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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR ADJUSTING THE DETECTION OF THE REPLACEMENT STATE OF WEAR OF HIGH-STRENGTH FIBER ROPES AND FIBER ROPE SET
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/002627
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for adjusting the optical detectability of the replacement state of wear of high-strength fiber ropes (1) for various usage conditions, wherein a rope core (11) of the fiber rope is encased by a rope sheath (2), which, according to proper use, wears more quickly than the rope core, and to a fiber rope set having a plurality of such high-strength fiber ropes. According to the invention, the rope sheath of the rope has a higher daylight absorption coefficient and/or a lower degree of reflection when the rope is intended for more wear-intensive conditions than when the rope is intended for lower-wear usage conditions.

Inventors:
MUPENDE YVON ILAKA (DE)
HAMME ULRICH (DE)
LUKASCH FELIX (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/067386
Publication Date:
January 02, 2020
Filing Date:
June 28, 2019
Export Citation:
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Assignee:
LIEBHERR COPMPONENTS BIBERACH GMBH (DE)
International Classes:
B66C15/00; B66B7/12; B66D1/54; D07B1/14; G01N21/952
Domestic Patent References:
WO2017067651A12017-04-27
WO2012010431A12012-01-26
Foreign References:
DE202009014031U12009-12-24
US20030052695A12003-03-20
DE202009014031U12009-12-24
EP3180472A12017-06-21
EP3392404A12018-10-24
Attorney, Agent or Firm:
THOMA, Michael (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Einstellen der optischen Erfassbarkeit der Ablegereife hochfester Faserseile (1 ) für verschiedene Einsatzbedingungen, wobei ein Seilkern (11 ) des Faserseils (1 ) mit einem Seilmantel (2) ummantelt wird, der bestimmungsgemäß schneller verschleißt als der Seilkern (11 ), dadurch gekennzeichnet, dass der Seilmantel (2) des Faserseils (1 ) bei Bestimmung des Faserseils (1 ) für verschleißintensivere Einsatzbedingungen mit einem höheren Tageslichtabsorptionskoeffizienten und/oder einem niedrigeren Reflexionsgrad versehen wird als bei Bestimmung des Faserseils (1 ) für verschleißärmere Einsatzbedingungen.

2. Verfahren nach dem vorgehenden Anspruch, wobei der Tageslichtabsorptionskoeffizient durch Einfärben von Fasern und/oder Faserbündeln des Seilmantels (11 ) mit schwarzen und/oder weißen Pigmenten und/oder anderen Lichtabsorptionspigmenten eingestellt wird.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Seilmantel (11 ) des Faserseils (1 ) bei Bestimmung für ein schwereres Lastkollektiv dunkler ausgebildet und bei Bestimmung für ein leichteres Lastkollektiv heller ausgebildet wird.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Absorptionskoeffizient des Seilmantels (11 ) in Abhängigkeit des Lastkollektivs, für den das jeweilige Faserseil (1 ) bestimmt ist, eingestellt wird, wobei für ein schweres Lastkollektiv, bei dem das Faserseil (1 ) eine Lebensdauer von weniger als 50% der maximalen Lebensdauer, die das Faserseil bei Beanspruchung mit einem in den Wöhlerschen Dauerfestigkeitsbereich führenden Lastkollektiv besitzt, der Seilmantel (11 ) mit einem Lichtabsorptionskoeffizienten a > 0,6 oder a > 0,75 ausgebildet wird und für ein leichtes Lastkollektiv, bei dem das Seil eine Lebensdauer von mindestens 75% der maximalen Lebensdauer besitzt, der Seilmantel (11 ) mit einem Lichtabsorptionskoeffizienten von < 0,4 oder < 0,3 ausgebildet wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Faserseile

(I ) mit Ausnahme der verschiedenen Lichtabsorptionskoeffizienten und/oder verschiedenen Reflexionsgrade des Seilmantels im Wesentlichen gleich zueinander ausgebildet werden, insbesondere mit gleichem Seildurchmesser, gleichem Seilkerndurchmesser, gleicher Manteldicke, gleicher Faserbündelzahl und -anordnung und gleichem Fasermaterial und gleicher maximaler Seilzugfestigkeit.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Seilmantel

(I I ) der hochfesten Faserseile (1 ) mit einem UV-Schutz-Mittel versehen, insbesondere imprägniert wird, wobei der Seilmantel (11 ) bei Bestimmung für verschleißintensivere Einsatzbedingungen mit weniger UV-Schutz-Mittel und/oder schwächerem UV-Schutz-Mittel behandelt wird als bei Bestimmung für leichte, verschleißärmere Einsatzbedingungen.

7. Hochfester Faserseilsatz umfassend eine Mehrzahl von hochfesten Faserseilen (1 ) für verschiedene Einsatzbedingungen, wobei die Faserseile (1 ) alle jeweils einen Seilkern (11 ) und einen Seilmantel (2) besitzen, der bestimmungsgemäß schneller verschleißt als der Seilkern (11 ), wobei die Faserseile (1 ) ferner gleiche Seildurchmesser, gleiche Seilkerndurchmesser, gleiche Manteldicken, gleiche Faserbündelanordnungen, gleiche Fasermaterialien und eine gleiche Seilzugfestigkeit besitzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilmäntel (2) der Faserseile (1 ) unterschiedliche Tageslichtabsorptionskoeffizienten besitzen, wobei ein für verschleißintensivere Einsatzbedingungen bestimmtes Faserseil einen Seilmantel mit höherem Tageslichtabsorptionskoeffizienten als ein für verschleißärmere Einsatzbedingungen bestimmtes Faserseil (1 ) besitzt.

Description:
Verfahren zum Einstellen der Ablegereifeerfassung hochfester Faserseile sowie

Faserseilsatz

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein die Erkennung der Ablegereife von hochfesten Faserseilen. Die Erfindung betrifft dabei einerseits ein Verfahren zum Einstellen der optischen Erfassbarkeit der Ablegereife hochfester Faserseile für verschiedene Einsatzbedingungen, wobei ein Seilkern des Faserseils mit einem Seilmantel ummantelt wird, der bestimmungsgemäß schneller verschleißt als der Seilkern, sowie andererseits einen Faserseilsatz umfassend eine Mehrzahl solcher hochfester Faserseile.

Seit geraumer Zeit wird in der Flebetechnik und insbesondere bei Kranen versucht, die üblichen, schweren Stahlseile durch hochfeste Faserseile zu ersetzen, die aus hochfesten Kunstfasern wie beispielsweise Aramidfasern, Aramid- /Kohlefasergemischen, hochmodularen Polyethylenfasern (FIMPE), Füssigkristallpolymer (Liquid Cristal Polymer / LCP) - Vectran oder Poly(p- phenylene-2,6-benzobisoxazole)-Fasern (PBO) bestehen oder zumindest derartige Fasern aufweisen. Durch die Gewichtsersparnis gegenüber Stahlseilen von bis zu 80% bei annähernd gleicher Bruchfestigkeit kann die Traglast bzw. die zulässige Hublast erhöht werden, da das für die Traglast zu berücksichtigende Eigengewicht des Seils deutlich geringer ist. Gerade bei Kranen mit großer Hubhöhe, oder in Auslegern oder Mastverstellwerken mit Flaschenzügen hoher Einscherungszahl kommen beträchtliche Seillängen und damit auch ein entsprechendes Seilgewicht zustande, sodass die durch hochfeste Faserseile mögliche Gewichtsreduzierung sehr vorteilhaft ist. Zusätzlich zum Gewichtsvorteil des Faserseiles selbst kommt hinzu, dass die Verwendung von Faserseilen auch eine Gewichtsersparnis bei weiteren Komponenten ermöglicht. Beispielsweise kann der Lasthaken leichter ausgeführt werden, da zur Seilspannung eines Faserseils weniger Lasthakengewicht notwendig ist. Zum anderen erlaubt die gute Biegsamkeit von Synthetikfaserseilen kleinere Biegeradien und damit kleinere Seilscheiben bzw. - rollen am Kran, was zu einer weiteren Gewichtsreduzierung insbesondere im Bereich von Kranauslegern führt, sodass bei großen Kranausladungen eine erhebliche Lastmomentsteigerung erreicht werden kann.

Zusätzlich zu den genannten Gewichtsvorteilen zeichnen sich Seiltriebe mit Kunstfaserseilen durch eine beträchtlich größere Lebensdauer, leichtes Hantieren und gute Biegsamkeit sowie die nicht mehr notwendige Seilschmierung aus. Insgesamt kann hierdurch eine größere Geräteverfügbarkeit erzielt werden.

Eine Schwierigkeit bei solchen hochfesten Faserseilen besteht jedoch darin, deren Ablegereife präzise und verlässlich vorherzusagen bzw. zu bestimmen. Hochfeste Faserseile sind wie Stahlseile Verschleißteile, die ausgetauscht werden müssen, wenn sich ihr Zustand soweit verschlechtert hat, dass bei weiterem Betrieb die erforderliche Sicherheit nicht mehr gegeben ist. Diesen Zustand bezeichnet man allgemein als Ablegereife.

Bei herkömmlichen Stahlseilen ist die Ablegereife in an sich recht einfacher Weise durch Inaugenscheinnahme des Seilzustandes ermittelbar, wobei die Vorgehensweise bei der Prüfung und der Prüfungsumfang in der Norm ISO 4309 vorgegeben wird. Im Wesentlichen wird dabei auf die Anzahl der Drahtbrüche über eine bestimmte Messlänge des Seiles, eine Verringerung des Seildurchmessers sowie auf Litzenbrüche abgestellt. Diese Messmethode ist jedoch zur Erkennung der Ablegereife bei hochfesten Faserseilen nicht möglich, da sich die verwendeten Synthetikfasern nicht so verhalten wie Drahtlitzen.

Aus der Schrift DE 20 2009 014 031 U1 ist ein hochfestes Faserseil aus Synthetikfasern bekannt, bei dem ein Seilkern mit einer Ummantelung versehen wird, die anders eingefärbt ist als der Seilkern und selbst wiederum verschiedene Mantelschichten unterschiedlicher Farbe besitzt. Durch diese verschiedenfarbige Einfärbung soll es leichter erkennbar sein, wenn durch Abrieb einer äußeren Schicht eine andersfarbige, darunterliegende Schicht oder gar der Seilkern zum Vorschein kommt. In der Praxis leidet diese an sich sinnvolle Farbindikatorfunktion jedoch daran, dass die Ummantelung aufgrund der Eigenschaften hochfester Synthetikfasern dazu neigt, insgesamt recht schlagartig zu versagen, sodass es wiederum schwierig ist, die Ablegereife des Seils rechtzeitig zu bestimmen oder Vorhersagen zu können.

Aus der EP 3 180 472 B1 ist es ferner bekannt, hochfeste Faserseile mit einer Kamera zu überwachen und die Bilder des Faserseils mit Referenzbildern, die in einem Speicher abgelegt sind und charakteristische Schädigungen zeigen, zu vergleichen, um anhand des Bildvergleichs den aktuellen Schädigungs- und Verschleißgrad der Ummantelung und hieraus dann die Ablegereife zu bestimmen.

Auch wenn die Erfassung des Seilmantelverschleißes per se an sich vernünftig und verlässlich machbar ist, besteht in der Praxis das Problem, dass ein bestimmter Seilmantelverschleiß bei synthetischen Faserseilen nicht immer in gleichem Maße mit dem tatsächlichen Grad der Ablegereife korrespondiert, da die Ablegereife durch verschiedene Betriebsbedingungen und vielerlei Einsatzparameter unterschiedlich beeinflusst wird und Seilmantel und Seilkern nicht immer gleich beeinträchtigen.

Es wurde insofern bereits angedacht, den Seilmantel durch unterschiedlich verschleißfeste Fasern, unterschiedlichen Mantelaufbau oder -dicke an verschiedene Einsatzbedingungen anzupassen, und sich nicht allein auf eine optische Prüfung des Seilmantels zu verlassen, sondern für die Ablegereife- Erkennung andere Kriterien heranzuziehen, vgl. EP 3 392 404 A. Beides ist jedoch nicht ohne weiteres möglich bzw. mit beträchtlichen Schwierigkeiten und Beeinträchtigungen behaftet.

Zum einen ist der Seilmantel nämlich regelmäßig kein reiner Verschleißindikator, der frei gestaltbar und insofern fein an verschiedene Verschleißbedingungen anpassbar wäre, sondern ein integraler Bestandteil des Seils, der den Seilkern hinsichtlich Tragfähigkeit unterstützt und schützt.

Nicht ummantelte Seile besonders in geflochtener Konstruktion haben prinzipiell eine geringe Stabilität, die sich nachteilig in der Mehrlagenwicklung auf der Trommel auswirkt.

Der Verschleiß des Seiles und dessen Ummantelung wird durch den Seiltrieb, d.h. durch die Biegewechsel im Seilverlauf über Seilrollen und die Seilreibung auf der Trommel beim Spulen hervorgerufen, speziell bei der Mehrlagenwicklung. Dabei spricht man von einem systembedingten Verschleiß.

Der Verschleiß der Ummantelung wird durch unterschiedliche Parameter beeinflusst, z.B.:

durch die Stärke der Ummantelung,

durch die Anzahl der Mantelschichten 1 bis n,

durch unterschiedliche Werkstoffe der Fasern von Mantelschicht zu Mantelschicht,

durch die Mischung unterschiedlicher Faserwerkstoffe je Mantelschicht, die aber aufgrund der weiteren Aufgaben des Mantels nicht frei gestaltbar sind, durch einen unterschiedlichen konstruktiven Aufbau der Mantelschichten bei Einsatz gleicher Faserwerkstoffe.

Es wurde insofern bereits versucht, weitere Kriterien über das optische Schadensbild der Seilummantelung hinaus für die Ablegereife bzw. deren Bestimmung heranzuziehen. Beispielsweise wurden hier Vorrichtungen vorgeschlagen, die eine Verkleinerung des Seildurchmessers überwachen, eine Längung des Seiles abschnittsweise und insgesamt bestimmten, eine Buckelbildung erfassen und mit jeweiligen Grenzwerten vergleichen. Vor allen Dingen wurde auch bereits vorgeschlagen, die zulässigen Lastspiele auch in Abhängigkeit der Einsatztemperatur zu überwachen und hierfür einen Lastkollektivzähler vorzusehen. Hierbei werden die Biegewechsel, die das Faserseil erfährt, gezählt, wobei ein Algorithmus entwickelt wurde, der die Biegewechsel abhängig von den Betriebs- und Konstruktionsdaten berechnen kann. Allerdings ergeben sich auch bei einer solchen Lastspielüberwachung verschiedene Schwierigkeiten, beispielsweise dahingehend, dass der Lastspielzähler nicht alle tatsächlich relevanten Einflüsse auf die Lebensdauer mit überwachen kann, beispielsweise die Sand- und Staubmenge, chemische Beaufschlagung des Seils durch Abluftwolken und dergleichen, oder auch nur ganz praktische Unwägbarkeiten wie nicht gezählte, zusätzliche Lastspiele durch Verwendung des Seils auf einem anderen Windenwerk.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zum Einstellen der optischen Erfassbarkeit der Ablegereife hochfester Faserseile, eine verbesserte Vorrichtung zum Erkennen der Ablegereife hochfester Faserseile sowie einen verbesserten hochfesten Faserseilsatz mit besserer Erkennbarkeit der Ablegereife zu schaffen.

Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 sowie einen Seilsatz gemäß Anspruch 7 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Es wird also vorgeschlagen, den Seilmantel hinsichtlich seiner Sonnen- bzw. Tageslichtabsorption und/oder -reflexion unterschiedlich auszubilden, um die Verschleißfestigkeit bzw. -geschwindigkeit des Seilmantels einzustellen und an verschiedene Einsatzbedingungen anzupassen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Seilmantel des Seils bei Bestimmung des Seils für verschleißintensivere Bedingungen mit einem höheren Tageslichtabsorptionskoeffizienten und/oder einem niedrigeren Reflexionsgrad versehen wird als bei Bestimmung des Seils für verschleißärmere Einsatzbedingungen. Je nach bestimmungsgemäßem Arbeitskollektiv wird der Seilmantel hinsichtlich seines Verhaltens bei Sonnenlichtbeaufschlagung unterschiedlich ausgebildet, um das Verhältnis der Verschleißgeschwindigkeit des Seilmantels zur Ermüdungsgeschwindigkeit des Seilkerns zu verändern und an das bestimmungsgemäße Arbeitskollektiv anzupassen. Durch einen hohen Lichtabsorptionskoeffizienten beispielsweise durch lichtabsorbierende Partikel im Seilmantel und/oder einen niedrigen Reflexionsgrad des Seilmantels beispielsweise durch wenige oder keine lichtreflektierende Partikel am Seilmantel heizt sich dieser bei Tageslichtbestrahlung relativ stark auf, so dass der Seilmantel aufgrund höherer Betriebstemperaturen schneller verschleißt. Umgekehrt können erhöhte Betriebstemperaturen des Seilmantels und damit erhöhte Verschleißgeschwindigkeiten des Seilmantels vermieden werden, wenn der Seilmantel einen niedrigen Tageslichtabsorptionskoeffizienten und/oder einen hohen Reflexionsgrad aufweist.

Durch die Einstellung der Verschleißgeschwindigkeit des Seilmantels durch Variation von dessen Lichtabsorptionsfähigkeit kann ein Seil für verschiedene Einsatzbedingungen und Lastkollektive konfiguriert werden, ohne hierfür die wesentlichen Konstruktionscharakteristika der Seilkonstruktion verändern oder anpassen zu müssen. Insbesondere kann ein Seilsatz geschaffen werden, der mehrere hochfeste Faserseile umfasst, die einander hinsichtlich Seildurchmesser, maximaler Seiltraglast und -Zugfestigkeit im Sinne von Seilbruchkraft und/oder maximale Strangzuglast im Betrieb, Kerndurchmesser und Manteldicke, Fasermaterial, Faserbündel- und Litzenzahl, und Faserbündelaufbau wie beispielsweise Flechtenmuster, einander entsprechen und insofern einander vergleichbare mechanische Eigenschaften haben. Allerdings sind die Seilmäntel hinsichtlich des Lichtabsorptionskoeffizienten unterschiedlich eingestellt, so dass der Seilmantel trotz ansonsten gleichen Aufbaus unterschiedlich schnell verschleißt. Hierdurch können nicht nur Fertigungskosten und -abläufe reduziert und vereinfacht werden, sondern auch der Seilmantel an sich optimal für seine anderen Aufgaben wie Unterstützung und Schutz des Seilkerns, Beitrag zur Seilfestigkeit, etc. ausgebildet werden. Vor allen Dingen aber kann auf die optische Erfassung der am Seilmantel eintretenden Schädigungen und eine hieraus abgeleitete Bestimmung der Ablegereife vertraut werden, da die Verschleißgeschwindigkeit an das jeweilige Lastkollektiv und die jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst werden kann und der Verschleiß des Seilmantels tatsächlich mit der Ablegereife korreliert.

Der Tageslichtabsorptionskoeffizient kann dabei in verschiedener Weise variabel eingestellt werden. Grundsätzlich wäre es möglich, eine Oberflächenbeschichtung des Seilmantels vorzusehen, die hinsichtlich ihres Reflexionsgrads und/oder ihres Transmissionsgrads variabel bzw. verschieden ausgebildet ist, je nachdem, welche Verschleißgeschwindigkeit des Seilmantels für das jeweilige Arbeitskollektiv bzw. die jeweiligen Einsatzbedingungen benötigt wird. Je nachdem, wieviel Tageslicht durch eine solche Oberflächenbeschichtung in den eigentlichen Seilmantel eindringen kann, wird dessen Verschleißgeschwindigkeit erhöht oder reduziert.

Um allerdings dem starken mechanischen Verschleiß einer solchen Oberflächenbeschichtung zu entgehen bzw. einen solchen unschädlich zu machen, kann in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung der Absorptionskoeffizient des Seilmantels durch Einfärben von Fasern und/oder Faserbündeln des Seilmantels mit schwarzen und/oder weißen und/oder verschieden bunten oder verschieden grauen Pigmenten eingestellt werden. Durch in die Fasern oder Faserbündeln und/oder zwischen Faserbündel eingebettete Pigmente verschiedener Farbe bzw. Helligkeit kann eine dauerhafte Einstellung des Absorptionskoeffizienten erzielt werden, so dass die Tageslichtbeaufschlagung dauerhaft den gleich bleibenden, gewünschten Effekt auf die Verschleißgeschwindigkeit des Seilmantels hat.

Insbesondere kann der Seilmantel für verschleißintensivere Einsatzbedingungen und/oder verschleißfördernde Lastkollektive dunkler ausgebildet und für verschleißärmere Einsatzbedingungen und/oder verschleißärmere Lastkollektive vergleichsweise heller ausgebildet werden. Durch eine dunklere Mantelausbildung heizt sich der Seilmantel im Tageslicht stärker auf und verschleißt dementsprechend schneller, während ein hellerer Seilmantel weniger Aufheizung erfährt und dementsprechend langsamer altert bzw. verschleißt.

Alternativ oder zusätzlich zu der Beimischung von lichtabsorbierenden Partikeln oder Farbpigmenten, die den Lichtabsorptionskoeffizienten verändern, kann den Fasern und/oder Faserbündeln des Seilmantels auch ein UV-Schutz-Mittel in unterschiedlichem Maße oder unterschiedlicher Stärke zugegeben werden, um die UV-Lichtbeständigkeit des Seilmantels zu erhöhen oder durch geringere oder Nicht- Beimischung zu verkürzen, um auf diesem Wege die Verschleißgeschwindigkeit des Seilmantels an verschiedene Lastkollektive anpassen zu können. Für schwerere Lastkollektive kann ein schwächerer UV-Schutz und für leichtere Lastkollektive ein stärkerer UV-Schutz vorgesehen werden, wobei ein solcher UV- Schutz beispielsweise durch Imprägnieren der Fasern und/oder Faserbündel des Seilmantels mit einem entsprechenden UV-Schutzmittel erfolgen kann. Alternativ kann umgekehrt aber auch für schwerere Lastkollektive ein stärkerer UV-Schutz und für leichtere Lastkollektive ein geringerer UV-Schutz vorgesehen werden.

Die Tageslichtabsorptionskoeffizienten der Seilmäntel eines Seilsatzes können grundsätzlich verschieden weit voneinander beabstandet werden, wobei der Lichtabsorptionskoeffizient grundsätzlich zwischen 0 und 1 , d.h. gar keiner und maximaler Lichtabsorption variieren kann. Für ein Seil, das für ein schweres Lastkollektiv bestimmt ist, bei dem die zu erwartende Lebensdauer des Seils 50% oder weniger der maximalen Lebensdauer bei einem leichten Lastkollektiv beträgt, kann der genannte Tageslichtabsorptionskoeffizient vorteilhafterweise größer als 0,6 oder auch größer als 0,75 eingestellt sein, beispielsweise indem entsprechend viele schwarze Partikel bzw. Pigmente oder andere Lichtabsorptionspigmente in dem Seilmantel und/oder dessen Fasern und/oder Faserbündeln eingebettet sind. Ist das Seil indes für ein leichtes Lastkollektiv zu konfigurieren, kann der Seilmantel mit einem Lichtabsorptionskoeffizienten von 0,4 oder kleiner oder auch 0,3 oder kleiner ausgebildet werden. Für m ittelschwere Lastkollektive, bei denen die zu erwartende Lebensdauer zwischen 40% und 80% oder 50% bis 70% der maximalen Lebensdauer beträgt, kann der Lichtabsorptionskoeffizient vorteilhafterweise auf einen Wert zwischen 0,4 und 0,6 eingestellt werden.

Die genannte maximale Lebensdauer kann dabei empirisch bestimmt werden und/oder die Lebensdauer meinen, die bei sehr günstigen äußeren Bedingungen und geringen, leichten Lastkollektiven, die nicht an die maximale Tragfähigkeit des Seils herangehen oder dies nur selten tun, erreicht wird. Beispielsweise kann dies die Lebensdauer sein, die das Seil bei Beaufschlagung mit einem Lastkollektiv erreicht, welches Lastkollektiv im Wöhler-Schwingfestigkeitsversuch das Erreichen der Wöhlerschen Dauerfestigkeit ermöglicht.

Grundsätzlich ermöglicht eine Einstellung der Verschleißgeschwindigkeit des Seilmantels durch Variation dessen Lichtempfindlichkeit eine Prüfung und Überwachung der Ablegereife durch optische Inaugenscheinnahme beispielsweise durch den Maschinenführer oder eine entsprechend geschulte Kontroll person.

Alternativ oder zusätzlich kann aber auch eine automatisierte, maschinelle Überwachung und Bestimmung der Ablegereife durchgeführt werden, wobei die entsprechende Vorrichtung zur Bestimmung der Ablegereife insbesondere optische Erfassungsmittel, insbesondere eine bildgebende Sensorik beispielsweise umfassend eine Kamera aufweisen kann, mittels derer Bilder des hochfesten Faserseils gemacht und mit Referenzbildern, die in einem Referenzspeicher abgelegt sein können, vergleichen kann. Alternativ oder zusätzlich kann die Vorrichtung aber auch einen Lastkollektivzähler umfassen, der die Lastspiele zählt, denen das hochfeste Faserseil unterworfen wird, und ggf. dabei weitere, relevante Lastspielparameter wie Seilgeschwindigkeit, Seillast und Umlenkradius erfasst und ein entsprechendes Lastkollektiv bestimmt.

Vorteilhafterweise kann eine solche Vorrichtung selbstanpassend arbeitend ausgebildet sein, um die Einstellung des Seilmantels hinsichtlich seines Lichtabsorptionsgrades und/oder seines Reflexionsgrades zu berücksichtigen. Insbesondere kann die Vorrichtung Erfassungsmittel zum Erfassen und/oder Bestimmen des Lichtabsorptionskoeffizienten und/oder des Reflexionsgrads des Seilmantels aufweisen, wobei eine Voreinstell-Einrichtung den Auswertealgorithmus zur Bestimmung der Ablegereife anhand der erfassten Seilparameter wie Schädigungsmuster anhand des Bildvergleiches und/oder eines erfassten Lastkollektivs und/oder einer erfassten Lastspielzahl automatisch in Abhängigkeit des bestimmten Lichtabsorptionskoeffizienten und/oder des bestimmten Reflexionsgrades anpassen bzw. verändern kann. Stellt die genannte Erfassungseinrichtung zum Erfassen des Lichtabsorptionsgrades beispielsweise fest, dass ein hochfestes Faserseil mit dunklem Seilmantel, beispielsweise einem Seilmantel aus der dunkelsten Kategorie, verwendet wird und/oder der erfasste Lichtabsorptionskoeffizienten einen vorbestimmten Schwellwert überschreitet, kann die Voreinsteil- und/oder Anpasseinrichtung den Algorithmus dahingehend anpassen, dass bereits beim Feststellen geringerer Schädigungsbilder und/oder bei Erreichen einer geringeren Lastspielzahl ein Ablegereifesignal ausgegeben wird. Stellt die Erfassungseinrichtung umgekehrt einen kleineren Lichtabsorptionskoeffizienten und/oder einen höheren Reflexionsgrad am verwendeten Seil fest, kann der Algorithmus zum Bestimmen der Ablegereife dahingehend um konfiguriert bzw. angepasst werden, dass erst bei Erreichen einer größeren Lastspielzahl und/oder Feststellen eines Schädigungsbildes mit größeren Schädigungen ein Ablegereifesignal bereitgestellt wird. Als Lastspielzahl kann die Biegewechselzahl angesehen werden.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 : eine Darstellung eines Seilsatzes mit drei hochfesten Faserseilen mit unterschiedlichen Tageslichtabsorptionskoeffizienten und Helligkeits- /Dunkelheitsgraden und hierdurch implizierten, unterschiedlichen Verschleißgeschwindigkeiten, Fig. 2 und Fig. 3: jeweils eine Seitenansicht eines hochfesten Faserseils mit einer geflochtenen Ummantelung, wobei in Fig. 2 der Seilmantel ohne Verschleißschäden und in Fig. 3 mit einer Schädigung dargestellt ist, und

Fig. 4: eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Bestimmen der

Ablegereife und deren Komponenten, die zur Bestimmung der Ablegereife eine optische Erfassung des Seilmantels und eine Lastspielzählung ermöglichen.

Wie beispielsweise die Fig. 3 zeigt, umfasst das hochfeste Faserseil einen Seilkern 11 , der aus Litzen 4 geflochten oder geschlagen sein kann, die wiederum aus hochfesten Synthetikfasern bestehen oder zumindest solche hochfesten Synthetikfasern umfassen, beispielsweise Aramid-Fasern, HMPE-Fasern oder andere der eingangs genannten Fasertypen, wobei der genannte Seilkern 11 aus Fasern eines Fasertyps oder Fasern verschiedener Fasertypen bestehen kann.

Die Ummantelung 2 umgibt den genannten Seilkern 11 und kann unmittelbar auf dem genannten Seilkern sitzen oder ggfs durch eine Zwischenschicht hiervon beabstandet sein. Die genannte Ummantelung 2 kann insbesondere den Außenmantel des Seils 1 bilden. Der Seilkern 11 kann die gesamte angegebene Tragfestigkeit des Seils 1 übernehmen. Die Ummantelung 2 wirkt nur darüber hinaus unterstützend, insbesondere als Schutz für den Seilkern 11 und als Verschleißindikator.

Die genannte Ummantelung 2 kann hierbei aus einer einzigen Mantelschicht bestehen oder auch mehrere Mantelschichten umfassen, die übereinanderliegend angeordnet sind.

Wie die Figuren zeigen, kann die genannte Ummantelung 2 Litzen 3 umfassen, die miteinander zu der Ummantelung 2 geflochten sein und jeweils aus hochfesten Synthetikfasern bestehen können oder solche hochfesten Synthetikfasern zumindest aufweisen können. Insbesondere können die genannten Litzen 3 der Ummantelung 2 aus unterschiedlichen Kunstfasern verschiedener Abrieb- und/oder Zugfestigkeit und/oder unterschiedlicher Werkstoffe gebildet sein.

In der Figur 3 ist ein Mantelverschleiß der Ummantelung 2 dargestellt, der beispielsweise durch den Seiltrieb bedingt sein kann, insbesondere die Umlenkung des Seils um Seilrolle, die Biegewechsel im Seilverlauf, die Seilreibung auf der Trommel beim Spulen und auch die Beanspruchung bei einer mehrlagigen Aufwicklung auf der Trommel, bei der die Seilabschnitte einer oberen Lage zwischen die Seilabschnitte einer unteren Lage einzuschneiden drohen.

Fig. 1 zeigt das Seil 1 mit Ummantelung 2 und Litzen 3 der Ummantelung in unterschiedlichen Farben.

Fig. 2 zeigt das Seil 1 mit Ummantelung 2 noch ohne sichtbaren Verschleiß der einzelnen Litzen 3 des Mantels. Grad der gezeigten Schädigung < 5%.

Fig. 3 zeigt das Seil 1 , dessen Ummantelung über einen Teilabschnitt von ca. 90° verschlissen ist und die Litzen 4 des tragenden Seiles sichtbar werden. Grad der gezeigten Schädigung ca. 50%.

Wie Fig. 1 zeigt, sind die Seilmäntel 2 verschiedener hochfester Faserseile unterschiedlich hell eingefärbt bzw. ausgebildet, um unterschiedliche Lichtabsorptionskoeffizienten des Seilmantels zu realisieren. Die Teilansicht (a) der Fig. 1 zeigt einen für schwere Lastkollektive dunkel eingefärbten Seilmantel, der einen Lichtabsorptionskoeffizienten von größer 0,8 besitzt und beispielsweise dunkelgrau bis schwarz ausgebildet sein kann, indem entsprechend viele schwarze Farbpigmente in den Faserbündeln oder den Fasern selbst eingelagert sind. Durch die entsprechend starke Aufheizung des Seilmantels bei Sonnenlichtbestrahlung und entsprechender Temperaturerhitzung des Seilmantels kann dieser beispielsweise dafür ausgelegt sein, nach 3 Jahren zu verschleißen, um die Ablegereife anzuzeigen.

Die Teilansicht (b) der Fig. 1 zeigt einen mittel-dunkel bzw. mittel-hell eingefärbten Seilmantel 2 des hochfesten Faserseils mit einem Lichtabsorptionskoeffizienten von 0,4 bis 0,7 und/oder einer mittelgrauen Farbe. Das hochfeste Faserseil mit einem solchen mittelhellen/mitteldunklen Seilmantel kann beispielsweise für ein normales Lastkollektiv dienen und mit dem Seilmantel bei ca. 5 Jahren verschleißen.

Die Teilansicht (c) der Fig. 1 zeigt schließlich ein Faserseil mit einem hellen Seilmantel, dessen Lichtabsorptionskoeffizient beispielsweise weniger als 0,4 betragen kann. Mit einem solchen hellen Seilmantel kann der Mantelverschleiß erst bei Erreichen von 8 bis 9 Jahren einsetzen bzw. ein Ausmaß erreichen, welches die Ablegereife anzeigt. Ein solches Seil kann bestimmungsgemäß für ein leichtes Lastkollektiv bestimmt sein.

Fig. 4 zeigt eine Vorrichtung zur Bestimmung der Ablegereife näher. Insbesondere kann mittels einer optischen Erfassungseinrichtung 12, beispielsweise einer Kamera 13 ein Ist-Bild des Seils erfasst werden, welches dann mittels einer automatischen oder halbautomatischen Auswerteeinrichtung umfassend eine Bildauswerteeinrichtung 14 optisch mit den in einem Referenzbildspeicher 15 gespeicherten Referenzdarstellungen verglichen wird, um im Ist-Bild zu sehende Schädigungen zu erfassen und einzukategorisieren.

Die Auswerteeinrichtung kann dann die einzelnen Schädigungen in der eingangs genannten Weise aufsummieren und ggfs eine Ablegereifesignal abgeben. Wie Fig. 4 zeigt, kann die genannte Vorrichtung zum Erkennen der Ablegereife kann in ein Hebezeug, insbesondere in einen Kran 21 und dessen Kransteuerung integriert sein.

Wie Fig. 4 zeigt, kann die Bildauswerteeinrichtung 14 Konturauswertemittel 14a umfassen, die Seilverdickungen durch Aufspleißungen des Verschleißmantels und/oder Verdünnungen in Bereichen, in denen der Seilmantel 2 verschlissen ist und/oder fehlt, und/oder andere Konturveränderungen wie Wellungen, die gegenüber dem Sollzustand der Seilkontur auftreten, bestimmen können.

Ferner kann die Bildauswerteeinrichtung 14 Farbmuster-Auswertemittel 14b umfassen, die anhand eines Bildvergleichs Veränderungen des Farbmusters, das das Seil im aufgenommenen Bild zeigt, bestimmen und daraus die Ablegereife ermitteln kann.

Weiterhin kann die genannte Bildauswerteeinrichtung 14 auch Farbflächenanteil- Auswertemittel 14c umfassen, die in einem erfassten Bild des Seils 1 den Flächenanteil einer jeweiligen Farbe bestimmen können, den die Farbe in der Gesamtfläche des Seils 1 einnimmt. Ist beispielsweise der Verschleißmantel 2 des Seils 1 schwarz-weiß-grau gestreift, wobei die Streifenbreiten gleich groß sind, so dass jede Farbe ein Drittel der Gesamtfläche einnimmt, können die genannten Farbflächenanteil-Auswertemittel 14c ein Verschleißen der weißen Fasern oder Litzen und eine damit einhergehende Schädigung des Seils 1 bestimmen, wenn der Flächenanteil der genannten weißen Fasern bzw. Litzen vom Sollwert 33% auf beispielsweise weniger als 25% oder weniger als 15% abnimmt.

Die genannten Farbflächenanteil-Auswertemittel 14c können auch das Auftreten einer neuen Farbe und deren Flächenanteil bestimmen. Tritt beispielsweise der andersfarbige Seilkern 11 durch Verschleißen des Verschleißmantels 2 zutage, können beispielsweise rote Flecken in dem vorgenannten schwa rz-weiß-g rauen Farbmuster auftreten, so dass die Farbflächenanteil-Auswertemittel 14c eine Schädigung bestimmen können, wenn der Flächenanteil der roten Flecken ein vorbestimmtes Maß überschreitet.

Die Bildauswerteeinrichtung 14 kann in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung auch Dehnungsauswertemittel 14d umfassen, die eine Dehnung DI des hochfesten Faserseils 1 und/oder dessen Verschleißmantels 2 anhand eines Vergleichs des aktuellen Seilbilds mit einem gespeicherten Referenzbild bestimmen können. Insbesondere können die genannten Dehnungsauswertemittel 14d die Beabstandung I vorbestimmer Farbmuster- und/oder Pixelmusterstellen in Längsrichtung des Faserseils 1 voneinander und/oder in Querrichtung des Faserseils voneinander identifizieren und bestimmen, vgl. Fig. 4, und mit einem Sollwert, der aus dem Bild des Faserseils im Ursprungszustand oder Sollzustand bestimmt werden kann, und/oder einem bekannten Verlauf vergleichen, um eine Dehnung des Seils in Längsrichtung und/oder Querrichtung bestimmen zu können.

Ist beispielsweise das Seil 1 , insbesondere dessen Verschleißmantel 2, mit roten oder andersfarbigen Litzen 3 versehen, die beispielsweise spiralförmig im Mantel 2 eingearbeitet sein können, haben diese roten Fasern bzw. Litzen im Bild des Faserseils 1 einen vorbestimmten Abstand I voneinander. Erfährt das Seil durch Alterung und/oder Schädigung eine übermäßige Dehnung, schlägt sich dies in einer entsprechenden Abstandsvergrößerung DI der roten Streifen nieder, anhand derer die Ablegereife bzw. Schädigung erkannt werden kann, vgl. Fig. 4.

Die Erfassungseinrichtung 12 zum Erfassen des Ist-Zustandes des hochfesten Faserseils 1 kann auch eine Sensorik 16 zum sensorischen Erfassen des Ist- Zustandes des Seilkerns 11 und/oder des Seilmantels 2 aufweisen, um ggf. alternativ oder zusätzlich zur optischen Erfassung des Zustands des Verschleißmantels 2 den Ist-Zustand des Seilkerns 11 und/oder des Seilmantels 2 in anderer Weise erfassen zu können. Diese Sensorik 16 kann vorteilhafterweise einen Lastkollektivzähler umfassen und/oder mehrere Parameter des Seilkerns 11 und/oder des Seilmantels 2 bestimmen, um bei vorbestimmten Veränderungen eines oder mehrerer Seilkern- und/oder Seilmantel-Parameter eine Schädigung anzunehmen.

Vorteilhafterweise passt sich die Vorrichtung hinsichtlich ihrer Bestimmung der Ablegereife selbst an das jeweils verwendete Seil und dessen Lichtabsorptionskoeffizienten an. Hierzu kann die genannte Erfassungseinrichtung 12 Erfassungsmittel zum Erfassen des Lichtabsorptionskoeffizienten des Seilmantels aufweisen, beispielsweise umfassend Kontrastbestimmungsmittel, die ein erfasstes Bild des Seilmantels hinsichtlich der Helligkeit des Seilmantels mit einem Referenzbild vergleichen und die Helligkeit/Dunkelheit des Seilmantels bestimmen.

Anhand der bestimmten Seilhelligkeit/-dunkelheit kann ein Adaptionsmodul der Bestimmungseinrichtung beispielsweise die kritische Lastspielzahl, bei deren Erreichen der Lastkollektivzähler das Ablegereifesignal angibt, verändern.