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Title:
METHOD AND CONTROL DEVICE FOR OPERATING A BOARDING SYSTEM FOR A VEHICLE AND BOARDING SYSTEM FOR A VECHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/048252
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for operating a boarding system (110) for a vehicle (100). The method comprises a step of reading in an inclination signal (115). The inclination signal (115) represents an inclination of the boarding system (110) relative to a reference. The method also comprises the step of reading in at least one movement process of at least one boarding element (112) of the boarding system (110) representing process signals (117). The method further comprises a step of determining an operating signal (127) for operating the boarding system (110) using the inclination signal (115) and the at least one process signal (117).

Inventors:
BRAMAUER JOHANN (AT)
EKKER REINHARD (AT)
Application Number:
EP2020/075281
Publication Date:
March 18, 2021
Filing Date:
September 10, 2020
Export Citation:
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Assignee:
KNORR BREMSE GMBH (AT)
International Classes:
B61L15/00; B61L27/00; E05F15/655
Foreign References:
DE102005019150A12006-11-02
DE102009024506A12010-12-09
Attorney, Agent or Firm:
AURIGIUM LEISCHNER & LUTHE PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (Planegg, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Verfahren (300) zum Betreiben eines Einstiegssystems (110) für ein Fahrzeug (100), wobei das Verfahren (300) folgende Schritte aufweist:

Einlesen (310) eines Neigungssignals (115), das eine Neigung des Einstiegssystems (110) relativ zu einer Referenz repräsentiert;

Einlesen (320) mindestens eines einen Bewegungsvorgang zumindest eines Einstiegselements (112) des Einstiegssystems (110) repräsentierenden Prozesssignals (117); und

Ermitteln (330) eines Betriebssignals (127) zum Betreiben des Einstiegssystems (110) unter Verwendung des Neigungssignals (115) und des mindestens einen Prozesssignals (117).

2. Verfahren (300) gemäß Anspruch 1 , bei dem das Neigungssignal (115) von einer Schnittstelle (121) zu einer fahrzeuginternen oder fahrzeugexternen Bereitstellungseinrichtung (114) eingelesen wird.

3. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei dem im Schritt (330) des Ermittelns das Neigungssignal (115) verwendet wird, um das mindestens eine Prozesssignal (117) zu plausibilisieren.

4. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei dem das mindestens eine im Schritt (320) des Einlesens eingelesene Prozesssignal (117) eine Kennlinie (207) eines aktuellen Verhaltens zumindest eines Antriebselements (116) des Einstiegssystems (110) während des Bewegungsvorgangs repräsentiert.

5. Verfahren (300) gemäß Anspruch 4, bei dem im Schritt (330) des Ermittelns das Betriebssignal (127) abhängig von einer Abweichung (208) zwischen der Kennlinie (207) und einer Referenz-Kennlinie (205) und/oder zwischen der Kennlinie (207) und einer neigungsspezifischen Referenz-Kennlinie (206) ermittelt wird, wobei die Referenz- Kennlinie (205) ein Soll-Verhalten zumindest eines Antriebselements (116) des Einstiegssystems (110) während des Bewegungsvorgangs und die neigungsspezifische Referenz-Kennlinie (206) ein für die aktuelle Neigung des Einstiegssystems (110) spezifisches Soll-Verhalten zumindest eines Antriebselements (116) des Einstiegssystems (110) während des Bewegungsvorgangs repräsentiert.

6. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei dem im Schritt (310) des Einlesens ein Beschleunigungssignal (143) von der Schnittstelle (121) zu der Bereitstellungseinrichtung (114) eingelesen wird, wobei das Beschleunigungssignal (143) eine Beschleunigung zumindest eines Einstiegselements (112) des Einstiegssystems (110) während des Bewegungsvorgangs repräsentiert, wobei im Schritt (330) des Ermittelns das Betriebssignal (127) unter Verwendung des Beschleunigungssignals (143) ermittelt wird.

7. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem Schritt (340) des Ausgebens des Betriebssignals (127) an eine Schnittstelle zu zumindest einem Antriebselement (116) des Einstiegssystems (110), wobei das zumindest eine Antriebselement (116) unter Verwendung des Betriebssignals (127) ansteuerbar ist

8. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem Schritt (340) des Ausgebens des Betriebssignals (127) und/oder des Prozesssignals (117) an eine Schnittstelle (129 und optional weiteren Übertragungseinrichtungen zu einer Einrichtung (140) zum Ausführen eines Instandhaltungsalgorithmus zum Generieren einer Instandhaltungsinformation über das Einstiegssystem (110), wobei unter Verwendung des Betriebssignals (127) und/oder des Prozesssignals (117) der Instandhaltungsalgorithmus parametrisierbar ist.

9. Verfahren gemäß Anspruch 8, mit einem Schritt des Bereitstellens des Neigungssignals (115) an eine Schnittstelle zu der Einrichtung (140) zum Ausführen eines Instandhaltungsalgorithmus.

10. Verfahren gemäß Anspruch 8 oder 9, mit einem Schritt des Bestimmens des Neigungssignals (115) aus zumindest einem weiteren Signal, wobei das Neigungssignal (115) ferner an die Einrichtung (140) zum Ausführen eines Instandhaltungsalgorithmus bereitgestellt wird.

11. Steuergerät (120), das eingerichtet ist, um die Schritte des Verfahrens (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche in entsprechenden Einheiten (118, 122, 124, 126, 128) auszuführen und/oder anzusteuern.

12. Steuergerät (120), das eine Bereitstellungseinrichtung (114) in Form eines Neigungssensors integriert hat.

13. Einstiegssystem (110) für ein Fahrzeug (100), wobei das Einstiegssystem (110) folgende Merkmale aufweist: ein Steuergerät (120) gemäß Anspruch 11 oder 12; und das zumindest eine Einstiegselement (112) und zumindest ein Antriebselement (116) zum Bewirken des Bewegungsvorgangs des Einstiegselements (112), wobei das Steuergerät (120) und das zumindest eine Antriebselement (116) signalübertragungsfähig miteinander verbunden sind.

14. Einstiegssystem (110) gemäß Anspruch 13, mit der Bereitstellungseinrichtung

(114), wobei die Bereitstellungseinrichtung (114) ausgebildet ist, um die Neigung des Einstiegssystems (110) relativ zu der Referenz zu erfassen und das Neigungssignal

(115) bereitzustellen, wobei das Steuergerät (120) und die Bereitstellungseinrichtung (114) signalübertragungsfähig miteinander verbunden sind oder wobei die Bereitstellungseinrichtung (114) von dem Steuergerät (120) umfasst ist.

15. Computerprogramm, das dazu eingerichtet ist, das Verfahren (300) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 auszuführen und/oder anzusteuern.

Description:
BESCHREIBUNG

Verfahren und Steuergerät zum Betreiben eines Einstiegssystems für ein Fahrzeug und Einstiegssystem für ein Fahrzeug

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Betreiben eines Einstiegssystems für ein Fahrzeug, auf ein entsprechendes Steuergerät und auf ein Einstiegssystem für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Schienenfahrzeug.

Für eine Ansteuerung von Systemen kann eine Plausibilisierung von Signalen durch zusätzliche Informationen eingesetzt werden. Zu Instandhaltungszwecken können spezielle Algorithmen zum Einsatz kommen, um beispielsweise Einschätzungen oder Prognosen abzugeben.

Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren zum Betreiben eines Einstiegssystems für ein Fahrzeug, ein verbessertes Steuergerät zum Betreiben eines Einstiegssystems für ein Fahrzeug und ein verbessertes Einstiegssystem für ein Fahrzeug zu schaffen.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Betreiben eines Einstiegssystems für ein Fahrzeug, durch ein entsprechendes Steuergerät und durch ein entsprechendes Computerprogramm sowie durch ein Einstiegssystem für ein Fahrzeug gemäß den Hauptansprüchen gelöst.

Gemäß Ausführungsformen kann insbesondere hinsichtlich eines Betriebs eines Einstiegssystems eines Fahrzeugs, insbesondere eines Schienenfahrzeugs, eine Neigung des Einstiegs berücksichtigt werden. Es kann beispielsweise für jedes Türsteuergerät ein Sensor verbaut bzw. eingesetzt werden, der Rückschlüsse auf eine Neigung des Einstiegs ermöglicht, wie zum Beispiel ein Gyrosensor. So können insbesondere sowohl Beschleunigung als auch Lage je Einstiegssystem ermittelt werden. Die so gewonnene Information kann einerseits innerhalb einer Steuerungsalgorithmik verwendet werden und zusätzlich oder alternativ anderseits auch als Eingangsgröße für Algorithmen für zustandsabhängige Instandhaltung und zusätzlich oder alternativ vorausschauende Instandhaltung dienen. Insbesondere kann eine Einrichtung, beispielsweise in Gestalt von Software realisiert, einer Türsteuerung von einem solchen Sensor gelieferte Neigungsinformationen auswerten und für eine Weiterverarbeitung bereitstellen. Beispielsweise kann die Gewinnung bzw. Ermittlung von Neigungsinformation je Einstieg über eine gesamte Fahrzeuglänge hinweg vorgenommen werden, zum Beispiel über eine gesamte Länge eines Zuges hinweg. Insbesondere kann eine Neigungsmessung zur Plausibilisierung vorhandener Erkenntnisse über das Einstiegssystem genutzt werden, genauer gesagt eine Plausibilisierung von bereits in der Türsteuerung vorhandenen Signalen durch gesammelte Informationen eines Neigungssensors, beispielsweise eines Gyrosensors, je Einstiegssystem, zur Adaptierung einer Steuerungslogik angepasst an ein jeweiliges Umfeld bzw. eine jeweilige Neigung.

Vorteilhafterweise kann gemäß Ausführungsformen somit insbesondere eine Vorhersage eines Zustands eines Systems oder einer Komponente im Sinne der zustandsabhängigen und zusätzlich oder alternativ vorausschauenden Instandhaltung verbessert werden. Die Neigung des Einstiegssystems kann einen erheblichen Einfluss auf einen für einen Öffnungsvorgang und zusätzlich oder alternativ Schließvorgang einer Tür notwendigen Motorstrom haben. Mit zusätzlicher Neigungsinformation aufgenommene Stromdaten können daher zuverlässig Rückschlüsse darauf ermöglichen, ob möglicherweise ein Fehler im System vorliegt oder eben nicht. Somit kann auch bei erhöhter Stromaufnahme bedingt durch große Neigung ein erfolgreicher Öffnungsvorgang und zusätzlich oder alternativ Schließvorgang der Tür durchgeführt werden. Beispielsweise kann auch vorteilhaft eine Neigung aller Einstiegssysteme über die gesamte Fahrzeuglänge, insbesondere Zuglänge, vorgenommen werden, um somit aufgezeichnete Informationen, insbesondere den Motorstrom, zu plausibilisieren. Dadurch kann die Falsch-Positiv-Rate von Algorithmen für zustandsabhängige Instandhaltung und zusätzlich oder alternativ vorausschauende Instandhaltung verbessert werden. Zudem kann eine vorhandene Steuerungsalgorithmik adaptiert werden, sodass dieselbe bei gewissen Neigungsprofilen entsprechend eine höhere Stromaufnahme eines Türantriebs zulässt. Ein Verfahren zum Betreiben eines Einstiegssystems für ein Fahrzeug weist folgende Schritte auf:

Einlesen eines Neigungssignals, das eine Neigung des Einstiegssystems relativ zu einer Referenz repräsentiert;

Einlesen mindestens eines einen Bewegungsvorgang zumindest eines Einstiegselements des Einstiegssystems repräsentierenden Prozesssignals; und

Ermitteln eines Betriebssignals zum Betreiben des Einstiegssystems unter Verwendung des Neigungssignals und des mindestens einen Prozesssignals.

Dieses Verfahren kann bzw. die Schritte des Verfahrens können beispielsweise in Software oder Hardware oder in einer Mischform aus Software und Hardware beispielsweise in einem einer Vorrichtung oder einem Steuergerät implementiert sein.

Bei dem Fahrzeug kann es sich um ein Fahrzeug zur Personenbeförderung, beispielsweise um ein Schienenfahrzeug handeln. Das Fahrzeug kann eine Mehrzahl von Einstiegssystemen aufweisen. Das Einstiegssystem kann auch als ein Türsystem bezeichnet werden. Bei dem zumindest einen Einstiegselement kann es sich um eine Tür, ein Türblatt, eine Türflügel oder dergleichen handeln. Auch kann es sich bei dem zumindest einen Einstiegselement um einen Schiebetritt oder dergleichen handeln.

Das Neigungssignal kann von einer Schnittstelle zu einer fahrzeuginternen oder fahrzeugexternen Bereitstellungseinrichtung eingelesen werden. Die Bereitstellungseinrichtung kann als eine Messeinrichtung ausgeführt sein, und beispielsweise einen Gyrosensor, einen Neigungssensor und zusätzlich oder alternativ eine anderes Sensorelement aufweisen. Die Bereitstellungseinrichtung kann Teil des Einstiegssystems sein. Genauer gesagt kann die Bereitstellungseinrichtung an dem zumindest einen Einstiegselement, benachbart zu demselben oder an einem Chassis des Fahrzeugs angeordnet sein. Alternativ kann die Bereitstellungseinrichtung ausgebildet sein, um das Neigungssignal aus einem anderen fahrzeugseitig verfügbaren Signal, z.B. von einem Sensor am Wagen oder in einem anderen System, zu bestimmen. Die Bereitstellungseinrichtung kann beispielsweise eine Signalverarbeitung durchführen und eine dabei ermittelte Neigungsinformation in Form des Neigungssignals bereitstellen. Gemäß einer Ausführungsform ist die Bereitstellungseinrichtung ausgebildet, um eine entsprechende Neigungsinformation aus einer digitalen Karte zu entnehmen.

Die Referenz auf die sich die Neigung bezieht, kann ein Weltkoordinatensystem, eine Senkrechte oder Vertikale, eine Referenzebene auf Schienenniveau oder dergleichen sein.

Das Prozesssignal kann von einer Schnittstelle zu einer Messeinrichtung eingelesen werden. Das Prozesssignal kann die Messeinrichtung während des Bewegungsvorgangs erfasste Daten repräsentieren. Die Messeinrichtung kann Teil des Einstiegssystems oder des Fahrzeugs sein. Die Messeinrichtung kann zumindest einen Sensor umfassen, der mit zumindest einem Element des Einstiegssystems gekoppelt ist, insbesondere mit zumindest einem Antriebselement. Beispielsweise kann die Messeinrichtung ausgebildet sein, um einen Stromfluss durch zumindest ein Antriebselement zum Durchführen des Bewegungsvorgangs zu erfassen. Somit kann das Prozesssignal eine Abfolge von unter Verwendung der Messeinrichtung während des Bewegungsvorgangs erfasste Messwerte repräsentieren. Das Prozesssignal kann in Form eines elektrischen Eingangssignals über eine Schnittstelle, beispielsweise zu der Messeinrichtung, eingelesen werden. Die Messeinrichtung kann ausgebildet sein, um Daten hinsichtlich des Bewegungsvorgangs des zumindest einen Einstiegselements zu erfassen oder zu messen, beispielsweise eine Stromaufnahme zumindest eines Antriebselements zum Antreiben des zumindest einen Einstiegselements des Einstiegssystems. Insbesondere kann somit ein Prozesssignal eine Stromaufnahme zumindest eines Antriebselements zum Antreiben des zumindest einen Einstiegselements des Einstiegssystems repräsentieren.

Bei dem Bewegungsvorgang des zumindest einen Einstiegselements kann es sich um einen Öffnungsvorgang, einen Schließvorgang oder einen Türzyklus einschließlich eines Öffnungsvorgangs und eines Schließvorgangs handeln. Das Betriebssignal kann beispielsweise verwendet werden, um den Bewegungsvorgang zu steuern oder zu optimieren. Beispielsweise kann das Betriebssignal als Steuersignals zum Steuern des Antriebselements verwendet werden oder in eine Generierung eines solchen Steuersignals einfließen. Zusätzlich oder alternativ kann das Betriebssignal verwendet werden, um einen sich auf den Bewegungsvorgang auswirkenden Fehler in dem Einstiegssystem zu erkennen. Somit kann das Betriebssignal zusätzlich oder alternativ als Fehlersignal verwendet werden oder in eine Generierung eines solchen Fehlersignals einfließen.

Vorteilhafterweise ermöglicht das Neigungssignal eine Auswertung oder Weiterverarbeitung des Prozesssignals unter Berücksichtigung der aktuellen Neigung des Einstiegsystems. Dies ist vorteilhaft, da eine Charakteristik des Prozesssignals durch die Neigung beeinflusst ist. Durch die Berücksichtigung der Neigung kann beispielsweise zwischen einer durch die Neigung und einer durch eine Beschädigung hervorgerufenen Abweichung der Charakteristik des Prozesssignals von einer Referenzcharakteristik unterschieden werden. Eine durch eine Beschädigung hervorgerufene Abweichung kann bei der Ermittlung des Betriebssignals berücksichtigt werden.

Gemäß einer Ausführungsform kann im Schritt des Ermittelns das Neigungssignal verwendet werden, um das mindestens eine Prozesssignal zu plausibilisieren. H ierbei kann im Schritt des Ermittelns ein Schwellenwertvergleich, eine Nachschlagtabelle oder dergleichen verwendet werden, um anhand des Neigungssignals eine Überprüfung des mindestens einen Prozesssignals auf Plausibilität durchzuführen. Eine solche Ausführungsform bietet den Vorteil, dass das Einstiegssystem sicher betrieben werden kann. Dabei können beispielsweise eine Ansteuerung eines Antriebselements, eine Instandhaltungsplanung und zusätzlich oder alternativ andere Betriebsfunktionen zuverlässig vorgenommen werden.

Das mindestens eine im Schritt des Einlesens eingelesene Prozesssignal kann eine Kennlinie eines aktuellen Verhaltens zumindest eines Antriebselements des Einstiegssystems während des Bewegungsvorgangs repräsentieren. Somit kann im Schritt des Ermittelns das Betriebssignal abhängig von einer Abweichung zwischen der Kennlinie und einer Referenz-Kennlinie und zusätzlich oder alternativ zwischen der Kennlinie und einer neigungsspezifischen Referenz-Kennlinie ermittelt werden. Hierbei können die Kennlinie und die jeweilige Referenz-Kennlinie mit einem geeigneten Verfahren verglichen werden, beispielsweise im Zeitbereich und/oder im Frequenzbereich. Beispielsweise kann die Abweichung einen Unterschied zwischen der Kennlinie und der jeweiligen Referenz-Kennlinie darstellen, der ein vorbestimmtes Kriterium erfüllt. Eine solche Ausführungsform bietet den Vorteil, dass sicher und exakt eingeschätzt werden kann, welche Art von Betriebszustand vorliegt, beispielsweise ob ein normaler oder anomaler Betriebszustand vorliegt.

Dabei kann die Referenz-Kennlinie ein Soll-Verhalten zumindest eines Antriebselements des Einstiegssystems während des Bewegungsvorgangs repräsentieren. Die neigungsspezifische Referenz-Kennlinie kann ein für die aktuelle Neigung des Einstiegssystems spezifisches Soll-Verhalten zumindest eines Antriebselements des Einstiegssystems während des Bewegungsvorgangs repräsentieren. Die Referenz-Kennlinie sowie neigungsspezifische Referenz-Kennlinie kann vorbestimmt sein und beispielsweise über eine Schnittstelle zu einer Speichereinrichtung eingelesen werden. Jede Kennlinie kann beispielsweise eine Stromaufnahme des zumindest einen Antriebselements im Verlauf des Bewegungsvorgangs bezogen auf Positionen des zumindest einen Einstiegselement während des Bewegungsvorgangs repräsentieren. Eine solche Ausführungsform bietet den Vorteil, dass aussagekräftige Informationen über einen Ablauf des Bewegungsvorgangs verwendet werden, um unter Verwendung des Neigungssignals im Hinblick auf ihre Aussagekraft weiter verbessert zu werden.

Zudem kann das Verfahren einen Schritt des Ausgebens des Betriebssignals aufweisen. Im Schritt des Ausgebens kann das Betriebssignal an eine Schnittstelle zu zumindest einem Antriebselement des Einstiegssystems ausgegeben werden. Hierbei kann das zumindest eine Antriebselement unter Verwendung des Betriebssignals ansteuerbar sein. Bei dem Antriebselement kann es sich um einen Motor handeln, beispielsweise um einen Elektromotor. Beispielsweise kann ein maximaler Motorstrom für das zumindest eine Antriebselement unter Verwendung des Betriebssignals eingestellt werden.

Zusätzlich oder alternativ kann das Betriebssignal und/oder das Prozesssignal an eine Schnittstelle und optional weiteren Übertragungseinrichtungen zu einer Einrichtung zum Ausführen eines Instandhaltungsalgorithmus zum Generieren einer Instandhaltungsinformation über das Einstiegssystem ausgegeben werden. Dabei kann unter Verwendung des Betriebssignals und/oder des Prozesssignals der Instandhaltungsalgorithmus parametrisierbar sein. Der Instandhaltungsalgorithmus kann eine zustandsabhängige Instandhaltung und zusätzlich oder alternativ eine vorausschauende Instandhaltung ermöglichen. Die Instandhaltungsinformation kann eine quantitative und zusätzlich oder alternativqualitative Aussage bezüglich einer durchzuführenden Instandhaltung aufweisen. Eine solche Ausführungsform bietet den Vorteil, dass bei einer Ansteuerung des zumindest einen Antriebselements und zusätzlich oder alternativ hinsichtlich einer Instandhaltung beweglicher Komponenten des Einstiegssystems die Neigung berücksichtigt werden kann, um Fehler und Ausfälle des Einstiegssystems zu minimieren bzw. zuverlässig sowie korrekt zu erkennen.

Das Verfahren kann einen Schritt des Bereitstellens des Neigungssignals an eine Schnittstelle zu der Einrichtung zum Ausführen eines Instandhaltungsalgorithmus umfassen. Auf diese Weise kann die Neigungsinformation von dem Instandhaltungsalgorithmus berücksichtigt werden.

Das Verfahren kann einen Schritt des Bestimmens des Neigungssignals aus zumindest einem weiteren Signal umfassen. Generell kann das Neigungssignal ferner an die Einrichtung zum Ausführen eines Instandhaltungsalgorithmus bereitgestellt werden. Somit kann die Neigungsinformation nicht nur von der Steuerung berücksichtigt werden sondern auch dem Instandhaltungsalgorithmus zur Verfügung gestellt werden. Beispielsweise kann das Neigungssignal aus anderen Signalen errechnet werden und an Steuerung oder Auswertung zur Verfügung gestellt werden. Beispielsweise kann das Neigungssignal unter Verwendung eines Positionssignals (z.B. GPS) und einer Datenbank mit Informationen über die Bahnsteigneigung entlang der Bahnsteige bestimmt werden. Der hier vorgestellte Ansatz schafft ferner ein Steuergerät, das ausgebildet ist, um die Schritte einer Variante eines hiervorgestellten Verfahrens in entsprechenden Einrichtungen durchzuführen, anzusteuern bzw. umzusetzen. Auch durch diese Ausführungsvariante des Ansatzes in Form eines Steuergeräts kann die dem Ansatz zugrunde liegende Aufgabe schnell und effizient gelöst werden. Die Bereitstellungseinrichtung kann in dem Steuergerät integriert ausgeführt sein oder extern zu dem Steuergerät und gegebenenfalls auch dem Fahrzeug angeordnet sein. Gemäß einer Ausführungsform weist das Steuergerät die Bereitstellungseinrichtung in Form eines Neigungssensors auf.

Flierzu kann das Steuergerät zumindest eine Recheneinheit zum Verarbeiten von Signalen oder Daten, zumindest eine Speichereinheit zum Speichern von Signalen oder Daten, zumindest eine Schnittstelle zu einem Sensor oder einem Aktor zum Einlesen von Sensorsignalen von dem Sensor oder zum Ausgeben von Daten- oder Steuersignalen an den Aktor und/oder zumindest eine Kommunikationsschnittstelle zum Einlesen oder Ausgeben von Daten aufweisen, die in ein Kommunikationsprotokoll eingebettet sind. Die Recheneinheit kann beispielsweise ein Signalprozessor, ein Mikrocontroller oder dergleichen sein, wobei die Speichereinheit ein Flash-Speicher, ein EPROM oder eine magnetische Speichereinheit sein kann. Die Kommunikationsschnittstelle kann ausgebildet sein, um Daten drahtlos und/oder leitungsgebunden einzulesen oder auszugeben, wobei eine

Kommunikationsschnittstelle, die leitungsgebundene Daten einiesen oder ausgeben kann, diese Daten beispielsweise elektrisch oder optisch aus einer entsprechenden Datenübertragungsleitung einiesen oder in eine entsprechende Datenübertragungsleitung ausgeben kann.

Unter einem Steuergerät kann vorliegend ein elektrisches Gerät verstanden werden, das Sensorsignale verarbeitet und in Abhängigkeit davon Steuer- und/oder Datensignale ausgibt. Das Steuergerät kann eine Schnittstelle aufweisen, die hard- und/oder softwaremäßig ausgebildet sein kann. Bei einer hardwaremäßigen Ausbildung können die Schnittstellen beispielsweise Teil eines sogenannten System-ASICs sein, der verschiedenste Funktionen des Steuergeräts beinhaltet. Es ist jedoch auch möglich, dass die Schnittstellen eigene, integrierte Schaltkreise sind oder zumindest teilweise aus diskreten Bauelementen bestehen. Bei einer softwaremäßigen Ausbildung können die Schnittstellen Softwaremodule sein, die beispielsweise auf einem Mikrocontroller neben anderen Softwaremodulen vorhanden sind.

Ein Einstiegssystem für ein Fahrzeug weist folgende Merkmale auf: eine Ausführungsform des vorstehend genannten Steuergeräts; und das zumindest eine Einstiegselement und zumindest ein Antriebselement zum Bewirken des Bewegungsvorgangs des Einstiegselements, wobei das Steuergerät und das zumindest eine Antriebselement signalübertragungsfähig miteinander verbunden sind.

In dem Einstiegssystem kann eine Ausführungsform des vorstehend genannten Steuergeräts vorteilhaft eingesetzt oder verwendet werden, um das Einstiegssystem zu betreiben bzw. einen Betrieb des Einstiegssystems zu steuern. Das Einstiegssystem kann auch zumindest eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen von dem Prozesssignal zu Grunde liegenden Daten aufweisen. Das Steuergerät kann mit der zumindest einen Erfassungseinrichtung signalübertragungsfähig verbunden sein. Das Einstiegssystem kann auch eine Einrichtung zum Ausführen eines Instandhaltungsalgorithmus, insbesondere eines Algorithmus für zustandsabhängige Instandhaltung und zusätzlich oder alternativ eines Algorithmus für vorausschauende Instandhaltung aufweisen. Die Einrichtung zum Ausführen kann mit dem Steuergerät signalübertragungsfähig verbunden sein oder mit dem Steuergerät kombiniert ausgeführt sein.

Gemäß einer Ausführungsform kann das Einstiegssystem die Bereitstellungseinrichtung aufweisen. Die Bereitstellungseinrichtung kann ausgebildet sein, um die Neigung des Einstiegssystems relativ zu der Referenz zu erfassen oder zu ermitteln und das die Neigung repräsentierende Neigungssignal bereitzustellen. Hierbei können das Steuergerät und die Bereitstellungseinrichtung signalübertragungsfähig miteinander verbunden sein. Eine solche Ausführungsform bietet den Vorteil, dass für jedes Einstiegssystem des Fahrzeugs eine Neigungsinformation für den Betrieb berücksichtigt werden kann. Von Vorteil ist auch ein Com puterprogramm produkt oder Computerprogramm mit Programmcode, der auf einem maschinenlesbaren Träger oder Speichermedium wie einem Halbleiterspeicher, einem Festplattenspeicher oder einem optischen Speicher gespeichert sein kann und zur Durchführung, Umsetzung und/oder Ansteuerung der Schritte des Verfahrens nach einer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen verwendet wird, insbesondere wenn das Programmprodukt oder Programm auf einem Computer, einem Steuergerät oder einer Vorrichtung ausgeführt wird.

Ausführungsbeispiele des hier vorgestellten Ansatzes werden in der nachfolgenden Beschreibung mit Bezug zu den Figuren näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Fahrzeugs mit einem

Einstiegssystem gemäß einem Ausführungsbeispiel;

Fig. 2 ein schematisches Diagramm von Kennlinien gemäß einem

Ausführungsbeispiel; und

Fig. 3 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben gemäß einem

Ausführungsbeispiel.

Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Fahrzeugs 100 mit einem Einstiegssystem 110 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Bei dem Fahrzeug 100 handelt es sich beispielhaft um ein Schienenfahrzeug. Das Fahrzeug 100 weist das Einstiegssystem 110 auf. Auch wenn es in Fig. 1 nicht explizit gezeigt ist, kann das Fahrzeug 100 eine Mehrzahl von Einstiegssystemen 110 aufweisen.

Das Einstiegssystem 110 des Fahrzeugs 100 weist zumindest ein Einstiegselement 112, hier in Form einer Tür bzw. eines Türblatts, zumindest ein Antriebselement 116 und ein Steuergerät 120 zum Betreiben des Einstiegssystems 110 auf. Das Einstiegselement 112 ist relativ zu einem Chassis des Fahrzeugs 100 bewegbar angeordnet. Ein Bewegungsvorgang des Einstiegselements 112 umfasst einen Öffnungsvorgang und/oder einen Schließvorgang. Das zumindest eine Antriebselement 116 ist ausgebildet, um den Bewegungsvorgang des zumindest einen Einstiegselements 112 zu bewirken. Bei dem Antriebselement 116, das in Fig. 1 gezeigt ist, handelt es sich beispielsweise um einen Elektromotor oder dergleichen. Das Steuergerät 120 und das zumindest eine Antriebselement 116 sind signalübertragungsfähig miteinander verbunden.

Gemäß dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst das Türsystem 110 auch eine Bereitstellungseinrichtung 114. Die Bereitstellungseinrichtung 114 ist ausgebildet, um eine Neigung des Einstiegssystems 110 relativ zu einer Referenz zu erfassen oder zu ermitteln. Bei der Referenz handelt es sich Beispielsweise um eine Vertikale, um eine Senkrechte oder aber um eine Referenzebene, die auf eine Umgebung des Fahrzeugs 100 bezogen ist, beispielsweise auf Schienen, auf denen sich das Fahrzeug 100 bewegt. Ferner ist die Bereitstellungseinrichtung 114 ausgebildet, um ein Neigungssignal 115 bereitzustellen, das die erfasste Neigung repräsentiert. Gemäß dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Bereitstellungseinrichtung 114 benachbart zu dem Einstiegselement 112 angeordnet. Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel kann die Bereitstellungseinrichtung 114 an dem Einstiegselement 112 angeordnet sein. Das Steuergerät 120 und die Bereitstellungseinrichtung 114 sind signalübertragungsfähig miteinander verbunden.

Gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel ist die Bereitstellungseinrichtung 114 beabstandet zu dem Einstiegssystem 110 an dem Fahrzeug 100 befestigt und das Einstiegssystem 110 weist eine Schnittstelle zum Einlesen des Neigungssignals 115 auf. In diesem Fall kann eine erfasste Neigung des Fahrzeugs 100 stellvertretend für die Neigung des Einstiegssystems 110 verwendet werden.

Auch umfasst das Türsystem 110 gemäß dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel eine Messeinrichtung 118. Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel kann die Messeinrichtung 118 auch von dem Türsystem 110 getrennt vorgesehen sein oder in einer Steuerung, beispielsweise in dem Steuergerät 120, integriert sein. Das Antriebselement 116 ist signalübertragungsfähig mit der Messeinrichtung 118 verbunden. Die Messeinrichtung 118 ist signalübertragungsfähig mit der Vorrichtung 120 verbunden. Somit besteht eine signalübertragungsfähige Verbindung zwischen dem Antriebselement 116 und der Vorrichtung 120. Hierbei ist die Messeinrichtung 118 lediglich beispielhaft zwischen das Antriebselement 116 und das Steuergerät 120 geschaltet gezeigt. Die Messeinrichtung 118 ist ausgebildet, um mindestens ein Prozesssignal 117 bereitzustellen, das einen Bewegungsvorgang des zumindest einen Einstiegselements 112 des Einstiegssystems 110 repräsentiert. Gemäß dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Messeinrichtung 118 ausgebildet, um einen Motorstrom bzw. eine Stromaufnahme des Antriebselements 116 zu messen und Messwerte in Gestalt des mindestens einen Prozesssignals 117 bereitzustellen. Somit stellt das Prozesssignal 117 beispielsweise einen zeitlichen Verlauf der Stromaufnahme des Antriebselements 116 während des Bewegungsvorgangs dar.

Das Steuergerät 120 weist eine erste Einleseeinrichtung 122, eine zweite Einleseeinrichtung 124 und eine Ermittlungseinrichtung 126 auf. Die erste Einleseeinrichtung 122 ist ausgebildet, um das Neigungssignal 115 von der Bereitstellungseinrichtung 114 bzw. von einer Schnittstelle 121 zu der Bereitstellungseinrichtung 114 einzulesen. Das Neigungssignal 115 repräsentiert die Neigung des Einstiegssystems 110 relativ zu der Referenz. Die erste Einleseeinrichtung 122 ist ausgebildet, um das Neigungssignal 115 an die Ermittlungseinrichtung 126 weiterzuleiten. Die zweite Einleseeinrichtung 124 ist ausgebildet, um das Prozesssignal 117 einzulesen. Hierbei ist die zweite Einleseeinrichtung 124 ausgebildet, um das Prozesssignal 117 von dem Antriebselement 116 bzw. der Messeinrichtung 118, genauer gesagt von einerweiteren Schnittstelle 123 zu dem Antriebselement 116 bzw. der Messeinrichtung 118 einzulesen. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Messeinrichtung 118 in dem Steuergerät 120 inkludiert. Eine das Prozesssignal 117 ergebende Messung erfolgt gemäß einem Ausführungsbeispiel im Rahmen der von dem Steuergerät 120 umgesetzten Steuerungslogik. Das Prozesssignal 117 repräsentiert den Bewegungsvorgang des zumindest einen Einstiegselements 112 des Einstiegssystems 110. Die zweite Einleseeinrichtung 124 ist ausgebildet, um das Prozesssignal 117 an die Ermittlungseinrichtung 126 weiterzuleiten. Die Ermittlungseinrichtung 126 ist ausgebildet, um unter Verwendung des Neigungssignals 115 und des mindestens einen Prozesssignals 117 ein Betriebssignal 127 zum Betreiben des Einstiegssystems 110 zu ermitteln. Die Ermittlungseinrichtung 126 ist gemäß einem Ausführungsbeispiel ausgebildet, um das mindestens eine Prozesssignal 117 unter Verwendung des Neigungssignals 115 zu plausibilisieren. Gemäß einem Ausführungsbeispiel fließt ein Ergebnis des Plausibilisierens in die Ermittlung des Betriebssignals 127 ein.

Gemäß dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Steuergerät 120 auch eine Ausgabeeinrichtung 128 auf. Die Ausgabeeinrichtung 128 ist ausgebildet, um das mittels der Ermittlungseinrichtung 126 ermittelte Betriebssignal 127 auszugeben. Dabei ist die Ausgabeeinrichtung 128 ausgebildet, um das Betriebssignal 127 an eine Schnittstelle bzw. Ausgangsschnittstelle 129 zu dem zumindest einen Antriebselement 116 des Einstiegssystems auszugeben. Hierbei ist das zumindest eine Antriebselement 116 unter Verwendung des Betriebssignals 127 ansteuerbar. Anders ausgedrückt ist das Betriebssignal 127 zum Ansteuern des zumindest einen Antriebselements 116 verwendbar. Zusätzlich oder alternativ ist die Ausgabeeinrichtung 128 ausgebildet, um das Betriebssignal 127 an die Ausgangsschnittstelle 129 zu einer Einrichtung 140 zum Ausführen eines Instandhaltungsalgorithmus zum Generieren einer Instandhaltungsinformation über das Einstiegssystem 110 auszugeben. Hierbei ist der Instandhaltungsalgorithmus unter Verwendung des Betriebssignals 127 parametrisierbar. Anders ausgedrückt ist das Betriebssignal 127 zur Parametrisierung des Instandhaltungsalgorithmus verwendbar. Bei dem Instandhaltungsalgorithmus handelt es sich um einen Algorithmus für zustandsabhängige Instandhaltung und/oder einen Algorithmus für vorausschauende Instandhaltung.

Die Ermittlungseinrichtung 126 ist gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel außerhalb des Steuergerätes 120 lokalisiert, beispielsweise in einem Rechenzentrum für Wartungsoptimierung. Somit kann die Ermittlungseinrichtung 126 auch abseits des Fahrzeugs 100 angeordnet sein. In diesem Fall kann die Einrichtung 140 ebenfalls in dem externen Rechenzentrum realisiert sein. Dazu werden dann das Neigungssignal 115 und das Prozesssignal 117 entweder unverändert oder auch vorverarbeitet, beispielsweise in Form des Betriebssignals 127 von dem Steuergerät 120 über die Schnittstelle 129 und eventuell weitere Übertragungselemente an die Einrichtung 140 übertragen.

Gemäß unterschiedlicher Ausführungsbeispiel ist die Bereitstellungseinrichtung 114 als eine Messeinrichtung zur Erfassung der Neigung oder als eine Bestimmungseinrichtung zum Bestimmen der Neigung aus bereits vorliegenden Signalen oder Informationen ausgeführt. Die Bereitstellungseinrichtung 114 kann sowohl fahrzeugintern also auch extern zu dem Fahrzeug 100 angeordnet sein.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel repräsentiert das mindestens eine Prozesssignal 117 eine Kennlinie eines aktuellen Verhaltens des zumindest einen Antriebselements 116 während des Bewegungsvorgangs. Der Verlauf der Kennlinie ist abhängig von der Neigung des Einstiegssystems 110. Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird das Prozesssignal 117 mit einer Referenz-Kennlinie verglichen, die ein Soll-Verhalten des zumindest einen Antriebselements 116 während des Bewegungsvorgangs repräsentiert. Durch den Vergleich kann eine Abweichung zwischen der durch das Prozesssignal 117 repräsentierten aktuellen Kennlinie und der Referenz-Kennlinie bestimmt werden. Eine solche Abweichung kann durch einen Fehler oder eine Beschädigung des Einstiegssystems 110 hervorgerufen sein. Da die Neigung des Einstiegssystems 110 einen Einfluss auf das Prozesssignal 117 hat, kann die Abweichung jedoch auch durch die Neigung hervorgerufen sein. Daher wird das Prozesssignal 117 gemäß einem Ausführungsbeispiel mit einer neigungsspezifischen Referenz-Kennlinie verglichen, die ein für die aktuelle Neigung des Einstiegssystems 110 spezifisches Soll-Verhalten des zumindest einen Antriebselements 116 während des Bewegungsvorgangs repräsentiert. Wenn ein Vergleich zwischen der durch das Prozesssignal 117 repräsentierten aktuellen Kennlinie und der neigungsspezifischen Referenz-Kennlinie eine Abweichung ergibt, so deutet dies auf einen Fehler oder eine Beschädigung des Einstiegssystems 110 hin. Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird die neigungsspezifische Referenz-Kennlinie unter Verwendung des Neigungssignals 115 aus einer Mehrzahl für unterschiedliche Neigungen vorbestimmter neigungsspezifischer Referenz-Kennlinien ausgewählt. Die Mehrzahl für unterschiedliche Neigungen vorbestimmte neigungsspezifische Referenz-Kennlinien sind beispielsweise in einer Speichereinrichtung des Einstiegssystems 110 gespeichert. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Ermittlungseinrichtung 126 ausgebildet, um die der aktuellen Neigung des Einstiegssystems 110 zugeordnete neigungsspezifischen Referenz-Kennlinie unter Verwendung des Neigungssignals 115 aus der Speichereinrichtung auszulesen und zum Ermitteln des Betriebssignals 127 zu verwenden. Beispielsweise ist die Ermittlungseinrichtung 126 ausgebildet, um das Betriebssignal 127 abhängig von einer Abweichung zwischen der Kennlinie und der Referenz-Kennlinie und/oder zwischen der Kennlinie und der neigungsspezifischen Referenz-Kennlinie zu ermitteln. Abhängig von einer Größe der Abweichung kann beispielsweise ein Maximum des Betriebssignals 127 begrenzt werden, also beispielsweise einen maximalen Stromfluss durch das Antriebselement 116 begrenzt werden, oder eine Fehlermeldung generiert und über das Betriebssignal 127 ausgegeben werden.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die erste Einleseeinrichtung 122 optional ausgebildet, um ein Beschleunigungssignal 143 von der Schnittstelle 121 zu der Bereitstellungseinrichtung 114 einzulesen. Hierbei repräsentiert das Beschleunigungssignal 143 eine Beschleunigung zumindest eines Einstiegselements 112 während des Bewegungsvorgangs. Insbesondere ist die Bereitstellungseinrichtung 114 hierbei als ein Gyrosensor ausgeführt und ausgebildet, um die Beschleunigung zu erfassen. Dabei ist die Ermittlungseinrichtung 126 ausgebildet, um das Betriebssignal 127 unter Verwendung des Beschleunigungssignals 143 zu ermitteln. Das Beschleunigungssignal 143 kann zusätzlich oder alternativ zu dem Neigungssignal 115 verwendet werden. Beispielsweise kann aus dem Beschleunigungssignal 143 eine Neigung bestimmt werden. Die Bereitstellungseinrichtung 114 kann somit einen Sensor zum Erfassen der Neigung und der Beschleunigung oder separat ausgeführte und optional separat angeordnete Sensoren zum Erfassen der Neigung und der Beschleunigung umfassen.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist ein Gyrosensor als Bereitstellungseinrichtung 114 je Türsteuergerät bzw. Einstiegssystem 110 verbaut. Es erfolgt durch das Steuergerät 120 eine Auswertung der durch die Bereitstellungseinrichtung 114 zur Verfügung gestellten Informationen hinsichtlich Neigung des Einstiegs in Gestalt des Neigungssignals 115. Ferner erfolgen Aufzeichnung und Verarbeitung der gesammelten Informationen sowie Bereitstellung mit weiteren Signalen des Steuergeräts 120 als Eingangsgrößen für Instandhaltungsalgorithmen. Zusätzlich oder alternativ erfolgt eine Adaptierung des durch das Steuergerät 120 maximal zulässigen Motorstroms basierend auf den Informationen der Bereitstellungseinrichtung 114. Fig. 2 zeigt ein schematisches Diagramm 200 von einem Bewegungsvorgang zumindest eines Einstiegselements des Einstiegssystems zugeordneten Kennlinien 205, 206 und 207 gemäß einem Ausführungsbeispiel. Der Bewegungsvorgang umfasst gemäß diesem Ausführungsbeispiel sowohl einen Öffnungsvorgang als auch einen Schließvorgang. Die Kennlinien 205, 206 und 207 sind durch das mindestens eine Prozesssignal aus Fig. 1 oder ein ähnliches Prozesssignal repräsentiert. Anders ausgedrückt ist das Steuergerät aus Fig. 1 oder ein ähnliches Steuergerät ausgebildet, um die Kennlinien 205, 206 und 207 zu verwenden, um ein Betriebssignal zu Betreiben eines Einstiegssystems zu ermitteln. An einer Abszissenachse des Diagramms 200 ist ein Positionsverlauf von Positionen des Einstiegselements des Einstiegssystems, beispielsweise in Impulsen eines Sensorsignals eines Positionssensors oder Wegsensors aufgetragen. An einer Ordinatenachse des Diagramms 200 ist ein Strom oder Stromverlauf bzw. eine Stromaufnahme des mindestens einen Antriebselements des Einstiegssystems aus Fig. 1 oder eines ähnlichen Einstiegssystems beispielsweise in Milliampere aufgetragen.

Parallel zu der Ordinatenachse sind als Einteilung der Abszissenachse ein verriegelter Zustand 203 sowie ein entriegelter Zustand 204 des Einstiegssystems veranschaulicht. Die Referenz-Kennlinie 205, die unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschrieben ist, ist in das Diagramm 200 eingezeichnet. Die Referenz-Kennlinie 205 repräsentiert einen Ausgangszustand oder Normalzustand des Einstiegssystems. Die neigungsspezifische Referenz-Kennlinie 206, die unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschrieben ist, ist ebenfalls in das Diagramm 200 eingezeichnet. Die neigungsspezifische Referenz-Kennlinie 206 repräsentiert lediglich beispielhaft eine Neigung des Einstiegssystems nach außen von 8 Grad. Die Kennlinie 207, die unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschrieben ist, ist ebenfalls in das Diagramm 200 eingezeichnet. Die Kennlinie 207 repräsentiert lediglich beispielhaft eine Neigung nach außen von 8 Grad des Einstiegssystems, wobei ein Lager herausgesprungen ist. Ferner sind das Diagramm 200 auch Abweichungen 208 eingezeichnet. Im Bereich der Abweichungen 208 bestehen signifikante Unterschiede zwischen Messdaten des mindestens einen Prozesssignals. Hierbei bestehen die Abweichungen 208 zwischen der neigungsspezifischen Referenz-Kennlinie 206 und der Kennlinie 207. Beispielsweise sind die Abweichungen 208 durch Unterschiede vor und nach einem Defekt eines Gelenklagers einer rechten Drehsäule des Einstiegssystems bedingt. Die Abweichungen 208 werden gemäß einem Ausführungsbeispiel bei der Ermittlung des Betriebssignals berücksichtigt, beispielsweise unter Verwendung einer vorbestimmten Ermittlungsvorschrift. Auf diese Weise kann das Betriebssignal an die Abweichungen 208, beispielsweise an eine Anzahl und/oder Größe der Abweichungen 208 angepasst werden.

Fig. 3 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens 300 zum Betreiben gemäß einem Ausführungsbeispiel. Das Verfahren 300 ist ausführbar, um ein Einstiegssystem für ein Fahrzeug zu betreiben, insbesondere das Einstiegssystem aus Fig. 1 oder ein ähnliches Einstiegssystem. Dabei ist das Verfahren 300 zum Betreiben mittels bzw. unter Verwendung des Steuergeräts aus Fig. 1 oder eines ähnlichen Steuergeräts ausführbar.

In einem ersten Schritt 310 des Einlesens wird ein Neigungssignal von einer Schnittstelle zu einer Bereitstellungseinrichtung eingelesen. Optional wird die Neigung unter Verwendung der Bereitstellungseinrichtung gemessen oder bestimmt und in Form des Neigungssignals bereitgestellt. Zum Bestimmen der Neigung kann beispielsweise eine Position des Einstiegssystems bestimmt werden und eine zu der Position gespeicherte Neigung aus einer Datenbank ausgelesen werden. Das Neigungssignal repräsentiert eine Neigung des Einstiegssystems relativ zu einer Referenz. In einem zweiten Schritt 320 des Einlesens wird mindestens ein Prozesssignal eingelesen, das einen Bewegungsvorgang zumindest eines Einstiegselements des Einstiegssystems repräsentiert. Der erste Schritt 310 des Einlesens und der zweite Schritt 320 des Einlesens sind zeitversetzt oder zeitgleich ausführbar. Nachfolgend wird in einem Schritt 330 des Ermittelns unter Verwendung des Neigungssignals und des mindestens einen Prozesssignals ein Betriebssignal zum Betreiben des Einstiegssystems ermittelt.

Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist das Verfahren 300 zum Betreiben auch einen Schritt 340 des Ausgebens des Betriebssignals auf. In dem Schritt 340 des Ausgebens wird das Betriebssignal an eine Schnittstelle zu zumindest einem Antriebselement des Einstiegssystems ausgegeben. Hierbei ist das zumindest eine Antriebselement unter Verwendung des Betriebssignals ansteuerbar. Zusätzlich oder alternativ wird in dem Schritt 340 des Ausgebens das Betriebssignal und/oder das Neigungssignal und/oder das Prozesssignal zu einer Einrichtung zum Ausführen eines

Instandhaltungsalgorithmus zum Generieren einer Instandhaltungsinformation über das Einstiegssystem ausgegeben. Hierbei ist der Instandhaltungsalgorithmus unter Verwendung des Betriebssignals parametrisierbar.

Die Schritte 310, 320, 330, 340 können unter Verwendung fahrzeuginterner und/oder fahrzeugexterner Einrichtungen durchgeführt werden.

BEZUGSZEICHENLISTE

100 Fahrzeug

110 Einstiegssystem

112 Einstiegselement

114 Bereitstellungseinrichtung

115 Neigungssignal

116 Antriebselement

117 Prozesssignal

118 Messeinrichtung

120 Steuergerät

121 Schnittstelle

122 erste Einleseeinrichtung

123 weitere Schnittstelle

124 zweite Einleseeinrichtung

126 Ermittlungseinrichtung

127 Betriebssignal

128 Ausgabeeinrichtung

129 Ausgangsschnittstelle

140 Einrichtung zum Ausführen

143 Beschleunigungssignal

200 Diagramm

203 verriegelter Zustand

204 entriegelter Zustand

205 Referenz-Kennlinie

206 neigungsspezifische Referenz-Kennlinie

207 Kennlinie

208 Abweichung

300 Verfahren zum Betreiben

310 Schritt des Einlesens

320 Schritt des Einlesens

330 Schritt des Ermittelns

340 Schritt des Ausgebens