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Patent Searching and Data


Title:
INSTALLATION FOR RESTING AND LYING DOWN, PREFERABLY FOR A BED
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1987/002559
Kind Code:
A1
Abstract:
The installation for resting and lying down consists of a strip type mattress (14) formed of a plurality of transverse laths (13), the mattress being arranged on a support structure and is characterized by the fact that the underlying structure (10, 20) has at least two longitudinal longerons (spring elements) (12, 12'; 22, 22') arranged longitudinally and at a distance from one another, and having a spring action perpendicular to the loading. The longerons are formed essentially as a structural unit with approximately regularly arranged spring elements (13) of the strip mattress (14) and thus have a joint action therewith.

Inventors:
HUESLER BALTHASAR (CH)
Application Number:
PCT/CH1986/000145
Publication Date:
May 07, 1987
Filing Date:
October 16, 1986
Export Citation:
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Assignee:
HUESLER STUDIO AG (CH)
International Classes:
A47C23/06; A47C23/30; (IPC1-7): A47C23/06; A47C23/30
Foreign References:
DE3232123A11984-03-01
US4477935A1984-10-23
EP0116237A11984-08-22
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Claims:
1. P A T E N T A N S P R U E C H E Ruhe und Liegeeinri'chtung, mit einem aus einer Viel zah von Querlatten (13) gebildeten Lattenrost (14), der auf einer Unterlagenstruktur angeordnet ist, da¬ durch gekennzeichnet, dass die Unterlagenstru tur (10,20) mindestens zwei in Laengsrichtung orientierte und im Abstand zueinander angeordnete, senkrecht zu ihrer Belastung federnd wirkende Längsholmen (12, 12' ;22,22' ) aufweist, die mit annaehernd regelmaes sig angeordneten, wirkverbundenen Querlatten (13) des Lattenrostes (14) im wesentlichen als Baueinheit ausge¬ bildet sind. Ruhe und Liegeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsholmen (12, 12';22,22') durch eine folien oder tuchartige Bespannung (25,28,35,48) verbunden sind und durch diese Bespannung auch die rostartig angeordneten Querlatten (13) mit den Längsholmen verbunden und zu einer Einheit zusam enge fasst sind.
2. Ruhe und Liegeeinrichtung nach einem der Ansprueche.
3. oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsholmen (12, 12';22,22') durch einen folien oder tuchartigen, Unterzug (28,48) verbunden und mittels der formschlues sig in seitlichen Taschen (24,24' ;34,34') angeordneten Querlatten (13) zu einer Einheit zusam engefasst sind. Ruhe und Liegeeinrichtung nach einem der Ansprueche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Traegerelemen te (12, 12';22,22') bodenseitig durch einen folien oder tuchartigen, Unterzug (25,35) verbunden und mit¬ tels der formschluessig in seitlichen Taschen (24,24' ;34,34' ) angeordneten Querlatten (13) zu einer Einheit zusammengefasst sind.
4. 5 Ruhe und Liegeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mittels dem Unterzug (25,35) bodenseitig verspannten Längsholmen ( 12,12' ;22,22') auflagesei tig mit einem Ueberzug (28) versehen sind, welcher Ueberzug (29) auf der dem Lat¬ tenrost (14) zugewandten Seite als Obermatratze ausge¬ bildet und mit dem Unterzug (25,35) lösbar verbunden ist.
5. 6 Ruhe und Liegeeinrichtung nach einem der Ansprueche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsholmen (12) in an der Bespannung befestigten oder darin inte¬ grierten Tunnelbahnen (32,25,28) angeordnet sind.
6. 7 Ruhe und Liegeeinrichtung nach Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet, dass die Tunnelbahnen (32) für die Längsholmen (12) ein laengsverlaufendes Schi iess/0eff nungsmittel (3Θ,R1,R2) aufweisen.
7. 8 Ruhe und Liegeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsholmen (12,12') ueber die gesamte Laenge in einzelne Zonen (K,R,B) mit unterschiedlichen Auflagehaerten ausgebil¬ det sind.
8. 9 Ruhe und Liegeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsholmen (12,12') ueber die gesamte Laenge in einzelne Zonen (K,R,B) mit unterschiedlichen Auflagehaerten ausgebil¬ det ist, und dass sie in der als Kopfpartie ausgebilde¬ ten Zjone (K) vorzugsweise als Kopf und Nackenstuetze ausgebildet sind.
9. 10 Ruhe und Liegeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die federnd wirken¬ den Längsholmen ( 12, 12' ;22,22' > als Formteil mit vol¬ lem, mehreckigen, quader oermigen, kreisfoermigen oder elliptischen Profilquerschnitt aus elastischem Schaum¬ stoff oder dergleichen hergestellt sind.
10. 11 Ruhe und Liegeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge¬ kennzeichnet, dass die federnd wirkenden Längsholmen ( 12, 12' ;22,22') als schlauchartiger Hohlkoerper mit mehreckigem, quader oermigen, kreisförmigen oder el¬ liptischen Profilquerschnitt ausgebildet sind.
11. 12 Ruhe und Liegeeinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die als schlauchartige Hohlkoerper ausgebildeten Längsholmen (Federkörper) ( 12, 12' ;22,22' ) aufblasbar und wieder entleerbar (entlueftbar) ausge¬ bildet sind.
12. 13 Ruhe und Liegeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsholmen ( 12,12' ;22,22' ) durch die rostartig angeordneten Querlatten (13) zu einer Einheit (10) verbunden sind, in dem die Querlat¬ ten (13) an den Längsholmen (12, 12' ;22,22') befestigt sind.
13. 14 Ruhe und Liegeinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Querlatten (13) durch Verlei¬ mung an den Längsholmen (12, 12' ;22,22') befestigt sind.
14. 15 Ruhe und Liegeinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Querlatten (13) durch ein mittels einem Band auf die Längsholmen ( 12, 12' ;22,22' ) aufgebrachte Einsteckschlaufen befestigt sind.
15. 16 Ruhe und Liegeeinrichtung nach Anspruch 2 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsholmen (12, 12';22,22') durch eine folien oder tuchartige Bespan¬ nung (25,35) verbunden und durch diese Bespannung auch die rostartig angeordneten Querlatten (13) mit den Längsholmen verbunden und zu einer Einheit zusammenge fasst sind, und dass Längsholmen ( 12, 12' ;22,22' ) als schlauchartiger Hohlkoerper mit mehreckigem, quader foermigen, kreisförmigen oder elliptischen Profilquer¬ schnitt ausgebildet sind.
16. 17 Ruhe und Liegeeinrichtung nach Anspruch 11 und 13, dass die als schlauchartige Hohlkoerper ausgebildeten Längsholmen ( 12, 12' ;22,22' ) aufblasbar und wieder ent¬ leerbar (entlueftbar) ausgebildet sind und die rost¬ artig angeordneten Querlatten (13) zu einer Einheit (10) verbunden sind, in dem die Querlatten (13) an den Längsholmen (12, 12' ;22,22') befestigt sind.
17. 18 Ruhe und Liegeeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsholmen ( 12,12' ;22,22' ) an der Bespannung (40) über die rostartig angeordneten Querlatten (13) direkt befestigt und zu einer Einheit (10) verbunden sind.
18. 19 Ruhe und Liegeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Lattenrost (14) auf drei oder mehreren, im wesentlichen parallel zueinander angeordneten Traegerelementen (12, 12' 12" ; 22,22',22") gelagert ist. 2Θ. Ruhe und Liegeeinrichtung nach einem der Ansprueche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrfach nebeneinander liegend durch Verbindungsmittel (R1,R2) verbindbar als MassenlagerEinheit verwendbar ist.
19. 21 Ruhe und Liegeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 28, gekennzeichnet durch eine zusätzliche, unter den Längsholmen angeordnete Zwischenlage (4'), welche holmenseitig mit einem Profil (S) versehen ist.
Description:
RUHE- UND LIEGEEINRICHTUNG, UORZUGSUEISE FUER EIN BETT

Die Erfindung bezieht sich auf eine Ruhe- und Liegeeinrich¬ tung mit einer rostähnlichen Anordnung einer Vielzahl von Querlatten, die auf einer gemeinsamen Unterlagenstruktur angeordnet ist.

Der fortschreitenden konstruktiven Entwicklung derartiger Ruhe- und Liegeeinrichtungen liegen im wesentlichen die nachstehend aufgefuehrten Kriterien zugrunde, und zwar

a. aus der Sicht der Orthopaedie ist die gesamte Liegeflae- che so auszubilden, dass abhaengig von Gewicht, Groesse und Liegeeigenscha t (Ruheposition) der Koerper des Be¬ nutzers optimal abgestuetzt ist und in entspannter Lage ruhen kann;

b. aus der Sicht der Hygiene ist die vom Benutzer abgegebene Feuchtigkeit ausreichend abzuleiten und die At ungsfae- higkeit (Belüftung) zu gewaehrleisten; und

c. aus der Sicht der Handhabung wird unter Beibehaltung der Liege- und Ruhequal i taet eine moeglichst leichte und ein¬ fache Ausgestal ung (Konstruktion) angestrebt.

Der heutige Stand der Technik bei Lattenrost-Betten ist darauf gerichtet, federnde Querlatten flex ' ibel abzustützen, wobei die einzelne Latte das Hau t-Federelement bildet. Die als hauptsächliches Federelement beanspruchte Latte weist in der Regel eine komplizierte mehrschichtige Verleimung auf, um die sogenannte Ueberhöhung (Bogen) zu realisieren. Die Ueberhöhung dient dazu, dass im Belastungs all die einzelnen Federlatten geradegebogen und damit die Liegefläche "eben" wird. Diese belastungsabhängige Liege"ebene" ist auf die Belastung eines durchschnittlichen (in der Regel 170 cm grossen und 70 kg schweren) Menschen abgestimmt. Dies hat den bekannten Nachteil (von mehreren), dass eine leichtere, bspw. 50 kg schwere Person, auf der Ueberhöhung liegend, an Schlafkomfo t einbüsst, gleich wie eine schwerere, bspw. 98 kg schwere Person auf eingesunkenen Latten. ' Es liegt in diesen Fällen eine von der Gesamt ederwirkung aus gesehene unkontrollierbare Federung vor. Die Zusammenwirkung mit einer genügend dicken Matratze mildert diese Inkommodi tat, aber im Prinzip bleibt der grundlegende Mangel doch beste¬ hen.

Ferner sind die bekannten Lattenrost-Betten noch heute ver- häl tnismässig massive und schwere Konstruktionen mit einer Vielzahl von Einzelelementen wie Lagestabilisatoren der Latten, meist mittig angeordnet, endständige Flexelemente und deren Befestigung an Latte und Rahmen, ohne Rahmen geht es nicht, sowie in einer Art Verfeinerung mit Zusatzlatten, Spezial latten, alle meist in kennzeichnenden Farben und

Speziαl lαtten, alle meist in kennzeichnenden Farben und anderes mehr. Das heisst, dass zur Erzielung einer befriedi¬ genden individuellen Federwirkung ein grosser Aufwand nötig ist, der trotzdem nicht immer zum Ziel führt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ruhe- und Liegeeinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen und so wei terzubi lden, dass die verschiedenen, vorstehend ange¬ sprochenen Anforderungen (Kriterien a,b,c) zusammen mit einer kontrollierbaren Federwirkung auf einfache und wirt¬ schaftliche Weise gewaehrleistet sind.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch geloest, dass die Federungsaufgabe der rostartig angeordneten Lattenele¬ mente übertragen wird auf senkrecht zu ihrer Belastung fe¬ dernd wirkende Trägerelemente (Federkörper) , auf welche sie abgestützt werden, wobei vorzugsweise die annähernd regel- maessig angeordneten Liegelatten durch eine Bespannungskon¬ struktion (Tuchkonstruktion) mit den federnd wirkenden Trä¬ gerelementen eine leichte Baueinheit bilden und dass vor¬ zugsweise die Trägerelemente (Federkörper) auf einfache Weise auswechselbar sind, zum Zwecke der kontrollierbaren Federstärke, Federweg etc..

Mit der erfindungsgemaessen Liegefläche wird ueber die ge¬ samte Fläche eine gleichmaessige , den unterschiedlichen menschlichen Koerpern anpassbare Federung gewaehrleistet , d.h., dass die Liegeebene unabhängig von der Matratze mit dem menschlichen Körper zusammenf nktioniert. Die Federung wird im wesentlichen durch die Elastizitaet der in Laengs- richtung verlaufenden Traegerelemente (Federkörper) und nicht durch die in rostähnlicher Anordnung liegenden Latten-

ele ente definiert und ist vorzugsweise dem Gewicht des jeweiligen Benutzers durch die Federkörper entsprechend αngepαsst. Bei Fehlαnpαssung bleibt die Liegefläche trotzdem eben und wird lediglich als zu hart oder zu weich empfunden.

Ausfuehrungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden naeher beschrieben. Die Einzelheiten der Figuren geben wesentliche Merkmale der Erfindung wieder. Es zeigt:

Fig. 1A,B ein in Seitenansicht dargestelltes Funktionsbild einer unbelasteten und einer belasteten Liegefläche gemäss Stand der Technik,

Fig. 2A,B ein in Seitenansicht dargestelltes Funktionsbi Id einer unbelasteten und einer belasteten Liegefläche gemäss Erfindung,

Fig. 3 ein in Schnittansicht dargestelltes erstes Ausfueh- rungsbeispiel einer Unter1agenstru tur fuer eine Ruhe- und Liegeeinrichtung;

Fig. 4 die in Seitenansicht dargestellte Unterlagenstruk ur ge aess Fig.1 ;

Fig. 5 ein zweites, in Schnittansicht dargestelltes Aus- fuehrungsbeispiel der Unterlagenstruktur;

Fig. 6 ein drittes Ausfuehrungsbeispiel einer Unterlagen¬ struktur;

Fig. 6A ein viertes Ausfuehrungsbeispie1 einer Unterlagen¬ struktur ;

Fig. 7 ein Teilstueck der in perspektivischer Draufsicht dargestellten Unterlagenstruktur ge aess Fig.3 und Fig.3;

Fig.;.8 ein fünftes Aus ührungsbeispiel einer Unterlagen¬ struktur gemäss den Figuren 3 und 5 in Abwandlung des Ausführungsbeispiels nach Figur 6.

Fig. 9 ein Teilstück der Unter1agenstruktur gemäss Figur 11.

Fig. 10 ein sechstes Ausführungsbei piel einer Unterlagen¬ struktur mit portioniertem Federelement in Längs¬ richtung.

Fig. 11 ein siebentes Aus ührungsbeispiel einer Unterlagen¬ struktur mit profilierter Zwischenlage bspw. für orthopädische Zwecke.

Die Figuren 1 und 2 zeigen in stilisierter Darstellung ein Funktionsbeispiel einer Lattenrost-Liegefläche gemäss Stand der Technik im Vergleich zu einer solchen gemäss Erfindung. Sie zeigen den prinzipiellen Unterschied der Federdynamik, wie sie einerseits durch die Erfindung zustande kommen kann und wie sie andrerseits heute gang und gäbe ist.

Beide stilisiert dargestellten Lattenrost-Liegeflächen der Figuren 1 und 2 weisen als Primärelemente einen Längsholm 1 auf, der beim Stand der Technik auch ein starrer Bettrahmen sein kann, zwischen dem die Latten befestigt sind, sowie mit dem Längsholm verbundene Querlatten. Beiden Konstruktionen ist eine supponierte Belastungskurve B überlagert einge¬ zeichnet und beide Konstruktionen reagieren auf ihre cha-

rαkteristische Weise mit einem Belαstungsprofi 1 oder einer Liegekurve L.

Figur 1 zeigt die Liegefläche mit einem starren Längsholm 1, einer Lattenfederung, i t Querlatten 2 in einer Aufzählung 20 bis 27 und mit Latten 3 in der Aufzählung 30 bis 37, die in Längsrichtung ihre gewohnte Federaufgabe ausüben. Die ge¬ strichelt gezeichnete supponierte Belastungskurve B ist so gewählt, dass die Konstruktion in ihrer elastischen Anpas¬ sung stark belastet wird. Figur 1A zeigt die Reaktion auf diesen Belastungsfall. Die Latten 30,31,32 sind gleichmässig leicht belastet und die Federelemente 20,21,22 zeigen kaum eine Verformung. Die Latte 33 ist schräg belastet und das Federelement 23 ist auf einer Seite deformiert. Bei den Latten 34,35,36 sind die Federelemente bis zum Anschlag durchgedrückt, wobei die resultierende Liegekurve im Bereich der Federelemente in Bezug zur Belastungskurve verzerrt ist. Im Bereich der .Latte 35, in welchem der grösste Federungshub resultieren sollte, entsteht ein Federungsdefizit D von der Grosse X. Dieses Federungsdefizi t D wird durch die Federwir¬ kung der jetzt durchgebogenen Querlatten unkontrollierbar aufgefangen. Die orthopädische Lehre besagt, dass ein Unter¬ bett auch bei starker Belastung auch in der Querlattenmitte in Längsrichtung nicht "durchhängen" darf, damit die Wirbel¬ säule richtig gestützt wird. Bekannte Liegeflächen sehen deshalb Begrenzungen im Federweg der betroffenen Querlatten vor (Federwegbegrenzung, einstellbare Federstärken etc.). Es ist offensichtlich, dass ohne zusätzliche, zum Teil aufwen¬ dige spezielle Massnahmen, solche Konstruktionen orthopä¬ disch gesehen überfordert sind. Der fehlende Liegekomfort wird somit nicht selten über die Matratze herbeigefüh t, was jedoch heisst, dass die Bettkonstruktion ihre Aufgabe nicht bewältigen kann und hygienisch gesehen eine Verschlechterung des Bettes bewirkt. Das heisst, dass zumindest in diesem Bereich der Federelemente die Federungsau gabe nicht mehr erfüllt werden kann. Die Konstruktion ist überfordert.

Ganz anders dagegen bei der erfindungsgemässen Liege der Figur 2. Die Primärelemente sind auf einer festen (nicht federnden) Unterlage 4, bspw. auf den Boden, abgestützt. Dies sind elastische Längsholmen 1 (Feder örper) mit darauf abgestützten Liegelatten 3, die in der Regel gerade sind, also keine funktioneile Biegung aufweisen und in Ihrer Längsrichtung bei Belastung keine spezielle Federfunktion ausüben müssen. Damit wird die gesamte Federungsaufgabe auf die elastischen Längsholmen (Federkörper) übertragen. Die¬ selbe Belastungskurve B, wie in Figur 1A schon gezeigt, ist auch hier überlagert eingezeichnet. Die Auswirkung dieses Belastungs alles ist in Figur 2 A gezeigt. Die Liegekurve L fällt über die ganze Bettbreite mit der Belastungskurve B zusammen, dies ergibt im Aussen- oder Randbereich also keine Verzerrung und es ergibt sich damit kein nennenswertes Fe¬ derungsdefizit D. Die erfindungsgemässe Konstruktion ist somit in der Lage, sich besser an ein anatomisches Belas¬ tungsprofil anzupassen. Der obenwerähnten orthopädischen Lehre wird dadurch nachgekommen, in dem die Elastizität der Längsholmen (Federkörper) dem Gewicht des Benutzers entspre¬ chend gewählt wird. Wird ein zu weiches Material verwendet, kann trotzdem kein Durchhängen in Längsrichtung erfolgen, da der Federhub durch die feste Unterlage 4, die selber nicht federt, begrenzt ist. Wird ein zu hartes Material verwendet, liegt der Benutzer trotzdem nicht überhöht, da keine vorge¬ spannten Querlatten verwendet werden. Die Liegefläche wird lediglich als etwas hart empfunden. In später beschriebenen Ausführungsformen, kann dies auf einfache Weise angepasst werden.

Das anatomische Belastungsprofil hat in der Längsrichtung eine markant grössere Bedeutung als in der Querrichtung. Wenn bislang die grösseren Anstrengungen dahingehend gemacht

wurden, Lαttenrostbetten hauptsächlich in der Querrichtung liegegerecht zu konstruieren als in der Längs ichtung, so lag dies an der allgemeinen Entwicklung dieser Art von Betten. Die ersten Bemühungen zielten nur auf eine federnde Wirkung der damals starren Latten ab, die erst später auch flexibel, befestigt wurden. Seither hat es keine grundlegende Aenderung mehr gegeben, trotz der ständigen Bemühung, auch in Lärrgsrήchrtung möglichst viel Federkomfort zu erzielen.

Die Liegeflächenkonstruktion gemäss erfinderischer Idee erlaubt ungewöhnlich leichte und dazu noch einfache Ausfüh¬ rungsformen. Wie die weiteren Figuren noch zeigen werden, können solche Liegeflächen direkt auf den Boden oder in he kömmlicher Weise in ein Bettgestell gelegt werden. Dies erlaubt eine mannigfaltige Verwendung, bspw. als Camping¬ bett, als Notliege, als Normalbett, als Wandbett etc., ohne Qualitätseinbusse des Liegekomfo ts, was in der Preislage eines Campingbettes recht beachtlich ist. Wenn man bedenkt, dass alle diese obengenannten Applikationen jeweils eine ureigene Konstruktion bedingen und qualitativ enorme Unter¬ schiede bestehen, ist die Liegeunterlage, die alles dies auf einen Nenner bringt, ein sehr fo tschrittliches Konzept.

In Fig.3 ist in Schnittansicht und in Fig.4 in Seitenansicht die wesentlichen Teile einer in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichnete Unterlagenstruktur dargestellt.

Die Unterlagenstruktur 10 u fasst mindestens zwei in paral¬ lelem Abstand zueinander angeordnete, in Laengs ichtung der Unterlagenstruktur verlaufende Längsholmen (Federkörper) 12,12', bzw. 1 gemäss Figur 2,2A, auf welchen eine Vielzahl, im wesentlichen quer dazu orientierte Querlatten 13 angeord¬ net sind. Die einzelnen im Abstand zueinander angeordneten

Querlatten 13 bilden ein in der Gesamtheit mit 14 bezeich¬ netes Lattenrost. Mit 11,11' ist die gemäss Fig. 2,2A be¬ zeichnete feste, nichtfedernde Unterlage 4, als Auflagehol¬ men bezeichnet.

Die in Fig.5 dargestellte Unter1agenstru tur 10' entspricht weitgehend der vorstehend anhand von Fig.3,4 besch iebenen Unterlagenstruktur 10. Abweichend davon sind bei diesem Ausfuehrungsbeispiel drei im Abstand zueinander angeordnete Längsholme (Federkörper) 12, 12', 12" vorgesehen, bspw. für ein Doppelbett oder bei Verwendung von weicherem Material für die Längsholmen 12 (Feder örper> .

Die annähernd regelmässig im Abstand zueinander angeordneten Querlatten 13 sind mit den Längsholmen (Federkörper) 12,12', 12" in nicht naeher dargestellter Weise wirkverbunden und bilden zusammen im wesentlichen eine Baueinheit, welche auf entsprechend den Längsholmen (Federkörper) 12, 12'.12" zuge¬ ordneten Traegern 11, 11', 11" eines nicht naeher dargestell¬ ten Bettkastens oder Bettgestells oder auf dem Boden auflie¬ gen.

In Fig.ό ist eine Unterlagenstruktur 20 dargestellt, welche zwei oder mehrere integrierte und im Abstand zueinander angeordnete Längsholmen (Federkörper) 22,22',22", eine Viel¬ zahl Querlatten 23 sowie einen folienartigen Unterzug 25 umfasst. Der Unterzug 25 besteht im wesentlichen aus einem die Traegerelemente 22,22' miteinander verbindenden Mittel¬ teil 25' und zwei Seitenteilen 21,21'. Im aeusseren Bereich des Unterzugs 25 sind die Seitenteile 21,21' mit in Laengs- richtung der Unterlagenstruktur 28 im Abstand zueinander angeordneten Taschen 24,24' versehen, welche zur Aufnahme der Querlatten 23 ausgebildet sind. Auf der anderen, dem

Unterzug 25 gegenueberl iegenden Seite kann ein die Querlat¬ ten 23 verdeckender, folienartiger Ueberzug 28 (gestrichelte Linie) vorgesehen sein, welcher im Bereich der Taschen 24,24' durch einen ueber die gesamte Laenge der Unterlagen¬ struktur 20 verlaufenden Reissve schluss (nicht dargestellt) mit dem Unterzug 25 verbunden ist.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass im Gebrauch bei der Unterlagenstruktur 10 ge aess Fig.4 auf dem Latten¬ rost 14 eine leichte Obermatratze, vorzugsweise ein Futon (jap. Bett), hier nicht dargestellt, lose aufgelegt werden kann. Durch das lose Auflegen eines Futons oder einer ähnli¬ chen Auflage, besteht die Gewähr einer überdurchschnittli¬ chen Belüftung des hygienisch belasteten Materials ohne zusätzlichen Aufwand. In der Regel ist solch eine Auflage viel preisgünstiger als eine Matratze im herkömmlichen Sinn.

Fig. όf. zeigt eine abgewandelte Ausführungsform in Anlehnung an Figur 5, bei welcher der Ueberzug 28 lediglich ueber ein ittelwaerts verlaufenden, federnd wirkenden Längsholm (Fe¬ derkörper) 12" gespannt ist, während die beiden aeusseren, seitwaerts verlaufenden, federnd wirkenden Längsholme (Fe¬ derkörper) 12,12' nicht überspannt sind. Diese aussen ver¬ laufenden Längsholmen (Federkörper) sind bspw. in Tunnelbah¬ nen eingeschoben und zwar so, dass sie im Bedarfsf lle ohne spezielle Hilfsmittel leicht ausgewechselt werden können. Entsprechende Details dazu sind in Fig. 9 gezeigt.

Fig.7 zeigt ein Teilstueck einer Unterlagenstruktur 10" in perspektivischer Draufsicht. Diese Unte lagenstruktur 10" entspricht im wesentlichen mit den Teilen 11', 12', 13 der

Unterlagenstruktur 10 und 10 gemaess Fig.3,4 und 5. In

Abweichung davon ist bei diesem Ausfuehrungsbeispiel ein

teilen im Abstand zueinander angeordnete Taschen aufweist. Das in Fig.7 dargestellte Teilstueck zeigt die eine Seite der Unterlagenstruktur 10" und man erkennt den Seitenteil 31' mit den Taschen 34', in welchen die Querlatten 13 einge¬ schoben und for schluessig gehalten sind. Im Bereich der Auflageflaeche auf dem Traeger 11' ist der folienartige Unterzug 35 vorzugsweise verstaerkt ausgebildet (nicht dar¬ gestellt)-.

Figur 8 zeigt als weitere Aus ührungsform eine Bespannungs¬ art, die von der in den Figuren 6 und 7 gezeigten abweicht und über die von Figur όA hinausgeht. Mehrere, vorzugsweise zwei oder drei, integrierte und im Abstand zueinander ange¬ ordnete Längsholme (Federkörper) 12, 12', 12", eine Vielzahl Querlatten 13 sowie eine Bespannung 40 bilden die Unter¬ lagenstruktur. Die Bespannung mit den schon erwähnten Ta¬ schen 24, 34 verläuft nun vollständig den Querlatten 13 entlang; die längsverlau enden Trägerelemente 12, 12', 12" sind in auf die Bespannung aufgenähte Tunnelbahnen 32 einge¬ schoben, von welchen Details im Zusammenhang mit Figur 9 noch besprochen werden. Die Bespannung 40 verläuft in der Que latten-Richtung verhäl tnismässig satt, damit die Latten in jedem Belastungsfall in ihren zugeordneten Taschen (Fig.6 , 7, 8) verbleiben. Eine Durchbiegung der Querlatten 13 findet normalerweise nicht statt. Die Latten bestehen vorzugsweise aus nicht verleimtem Massivholz, sind 8 - 12mm dick, haben keine Ueberhöhung und sind demgemäss einfach herzustellen. Diese Latten werden allenfalls bei extremer Punktbelastung durchgebogen,bspw. beim Stehen oder Hüpfen auf einer solchen Unterlagenstruktur. In diesem Fall kann es vorkommen, dass eine Querlatte aus ihrer Taschenhai terung schlüpft, doch ist es sehr einfach diese, bspw. mit Hilfe eines Schuhlöffels, wieder in ihre Halterung zurück zu stek¬ ken.

Nachstehend werden noch spezielle Ausgestaltungen und Eigen¬ schaften der einzelnen Elemente der Unterlagenstrukturen 10, 10', 10" und 20 beschrieben:

Die in den Figuren dargestellten Längsholmen (Fede örper) 1,12, 12', 12" und 22,22' sind grundsaetzl ich als federnd wirkende Formteile ausgebildet.

Die in Fig.3,4,5 und 6 dargestellten Längsholmen (Feder¬ körper) 12,12', 12" haben vollen Profilquerschnitt und sind aus elastischem Werkstoff ', zum Beispiel aus Latexschaum, Moosgummi, Schaumstoffe oder dergleichen mit vieleckiger, quaderfoermiger, kreis oermiger oder elliptischer Formgebung hergestellt. Für Kinderbetten empfiehlt sich ein quadrati¬ scher Querschnitt von 58-70 mm, für Erwachsenenbetten ein solcher von 70-100 mm, um den vollen, benötigten Federhub zu gewährleisten. Bevorzugt sind weiche Materialien, vor allem weichgeschäumter Latex, sodass sich der Längsholmen durch das Eigengewicht der Liegeunterlage einer vorgegebenen Kon¬ tur der starren Unterlage 4,11 zwangslos anpassen.

Die in Fig.ό dargestellten Längsholmen (Federkörper) 22,22' sind als schlauchartiger Hohlkoerper ausgebildet und koen- nen quader oermigen, kreisfoermigen oder elliptischen Pro¬ fi lquerschni tt aufweisen. Diese Längsholmen (Federkörper) sind als aufblasbare Hohlkoerper ausgebildet, an welchen die Seitenteile 21,21' sowie das Mittelteil 25' des Unterzugs 25 angeformt oder angeschweisst sind.

Die einzelnen, lαttenαrtig ausgebildeten Querlatten 13 bil¬ den in ihrer Gesamtheit den mit 14 bezeichnete Lattenrost. Die einzelne Querlatte 13 wird vorzugsweise aus unverleimten Massivholz hergestellt. Als weiteres Material kann schicht¬ verleimtes Fournierholz , Kunststoff mit geeigneter Formge¬ bung, Extrudalpro i le oder relativ duennes Stahlblech oder dergleichen fuer die Herstellung der Querlatten 13 verwendet werden;

Der Abstand zwischen den einzelnen Querlatten 13 liegt für alle Ausführungs ormen vorzugsweise in der Groessenordnung von 10-20mm, so dass eine ausreichende Abstuetzung und Fede¬ rung des auf der Unter1agenstruktur ruhenden Koerpers sowie ein optimaler Feuchtigkeitsaustausch (Belüftung) gewaehr- leistet ist. Die Querlatten 13 weisen vorzugsweise folgende Masse auf: Dicke 8-12mm, Breite 20-45mm, Länge 78-120mm. Die Kraglänge, das Überstehen über die Längsholmen (Mittelachse) beträgt vorzugsweise 10-15 .

Bei den dargestellten Beispielen sind die einzelnen Querlat¬ ten 13 in den im Abstand zueinander angeordneten Taschen 34 eingeschoben und somit in ihrer Lage fixiert (siehe Fig. 4). Die in die Taschen 24,24',34' eingesteckten Querlatten 13 koennen ohne besondere Hilfsmittel aus den Taschen herausge¬ nommen, gewendet oder ersetzt werden.

Bei den in Fig.3,4 und 5 dargestellten Beispielen koennen die einzelnen Querlatten 13 auf die Längsholmen (Feder¬ körper) 12, 12', 12" aufgelegt und durch nicht dargestellte Mittel, zum Beispiel von einem nicht dargestellten Band (Schlaufen) oder dergleichen zusammengehalten sein oder aber durch Kleben mit den Längsholmen (Federkörper) 12, 12', 12" wirkverbunden sein. Bei einem nicht dargestellten Beispiel

koennen zur Lαgefixierung der Querlatten 13 in den Längshol¬ men (Federkörper) 12, 12', 12" entsprechende, im Abstand zu¬ einander angeordnete Ausnehmungen vorgesehen sein.

Die Aus üehrung nach Figur 6 dient bspw. als Campingbett, Notbett., Masseπlager u. dergl . und wird direkt auf den Boden gelegt'.. Ei« Unterlagenstruktur 20 hat aufblasbare Längshol¬ men (Feder-k<irper> 22,22' die mi dem Unterzug 25 oder flexi¬ ble Längsholmen (Federkörper) 12 die mit der Bespannung 40 eine Einhei t. bi lden. Die erforderliche Vorspannung des Un¬ terzugs 25 wird hierbei durch die in die Taschen 24,24' eingesteckten Querlatten 13 erzeugt. Als Unterzug 25 oder Bespannung 40 kann eine Tuchbespannung vorgesehen werden, welche an der Au lageflaeche 26 vorzugsweise mit einem deko¬ rativen Muster (nicht dargestellt) versehen ist, so dass diese leichten Liegeunterlagen bei nicht Benutzung bspw. als dekorative Wand aufgestellt und mittels Oesen 29 loesbar befestigt werden kann. An diesen Oesen lässt sich die leich¬ te Bettstruktur auch an ein Garderobenähnliches Gestell hängen, zusammen mit der leichten, dünnen, matrazenähnlichen Auflage (Futon) .

Die Unterlagenstrukturen 10,10' und 20 koennen sowohl als einzelnes Ruhebett oder als Massenlager verwendet und mit¬ tels der Oe-sen 2? bzw. Reisverschlüsse R1/R2 zusammengehal¬ ten werden- Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Unterlagenstruktur 20 mit den aufblasbaren Längsholmen (Fe¬ derkörper) 22,22' gemaess Fig.ό in nicht aufgeblasenen Zu¬ stand in Laengsrichtung aufrollbar ist bzw. in der Ausfüh¬ rung gemäss Fig. 10 zusammenklappbar ist und mittels Reiss¬ verschlüssen R1/R2 zusammengehalten werden und somit eine leicht transportierbare, kompakte Einheit bildet. Letztere kann praktischerweise gleichzeitig als Tasche verwendet werden.

Wie in Fig. dargestellt, kann die Unterlagenstruktur 10, 10', 10" und 20 in einzelne, sich ueber die gesamte Laenge erstreckende Zonen K,R und B unterschiedlicher Haerte unter¬ teilt sein, wobei mit K die Kopfpartie, mit R die Rumpfpar¬ tie und mit B die Beinpartie bezeichnet ist. Bei einem nicht dargestellten Ausfuehrungsbeispiel ist in der Kopfpartie K bspw. eine Kopfstuetze. Für anspruchsvol e orthopädische Anpassungen (siehe Fig. 11) wird die feste nicht federnde Unterlage 4,11 durch profilierte aber starre Zwischenkörper 4', zwischen Längsholmen 1,12 und Unterlage 4,11 angeordnet, in die gewünschte anatomisch erforderliche Form (Liegepro¬ fil) gebracht. Durch die "Weichheit" der Längsholmen (Feder¬ körper), folgt die Liegeunterlage der gewünschten, durch die Zwischenkörper 4' vorgegebene Form (Liegeprofil). Diese Art Schmiegsamkeit ist ein Charakteristi kum der Liegeunterlage gemäss Erfindung, -die durch ihr Eigengewicht sich einem vorgegebenen Profil anpasst. Dies lässt für orthopädische Ansprüche alle Möglichkeiten frei für schwierigste Profilie¬ rungen. Für den Normalgebrauch legt man die Liegeunterlage entweder auf eine ebene starre Unterlage 4 oder auf starre Trägerholmen 11,11', bspw. in einem Bettgestell.

Die Erfindung beinhaltet also im wesentlichen eine Unter¬ lagenstruktur 10 oder 20 mit mindestens zwei in Laengsrich- tung orientierten und im Abstand zueinander angeordneten Längsholmen (Federkörper) 12,12' oder 22,22', die senkrecht zu ihrer Belastung federnd wirken und mit den annaehernd regel aessig angeordneten und damit wirkverbundenen Querlat¬ ten 13 des Lattenrostes 14 als Baueinheit ausgebildet sind. Zur Ausbildung der Baueinheit wird vorzugsweise eine Tuch¬ konstruktion angewendet.

Figur 9 zeigt ein Detail, wie die elastischen Längsholmen (Federkörper) 12,12',12" leicht auswechselbar in Tunnel¬ bahnen 32 eingeschoben werden können. Die Tunnelbahn 32 ist bspw. auf die Bespannung 21/25 mittels Nähstellen 31, 43 aufgenäht., entweder wie in Figur 8 gezeigt, oder wie es die Figuren ό. und όA darstellen. Die Tunnelbahn 32 weist längs¬ seitig eimen' e schluss 30 auf, welcher ein Rei sverschiuss, Klettenverschluss etc. seih kann. Die Tunnelbahn ist dann so zu oeffnen, dass- auf einfache Weise die elastischen Traeger- ele ente 12 aus der Tunnelbahn entnommen und wieder einge¬ setzt werden koennen. Dies ist bspw. dann sehr nützlich, wenn durch Verschleiss, oder wegen Anpassung an ein anderes Benutzergewicht, zur Reinigung etc. diese Elemente ersetzt oder ausgetauscht werden müssen. Abgesehen davon trägt diese Lösung auch zu einer rationellen Fabrikation bei. In dieser Figur ist noch ein Ausführungsdetail im Zusammenhang mit zwei Liegeeinrichtungen 10A und 10B eingezeichnet. Beide Bettenteile sind der Länge nach mit einem Reissverschluss¬ teil Rl oder R2 versehen, die miteinander verbindbar sind. Auf diese Weise können mehrere Liegen, durch eine solche Reissverschlussverbindung R1/R2 zu einer grösseren Liege bzw. zu einem Massenlager verbunden werden.

Figur 10 zeigt noch eine Ausführungsform mit unterteiltem, also parti ioniertem Längsholmen 10. Der schnitt P ist mit¬ tig im Längsholmen angebracht und erlaubt es, die Liege¬ fläche zu falten oder zu klappen. Mit zwei drittelig ange¬ ordneten Einschnitten P lässt sich die Liege auf kleinem Raum zusammenfalten. Die gefalteten Liegen sind in der Regel auf kleinem Raum stapelbar und nehmen so wenig Platz in Anspruch.

Figur 11 zeigt schliesslich die unbelastete Liegeunterlage 10 auf einer starren Zwischenlage 4' mit einem bspw. ortho¬ pädisch bedingten Profil S, welche Zwischenlage 4' ihrer¬ seits auf der (üblichen) Unterlage 4,11,11' ruht. Dabei können solche Zwischenlagen sich auch nur über einen Teil der- Gesamt änge der Liegeunterlage erstrecken. Weitere Ei¬ genschaften im Zusammenhang mit Figur 11 wurden schon in der Diskussion zu. Figur 4 (Seite 14 ff.) erwähnt.

Trotz dieser grossen Versatilität dieser leichten und leicht handhabbaren Struktur, handelt es sich in jedem Fall um ein vollwertiges Bett mit ausgereiftem Liegekomfort. Keine Aus¬ führungsform stellt funktions ässig eine "frugale" Lösung dar, wie die in der Regel bei vereinfachten Konstruktionen der Fall ist.