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Title:
MACHINE TOOL HAVING A BALANCING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/161026
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a machine tool, specifically a hand-held machine tool (10) or semi-stationary machine tool, having a drivetrain (108), which comprises: a tool shaft (23) mounted rotatably on a drive carrier (80) on the basis of a bearing assembly (27); and a tool receptacle (35), arranged on the tool shaft (23), for a working tool (40) which in particular is plate-like, wherein the tool shaft (23) is rotatably driveable about a rotation axis by a drive motor of the machine tool (10), and wherein a balancing device (50) is arranged on the tool shaft (23) and comprises a guide body (51) having at least one orbital path (52) running around the rotation axis and at least one balancing body (54, 55) mounted movably in the orbital path (52). In the machine tool, the drive carrier (80) is mounted movably on a holder (95) of the machine tool, wherein a position of the drive carrier (80) relative to the holder (95) is adjustable by the balancing device (50).

Inventors:
RUHLAND HARALD (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/052509
Publication Date:
August 13, 2020
Filing Date:
January 31, 2020
Export Citation:
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Assignee:
FESTOOL GMBH (DE)
International Classes:
B24B23/02; B24B23/04; B24B41/04; B25F5/00; F16F15/28; F16F15/36
Domestic Patent References:
WO1994019152A11994-09-01
WO2002008636A22002-01-31
Foreign References:
EP2596908A12013-05-29
DE102006034078A12007-12-06
DE102012103587A12013-10-24
US6974362B22005-12-13
US20100068977A12010-03-18
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE BREGENZER UND REULE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Werkzeugmaschine, nämlich Hand-Werkzeugmaschine (10) oder halbstatio näre Werkzeugmaschine, mit einem Antriebsstrang (108), der eine an einem An triebsträger (80) anhand einer Lageranordnung (27) drehbar gelagerte Werk zeugwelle (23) und eine an der Werkzeugwelle (23) angeordnete Werkzeugauf- nähme (35) für ein insbesondere tellerartiges Arbeitswerkzeugs (40) aufweist, wobei die Werkzeugwelle (23) durch einen Antriebsmotor der Werkzeugmaschine (10) um eine Drehachse drehantreibbar ist, und wobei an der Werkzeugwelle (23) eine Wuchteinrichtung (50) angeordnet ist, die einen Führungskörper (51 ) mit mindestens einer um die Drehachse verlaufenden Umlaufbahn (52) und mindes- tens einen in der Umlaufbahn (52) beweglich gelagerten Wuchtkörper (54, 55) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsträger (80) an einer Halte rung (95) der Werkzeugmaschine beweglich gelagert ist, wobei eine Relativpositi on des Antriebsträgers (80) gegenüber der Halterung (95) durch die Wuchtein richtung (50) verstellbar ist. 2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der An triebsträger (80) bezüglich der Halterung (95) durch eine zwischen dem Antriebs träger (80) und der Halterung (95) angeordnete Federanordnung (90) federnd ge lagert ist.

3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fe- deranordnung (90) mindestens einen Puffer, insbesondere aus Gummi oder elas tischem Kunststoff, aufweist.

4. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Eigenfrequenz des Antriebsträgers (80) bezüglich der Halterung (95) kleiner als eine vorbestimmte Umdrehungsfrequenz oder Drehzahl der Werkzeugaufnahme (35) ist.

5. Werkzeugmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Eigenfrequenz mindestens fünfmal kleiner, insbesondere mindestens sie- benmal kleiner oder mindestens achtmal kleiner, vorzugsweise mindestens neunmal kleiner oder mindestens zehnmal kleiner als die vorbestimmte Umdre hungsfrequenz oder Drehzahl der Werkzeugaufnahme (35) ist.

6. Werkzeugmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Umdrehungsfrequenz oder Drehzahl eine Maxi- mal-Umdrehungsfrequenz oder Maximal-Drehzahl oder eine

Nenn-Umdrehungsfrequenz oder Nenn-Drehzahl ist.

7. Werkzeugmaschine nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Eigenfrequenz des Antriebsträgers (80) bezüglich der Halterung (95) durch eine Federkonstante der Federanordnung (90) eingestellt oder einstellbar ist.

8. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Maschinengehäuse (11 ) aufweist, an dem die Hal terung (95) angeordnet ist oder welches die Halterung (95) bildet.

9. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (95) einen Handgriff zum Ergreifen durch ei nen Bediener und/oder eine Mitnahmepartie zur Mitnahme durch einen Positio nierantrieb (315) aufweist, anhand dessen die Werkzeugmaschine bezüglich einer Werkstückoberfläche positionierbar ist.

10. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Positionierantrieb (315) zum Positionieren der

Werkzeugaufnahme (35) für das Arbeitswerkzeug (40) bezüglich einer Werk stückoberfläche für eine Bearbeitung der Werkstückoberfläche durch das Arbeits werkzeug (40) aufweist.

11. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Schleifmaschine oder eine Poliermaschine ist und/oder die Werkzeugaufnahme (35) zur Befestigung eines Tellerwerkzeugs als das Arbeitswerkzeug (40) ausgestaltet ist. 12. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine an dem Führungskörper (51 ) ange ordnete Umlaufbahn (52) eine erste Umlaufbahn (52) mit einem ersten radialen Abstand zu der Drehachse der Wuchteinrichtung (50) bildet und die Wuchteinrich tung (50) in einem Längsabstand bezüglich der Drehachse zu der ersten Umlauf- bahn (52) mindestens eine zweite Umlaufbahn (53) umfasst.

13. Werkzeugmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine zweite Umlaufbahn (53) einen gegenüber dem ersten radialen Abstand größeren zweiten radialen Abstand zu der Drehachse aufweist.

14. Werkzeugmaschine nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine zweite Umlaufbahn (53) von der ersten Umlaufbahn (52) getrennt ist, so dass die in der jeweiligen Umlaufbahn (52, 53) angeordneten Wuchtkörper (54, 55) zwischen den Umlaufbahnen (52, 53) unverstellbar und/oder käfigartig in ihrer jeweiligen Umlaufbahn (52, 53) gehalten sind.

15. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Führungskörper (51 ) einen Grundkörper (56) aufweist, an dem einstückig die erste und mindestens eine zweite Umlaufbahn (52, 53) ausgebildet sind, wobei vorteilhaft vorgesehen ist, dass die erste und die mindestens eine zweite Umlaufbahn (52, 53) durch eine spanende Bearbeitung des Grundkörpers (56) hergestellt sind, wobei der Grundkörper (56) insbesondere an einer Werk- stückhalterung (WH) nach Abschluss der Herstellung der ersten Umlaufbahn (52) bis zum Beginn der Herstellung der mindestens zweiten Umlaufbahn (53) ver bleibt.

16. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskörper (51 ), insbesondere ein die Umlaufbah- nen (52, 53) einstückig aufweisende Grundkörper (56) des Führungskörpers (51 ), und die Werkzeugwelle (23) einstückig sind.

17. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskörper (51 ) einen Deckel (70), insbesondere nur einen einzigen Deckel (70), aufweist, mit dem die erste Umlaufbahn (52) und/oder die zweite Umlaufbahn (53) verschlossen sind, wobei der Deckel (70) vorteilhaft mindestens eine Umlaufbahn (52, 53) des Führungskörpers (51 ) parallel zu der Drehachse und/oder bezüglich der Drehachse radial innen verschließt.

18. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Umlaufbahn (52, 53) des Führungskörpers (51 ) gegenüber der oder einer anderen Umlaufbahn (52, 53) oder den anderen Umlaufbahnen (52, 53) des Führungskörpers (51 ) vollständig verschlossen ist.

19. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens zwei Umlaufbahnen (52, 53) des Führungs- körpers (51 ) unterschiedliche Dämpfungsfluide (L1 , L2) angeordnet sind und/oder dass von mindestens zwei Umlaufbahnen (52, 53) des Führungskörpers (51 ) nur eine Umlaufbahn (52, 53) ein Dämpfungsfluid aufweist.

20. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den jeweiligen mindestens einen Wuchtkörper (54, 55) la- gernde Oberflächen der ersten Umlaufbahn (52) und der mindestens einen zwei ten Umlaufbahn (53) unterschiedliche Gleiteigenschaften und/oder unterschiedli che Geometrien aufweisen.

21. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die mindestens eine zweite Umlaufbahn (52, 53) mindestens zwei Umlaufbahnen (52, 53) umfassen oder bilden, in denen

Wuchtkörper (54, 55) mit unterschiedlicher Geometrie und/oder unterschiedlichem Gewicht und/oder unterschiedlichen Gleiteigenschaften und/oder in unterschiedli cher Anzahl und/oder aus unterschiedlichen Materialien angeordnet sind.

22. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dass die Umlaufbahn (53) mit dem größten radialen Abstand zu der Drehachse näher bei der Werkzeugaufnahme (35) und/oder dem Arbeitswerkzeug (40) als die mindes tens eine Umlaufbahn (52) mit einem kleineren radialen Abstand zu der Drehach- se ist.

23. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Längsabstand bezüglich der Drehachse zwischen den Umlaufbahnen (52, 53) der Wuchteinrichtung (50) maximal dreimal so groß ist wie eine Längserstreckung oder Höhe einer Umlaufbahn (52, 53) bezüglich der Dreh- achse.

24. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Innenradius der mindestens einen zweiten Umlaufbahn (53) größer als ein Außenradius der ersten Umlaufbahn (52) ist oder etwa dem Außenradius der ersten Umlaufbahn (52) entspricht. 25. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der der Führungskörper (51 ) eine sich um die Drehachse erstreckende, insbesondere konische oder stufige, Außenumfangswand aufweist, die in einem Bereich näher bei der Werkzeugaufnahme (35) einen größeren Durchmesser aufweist als in einem Bereich, der einen größeren Abstand zu der Werkzeugaufnahme (35) aufweist, und/oder dass der Führungskörper (51 ) die Gestalt einer Glocke oder eines Kegelstumpfes aufweist.

26. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskörper (51 ) ein Bestandteil eines Lüfterrads (68) ist und/oder dass an dem Führungskörper (51 ) Lüfterschaufeln (69), insbe- sondere einstückig, angeordnet sind.

27. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugaufnahme (35) eine Exzentrizität bezüglich der Drehachse aufweist und/oder an einem Exzenterlager mit einer Exzentrizität bezüglich der Drehachse angeordnet ist, sodass das die Werkzeugaufnahme (35) exzentrisch zu der Drehachse gelagert ist.

28. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Innenraum des Führungskörpers (51 ) ein Lager, insbesondere ein Exzenterlager, angeordnet ist, mit dem die Werkzeugaufnahme (35) relativ zur Drehachse drehbar gelagert ist.

29. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskörper (51 ) neben der die Werkzeugwelle (23) an dem Antriebsträger (80) drehbar lagernden Lageranordnung (27) angeordnet ist.

30. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungskörper (51 ) zwischen zwei Drehlagern, mit denen die Werkzeugwelle (23) an dem Antriebsträger (80) drehbar gelagert ist, an der Werkzeugwelle (23) gehalten ist. 31. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass kein Lager der die Werkzeugwelle (23) an dem Antriebs träger (80) lagernden Lageranordnung (27) in Bezug auf die Längserstreckung der Drehachse zwischen den Umlaufbahnen (52, 53) der Wuchteinrichtung (50) ange ordnet ist. 32. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlaufbahnen (52, 53) Kreisbahnen sind, die mit radia lem Abstand um eine Mittelachse verlaufen, wobei die Mittelachse und die Dreh achse der Werkzeugwelle (23) koaxial sind.

33. Werkzeugmaschine nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass der radiale Abstand der ersten Umlaufbahn (52) und/oder der mindestens einen zwei ten Umlaufbahn (53) um maximal 0,05 Prozent, insbesondere maximal 0,07 Pro zent, zweckmäßigerweise maximal 0,1 Prozent seiner Länge variiert und/oder eine Exzentrizität der ersten Umlaufbahn (52) und/oder der mindestens einen zweiten Umlaufbahn (53) bezüglich der Drehachse der Motorwelle (24) von maximal 0,05 Prozent, insbesondere maximal 0,07 Prozent, zweckmäßigerweise maximal 0,1 Prozent gegenüber einer idealen Kreisbahn aufweist.

34. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Führungskörper (51 ) eine zu der Drehachse ex zentrische Wuchtmasse ortsfest angeordnet ist.

35. Werkzeugmaschine nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die Wuchtmasse an einer der Werkzeugaufnahme (35) zugewandten Seite des Füh rungskörpers (51 ) und/oder im Bereich eines Außenumfangs des Führungskörpers (51 ) mit maximalem Radialabstand zu der Drehachse angeordnet ist.

36. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugwelle (23) eine Motorwelle (24) bildet, an der ein Rotor des Antriebsmotors angeordnet ist, und/oder dass die Werkzeugauf nahme (35) einstückig an der Werkzeugwelle (23) angeordnet ist. 37. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugwelle (23) einen Antriebsabschnitt aufweist, mit dem der Antriebsmotor zum Drehantreiben der Werkzeugwelle (23), insbe sondere anhand eines Getriebes oder Winkelgetriebes, drehgekoppelt ist.

Description:
Werkzeugmaschine mit einer Wuchteinrichtunq

Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine, insbesondere eine Werkzeugma schine, mit einem Antriebsstrang, der eine an einem Antriebsträger anhand einer Lageranordnung drehbar gelagerte Werkzeugwelle und eine an der Werkzeug- welle angeordnete Werkzeugaufnahme für ein insbesondere tellerartiges Arbeits werkzeugs aufweist, wobei die Werkzeugwelle durch einen Antriebsmotor der Werkzeugmaschine um eine Drehachse drehantreibbar ist, und wobei an der Werkzeugwelle eine Wuchteinrichtung angeordnet ist, die einen Führungskörper mit mindestens einer um die Drehachse verlaufenden Umlaufbahn und mindes- tens einen in der Umlaufbahn beweglich gelagerten Wuchtkörper aufweist.

Eine derartige Werkzeugmaschine ist zum Beispiel in US 6,974,362 B2 erläutert. Die Werkzeugmaschine ist beispielsweise eine Schleifmaschine. Ein Maschinen gehäuse trägt die Lageranordnung, wobei die Wuchteinrichtung dafür sorgt, dass Schwingungen in geringerem Maße auf das Maschinengehäuse und somit auf den Bediener übertragen werden.

US 2010/0068977 A1 schlägt als Alternative zu einem Ausgleichssystem Schwin gungsdämpfer zwischen einem Griffabschnitt und einem unteren Gehäuseteil ei ner Schleifmaschine vor.

Allerdings ist das Schwingungsverhalten der bekannten Werkzeugmaschine nicht überzeugend. Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Werkzeugmaschine, nämlich Hand-Werkzeugmaschine oder halbstationäre Werkzeugmaschine, mit einer verbesserten Wuchteinrichtung bereitzustellen.

Zur Lösung der Aufgabe ist bei einer Werkzeugmaschine der eingangs genannten Art vorgesehen, dass der Antriebsträger an einer Halterung der Werkzeugma schine beweglich gelagert ist, wobei eine Relativposition des Antriebsträgers ge genüber der Halterung durch die Wuchteinrichtung verstellbar ist.

Es ist dabei ein Grundgedanke, dass der Antriebsträger nicht fest und unbeweg lich beispielsweise im Maschinengehäuse der Werkzeugmaschine aufgenommen ist, sondern beweglich gelagert ist, was das Wuchtverhalten der Wuchteinrichtung erheblich verbessert. Somit ist der Antriebsträger von der Halterung und bei spielsweise dem Maschinengehäuse sozusagen entkoppelt und kann durch die Wuchteinrichtung optimal ausgewuchtet werden. Diese Maßnahme erleichtert insbesondere die Arbeit des Nutzers, indem nämlich weniger Schwingungen auf diesen übertragen werden. Die Schwingungsbelastung des Nutzers wird verrin gert. Die Werkzeugmaschine weist beispielsweise Maschinengehäuse auf, wel ches eine Halterung für den beweglich gelagerten Antriebsträger bereitstellt oder eine derartige Halterung bildet. Insbesondere ist es möglich, dass die bewegliche Lagerung Schwingungen mit niedriger Frequenz absorbiert oder verringert.

Bevorzugt ist es, wenn der Antriebsträger bezüglich der Halterung durch eine zwi schen dem Antriebsträger und der Halterung angeordnete Federanordnung fe dernd gelagert ist. Die Federanordnung umfasst beispielsweise einen Puffer, ins besondere aus Gummi, elastischem Kunststoff oder dergleichen. Aber auch metal lische Federn, insbesondere Schraubenfedern, Spiralfedern, Torsionsfedern oder dergleichen, sind ohne weiteres möglich. Es können Federn unterschiedlicher Art kombiniert sein, d.h. dass beispielsweise ein Gummipuffer oder elastischer Kunst stoff-Puffer in Kombination mit einer metallischen Feder, insbesondere einer Schraubenfeder, zwischen der Halterung und dem Antriebsträger angeordnet ist. Bevorzugt sind mehrere Federn vorgesehen, beispielsweise in unterschiedlichen Winkelpositionen am Außenumfang des Antriebsträgers bzw. am Innenumfang der Halterung, wo der Antriebsträger an die Halterung angelenkt ist.

Die Beweglichkeit des Antriebsträgers bezüglich der Halterung ermöglicht es, dass der Antriebsträger bezüglich der Halterung beim Betrieb der Werkzeugmaschine schwingt, d.h. oszillierende Bewegungen durchführt. Dabei ist es bevorzugt, dass eine erste Eigenfrequenz des Antriebsträgers bezüglich der Halterung kleiner als eine vorbestimmte Umdrehungsfrequenz oder Drehzahl der Werkzeugaufnahme ist. Die Wuchteinrichtung kann somit optimal arbeiten und ein Minimum an Un wuchtkräften beispielsweise auf die Halterung, insbesondere das Maschinenge häuse, übertragen. Die Werkzeugaufnahme erzeugt also bei ihrer Umdrehung um die Drehachse Schwingungen mit einer vorbestimmten Umdrehungsfrequenz, die sich direkt durch die Drehzahl der Werkzeugaufnahme oder die Umdrehungsfre quenz, d.h. die Zeit, innerhalb derer die Werkzeugaufnahme einmal um ihre eige ne Achse dreht, bestimmt ist. Diese Drehzahl der Werkzeugaufnahme oder die Umdrehungsfrequenz beträgt beispielsweise bei einer typischen Schleifmaschine oder Poliermaschine etwa 100 Hertz bis 200 Hertz, bei einem Ausführungsbeispiel etwa 150 Hertz bis 170 Hertz. Die Eigenfrequenz des Antriebsträgers bezüglich der Halterung ist vorzugsweise deutlich niedriger, d.h. dass sie beispielsweise fünfmal kleiner, vorzugsweise siebenmal kleiner oder achtmal kleiner ist. Sie kann aber auch mindestens neunmal kleiner oder mindestens zehnmal kleiner als die vorbestimmte Umdrehungsfrequenz oder Drehzahl der Werkzeugaufnahme sein. Im konkreten Fall läge sie beispielsweise bei einer Eigendrehzahl oder Eigenum drehungsfrequenz der Werkzeugaufnahme von 150 Hertz bei ca. 15 Hertz oder bei einer Umdrehungsfrequenz oder Drehzahl der Werkzeugaufnahme von 166 Hertz bei ca. 17 Hertz.

Insoweit dennoch Unwuchtkräfte entstehen, werden sie mit einer Frequenz, die der Motordrehzahl entspricht, zwischen dem Antriebsträger und der Halterung nur reduziert übertragen.

Die Umdrehungsfrequenz oder Drehzahl ist beispielsweise eine Maxi- mal-Umdrehungsfrequenz oder Maximal-Drehzahl der Werkzeugaufnahme. Die Umdrehungsfrequenz oder Drehzahl kann aber auch eine

Nenn-Umdrehungsfrequenz oder Nenn-Drehzahl sein.

Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn die Federanordnung derart ausgestaltet ist, dass eine erste Eigenfrequenz des Antriebsträgers bezüglich der Halterung kleiner als die vorbestimmte Umdrehungsfrequenz oder Drehzahl der Werkzeugaufnahme ist.

Es kann vorgesehen sein, dass die erste Eigenfrequenz des Antriebsträgers be züglich der Halterung durch eine Federkonstante der Federanordnung eingestellt oder einstellbar ist. So kann die Federkonstante beispielsweise dadurch einstell bar sein, dass eine Feder oder ein Dämpferelement härter oder weicher eingestellt ist oder einstellbar ist. Die Federkonstante kann beispielsweise durch Einstellung einer Vorspannung eines oder mehrerer Federelemente veränderbar sein. Dazu ist beispielsweise eine Stelleinrichtung vorgesehen, mit der die Federkonstante einstellbar ist. Insbesondere ist eine derartige Maßnahme vorteilhaft, wenn die Werkzeugmaschine unterschiedliche Drehzahlen der Werkzeugaufnahme ermög licht, d.h. dass die Werkzeugaufnahme mit unterschiedlichen Drehzahlen betreib bar ist. Dazu kann die Drehzahl des Antriebsmotors einstellbar sein und/oder ein Getriebe zwischen Antriebsmotor und Werkzeugwelle vorgesehen sein, welches zwischen mindestens zwei Gängen schaltbar ist, in denen die Drehzahl der Werkzeugwelle unterschiedlich ist.

Das Konzept mit der beweglichen Lagerung des Antriebsträgers an der Halterung kann auch bei sozusagen autonom arbeitenden Werkzeugmaschinen sinnvoll eingesetzt werden. Beispielsweise weist die Werkzeugmaschine einen Positio nierantrieb zum Positionieren der Werkzeugaufnahme für das Arbeitswerkzeug bezüglich einer Werkstückoberfläche für eine Bearbeitung der Werkstückoberflä che durch das Arbeitswerkzeug auf.

Alternativ oder ergänzend ist es aber auch möglich, dass die Halterung einen Handgriff zum Ergreifen durch einen Bediener und/oder eine Mitnahmepartie zur Mitnahme durch einen Positionierantrieb aufweist, anhand dessen die Werkzeug- maschine bezüglich einer Werkstückoberfläche positionierbar ist. Mithin muss also der Positionierantrieb nicht einen Bestandteil der Werkzeugmaschinen bilden.

Der Handgriff ist beispielsweise stabförmig. Der Handgriff kann integral an einem Maschinengehäuse der Werkzeugmaschine vorgesehen sein, beispielsweise nach hinten vor einen Antriebsabschnitt des Maschinengehäuses, in welchem der An triebsträger angeordnet ist, vorstehen. Es ist aber auch möglich, dass der Hand griff stabförmig ist, beispielsweise einen Teleskopstab oder dergleichen aufweist, so dass die Werkzeugmaschine, insbesondere deren Antriebskopf, wo der An triebsstrang angeordnet ist, an einer Wandfläche oder Deckenfläche eines Rau mes entlang durch einen Bediener führbar ist.

Die Werkzeugmaschine ist in einer Ausführungsform eine handgeführte Werk zeugmaschine, eine sogenannte Hand-Werkzeugmaschine, kann aber auch eine halbstationäre Werkzeugmaschine sein, beispielsweise eine an den Nutzungsort transportierbar Kappsäge, Tischkreissäge oder dergleichen.

Die Werkzeugmaschine kann beispielsweise eine Schleifmaschine oder Polier maschine sein.

Bevorzugt ist es, wenn die Werkzeugaufnahme zur Befestigung eines Tellerwerk zeugs als das Arbeitswerkzeug ausgestaltet ist. Das Tellerwerkzeug ist beispiels weise ein Polierwerkzeug oder Schleifwerkzeug.

Ohne Weiteres kann die Werkzeugmaschine aber auch eine Sägemaschine, Fräsmaschine oder dergleichen andere handgeführte oder halbstationäre Werk zeugmaschine sein.

Ein vorteilhaftes Konzept sieht vor, dass die mindestens eine an dem Führungs körper angeordnete Umlaufbahn eine erste Umlaufbahn mit einem ersten radialen Abstand bezüglich der Drehachse der Wuchteinrichtung bildet und dass die Wuchteinrichtung mindestens eine in einem Längsabstand bezüglich der Dreh achse zu der ersten Umlaufbahn angeordnete zweite Umlaufbahn umfasst. Diese zweite Umlaufbahn kann an demselben Führungskörper vorgesehen sein, an dem auch die erste Umlaufbahn angeordnet ist, oder auch an einem anderen Füh rungskörper.

Vorteilhaft ist es dabei, wenn die zweite Umlaufbahn einen gegenüber dem ersten radialen Abstand größeren zweiten radialen Abstand zu der Drehachse aufweist. Weiterhin zweckmäßig ist es, wenn die zweite Umlaufbahn von der ersten Um laufbahn getrennt ist, so dass die in der jeweiligen Umlaufbahn angeordneten Wuchtkörper zwischen den Umlaufbahnen unverstellbar und/oder käfigartig in ih rer jeweiligen Umlaufbahn gehalten sind. Die Wuchtkörper sind bei dieser Ausge staltung in ihren jeweiligen Umlaufbahnen beweglich aufgenommen. Die Wucht- körper können jedoch nicht von ihrer Umlaufbahn, in der sie beweglich gelagert sind und/oder umlaufen, in eine andere Umlaufbahn gelangen. So kann also bei spielsweise ein in der oder einer ersten Umlaufbahn aufgenommener Wuchtkörper nicht in die oder eine mindestens eine zweite Umlaufbahn gelangen oder ein in der mindestens einen zweiten Umlaufbahn aufgenommener Wuchtkörper in die erste Umlaufbahn gelangen.

Der mindestens eine Wuchtkörper in der Umlaufbahn mit größerem radialen Ab stand zur Drehachse dient dabei vorteilhaft zur Grobabstimmung oder dem

Grob-Trimm der Wuchteinrichtung, der mindestens eine Wuchtkörper in der Um laufbahn mit kleineren radialen Abstand zur Drehachse leistet zweckmäßigerweise sozusagen die Feinabstimmung oder den Fein-Trimm. Bevorzugt sind jedoch mindestens zwei Wuchtkörper, die eine Wuchtung des Antriebsstrangs auch dann optimal ermöglichen, wenn der Antriebsstrang an sich schon nur eine geringe Unwucht aufweist.

Es ist ein Grundgedanke dabei, dass an einem einzigen Führungskörper mehrere Umlaufbahnen, beispielsweise zwei Umlaufbahnen oder drei Umlaufbahnen, an geordnet sind, die bezüglich der Drehachse oder in Längsrichtung der Drehachse einen Abstand zueinander aufweisen und zudem auch unterschiedliche radiale Abstände zur Drehachse haben, sodass unterschiedliche Wucht-Funktionen reali sierbar sind. Die Wuchtkörper, beispielsweise ein Wuchtkörper, zwei Wuchtkörper oder weitere Wuchtkörper, sind zwar in einer jeweiligen Umlaufbahn beweglich gelagert, verbleiben in dieser Umlaufbahn und gelangen nicht in eine benachbarte Umlaufbahn, können also nicht von der einen Umlaufbahn in die andere Umlauf bahn verstellt werden bzw. werden käfigartig in ihrer jeweiligen Umlaufbahn ge halten. Kein Wuchtkörper kann also von der Umlaufbahn, der er zugeordnet und/oder in der er angeordnet ist, in eine andere Umlaufbahn, beispielsweise be nachbarte Umlaufbahn, gelangen.

Die Anordnung mehrerer Umlaufbahnen in einem Führungskörper ermöglicht es, den Führungskörper kompakt auszugestalten. Weiterhin ist es möglich, den Füh rungskörper durch entsprechende, z.B. spanende, Werkstück-Bearbeitung eines Grundkörpers, aus dem der Führungskörper gebildet ist, maßgenau herzustellen, sodass die Wuchteigenschaften optimal einstellbar sind.

Der Führungskörper weist beispielsweise einen Grundkörper auf, an dem einstü ckig die erste und die mindestens eine zweite Umlaufbahn, ggf. weitere Umlauf bahnen, ausgebildet sind. Beispielsweise ist der Grundkörper spanend bearbeitet. Die erste und mindestens eine zweite Umlaufbahn sind also durch eine spanende Bearbeitung, beispielsweise eine Dreh-Bearbeitung, Fräs-Bearbeitung oder der gleichen, des Grundkörpers gebildet.

Der Grundkörper besteht vorzugsweise aus Metall, beispielsweise aus Stahl, Alu minium oder einer Legierung. Der Grundkörper kann aber auch aus Keramik oder einem Kunststoff bestehen.

Der Grundkörper ist zweckmäßigerweise an einer Werkstückhalterung nach Ab schluss der Herstellung der ersten Umlaufbahn bis zum Beginn oder zur Fertig stellung der mindestens einen zweiten Umlaufbahn gehalten bzw. verbleibt an der Werkstückhalterung. Mithin ist also die erste Umlaufbahn sozusagen maßgenau hergestellt, und der Grundkörper verbleibt an oder in der Werkstückhalterung, insbesondere in derselben Aufspannung, um anschließend die zweite Umlauf bahn, vorteilhafterweise auch weitere oder alle Umlaufbahnen, in derselben Auf spannung oder derselben Werkstückhalterung herzustellen. Dadurch ist eine hohe Maßgenauigkeit realisierbar. Vorzugsweise verbleibt der Grundkörper von Beginn der Herstellung mindestens zweier Umlaufbahnen, zweckmäßigerweise aller Um laufbahnen bis zum Abschluss der Herstellung dieser Umlaufbahnen in derselben Aufspannung und/oder an der derselben Werkstückhalterung. Der Führungskörper kann z.B. eine scheibenartige oder tellerartige oder domartige Gestalt aufweisen.

Zwischen den Umlaufbahnen des Führungskörpers ist vorzugsweise kein Ab schnitt der Werkzeugwelle vorgesehen. Vorteilhaft sind die Umlaufbahnen des Führungskörpers nicht durch die Werkzeugwelle miteinander verbunden. Der Führungskörper kann ein von der Werkzeugwelle separater Führungskörper sein. Der Führungskörper und die Werkzeugwelle werden beispielsweise durch eine Steck-Montage, Verschweißung, Verpressung oder dergleichen, miteinander verbunden. Der Führungskörper hat vorteilhaft eine Formschlussaufnahme und/oder Steckaufnahme zum formschlüssigen Halten bzw. zum Einstecken der Werkzeugwelle.

Ein bevorzugtest Konzept sieht vor, dass der Führungskörper und die Werkzeug welle einstückig sind. Mithin werden also der Führungskörper und die Werkzeug welle aus demselben Grundkörper hergestellt, beispielsweise durch eine spanen de Bearbeitung, insbesondere eine Dreh-Bearbeitung. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Werkzeugwelle und mindestens eine der Umlaufbahn, vorzugsweise alle Umlaufbahnen, an dem Grundkörper hergestellt werden, ohne dass dieser bei spielsweise anders aufgespannt wird oder von einer Werkstückhalterung entfernt wird, an der er zur insbesondere spanenden Herstellung der Werkzeugwelle und mindestens einer Umlaufbahn angeordnet ist. Der Führungskörper ist vorzugsweise durch einen Deckel verschlossen. Mithin ist es vorteilhaft, wenn der Führungskörper durch einen Deckel, insbesondere nur einen einzigen Deckel aufweist, mit dem die erste Umlaufbahn und/oder die zweite Umlaufbahn verschlossen sind. Die Umlaufbahnen werden also beispielsweise durch eine Dreh-Bearbeitung des Führungskörpers hergestellt. Anschließend wird der mindestens eine Wuchtkörper oder werden mehrere Wuchtkörper in die jeweilige Umlaufbahn eingesetzt. Da nach werden die Umlaufbahnen durch den einzigen oder mehrere Deckel ver- schlossen. Wenn nur ein einziger Deckel vorhanden ist, kann dieser besonders maßgenau hergestellt sein. Auch bei dem Deckel ist es vorteilhaft, wenn er in derselben Aufspannung oder verbleibend in einer Werkstückhalterung die ent sprechenden Führungskonturen für die Umlaufbahnen erhält, beispielsweise durch eine Dreh-Bearbeitung. Der Deckel verschließt mindestens eine Umlaufbahn, vorzugsweise mehrere Um laufbahnen oder alle Umlaufbahnen, des Führungskörpers parallel zur Drehachse und/oder bezüglich der Drehachse radial innen. Beispielsweise sind die radial äu ßeren Führungskonturen der jeweiligen Umlaufbahn an dem Führungskörper ausgebildet und werden seitlich und/oder radial innen durch den Deckel ver- schlossen.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass einer oder mehrere Deckel vorhanden sein können, um eine jeweilige Umlaufbahn zu verschließen, d.h. dass eine Umlauf bahn auch durch mehrere Deckel verschlossen sein kann.

Prinzipiell ist es möglich, dass eine oder mehrere Umlaufbahnen des Führungs- körpers gegenüber einer anderen Umlaufbahn, beispielsweise einer benachbarten Umlaufbahn, zumindest teilweise geöffnet sind, beispielsweise strömungstech nisch oder fluidtechnisch miteinander kommunizieren. Gleichwohl verbleiben die Wuchtkörper in der jeweiligen Umlaufbahn.

Ein bevorzugtes Konzept sieht jedoch vor, dass mindestens eine Umlaufbahn, vorzugsweise alle Umlaufbahnen oder mehrere Umlaufbahnen, des Führungs körpers gegenüber der anderen Umlaufbahn oder gegenüber den anderen Um laufbahnen des Führungskörpers vollständig verschlossen ist. Dadurch ist es bei spielsweise möglich, ein Dämpfungsfluid, insbesondere Öl, ein Fett oder derglei- chen, in der jeweiligen Umlaufbahn zu halten, ohne dass dies in eine andere Um laufbahn gelangen kann.

Ein bevorzugtes Konzept sieht nämlich vor, dass in mindestens zwei Umlaufbah nen des Führungskörpers unterschiedliche Dämpfungsfluide angeordnet sind oder dass von zwei Umlaufbahnen nur eine Umlaufbahn ein Dämpfungsfluid enthält. So können beispielsweise Öle mit unterschiedlicher Viskosität in den jeweiligen Um laufbahnen angeordnet sein, um die Dämpfungseigenschaften oder Wuchteigen schaften der jeweiligen Umlaufbahn optimal einzustellen.

Die Umlaufbahnen können geometrisch gleich sein. Weiterhin ist es möglich, dass die Umlaufbahnen gleiche Gleiteigenschaften oder Reibeigenschaften haben.

Eine jeweilige Umlaufbahn kann beispielsweise eine kugelige Geometrie, also ei ne Art Kugelrinne, eine U-förmige Nut, eine V-förmige Nut, eine Planfläche oder dergleichen umfassen.

Es ist aber auch möglich, dass Oberflächen, die den jeweiligen mindestens einen Wuchtkörper einer Umlaufbahn lagern, bei der ersten Umlaufbahn und der min destens einen zweiten Umlaufbahn unterschiedliche Gleiteigenschaften und/oder unterschiedliche Geometrien aufweisen. Beispielsweise können die Umlaufbahnen aus unterschiedlichen Materialen bestehen, insbesondere Keramik und Metall, so dass sich dadurch unterschiedliche Gleiteigenschaften oder Reibeigenschaften ergeben. Auch die Geometrien können unterschiedlich sein, was das Bewe gungsverhalten des mindestens einen Wuchtkörpers entlang der ihn lagernden Oberfläche der jeweiligen Umlaufbahn beeinflusst. So kann bei einer Umlaufbahn beispielsweise eine kugelige Geometrie vorgesehen sein, während eine andere Umlaufbahn eine Planfläche, eine V-Nut oder dergleichen umfasst oder dadurch gebildet ist.

Die erste und die mindestens eine zweite Umlaufbahn umfassen beispielsweise zwei Umlaufbahnen oder bilden zwei Umlaufbahnen, in denen Wuchtkörper mit unterschiedlicher Geometrie und/oder unterschiedlichen Gleiteigenschaften und/oder in unterschiedlicher Anzahl und/oder aus unterschiedlichen Materialien angeordnet sind. So können beispielsweise Keramik-Wuchtkörper und Me tall-Wuchtkörper in den Umlaufbahnen angeordnet sein, so dass sich dadurch un terschiedliches Gewicht und unterschiedliches Material ergeben. Weiterhin ist es möglich, dass beispielsweise in der einen Umlaufbahn mehr Wuchtkörper als in der anderen Umlaufbahn angeordnet sind.

Geometrisch vorteilhaft ist die nachfolgende Maßnahme, bei der die Umlaufbahn mit dem größten radialen Abstand zu der Drehachse näher bei der Werkzeugauf nahme und/oder bei dem Arbeitswerkzeug als die mindestens eine Umlaufbahn mit dem kleineren radialen Abstand zu der Drehachse ist. Somit kann sozusagen die Umlaufbahn mit dem kleineren radialen Abstand in größerem Abstand zur Werkzeugaufnahme und somit in größerem Abstand zu dem Arbeitswerkzeug eine Feintrimm-Eigenschaft aufweisen, während die Umlaufbahn mit dem größeren radialen Abstand sozusagen eine gröbere, jedoch effektive Wuchtung leistet.

Ein Längsabstand bezüglich der Drehachse zwischen den Umlaufbahnen der Wuchteinrichtung ist maximal dreimal so groß, vorzugsweise nur zweimal so, wie eine Längserstreckung oder Höhe einer Umlaufbahn bezüglich der Drehachse. Dadurch ergibt sich in Bezug auf die Längsrichtung der Drehachse eine kompakte Konfiguration des Führungskörpers.

Vorteilhaft ist es aber auch, wenn ein möglichst großer Längsabstand zwischen den Umlaufbahnen der Wuchteinrichtung in Bezug auf die Drehachse vorhanden ist. So sieht eine vorteilhafte Maßnahme vor, dass der minimale Abstand bei spielsweise 0,5-mal so groß ist wie eine Höhe einer Umlaufbahn. Es ist aber bes ser, wenn dieser Längsabstand größer ist, beispielsweise das einfache oder 1 ,5-fache der Längserstreckung oder der Höhe einer Umlaufbahn beträgt.

An dieser Stelle sei bemerkt, dass die Umlaufbahnen bevorzugt dieselbe Höhe bezüglich der Drehachse aufweisen. Es ist aber auch möglich, dass eine Umlauf bahn höher ist als die andere. In diesem Fall kann der Längsabstand zwischen den Umlaufbahnen sowohl auf Basis der Höhe der höheren Umlaufbahn als auch auf Basis der Höhe der niedrigeren Umlaufbahn bemessen sein. Ein Innenradius der zweiten Umlaufbahn ist vorzugsweise größer als ein Außen radius der ersten Umlaufbahn oder entspricht etwa dem Außenradius der ersten Umlaufbahn. Dadurch lassen sich beispielsweise unterschiedliche Wuchteigen schaften optimal durch die beiden Umlaufbahnen erzielen. Der Führungskörper hat beispielsweise eine sich um die Drehachse erstreckende Umfangswand, die in einem Bereich näher bei der Werkzeugaufnahme einen größeren Durchmesser aufweist als in einem Bereich, der einen größeren Abstand zu der Werkzeugaufnahme aufweist. Beispielsweise ist die Außenumfangswand konisch oder stufig. Der Führungskörper kann die Gestalt einer Glocke oder eines Kegelstumpfes aufweisen.

Eine an sich eigenständige Erfindung in Verbindung mit den oberbegrifflichen Merkmalen stellt die nachfolgende Maßnahme dar, die aber auch eine Weiterbil dung der vorherigen Ausführungsformen sein kann. Dabei ist vorgesehen, dass der Führungskörper ein Bestandteil eines Lüfterrads ist und/oder dass an dem Führungskörper Lüfterschaufeln, insbesondere einstückig, angeordnet sind. Somit hat der Führungskörper sozusagen eine doppelte Funktion, nämlich einerseits die Funktion eines Lüfterrads, andererseits die Funktion eines zentralen Bauteiles der Wuchteinrichtung.

Die Werkzeugaufnahme weist vorzugsweise eine Exzentrizität bezüglich der Drehachse auf. Es ist auch möglich, dass die Werkzeugaufnahme an einem Ex zenterlager mit einer Exzentrizität bezüglich der Drehachse angeordnet ist, so dass die Werkzeugaufnahme exzentrisch zu der Drehachse gelagert ist. Somit kann das Arbeitswerkzeug, beispielsweise ein Schleifwerkzeug oder Polierwerk zeug, eine hyperzykloide Bewegung bezüglich der Drehachse der Werkzeugwelle durchlaufen.

Der Führungskörper kann abseits der die Werkzeugwelle an dem Antriebsträger drehbar lagernden Lageranordnung angeordnet sein. Beispielsweise ist der Füh rungskörper neben der Lageranordnung angeordnet. Ein vorteilhaftes Konzept, welches aber auch eine in Verbindung mit den oberbe grifflichen Merkmalen des Anspruches 1 an sich eigenständige Erfindung darstel len kann, sieht vor, dass in einem Innenraum des Führungskörpers ein Lager, beispielsweise ein Exzenterlager, angeordnet ist, mit dem die Werkzeugaufnahme relativ zur Drehachse drehbar gelagert ist. Eine Drehachse dieses Drehlagers ist vorzugsweise exzentrisch zu der Drehachse, um die die Umlaufbahnen des Füh rungskörpers angeordnet sind. Somit kann ein Exzenterlager gebildet sein. Das Lager ist beispielsweise ein Wälzlager, insbesondere ein Rollenlager oder Kugel lager. Aber auch ein Gleitlager ist prinzipiell möglich. Der Führungskörper kann integral eine Lageraufnahme für das Drehlager aufweisen, beispielsweise ein Wälzlager. Es ist aber auch möglich, dass das Drehlager, insbesondere Wälzla ger, an einer Lageraufnahme der Werkzeugwelle angeordnet ist, die ihrerseits wiederum in einer Aufnahme im Innenraum des Führungskörpers angeordnet ist. Die Werkzeugwelle ist in dem Innenraum des Führungskörpers vorzugsweise formschlüssig gehalten.

Eine an sich eigenständige Erfindung mit den oberbegrifflichen Merkmalen des Anspruches 1 , aber auch eine vorteilhafte Ausgestaltung der vorherigen Ausfüh rungsformen sieht vor, dass der Führungskörper zwischen zwei Drehlagern, mit denen die Werkzeugwelle an dem Antriebsträger drehbar gelagert ist, an der Werkzeugwelle gehalten ist. Somit kann der Führungskörper bzw. die Wuchtein richtung eine optimale Auswuchtung zwischen diesen beiden Drehlagern realisie ren.

Vorteilhaft ist weiterhin, wenn kein Lager der die Werkzeugwelle an dem Antriebs träger lagernden Lageranordnung in Bezug auf die Längserstreckung der Dreh achse zwischen den Umlaufbahnen der Wuchteinrichtung angeordnet ist. Somit sind also einerseits die Lageranordnung und andererseits der Führungskörper bzw. dessen Umlaufbahnen in Bezug auf die Längserstreckung der Drehachse vorgesehen.

Ein bevorzugtes Konzept sieht vor, dass die Umlaufbahnen Kreisbahnen sind, die mit radialem Abstand um eine Mittelachse verlaufen, wobei die Mittelachse und die Drehachse der Werkzeugwelle koaxial sind. Die Koaxialität ist vorzugsweise eine ideale Koaxialität, d. h. dass die Umlaufbahnen mit exakt gleichem radialem Abstand um die Drehachse der Motorwelle verlaufen.

Der radiale Abstand mindestens einer Umlaufbahn, vorzugsweise aller Umlauf- bahnen ist vorzugsweise im Wesentlichen konstant und/oder variiert um maximal 0,05 %, vorteilhaft maximal 0,07 %, weiter vorteilhaft maximal 0,1 % seiner Länge.

Eine Exzentrizität der ersten Umlaufbahn und/oder der mindestens einen zweiten Umlaufbahn bezüglich der Drehachse der Motorwelle beträgt vorzugsweise ma ximal 0,05 %, vorteilhaft maximal 0,07 %, weiter vorteilhaft maximal 0,1 % gegen- über einer idealen Kreisbahn.

Derartige Genauigkeiten können beispielsweise dadurch erzielt werden, dass der Führungskörper oder Grundkörpers zur Herstellung der Umlaufbahnen an der Werkstückhalterung verbleibt und nicht entfernt oder umpositioniert wird, bis die Umlaufbahnen hergestellt sind. Ein vorteilhaftes Konzept sieht vor, dass an dem Führungskörper eine zu der Drehachse exzentrische Wuchtmasse ortsfest angeordnet ist. Die Wuchtmasse kann einen integralen Bestandteil des Grundkörpers des Führungskörpers bilden. An dem Führungskörper kann beispielsweise eine Partie vorgesehen sein, die sich über ein Winkelsegment des Führungskörpers bezüglich der Drehachse erstreckt, wobei diese Partie ein höheres Gewicht und/oder ein größeres Volumen als an dere Partien des Führungskörpers aufweist, die sich über andere Winkelsegmente des Führungskörpers erstrecken. Es ist auch möglich, dass die Wuchtmasse eine von dem Führungskörper oder dessen Grundkörper separate Wuchtmasse ist, die an dem Führungskörper oder Grundkörper angeordnet ist. Die Wuchtmasse ist beispielsweise ein an dem Führungskörper montiertes oder befestigtes Wuchtge wicht.

Weiterhin ist es möglich, dass die Wuchtmasse an einem oder mehreren der vor genannten Deckel, mit denen der Führungskörper verschlossen ist, angeordnet ist, z.B. einen integralen Bestandteil des Deckels bildet oder an diesem befestigt ist. Die Wuchtmasse kann beispielsweise integral an dem Deckel vorgesehen sein oder mit dem Deckel verbunden sein, beispielsweise verschraubt, verklebt oder dergleichen.

Besonders günstig ist es, wenn die Wuchtmasse möglichst nahe beim Arbeits- Werkzeug bzw. bei der Werkzeugaufnahme ist.

Ein bevorzugtes Konzept sieht vor, dass die Wuchtmasse an einer der Werk zeugaufnahme zugewandten Seite des Führungskörpers, beispielsweise an einer Stirnseite des Führungskörpers, die dem Arbeitswerkzeug beim Betrieb der Werkzeugmaschine gegenüberliegt, angeordnet ist. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Wuchtmasse im Bereich eines Außenumfangs des Führungskörpers mit maximalem Radialabstand zu der Drehachse angeordnet ist. Dort kann sie ihre Wirkung besonders gut entfalten.

Die Werkzeugwelle bildet vorzugsweise eine Motorwelle, an der ein Rotor des An triebsmotors angeordnet ist. Es ist auch möglich, dass die Werkzeugaufnahme einstückig an der Werkzeugwelle angeordnet ist. Es ist auch möglich, dass die Motorwelle und die Werkzeugwelle zwei voneinander separate, jedoch miteinan der verbundene, beispielsweise drehgekoppelte und/oder drehfest miteinander verbundene, Komponenten darstellen. Die Werkzeugaufnahme kann auch eine von der Werkzeugwelle separate, jedoch mit der Werkzeugwelle verbundene, insbesondere drehgekoppelte oder drehfest verbundene, Komponente sein. Bei spielsweise ist an der Werkzeugwelle ein Lager, insbesondere ein Exzenterlager angeordnet, an dem seinerseits wiederum die Werkzeugaufnahme angeordnet ist.

An der Werkzeugwelle ist zweckmäßigerweise ein Antriebsabschnitt vorgesehen, mit dem der Antriebsmotor zum Drehantreiben der Werkzeugwelle drehgekoppelt ist, beispielsweise über ein Winkelgetriebe oder ein sonstiges Getriebe. Bei spielsweise ist ein Kegelradgetriebe vorgesehen, so dass die Antriebsachse des Antriebsmotors und die Drehachse zueinander winkelig, insbesondere rechtwinke lig, sein können. Ein in der Zeichnung dargestelltes Konzept, welches bevorzugt ist, sieht jedoch eine Art Direktantrieb vor. Bevorzugt ist es, wenn eine Drehachse des An triebsmotors und die Drehachse der Werkzeugwelle koaxial miteinander sind. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Antriebsmotor an der Werkzeugwelle oder an einer mit der Werkzeugwelle drehfest verbundenen Motorwelle angeordnet ist.

Die Umlaufbahnen des Führungskörpers weisen beispielsweise Führungswände auf, die sich ringförmig um die Drehachse erstrecken und eine Ausdehnung paral lel zur Längsachse aufweisen. Die Umlaufbahnen sind beispielsweise als Kugel sitzrinnen oder Kugelmantelflächen ausgestaltet. Der oder die Wuchtkörper können beispielsweise Kugelgleitkörper und/oder Roll körper umfassen. Rollkörper sind vorzugsweise kugelförmig, walzenförmig oder dergleichen.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen: Figur 1 eine perspektivische Schrägansicht einer Werkzeugmaschine, von der in

Figur 2 ein Schnitt entlang einer Schnittlinie A-A dargestellt ist,

Figur 3 eine Wuchteinrichtung der Werkzeugmaschine gemäß Figuren 1 , 2 in perspektivischer Ansicht von schräg unten, Figur 4 einen Schnitt durch einen Antriebsstrang der Werkzeugmaschine gemäß Figuren 1 und 2, etwa entlang der Schnittlinie A-A,

Figur 5 eine perspektivische Schrägansicht auf eine Wuchteinrichtung einer

Werkzeugmaschine, deren Antriebsstrang in Figur 6 im Querschnitt dargestellt ist, Figur 7 eine perspektivische Schrägansicht auf eine weitere Wuchteinrich tung einer Werkzeugmaschine, deren Antriebsstrang im Querschnitt in

Figur 8 dargestellt ist, Figur 9 eine weitere Werkzeugmaschine im Querschnitt, deren Antriebs

strang in

Figur 10 isoliert dargestellt ist.

Eine Werkzeugmaschine 10 in Gestalt einer Fland-Werkzeugmaschine weist ein Maschinengehäuse 1 1 auf. Das Maschinengehäuse 1 1 hat einen zum Ergreifen und/oder Umgreifen durch einen Bediener vorgesehenen Flandgriffabschnitt 12, der an einem Antriebsabschnitt 13 des Maschinengehäuses 1 1 angeordnet ist. Der Flandgriffabschnitt 12 steht beispielsweise winkelig, insbesondere etwa recht winkelig, von dem Antriebsabschnitt 13 ab. Die Werkzeugmaschine 10 kann vom Bediener am Flandgriffabschnitt 12 ergriffen werden, um ein Werkstück W zu be- arbeiten, beispielsweise zu schleifen, zu polieren oder dergleichen.

Neben dem Flandgriffabschnitt 12 erstreckt sich ein Abluftabschnitt 14 des Ma schinengehäuses 1 1 mit einem Abluftkanal 16, der an einem Absauganschluss 15 ausmündet. Über den Absauganschluss 15 können Partikel, die beim Betrieb der Werkzeugmaschine 10 entstehen, aus dem Maschinengehäuse 1 1 austreten. An den Absauganschluss 15 kann beispielsweise ein Saugschlauch angeschlossen werden.

Der Abluftabschnitt 14 und der Flandgriffabschnitt 12 sind an ihren jeweiligen Längsendbereichen durch einen Verbindungsabschnitt 12A sowie den Antriebs abschnitt 13 miteinander verbunden. Weiterhin ist an dem Maschinengehäuse 1 1 ein Versorgungsanschluss 18, bei spielsweise zum Anschluss eines Netzkabels zum Anschluss an ein elektrisches Versorgungsnetz, zum Beispiel ein elektrisches Wechselstromnetz von 1 10 V oder 220-240 V, vorgesehen. Ergänzend oder alternativ zum Versorgungsanschluss 18 kann aber auch beispielsweise ein Anschluss für einen Energiespeicher, bei spielsweise einen elektrischen Akkumulator, vorgesehen sein. Ferner kann bei spielsweise im Handgriffabschnitt 12 ein Aufnahmeraum für einen schematisch angedeuteten elektrischen Energiespeicher 18A, zum Beispiel eine elektrische Batterie, vorgesehen sein, mit der die Werkzeugmaschine 10 mit elektrischem Strom versorgbar ist. An einer vom Handgriffabschnitt 12 abgewandten Vorder seite der Handwerkzeugmaschine 10 ist ein Schalter 17 zum Einschalten oder Ausschalten der Werkzeugmaschine 10 angeordnet. Der Schalter 17 ist bei- spielsweise mit einer Bestromungseinrichtung 19 zum Bestromen eines An triebsmotors 20 elektrisch verbunden.

Beispielsweise ist der Antriebsmotor 20 ein elektronisch kommutierter Motor, wo bei ohne weiteres auch andere elektrische oder pneumatische Motor-Typen mög lich sind, beispielsweise Universalmotoren, Lamellenmotoren oder dergleichen. Der Antriebsmotor 20 weist einen Stator 21 mit einer Erregerspulenanordnung auf, die durch die Bestromungseinrichtung 19 bestrombar ist.

Der Antriebsmotor 20 bildet einen Bestandteil eines Antriebsstrangs 8, der eine Werkzeugwelle 23 umfasst. Die Werkzeugwelle 23 ist beim Antriebsstrang 8 gleichzeitig eine Motorwelle 24 des Antriebsmotors 20, d.h. eine Welle, an der der Rotor 22 angeordnet ist.

Die Motorwelle 24 oder Werkzeugwelle 23 ist in ihrem oberen Längsbereich 25A mit einem Lager 28 sowie an ihrem unteren Längsendbereich 25B einem Lager 29 einer Lageranordnung 27 bezüglich eines Antriebsträgers 80 drehbar gelagert.

Der Antriebsträger 80 ist mit dem Maschinengehäuse 11 z.B. fest verbunden oder ein fester Bestandteil des Maschinengehäuses 11. Der Antriebsträger 80 kann beispielsweise unmittelbar fest an dem Maschinengehäuse 11 angeordnet sein. Am Maschinengehäuse kann aber auch eine Halterung 95 für den Antriebsträger 80 vorgesehen sein, beispielsweise in den Innenraum des Maschinengehäuses 11 vorstehende Träger, die fest mit dem Maschinengehäuse 11 verbunden sind oder ein Bestandteil desselben bilden.

An dem unteren Längsendbereich 25B der Motorwelle 24 oder Werkzeugwelle 23 ist ein Befestigungsabschnitt 26, beispielsweise eine Befestigungsaufnahme, für ein Werkzeugaufnahmeteil 30 des Antriebsstrangs 8 vorgesehen. Das Werk zeugaufnahmeteil 30 weist einen Befestigungsabschnitt 32, beispielsweise einen Befestigungsvorsprung, auf, der mit dem Befestigungsabschnitt 26 verbunden ist, beispielsweise in diesen eingepresst, eingeschraubt oder dergleichen. Somit ist also die Werkzeugwelle 23 zweiteilig und umfasst die Motorwelle 24 sowie eine Werkzeugaufnahmewelle 31 , die einen Bestandteil des Werkzeugaufnahmeteils 30 bildet.

Selbstverständlich ist (anders als in der Zeichnung dargestellt) auch eine einstü ckige Werkzeugwelle möglich, d.h. dass beispielsweise die Motorwelle 24 und das Werkzeugaufnahmeteil 30 und damit auch die Werkzeugaufnahmewelle 31 ein- stückig sind. In diesem Fall könnte beispielsweise der nachfolgend noch erläuterte Führungskörper 51 zweiteilig sein, so dass er seitlich an die somit einteilige Mo torwelle angebracht werden kann.

An dem Werkzeugaufnahmeteil 30 ist eine Werkzeuglageraufnahme 33 für ein Werkzeuglager 34 vorgesehen, beispielsweise ein Gleitlager, Wälzlager oder der- gleichen. Bevorzugt ist das Werkzeuglager 34 ein Wälzlager, insbesondere ein Rollenlager oder Kugellager.

Die Motorwelle 24 bzw. der obere Abschnitt der Werkzeugwelle 23 dreht um eine Motor-Drehachse MD, die nachfolgend vereinfacht als Drehachse bezeichnet wird, während die Werkzeugaufnahme 34 um eine Werkzeugdrehachse WD dreht. Die Werkzeugdrehachse WD ist um eine Exzentrizität E exzentrisch zu der (Motor-) Drehachse MD, so dass die Werkzeugaufnahme 34 mit einer Exzentrizität bezüg lich der Drehachse MD drehbar gelagert ist. Insoweit bildet also das Werkzeugla ger 34 ein Exzenterlager. Die Werkzeuglageraufnahme 33 ist dementsprechend exzentrisch bezüglich der (Motor-) Drehachse MD angeordnet. An dem Werkzeuglager 34 oder Exzenterlager ist eine Werkzeugaufnahmewelle 36 gehalten, welches um die Werkzeugdrehachse WD drehbar bezüglich der Mo torwelle 24 bzw. der Werkzeugaufnahmewelle 31 dreht. An der Werkzeugauf nahmewelle 36 ist die Werkzeugaufnahme 34 vorgesehen, beispielsweise eine Schraubaufnahme, eine Bajonettaufnahme oder dergleichen andere Befesti gungsmöglichkeit für ein Arbeitswerkzeug 40, welches an der Werkzeugaufnahme 34 befestigbar ist. Beispielsweise ist das Arbeitswerkzeug 40 anhand eines Befes tigungselements 37 in Gestalt einer Schraube mit der Werkzeugaufnahme 35 verbunden bzw. an dieser montiert. Ein Stützkörper 38, beispielsweise eine Un- terlegscheibe, kann zwischen dem Befestigungselement 37 und einem Befesti gungsabschnitt 45 des Arbeitswerkzeugs 40 vorgesehen sein.

Das Arbeitswerkzeug 40 ist vorzugsweise ein Tellerwerkzeug, beispielsweise ein Schleifteller, Polierteller oder dergleichen. Der Befestigungsabschnitt 45 ist an ei nem Trägerkörper 43 des Arbeitswerkzeugs 40 vorgesehen. Der Trägerkörper 43 ist vorzugsweise plattenartig oder tellerartig und trägt eine Plattenkörper 41 , bei spielsweise aus Schaumstoff oder elastischem Material, an dem eine Arbeitsflä che 42, beispielsweise eine Schleiffläche, Polierfläche oder dergleichen vorgese hen ist. Die Arbeitsfläche 42 kann aber auch eine Befestigungsfläche für ein Schleifmittel, Poliermittel oder dergleichen, darstellen. Eine von dem Plattenkörper 41 bzw. der Arbeitsfläche 42 abgewandte Oberfläche 44 des Trägerkörpers 43 bildet eine Bremsoberfläche, anhand derer eine Drehung des Arbeitswerkzeugs 40 anhand einer Bremseinrichtung 47 bremsbar ist. Die Bremseinrichtung 47 umfasst beispielsweise eine am Maschinengehäuse 11 orts fest befestigte Manschette 48, deren dem Trägerkörper 43 oder Arbeitswerkzeug 40 zugewandte Seite an der Oberfläche 44 entlang schleift, so dass das Arbeits werkzeug 40 gebremst wird. In die Manschette 48 sind vorzugsweise Verstär kungskörper eingesetzt, beispielsweise aus Metall. Die Manschette 48 besteht beispielsweise aus Gummi oder dergleichen anderem nachgiebigem Material, so dass sie elastisch nachgiebig an der Oberfläche 44 anliegt. An der Arbeitsfläche 42 sowie dem Plattenkörper 41 sind eine oder mehrere Durchlassöffnungen 46 für Staub vorgesehen, der beim Betrieb des Arbeitswerk zeugs 40, d.h. bei einem Entlangschleifen an einem Werkstück W, entsteht. Die mindestens eine Durchlassöffnung 46 kommuniziert mit einem durch die Man- schette 48 umschlossenen Innenraum, der seinerseits wiederum mit dem Abluft kanal 26 strömungstechnisch verbunden ist, so dass Staub, der im Bereich der Arbeitsfläche 42 entsteht, durch die Durchlassöffnungen 46 hindurch zum Ab sauganschluss 15 strömen kann.

Wenn der Antriebsmotor 20 die Werkzeugaufnahme 35 antreibt und somit das Arbeitswerkzeug 40 rotiert, entstehen Schwingungen, die den Bediener, der den Handgriffabschnitt 12 umgreift, belasten. Derartige Schwingungen sind also uner wünscht. Zur Abhilfe ist die nachfolgend erläuterte Wuchteinrichtung 50 vorgese hen.

Die Wuchteinrichtung 50 umfasst einen Führungskörper 51 , der an der Werk- zeugwelle 23 vorgesehen ist. Die Wuchteinrichtung 50 umfasst einen Führungs körper 51 mit einer ersten Umlaufbahn 52 und einer zweiten Umlaufbahn 53, Die in Bahnausnehmungen 60 und 61 des Führungskörpers 51 vorgesehen sind. Der Führungskörper 51 ist beispielsweise in der Art eines Tellers oder einer Scheibe ausgestaltet. Die Bahnausnehmungen 60, 61 sind an einem Grundkörper 56 des Führungskör pers 51 vorgesehen. Der Grundkörper 56 ist einstückig an dem Werkzeugauf nahmeteil 30 vorgesehen. Somit bildet also das Werkzeugaufnahmeteil 30 integral den Führungskörper 51 bzw. weist die Bahnausnehmungen 60, 61 auf.

In den Umlaufbahnen 52, 53 sind Wuchtkörper 54, 55 aufgenommen, beispiels- weise Kugeln, Rollen, Walzen oder dergleichen. Bei einer Rotation des Füh rungskörpers 51 um die Drehachse MD können die Wuchtkörper 54, 55 eine tem porär ortsfeste Position bezüglich des Führungskörpers 51 einnehmen, insbeson dere als Kompensation und/oder als Feintrimm für eine gezielt an dem Antriebs strang 8 vorgesehene Wuchtmasse 39A. Beispielsweise ist die Anzahl der Wuchtkörper 54,55 unterschiedlich, d. h. dass beispielsweise in der Umlaufbahn 52 weniger Wuchtkörper 54, zum Beispiel 4 Wuchtkörper 54, in der Umlaufbahn 53 mehr Wuchtkörper 55, zum Beispiel 8 Wuchtkörper 55, angeordnet sind. Der Führungskörper 51 weist einen Lagerabschnitt 57 auf, der im Bereich der Werkzeuglageraufnahme 33 vorgesehen ist. Die Umlaufbahnen 52, 53 erstrecken sich um die Werkzeuglageraufnahme 33 herum, so dass gerade im Bereich des Werkzeuglagers 34 eine optimale Auswuchtung gegeben ist.

Der Führungskörper 51 umfasst eine Deckwand 58 an seiner von der Werkzeug- aufnahme 35 abgewandten Stirnseite, d.h. an einer dem Antriebsmotor 20 zuge wandten Seite des Führungskörpers 51. Die obere Wand oder Deckwand 58 geht in eine Außenumfangswand 66 über, an der eine Stufe 67 vorgesehen ist.

An dem Führungskörper 51 , z.B. im Bereich der Stufe 67, sind Lüfterschaufeln 69 eines Lüfterrads 68 vorgesehen, welches integral durch den Führungskörper 51 gebildet ist. Die Lüfterschaufeln 69 sind am radial äußeren Randbereich bezüglich der Drehachse MD des Führungskörpers 51 vorgesehen und erzeugen einen Luft strom, der zur Kühlung des Antriebsmotors 20 geeignet ist.

Die Umlaufbahnen 52, 53 weisen radial äußere Wände 63A, 63B auf, die als Ringbahnen 64 für die Wuchtkörper 54, 55 ausgestaltet sind. Beispielsweise wei- sen die Ringbahnen 64 eine hohlkugelige Führungskontur oder Führungsfläche für die Wuchtkörper 54, 55 auf.

Weiterhin sind an den Bahnausnehmungen 60, 61 des Führungskörpers 51 obere Seitenwände 65 vorgesehen sowie bei der Bahnausnehmung 60 zudem noch eine radial innere Wand 62. Die Bahnausnehmungen 60, 61 sind durch einen Deckel 70 verschlossen. Der Deckel 70 verschließt die Bahnausnehmungen 60, 61 jeweils mit einer unteren Seitenwand 75, wobei er für die Bahnausnehmung 61 auch noch eine radial be züglich der Drehachse D innen verschließende Wand 72 bereitstellt. Durch den Deckel 70 sind die Wuchtkörper 54, 55 in den Umlaufbahnen 52, 53 derart gehalten, dass keine Wuchtkörper 54 in die Umlaufbahn 53 und kein Wuchtkörper 55 in die Umlaufbahn 52 gelangen kann.

In den Bahnausnehmungen 60, 61 und somit den Umlaufbahnen 52, 53 sind Dämpfungsfluide L1 und L2, beispielsweise Öle unterschiedlicher Qualität, insbe sondere unterschiedlicher Viskosität, aufgenommen. Der Deckel 70 verschließt die Umlaufbahnen 52, 53 derart dicht, dass die Dämpfungsfluide L1 und L2 in den Bahnausnehmungen 60, 61 eingekammert ist und nicht aus diesen heraus gelan gen kann.

Optional können beispielsweise zwischen dem Deckel 70 und dem Führungskör per 150 noch Dichtungen 74, insbesondere O-Ringe, Gummidichtungen, dichten de Beschichtungen des Deckels 70 und/oder des Führungskörpers 150 im Bereich von Flächen, mit denen der Deckel 70 und der Führungskörper 150 aneinander anliegen, oder dergleichen andere Dichtungsanordnung vorgesehen sein, die für eine zusätzliche Fluid-Dichtigkeit sorgen.

Die Wand 72 ist an einem Vorsprung 71 des Deckels 70 vorgesehen, der in eine korrespondierende Aufnahme am Führungskörper 51 eingreift. Die Seitenwand 75 zum Verschließen der Bahnausnehmung 71 wird durch einen Ringwandabschnitt 73 bereitgestellt, der sich um den Vorsprung 71 herum erstreckt.

Zur Befestigung des Deckels 70 sind Befestigungsmittel 76, z.B. Schrauben oder dergleichen, vorgesehen, die den Deckel 70 durchdringen und in nicht näher be- zeichnete Schraubaufnahmen am Führungskörper 51 eingeschraubt sind.

Die erste Umlaufbahn 52 weist einen Radius R1 bezüglich der Drehachse MD auf, der kleiner ist als ein Radius R2 der zweiten Umlaufbahn 53. Die erste Umlauf bahn 52 und die zweite Umlaufbahn 53 sind im Bereich der Stufe 67 vorgesehen.

Da die Umlaufbahnen 52, 53, nämlich insbesondere die radial äußeren Wände 63A, 63B einstückig am Grundkörper 56 vorgesehen sind, ist eine hohe Maß genauigkeit gegeben. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn der Grundkörper 56 in einer schematisch dargestellten Werkstückhalterung WH aufgespannt oder gehalten ist und bleibt, um die Umlaufbahnen 52, 53 herzustellen, beispielsweise durch eine Drehbear beitung anhand eines spanenden Bearbeitungswerkzeugs DZ, beispielsweise ei- nes Drehwerkzeugs, insbesondere eines sogenannten Drehmeißels.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn in der Werkstückhalterung WH bzw. derselben Aufspannung des Grundkörpers 56 nicht nur die Umlaufbahnen 52, 53, sondern auch der Befestigungsabschnitt 32, mithin also der wellenförmige Vorsprung des Befestigungsabschnittes 32, hergestellt wird. Somit weisen die Umlaufbahnen 52, 53 einen idealen, gleichen Radius bezüglich der Drehachse MD auf.

An dem Führungskörper 51 sind zudem Wuchtmassen 39A, 39B ortsfest ange ordnet.

Die Wuchtmasse 39A ist an der von der Werkzeugaufnahme 35 abgewandten und dem Antriebsmotor 20 zugewandten Seite des Führungskörpers, insbesondere dessen Stirnseite, angeordnet. Die Wuchtmasse 39A ist beispielsweise im Bereich des Lagerabschnitts 52 befestigt, insbesondere angeschraubt.

Die Wuchtmasse 39B ist an der der Werkzeugaufnahme 35 bzw. dem Arbeits werkzeug 40 zugewandten Seite des Führungskörpers 51 angeordnet, insbeson dere am Deckel 70. Beispielsweise ist die Wuchtmasse 39B am Deckel 70 vorge- sehen. Sie kann einen Bestandteil des Deckels 70 bilden oder wie beim Ausfüh rungsbeispiel anhand einer Schraube 39C oder einem jeweiligen anderen Befes tigungsmittel, beispielsweise einer Verklebung oder dergleichen, am Deckel 70 befestigt sein. Die Wuchtmasse 39B ist mit maximalem radialem Abstand bezüg lich der Drehachse MD am Führungskörper 51 befestigt und kann so eine optimale Unwucht erzeugen, die durch die Wuchtkörper 54, 55 kompensierbar ist.

Der Antriebsträger 80 kann jedoch gegenüber der Halterung 95 auch beweglich gelagert sein, so dass er beispielsweise parallel und/oder quer zur Mo

tor-Drehachse MD beweglich ist. Beispielsweise ist zwischen dem Antriebsträger 80 und der Halterung 95 eine Federanordnung 90 mit einem oder mehreren Fe- derelementen 91 , 92 angeordnet. Die Federelemente 91 , 92 können beispiels weise Schraubenfedern, Torsionsfedern oder dergleichen umfassen. Die Fe derelemente 91 stützen den Antriebsträger 80 bezüglich der Flalterung 95 quer zur Drehachse MD, während die Federelemente 92 den Antriebsträger 80 bezüglich der Flalterung 95 parallel oder mit einer Bewegungsrichtung parallel zur Drehach se MD abstützen. Die Federelemente 91 , 92 können unterschiedliche Federei genschaften aufweisen, beispielsweise unterschiedliche Federkonstanten oder dergleichen, sodass beispielsweise Bewegungen des Antriebsträgers 80 bezüglich der Flalterung 95 parallel zur Drehachse MD mit größerer Federkraft abgefedert sind als Bewegungen quer zur Drehachse MD, d. h. dass beispielsweise die Fe derelemente 91 eine kleinere Federsteifigkeit aufweisen als die Federelemente 92.

Zur Vereinfachung ist die Ausführungsform mit der Federanordnung 90 in Figur 4 schematisch angedeutet und nur beim Lager 28 vorgesehen. In der Zeichnung nicht dargestellt ist eine weitere bewegliche Lagerung, insbesondere Flalterung mit der Federanordnung 90 des Antriebsträgers 80 bezüglich der Flalterung 95 im Bereich des Lagers 29.

Bei den in den Figuren 5 und 6 sowie 7 und 8 dargestellten Antriebssträngen 108 und 208 von Werkzeugmaschinen 110 und 210 wäre ein derartiges Lagerkonzept des jeweiligen Antriebsträgers 80 bezüglich der Flalterung 95 ebenfalls möglich. Jedenfalls sind die Antriebsstränge 108 und 208 äquivalent zum Antriebsstrang 8 im Maschinengehäuse 11 aufgenommen, d.h. sie können anstelle des Antriebs stranges 8 vorgesehen sein.

Gleiche oder gleichartige Komponenten der Antriebsstränge 108 und 208, die schon in Zusammenhang mit dem Antriebsstrang 8 beschrieben worden sind, sind in der Zeichnung mit denselben Bezugszeichen versehen und werden nicht näher erläutert. Insbesondere weisen die Antriebsstränge 108 und 208 die bereits erläu terte Motorwelle 24 einschließlich des Antriebsmotors 20 und dessen Komponen ten auf und sind mit den Lagern 28 und 29 der Lageranordnung 95 am Antriebs träger 80 drehbar gelagert. Mit den Antriebssträngen 108 und 208 ist das Arbeits werkzeug 40 jeweils drehantriebbar, welches ebenfalls nicht näher erläutert wird. Ebenso ist die Bremseinrichtung 47 optional vorgesehen, die in der Zeichnung der Figuren 6 und 8 ebenfalls nicht dargestellt ist.

Beim Antriebsstrang 108 ist ein Werkzeugaufnahmeteil 130 vorgesehen, welches eine Werkzeugaufnahmewelle 131 umfasst. Die Werkzeugaufnahmewelle 131 ist mit dem bereits erläuterten Befestigungsabschnitt 32 am Befestigungsabschnitt 26 der Motorwelle 24 gehalten und weist integral eine Werkzeuglageraufnahme 133 für das Werkzeuglager 34, also das Exzenterlager, auf.

An der Werkzeugaufnahmewelle 131 ist eine Wuchteinrichtung 150 mit einem Führungskörper 151 angeordnet, der als von der Werkzeugaufnahmewelle 131 separates Bauteil ausgestaltet ist.

Ähnlich wie der Führungskörper 51 weist auch der Führungskörper 151 eine erste und eine zweite Umlaufbahn 52, 53 auf, in denen Wuchtkörper 54, 55, beispiels weise Kugeln, gelagert sind. Eine Außenumfangswand 166 des Führungskörpers 151 weist ebenfalls eine Stufe 67 auf, die sich dadurch ergibt, dass die Umlauf bahn 52 einen kleineren Radius R1 als die zweite Umlaufbahn 53 aufweist, die nämlich den Radius R2 hat. Die Wuchtkörper 54 in der zweiten Umlaufbahn mit dem größeren Radius R2 dienen wie bei der Wuchteinrichtung 50 sozusagen zur Grobabstimmung oder zum Grob-Trimm, während die Wuchtkörper 54 in der ers ten Umlaufbahn 52, also mit dem kleineren Radius R1 , eine Art Fein-Trimm dar stellen.

Der Führungskörper 151 ist durch einen Deckel 170 verschlossen, der einen Vor sprung 171 aufweist, der von der vom Antriebsmotor 20 abgewandten Seite in den Führungskörper 151 eingreift. Die Umlaufbahnen 52, 53 weisen radial äußere Wände 63A, 63B auf, die integral am Führungskörper 151 vorgesehen sind. Auch eine obere Seitenwand 65 ist an dem Führungskörper 151 vorgesehen, die sozu sagen unterseitig durch den Deckel 170 bzw. den Vorsprung 171 des Deckels 170 verschlossen werden. Während die Umlaufbahn 52 mit dem kleineren Radius R1 nur von der der oberen Seitenwand 65 gegenüberliegenden Seite durch den De ckel 170 verschlossen ist, der dementsprechend eine untere Seitenwand 75 dafür bereitstellt, ist die zweite Umlaufbahn 53 mit dem größeren Radius nicht nur durch eine untere Seitenwand 75, die durch einen Ringwandabschnitt 73 des Deckels 170 bereitgestellt wird, sondern auch durch eine radial innere Wand 72 ver schlossen.

An dem Führungskörper 151 , nämlich dessen Deckel 170, ist integral eine

Wuchtmasse 139 vorgesehen. Die Wuchtmasse 139 ist exzentrisch zur Motor drehachse MD ortsfest am Deckel 170 und somit am Führungskörper 151 ange ordnet, an dem der Deckel 70 ortsfest angeordnet ist. Der Deckel 171 stellt also in Bezug auf die (Motor-) Drehachse MD sozusagen eine exzentrische statische Unwucht da, während die dynamische Auswuchtung anhand der Wuchteinrichtung 150 und mithin die Wuchtkörper 54, 55 in den Umlaufbahnen 52 und 53 des Füh rungskörpers 151 geleistet wird.

Wiederum ist eine hohe Genauigkeit in Bezug auf die radialen Verläufe der Bahn ausnehmungen 60, 61 , insbesondere der radial äußeren Wände 63A, 63B des Führungskörpers 151 gewährleistet, weil nämlich beide Umlaufbahnen 52 und 53 im Betriebszustand des Führungskörpers 151 , wenn sich dieser nämlich um die (Motor-) Drehachse MD dreht, die jeweiligen Führungskonturen bereitstellen, näm lich die Ringbahnen 64 an den radial äußeren Wänden 63A, 63B. Die radialen Verläufe der Bahnausnehmungen 60, 61 können ähnlich wie im Zusammenhang mit Figur 3 dargestellt hergestellt sein, indem beispielsweise der Grundkörper 156 am Werkstückhalter WFI verbleibt, bis zumindest die radial äußeren Verläufe der Bahnausnehmungen 60, 61 hergestellt sind, bevorzugt die gesamten Bahnaus nehmungen 60, 61 .

Dieses Konzept des sozusagen maßgenau hergestellten Führungskörpers 151 realisiert auch der Führungskörper 251 einer Wuchteinrichtung 250 des Antriebs strangs 208. Der Führungskörper 251 weist wie der Führungskörper 151 eine Wellenaufnahme 159 zur Aufnahme der Werkzeugaufnahmewelle 131 auf, so dass in Bezug auf diese Ausführungsform auf die vorstehenden Ausführungen Bezug genommen wird. Gleich oder gleichartige Bauteile bzw. Komponenten der Führungskörper 251 , 151 sind mit denselben Bezugsziffern versehen. Allerdings weist der Führungskörper 251 anders als der Führungskörper 151 keine Lüfter schaufel 63 auf (was aber ohne weiteres möglich wäre), so dass er kein Lüfterrad 68 darstellt.

Eine Außenumfangswand 266 des Führungskörpers 251 weist ebenfalls eine Stu- fe 67 auf, die sozusagen radial außen den Verlauf der Bahnausnehmungen 60, 61 der Umlaufbahnen 52, 53 der Wuchteinrichtung 50 darstellen. Die Umlaufbahnen 52, 53 haben nämlich einen kleineren Radius R1 bzw. größeren Radius R2, wobei die Radien im Unterschied zu den vorgenannten Ausführungsbeispielen weniger voneinander differieren. Der Führungskörper 251 ist durch einen Deckel 270 ver- schlossen, der bezüglich der Ausnehmungen 60 und 61 jeweils eine untere Sei tenwand 75 bereitstellt und in Bezug auf die radial weiter auskragende Bahnaus nehmung 161 zudem noch eine obere Seitenwand 271 sowie eine radial innere Wand 272.

An radial äußeren Wänden 63A, 63B des Führungskörper 251 könnten integral Ringbahnen 64 vorgesehen sein, beispielsweise durch eine Drehbearbeitung hergestellte Ringbahnen oder dergleichen. Vorliegend sind die Ringbahnen 64 jedoch an Ringkörpern 264A, 264B vorgesehen, die in den Bahnausnehmungen 60, 61 angeordnet sind und sich an den radial äußeren Wänden 63A, 63B des Führungskörpers 251 abstützen. Somit sind also die Ringbahnen 64 an radial äu- ßeren Wänden 263A, 263B der Ringkörper 264A, 264B vorhanden. Die Ringkör per 264A, 264B sind beispielsweise aus Hartmetall oder dergleichen anderem ge eigneten Material, so dass sie beispielsweise besonders reibungsarm die Wucht körper 54, 55 lagern können.

An dem Deckel 270 ist eine Wuchtmasse 239, beispielsweise eine plattenförmige Wuchtmasse 239, exzentrisch zur (Motor-) Drehachse MD angeordnet, beispiels weise im Bereich des Ringwandabschnittes 73.

Die Antriebsstränge 8, 108, 208 sind vorzugsweise bei einer als

Hand-Werkzeugmaschine ausgestalteten Werkzeugmaschine 10, 110, 210 vor gesehen. Der in den Figuren 9 und 10 dargestellte Antriebsstrang 308 einer Werkzeugma schine 10 kann ein Bestandteil einer Hand-Werkzeugmaschine bilden, wenn näm lich beispielsweise an einem Maschinengehäuse 311 der Werkzeugmaschine 310 ein Handgriff 312 angeordnet ist, insbesondere ein stabförmiger Handgriff. Das Maschinengehäuse 311 weist einen Antriebsabschnitt 313 auf, an dessen einen Endbereich ein Arbeitswerkzeug 340, beispielsweise ein Tellerwerkzeug, angeordnet ist. Zwischen dem Maschinengehäuse 311 und dem Arbeitswerkzeug 340 ist die bereits erläuterte Bremseinrichtung 47 mit ihrer Manschette 48 und den Verstärkungskörpern 49 angeordnet, die an einer Bremsoberfläche 44 eines Trä- gerkörpers 343 des Arbeitswerkzeugs 340 entlang gleitet.

Das Arbeitswerkzeug 340 weist einen Plattenkörper 341 , beispielsweise ein Schleifpad oder dergleichen, auf, an dem mehrere Durchlassöffnungen 346 vor gesehen sind, durch die mit Staub beladene Luft in einen Staubabfuhrraum ge langen kann, der durch die Manschette 48 begrenzt ist und der mit einem Abluft- anschluss in der Art des Absauganschlusses 15 (in der Zeichnung nicht sichtbar) strömungsverbunden ist.

Im Unterschied zu den Antriebssträngen 8 - 208 ist beim Antriebsstrang 308 eine Motorwelle 324 eines Antriebsmotors 320 vorgesehen, an der ein Führungskörper einer Wuchteinrichtung, nämlich ein Führungskörper 351 einer Wuchteinrichtung 350, angeordnet ist. Mithin ist also die Wuchteinrichtung 350 ein Bestandteil der

Motorwelle 324.

Die Motorwelle 324 ist an ihren Längsendbereichen 25A, 25B an Lagern 328, 329 einer Lageranordnung 327 drehbar gelagert. Zwischen den Lagern 328, 329 sind der Führungskörper 351 und somit die Wuchteinrichtung 350 angeordnet. Somit befindet sich also die Wuchteinrichtung 350 zwischen den Lagern einer Werk zeugwelle 323, deren Bestandteil die Motorwelle 324 bildet, während bei den obi gen Ausführungsbeispielen die jeweilige Wuchteinrichtung oder der Führungskör per seitlich neben den Lagern der Lageranordnung angeordnet ist, mit denen der Antriebsstrang am jeweiligen Antriebsträger drehbar gelagert ist. An dem Längsendbereich 25A der Motorwelle 324 ist ein Lüfterrad 368 angeord net, welches sich in den Abluftabschnitt 314 des Maschinengehäuses 311 hinein erstreckt.

Der Antriebsmotor 320 weist einen Rotor 322 auf, der an der Motorwelle 324 an- geordnet ist und sich im Innenraum eines Stators 321 befindet. Vor den Stator 321 steht der Längsendbereich 25B vor, der am Lager 329 abgestützt ist. Das Lager 329 befindet sich im Innenraum des Führungskörpers 351 , der sich sozusagen glockenartig über das Lager 329 erstreckt. Der Führungskörper 351 weist Um laufbahnen 52, 53 mit kleineren und größeren Radien auf, in denen Wuchtkörper 54, 55, beispielsweise Kugeln, Gleitkörper oder dergleichen, beweglich aufge nommen sind. Eine Außenumfangswand 366 des Führungskörpers 351 weist bei spielsweise eine konische oder stufige Gestalt auf. Der Führungskörper 351 ist durch einen Deckel 370 verschlossen, der beispielsweise die bereits erläuterten Seitenwände 75 für die Bahnausnehmungen 60, 61 , die am Führungskörper 351 vorgesehen sind, aufweist. Die Bahnausnehmung 60 weist sowohl eine radial äu ßere Wand 63A, 63B für die Bahnausnehmung 60, 61 auf als auch eine jeweilige obere Seitenwand 65. In den radial äußeren Wänden 63A, 63B sind Ringbahnen für die Wuchtkörper 54, 55 vorgesehen.

An einem Befestigungsabschnitt 26 der Motorwelle 324 ist ein Befestigungsab- schnitt 32 eines Werkzeugaufnahmeteils 330 gehalten, zum Beispiel eingesteckt, eingepresst, eingeschraubt oder dergleichen. Das Werkzeugaufnahmeteil 330 weist eine Werkzeuglageraufnahme 333 für ein Werkzeuglager 34 auf. An dem Werkzeuglager 34 ist eine Werkzeugaufnahmewelle 336 mit einer Werkzeugauf nahme um eine Werkzeugdrehachse WD drehbar gelagert, die eine Exzentrizität E bezüglich der Motordrehachse MD aufweist.

An der Werkzeugaufnahme 35 ist das Arbeitswerkzeug 340 anhand eines Befes tigungselements 37, beispielsweise einer Schraube, gehalten. Die Werkzeugaufnahmewelle 336 weist beispielsweise einen Stützkörper 338 auf, an dem das Arbeitswerkzeug 340 abgestützt ist. Der Stützkörper 338 ist bei spielsweise plattenförmig.

Eine Wuchtmasse 339 ist im Unterschied zu den vorigen Ausführungsbeispielen nicht am Führungskörper der jeweiligen Wuchteinrichtung angeordnet, sondern an der Werkzeugaufnahmewelle 336. Beispielsweise durchsetzt das Befestigungs element 37 einen Plattenkörper, der die Wuchtmasse 339 darstellt. Die Wucht masse 339 ist beispielsweise als ein Plattenelement, welches exzentrisch zur Mo tordrehachse MD ist, ausgestaltet. Der Antriebsmotor 320 und der Führungskörper 351 sind an einem Antriebsträger

380 gehalten. Der Antriebsträger 380 weist einen Motorträger 381 auf, an dem das (in der Zeichnung obere) Lager 328 des Antriebsmotors 320 gehalten ist, nämlich an einer Lageraufnahme 382. Das Oberteil oder der Motorträger 381 ist bei spielsweise glockenförmig. Jedenfalls erstreckt sich ein Seitenwandabschnitt 383 seitlich am Antriebsmotor 320, insbesondere dem Stator 321 , vorbei und ist an seiner freien, von der Lageraufnahme 382 abgewandten Seite durch einen Deckel 385 des Antriebsträgers 380 verschlossen. Der Deckel 385 und der Motorträger

381 kammern einen Innenraum 384 ein, in dem der Führungskörper 351 drehbar gelagert ist. An dem Deckel 385 ist eine Lageraufnahme 347 für das Lager 329 vorgesehen. Der Deckel 385 und der Motorträger 381 sind fest miteinander verbunden, so dass die beiden Lager 328, 329 steif im Antriebsträger 380 gehalten sind. Somit kann die Wuchteinrichtung 350 die Unwuchtsituation im Bereich des Antriebsträgers 380 optimal beseitigen, d.h. eine optimale Wuchtleistung bezüglich des Antriebs- trägers 380 entfalten.

Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt, dass der Antriebsträger 380 nicht fest mit dem Maschinengehäuse 311 verbunden ist, sondern beweglich an diesem ge lagert ist. Das Maschinengehäuse 311 stellt eine Halterung 395 für den Antriebs träger 380 dar, wobei der Antriebsträger 380 gegenüber der Halterung 395 beweg- lieh gelagert ist, insbesondere mit einer Bewegungskomponente parallel und/oder einer Bewegungskomponente quer zur (Motor-) Drehachse MD.

Zwischen dem Antriebsträger 380 und der Halterung 395 ist eine Federanordnung 390 angeordnet. Die Federanordnung 390 umfasst Federelemente 391 , bei spielsweise Gummipuffer oder sonstige elastische Pufferelemente. Die Federele mente 391 sind vorzugsweise blockartig ausgestaltet. Die Federelemente 391 umfassen beispielsweise im Wesentlichen quaderförmige Elemente. Ohne weite res könnte auch ein Federelement 391 in Gestalt beispielsweise eines Ringes vorgesehen sein, der einerseits am Maschinengehäuse 311 und somit an der Halterung 395, andererseits am Antriebsträger 380 abgestützt ist. Für das oder die Federelemente 391 ist an dem Maschinengehäuse 311 und somit der Halterung 395 mindestens eine Aufnahme 317 vorgesehen, beispielsweise eine Tasche, Ringnut oder dergleichen. Am Antriebsträger 380 ist für das mindestens eine Fe derelement 391 mindestens eine Aufnahme vorgesehen, nämlich eine Aufnahme 386, beispielsweise eine Tasche, Ringnut oder dergleichen. Die Aufnahmen 317, 386 liegen einander gegenüber.

Somit kann also der Antriebsträger 380 innerhalb des Maschinengehäuses 311 schwingen oder oszillieren, was die Wucht-Qualität der Wuchteinrichtung 350 er heblich erhöht. Diese Situation ist an sich schon vorteilhaft, wenn die Werkzeug maschine 310 als Hand-Werkzeugmaschine betrieben wird, d.h. dass der Bedie ner beispielsweise unmittelbar das Maschinengehäuse 311 ergreift oder den Handgriff 312 nutzt. Besonders günstig erweist sich diese Technik in einer Situa tion, in der das Maschinengehäuse 311 biegesteif oder vibrationssteif gehalten ist, d.h. dass das Maschinengehäuse 311 gegenüber dem ortsfesten Bezugskörper keine oder nur geringe Beweglichkeit aufweist. Ein solcher Bezugskörper ist bei spielsweise ein Positionierantrieb 315, mit dem die Werkzeugmaschine 311 ent lang eines Untergrunds, beispielsweise dem Werkstück W, beweglich ist. Bei dem Positionierantrieb 315 handelt es sich beispielsweise um einen Antriebsmotor, ein Seilzuggetriebe oder dergleichen andere Positioniermittel, die am Maschinenge häuse 311 und somit an der Halterung 315 festgelegt sind, um die Halterung 395 relativ zu einer Fläche, die durch die Werkzeugmaschine 310 zu bearbeiten ist, zu bewegen. Der Positionierantrieb 315 ist schematisch dargestellt.

Auch bei den Führungskörpern 151 , 251 , 351 ist es vorteilhaft, wenn jeweiligen Umlaufbahnen 52, 53 an ein und demselben Grundkörper 156, 256, 356 ange- ordnet sind. Beim Führungskörper 351 ist es weiterhin zweckmäßig, dass auch die Motorwelle 324 und der Führungskörper 351 Bestandteile desselben Grundkör pers 356 sind. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn die jeweiligen Grundkörper 156, 256, 356 ebenso wie anhand des Grundkörpers 56 erläutert an dem Werk stückhalter WFI verbleiben, bis beispielsweise jeweils beide Umlaufbahnen 52, 53 hergestellt sind. Beim Grundkörper 356 ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die Mo torwelle 324, insbesondere im Bereich der Lager 328, 329 und die Umlaufbahnen 52, 53 hergestellt werden, ohne dass der Grundkörper 356 vom Werkstückhalter WH entfernt wird.