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Title:
METHOD FOR ACTUATING A METERING VALVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/063703
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for deactivating a fuel cell system (10) comprising a jet pump (28) for conveying an anode-side gas flow in a recirculation path (26), wherein the jet pump (28) comprises a metering valve (36) for metering H2. While the fuel cell system (10) is cooling, a flow passes through a drive nozzle (46) at least once in order to discharge condensed water. The invention additionally relates to a jet pump (28) comprising a metering valve (36) and to the use of the method in order to deactivate a fuel cell system (10).

Inventors:
MAGEL HANS-CHRISTOPH (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/076086
Publication Date:
April 08, 2021
Filing Date:
September 18, 2020
Export Citation:
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Assignee:
BOSCH GMBH ROBERT (DE)
International Classes:
H01M8/04089; H01M8/04303
Domestic Patent References:
WO2013045048A12013-04-04
Foreign References:
DE102017220800A12019-05-23
EP3032627A12016-06-15
DE102011114797A12013-04-04
DE102011114797A12013-04-04
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Claims:
Ansprüche

1. Verfahren zum Abschalten eines Brennstoffzellensystems (10) mit einer Strahlpumpe (28) zur Förderung eines anodenseitigen Gasstroms in einem Rezirkulationspfad (26), wobei die Strahlpumpe (28) ein Dosierventil (36) zur Dosierung von h umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass während des Abkühlens des Brennstoffzellensystems (10) eine Treibdüse (46) mindestens einmal impulsartig durchströmt wird, um kondensiertes Wasser auszutragen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass kurz vor Erreichen des Gefrierpunktes eine weitere impulsartige Durchströmung der Treibdüse (46) erfolgt.

3. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibdüse (46) mit Brennstoff, insbesondere gasförmigem h beaufschlagt wird.

4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die impulsartige Durchströmung der Treibdüse (46) während des Abkühlens des Brennstoffzellensystems (10) auf eine Temperatur von 20°C bis 30° C durchgeführt wird.

5. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die impulsartige Durchströmung bei einem Zulaufdruck im Bereich von 3 bar bis 16 bar durchgeführt wird

6. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die impulsartige Durchströmung während einer Zeitspanne von 0,01 s bis 0,1 s durchgeführt wird.

7. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zu Ansteuerzeitpunkten des Dosierventils (36) im h - Zulauf (30) ein höherer Druck herrscht als im Ansaugbereich (66) um die Treibdüse (46).

8. Strahlpumpe (28) mit Dosierventil (36) zur Förderung eines anodenseitigen Gasstromes gemäß dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, mit einer in einem Ansaugbereich (66) der Strahlpumpe (28) hineinragenden Treibdüse (46), deren Brennstoffzulauf, insbesondere ein H2-Zulauf (30), durch das Dosierventil (36) geöffnet oder verschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibdüse (46) zwischen einem Düsenaustritt (62) und einem Ventilsitz (50) ein minimales Totvolumen aufweist, welches in einer Größenordnung zwischen 70 mm3 und 200 mm3 liegt.

9. Strahlpumpe (28) mit integriertem Dosierventil (36) gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenaustritt (62) der Treibdüse (46) axial vor einem Mischrohr (64) liegt und sich ein Ansaugbereich (66) des Rezirkulationspfades (26) um die Treibdüse (46) erstreckt.

10. Verwendung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 zum Abschalten eines Brennstoffzellensystems (10) zum Antrieb eines Fahrzeugs.

Description:
Verfahren zur Ansteuerung eines Dosierventils

Technisches Gebiet

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Ansteuerung eines Dosierventils als Teil einer Strahlpumpe in einem Brennstoffzellensystem sowie auf das Dosierventil als Teil einer Strahlpumpe.

Stand der Technik

DE 102011 114797 Al bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben eines Brennstoffzellensystems. Es ist wenigstens eine Brennstoffzelle vorgesehen, welche einen Anodenraum und einen Kathodenraum aufweist, wobei dem Anodenraum Brennstoff (h ) aus einer Brennstoffquelle zugeführt wird und unverbrauchtes Abgas aus dem Anodenraum über eine Gasstrahlpumpe in den zum Anodenraum strömenden Brennstoff rezirkuliert wird und die Gasstrahlpumpe eine beheizbare Düse umfasst. Die Beheizung der Düse der Gasstrahlpumpe erfolgt nur dann, wenn kein Brennstoff durch die Gasstrahlpumpe strömt.

WO 2013 045 048 Al bezieht sich auf ein Verfahren zum Abschalten eines Brennstoffzellensystems. Eine Anodenrezirkulation umfasst eine Gasstrahlpumpe zum Ansaugen eines Anodenabgases, wobei die Gasstrahlpumpe von einem Brennstoffgasstrom angetrieben wird, welcher über ein Ventil und eine Düse in die Gasstrahlpumpe strömt. Während des Abkühlens des Brennstoffzellensystems im Bereich zwischen dem Ventil und der Düse wird ein gleicher oder ein höherer Druck aufrechterhalten, im Vergleich zu dem im Bereich der Anodenrezirkulation vorliegenden Druck. Um Wasserstoff beispielsweise in einer Brennstoffzelle zu dosieren, sind Gasventile mit Magnetaktor bekannt. Beispielsweise sind derartige Gasventile als Proportionalventile ausgestaltet. In einem Brennstoffzellensystem wird innerhalb des Anodenkreises eine Strahlpumpe verwendet, um die notwendige Rezirkulation des Anodengases zu unterstützen. Eine derartige Strahlpumpe enthält eine Treibdüse, die vom Wasserstoffstrom des Gasdosierventils durchströmt wird. Die Treibdüse der Strahlpumpe ist Teil des Gasdosierventils. Das Gasdosierventil ist derart in der Strahlpumpe positioniert, dass der Austritt der Treibdüse des Ventils axial vor dem Mischrohr der Strahlpumpe liegt und um die Treibdüse ein Raum für die Ansaugung entsteht.

Bei der obenstehend erwähnten Anordnung, der Integration von Strahlpumpe und Gasdosierventil treibt die Strahlpumpe das feuchte Anodengas. Daher kann im Falle des Auftretens ungünstiger Abkühlungssituationen nach dem Abstellen der Brennstoffzelle Feuchtigkeit in der Düsenbohrung der Treibdüse kondensieren. Bei entsprechend tiefen Umgebungstemperaturen kann im ungünstigsten Fall die Düse zufrieren. In diesem Fall ist keine Zudosierung von Wasserstoff mehr möglich und die Brennstoffzelle kann nicht mehr gestartet werden.

Darstellung der Erfindung

Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zum Abschalten eines Brennstoffzellensystems mit einer Strahlpumpe zur Förderung eines anodenseitigen Gasstroms in einem Rezirkulationspfad mit integriertem Dosierventil zur Dosierung von F vorgeschlagen. Während des Abkühlens des Brennstoffzellensystems wird eine Treibdüse mindestens einmal impulsartig durchströmt, um kondensiertes Wasser auszutragen.

Durch das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren kann nach einer ersten Abkühlphase nach der Kondensation des Großteils von im anodengasseitigen Gasstrom enthaltener Feuchtigkeit diese aus der Treibdüse ausgetragen werden. So kann beispielsweise ein Fahrzeug, welches mittels eines Brennstoffzellensystems angetrieben wird, auch im Freien geparkt werden, wenn beispielsweise in der kalten Jahreszeit niedrige Außentemperaturen auftreten. In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann kurz vor Erreichen des Gefrierpunktes eine weitere impulsartige Durchströmung der Treibdüse ausgelöst werden. Um sicherzustellen, dass ein Neustart des Brennstoffzellensystems bei niedrigen Außentemperaturen gewährleistet ist, wird kurz vor Erreichen des Gefrierpunktes die Treibdüse nochmals impulsartig durchströmt, so dass sämtliches sich möglicherweise abgelagerte Wasser sicher aus der Treibdüse entfernt ist.

In Weiterbildung des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahrens wird die Treibdüse mit Brennstoff, insbesondere mit H2, beaufschlagt.

In Weiterbildung des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahrens erfolgt das impulsartige Durchströmen der Treibdüse während des Abkühlens des Brennstoffzellensystems auf eine Temperatur zwischen 20°C bis 30°C. Dadurch kann in vorteilhafter Weise gewährleistet werden, dass bereits ein Großteil der im Anodengas enthaltenen Feuchtigkeit auskondensiert ist und so durch eine erste impulsartige Durchströmung der Treibdüse auskondensiertes Wasser entfernt wird.

Beim erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren wird die impulsartige Durchströmung bei einem ausreichenden Zulaufdruck im Bereich von 3 bar bis 16 bar durchgeführt.

Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird zumindest die impulsartige Durchströmung während einer Zeitspanne von 0,01 s bis 0,1 s durchgeführt.

Beim erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren herrscht zu den Ansteuerzeitpunkten des Dosierventils zur Durchführung der impulsartigen Durchströmung im Brennstoffzulauf, d. h. im F -Zulauf, kurzzeitig ein höherer Druck, verglichen mit dem Druck, der im Ansaugbereich um die Treibdüse herum herrscht. Somit ist gewährleistet, dass kein Medium von der Anode, insbesondere kein Medium, welches Feuchtigkeit enthält, in die Treibdüse beziehungsweise das Dosierventil zurückströmen kann.

Darüber hinaus bezieht sich die Erfindung auf eine Strahlpumpe mit integriertem Dosierventil zur Förderung eines anodenseitigen Gasstroms gemäß dem vorstehenden Verfahren mit einer in einen Ansaugbereich der Strahlpumpe hineinragenden Treibdüse, deren Brennstoffzulauf, insbesondere ein hh-Zulauf, durch das Dosierventil geöffnet oder verschlossen wird, wobei die Treibdüse zwischen dem Düsenaustritt und dem Ventilsitz ein minimales Totvolumen aufweist. Das minimale Totvolumen liegt beispielsweise in einer Größenordnung zwischen 70 mm 3 und 200 mm 3 .

Die Strahlpumpe mit integriertem Dosierventil ist so aufgebaut, dass der Düsenaustritt der Treibdüse axial vor einem Mischrohr der Strahlpumpe liegt und sich ein Ansaugbereich des Rezirkulationspfades um die Treibdüse erstreckt.

Des Weiteren bezieht sich die Erfindung auf die Verwendung des Verfahrens zum Abschalten eines Brennstoffzellensystems, welches dem Antrieb eines Fahrzeugs dient.

Vorteile der Erfindung

Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung erlaubt in vorteilhafter Weise den störungsfreien Start eines Brennstoffzellensystems nach dessen Abschalten, insbesondere bei in der kalten Jahreszeit auftretenden niedrigen Außentemperaturen. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung kann ungünstigen Abkühlungssituationen nach dem Abstellen der Brennstoffzelle Rechnung getragen werden. Nach Ablauf einer ersten Abkühlungsphase, nach der das Brennstoffzellensystem beispielsweise eine Temperatur von 20° C bis 30° C, um einen beispielhaften Temperaturbereich zu nennen, aufweist, erfolgt ein erster Austrag aus Anodengas aus kondensiertem Wasser durch eine impulsartige Durchströmung der Treibdüse.

Um einen sicheren Wiederstart des Brennstoffzellensystems auch bei niedrigen Außentemperaturen zu gewährleisten, kann durch das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren kurz vor Erreichen des Gefrierpunktes eine erneute impulsartige Durchströmung der Treibdüse ausgelöst werden, so dass sich möglicherweise angesammeltes Wasser aus der Treibdüse entfernen lässt und bei Außentemperaturen unterhalb des Gefrierpunktes keine Verstopfung der Treibdüse durch Eis entsteht. Dieses würde einen Neustart des Brennstoffzellensystems verhindern. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung kann Abhilfe geschaffen werden. In vorteilhafter Weise wird das Verfahren an einer Strahlpumpe mit integriertem Dosierventil angewandt, wobei die Strahlpumpe mit integriertem Dosierventil dem Transport eines anodenseitigen Gasstromes dient. Durch das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die Treibdüse der Strahlpumpe im Bereich Feuchtigkeit enthaltenden Anodengases liegt. Nach dem Ablauf der ersten Abkühlphase kann durch das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren bereits ein Großteil der im Anodengas auskondensierten Feuchtigkeit, also Wasser, aus der Treibdüse ausgetragen werden. In vorteilhafter Weise wird das Verfahren bei einer Strahlpumpe mit integriertem Dosierventil eingesetzt, wobei durch die Integration der Treibdüse in die Strahlpumpe nur ein minimales Totvolumen zwischen dem Düsenaustritt der Treibdüse und dem Ventilsitz vorliegt und somit eine sehr kurze Ansteuerung des Dosierventils ausreicht, um eine impulsartige Durchströmung der Treibdüse zu erreichen und dort enthaltenes Wasser auszublasen. Aufgrund der sehr kurzen Durchströmungszeiten, die im Bereich von 0,01 s bis 0,1 s liegen, kann ein zu starker Druckanstieg im Anodensystem der Brennstoffzelle vermieden werden.

Durch das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren ist sichergestellt, dass während der Abkühlung der Brennstoffzelle das in die Strahlpumpe integrierte Dosierventil solange angesteuert wird, bis sich in der Treibdüse befindliches Kondenswasser austragen lässt. Die Ansteuerung des Dosierventils kann ein- oder mehrmals erfolgen. Da die Ansteuerung bereits nach Ablauf einer ersten Abkühlphase, bei Erreichen einer Temperatur von 20° C bis 30° C des Brennstoffzellensystems durchgeführt wird, steht noch ausreichend Gasdruck, d. h. Fh-Druck in dem brennstoffseitigen Zulauf vor dem Dosierventil zur Verfügung. Zur Sicherstellung des Wiederstartes des Brennstoffzellensystems und zur Sicherstellung der Verhinderung des Zufrierens der Treibdüse kann eine weitere impulsartige Durchströmung der Treibdüse ausgelöst werden, kurz bevor die Temperatur des Ventils beziehungsweise die Umgebungstemperatur den Gefrierpunkt erreicht.

Durch das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren wird des Weiteren sichergestellt, dass zum Ansteuerpunkt im brennstoffseitigen Zulauf, d. h. dem Fh-Zulauf zum Dosierventil ein höherer Druck herrscht, verglichen mit dem, der auf der Ablaufseite der Strahlpumpe mit integriertem Dosiermodul herrscht. Damit ist sichergestellt, dass kein Feuchtigkeit enthaltendes Medium vom Rezirkulationspfad aus zurück in die Treibdüse strömt und es zu unerwünschten Wasseransammlungen in dieser kommt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Zeichnungen und der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Darstellung von Komponenten eines

Brennstoffzellensystems mit Rezirkulationspfad, Strahlpumpe und Dosierventil und

Figur 2 einen Schnitt durch eine Strahlpumpe zum Transport eines anodenseitigen Gasstroms mit integriertem Dosierventil zur H2- Dosierung.

Ausführungsformen der Erfindung

In der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsformen der Erfindung werden gleiche oder ähnliche Elemente mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet, wobei auf eine wiederholte Beschreibung dieser Elemente in Einzelfällen verzichtet wird. Die Figuren stellen den Gegenstand der Erfindung nur schematisch dar.

Figur 1 zeigt die Darstellung der Komponenten eines Brennstoffzellensystems mit Dosierventil, Strahlpumpe, Brennstoffzelle sowie Steuergerät.

Aus der Darstellung gemäß Figur 1 geht hervor, dass ein Brennstoffzellensystem 10, von dem hier beispielhaft eine Brennstoffzelle dargestellt ist, einen anodenseitigen Pfad 12 sowie einen kathodenseitigen Pfad 14 umfasst.

Innerhalb des Brennstoffzellensystems 10 kommt es zu einer INh-Diffusion 16 vom kathodenseitigen Pfad 14 aus der Umgebungsluft in den anodenseitigen Pfad 12. Zwischen anodenseitigem Pfad 12 und kathodenseitigem Pfad 14 tritt ein Wasseraustausch 18 auf, ferner eine F -Diffusion 20 vom anodenseitigen Pfad 12 in den kathodenseitigen Pfad 14.

Ausgangsseitig des Brennstoffzellensystems 10 befindet sich ein Abscheider 22, an dessen Unterseite ein Ablassventil 24 angeordnet ist. Über den Abscheider 22 kann aus dem anodenseitigen Gasstrom, der in einem Rezirkulationspfad 26 umgewälzt wird, flüssiges Wasser, d. h. Wasserstoff abgeschieden werden.

Aus Figur 1 geht des Weiteren hervor, dass der Rezirkulationspfad 26 vom Abscheider 22 zu einer Strahlpumpe 28 verläuft. Bei der Strahlpumpe 28 handelt es sich um eine solche, in die ein Dosierventil 36 integriert ist (vgl. insbesondere Darstellung gemäß Figur 2). Die Strahlpumpe 28 umfasst einen Rezirkulations- Zulauf 32 des Rezirkulationspfades 26 sowie einen in Figur 1 nicht dargestellten Brennstoffzulauf. Im Rezirkulationspfad 26 kann ein hier nicht näher dargestelltes Rezirkulationsgebläse enthalten sein, um die Förderung des Fluidstroms im Rekirkulationspfad 26 zu unterstützen. Vor dem Dosierventil 36 befindet sich ein erster Drucksensor 38; stromab des Dosierventils 36 befindet sich ein zweiter Drucksensor 40, der Strahlpumpe 28 in Strömungsrichtung nachgeschaltet. Sowohl das Dosierventil 36 als auch der zweite Drucksensor 40 sind mit einem Steuergerät 34 verbunden.

Aus Figur 2 geht die Darstellung einer Strahlpumpe 28 mit integriertem Dosierventil 36 im Schnitt hervor.

Figur 2 zeigt, dass die Strahlpumpe 28 ein integriertes, seitlich angeflanschtes Dosierventil 36 umfasst. Die Strahlpumpe 28 umfasst einen Pumpenkörper 42. Dieser ist von einem Mischrohr 64 durchzogen, dessen Mischrohrachse mit Bezugszeichen 44 bezeichnet ist. Koaxial zur Mischrohrachse 44 ist im Pumpenkörper 42 eine Treibdüse 46 angeordnet. Ein Düsenaustritt der Treibdüse 46 ist durch Bezugszeichen 62 bezeichnet und fluchtet ebenfalls mit der Mischrohrachse 44. Die Treibdüse 46 ist dabei Teil des Dosierventils 36 und weist auf der dem Düsenaustritt 62 gegenüberliegenden Seite einen Ventilsitz 50 auf, der durch ein Ventilstößel 48 freigegeben oder betätigbar ist. Sowohl die Treibdüse 46 beziehungsweise deren separater Einsatz als auch ein Flansch des Dosierventils 36 sind über Dichtungen 52 im Pumpenkörper 42 aufgenommen und gegen diesen abgedichtet. Figur 2 zeigt des Weiteren, dass das Dosierventil 36 beziehungsweise dessen Ventilstößel 48 über eine Magnetspule 54 betätigbar sind, wobei die Betätigung der Magnetspule 54 über das in Figur 1 dargestellte Steuergerät 34 erfolgt. Der Ventilstößel 48 arbeitet gegen eine Ventilfeder 56, die im Körper des Dosierventils 36 koaxial zum Ventilstößel 48 aufgenommen ist, wobei sich die Ventilfeder 56 an einem Deckelteil des Dosierventils 36 abstützt.

Aus der Darstellung gemäß Figur 2 geht hervor, dass die Treibdüse 46 einen Düsenkanal 58 aufweist. Der Düsenkanal 58 wird einerseits durch den Düsenaustritt 62 und andererseits durch den Ventilsitz 50 begrenzt. Wie aus Figur 2 des Weiteren hervorgeht, ist die Treibdüse 46 von einem Ansaugbereich 66 im Pumpenkörper 42 umschlossen. Im Ansaugbereich 66 mündet ein Rezirkulationszulauf 32. Oberhalb des Ventilsitzes 50 der Treibdüse 46 mündet ein Brennstoffzulauf, d. h. der Fh-Zulauf 30.

Beide Zuläufe, der Rezirkulationszulauf 32 sowie der Fh-Zulauf 30 sind im Pumpenkörper 42 der Strahlpumpe 28 gegeneinander abgedichtet. Vom Ansaugbereich 66 aus erstreckt sich das Mischrohr 64, welches in einen Diffusorteil 68 übergeht. Dieser verläuft ebenfalls symmetrisch zur Mischrohrachse 44. Der Diffusorteil 68 des Mischrohrs 64 geht in einen Abströmbereich 70 über, der einerseits durch einen Deckel 74 verschlossen ist, und andererseits einen Ablauf 72 aufweist, der wieder in den Rezirkulationspfad 26 mündet.

Das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren zum Abschalten eines Brennstoffzellensystems wird bevorzugt mit der in Figur 2 im Schnitt dargestellten Strahlpumpe 28 mit integriertem Dosierventil 36 zur Dosierung des Brennstoffes, insbesondere von FF durchgeführt. Nachdem das Brennstoffzellensystem 10 gemäß Figur 1 abgeschaltet ist, erfolgt dessen Abkühlphase, bis das Brennstoffzellensystem eine Temperatur zwischen 20° C und 30° C erreicht hat. Bei dieser Temperatur ist ein Großteil der im Anodengas, d. h. des im Rezirkulationspfad 26 transportierten Gases enthaltenen Feuchtigkeit, insbesondere im Bereich des Durchgangs des Düsenkanals 58 der Treibdüse 46 auskondensiert. Nach Ablauf einer vorbestimmten Zeitspanne beziehungsweise nach Erreichen dieses Temperaturbereiches, d. h. 20° C bis 30° C, erfolgt durch das Steuergerät 34 eine impulsartige Ansteuerung des Dosierventils 36, so dass eine impulsartige Durchströmung der Treibdüse 46 erfolgt, wodurch kondensiertes Wasser sicher aus dieser ausgetragen wird.

Wird durch das Steuergerät 34 beziehungsweise durch den diesem zugeordneten Temperaturfühler erkannt, dass sich die Umgebungstemperatur dem Gefrierpunkt nähert, so kann kurz vor Erreichen des Gefrierpunktes durch das Steuergerät 34 eine erneute Ansteuerung des Dosierventils 36 für eine sehr kurze Zeitspanne initiiert werden. Somit ist sichergestellt, dass kurz vor Erreichen des Gefrierpunktes erneut eine Durchströmung des Düsenkanals 58 der Treibdüse 46 erfolgt, so dass eventuell in dieser vorliegendes Kondensat noch vor Erreichen des Gefrierpunktes, d. h. vor dem Einsetzen der Eisbildung, zuverlässig aus dem Düsenkanal 58 der Treibdüse 46 entfernt wird. Ein weiteres Absinken der Umgebungstemperaturen ist danach unerheblich, da den Düsenkanal 58 durchfließendes Eis als Anwesenheit von Wasser nicht gebildet werden kann und somit ein Neustart des Brennstoffzellensystems 10, beispielsweise nach einer Parkphase im Freien bei niedrigen Außentemperaturen problemlos möglich ist, da der Düsenkanal 58 nicht verstopft, sondern frei von Eis ist.

Das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren lässt sich insbesondere an der Strahlpumpe 28 mit integriertem Dosierventil 36 verwirklichen, da in dieser Konstruktionsvariante ein minimales Totvolumen zwischen dem Ventilsitz 50 und dem Düsenaustritt 62 vorhanden ist, und eine sehr kurze Ansteuerung des Dosierventils 36 mittels des Steuergerätes 34 ausreichend ist, um den Düsenkanal 58 in der dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren eigenen Weise impulsartig zu durchströmen und Kondenswasser auszublasen.

Durch das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren ist weiterhin sichergestellt, dass zum Ansteuerzeitpunkt des Dosierventils 36 durch das Steuergerät 34, vor der impulsartigen Durchströmung der Treibdüse auf der brennstoffseitigen Zulaufseite, d. h. am F -Zulauf 30, ein höherer Druck herrscht. Dadurch kann vermieden werden, dass von der Ablaufseite der Strahlpumpe 28 her Feuchtigkeit enthaltendes Anodengas zurück in die Treibdüse 46 strömt und diese frei von Wassereintrag bleibt.

Die Erfindung ist nicht auf die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele und die darin hervorgehobenen Aspekte beschränkt. Vielmehr ist innerhalb des durch die Ansprüche angegebenen Bereichs eine Vielzahl von Abwandlungen möglich, die im Rahmen fachmännischen Handelns liegen.