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Title:
METAL-CERAMIC SHAPED BODY AND PROCESS FOR MANUFACTURING THE SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1997/043228
Kind Code:
A1
Abstract:
A composite ceramic-metal material has an Al2O3 matrix interpenetrated by a network of a ductile metal phase with a higher melting temperature than aluminium and which makes up 15 to 80 vol. % of its total volume. The Al2O3 matrix forms a coherent network that makes up 20 to 85 vol. %, and the material contains 0.1 to 20 atom % aluminide. To produce this composite material, a green body shaped by powder metallurgy and which contains a finely divided powdery mixture of Al2O3 and optionally other ceramic substances, as well as one or several metals or metal alloys different from aluminium and to which 0.1 to 20 atom % aluminium are added, in relation to the metal proportion, is sintered. The composition is selected in such a way that maximum 15 vol. % aluminide phase can be formed in the finished sintered body.

Inventors:
CLAUSSEN NILS (DE)
SCHICKER SILVIA (DE)
GARCIA DANIEL (DE)
JANSSEN ROLF (DE)
Application Number:
PCT/EP1997/002445
Publication Date:
November 20, 1997
Filing Date:
May 13, 1997
Export Citation:
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Assignee:
CLAUSSEN NILS (DE)
SCHICKER SILVIA (DE)
GARCIA DANIEL (DE)
JANSSEN ROLF (DE)
International Classes:
A61L27/00; C04B35/117; C04B35/65; C22C1/10; C22C29/00; C22C29/12; C22C32/00; F16D69/02; (IPC1-7): C04B35/117; C04B35/65; C22C29/12; C22C32/00; C22C1/10; A61L27/00; F16D69/02
Foreign References:
DE4447130A11996-07-04
DE1056037B1959-04-23
Other References:
DATABASE WPI Section Ch Week 8638, Derwent World Patents Index; Class D21, AN 86-248608, XP002039363
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Claims:
15Patentansprüche
1. KeramikMetallVerbundwerkstoff mit einer Matrix aus Al203 und eingelagertem Metall, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Al203Matrix des gesinterten Verbundwerkstoffes von einem interpenetrierenden Netzwerk einer höher als Aluminium schmelzenden duktilen Metallphase durchzogen ist, die 15 bis 80 Vol.% des Gesamtvolumens ausmacht, die Al203Matrix ein zusammenhängendes Netzwerk bildet, das einen Volumenanteil von 20 bis 85 Vol.% ausmacht und der Werkstoff 0,1 bis 20 Atom% Aluminium, bezogen auf die Metallphase, jedoch höchstens 15 Vol.% Aluminid enthält.
2. Verbundwerkstoff nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Metallphase ausgewählt ist aus Fe, Cr, Co, Hf , Mo, Nb, Ni, Pt, Ti , Ta, Y, W, V, Zr und Si und Mischun¬ gen, Legierungen oder Verbindungen davon.
3. Verbundwerkstoff nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Metallphase überwiegend aus Fe besteht.
4. Verbundwerkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß er Verstärkungs oder Funktionselemente mit einem Durchmesser zwischen 5 und 100 μm enthält.
5. Verbundwerkstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß bis 25 Vol.% des Al203Anteils durch andere kera mische Substanzen ersetzt ist.
6. Verbundwerkstoff nach Anspruch 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die anderen keramischen Substanzen Zr02, Mullit, B4C, SiC oder/und TiB2 sind.
7. Verfahren zur Herstellung des KeramikMetallVerbundwerk¬ stoffs gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß man einen pulvermetallurgisch geformten Grünkörper sintert, der aus einem feinstteiligen Pulvergemisch aus Al203 und gegebenenfalls den weiteren keramischen Substan¬ zen, sowie einem oder mehreren, von AI verschiedenen Metall (en) oder Metallegierung (en) besteht dem bzw. denen Aluminium in einer, auf den Metallanteil bezogenen, Menge zwischen 0,1 und 20 Atom% zugesetzt ist, wobei die Zu sammensetzung so gewählt wird, daß höchstens 15 Vol.% Aluminidphase im fertig gesinterten Körper gebildet wer¬ den können.
8. Verfahren nach Anspruch 7, " d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß man bei Temperaturen zwischen 1200 und 1700°C im Vakuum, in inerter oder reduzierender Atmosphäre sintert.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß man das Aluminium entweder in Pulverform zumischt oder dem Metall zulegiert.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß man zur Herstellung des Grünkörpers die Pulvermi¬ schung der Ausgangskomponenten solange in einer Kugel¬ mühle mahlt, bis die spezifische Oberfläche mindestens 1 m2/g beträgt .
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß man der Pulvermischung vor der Formung zum Grünkörper Verstärkungs oder Funktionselemente in Form von Parti¬ keln, Kugeln, Plättchen, Whisker, Kurzfasern, Langfasern oder Fasergewebe zusetzt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß man Fasern auf Al203, Mullit, Si3N4 oder SiC (B,N) Basis zusetzt, die einen Durchmesser zwischen 5 und 100 μm aufweisen.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 12, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der gesinterte Formkörper heißisostatisch oder in einer Endform superplastisch bei Temperaturen zwischen 1200 und 1600°C und Drücken zwischen 50 und 300 MPa nach¬ verdichtet wird.
14. Verwendung eines KeramikMetallFormkörpers nach einem der Ansprüche 1 bis 6 als verschleißfeste Komponente im Maschinen und Apparatebau oder als Schneidwerkzeug.
15. Verwendung eines MetallKeramikFormkörpers nach einem der Ansprüche 1 bis 6 als Friktionselement, insbesondere als Bremselement.
16. Verwendung eines MetallKeramikFormkörpers nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit einem wesentlichen Titananteil in der Metallphase als bioinertes Implantat . /users/wr/NA/l4464PDE/07.05.1996.
Description:
Metall-Keramik-Formkörper und Verfahren zu ihrer Herstellung

Beschreibung

Die Erfindung betrifft einen Keramik-Metall-Verbundwerkstoff mit einer Matrix aus Al 2 0 3 , seine Herstellung und Verwendung.

Keramische Werkstoffe sind aufgrund ihrer hervorragenden Hoch- temperaturstabilität, ihrer Verschleißfestigkeit und Härte sowie ihrer exzellenten Oxidations- und Korrosionseigenschaf¬ ten eine vielversprechende Werkstoffgruppe. Ein wesentlicher Nachteil ist jedoch ihre Sprödigkeit, die insbesondere ihre Anwendung als Konstruktionswerkstoff limitiert. Daher ist Verbesserung der Bruchzähigkeit keramischer Werkstoffe seit vielen Jahren Gegenstand intensiver Forschungsaktivitäten.

Ein Versuch zur Lösung dieses Problems beinhaltet beispiels¬ weise den Einbau umwandlungsfähiger Zr0 2 -Teilchen ("Strengthening Strategies für Zr0 2 -Toughened Ceramics at High Temperatures" , J.Mater.Sei.Eng. , 71 (1985) 23) oder SiC-Whisker ("TZP Reinforced with SiC Whiskers", J.Am.Ceram.Soc. , 69, (1986) 288) in eine Al 2 0 3 -Matrix.

Als besonders aussichtsreich für die Erhöhung der Schadensto¬ leranz keramischer Werkstoffe galt in den sechziger Jahren die Entwicklung der Cermets, zweiphasiger Verbundwerkstoffe, be- stehnd aus einer keramischen Matrix und einer duktilen metal¬ lischen Einlagerungsphase ("Aufbau und Eigenschaften von Cermets", Z,Metallkde. , 59 (1968) 170) . Die Hoffnung, in den Cermets die positiven Eigenschaften beider Materialklassen vereinen zu können, blieb jedoch in fast allen Fällen uner¬ füllt. Eine drucklose Sinterung ist in den meisten Fällen aufgrund des schlechten Benetzungsverhaltens flüssiger Metalle auf Oxidkeramiken nicht möglich, da die flüssige Metallphase während der Temperaturbehandlung aus dem Formkörper heraus¬ schwitzt . Auch eine Verbesserung des Benetzungsverhaltens

durch Legierungszusätze oder Beschichtungen ( "Fabrication of Cermets from Alumina and Ni-Based Alloys", Ceram.Trans . , Ceramic Science III, (Ed. G.L.Messing) , Vol. 12, (1990) 911 und "Effect of Ti on Sinterability of 70 % Al 2 O 3 -30 % Cr Cermets", Ceram.Bull. 57 (1978) 1056) führte nicht zum ge¬ wünschten Erfolg. Es muß daher davon ausgegangen werden, daß neben der Benetzung auch die Anwesenheit von Oxidschichten auf den eingebrachten Metallpartikel einen erheblichen Einfluß auf die Sintereigenschaften der Cermets hat ("Effect of Sintering Atmosphere on the Properties of Cermets", Powder Metallurgy International, 23, [4] (1991) 224) . Daher sind aufwendige Herstellungstechnologien wie z.B. Heißpressen oder Heißschmie¬ den (UK-Patent 2,070,068A; US-Patent 5,077,246) oder eine Nachbehandlung durch heißisostatisches Pressen erforderlich. Dennoch führt der charakteristische Gefügeaufbau der Cermets, bei dem die keramische Phase hauptsächlich in der metallischen Phase eingebettet ist, die oft jedoch weniger als 20 Vol.-% des Gesamtvolumens einnimmt ("Processing of Al 2 0 3 /Ni- Composites", J.Eur.Ceram.Soc. , 10 (1992) 95) in der Regel zu schlechten mechanischen Eigenschaften. Aus diesem Grund konnten lediglich metallgebundene nichtoxidische Cermets, insbesondere Carbide, z.B. TiC-Ni ("The Story of Cermets", Powder Metallurgy International, 21 (1989) 37) für technische Anwendungen durchsetzen.

Bei der Entwicklung neuartiger Metall-Keramik-Verbundwerk¬ stoffe ist es demzufolge das Ziel, ein Gefüge, bestehend aus einer keramischen Matrix, in die eine durchdringende me¬ tallische Phase eingebettet ist, herzustellen. Diese Verbund- Werkstoffe ermöglichen eine deutliche Verbesserung der mecha¬ nischen Eigenschaften ("Effect of Microstructure on Thermal Shock Resistance of Metal-Reinforced Ceramics", J.Am.Ceram.Soc. 77 (1994) 701 und "Metalle verbessern mecha¬ nische Eigenschaften von Keramiken" , Spektrum der Wissen- schaft, Januar (1993) 107) , da das in der keramischen Matrix eingebettete Metall wesentlich bessere mechanische Eigenschaf-

- 3 - ten aufweist als im "freien" Zustand ("Metcers- a Strong Variant of Cermets", Cfi/Ber. DKG 71 (1994) 301) .

Verfahren zur Herstellung derartiger Metall-Keramik-Verbund- Werkstoffe sind z.B. die gerichtete Schmelzoxidation (DMO) ("Formation of Lanxide TM Ceramic Composite Materials", J.Mater.Res . , 1 (1986) 81 und "Directed Oxidation of Molten Metals" in: Encyclopedia of Mat. and Eng. (Ed. R.W.Cahn) , Supplementary Vol. 2, Pergamon, Oxford (1990) 1111) , Druckgie- ßen ("Application of the Infiltration Technique to the Manufacture of Cermets", Ber.Dt.Keram.Ges. , 48 (1971) 262) , die Infiltration poröser keramischer Vorformen mit flüssigem Metall ("Method for Processing Metal-Reinforced Ceramic Composites" J.Am.Ceram.Soc . , 73 [2] (1990) 388) , die gege- benenfalls auch unter Druck erfolgen kann, um auch nichtbe- netzende Metalle zu infiltrieren "Microstructure and

Properties of Metal Infiltrated RBSN Composites"

J.Eur.Ceram.Soc. 9 (1991) 61) sowie die Reaktionsinfiltrierung

(Reactive Metal Infiltration) Si0 2 -haltiger Vorkörper ("Al 2 0 3 /Al Co-Continous Ceramic Composite (C) Materials produced by Solid/Liquid Displacement Reactions: Processing Kinetics and Microstructures" , Ceram.Eng.Sei .Pore. 15 (1994) 104) .

Alle diese Verfahren haben neben dem hohen Prozeßaufwand cha- rakteristische Nachteile. So sind beispielsweise die beiden

Reaktionformverfahren, die gerichtete Schmelzoxidation und C 4 nur für die Herstellung von Verbundwerkstoffen, bestehend aus einer Al 2 0 3 -Matrix und einer Si- oder Mg-haltigen Al-Legierung anwendbar. Zudem sind in beiden Fällen die Reaktionsgeschwin- 0 digkeiten sehr langsam (2 cm/Tag) und damit die Prozeßzeiten extrem lang. Durch Druckgießen können aus technischen Gründen

(kein geeignetes Druckbehältermaterial) ebenfalls lediglich

Al 2 0 3 /AI-Verbünde hergestellt werden. Ähnliche Probleme treten auch bei der Infiltration auf, da die für die Infiltration s hochschmelzender Metalle erforderlichen Prozeßtemperaturen

(100 bis 200°C oberhalb der Schmelzpunkte des Metalls) aus technischen Gründen kaum realisierbar sind.

Doch auch die pulvermetallurgische Herstellung von Metall- Keramik-Verbundwerkstoffen hat sich in vielen Fällen als pro¬ blematisch und aufwendig erwiesen. Al 2 0 3 -haltige Metall-Kera¬ mik-Verbundwerkstoffe lassen sich beispielsweise durch Ther- mitreaktionen (SHS: Seif-Propagating High-Temperature Synthesis) nach folgendem Reaktionsschema darstellen.

Me x O y + AI → A1 2 0 3 + Me

x, y = 1, 2 , ... , n

Dabei wird ein Metalloxid durch AI zu dem jeweiligen Metall reduziert, während AI zu Al 2 0 3 oxidiert ("Combustion Synthesis of Ceramic and Metal-Matrix Composites", J.Mat .Synth.Proc. 1 (1994) 71) . Diese Reaktion verläuft in den meisten Fällen sehr exotherm und ist damit nur sehr schwer kontrollierbar. Daher sind SHS-Verbundwerkstoffe zumeist porös und inhomogen. Die schlechten mechanischen Eigenschaften schließen ihren Einsatz als Konstruktionsbauteile aus.

Ein weiterer Ansatz zur Lösung des Problems der pulvermetal¬ lurgischen Herstellung metallverstärkter Keramik wird in der DE-P 44 47 130.0 vorgeschlagen. Danach werden aus Metalloxiden und Aluminium gemäß der Reaktion

Me x 0 y + AI → Me^l y + Al 2 0 3

x,y=l,2, ...n

Verbundwerkstoffe, bestehend aus Al 2 0 3 und intermetallischen Aluminidverbindungen, hergestellt. Ein gewisser Nachteil ist hier jedoch, daß die Reaktion, ähnlich wie bei den SHS-Werk- stoffen, stark exotherm ist und daher eine aufwendige Proze߬ kontrolle erfordert. Zudem zeichnen sich Aluminide zumeist zwar durch gute Hochtemperaturstabilität sowie gute Korro¬ sions- und Oxidationsbeständigkeit aus, ein Nachteil besteht jedoch in ihrer extremen Sprödigkeit bei Raumtemperatur

("Intermetallics" , G.Sauthoff, VCH Verlag, Weinheim, 1995,

ISBN 3-527-29320-5) ) . Aus diesem Grund kann bei den aluminid- verstärkten Keramiken nicht mit einer deutlichen Erhöhung der

Bruchzähigkeit durch die Einlagerung der intermetallischen Phase gerechnet werden.

Aufgabe der Erfindung ist es daher Verbundwerkstoffe bereitzu¬ stellen, die eine Al 2 0 3 -Matrix aufweisen, welche mit einem interpenetrierenden Netzwerk einer höher als AI schmelzenden, duktilen Metallphase durchzogen ist, welche die zuvor aufge¬ führten Nachteile nicht aufweisen.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch einen Keramik- Metall-Verbundwerkstoff mit einer Matrix aus Al 2 0 3 und eingela- gertem Metall, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die Al 2 0 3 -Matrix des gesinterten Verbundwerkstoffes von einem in¬ terpenetrierenden Netzwerk einer höher als Aluminium schmel¬ zenden duktilen Metallphase durchzogen ist, die 15 bis 80 Vol.-% des Gesamtvolumens ausmacht, die Al 2 0 3 -Matrix ein zu- sammenhängendes Netzwerk bildet, das einen Volumenanteil von 20 bis 85 Vol.-% ausmacht und der Werkstoff 0,1 bis 20 Atom-% Aluminium, bezogen auf die Metallphase, jedoch höchstens 15 Vol.-% Aluminid enthält.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung dieses Metall- Keramik-Formkörpers ist dadurch gekennzeichnet, daß man einen pulvermetallurgisch geformten Grünkörper sintert, der aus einem feinstteiligen Pulvergemisch aus A1 2 0 3 und gegebenenfalls weiteren keramischen Substanzen, sowie einem oder mehreren Metallen oder Metallegierungen besteht, denen Aluminium in einem Metallanteil von 0,1 bis 20 Atom-% zugesetzt wird, wobei die Zusammensetzung so gewählt wird, daß höchstens 15 Vol.-% Aluminidphase im fertig gesinterten Körper gebildet werden können. Diese neue Werkstoffklasse gemäß der Erfindung wird als "3A-MC" (A1 2 0 3 Al-Alloyed Metal Composites) bezeichnet.

Aluminium kann entweder als Pulver- zugemischt oder dem Metall zulegiert werden. Beim erfindungsgemäßen Verfahren bildet die Al 2 0 3 -reiche Phase im hergestellten gesinterten Werkstoff ein zusammenhängendes Netzwerk in einem Volumenanteil zwischen 20 und 85 Vol.-%. Die metallische Phase dagegen nimmt 15 bis 80 Vol.-% des Gesamtvolumens ein und enthält AI zum größten Teil in gelöster oder freier Form. Sie enthält vorzugsweise keine Aluminide. Jedoch sind bis 15 Vol.-%, bezogen auf den Gesamt- körper, an Aluminiden zulässig.

Die Erfindung geht aus von der überraschenden Feststellung, daß ein Grünkörper, bestehend aus feinstteiligem Al 2 0 3 , Fe und einer geringen Menge AI, die unterhalb der Löslichkeitsgrenze von AI in Fe liegt, bei Temperaturen um 1450°C im Vakuum nahe¬ zu völlig dicht (> 98 % TD) gesintert werden kann, ohne daß eine röntgenographisch nachweisbare Aluminidbildung stattfin¬ det.

Voraussetzung für die Entwicklung der MikroStruktur, die für den Verbundwerkstoff der Erfindung charakteristisch ist, ist das feinstteilige Vorliegen der Bestandteile des Grünkörpers.

Das Vermählen der Bestandteile zu einem derartigen feinsttei- ligen Pulver erfolgt zweckmäßig in einer Kugelmühle oder einer entsprechenden Mahlvorrichtung. Als Mahlkugeln werden Vorzugs- weise Stahlkugeln oder Kugeln aus WC-Co, Al 2 0 3 oder Zr0 2 (Y-TZP) eingesetzt. Die spezifische Oberfläche der gemahlenen Pulver beträgt mindestens 1 m 2 /g. Bevorzugt wird eine Mahlung in einer organischen Flüssigkeit wie Cyclohexan, Aceton etc..

Aber auch eine trockene Mahlung unter Ar, wie beim mechani- sehen Legieren üblich, ist möglich.

Die Zusammensetzung des Grünkörperε wird so gewählt, daß im fertigen Verbundkörper die Metallphase 15 bis 80 Vol .% des Gesamtvolumens einnimmt. Das der Mischung zugesetzte AI liegt entweder frei oder in der Metallphase gelöst vor oder reagiert mit der Oxidschicht auf der Oberfläche der Metallpartikel gemäß der bekannten Reaktion:

Me x O y + AI → Me + A1 2 0 3

x , y = 1 , 2 , . . . , n

Als zusätzliche keramische Substanzen werden für das Pulver¬ gemisch vorzugsweise Zr0 2 , Mullit, B 4 C, SiC, TiB 2 ausgewählt.

Die Metallphase besteht vorzugsweise aus Eisen oder einer

Eisenlegierung. Sie kann aber auch aus einem oder mehreren der folgenden Metalle oder deren Legierungen oder Verbindungen:

Cr, Co, Hf, Mo, Nb, Ni, Pt, Si, Ti, Ta, Y, W, V, Zr bestehen.

Der Pulvermischung können gegebenenfalls Verstärkungs- oder Funktionselemente zugesetzt werden. Diese liegen beispiels- weise in Form von Partikeln, Kugeln, Plättchen, Whiskern, Kurz¬ oder Langfasern bzw. Fasergewebe oder dgl . vor. Um die guten mechanischen Eigenschaften des Grundkörpers aufrechtzuerhal¬ ten, sollten die Verstärkungs- oder Funktionselemente, vor¬ zugsweise auf A1 2 0 3 -, Mullit-, Si,N 4 - oder SiC(B,N) -Basis, Durchmesser zwischen 5 und 100 μm aufweisen. Die Sinterung des Grünkörpers erfolgt drucklos bei Temperaturen zwischen 1200 und 1700°C im Vakuum oder in inerter oder reduzierender Atmos¬ phäre. Der gesinterte Formkörper kann gewünschtenfalls heiß- isostatisch oder in einer Endform superplastisch bei Tempera- turen zwischen 1200 und 1600°C und Drücken zwischen 50 und 300 MPa nachverdichtet werden.

Die beigefügte Zeichnung erläutert die Struktur des erfin¬ dungsgemäßen Verbundwerkstoffes näher. In der Zeichnung stel- len dar:

Bild 1 die MikroStruktur des Verbundwerkstoffs, der aus einem Grünkörper bestehend aus 69 Vol .% Al 2 0 3 , 23,5 Vol. % Fe und 7,5 Vol . % Al hergestellt wurde. Die hellen Bereiche zeigen die Metallphase bestehend aus Fe, die dunklen Bereiche die kera¬ mische Matrixphase aus α-Al 2 0 3 . Die Metallphase nimmt ca. 30 Vol.%, die keramische Matrix ca. 70 Vol. % des Gesamtvolumens

ein. Die gesamte Pulvermenge betrug 100 g, die 7 Stunden attritiert wurden unter Verwendung von Zr0 2 -Kugeln in Aceton.

Bild 2 eine Graphik, die den Schrumpfungsverlauf einer Pulver- mischung aus 69 Vol . % Al 2 0 3 , 35,5 Vol . % Fe und 7,5 Vol . % AI zeigt, die in einem Dilatometer aufgenommen wurde.

Bild 3 die MikroStruktur eines 1550°C drucklos gesinterten Verbundwerkstoffes der AusgangsZusammensetzung 3 Vol. % AI, 30 Vol.% Nb und 67 Vol . % Al 2 0 3 .

Durch die Erfindung werden gegenüber dem Stand der Technik eine Reihe von erheblichen Vorteilen erzielt. So werden die Verfahrens- und sicherheitstechnischen Probleme, die bei der pulvermetallurgischen Verarbeitung von Pulvermischungen mit hohen Al-Gehalten auftreten, wie Schutzgasmahlung, Sauerstoff¬ aufnahme, spontane Oxidation des feingemahlenen Aluminiums vermieden. Bei den "3A-MC's" sind aufgrund des geringen Alumi- niumgehaltes der Pulvermischungen diese Probleme zu vernach- lässigen.

Eine vollständige Verdichtung ist drucklos bei Temperaturen von etwa 1400°C, bei heißisostatischem Pressen sogar bereits bei 1300°C ermöglicht. Der erfindungsgemäße Verbundwerkstoff kann daher mit geringem technologischem Aufwand kostengünstig hergestellt werden. Zusätzliche Sinterhilfen sind nicht erfor¬ derlich.

Der erfindungsgemäße Verbundwerkstoff stellt eine ideale Matrix für -Verstärkungsmaterialien, insbesondere für Platt- chen- und Faserverbundwerkstoffe dar. Aufgrund der niedrigen erforderlichen Sintertemperaturen können Faserverbundwerk¬ stoffe problemlos ohne Faserschädigung verdichtet werden.

Der erfindungsgemäße Verbundwerkstoff vereint die positiven typischen keramischen Eigenschaften wie Hochtemperaturstabili¬ tät, Korrosions- und Oxidationsbeständigkeit sowie hohe Härte

mit einer durch die metallische Einlagerungsphase verbesserten Bruchfestigkeit und Bruchzähigkeit. Aufgrund der zusammenhän¬ genden Metallphase weist der Verbundwerkstoff eine gute Wärme¬ leitfähigkeit auf, die wiederum zu einer verbesserten Thermo- schockfestigkeit führt.

Aufgrund der durchgängigen Metallphase ist der Verbundwerk¬ stoff auch elektrisch leitend, so daß eine funkenerosive Bear¬ beitung und eine induktive Aufheizung möglich sind. Die Wahl der Metallphase ist gegenüber den Al 2 0 3 -Aluminidverbundwerk- stoffen wesentlich erweitert, da sie nicht auf die bei Raum¬ temperatur unerwünscht spröden Aluminide beschränkt ist . Dies hat zur Folge, daß durch Variation der Ausgangszusammensetzung auch die Funktionseigenschaften, z.B. der elektrische Wider- stand, gezielt eingestellt werden können.

Verbundwerkstoffe der erfindungsgemäßen Zusammensetzung lassen sich nach bekannten Verfahren nicht mit vergleichbaren Merkma¬ len erhalten. So wäre eine Infiltration eines porösen Keramik- matrixkörpers oberhalb der Schmelztemperatur von Refraktärme- tallen, wenn überhaupt, nur mit einem nicht vertretbaren tech¬ nischen Aufwand möglich. Eine pulvermetallurgische Herstellung ohne Zugabe von Aluminium führt zu hochporösen Produkten mit ungenügenden mechanischen Eigenschaften. Dagegen lassen sich bei der Erfindung praktisch alle aus der Metallurgie bekannten Legierungszusätze und Wärmebehandlung zur gezielten Verbes¬ serung der mechanischen Eigenschaften der Metallphase einset¬ zen. Dies gilt insbesondere, wenn das eingelagerte Material ein Stahl ist.

Sowohl die nahezu unbeschränkte Variationsbreite bei der Aus¬ wahl der Metallphase zur Herstellung der erfindungsgemäß er¬ hältlichen "3A-MC's" wie auch ihre problemlose Herstellung mit einfachen technologischen Mitteln zeigen daher, daß die vor- liegende Erfindung eine neue Klasse von Verbundwerkstoffen erschließt. Einsatzmöglichkeiten für "3A-MC's" sind z.B. ver¬ schleißfeste Komponenten im Maschinen- und Apparatebau sowie

Friktionselemente, insbesondere Bfemselementen und als bio- inerte Implantate.

Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung weiter.

Zu allen Beispielen muß beachtet werden, daß während des Attritormahlens 10 bis 40 Gew.-% des AI durch Oxidation zu amorphem Al 2 0 3 und Gamma-artigen Al 2 0 3 -Phasen umgewandelt wird. Diese Mahleffekte sind ausführlich in "Effect of Processing Parameters on Phase and Microstructure Evolution in RBAO Ceramics" J.Am.Ceram.Soc. 77(1994) 2509 beschrieben.

Beispiel 1

100 g eines Pulvers aus 6 Vol.-% Al-Pulver (Alcan 105, 20 bis 50 μm Durchmesser, Alcan, Montreal/Kanada), 51 Vol.-% Al 2 0 3 (MPA 4, Ceralox Condea Chemie, Brunsüttel, 0,3 μm Durchmes¬ ser) , 43 Vol.-% Fe (BASF, Ludwigshafen, < 10 μm Durchmesser) wurde 7 Stunden in einer Attritormühle mit 3 mm TZP-Mahlkugeln in ' Aceton gemahlen. Die mittlere Pulverteilehengröße wurde dadurch auf 1 μm reduziert. Danach wurde die Mischung ge¬ trocknet und anschließend isostatisch zu Platten mit den Ab¬ messungen 40 x 40 x 8 mm 3 unter einem Druck von 300 bis 900 MPa gepreßt. Anschließend wurden die Proben in Vakuum mit 30 K/min auf 1500°C aufgeheizt und 1 Stunde auf dieser Temperatur ge¬ halten.

Alle Proben wiesen danach eine Dichte von über 95 % TD (theo¬ retische Dichte) auf, wobei zum Teil noch feine Poren mit Durchmessern < 1 μm vorhanden waren. Die Körper bestanden aus Eisen mit feinen (Durchmesser < 5 μm) Bereichen, die im we¬ sentlichen zusammenhängend in eine keramische Matrix aus ca. 50 Vol.-% Al 2 0 3 eingelagert waren. Fe-Aluminide konnten röntge- nographisch nicht festgestellt werden. Die Schrumpfung (line- are Differenz zwischen der Abmessung des Grün- und Sinterkör¬ pers) betrug bei einem isostatischen Preßdruck von 900 MPa 12 % und bei 300 MPa 16 %. Die mittlere 4-Punkt-Biegefestig-

keit von aus den Platten herausgearbeiteten Stäbchen mit den Abmessungen 30 x 4 x 4 mm 3 betrug 690 MPa und die Rißlänge¬ bruchzähigkeit (ICL) 7,5 MPa m 1/2 .

s Beispiel 2

Wie im Beispiel 1 wurde eine Mischung aus 4 Vol.-% AI, 29 Vol.-% Fe (Aldrich, Steinheim, < 10 μm Durchmesser) , 67 Vol.-% Al 2 0 3 7 Stunden lang attritiert, getrocknet und bei o 900 MPa isogepreßt. Anschließend wurden die Proben in Vakuum mit 30 K/min auf 1525°C aufgeheizt und 1 Stunde auf dieser Temperatur gehalten. Die Schrumpfung betrug danach 15 % bei einer Enddichte von über 95 % TD. Der Sinterkörper bestand aus ca. 30 Vol.-% Fe und 70 Vol.-% Al 2 0 3 mit Spuren von feinzer- s teiltem Fe 3 Al .

Beispiel 3

Wie im Beispiel 1 beschrieben, nur in Isopropanol statt Ace- 0 ton, wurde eine Mischung aus 3 Vol.-% AI, 30 Vol.-% Nb (Starck, Goslar, < 10 μm Durchmesser) , 67 Vol.-% Al 2 0 3 attri¬ tiert, getrocknet und bei 300 MPa isostatisch gepreßt. An¬ schließend wurden die Proben in Vakuum mit 15 K/min auf 1550°C aufgeheizt und 1 Stunde auf dieser Temperatur gehalten. Die 5 Schrumpfung betrug danach 16,5 % bei einer Enddichte von über 96 % TD. Der Sinterkörper bestand aus ca. 30 Vol.-% Nb mit Spuren aus AlNb 3 und ca. 70 Vol.-% A1 2 0 3 . Die ICL-Bruchzähigkeit betrug 7,1 MPa m 1/2 .

0 Beispiel 4 -

Wie im Beispiel 1 beschrieben, wurde eine Mischung aus 5 Vol.-% AI, 60 Vol.-% Al 2 0 3 und 35 Vol.-% Nb attritiert, ge¬ trocknet und mit einem isostatischen Preßdruck von 400 MPa 35 verdichtet. Anschließend wurden die Proben in Formiergas mit 25 K/min auf 1500°C aufgeheizt und 2 h auf dieser Temperatur gehalten. Der Sinterkörper hatte eine Dichte von > 95 % TD und

bestand danach aus ca. 35 Vol.-% " Nb und 65 Vol.-% Al 2 0 3 mit Spuren von Nb 3 Al . Nach einer 10-minütigen heißisostatischen Nachverdichtung bei einem Ar-Druck von 180 MPa und einer Tem¬ peratur von 1450°C waren die Proben nahezu völlig dicht; die ICL-Bruchzähigkeit betrug 8,2 MPa m 1/2 .

Beispiel 5

Wie im Beispiel 1 beschrieben, wurde eine Mischung aus 3 Vol.-% AI, 30 Vol.-% Ti, (Aldrich, Steinheim < 100 μm Durch¬ messer) , 67 Vol.-% A1 2 0 3 attritiert, getrocknet und an¬ schließend bei 300 MPa isogepreßt. Die entsprechenden Körper hätten nach einer Sinterung in Formiergas bei 1550°C, 2 h Dichte von ca. 95 % TD bei einer Schrumpfung von 14,2 %. Der so erhaltene Sinterkörper bestand aus Ti und Al 2 0 3 . Spuren von Ti 3 Al konnten ebenfalls nachgewiesen werden.

Beispiel 6

200 g einer Mischung aus 4 Vol.-% AI, 48 Vol.-% A1 2 0 3 und 48 Vol.-% Ti wurde in Cyclohexan mit 1,7 Gew.-% Stearinsäure 3 h attritiert und sprühgetrocknet. Nach isostatischer Pres¬ sung bei 300 MPa und 1-stündige Sinterung in Vakuum bei 1500°C wurden Körper mit einer Dichte von ca. 94 % TD bei einer Schrumpfung von 15,5 % erhalten. Der Sinterkörper bestand aus ca. 50 Vol.-% Ti und ca. 50 Vol.-% Al 2 0 3 .

Beispiel 7

Wie im Beispiel 1 beschrieben, wurde eine Mischung aus 7 Vol.-% AI, 42 Vol.-% Ni und 51 Vol.-% Al 2 0 3 attritiert, bei 300 MPa isogepreßt und in Vakuum bei 1425°C gesintert. Bei einer Schrumpfung von 14,3 % und einer Sinterdichte von > 95 % TD bestand der Körper aus ca. 50 Vol.-% Al 2 0 3 -Matrix mit einer feinverteilten zusammenhängenden Ni . Nach einer 20-minütigen HIP-Nachverdichtung bei 200 MPa Ar-Druck betrug die KL-Bruch- zähigkeit 8,3 MPa m 1/2 .

Bei spiel 8

Wie im Beispiel 2 beschrieben, wurde eine Mischung aus 13 Vol.-% AI, 15 Vol.-% Mo (Heraeus, Karlsruhe, 2 bis 4 μm Durchmesser) und 52 Vol.-% Al 2 0 3 attritiert, isogepreßt und gesintert. Die Proben erreichten ca. 96 % TD bei einer Schrumpfung von 14,3 %. Die Sinterkörper bestanden aus ca. 15 Vol.-% Mo sowie ca. 85 Vol.-% Al 2 0 3 . Röntgenographisch ließen sich noch Spuren von Mo 3 Al und anderen Phasen feststel- len, die noch nicht identifiziert werden konnten.

Beispiel 9

Wie im Beispiel 2 beschrieben, wurde eine Mischung aus 3 Vol.-% AI, 29 Vol.-% Mo und 68 Vol.-% A1 2 0 3 attritiert, iso¬ gepreßt und bei 1600°C 2 h in Formiergas gesintert. Die Proben waren nahezu völlig dicht und bestanden aus ca. 30 Vol.-% Mo mit einem geringen Anteil Mo 3 Al sowie ca. 70 Vol.-% Al 2 0 3 .

Beispiel 10

100 g einer Pulvermischung aus 69 Vol . % Al 2 0 3 , 23,5 Vol . % Fe und 7,5 Vol.% AI wurden 7 Stunden im Attritor mit Zr0 2 -Kugeln unter Zusatz von Aceton feinstpulvrig gemahlen und dann analog wie Beispiel 1 beschrieben ein Grünkörper hergestellt. Bild 1 zeigt die MikroStruktur des erhaltenen Verbundwerkstoffs mit den dunklen Bereichen aus α-Al 2 und den hellen Bereichen der Metallphase. Letztere nimmt ca. 30 Vol.%, die Al 2 0 3 -Matrix ca. 70 Vol.% ein.

Vergleichsbeispiel 11

Wie in Beispiel 1 beschrieben, wurde ein Grünkörper herge¬ stellt aus 71 Vol . % A1 2 0 3 und 28,5 Vol.% Fe ohne Zusatz von AI. Nach Sinterung bei 1450°C wies der erhaltene Verbundwerkstoff eine Restporosität von 18 Vol.% auf.

Beispiel 12

Wie in Beispiel 1 beschrieben, wurde eine Pulvermischung aus 69 Vol.% A1 2 0 3 , 23,5 Vol .% Fe und 7,5 Vol . % Al hergestellt, zu einem Grünkörper gepreßt und gesintert . Bei einer Temperatur oberhalb von 1300°C beginnt die Sinterung einzusetzen und ist bei einer Temperatur von 1550°C abgeschlossen. Den Schrumpfungsverlauf dieser Probe zeigt Bild 2. Trotz Anwesen¬ heit der üblicherweise sinterhemmenden Metallphase erfolgt eine vollständige Verdichtung.