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Title:
LAYING CASSETTE FOR STRUCTURAL STEEL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/141119
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a laying cassette (14) for transporting straight wire rods (5), comprising at least one bearing (2) for supporting the wire rod (5), wherein a number of cassette shafts (14.3) arranged one behind the other in the Y direction are provided, wherein the respective cassette shaft (14.3) is delimited in the Y direction by two shaft walls (1) running in the vertical Z direction and has, between the two shaft walls (1), a feed opening (14.1) into which the respective wire rod (5) can be inserted from a horizontal transporting direction downwards in the Z direction into the respective cassette shaft (14.3) and can be placed onto the bearing (2), wherein a discharge opening (14.2) is provided, by way of which the wire rod (5) can be transferred downwards in the vertical Z direction to further-processing machine and plant parts, and therefore the bearing (2) is formed by a guide plate (2), which is positioned in a placed-on first position L1 in relation to a shaft wall formed as a baffle plate (1), and therefore the wire rod (5) can, under the force of its weight, be made to lie against the baffle plate (1) by sliding over the guide plate (2), and a bearing (2) for the wire rod (5) is formed by the guide plate (2) and the baffle plate (1), wherein the guide plate (2) can be brought into a second position L2, and the guide plate (2) in the position L2 exposes the discharge opening (14.2) for the wire rod (5) downwards in the Z direction, wherein the wire rod (5) can be made to lie against the baffle plate (1) until it leaves the cassette shaft (14.3).

Inventors:
LIPPERT JÖRG (DE)
MACHAUER RALPH (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/086758
Publication Date:
July 09, 2020
Filing Date:
December 20, 2019
Export Citation:
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Assignee:
LIPPERT JOERG (DE)
MACHAUER RALPH (DE)
International Classes:
B28B23/02; B21F23/00; E04C5/01; E04C5/04
Domestic Patent References:
WO1996034727A21996-11-07
Foreign References:
FR2392790A11978-12-29
DE19613804A11997-10-09
DE3932810C21995-05-18
Attorney, Agent or Firm:
STT SOZIETÄT THEWS & THEWS (DE)
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Claims:
Patentansprüche 1. Verlegekassette (14) zum Transport von Drahtstäben (5) mit mindestens einem Lager (2) zur Auflage des Drahtstabs (5), wobei mehrere in Y- Richtung hintereinander angeordnete Kassettenschächte (14.3) vorgesehen sind, wobei der jeweilige Kassettenschacht (14.3) in Y-Richtung durch zwei in vertikale Z-Richtung verlaufende Schachtwände (1 ) begrenzt ist und eine Einlegeöffnung (14.1 ) zwischen beiden Schachtwänden (1 ) aufweist, in die der jeweilige Drahtstab (5) aus horizontaler Transportrichtung nach unten in Z-Richtung in den jeweiligen Kassettenschacht (14.3) ein führbar und auf das Lager (2) auflegbar ist, wobei eine Ausgabeöffnung (14.2) vorgesehen ist, über die der Drahtstab (5) in vertikale Z- Richtung nach unten an weiterverarbeitende Maschinen- und Anlagenteile übergeben werden kann, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Lager (2) gebildet ist durch ein Leitblech (2), das gegenüber einer als Prallblech (1 ) ausgebildeten Schachtwand in einer angestellten ersten Po sition L1 positioniert ist, so dass der Drahtstab (5) aufgrund seiner Gewichtskraft über das Leitblech (2) gleitend gegen das Prallblech (1) anlegbar ist und durch das Leitblech (2) und das Prallblech (1 ) ein Lager (2) für den Drahtstab (5) gebildet ist, wobei das Leitblech (2) in eine zweite Position L2 bringbar ist, und das Leitblech (2) in der Position L2 die Ausgabeöffnung (14.2) für den Drahtstab (5) nach unten in Z-Richtung frei gibt, wobei der Drahtstab (5) bis zum Verlassen des Kassetten

schachts (14.3) gegen das Prallblech (1 ) anlegbar ist. 2. Verlegekassette (14) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein in einer X-Y-Ebene liegender Rahmen (11 ) vorgesehen ist, in dem mehrere Seile (3) in X-Richtung gespannt sind, wobei zwei Seilebenen (3.1, 3.2) in Z-Richtung übereinander vorgesehen sind, wobei zwei in Z-Richtung übereinander liegende Seile (3) der jeweiligen Seilebene (3.1 , 3.2) ein Seilpaar (3.3) bilden, wobei die Seilpaare (3.3) in Y-Richtung in einem Rastermaß b innerhalb des Rahmens (11 ) angeodnet sind.

3. Verlegekassette (14) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass an dem jeweiligen Seilpaar (4.3) das in Z-Richtung ausgerichtete Prallblech (1) befestigt ist.

4. Verlegekassette (14) nach Anspruch 2 oder 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass an dem jeweiligen Seil (3) der oberen Seilebene (3.1) das Leit blech (2) schwenkbar befestigt ist,

5. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass an einem Seilpaar (3.3) mehrere Prallbleche (1) vorgesehen sind, die in Z-Richtung mit Abstand k1 zueinander angeordnet sind und dass an einem Seil (3) der oberen Seilebene (3.1) mehrere Leitbleche (2) vorgesehen sind, die in Z-Richtung mit Abstand k2 zueinander angeordnet sind.

6. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein Steuerseil (4) vorgesehen ist, das in X-Richtung im Rahmen (11) gespannt ist, wobei das Steuerseil (4) in Y-Richtung verschiebbar gelagert ist. 7. Verlegekassette (14) nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass zwei in Y-Richtung verlaufende Steuerwellen (7) mit mehreren in X- Richtung verlaufenden Ausnehmungen (7.1) vorgesehen sind, wobei das jeweilige Steuerseil (4) endseitig durch die jeweilige Ausnehmungen (7.1) der jeweiligen Steuerwellen (7) geführt ist, wobei durch einen in Y- Richtung gerichteter Versatz der Steuerwellen (7) für alle Steuerseile (4) ein korrespondierender Versatz in Y-Richtung innerhalb des Rahmens (11 ) ausführbar ist.

8. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Leitblech (2) eine Seilaufnahme (2.1) aufweist, durch die zumindest ein in eine Y-Richtung wirkender Formschluss zwischen dem Steuerseil (4) und dem Leitblech (2) gewährleistet ist.

9. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Rahmen (1)1 ein Haupt- sowie ein Seitenlaufwerk (12, 13) auf weist.

10. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Prallbleche (1) in Z-Richtung einen Abstand k1 zueinander aufweisen, mit 60 cm <= K1 <= 100 cm oder 30 cm <= K1 <= 60 cm oder 10 cm <= K1 <= 30 cm und/oder dass die Leitbleche (2) in Z-Richtung einen Abstand k2 zueinander aufweisen, mit 60 cm <= K1 <= 100 cm oder 30 cm <= K1 <= 60 cm oder 10 cm <= K1 <= 30 cm.

11. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Prallbleche (1 ) und/oder die Leitbleche (2) lösbar am jeweiligen Seil (3) befestigt oder eingehängt sind. 12. System bestehend aus mehreren Verlegekassetten (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die im Umlaufsystem eingesetzt werden, bei dem mindestens zwei Verlegekassetten (14) zwischen den folgenden Stationen bewegt werden:

Station B, die Startposition zur Beschickung

Station C, Pufferstation für eine beschickte Kassette

Station D, Übergabestation

Station E, Pufferstation für leere Kassetten.

13. Verfahren zum Beschicken von weiterverarbeitenden Maschinen- und Anlagenteile, wie Betonierpaletten oder Mattenschweißanlagen mit Drahtstäben 5, bei dem der jeweilige Drahtstab (5) von oben in eine Einlegeöff- nung (14.1) einer Verlegekassette (14) eingebracht wird und auf ein Lager (2) innerhalb der Verlegekassette (14) aufgelegt wird, wobei der jeweilige Drahtstab (5) über eine Ausgabeöffnung (14.2) in vertikale Transportrichtung aus der Verlegekassette (14) an weiterverarbeitende Maschinen- und Anlagenteile übergeben wird,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein Prallblech (1) und ein gegenüber dem Prallblech (1) angestelltes Leitblech (2) vorgesehen sind und das Leitblech (2) zur Freigebe der Aus gabeöffnung (14.2) versetzt oder verschwenkt wird, sodass die Ausgabeöffnung (14.2) auf ein Maß F vergrößert wird.

14. Verfahren nach Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass während der Versetz- oder Verschwenkbewegung des Leitblechs (2) der Drahtstab (5) an dem Prallblech (1) entlang geführt wird bis er aus der Ausgabeöffnung (14.2) heraus fällt.

GEÄNDERTE ANSPRÜCHE

beim Internationalen Büro eingegangen am 22 Juni[ 2020 (22.06.20)

Patentansprüche

1. Verlegekassete (14) zum Transport von Drahtstäben (5) mit mindestens einem Lager (2) zur Auflage des Drahtstabs (5), wobei mehrere in Y- Richtung hintereinander angeordnete Kassetenschächte (14.3) vorgesehen sind, wobei der jeweilige Kassetenschacht (14.3) in Y-Richtung durch zwei in vertikale Z-Richtung verlaufende Schachtwände (1 ) begrenzt ist und eine Einlegeöffnung (14.1 ) zwischen beiden Schachtwänden (1 ) aufweist, in die der jeweilige Drahtstab (5) aus horizontaler Transportrichtung nach unten in Z-Richtung in den jeweiligen Kassetenschacht (14.3) einführbar und auf das Lager (2) auflegbar ist, wobei eine Ausgabeöffnung (14.2) vorgesehen ist, über die der Drahtstab (5) in vertikale Z- Richtung nach unten an weiterverarbeitende Maschinen- und Anlagenteile übergeben werden kann, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Lager (2) gebildet ist durch ein Leitblech (2), das gegenüber einer als Prallblech (1 ) ausgebildeten Schachtwand in einer angestellten ersten Position L1 positioniert ist, so dass der Drahtstab (5) aufgrund seiner Gewichtskraft über das Leitblech (2) gleitend gegen das Prallblech (1 ) anlegbar ist und durch das Leitblech (2) und das Prallblech (1 ) ein Lager (2) für den Drahtstab (5) gebildet ist, wobei das Leitblech (2) in eine zweite Position L2 bringbar ist, und das Leitblech (2) in der Position L2 die Ausgabeöffnung (14.2) für den Drahtstab (5) nach unten in Z-Richtung frei gibt, wobei der Drahtstab (5) bis zum Verlassen des Kassetenschachts (14.3) gegen das Prallblech (1 ) anlegbar ist, wobei das Leitblech (2) eine Seilaufnahme (2.1) aufweist, durch die zumindest ein in eine Y-Richtung wirkender Formschluss zwischen einem Steuerseil (4) und dem in einer Sperrposition L1 befindlichen Leitblech (2) möglich ist.

2. Verlegekassette (14) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein in einer X-Y-Ebene liegender Rahmen (11) vorgesehen ist, in dem mehrere Seile (3) in X-Richtung gespannt sind, wobei zwei Seilebenen (3.1 , 3.2) in Z-Richtung übereinander vorgesehen sind, wobei zwei in Z-Richtung übereinander liegende Seile (3) der jeweiligen Seilebene (3.1 , 3.2) ein Seilpaar (3.3) bilden, wobei die Seilpaare (3.3) in Y-Richtung in einem Rastermaß b innerhalb des Rahmens (11 ) angeodnet sind.

3. Verlegekassette (14) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass an dem jeweiligen Seilpaar (4.3) das in Z-Richtung ausgerichtete Prallblech (1) befestigt ist.

4. Verlegekassette (14) nach Anspruch 2 oder 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass an dem jeweiligen Seil (3) der oberen Seilebene (3.1) das Leitblech (2) schwenkbar befestigt ist.

5. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass an einem Seilpaar (3.3) mehrere Prallbleche (1) vorgesehen sind, die in Z-Richtung mit Abstand k1 zueinander angeordnet sind und dass an einem Seil (3) der oberen Seilebene (3.1) mehrere Leitbleche (2) vorgesehen sind, die in Z-Richtung mit Abstand k2 zueinander angeordnet sind.

6. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein Steuerseil (4) vorgesehen ist, das in X-Richtung im Rahmen (11) gespannt ist, wobei das Steuerseil (4) in Y-Richtung verschiebbar gelagert ist.

7. Verlegekassete (14) nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass zwei in Y-Richtung verlaufende Steuerwellen (7) mit mehreren in X- Richtung verlaufenden Ausnehmungen (7.1) vorgesehen sind, wobei das jeweilige Steuerseil (4) endseitig durch die jeweilige Ausnehmungen (7.1) der jeweiligen Steuerwellen (7) geführt ist, wobei durch einen in Y- Richtung gerichteter Versatz der Steuerwellen (7) für alle Steuerseile (4) ein korrespondierender Versatz in Y-Richtung innerhalb des Rahmens (11 ) ausführbar ist.

8. Verlegekassete (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 78,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Rahmen (1)1 ein Haupt- sowie ein Seitenlaufwerk (12, 13) auf weist. 9. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 89,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Prallbleche (1) in Z-Richtung einen Abstand k1 zueinander aufweisen, mit 60 cm <= K1 <= 100 cm oder 30 cm <= K1 <= 60 cm oder 10 cm <= K1 <= 30 cm und/oder dass die Leitbleche (2) in Z-Richtung einen Abstand k2 zueinander aufweisen, mit 60 cm <= K1 <= 100 cm oder 30 cm <= K1 <= 60 cm oder 10 cm <= K1 <= 30 cm. 10. Verlegekassete (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 949, dadurch gekennzeichnet,

dass die Prallbleche (1 ) und/oder die Leitbleche (2) lösbar am jeweiligen Seil (3) befestigt oder eingehängt sind.

11. System bestehend aus mehreren Verlegekassetten (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die im Umlaufsystem eingesetzt werden, bei dem mindestens zwei Verlegekassetten (14) zwischen den folgenden Stationen bewegt werden:

Station B, die Startposition zur Beschickung

Station C, Pufferstation für eine beschickte Kassette

Station D, Übergabestation

Station E, Pufferstation für leere Kassetten. 12. Verfahren zum Beschicken von weiterverarbeitenden Maschinen- und Anlagenteile, wie Betonierpaletten oder Mattenschweißanlagen mit Drahtstäben 5, bei dem der jeweilige Drahtstab (5) von oben in eine Einle- geöffnung (14.1) einer Verlegekassette (14) eingebracht wird und auf ein Lager (2) innerhalb der Verlegekassette (14) aufgelegt wird, wobei der jeweilige Drahtstab (5) über eine Ausgabeöffnung (14.2) in vertikale Transportrichtung aus der Verlegekassette (14) an weiterverarbeitende Maschinen- und Anlagenteile übergeben wird,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein Prallblech (1) und ein gegenüber dem Prallblech (1) angestelltes Leitblech (2) vorgesehen sind, das -in einer Sperrposition L1 über einen Formschluss mit einem Steuerseil (4) gehalten wird, wobei und das Leitblech (2) zur Freigaebe der Ausgabeöffnung (14.2) versetzt oder verschwenkt wird, sodass die Ausgabeöffnung (14.2) auf ein Maß F vergrößert wird. 13. Verfahren nach Anspruch 123,

dadurch gekennzeichnet,

dass während der Versetz- oder Verschwenkbewegung des Leitblechs (2) der Drahtstab (5) an dem feststehenden Prallblech (1) entlang geführt wird bis er aus der Ausgabeöffnung (14.2) heraus fällt. Patentansprüche 1. Verlegekassette (14) zum Transport von Drahtstäben (5) mit mindestens einem Lager (2) zur Auflage des Drahtstabs (5), wobei mehrere in Y- Richtung hintereinander angeordnete Kassettenschächte (14.3) vorgesehen sind, wobei der jeweilige K ssettenschacht (14.3) in Y-Richtung durch zwei in vertikale Z-Richtung aufende Schachtwände (1 ) begrenzt ist und eine Einlegeöffnung (14.1 ) zwischen beiden Schachtwänden (1 ) aufweist, in die der jeweilige Drahtstab (5) aus horizontaler Transport richtung nach unten in Z-Richtung in den jeweiligen Kassettenschacht (14.3) einführbar und auf das Lager (2) auflegbar ist, wobei eine Ausgabeöffnung (14.2) vorgesehen ist, über die der Drahtstab (5) in vertikale Z- Richtung nach unten an weiterverarbeitende Maschinen- und Anlagenteile übergeben werden kann, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Lager (2) gebildet ist durch ein Leitblech (2), das gegenüber einer als Prallblech (1 ) ausgebildeten Schachtwand in einer angestellten ersten Position L1 positioniert ist, so dass der Drahtstab (5) aufgrund seiner Gewichtskraft über das Leitblech (2) gleitend gegen das Prallblech (1 ) anlegbar ist und durch das Leitblech (2) und das Prallblech (1 ) ein Lager (2) für den Drahtstab (5) gebildet ist, wobei das Leitblech (2) in eine zweite Position L2 bringbar ist, und das Leitblech (2) in der Position L2 die Ausgabeöffnung (14.2) für den Drahtstab (5) nach unten in Z-Richtung frei gibt, wobei der Drahtstab (5) bis zum Verlassen des Kassettenschachts (14.3) gegen das Prallblech (1 ) anlegbar ist, wobei das Leitblech (2) eine Seilaufnahme (2.1 ) aufweist, durch die zumindest ein in eine Y-Richtung wirkender Fomnschluss zwischen einem Steuerseil (4) und dem in einer Sperrposition L1 befindlichen Leitblech (2) möglich ist.

2. Verlegekassette (14) nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein in einer X-Y-Ebene liegender Rahmen (11 ) vorgesehen ist, in dem mehrere Seile (3) in X-Richtung gespannt sind, wobei zwei Seilebenen (3.1 , 3.2) in Z-Richtung übereinander vorgesehen sind, wobei zwei in Z-Richtung übereinander liegende Seile (3) der jeweiligen Seilebene (3.1 , 3.2) ein Seilpaar (3.3) bilden, wobei die Seilpaare (3.3) in Y-Richtung in einem Rastermaß b innerhalb des Rahmens (11 ) angeodnet sind.

3. Verlegekassette (14) nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass an dem jeweiligen Seilpaar (4.3) das in Z-Richtung ausgerichtete Prallblech (1) befestigt ist.

4. Verlegekassette (14) nach Anspruch 2 oder 3,

dadurch gekennzeichnet,

dass an dem jeweiligen Seil (3) der oberen Seilebene (3.1) das Leitblech (2) schwenkbar befestigt ist.

5. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,

dadurch gekennzeichnet,

dass an einem Seilpaar (3.3) mehrere Prallbleche (1) vorgesehen sind, die in Z-Richtung mit Abstand k1 zueinander angeordnet sind und dass an einem Seil (3) der oberen Seilebene (3.1) mehrere Leitbleche (2) vorgesehen sind, die in Z-Richtung mit Abstand k2 zueinander angeordnet sind.

6. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein Steuerseil (4) vorgesehen ist, das in X-Richtung im Rahmen (11) gespannt ist, wobei das Steuerseil (4) in Y-Richtung verschiebbar gelagert ist.

7. Verlegekassette (14) nach Anspruch 6,

dadurch gekennzeichnet,

dass zwei in Y-Richtung verlaufende Steuerwellen (7) mit mehreren in X- Richtung verlaufenden Ausnehmungen (7.1) vorgesehen sind, wobei das jeweilige Steuerseil (4) endseitig durch die jeweilige Ausnehmungen (7.1) der jeweiligen Steuerwellen (7) geführt ist, wobei durch einen in Y- Richtung gerichteter Versatz der Steuerwellen (7) für alle Steuerseile (4) ein korrespondierender Versatz in Y-Richtung innerhalb des Rahmens (11 ) ausführbar ist.

8. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 2 bis 7,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Rahmen (1)1 ein Haupt- sowie ein Seitenlaufwerk (12, 13) auf weist.

9. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Prallbleche (1) in Z-Richtung einen Abstand k1 zueinander aufweisen, mit 60 cm <= K1 <= 100 cm oder 30 cm <= K1 <= 60 cm oder 10 cm <= K1 <= 30 cm und/oder dass die Leitbleche (2) in Z-Richtung ei nen Abstand k2 zueinander aufweisen, mit 60 cm <= K1 <= 100 cm oder 30 cm <= K1 <= 60 cm oder 10 cm <= K1 <= 30 cm.

10. Verlegekassette (14) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Prallbleche (1) und/oder die Leitbleche (2) lösbar am jeweiligen Seil (3) befestigt oder eingehängt sind.

11. System bestehend aus mehreren Verlegekassetten (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die im Umlaufsystem eingesetzt werden, bei dem mindestens zwei Verlegekassetten (14) zwischen den folgenden Sta tionen bewegt werden:

Station B, die Startposition zur Beschickung

Station C, Pufferstation für eine beschickte Kassette

Station D, Übergabestation

Station E, Pufferstation für leere Kassetten.

12. Verfahren zum Beschicken von weiterverarbeitenden Maschinen- und Anlagenteile, wie Betonierpaletten oder Mattenschweißanlagen mit Drahtstä ben 5, bei dem der jeweilige Drahtstab (5) von oben in eine Einlegeöff- nung (14.1) einer Verlegekassette (14) eingebracht wird und auf ein Lager (2) innerhalb der Verlegekassette (14) aufgelegt wird, wobei der jeweilige Drahtstab (5) über eine Ausgabeöffnung (14.2) in vertikale Transportrichtung aus der Verlegekassette (14) an weiterverarbeitende Maschinen- und Anlagenteile übergeben wird,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein Prallblech (1) und ein gegenüber dem Prallblech (1) angestelltes Leitblech (2) vorgesehen sind, das in einer Sperrposition L1 über einen Formschluss mit einem Steuerseil (4) gehalten wird, wobei das Leitblech (2) zur Freigabe der Ausgabeöffnung (14.2) versetzt oder verschwenkt wird, sodass die Ausgabeöffnung (14.2) auf ein Maß F vergrößert wird.

13. Verfahren nach Anspruch 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass während der Versetz- oder Verschwenkbewegung des Leitblechs (2) der Drahtstab (5) an dem feststehenden Prallblech (1 ) entlang geführt wird bis er aus der Ausgabeöffnung (14.2) heraus fällt.

Description:
Verlegekassette für Baustahl

Die Erfindung bezieht sich auf eine Verlegekassette zum Transport von Drahtstäben mit mindestens einem Lager zur Auflage des Drahtstabs, wobei mehrere in Y-Richtung hintereinander angeordnete Kassettenschächte vorgesehen sind, wobei der jeweilige Kassettenschacht in Y-Richtung durch zwei in vertikale Z- Richtung verlaufende Schachtwände begrenzt ist und eine Einlegeöffnung zwischen beiden Schachtwänden aufweist, in die der jeweilige Drahtstab aus hori zontaler Transportrichtung nach unten in Z-Richtung in den jeweiligen Kassettenschacht einführbar und auf das Lager auflegbar ist, wobei eine Ausgabeöff- nung vorgesehen ist, über die der Drahtstab in vertikale Z-Richtung nach unten an weiterverarbeitende Maschinen- und Anlagenteile übergeben werden kann.

Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Beschicken von weiterverarbeitenden Maschinen- und Anlagenteilen, wie Betonierpaletten oder Mattenschweißanlagen mit Drahtstäben, bei dem der jeweilige Drahtstab von oben in eine Einlegeöffnung einer Verlegekassette eingebracht wird und auf ein Lager innerhalb der Verlegekassette aufgelegt wird, wobei der jeweilige Drahtstab über eine Ausgabeöffnung in vertikale Transportrichtung aus der Verlegekassette an weiterverarbeitende Maschinen- und Anlagenteile übergeben wird. In Betonfertigteilwerken, bei Baustahlmattenherstellern und artverwandten Betrieben wird Betonstahldraht vom Coil abgespult, gerichtet und weitergeleitet an Betonierpaletten, Mattenschweißanlagen, usw.

Beim derzeitigen Transport von Drahtstäben zu diesen nachgeschalteten, teilweise weiterverarbeitenden Anlagenteilen, werden Förderiemente, wie Ketten- förderer, Bandanlagen, usw. eingesetzt. Die Übernahme des Transportgutes erfolgt hierbei in horizontaler Ebene.

Die Übernahme der abgelegten Stäbe geschieht mittels Robotergreifersystemen oder ähnlichen Manipulatoren bzw. Haltesystemen, welche einzelne oder mehrere Stäbe übernehmen und diese Übergeben. Bedingt durch diesen Aufbau muss das zu verlegende Material nach oben entnommen und befördert werden. Die Verfahrwege dieser Gerätschaften sind mit mindestens 2 Achsen (Y, Z) oftmals mit 3 Achsen (X, Y und Z) ausgestattet. Dementsprechend ist der mechanische Aufbau auch in Bezug auf die Verlegegenauigkeit kompliziert und teuer. Nicht zu verachten ist hierbei auch die Steuerungsanbindung und deren Komplexität. Die Verlegung geschieht in„Echtzeit“, d.h. nach Materialanforderung der Folgeanlagen. Eine Vorproduktion mit Pufferstation ist hierbei nicht möglich.

Eine Verlegeeinrichtung zum Positionieren von Bewehrungsstäben ist bereits aus der DE 295 02 41 U1 bekannt. Die Verlegeeinrichtung weist eine Positioniereinheit und eine weitere Vorrichtung auf, über die die Stäbe in X- und in Y-Richtung positioniert werden. Über eine Greifereinheit werden die Stäbe dann zur Betonierform transportiert.

Aus der DE 39 32 810 C2 ist eine Verlegekassette zum Transport von Draht stäben bekannt. Diese weist mehrere hintereinander angeordnete Kassetten schächte mit einem horizontal ausgerichteten Boden auf, der zur Abgabe der Drahtstäbe verschwenkbar ist, so dass die Drahtstäbe bei ausreichender Steil lage vom Boden rutschen. Zur Gewährleistung der Verschwenkbewegung des Bodens muss ein ausreichender Abstand zur Übergabefläche bzw. der Betonierform gewährleistet sein. Diese Fallhöhe zusammen mit der Geschwindigkeit, die durch die Rutschbewegung der Drahtstäbe auf dem Boden entsteht, führt zu einer Auftreffdynamik, die eine genaue Positionierung der Drahtstäbe nicht zulässt. Bei geraden Stäben wird durch die Rutschbewegung der Drahtstäbe noch eine Rotationsbewegung erzeugt, die sich zur Auftreffdynamik hinzu addiert und eine genaue Positionierung der Drahtstäbe gänzlich verhindert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verlegeeinrichtung derart auszubilden und anzuordnen, dass eine genaue Positionierung bei der Übergabe der Drahtstäbe gewährleistet ist.

Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass Lager gebildet ist durch ein Leitblech, das gegenüber einer als Prallblech ausgebildeten Schachtwand in einer angestellten ersten Position L1 positioniert ist, so dass der Drahtstab aufgrund seiner Gewichtskraft über das Leitblech gleitend gegen das Prallblech anlegbar ist und durch das Leitblech und das Prallblech ein Lager für den Drahtstab gebildet ist, wobei das Leitblech in eine zweite Position L2 bringbar ist, und das Leitblech in der Position L2 die Ausgabeöffnung für den Drahtstab nach unten in Z-Richtung frei gibt, wobei der Drahtstab bis zum Verlassen des Kassettenschachts gegen das Prallblech anlegbar ist.

Das Leitblech und das in der ersten Position L1 angestellte Prallblech bilden ein im Querschnitt V-förmiges Lager für den Drahtstab. Die V-Form mit einem Öff- nungswinkel von weniger als 180°, vorzugsweise weniger als 90°, gewährleistet, dass der Drahtstab stets gegen das Prallblech und das Leitblech anliegt.

Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß auch dadurch, dass ein Prallblech und ein gegenüber dem Prallblech angestelltes Leitblech vorgesehen sind und das Leitblech zur Freigebe der Ausgabeöffnung versetzt oder verschwenkt wird, so dass die Ausgabeöffnung auf ein Maß F vergrößert wird.

Hierdurch wird erreicht, dass der Drahtstab innerhalb der Kassette bzw. dem Kassettenschacht mit Bezug zu Y-Richtung eine definierte Position auf seitlicher Höhe des Prallblechs aufweist. Somit ist eine präzise Übergabe nach unten möglich. Mit der Verschwenkbewegung des Leitblechs rutscht der Drahtstab in dieser seitlich definierten Lage am Prallblechs entlang weiter nach unten zum Ende des Prallblechs bzw. zur Ausgabeöffnung. Das untere Ende der Kassette bzw. die Ausgabeöffnung kann somit wenige Millimeter oberhalb der Übergabefläche bzw. der Betonierform positioniert werden, so dass eine geringe Fallhöhe von wenigen Millimetern gewährleistet ist. Eine Rotationsbewegung der Drahtstäbe ist auch ausgeschlossen, da der jeweilige Drahtstab am Leitblech und am Prallblech entlang rutscht, so dass sich die entstehenden Umfangskräfte aufheben.

Die in Richtung der X- Achse verbrachten Drahtstäbe können zudem horizontal übernommen werden und vertikal weitergeben werden. Auch Drahtstäbe mit Aufkröpfungen können definiert übergeben werden, weil das im Querschnitt V-förmige Lager eine definierte Lagerung und Abgabe des Drahtstabs in Y-Richtung gewährleistet. Seitlich begrenzt wird die herzustellende Platte durch sogenannte Querabsteller. Diese weisen nach oben offene Ausnehmungen in der Art eines Kamm- oder Zahnmusters. Der jeweilige Drahtstab kann so präzise übergeben werden, dass der Drahtstab mit seiner endseitigen Aufkröpfung in die nach oben offenen Ausnehmungen des Querabstellers fällt.

Vorteilhaft kann es hierzu auch sein, wenn ein in einer X-Y-Ebene liegender Rahmen vorgesehen ist, in dem mehrere Seile oder Drähte in X-Richtung gespannt sind, wobei zwei Seilebenen in Z-Richtung übereinander vorgesehen sind, wobei zwei in Z-Richtung übereinander liegende Seile der jeweiligen Seil ebene ein Seilpaar bilden, wobei die Seilpaare in Y-Richtung in einem Raster maß b innerhalb des Rahmens angeordnet sind. Durch den Aufbau mit dem Seilsystem und den dazugehörigen Prall- und Leitblechen können die Rastermaße in Y- Achse kleiner 40 mm betragen, wobei durch diese Leichtbauweise Verlegelängen von Stabmaterial größer 10 Meter erreicht werden können.

Vorteilhaft kann es auch sein, wenn an dem jeweiligen Seilpaar das in Z- Richtung ausgerichtete Prallblech befestigt ist. Das Prallblech kann durch Ein- hängen, Einklipsen oder Einfädeln an dem jeweiligen Seil befestigt sein.

Dabei kann es vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass an dem jeweiligen Seil der oberen Seilebene das Leitblech schwenkbar befestigt ist. Mithin dienen die Seile der oberen Seilebene als Halterung für das Prallblech und das Leitblech.

Die vorteilhafte Gewichtsoptimierung wird erreicht durch eine Verlegekassette zum Transport von geraden Drahtstäben mit mindestens einem Lager zur Auf lage des Drahtstabs, wobei mehrere in Y-Richtung hintereinander angeordnete Kassettenschächte vorgesehen sind, wobei der jeweilige Kassettenschacht in Y-Richtung durch zwei in vertikale Z-Richtung verlaufende Schachtwände begrenzt ist und eine Einlegeöffnung zwischen beiden Schachtwänden aufweist, in die der jeweilige Drahtstab aus horizontaler Transportrichtung nach unten in Z-Richtung in den jeweiligen Kassettenschacht einführbar und auf das Lager auflegbar ist, wobei eine Ausgabeöffnung vorgesehen ist, über die der Drahtstab in vertikale Z-Richtung nach unten an weiterverarbeitende Maschinen- und Anlagenteile übergeben werden kann, wobei ein in einer X-Y-Ebene liegender Rahmen vorgesehen ist, in dem mehrere Seile oder Drähte in X-Richtung gespannt sind, wobei zwei Seilebenen in Z-Richtung übereinander vorgesehen sind, wobei zwei in Z-Richtung übereinander liegende Seile der jeweiligen Seilebene ein Seilpaar bilden, wobei die Seilpaare in Y-Richtung in einem Rastermaß b innerhalb des Rahmens angeordnet sind und an dem jeweiligen Seilpaar das in Z-Richtung ausgerichtete Prallblech befestigt ist und an dem jeweiligen Seil der oberen Seilebene das Leitblech schwenkbar befestigt ist.

Vorteilhaft kann es sowohl in Zusammenhang mit dem Drahtstab-Lager gemäß Hauptanspruch als auch in Bezug auf die vorgenannte vorteilhafte Gewichtsoptimierung sein, wenn an einem Seilpaar mehrere Prallbleche vorgesehen sind, die in Z-Richtung mit Abstand k1 zueinander angeordnet sind und dass an einem Seil der oberen Seilebene mehrere Leitbleche vorgesehen sind, die in Z- Richtung mit Abstand k2 zueinander angeordnet sind. Somit ist ein sehr leichter Aufbau gewährleistet, der ausreichend stabil ist, um die Drahtstäbe im Lager zu halten und diese präzise abzugeben.

Von besonderer Bedeutung kann es sowohl in Zusammenhang mit dem Drahtstab-Lager gemäß Hauptanspruch als auch in Bezug auf die vorgenannte vorteilhafte Gewichtsoptimierung sein, wenn ein Steuerseil vorgesehen ist, das in X-Richtung im Rahmen gespannt ist, wobei das Steuerseil in Y-Richtung verschiebbar gelagert ist. Durch Anwendung eines Steuerseils kann insgesamt ein leichter Aufbau mit wenig Masse gewährleistet werden.

Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Ausbildung und Anordnung kann es von Vorteil sein, wenn zwei in Y-Richtung verlaufende Steuerwellen mit mehreren in X-Richtung verlaufenden Ausnehmungen vorgesehen sind, wobei das jeweilige Steuerseil endseitig durch die jeweilige Ausnehmungen der jeweiligen Steuerwellen geführt ist, wobei durch einen in Y-Richtung gerichteter Versatz der Steuerwellen für alle Steuerseile ein korrespondierender Versatz in Y- Richtung innerhalb des Rahmen ausführbar ist. Somit können durch ein Paar endseitig vorzusehende Steuerwellen alle Leitbleche gleichzeitig bedient bzw. freigegeben werden.

Vorteilhaft kann es ferner sein, wenn das Leitblech eine Seilaufnahme aufweist, durch die zumindest ein in eine Y-Richtung wirkender Formschluss zwischen dem Steuerseil und dem Leitblech gewährleistet ist. In der Sperrposition L1 ist der Formschluss Y-Richtung notwendig, um entgegen der Gewichtskraft des Drahtstabs die Sperrposition L1 zu halten. Zum Bewegen des Leitblechs in die Position L2 ist kein Formschluss mit dem Steuerseil notwendig. Die Kraft zum Verschieben bzw. Verschwenken des Leichtblechs wird durch die Gewichtskraft des abzugebenden Drahtstabs erreicht.

Außerdem kann es vorteilhaft sein, wenn der Rahmen ein Haupt- sowie ein Sei tenlaufwerk aufweist. Dies gewährleistet ein optimales Handling zwischen den einzelnen Positionen B-E. Durch die Anwendung des Seitenlaufwerks, welches in einer U-förmigen Führungsschiene läuft, kann die Verlegekassette bis über die Hälfte der Breite h aus der Führungsschiene gefahren werden und dort angenommen werden. Damit wird eine Kollision beim Hubvorgang mit den horizontal fahrenden Verlegekassetten vermieden. Da die Verlegekassetten keine eigene Energieversorgung besitzen, wird die Horizontalbewegung mittels Reib- radantrieben erreicht.

Zudem kann es vorteilhaft sein, wenndie Prallbleche in Z-Richtung einen Abstand k1 zueinander aufweisen, mit 60 cm <= K1 <= 100 cm oder 30 cm <= K1 <= 60 cm oder 10 cm <= K1 <= 30 cm und/oder wenn die Leitbleche in Z- Richtung einen Abstand k2 zueinander aufweisen, mit 60 cm <= K1 <= 100 cm oder 30 cm <= K1 <= 60 cm oder 10 cm <= K1 <= 30 cm. Somit kann einerseits der anzuwendenden minimalen Drahtlänge Rechnung getragen werden und andererseits auch der Gewichtsoptimierung.

Zudem kann es vorteilhaft sein, wenn die Prallbleche und/oder die Leitbleche lösbar am jeweiligen Seil befestigt oder eingehängt sind. Somit können diese anwendungsspezifisch je nach zu verarbeitender Drahtstablänge ein- und/oder ausgebaut werden. Zudem können Verschleißteile Anwendung finden.

Ferner kann ein System bestehend aus mehreren Verlegekassetten vorteilhaft sein, wenn die Verlegekassetten im Umlaufsystem eingesetzt werden, so dass mindestens zwei Verlegekassetten zwischen den folgenden Stationen bewegt werden: Station B, die Startposition zur Beschickung

Station C, Pufferstation für eine beschickte Kassette

Station D, Übergabestation

Station E, Pufferstation für leere Kassetten. Vorteilhaft kann es beim Verfahren auch sein, wenn während der Versetz- oder Verschwenkbewegung des Leitblechs der Drahtstab an dem Prallblech entlang geführt wird bis er aus der Ausgabeöffnung heraus fällt.

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen und in der Beschreibung erläutert und in den Figuren dargestellt. Es zeigt: Figur 1 eine Draufsicht der Verlegekassette;

Figur 2 ein Umlaufschema für Verlegekassetten;

Figur 3 eine Anordnung von Prall- und Leitblech;

Figur 4 eine Anordnung mit geschlossener Ausgabeöffnung;

Figur 5 eine Anordnung mit geöffneter Ausgabeöffnung;

Figur 6 eine Schnittansicht der Kassettenschächte;

Figur 7 eine Schnittansicht der Seilanordnung;

Figur 8 eine Darstellung der Seilaufnahme und der Seilwelle;

Figur 9 eine Darstellung der Seilaufnahmen mit Fahrwerksträger;

Figur 10 Verlegebeispiele. Wie nach Fig. 1 dargestellt, ist die Verlegekassette kundenspezisch gefertigt, z.B. das Maß der Plattendecken a = 8000 mm (X- Achse) und h = 2500 mm (Y- Achse) im Rastermaß b = 50 mm. Gemäß Fig. 1 und Fig. 3 weist die Verlegekassette 14 eine Rahmenkonstruktion bestehend aus Längsträgern 11.1 und Querträgern 11.2 auf. Die Fächer bzw. Kassettenschächte 14.3 sind gebildet durch ein Seilsystem bestehend aus Seilen 3, wobei zwei Seilebenen 3.1 , 3.2 in Z-Richtung übereinander vorgesehen sind. Zwei in Z-Richtung übereinander liegende Seile 3 der jeweiligen Seilebene 3.1 , 3.2 bilden ein Seilpaar 3.3, an dem die Schachtwand bzw. das jeweilige Prallblech 1 befestigt ist. Der Rahmen bzw. der Fahrwerksträger 11 weisen ein Haupt- sowie ein Seitenlaufwerk 12, 13 auf.

Gemäß Fig. 8-9 sind die Seile 3 mittels einer Schraube und einem Federpaket 6 vorgespannt, um eine einstellbare Steifigkeit bzw. Spannung zu erreichen. An den Seilen 3 befestigt sind gemäß Fig. 3-6 die Prallbleche 1 und auch die Leitbleche 2. Das jeweilige Leitblech 2 ist an dem Seil 3 der Seilebenen 3.1 angelenkt und kommt gegen das Seil 3 der Seilebenen 3.2 zu Anlage. Mittels einem in Y- Achse linear beweglichen Steuerseils 4 und einer Seilaufnahme 2.1 wird die Winkelposition des Leitblechs 2 gehalten bzw. geführt. Dieses bewegliche Steuerseil 4 wird ebenfalls mit einem Federpaket 6 auf einem Paar Seilwellen 7 gemäß Fig. 8-9 vorgespannt. Die Seilwellen 7 dienen als Steuerwellen für das Steuerseil 4.

Gemäß Fig. 7 sind an einem Seilpaar 3.3 mehrere Prallbleche 1 der Breite p1 vorgesehen, die in Z-Richtung mit Abstand k1 zueinander angeordnet sind. Gleiches gilt für die Leitbleche 2 eines Seils 3 der ersten Seilebene 3.1 , die mit Abstand k2 zueinander angeordnet sind und eine Breite p2 aufweisen. Die Breite p1 , p2 und/oder der Abstand k1 , k2 kann für Prallbleche 1 und/oder Leitbleche 2 unterschiedlich ausgebildet sein. Der Abstand k1 der Prallbleche 1 und der Abstand k2 der Leitbleche 2 in Z-Richtung beträgt etwa 45 cm. Die Prallbleche 1 sowie auch die Leitbleche 2 sind lösbar am jeweiligen Seil befestigt, vorzugsweise eingehängt über eine Öse, bzw. einen Klipphalter.

Der eingeworfene Drahtstab fällt gegen das Prallblech 1. Das angestellte Leitblech 2 verschließt die Ausgabeöffnung 14.2. Zum Freigeben der Ausgabeöffnung 14.2 werden die Seilwellen 7 linear in Y-Richtung über Prismenrollen 8 gelagert und synchron bewegt. Die Prismenrollen 8 sind über einen Lager- bock 9 am Rahmen 11 befestigt. Die Seilwellen 7 werden mittels zwei synchron laufender externer Zylinder bewegt.

Nach Fig. 7 sind die Breite p der Prall- und Leitbleche 1 , 2 sowie die Abstände k in Bezug auf die Seilachse zueinander sind kundenspezifisch und richten sich nach der minimalen Drahtstablänge, die verlegt wird.

Der Draht wird auf den vorgeschalteten Anlagenteilen z.B. der Rieht- und Schneidemaschine auf das benötigte Maß der X- Achse geschnitten und in Bezug auf die X- Achse positioniert. Gemäß Fig. 2 steht die Verlegekassette 14 in der Position B unterhalb einer Rieht- und Schneidemaschine bzw. der Drahtbeschickung A bereit zur Beschickung. Durch das Öffnen einer Übergabeeinheit fällt der abgeschnittene Drahtstab in einen Kassettenschacht 14.3 auf Höhe der benötigten Position in Y-Richtung. Gebremst wird der Drahtstab 5 durch das Prallblech 1. Gehalten wird der Drahtstab 5 durch das Prallblech 1 und das dazu angestellte Leitblech 2. Der Rahmen 11 wird dann in Y-Richtung weiter getaktet um das Rastermaß b bis zum nächsten Kassettenschacht 14.3.

Dieser Vorgang wird wiederholt bis sich die komplette Anzahl der benötigten Drahtstäbe 5 in der Verlegekassette 14 bzw. den jeweiligen Kassettenschäch ten 14.3 befinden. Danach wird die Verlegekassette 14 in die Pufferstation C gefahren und danach in die Übergabestation D. Sobald sich die Übernahmeein richtung, wie z. B. die Betonierpalette unterhalb der Verlegekassette 14 befindet, können die Verlegekassette 14 bzw. die Kassettenschächte 14.3 durch Öffnen der Ausgabeöffnung 14.2 mittels einer Linearbewegung der Seilwelle 7 geöffnet und die Drahtstäbe 5 übergeben werden. Zwischenzeitlich besteht die Möglichkeit, eine weitere Verlegekassette 14 in der Station B zu beschicken und diese in der Pufferstation C zu parken.

Alsbald die erstbefüllte und inzwischen leere Verlegekassette 14 den Liegeplatz bzw. die Pufferstation E erreicht hat, wird eine weitere Verlegekassette 14 zur Übergabestation D gefahren. Mit mindesten zwei, max. drei solcher Verlegekassetten 14 wird das benötigte Stabmaterial im benötigten Rastermaß vorverlegt und der Position D auf Abruf bereitgestellt. Verlegebeispiele sind in Fig. 10 dargestellt. Das Rastermaß ist frei wählbar, denn die Verlegemoglichkeiten sind in einem Raster von mindestens dem Rastermaß b und einem Vielfachen davon möglich, wie in Fig. 10 zu sehen.

Bezugszeichenliste

1 Schachtwand, Prallblech

2 Lager, Leitblech

2.1 Seilaufnahme

3 Seil

3.1 erste Seilebene

3.2 zweite Seilebene

3.3 Seilpaar

4 Steuerseil, Seil

5 Drahtstab, Stahl- oder Betonstahldraht

6 Federpaket„Längenausgleich Seil“

7 Steuerwelle, Seilwelle

8 Prismenrolle, Lagerung Steuerwelle

9 Lagerbock

10 Kassettenaufnahme

11 Rahmen, Fahrwerksträger

11.1 Längsträger

11.2 Querträger

12 Hauptfahrwerk

13 Seitenfahrwerk

14 Verlegekassette

14.1 Einlegeöffnung

14.2 Ausgabeöffnung

14.3 Kassettenschacht

a max. Drahtlänge, Längsmaß der Plattendecke b Rastermaß, Maß Rasterung

A Beschickung Draht

B Station, Bahnhof

C Pufferstation

D Übergabestation

E Pufferstation F Öffnung zur Drahtübergabe h Breite der Plattendecke k1 Abstand zwischen Prallblechen k2 Abstand zwischen Leitblechen

L1 Position, Sperrposition

L2 Position, Sperrposition p1 Breite Prallblech

p2 Breite Leitblech

X Achse

Y Achse

Z Achse