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Title:
KNOCK-OFF DEVICE FOR A FIREARM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/103651
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a knock-off device (4) for a firearm (1), comprising a component carrier (9) and a trigger slide (10) which is mounted therein in a linear displaceable manner and has a trigger (3), wherein the trigger slide (10) can be blocked by a movable securing element (22) and carries on an extension (13) a trigger catch (14) for a hammer (15). According to the invention, the extension (13) is formed with the trigger catch (14) as a pawl which is resiliently mounted on the trigger slide (10) and behind which the hammer (15) can be locked.

Inventors:
HÖSZ CHRISTIAN (AT)
Application Number:
PCT/AT2014/050270
Publication Date:
July 16, 2015
Filing Date:
November 11, 2014
Export Citation:
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Assignee:
STEYR MANNLICHER GMBH (AT)
International Classes:
F41A19/10; F41A17/46; F41A19/44; F41A19/45
Foreign References:
DE574915C1933-04-21
US2804809A1957-09-03
US1077103A1913-10-28
US4664015A1987-05-12
US2549797A1951-04-24
US1972763A1934-09-04
US4109559A1978-08-29
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
WEISER, ANDREAS (AT)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Abschlagvorrichtung für eine Feuerwaffe (1) , umfassend einen Komponententräger (9) und einen daran linearver- schieblich gelagerten Abzugsschieber (10) mit einem Abzugszün- gel (3) , wobei der Abzugsschieber (10) durch ein bewegliches Sicherungselement (22) blockierbar ist und an einem Fortsatz (13) eine Abzugsrast (14) für einen Schlaghammer (15) trägt, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (13) mit der Abzugs - rast (14) als eine am Abzugsschieber (10) federnd gelagerte Klinke ausgebildet, ist, hinter der der Schlaghammer (15) ver- rastbar ist.

2. Abschlagvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abzugsschieber (10) einen Anschlag (20) für eine Nase (21) des Fortsatzes (13) hat, welcher Anschlag (20) die Schwenkbewegung des Fortsatzes (13) begrenzt.

3. Abschlagvorrichtung nach .Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz (13) einen zweiarmigen Hebel bildet, an dessen einem Arm (18') die Abzugsrast, (14) ausgebil- det ist und an dessen anderem Arm (18") ein im Abzugsschieber (10) geführter federbeaufschlagter Stift (19) angreift.

4. Abschlagvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (22) eine im Komponententräger (9) quer zum Abzugsschieber (10) verlaufende Exzenterwelle ist.

Description:
Abschlagvorrichtung für eine Feuerwaffe

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abschlagvorrichtung für eine Feuerwaffe, umfassend einen Komponententräger und einen daran linearverschieblich gelagerten Abzugsschieber mit einem Abzugszüngel , wobei der Abzugsschieber durch ein bewegli- ches Sicherungselement blockierbar ist und an einem Fortsatz eine Abzugsrast für einen Schlaghammer trägt .

Derartige Abschlagvorrichtungen werden z.B. bei den weit verbreiteten Axmeegewehren der Typen AR-10/15 oder Steyr AUG eingesetzt. Die Abzugsrast hält den federgespannten Schlaghammer vor dem Abschlagen der Patrone zurück und gibt ihn bei Betätigung des Abzugszüngeis zum Abschlagen, d.h. zur Schussauslösung, frei. Nach dem Abschlagen wird der Schlaghammer zur Vorbereitung des nächsten Abschlagens manuell oder bei halbautomatischen und automatischen Feuerwaffen durch Gasdruck entgegen seiner Federkraft gespannt und wieder an der Abzugsrast verrastet, entweder indem der Abzugsschieber mit der Abzugsrast durch den Schlaghammer kurzzeitig ausgerückt, wird oder nach der Schussabgabe auf den von einer Halteklinke („Unterbrecher") temporär gefangenen Schlaghammer 'wieder einrückt. Beides erfordert eine Beweglichkeit des Abzugsschiebers für den Spannvorgang .

Zum Sichern der Feuerwaffe gegen unbeabsichtiges Abschlagen wird das Sicherungselement in eine Stellung bewegt, in "welcher es den Abzugsschieber blockiert. Dies ist sowohl bei gespanntem Schlaghammer als auch im abgeschlagenen Zustand der Waffe möglich, in letzterem Fall kann der Schlaghammer jedoch nicht gespannt werden, weil der Abzugsschieber blockiert ist. Will man die Feuerwaffe stets einsatzbereit halten, so ist der Schlaghammer vor dem Sichern zu spannen und bleibt dann im gesicherten Zustand gespannt.

Die Erfindung setzt sich zum Ziel, eine Abschlagvorrichtung für eine Feuerwaffe zu schaffen, welche, wenn sie im abgeschlagenen Zustand des Schlaghammers gesichert wird, dennoch nach dem Entsichern sofort erneut abgeschlagen Vierden kann.

Dieses Ziel wird erfindungsgemäß mit einer Abschlagvorrichtung der einleitend genannten Art erreicht, die sich dadurch auszeichnet, dass der Fortsatz mit der Abzugsrast als eine am Abzugsschieber federnd gelagerte Klinke ausgebildet ist, hinter der der Schlaghammer verrastbar ist.

Auf diese Weise ist. ein Spannen des Schlaghammers möglich, auch wenn der Abzugsschieber durch das Sicherungselement blo- ckiert ist, d.h. die Feuerwaffe gesichert ist. Die abgeschlagene, gesicherte Waffe kann jederzeit, z.B. beim Aufnehmen im Einsatzfall, vorbereitend gespannt werden, wonach sie beim Entsichern ohne jedweden Zeitverlust und ohne störende Geräuschentwicklung durch das Spannen sofort zum erneuten Abschlagen bereit ist. Zugleich wird dadurch die Abschlagvorrichtung geschont, da sie nicht dauerhaft unter Spannung steht.

Um dem Fortsatz einen stabilen, klar festgelegten Sitz beim Abschlagen zu geben, ist es besonders vorteilhaft, wenn der Abzugsschieber einen Anschlag für eine Nase des Fortsatzes hat, welcher Anschlag die Schwenkbewegung des Fortsatzes begrenzt .

Besonders bevorzugt bildet der Fortsatz einen zweiarmigen Hebel, an dessen einem Arm die Abzugsrast ausgebildet ist und an dessen anderem Arm ein im Abzugsschieber geführter federbeaufschlagter Stift angreift. Dadurch kann die Kraft, beim Ver- rasten der Abzugsrast am Schlaghammer durch Wahl der Härte der Feder des Stifts beliebig angepasst werden. Der am genannten anderen Arm angreifende Stift führt dort zu einer auch gegenüber Verschmutzung der Feuerwaffe unempfindlichen Angriffsfläche .

Günstig ist es, wenn das Sicherungselement eine im Komponententräger quer zum Abzugsschieber verlaufende Exzenterwelle ist. Eine solche Exzenterwelle bildet ein bewährtes Sicherungselement, welches beim Verdrehen den Abzugsschieber sicher in seine blockierte Stellung bringt und dort hält und ferner beispielsweise an der Gehäuseaußenseite über einen seitlichen Flügel einfach bedienbar ist. Dabei ist zugleich die Stellung des Sicherungselements an jener des Flügels ablesbar.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 eine Feuerwaffe mit einer Abschlagvorrichtung gemäß der Erfindung in einer ausschnittsweisen Seitenansicht; und

die Fig. 2 bis 5 die Abschlagvorrichtung der Feuerwaffe von Fig. 1 mit gespanntem Schlaghammer (Fig. 2) , beim Freigeben des Schlaghammers durch die Abzugsrast (Fig. 3) , nach dem Ab- schlagen (Fig. 4) und beim Spannen des Schlaghammers im gesicherten Zustand (Fig. 5} , jeweils in teilweise geschnittener Seitenansicht .

Gemäß Fig. 1 hat eine Feuerwaffe 1 - z.B. ein halb- oder vollautomatisches Sturmgewehr, ein Jagdgewehr, eine Pistole, Maschinenpistole od.dgl. - ein Gehäuse 2, aus welchem ein Ab- zugszüngel 3 einer darin untergebrachten Abschlagvorrichtung 4 herausragt. Das Gehäuse 2 trägt ferner einen Griffteil 5 und (jeweils nur im Ansatz dargestellt) einen Lauf 6 und einen Schaft 7. Ein Sicherungsflügel 8 an der Außenseite des Gehäuses 2 kann zum Sichern der Abschlagvorrichtung 4 manuell verdreht werden, wie im Folgenden anhand der Fig. 2 bis 5 näher erläutert .

Gemäß den Fig. 2 bis 5 ist an einem Komponententräger 9 der Abschlagvorrichtung 4 ein Abzugsschieber 10 mit. dem davon auskragenden Abzugszüngel 3 linearverschieblich gelagert. Zur Begrenzung seiner Linearbewegung hat der Abzugsschieber 10 ein Langloch 11, welches von einem Zapfen 12 des Komponententrägers 9 quer durchsetzt ist. Der Abzugsschieber 10 ist in Richtung seiner in Fig. 2 dargestellten vorderen ( laufseifigen) Stellung federbeaufschlagt. Der Abzugsschieber 10 könnte alternativ seitliche Zapfen zur Linearführung in Nuten des Komponententrägers 9 haben oder überhaupt ein geeignet angeordneter, schwenkbarer Abzugshebel sein (nicht dargestellt) .

Der Abzugsschieber 10 hat an seiner dem Lauf 6 abgewandten Seite einen Fortsatz 13 mit einer Abzugrast 14, an welcher ein Schlaghammer 15 mit einem Vorsprung 16 in der gespannten Stel- lung (Fig. 2) verrastbar ist. Anstelle des Vorsprungs 16 könnte am Schlaghammer 15 z.B. eine Kerbe zum Verrasten hinter der Abzugsrast 14 ausgebildet sein oder der Schlaghammer 15 direkt hinter einer passend geformten Abzugsrast 14 verrasten.

Der Fortsatz 13 mitsamt der Abzugsrast 14 ist als eine am Abzugsschieber 10 bei 17 schwenkbar gelagerte und federbeaufschlagte Klinke ausgebildet, hinter welcher der Schlaghammer 15 zur Verrastung einklinken bzw. einschnappen kann. Zur Federbeaufschlagung des Fortsatzes 13 in Richtung nach vorne, zum Schlaghammer 15 hin, ist der Fortsatz 13 als zweiarmiger Hebel angeführt, dessen einer Arm 18' die Abzugsrast 14 trägt und an dessen anderem Arm 18" ein im Abzugsschieber 10 geführter, federbeaufschlagter Stift 19 angreift. Um die Schwenkbewegung des Fortsatzes 13 zu begrenzen, kann der Abzugsschieber 10 einen Anschlag 20 für eine Nase 21 des Fortsatzes 13 haben (Fig. 5) .

Ein Sicherungselement 22, im dargestellten Beispiel eine Exzenterwelle, ist im Komponententräger 9 quer zum Abzugsschieber 10 gelagert und mit Hilfe des Sicherungsflügels 8 in verschiedene Verdrehstellungen versetzbar, u.zw. eine entsicherte Stellung (Fig. 2 - 4), in welcher die Exzenterwelle 22 dem Abzugsschieber 10, genauer einem rückwärtigen Vorsprung 23 desselben, eine Aussparung 24 zur freien Bewegung des Abzugsschiebers 10 darbietet, und eine gesicherte Stellung (Fig. 5), in welcher die Exzenterwelle 22 am Vorsprung 23 anliegt und dadurch den Abzugsschieber 10 in seiner vorderen ( laufseitigen) Stellung blockiert. Das Sicherungselement 22 könnte alternativ auch ein z.B. ebenfalls quer zum Abzugsschieber 10 verlaufender Schieber mit der genannten Funktionalität sein.

Zum Abschlagen wird gemäß Fig. 3 das Abzugszüngel 3 mit dem Abzugsschieber 10 entgegen dessen Federbeaufschlagung gezogen, bis der Vorsprung 23 am Sicherungselement 22 anläuft. Dabei gibt, die Abzugsrast 14 den Vorsprung 16 des Schlaghammers 15 frei, welcher daraufhin federbeaufschlagt abschlägt und auf eine Zündnadel 25 trifft (Fig. 4), die in einem Verschlussträger 26 gelagert ist (Fig. 5) .

Zum Neuspannen der Feuerwaffe 1 'wird der Schlaghammer 15 von dem - manuell oder durch die Verbrennungsgase des soeben abgegebenen Schusses betätigten - Verschlussträger 26 zurück nach unten gedrückt, u.zw. bis zunächst ein federnd gelagerter Unterbrecher 27 den Schlaghammer 15 vorübergehend fängt, 'welcher dann von dem nach vorne rückkehrenden Abzugsschieber 10 mit der Klinke aus Fortsatz 13 und Abzugsrast 14 abgelöst wird.

Im gesicherten Zustand der Abschlagvorrichtung 4 gemäß Fig. 5 kann der Schlaghammer 15 aufgrund der schwenkbaren Lagerung des Fortsatzes 13 - trotz Blockierung des Abzugsschiebers 10 - gespannt werden, indem er mit seinem Vorsprung 16 den Fortsatz 13 wegschwenkt . Dazu sind der Vorsprung 16 und/oder der Kopf des Fortsatzes 13 mit einer entsprechenden Abschrägung oder Abrundung versehen, um das Wegschwenken der Klinke aus Fortsatz 13 und Abzugsrast 14 zu ermöglichen. Der Schlaghammer 15 ist dann hinter der Klinke verrastet und gespannt, der Abzugsschieber 10 verharrt dabei in seiner durch das Sicherungs- element 22 blockierten Stellung. Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungs- formen beschränkt, sondern umfasst alle Varianten, Kombinationen und Modifikationen, die in den Rahmen der angeschlossener Ansprüche fallen.