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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR ACTUATING AN ELECTRICAL DRIVE OF A TRAILER VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/013540
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for actuating an electrical drive (52) of a trailer vehicle (16) with a towing vehicle (12), comprising the steps of: determining (90) a current mass (92) of the trailer vehicle (12); determining (94) a current drive force of the towing vehicle (12); determining (102) an acceleration requirement (46) according to the current mass (92) and the current drive force (96); and actuating (118) the electrical drive (52) with an actuation signal (60) according to the acceleration requirement (46). The invention also relates to a control device (32, 48) for executing the method, a towing vehicle (12), a trailer vehicle (16) and a semi-trailer truck (10).

Inventors:
FLAUM NIKOLAI (DE)
HESEDING JOHANNES (DE)
RICKE JANIK (DE)
WALLBAUM TORSTEN (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/069206
Publication Date:
January 28, 2021
Filing Date:
July 08, 2020
Export Citation:
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Assignee:
WABCO GLOBAL GMBH (CH)
International Classes:
B60L15/20; B60L15/32; B60L15/38; B60L50/60; B60L50/61; B62D59/04
Foreign References:
DE102010042907A12012-04-26
EP2842814B12018-06-06
EP2842814B12018-06-06
Attorney, Agent or Firm:
RABE, Dirk-Heinrich (DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Verfahren zum Ansteuern eines elektrischen Antriebs (52) eines An hängerfahrzeugs (16) mit einem Zugfahrzeug (12), umfassend die Schritte:

- Bestimmen (90) einer aktuellen Masse (92) des Zugfahrzeugs (12),

- Bestimmen (94) einer aktuellen Antriebskraft (96) des Zugfahrzeugs

(12),

- Bestimmen (102) einer Beschleunigungsanforderung (46) in Abhängig keit der aktuellen Masse (92) und der aktuellen Antriebskraft (96),

- Ansteuern (1 18) des elektrischen Antriebs (52) mit einem Ansteuersig nal (60) in Abhängigkeit der Beschleunigungsanforderung (46).

2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei die Beschleunigungsanforderung (46) zusätzlich in Abhängigkeit einer aktuellen Masse (98) des Anhängerfahrzeugs (16) bestimmt wird, wobei hierzu vorzugsweise die aktuelle Masse (98) des An hängerfahrzeugs (16) bestimmt (100) wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Beschleunigungsanforde rung (46) einen Wert (1 14) für eine vom elektrischen Antrieb (52) gewünschte Antriebskraft (124) umfasst, wobei der Wert (1 14) der gewünschten Antriebs kraft (124) bestimmt wird, indem zunächst die aktuelle Beschleunigung (134) des Zugfahrzeugs (12) in Abhängigkeit der aktuellen Antriebskraft (96) des Zug fahrzeugs (12) und der aktuellen Masse (92) des Zugfahrzeugs (12) bestimmt

(133) wird, in Abhängigkeit der aktuellen Beschleunigung (134) des Zugfahr zeugs (12) eine gewünschte Beschleunigung (138) des Anhängerfahrzeugs (16) bestimmt (137) wird und in Abhängigkeit der gewünschte Beschleunigung (138) und der aktuellen Masse (98) des Anhängerfahrzeugs (16) der Wert (1 14) der vom elektrischen Antrieb (52) gewünschten Antriebskraft (124) bestimmt wird.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die ge wünschte Beschleunigung (138) des Anhängerfahrzeugs (16) kleiner oder gleich der aktuellen Beschleunigung (134) des Zugfahrzeugs (12) gewählt wird und/oder die aktuelle Beschleunigung (134) des Zugfahrzeugs (12) in Abhängig keit des Ergebnisses einer Division der aktuellen Antriebskraft (96) des Zug fahrzeugs (12) durch die aktuelle Masse (92) des Zugfahrzeugs (12) bestimmt wird oder diesem Ergebnis entspricht und/oder

der Wert (1 14) der gewünschten Antriebskraft (124) des Anhängerfahr zeugs (16) in Abhängigkeit des Ergebnisses eines Produkts aus aktueller Mas se (98) des Anhängerfahrzeugs (16) und der gewünschten Beschleunigung (138) des Anhängerfahrzeugs (16) ist.

5. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die aktuelle Beschleunigung (134) des Zugfahrzeugs (12) zusätzlich in Abhängigkeit eines aktuellen Schlupfs (104) mindestens eines angetriebenen Rades (20a) des Zugfahrzeugs (12) be stimmt wird.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Be schleunigungsanforderung (46) einen Maximalwert (1 14) für eine mit dem elektrischen Antrieb (52) zu erzeugende oder gewünschte Antriebskraft ent spricht oder umfasst und/oder die Beschleunigungsanforderung (46) über einen CAN-ISO 1 1992-2 Bus (30) von einem Bremssteuergerät (32) des Zugfahr zeugs (12) an ein Anhängerbremssteuergerät (48) des Anhängerfahrzeugs (16) übertragen wird.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der elekt rische Antrieb (52) eine Antriebskraft (124) in Abhängigkeit eines Ansteuersig nals (60) erzeugt, und das Ansteuersignal (60) in Abhängigkeit der Beschleuni gungsanforderung (46) sowie eines Ladezustands (130) eines Energiespei chers (54) des elektrischen Antriebs (52) erzeugt wird und/oder das Ansteuer signal (60) in Abhängigkeit mindestens einer aktuellen Drehzahl (132) mindes tens eines elektrischen Motors (58) des elektrischen Antriebs (52) erzeugt wird. 8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Motor- drehzahl-Drehmomentkennfeld (140) festgelegt wird, das vorzugsweise in Ab hängigkeit eines Ladezustands (130) eines Energiespeichers (54) des elektri schen Antriebs (52) verschiebbar ist, wobei das Ansteuersignal (60) derart er zeugt wird, dass der elektrische Antrieb (52) ein Antriebsdrehmoment (124) er zeugt, das bei aktueller Drehzahl (132) des elektrischen Motors (58) innerhalb des Motordrehzahl-Drehmomentkennfelds (140), insbesondere eines optimalen Bereichs (144) des Motordrehzahl-Drehmomentkennfelds (140), liegt.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der elekt rische Antrieb (52) ein Zustandssignal (62), insbesondere über einen CAN-ISO 11992-2 Bus (30), an das Zugfahrzeug (12) sendet, das umfasst, welche An triebskraft (124) der elektrische Antrieb (52) aktuell erzeugt und/oder welche aktuelle Masse (98) das Anhängerfahrzeug (16) aufweist.

10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Zustandssignal (62) den aktuel len Schlupf (106) mindestens eines angetriebenen Rades (20a) des Anhänger fahrzeugs (16) umfasst und die Beschleunigungsanforderung (46) zusätzlich in Abhängigkeit des aktuellen Schlupfs (106) des Anhängerfahrzeugs (16) be stimmt wird.

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Ver fahren mit mindestens einem Bremssteuergerät (32, 48) des Zugfahrzeugs (12) und/oder des Anhängerfahrzeugs (16) ausgeführt wird.

12. Steuergerät (32, 48), insbesondere eines Zugfahrzeugs (12) oder eines Anhängerfahrzeugs (16), zum Ausführen des Verfahrens nach einem der An sprüche 1 bis 1 1 , wobei das Steuergerät (32, 48) vorzugsweise ein Bremssteu ergerät (32) oder ein Anhängerbremssteuergerät (48) ist.

13. Zugfahrzeug (12) mit einem Steuergerät (32, 48) nach Anspruch 12, das ein Bremssteuergerät ist (32). 14. Anhängerfahrzeug (16) mit einem Steuergerät (32, 48) nach Anspruch 12, das ein Anhängerbremssteuergerät (48) ist.

15. Gespann (10), umfassend ein Zugfahrzeug (12) nach Anspruch 13 und ein Anhängerfahrzeug (16) nach Anspruch 14.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Ansteuern eines elektrischen Antriebs eines Anhängerfahrzeugs

Die Erfindung betrifft die Ansteuerung von elektrischen Antrieben in Anhänger fahrzeugen. Insbesondere betrifft die Erfindung hierzu ein Verfahren zum An steuern eines elektrischen Antriebs eines Anhängerfahrzeugs sowie Vorrich tungen und Fahrzeuge zum Ausführen des Verfahrens. Ein Anhängerfahrzeug wird durch ein Zugfahrzeug, das beispielsweise ein Nutzfahrzeug ist, gezogen. Derartige durch Nutzfahrzeuge gezogene Anhängerfahrzeuge, die im Folgen den auch kurz Anhänger genannt werden, sind insbesondere Sattelauflieger und Deichselanhänger.

Nutzfahrzeuge, die neben einem Verbrennungsmotor als primäre Antriebsquelle zusätzlich einen elektrischen Antrieb zur Unterstützung eines Verbrennungsmo tors aufweisen, sind bekannt. Die elektrischen Antriebe dienen in den Nutzfahr zeugen beispielsweise, um den Verbrennungsmotor in einem energieeffizienten Drehzahlbereich betreiben zu können oder einen zusätzlichen Schub, bei spielsweise beim Anfahren oder Bergauffahren, bereitzustellen. Darüber hinaus kann mit elektrischen Antrieben kinetische und potentielle Energie des Fahr zeugs zurückgewonnen und als elektrische Energie in einem Energiespeicher des elektrischen Antriebs gespeichert werden.

Es ist außerdem bekannt, dass auch Anhänger für Nutzfahrzeuge mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet werden können, um durch den Anhänger eine zusätzliche Antriebskraft für das Zugfahrzeug, beispielsweise bei einer Bergauf fahrt, zur Verfügung zu stellen. In EP 2 842 814 B1 wird ein Steuergerät des Zugfahrzeugs mit einem weiteren Steuergerät im Anhänger verbunden, sodass diese kommunizieren. Das weitere Steuergerät, das vom Steuergerät Steuerbe fehle empfängt, steuert dann einen elektrischen Antrieb im Anhängerfahrzeug.

Gemäß dem Stand der Technik ist es demnach bekannt, dass ein Zugfahrzeug mit einem Anhängerfahrzeug kommuniziert, um einen Antriebswunsch, bei spielsweise in Abhängigkeit einer Gas- oder Bremspedalstellung, vom Zugfahr zeug an das Anhängerfahrzeug zu übermitteln. Wie sich das Anhängerfahrzeug aber tatsächlich verhält und welchen Anteil der Antrieb des Anhängerfahrzeugs am Gesamtantrieb eines Gespanns aus Zugfahrzeug und Anhängerfahrzeug darstellt, ist bislang nur durch aufwändige Sensorik messbar. Dies muss jedoch essentiell bekannt sein, insbesondere um ein Schieben des Anhängerfahr zeugs, das zu instabilem Fahrverhalten führen kann, zu vermeiden. Demnach ist aus dem Stand der Technik bekannt, zusätzliche Sensoren am Zugfahrzeug bereitzustellen, um die tatsächliche Reaktion eines Antriebs durch das Anhä ngerfahrzeug zu überwachen und den Antrieb dann beispielsweise durch einen neuen Steuerbefehl des Zugfahrzeugs zu regeln.

Somit kann eine Verzögerung oder Beschleunigung des Fahrzeuganhängers über seinen elektrischen Antrieb nur iterativ erfolgen, bis sich an der zusätzlich am Zugfahrzeug angebrachten Sensorik ein richtiger Messwert eingestellt hat, um instabile Fahrzustände zu vermeiden. Daraus resultiert eine verlangsamte Regelkette bei der Antriebsunterstützung sowie auch bei einer Verzögerung, die als Rekuperation für einen elektrischen Antrieb verwendet werden kann. Folge ist eine geringere Effizienz einerseits, wobei andererseits auch nur einge schränkt oder gar nicht in stabilitätskritischen Situationen, die nicht durch den elektrischen Antrieb verursacht sind und in denen beispielsweise Fahrerassis tenzsysteme eingreifen, durch den elektrischen Antrieb unterstützt werden kann. Insbesondere sind durch die bekannten Systeme somit zusätzliche Bau teile notwendig, womit zusätzliche Kosten einhergehen und ein effizienter Ein satz des elektrischen Antriebs ist nicht gewährleistet.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen elektrischen Antrieb eines Anhängerfahrzeugs in gegenüber dem Stand der Technik verbesserter Weise anzusteuern, wobei die Ansteuerung möglichst mit geringem oder ohne zusätzlichen Bauteilaufwand möglich sein soll und gleichzeitig einen effiziente ren zielgerichteten Einsatz des Antriebs ermöglichen soll.

Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, zumindest einem der zuvor im Stand der Technik genannten Probleme zu begegnen.

Hierzu betrifft die Erfindung ein Verfahren nach Anspruch 1. Demnach umfasst die Erfindung ein Verfahren zum Ansteuern eines elektrischen Antriebs eines Anhängerfahrzeugs mit einem Zugfahrzeug. Das Verfahren dient also zum An steuern eines elektrischen Antriebs.

Ein elektrischer Antrieb umfasst vorzugsweise mindestens einen elektrischen Motor, der im motorischen Betrieb oder im generatorischen Betrieb betreibbar ist. Hierzu ist der Motor vorzugsweise über einen steuerbaren Umrichter mit einem Energiespeicher, nämlich einer Batterie oder einem Akkumulator, ver bunden. Im motorischen Betrieb versorgt der Umrichter den elektrischen Antrieb mit Energie aus dem Energiespeicher, um ein positives Drehmoment zu erzeu gen. Im generatorischen Betrieb wird eine kinetische Energie eines mit dem elektrischen Motor verbundenen Rades in elektrische Energie gewandelt und diese über den Umrichter in den Energiespeicher gespeist und dort gespeichert. Dieser generatorische Betrieb wird auch Rekuperation genannt und dient gleichzeitig zur Abbremsung des Fahrzeugs mit dem elektrischen Antrieb.

Ein Zugfahrzeug umfasst hier insbesondere ein Nutzfahrzeug, wie insbesonde re einen Lastkraftwagen oder eine Zugmaschine. Ein Anhängerfahrzeug, das auch kurz Anhänger genannt wird, umfasst beispielsweise einen Sattelauflieger und einen Deichselanhänger, wie beispielsweise einen Zentralachsanhänger oder einen Gelenkdeichselanhänger.

Gemäß dem Verfahren wird eine aktuelle Masse des das Anhängerfahrzeug ziehenden Zugfahrzeugs bestimmt. Eine aktuelle Masse des Zugfahrzeugs wird vorzugsweise mit einem Steuergerät, vorzugsweise einem Bremssteuergerät, des Zugfahrzeugs bestimmt. Hierzu empfängt das Bremssteuergerät beispiels weise die aktuelle Masse von einem weiteren Steuergerät, das die Masse in Abhängigkeit der Luftdrücke von an den Achsen des Zugfahrzeugs angeordne ten Luftfedern bestimmt. Vorzugsweise ist die Masse beispielsweise bereits im Bremssteuergerät für Anwendungen, wie beispielsweise eine Traktionskontrol le, oder andere sicherheitsrelevante Systeme bekannt oder kann aus einem Steuergerät eines Luftfedersystems, das die Luftfedern steuert, ausgelesen werden.

Weiter wird gemäß dem Verfahren eine aktuelle Antriebskraft des Zugfahrzeugs bestimmt. Eine aktuelle Antriebskraft entspricht hier vorzugsweise einer Kraft, die mindestens einen Antrieb des Zugfahrzeugs, nämlich beispielsweise einen Verbrennungsantrieb und/oder einen elektrischen Antrieb des Zugfahrzeugs, auf mindestens ein Antriebsrad des Zugfahrzeugs ausübt. Besonders bevorzugt umfasst die Antriebskraft die Gesamtkraft des oder, im Falle von mehreren An trieben, aller Antriebe, die auf alle Antriebsachsen und/oder alle Antriebsräder des Zugfahrzeugs ausgeübt wird. Diese Antriebskraft wird vorzugsweise als Wert oder zumindest als Wert, aus dem die Antriebskraft ableitbar ist, auf einem CAN-Bus im Zugfahrzeug bereitgestellt. Die Bereitstellung erfolgt beispielswei se von einem Motorsteuergerät oder einem Fahrzeugsteuergerät und kann be sonders bevorzugt von einem Bus, bevorzugt durch ein Bremssteuergerät des Zugfahrzeugs, das das Verfahren ausführt, ausgelesen werden.

Weiter wird eine Beschleunigungsanforderung in Abhängigkeit der aktuellen Antriebskraft des Zugfahrzeugs und der aktuellen Masse des Zugfahrzeugs be stimmt und daraufhin der elektrische Antrieb des Anhängerfahrzeugs in Abhän gigkeit der Beschleunigungsanforderung angesteuert, insbesondere, um eine gewünschte Antriebskraft durch ein Drehmoment mit dem elektrischen Antrieb, nämlich insbesondere dem elektrischen Motor oder den elektrischen Motoren, zu erzeugen.

Dank der Bestimmung der aktuellen Antriebskraft des Zugfahrzeugs sowie der aktuellen Masse des Zugfahrzeugs lässt sich die Beschleunigungsanforderung in Abhängigkeit einer sich aus der aktuellen Antriebskraft und der aktuellen Masse des Zugfahrzeugs ergebenden Beschleunigung des Zugfahrzeugs be stimmen. Unter Kenntnis der Beschleunigung des Zugfahrzeugs kann dann ei ne Beschleunigungsanforderung für den elektrischen Antrieb in ergänzender Weise ohne zusätzliche Sensorik bestimmt werden, um auch eine geeignete Beschleunigung des Anhängerfahrzeugs durch entsprechendes Ansteuern des elektrischen Antriebs zu erreichen. Indem eine gewünschte Beschleunigung des Anhängerfahrzeugs durch die Beschleunigungsanforderung in Überein stimmung mit einer Beschleunigung des Zugfahrzeugs abgestimmt ist, kann die Gefahr eines Ziehens oder Aufschiebens des Anhängerfahrzeugs vermindert oder reduziert werden, ohne dass zusätzliche Sensoren beispielsweise im Be reich der Deichsel oder Kupplung zwischen Zugfahrzeug und Anhängerfahr zeug angeordnet werden müssen, um das Verhalten des Anhängerfahrzeugs zu überwachen.

Eine Sensorik zum Bestimmen der aktuellen Masse und der aktuellen Antriebs kraft ist demgegenüber ohnehin in aktuellen Fahrzeugen, insbesondere Nutz fahrzeugen, vorhanden, sodass auf die vorhandene Sensorik zurückgegriffen und auf eine zusätzliche Sensorik und somit zusätzliche Bauteile verzichtet werden kann. Das Verfahren kann dabei vorzugsweise in einer Steuerung des Zugfahrzeugs, insbesondere einem Bremssteuergerät, ausgeführt werden, in dem in der Regel zumindest die aktuelle Masse des Zugfahrzeugs, aber auch eine aktuelle Antriebskraft des Zugfahrzeugs, bereits verfügbar ist.

Gemäß einer ersten Ausführungsform wird die Beschleunigungsanforderung in Abhängigkeit der aktuellen Masse des Zugfahrzeugs und zusätzlich in Abhän gigkeit der aktuellen Masse des Anhängerfahrzeugs bestimmt. Vorzugsweise wird hierzu die Masse des Anhängerfahrzeugs bestimmt. Die Masse des An hängerfahrzeugs ist beispielsweise, analog zur Bestimmung beim Zugfahrzeug, aus einem Druck vorhandener Luftfedern des Anhängerfahrzeugs ableitbar, also bestimmbar oder messbar. Vorzugsweise ist die Masse des Anhängerfahr zeugs beispielsweise im Anhängerfahrzeug für ein Steuergerät, insbesondere ein Anhängerbremssteuergerät, des Anhängerfahrzeugs bereitgestellt oder die sem bekannt und kann so in Form eines Signals oder Datensignals an ein Steuergerät, insbesondere das Bremssteuergerät, des Zugfahrzeugs, das das erfindungsgemäße Verfahren ausführt, übertragen werden.

Alternativ ist es auch möglich, dass zunächst eine aus der aktuellen Antriebs kraft und der aktuellen Masse des Zugfahrzeugs bestimmte aktuelle Beschleu nigung des Zugfahrzeugs in Form eines Signals oder Datensignals an das Steuergerät, insbesondere das Bremssteuergerät, des Anhängerfahrzeugs vom Steuergerät, insbesondere des Bremssteuergeräts, des Zugfahrzeugs übertra gen wird und dann die Beschleunigungsanforderung in Abhängigkeit der Masse des Anhängerfahrzeugs sowie der aktuellen Antriebskraft des Zugfahrzeugs und der aktuellen Masse des Zugfahrzeugs im Bremssteuergerät, vorzugsweise Bremssteuergerät des Anhängerfahrzeugs, bestimmt wird.

Dank der Berücksichtigung der Masse des Anhängerfahrzeugs bei der Bestim mung der Beschleunigungsanforderung kann so in einfacher Weise eine ge wünschte Antriebskraft für den elektrischen Antrieb des Anhängerfahrzeugs bestimmt werden. Vorzugsweise ist die aktuelle Beschleunigung des Zugfahr zeugs bereits aufgrund der bestimmten aktuellen Antriebskraft und der be stimmten aktuellen Masse des Zugfahrzeugs bekannt oder daraus ableitbar, sodass sich aus dieser aktuellen Beschleunigung des Zugfahrzeugs eine ge wünschte Beschleunigung des Anhängerfahrzeugs ableiten lässt. Aus der ge wünschten Beschleunigung des Anhängerfahrzeugs ist wiederum unter Berück sichtigung der nun zusätzlich bestimmten Masse des Anhängerfahrzeugs in einfacher Weise in eine gewünschte Antriebskraft des elektrischen Antriebs be stimmbar. Eine gewünschte Antriebskraft des elektrischen Antriebs in Form der Beschleunigungsanforderung lässt sich somit auf einfache Weise noch genauer bestimmen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst die Beschleunigungsanforde rung einen Wert für eine vom elektrischen Antrieb gewünschte Antriebskraft.

Der Wert für eine gewünschte Antriebskraft, der der Beschleunigungsanforde rung entspricht, wird beispielsweise im Bremssteuergerät bestimmt, indem zu nächst die Beschleunigung des Zugfahrzeugs in Abhängigkeit der aktuellen An- triebskraft des Zugfahrzeugs und der aktuellen Masse des Zugfahrzeugs be stimmt wird. In Abhängigkeit der Beschleunigung des Zugfahrzeugs wird dann eine anzufordernde oder gewünschte Beschleunigung des Anhängerfahrzeugs bestimmt und in Abhängigkeit der anzufordernden oder gewünschten Be schleunigung des Anhängerfahrzeugs und der aktuellen Masse des Anhänger fahrzeugs wird wiederum die vom elektrischen Antrieb gewünschte Antriebs kraft bestimmt.

Wird demgegenüber gemäß einer weiteren Ausführungsform ein Wert einer gewünschten Beschleunigung in Form der Beschleunigungsanforderung vom Zugfahrzeug an das Anhängerfahrzeug übertragen, so wird der Wert der aktuel len Antriebskraft des Zugfahrzeugs und der aktuellen Masse des Zugfahrzeugs bestimmt. Erst im Anhängerfahrzeug, insbesondere mit dem Anhängerbrems steuergerät, wird dann in Abhängigkeit der gewünschten Beschleunigung und der aktuellen Masse des Anhängerfahrzeugs die gewünschte Antriebskraft für den elektrischen Antrieb bestimmt.

Die Ansteuerung des Antriebs ist somit in einfacher Art und Weise von einem Anhängerbremssteuergerät sowie einem Bremssteuergerät des Zugfahrzeugs ausführbar.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die gewünschte Beschleunigung des Anhängerfahrzeugs kleiner oder gleich der aktuellen Beschleunigung des Zugfahrzeugs oder wird derart gewählt.

Ein Schieben des Zugfahrzeugs wird so verhindert, da das Zugfahrzeug immer eine vergleichsweise gleiche oder größere Beschleunigung im Antriebsfall oder im Bremsfall ausführt als das Anhängerfahrzeug. Hierdurch werden unkontrol lierbare Fahrzustände des Gespanns, bestehend aus Zugfahrzeug und Anhä ngerfahrzeug, vermieden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird die aktuelle Beschleunigung des Zugfahrzeugs in Abhängigkeit des Ergebnisses einer Division der aktuellen An- triebskraft durch die aktuelle Masse des Zugfahrzeugs bestimmt oder entspricht diesem Ergebnis. Zusätzlich oder alternativ wird die gewünschte Antriebskraft des Anhängerfahrzeugs in Abhängigkeit des Ergebnisses eines Produkts aus der aktuellen Masse des Anhängerfahrzeugs und der gewünschten Beschleuni gung des Anhängerfahrzeugs bestimmt. In einfacher Weise über die bekannte Beziehung F = m * a sind so rechnerisch Werte für die gewünschte Antriebskraft bestimmbar.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird die aktuelle Beschleunigung des Zugfahrzeugs zusätzlich in Abhängigkeit eines aktuellen Schlupfs mindestens eines angetriebenen Rades des Zugfahrzeugs bestimmt.

Ein aktueller Schlupf des Zugfahrzeugs umfasst hier vorzugsweise einen An triebsschlupf und einen Bremsschlupf, die das Verhältnis der Drehzahl eines angetriebenen Rades des Zugfahrzeugs zu einem nichtangetriebenen und da her formschlüssig mitlaufenden Rades des Zugfahrzeugs oder zu einer Refe renzgeschwindigkeit des Fahrzeugs beschreiben. Ein Schlupfwert, also ein Wert des Schlupfs, ist demnach, wenn es sich um einen Antriebsschlupf han delt, größer als Null und im Fall, dass es sich um einen Bremsschlupf handelt, kleiner als Null.

Das Verfahren umfasst vorzugsweise das Bestimmen des aktuellen Schlupfs, wobei ein Bestimmen des Schlupfs beispielsweise durch Bestimmen vorhande ner Zustandswerte des Zugfahrzeugs und durch Ableiten des Schlupfs aus die sen Zustandswerten gewonnen werden kann oder auch ein indirektes oder di rektes Messen des Schlupfs möglich ist.

Eine vorteilhafte Ausführungsform umfasst das Bestimmen des Schlupfs, indem Signale von Raddrehzahlsensoren mindestens eines angetriebenen und eines nichtangetriebenen Rades aufgenommen werden, um so durch Vergleich der Raddrehzahlen einen Schlupf zu bestimmen. Gemäß einer weiteren Ausfüh rungsform wird die Raddrehzahl nur des angetriebenen Rades mit einer aktuel- len Geschwindigkeit des Fahrzeugs, die auch als Referenzgeschwindigkeit be zeichnet werden kann, verglichen.

Es ist vorteilhaft, den aktuellen Schlupf mindestens eines Rades des Zugfahr zeugs bei der Bestimmung der Beschleunigungsanforderung, insbesondere zum Bestimmen der aktuellen Beschleunigung des Zugfahrzeugs, zu berück sichtigen, da eine tatsächliche reale Beschleunigung des Zugfahrzeugs davon abhängig ist, wie beispielsweise Reibwerte des Untergrunds, auf dem der An trieb des Zugfahrzeugs durch die Räder übertragen wird, ausgebildet sind. Ist beispielsweise eine vergleichsweise glatte Fahrbahn vorhanden, so ist die tat sächliche Beschleunigung des Zugfahrzeugs geringer als eine allein aus der aktuellen Antriebskraft und der Masse des Zugfahrzeugs bestimmte Beschleu nigung. Dies kann durch Berücksichtigen des Schlupfs korrigiert und so die Be stimmung der aktuellen Beschleunigung verbessert werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst die Beschleunigungsanforde rung einen Maximalwert, insbesondere einer gewünschten Antriebskraft, für ein mit dem elektrischen Antrieb zu erzeugendes Drehmoment oder zu erzeugende Antriebskraft. Demnach wird also vorzugsweise im Falle einer Beschleuni gungsanforderung mit einem positiven Wert von einem Maximalwert für eine zu erzeugende oder gewünschte Antriebskraft durch den elektrischen Antrieb aus gegangen. Das heißt, dass beispielsweise bei der Geschwindigkeitserhöhung oder beim Anfahren des Zugfahrzeugs eine Beschleunigungsanforderung mit einem Maximalwert, also einem positiven Wert, an den elektrischen Antrieb übertragen wird. Dieser Maximalwert ist durch das Bestimmen der Beschleuni gungsanforderung so festgelegt, dass, wenn eine Antriebskraft, also beispiels weise ein daraus abgeleitetes oder entsprechendes Antriebsdrehmoment, mit dem elektrischen Antrieb erzeugt wird, das diesem Maximalwert entspricht, das Anhängerfahrzeug das Zugfahrzeug nicht oder gerade noch nicht schiebt. Die Fahrstabilität des Zugfahrzeugs, insbesondere bei Kurvenfahrten, kann somit weiterhin gewährleistet werden. Vorzugsweise wird die Beschleunigungsanfor derung über einen CAN-ISO 1 1992-2 Bus von einem Bremssteuergerät des Zugfahrzeugs an ein Bremssteuergerät des Anhängerfahrzeugs übertragen. Gemäß einer weiteren Ausführungsform erzeugt der elektrische Antrieb des Anhängerfahrzeugs eine Antriebskraft in Abhängigkeit eines Ansteuersignals. Das Ansteuersignal wird weiter in Abhängigkeit der Beschleunigungsanforde rung und eines Ladezustands mindestens eines Energiespeichers des elektri schen Antriebs erzeugt. Das Ansteuersignal wird aus der Beschleunigungsan forderung vorzugsweise mit einem Bremssteuergerät des Anhängerfahrzeugs erzeugt.

Gemäß der Ausführungsform wird berücksichtigt, dass im Falle eines bei spielsweise nur noch gering geladenen Energiespeichers und einer Beschleu nigungsanforderung mit einem positiven Wert ein vergleichsweise geringeres Antriebsdrehmoment oder Antriebskraft mit dem Ansteuersignal erzeugt wird als bei einem vergleichsweise höher oder vollständig geladenen Energiespei cher. Eine bestimmte Restenergie im Energiespeicher kann somit für Notsitua tionen, in denen der elektrische Antrieb benötigt wird, zurückgehalten werden. Gleichermaßen wird im Falle, dass die Beschleunigungsanforderung einen ne gativen Wert umfasst, beispielsweise bei einem vergleichsweise geringen La dezustand des Energiespeichers, ein hohes negatives Antriebsdrehmoment oder Antriebskraft, also ein Bremsmoment, durch das Ansteuersignal mit dem elektrischen Antrieb eingesteuert bzw. eingeregelt, das zu einem möglichst schnellen bzw. hohen Laden des Energiespeichers beiträgt.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird das Ansteuersignal in Abhängig keit mindestens einer aktuellen Drehzahl mindestens eines elektrischen Motors des elektrischen Antriebs erzeugt. Hierbei wird der Wirkungsgrad des Motors, der abhängig von der aktuellen Drehzahl ist, berücksichtigt und beispielsweise nur dann, wenn ein akzeptabler Wirkungsgrad vorliegt, auch der elektrische Antrieb als Antriebsunterstützung für das Zugfahrzeug eingesetzt.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist im elektrischen Antrieb ein Motor- drehzahl-Drehmomentkennfeld festgelegt, das vorzugsweise in Abhängigkeit einer Ladung des Energiespeichers des elektrischen Antriebs verschiebbar ist. Das Ansteuersignal wird weiter derart erzeugt, dass der elektrische Antrieb ein Antriebsdrehmoment oder eine Antriebskraft mit einem Wert erzeugt, der bei gegebener Drehzahl innerhalb des Kennfelds liegt. Eine Drehzahl wird dem nach gemessen oder anhand der aktuellen Betriebsparameter bestimmt und anhand des Kennfeldes ein Drehmoment oder eine Kraft bestimmt, das bzw. die im Kennfeld liegt und gleichzeitig vorzugsweise nicht einen durch die Be schleunigungsanforderung vorgegebenen Maximalwert überschreitet.

Somit kann sichergestellt werden, dass mit dem elektrischen Antrieb immer ein Antriebsdrehmoment oder Antriebskraft erzeugt wird, das bzw. die bezüglich eines akzeptablen Wirkungsgrads des elektrischen Antriebs erzeugt wird. Ent sprechend ist das Motordrehzahl-Drehmomentkennfeld vorzugsweise so festge legt oder vorbestimmt, dass dieses Antriebsdrehmomente bei Motordrehzahlen umfasst, die oberhalb eines vordefinierten Wirkungsgrads liegen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform sendet der elektrische Antrieb ein Zu standssignal an das Zugfahrzeug, das zumindest umfasst, welches aktuelle Antriebsdrehmoment oder Antriebskraft der elektrische Antrieb aktuell erzeugt. Das Zustandssignal umfasst demnach beispielsweise das oder ein aus dem Ansteuersignal abgeleitetes Signal.

Somit kann der Antrieb des Zugfahrzeugs bei einem Beschleunigungswunsch oder einem Bremswunsch des Fahrers in Abhängigkeit des Anteils des An triebsdrehmoments, das durch den elektrischen Antrieb aktuell erzeugt wird, ein Antriebsdrehmoment mit dem Zugfahrzeug, das hiervon abhängig ist, erzeugen.

Alternativ oder zusätzlich umfasst das Zustandssignal die aktuelle Masse des Anhängerfahrzeugs. Das Zustandssignal wird vorzugsweise über einen CAN- ISO 11992-2 Bus vom Anhängerbremssteuergerät zum Bremssteuergerät des Zugfahrzeugs übertragen.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst das Zustandssignal einen Schlupf des Fahrzeuganhängers, nämlich insbesondere eines angetriebenen Rades des Fahrzeuganhängers. Diese Information über den Schlupf des Fahr zeuganhängers dient zum Bestimmen der Beschleunigungsanforderung, die zusätzlich in Abhängigkeit des aktuellen Schlupfs des Anhängerfahrzeugs be stimmt wird. Vorzugsweise dient diese Information auch, um instabile Fahrzu stände des Fahrzeuganhängers zu detektieren und darauf reagieren zu können.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird das Verfahren mit einem Brems steuergerät des Zugfahrzeugs und zusätzlich oder alternativ mit einem Brems steuergerät des Anhängerfahrzeugs, nämlich einem Anhängerbremssteuerge rät, ausgeführt. Die Bremssteuergeräte des Zugfahrzeugs und des Anhänger fahrzeugs sind insbesondere bereits nach dem Stand der Technik eingerichtet, den aktuellen Schlupf einzelner Räder, die Massen der jeweiligen Fahrzeuge und aktuelle Antriebskräfte zu detektieren und dienen so zur besonders einfa chen Umsetzung des Verfahrens. Vorzugsweise sind die Bremssteuergeräte des Zugfahrzeugs und des Anhängerfahrzeugs über einen CAN-BUS 1 1992-2, der über eine elektrische Leitung realisiert ist, miteinander verbunden. Die Nachricht EBS 1 1 kann hierbei, da sie bislang standardisiert nicht verwendet wird, zur Kommunikation, insbesondere zur Übertragung der Beschleunigungs anforderung verwendet werden.

Weiter umfasst die Erfindung ein Steuergerät, insbesondere eines Zugfahr zeugs oder eines Anhängerfahrzeugs, zum Ausführen des Verfahrens nach einer der vorgenannten Ausführungsformen. Das Steuergerät ist vorzugsweise ein Bremssteuergerät des Zugfahrzeugs oder ein Bremssteuergerät des An hängerfahrzeugs, das auch Anhängerbremssteuergerät genannt wird. Das Steuergerät ist hierbei im Falle eines Steuergeräts des Zugfahrzeugs eingerich tet, die aktuelle Masse eines das Anhängerfahrzeug ziehenden Zugfahrzeugs sowie eine aktuelle Antriebskraft des Zugfahrzeugs zu bestimmen. Weiter wird mit dem Bremssteuergerät des Zugfahrzeugs in Abhängigkeit der aktuellen Masse und der aktuellen Antriebskraft eine Beschleunigungsanforderung er zeugt und die Beschleunigungsanforderung zum Ansteuern des elektrischen Antriebs an ein Anhängerbremssteuergerät ausgesendet. Vorzugsweise ist das Bremssteuergerät des Zugfahrzeugs auch eingerichtet, eine vom Anhänger- bremssteuergerät bestimmte Masse des Anhängerfahrzeugs zu bestimmen, um diese bei der Bestimmung der Beschleunigungsanforderung zu berücksichtigen. Weiter ist das Bremssteuergerät des Zugfahrzeugs eingerichtet, den aktuellen Schlupf mindestens eines angetriebenen Rades des Anhängerfahrzeugs von einem Anhängerbremssteuergerät zu empfangen, nachdem dieses vom Anhä ngerbremssteuergerät bestimmt wurde, und diesen Schlupf ebenfalls zur Be stimmung der Beschleunigungsanforderung zu berücksichtigen.

Demnach ist das Steuergerät im Falle eines als Anhängerbremssteuergerät ausgebildeten Steuergeräts eingerichtet, eine Beschleunigungsanforderung vom Zugfahrzeug zu empfangen und hierdurch einen elektrischen Antrieb des Anhängerfahrzeugs anzusteuern. Insbesondere weist ein derartiges Anhänger bremssteuergerät einen Speicher für ein Motordrehzahl-Drehmomentkennfeld auf, um ein Ansteuersignal für den elektrischen Antrieb zu erzeugen, der ab hängig von der Beschleunigungsanforderung und dem Motordrehzahl- Drehmomentkennfeld ist. Außerdem ist das Anhängerbremssteuergerät vor zugsweise eingerichtet, ein Zustandssignal an ein Bremssteuergerät des Zug fahrzeugs zu senden. Das Zustandssignal umfasst ein aktuelles Drehmoment des elektrischen Antriebs, mindestens einen Schlupf mindestens eines Rades des Anhängerfahrzeugs und/oder die Masse des Anhängerfahrzeugs.

Außerdem betrifft die Erfindung ein Zugfahrzeug mit einem Bremssteuergerät, insbesondere dem zuvor genannten Steuergerät, zum Ausführen des Verfah rens nach einer der vorgenannten Ausführungsformen. Weiter betrifft die Erfin dung ein Anhängerfahrzeug mit einem Anhängerbremssteuergerät, insbesonde re mit dem zuvor genannten Anhängerbremssteuergerät, zum Ausführen des Verfahrens nach einer der vorgenannten Ausführungsformen. Zuletzt umfasst die Erfindung ein Gespann aus dem Zugfahrzeug und dem Anhängerfahrzeug.

Weitere Ausführungsformen ergeben sich anhand der in den Figuren näher er läuterten Ausführungsbeispiele. Hierbei zeigen Fig. 1 ein Gespann aus einem Zugfahrzeug und einem Anhängerfahr zeug,

Fig. 2 die Schritte eines Ausführungsbeispiels des Verfahrens,

Fig. 3 Schritte zum Bestimmen einer Beschleunigungsanforderung,

Fig. 4 ein Motordrehzahl-Drehmomentkennfeld und

Fig. 5 eine Abhängigkeit der Kennfeldverschiebung eines Ladezustands eines Energiespeichers.

Fig. 1 zeigt ein Gespann 10. Das Gespann 10 umfasst ein Zugfahrzeug 12, das beispielsweise ein Nutzfahrzeug ist. Das Zugfahrzeug 12 ist über eine Deichsel 14 mit einem Anhängerfahrzeug 16 des Gespanns 10 verbunden. Das Anhä ngerfahrzeug 16 ist somit durch das Zugfahrzeug 12 ziehbar. Das Zugfahrzeug 12 sowie das Anhängerfahrzeug 16 umfassen jeweils mehrere Achsen 18, die jeweils zwei Räder 20a, 20b aufweisen. Die Räder 20a sind angetriebene Rä der und gehören so zu einer Antriebsachse 18 und die Räder 20b sind antriebs lose Räder und gehören zu einer nichtangetriebenen Achse 18. Antriebslose Räder 20b bezeichnen hier nichtangetriebene Räder. Jedes der Räder 20a, 20b ist mit einer Reibbremse 22 ausgestattet, um im Falle eines Bremswunsches die Räder 20a, 20b zu bremsen. Mindestens eine der Achsen 18 des Zugfahr zeugs 12 ist durch einen Verbrennungsmotor oder einen elektrischen Antrieb angetrieben, wobei ein Verbrennungsmotor oder ein elektrischer Antrieb des Zugfahrzeugs 12 zur besseren Übersicht in Fig. 1 nicht dargestellt ist.

Zum Antreiben des Zugfahrzeugs 12 wird durch Variation einer Gaspedalstel lung 23 eines Gaspedals 24 und durch Variation einer Bremspedalstellung 25 eines Bremspedals 26 durch einen Bediener des Zugfahrzeugs 12 ein Wunsch einer Geschwindigkeitserhöhung 27 bzw. ein Bremswunsch 29 signalisiert. Der Wunsch einer Geschwindigkeitserhöhung 27 oder ein Bremswunsch 29 wird gemäß einem hier nicht dargestellten alternativen Ausführungsbeispiel von ei- ner Steuerung erzeugt, die einen autonomen Betrieb oder einen Fahrerassis tenzbetrieb steuert.

Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist zur Signalisierung das Gaspedal 24 mit einem Fahrzeugsteuergerät 28 und das Bremspedal 26 mit einem Bremssteuergerät 32 verbunden. Das Fahrzeugsteuergerät 28 übermittelt Steuersignale zum Ansteuern des nicht dargestellten Antriebs auf einen mit dem Fahrzeugsteuergerät 28 verbundenen, nicht dargestellten Bus. Das Fahr zeugsteuergerät 28 übermittelt aus dem Wunsch einer Geschwindigkeitserhö hung 27 eine angeforderte positive Beschleunigung 31 und übergibt diese über eine Verbindung 34 auch an das Bremssteuergerät 32. Aus der angeforderten positiven Beschleunigung 31 lässt sich im Bremssteuergerät 32 die aktuelle Antriebskraft des Zugfahrzeugs 12 bestimmen. Das Bremssteuergerät 32 über wacht auch einen aktuellen Schlupf mindestens eines angetriebenen Rades 20a. Flierzu sind Raddrehzahlsensoren 21 an den Rädern 20a, 20b vorgese hen. Wird eine Differenzdrehzahl zwischen einem angetriebenen Rad 20a und einem nichtangetriebenen Rad 20b detektiert, so wird der Schlupf im Brems steuergerät 32 detektiert.

Zur Bestimmung des Maßes einer Unterstützung durch einen zusätzlichen elektrischen Antrieb wird im Bremssteuergerät 32 neben der aktuellen Antriebs kraft eine aktuelle Masse 92 des Zugfahrzeugs 12 bestimmt und eine Be schleunigungsanforderung 46 in Abhängigkeit der aktuellen Antriebskraft und der aktuellen Masse 92 erzeugt und auf einem CAN-ISO 1 1992-2 Bus 30 aus gesendet. Der Bus 30 ist mit einem Anhängerbremssteuergerät 48 des An hängerfahrzeugs 16 verbunden, an das die Beschleunigungsanforderung 46 übertragen wird.

Mit dem Anhängerbremssteuergerät 48, das die Beschleunigungsanforderung 46 über den Bus 30 empfängt, ist weiter ein elektrischer Antrieb 52 über einen weiteren Bus 50 verbunden. Der elektrische Antrieb 52 umfasst einen Energie speicher 54, der wiederaufladbar ist und auch als Akkumulator bezeichnet wer den kann. Neben dem Energiespeicher 54 umfasst der elektrische Antrieb 52 zwei Umrichter 56, die mit der Energie des Energiespeichers 54 elektrische Mo toren 58 versorgen, um ein positives Drehmoment zu erzeugen. Der Energie speicher 54, die Umrichter 56 und die elektrischen Motoren 58 entsprechen Komponenten 59 des elektrischen Antriebs 52. Gemäß einem alternativen, hier nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist nur ein elektrischer Motor 58 vorge sehen, der auch nur einen Umrichter 56 aufweist und über ein Differential zwei oder mehrere Räder 20a antreibt.

Die elektrischen Motoren 58 in Fig. 1 können auch im Generatorbetrieb oder generatorisch betrieben werden, sodass elektrische Energie 55 über die Um richter 56 zurück in den Energiespeicher 54 gespeist wird. Der Umrichter 56 des elektrischen Antriebs 52 ist mit dem Anhängerbremssteuergerät 48 über den weiteren Bus 50 verbunden, um ein Ansteuersignal 60 vom Anhänger bremssteuergerät 48 zu empfangen, das im Anhängerbremssteuergerät 48 in Abhängigkeit der Beschleunigungsanforderung 46 erzeugt wird.

Ein Ansteuern der Umrichter 56, das in Abhängigkeit des Ansteuersignals 60 erfolgt, gibt einerseits vor, ob die elektrischen Motoren 58 im Generatorbetrieb oder Motorbetrieb betrieben werden sollen und welches Drehmoment hierbei aufgewendet werden soll. Das Drehmoment wird vorzugsweise aus einer ge wünschten Antriebskraft, die in der Beschleunigungsanforderung übertragen wird, bestimmt. Im Falle des Betriebs der elektrischen Motoren 58 im motori schen Betrieb oder im Motorbetrieb wird von einem positiven Drehmoment ge sprochen, während das Drehmoment, also ein Wert des Drehmoments im ge neratorischen Betrieb der elektrischen Motoren 58, als negatives Drehmoment bezeichnet wird oder festgelegt ist.

Zum Ansteuern des elektrischen Antriebs 52, nämlich insbesondere der Um richter 56, wird demnach von dem Anhängerbremssteuergerät 48 über den wei teren Bus 50 das Ansteuersignal 60 an den elektrischen Antrieb 52 gesendet und dem Ansteuersignal 60 im vorliegenden Fall zwei, vorzugsweise der An triebskraft entsprechende, Drehmomentwerte entnommen, mit denen radindivi duelle Antriebsdrehmomente erzeugt werden. Vorzugsweise sendet der elektri- sehe Antrieb 52 auch ein Statussignal 64 an das Anhängerbremssteuergerät 48, um dem Anhängerbremssteuergerät 48 beispielsweise oder unter anderem mitteilen zu können, welches aktuell verfügbare Drehmoment oder welche ak tuell verfügbare Drehmomentänderung durch den elektrischen Antrieb 52 zum aktuellen Zeitpunkt bereitgestellt werden kann. Die aktuell verfügbaren Dreh momente oder Drehmomentänderungen sind beispielsweise abhängig vom ak tuellen Betriebszustand des elektrischen Antriebs 52. Außerdem oder alternativ umfasst das Statussignal 64 das aktuelle Drehmoment, das von dem oder den elektrischen Motoren 58 zurzeit erzeugt wird.

Das Anhängerbremssteuergerät 48 ist außerdem sowie auch das Bremssteuer gerät 32 des Zugfahrzeugs 12 mit Drehzahlsensoren 21 verbunden, um einen Schlupf mindestens eines angetriebenen Rades 20a des Anhängerfahrzeugs 16 zu überwachen oder zu bestimmen. Weiter sendet das Anhängerbremssteu ergerät 48 ein Zustandssignal 62 an das Bremssteuergerät 32 des Zugfahr zeugs 12, in dem einerseits das oder zumindest einige der Informationen, die im Statussignal 64 enthalten sind, enthalten ist. Außerdem umfasst das Zu standssignal 62 vorzugsweise auch den Schlupf des mindestens einen ange triebenen Rades 20a des Anhängerfahrzeugs 16. Dies kann ebenfalls im Bremssteuergerät 32 des Zugfahrzeugs 12 zum Erzeugen der Beschleuni gungsanforderung 46 berücksichtigt werden. Im Zustandssignal 62 wird außer dem oder alternativ eine im Anhängerbremssteuergerät 48 bestimmte Masse des Anhängerfahrzeugs 16 an das Bremssteuergerät 32 des Zugfahrzeugs übertragen. Diese Masse 98 des Anhängerfahrzeugs 16 wird ebenfalls vor zugsweise bei der Bestimmung der Beschleunigungsanforderung 46 berück sichtigt.

Fig. 2 zeigt die Schritte eines Ausführungsbeispiels des Verfahrens. Zunächst wird in einem Schritt 90 eine aktuelle Masse 92 eines Zugfahrzeugs 12 be stimmt. Vorzugsweise zeitgleich wird in einem Schritt 94 eine aktuelle Antriebs kraft 96 eines Antriebs des Zugfahrzeugs 12 bestimmt. Außerdem wird eine Masse 98 des Anhängerfahrzeugs 16 in einem Schritt 100 bestimmt. Die aktuel le Masse 92 des Zugfahrzeugs 12, die aktuelle Masse 98 des Anhängerfahr- zeugs 16 sowie die aktuelle Antriebskraft 96 des Zugfahrzeugs 12 werden ei nem Schritt 102 zugeführt, in den eine Beschleunigungsanforderung 46 in Ab hängigkeit dieser Werte bestimmt wird. Dem Schritt 102 wird neben den Mas sen 92, 98 und der aktuellen Antriebskraft 96 ebenfalls zur Bestimmung der Beschleunigungsanforderung 46 ein gemessener oder detektierter Schlupf 104 des Zugfahrzeugs 12, der in einem Schritt 105 bestimmt wurde, sowie ein ge messener oder detektiert Schlupf 106 des Anhängerfahrzeugs 16, der in einem Schritt 108 bestimmt wurde, zugeführt.

Die Beschleunigungsanforderung 46 wird dann in einem Schritt 1 16 an ein An hängerbremssteuergerät 48 übertragen und mit dem Anhängerbremssteuerge rät 48 im Schritt 1 18 ein Ansteuersignal 60 zum Ansteuern eines elektrischen Antriebs 52 in Abhängigkeit der Beschleunigungsanforderung 46 erzeugt. Hier bei wird das Beschleunigungssignal als Maximalwert 1 14 interpretiert. In Ab hängigkeit des Ansteuersignals 60 wird dann in einem Schritt 122 eine ge wünschte Antriebskraft 124 mit einem elektrischen Antrieb 52 erzeugt. Zum Be stimmen des Ansteuersignals 60 im Schritt 1 18 wird dem Schritt 1 18 ein Motor- drehzahl-Drehmomentkennfeld 126 zugeführt, das für den elektrischen Antrieb 52 vordefiniert und in dem Anhängerbremssteuergerät 48 hinterlegt ist. Das Motordrehzahl-Drehmomentkennfeld 126 wird in einem Schritt 128 in Abhän gigkeit eines Ladezustands 130 eines Energiespeichers 54 des elektrischen Antriebs 52 an den Ladezustand 130 angepasst.

Weiterhin wird das Ansteuersignal 60 im Schritt 1 18 in Abhängigkeit einer Drehzahl 132 mindestens eines Motors 58 des elektrischen Antriebs 52 be stimmt. Diese Drehzahl 132 sowie auch die aktuell erzeugte Antriebskraft 124 werden gemäß diesem Ausführungsbeispiel bei der Bestimmung der Beschleu nigungsanforderung 46 berücksichtigt. Beispielsweise werden die aktuell er zeugte Antriebskraft 124 und die Drehzahl 132 in einem Zustandssignal 62 hierzu vom Anhängerbremssteuergerät 48 zum Bremssteuergerät 32 des Zug fahrzeugs 12 übertragen, nachdem diese zuvor als Statussignal 64 vom elektri schen Antrieb 52 zum Anhängerbremssteuergerät 48 übertragen wurden. Fig. 3 zeigt die Schritte zum Bestimmen einer Beschleunigungsanforderung 46. Zunächst werden einem Schritt 133, mit dem eine aktuelle Beschleunigung 134 des Zugfahrzeugs 12 bestimmt wird, für die Bestimmung die aktuelle Masse 92 des Zugfahrzeugs 12 sowie die aktuelle Antriebskraft 96 des Zugfahrzeugs 12 zugeführt. Die aktuelle Beschleunigung 134 des Zugfahrzeugs 12 umfasst hier bei einen Wert 136. Der Wert 136 der aktuellen Beschleunigung 134 des Zug fahrzeugs 12 wird dann einem Schritt 137 zugeführt, in dem aus der aktuellen Beschleunigung 134 des Zugfahrzeugs 12 eine gewünschte Beschleunigung 138 des Anhängerfahrzeugs 16 abgeleitet wird. In einem darauffolgenden Schritt des Verfahrens 139 wird in Abhängigkeit der Masse 98 des Anhänger fahrzeugs 16 ein Maximalwert 1 14 als Beschleunigungsanforderung 46 ausge geben. Dieser Wert entspricht einem Wert einer gewünschten Antriebskraft 124.

Fig. 4 zeigt ein Beispiel für ein Motordrehzahl-Drehmomentkennfeld 140, das vorzugsweise mehrere Betriebsbereiche 142 bis 146 aufweist. Die Felder um fassen jeweils einen Wertebereich von Kombinationen aus Drehzahl 132 des elektrischen Antriebs 52, die auf der waagerechten Achse aufgetragen ist, und Drehmomenten 124, die auf der senkrechten Achse angegeben sind.

Ein aktueller Betriebsbereich 142 entspricht dem Bereich, in dem der elektri sche Antrieb 52 durch das Ansteuersignal 60 vorzugsweise zurzeit betrieben wird, während dieser aktuelle Betriebsbereich 142 innerhalb eines optimalen Betriebsbereichs 144 in Abhängigkeit der aktuellen Drehzahl 132 verschoben werden kann. Der optimale Betriebsbereich 144 kann wiederum in Abhängigkeit des Ladezustands 130 in einem zulässigen Betriebsbereich 146 variieren. Das Kennfeld 140 beschreibt somit Wertebereiche, in denen Kombinationen von Motordrehzahl 132 und Motordrehmoment des elektrischen Motors 58, also der Antriebskraft 124, einstellbar sind und sich gegenüber dem übrigen Bereich ab grenzen, in dem der elektrische Motor 58 nicht betrieben werden soll oder darf.

Fig. 5 zeigt eine Abhängigkeit des Kennfelds 140 vom Ladezustand 130 des Energiespeichers 54, wobei auf der waagerechten Achse der Ladezustand 130 zwischen 0 und 100 % aufgetragen ist und auf der senkrechten Achse eine An- hebung oder Absenkung des optimalen Betriebsbereichs 144 gegenüber einem Nullwert des optimalen Betriebsbereichs 144 angezeigt ist. Eine Anhebung oder Absenkung des optimalen Betriebsbereichs kann entweder intervallweise, was mit der Kurve 148 dargestellt ist, oder dynamisch, was mit der Kurve 150 dar gestellt ist, erfolgen.

Im vorliegenden Beispiel befindet sich demnach zwischen etwa 30 und 80 % des Ladezustands 130 der optimale Betriebsbereich 144 im Wesentlichen zent ral im zulässigen Betriebsbereich 146, wenn von einer intervallweisen Anpas sung ausgegangen wird. Außerhalb dieser Grenzen verschiebt sich der optima le Betriebsbereich 144 entweder nach oben oder nach unten. Ein Betreiben des elektrischen Antriebs 52 mit einem geeigneten Wirkungsgrad ist so möglich.

Bezugszeichenliste (Bestandteil der Beschreibung)

Gespann

Zugfahrzeug

Deichsel

Anhängerfahrzeug

Achsen

a angetriebene Räder

b nichtangetriebene Räder

Raddrehzahlsensoren

Reibbremse

Gaspedalstellung

Gaspedal

Bremspedalstellung

Bremspedal

Wunsch einer Geschwindigkeitserhöhung

Fahrzeugsteuergerät

Bremswunsch

CAN-Bus

angeforderte positive Beschleunigung

Bremssteuergerät

Verbindung

Beschleunigungsanforderung

Anhängerbremssteuergerät

weitere Bus

elektrischer Antrieb

Energiespeicher

Energie

Umrichter

elektrische Motoren

Komponenten des elektrischen Antriebs

Ansteuersignal

Zustandssignal Statussignal

Schritt des Verfahrens

aktuelle Masse des Zugfahrzeugs

Schritt des Verfahrens

aktuelle Antriebskraft

aktuelle Masse des Anhängerfahrzeugs

Schritt des Verfahrens

Schritt des Verfahrens

Schlupf des Zugfahrzeugs

Schritt des Verfahrens

aktueller Schlupf des Anhängerfahrzeugs

Schritt des Verfahrens

Antriebsdrehmoment

Schritt des Verfahrens

Wert, Maximalwert

-118 Schritte des Verfahrens

Schritt des Verfahrens

Antriebskraft

Motordrehzahl-Drehmomentkennfeld

Schritt des Verfahrens

Ladezustand

Drehzahl

Schritt des Verfahrens

aktuelle Beschleunigung des Zugfahrzeugs

Wert

Schritt des Verfahrens

gewünschte Beschleunigung des Anhängerfahrzeugs Schritt des Verfahrens

Motordrehzahl-Drehmomentkennfeld

aktueller Betriebsbereich

optimaler Betriebsbereich

zulässiger Betriebsbereich

Kurve 150 Kurve