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Title:
LIGHT CONCENTRATOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/129962
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a light concentrator, comprising at least one optical waveguide, which has a light-deflecting structure (1) between two layer assemblies (2) of at least two transparent dielectric layers each, which dielectric layers are stacked in a stacking direction, by means of which light-deflecting structure light of at least one predefined wavelength range that is incident on the at least one optical waveguide can be directed and guided into the waveguide. The light-deflecting structure (1) comprises one or more light-directing elements (1a) having facets (1b), which are arranged adjacent to each other perpendicularly to the stacking direction. At each of the two transitions between the inner region (2a) and the outer region (2b) of the layer assemblies (2), at which transitions the total reflections occur, a stepwise or spatially distributed transition from the higher index of refraction, in the inner region (2a), to an index of refraction reduced by an index-of-refraction difference, in the outer region (2b), occurs, said index-of-refraction difference being less than 1 x 10- 3.

Inventors:
GÖRRN PATRICK (DE)
MEUDT MAIK (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/078381
Publication Date:
July 01, 2021
Filing Date:
October 09, 2020
Export Citation:
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Assignee:
BERGISCHE UNIV WUPPERTAL (DE)
International Classes:
G02B3/08; B82Y20/00; F21V8/00; F24S23/00
Domestic Patent References:
WO2010033632A22010-03-25
WO2012014088A22012-02-02
WO2008131561A12008-11-06
Foreign References:
EP2061092A12009-05-20
Attorney, Agent or Firm:
COHAUSZ HANNIG BORKOWSKI WISSGOTT PATENTANWALTSKANZLEI GBR (DE)
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Claims:
Patentansprüche l. Lichtkonzentrator umfassend wenigstens einen Wellenleiter, bevorzugt umfassend einen geschichteten, insbesondere in Z-Richtung geschichteten Stapel von wenigstens zwei Wellenleitern, wobei der wenigstens eine Wellenleiter zwischen zwei Schichtanordnungen (2) von jeweils wenigstens zwei in einer Schichtungsrichtung geschichteten, transparenten dielektrischen Schichten eine lichtablenkende Struktur (1) aufweist, mit welcher auf den wenigstens einen Wellenleiter einfallendes Licht wenigstens eines vorbestimmten Wellenlängenbereiches in den Wellenleiter hinein lenkbar ist, wobei in dem Wellenleiter durch Totalreflexion wenigstens eine Mode des wenigstens einen vorbestimmten Wellenlängenbereiches führbar ist, die in der Schichtungsrichtung betrachtet in ihrer Intensitätsverteilung wenigstens ein, bevorzugt genau ein lokales Intensitätsminimum (Imin) aufweist, welches innerhalb der lichtablenkenden Struktur (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtablenkende Struktur (1), einen Lichtlenker (1a) aufweist oder mehrere Lichtlenker (1a) aufweist, die senkrecht zur Schichtungsrichtung nebeneinander angeordnet sind, wobei ein jeweiliger Lichtlenker (1a) Facetten (1b) aufweist, die jeweils in jeder von drei zueinander senkrechten Raumrichtungen größer als die größte Wellenlänge des vorbestimmten Wellenlängenbereiches ausgebildet sind und mit denen das einfallende Licht in Richtung zu einem dem Lichtlenker (1a) zugeordneten Lichtsammelbereich (3) ablenkbar ist, insbesondere hierdurch von der lichtsammelnden Oberfläche der Struktur (1) auf die demgegenüber kleinere Fläche des Lichtsammelbereiches (3) konzentriert wird, wobei an beiden Übergängen zwischen innerem Bereich (2a) und äußerem Bereich (2b) der Schichtanordnungen (2), an denen die Totalreflexionen stattfinden, jeweils ein stufenweise oder räumlich verteilter Übergang vom höheren Brechungsindex im inneren Bereich (2a) zu einem um einen Brechungsindexunterschied reduzierten Brechungsindex im äußeren Bereich (2b) erfolgt und wobei dieser Brechungsindexunterschied kleiner ist als 1 x10-3, weiter bevorzugt kleiner ist als 1x104. 2. Lichtkonzentrator nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass in Schichtungsrichtung unterhalb oder oberhalb des Lichtsammelbereichs (3) oder eines Auskoppelelementes (5) eine zu beleuchtende Anordnung, insbesondere eine Solarzelle (11) innerhalb einer Schicht oder auf der Oberfläche einer Schicht des Wellenleiters angeordnet ist, die durch aus dem Lichtsammelbereich (3) oder Auskoppelelement (5) austretendes, insbesondere gestreutes oder reflektiertes Licht beleuchtet ist.

3. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtsammelbereich (3) durch einen Bereich des Lichtlenkers (1a) in dessen Zentrum ausgebildet ist, insbesondere als ein in Z-Richtung projiziert betrachteter beschränkter Bereich im Zentrum des Lichtlenkers (1a) ausgebildet ist.

4. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auskoppelelement (5) zur Auskopplung von Licht a. in Z-Richtung betrachtet oberhalb oder unterhalb des Lichtsammelbereiches (3) und/oder Lichtlenkers (1a) liegt, insbesondere aber nicht Teil des Lichtlenkers (1a) ist, sondern von diesem unabhängig ist, oder b. als Materialausnehmung der Struktur (1 ) und/oder wenigstens einer der Wellenleiterschichten ausgeführt ist, insbesondere wobei die Materialausnehmung gasgefüllt oder evakuiert ist, oder c. als streuende oder beugende oder reflektierende, vorzugsweise totalreflektierende Anordnung ausgeführt ist, welche bezüglich der Schichtungsrichtung zur lichtablenkenden Struktur (1) versetzt ist, mit welcher Licht aus der Richtung einer im Wellenleiter propagierenden Mode ablenkbar ist, insbesondere in Richtung zu einer Solarzelle (11), bevorzugt wobei das Auskoppelelement (5) in der Schichtungsrichtung betrachtet in der Nähe wenigstens eines der das lokale Intensitätsminimum (Imin) umgebenden Intensitätsmaxima (Lax) angeordnet ist, vorzugsweise ein solches Intensitätsmaximum (Lax) auf dem Auskoppelelement (5) liegt.

5. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder von mehreren Wellenleitern derart symmetrisch bezüglich der Schichtungsrichtung ist, dass drei von der Symmetrie ausgenommene Bereiche definiert werden: erstens der inneren Bereich (2a) des Wellenleiters, in dem sich die lichtablenkende Struktur (1) befindet und in dessen Mittelebene z=0 liegt, zweitens die äußeren Bereiche (2b), die größer gleich dem halben Wert des in Schichtungsrichtung betrachteten Maßes der Erstreckung des inneren Bereichs (2a) außerhalb des inneren Bereiches (2a) des Wellenleiters beginnen, dass aber für die beiden zwischen diesen Bereichen liegenden Abschnitte Symmetrie insbesondere bzgl. des Brechungsindex n gelten soll, insbesondere mit n(z) =Kn(-z), wobei K zwischen 0,99 und 1 ,01 , bevorzugt aber zwischen 0,999 und 1 ,001 liegen soll.

6. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Facetten (1b) eines Lichtlenkers (1a), vorzugsweise jede Facette (1b) eines Lichtlenkers (1a) einer lichtablenkenden Struktur (1) einen jeweiligen Lichtsammelbereich (3) zumindest teilrahmenförmig, bevorzugt einen geschlossenen Rahmen ausbildend umgibt, weiter bevorzugt zumindest teilringförmig, insbesondere einen geschlossenen Ring ausbildend umgibt und jeder Lichtlenker (1a) wenigstens eine reflektierende oder totalreflektierende Facette (1b) aufweist oder wenigstens zwei Facetten (1b) aufweist, an denen transmittiertes Licht jeweils gebrochen wird, so dass das auf der Oberfläche eines jeweiligen Lichtlenkers (1a) auftreffende Licht infolge dieser Reflexion oder Totalreflexion oder Brechung in Richtung des jeweiligen Lichtsammelbereiches (3) abgelenkt wird.

7. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliger Lichtlenker (1a) bei einem angenommenen Ursprung eines Zylinderkoordinatensystems im Mittelpunkt des Lichtsammelbereichs (3) eine oder mehrere die Z-Achse zumindest bereichsweise umgebende reflektierende oder Licht brechende Facetten (1b) aufweist, bevorzugt wobei der Normalenvektor für jeden Ort auf der Facette (1b) eine cp-Komponente von null aufweist.

8. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine reflektierende oder Licht brechende Facette (1b) jedes Lichtlenkers (1a) betrachtet in einer Schnittebene, welche die Z-Achse umfasst, eine mit zunehmendem radialen Abstand p von der Z-Achse im Z-Wert ansteigende, bevorzugt mit konstanter Steigung linear ansteigende Stufe ausbildet, bevorzugt die am radial außen liegenden Stufenende auf die radial innenliegende Stufenhöhe abfällt.

9. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Ort auf der Facette (1b) des Lichtlenkers (1a) mit demselben radialen Abstand p von der Z-Achse bei jedem beliebigen Winkel cp der Wert von dessen Koordinate Z(r,f) gleich ist.

10. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit zunehmendem radialen Abstand p von derZ- Achse die in Z-Richtung betrachtete Höhe und/oder radiale Breite der Stufen eines jeweiligen Lichtlenkers (1a) zunimmt.

11. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliger Lichtlenker (1a) bei einer Projektion in Z-Richtung betrachtet hinsichtlich seines radial äußeren begrenzenden Randes (4) kreisförmig ausgebildet ist, bevorzugt wobei die zumindest teilringförmigen Lichtlenker (1a) und der äußere Rand (4) konzentrisch zum Lichtsammelbereich (3) angeordnet sind.

12. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lichtlenker (1a) bei einer Projektion in Z-Richtung betrachtet hinsichtlich seines äußeren begrenzenden Randes (4) mehreckig, bevorzugt rechteckig, weiter bevorzugt quadratisch ausgebildet ist.

13. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb einer lichtablenkenden Struktur (1) mehrere Lichtlenker (1a) in einer Ebene liegen, deren Ränder (4) einander kontaktierend angeordnet sind, insbesondere somit benachbarte Lichtlenker (1a) abstandslos angeordnet sind.

14. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenhöhe wenigstens einer Facette (1b), bevorzugt aller Facetten (1b) eines Lichtlenkers (1a) in Umfangsrichtung um die Z-Achse variiert, insbesondere bei einer eckigen Berandung des Lichtlenkers (1a) die Stufenhöhe bei konstantem radialen Abstand p von der Z-Achse in Richtung cp zu einer Ecke der Berandung abnimmt.

15. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Lichtlenker (1a) aus einem transparenten dielektrischen Medium ausgebildet ist und eine reflektierende oder Licht brechende Fläche des Lichtlenkers (1a) durch eine zusammenhängende strukturierte, insbesondere facettierte Grenzfläche zwischen dem Lichtlenker (1a) und dem daran angrenzenden Material des Wellenleiters ausgebildet ist, bevorzugt wobei bei einer reflektierenden, insbesondere total reflektierenden strukturierten Grenzfläche das Medium des Lichtlenkers (1a) einen Brechungsindex aufweist, der kleiner ist als bei dem angrenzenden Material des Wellenleiters.

16. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Brechungsindexunterschied der benachbarten Schichten einer Schichtanordnung (2), insbesondere zwischen dem inneren (2a) und dem äußeren Bereich (2b), erreicht ist durch unterschiedliche Dotierung desselben Wirtsmaterials, insbesondere Polymers.

17. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Stapel von wenigstens zwei, vorzugsweise symmetrischen Wellenleitern, die jeweils eine lichtablenkende Struktur (1) umfassen, die in Stapelungsrichtung sich überdeckenden lichtablenkenden Strukturen (1 ) verschiedener Wellenleiter zueinander senkrecht zur Stapelungsrichtung versetzte Lichtsammelbereiche (3) und entsprechend versetzte Auskoppelelemente (5) aufweisen.

18. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Stapel von wenigstens zwei, vorzugsweise symmetrischen Wellenleitern jeder Wellenleiter mit seiner lichtablenkenden Struktur (1) eingerichtet ist, aus dem Gesamtwellenlängenspektrum von einfallendem Licht einen jeweils anderen vorbestimmten Teil-Spektralbereich auf den Lichtsammelbereich (3) abzulenken, insbesondere wobei die jeweiligen in Stapelungsrichtung unterhalb der Lichtsammelbereiche (3) bzw. Auskoppelelemente (5) eines jeweiligen Wellenleiters angeordneten Solarzellen (11) für den Teil-Spektralbereich des entsprechenden Wellenleiters effizienz-optimiert sind.

19. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten des Wellenleiters durch aufeinander laminierte Polymerfilme gebildet sind.

20. Lichtkonzentrator nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliger Lichtlenker (1a) durch einen Übergang eines Reliefs (10) aus Facetten (1b) an der Oberfläche eines dielektrischen Mediums zu einem anderen dieses Relief (10) vollständig bedeckenden anderen dielektrischen Medium oder einem Hohlraum in wenigstens einer der Schichten einer Schichtanordnung (2) ausgebildet ist, insbesondere der in die Schicht eingeprägt ist.

Description:
l

Bergische Universität Wuppertal

Lichtkonzentrator

Die Erfindung betrifft einen Lichtkonzentrator umfassend wenigstens einen Wellenleiter, bevorzugt umfassend einen geschichteten, insbesondere in Z- Richtung geschichteten Stapel von wenigstens zwei Wellenleitern, wobei der wenigstens eine Wellenleiter zwischen zwei Schichtanordnungen von jeweils wenigstens zwei in einer Schichtungsrichtung geschichteten, transparenten dielektrischen Schichten eine lichtablenkende Struktur aufweist, mit welcher auf den wenigstens einen Wellenleiter einfallendes Licht wenigstens einer vorbestimmten Wellenlänge oder wenigstens eines vorbestimmten Wellenlängenbereiches in den Wellenleiter hinein lenkbar ist, wobei in dem Wellenleiter durch Totalreflexion wenigstens eine Mode der wenigstens einen vorbestimmten Wellenlänge oder des wenigstens einen vorbestimmten Wellenlängenbereiches führbar ist, die in der Schichtungsrichtung betrachtet in ihrer Intensitätsverteilung wenigstens ein, bevorzugt genau ein lokales Intensitätsminimum aufweist, welches innerhalb der lichtablenkenden Struktur angeordnet ist

Ein Lichtkonzentrator der eingangs genannten Art ist z.B. bekannt aus der Publikation EP 3 164744 A1 derselben Anmelderin. Die nachfolgende Beschreibung eines Lichtkonzentrators bzw. Wellenleiters trifft vorzugsweise auch auf die später beschriebene Erfindung zu.

Ein Lichtkonzentrator der Erfindung kann einen einzigen Wellenleiter der genannten Konstruktionsart aufweisen, bevorzugt aber auch einen Stapel von wenigstens zwei in einer Stapelungsrichtung gestapelten Wellenleitern, insbesondere wobei die Stapelungsrichtung parallel zur Schichtungsrichtung ist. Nachfolgende Ausführungen gelten sowohl für einen evtl einzigen Wellenleiter, als auch für jeden von mehreren gestapelten Wellenleitern eines Lichtkonzentrators der Erfindung.

Für ein besseres Verständnis der Erfindung kann angenommen sein, dass die Schichten der Schichtanordnungen in einem in Bezug genommenen Koordinatensystem in dessen Z-Richtung geschichtet sind. In gleicherweise sind ggfs gestapelte Wellenleiter in der Z-Richtung gestapelt. Die wenigstens zwei Schichten der jeweiligen Schichtanordnung sind sodann bevorzugt parallel zu einer senkrecht zu Z stehenden Ebene, z.B. also parallel zu einer X-Y-Ebene eines kartesischen Koordinatensystems oder parallel zu einer von p und cp aufgespannten Ebene eines Zylinderkoordinatensystems angeordnet. Die jeweiligen gesamten Schichtanordnungen sind demnach in derselben Richtung erstreckt.

Bei einem Wellenleiter ist es vorgesehen, dass auf eine äußere Schicht einer der Schichtanordnungen einfallendes und durch diese (erste) Schichtanordnung transmittierendes Licht durch die lichtablenkende Struktur in den Wellenleiter hinein lenkbar ist. Bevorzugt gilt dies zumindest für Licht, das aus wenigstens einer vorbestimmten Richtung, bzw. mit einem vorbestimmten zwischen der Z- Achse und der Einfallsrichtung eingeschlossenen Einfallswinkel 0 ein auf den Wellenleiter bzw. die äußere Oberfläche von dessen äußersten Schicht einer Schichtanordnung einfällt und bis zur lichtablenkenden Struktur transmittiert. Eine solche vorbestimmte Richtung kann z.B. senkrecht zur Oberfläche der äußersten Schicht einer Schichtanordnung liegen, also parallel zur Z-Richtung. Eine solche senkrechte Einfallsrichtung ist dementsprechend durch 0 ein = 0 charakterisiert. Weiterhin gilt dies zumindest für Licht wenigstens einer vorbestimmten Wellenlänge, insbesondere eines vorbestimmten Wellenlängenbereiches.

Hierunter wird bevorzugt verstanden, dass die Ablenkung des einfallenden Lichtes mit dieser vorbestimmten Wellenlänge beziehungsweise dieses vorbestimmten Wellenlängenbereiches in die Richtung der möglichen Propagationsrichtung(en) einer im Wellenleiter führbaren Mode mit einer Propagationskonstanten ß dieser Wellenlänge bzw. dieses Wellenlängenbereiches erfolgt, d.h. insbesondere, dass die Winkeländerung DQ durch die Ablenkung die Relation mit erfüllt.

Mit Bezug auf das zuvor genannte, angenommene Koordinatensystem erfolgt bevorzugt die Führung des Lichtes einer dielektrischen Mode im Wellenleiter in alle Richtungen senkrecht zur Z-Richtung oder allgemein senkrecht zur Schichtungsrichtung der Schichten und/oder Stapelungsrichtung ggfs gestapelter Wellenleiter. Diese Richtung, in der die Mode geführt ist, wird auch als lateral bezeichnet, wohingegen die Z-Richtung bzw. die Schichtungsrichtung als normal bezeichnet ist.

Innerhalb des jeweiligen Wellenleiters erfolgt die Führung des Lichtes, insbesondere der geführten Mode an/in den beiden Schichtanordnungen parallel zu den Schichten durch das Prinzip der Totalreflektion.

Insbesondere wird bei stufenweisen Übergängen des Brechungsindexes das Licht an zwei durch solche Übergänge definierten Ebenen, die um die lichtablenkende Struktur herum angeordnet sind, insbesondere also jeweils in einer der beidseits zur lichtablenkenden Struktur angeordneten Schichtanordnungen angeordnet sind, durch Totalreflexion in den inneren Bereich des Wellenleiters zurückgeworfen, der den höheren Brechungsindex aufweist und in dem die Führung der Mode erfolgt, während die Mode in einem äußeren Bereich außerhalb dieses durch die beiden Übergänge eingeschlossenen inneren Bereiches evaneszent abklingt.

Dieser äußere Bereich weist einen geringeren Brechungsindex auf.

Bei einem graduellen Übergang des Brechungsindexes kann die Totalreflexion auch verteilt stattfinden, also jeweils nicht an einer definierbaren Ebene, sondern verteilt innerhalb eines Bereiches, der von Ebenen begrenzt wird.

Der jeweilige Übergang zwischen dem inneren und einem der beiden äußeren Bereiche ist durch eine kontinuierliche oder stufenweise Verringerung des Brechungsindex charakterisiert, so dass die Mode im höherbrechenden inneren Bereich geführt und in diesem Übergang zu einem äußeren Bereich geringeren Brechungsindexes totalreflektiert wird, wobei dieser Bereich des geringeren Brechungsindexes den äußeren Bereich darstellt, an dem die Mode evaneszent abklingt.

Die durch Totalreflexion gebildete Mode propagiert lateral.

Die Schichten der Schichtanordnungen sind bevorzugt hinsichtlich des transparenten Materials der Schichten (insbesondere also hinsichtlich Brechungsindex) und Dicke der jeweiligen Schicht (betrachtet in Schichtungsrichtung / Z-Richtung) so gewählt, z.B. durch vor der Herstellung des Wellenleiters vorgenommene Berechnung, dass in dem durch die Schichtanordnungen gebildeten Wellenleiter durch die Totalreflexion wenigstens eine Mode des vorbestimmten Wellenlängenbereiches oder der vorbestimmten Wellenlänge(n) lateral führbar ist, die in ihrer senkrecht zur Führungsrichtung, also in der Schichtungsrichtung bzw. Z-Richtung betrachteten Intensitätsverteilung wenigstens ein, bevorzugt genau ein lokales Intensitätsminimum aufweist, welches sich innerhalb der lichtablenkenden Struktur befindet (betrachtet in Schichtungsrichtung bzw. Z-Richtung), bevorzugt wobei sich die das lokale Minimum umgebenden lokalen Maxima der Intensitätsverteilung um die lichtablenkende Struktur herum, also außerhalb von dieser befinden, insbesondere in der jeweiligen Schichtanordnung befinden. Eine vorbestimmte Wellenlänge ist somit bevorzugt sowohl eine solche, für welche die lichtablenkende Struktur eine Ablenkung in den Wellenleiter vornimmt als auch eine solche, mit der eine geführte Mode mit zur lichtablenkenden Struktur passend positioniertem Intensitätsminimum im Wellenleiter erzeugt wird.

Bei einer konstruktiv aneinander angepassten Auswahl von Schichten des Wellenleiters und Position der lichtablenkenden Struktur im Wellenleiter kann die lichtablenkende Struktur also eingerichtet sein, aus dem einfallenden Licht der vorbestimmten Wellenlänge(n) eine im Wellenleiter propagierende Mode anzuregen, die in Z-Richtung betrachtet wenigstens ein lokales Intensitätsminimum hat, welches in der lichtablenkenden Struktur liegt und bevorzugt außen um die Struktur herum angeordnete lokale Intensitätsmaxima hat. Hierdurch wird erreicht, dass der überwiegende Teil der Intensität der Mode außerhalb der lichtablenkenden Struktur im Wellenleiter geführt wird. Durch die lichtablenkende Struktur erzeugte Verluste werden somit minimiert. Eine derart angeordnete lichtablenkende Struktur kann somit dazu dienen, auf den Wellenleiter einfallendes Licht auf einer relativ großen Ausdehnung in Bezug auf die Propagationsrichtung der anzuregenden Mode in den Wellenleiter einzukoppeln, da diese anzuregende Mode infolge des geringen Überlapps mit der lichtablenkenden Struktur eine hohe Propagationslänge aufweist. Bevorzugt liegt das lokale Minimum der Intensität der geführten Mode in der Z-Richtung, bzw. der Schichtungsrichtung betrachtet innerhalb der lichtablenkenden Struktur.

Unter der Anordnung des lokalen Intensitätsminimums innerhalb der lichtablenkenden Struktur wird bevorzugt verstanden, dass bezogen auf die angenommene Z-Achse eines Koordinatensystems, die parallel zur Schichtungsrichtung liegt, sich das Intensitätsminimum an einer Koordinate Zmin befindet, die im Koordinatenintervall liegt, über welches hinweg die lichtablenkende Struktur in der Richtung der Z-Achse erstreckt ist. Die Koordinaten Zmaxi und Zmax2 von zwei um das betrachtete lokale Minimum herum angeordneten Intensitätsmaxima liegen außerhalb dieses Intervalls. Erstreckt sich beispielsweise die lichtablenkende Struktur in der Z-Richtung in einem Koordinatenintervall von Zi bis Z2, SO gilt! Zmaxi < Zi < Zmin < Z2 < Zmax2.

In weiterhin bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung kann der Wellenleiter hinsichtlich seiner Schichtanordnungen symmetrisch aufgebaut sein.

Insbesondere wird darunter verstanden, dass die Schichten beider die lichtablenkende Struktur umgebenden Schichtanordnungen hinsichtlich einer Mittelebene, vorzugsweise um die herum ebenfalls die lichtablenkende Struktur angeordnet ist, hinsichtlich Dicke und Brechungsindex symmetrisch, insbesondere spiegelsymmetrisch aufgebaut sind.

Eine symmetrische Anordnung hat den Vorteil einer von der Wellenlänge weitgehend unabhängigen in Z-Richtung betrachteten Position des lokalen Minimums der Intensität einer Mode. Das Prinzip der Ablenkung und Moden- Erzeugung kann so für einen größeren Wellenlängenbereich erzielt werden im Vergleich zur nicht symmetrischen Anordnung.

Bei einem Lichtkonzentrator der eingangs genannten Publikation wird die lichtablenkende Struktur als eine nanostrukturierte Schicht beschrieben, deren Strukturen kleiner sind als die Wellenlänge einer im Wellenleiter geführten Mode. Die Ablenkung des Lichtes in den Wellenleiter hinein erfolgt daher z.B. durch Beugung, also eine Wechselwirkung höherer Ordnung, somit also mit verringerter Effizienz, da das Licht in nullter Ordnung keine Ablenkung in den Wellenleiter erfährt.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Lichtkonzentrator der eingangs genannten Art bereitzustellen, der eine vergrößerte Effizienz und verringerte Dispersion bezüglich der Einkopplung und Auskopplung erzielt, bevorzugt durch eine Lichtablenkung in nullter Ordnung, beispielsweise nach den Prinzipien der geometrischen Optik, z.B. mittels Reflektion oder Brechung. Dabei soll der Leistungsverlust durch Beugung an der lichtablenkenden Struktur signifikant reduziert werden.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die lichtablenkende Struktur einen Lichtlenker aufweist oder mehrere Lichtlenker aufweist, die senkrecht zur Schichtungsrichtung nebeneinander angeordnet sind, wobei ein jeweiliger Lichtlenker Facetten aufweist, insbesondere durch Bereiche unterschiedlicher Brechungsindizes gebildete Facetten aufweist, die jeweils, vorzugsweise in jeder von drei zueinander senkrechten Raumrichtungen, größer als die wenigstens eine vorbestimmte Wellenlänge oder größer als die größte Wellenlänge des vorbestimmten Wellenlängenbereiches ausgebildet sind und mit denen das einfallende Licht in Richtung zu einem dem jeweiligen Lichtlenker zugeordneten Lichtsammelbereich ablenkbar ist. Hierdurch kann Licht von der lichtsammelnden Oberfläche der Struktur konzentriert werden.

Bevorzugt kann das Licht durch die Facetten weiterhin auch in Richtung zu einem Auskoppelelement ablenkbar sein, insbesondere welches nicht Teil der Lichtlenker ist, sondern vorzugsweise welches sich in Z-Richtung betrachtet versetzt, insbesondere oberhalb oder unterhalb des Lichtsammelbereiches und/oder Lichtlenkers befindet.

Vorzugsweise ist eine Facette durch eine Grenzfläche zwischen zwei dielektrischen Medien mit unterschiedlichen Brechungsindex gebildet. Weiter bevorzugt kann die Facette bzw. Grenzfläche in einer Schnittebene, welche die Z- Achse umfasst, vorzugsweise linear erstreckt ausgebildet sein, insbesondere aber auch gekrümmt ausgebildet sein.

Weiterhin ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass an beiden Übergängen zwischen innerem Bereich und äußerem Bereich, insbesondere die in Z-Richtung beidseits der Lichtlenker in den jeweiligen Schichtanordnungen angeordnet sind, an denen die Totalreflexionen stattfinden, jeweils ein stufenweiser oder räumlich verteilter Übergang vom höheren Brechungsindex im inneren Bereich zu einem um einen Brechungsindexunterschied reduzierten Brechungsindex im äußeren Bereich erfolgt und wobei dieser Brechungsindexunterschied kleiner ist als 1 x10 -3 , weiter bevorzugt kleiner ist als 1 x10 -4 , noch weiter bevorzugt kleiner 1x10 5

Beispielsweise kann bei jeder Schichtanordnung von Schichten des Wellenleiters, welche an einen Lichtlenker angrenzt, der Brechungsindex, insbesondere der über die Schichtdicke gemittelte Brechungsindex einer von dem Lichtlenker weiter entfernten Schicht geringer sein als der Brechungsindex einer näheren Schicht, wobei der Brechungsindexunterschied der benachbarten Schichten einer Schichtanordnung kleiner ist als 1 x10 -3 , weiter bevorzugt kleiner ist als 1x10 4

In allen Fällen kann bevorzugt der Brechungsindexunterschied kleiner sein als ein Wert rii - n a , welcher die Bedingung M = 1 + int(2V/n) mit V = 2^^/ l n - n erfüllt, wobei n t der gemittelte Brechungsindex des inneren Bereiches und n a der gemittelte Brechungsindex des für die Wellenführung relevanten Teils des äußeren Bereiches ist, der also in Richtung z nicht weiter als t £ / 2 vom inneren Bereich entfernt ist, l die Wellenlänge und die Dicke des inneren Bereiches der Schichtanordnung ist. Gegenüber dem zitierten Stand der Technik hat die Erfindung den Vorteil, dass aufgrund der Ausbildung der vorzugsweise durch Bereiche unterschiedlicher Brechungsindizes gebildeten Facetten eines Lichtlenkers, welche größer als die wenigstens eine vorbestimmte Wellenlänge sind, für diese wenigstens eine Wellenlänge eine Ablenkung und Modenerzeugung erfolgt, wobei die Ablenkung zumindest überwiegend auf den Prinzipien der geometrischen Optik beruht, also z.B. durch Reflektion oder Brechung. Eine Ablenkung in den Wellenleiter durch Beugung findet entweder nicht statt oder bildet zumindest nicht das überwiegende Ablenkungsprinzip, ist somit insbesondere als vernachlässigbarzu bezeichnen.

Durch die Ausbildung der Facetten, welche größer, vorzugsweise welche in drei zueinander senkrechten Raumrichtungen größer als die wenigstens eine vorbestimmte Wellenlänge sind, hat auch jeder Lichtlenker, insbesondere die gesamte lichtablenkende Struktur bevorzugt auch in der eingangs genannten Schichtungsrichtung, insbesondere der genannten Z-Richtung eines angenommenen Koordinatensystems eine Erstreckung, die größer als die vorbestimmte Wellenlänge ist. Die vorbestimmte Wellenlänge kann eine Wellenlänge eines Wellenlängenbereiches sein, der im Wellenleiter propagierbar ist, z.B. die mittlere Wellenlänge dieses Bereiches oder auch die maximale Wellenlänge dieses Bereiches.

Im Vergleich zum eingangs genannten Stand der Technik weist jede Facette eines Lichtlenkers und somit der lichtablenkenden Struktur eine makroskopische Ausbildung auf, insbesondere mit einer Größe in jeder der drei Raumrichtungen von h c l, wobei l der vorbestimmten Wellenlänge des Lichtes entspricht, wobei weiterhin gilt das n > 1 ist, vorzugsweise n > 2 ist, weiter bevorzugt n > 3 ist, noch weiter bevorzugt n > 4 ist, noch weiter bevorzugt n > 10.

In absoluten Maßen ergibt sich in der Schichtungsrichtung (Z-Richtung) und/oder in jeder der drei Raumrichtungen eine Größe einer Facette von mehr als 900 nm, weiter bevorzugt mehr als 1800 nm, noch weiter bevorzugt mehr als 2700 nm, noch weiter bevorzugt mehr als 3600 nm, noch weiter bevorzugt mehr als 9 Mikrometer. Vorzugsweise kann die Dicke des Wellenleiters mit den beiden die lichtablenkende Struktur umgebenden Schichtanordnungen insgesamt größer sein als m x l, wobei l der vorbestimmten Wellenlänge des Lichtes entspricht und m>10 ist, vorzugsweise m > 20 ist, weiter vorzugsweise m > 100, weiter bevorzugt m > 200 ist.

Die Lichtlenker können grundsätzlich in einer Nebeneinanderanordnung ausgeführt sein. Bei einer solchen Anordnung von mehreren Lichtlenkern liegen diese in einer Ebene nebeneinander, die senkrecht liegt zur Schichtungsrichtung, die also parallel ist zurX-Y-Ebene eines kartesischen Koordinatensystems oder die parallel ist zu einer von p und cp aufgespannten Ebene eines Zylinderkoordinatensystems.

Durch die von einem Lichtlenker aus betrachtet in Schichtungsrichtung nach außen hin erfolgende Abnahme des Brechungsindexes in den Schichten der beiden Schichtanordnungen wird die Führung des Lichtes der geführten Mode im Wellenleiter durch das Prinzip der Totalreflexion bewirkt. Durch die geringen Unterschiede der Brechungsindizes benachbarter Schichten wird eine geringe Führung der Moden erzielt.

Hierdurch kann eine Reduktion der Anzahl möglicher Moden im Wellenleiter gegenüber dem genannten Stand der Technik erzielt werden. Insbesondere wird erzielt, dass trotz der großen Ausdehnung der lichtablenkenden Struktur in Schichtungsrichtung, insbesondere auch der Schichtanordnungen, und bevorzugt somit des gesamten Wellenleiters in der Z-Richtung im Vergleich zum Stand der Technik nicht die Anzahl der geführten Moden vergrößert wird. Es kann so im Vergleich zum Stand der Technik ein vergrößertes Intensitätsprofil in der Z- Richtung erzeugt werden, dessen Intensitätsminimum den Überlapp der Mode mit der lichtablenkenden Struktur wirksam minimiert, insbesondere unter Einhaltung der nachfolgend genannten Intensitätsbedingungen.

Die genannten geringen Unterschiede der Brechungsindizes benachbarter Schichten einer Schichtanordnung bzw. zwischen dem inneren Bereich und dem äußeren Bereich der Schichtanordnungen, können in bevorzugter Ausführung erreicht werden durch unterschiedliche Dotierung desselben Wirtsmaterials, insbesondere Polymers, aus welchem eine jeweilige Schicht der Schichtanordnung bzw. der beiden Bereiche ausgebildet ist.

Unter einer Schichtanordnung von wenigstens zwei Schichten wird nicht nur verstanden, dass die wenigstens zwei Schichten über eine diskrete Grenzschicht aneinander angrenzen, an der ein sprunghafter Materialwechsel und/oder Brechungsindexwechsel stattfindet, sondern es werden darunter auch wenigstens zwei senkrecht zur Schichtungsrichtung in der Ebene erstreckte Materialbereiche von unterschiedlichem Material und/oder unterschiedlichem Brechungsindex verstanden, zwischen denen es einen in der Schichtungsrichtung erstreckten Grenzbereich gibt, in welchem sich das Material und/oder der Brechungsindex stetig ändert.

Trotz derart großer Ausbildung können die Facetten jedes Lichtlenkers in einer Richtung senkrecht zur Schichtungsrichtung und damit in einer Richtung parallel zur Propagationsrichtung wenigstens einer geführten Mode, bzw. lateral hintereinander liegen und einfallendes Licht jeweils in den Wellenleiter einkoppeln, ohne dass eine Abschattung durch andere im Propagationsweg der Mode liegende Facetten signifikant ist, weil die lichtablenkende Struktur und damit auch jeder Lichtlenker und damit jede Facette erfindungsgemäß im lokalen Intensitätsminimum der erzeugten geführten Mode liegt, denn die Position, insbesondere Z-Position, der lichtablenkenden Struktur / des Lichtlenkers ist durch die konstruktive Einrichtung des Wellenleiters so gelegt, dass sie für die vorbestimmte(n) Wellenlänge(n) in der Schichtungsrichtung oder Z-Richtung auf der lichtablenkenden Struktur/ dem Lichtlenker zu liegen kommt. Die üblichen Abschattungsprobleme der geometrischen Optik sind somit durch die Erfindung umgangen.

In bevorzugter Ausführung weist die lichtablenkende Struktur und somit der Lichtlenker bzw. jeder Lichtlenker und jede Schichtanordnung eine Erstreckung in der Schichtungsrichtung bzw. Z-Richtung des Wellenleiters auf, so dass die lichtablenkende Struktur / der Lichtlenker in Bereichen kleiner als lmax/m liegt bezogen auf ein neben dem lokalen Minimum liegendes lokales Maximum Lax der Intensität mit m größer 10, bevorzugt m größer 50, weiter bevorzugt m größer 100, noch weiter bevorzugt m größer 250, noch weiter bevorzugt m größer 1000.

Die wenigstens eine vorbestimmte Wellenlänge liegt bevorzugt im Bereich von 300 bis 2500 nm und somit im Sonnenlichtspektrum, weiter bevorzugt im Bereich von 400 bis 900 nm. Dieser Wellenlängenbereich bildet somit bevorzugt den eingangs auch genannten vorbestimmten Wellenlängenbereich. So kann die erfindungsgemäße Vorrichtung in bevorzugter Anwendung zur Konzentrierung von Sonnenlicht, z.B. auf eine Solarzelle verwendet werden.

Der Lichtlenker muss nicht aus einer Ansammlung von Festkörper-Material bestehen, wenngleich er ein solches umfassen oder aus einem solchen Material bestehen kann.

Insbesondere soll der Begriff auch umfassen, dass der Lichtlenker die Anordnung eines Mediums darstellt, wobei das Medium auch eine Flüssigkeit, ein Gas oder Gasgemisch oder auch Vakuum sein kann. Ein Lichtlenker kann somit auch durch einen Körper oder mehrere Körper im Wellenleiter, insbesondere in wenigstens einer der inneren Schichten ausgebildet sein, der/die aus einem beliebigen Medium bestehen oder auch ungefüllt (evakuiert) sein kann/können. Mögliche Festkörper-Materialien für einen Lichtlenker sind transparente Oxide, Nitride,

Salze, sonstige anorganische oder organische Verbindungen, transparente Polymere und andere transparente Materialen. Ein Medium kann auch durch ein Gas oder Gasgemisch gebildet werden.

Vorzugsweise werden als die inneren Schichten, bzw. als der innere Bereich des Wellenleiters dabei die Schichten verstanden, die direkt angrenzend an die Lichtlenker angeordnet sind, bzw. diese umfassen. Die Schichten des äußeren Bereichs liegen außen darum herum. Vorzugsweise ist die Grenze zwischen innerem und äußeren Bereich durch die Orte bestimmt, an denen Licht der im Wellenleiter propagierenden Mode durch Totalreflexion geführt ist.

Insgesamt ermöglicht es somit die erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Lichtkonzentrators auf den Wellenleiter einfallendes Licht durch Wechselwirkung mit der lichtablenkenden Struktur bzw. einem Lichtlenker in überwiegend nullter Ordnung, insbesondere also z.B. durch Reflektion, Brechung in den Wellenleiter einzukoppeln und in Richtung zum Lichtsammelbereich zu konzentrieren, wobei die lichtablenkende Struktur bzw. der Lichtlenker sich im Minimum der wenigstens einen, insbesondere genau einen geführten Mode oder bei mehreren geführten Moden pro (vorbestimmter) Wellenlänge sich im Intensitätsminimum aller geführten Moden befindet bzw. umgekehrt betrachtet das Intensitätsminimum einer jeweiligen geführten Mode bezüglich der Z-Richtung innerhalb der lichtablenkenden Struktur oder dem Lichtlenker liegt.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht die Existenz der lichtablenkenden Struktur oder des Lichtlenkers die Positionierung des Intensitätsminimums oder der Intensitätsminima einer geführten Mode bedingt, sondern dass die Position des Intensitätsminimums oder der Intensitätsminima einer geführten Mode bestimmt ist, insbesondere zumindest hauptsächlich bestimmt ist von den in der Schichtungsrichtung übereinanderliegenden Schichten der beiden die lichtablenkende Struktur / den Lichtlenker umgebenden Schichtanordnungen. Wenn überhaupt, so wird die Position durch die lichtablenkende Struktur / den Lichtlenker allenfalls geringfügig beeinflusst.

Die Lage der lichtablenkenden Struktur / des Lichtlenkers und des wenigstens einen Intensitätsminimums lässt sich somit zuvor bestimmen, z.B. durch Berechnung, insbesondere in Abhängigkeit von zumindest den Schichtparametern (z.B. Brechungsindex, Dicke) und der Wellenleiter so fertigen, dass das Intensitätsminimum der wenigstens einen geführte Mode erfindungsgemäß auf der lichtablenkenden Struktur oder auf dem Lichtlenker liegt.

Der Lichtsammelbereich ist ein in X- und Y- Richtung betrachtet beschränkter, vorzugsweise flächig beschränkter Bereich des Lichtlenkers auf den zu die im Wellenleiter geführte Mode propagiert, insbesondere zumindest aus einer Richtung, vorzugsweise aus mehreren Richtungen. Besonders bevorzugt propagiert die geführte Mode im Wellenleiter aus zumindest zwei einander entgegengesetzten Richtungen zum Lichtsammelbereich, vorzugsweise aus einer Vielzahl von einander entgegengesetzten Richtungen. Damit ist der Lichtsammelbereich derjenige Bereich des Lichtlenkers mit der höchsten Intensität obgleich dieser räumlich mit der Position des in Z-Richtung betrachteten Intensitätsminimums zusammenfällt während das Intensitätsmaximum der geführten Mode gegenüber dem Lichtlenker in Z-Richtung betrachtet versetzt ist. Vorzugsweise ist der Lichtsammelbereich ein Bereich des Lichtlenkers um welchen die Facetten des Lichtlenkers herum angeordnet sind.

Der Lichtsammelbereich kann z.B. durch einen Bereich, insbesondere durch einen in radialer Richtung um die Z-Achse herum beschränkten Bereich, insbesondere des Lichtlenkers ausgebildet sein, um den herum die Facetten des Lichtlenkers angeordnet sind.

Vorzugsweise kann ein Auskoppelelement im Wellenleiter vorgesehen sein, mit dem Licht in Richtung zu einer zu beleuchtenden Anordnung abgelenkt werden kann, z.B. in Richtung zu einer zu beleuchtenden Anordnung, insbesondere zu einer Solarzelle, die im Wellenleiter oder in Z-Richtung benachbart zum Wellenleiter angeordnet ist.

Vorzugsweise liegt das Auskoppelelement in Z-Richtung betrachtet oberhalb oder unterhalb des Lichtsammelbereiches und/oder Lichtlenkers, insbesondere bildet es aber keinen Teil der lichtablenkenden Struktur / des Lichtlenkers, sondern ist von dieser unabhängig. Weiter bevorzugt ist das Auskoppelelementum die Z- Achse herum angeordnet, insbesondere wenn mit den Facetten eine Propagation der Mode aus mehreren Richtungen zur Z-Achse bewirkt wird.

Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung kann es vorsehen, dass in Schichtungsrichtung unterhalb oder oberhalb des Auskoppelelements eine Solarzelle in einer Schicht oder auf der Oberfläche einer Schicht des Wellenleiters angeordnet ist, die durch aus dem Auskoppelelement austretendes, insbesondere gestreutes oder reflektiertes Licht beleuchtet ist.

Es besteht so die Möglichkeit das konzentrierte Licht in der Anordnung zu nutzen, z.B. mittels der Solarzelle in elektrische Energie zu konvertieren. Hierbei kann in Schichtungsrichtung auf der von der Anordnung / Solarzelle abgewandten Seite der lichtablenkenden Struktur eine Verspiegelung in einer Schicht oder auf der Oberfläche einer Schicht des wenigstens einen Wellenleiters angeordnet sein, insbesondere die in Richtung zur Anordnung / Solarzelle konkav ausgebildet ist.

So kann nicht direkt zur Anordnung / Solarzelle gestreutes Licht mittels der Verspiegelung in Richtung zur Anordnung / Solarzelle reflektiert werden.

Das Auskoppelelement kann beispielsweise als eine Materialausnehmung in der lichtablenkenden Struktur und/oder wenigstens einer der Wellenleiterschichten ausgebildet sein. Eine solche Materialausnehmung kann vorzugsweise gasgefüllt oder evakuiert ausgeführt sein. So wird gewährleistet, dass das Auskoppelelement auch bei hohen Intensitäten nicht beschädigt wird.

Das Auskoppelelement kann insbesondere eine reflektierende, vorzugsweise totalreflektierende Anordnung, insbesondere von Grenzflächen zwischen verschiedenen Materialien und /oder Brechungsindizes, umfassen, mit der Licht aus der Richtung einer im Wellenleiter propagierenden Mode ablenkbar ist. Die Ablenkung kann bevorzugt in Richtung zu einer vorgenannten Solarzelle erfolgen.

Eine bevorzugte Ausführung kann es hier vorsehen, dass das Auskoppelelement in der Schichtungsrichtung betrachtet über oder unter dem Lichtlenker am Ort wenigstens eines der das lokale Intensitätsminimum umgebenden Intensitätsmaxima angeordnet ist. Hierdurch ist das Auskoppelelement in der Schichtungsrichtung versetzt zur lichtablenkenden Struktur bzw. dem Lichtlenker angeordnet, insbesondere versetzt um den Abstand zwischen dem Intensitätsminimum und einem benachbarten Intensitätsmaximum der geführten Mode. In Propagationsrichtung der Mode betrachtet liegt somit ein Intensitätsmaximum der Mode auf dem Auskoppelelement

Grundsätzlich kann es die Erfindung vorsehen, dass die Facetten eines Lichtlenkers nur in zwei einander entgegengesetzten Richtungen, also um 180 Grad um einen streifenförmigen Lichtsammelbereich herum angeordnet sind.

Somit wird das Licht auf einen streifenförmigen Bereich hin konzentriert, eine Konzentration erfolgt also innerhalb des Wellenleiters nur in einer Dimension. Eine bevorzugte Ausführung hingegen sieht es vor, dass jede Facette eines Lichtlenkers der lichtablenkenden Struktur den Lichtsammelbereich zumindest teilrahmenförmig, bevorzugt einen geschlossenen Rahmen ausbildend, weiter bevorzugt zumindest teilringförmig, insbesondere einen geschlossenen Ring ausbildend umgibt. So wird sichergestellt, dass auf den Wellenleiter einfallendes Licht aus mehreren Orten, die einen Lichtsammelbereich umgeben, vorzugsweise rahmenförmig oder ringförmig umgeben mit einer jeweiligen Facette in Richtung zu diesem Lichtsammelbereich abgelenkt wird. Somit wird das Licht auf einen kreisförmigen Lichtsammelbereich geführt und entsprechend innerhalb des Wellenleiters in zwei Dimensionen fokussiert.

Der Lichtsammelbereich kann für eine solche Ausführung als der Bereich des Lichtlenkers definiert werden, der sich innerhalb eines maximalen Abstandes po vom geometrischen Mittelpunkt des jeweiligen Lichtlenkers befindet.

Jeder Lichtlenker kann, insbesondere zur Erzeugung einer reflektiven Ablenkung in nullter Ordnung, wenigstens eine reflektierende oder totalreflektierende Facette, vorzugsweise mehrere senkrecht zur Z-Richtung oder parallel zur mittleren Propagationsrichtung der Mode hintereinanderliegende reflektierende oder totalreflektierende Facetten aufweisen.

Z.B. kann eine jeweilige Facette bei (total-)reflektierender Ausbildung eine aus der X-Y-Ebene heraus in Richtung zur Z-Achse oder zu einem gedachten Zylinder um die Z-Achse geneigte Fläche bilden.

Zur Bildung einer Ablenkung durch Lichtbrechung in Transmission kann jeder Lichtlenker wenigstens eine Gruppe vorzugsweise mehrere Gruppen von wenigstens zwei zusammenwirkenden Facetten aufweisen, an denen transmittiertes Licht jeweils gebrochen wird, um insgesamt die Ablenkung auszuführen. Eine Facette kann jeweils durch eine Grenzfläche zwischen zwei Medien unterschiedlicher Brechungsindizes gebildet sein.

Eine besonders bevorzugte konstruktive Ausgestaltung der Erfindung sieht es vor, dass ein jeweiliger Lichtlenker einer lichtablenkenden Struktur bei einem angenommenen Ursprung eines Zylinderkoordinatensystems im Mittelpunkt des Lichtsammelbereichs und/oder im Zentrum des Lichtlenkers wenigstens eine, vorzugsweise mehrere senkrecht zur Z-Richtung oder parallel zur mittleren Propagationsrichtung der Mode hintereinanderliegende, die Z-Achse zumindest bereichsweise umgebende, vorzugsweise in Umfangsrichtung umgebende reflektierende oder Licht brechende Facetten aufweist. Bevorzugt ist es dabei weiterhin vorgesehen, dass der in die p-cp Ebene projizierte Normalenvektor für jeden Ort auf jeder Facette des Lichtlenkers, ausgenommen ihres Randes, eine cp- Komponente von null aufweist. Das bedeutet, dass die Projektion des Normalenvektor jeder Facette entweder genau auf diesem Mittelpunkt hinweist oder genau davon weg, so dass der mit -1 multiplizierte Vektor genau auf den Mittelpunkt hinweist.

Die Facetten eines Lichtlenkers einer lichtablenkenden Struktur (alle oder zumindest einige von diesen, vorzugsweise zumindest die nahe zum Mittelpunkt gelegenen) können in weiter bevorzugter Ausführung um einen Mittelpunkt im Lichtsammelbereich bzw. um die Z-Achse herum rotationssymmetrisch ausgebildet sein.

Für jeden Ort auf einer Facette eines Lichtlenkers mit demselben radialen Abstand p von der Z-Achse bei jedem beliebigen Winkel cp ist somit der Wert von dessen Koordinate Z(r,f) gleich.

Reflektiv oder brechend abgelenktes senkrecht eingefallenes Licht wird hierdurch bezüglich cp immer exakt zum Lichtsammelbereich abgelenkt.

Eine mögliche Ausführung kann es vorsehen, dass die reflektierende oder Licht brechende Facette eines Lichtlenkers betrachtet in einer Schnittebene, welche die Z-Achse umfasst, eine mit zunehmendem radialen Abstand p von der Z-Achse im Z-Wert ansteigende Stufe ausbildet. Die Fläche einer solchen Stufe kann z.B. mit konstanter Steigung linear ansteigend ausgeführt sein. Dieser Steigungswinkel, bezeichnet als a, wird vorzugsweise so gewählt, dass die Anregung der gewünschten Mode mit dem gewünschten Knoten durch senkrecht einfallendes Licht der gewünschten Wellenlänge bzw. des gewünschten Wellenlängenbereiches erzielt wird. Weiter bevorzugt kann die Stufe am radial außen liegenden Stufenende auf die radial innenliegende Stufenhöhe abfallen. Die radial innenliegende Stufenhöhe und die radial außen liegende Stufenhöhe jeder Stufe können bei allen Stufen vorzugsweise gleich sein, insbesondere also identische Z-Position haben.

Eine Ausführung kann es auch vorsehen, dass mit zunehmendem radialen Abstand p von der Z-Achse die in Z-Richtung betrachtete Höhe und/oder radiale Breite der Stufe einer Facette zunimmt. Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn das auf den Wellenleiter einfallende Licht ein über die Wellenleiterfläche konstantes Intensitätsprofil aufweist, wie es z.B. bei Sonnenlicht der Fall ist.

Eine jeweiliger Lichtlenker kann bei einer Projektion in Z-Richtung betrachtet vorzugsweise hinsichtlich seines radial äußeren, den Lichtlenker begrenzenden Randes kreisförmig ausgebildet sein, bevorzugt wobei die zumindest teilringförmigen Facetten und der äußeren Rand des Lichtlenkers konzentrisch zum Lichtsammelbereich angeordnet sind.

Allgemein kann der Wellenleiter mehrere Lichtlenker in einer Nebeneinanderanordnung in der X-Y Ebene oder parallel zu dieser aufweisen. Bei einer jeweils kreisförmigen Berandung der Lichtlenker wäre eine solche in einer Ebene vorgesehene Nebeneinanderanordnung mit einer nicht optimalen Flächenfüllung von Lichtlenkern und damit einer nicht optimalen Effizienz des erfindungsgemäßen Lichtkonzentrators verbunden.

Ein jeweiliger Lichtlenker kann z.B. bei einer Projektion in Z-Richtung betrachtet hinsichtlich seines äußeren Randes um einen jeweiligen Lichtsammelbereich mehreckig, bevorzugt rechteckig, weiter bevorzugt quadratisch ausgebildet sein.

Eine Weiterbildung, insbesondere des mehreckigen, bevorzugt rechteckigen, weiter bevorzugt quadratischen Randes eines Lichtlenkers aber auch der anderen Ausführungen kann es vorsehen, dass mehrere Lichtlenker in einer Ebene, insbesondere einer parallel zur X-Y-Ebene angeordneten Ebene kontaktierend nebeneinander also abstandslos angeordnet sind. In einer möglichen Ausführung kann es vorgesehen sein, dass die Stufenhöhe wenigstens einer, bevorzugt aller Stufen oder Facetten eines Lichtlenkers in Umfangsrichtung um die Z-Achse variiert. Dies kann vorzugsweise bei einer nicht kreisförmigen Berandung eines Lichtlenkers erfolgen. Insbesondere kann bei einem Lichtlenker mit mehreckigem äußeren Rand die Stufenhöhe abhängig von der durch cp vorgegebenen Entfernung zwischen der Mittelachse des entsprechenden Lichtlenkers und des in Z-Richtung projizierten Randes des Lichtlenkers variieren. Dies hat den Vorteil, dass jedem Winkel cp ein zur Lichtsammlung optimales Profil Z(r,f) zugeordnet werden kann, das eine optimale Propagationslänge der angeregten Mode bewerkstelligt. Da beispielsweise die Diagonale eines Quadrats um die Wurzel von zwei länger ist als die Seitenlänge, benötigt eine in der entsprechenden Richtung propagierende Mode für einen insgesamt rechteckig oder quadratisch berandeten Lichtlenker kleinere Stufenhöhen, um eine höhere Propagationslänge zu erreichen.

Die Erfindung kann vorsehen, dass die gesamte von der in Projektion parallel zur Z-Achse betrachtete, durch den äußeren Rand einer Nebeneinanderanordnung von Lichtlenkern umgrenzte Fläche zur in derselben Richtung betrachteten Gesamtfläche der jeweiligen Lichtsammelbereiche ein Verhältnis bildet von V: 1 mit V größer gleich 100.

Eine mögliche Ausführung kann es vorsehen, dass jeder Lichtlenker aus einem, vorzugsweise zusammenhängenden, transparenten dielektrischen Medium ausgebildet ist und die Licht reflektierenden oder brechenden Facetten des Lichtlenkers durch Grenzflächen zwischen dem Lichtlenker und dem daran angrenzenden Material des Wellenleiters ausgebildet sind. Besonders in dieser Ausführung kann zur Ausbildung einer total reflektierenden Facette des Lichtlenkers das Medium des Lichtlenkers einen Brechungsindex aufweisen, der kleiner ist als bei dem angrenzenden Material des Wellenleiters. Bei einer Licht brechenden Grenzfläche kann das Medium des Lichtlenkers einen Brechungsindex aufweisen, der größer aber auch kleiner ist als bei dem angrenzenden Material des Wellenleiters. Insbesondere kann ganz allgemein das angrenzende Material ein zwischen dem Lichtlenker und einer planaren Schicht des Wellenleiters eingefügtes Material sein.

Wie eingangs erwähnt, kann ein erfindungsgemäßer Lichtkonzentrator auch aus einem in Z-Richtung angeordneten Stapel von mehreren Wellenleitern der vorbeschriebenen Art aufgebaut sein. Hier kann es vorgesehen sein, dass in einem Stapel von wenigstens zwei, vorzugsweise symmetrischen Wellenleitern, die jeweils eine lichtablenkende Struktur umfassen, die in Stapelungsrichtung sich zumindest bereichsweise überdeckenden lichtablenkenden Strukturen verschiedener Wellenleiter zueinander senkrecht zur Stapelungsrichtung versetzte Lichtsammelbereiche aufweisen. Dafür können die Wellenleiter insgesamt zueinander lateral versetzt sein.

Eine solche Ausbildung ist besonders dann vorteilhaft, wenn in einem Stapel von wenigstens zwei vorzugsweise symmetrischen Wellenleitern jeder Wellenleiter mit seiner lichtablenkenden Struktur eingerichtet ist, aus dem Gesamtwellenlängenspektrum von auf den Stapel insgesamt einfallendem Licht einen jeweils anderen vorbestimmten Teil-Spektralbereich auf den Lichtsammelbereich abzulenken. Es können dann weiter bevorzugt die in einem jeweiligen Wellenleiter oder am Lichtkonzentrator angrenzenden angeordneten Solarzellen für den Teil-Spektralbereich effizienz-optimiert ausgebildet sein. Es kann so dem Umstand Rechnung getragen werden, dass mit einer Solarzelle nicht über das gesamte Sonnenlichtspektrum hinweg mit gleichbleibender Effizienz eine Wandlung des Lichtes in nutzbare elektrische Energie möglich ist.

Eine konkrete Einrichtung eines Wellenleiters kann durch eine Anpassung des durch die Stufenhöhe und Stufenbreite bestimmten Steigungswinkels der Facetten des Lichtlenkers der jeweiligen lichtablenkenden Struktur sowie der verbleibenden geometrischen und dielektrischen Parameter (Brechungsindex, Dicke,..) der Wellenleiter an den zu sammelnden Teilspektralbereich erfolgen. Hierbei kann durch numerische Simulation des Wellenleiters eine Vorhersage des beim Lichtsammelbereich ankommenden Teil-Spektralbereiches des geführten Lichtes getroffen werden. Durch Variation des Steigungswinkels der jeweiligen Facetten eines Lichtlenkers und der geometrischen und dielektrischen Parameter des verbleibenden Wellenleiters wird der simulierte beim Lichtsammelbereich ankommende Teil-Spektralbereich an den gewünschten Spektralbereich angeglichen. Die so optimierten Wellenleiter können als Fertigungsvorlage verwendet werden.

Ein Lichtkonzentrator der Erfindung kann in möglicher Ausbildung mit kontaktierend in der X-Y-Ebene nebeneinander angeordneten Lichtlenkern in jeder senkrecht zur Schichtungsrichtung liegenden Richtung jeweils Abmessungen von mindestens 10 cm aufweisen.

Bei der Herstellung eines Lichtkonzentrators kann es vorgesehen sein, dass die Schichten des Wellenleiters durch aufeinander laminierte Polymerfilme gebildet sind.

Ein jeweiliger Lichtlenker kann allgemein durch einen Hohlraum oder mehrere separierte Hohlräume in wenigstens einer der Schichten einer Schichtanordnung, insbesondere eines Polymerfilms ausgebildet sein. Ein solcher Hohlraum kann z.B. durch Abformung eines Reliefs und anschließender Auffüllung durch ein dielektrisches Material realisiert sein. Wenigstens eine Grenzfläche eines solchen Hohlraums zum benachbarten Medium kann eine Facette des Lichtlenkers bilden.

Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert:

Die Figur 1 zeigt schematisch einen Lichtlenker 1a auf welchen Licht einfällt. Die obere Abbildung verdeutlicht, dass bei einer Ausdehnung L der Facetten 1b des Lichtlenkers 1a in der Größenordnung der Wellenlänge l des einfallenden Lichtes Beugungseffekte die Wechselwirkung zwischen Licht und der Struktur dominieren. Dabei ist die Ablenkung durch Beugung aufgrund von Dispersion von der Wellenlänge abhängig. Während also der breitbandig einfallende Strahl in nullter Ordnung breitbandig reflektiert wird (ein Pfeil) propagieren die in 1. oder -1. Richtung gebeugten Strahlen unterschiedlicher Farbe in verschiedene Richtungen (visualisiert durch jeweils drei gestrichelte Pfeile).

Ist hingegen gemäß der unteren Abbildung die Ausdehnung L der Facetten 1b des Lichtlenkers 1a größer als die Wellenlänge, hier im Beispiel 10x größer als die Wellenlänge l des einfallenden Lichtes, so dominiert die Wechselwirkung nullter Ordnung, also z.B. die Reflektion. Die anteilige Wechselwirkung durch Beugung ist untergeordneter Art, was durch die verhältnismäßige Länge der Pfeile visualisiert wird. Dispersive Effekte werden weitgehend vermieden. Die Erfindung macht es sich zunutze durch eine lichtablenkende Struktur zwischen den Schichtanordnungen eines Wellenleiters eine Lichtablenkung in überwiegend nullter Ordnung, also z.B. durch Reflektion oder Beugung zu erzeugen, wodurch sich eine effiziente wellenlängenunabhängige Ablenkung erzielen lässt.

Die Figur 2 zeigt den schematischen Aufbau eines Wellenleiters mit einer lichtablenkenden Struktur 1 die zwischen zwei Schichtanordnungen 2 eingebettet ist. Gezeigt ist ein 100pm dicker innerer Bereich (2a, 1,2a) des Wellenleiters mit Gitterkoppler.

Die obere Darstellung verdeutlicht, dass sich bei einem

Brechungsindexunterschied von 1x 10 _1 zwischen den Schichten 2a und 2b einer Schichtanordnung 2 eine Vielzahl von möglichen im Wellenleiter führbaren Moden ergibt, was durch die berechnete Anzahl der Transmissionsminima verdeutlicht ist.

Demgegenüber ist in der unteren Darstellung ersichtlich, dass bei einem vergleichsweise geringen Brechungsindexunterschied von in diesem Beispiel 4x10 5 sich nur zwei im Wellenleiter führbare Moden ergeben. Die berechnete TEi-Mode weist in Z-Richtung ein Intensitätsprofil auf, dessen lokales Minimum Imin mit der lichtablenkenden Struktur 1 räumlich zusammenfällt. Die deutlich höhere Propagationslänge dieser Mode im Vergleich zu TEi ist an der viel schmaleren Resonanz zu erkennen.

So verdeutlicht die Berechnung, dass selbst mit großen Schichtdicken, die deutlich größer sind als die Wellenlänge des einfallenden und geführten Lichtes sich singuläre Moden im Wellenleiter führen lassen, deren Intensitätsminimum bezüglich z auf der lichtablenkenden Struktur 1 liegen. Die Lösung zum Erreichen einer verringerten Wechselwirkung zwischen der geführten Mode und der lichtablenkenden Struktur 1 besteht somit in der Verringerung des Brechungsindexunterschiedes An zwischen den Materialien an der die Totalreflexion verursachenden Grenzfläche. In dieser Simulation ist eine stufenweise Variation des Brechungsindex an einer festen Grenzfläche angenommen. Tatsächlich kann eine zum Beispiel durch Dotierung verursachte Veränderung des Brechungsindex auch stetig über eine gewisse Ausdehnung Az in Richtung z hinweg erzeugt werden, so dass die Totalreflexion nicht mehr an einer fest lokalisierbaren Grenzfläche bei konstantem z erfolgt, sondern verteilt im Bereich Az, in dem der Index von innen nach außen graduell um An verringert wird. In dem Fall geht zwar der Stufenwellenleiter in einen Gradientenwellenleiter über, die wesentliche Aussage bleibt aber erhalten, dass mit abnehmendem An bei gleicher Dicke des inneren Bereiches des Wellenleiters die Zahl der Moden im Wellenleiter ebenfalls abnimmt.

Die Figur 3 zeigt eine innerhalb des inneren Bereiches mit n t > n a geführte Mode, die eine für sie spezifische Intensitätsverteilung /(z) hat. Die Struktur 1 und die an die Struktur 1 angrenzenden Schichten der beidseits um die lichtablenkende Struktur angeordneten Schichtanordnungen 2 bilden gemeinsam den inneren Bereich 2a des Wellenleiters.

Gezeigt ist /(z) einer durch die lichtablenkende Struktur weitgehend ungestörten (z. B. durch n r « m) TEi Mode, die im äußeren Bereich mit n a exponentiell abfällt und im inneren Bereich ein näherungsweise sinusförmige Feldverteilung E{z) mit einer Nullstelle bei z 0 aufweist. Diese Nullstelle ist auch in der Intensitätsverteilung I(z)~E{z) vorhanden und wird als Knoten bezeichnet. Für alle x,y (kartesisch) und entsprechend für alle p, f (Zylinderkoordinaten) verschwindet bei z = z 0 die Mode. Die entsprechende Ebene wird daher als Knotenebene bezeichnet. Die Struktur 1 liegt nun mit einer Dicke bzw. Ausdehnung t s in Richtung z innerhalb der die Mode führenden Schicht mit n t der Dicke t i wobei entsprechend t s < t t gelten muss. Die Ausdehnung der lichtablenkenden Struktur 1 erstreckt sich auf der z-Achse im gesamten Bereich z s _ < z < z s+. Der Füllfaktor F gibt den Anteil der Mode an, die innerhalb der lichtablenkenden Struktur 1 geführt wird: F = . Ziel ist es, diesen

Füllfaktor der Mode innerhalb der lichtablenkenden Struktur 1 möglichst stark zu verringern. Zu diesem Zweck ist es besonders wünschenswert, dass die Knotenebene innerhalb der lichtablenkenden Struktur 1 liegt (z s _ < z 0 < z s+ ) oder wenigstens in ihrer Nähe (z 0 - z s+ < oder z s _ - z 0 < t*).

In bevorzugter Ausführung ist es vorgesehen, dass der Füllfaktor F der Mode kleiner ist als 10 -3 , besonders bevorzugt kleiner ist als 10 5 .

Die Figur 4 visualisiert eine bevorzugte Ausführung der Erfindung, bei welcher ein für |z| > z c symmetrischer Schichtaufbau des Wellenleiters eines erfindungsgemäßen Lichtkonzentrators vorliegt.

Damit die Knotenposition einer TEi-Mode oder einer TMi-Mode unabhängig von der Wellenlänge immer bei zo liegt, ist eine Symmetrie bezüglich der z-Achse nötig. Gleiches gilt im Übrigen auch für die jeweils mittleren i+1.ten Knoten höherer ungerader TE2 +1 oder TM2 +1 Moden, welche daher ebenfalls breitbandig nutzbar sind. Die Symmetrie wird außerhalb eines Bereiches der Ausdehnung 2 z c gefordert, der die lichtablenkende Struktur 1 und die direkt an die Struktur 1 angrenzenden Materialbereiche mit Brechungsindex n _ und n 1 + vollständig umgibt. Die Schichtanordnungen 2 sind beidseits des Bereichs mit der Ausdehnung 2z c angeordnet und greifen innen teilweise darin ein. Um eine einfachere Schreibweise zu ermöglichen, ist es sinnvoll, die Nullkoordinate z = 0 so zu wählen, dass sie exakt in der Mitte dieses Bereiches liegt. Innerhalb des von der Symmetrieforderung ausgenommenen Bereiches ( z c < z < z c ) muss die Struktur 1 liegen, also insbesondere z c > z s+ und z s _ > -z c gelten. Da dieser Bereich unsymmetrisch ist, kann die Knotenposition z 0 leicht von z = 0 abweichen. Außerhalb dieses Bereiches, also für alle |z| > z c soll Symmetrie gelten. Aufgrund von fertigungsbedingten Ungenauigkeiten ist aber eine leichte Abweichung von dieser Forderung zulässig, die sich im Toleranzfaktor K widerspiegeln soll. Idealerweise ist K = 1. Bei einem schichtweisen Aufbau soll sowohl im inneren, als auch im äußeren Bereich Symmetrie bezüglich der Indizes und der Dicken herrschen: h ί ;· _ = Kh ίί+ und t i7 -_ = Kt i j+ für alle j von 1 bis M und n a k _ = Kn a k+ und t a k _ = Kt a k+ für alle k von 1 bis N. An der Grenzfläche (gestrichelte Linie) zwischen der M.ten inneren Schicht und der ersten äußeren Schicht herrscht Totalreflexion. Es gelten also insbesondere n i M+ > n a l+ und n i M _ > n a l _. Im äußeren Bereich klingt die Mode mit zunehmendem Abstand von dieser Grenzfläche ab. Wenn eine Z.te äußere Schicht einen

Abstand t a,k - > 2 von dieser Grenzfläche aufweist, so besitzt diese Schicht kaum noch einen Einfluss auf die Mode. Entsprechend dürfen soweit außen liegende Schichten von der Symmetrieforderung abweichen und sie dürfen sogar einen höheren Brechungsindex als n i M+ « n iM - aufweisen. Ohne dieses Enden eines Wellenleiters für hohe |z| wäre ein Stapeln verschiedener Wellenleiter nicht möglich. Wenn die Zahl der Schichten ( N,M ) sehr groß wird, und die Indexunterschiede benachbarter Schichten sowie die Dicken der einzelnen Schichten sehr klein, so kann der schichtweise Aufbau auch zur Beschreibung eines Gradientenwellenleiters genutzt werden. Allerdings ist in diesem Fall ein funktionales n(z) naheliegender. Wird der Übergang zwischen innerem und äußerem Bereich kontinuierlich, erfolgt die Totalreflexion in einem Volumen und nicht mehr an einer Grenzfläche. Dies ist durch die verbreiterte gestrichelte Linie im unteren Bild angedeutet. Dieses gesamte Volumen wird dem Außenbereich zugeordnet. Für die weit äußeren Bereiche des Wellenleiters, die vom äußersten Rand dieses Volumens mehr als ti / 2 we 't entfernt sind gelten auch hier keine Symmetrieforderungen mehr. Von dieser Einschränkung abgesehen soll das n(z) für alle |z| > z c symmetrisch sein (n(z) = Kn(-z) ). Bevorzugt soll K im Bereich 0,99 < K < 1,01, weiter bevorzugt soll K im Bereich 0,999<K<1 ,001 , weiter bevorzugt soll K im Bereich 0,9999<K<1 ,0001 , weiter bevorzugt soll K im Bereich 0,99999<K<1 ,00001

Figur 5 erklärt die Wirkung des erfindungsgemäßen Lichtkonzentrators anhand des Prinzips der Reziprozität. Das aus einem homogenen eindimensionalen Gitterkoppler als Lichtlenker 1a ausgekoppelte Licht besitzt eine exponentielle Intensitätsverteilung /(x). Für optimales Sammeln also für den reziproken Vorgang muss auch das zu sammelnde Licht eine solche Verteilung ausweisen. Um auf großen Längen sammeln zu können muss a klein werden, was durch das Knotenkonzept erreicht wird.

Die Erfindung kann gemäß Figur 6 vorsehen, dass mit zunehmendem radialen Abstand p von der Z-Achse die in Z-Richtung betrachtete Höhe und/oder radiale Breite der durch eine Facette 1b gebildeten Stufe eines Lichtlenkers 1a zunimmt.

In einer radialsymmetrischen Anordnung würde die Auskopplung einer von innen zylinderförmig nach außen laufenden Welle eine Abhängigkeit /(p) aufweisen, die über den beschriebenen exponentiellen Term noch einen reziprok von p abhängigen Faktor aufweist, da die Intensität selbst ohne Auskopplung infolge der größer werdenden durchleuchteten Zylindermantelfläche mit zunehmendem p abnehmen würde. Um dieses stark abfallende /(p)auszugleichen, ist es notwendig, die Höhe der Stufenmit zunehmendem p steigen zu lassen. Die größte Ausdehnung (bei maximalem p, also außen in dem Lichtlenker) definiert dann die t s bzw. die Werte z s _ und z s+ .

Eine solche Ausführung der Lichtlenker ist somit bevorzugt für das Sammeln und Konzentrieren von Sonnenlicht, das mit einer gleichmäßigen Intensitätsverteilung auf einen Wellenleiter der Erfindung einfällt.

Die Figur 7 zeigt die Ausführung eines als Reflektor ausgebildeten Lichtlenkers 1a aus reflektierenden Facetten 1b, welche ringförmig den Lichtsammelbereich 3 im Zentrum des Lichtlenkers 1a der Struktur 1 umgeben.

Die Facetten 1b können, wie hier gezeigt vollständig rotationssymmetrisch sein während der Rand des Lichtlenkers unabhängig von den im Innenbereich des Lichtlenkers liegenden Facetten geformt sein kann. In diesem Beispiel ist der äußere Rand 4 des Lichtlenkers 1a von Struktur 1 kreisrund. Sinnvoll ist ein Wechsel von kartesischen auf Zylinderkoordinaten. Bei vollständiger Rotationssymmetrie sind die z(p) bei allen cp gleich. Allgemeiner (auch bei stückweiser Rotationssymmetrie zeigt der Normalenvektor (hier am Beispiel n 4 ) , abgesehen von den Facettenrändern, exakt auf die z-Achse, was insbesondere bei Projektion in die XY-Ebene auffällt (jeweils fetter Pfeil). Die Figur 8 zeigt eine Ausführung, bei der die Facetten 1 b des Lichtlenkers im Innenbereich des Lichtlenkers 1a rotationssymmetrisch ausgebildet sind. Der äußere Bereich des Lichtlenkers 1a bzw. der Rand 4 und des Lichtlenkers 1a insgesamt ist hingegen quadratisch. Auch hier ist die Ausführung so, dass ausgenommen des Randes 4 die Normalenvektoren auf jeder möglichen Facette 1b des Lichtlenkers 1a der Struktur 1 bei den reflektiv zum Lichtsammelbereich 3 geneigten Facetten genau auf die Z-Achse weisen und bei den vom Lichtsammelbereich abgewandten Flächen von der Z-Achse wegweisen, bzw. die Vektoren im Zylinderkoordinatensystem keine cp-Komponente aufweisen. Die Facetten sind hier jeweils so ausgebildet, dass sie ringförmig oder zumindest teilringförmig den Lichtsammelbereich 3 umgeben und eine Stufenform aufweisen, mit jeweils einer mit zunehmenden Radialabstand vom Lichtsammelbereich ansteigender Stufenbreite entlang p und Stufenhöhe entlang der Z-Achse.

Die Figur 9 zeigt ebenfalls eine quadratisch berandete Ausführung eines Lichtlenkers wie bei der Figur 8, welche vorteilhaft sein kann, um eine Fläche besser mit Lichtlenkern ausnutzen zu können. Dieses bedeutet aber, dass entlang der durch cp 2 vorgegebenen Richtung eine größere Propagationslänge erreicht werden muss als in der durch f 1 vorgegebenen Richtung. Entsprechend werden in der durch cp 2 vorgegebenen Richtung bei gleichem p flachere durch die Facetten 1 b gebildete Stufen des Lichtlenkers 1a benötigt, was von null abweichende cp-Komponenten bedeutet. Hier ist deshalb die Ausführung so, dass die Stufenhöhein Abhängigkeit des Winkels cp um die Z-Achse variiert, insbesondere bei konstantem p in Richtung zu der Ecke der in der Projektion quadratischen Randes des Lichtlenkers 1a abnimmt.

Figur 10 zeigt eine Konkretisierung der von null abweichenden cp-Komponenten der Normalenvektoren auf den Facetten 1 b des Lichtlenkers 1a gemäß Figur 9. Dies ist so zu verstehen, dass die Normalenvektoren auf den reflektierenden Facetten 1 b des Lichtlenkers 1a nicht mehr an jeder beliebigen Position einer reflektierenden Fläche exakt auf die Z-Achse weisen. Vorzugsweise ist die Abweichung von der Symmetrie so gewählt, dass die in die Z-Ebene projizierten Normalenvektoren jeder Facette 1b des Lichtlenkers 1a der lichtablenkenden Struktur 1 für jeden betrachten Abstand p auf den reflektierenden Flächen zumindest noch in einen durch den halben Durchmesser des Lichtsammelbereiches 3 festgelegten Wertebereich von p < r 0 I2 weisen, der die Z-Achse mit einem radialen Abstand p Q umgibt und somit einen Toleranzbereich der cp-Komponenten der besagten Normalenvektoren von |f| < arcsin(p 0 /2p) definiert.

Die Figur 11 zeigt mehrere mögliche Ausführungsvarianten, bei denen die Facetten 1b eines Lichtlenkers 1a nicht eine einzige Reflexion, wie bei den vorherigen Ausführungen, sondern eine lichtbrechende Transmission oder mehrfache Reflexion bewirken.

In den zwei gezeigten transmittierenden Ausführungen werden die Facetten 1b des Lichtlenkers 1a durch Körper 1c mit Brechungsindex n r gebildet und weisen zwei in Transmission durchleuchtete brechende Facetten 1b auf. Die Körper 1c in den gezeigten transmittierenden Ausführungen können als Bereiche hochbrechenden Materials mit n r > ri* oder ri* > n r oder als Materialausnehmung, insbesondere gasgefüllte oder evakuierte Materialausnehmung, in den Schichten des Wellenleiters ausgebildet sein.

In der gezeigten mehrfach reflektiven Ausführung kann es innerhalb der Körper 1c auch zu einer Totalresektion, insbesondere zweimaligen Totalresektion und anschließender Transmission aus den Körpern 1c herauskommen. Die Körper 1c können als Bereiche hochbrechenden Materials mit n r > ri* in den Schichten des Wellenleiters ausgebildet sein.

Die Figur 12 zeigt in den oberen zwei Teilbildern zwei verschiedene Ausführungen zur Auskopplung des gesammelten Lichtes mittels eines zum Lichtsammelbereich 3 vom Lichtlenker 1a in negativer Z-Richtung versetzten Auskoppelelementes 5.

In der ersten Variante ist das Auskoppelelement 5 durch eine Materialausnehmung des lichtführenden Mediums mit Brechungsindex ri* in Form eines rotationssymmetrischen Konus mit Öffnungswinkel ß realisiert, sodass das im Konus befindliche Medium (n k ) nahezu oder genau oder zumindest im Wesentlichen einem Brechungsindex von eins entspricht. Trifft das Licht nun auf die Grenzfläche des Konus, also des Auskoppelelementes 5, wird gemäß des Reflexionsgesetzes das im Wellenleiter geführte Licht mit einem vom effektiven Index der Mode und dem Öffnungswinkel ß abhängigen, durch numerische Simulation bestimmten, Austrittswinkel, wie mittels der schwarzen Pfeile angedeutet, aus dem Konzentrator herausgelenkt.

In der zweiten (Lichtlenker gemäß Figur 9) Variante besteht das Auskoppelelement 5 aus einer in p und Z Richtung invertierten Version der Facetten 1b am in Z-Richtung betrachteten Intensitätsmaximum der im Wellenleiter geführten Mode. Hierdurch wird eine effiziente Auskopplung in Einfallsrichtung, wie durch die schwarzen Pfeile angedeutet, bewirkt.

Das dritte und vierte Teilbild zeigt einen gemäß der Figur 9 und dem ersten linken Teilbild kombinierten Wellenleiter mit einer kontaktierend angeordneten Nebeneinanderanordnung von Lichtlenkern sowie konusförmigen Auskoppelelementen 5.

Die Figur 13 zeigt den Abformungsprozess zur Strukturierung des inneren Bereiches des Wellenleiters 2a mittels thermischen Pressens. Der sich auf einem Substrat 6 befindende innere Bereich des Wellenleiters 2a mit Brechungsindex ri* wird unter Druck und Temperatur mit einem mechanisch harten Negativstempel 7 mit einem sich darauf befindenden abzuprägenden negativen Relief (8) zwischen zwei Pressschuhen (9) in Kontakt gebracht, sodass das Material des inneren Bereiches des Wellenleiters unter plastischer Verformung die Form des annimmt und somit ein nun positives Relief 10 aufweist.

Figur 14 zeigt die Herstellung eines Wellenleiters durch Auffüllen eines durch den Abformungsprozess erzeugten positiven Reliefs 10 gemäß Figur 13 und der anschließenden Erzeugung der Schichtanordnung durch Lamination von Schichten.

Nach der Abformung gemäß Figur 13 liegt wie im ersten Teilbild gezeigt eine Schicht rii mit einer in Z-Richtung betrachteten unteren glatten Grenzfläche und oberen strukturierten Grenzfläche vor. Die strukturierte Grenzfläche kann nun beispielsweise durch Rotationsbeschichtung mit einer geschlossenen Schicht des Brechungsindex n r aufgefüllt werden, welche die Struktur 1 samt der Lichtlenker 1a bildet, wobei die Facetten durch die Grenzflächen zwischen den Bereichen mit Brechungsindex ri* und n r gebildet werden (zweites Teilbild). Nach Ablösung dieser Anordnung vom Substrat 6 wird wie im dritten Teilbild gezeigt auf die Schicht mit Brechungsindex ri* eine weitere Schicht mit Brechungsindex n a auflaminiert. Auf die bislang exponierten Grenzflächen der Struktur wird hingegen eine Schichtanordnung von zwei Schichten mit den jeweiligen Brechungsindizes rii und n a auflamiert, sodass nun bezogen auf eine in der Struktur liegende Mittelebene ein symmetrischer Wellenleiter vorliegt (viertes Teilbild).

Die Figur 15 zeigt eine Ausführung zur Einrichtung von wellenlängenselektiven Konzentratoren.

Im Querschnitt des rotationssymmetrischen Wellenleiters bildet jede Facette 1b eines Lichtlenkers 1a eine Stufe mit Steigungswinkel a.

Numerische Simulationen zeigen, dass das im Wellenleiter konzentrierte Licht einen Spektralbereich der Breite DL aufweist, welcher von diesem Steigungswinkel a und den sonstigen geometrischen und dielektrischen Parametern (Brechungsindex, Schichtdicke,...) des Wellenleiters abhängt. Zur Anpassung eines Wellenleiters an einen vorbestimmten Spektralbereich wird dieser zur numerischen Berechnung und Optimierung parametrisiert. Das beim Lichtsammelbereich ankommende Spektrum geführten Lichtes dient hierbei als Vergleichsgröße zum gewünschten Spektrum. Mittels einer Variationsoptimierung der Parameter wird so dieses beim Lichtsammelbereich ankommende geführte Licht an das gewünschte Spektrum angeglichen. Die ermittelten Parameter des Wellenleiters dienen im Anschluss als Herstellungsparameter der Wellenleiter. Die Figur 16 zeigt eine für Sonnenlicht optimierte Ausführung eines vollständig integrierten Lichtkonzentrators aus einer Kombination von drei übereinander gestapelten wellenlängenselektierenden Wellenleitern mit einer jeweiligen Nebeneinanderanordnung von Lichtlenkern gemäß der Figuren 12 und 15. Dabei sammelt und konzentriert jeder der drei Wellenleiter einen komplementären Teil des gesamten einfallenden Sonnenspektrums. Zur besseren Übersicht sind nur die jeweiligen lichtablenkenden Strukturen und Auskoppelelemente beinhaltenden Teile der lichtführenden Schicht gezeigt, während die weiteren fortführenden Schichten 2b der Wellenleiter durch die schwarzen Punkte angedeutet sind. Hierbei ist jeder Wellenleiter mit dem hinter der Schichtbezeichnung stehenden Index nummeriert, sodass beispielsweise die Dicke der Struktur 1 des oberen Wellenleiters die Bezeichnung t s l hat. Unterhalb des vollständig integrierten Lichtkonzentrators befindet sich eine Matrixanordnung von durch schwarze Quader illustrierten Solarzellen 11 bestehend aus n Reihen von Solarzellen. Eine relative laterale Versetzung der Wellenleiter zueinander erlaubt hierbei eine in Versetzungsrichtung zyklischen Ausführung von insgesamt n komplementären Solarzellenreihen 11-1, 11-2 und 11-3, ..., 11-i, 11-i+1, ..., 11-n, mit einer jeweils zum darüber zentrierten wellenlängenselektierenden Wellenleiter angepassten Bandlückenenergie, und somit eine optimierte Konvertierung von gesammelter Lichtenergie in elektrisch nutzbare Energie. Exemplarisch sind in Figur 17 hierbei insgesamt 12 Solarzellenreihen gezeigt, wobei die Punkte im oberen Teilbild die Fortsetzbarkeit in Versetzungsrichtung einer solchen zyklischen Ausführung symbolisieren. Die Solarzellen können hierbei direkt durch Transferdruck oder pick and place aufgebracht werden. Dabei dienen jeweils die entsprechenden Auskoppelelemente als Positioniermarken.

Die Figur 17 veranschaulicht schematisch den Zusammenhang zwischen der lichtablenkenden Struktur 1 und den in einer parallel zurX-Y Ebene durch Quadrate dargestellten Lichtlenkern 1a. In diesem Beispiel ist die lichtablenkende Struktur 1 aus sechszehn Lichtlenkern zusammengesetzt. Allgemein bildet jede Nebeneinanderanordung von beliebigen Lichtlenkern 1a die lichtablenkende Struktur 1.

Für das diesem Antrag zugrunde liegende Projekt wurden im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 637367 Fördermittel aus dem Programm der Europäischen Union für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ bereitgestellt.