Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
INJECTION MOLDING TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/073905
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an injection molding tool comprising a nozzle plate which has a first through-bore in an axial direction, an injection molding nozzle being arranged in said through-bore so as to run in the axial direction. The injection molding tool additionally comprises a cavity plate that has at least one cavity half into which a second through-bore arranged in the cavity plate opens, said second through-bore being coaxial to the first through-bore. The second through-bore is equipped with a nozzle sleeve which encloses at least some regions of the injection molding nozzle in the installed state. The nozzle sleeve is operatively connected to the cavity plate and/or nozzle plate via an operative-connection means, wherein the nozzle sleeve and the operative-connection means are operatively connected together at least in the axial direction.

Inventors:
MASSARA ROBERTO (IT)
GARDA GENNY (IT)
Application Number:
PCT/EP2020/077751
Publication Date:
April 22, 2021
Filing Date:
October 02, 2020
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
THERMOPLAY SPA (IT)
International Classes:
B29C45/27
Domestic Patent References:
WO2008064458A12008-06-05
Foreign References:
JPH05177664A1993-07-20
US5162125A1992-11-10
US4854851A1989-08-08
EP3321060A12018-05-16
CN204196176U2015-03-11
EP1680247A12006-07-19
Attorney, Agent or Firm:
RENTSCH PARTNER AG (CH)
Download PDF:
Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) mit a. einer Düsenplatte (2), welche eine erste Durchgangsbohrung (3) in einer axialen Richtung (z) aufweist, in welcher eine Spritzgussdüse (4) in axialer Richtung (z) verlaufend angeordnet ist, und b. einer Kavitätenplatte (5), welche mindestens eine Kavitätenhälfte (6) aufweist in welche eine in der Kavitätenplatte (5) angeordnete zweite Durchgangsbohrung (7) mündet, welche zur ersten Durch gangsbohrung (3) koaxial angeordnet ist, wobei c. in der zweiten Durchgangsbohrung (7) eine Düsenhülse (8) ange ordnet ist, welche im montierten Zustand die Spritzgussdüse (4) zu mindest bereichsweise umschliesst, wobei d. die Düsenhülse (8) über ein Wirkverbindungsmittel (9) mit der Kavi tätenplatte (5) und/ oder Düsenplatte (2) wirkverbunden ist, wobei e. die Düsenhülse (8) und das Wirkverbindungsmittel (9) zumindest in axialer Richtung (z) miteinander wirkverbunden sind.

2. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss Patentanspruch 1 , dadurchgekennzeichnet, dass das Wirkverbindungsmittel (9) zwischen der Düsenplatte (2) und der Kavitätenplatte (5) angeordnet ist.

3. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wirkverbindungsmittel (9) a. eine Flanschplatte ( 12) umfasst, welche eine zentrale Öffnung ( 13) aufweist, in welcher die Düsenhülse (8) angeordnet ist, wobei die Flanschplatte ( 12) mittels einer oder mehrerer Schrauben ( 14) an der Düsenplatte (2) und/oder der Kavitätenplatte (5) in axialer Rich- tung (z) befestigt ist, oder b. eine Gewindehülse ( 15) umfasst, welche eine zentrale Öffnung ( 13) aufweist, in welcher die Düsenhülse (8) angeordnet ist, wobei die Gewindehülse ( 15) über eine Gewindeverbindung mit der Düsen platte (2) und/oder der Kavitätenplatte (5) in axialer Richtung (z) verschraubt ist.

4. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss Patentanspruch 3, dadurchgekennzeichnet, dass das Wirkverbindungsmittel (9) in zwei Orientierungen relativ zur Düsen hülse (8) mit der zentralen Öffnung ( 13) auf die Düsenhülse (8) aufschieb bar ist.

5. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wirkverbindungsmittel (9) eine erste An schlagfläche ( 10) und die Düsenhülse (8) eine zweite Anschlagfläche (1 1 ) aufweist, welche in montiertem Zustand eine Verschiebung der Düsenhülse (8) gegenüber der Kavitätenplatte (5) entgegen der Richtung des Schmelz flusses (-z) verhindert.

6. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sicherungsmittel ( 17) im montierten Zu stand mit der Düsenhülse (8) zusammenwirkt und eine Verschiebung der Dü- senhülse (8) gegenüber dem Wirkverbindungsmittel (9) in Richtung des

Schmelzflusses (-z) verhindert.

7. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss Patentanspruch 6, dadurchgekennzeichnet, dass das Sicherungsmittel ( 17) zumindest eines der folgenden Elemente um fasst: Sprengring ( 18), Gewindemutter. 8. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenhülse (8) ein erstes Dichtmittel ( 16) aufweist, welches im montierten Zustand mit einer Innenfläche (20) der zweiten Durchgangsbohrung (7) dichtend zusammenwirkt.

9. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss Patentanspruch 8, dadurchgekennzeichnet, dass das erste Dichtmittel ( 16) zumindest eines der folgenden Elemente um fasst: umlaufender Wulst (21 ) mit einer ersten Dichtfläche (22), O-Ring.

10. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss Patentanspruch 8 oder 9, dadurch gekenn- zeichnet, dass das erste Dichtmittel ( 16) in Längsrichtung (z) der Düsenhülse

(8) in einem Bereich von 20% bis 80% zwischen dem kavitätenseitigen Ende (24) der Düsenhülsen (8) und der zweiten Anschlagfläche (1 1 ) angeordnet ist.

1 1. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss einem der Patentansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Dichtmittel (25) im montierten Zu stand zwischen der Düsenhülse (8) und einer Innenfläche (20) der zweiten Durchgangsbohrung (7) und/ oder der Spritzgussdüse (4) angeordnet ist.

12. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenhülse (8) in Richtung des Schmelz- flusses (-z) im Querschnitt zumindest in einem Abschnitt verjüngend ausge bildet ist.

13. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenhülse (8) einen Sitz (26) für das ka vitätenseitigen Ende (27) der Spritzgussdüse (4) aufweist.

14. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss Patentanspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenhülse (8) ein drittes Dichtmittel (28) umfasst, welches zwischen dem kavitätenseitigen Ende (27) der Spritzgussdüse (4) und der Düsenhülse (8) angeordnet ist und mit der Spritzgussdüse (4) dichtend zu- sammenwirkt.

15. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Dichtmittel ( 16) und dem zweiten Dichtmittel (25) eine Innenfläche (20) der zweiten Durch gangsbohrung (7) und eine Aussenfläche (29) der Düsenhülse (8) einen Teil eines Kühlmittelkanals (30) begrenzen.

16. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von der Düsenplatte (2) und der Kavitäten platte (5) ein dazwischen angeordneter Kabelkanal (31 ) begrenzt wird, durch welchen eine Verkabelung (32) für die Spritzgussdüse (4) geführt wird.

17. Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss einem der vorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verdrehsicherung (33) mit der Düsen hülse (8) und dem Wirkverbindungsmittel (9) und/ oder der Düsenplatte (2) und/ oder der Kavitätenplatte (5) zusammenwirkt und eine Drehung der Dü- senhülse (8) um die axiale Richtung (z) verhindert.

18. Düsenhülse (8) und Wirkverbindungsmittel (9) zur Verwendung mit einem Spritzgusswerkzeug ( 1 ) gemäss einem der Patentansprüche 1 bis 17.

Description:
SPRITZGUSSWERKZEUG

Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der Spritzgusswerkzeuge zum Her stellen von Teilen durch Spritzgiessen insbesondere von thermoplastischen Materi alien. HINTERGRUND DER ERFINDUNG

In Spritzgusswerkzeugen werden Spritzgussdüsen zumindest im Bereich der Dü senspitze durch eine Düsenhülse umgeben. Die Düsenhülse wird an einer Werk zeugplatte des Spritzgusswerkzeuges befestigt. Sie dient dazu, die empfindliche Spritzgussdüse zu schützen und allenfalls thermisch zu isolieren. Je nach Anwen- dungsfall kann sie zumindest bereichsweise auch mit geschmolzenem Spritzguss material geflutet werden. Die aus dem Stand der Technik bekannten Düsenhülsen sind für die Verkabelung der Heizung, bzw. der Sensoren der Spritzgussdüse nicht optimal. Weiterhin ist es erforderlich, dass für jedes Spritzgusswerkzeug eine spe zifische Düsenhülse hergestellt wird. CN2041 96176U wurde am 1 1 .03.2015 im Namen von Synventive Molding Solu tions (Suzhou) Co., Ltd. veröffentlicht und betrifft eine Düsenhülse zur Wasserküh lung für eine Heißkanaldüse. Die Düsenhülse umfasst einen Düsenhülsenkörper, der die Heißkanaldüse umgibt. Ein erster Dichtungsring und ein zweiter Dichtungs- ring sind am vorderen Ende bzw. hinteren Ende des Düsenhülsenkörpers umlau fend angeordnet. Ferner ist der ringförmiger Düsenhülsendruckblock durch eine Vielzahl von Schrauben an einer Kavitätenplatte fixiert.

EP1680247A1 wurde am 19.07.2019 im Namen von Husky Injection Molding veröffentlicht und betrifft eine Angussvorrichtung zur Verwendung in einer Form vorrichtung zum Verbinden des Schmelzekanals einer Formmaschinendüse mit ei nem Kanalsystem einer Formvorrichtung. Die Angussvorrichtung umfasst mehrere Wärmeregler, die mehrere Wärmezonen regeln, die die Länge der Angussvorrich tung zwecks lokaler Temperaturregelung zur Unterstützung eines Formprozesses unterteilen. Die Vielzahl von Zonen kann thermisch reguliert werden, um eine im Wesentlichen leckfreie Verbindung zwischen der Maschinendüse und der Formvor richtung zu ermöglichen. Die Angussvorrichtung kann einen Isolierkoppler enthal ten, der eine erhitzte Angussbuchse im Wesentlichen von der Schlittenkraft isoliert.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin ein Spritzgusswerkzeug mit einer im Ver gleich zum Stand der Technik verbesserten Düsenhülse zu zeigen.

Im Vergleich zum Stand der Technik, weisen das Spritzgusswerkzeug und eine da mit wirkverbundene Düsenhülse mit Vorteil einen wie folgt beschriebenen Aufbau auf. Das Spritzgusswerkzeug umfasst eine Düsenplatte, welche eine durch diese in einer axialen Richtung hindurchführende erste Durchgangsbohrung aufweist. Diese ver läuft in der Regel senkrecht von einer ersten Plattenfläche zu einer zu dieser im We sentlichen sich parallel erstreckenden zweiten Plattenfläche. In dieser ist der hintere Teil einer Spritzgussdüse in axialer Richtung verlaufend angeordnet. Üblicherweise weisst die Düsenplatte mehrere erste Durchgangsbohrungen auf, in welchen ent sprechend Spritzgussdüsen angeordnet sind.

Des Weiteren umfasst das Spritzgusswerkzeug eine Kavitätenplatte, welche min destens eine erste Kavitätenhälfte aufweist, welche im geschlossenen Zustand des Spritzgusswerkzeugs mit einer zweiten Kavitätenhälfte in einer weiteren Kavitäten platte eine Kavität bildet. In diese wird während dem Spritzgiessvorgang durch eine Auslassöffnung der Spritzgussdüse geschmolzenes Material zur Herstellung eines Teils in die Kavität eingespritzt.

Die Kavitätenplatte weist eine durch diese hindurchführende zweite Durchgangs- bohrung auf, welche zur ersten Durchgangsbohrung koaxial angeordnet ist und in die erste Kavitätenhälfte mündet. Diese verläuft in der Regel senkrecht von einer ersten Plattenfläche zu einer zu dieser im Wesentlichen sich parallel erstreckenden zweiten Plattenfläche in welcher die erste Kavitätenhälfte angeordnet ist. In der zweiten Durchgangsbohrung ist der vordere Teil der Spritzgussdüse in axialer Rich- tung verlaufend angeordnet. Üblicherweise weisst die Düsenplatte mehrere zweite Durchgangsbohrungen auf, in welchen entsprechend Spritzgussdüsen angeordnet sind. Die Spritzgussdüsen verlaufen üblicherweise von der ersten Durchgangsbohrung in die zweite Durchgangsbohrung. In der zweiten Durchgangsbohrung ist jeweils eine Düsenhülse angeordnet, welche im montierten Zustand die Spritzgussdüse zumin dest im vorderen Bereich umschliesst. Die Düsenhülse weist im Bereich des kavitä- tenseitigen Endes eine Öffnung auf, durch welche die Auslassöffnung der Spritz gussdüse während dem Spritzgiessen mit der ersten Kavitätenhälfte kommuniziert.

Im Unterschied zum Stand der Technik wird die Düsenhülse über ein Wirkverbin dungsmittel mit der Kavitätenplatte und/oder Düsenplatte zumindest in axialer Richtung wirkverbunden. Die Düsenhülse und das Wirkverbindungsmittel sind mit Vorteil zweiteilig und voneinander lösbar ausgebildet. Zur Erhöhung der Kompati bilität mit unterschiedlichen Einbausituationen, kann das Wirkverbindungsmittel über eine normierte Schnittstelle mit der Düsenhülse wirkverbunden werden. Das Wirkverbindungsmittel kann unterschiedliche Ausgestaltungen annehmen.

Wie nachfolgend näher beschrieben, können mit einer Flanschplatte oder einer Ge- windehülse als Wirkverbindungsmittel gute Resultate erzielt werden, insbesondere wenn diese in unterschiedlicher Richtung wirkverbindbar sind. Ein Vorteil dieses Aufbaus besteht in einer gewissen Modularität der verwendeten Bauteile, welche damit für unterschiedlichen Einbausituationen geeignet sein können. In Abhängig keit von der Ausgestaltung der Kavitätenplatte und der Düsenplatte und der vor- handenen jeweiligen Durchgangsbohrungen kann für die zur Verwendung vorge sehenen Spritzgussdüse eine passende Düsenhülse und ein passendes Wirkverbin dungsmittel zusammengestellt werden. Dadurch, dass sich die Düsenhülse nicht wesentlich in die Düsenplatte hinein er strecken muss, besteht der Vorteil, dass ein Kabelkanal zwischen der Düsenplatte und einer benachbarten Kavitätenplatte angeordnet sein kann, in welchem z.B. eine Verkabelung einer Düsenheizung und/oder eines im Bereich der Spritz- gussdüse angeordneten Sensors verläuft. Je nach Ausgestaltung kann der Kabel kanal in der Kavitätenplatte und/oder der Düsenplatte verlaufen. Eine Anordnung der Verkabelung in einem zwischen den Platten angeordneten Kabelkanal hat den Vorteil, dass die Verkabelung dadurch vor äusseren Einflüssen geschützt angeord net werden kann. Mit Vorteil ist das Wirkverbindungsmittel zur Verbindung der Düsenhülse mit der Düsen- und/oder Kavitätenplatte zwischen der Düsenplatte und der Kavitäten platte angeordnet.

Nachfolgend werden eine nicht abschliessende Auswahl von möglichen Wirkver bindungsmitteln näher beschrieben. In einer vorteilhaften Ausführungsform um- fasst das Wirkverbindungsmittel eine Flanschplatte. Diese weist eine zentrale Öff nung auf, in welcher die Düsenhülse im montierten Zustand angeordnet ist. Die Flanschplatte wird vorteilhafterweise mittels einer oder mehrerer Schrauben an der Düsenplatte und/oder der Kavitätenplatte in axialer Richtung befestigt. Alternativ umfasst das Wirkverbindungsmittel eine Gewindehülse mit einer zentralen Öff- nung, in welcher die Düsenhülse im montierten Zustand angeordnet ist. Die Ge windehülse kann über eine Gewindeverbindung mit der Düsenplatte und/oder der Kavitätenplatte in axialer Richtung verschraubt werden. Zur Erhöhung der Flexibilität kann das Wirkverbindungsmittel so ausgestaltet sein, dass es in zwei Orientierungen mit der zentralen Öffnung auf die Düsenhülse auf- schiebbar ist. Mit anderen Worten, die Gewindehülse bzw. die Flanschplatte kann auf die Düsenhülse in Längsrichtung aufgeschoben werden. Dabei kann die Gewin- dehülse bzw. die Flanschplatte je nachdem ob diese mit der Düsenplatte oder der Kavitätenplatte verbunden werden soll in einer ersten Orientierung, oder in einer um 180 Grad um eine Querachse gedrehte Orientierung auf die Düsenhülse in Längsrichtung aufgeschoben werden. Das bedeutet, dass die Gewindehülse in der ersten Orientierung mit der Kavitätenplatte und in der alternativen zweiten Orien- tierung mit der Düsenplatte verbunden werden kann. So kann dieselbe Kombina tion von Spritzgussdüse, Düsenhülse und Wirkverbindungsmittel verscheiden an geordnet werden und ist dadurch in verschieden aufgebauten Spritzgusswerkzeu gen einbaubar.

Zur Herstellung einer Wirkverbindung von Düsenhülse und Wirkverbindungsmittel kann das Wirkverbindungsmittel eine erste Anschlagfläche und die Düsenhülse eine zweite Anschlagfläche aufweisen. Diese Anschlagflächen verhindern vorteil hafterweise im montiertem Zustand eine Verschiebung der Düsenhülse gegenüber der Kavitätenplatte und/oder Düsenplatte entgegen der Richtung des Schmelzflus ses. Der bei der Produktion herrschende Druck auf ein kavitätenseitiges Ende der Düsenhülse kann über die Anschlagsflächen auf das Wirkverbindungsmittel über tragen werden und von diesem kompensiert werden. Vorzugsweise verhindert ein Sicherungsmittel, welches im montierten Zustand mit der Düsenhülse zusammen wirkt und verhindert eine Verschiebung der Düsenhülse gegenüber dem Wirkver bindungsmittel in Richtung des Schmelzflusses. Durch das Zusammenwirken von Wirkverbindungsmittel und Sicherungsmittel wird die Düsenhülse zumindest in axi- aler Richtung gegenüber Kavitätenplatte und/ oder Düsenplatte gehalten und/ o- der positioniert. Gute Ergebnisse können erzielt werden, wenn das Sicherungsmit tel zumindest eines der folgenden Elemente umfasst: Sprengring, Gewindemutter.

Je nach Ausgestaltung der Düse ist die Düsenhülse in Richtung des Schmelzflusses im Querschnitt zumindest in einem Abschnitt verjüngend ausgebildet. Sie kann zu- dem einen Sitz für das kavitätenseitige Ende der Spritzgussdüse aufweisen, so dass sie im montierten Zustand zumindest unterstützend als Halterung für die einge setzte Spritzgussdüse dient.

Bei Bedarf kann die Düsenhülse ein erstes Dichtmittel aufweisen, welches im mon tierten Zustand mit einer Innenfläche der zweiten Durchgangsbohrung dichtend zusammenwirkt. Für gewöhnlich ist das erste Dichtmittel an einer Aussenseite der Düsenhülse angeordnet. Ein ungewolltes Austreten von geschmolzenem Material in axialer Richtung zwischen Düsenhülse und der Kavitätenplatte kann durch ein entsprechend ausgestaltetes erstes Dichtmittel unterbunden werden. Je nach An wendung kann ein dementsprechend ausgestaltetes erstes Dichtmittel zum Ab- dichten eines Kühlkanals dienen, wie weiter unten beschrieben. Gute Resultate werden erzielt, wenn das erste Dichtmittel zumindest eines der folgenden Elemente umfasst: umlaufender Wulst mit Dichtfläche, O-Ring, etc. Bevorzugt ist das erste Dichtmittel in Längsrichtung der Düsenhülse in einem Bereich von 20% bis 80% zwischen dem kavitätenseitigen Ende der Düsenhülsen und der zweiten Anschlag fläche angeordnet. In der Regel dichtet das erste Dichtmittel in radialer Richtung bezüglich einer Innenfläche der zweiten Durchgangsbohrung ab. Bei Bedarf kann unterhalb des ersten ein zweites Dichtmittel zwischen der Düsenhülse und einer Innenfläche der zweiten Durchgangsbohrung und/ oder der Spritzgussdüse ange ordnet sein. Bevorzugt ist das zweite Dichtmittel im Bereich eines sich verjüngend ausgebildeten Abschnittes der Düsenhülse angeordnet. Das zweite Dichtmittel wirkt mit Vorteil in axialer Richtung mit einem verjüngend ausgebildeten Abschnitt der zweiten Durchgangsbohrung zusammen. Gute Resultate werden erzielt, wenn das zweite Dichtmittel zumindest eines der folgenden Elemente umfasst: umlau fender Wulst mit Dichtfläche, O-Ring, etc.

Je nach Anwendungsgebiet und Ausgestaltung, weist die Düsenhülse ein drittes Dichtmittel auf, welches im Bereich der Auslassöffnung der Spritzgussdüse zwi- sehen dem kavitätenseitigen Ende der Spritzgussdüse und der Düsenhülse ange ordnet ist und mit der Spritzgussdüse dichtend zusammenwirkt.

Bei einer aktiv gekühlten Ausführungsform kann ein um die Düsenhülse umlaufen der Hohlraum zwischen dem ersten und dem zweiten Dichtmittel Teil eines Kühl mittelkanals sein, dessen Zu- und Ableitung mit Vorteil in der Kavitätenplatte an- geordnet ist. Die Düsenhülse ist mit Vorteil im Wesentlichen rotationssymmetrisch um ihre Längsachse ausgebildet. Bei Bedarf kann die Düsenhülse über eine Verdrehsiche rung gegenüber der Kavitätenplatte in Umfangsrichtung gegen ungewolltes Ver drehen abgestützt sein. Anhand der in den nachfolgenden Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele und der dazugehörigen Beschreibung werden Aspekte der Erfindung näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eine erste Variation eines erfindungsge- mässen Spritzgusswerkzeugs mit einem Ausschnitt, welcher den inne- ren Aufbau zeigt;

Fig. 2 eine vergrösserte Darstellung des Ausschnitts aus Fig. 1 , der in dieser mit D gekennzeichnet ist;

Fig. 3 eine erste Variation einer erfindungsgemässen Düsenhülse mit einer ersten Variation eines Wirkverbindungsmittels in einer Explosionsdar stellung;

Fig. 4 die Düsenhülse mit dem Wirkverbindungsmittel von Fig. 3, welches in einer weiteren Orientierung auf die Düsenhülse aufgeschoben ist, mit einem Ausschnitt, welcher den inneren Aufbau darstellt; Fig. 5 die Düsenhülse von Fig. 3 mit einer zweiten Variation eines Wirkverbin dungsmittels in einer Explosionsdarstellung;

Fig. 6 die Düsenhülse von Fig. 3 mit der zweiten Variation des Wirkverbin dungsmittels von Fig. 5, welches in einer weiteren Orientierung auf die Düsenhülse aufgeschoben ist, mit einem Ausschnitt, welcher den inne ren Aufbau darstellt;

Fig. 7 eine perspektivische Schnittdarstellung einer zweiten Variation eines Spritzgusswerkzeugs mit einer zweiten Variation der Düsenhülse; und

Fig. 8 eine perspektivische Ansicht der ersten Variation des Spritzgusswerk- zeugs von Fig. 1 in einer Explosionsdarstellung mit der Düsenhülse und dem Wirkverbindungsmittel von Fig. 3.

Figuren 1 , 2, und 8 zeigen eine erste Variation eines erfindungsgemässen Spritz gusswerkzeugs 1. Das Spritzgusswerkzeug 1 umfasst eine Düsenplatte 2, wie sie in Figur 7 zu sehen ist, welche eine durch diese in einer axialen Richtung (z-Rich- tung) hindurchführende erste Durchgangsbohrung 3 aufweist. Des Weiteren um fasst das Spritzgusswerkzeug 1 eine Kavitätenplatte 5, diese weisst mindestens eine Kavitätenhälfte 6 auf, in welche eine in der Kavitätenplatte 5 angeordnete und durch diese hindurchführende zweite Durchgangsbohrung 7 mündet. Die zweite Durchgangsbohrung 7 ist zur ersten Durchgangsbohrung 3 koaxial angeordnet. In der ersten Durchgangsbohrung 3 ist in axialer Richtung z verlaufend eine Spritz gussdüse 4 angeordnet ist. Die Spritzgussdüse 4 verläuft ferner von der ersten Durchgangsbohrung 3 in die zweite Durchgangsbohrung 7. In der zweiten Durch gangsbohrung 7 ist eine erste Variation einer Düsenhülse 8 angeordnet abgebildet, welche im montierten Zustand die Spritzgussdüse 4 zumindest bereichsweise um- schliesst, wie in den Figuren 1 , 2 zu sehen ist.

In Figur 1 und 8 ist eine Variation der Kavitätenplatte 5 zu sehen, in welcher meh rere zweite Durchgangsbohrungen 7 angeordnet sind. Die Kavitätenplatte 5 und die Düsenplatte 2 grenzen im montierten Zustand, welcher in Figur 7 gezeigt ist, in einer Ebene xy senkrecht zur axialen Richtung z aneinander. Dabei wird in einigen Varianten von der Kavitätenplatte 5 und der Düsenplatte 2 ein dazwischenliegen der Kabelkanal 31 begrenzt. In Figur 7 ist der Kabelkanal 31 zu sehen, welcher in der Düsenplatte 3 verläuft. In diesem Kabelkanal 31 ist eine Verkabelung 32 für beispielsweise die Düsenheizung der Spritzgussdüse 4 verlegt. Figuren 1 , 2, 7 und 8 zeigen verschiedene Ausführungen des Spritzgusswerkzeugs 1 bzw. der Düsenhülse 8, welche über ein Wirkverbindungsmittel 9 mit der Kavitä tenplatte 5 oder Düsenplatte 2 wirkverbunden ist. Dabei ist das Wirkverbindungs mittel 9 zwischen der Düsenplatte 2 und der Kavitätenplatte 5 angeordnet. Ferner sind die Düsenhülse 8 und das Wirkverbindungsmittel 9 zumindest in axialer Rich- tung z miteinander wirkverbunden. In den Figuren 3 bis 6 ist eine erste Variation der Düsenhülse 8 mit verschiedenen Ausführungen des Wirkverbindungsmittels 9 gezeigt. In den Figuren 3 und 4 han delt es sich beim Wirkverbindungsmittel 9 um eine Flanschplatte 12. Diese weist eine zentrale Öffnung 13 auf, in welcher die Düsenhülse 8 im montierten Zustand angeordnet ist. Die Flanschplatte 12 ist in den dargestellten Variationen mittels mehrerer Schrauben 14 an der Düsenplatte 2 oder der Kavitätenplatte 5 in axialer Richtung z befestigt. In den Figuren 5 und 6 handelt es sich beim Wirkverbindungs mittel 9 um eine Gewindehülse 15. Diese weist eine zentrale Öffnung 13 auf, in welcher die Düsenhülse 8 im montierten Zustand angeordnet ist. Die Gewindehülse 15 ist mit der Düsenplatte 2 oder der Kavitätenplatte 5 in axialer Richtung z mittels einer Gewindeverbindung befestigt.

Zur Herstellung einer Wirkverbindung von Düsenhülse 8 und Wirkverbindungsmit tel 9 weist das Wirkverbindungsmittel 9 eine erste Anschlagfläche 10 und die Dü senhülse 8 eine zweite Anschlagfläche 1 1 auf. Diese Anschlagsflächen 10, 1 1 ver- hindern im montiertem Zustand eine Verschiebung der Düsenhülse 8 gegenüber der Kavitätenplatte 5 und/ oder Düsenplatte 2 entgegen der Richtung des Schmelz flusses (-z). Ein Sicherungsmittel 17, das im montierten Zustand mit der Düsen hülse 8 zusammenwirkt, verhindert eine Verschiebung der Düsenhülse 8 gegen über dem Wirkverbindungsmittel 9 in Richtung des Schmelzflusses (-z). Bei den gezeigten Variationen umfasst das Sicherungsmittel 17 einen Sprengring 18. Durch das Zusammenwirken von Wirkverbindungsmittel 9 und Sicherungsmittel 17 wird die Düsenhülse 8 zumindest in axialer Richtung z gegenüber Kavitäten platte 5 und/ oder Düsenplatte 2 gehalten und/ oder positioniert.

In den Figuren 5 und 6, sowie den Figuren 3 und 4 sind jeweils dieselben Bauteile abgebildet, jedoch ist das Wirkverbindungsmittel 9 in zwei verschiedenen Orientie- rungen auf die Düsenhülse 8 aufgeschoben, sodass das Wirkverbindungsmittel 9 mit der Kavitätenplatte 5 oder der Düsenplatte 2 verbunden werden kann.

In den Figuren 1 , 2, 4 und 6 bis 8, ist zu erkennen, dass die Düsenhülse 8 in Rich tung des Schmelzflusses (-z) im Querschnitt zumindest in einem Abschnitt verjün gend ausgebildet ist. Ferner weist die Düsenhülse 8 einen Sitz 26 für das kavitäten- seifigen Ende der Spritzgussdüse 4 auf. Hierdurch fungiert die Düsenhülse 8 im montierten Zustand als Positionierhilfe, Schutz und Halterung für die eingesetzte Spritzgussdüse 4. Die Düsenhülse weist darüber hinaus ein erstes Dichtmittel 16 auf, welches im montierten Zustand mit einer Innenfläche 20 der zweiten Durch gangsbohrung 7 dichtend zusammenwirkt. Das erste Dichtmittel ist dabei an einer Aussenfläche 29 der Düsenhülse 8 angeordnet und umfasst einen umlaufenden Wulst 21 mit einer ersten Dichtfläche 22. Alternativ umfasst das erste Dichtmittel 16 einen O-Ring, wie in Figur 7 dargestellt ist. Das erste Dichtmittel 16 ist in Längs richtung z der Düsenhülse 8 in einem Bereich von 20% bis 80% zwischen dem kavitätenseitigen Ende 24 der Düsenhülsen 8 und der zweiten Anschlagfläche 1 1 angeordnet. In den Figuren 2 und 7 ist jeweils eine Variation eines zweiten Dichtmittels 25 zu sehen, welches im montierten Zustand zwischen der Düsenhülse 8 und einer In nenfläche 20 der zweiten Durchgangsbohrung 7 und/ oder der Spritzgussdüse 4 angeordnet ist. Dabei ist das zweite Dichtmittel 25 im Bereich des verjüngend aus- gebildeten Abschnitts der Düsenhülse 8 angeordnet. Die Figuren 2, 4, 6 und 7 zei gen eine Düsenhülse 8 mit einem dritten Dichtmittel 28 welches im Bereich der Auslassöffnung der Spritzgussdüse 4 zwischen dem kavitätenseitigen Ende 27 der Spritzgussdüse 4 und der Düsenhülse 8 angeordnet ist und mit der Spritzgussdüse 4 dichtend zusammenwirkt. In den dargestellten Variationen umfasst das dritte Dichtmittel 28 eine umlaufende Dichtfläche, welche mit der Spritzgussdüse 4 um laufend kontaktiert.

Figur 7 zeigt eine perspektivische Schnittdarstellung einer zweiten Variation eines Spritzgusswerkzeugs 1 mit einer aktiv gekühlten zweiten Ausführungsform der Dü senhülse 8. Ein um die Düsenhülse 8 umlaufender Hohlraum zwischen dem ersten und dem zweiten Dichtmittel 16, 25 ist Teil eines Kühlmittelkanals 30, dessen Zu- und Ableitung in der Kavitätenplatte angeordnet sind. Ferner wird Teil des Kühlmit telkanals 30 von einer Innenfläche 20 der zweiten Durchgangsbohrung 7 und eine Aussenfläche 29 der Düsenhülse 8 begrenzen.

Die Figuren 3 bis 6 zeigen eine um ihre Längsachse rotationssymmetrische Düsen- hülse 8. Das Spritzgusswerkzeug 1 umfasst jedoch in Variationen eine Verdrehsi cherung 33, welche mit der Düsenhülse 8 und dem Wirkverbindungsmittel 9 und/ oder der Düsenplatte 2 und/ oder der Kavitätenplatte 5 zusammenwirkt und eine Drehung der Düsenhülse 8 um die axiale Richtung z beziehungsweise um ihre Längsachse verhindert. Dies ist in Figur 7 dargestellt.

LISTE DER BEZUGSZEICHEN

1 Spritzgusswerkzeug 20 17 Sicherungsmittel

2 Düsenplatte 18 Sprengring

3 Erste Durchgangsbohrung 20 Innenfläche (zweite Durch 4 Spritzgussdüse gangsbohrung)

5 Kavitätenplatte 21 Wulst

6 Kavitätenhälfte 25 22 Erste Dichtfläche

7 Zweite Durchgangsbohrung 24 Kavitätenseitiges Ende / Dü

8 Düsenhülse senhülsenspitze 9 Wirkverbindungsmittel 25 Zweites Dichtmittel

10 Erste Anschlagfläche 26 Sitz

1 1 Zweite Anschlagfläche 30 27 kavitätenseitigen Ende der

12 Flanschplatte Spritzgussdüse 4

13 Zentrale Öffnung (Wirkver- 28 Drittes Dichtmittel bindungsmittel) 29 Aussenfläche (Düsenhülse)

14 Schrauben 30 Kühlmittelkanal

15 Gewindehülse 35 31 Kabelkanal

16 Erstes Dichtmittel (Düsen 32 Verkabelung hülse) 33 Verdrehsicherung