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Title:
METHOD AND ASSEMBLY FOR CHECKING THE OPERATING MODE OF A SCREEN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/233930
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for checking an operating mode B2 of a screen (1) having a control unit for switching the screen (1) between two operating modes B for a free viewing mode and B2 for a limited viewing mode, the switching on of the operating mode B2 comprising at least one step of switching lighting means (2) on or off, and the light produced by the lighting means (2) being fed into a transparent light guide (3), comprising the following steps at a selectable time point after the operating mode B2 has been switched on: In a step A), the brightness value H at at least one point P of at least one surface and/or edge of the transparent light guide (3) is determined. In a further step B), in dependence on the determined brightness value H, one of the following measures is performed by the control unit: i) unchanged use of the operating mode B2 of the screen (1) if the brightness value H lies within a predefined value range Hg; ii) switching off the operating mode B2 of the screen (1) if the brightness value H lies within a predefined value range Hs; or iii) changed use of the operating mode B2 of the screen (1) if the brightness value H lies within a predefined value range Hm, the control unit (1) exerting influence on the image content that can be perceived on the screen (1) by reducing the brightness of the screen and/or the contrast of the screen, the value range Hm lying between the value ranges Hs and Hg and the value regions being adjacent to each other.

Inventors:
HEBER ANDRÉ (DE)
NARI AMBROSE PETER (DE)
KLIPPSTEIN MARKUS (DE)
SCHROETER UWE (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/064298
Publication Date:
December 12, 2019
Filing Date:
June 03, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SIOPTICA GMBH (DE)
International Classes:
G09G3/34
Domestic Patent References:
WO2015121398A12015-08-20
WO2017097975A12017-06-15
Foreign References:
US20140002428A12014-01-02
DE102006023694A12006-11-30
US20170263208A12017-09-14
US20100134525A12010-06-03
US20100225640A12010-09-09
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE GEYER, FEHNERS & PARTNER MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren zur Überprüfung einer Betriebsart B2 eines Bildschirms (1 ) mit einer Steu ereinheit zur Umschaltung des Bildschirms (1 ) zwischen zwei Betriebsarten B1 für einen freien Sichtmodus und B2 für einen eingeschränkten Sichtmodus, wobei das Einschalten der Betriebsart B2 das Einschalten von Leuchtmitteln (2) umfasst, wenn die Leuchtmittel (2) in der Betriebsart B1 ausgeschaltet sind, und das Ausschalten der Leuchtmittel (2) umfasst, wenn diese in der Betriebsart B2 eingeschaltet sind, und wobei das von den Leuchtmitteln (2) erzeugte Licht in einen transparenten Lichtleiter (3) eingespeist wird, umfassend die folgenden Schritte zu einem wählbaren Zeitpunkt nach dem Einschalten der Betriebsart B2:

A) Ermitteln des Helligkeitswertes H an mindestens einem Punkt P mindestens einer Oberfläche und/oder Kante des transparenten Lichtleiters (3),

B) Veranlassen eines der folgenden Schritte durch die Steuereinheit in Abhän gigkeit vom ermittelten Helligkeitswert H :

i) unveränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms (1 ), wenn der Hel ligkeitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hg liegt, ii) Abschalten der Betriebsart B2 des Bildschirms (1 ), wenn der Helligkeitswert H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hs liegt, oder

iii) veränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms (1 ), wenn der Hel ligkeitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hm liegt, wobei die Steuereinheit (1 ) Einfluss auf den auf dem Bildschirm (1 ) wahrnehmbaren Bildinhalt nimmt, indem dessen Helligkeit und/oder dessen Kontrast verringert werden,

wobei der Wertebereich Hm zwischen den Wertebereichen Hs und Hg liegt und die Wertebereiche aneinander angrenzen.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der besagte Helligkeits wert H vermittels mindestens eines lichtempfindlichen Sensors (4), vorzugsweise ei ner Photodiode, gemessen wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine licht empfindliche Sensor (4) mindestens einem Leuchtmittel (2) oder Teilen davon ent spricht, welches hierzu in einem lichtempfindlichen Modus betrieben wird.

4. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt A) zu mindestens zwei definierten Zeitpunkten T1 , T2, ... nach dem Schritt i) mindestens zweimal hintereinander zur Ermittlung von Helligkeitswerten H1 , H2, ...

- 13 ausgeführt wird, wobei bevorzugt die Leuchtmittel (2) zu den definierten Zeitpunkten T1 , T2, ... definierte Leuchtwerte L1 , L2, ..., die bevorzugt verschieden voneinander sind, abstrahlen. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass alle Helligkeitswerte H1 ,

H2, ... mit Sollwertbereichen Hg1 , Hg2, ... verglichen werden und nur dann die Be triebsart B2 weiter genutzt wird, wenn alle Helligkeitswerte H1 , H2, ... innerhalb der jeweiligen Sollwertbereiche Hg1 , Hg2, ... liegen. 6. Verfahren nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Helligkeit und/oder der Kontrast des Bildschirms (1) in einem von dem Helligkeits wert H abhängigen Maß verringert werden.

7. Verfahren zur Überprüfung einer Betriebsart eines Bildschirms (1 ), der in zwei Be triebsarten B1 für einen freien Sichtmodus und B2 für einen eingeschränkten Sicht modus betrieben werden kann, wobei eine Umschaltung zwischen den Betriebsarten B1 und B2 mindestens das Einschalten von Leuchtmitteln (2) umfasst, wenn die Leuchtmittel (2) in der Betriebsart B1 ausgeschaltet sind, und das Ausschalten der Leuchtmittel (2) umfasst, wenn diese in der Betriebsart B2 eingeschaltet sind, und wobei das von den Leuchtmitteln (2) erzeugte Licht in einen transparenten Lichtleiter (3) eingespeist wird, umfassend die folgenden Schritte zu einem wählbaren Zeitpunkt nach dem Ein- bzw. Ausschalten der Leuchtmittel (2):

A) Ermitteln eines Helligkeitswertes H an mindestens einem Punkt P mindestens einer Oberfläche und/oder Kante des transparenten Lichtleiters (3) vermittels mindestens eines lichtempfindlichen Sensors (4), wobei der besagte lichtemp findliche Sensor (4) mindestens einem Leuchtmittel (2) entspricht, welches hierzu nur für die Dauer der Ermittlung des Helligkeitswertes H als lichtemp findlicher Sensor (4) in einem lichtempfindlichen Modus betrieben wird,

B) Vergleich des Helligkeitswerts H mit einem Wertebereich Hg, wobei die Be triebsart B1 vorliegt, wenn der Helligkeitswert H außerhalb des besagten Wer tebereichs Hg liegt, und wobei die Betriebsart B2 vorliegt, wenn der Hellig keitswert H innerhalb des besagten Wertebereichs Hg liegt.

8. Anordnung umfassend

- einen Bildschirm (1 ), der in zwei Betriebsarten B1 für einen freien Sichtmodus und

B2 für einen eingeschränkten Sichtmodus betrieben werden kann, mit Leuchtmitteln (2), deren Licht in einen transparenten Lichtleiter (3) eingespeist wird, wobei das Ein schalten der Betriebsart B2 mindestens das Einschalten der Leuchtmittel (2) umfasst,

14 wenn die Leuchtmittel (2) in der Betriebsart B1 ausgeschaltet sind, und das Ausschal ten der Leuchtmittel (2) umfasst, wenn diese in der Betriebsart B2 eingeschaltet sind,

- eine Steuereinheit, die den Bildschirm (1 ) zwischen den zwei Betriebsarten B1 und B2 umschalten kann,

- Mittel zum Ermitteln des Helligkeitswertes H an mindestens einem Punkt P mindes tens einer Oberfläche und/oder Kante des transparenten Lichtleiters (3), wenn der Bildschirm (1 ) in der Betriebsart B2 arbeitet,

- wobei die Steuereinheit so ausgebildet ist, dass sie einen der folgenden Schritte in Abhängigkeit vom ermittelten Helligkeitswert H veranlassen kann:

i) unveränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms (1 ), wenn der Hel ligkeitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hg liegt, ii) Abschalten der Betriebsart B2 des Bildschirms (1 ), wenn der Helligkeitswert H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hs liegt, oder

iii) veränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms (1 ), wenn der Hel- ligkeitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hm liegt, wobei die Steuereinheit (1 ) Einfluss auf den auf dem Bildschirm (1 ) wahrnehmbaren Bildinhalt nimmt, indem dessen Helligkeit und/oder dessen Kontrast verringert werden,

wobei der Wertebereich Hm zwischen den Wertebereichen Hs und Hg liegt und die Wertebereiche aneinander angrenzen.

9. Verwendung des Verfahrens oder der Anordnung nach einem der vorgenannten An sprüche in einem Gerät zur Abwicklung von zahlungsrelevanten Prozessen und/oder zur Geldeinzahlung oder -auszahlung, oder in einem Fahrzeug, wobei die besagte Verwendung in der Betriebsart B2 nur zugelassen wird, wenn die ermittelten Hellig keitswerte H in der Betriebsart B2 in einem vordefinierten Wertebereich Hg oder Hm liegen.

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Description:
Titel

Verfahren und Anordnung zur Überprüfung der Betriebsart eines Bildschirms

Stand der Technik

Die WO 2015/121398 A1 der Anmelderin beschreibt einen Bildschirm für einen freien und einen eingeschränkten Sichtmodus, wobei ein Lichtleiter für den eingeschränkten Sichtmodus mit Licht nicht beaufschlagt werden darf. Nachteilig ist hierbei, dass bei Ausfällen von Kompo nenten, etwa von LEDs oder Ansteuerelektroniken, der Privacy-Modus nicht automatisch ohne Operator überprüft werden kann.

In der WO 2017/097975 A1 der Anmelderin wird ein Bildschirm für einen freien und einen eingeschränkten Sichtmodus beschrieben, wobei ein Lichtleiter für den eingeschränkten Sichtmodus mit Licht beaufschlagt wird. Auch dieser Technologie wohnt inne, dass bei Aus fällen von Komponenten, etwa von LEDs oder Ansteuerelektroniken, der Privacy-Modus nicht automatisch ohne Operator überprüft werden kann.

Nachteilig bei diesen und weiteren im Stand der Technik bekannten Verfahren derartiger Bild schirme ist, dass nicht ohne weiteres das Vorhandensein des sichtgeschützten Modus verifi ziert werden kann. Dies ist jedoch beispielsweise für transaktionsrelevante Systeme wie Geld- automaten oder Zahlungsterminals nötig.

Die US 2010/0134525 A1 beschreibt einen Bildschirm mit einer Ansteuerung, die den Ausfall einer CCFL-Röhre in der Hintergrundbeleuchtung detektiert und den Bildschirm entsprechend in einen Service-Modus versetzt, welcher eine zumindest eingeschränkte Nutzung des Bild- schirms selbst bei Ausfall der genannten Komponenten ermöglicht. Die Lehre dieser Schrift ist jedoch nicht geeignet, die Sichtschutzqualität eines Bildschirms, der insbesondere zwei Betriebsarten für einen freien und einen eingeschränkten Sichtmodus bietet, zu charakterisie-

- 1 - ren. Ferner müssen transmissive Bildschirme, die auf CCFL-Röhren basierende Hintergrund beleuchtungen verwenden, unbedingt lichtformende Elemente wie Prismenraster und Diffuso ren aufweisen, da sie sonst keine homogene Bildausleuchtung gewährleisten können. Die US 2010/0225640 A1 beschreibt die Verwendung verschiedener Modi eines LCD-Dis- plays. Die Lehre dieser Schrift ist jedoch auch nicht geeignet, die Sichtschutzqualität eines Bildschirms, der insbesondere zwei Betriebsarten für einen freien und einen eingeschränkten Sichtmodus bietet, zu charakterisieren.

Beschreibung der Erfindung

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Anordnung zur Überprüfung der Qualität der Betriebsart eines Bildschirms, der in mindestens zwei Betriebsarten B1 für einen freien Sichtmodus und B2 für einen eingeschränkten Sichtmodus betrieben werden kann, zu offenbaren. Dabei soll kein Nutzer bzw. Operator zur Überprüfung vor Ort nötig sein. Ferner soll die Erfindung wenig Platz beanspruchen und keine Bauteile oder Komponenten außerhalb des Volumens des entsprechenden Bildschirmes erfordern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst von einem Verfahren zur Überprüfung einer Be triebsart B2 eines Bildschirms mit einer Steuereinheit, die den Bildschirm zwischen zwei Be triebsarten B1 für einen freien Sichtmodus und B2 für einen eingeschränkten Sichtmodus um schalten kann, wobei das Einschalten der Betriebsart B2 das Einschalten von Leuchtmitteln umfasst, wenn die Leuchtmittel in der Betriebsart B1 ausgeschaltet sind, und das Ausschalten der Leuchtmittel umfasst, wenn diese in der Betriebsart B2 eingeschaltet sind, und wobei das von den Leuchtmitteln erzeugte Licht in einen transparenten Lichtleiter eingespeist wird, um fassend die folgenden Schritte zu einem wählbaren Zeitpunkt nach dem Einschalten der Be triebsart B2:

A) Ermitteln des Helligkeitswertes H an mindestens einem Punkt P mindestens einer Oberfläche und/oder Kante des transparenten Lichtleiters,

B) Veranlassen eines der folgenden Schritte durch die Steuereinheit in Abhän gigkeit vom ermittelten Helligkeitswert H :

i) unveränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms, wenn der Hellig keitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hg liegt, ii) Abschalten der Betriebsart B2 des Bildschirms, wenn der Helligkeitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hs liegt, oder iii) veränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms, wenn der Hellig keitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hm liegt, wobei

- 2 die Steuereinheit Einfluss auf den auf dem Bildschirm wahrnehmbaren Bildin halt nimmt, indem dessen Helligkeit und/oder dessen Kontrast - optional in einem von dem Helligkeitswert H abhängigen Maß - verringert werden, wobei der Wertebereich Hm zwischen den Wertebereichen Hs und Hg liegt.

Die Wertebereiche Hg, Hm und Hs decken also verschiedene, jeweils paarweise komplemen täre Helligkeitsbereiche ab, die auch aneinander angrenzen können. In dem Fall, dass die Leuchtmittel beim Einschalten der Betriebsart B2 ausgeschaltet werden, sind die Helligkeits werte im Wertebereich Hg kleiner als die des Wertebereichs Hs und somit auch kleiner als die Helligkeitswerte des Wertebereichs Hm, da dieser zwischen den beiden vorgenannten Berei chen liegt. In dem Fall, dass die Leuchtmittel beim Einschalten der Betriebsart B2 ebenfalls eingeschaltet werden, verhält es sich genau anders herum , d.h. dann sind die Helligkeitswerte im Wertebereich Hg größer als die im Wertebereich Hs. Der Wertebereich Hg definiert einen sogenannten Sollwertbereich, d.h. fallen die Helligkeitswerte H in diesen Sollwertbereich, müssen keine Änderungen erfolgen.

Die Ermittlung des Helligkeitswertes H erfolgt also, um im Rahmen der weiteren Verfahrens schritte eine qualitative Bewertung der Güte der Betriebsart B2 zu erzielen, anhand der Güte wird dann Einfluss auf die weitere Nutzung der Betriebsart B2 genommen.

Der Helligkeitswert H wird hier bevorzugt vermittels mindestens eines lichtempfindlichen Sen sors, vorzugsweise einer Photodiode, gemessen.

Normalerweise wird der Helligkeitswert als Beleuchtungsstärke - in Ix - oder ggf. als Licht strom oder andere photometrische Größe gemessen bzw. entsprechend umgerechnet.

Alternativ kann der mindestens eine lichtempfindliche Sensor mindestens einem Leuchtmittel - oder Teilen davon, wenn mehrere Leuchtmittel vorgesehen sind - entsprechen, welches hierzu in einem lichtempfindlichen Modus betrieben wird. Dies ist beispielsweise mit einer LED möglich. Beispielsweise könnten bei Vorhandensein mehrerer LEDs sogar für die Dauer der Ermittlung des Helligkeitswertes H ein Teil dieser LEDs als lichtempfindliche Sensoren dienen, während die anderen LEDs weiterhin Licht abstrahlen.

Sollte im Schritt ii) das Abschalten der Betriebsart B2 des Bildschirms, wenn der Helligkeits werts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hs liegt, vorgenommen werden, so kann dies entweder bedeuten, dass der Bildschirm in die Betriebsart B1 oder aber ganz aus geschaltet oder ggf. in eine weitere Betriebsart, die nicht der Betriebsart B2 entspricht, ge schaltet wird.

- 3 Falls im Schritt iii) die veränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms aktiviert wird, d.h. wenn der Helligkeitswert H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hm liegt, nimmt also die Steuereinheit Einfluss auf den auf dem Bildschirm wahrnehmbaren Bildinhalt. Dies kann beispielweise erfolgen, indem die Helligkeit und/oder der Kontrast direkt im Bildinhalt geändert werden, z.B. durch Ändern der Bitmapwerte auf geringere Werte bzw. Werte mit geringeren absoluten Unterschieden. Alternativ kann auch die Hintergrundbeleuchtung eines Bildschirms in der Helligkeit verringert werden, so dass die physische Bildschirmhelligkeit ver mindert wird.

Die Helligkeit und/oder der Kontrast des auf dem Bildschirm wahrnehmbaren Bildinhaltes kön nen optional in einem von dem Helligkeitswert H abhängigen Maß verringert werden. Je nach Ausgestaltung der Umschaltung zwischen den Betriebsarten B1 und B2 kann das heißen, dass bei höheren oder alternativ bei niedrigen Werten H innerhalb des Wertebereichs Hm die Helligkeit und/oder der Kontrast stärker oder schwächer verringert werden.

Gewissermaßen legt aufgrund der Erfindung der Helligkeitswert H eine maximale Helligkeit bzw. einen maximalen Kontrast des auf dem Bildschirm wahrnehmbaren Inhalts fest, im Rah men derer in der Betriebsart B2 ein hinreichender Sichtschutz erzielt wird.

In einer ersten Ausgestaltungsvariante eines entsprechenden Bildschirms sind für die Be triebsart B2 die entsprechenden, für die Umschaltung der Betriebsart entscheidenden Leucht mittel ausgeschaltet. Ein beispielhafter Aufbau für einen solchen Bildschirm kann der WO 2015/121398 A1 entnommen werden, deren Offenbarung hier ausdrücklich mit einbezogen wird. Dieses Dokument beschreibt einen Bildschirm für einen freien und einen eingeschränk ten Sichtmodus, wobei der besagte Lichtleiter für den eingeschränkten Sichtmodus B2 nicht mit Licht beaufschlagt werden darf. Entsprechend wird der Wertebereich Hg nur kleine Hellig keitswerte enthalten, die eine Toleranz aus im Lichtleiter eingefangenen Licht von der Bilddar stellung und von Umgebungslicht berücksichtigen.

Hierbei sind dann zwischen einem Betrachter des Bildschirms und dem besagten Lichtleiter keine lichtformenden Schichten - wie z.B. übliche BEF, DBEF, Diffusoren-Folien etc. - außer einem transmissiven Bildergeber (in der Schrift WO 2015/121398 A1 mit„5“ bezeichnet) an geordnet. Allenfalls könnten noch eine berührungsempfindliche Schicht und/oder Schutz schichten wie z.B. ein Deckglas auf dem Bildgeber angeordnet sein.

In einer zweiten Ausgestaltungsvariante des Bildschirms sind für die Betriebsart B2 die Leuchtmittel eingeschaltet. Ein beispielhafter Aufbau für einen solchen Bildschirm kann der WO 2017/097975 A1 entnommen werden, deren Offenbarung hier ausdrücklich mit einbezo gen wird. Darin wird ein Bildschirm für einen freien und einen eingeschränkten Sichtmodus

- 4 beschrieben, wobei der entsprechende, für die Umschaltung der Betriebsart entscheidende, Lichtleiter für den eingeschränkten Sichtmodus B2 - im Gegensatz zu der erstgenannten Aus gestaltungsvariante - mit Licht beaufschlagt werden muss. Entsprechend wird der Wertebe reich Hg einen Bereich von Mindesthelligkeitswerten repräsentieren, weil ein zu geringer Hel ligkeitswert H bedeuten würde, dass nicht genug Licht zum Erzielen des Sichtschutzeffektes in den betreffenden Lichtleiter eingekoppelt wird.

Hierbei sind dann zwischen einem Betrachter des Bildschirms und dem besagten Lichtleiter keine lichtformenden Schichten - wie z.B. übliche BEF, DBEF, Diffusoren-Folien, etc. - außer gegebenenfalls noch eine berührungsempfindliche Schicht und/oder Schutzschichten wie z.B. ein Deckglas auf dem Bildgeber angeordnet.

Das erfindungsgemäße Verfahren gewinnt besondere Bedeutung in einer Ausgestaltung, bei der der Schritt A) zu mindestens zwei definierten Zeitpunkten T1 , T2, ... nach dem Einschalten der Betriebsart B2 mindestens zweimal hintereinander zur Ermittlung von Helligkeitswerten H1 , H2, ... ausgeführt wird, wobei bevorzugt die Leuchtmittel zu den definierten Zeitpunkten T1 , T2, ... definierte Leuchtwerte L1 , L2, ..., die bevorzugt verschieden voneinander sind, abstrahlen.

Ferner werden in diesem Fall alle Helligkeitswerte H1 , H2, ... mit Sollwertbereichen Hg1 , Hg2, ... verglichen und die Betriebsart B2 wird nur dann weiter ohne Änderung genutzt, wenn alle Helligkeitswerte H1 , H2, ... innerhalb der jeweiligen Sollwertbereiche Hg1 , Hg2, ... liegen.

Hierzu kann beispielsweise ein definiert zeitlich moduliertes PWM-Signal (Pulsweitenmodula- tions-Signal) - als Testsignal - an die Leuchtmittel angelegt werden, um zu überprüfen, ob die Ansteuerelektronik der Leuchtmittel manipuliert wurde bzw. ob noch alle Originalteile im Auf bau unverändert vorliegen. Nur, wenn das Testsignal entsprechend innerhalb der Sollwertbe reiche Hg1 , Hg2, ... nachgewiesen wird, liegt keine Manipulation vor.

Auch das definiert zeitlich modulierte PWM-Signal kann ggf. über die Zeit variiert werden: z.B. kann für jeden Tag oder jede Woche ein anderes PWM-Signal angelegt und überprüft werden.

Alternativ können in dieser Ausgestaltung auch in einem zeitlichen Abstand, z.B. innerhalb von wenigen Sekunden, die Leuchtwerte L1 , L2, ... von den Leuchtmitteln - bevorzugt sehr kurz, also für 0,05 s - abgestrahlt werden, um den Sicht-Modus B2 wiederkehrend zu verifi zieren, z.B. während der Nutzung eines Geldautomaten.

In dieser Ausgestaltung sollten vorteilhaft alle Helligkeitswerte H1 , H2, ... mit den Sollwertbe reichen Hg1 , Hg2, ... verglichen werden. Dabei liegt nur dann die Betriebsart B2 verlässlich

- 5 vor, wenn alle Helligkeitswerte H1 , H2, ... innerhalb der jeweiligen Sollwertbereiche Hg1 , Hg2, ... liegen.

Weitere Ausgestaltungsvarianten sehen vor, dass die Sollwertbereiche Hg bzw., falls vorhan- den, Hg1 , Hg2, ..., dynamisch veränderlich sind, um für unterschiedliche Helligkeiten des Bild schirms jeweils angepasst zu werden.

Die Steuereinheit kann beispielsweise in Software und/oder Elektronik umgesetzt werden.

Die Aufgabe der Erfindung wird außerdem gelöst von einem Verfahren zur Überprüfung einer Betriebsart eines Bildschirms, der in zwei Betriebsarten B1 für einen freien Sichtmodus und B2 für einen eingeschränkten Sichtmodus betrieben werden kann, wobei eine Umschaltung zwischen den Betriebsarten B1 und B2 mindestens das Einschalten von Leuchtmitteln (2) um fasst, wenn die Leuchtmittel (2) in der Betriebsart B1 ausgeschaltet sind, und das Ausschalten der Leuchtmittel (2) umfasst, wenn diese in der Betriebsart B2 eingeschaltet sind, und wobei das von den Leuchtmitteln erzeugte Licht in einen transparenten Lichtleiter eingespeist wird, umfassend die folgenden Schritte zu einem wählbaren Zeitpunkt nach dem Ein- bzw. Aus schalten der Leuchtmittel (2):

A) Ermitteln eines Helligkeitswertes H an mindestens einem Punkt P mindestens einer Oberfläche und/oder Kante des transparenten Lichtleiters vermittels mindestens eines lichtempfindlichen Sensors, wobei der besagte lichtemp findliche Sensor mindestens einem Leuchtmittel entspricht, welches hierzu nur für die Dauer der Ermittlung des Helligkeitswertes H als lichtempfindlicher Sensor in einem lichtempfindlichen Modus betrieben wird,

B) Vergleich des Helligkeitswerts H mit einem Wertebereich Hg, wobei die Be triebsart B1 vorliegt, wenn der Helligkeitswert H außerhalb des besagten Wer tebereichs Hg liegt, und wobei die Betriebsart B2 vorliegt, wenn der Hellig keitswert H innerhalb des besagten Sollwertbereiches S liegt. Es gelten hier analog die weiter oben beschriebenen Ausgestaltungen.

Die Aufgabe der Erfindung wird überdies gelöst von einer Anordnung umfassend

- einen Bildschirm, der in zwei Betriebsarten B1 für einen freien Sichtmodus und B2 für einen eingeschränkten Sichtmodus betrieben werden kann, mit Leuchtmitteln, de- ren Licht in einen transparenten Lichtleiter eingespeist wird, wobei das Einschalten der Betriebsart B2 mindestens das Einschalten der Leuchtmittel (2) umfasst, wenn die Leuchtmittel (2) in der Betriebsart B1 ausgeschaltet sind, und das Ausschalten der Leuchtmittel (2) umfasst, wenn diese in der Betriebsart B2 eingeschaltet sind,

- 6 - eine Steuereinheit, die den Bildschirm zwischen den zwei Betriebsarten B1 und B2 umschalten kann,

- Mittel zum Ermitteln des Helligkeitswertes H an mindestens einem Punkt P mindes tens einer Oberfläche und/oder Kante des transparenten Lichtleiters, wenn der Bild schirm in der Betriebsart B2 arbeitet,

- wobei die Steuereinheit so ausgebildet ist, dass sie einen der folgenden Schritte in Abhängigkeit vom ermittelten Helligkeitswert H veranlassen kann:

a) unveränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms, wenn der Hel ligkeitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hg liegt, b) Abschalten der Betriebsart B2 des Bildschirms, wenn der Helligkeitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hs liegt,

c) veränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms, wenn der Hellig keitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hm liegt, wobei die Steuereinheit Einfluss auf den auf dem Bildschirm wahrnehmbaren Bild inhalt nimmt, indem dessen Helligkeit und/oder dessen Kontrast - optional in einem von dem Helligkeitswert H abhängigen Maß - verringert werden, wobei der Wertebereich Hm zwischen den Wertebereichen Hs und Hg liegt und die Wertebereiche aneinander angrenzen.

Das besagte Mittel zum Ermitteln des Helligkeitswertes H kann mindestens einen lichtemp findlichen Sensor, beispielsweise eine Photodiode, umfassen. Die Anordnung kann analog zu den Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens betrieben werden. Der Bildschirm kann ggf. auch einem statischen Bild entsprechen.

Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Anordnung finden vorteilhaft Verwendung in einem Gerät zur Abwicklung von zahlungsrelevanten Prozessen und/oder zur Geldein- oder -auszahlung, oder in einem Fahrzeug, wobei die besagte Verwendung in der Betriebsart B2 nur zugelassen wird, wenn die ermittelten Helligkeitswerte H in der Betriebsart B2 in einem vordefinierten Wertebereich Hg oder Hm liegen.

Grundsätzlich bleibt die Leistungsfähigkeit der Erfindung erhalten, wenn die vorbeschriebenen Parameter in bestimmten Grenzen variiert werden.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in den angegebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kombina tionen oder in Alleinstellung einsetzbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

- 7 Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird im Folgenden an Hand von Zeichnungen, die auch erfindungswesentliche Merkmale zeigen, näher erläutert. Es zeigen :

Fig.1 eine Prinzipskizze zum erfindungsgemäßen Verfahren, angewendet an einem Bild schirm mit einem in Betrachtungsrichtung hinter einem hinterleuchteten Bildgeber an geordneten Lichtleiter, wobei der Bildschirm im freien Sichtmodus B1 betrieben wird, Fig.2 eine Prinzipskizze zum erfindungsgemäßen Verfahren, angewendet an einem Bild schirm mit einem in Betrachtungsrichtung hinter einem hinterleuchteten Bildgeber an geordneten Lichtleiter, wobei der Bildschirm im eingeschränkten Sichtmodus B2 be trieben wird,

Fig.3 eine Prinzipskizze zum erfindungsgemäßen Verfahren, angewendet an einem Bild schirm mit einem in Betrachtungsrichtung vor einem Bildgeber angeordneten Lichtlei ter, wobei der Bildschirm im eingeschränkten Sichtmodus B2 betrieben wird, sowie Fig.4 eine Prinzipskizze zum erfindungsgemäßen Verfahren, angewendet an einem Bild schirm mit einem in Betrachtungsrichtung vor einem Bildgeber angeordneten Lichtlei ter, wobei der Bildschirm im freien Sichtmodus B1 betrieben wird.

Die Zeichnungen sind nicht maßstabsgetreu und geben lediglich Prinzipdarstellungen wieder.

Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen

In Fig.1 ist eine Prinzipskizze zum erfindungsgemäßen Verfahren, angewendet an einem Bild schirm 1 mit einem in Betrachtungsrichtung hinter einem hinterleuchteten Bildgeber 5 ange- ordneten Lichtleiter 3 mit Leuchtmitteln 2 zur seitlichen Einkopplung von Licht, wobei der Bild schirm 1 im freien Sichtmodus B1 betrieben wird, zu sehen. Eine beispielhafte erste Ausge staltungsvariante für einen solchen Bildschirm 1 bzw. ein zwischen zwei Betriebsarten B1 und B2 schaltbares Backlight 6 kann in weiteren Details der WO 2015/121398 A1 der Anmelderin entnommen werden. Andere Ausgestaltungen sind selbstverständlich möglich.

Für den freien Sichtmodus B1 wird das - gerichtete - Backlight 6 ausgeschaltet, hingegen die Leuchtmittel 2 eingeschaltet, welche Licht in den - für die Umschaltung zwischen den Be triebsarten B1 und B2 entscheidenden - Lichtleiter 3 speisen, der das Licht durch einen Bild geber 5, beispielsweise ein LCD-Panel, in einen weiten Betrachtungsraum abstrahlt. Mindes- tens ein lichtempfindlicher Sensor 4, z.B. eine Photodiode, ist dann an der der Einkoppelkante des Lichtleiters 3 für die Leuchtmittel 2 gegenüberliegenden Kante des Lichtleiters 3 angeord net um einen Helligkeitswert H an mindestens einem Punkt P des Lichtleiters 3 zu detektieren. Selbstredend können auch mehrere lichtempfindliche Sensoren 4 vorliegen.

- 8 Aufgrund der - für die Betriebsart B1 gewollten - Einkopplung von Licht aus den Leuchtmitteln

2 in den Lichtleiter 3 wird der ermittelte Wert H hier eher hoch ausfallen; er kann mehrere Hunderttausend oder Millionen lm/m 2 (entspricht der Einheit Ix) betragen. Ein solcher Wert ergäbe sich beispielsweise, wenn 40 LEDs mit je 40 Im in einen 120 mm langen Lichtleiter 3 Licht einkoppeln, wobei der Lichtleiter 2 mm dick ist und wobei ca. 90% des Lichtes aufgrund von Auskoppelstrukturen aus dem Lichtleiter 3 ausgekoppelt werden und noch ca. 10% des eingekoppelten Lichtes die der Einkopplungsseite gegenüber liegende Kante des Lichtleiters

3 verlassen.

Somit liegt bei der Betriebsart B1 der vorstehend genannte, (angenommen) ermittelte Wert H in Höhe von mehreren 100.000 Ix außerhalb der Wertebereiche Hg und Hm ; er liegt vielmehr im Wertebereich Hs. Die Ansteuerelektronik würde, falls in der Betriebsart B2 tatsächlich solch hohe Werte auftreten, die Betriebsart B2 abschalten, was beispielsweise bei einem Fehlver halten des Bildschirms 1 der Fall wäre, etwa wenn der Bildschirm 1 fehlerhaft aus der Be triebsart B1 nicht auf einen Umschaltbefehl in die Betriebsart B2 reagiert hat.

Demgegenüber zeigt die Fig.2 eine Prinzipskizze zum erfindungsgemäßen Verfahren, ange wendet an einem Bildschirm 1 mit einem in Betrachtungsrichtung hinter einem hinterleuchte ten Bildgeber 5 angeordneten Lichtleiter 3, wobei der Bildschirm 1 im eingeschränkten Sicht modus B2 betrieben wird. Der Aufbau ist also der gleiche wie vorstehend zur Fig.1 beschrie ben mit dem Unterschied, dass nun die Leuchtmittel 2 aus- und das gerichtete Backlight 6 eingeschaltet sind. Aufgrund des gerichteten Backlights 6 und dem transparenten Lichtleiter 3 wird der eingeschränkte Sichtmodus B2 erreicht. Dies gilt allerdings nur, wenn möglichst kein Licht vom Lichtleiter 3 in weite Winkel abgestrahlt wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Überprüfung einer Betriebsart B2 eines Bildschirms 1 mit einer Steuereinheit zur Umschaltung des Bildschirms 1 zwischen zwei Betriebsarten B1 für einen freien Sichtmodus und B2 für einen eingeschränkten Sichtmodus umschalten kann, wobei das Einschalten der Betriebsart B2 das Einschalten von Leuchtmitteln 2 umfasst, wenn die Leuchtmittel 2 in der Betriebsart B1 ausgeschaltet sind, und das Ausschalten der Leucht mittel 2 umfasst, wenn diese in der Betriebsart B2 eingeschaltet sind, und wobei das von den Leuchtmitteln 2 erzeugte Licht in einen transparenten Lichtleiter 3 eingespeist wird, umfasst hier die folgenden Schritte zu einem wählbaren Zeitpunkt nach dem Einschalten der Betriebs art B2:

A) Ermitteln des Helligkeitswertes H an mindestens einem Punkt P mindestens einer Oberfläche und/oder Kante des transparenten Lichtleiters 3,

B) Veranlassen eines der folgenden Schritte durch die Steuereinheit in Abhän gigkeit vom ermittelten Helligkeitswert H :

- 9 i) unveränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms 1 , wenn der Hel ligkeitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hg liegt, ii) Abschalten der Betriebsart B2 des Bildschirms 1 , wenn der Helligkeitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hs liegt,

iii) veränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms 1 , wenn der Hellig keitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hm liegt, wobei die Steuereinheit 1 Einfluss auf den auf dem Bildschirm 1 wahrnehmbaren Bildinhalt nimmt, indem dessen Helligkeit und/oder dessen Kontrast - optional in einem von dem Helligkeitswert H abhängigen Maß - verringert werden, wobei der Wertebereich Hm zwischen den Wertebereichen Hs und Hg liegt und die Wertebereiche aneinander angrenzen.

Mindestens ein lichtempfindlicher Sensor 4, z.B. eine Photodiode, ist dann an der der Einkop pelkante des Lichtleiters 3 für die Leuchtmittel 2 gegenüberliegenden Kante des Lichtleiters 3 angeordnet, um den Helligkeitswert H an mindestens einem Punkt P des Lichtleiters 3 zu detektieren.

Ein beispielhafter Wertebereich Hg für die Betriebsart B2 wird in dieser Ausgestaltung niedrige Werte umfassen, z.B. Werte kleiner als 1 .000 Ix, weil ansonsten zu viel Licht aus dem Licht leiter 3 durch den Bildgeber 5 in breite Winkel abgestrahlt wird. Ein beispielhafter Wertebereich Hm würde hier Werte zwischen 1 .000 Ix und 10.000 Ix umfassen. Je näher der ermittelte Hel ligkeitswert H an der Obergrenze des Bereichs Hm liegt, umso stärker regelt die Steuereinheit im Schritt iii) die Helligkeit und/oder den Kontrast des auf dem Bildschirm 1 dargestellten Bil des herunter. Der Wertebereich Hs umfasst im geschilderten Beispiel Helligkeitswerte, die größer als 10.000 Ix sind.

In einer zweiten Ausgestaltungsvariante des Bildschirms 1 , welche in den Fig.3 und 4 illustriert ist, sind für die Betriebsart B2 die Leuchtmittel 2 eingeschaltet. Ein beispielhafter Aufbau für einen solchen Bildschirm 1 kann der WO 2017/097975 A1 entnommen werden. Darin wird ein Bildschirm für einen freien und einen eingeschränkten Sichtmodus beschrieben, wobei ein Lichtleiter 3 für den eingeschränkten Sichtmodus mit Licht beaufschlagt wird. Das Licht wird aus dem Lichtleiter 3 dann primär zu den Seiten, nicht aber zur Front hin abgestrahlt, um das Bild zu den Seiten hin zu überstrahlen, während es frontal immer noch wahrnehmbar ist. Somit kann ein Sichtschutz, also die Betriebsart B2, generiert werden. Fig. 3 zeigt nun eine entspre chende Prinzipskizze zum erfindungsgemäßen Verfahren, angewendet an einem Bildschirm 1 mit einem in Betrachtungsrichtung vor einem Bildgeber 5 angeordneten Lichtleiter 3, wobei der Bildschirm 1 im eingeschränkten Sichtmodus B2 betrieben wird. Auch hier ist mindestens

10 ein lichtempfindlicher Sensor 4, z.B. eine Photodiode, an der der Einkoppelkante des Lichtlei ters 3 für die Leuchtmittel 2 gegenüberliegenden Kante des Lichtleiters 3 angeordnet, um den Helligkeitswert H an mindestens einem Punkt P des Lichtleiters 3 zu detektieren.

Erfindungsgemäß werden nun zunächst die Leuchtmittel 2, deren Licht in einem transparenten Lichtleiter 3 eingespeist wird, um die Betriebsart B2 zu aktivieren, eingeschaltet. Anschließend werden die folgenden Schritte ausgeführt:

A) Ermitteln des Helligkeitswertes H an mindestens einem Punkt P mindestens einer Oberfläche und/oder Kante des transparenten Lichtleiters 3,

B) Veranlassen eines der folgenden Schritte durch die Steuereinheit in Abhän gigkeit vom ermittelten Helligkeitswert H :

i) Unveränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms 1 , wenn der Hel ligkeitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hg liegt, ii) Abschalten der Betriebsart B2 des Bildschirms 1 , wenn der Helligkeitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hs liegt,

iii) Veränderte Nutzung der Betriebsart B2 des Bildschirms 1 , wenn der Hel ligkeitswerts H innerhalb eines vorgegebenen Wertebereichs Hm liegt, wobei die Steuereinheit 1 Einfluss auf den auf dem Bildschirm 1 wahrnehmbaren Bildinhalt nimmt, indem dessen Helligkeit und/oder dessen Kontrast - optional in einem von dem Helligkeitswert H abhängigen Maß - verringert werden.

Der Wertebereich Hg für die Betriebsart B2 wird hier eher hohe Werte umfassen, z.B. ab ein hunderttausend Ix als Untergrenze, oder alternativ sogar ab einer oder mehreren Millionen Ix, weil ansonsten zu wenig Licht aus dem Lichtleiter 3 oberhalb des Bildgebers 5 in seitliche Winkel - möglichst aber nicht frontal - abgestrahlt und somit die eingeschränkte Sicht auf grund von Überblendungen zu den Seiten hin erzeugt wird. Aufgrund der - für die Betriebsart B2 gewollten - Einkopplung von Licht aus den Leuchtmitteln 2 in den Lichtleiter 3 wird nun im Aufbau nach Fig.3 mit eingeschalteten Leuchtmitteln 2 der Wert H hier tatsächlich in diesem Bereich liegen, sofern die Leuchtmittel 2 korrekt arbeiten; der Wert H kann beispielsweise 500.000 Ix (oder in der Alternative 2.500.000 Ix) betragen. Somit liegt er innerhalb des für diese zweite Ausgestaltung vorgeschlagenen Wertebereiches Hg und die Betriebsart B2 wird unverändert genutzt.

Der Wertebereich Hm kann in diesem Fall Werte zwischen 70.000 Ix und bis zu 100.000 Ix umfassen. Entsprechend würde die Steuereinheit im Schritt iii) den dargestellten Bildinhalt erfindungsgemäß beeinflussen.

- 1 1 Nur für den Fall, dass der ermittelte Helligkeitswert H im Wertebereich Hs, welcher Werte kleiner als 70.000 Ix als Wert H umfasst, würde die Steuereinheit die Betriebsart B2 abschal ten.

Die Fig.4 gibt eine Prinzipskizze zum erfindungsgemäßen Verfahren, angewendet an einem Bildschirm 1 mit einem in Betrachtungsrichtung vor einem Bildgeber 5 angeordneten Lichtlei ter 3, wobei der Bildschirm 1 im freien Sichtmodus B1 betrieben wird, wieder. Da hier die Leuchtmittel 2 ausgeschaltet sind, wird über den Sensor 4 am Punkt P ein geringer Wert H ermittelt, beispielsweise 500 Ix oder 2.000 Ix, welcher sich aus Restlichttoleranzen aufgrund von Licht, dass vom Lichtleiter 3 eingefangen wurde, ergibt. Das eingefangene Licht ist u.a. hat seine Ursache in Umgebungslicht und in dem auf dem Bildschirm 1 dargestellten Bild. Somit liegt H im Wertebereich Hs und die Betriebsart B2 kann nicht genutzt werden bzw. liegt nicht vor.

Wie vorstehend beschrieben stellen die gegebenen Werte für den Helligkeitswert H und die Wertebereiche Hg, Hm , Hs lediglich Beispiele dar. Andere Werte und Wertebereiche sind selbstverständlich möglich.

Weitere Ausgestaltungsvarianten sehen vor, dass die Wertebereiche Hg, Hm, Hs bzw., falls vorhanden, die Wertebereiche Hg1 , Hm 1 , Hs1 , Hg2, Hm2, Hs2, ..., dynamisch veränderlich sind, um für unterschiedliche Helligkeiten des Bildschirms 1 jeweils angepasst zu werden.

Die vorstehende Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann sinngemäß auch auf die erfindungsgemäße Anordnung übertragen werden. Aus Redundanzgründen wird sie daher hier nicht wiederholt.

Der Bildschirm 1 kann ggf. auch einem statischen Bild entsprechen.

Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Anordnung finden vorteilhaft Verwendung in einem Gerät zur Abwicklung von zahlungsrelevanten Prozessen und/oder zur Geldeinzahlung oder -auszahlung oder in einem Fahrzeug.

Der vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Bildschirm löst die gestellte Aufgabe: Es wurde ein Verfahren und eine Anordnung zur Überprüfung der Qualität der Betriebsart eines Bildschirms beschrieben, der in mindestens zwei Betriebsarten B1 für einen freien Sichtmodus und B2 für einen eingeschränkten Sichtmodus betrieben werden kann. Dabei muss kein Nut zer bzw. Operator zur Überprüfung vor Ort sein. Ferner beansprucht die Erfindung wenig Platz und sie erfordert keine Bauteile oder Komponenten außerhalb des Volumens des entspre chenden Bildschirms. 12