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Patent Searching and Data


Title:
MANUAL DRIVE FOR A SWITCH MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2024/003661
Kind Code:
A1
Abstract:
In a manual drive for a switch machine, comprising a drive-side coupling piece (19) for coupling a hand crank (14), an output-side coupling piece (16) for the input pinion (13) of a gear (4) and a flexible shaft (15), running between the drive-side (19) and output-side (16) coupling pieces, that is rotationally connected to the drive-side coupling piece (19) and has an end piece (17) on the output side, at least a portion of the drive-side coupling piece (19), the flexible shaft (15) and the end piece (17) are collectively guided in a longitudinally displaceable manner between a disengaged position and an engaged position, the end piece (17) being disengaged from the output-side coupling piece (16) in the disengaged position and being engaged with the output-side coupling piece (16) in the engaged position.

Inventors:
ACHLEITNER HERBERT (AT)
MAIER CHRISTOPH (AT)
Application Number:
PCT/IB2023/056199
Publication Date:
January 04, 2024
Filing Date:
June 15, 2023
Export Citation:
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Assignee:
VOESTALPINE SIGNALING AUSTRIA GMBH (AT)
International Classes:
B61L5/02; B61L5/06
Foreign References:
US20050236526A12005-10-27
CN113232693A2021-08-10
Attorney, Agent or Firm:
KESCHMANN, Marc (AT)
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Claims:
Patentansprüche :

1. Handantrieb für eine Weichenstellvorrichtung, die ein elektromechanisches Antriebsaggregat (1) mit einem Elektromotor (2) und einem vom Elektromotor (2) unter Zwischenschaltung eines Getriebes (4) angetriebenen Spindelgetriebe aufweist, welches eine lineare Stellbewegung bereitstellt, wobei das Getriebe (4) ein Eingangsritzel (13) für das Ankoppeln des Handantriebs aufweist, wobei der Handantrieb ein antriebsseitiges Kopplungsstück (19) zum Ankoppeln einer Handkurbel (14) , ein abtriebsseitiges Kopplungsstück (16) für das Eingangsritzel (13) und eine zwischen dem antriebsseitigen (19) und dem abtriebsseitigen (16) Kopplungsstück verlaufende flexible Welle (15) aufweist, die mit dem antriebsseitigen Kopplungsstück (19) drehverbunden ist und abtriebsseitig ein Endstück (17) aufweist, wobei zumindest ein Teil des antriebsseitigen Kopplungsstücks (19) , die flexible Welle (15) und das Endstück (17) gemeinsam zwischen einer ausgekuppelten Position und einer eingekuppelten Position längsverschieblich geführt sind, wobei das Endstück (17) in der ausgekuppelten Position außer Eingriff mit dem abtriebsseitigen Kopplungsstück (16) und in der eingekuppelten Position in Eingriff mit dem abtriebsseitigen Kopplungsstück (16) steht.

2. Handantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Teil des antriebsseitigen Kopplungsstücks (19) in Richtung der Handkurbel (14) federbeaufschlagt ist.

3. Handantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Endstück (17) einen mehrfach rotationssymmetrischen Querschnitt aufweist, der mit einer entsprechend geformten Aufnahme des abtriebsseitigen Kopplungsstücks (16) in eine in Drehrichtung formschlüssige Verbindung bringbar ist.

4. Handantrieb nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die flexible Welle (15) in einer Hülle (20) geführt ist, die einerseits an einem Haltestück (21) befestigt ist, in dem das antriebsseitige Kopplungsstück (19) längsverschieblich geführt ist, und die andererseits an einem Führungsstück (22) befestigt ist, in dem das Endstück (17) der flexiblen Welle (15) längsverschieblich geführt ist.

5. Handantrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das antriebsseitige Kopplungsstück (19) gegen einen die eingekuppelten Position definierenden Anschlag (37) längsverschieblich ist.

6. Handantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Handantrieb ein Betätigungsglied für einen Trennschalter (34) einer Stellstromversorgung der Weichenstellvorrichtung aufweist .

7. Handantrieb nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsglied durch die Handkurbel (14) verlagerbar ist, um beim Ankoppeln der Handkurbel (14) an das antriebsseitige Kopplungsstück (19) den Trennschalter (34) zu betätigen .

8. Handantrieb nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsglied derart mit der Handkurbel (14) zusammenwirkt, dass eine Betätigung des Trennschalters (34) vor Erreichen der eingekuppelten Position des antriebsseitigen Kopplungsstücks (19) erfolgt. 9. Handantrieb nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsglied als Kipphebel (31) ausgebildet ist, dessen erster Hebelarm (32) angeordnet ist, um beim Ankoppeln der Handkurbel (14) an das antriebsseitige Kopplungsstück (19) verschwenkt zu werden, und dessen zweiter Hebelarm (33) den Trennschalter (34) betätigt.

10. Handantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das antriebsseitige Kopplungsstück (19) und die Handkurbel (14) miteinander zusammenwirkende Formschlusselemente (29,30) aufweisen, die in der eingekuppelten Position des antriebsseitigen Kopplungsstücks (19) in formschlüssiger Verbindung stehen.

11. Weichenstellvorrichtung umfassend ein elektromechanisches Antriebsaggregat (1) mit einem Elektromotor (2) und einem vom Elektromotor (2) unter Zwischenschaltung eines Getriebes (4) angetriebenen Spindelgetriebe, welches eine lineare Stellbewegung bereitstellt, und weiters umfassend einen Handantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dessen abtriebsseitiges Kopplungsstück (16) mit einem Eingangsritzel (13) des Getriebes (4) drehverbunden oder drehverbindbar ist.

Description:
Handantrieb für eine Weichenstellvorrichtung

Die Erfindung betri f ft einen Handantrieb für eine Weichenstellvorrichtung, die ein elektromechanisches Antriebsaggregat mit einem Elektromotor und einem vom Elektromotor unter Zwischenschaltung eines Getriebes angetriebenen Spindelgetriebe aufweist , welches eine lineare Stellbewegung bereitstellt , wobei das Getriebe ein Eingangsritzel für das Ankoppeln des Handantriebs aufweist .

Die Erfindung betri f ft weiters eine Weichenstellvorrichtung mit einem derartigen Handantrieb .

Bei elektrischen Weichenantrieben für Eisenbahnweichen besteht das Bedürfnis , die Weichen vorübergehend auch örtlich von Hand bedienen zu können, wenn z . B . der Stellstrom ausbleibt oder Rangierbewegungen ausgeführt werden sollen .

Die Handumstellung wird in herkömmlicher Weise durch Drehen der Motor- oder einer Getriebewelle mittels einer Handkurbel bewirkt . Hierzu sind im Getriebekasten meist Gehäusedurchbrüche vorgesehen, durch die hindurch die Handkurbel auf die entsprechende Welle aufgesetzt werden kann .

Eine derartige Aus führung des Handantriebs ist j edoch mit einer Reihe von Nachteilen verbunden . Die Handkurbel muss an der durch die Position der händisch anzutreibenden Motoroder Getriebewelle definierten Stelle des Antriebsgehäuses angekoppelt werden . Diese Stelle entspricht j edoch in den wenigstens Fällen der aus Sicht des Anwenders oder des Herstellers optimalen Position . Ein stirnseitiger Handantrieb beispielsweise lässt sich auf Grund der Nähe zum Schotter platzbedingt schwer kurbeln . Die begrenzten Platzverhältnisse erlauben lediglich eine kurze Hebelarmlänge der Kurbel , sodass ein solcher Handantrieb für Weichenantriebe mit hoher Stellkraft nicht einsetzbar ist .

Außerdem kann ein Weichenantrieb, bei dem die Stelle der Kurbelankoppelung durch die Anordnung der Motor- oder Getriebewelle am Antriebsgehäuse fest vorgegeben ist , nicht ohne weiters von einer rechten Einbaulage in eine linke Einbaulage oder umgekehrt umgebaut werden . Ein solcher Umbau erfolgt dahingehend, dass die Gehäuseseite , aus welcher der Stellschieber und die ggf . vorhandenen Prüferschieber aus dem Antriebsgehäuse austreten, geändert wird, j e nachdem, ob der Weichenantrieb in einer bestimmten Fahrtrichtung gesehen auf der rechten oder auf der linken Seite der Weiche eingebaut werden soll .

Hinsichtlich der Kurbeleinführung in das Antriebsgehäuse soll allgemein die Schutzklasse IP67 sichergestellt sein . Für eine herkömmlich am Antriebsgehäuse seitlich angeordnete Kurbeleinführung war bisher IP54 ausreichend, da die Abdichtungsmöglichkeiten der bisher weit verbreiteten Stellstangen viereckigen Querschnitts , welche gegen das Antriebsgehäuse abzudichten sind, die Schutzklasse des Antriebsgehäuses auf IP54 limitieren .

Herkömmliche Handantriebe sind weiters unflexibel was die Anpassung an unterschiedliche Antriebstypen betri f ft . Wenn der Handantrieb für einen bestimmten elektromotorischen Antrieb ausgebildet ist und die Stelle der Kurbelankoppelung dementsprechend an die Anordnung der Motor- oder Getriebewelle gebunden ist , kann dieser in der Regel nicht für andere Antriebsaggregate mit abweichender Lage der Wellen bzw . erforderlicher Stelle der Kurbelankopplung zum Einsatz gelangen . Es wäre j edoch wünschenswert , Weichenantriebe modular zu konzipieren, sodass in das Antriebsgehäuse wahlweise verschiedene elektromotorische Antriebe eingebaut werden können .

Die vorliegende Erfindung zielt daher darauf ab, einen Handantrieb für eine Weichenstellvorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass die oben genannten Probleme überwunden werden können . Insbesondere soll eine Ausbildung geschaf fen werden, mit der ein Wechsel zwischen einer linken und einer rechten Einbaulage möglich ist , ohne dabei das Antriebsgehäuse um 180 ° drehen und an diese Drehung anpassen zu müssen . Weiters soll auch hinsichtlich der Antriebsart eine modulare Bauweise unter Beibehaltung des Gehäuses und des Handantriebs ermöglicht werden .

Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung bei einem Handantrieb der eingangs genannten Art im Wesentlichen vor, dass der Handantrieb ein antriebsseitiges Kopplungsstück zum Ankoppeln einer Handkurbel , ein abtriebsseitiges Kopplungsstück für das Eingangsritzel und eine zwischen dem antriebsseitigen und dem abtriebsseitigen Kopplungsstück verlaufende flexible Welle aufweist , die mit dem antriebsseitigen Kopplungsstück drehverbunden ist und abtriebsseitig ein Endstück aufweist , wobei zumindest ein Teil des antriebsseitigen Kopplungsstücks , die flexible Welle und das Endstück gemeinsam zwischen einer ausgekuppelten Position und einer eingekuppelten Position längsverschieblich geführt sind, wobei das Endstück in der ausgekuppelten Position außer Eingri f f mit dem abtriebsseitigen Kopplungsstück und in der eingekuppelten Position in Eingri f f mit dem abtriebsseitigen Kopplungsstück steht . Die Erfindung beruht auf der Idee , eine flexible Welle zwischen der Handkurbel und dem Getriebe des Weichenantriebs vorzusehen . Die Position des Handkurbelanschlusses ist dadurch örtlich nicht mehr an die Motor- oder Getriebewelle gebunden, sondern kann frei gewählt werden, und zwar insbesondere im Hinblick auf eine optimale Bedienbarkeit der Handkurbel und auf einen einfachen Wechsel zwischen einer rechten und linken Einbaulage und/oder zwischen unterschiedlichen Antriebstypen . Da die Drehbewegung der Handkurbel im Inneren des Antriebsgehäuses mit Hil fe der flexiblen Welle flexibel dorthin gebracht werden kann, wo sich das den Motor mit dem Spindelgetriebe verbindende Getriebe in Abhängigkeit von der j eweiligen Einbaulage oder sonstigen Umbauten befindet , kann die Position des Kurbelanschlusses am Gehäuse gleich bleiben, sodass das Gehäuse selbst samt Kurbelanschluss unverändert gelassen werden kann . Bevorzugt ist der Handkurbelanschluss hierbei an einer Oberseite des Gehäuses des Antriebsaggregats angeordnet , z . B . an einer in der Einbaulage hori zontalen Gehäusewand . Das antriebsseitiges Kopplungsstück zum Ankoppeln einer Handkurbel ist in diesem Fall um eine vertikale Drehachse drehbar gelagert . Die Zugänglichkeit für eine an der Oberseite des Gehäuses anschließbare Handkurbel wird von der Einbaulage des Antriebsgehäuses nicht beeinflusst und stellt damit für die möglichen Einbaulagen des Antriebsgehäuses keine Einschränkung dar .

Eine Umdrehung der Handkurbel um eine vertikale Achse kann, insbesondere auf ein elektromechanisches Antriebsaggregat mit in der Regel hori zontal angeordneten Drehachsen, mittels einer flexiblen Welle innerhalb des Antriebsgehäuses , im Vergleich zu einem starren Winkelgetriebe , vielseitig und platzsparend übertragen werden . Zur Verringerung der Reibung und der Abnutzung zwecks Erhöhung der Lebensdauer steht die flexible Welle erfindungsgemäß nicht ständig in Eingri f f mit dem Getriebe bzw . mit dem Eingangsritzel des Getriebes . Vielmehr ist vorgesehen, dass die flexible Welle gemeinsam mit ihrem Endstück zwischen einer ausgekuppelten Position und einer eingekuppelten Position längsverschieblich geführt ist , wobei das Endstück nur in der eingekuppelten Position in Eingri f f mit dem abtriebsseitigen Kopplungsstück steht .

Um sicherzustellen, dass die eingekuppelte Position nur dann eingenommen werden kann, wenn die Handkurbel an den erfindungsgemäßen Handantrieb angeschlossen wurde , sieht eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung vor, dass das zumindest eine Teil des antriebsseitigen Kopplungsstücks in Richtung der Handkurbel federbeaufschlagt ist . Solange keine Betätigungskraft auf die flexible Welle bzw . das antriebsseitige Kopplungsstück wirkt , sorgt die genannte Federkraft dafür, dass die flexible Welle in der ausgekuppelten Position verbleibt . Die Längsverschiebung der flexiblen Welle in die eingekuppelte Position erfolgt bevorzugt über die Handkurbel , und zwar beim Anschließen der Handkurbel . Hierbei wird die Handkurbel beispielsweise an das antriebsseitige Kopplungsstück angesetzt und dann entgegen der Federkraft vorgeschoben, bis das Endstück der flexiblen Welle in drehfesten Eingri f f mit dem abtriebsseitigen Kopplungsstück gebracht ist . Beim Abziehen der Handkurbel sorgt die Federkraft automatisch für eine Rückstellung der flexiblen Welle , sodass die ausgekuppelte Position erreicht wird . Um ein formschlüssiges Zusammenwirken des Endstücks mit dem abtriebsseitigen Kopplungsstück zu erreichen und dadurch die Übertragung hoher Kräfte zu ermöglichen, ist bevorzugt vorgesehen, dass das Endstück einen mehrfach rotationssymmetrischen Querschnitt aufweist , der mit einer entsprechend geformten Aufnahme des abtriebsseitigen Kopplungsstücks in in Drehrichtung formschlüssige Verbindung bringbar ist .

Um eine geschützte Anordnung der flexiblen Welle zu erreichen, eine verschleiß feste Konstruktion zu ermöglichen und die Übertragung eines hohen Drehmoments zu erlauben, ist die flexible Welle bevorzugt in einer Hülle geführt , die einerseits an einem Haltestück befestigt ist , in dem das antriebsseitige Kopplungsstück längsverschieblich geführt ist , und die andererseits an einem Führungsstück befestigt ist , in dem das Endstück der flexiblen Welle längsverschieblich geführt ist .

Gemäß einer weiteren bevorzugten Aus führungs form ist vorgesehen, dass das antriebsseitige Kopplungsstück gegen einen die eingekuppelte Position definierenden Anschlag längsverschieblich ist . Das Erreichen des Anschlags erlaubt dem Benutzer einen Rückschluss darauf , dass die eingekuppelte Position eingenommen wurde und dass die händische Betätigung der Weichenstellvorrichtung begonnen werden kann .

Um zu vermeiden, dass der Elektromotor des Antriebsaggregats unbeabsichtigt zu laufen beginnt , während die Handkurbel angeschlossen ist , weist der Handantrieb bevorzugt ein Betätigungsglied für einen Trennschalter einer Stellstromversorgung der Weichenstellvorrichtung auf . Das Betätigungsglied ist mit Vorteil durch die Handkurbel verlagerbar, um beim Ankoppeln der Handkurbel an das antriebsseitige Kopplungsstück den Trennschalter zu betätigen .

Aus Sicherheitsgründen und zur Minimierung des Verletzungsrisikos des Bedienungspersonals ist gemäß einer bevorzugte Aus führungs form der Erfindung vorgesehen, dass das Betätigungsglied derart mit der Handkurbel zusammenwirkt , dass eine Betätigung des Trennschalters vor Erreichen der eingekuppelten Position des antriebsseitigen Kopplungsstücks erfolgt . Diese Ausbildung soll ausschließen, dass der Elektromotor mit Strom versorgt wird, solange die Handkurbel mit dem Getriebe gekoppelt ist .

In konstruktiv besonders einfacher Weise kann das Betätigungsglied als Kipphebel ausgebildet sein, dessen erster Hebelarm angeordnet ist , um beim Ankoppeln der Handkurbel an das antriebsseitige Kopplungsstück verschwenkt zu werden, und dessen zweiter Hebelarm den Trennschalter betätigt . Dadurch ist eine Zwangsbetätigung des Trennschalters vorgesehen, sobald die Handkurbel angesetzt wird .

Hinsichtlich der Übertragung eines Drehmoments von der Handkurbel auf die flexible Welle sieht eine bevorzugte konstruktive Ausbildung vor, dass das antriebsseitige Kopplungsstück und die Handkurbel miteinander zusammenwirkende Formschlusselemente aufweisen, die in der eingekuppelten Position des antriebsseitigen Kopplungsstücks in formschlüssiger Verbindung stehen . Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Aus führungsbeispiels näher erläutert . In dieser zeigen Fig . 1 eine perspektivische Darstellung eines Antriebsaggregats einer Weichenstellvorrichtung, Fig . 2 die Anbindungen an das Antriebsaggregat gemäß Fig . 1 , Fig . 3 eine Querschnittsansicht des erfindungsgemäßen Handantriebs im ausgekuppelten Zustand und Fig . 4 den Handantrieb der Fig . 3 im eingekuppelten Zustand .

In Fig . 1 ist ein elektromechanisches Antriebsaggregat 1 einer Weichenstellvorrichtung dargestellt . Das Antriebsaggregat 1 umfasst einen Elektromotor 2 und ein vom Elektromotor 2 unter Zwischenschaltung eines Getriebes 4 angetriebenes Spindelgetriebe mit einer Spindel 9 , welches über einen Mitnehmer 11 eine lineare Stellbewegung entsprechend dem Doppelpfeil 11a bereitstellt , die auf einen nicht dargestellten Stellschieber der Weichenstellvorrichtung übertragen wird . Der Elektromotor 2 ist an einer Getriebeplatte 3 befestigt und treibt ein Ritzel 5 an, dessen Drehbewegung über das als Untersetzungsgetriebe ausgebildete Getriebe 4 auf die Spindel 9 übertragen wird . Das Getriebe 4 umfasst die miteinander kämmenden Zahnräder 6 und 7 , wobei weiters eine Stellkraf tkupplung 8 vorgesehen ist , welche die vom Elektromotor 2 auf die Spindel 9 übertragbare Stellkraft begrenzt . Die Spindel 9 ist auf der einen Seite in der Getriebeplatte 3 und auf der anderen Seite in einem Lager 10 drehbar gelagert . Ein Tragegri f f , der den Ein- und Ausbau des Antriebsaggregats 1 erleichtert , ist mit 12 bezeichnet .

Um die Spindel 9 im Falle eines Aus falls des Elektromotors 2 oder aus einem anderen Grund händisch antreiben und damit eine händische Umstellung der Weiche bewirken zu können, umfasst das Getriebe ein Eingangsritzel 13 , welches mit dem Zahnrad 7 in Eingri f f steht . Das Eingangsritzel 13 dient , wie aus den nachfolgenden Figuren ersichtlich wird, dem Ankoppeln eines Handantriebs .

In der Querschnittsansicht gemäß Fig . 2 ist der Anschluss des Eingangsritzels 13 an die Getriebeplatte 3 schematisch dargestellt . Das Eingangsritzel 13 ist in einem Lager 18 drehbar gelagert und umfasst ein abtriebsseitiges Kopplungsstück 16 , in welches bei Bedarf das Endstück 17 einer flexiblen Welle 15 eingekoppelt werden kann . Die flexible Welle 15 wiederum kann von der Handkurbel 14 rotierend angetrieben werden, wie dies detaillierter anhand der Fig . 3 und 4 erläutert wird .

Fig . 3 zeigt die ausgekuppelte Position der Handantriebs . Der Handantrieb umfasst ein antriebsseitiges Kopplungsstück 19 zum Ankoppeln der Handkurbel 14 , das abtriebsseitige Kopplungsstück 16 und die zwischen dem antriebsseitigen Kopplungsstück 19 und dem abtriebsseitigen Kopplungsstück 16 verlaufende flexible Welle 15 . Die flexible Welle 15 ist an ihrem einen Ende mit dem antriebsseitigen Kopplungsstück 19 drehfest verbunden und an ihrem anderen Ende mit dem Endstück 17 drehfest verbunden . Die flexible Welle 15 ist in einer Hülle 20 geführt , die einerseits an einem Haltestück 21 befestigt ist und die andererseits an einem Führungsstück 22 befestigt ist . Dabei ist die flexible Welle 15 sowohl relativ zum Haltestück 21 als auch im Führungsstück 22 und daher auch in der Hülle 20 längsverschieblich geführt , sodass das Endstück 17 zwischen einer ausgekuppelten Position und einer eingekuppelten Position verschiebbar ist . In der ausgekuppelten Position ( Fig . 3 ) ist das Endstück 17 außer Eingri f f mit dem abtriebsseitigen Kopplungsstück 16 und in der eingekuppelten Position ( Fig . 4 ) steht das Endstück 17 in Eingri f f mit dem abtriebsseitigen Kopplungsstück 16 . Das Endstück 17 ist hierbei zur formschlüssigen Aufnahme in einer Aufnahme 23 des abtriebsseitigen Kopplungsstücks 16 ausgebildet . Dies kann beispielswiese dadurch erreicht werden, dass das Endstück 17 und die Aufnahme 23 einander entsprechende Querschnitte aufweisen, wobei das Endstück 17 z . B . als Vier- oder Sechskant ausgebildet ist .

Das Endstück 17 wird durch die Wirkung einer Druckfeder 24 wie z . B . Schraubenfeder in der ausgekuppelten Position gehalten, welche das antriebsseitige Kopplungsstück 19 vom Haltestück 21 weg gegen einen Anschlag 25 einer Halterung 26 drückt . Das Einkuppeln des Endstücks 17 erfolgt nun durch das Aufsetzen bzw . Aufschieben der Handkurbel 14 auf das antriebsseitige Kopplungsstück 19 in Richtung des Pfeils 27 . Beim Aufschieben schlägt die Handkurbel 14 stirnseitig auf den am antriebsseitigen Kopplungsstück 19 ausgebildeten Anschlag 28 an, sodass eine weitere Verschiebung in Richtung des Pfeils 27 zu einer Längsverschiebung des antriebsseitigen Kopplungsstücks 19 entgegen der Kraft der Feder 24 führt . Der Anschlag 37 am Haltestück 21 definiert hierbei die Endstellung .

Das antriebsseitige Kopplungsstück 19 weist an seinem der Handkurbel 14 zugewandten Ende in axialer Richtung vorstehende Formschlusselemente 29 auf , die beim Aufschieben der Handkurbel 14 mit entsprechenden Gegenelementen 30 in Drehrichtung formschlüssig Zusammenwirken, um eine Drehbewegung der Handkurbel 14 auf das antriebsseitige Kopplungsstück 19 und damit auf die flexible Welle 15 zu übertragen . Dem antriebsseitigen Kopplungsstück 19 ist ein an der Halterung 26 schwenkbar gelagerter Kipphebel 31 zugeordnet , dessen dem antriebsseitigen Kopplungsstück 19 zugewandter Hebelarm 32 beim Aufschieben der Handkurbel 14 und beim Längsverschieben des Kupplungsstücks 19 in Richtung der Schiebebewegung mitgenommen wird, um von der in Fig . 3 dargestellten Position in die in Fig . 4 dargestellte Position verschwenkt zu werden . Der genannte Hebelarm 32 ist dabei derart dimensioniert , dass er in der eingekuppelten Position des antriebsseitigen Kopplungsstücks 19 ( Fig . 4 ) in Anlage an die Handkurbel 14 gelangt , wobei der Hebelarm in der in Fig . 4 dargestellten Endposition über seinen Totpunkt hinaus verschwenkt wurde , sodass er die Handkurbel 14 gegen die Kraft der Feder 24 in der Endposition hält . Bei der Verschwenkung des Kipphebels 31 betätigt der Hebelarm 33 des Kipphebels 31 gleichzeitig eine zu einem Trennschalter 34 gehörende Druckplatte 35 . Die Druckplatte 35 betätigt ihrerseits mehrere elektrische Schalter 36 des Trennschalters 34 , um eine Stellstromversorgung der Weichenstellvorrichtung und insbesondere den Elektromotor 2 von der elektrischen Stromversorgung zu trennen . Dies verhindert ein unbeabsichtigtes Anfahren des Elektromotors 2 bei angeschlossener Handkurbel 14 , was zu Verletzungen des sich in der Nähe der Handkurbel befindlichen Bedienungspersonals führen würde .

Beim Abziehen der Handkurbel 14 gelangt das antriebsseitige Kopplungsstück 19 auf Grund der Kraft der Feder 24 wieder in die in Fig . 3 dargestellte Position . Gleichzeitig wird der Kipphebel 31 in die in Fig . 3 dargestellte Lage verschwenkt , wodurch der Trennschalter 34 die zuvor getrennten elektrischen Verbindungen wieder herstellt .