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Patent Searching and Data


Title:
INTERIOR DOOR LINING FOR VEHICLE DOORS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/028605
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an interior door lining for vehicle doors, comprising: a support (10) having an inner face (11), which is oriented substantially along a plane that is defined by a first direction (X) and a third direction (Z); an armrest support (20), which is designed separately from the support (10) and comprises an armrest connected to the support (10); a projection (15) for receiving the armrest support (20), which projection is designed in particular as one piece with the support (10) and protrudes from the inner face (11) of the support (10) in a second direction (Y) and which is also cut out by at least one opening (16) which extends in a third direction (Z) through the projection (15); and a plurality of ribs (23), which at least partially bridge the opening (16), wherein the armrest support (20) is supported in the third direction (Z) by the ribs (23) and designed resilient in the second direction.

Inventors:
SPERL THOMAS (DE)
BAUCH GERHARD (DE)
WOLF KLAUS (DE)
GRAF FRIEDRICH (DE)
Application Number:
PCT/EP2011/064880
Publication Date:
March 08, 2012
Filing Date:
August 30, 2011
Export Citation:
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Assignee:
DRAEXLMAIER LISA GMBH (DE)
SPERL THOMAS (DE)
BAUCH GERHARD (DE)
WOLF KLAUS (DE)
GRAF FRIEDRICH (DE)
International Classes:
B60N2/75
Foreign References:
US20090256384A12009-10-15
DE102006031529A12008-01-24
DE2943259A11981-05-07
Attorney, Agent or Firm:
GÖRG, Andreas et al. (DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Türinnenverkleidung für Fahrzeugtüren umfassend:

einen Träger (10) mit einer Innenseite (11), die im

Wesentlichen entlang einer Ebene, die durch eine erste Richtung (X) und eine dritte Richtung (Z) definiert ist, orientiert ist;

einen separat von dem Träger (10) ausgebildeten, Armauflagenträger (20) mit einer Armauflage, der mit dem Träger (10) verbunden ist;

eine insbesondere einstückig mit dem Träger (10) ausgebildete, von der Innenseite (11) des Trägers (10) in einer zweiten Richtung (Y) vorragende Auskragung (15) zur Aufnahme des Armauflagenträgers (20), die durch wenigstens eine Öffnung (16), die sich in einer dritten Richtung (Z) durch die Auskragung (15) erstreckt, ausgespart ist;

mehrere Rippen (23) , die wenigstens teilweise die Öffnung (16) überbrücken

wobei der Armauflagenträger (20) in der dritten

Richtung (Z) von den Rippen (23) gestützt und in der zweiten Richtung nachgiebig ausgestaltet ist.

2. Türinnenverkleidung nach Anspruch 1, bei der der Armauflagenträger (20) wenigstens einen den

Armauflagenträger (20) in der ersten Richtung (X)

durchtrennenden Schlitz (32) aufweist, der in der dritten Richtung (Z) orientiert ist, um die Nachgiebigkeit des Armauflagenträgers (20) in der zweiten Richtung (Y) zu erzielen .

3. Türinnenverkleidung nach einem der vorstehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen (23) einen flachen Querschnitt mit einer größten, einer

mittleren und einer kleinsten Dimension aufweisen, wobei die Rippen (23) mit Ihrer mittleren Dimension in der dritten Richtung (Z) orientiert sind.

4. Türinnenverkleidung nach Anspruch 3, bei der die Rippen (23) mit ihrer größten Dimension in der zweiten Richtung (Y) orientiert sind.

5. Türinnenverkleidung nach Anspruch 3 oder 4, bei der der Verlauf der Rippen (23) in ihrer größten Dimension von einem geradlinigen Verlauf abweicht.

6. Türinnenverkleidung nach einem der vorstehenden

Ansprüche, bei der die Rippen (23) einerseits mit dem Träger (10) und andererseits mit dem vorstehenden Ende der Auskragung (15) verbunden, vorzugsweise einstückig

ausgebildet sind.

7. Türinnenverkleidung nach Anspruch 6, bei der der Armauflagenträger (20) auf seiner den Rippen (23)

zugewandten Seite Aufnahmen für die Rippen (23) aufweist, um die Rippen (23) gegenüber einem Umkippen in der ersten Richtung zu stützen.

8. Türinnenverkleidung nach Anspruch 7, bei der die Aufnahmen durch Nuten bildende Stege (31) gebildet sind.

9. Türinnenverkleidung nach einem der vorstehenden

Ansprüche, bei der der Träger (10) ein Spritzgussteil ist mit einer Entformungsrichtung, die der zweiten Richtung entspricht .

10. Türinnenverkleidung nach Anspruch 8, bei der der Träger (10) jeweils zwischen Paaren von Rippen (23) in der zweiten Richtung (Y) ausgespart ist.

Description:
TÜRINNENVERKLEIDUNG FÜR FAHRZEUGTÜREN

Die vorliegende Erfindung betrifft Türinnenverkleidungen für Fahrzeugtüren und im Besonderen Türinnenverkleidungen mit integrierter Armauflage.

Bei derartigen Türinnenverkleidungen sollen bei einem Seitencrash die Armauflagen beim Aufprall vom

Fahrzeuginsassen zusammengedrückt werden, um kinetische Energie zu absorbieren und somit die Belastung auf den Fahrzeuginsassen zu verringern. Anders ausgedrückt stellt die Türinnenverkleidung mit der Armauflage bei einem

Seitencrash die Knautschzone des Fahrzeuginsassen

gegenüber der Rohkarosse dar. Aus diesem Grund ist es erforderlich die Armauflage quer zur Fahrzeuglängsachse gezielt weich, d. h. nachgiebig zu gestalten.

Darüber hinaus besteht jedoch die Notwendigkeit, die

Armauflage in vertikaler Richtung steif auszugestalten, um deren Auflage bzw. Abstützf nktion zu gewährleisten.

Darüber hinaus bestimmt die Steifigkeit der Armauflage das Wertigkeitsempfinden des Kunden und ist daher von

besonderem Wert.

Da Türinnenverkleidungen, insbesondere deren Träger meist im Sprießgießverfahren hergestellt werden, sind die

Gestaltungsmöglichkeiten, insbesondere durch die

Ent formungsrichtung bzw. Öff ungsrichtung der Werkzeuge eingeschränkt. Dabei lassen sich steife Strukturen im Sprießgießverfahren relativ einfach in Entformungsrichtung realisieren, wohingegen dies quer zur Entformungsrichtung deutlich komplexer ist. Türinnenverkleidungen werden in der Regel quer zur Fahrzeuglängsachse entformt. Eine weitere Problematik besteht folglich darin, dass Türinnenverkleidungen speziell im Armaufiagenbereich in Entformungsrichtung weich und nachgiebig und quer dazu steif und fest zu gestalten sind.

Die bisher bekannten Lösungen stellen meist einen

Kompromiss zwischen hoher Steifigkeit in vertikaler

Richtung einerseits und den Crashanforderungen

andererseits dar oder es wird versucht, sich dem Ziel über zusätzliche Bauteile oder komplexe Werkzeuge, die mit entsprechenden Kosten verbunden sind, anzunähern.

Ferner ist aus dem Stand der Technik mit der DE 29 43 259 AI ein Zuziehgriff für den Innenraum eines Kraftfahrzeugs bekannt, der aus einem elastisch nachgiebigen Material gebildet und mit einer Einlage stabilisiert ist, welche eine Rippenstruktur aufweist, um bei einem Seitencrash kinetisch Energie zu absorbieren und die Belastung auf den Fahrzeuginsassen zu verringern,

Angesichts der obigen Ausführungen besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Türinnenverkleidung mit einer integrierten Ärmauflage zu schaffen, die

kostengünstig herstellbar ist, sowie eine hohe Steifigkeit der Armauflage in vertikaler Richtung einerseits und eine Nachgiebigkeit der Armauflage zur Erfüllung der

Crashanforderungen andererseits aufweist.

Diese Aufgabe wird durch eine Türinnenverkleidung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte

Weiterbildungen der Erfindung finden sich in den

Unteransprüchen .

Der vorliegenden Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, den Träger der Türinnenverkleidung und den Armauflagenträger separat auszubilden und sowohl eine den Armauflagenträger aufnehmende Auskragung des Trägers als auch den

Armauflagenträger selbst in Fahrzeugquerrichtung nachgiebig auszugestalten und die Steifigkeit in

Fahrzeughöhenrichtung (Vertikalrichtung) über vertikal stehende Rippen, die Teil des Ärmauflagenträgers oder des Trägers sein können, zu gewährleisten. Dabei kann die Nachgiebigkeit durch Öffnungen in der Auskragung des

Trägers und/oder des Auflagenträgers bewerkstelligt werden, die zumindest teilweise von den Rippen überbrückt werden, um gerade in diesem Bereich die fehlende

Steifigkeit wieder herzustellen.

Dem entsprechend schlägt die vorliegende Erfindung eine Türinnenverkleidung für Fahrzeugtüren vor, die einen

Träger mit einer Innenseite umfasst, die im Wesentlichen entlang einer Ebene, die durch eine erste Richtung (z. B. die Fahrzeuglängsrichtung X) und eine dritte Richtung (z. B. die Fahrzeughöhenrichtung Z) orientiert ist. Unter der Innenseite ist dabei die Seite zu verstehen, die im montierten Zustand der Türinnenverkleidung der

Fahrgastzelle des Fahrzeuges zugewandt ist. Da

Türinnenverkleidungen wie auch die Türen selbst bombiert, d. h. mit einer gewissen Wölbung ausgestaltet sind, versteht sich, dass sich die Innensexte nicht unmittelbar parallel entlang der erwähnten Ebene erstrecken kann, sondern eine gewisse Abweichung dazu zumindest in

Teilbereichen vorliegt. Dennoch ist die

Haupterstreckungsrichtung der Innenseite im Wesentlichen entlang der X-Z-Ebene orientiert, was durch den Begriff "im Wesentlichen" im Anspruch zum Ausdruck kommt. Des Weiteren ist ein Armauflagenträger mit einer Armauflage vorgesehen wobei die Armauflage beispielsweise gepolstert sein und ein Dekor, z. B. einen Lederbezug aufweisen kann. Dieser Armauflagenträger ist separat von dem Träger ausgebildet und mit dem Träger verbunden. Dabei kann die Verbindung form-, kraft- und/oder stoffschlüss ig erfolgen. Des Weiteren umfasst die erfindungsgemäße

Türinnenverkleidung eine mit dem Träger verbundene, von der Innenseite des Trägers in einer zweiten Richtung (z. B. der Fahrzeugquerrichtung Y) vorragende Auskragung. Die Auskragung ist vorzugsweise einstückig mit Träger ausgebildet, z. B. spritzgegossen. Dabei umfasst der

Begriff einstückig auch eine Ausbildung aus

unterschiedlichen Materialien in einem

Zweikomponentenspritzgießverfahren . Die Auskragung ist zur Aufnahme des erwähnten Armauflagenträgers ausgebildet. Um eine Nachgiebigkeit der Auskragung in der zweiten Richtung Y zu gewährleisten, erstreckt sich wenigstens eine Öffnung in einer dritten Richtung (z. B. der Fahrzeughöhenrichtung Z) durch die Auskragung. Es können auch mehrere Öffnungen vorgesehen sein. Gemäß einer besonders bevorzugten

Ausführungsform ist jedoch nur eine solche Öffnung

vorgesehen. Des Weiteren sind mehrere Rippen vorgesehen, die die Öffnung bzw. die Öffnungen wenigstens teilweise überbrücken. Die Rippen weisen vorzugsweise einen flachen Querschnitt mit einer größten, einer mittleren und einer kleinsten Dimension auf, wobei die kleinste Dimension deutlich kleiner ist als die größte und mittlere

Dimension. Um eine Steifigkeit der Armauflage in der dritten Richtung (Fahrzeughöhenrichtung Z bzw.

Vert ikairichtung) zu erzielen, sind die Rippen mit ihrer mittleren Dimension bevorzugt in dieser Richtung

orientiert. Die Rippen stützen den Armauflagenträger, welcher in der zweiten Richtung nachgiebig ausgestaltet ist, in Vertikalrichtung ab. Durch diese Ausgestaltung wird die Möglichkeit geschaffen, den Träger kostengünstig in einem Spritzgießverfahren mit einfachem Werkzeug herzustellen und sowohl eine Nachgiebigkeit in der zweiten Richtung (der Fahrzeugquerrichtung Y) als auch eine hohe Steifigkeit in der dritten Richtung (Fahrzeughöhenrichtung Z) zu erzielen, wobei die Rippen je nach Orientierung an dem Armauflagenträger oder dem Träger vorgesehen sind und ohne Verwendung komplizierter Werkzeuge (z. B. ohne

Schieber) mitgespritzt werden können. Die Nachgiebigkeit des Armauflagenträgers kann durch eine entsprechende Formgebung und Materialwahl erzielt werden. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Armauflagenträger jedoch wenigstens einen den

Armauflagenträger in der ersten Richtung X

durchtrennenden, vorzugsweise länglichen Schlitz auf, der in der dritten Richtung Z orientiert ist. Zusätzlich kann auch ein bereits nachgiebiges Material und/oder eine entsprechende Formgebung die Nachgiebigkeit in der zweiten Richtung Y unterstützen.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Rippen mit ihrer größten Dimension in der zweiten Richtung orientiert, d. h. sie verlaufen im Wesentlichen in der zweiten Richtung Y. Dabei entspricht die zweite Richtung im Wesentlichen auch der Entformungsrichtung des geformten Trägers bzw. der Öffnungsrichtung der Werkzeuge beim

Spritzgießprozess des Trägers, so dass die Rippen bei dieser Ausgestaltung vorzugsweise mit dem Träger

einstückig ausgebildet mitgespritzt werden können.

Um bei dieser Ausgestaltung ein Knicken der Rippen bei einer Belastung in der zweiten Richtung Y zu unterstützen, ist es bevorzugt, dass der Verlauf der Rippen in ihrer größten Dimension von einem geradlinigen Verlauf abweicht. Zum Beispiel können die Rippen leicht gewölbt ausgebildet sein oder einen Knick aufweisen. Dadurch kann das

Ausknicken der Rippen in eine vordefinierte Richtung begünstigt bzw. die Höhe der zum Ausknicken notwendigen Kraft reduziert werden. Die Steifigkeit der Armauflage in der zweiten Richtung Y lässt sich dadurch gezielt

beeinflussen, während die Steifigkeit in der dritten

Richtung Z nicht beeinflusst wird. Insbesondere wenn die Rippen mit ihrer größten Dimension in der zweiten Richtung (Y) orientiert sind, ist es besonders bevorzugt, die

Rippen einerseits mit dem Träger und andererseits mit dem vorstehenden Ende der Auskragung zu verbinden, und

insbesondere dann einstückig auszubilden.

Des Weiteren kann es bevorzugt sein, auf der den Rippen zugewandten Seite des Armauflagenträgers Aufnahmen für die Rippen vorzusehen, um die Rippen gegenüber einem Umkippen in der ersten Richtung X zu stützen. Dadurch wird die Steifigkeit in der dritten Richtung Z weiter erhöht. Bei einer Belastung in der zweiten Richtung Y der Armauflage, zum Beispiel im Crashfall, kann sich der Armauflagenträger leicht nach oben anheben und die stabilisierende Wirkung dieser Aufnahmen wird aufgehoben, wodurch den Rippen die Möglichkeit gegeben wird, in der ersten Richtung X

auszuknicken und dabei kinetische Energie zu absorbieren. Um das Anheben des Armauflagenträgers zu begünstigen, kann es bevorzugt sein, diesen mit einer Wölbung von den Rippen weg zu gestalten.

Vorzugsweise werden die Aufnahmen durch Nuten bildende Stege gebildet, die einstückig mit dem Armaufiagenträger ausgebildet, z. B. mitgegossen sein können. Um die

Nachgiebigkeit des Armauflagenträgers in der zweiten

Richtung Y nicht durch die Stege negativ zu beeinflussen, kann es vorteilhaft sein, die Stege, die in der zweiten Richtung orientiert sind, unterbrochen auszubilden.

Wie es bereits erwähnt wurde, ist es bevorzugt, den Träger als Spritzgussteil mit einer Entformungsrichtung zu gestalten, die im Regelfall der zweiten Richtung Y

entspricht. Um den Träger entformen zu können, ist es dabei bevorzugt, zwischen jeweils Paaren von Rippen eine Aussparung in der zweiten Richtung Y vorzusehen, wie vorzugsweise auf der dem vorragenden Ende der Auskragung abgewandten Seite des Trägers, so dass der Träger in

Richtung, in der die Auskragung vorragt, aus dem Werkzeug entformt werden kann. Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung, die einzeln oder in Verbindung mit einem oder mehreren der obigen Merkmale umgesetzt werden können, insofern sie einander nicht widersprechen, sind aus der folgenden

Beschreibung bevorzugter Aus führungs formen ersichtlich. Diese erfolgt unter Bezugnahme auf die begleitenden

Zeichnungen, in denen

Fig. 1 einen Träger einer Türinnenverkleidung gemäß einer ersten Ausführungsform perspektivisch von der Innenseite her zeigt;

Fig. 2 einen Armauflagenträger der Türinnenverkleidung der ersten Ausführungsform perspektivisch von unten zeigt;

Fig. 3 einen Schnitt einer Türinnenverkleidung der ersten Ausführungsform durch den Träger aus Fig. 1 und den

Armauflagenträger aus Fig. 2 perspektivisch a) von unten und b) von oben zeigt;

Fig. 4 einen Ausschnitt eines Trägers einer

Türinnenverkleidung gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;

Fig. 5 einen Arraauflagenträger einer Türinnenverkleidung gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden

Erfindung von unten zeigt; und

Fig. 6 perspektivisch einen Ausschnitt einer

Türinnenverkleidung gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung perspektivisch von unten zeigt, wobei der Armauflagenträger aus Fig. 5 mit dem Träger aus Fig. 4 verbunden ist.

In der folgenden Beschreibung der bevorzugten

Ausführungsformen werden gleiche Bezugsziffern für gleiche oder vergleichbare Elemente verwendet und gegebenenfalls auf eine erneute Beschreibung der Elemente verzichtet, um Wiederholungen zu vermeiden. Die Beschreibung der Elemente der ersten Ausführungsform trifft jedoch dabei genauso auf Elemente der zweiten Ausführungsform und umgekehrt zu.

Fig. 1 zeigt den Träger 10 einer Türinnenverkleidung für eine Kraftfahrzeugtür. Der Träger 10 weist eine Innenseite 11 auf, die entlang einer X-Z-Ebene orientiert ist. Dabei definiert die Z-Richtung die Fahrzeughöhenrichtung und die X-Richtung die Fahrzeuglängsrichtung. Der Träger 10 kann auf seiner Innenseite 11 mit einem Dekor, z. B. Textil, Leder oder ähnlichem versehen sein, sowie Öffnungen 12, 13 und 14 als Zugangsöffnung für eine Kartentasche, zur

Aufnahme von Funktionselementen, wie Fensterhebern,

Lautsprecherboxen, am Türgriff und ähnlichem oder zum Einsatz von Zierleisten aufweisen. Darüber hinaus ist einstückig mit dem Träger 10 eine Auskragung 15

ausgebildet, die in Y-Richtung ( Fahrzeugquerrichtung) von dem Träger 10 vorragt.

Die Auskragung 15 weist bei der Fig. 1 dargestellten

Ausführungsform mehrere Öffnungen 16 auf, die sich im Wesentlichen in Fahrzeughöhenrichtung Z durch die

Auskragung 15 erstrecken. Diese Öffnungen 16 sind in einer Fläche 17 der Auskragung 15 ausgebildet, die im

Wesentlichen entlang einer Y-X-Ebene orientiert ist. An den Enden in X-Richtung dieser Fläche 17 schließen sich Abstützungen 18 für den später beschriebenen

Armauflagenträger 20 an.

Anstelle der mehreren Öffnungen 16 kann auch nur eine große Öffnung 16 vorgesehen sein, die sich im Wesentlichen zwischen den Abstützungen erstreckt. Die Öffnung 16 bzw. die Öffnungen 16 reduzieren die Steifigkeit der Auskragung 15 in Y-Richtung. Der in Fig. 2 von unten dargestellte Armauflagenträger 20 weist eine Unterseite 21 und eine Oberseite 22 auf und nimmt eine gegebenenfalls gepolsterte Armauflage auf seiner Oberseite 22 auf. Die Oberseite 22 und vorzugsweise der ganze Ärmauflagenträger 20 können nach oben bzw. außen gewölbt sein.

Auf der Rückseite 21 sind mehrere Rippen 23, bei der dargestellten Ausführungsform drei solche Rippen,

einstückig mit dem Armauflagenträger 20 ausgebildet. Die Rippen weisen eine kleinste Dimension in Y-Richtung, eine größte Dimension in X-Richtung und eine mittlere Dimension in Z-Richtung auf. D. h., Y-Dimension < Z-Dimension < X- Dimension. Darüber hinaus sind weitere Rippen 24

vorgesehen, die mit ihrer kleinsten Dimension in X- Richtung angeordnet sind, d.h., in Y-Richtung verlaufen. Der Armauflagenträger 20 weist, wie es am besten aus Fig. 3 ersichtlich ist, einen L-förmigen Querschnitt auf, wobei sich der kürzere Schenkel des "L" im Wesentlichen in Z~ Richtung erstreckt, während der längere Schenkel, welcher die Armauflage bildet, im Wesentlichen entlang einer Y- Ebene orientiert ist. Die Rippen 24 sind im Bereich der Verbindung zwischen dem kurzen und dem langen Schenkel vorgesehen, die in Fig. 2 dargestellten Öffnungen 27 dienen der Aufnahme von Funktionselementen, wie

beispielsweise Schalter für Fensterheber, etc. und liegen in Flucht mit der Aussparung 13 aus Fig. 1.

Bezug nehmend auf Fig. 3 wird der Armauflagenträger 20 mit dem Träger 10 verbunden. Diese Verbindung kann form-, kraft- und/oder stoffschlüssig erfolgen. Dabei überbrücken die Rippen 23 die Öffnungen 16 in der Fläche 17 zumindest teilweise. Die Öffnungen 16 bewirken eine Schwächung der Fläche 17 in Y-Richtung, die zwar gewünscht ist, aber auch dazu führt, dass eine Unterstützung des Armauflagenträgers im Bereich der Öffnungen 16 nicht gewährleistet ist. Die die Öffnungen 16 zumindest teilweise überbrückenden Rippen 23 kompensieren diese Schwächung und führen zu einer hohen Steifigkeit in Z-Richtung. Die notwendige Entformschrägen können durch eine entsprechende Schrägstellung der Rippen erreicht werden. Da sie jedoch in X-Richtung orientiert sind bzw. verlaufen, haben die Rippen 23 keine

aussteifende Wirkung in Y-Richtung und damit keine

negativen Auswirkungen beim Seitencrash,

Durch die gewölbte Ausgestaltung des Armauflagenträgers 20 wird zusätzlich ein Aufwölben des Armauflagenträgers 20 nach oben begünstigt,- was das Deformationsverhalten in Y- Richtung weiter begünstigt, da die Rippen 23 von der

Fläche 17 abgehoben werden und eine Blockbildung und somit eine Aussteifung im Berech der Armauflage beim Seitencrash verringert wird.

Zusätzlich kann der Armauflagenträger 20, wie in Bezug auf die zweite Ausführungsform später beschrieben, mit

Schlitzen versehen sein, die in X-Richtung verlaufen und zu einer Erhöhung der Nachgiebigkeit des

Armauflagenträgers 20 in Y-Richtung führen.

Die Rippen 24 sind in Y-Richtung orientiert und können bei einer hohen Belastung in Y-Richtung ausknicken. Durch Variation (Größe bzw. Dicke und Anzahl) der Rippen 24 kann die Steifigkeit der Armauflage in Y-Richtung gezielt verändert werden, so dass die beim Seitencrash absorbierte kinetische Energie an das jeweilige Fahrzeug, bzw. den jeweiligen Rohbau des Fahrzeuges, angepasst werden kann. Hierdurch kann eine Optimierung, das heißt eine

Verringerung der Gesamtbelastung des Fahrzeuginsassen, erreicht werden.

Bei dem in Fig. 4 dargestellten Träger 10 der zweiten Ausführungsform ist lediglich eine Öffnung 16 in der

Auskragung 15 vorgesehen. Darüber hinaus sind mehrere Rippen 23 einstückig mit dem Träger 10 bzw. der Auskragung 15 verbunden. Bei der dargestellten Ausführungsform, kommen zehn Rippen 23 zum Einsatz. Diese sind mit einem Ende an dem Träger 10 und mit dem gegenüberliegenden Ende an dem vorragenden Ende der Auskragung 15 angebunden. Zwischen jeweils benachbarten Rippen 23 ist eine Aussparung 30 in dem Träger 10 vorgesehen. Der Träger 10 aus Fig. 4 wird entlang der Y-Richtung (in der Richtung, in der die

Auskragung 15 vorragt), entformt. Durch die Aussparungen 30 zwischen den Rippen 23, die in Y-Richtung orientiert sind, wird ein Entformen des Trägers 10 ohne Verwendung komplizierter Werkzeuge, mit zum Beispiel Schiebern, möglich. Dabei liegen die Stirnseiten der Rippen 23, die der Innenseite 21 des Armauflagenträgers 20 abgewandt sind, auf der Fläche 17 auf, um die Unterstützung in Z- Richtung zu bewirken.

Wie es aus Fig. 4 weiter ersichtlich ist, sind die Rippen 23 mit ihrer kleinsten Dimension in X- und mit ihrer größten Dimension in Y- und ihrer mittleren Dimension in Z-Richtung orientiert. Der Verlauf der Rippen 23 in Y- Richtung, d.h. zwischen dem vorragenden Ende der

Auskragung 15 und dem Träger 10 ist geradlinig

dargestellt. Es sind jedoch auch gekrümmte oder geknickte Verläufe denkbar, um ein definiertes Ausknicken der Rippen 23 bei einer Belastung in Y-Richtung zu gewährleisten. Durch ihre Höhe, d. h. Dimension in Z-Richtung, wird eine große Steifigkeit in Z-Richtung erreicht. Da die Rippen jedoch in Z-Richtung nicht fest angebunden sind (unten ist die Öffnung 16 und oben besteht keine feste Verbindung zum später beschriebenen Armauflageträger 20) wird ein

Ausknicken bei einer Last in Y-Richtung erreicht, was sich im Crashfall positiv auswirkt.

Der Armauflagenträger 20 weist auf seiner Innenseite 21 mehrere Nuten bildende Stege 31 auf, die sich in Y- Richtung erstrecken. Paare von Stegen 31 sind jeweils so weit voneinander beabstandet, dass sie geringfügig größer sind als die kleinste Dimension der Rippen 23 in X- Richtung und somit die in Z-Richtung oberen {dem

Armauflagenträger bzw. dessen Unterseite zugewandten) Enden der Rippen 23 aufnehmen können (siehe Fig. 6) .

Ferner sind mehrere, den Armauflageträger 20 in Z-Richtung durchtrennende Schlitze 32 vorgesehen, die die

Nachgiebigkeit des Armauflagenträgers 20 in Y-Richtung bewirken bzw. unterstützen. Die Stege 31 sind in Fig. 5 zwei der Schlitze 32 überbrückend dargestellt, wodurch die Nachgiebigkeit in diesem Bereich wieder reduziert ist. Es ist daher denkbar, diese Stege 31 unterbrochen

auszugestalten. Mit anderen Worten würden die Schlitze 32 auch die Stege 31 durchtrennen, Auch der in Fig. 5

dargestellte Armauflagenträger ist gewölbt ausgestaltet und wird bei einer hohen Last in Y-Richtung im Crashfall leicht in Z-Richtung nach oben angehoben.

Im montierten Zustand, wie er in Fig. 6 dargestellt ist, wird der Armauflagenträger 20 über Schweißdome 33 mit dem Träger 10 form- und stoffschlüssig verbunden. Dabei kommen die Nuten, welche durch die Stege 31 gebildet sind, mit den Rippen 23, die die Öffnung 16 in der Auskragung 15 von dem vorragenden Ende der Auskragung 15 zum Träger 10 überbrücken, in Eingriff. Dadurch werden die Rippen 23 gegenüber einem Umkippen in X-Richtung gestützt, was die Steifigkeit in Z-Richtung weiter erhöht. Darüber hinaus liegen die in Z-Richtung oberen bzw. der Öffnung 16 abgewandten Stirnflächen der Rippen 23 an der Innenseite 21 des Armauflagenträgers 20 an, um diesen in Z-Richtung zu unterstützen.

Bei einer Belastung in Y-Richtung gibt die Auskragung 15 des Trägers 10 aufgrund der Öffnung 15 in Y-Richtung nach, wobei die Rippen 23 entsprechend um eine Achse in Z- Richtung ausknicken. Gleichzeitig gibt der

Armauflagenträger 20 aufgrund der Schlitze 32 und seiner Wölbung in Y-Richtung nach, wobei er sich leicht nach oben anhebt und die durch die Stege 31 gebildeten Nuten außer Eingriff mit den Oberseiten der Rippen 23 gelangen, um so das erwähnte Ausknicken der Rippen 23 zu gewährleisten. Dadurch wird eine Armauflage integriert in einer

Türinnenverkleidung geschaffen, die den Anforderungen im Crashfall genügt. Gleichzeitig wird jedoch durch die

Rippen 23 eine erhöhte Steifigkeit der Armauflage in Z- Richtung gewährleistet und damit eine wertige Armauflage geschaffen .

Gleichzeitig können sowohl der Träger 10 als auch der Armauflagenträger 20 ohne Verwendung komplizierter

Werkzeuge und damit kostengünstig im Spritzgießverfahren hergestellt werden. D. h., gemäß der vorliegenden

Erfindung können die sich zunächst widersprechenden

Anforderungen hinsichtlich Crash und Steifigkeit einer Armauflage in idealer Weise erfüllt werden, ohne dass zusätzliche Bauteile oder komplizierte Werkzeuge notwendig waren .

Es versteht sich jedoch, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die obigen Ausführungsformen beschränkt ist.

Vielmehr werden beispielsweise auch andere

Herstellverfahren als das Spritzgießen, z.B. Pressen oder die Verwendung von mehr oder weniger und/oder hinsichtlich ihres Verlaufs unterschiedlich gestalteter Rippen denkbar.