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Patent Searching and Data


Title:
JEWELRY CLASP
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/014723
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a jewelry clasp having two closure parts (1, 2) made of stainless steel, which have central recesses (5) opening to the common contact surface (4) between the closure parts (1, 2) and cylindrical permanent magnets (6) inserted in said recesses (5) and enclosed by a ferromagnetic shield (7). The aim of the invention is to create advantageous closing conditions. This aim is achieved, according to the invention, in that the ferromagnetic shield (7) comprises a base (10) having a thickness (dB) corresponding at least to the height of the permanent magnets (6) and a sheath (11), the thickness (dM) of said sheath being smaller than the height (h) of the permanent magnets (6), but greater than half the height (h) thereof.

Inventors:
AICHHORN FRIEDRICH PETER (AT)
THAUERBÖCK ROBERT (AT)
AICHHORN CLAUDIA (AT)
Application Number:
PCT/AT2019/060238
Publication Date:
January 23, 2020
Filing Date:
July 17, 2019
Export Citation:
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Assignee:
LANGER GMBH (AT)
International Classes:
A44C5/20
Foreign References:
US20050278903A12005-12-22
US20140000068A12014-01-02
DE102013104625A12014-11-06
AT7531U12005-05-25
DE9011438U11990-10-11
US20140000068A12014-01-02
Attorney, Agent or Firm:
HÜBSCHER, Helmut et al. (AT)
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Claims:
Patentansprüche

1. Schmuckschließe mit zwei Verschlussteilen (1 , 2) aus Edelmetall, die mitti- ge, sich zur gemeinsamen Stoßfläche (4) zwischen den Verschlussteilen (1 , 2) öffnende Ausnehmungen (5) und in diese Ausnehmungen (5) eingesetzte, mit ei- ner ferromagnetischen Schirmung (7) umschlossene, zylindrische Permanent- magneten (6) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die ferromagnetische Schirmung (7) einen Boden (10) mit einer zumindest der Höhe (h) der Perma- nentmagneten (6) entsprechenden Dicke (dß) und einen Mantel (11 ) umfasst, des- sen Dicke (dwi) kleiner als die Höhe (h) der Permanentmagneten (6), aber größer als deren halbe Höhe (h) ist.

2. Schmuckschließe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Di- cke des Mantels (11 ) der ferromagnetischen Schirmung (7) dem 0,7- bis 0,8- Fachen der Höhe (h) der Permanentmagneten (6) entspricht.

3. Schmuckschließe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (11 ) und der Boden (10) der ferromagnetischen Schirmung (7) vonei- nander gesonderte Teile bilden.

4. Schmuckschließe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bo- den (10) der ferromagnetischen Schirmung (7) aus mehreren Platten (12) unter- schiedlicher Durchmesser zusammengesetzt ist.

Description:
Schmuckschließe

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schmuckschließe mit zwei Verschlussteilen aus Edelmetall, die mittige, sich zur gemeinsamen Stoßfläche zwischen den Ver- schlussteilen öffnende Ausnehmungen und in diese Ausnehmungen eingesetzte, mit einer ferromagnetischen Schirmung umschlossene, zylindrische Permanent- magneten aufweisen.

Um das magnetische Streufeld klein zu halten, ist es bei Schmuckschließen mit Permanentmagneten in den beiden Verschlussteilen bekannt (AT 007 531 U 1 ), die Verschlussteile, die die zylindrischen Permanentmagneten in entsprechenden Ausnehmungen aufnehmen, aus einem ferromagnetischen Werkstoff auszubilden, sodass sich ein im Wesentlichen geschlossener ferromagnetischer Kreis für die magnetischen Feldlinien über die geschlossenen Verschlussteile ausbildet. Dieser Umstand steht allerdings dem Einsatz von Edelmetallen für solche Schmuck- schließen entgegen, weil Edelmetalle keine ferromagnetischen Werkstoffe bilden. Damit trotz des Einsatzes von Edelmetallen für magnetische Schmuckschließen die Magnetkräfte besser genützt werden können, wurde bereits vorgeschlagen (DE 90 11 438 U 1 ), die in mittige Ausnehmungen der Verschlussteile aus Edelme- tall eingesetzten scheibenförmigen Permanentmagneten mit einem Eisenblech- mantel zu umgeben, der das Magnetfeld nach außen abschirmt. Die damit ver- bundene Erhöhung der Schließkräfte ist allerdings unbefriedigend.

Hinsichtlich der Schirmung der Permanentmagneten ähnliche Verhältnisse erge- ben sich bei einer anderen bekannten Schmuckschließe (US 2014/0000068 A1 ), die jedoch eine Steckkupplung bildet. Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine magnetische Schmuck- schließe mit Verschlussteilen aus Edelmetall so auszugestalten, dass im Vergleich zum Stand der Technik wesentlich höhere Schließkräfte genützt werden können.

Ausgehend von einer Schmuckschließe der eingangs geschilderten Art löst die Er- findung die gestellte Aufgabe dadurch, dass die ferromagnetische Schirmung ei- nen Boden mit einer zumindest der Höhe der Permanentmagneten entsprechen- den Dicke und einen Mantel umfasst, dessen Dicke kleiner als die Höhe der Per- manentmagneten, aber größer als deren halbe Höhe ist.

Durch diese einfachen konstruktiven Maßnahmen konnte in überraschender Wei- se eine Steigerung der Schließkräfte im Bereich von 50 % erreicht werden. Da die ferromagnetische Schirmung dem Magnetfeld der Permanentmagneten ausge- setzt wird, ordnen sich die Elementarmagneten, die Weißschen Bezirke, der fer- romagnetischen Schirmung in Richtung des Magnetfeldes der Permanentmagne- ten aus, sodass die magnetische Flussdichte in der Schirmung im Vergleich zum Magnetfeld der Permanentmagneten erhöht wird. Wegen der Dimensionierung der Schirmung wird eine Sättigung weitgehend vermieden und eine Bündelung der Feldlinien erreicht, wodurch die überraschende Wirkung der Schließkraftsteige- rung erklärt wird.

Besonders vorteilhafte Bedingungen ergeben sich in diesem Zusammenhang, wenn die Dicke des Mantels der ferromagnetischen Schirmung dem 0,7- bis 0,8- Fachen der Höhe der Permanentmagneten entspricht, wodurch die Feldlinien eine Bündelung erfahren, die eine genaue gegenseitige zentrische Ausrichtung der beiden Verschlussteile sicherstellt.

Der Boden der Schirmung kann mit dem Mantel einstückig ausgebildet sein, einfa- chere Herstellungsbedingungen ergeben sich allerdings, wenn der Mantel und der Boden der ferromagnetischen Schirmung voneinander gesonderte Teile bilden. Da Schmuckschließen häufig eine kugelige Form aufweisen, kann durch einen Boden der Schirmung, der aus mehreren Platten unterschiedlicher Durchmesser zusam- mengesetzt ist, in einfacher Art eine Anpassung der Schirmung an die Kugelform erreicht werden.

In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zei- gen

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Schmuckschließe in einem Längsschnitt und Fig. 2 einen Verschlussteil einer abgewandelten erfindungsgemäßen Schmuck- schließe.

Die Schmuckschließe nach der Fig. 1 weist zwei halbkugelförmige Verschlussteile 1 , 2 aus Edelmetall, beispielsweise Silber, auf, die in übereinstimmender Weise eine Anschlussöse 3 sowie eine zur gemeinsamen Stoßfläche 4 offene Ausneh- mung 5 zum Einsetzen eines zylindrischen Permanentmagneten 6 aufweisen. Diese scheibenförmigen Permanentmagneten 6 sind von einer ferromagnetischen Schirmung 7 umschlossen, mit der zusammen sie in die Ausnehmung 5 eingesetzt und in der Ausnehmung festgehalten werden, beispielsweise durch eine Klebung. Die offene Seite der Ausnehmung 5 ist mit einer dünnen Deckscheibe 8 abge- deckt, die wie die Verschlussteile 1 , 2 aus Edelmetall gefertigt und beispielsweise durch einen umlaufenden Bördelrand 9 der Ausnehmung 5 wasserdicht befestigt ist. Die beiden übereinstimmend aufgebauten Verschlussstücke 1 , 2 unterschei- den sich lediglich durch die gegensinnige Polarität der Permanentmagneten 6.

Die ferromagnetische Schirmung 7 bildet nach Fig. 1 einen den Permanentmagne- ten 6 aufnehmenden Topf mit einem Boden 10 und einem Mantel 1 1 . Während die Dicke dß des Bodens 10 zumindest der Höhe h des Permanentmagneten 6 ent- spricht, ist die Dicke dM des Mantels 1 1 kleiner als diese Höhe h, aber größer als 0,5h. Aufgrund der Verhältnisse dB ^ h und 0,5h < dM < h, vorzugsweise werden dß = 1 , 1 h und dM = 0,7h - 08h gewählt, kann beispielsweise bei einem Einsatz von Permanentmagneten N52 auf Basis von Neodym mit einem Durchmesser von 6 mm und einer Höhe h = 1 ,5 mm die Schließkraft der Schmuckschließe im Ver- gleich zu einer Schirmung aus einem 0,5 mm dicken Eisenblech von ca. 800 g um 50 % auf ca. 1200 g gesteigert werden. Zum Unterschied zu der Ausführungsform nach der Fig. 1 weist die Schirmung 5 gemäß dem Ausführungbeispiel nach der Fig. 2 einen vom Mantel 11 gesonderten Boden 10 auf, der wiederum aus mehreren Platten 12 unterschiedlicher Durch- messer zusammengesetzt sein kann, um eine einfache Anpassungsmöglichkeit an die kugelige Form der Schließsteile 1 , 2 zu erreichen. Die Größenverhältnisse der Schirmung 7 bleiben im Wesentlichen gleich und bringen auch gleiche Wirkungen mit sich.