Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
INTERMEDIARY, DIGITAL, DATA-DRIVEN PLATFORM FOR THE STANDARDISED LINKING OF COMPLEX INDUSTRY ECOSYSTEMS AND RISK TRANSFER TECHNOLOGY ECOSYSTEMS, AND CORRESPONDING METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/073970
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an intermediary, digital, data-driven platform (1) and a method for heterogeneous industry ecosystems for the standardised identification and automated management of risk transfers and associated product- and company-specific capabilities as a standardised digital channel between risk-exposed entities of the industry ecosystem and the systems of a heterogeneous risk transfer ecosystem.

Inventors:
KANDERAL JAN (CH)
Application Number:
PCT/EP2021/077382
Publication Date:
April 14, 2022
Filing Date:
October 05, 2021
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SWISS REINSURANCE CO LTD (CH)
International Classes:
G06Q40/08
Domestic Patent References:
WO2019195725A12019-10-10
WO2019144035A12019-07-25
Foreign References:
US9830663B22017-11-28
US9830663B22017-11-28
US8660864B22014-02-25
Attorney, Agent or Firm:
LEIMGRUBER, Fabian (CH)
Download PDF:
Claims:
25

Ansprüche

1. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1 ) zur skalierbaren standardisierten Bereitstellen, Durchführen, und Verwaltung von Risikotransfers (l Oil ) einer Vielzahl von Risikotransfer-Systemen (42/421.42i) zum Decken von durch definierte, zukünftige auftretende, physikalische Ereignisse als Risikoquelle (l Oil 1 ) verursachte Auswirkungen auf ereignis-exponierte Einheiten (2/21.2i), wobei die

Wahrscheinlichkeit für das zukünftige Auftreten eines der definierten physikalischen Ereignisse (lOil l ) heterogene Risikoklassen (1 18012) und Risikosegmente (1 18013) umfasst, und wobei die intermediäre Plattform (1 ) als standardisierter digitalen Kanal mittels der Risikotransfers (lOil ) die ereignis-exponierten Einheiten (2/21 .2i) und die

Risikotransfer-Systeme (42/421.42i) verknüpft, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der digitale Plattform (1 ) die Risikotransfers (101 , 102. lOi) mit zugeordneten Risikotransfer-Parametern (lOil ) und zugeordneten Prämien-Parametern (10i4) für die heterogenen Risikoklassen (1 18012) und Risikosegmente (1 18013) basierend auf erfassten user- oder exposure-spezifischen Daten standardisiert bereitgestellt werden und als Risikotransfer-Portfoliodaten (101 , 102. lOi) einem

Portfolio zugeordnet in einem Persistenzspeicher (10) der digitalen Plattform (1 ) gespeichert werden, wobei die Risikotransfer-Portfoliodaten (101 , 102. lOi) eines

Risikotransfers (lOil ) mindestens eine zugewiesene Verknüpfung zwischen einer Risikoquelle (lOil 1 ), einem Risikoexpositionsmass (1 Oil 2) und einem ereignis-exponierten Vermögenswert (lOil 3) einer ereignis-exponierte Einheit (1 Oil 0/2, 21 ,22 2i) umfassen, und wobei basierend auf den zugeordneten Prämien-Parametern Prämien (10i4) auf die digitalen Plattform (1 ) oder die Risikotransfer-Systeme ( 1 Oil 4/42/421.42i) zur

Durchführung des Risikotransfers (lOil ) übertragen werden dass beim Auftreten eines der definierten Ereignisse (lOil 1 ) und einer dem Ereignis (l Oil l ) zuordenbare Auswirkungen (10il2) auf einen der ereignis-exponierten Vermögenswert (10il3) der Risikotransfer-Portfoliodaten (101 , 102. lOi),

Schadensparameter (10i5) mittels der digitalen Plattform (1 ) standardisiert erfasst werden, wobei mittels der erfassten Schadensparameter (10i5) eine Schadensdeckung für durch das auftretende definierte Ereignis (lOil l ) erzeugte Auswirkungen (10il2) basierend auf den Risikotransfer-Parametern (lOil ) automatisiert mittels des Systems (1 ) getriggert wird und auf die ereignis-exponierten Einheit (lOilO) übertragen wird. 2. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gemessene Risikoexpositionsmass (1 Oil 2) basierend auf der gemessenen und/oder prognostizierten Auftrittswahrscheinlichkeit (1 Oil 21) mit zugeordneter Ereignisstärke (1 Oil 22) und der Übertragungsstärke (1 Oil 23) für ein definiertes zukünftiges Zeitfenster zeitabhängig bestimmt wird.

3. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1) mindestens basierend auf einer dreifachen Layerstruktur realisiert ist, wobei die digitale Plattform (1) einen Produkte-Layer (111) zur automatisierten Konfiguration und Generierung eines Risikotransfers (1111, 1112, 1113, 1114 Illi) mit produktespezifischen Kapazitäten (1110), einen Administration Layer (112) zum Verwalten und Zuordnen von unternehmens-spezifischen Kapazitäten (1126) und einen Infrastruktur Layer (113) zum Bereitstellen von digitalen Plattformfunktionalitäten (1131), als Plattform- Layer-Struktur (11) umfasst.

4. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Produkte-Layers (111) ein Risikotransfers (1111, 1112, 1113, 1114 Illi) mindestens basieren auf Rate Tables automatisiert generierbar und/oder konfigurierbar ist.

5. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Produkte-Layers (111) ein Risikotransfers (1111, 1112, 1113, 1114 Illi) dynamisch generierbar und/oder konfigurierbar ist.

6. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Produkte-Layer (111) die Kapazitäten (1110) produkte-spezifisch generiert werden.

7. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die produkte-spezifischen Kapazitäten (1110) mindestens produkte-spezifische Prozessfunktionalitäten (11101) und/oder produktespezifische Systemfunktionalitäten (11102) umfasst. 8. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1 ) nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Administration Layers (1 12) die Kapazitäten (1 126) unternehmens-spezifisch generiert werden.

9. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapazitäten (1 126) mindestens unternehmensspezifische Prozessfunktionalitäten (1 1261 ) und/oder unternehmens-spezifische Systemfunktionalitäten (1 1262) umfasst.

10. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Administration Layer (1 12) mindestens ein Policy Modul (1 121 ) und/oder ein Claims Administration Modul (1 122) und/oder ein Operational Reporting Modul (1 123) und/oder ein Event Manager Modul (1 124) und/oder eine Placing Plattform (1 125) umfasst.

1 1. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1 ) nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die digitalen Plattformfunktionalitäten (1 131 ) mindestens digitale Sicherheitsfunktionen (1 131 1 ) und/oder digitale Überwachungseinheit/Monitoring (1 1312) umfassen.

12. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die digitale Plattform (1 ) einen Workflow Engine (1 14) zum Konfigurieren und Ausführen eines Verarbeitungsprozesses für einzelne Anwendungsfälle im Workflow-Engine (1 14) unter Verwendung der mittels Produkte Layer (1 1 1 ) und Administration Layer (1 12) aufgebauten Kapazitäten (1 1 10/1 126) umfasst.

13. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die digitale Plattform (1 ) einen gemeinsame-zugreifbaren API Integration Layer (1 15) für unternehmensspezifische Backend-Anwendungen (1 151 ) umfasst.

14. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die digitale Plattform (1 ) einen Standardisierungs-Layer (1 16) umfasst, wobei mittels des Standardisierungs-Layer (1 16) 28 externe Datensätze in Standard-Datenstrukturen (1 161 ) der digitalen Plattform (1 ) transferierbar und/oder übersetzbar sind, und wobei mittels der Standard- Datenstrukturen (1 161 ) die Wiederverwendbarkeit der Kapazitäten (1 126) bereitgestellt wird. 15. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1 ) nach einem der

Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapazitäten (1 126) gekapselte und unabhängig voneinander aufgebaute Prozess- und Systemfunktionalitäten umfasst.

16. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1 ) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die gekapselte und unabhängig voneinander aufgebaute Prozess- und Systemfunktionalitäten der Kapazitäten (1 126) definierte Inputparameter und definierte Outputparameter umfassen.

17. Intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die heterogene Risikoklassen

(1 18012) und Risikosegmente (1 18013) mindestens maritim-basierte Risikoereignisse (1 Oil 1 1 ) und/oder aviation-basierte Risikoereignisse (lOil 12) und/oder Trade-Finance- basierte Risikoereignisse (lOil 13) und/oder Industrial loT-basierte Risikoereignisse (lOil 14) und/oder logistik-bezogene Risikoereignisse (lOil 15) und/oder parametrische Deckung von Naturkatastrophenereignisse (lOil 16) umfassen.

Description:
Intermediäre, digitale, datengesteuerte Plattform zur standardisierten Verknüpfung komplexer Industrie-Ökosysteme und Risiko-Transfer- Technologie-Ökosysteme und entsprechendes Verfahren

Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen automatisierten digitalen Kanal und digitale Plattform zum automatisierten parametergesteuerten, Szenariobasierten Risikotransfer-Underwriting, Risikobestimmung, Klassifizierung und Risikotransfer- /Portfolio-Management für den standardisierten Rsiskotransfer bei heterogene Risikoquellen und Risikoexpositionsklassen. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf digitale, risikotransfertechnologie-bezogene digitale Plattformen, die digitalbefähigte, datengesteuerte Dienstleistungen und Risiko-transfer-Lösungen bereitstellen, die eine standardisierte Verknüpfung zwischen Industrie-Ökosystemen, insbesondere Maschinentechnologie-Ökosystemen und Risikotransfer-Technologie- Ökosystemen ermöglichen, bzw. die entsprechenden technischen Mittel zum Verbinden der beiden Ökosystemen bereitstellen. Die Erfindung betrifft auch Ausführungsformen für digitale Plattformen, die mindestens einen automatisierten digitale Kanal bereitstellen, der von der automatisierten digitalen Plattform für risikoexponierten Einheiten bereitgestellt wird, die auf die digitale Plattform mit Hilfe von netzwerkfähigen Geräten über ein Datenübertragungsnetz zugreifen. Darüber hinaus bezieht sich die vorliegende Erfindung auf intelligente, automatisierte und optimierte Technologien zur interaktiven Steuerung mittels spezifisch selektierter, selbstoptimierender, maschinen-basierter Intelligenz, Überwachung und Anpassung/Optimierung bei der Verbindung der beiden komplexen Ökosystemen mit spezifisch technisch ausgewählter Mess-, Steuer- und Signalisierungsparameter. Sie bezieht sich zudem auf Systeme zur Automatisierung und maschinen-gesteuerten Optimierung eines oder mehreren digitalen Underwriting-, Quoting-, Pricing- des Risikomanagement-Kanälen bezogen auf die Bereitstellung eines automatisierten Risikotransfers und der Steuerung und Signalisierung von Risikoportfolios, die eine verbesserte Zusammenstellung und Konfiguration von Risikotransfer-Lösungen für einen Benutzer in interaktiver Weise ermöglichen. Hintergrund der Erfindung

Die Erfindung bezieht sich auf das technische Gebiet von digitalen Plattformen, die digitale, datengesteuerte Dienste, Risikotransferlösungen und Kollaborationen zwischen komplexen Industrie-Ökosystemen und Risikotransfer- Technologie-Ökosystemen bereitstellen. Zur Bereitstellung von Risikotransferlösungen für Kunden in Branchen-Ökosystemen ist es in der Regel erforderlich, Experten mit unterschiedlichen Rollen für die Nutzung und den Aufbau von Fähigkeiten einzubeziehen. Bei komplexen heterogenen Industrie-Ökosystemen führt dies zu einem exponentiell wachsenden Koordinations-, Kommunikations- und Bearbeitungsaufwand für die Implementierung neuer Risikotransferprodukte, automatisierten Risikodeckungen und -funktionen, was die Skalierbarkeit und Agilität von Versicherungssystemen behindert.

Die Automatisierung und interaktive Steuerung von Risikotransferprozessen ist komplex und technisch äusserst anspruchsvoll, insbesondere wenn die Risikoexponenten mit einem Pool verschiedener Vermögenswerte und Risiken verbunden sind. Die Gründe dafür sind vielfältig, wie z.B. die automatisierte Vorhersage und quantitative Auftrittswahrscheinlichkeitsmessung, d.h. das Messen quantifizierbarer Risiken bzw. von Risikoexponierungen eines Objektes, auf der Grundlage gemessener physikalischer Parameter, d.h. bezogen auf das tatsächliche oder zukünftige Eintreten physikalischer Ereignisse, insbesondere Schadensereignissen (Ereignisse mit einem messbaren, physikalischen Einwirken auf ein Objekt). Risiko und Risikomass wird in dieser Anmeldung als mittels technischer Mittel physikalisch messbare Masseinheit (quantity) verstanden. Das Risiko-Messeinheit kann in den Einheiten % oder als Wert zwischen 0-1 angegeben werden, mit 1 als 100% Eintrittswahrscheinlichkeit des messbaren Ereignisses für das aktuelle oder ein zukünftiges Zeitfenster, wobei die Eintrittswahrscheinlichkeit die gemittelte Auftetensfrequenz für ein solches Messereigniss in dem Zeitfenster physikalische, d.h. mit technischen Mitteln wiederholt messbar, quantifiziert. Ein weiterer Grund ist z.B. der schwer zu messende Wirkungszusammenhang zwischen der tatsächliche eintretenden und messbaren physischen Impaktstärke und der physikalischen Stärke des physischen Ereignisses (hier auch als Risikoereignis bezeichnet). Daher sind die technischen Herausforderungen für die automatisierte Bestimmung, Überwachung und Steuerung geeigneter Risikotransferparameter vielfältig, wobei die Risikotransferparameter den Anteil des Risikos definieren, der typischerweise ausgewogen und im Austausch gegen monetäre Parameterwerte als Teil eines Underwriting-Prozesses transferiert wird. Auch die automatisierte Generierung von Deckungsangeboten basierend auf physikalischen Messparametern, die sich auf die oben genannten Parameter stützt, ist technisch komplex.

US9830663B2 zeigt eine Plattform, die es ermöglicht, eine Versicherungsbewertung auf der Grundlage einer Branchenklassifikation zu bestimmen. Die Plattform empfängt Suchdaten bezüglich der nach Versicherungsdeckung suchenden Einheit und fragt auf der Grundlage der Suchdaten eine Schnittstelle einer Drittanbieter-Plattform ab. Das System empfängt dann die Schnittstellendaten einer Drittanbieterplattform von der Drittanbieterplattform, analysiert die Daten bezüglich der Entität und ruft die Daten der Drittanbieterplattform auf der Drittanbieterplattform ab, die auf Inhalte bezüglich der Entität hinweisen. Alternative zur in US9830663B2 beschriebenen Variante kann das erfinderische System so ausgestaltet sein, dass der Drittanbieter die Berechnungslogik (z.B. Prämientabellen, Validierungsregeln,...) dem System überlässt wobei das Risikotransfer-Produkt des Drittanbieters im System nachgebaut wird. Dies kann notwendig sein, falls der Drittanbieter nicht die technischen Möglichkeiten hat um Daten (z.B. einen spezifischen Preis) real-time abfragen zu können. Das System gibt auf der Grundlage der Schnittstellendaten der Drittanbieterplattform und der Standortdaten erste Daten aus, die auf mindestens eine mit der Entität verbundene Industrieklassifikation hindeuten. WO2019195725A1 offenbart eine Underwriting- und Risikomanagement-Plattform, die maschinelles Lernen nutzt, um Entscheidungsfindung und Risikobewertung zu ermöglichen. Prädiktive Analysen unter Verwendung erweiterter Datensätze können aufschlussreiche Daten liefern, die für das Underwriting von Versicherungen nutzbar sind und den Interessengruppen verwertbare Informationen liefern. US866086864B2 zeigt eine weitere digitale Plattform für Underwriting unter Verwendung von Daten aus sozialen Netzwerken. Die Plattform umfasst eine automatisierte Plattform für das Risikotransfer-Underwriting zur Bewertung und Tarifierung von Versicherungspolicen durch den Zugriff auf und die Auswertung von Community-, Sozial- und Geschäftsnetzwerk-basierten Informationen. Community oder Social Network Rating-Daten werden analysiert, und auf die Community oder Social Network Rating-Daten werden Gewichtungsfaktoren angewendet. Anschließend wird eine Underwriting-Entscheidung für die potenziell zu versichernde Einheit übermittelt, die zumindest teilweise auf den Ratingdaten der Community oder des sozialen Netzwerks basiert. WO2019144035A1 zeigt ein System, das im Allgemeinen interne und alternative Datenquellen sammelt, organisiert, verarbeitet und analysiert, zum Nutzen eines breiten Spektrums von Betriebsaktivitäten von Versicherungsunternehmen, einschließlich einer Versicherungsdatenplattform, die Daten aus nicht-traditionellen, alternativen Datenquellen verwendet, um aus Web-Daten einen Risiko-Score für ein Geschäft zu generieren, der einen einzigartigen versicherungstechnischen Einblick in das Geschäft bietet, der mit traditionellen Modellen nicht ermittelt werden kann.

Zusammenfassung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es, eine technische Plattform, insbesondere eine digitale Plattform, bereitzustellen, der einen digitalen Link und Verknüpfung mit Industrie-Ökosystemen und Risikotransfer-technologie-Ökosystemen bilden (vgl. Figur 2), insbesondere um derartige industrielle Risiken als digitale Orchestrator-Plattform für Risikotransfer-Anbieter zu managen. Die digitale Plattform soll eine skalierbare, systematische Erfassung, Messung, Quantifizierung und vorausschauende (prädiktive) Generierung geeigneter quantitativer Risiko- und Risikokumulationsmasseinheiten von Risikotransfers und Risikotransferportfolios automatisieren und die entsprechenden technischen Mittel bereitstellen, die mit Risikoexponierungen von physischen realen Einheiten des Industrie- und Technologieökosystem verbunden sind, auf der Grundlage von physikalisch messbaren Messparameterwerten und -daten, d.h. der Auswirkungen eines möglicherweise eintretenden physikalisch messbaren Ereignisses in einem definierten zukünftigen Zeitfenster, zu ermöglichen. Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, ein prozessorgesteuertes System und digitale Plattform vorzuschlagen, das bzw. die einen automatisierten digitalen Kanal für den automatischen Abschluss und die dynamische Anpassung von Risikotransfers zwischen Einheiten der Risikotransfer-Ökosysteme und Einheiten der Industrie-Ökosysteme bereitstellt und nicht die Nachteile der bekannten Systeme aufweist. Um eine technische Lösung bereitzustellen, ist es notwendig, verschiedenste Rollen bei der Verwendung und Realisierung des digitalen Systems/Kanals als Expertensystem einzubeziehen. Zwar ist es in kleineren Teams mit qualifizierten Mitarbeitern noch möglich, dass eine Person mehrere Rollen hat. Wenn der Prozess und die Funktionalitäten an Grösse zunehmen, werden die Rollen von einzelnen Personen besetzt. Dies führt zu einem exponentiellen Anstieg des Koordinations-, Kommunikationsund Bearbeitungsaufwandes für die Implementierung neuer Produkte und Funktionen, was daran hindert, Skalierbarkeit und Agilität zu erreichen. Das vorliegende, digitale System hat die Aufgabe, diese Nachteile mittels technischen Mittel zu lösen. Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, eine prozessorgesteuerte, digitalen Plattform bereitzustellen, die eine Benutzerschnittstelle umfasst, die mit Hilfe von Endgeräten über ein Datenübertragungsnetz für Benutzer zugreifbar ist, die Dateneingabefelder zur Eingabe von Daten bezüglich des Gegenstandes eines Risikotransfers umfasst, die als ein einziger, durchgängiger Prozess zur Durchführung, Überwachung und Anpassung von Risikotransfers oder Portfolios von Risikotransfers durch den Benutzer unabhängig vom Ort oder dem gewünschten Gegenstand eines Risikotransfers zur Verfügung steht und verwendet werden kann. Die quantitative Risikomessung sollte es ermöglichen, verschiedene Vorrichtungs- und Umgebungsstrukturen von komplexen Industrie-Ökosystemen zu erfassen, wodurch eine präzise und reproduzierbare Messung von Risikofaktoren ermöglicht wird und die Auswirkungen der Risikoereignisse auf das Eintreten der damit verbundenen Ereignisse optimiert werden können.

Nach der vorliegenden Erfindung werden diese Gegenstände insbesondere mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche erreicht. Darüber hinaus können aus den abhängigen Ansprüchen und den zugehörigen Beschreibungen weitere vorteilhafte Ausführungsformen abgeleitet werden.

Gemäss der vorliegenden Erfindung werden die oben genannten Aufgaben für ein intermediäre, digitale, datengesteuerte Plattform für Industrie- Ökosysteme zur quantisierten Erfassung, Bereitstellung, Messung und automatisierter Verwaltung von Risikotransfers und/oder automatisierter Risikotransfer-Orchestrierung als digitale, standardisierte Verknüpfung oder digitaler, standardisierter Kanal zwischen risikoereignis-exponierten Einheiten des Industrie-Ökosystems und der Risikotransfer- Ökosystems in fragmentierten, heterogenen Datenumgebungen, insbesondere zur Deckung von durch definierte, zukünftige auftretende, physikalische Ereignisse als Risikoquelle verursachte Auswirkungen auf die ereignis-exponierte Einheiten, dadurch gelöst, dass die Wahrscheinlichkeit für das zukünftige Auftreten eines der definierten physikalischen Ereignisse heterogene Risikoklassen und Risikosegmente umfasst, und die intermediäre Plattform als standardisierter digitalen Kanal mittels der Risikotransfers die ereignis-exponierten Einheiten und die Risikotransfer-Systeme verknüpft, dass mittels der digitale Plattform die Risikotransfers mit zugeordneten Risikotransfer-Parametern und zugeordneten Prämien-Parametern für die heterogenen Risikoklassen und Risikosegmente basierend auf erfassten user- oder exposure-spezifischen Daten standardisiert und automatisiert bereitgestellt werden und als Risikotransfer- Portfoliodaten einem Portfolio zugeordnet in einem Persistenzspeicher der digitalen Plattform gespeichert werden, wobei die Risikotransfer-Portfoliodaten eines Risikotransfers mindestens eine zugewiesene Verknüpfung zwischen einer Risikoquelle, einem Risikoexpositionsmass und einem ereignis-exponierten Vermögenswert einer ereignis-exponierte Einheit umfassen, und wobei basierend auf den zugeordneten Prämien-Parametern Prämien auf die digitalen Plattform oder die Risikotransfer-Systeme zur Durchführung des Risikotransfers übertragen werden, dass beim Auftreten eines der definierten Ereignisse und einer dem Ereignis zuordenbare Auswirkungen auf einen der ereignis-exponierten Vermögenswert der Risikotransfer-Portfoliodaten, Schadensparameter mittels der digitalen Plattform standardisiert erfasst werden, wobei mittels der erfassten Schadensparameter eine Schadensdeckung für durch das auftretende definierte Ereignis erzeugte Auswirkungen basierend auf den Risikotransfer- Parametern automatisiert mittels des Systems getriggert wird und auf die ereignisexponierten Einheit übertragen wird.

Die digitale Plattform hat, inter alia, den Vorteil, dass sie erlaubt einen digitalen, standardisierten Kanal als technische Plattform für digitale Märkte für heterogene Industrie-Ökosystemen bereitzustellen, um deren diversen Risiken als automatisierter Risikotransfer-Orchestrator automatisiert und optimiert zu decken und zu verwalten. Um einem Kunden, d.h. einer risiko-exponierten Einheit des Industrie- Ökosystemen eine Risikodeckung mittels Risikotransferlösungen bereitstellen zu können, müssen mindestens fünf unten genannten Rollen einbezogen werden. In Stand der Technik ist es in kleineren Teams mit qualifizierten Mitarbeitern möglich, dass eine Person mehrere Rollen innehat. Wenn der Prozess zur Risikodeckung und die Funktionalitäten grösser werden, müssen die Rollen jedoch von einzelnen Personen besetzt werden. Bei noch grösseren Prozessen führt dies zu einem exponentiellen Anstieg des Koordinations-, Kommunikations- und Bearbeitungsaufwands für die Implementierung neuer Risikotransferstrukturen und Funktionen, was abgesehen von der notwendigerweise manuellen Bearbeitung daran hindert, Skalierbarkeit und Agilität zu erreichen. Die Rollen umfassen (i) Klient (risiko-exponierte Einheit), (ii) Underwriter, (iii) Entwickler, (iv) Tester, und (v) Risikoträger, i.e. ein Risikotransfer-System bzw. Versicherungssystem. DevOps kann z.B. verwendet werden zum Optimieren und Verbessern der Zusammenarbeit zwischen Risikotransferstruktur-Entwicklung und dem Risikotransfer- Betrieb durch das Risikotransfer-System. D.h. DevOps zur Sic Herstellung der Qualität der bereitgestellten Struktur, der Geschwindigkeit der Entwicklung und der Auslieferung. Die ersten zwei Rollen (i) und (ii) können dem Layer der "use capability" zugeordnet werden, während die letzteren drei Rollen (iii), (iv) und (v) dem Layer der "build capabilities" zugeordnet werden können. Der Risikoträger gehört zum Layer "build capabilities", da häufig ein spezielles Risikotransferprodukt designed werden muss. Zur Vermeidung der oben-genannten Probleme erlaubt die erfinderische Struktur den Aufbau von Fähigkeiten zum Risikotransfer von der Nutzung von Fähigkeiten des Risikotransfers technisch zu trennen. Die vorgeschlagenen Lösung erlaubt Klienten aus den Industrie- Ökosystem und Lösungsdesigner die bereitgestellten Funktionen für kundenspezifische Anwendungsfälle auf der Grundlage des erfinderischen Workflow-Engine zu orchestrieren. Risikotransfer-Anbieter und IT-Ingenieure können gemeinsam agnostische Fähigkeiten aufbauen, z.B. Zertifikatserstellung, First Notice of Loss (FNOL) auf dem Handy, Verarbeitung von Bordereaux-Zahlungen, usw. Bei der erfinderischen, intermediären, digitalen Plattform können die Schadenmeldung (First Notice of Loss, FNOL) per E-Mail, Short Message System (SMS) oder anderen Kurznachrichtendiensten, Telefon oder online auf dem Schadenportal erfolgen. Die eingehenden Meldungen werden zentral gesammelt und automatisiert an die verschiedenen Module zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet. Da dies im Stand der Technik manuell erfolgen mussten, war dies ineffizient und führte bei inkorrekter Zuweisung oder überlasteten Teams zu langen Bearbeitungszeiten. Die vorliegende Erfindung erlaubt auf einer bereinigten Datenbasis zum Beispiel basierend auf einer Supervised Learning Struktur eine maschinen-lernenden Einheit der digitalen Plattform zu trainieren. So erkennt das erfinderische System die verschiedenen Schadensarten und generiert entsprechende Mitteilung eigenständig bzw. führt die entsprechende Triage automatisiert durch. Mittels einer Feedback-Schleife kann es z.B. ermöglicht sein, Rückmeldung darüber zu geben, ob der Fall korrekt weitergeleitet wurde. Dieses Feedback fliesst direkt in die Kalibrierung des Algorithmus ein. Mit dem erfinderischen System erfolgt die Zuordnung von Schadenmeldungen somit vollautomatisch. Die Verteilung von Meldungen ist damit präziser und wesentlich schneller als im manuellen Prozess. Dabei lernt das System mit jedem durchgeführten Risikotransfer und Schadensdeckung und verbessert sich kontinuierlich.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorliegende Erfindung wird anhand eines Beispiels mit Bezug auf die Zeichnungen, in denen sie dargestellt ist, näher erläutert:

Die Figuren 1-12 zeigen Diagramme zur schematischen Darstellung einer beispielhaften digitalen Plattform 1 , insbesondere spezifischer Ausführungsformen betreffend unterschiedlicher Kategorien von Industrie-Ökosystemen, wie: (i) Logistik: Spot-Cover als ein Standard-Risikotransfer, die jedem Teilnehmer der Marktplattform angeboten wird, und Open-Cover als ein vorab vereinbarter Rahmenvertrag mit einem bestimmten Teilnehmer der Marktplattform: (ii) Luftfahrt/Aviation: Event-Deckungen gegen Flugverspätungen und erweiterte Warranties für Fluggesellschaften auf der Grundlage von Rahmenverträgen: (iii) Handelskredite: Orchestrierte Handelskredit- Risikotransfer zwischen mehreren Risikotransfer-Anbietern (Versicherungen): (iv) Maschinen und Ausrüstung: Ereignisgesteuerter Versicherungsschutz gegen unerwartete Maschinenausfälle für Hersteller auf der Grundlage von Rahmenverträgen: und (v) Parametrisch: Parametrische Deckung gegen Nat-Cat (Naturkatastrophenereignisse) für Unternehmen oder Einzelpersonen.

Figur 2 zeigt ein schematisches Diagramm, dass die digitale, standardisierte Verknüpfung (digital linkage) mittels der erfinderischen digitalen Marktplattform illustriert, die den genannten digitalen, elektronischen und standardisierten Link und Verknüpfung zwischen den Industrie-Ökosystemen und Risikotransfer-technologie- Ökosystemen bilden. Die digitale Plattform erlaubt insbesondere heterogene Risikotransfer-Ausführungsformen unterschiedlicher Kategorien von Industrie- Ökosystemen und Risikoquellen standardisiert bereitzustellen, wie: (i) Logistik: Spot-Cover als ein Standard-Risikotransfer, die jedem Teilnehmer der Marktplattform angeboten wird, und Open-Cover als ein vorab vereinbarter Rahmenvertrag mit einem bestimmten Teilnehmer der Marktplattform: (ii) Luftfahrt/Aviation: Event-Deckungen gegen Flugverspätungen und erweiterte Warranties für Fluggesellschaften auf der Grundlage von Rahmenverträgen; (iii) Handelskredite: Orchestrierte Handelskredit-Risikotransfer zwischen mehreren Risikotransfer-Anbietern (Versicherungen) einschliesslich Corso (Corporate Solutions); (iv) Maschinen und Ausrüstung: Ereignisgesteuerter Versicherungsschutz gegen unerwartete Maschinenausfälle für Hersteller auf der Grundlage von Rahmenverträgen; und (v) Parametrisch: Parametrische Deckung gegen Nat-Cat (Naturkatastrophenereignisse) für Unternehmen oder Einzelpersonen.

Figur 3 zeigt exemplarisch ein Blockdiagram, das schematisch die Struktur und Architektur einer intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform 1 für einen digitalen Markt als parametrischen Versicherungsplattform illustriert. In diesem Ausführungsbeispiel ist Plattform in drei logische Schichten und weiteren Komponenten wie der Workflow Engine 1 14 aufgebaut:

• Produkte Layer 1 1 1 ([1 ]): Konfiguration eines spezifischen Produkts bzw. Risikotransfer-Struktur 1 1 1 1 , 1 1 12, 1 1 13, 1 1 14 I l l i (z.B. Fracht- Spot-Reise, Airline-Verspätungsversicherung, C&S, usw.) Die Risikotransfer-Struktur 1 1 1 1 , 1 1 12, 1 1 13, 1 1 14 1 1 1 i kann auf einfachen Rate-Tables bis hin zu hochkomplexen dynamischen Berechnungen basieren.

• Administration Layer 1 12 ([2]): Bietet Funktionen, die produktunabhängig und generisch sind. Die Funktionen sind risikoträger-spezifisch aufgebaut.

• Infrastructure Layer 1 13 ([3]): Bietet IT-Plattform-Funktionalitäten 1 131 wie Sicherheitsfunktionen 1 131 1 , Überwachungsfunktionen 1 1312 usw. Die Funktionalitäten können z.B. gemeinsam mit einem Rückversicherungssystem genutzt werden.

• Workflow-Engine 1 14 ([4]): Der Prozess für die einzelnen Anwendungsfälle wird in der Workflow-Engine 1 14 unter Verwendung der Kapazitäten des Builds 1 126 durch den Produkte- und Administration Layer 1 1 1 /1 12 konfiguriert. • API Integration Layer 1 15 ([5]): Gemeinsame Integrationsschicht für unternehmens-spezifische Backend-Anwendungen.

• Standardisierungs-Layer 1 16 ([6]): Übersetzung der externen Datensprache in die Risikoträger-Standardsprache, um die Wiederverwendbarkeit von Fähigkeiten zu ermöglichen

Als Implementierungsprinzipien ist zu beachten, dass der Standardprozess automatisiert ist , und nur Ausnahmen manuell behandelt. Kapazitäten 1 1 1 1 /1 126 bestehen aus Prozess- und Systemfunktionalität. Sie sind gekapselt und unabhängig voneinander aufgebaut. Zudem besitzen sie einen definierter Inputparameter mit definierten Output-Parametern. Dies gewährleistet Skalierbarkeit und Agilität

Figur 4 zeigt exemplarisch ein Blockdiagram, das schematisch die Prozesse des Risikotransfer-Designs bzw. -Bereitstellen mittels der intermediären, digitalen Plattform 1 , sowie zugeordnete high-level Prozesse zeigt.

Figur 5 zeigt exemplarisch ein Blockdiagram, das schematisch die Prozessschritte mittels der intermediären, digitalen Plattform 1 . Je nach Anwendung kann es nicht unbedingt sinnvoll sein, bestimmte Prozessschritte zu automatisieren. Dies kann z.B. für Sparten gelten, in denen grosse Einzel-Risikotransfer bereitgestellt werden (z. B. Luftfahrt und HoT).

Figur 6 zeigt exemplarisch ein Blockdiagram, das schematisch die Kapazitäten 1 126 mit den gekapselten und unabhängig voneinander aufgebaute Prozess- und Systemfunktionalitäten ("main functionalities") zeigt.

Figur 7 zeigt exemplarisch ein Blockdiagram, das schematisch eine Struktur und Architektur einer intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform 1 für einen digitalen Markt als parametrischen Versicherungsplattform illustriert, wie sie in Figur 3 gezeigt ist, in einer an Aviation und HoT Risiko-Quellen bzw. Risiko-Ereignisse lOil 1 angepasst Ausführungsform.

Figur 8 zeigt exemplarisch ein Blockdiagram, das schematisch eine Struktur und Architektur einer intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform 1 für einen digitalen Markt als parametrischen Versicherungsplattform illustriert, wie sie in Figur 3 gezeigt ist, in einer an Marine Cargo Risiko-Quellen bzw. Risiko-Ereignisse lOil 1 angepasst Ausführungsform.

Figur 9 zeigt exemplarisch ein Blockdiagram, das schematisch eine weitere Struktur und Architektur einer intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform 1 für einen digitalen Markt als parametrischen Versicherungsplattform illustriert, wie sie in Figur 3 gezeigt ist, in einer an Marine Cargo Risiko-Quellen bzw. Risiko-Ereignisse l Oil 1 angepasst Ausführungsform.

Figur 10 zeigt exemplarisch ein Blockdiagram, das schematisch eine weitere Struktur und Architektur einer intermediäre, digitale, ereignisgesteuerte Plattform 1 für einen digitalen Markt als parametrischen Versicherungsplattform illustriert, wie sie in Figur 3 gezeigt ist, in einer an Trade Finance Risiko-Quellen bzw. Risiko-Ereignisse lOil 1 angepasst Ausführungsform.

Figur 1 1 zeigt exemplarisch ein Blockdiagram, das schematisch die standardisierten Prozessschritte des Risikotransfer-Designs bzw. -Bereitstellen mittels der intermediären, digitalen Plattform 1 in einer an Marine Cargo Risiko-Quellen bzw. Risiko- Ereignisse il l angepasst Ausführungsform. Die Plattform 1 stellt standardisiert für Marine Cargo Risiken standardisierte Risikotransfers bereit, welche als zusätzliche Dienstleistung über Partnerplattformen angeboten werden können. Diese Partner- Plattformen können z.B. den weltweiten Versand von Waren durchführen oder organisieren und bringen dabei Frachteigentümer, Reedereien und Spediteure als Teilnehmer dieses spezifischen Industrie-Ökosystems zusammen. Bei Marine Cargo handelt es sich um ein schnelles, hochgradig transaktionsorientierte Leistung, die rund um die Uhr läuft, weshalb dieser Industriezweig auch eine Plattform 1 wie das vorliegende erfinderische digitale System 1 benötigt, das rund um die Uhr die Fähigkeit besitzt, schnell und möglichst automatisiert Risikotransfers zu erstellen. Figur 1 1 zeigt insbesondere den bevorzugten Zeitpunkt im Prozess mit Marine Cargo bezogenen Leistungen, an dem die jeweiligen Kontrollen und Prüfungen durchgeführt werden sollten. Je nach Anwendung müssen die verschiedenen Prüfungen möglicherweise auch zu einem früheren Zeitpunkt des Prozesses durchgeführt werden. Die Prüfungen können z.B. Know Your Client (KYC) Checks umfassen, wie insbesondere (i) License and Permanent Establishment (LPE) (checked during the processing step of "quote insurance/quote risk-transfer"), (ii) Anti Money Laundry (AML) (post-bound check, wobei post bound " hier nach Bestätigung der Versicherungsdeckung" heisst. Es kann Teil der Police sein, dass sie nichtig wird, falls die Checks nicht positiv sind.), (iii) International Trade Controls (ITC) (post-bound check), (iv) Sustainable Business Risk (SBR) (post-bound check). Ganz allgemein gilt, dass ob diese Prüfungen durch das digitale System 1 nach der Bindung durchgeführt werden können oder vor der Bindung durchgeführt werden müssen, abhängig von den jeweiligen Bedingungen ist.

Figur 12 zeigt exemplarisch ein Blockdiagram, das schematisch die standardisierten regel-basierten Prozessschritte (LC automation rules) zur automatisierten Prüfung des Akkreditiv (Bürgschaft oder Kreditbrief, d.h. Letter of Credit (LC)), das den Zahlungstransfer des Käufers an den Verkäufer garantiert. Typischerweise wird von einer Bank ausgestellt und gewährleistet die rechtzeitige und vollständige Zahlung an den Verkäufer. Ist der Käufer nicht in der Lage, eine solche Zahlung zu leisten, übernimmt die Bank den gesamten oder den verbleibenden Betrag im Namen des Käufers und der Risikoträger, d.h. das Versicherungs- der Risikotransfersystem, übernimmt einen Teil des Schadens.

Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen

Die Erfindung bildet eine intermediäre, digitale, datengesteuerte Plattform 1 für Industrie-Ökosysteme zur quantitativen Erfassung, standardisierten Bereitstellung und automatisierter Verwaltung von Risikotransfers. Die digitale Plattform 1 kann insbesondere als automatisierter Risikotransfer-Orchstrator zwischen den heterogenen Risiken des Industrie-Ökosystems und den unterschiedlichen Strukturen der Anbieter im Risikotransfer-Ökosystem fungiert (siehe u.a. Figur 2). Die digitale Plattform bietet (i) Einblicke in Risiken: Sie bietet Partnern und Kunden automatisierte Risikomanagement- Dienstleistungen sowie Standard- und Nicht-Standard-Risikotransferdeckungen; (ii) digitale Dienstleistungsmöglichkeiten: Wartung und Verwaltung von Versicherungsverträgen mit offenen Standards (Policenausstellung, Zertifikate, Schadensfälle, ...): und (iii) Versicherungsorchestrierung: Risikotransfer auf mehrere Versicherungsträger, orchestriert durch die digitale Plattform 1 . Die erfinderische Lösung ist so konzipiert, dass sie es erlaubt zum ausschliesslichen Risikotransferpartner für Risikodeckungen in heterogenen Industrie-Ökosystemen zu werden, indem sie über die standardisierte Plattform digitale, datengesteuerte Risikotransferstrukturen bereitstellt und dabei als Risikotransfer-Orchestrator, insbesondere für eine Vielzahl von Risikoträgern, fungiert.

Als Ausführungsvariante kann die erfinderische digitale Plattform 1 in der Lage sein, Dienstleistungen in verschiedenen Kategorien, z.B. in den fünf Kategorien (Vertikalen), anzubieten, wie: (i) Logistik: Spot-Cover als eine Standardversicherung, die jedem Teilnehmer der Marktplattform angeboten wird, und Open-Cover als ein vorab vereinbarter Rahmenvertrag mit einem bestimmten Teilnehmer der Marktplattform: (ii) Luftfahrt: Event-Deckungen gegen Flugverspätungen und erweiterte Warranties für Fluggesellschaften auf der Grundlage von Rahmenverträgen: (iii) Handelskredite: Orchestrierte Handelskreditversicherung zwischen mehreren Versicherern: (iv) Maschinen und Ausrüstung: Ereignisgesteuerter Versicherungsschutz gegen unerwartete Maschinenausfälle für Hersteller auf der Grundlage von Rahmenverträgen: und (v) Parametrisch: Parametrische Deckung gegen Nat-Cat (Naturkatastrophenereignisse) für Unternehmen oder Einzelpersonen. Insbesondere bietet die Erfindung automatisierte, regelbasierte Fähigkeiten und Funktionalitäten, die den gesamten Risikotransferprozess und die Wertschöpfungskette abdecken.

Wie Figur 3 zeigt, sind die Automatisierungsregeln sowohl Kategoriespezifisch (vertikal-spezifisch) als auch der für eine Lösung erforderliche Datenparametersatz. Für die Automatisierung der Risikotransfer-Angebots- /Preisgestaltungs-Automatisierung kann maschinelles Lernen eingesetzt werden, wobei die Preisgestaltung von der Wahrscheinlichkeit abhängt, dass die Preisgestaltung korrekt ist. Durch die regelbasierte Automatisierung wird die Erfindung innerhalb ihrer Kategorie skalierbar (hier: Logistik, Luftfahrt, Handelskredite, Maschinen und Ausrüstung und Parametrik).

Figur 1 zeigt eine generelle Struktur zur Realisierung einer intermediären, digitalen, ereignisgesteuerten Plattform 1 zur skalierbaren standardisierten Bereitstellen, Durchführen, und Verwaltung von Risikotransfers lOil einer Vielzahl von Risikotransfer- Systemen 42/421 42i und zum Decken von durch definierte, zukünftige auftretende, physikalische Ereignisse als Risikoquelle lOil 1 verursachte Auswirkungen auf ereignisexponierte Einheiten 2/21 2i, gemäss der Erfindung. Die Wahrscheinlichkeit für das zukünftige Auftreten eines der definierten physikalischen Ereignisse lOil 1 umfasst heterogene Risikoklassen 1 18012 und Risikosegmente 1 18013. Die intermediäre Plattform 1 verknüpft als standardisierter digitalen Kanal mittels der Risikotransfers lOil die ereignisexponierten Einheiten 2/21 .2i und die Risikotransfer-Systeme 42/421.42i. Die heterogene Risikoklassen 1 18012 und Risikosegmente 1 18013 können z.B. mindestens maritim-basierte Risikoereignisse lOil 1 1 und/oder aviation-basierte Risikoereignisse 1 Oil 12 und/oder Trade-Finance-basierte Risikoereignisse 1 Oil 13 und/oder Industrial loT- basierte Risikoereignisse 1 Oil 14 und/oder logistik-bezogene Risikoereignisse 1 Oil 15 und/oder parametrische Deckung von Naturkatastrophenereignisse 1 Oil 16 umfassen.

Mittels der digitale Plattform 1 werden die Risikotransfers 101 , 102. lOi mit zugeordneten Risikotransfer-Parametern lOil und zugeordneten Prämien-Parametern 10i4 für die heterogenen Risikoklassen 1 18012 und Risikosegmente 1 18013 basierend auf erfassten user- oder exposure-spezifischen Daten standardisiert bereitgestellt. Sie werden als Risikotransfer-Portfoliodaten 101 , 102. lOi einem Portfolio zugeordnet in einem Persistenzspeicher 10 der digitalen Plattform 1 werden. Die Risikotransfer- Portfoliodaten 101 , 102. lOi eines Risikotransfers lOil umfassen mindestens eine zugewiesene Verknüpfung zwischen einer Risikoquelle lOil 1 , einem Risikoexpositionsmass 1 Oil 2, einem ereignis-exponierten Vermögenswert 1 Oil 3 einer ereignis-exponierte Einheit 1 Oil 0/2,21 ,22.2i. Sie werden basierend auf den zugeordneten Prämien-Parametern Prämien 10i4 auf die digitalen Plattform 1 oder die Risikotransfer-Systeme 10114/42/421 .42i zur Durchführung des Risikotransfers lOil übertragen. Das gemessene Risikoexpositionsmass 1 Oil 2 kann z.B. basierend auf der gemessenen und/oder prognostizierten Auftrittswahrscheinlichkeit 10H21 mit zugeordneter Ereignisstärke 1 Oil 22 und der Übertragungsstärke 1 Oil 23 für ein definiertes zukünftiges Zeitfenster zeitabhängig bestimmt werden.

Beim Auftreten eines der definierten Ereignisse lOil 1 und einer dem Ereignis l Oil 1 zuordenbare Auswirkungen 1 Oil 2 auf einen der ereignis-exponierten Vermögenswert 1 Oil 3 der Risikotransfer-Portfoliodaten 101 , 102. lOi,

Schadensparameter 10i5 mittels der digitalen Plattform 1 standardisiert erfasst werden, wobei mittels der erfassten Schadensparameter 10i5 eine Schadensdeckung für durch das auftretende definierte Ereignis lOil 1 erzeugte Auswirkungen 1 Oil 2 basierend auf den Risikotransfer-Parametern lOil automatisiert mittels des Systems 1 getriggert wird und auf die ereignis-exponierten Einheit lOil O übertragen wird. Die digitale, ereignisgesteuerte Plattform 1 kann z.B. mindestens basierend auf einer dreifachen Layerstruktur realisiert sein, wobei die digitale Plattform 1 einen Produkte-Layer 1 1 1 zur automatisierten Konfiguration und Generierung eines Risikotransfers 1 1 1 1 , 1 1 12, 1 1 13, 1 1 14 I l l i mit produkte-spezifischen Kapazitäten 1 1 10, einen Administration Layer 1 12 zum Verwalten und Zuordnen von unternehmensspezifischen Kapazitäten 1 126 und einen Infrastruktur Layer 1 13 zum Bereitstellen von digitalen Plattformfunktionalitäten 1 131 , als Plattform-Layer-Struktur 1 1 umfasst. Die Kapazitäten 1 126 können z.B. gekapselte und unabhängig voneinander aufgebaute Prozess- und Systemfunktionalitäten umfassen bzw. bezeichnen. Die gekapselte und unabhängig voneinander aufgebaute Prozess- und Systemfunktionalitäten der Kapazitäten 1 126 können z.B. definierte Inputparameter und definierte Outputparameter umfassen.

Mittels des Produkte-Layers 1 1 1 kann z.B. ein Risikotransfers 1 1 1 1 , 1 1 12, 1 1 13, 1 1 14 I l l i mindestens basieren auf Rate Tables automatisiert generierbar und/oder konfigurierbar sein. Als alternative Ausführungsvariante kann z.B. mittels des Produkte- Layers 1 1 1 ein Risikotransfers 1 1 1 1 , 1 1 12, 1 1 13, 1 1 14 I l l i dynamisch generierbar und/oder konfigurierbar sein. Mittels des Produkte-Layer 1 1 1 können z.B. die Kapazitäten 1 1 10 produkte-spezifisch generiert werden. Die produkte-spezifischen Kapazitäten 1 1 10 kann z.B. mindestens produkte-spezifische Prozessfunktionalitäten 1 1 101 und/oder produkte-spezifische Systemfunktionalitäten 1 1 102 umfassen. Mittels des Administration Layers 1 12 können z.B. die Kapazitäten 1 126 unternehmens-spezifisch generiert werden. Die unternehmens-spezifischen Kapazitäten 1 126 können z.B. mindestens unternehmens-spezifische Prozessfunktionalitäten 1 1261 und/oder unternehmens-spezifische Systemfunktionalitäten 1 1262 umfasst. Der Administration Layer 1 12 kann z.B. mindestens ein Policy Modul 1 121 und/oder ein Claims Administration Modul 1 122 und/oder ein Operational Reporting Modul 1 123 und/oder ein Event Manager Modul 1 124 und/oder eine Placing Plattform 1 125 umfassen. Die digitalen Plattformfunktionalitäten 1 131 können z.B. mindestens digitale Sicherheitsfunktionen 1 131 1 und/oder digitale Überwachungseinheit/Monitoring 1 1312 umfassen. Die digitale Plattform 1 kann z.B.- einen Workflow Engine 1 14 zum Konfigurieren und Ausführen eines Verarbeitungsprozesses für einzelne Anwendungsfälle im Workflow-Engine 1 14 unter Verwendung der mittels Produkte Layer 1 1 1 und Administration Layer 1 12 aufgebauten Kapazitäten 1 1 10/1 126 umfassen. Die digitale Plattform 1 kann z.B. weiter einen gemeinsame-zugreifbaren API Integration Layer 1 15 für unternehmensspezifische Backend-Anwendungen 1 151 umfassen. Die digitale Plattform 1 kann weiter ebenfalls einen Standardisierungs-Layer 1 16 umfassen. Mittels des Standardisierungs-Layer 1 16 können z.B. externe Datensätze in Standard- Datenstrukturen 1 161 der digitalen Plattform 1 transferierbar und/oder übersetzbar sein. Mittels der Standard-Datenstrukturen 1 161 kann damit z.B. die Wiederverwendbarkeit der Kapazitäten 1 126 bereitgestellt werden.

Die digitale, ereignisgesteuerte Plattform 1 kann vorteilhafterweise z.B. zusätzlich ein Risiko Insights Modul 1 18 umfassen zum Bereitstellen von Risikoverwaltungsdiensten für Standard- und Nichtstandard-Risikotransferdeckungen von Partner und Kunden (Carrier) und/oder Versicherten, insbesondere unter Verwendung des Portfolio Manager Modul 12. Die digitale Plattform kann z. B. einen szenario-basierten Risikoprozessor 1 186 und/oder Vorhersage-Engine 1 185 umfassen, der jede mögliche Kombination von Standort, Aktivitäten und Attributen mit mindestens einem von vordefinierten Szenarien verknüpft, die in einer Szenario-Datenbank gespeichert sind, wobei jeder möglichen Kombination eine szenario-basierte Punktzahl zugewiesen wird. Basierend auf dem Risko Scoring kann z. B. ein Risiko-Insight oder Risiko-Advice automatisiert erstellt werden, der eine Beschreibung des Szenarios und/oder seiner Relevanz und/oder möglicher Präventionsmechanismen enthält, die von der Einheit 21 , 22 2i durchgeführt werden können. Das Risiko-Scoring kann z.B. Messwerte und Erkenntnisse über die Gefährlichkeit bereitstellen. Das Risiko Insights Modul 1 18 kann z.B. die Ergebnisse für den Endbenutzer 1 Oil 4 für jeden Vermögenswert 1 Oil 3 und jedes Risiko lOil 1 interpretieren. Als Expertensystem kann es insbesondere z.B. in der Lage sein, Antworten auf die folgenden Fragen zu geben: (i) Was ist es?; (ii) Was kann passieren?, (iii) Was kann man dagegen tun?. Für jede mögliche Kombination von Standort, Aktivitäten und Attributen sind Szenarien verfügbar. Je nach Punktzahl kann z. B. das entsprechende Szenario angezeigt werden. In den Szenarien wird anhand von Beispielen erklärt, warum ein bestimmtes Risiko an der Spitze steht. So versteht das Unternehmen sofort, warum ein bestimmtes Risiko wichtiger ist als ein anderes. Das Unternehmen kann z.B. auch erfahren, wie es solche Risiken abmildern und seine Geschäftsabläufe sicherer machen kann.

Die digitale ereignisgesteuerte Plattform 1 kann z.B. zusätzlich ein automatisiertes Underwriting- und Pricing Modul 13 umfassen, in dem Basistarife für anwendbare Risikotransferdeckungen bereitgestellt und entsprechende Preise auf der Grundlage der Basistarife, zugehöriger Tariffaktoren und Wertparameter der Vermögenswert-Charakteristik-Parameter erzeugt werden. Basierend auf der entsprechenden Beziehung zwischen einer Risikoquelle 1 1842, einem Risikomass 1 1852 und einem risikoexponierten Vermögenswert können z.B. verschiedene anwendbare Risikotransferabdeckungen generiert werden und einem Profil der risikoexponierten Einheit 21 ,22 2i zugeordnet werden. Beispielsweise kann die digitale Plattform des Systems 1 eine Vorhersage-Engine 1 185 für die automatisierte Vorhersage von vorausschauenden risiko-exposure Messparameter 1 1852 basierend auf Ereignisparameterwerten 1 18421 von zeitabhängigen Reihen von Ereignissen physikalischer Risikoereignisse 1 1842 umfassen. In diesem Fall kann das Auftreten der physikalischen Risikoereignisse 1 1842 auf der Grundlage von vordefinierten Schwellenwerten der Ereignisparameter 1 18421 gemessen werden, und die Auswirkungen der physikalischen Risikoereignisse 1 1842 auf einen bestimmten Vermögenswert können auf der Grundlage von risiko-exposure Messparameter 1 1852 gemessen werden, die dem Vermögenswert zugeordnet sind. Zur Erfassung der Risikoereignisparameter 1 18421 kann der Vorhersage-Engine 1 185 z. B. eine maschinenbasierte Exposure Data Intelligenz 1 1853 umfassen, die in der Lage ist, Risiken von Vermögenswerten auf der Grundlage von mindestens einem Standort des Vermögenswerts automatisch zu identifizieren.

Ein Risikoscore 1 1824 kann z.B. vom Risiko Insights Modul 1 18 erzeugt werden und jedem Profil-Segment 1 1823 des Risikoprofils 1 182 zugewiesen. Eine interaktive Portfolio-Steuerung und/oder -Verwaltung kann z.B. durch interaktive Zuweisung und Anpassung von Risikotransferdeckungen an das Risikotransfer-Portfolio 101 , 102 lOi durch eine dem Portfolio 101 , 102 lOi zugeordnete Einheit 21 , 22 2i erfolgen. Die interaktive Portfoliosteuerung kann z.B. auch durch interaktive Zuweisung und Anpassung von Risikotransferdeckungen an das Risikotransferportfolio 101 , 102 lOi durch eine Brokereinheit anstelle der risikoexponierten Einheit 21 , 22 2i erfolgen, die eine risikoexponierte Einheit 21 , 22 2i darstellt, die mit dem Portfolio 101 , 102 lOi verbunden ist.

Das Risiko Insights Modul 1 18 oder ein Complementary Advisory Modul 14 der digitalen Plattform 1 kann z.B. der mit dem Risikoprofil 1 182 verbundenen Einheit 21 , 22 2i eine massgeschneiderte Beratungsvisualisierung des Risikoprofils 1 182 durch umsetzbare, greifbare und datengesteuerte Erkenntnisse zum Risikotransfer bereitstellen. Die digitale Plattform 1 kann ferner eine grafische Benutzeroberfläche (GUI) umfassen, die von dem Risiko Insights Modul 1 18 bereitgestellt wird, um eine dynamische Darstellung einer Portfoliostruktur zu erzeugen. Mittels der Vorhersage-Engine 1 185 kann die dynamische Darstellung der Portfoliostruktur 101 , 102 lOi z.B. einem Nutzer oder einer Einheit 2/3 vorausschauende Erkenntnisse liefern und dadurch eine Portfoliosteuerung durch Identifizierung kritischer Bereiche und/oder Abschnitte eines Portfolios 101 , 102 lOi und eines Risikoprofils 1 182 und Auswirkungen möglicher Änderungen des Risiko-Exposures der entsprechenden Profilabschnitte oder Profilsegmente ermöglichen. Die maschinelle Exposure-Datenintelligenz 1 153 kann z.B. die Exposure-Datenbank 1 184 auswerten, die eine Vielzahl von Datensätzen mit Attributparametern von Assets/Objekten 1 183 zumindest mit zugeordneten geographischen Standortparametern umfasst. Die maschinelle Exposure- Datenintelligenz 1 153 kann ferner ein Clustermodul zum Clustern von gespeicherten Vermögenswerten 1 Oil 3 der Expositionsdatenbank 1 184 in Bezug auf ihre zugewiesenen geografischen Standortparameter umfassen, und wobei verschiedene Datensätze der Expositionsdatenbank 1 184 mit denselben oder nahen geografischen Standortparametern abgeglichen werden und die Risikobelastungen eines bestimmten Vermögenswertes 1 Oil 3 einer Einheit 2i mit den Risikobelastungen der Datensätze mit denselben oder nahen geografischen Standortparametern abgeglichen werden.

Die digitale Plattform 1 kann z.B. ein Portfoliomanagermodul 12 umfassen, das die Segmentierung 1261 , die Klassifizierung 1262, die Messung der Risikoexposition und/oder das Risiko-Scoring 1263 und die interaktive Steuerung der Exposition 1264 von Risikopools bereitstellt. Ein Risikopool kann eine Vielzahl von Asset-/Objektklassen 1 1822 einer risikoexponierten Einheit 21 ,22 2i umfassen, wobei die Asset-/Objektklassen 1 1822 zumindest einer Risikoexposition zugeordnet sind, die durch Gebäude und/oder Ausrüstung und/oder Waren/Dienstleistungen und/oder Kunden und/oder Mitarbeiter und/oder digitale/IP-Assets und/oder Fuhrpark induziert ist. In einer Variante kann die digitale Plattform 1 auch ein Portfoliomanagementmodul 12 umfassen, das die Segmentierung 1261 , die Klassifizierung 1262, die Messung der Risikoexposition und/oder das Risiko-Scoring 1263 und die interaktive Steuerung der Exposition 1264 großer Risikopools bereitstellt. Der Risikopool kann eine Vielzahl von Risikotypen 1 18012 einer risikoexponierten Einheit 21 , 22 2i umfassen, wobei die Risikotypen 1 141 mit mindestens Brandereignissen und/oder Überschwemmungsereignissen und/oder Hageloder Sturmereignissen und/oder Betrugsereignissen und/oder Mitarbeiterkrankheitsereignissen und/oder Gebäudeausfallereignissen und/oder Betriebsunterbrechungsereignissen und/oder Einbruchsereignissen und/oder Produkthaftungsereignissen und/oder Cyberangriffsereignissen und/oder allgemein Naturkatastrophen-ereignissen verbunden sind. Die Nutzung und der Zugriff auf die digitale Plattform 1 kann z.B. benutzerfreundlicher gestaltet werden, indem die über die Schnittstelle 16 zugänglichen Geräteschnittstellen z.B. als Web-Applikation realisiert werden, die es dem Nutzer ermöglicht, die digitale Plattform 1 z.B. über das weltweite Backbone-Netz Internet zu zugreifen. Die Web-App kann unter Verwendung einer API mit entsprechenden http-Request- und Response-Prozessen realisiert werden.

Referenzliste Automatisierte Digitale Market Plattform

10 Persistence Storage umfassend Portfolio Daten

101 , 102. lOi Risktransfer Portfolio Daten

1011 Verknüpfung/ Risikotransfer lOilO Risiko-exponierten Einheit lOil 1 Risiko-Quelle/Risiko-Ereignis

1 Oil 1 1 Maritime Cargo Risiko-Ereignisse

1 Oil 12 Aviation-basierte Risikoereignisse

1 Oil 13 Trade-Finance Risikoereignisse

1 Oil 14 Industrial loT- Risikoereignisse (HoT)

1 Oil 15 Logistik-bezogene Risikoereignisse

1 Oil 16 Parametrische Deckung von Naturkatastrophenereignisse

1 Oil 2 Risiko Exposure und Risiko Exposure Messparameter

1 Oil 21 Auftrittswahrscheinlichkeit

1 Oil 22 Ereignisstärke

1 Oil 23 Impact Measure (Übertragungsstärke)

1 Oil 24 Prognostitions-Zeitfenster

1 Oil 3 Vermögenswerte der risiko-exponierten Einheit

1 Oil 4 Risikoträger (Risktransfer-System 42/421.42i)

1012 Submission der risiko-exponierten Einheit von Portfolio l Oi

1013 Portfolio lOi zugeordnete risiko-exponierten Einheit

1014 Prämien Parameter (Pricing)

1015 Schadensparameter

1 1 Digital Platform Layers and Units

1 1 1 Product Layer

1 1 10 Zugeordnete Produkt-spezifische Kapazitäten

1 1 101 Produkt-spezifische Prozessfunktionalitäten

1 1 102 Produkt-spezifische Systemfunktionalitäten

1 1 1 1 , 1 1 12, 1 1 13, 1 1 14. I l l i Risk-Transfer i/Produkt i

1 12 Administration Layer

1 121 Policy Modul

1 122 Claims Administration Modul

1 123 Operational Reporting Modul

1 124 Event Manager

1 125 Placing Platform/Interface

1 126 Zuordenbare Unternehmens-spezifische Kapazitäten 1 1261 Unternehmens-spezifische Prozessfunktionalitäten

1 1262 Unternehmens-spezifische Systemfunktionalitäten

1 13 Infrastructure Layer

1 131 Digital Platformfunktionalitäten

1 131 1 Digitale Sicherheitsfunktionen

1 1312 Digitale Überwachungseinheit/Monitoring Einheit

1 14 Workflow Engine

1 15 Application Programming Interface (API) Integration Layer

1 151 Unternehmensspezifische Backend-Anwendungen

1 16 Standardisierungs-Layer

1 161 Standard-Datenstrukturen

1 17 Client Portal

1 18 Risiko Insights Modul

1 180 Automatisiertes Parameter-Indexing Modul

1 1801 Index-data structure

1 1801 1 Ereignis-exponierte Einheit

1 18012 Risiko-Klassen

1 18013 Risiko-Segmente

1 18014 Ort

1 18015 Aktivitäten

1 18016 Attribute

1 1802 Data Aggregator

1 1803 Maschinen-basierte Exposure-Datenintelligenz

1 181 Datenbank mit den Risikoprofilen

1 182 Risiko-Profile der Datenbank 1 181

1 1821 Charact. Parameter

1 1822 Asset/Objekt Klassen der Assets/Objekte

1 1823 Profil-Segment

1 18231 Asset des Profil-Segments

1 18232 Exposure Segment

1 1824 Risiko-Score für jeder der Profil-Segmente

1 1825 Risk-exposure eines spezifischen Asset der Einheit 2i

1 183 Asset/Objekt Classifier

1 1831 Asset/Objekt Class Datenbank

1 1831 1 1 1831 i Asset/Objekt Klassen

1 1832 Matching Struktur

1 184 Exposure Datenbank

1 1841 Risko-Typen/Klassen

1 1842 Risko-Quellen/ Risko-Ereignisse 1 18421 Historische Ereignis-Parameter

1 18422 Vorhergesagte Ereignis-Parameter

1 185 Vorhersage-Engine (Risko Scoring)

1 1850 Auftrittswahrscheinlichkeit von Risikoereignissen

1 1851 Impakt-Messparameter

1 1852 Risk-exposure Messparameter

1 1853 Maschinen-basierte Exposure Data Intelligenz

1 186 Szenario-basierten Risikoprozessor Portfolio Manager Modul

121 Access Controller

121 1 Risiko-exponierte Einheit/Broker Einheit Access Interface

1212 Submission Database

12121 Submission Data von Einheit 21

12122 Submission Data von Einheit 22

1212i Submission Data von Einheit 23

1213 Submission Analyzer

122 Portfolio Analyzer

123 Collaboration Modul

124 Dokumenten Management Modul

125 Visualization module

126 Portfolio Manager Prozesse

1261 Segmentierung

1262 Klassifikation

1263 Risk Exposure Messung / Risk Scoring

1264 Interactive Exposure Steuerung und Verwaltung Underwriting und Pricing Modul

131 Kommunikations-Datenbank

132 Profile Datenbank mit den Accounts der risiko-exponierten Einheiten

1321 Profile der risiko-exponierten Einheiten

133 Profile Datenbank mit den Accounts von Partner und Brokers

1331 Profile der Partner und Broker Einheiten

134 Quote Module

1341 Quote Engine

1341 1 Verfügbare/Mögliche Risikotransfers

13412 Basistarife/Basisraten

13413 Rate Faktoren

13414 Pricing

1342 Quote Server Interface

135 Billing/Accounting Modul 14 Complementary Advisory Modul

141 Customized Advisory Visualisierung

15 Web server

151 Firewall

152 Router

16 Netzwerkinterface

2 Risiko-exponierte Einheiten (Entities) / Kunden / Käufer

20 Customer Tools

21 , 22 2i Risiko-exponierte Einheiten

211 Vermögenswerte der risiko-exponierte Einheiten

2il 1 2ilx Mit dem Vermögenswert 2il verbundene Datenerfassung, Messvorrichtungen und Messsensoren

212 Netzwerkfähige Geräte und Tools der Einheit 2i

2i21 Netzwerkinterface

3 Externe Plattformen und Ecosysteme / Broker Einheiten

31 Digitale Märkte

32, 33 3i Externe Plattformen und Broker Einheiten

3il Netzwerk-fähige externe und Broker Tools

3il 1 Netzwerkinterface

4 Erstversicherungen / Businesspartners

41 Unternehmens-spezifische Lösungen (Corporate Solutions) / Client Tools

41 1 Policy Administration Module

412 Claims Handling Module

413 Partner Management Module

414 Document Management Module

42 Erste Stufe (first tier) Risikotransfer-Systeme

421 Risk-Transfer System 1

422 Risk-Transfer System 2

423 Risk-Transfer System 3

5 Rückversicherung

51 Financing Tools

52 Reporting Tools

53 Erste Stufe (first tier) Risikotransfer-Systeme

531 Risk-Transfer System 1

532 Risk-Transfer System 2

533 Risk-Transfer System 3

6 Datenübertragungsnetzwerk

61 Worldwide backbone network Internet

7 Gesichertes, cloud-basiertes Netzwerk

71 , 72 7i Dedicated Secure Network 7il Kontrollierter, cloud-bosierter Netzwerkzugang zum Secure Network 71