- Es ist ein sehr einfaches Konzept. Mit wenig Aufwand kann eine robuste Regelung und Automatisierung erstellt werden .

- Durch die geringe Anzahl von Komponenten und Maschinen ist eine große betriebliche Flexibilität möglich.

Schnelle Lastwechsel stellen ebenfalls kein großes Prob lem dar.

- Außer dem Fluid selber (beispielsweise Erdgas) ist kein weiteres Arbeitsmedium erforderlich.

- Auf Grund der geringen Komplexität bietet das neue Ver fahren eine geringe Fehleranfälligkeit und demzufolge eine hohe Verfügbarkeit, was für die Kundenakzeptanz sehr wichtig ist.

- Es ist im Gegensatz zu anderen in der Literatur theore tisch behandelten Verfahren kein Aufwand für die Neuent wicklung von Komponenten erforderlich.

- Durch die große übertragene Wärme zwischen den (bei spielsweise) Erdgasströmen ist die Temperatur des Erdga ses, welches noch durch Umgebungswärme angewärmt werden muss, schon recht hoch. Dadurch ergeben sich kostengüns tigere Wärmeübertrager, da nun das Einfrieren von Meer- wasser bzw. Ausfrieren von Luftfeuchtigkeit deutlich we niger Probleme bereitet.

Es können sowohl für geplante LNG- Terminals wie auch für be stehende Terminals als Nachrüstung komplette Lösungen für die Stromerzeugung bei der Regasifizierung angeboten werden.

Aus Kundensicht ergibt sich die Möglichkeit, bei überschauba ren Investitionskosten die Betriebskosten deutlich zu redu zieren, da mit der neuen Lösung der Eigenbedarf reduziert werden kann und evtl, sogar überschüssiger Strom ins Netz ge speist werden kann.

Im Vergleich zu gängigen Regasifizierungslösungen, bei denen ein Teil des Erdgases für die Verdampfung verbrannt wird, er höht sich die Wirtschaftlichkeit deutlich, da nun der Gesamt strom in die Pipeline eingespeist werden kann und zudem Strom produziert wird.

Die Erfindung wird beispielhaft anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen schematisch und nicht maßstäblich:

Figur 1 eine Grundschaltung zum Prozess für Stromerzeugung nach der Erfindung,

Figur 2 eine Schaltung für niedrigeren Pipelinedruck,

Figur 3 eine Schaltung zur Kostenoptimierung durch Wegfall des Rekuperators,

Figur 4 eine Ausführung mit integriertem Wärmeübertrager und Figur 5 ein Ablaufdiagramm für das erfinderische Verfahren.

Die Figur 1 zeigt schematisch und beispielhaft die Grund schaltung für die Vorrichtung 1 zur Stromerzeugung bei Re gasifizierung gemäß der Erfindung. Die Vorrichtung 1 umfasst einen Tank 2 für ein kryogenes Fluid, vorzugsweise flüssiges Erdgas (LNG) , aber auch flüssige Luft, flüssiger Stickstoff, flüssiger Sauerstoff oder flüssiges Argon sind möglich. Eine erste Pumpe 4 ist über eine erste Leitung 3 mit dem Tank 2 verbunden. Eine zweite Leitung 5 verbindet die erste Pumpe 4 mit einem ersten Wärmeübertrager 6, dem ein zweiter Wärme übertrager 7 nachgeschaltet ist, dem wiederum eine erste Tur bine 8 nachgeschaltet ist. Gemäß der Erfindung zweigt von der ersten Turbine 8 eine dritte Leitung 9 ab und mündet in den ersten Wärmeübertrager 6, von dem wiederum eine vierte Lei tung 10 abzweigt und in die zweite Leitung 5 mündet.

In diese vierte Leitung 10 ist eine zweite Pumpe 11 geschal tet sowie, stromauf der zweiten Pumpe 11, ein dritter Wärme übertrager 12. Der dritte Wärmeübertrager 12 ist ferner in die zweite Leitung 5 geschaltet.

Im Ausführungsbeispiel der Figur 1 zweigt eine fünfte Leitung 13 von der ersten Turbine 8 ab und mündet in eine Pipeline 14. Ferner ist in die fünfte Leitung 13 ein vierter Wärme übertrager 15 geschaltet.

Die Schaltung der Figur 2 ist für einen niedrigeren Pipeline druck optimiert. Hierbei ist in die fünfte Leitung 13 eine zweite Turbine 16 geschaltet, wobei der vierte Wärmeübertra ger 15 stromab der zweiten Turbine 16 angeordnet ist. Außer dem ist ein fünfter Wärmeübertrager 17 stromauf der zweiten Turbine 16 in der fünften Leitung 13 angeordnet.

Das Ausführungsbeispiel der Figur 3 dient der Kostenoptimie rung. Der dritte Wärmeübertrager 12 in Leitung 10 entfällt. Das Fluid gelangt direkt vom ersten Wärmeübertrager 6 zur zweiten Pumpe 11, bevor es in die zweite Leitung 5 rückge speist wird.

Figur 4 zeigt schließlich eine Ausführung mit integriertem Wärmeübertrager 18, d.h. erster Wärmeübertrager 6, dritter Wärmeübertrager 12 und Einspeisestelle 19 der vierten 10 in die zweite Leitung 5 sind in einer Komponente integriert.

Figur 5 zeigt ein Diagramm zum Verfahren zur Stromerzeugung. In einem ersten Schritt 101 wird das Fluid - flüssige Luft, Flüssigerdgas, flüssiger Stickstoff, flüssiger Sauerstoff o- der flüssiges Argon - aus einem Tank 2 entnommen.

In einem zweiten Schritt 102 wird das dem Tank 2 entnommene Fluid auf einen ersten Druck gebracht und somit ein Hoch druckstrom erzeugt. Dieser erste Druck liegt bei über 150 ba- ra .

Dieser Hochdruckstrom wird in einem dritten Schritt 103 mit einem zweiten Fluidstrom, der größer als der Hochdruckstrom ist, zusammengeführt.

In einem vierten Schritt 104 wird der entstehende Gesamtflu idstrom zu einem ersten Wärmeübertrager 6 geführt, in dem der Gesamtfluidstrom durch den zweiten Fluidstrom erwärmt wird.

In einem fünften Schritt 105 wird der erwärmte Gesamtflu idstrom in einem zweiten Wärmeübertrager 7 durch Eintragung von Umgebungswärme und/oder Abfallwärme aus anderen Prozessen weiter angewärmt. Im Fall von Umgebungswärme kann dies über Luft oder beispielsweise Meerwasser erfolgen und die erziel bare Temperatur soll so nah wie möglich an die Umgebungstem peratur heranreichen. Die erreichbare Temperatur hängt von der Grädigkeit der verwendeten Wärmeübertrager ab. Die Ziel temperatur sollte möglichst hoch, jedenfalls nicht mehr als 5°C unter der Umgebungstemperatur liegen.

In einem sechsten Schritt 106 wird der weiter angewärmte Ge samtfluidstrom in einer ersten Turbine 8 auf einen niedrige ren, aber überkritischen Druck entspannt. Dieser Druck liegt typischerweise bei über 70 bara.

Die Schritte fünf 105 und sechs 106 können je nach Ausfüh rungsform wiederholt werden, so dass in der ersten Turbine 8 mehrstufig entspannt und zwischenerwärmt wird. In einem siebten Schritt 107 wird der aus der ersten Turbine 8 austretende Gesamtfluidstrom in den zweiten Fluidstrom und in einen kleineren dritten Fluidstrom aufgeteilt. In einem achten Schritt 108 gibt der zweite Fluidstrom Wärme an den Gesamtfluidstrom ab.

In einem neunten Schritt 109 wird der zweite Fluidstrom auf das Druckniveau des Hochdruckstroms gebracht, bevor er mit diesem zusammengeführt wird (Schritt 3) .

In einem zehnten Schritt 110 wird der dritte Fluidstrom in eine Pipeline 14 eingespeist.