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Title:
METHOD FOR APPLYING MARKING ELEMENTS ON AN OBJECT; OBJECT COMPRISING A MARKING ELEMENT AND USE OF A SPECIAL MATERIAL FOR APPLYING A MARKING ELEMENT ON AN OBJECT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/054355
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for applying a marking element (20), in particular a RFID chip, on an object (10) that is to be marked, in particular a medical instrument, implant, component such as for example a tool, piece of jewelry and the like, wherein a marking element (20), in particular a RFID chip, is fixed on a surface of an object (10) to be marked, characterized in that the marking element (20) on the object (10) to be marked is provided with a protective layer (30) by applying a mixture of polymerizable acrylates or methacrylates or a solid, partially polymerized mixture of polymerizable acrylates or methacrylates on top of the marking element (20) placed on the object (10). The polymerization of the mixture is initiated and the mixture on the object (10) to be marked is hardened.

Inventors:
HEGEDUES VIKTOR (DE)
SCHORER ARMIN (DE)
Application Number:
PCT/DE2010/075125
Publication Date:
May 12, 2011
Filing Date:
November 08, 2010
Export Citation:
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Assignee:
HEGEDUES VIKTOR (DE)
SCHORER ARMIN (DE)
International Classes:
A61B19/00
Domestic Patent References:
WO2009063503A22009-05-22
Foreign References:
DE10014542C22003-11-20
Attorney, Agent or Firm:
CBDL PATENTANWÄLTE (DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Verfahren zum Anbringen eines Markierungselementes, insbesondere eines RFID-Chips, an einem zu markierenden Objekt, insbesondere einem medizinischen Instrument, Implantat, Bauteils wie z.B. einem Werkzeug, Schmuckstück u.dgl., gekennzeichnet durch

Überziehen des Markierungselement mit einer Schutzschicht auf dem zu markierenden Objekt durch Aufbringen eines Gemischs aus polymerisierbaren Acrylaten oder Methacrylaten oder eines festen teilpolymerisierten Gemischs aus polymerisierbaren Acrylaten oder Methacrylaten über das auf dem Objekt befindliche Markierungselement,

Starten der Polymerisation des Gemischs und

Aushärten des Gemischs auf dem zu markierenden Objekt. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß das Starten der

Polymerisation durch Anwendung einer Aktivierungswellenlänge von 400 bis 500 nm, vorzugsweise 470 nm auf das Gemisch erfolgt und einen Photoinitiator umfaßt, der vorzugsweise gewählt ist aus der Gruppe, die gebildet wird durch Benzophenon, Benzoin einem alpha-Diketon, Acylphosphinoxid, Campherchinon und deren Derivaten sowie Gemischen dieser Photoinitiatoren.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Starten der Polymerisation des Gemijschs und/oder das Aushärten des Gemischs durch Anwendung von Druck und/oder Temperatur erfolgen

4. Verfahren zum Anbringen eines Markierungselementes, insbesondere eines RFID-Chips, an einem zu markierenden Objekt, insbesondere einem medizinischen Instrument, Implantat, Bauteils wie z.B. einem Werkzeug, Schmuckstück u.dgl., dadurch gekennzeichnet,

- daß das Markierungselement auf dem zu markierenden Objekt mit einer

Schutzschicht durch Aufbringen einer Kunststoffolie überzogen wird und

daß die Folie mit einer Oberfläche des Objektes fest verbunden wird, insbesondere durch Kleben oder Schweißen.

5. Verfahren zum Anbringen eines Markierungselementes, insbesondere eines RFID-Chips, an einem zu markierenden Objekt, insbesondere einem medizinischen Instrument, Implantat, Bauteils wie z.B. einem Werkzeug, Schmuckstück u.dgl., gekennzeichnet durch

- daß das Markierungselement zwischen zwei Kunststoffolien eingebettet wird, die miteinander verbunden sind oder nach dem Einbetten miteinander verbunden werden,

daß zumindest eine der Folien mit einer Oberfläche des Objektes fest verbunden wird, insbesondere durch Kleben oder Schweißen.

6. Verfahren zum Anbringen eines Markierungselementes, insbesondere eines RFID-Chips, an einem zu markierenden Objekt, insbesondere einem medizinischen Instrument, Implantat, Bauteils wie z.B. einem Werkzeug, Schmuckstück u.dgl., dadurch gekennzeichnet,

daß das Markierungselement mit einem Elastomer überzogen wird und daß das Elastomer mit einer Oberfläche des Objektes fest verbunden wird, insbesondere durch Kleben oder Schweißen.

7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, daß die Oberfläche des zu markierenden Objektes in dem Bereich, in dem das Markierungselement und die Schutzschicht angeordnet werden sollen, vorbehandelt wird, insbesondere angerauht und gereinigt wird.

8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch

gekennzeichnet, daß das Markierungselement direkt auf eine Oberfläche des zu markierenden Objekts aufgeklebt wird.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß vor Aufbringen des Markierungselementes auf das zu markierenden Objekts eine Zwischenschicht aus einem Gemisch aus polymerisierbaren Acrylaten oder

Methacrylaten oder einem festen teilpolymerisierten Gemisch aus polymerisierbaren Acrylaten oder Methacrylaten auf das zu markierenden Objekt aufgebracht wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die

Zwischenschicht polymerisiert und ausgehärtet wird, bevor das Markierungselement auf das zu markierende Objekt aufgebracht wird. 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die

Zwischenschicht polymerisiert und ausgehärtet wird, nachdem das

Markierungselement auf die Zwischenschicht gesetzt wurde.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, daß in die Oberfläche des zu markierenden Objektes in dem Bereich, in dem die

Zwischenschicht angeordnet werden soll, vorbehandelt wird, eine hinterschnittene Vertiefung eingebracht wird.

13. Verwendung eines Gemischs aus polymerisierbaren Acrylaten oder

Methacrylaten, eines festen teilpolymerisierten Gemischs aus polymerisierbaren

Acrylaten oder Methacrylaten, eines Elastomers oder wenigstens einer

Kunststoffolie zur Herstellung einer Schutzschicht für Markierungselemente.

14. Objekt, insbesondere medizinisches Instrument, Implantat, Bauteil wie z.B. Werkzeug, Schmuckstück u.dgl., wobei ein Markierungselement, insbesondere ein

RFID-Chip, auf einer Oberfläche des Objekts fixiert ist,

dadurch gekennzeichnet,

daß das Markierungselement mit einer Schutzschicht aus polymerisierten und ausgehärteten Acrylaten oder Methacrylaten, einem Elastomer oder wenigstens einer Kunststoffolie versehen ist, die mittels eines Verfahrens gemäß einem der

Ansprüche 1 bis 12 auf das Objekt gebracht wurde.

Description:
VERFAHREN ZUM ANBRINGEN VON MARKIERUNGSELEMENTEN

AN EINEM OBJEKTEN; OBJEKT MIT EINEM MARKIERUNGSELEMENT UND

VERWENDUNG EINES SPEZIELLEN MATERIALS ZUM ANBRINGEN EINES MARKIERUNGSELEMENTES AN EINEM OBJEKT

TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anbringen eines Markierungselementes, insbesondere eines RFID-Chips, an einem zu markierenden Objekt, insbesondere einem medizinischen Instrument, Implantat, Bauteil wie z.B. einem Werkzeug, Schmuckstück. Die Erfindung betrifft auch ein mit einem Markierungselement, insbesondere einem RFID-Chip, versehenes Objekt, sowie die Verwendung eines speziellen Materials zum Anbringen eines Markierungselementes an einem Objekt.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG Aus unterschiedlichsten Gründen kann es wünschenswert sein, Objekte wie

Instrumente, Implantate, Werkzeuge, Maschinen, Schmuckwaren und vieles andere mehr mit einer Markierung zu versehen.

Aus der DE 100 14 542 C2 ist es bekannt, chirurgische Instrumente mit einer nicht- entfernbaren Speichereinrichtung zu versehen, in welcher ein das jeweilige

Instrument individuell identifizierendes Kennzeichen gespeichert ist, wobei die Speichereinrichtung einen Sender umfaßt, durch den ein elektromagnetisches Wellenfeld zum Auslesen des gespeicherten Kennzeichens aussendbar ist. Es hat sich in der Praxis jedoch als äußerst schwierig erwiesen, die entsprechende Speichereinrichtung dauerhaft mit dem chirurgischen Instrument zu verbinden.

Daneben ist es aus einer Vielzahl von Anmeldungen bekannt, drahtlos auslesbare elektronische Bauteile, sogenannte RFID-Chips, an einem zu markierenden Objekt anzubringen, was den Vorteil hat, daß auf dem Chip eine Vielzahl von

Informationen gespeichert und bei einer Kontrolle des Objektes und Auslesen des Chips vorteilhaft genutzt werden können. Dabei tritt jedoch regelmäßig das Problem der Anbringung des entsprechenden Chips auf, der einerseits nicht vollständig elektromagnetisch abgeschirmt sein darf, damit er überhaupt ausgelesen und ggf. auch neu beschrieben werden kann, andererseits aber vor unterschiedlichsten Belastungen, z.B. Schmutz, Schweiß, Staub, Flüssigkeiten etc. geschützt werden muß.

Aus der WO 2009/063503 A2 ist ein Markierungselement bekannt, in welches ein RFID-Chip eingebracht ist, wobei das Markierungselement den Chip hervorragend vor Umwelteinflüssen, wie insbesondere Flüssigkeiten, schützt. Das in der genannten internationalen Patentanmeldung beschriebene Markierungselement ermöglicht es damit, das zu markierende Objekt, also z.B. ein medizinisches Instrument, ein medizinisches Implantat, ein Werkzeug o.dgl. in einfacher und z.B. auf Seiten des Herstellers eines zu markierenden Objektes, insbesondere aber auch auf Seiten des Anwenders eines entsprechenden Objektes leicht

durchzuführender Weise mit einer robusten Markierung zu versehen, die auch Belastungen, wie z.B. beim Autoklavieren eines medizinischen Instrumentes auftreten, standhält. Allerdings ist zur Anbringung des aus der WO 2009/063503 A2 bekannten

Markierungselementes das Einbringen einer Aufnahmebohrung in das zu markierende Objekt vorgesehen. Es gibt jedoch viele Fälle, in denen ein

Markierungselement auf einer Oberfläche eines Objekt befestigt werden soll, da in das Objekt z.B. aufgrund geringer Dicke bzw., bei hohlen Objekten, geringer Wandstärke keine Bohrung eingebracht werden kann oder soll.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Anbringen von

Markierungselementen, insbesondere RFID-Chips, an einem zu markierenden Objekt anzugeben, welches eines einfache, gleichwohl aber sichere Befestigung eines Markierungselementes erlaubt und dabei gleichzeitig nicht nur das

Markierungselement vor äußeren Einflüssen schützt, sondern auch das Entstehen von Kanten, Ecken und Vorsprüngen, die z.B. eine Bakterienansiedlung und Schmutzansammlung begünstigen, verhindert.

Die Aufgabe wird gelöst von Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. der Ansprüche 4 bis 6. Die nebengeordneten Ansprüche 13 und 14 betreffen die vorteilhafte Verwendung eines bestimmten Materials bei der Anbringung von Markierungsobjekten bzw. ein erfindungsgemäß markiertes Objekt. Die

Unteransprüche betreffen vorteilhafte Aus- und Durchführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Bei einem ersten erfindungsgemäßen Verfahren ist vorgesehen, das

Markierungselement mit einer Schutzschicht auf dem zu markierenden Objekt anzubringen durch Aufbringen eines Gemischs aus polymerisierbaren Acrylaten oder Methacrylaten oder eines festen teilpolymerisierten Gemischs aus

polymerisierbaren Acrylaten oder Methacrylaten über das auf dem Objekt befindliche Markierungselement, Starten der Polymerisation des Gemischs und Aushärten des Gemischs auf dem zu markierenden Objekt.

Das Markierungselement kann auch zuerst mit einer Schutzschicht aus einem Elastomer überzogen werden und anschließend mit einer Oberfläche des Objektes fest verbunden werden, z.B. durch Kleben oder Schweißen.

Das Markierungselement kann auch dadurch mit einer Schutzschicht auf dem zu markierenden Objekt versehen werden, daß eine Kunststoffolie aufgebracht über das Markierungselement aufgebracht und mit einer Oberfläche des Objektes fest verbunden wird, z.B. durch Kleben oder Schweißen.

Das Markierungselement kann auch zwischen zwei Kunststoffolien eingebettet werden, die bereits miteinander verbunden sind oder nach dem Einbetten miteinander verbunden werden, und anschließend mit einer Oberfläche des Objekts fest verbunden werden, z.B. durch Kleben oder Schweißen.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der

nachfolgenden rein beispielhaften und nicht-beschränkenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch ein mit einer Schutzschicht überzogenes

Markierungselement, das gemäß einer ersten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens auf einem Objekt befestigt wurde.

Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch ein mit einer Schutzschicht überzogenes

Markierungselement, das gemäß einer zweiten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens auf einem Objekt befestigt wurde.

Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch ein mit einer Schutzschicht überzogenes

Markierungselement, das gemäß einer dritten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens auf einem Objekt befestigt wurde.

Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch ein mit einer Schutzschicht überzogenes

Markierungselement, das gemäß einer vierten Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens auf einem Objekt befestigt wurde.

Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform eines

Markierungselementes bestehend aus einem RFID-Chip und einer Leiterplatte.

Fig. 6 zeigt schematisiert eine Seitenansicht einer weiteren bevorzugten

Ausführungsform eines Markierungselementes.

BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch ein auf der Oberfläche eines hier nur partiell gezeigten zu markierenden Objekts 10 angeordneten Markierungselementes 20, das mit einer Schutzschicht 30 aus Acrylaten oder Methacrylaten oder eines festen teilpolymerisierten Gemische aus polymerisierbaren Acrylaten oder Methacrylaten überzogen wurde.

Je nach Größe des Markierungselement 20 kann dabei so vorgegangen werden, daß das Markierungselement 20 direkt auf der Oberfläche des zu markierenden

Objektes 10 temporär fixiert, z.B. mittels einer Nadel gehalten wird, worauf dann eine ausreichende Menge eines Gemischs, das bei dieser Durchführungsform die gewünschte Schutzschicht bildet, auf das Markierungselement 20 und das Objekt 10 gebracht, die Fixierung des Markierungselementes 20 entfernt, die

Polymerisation des Gemischs gestartet und das Gemischs auf dem zu

markierenden Objekt ausgehärtet wird. Dabei erfüllt die Schutzschicht dann eine Doppelfunktion: zum einen befestigt sie das Markierungselement 20 auf dem Objekt 10, zum anderen schützt sie das Markierungselement 20 vor Umwelteinflüssen und bildet gleichzeitig einen schmutzkantenfreien Übergang zum Objekt.

Wenn sehr kleine Markierungselemente verwendet werden, kann es beim

Aufbringen des Gemischs dann, wenn das Markierungselement nicht mittels einer Nadel auf das Objekt gedrückt wird, dazu kommen, daß das Gemisch das

Markierungselement von dem Gemisch verdrängt wird. Andererseits muß eine das Markierungselement fixierende Nadel deutlich vor dem Aushärten des Gemischs weggezogen werden. Gerade sehr kleine Markierungselemente können dabei dann an der Nadel hängenbleiben.

Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform, die nach derzeitigem Kenntnisstand als die besonders bevorzugte gilt, ist deshalb vorgesehen, ein Markierungselement

20 vor dem Aufbringen des die Schutzschicht bildenden Gemischs auf dem Objekt mittels wenigstens einer Befestigungsschicht 40 zu fixieren, insbesondere zu kleben. Bei der Befestigungsschicht 40 handelt es sich also bevorzugt um einen für den jeweiligen Anwendungsfall geeigneten Kleber, z.B. einen Zweikomponentenkleber. Auch kann es bei bestimmten Anwendungsfällen vorteilhaft sein, die

Befestigungsschicht aus zwei Schichten aufzubauen, nämlich einer Haftschicht, die besonders gut an der Oberfläche des zu markierenden Objektes haftet, und einer Klebschicht, die das Markierungselement auf der Haftschicht fixiert. Dabei hat das Anbringen des Markierungselementes 20 mittels eines

Klebverfahrens allgemein den großen Vorteil, daß es sich um ein einfaches, kostengünstig durchzuführendes und bewährtes Verfahren handelt. Es hat sich jedoch gezeigt, das bei einfachem Aufkleben eines

Markierungselementes auf ein zu markierendes Objekt im Übergangsbereich Objekt-Befestigungsschicht-Markierungselement Kanten, Vorsprünge und, je nach verwendetem Kleber, offene Poren entstehen, in denen sich Schmutz und insbesondere Bakterien sammeln können. Das Aufkleben ohne weitere Behandlung wie das erfindungsgemäße Aufbringen einer Schutzschicht ist daher für viele

Anwendungsfälle, insbesondere das Markieren chirurgischer und anderer ärztlicher und zahnärztlicher Instrumente zum Anbringen eines Markierungselementes nicht geeignet. Es wurde nun aber überraschend gefunden, daß durch Aufbringen der

erfindungsgemäßen Schutzschicht die genannten Probleme beim Anbringen von Markierungselementen gerade bei ärztlichen und zahnärztlichen Instrumenten vermieden werden können. Das erfindungsgemäß für die Schutzschicht verwendete Material bildet einen quasi "nahtlosen" Übergang zu der Objektoberfläche, so daß sich keine Bakterien in Ritzen oder Poren sammeln können, ist autoklavierbar und läßt sich, falls gewünscht, nach dem Aushärten noch bearbeiten, z.B. beschleifen.

Um eine besonders gute Haftung der Schutzschicht und/oder der ggf.

vorgesehenen Befestigungsschicht auf der Oberfläche des zu markierenden Objektes zu gewährleisten, kann die Oberfläche des zu markierenden Objekts vorbehandelt, insbesondere angerauht und gereinigt werden.

Bei zwei weiteren vorteilhaften Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens, deren Ergebnisse in Fig. 3 und Fig. 4 gezeigt sind, ist vorgesehen, vor Aufbringen des Markierungselementes 20 auf das zu markierende Objekt 10 eine Zwischenschicht 50 aus dem gleichen Material wie die Schutzschicht aufzubringen. Damit wird eine besonders gute Haftung gewährleistet, denn generell läßt sich eine festere Bindung erzielen, wenn das Markierungselement auf eine aus Kunststoff bestehende Zwischenschicht statt auf eine metallischen Oberfläche, wie sie bei vielen ärztlichen und zahnärztlichen Instrumenten vorhanden ist, geklebt wird. Eine solche Zwischenschicht 50 kann auf das zu markierende Objekt, insbesondere in eine speziell dafür in das Objekt 10 eingebrachte Vertiefung aufgebracht, polymerisiert und ausgehärtet werden. Wie in Fig. 3 gezeigt, kann die Zwischenschicht 50 z.B. beschliffen oder abgeschnitten werden, um eine plane Oberfläche zu erzielen, bevor ein

Markierungselement 20 auf die Zwischenschicht 50 gesetzt und dort z.B. mittels einer geeigneten Befestigungsschicht 40, insbesondere eines Klebers, fixiert wird. Bei der in Fig. 4 dargestellten Variante wurde jedoch das Markierungselement 20 in die Zwischenschicht 50 gesetzt, bevor diese polymerisiert und ausgehärtet wurde. Damit fungiert die Zwischenschicht 50 als Kleber für das Markierungselement 20. Wie in Fig. 3 und 4 gut zu erkennen, wurde bei diesen Ausführungsbeispielen in das Objekt 10 eine hinterschnittene Vertiefung zur Aufnahme der Zwischenschicht 50 eingebracht, z.B. durch Fräsen, Laserabtragen u.dgl. Eine solche

hinterschnittene Vertiefung hat den Vorteil, daß die Zwischenschicht 50 nach ihrer Aushärtung mit dem Objekt 10 eine formschlüssige Verbindung eingeht und somit ein besonders sicherer Halt der Zwischenschicht auf dem zu markierenden Objekt gewährleistet ist.

Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch ein Markierungselement 20 bestehend aus einem RFID-Chip 60, der mit einer Leiterplatte 70 verbunden ist. Der RFID-Chip 60 und die Leiterplatte 70 sind dabei mit einem Harz 80 überzogen, um RFID-Chip 60 und Leiterplatte 70 bereits vor dem Befestigen auf einem zu markierenden Objekt und Aufbringen der erfindungsgemäßen Schutzschicht miteinander zu verbinden.

Bei einer weiteren Ausführungsvariante ist vorgesehen, daß vor Aufbringen des Markierungselementes 20 auf das zu markierende Objekt 10, der RFID-Chip 60 mit der dazugehörigen Leiterplatte 70 zusätzlich mit einer Spule 90 verbunden wird, welche auf ein Stabkern 100 aufgewickelt ist und dazu dient, daß von dem RFID- Chip abgestrahlte Signal zu verstärken und das ganze dann mit Harz 80 zu überziehen. Die in Fig. 6 gezeigte Harzschicht 80 ist transparent, kann jedoch in jeder beliebigen Farbe ausgeführt werden. Die Harzschicht dient nicht nur dazu, die Komponenten des Markierungselementes 20 zu schützen, sondern bietet auch eine optimale Haftfläche für die Schutzschicht.

Die Schutzschicht 30 kann farbig und/oder zumindest partiell transparent ausgeführt werden, so daß eine darunterliegende farbige Schicht sichtbar ist. Wird als

Markierungselement 20 ein RFID-Chip verwendet, der das Objekt 10 eindeutig identifiziert und z.B. bestimmte Informationen über Baujahr und Wartung enthält, kann eine farbige Gestaltung der Schutzschicht eine schnelle visuelle Identifikation von z.B. bestimmten Gruppen von markierten Objekten, z.B. Instrumentensätzen, ermöglicht werden, ohne daß es dazu eines speziellen Lesegeräts bedarf.

Je nach verwendetem Gemisch kann die Polymerisation der Schutzschicht 30 bzw. der Zwischenschicht 50 durch Anwendung einer Aktivierungswellenlänge von 400 bis 500 nm, vorzugsweise 470 nm gestartet werden, wobei dann

zweckmäßigerweise ein Fotoinitiator eingesetzt wird, der vorzugsweise aus der Gruppe, die durch Benzophenon, Benzoin einem alpha-Diketon, Acylphosphinoxid,

Campherchinon und deren Derivaten sowie Gemische dieser Photoinitiatoren gebildet wird, ausgewählt wird.

Bei anderen Gemischen können das Starten der Polymerisation des Gemisches und/oder das Aushärten des Gemisches auch durch die Anwendung von Druck und/oder Temperatur erfolgen, z.B. durch Autoklavieren.

Die Monomehreinheiten des Gemisches werden vorzugsweise aus der Gruppe gewählt, die durch Tetraethylenglycoldimethacrylat, Diethylenglycoldimethacrylat, Ethylenglycoldimethacrylat, Polyethylenglycoldimethacrylat bildende Monomere,

Butandioldimethacrylat, Hexandioldimethacrylat, Decandioldimethacrylat,

Dodecandioldimethacrylat, Bisphenol-A-Dimethacrylat,

Thmethylolpropantrimethacrylat, Tetraethylenglycoldiacrylat,

Diethylenglycoldiacrylat, Ethylenglycoldiacrylat, Polyethylenglycoldiacrylat bildende Monomere, Butandioldiacrylat, Hexandioldiacrylat, Decandioldiacrylat,

Dodecandioldiacrylat, Bisphenol-A-Diacrylat, Trimethylolpropantriacrylat, deren Derivaten und Gemischen dieser Verbindungen, insbesondere BIS-GMA und TEDMA, Gemischen dieser Verbindungen oder Urethandimethacrylat und/oder Tetraethylenglycoldimethacrylat gebildet wird. Das Gemisch kann vorteilhaft auch einen vorzugsweise nicht-kristallinen Füllstoff umfassen, der insbesondere aus Quarz, kristallfreiem hochdispersem

Siliziumdioxid, Aluminiumoxid, Keramik, Glas, silanisisiertem Glaspulver,

Glaskeramik, Barium-Glas und Gemischen dieser Füllstoffe gewählt wird.

(m Rahmen des Erfindungsgedankens sind zahlreiche Abwandlungen und

Weiterbildungen möglich, die sich z.B. auf die Art des für die Schutzschicht verwendeten Gemischs beziehen. Insbesondere ist es möglich, das

Markierungselement auf dem zu markierenden Objekt mit einer Schutzschicht durch Aufbringen einer Kunststoffolie zu überziehen und dann diese Folie mit einer

Oberfläche des Objektes fest zu verbinden, insbesondere durch Kleben oder Schweißen. Das Markierungselement kann auch zunächst zwischen zwei

Kunststoffolien eingebettet werden, die bereits miteinander verbunden sind oder nach dem Einbetten miteinander verbunden werden, worauf dann zumindest eine der Folien mit einer Oberfläche des Objektes fest verbunden wird, insbesondere durch Kleben oder Schweißen. Vorteilhaft läßt sich die gewünschte Schutzschicht auch dadurch bilden, daß das Markierungselement mit einem Elastomer überzogen wird und daß das Elastomer dann mit einer Oberfläche des Objektes fest verbunden wird, insbesondere durch Kleben oder Schweißen.

Schließlich ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren auch ein neues

Geschäftsverfahren, nämlich das kommerzielle Anbringen von

Markierungselementen auf Objekten, insbesondere das kommerzielle Markieren von ärztlichen und zahnärztlichen Instrumenten. Dieses Verfahren wird hiermit ausdrücklich als zur Erfindung gehörig bezeichnet und in denjenigen Ländern, deren nationales Recht dies gestattet, beansprucht.

BEZUGSZEICHENLISTE

Objekt

Markierungselement

Schutzschicht

Zwischenschicht

Kleber

hinterschnittene Vertiefung

RFI D-Chip

Leiterplatte

Harzschicht

Spule

Stabkern




 
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