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Patent Searching and Data


Title:
METHOD, DEVICE AND COMPUTER PROGRAM PRODUCT FOR CONTROLLING AND/OR REGULATING A PROCESS AIR SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/101520
Kind Code:
A1
Abstract:
In a method for controlling and/or regulating a process air system of a drying hood (12), which is assigned to a drying cylinder (14), of a machine for producing a fibrous web, feed air is fed to a wet part (18) and a dry part (22) of the drying hood via a respective feed air actuating element (20, 24) of a duct system (16), and exhaust air is discharged from the wet part and the dry part via a respective exhaust air actuating element (26, 28) of the duct system. Here, the prevailing intermediate space pressure is determined in the intermediate space between the drying cylinder and the wet part and in the intermediate space between the drying cylinder and the dry part in each case by means of at least one pressure sensor (400, 420), the respective measured intermediate space pressure is fed to a control and/or regulating device (34), and the respective intermediate space pressure is regulated automatically by means of the control and/or regulating device via a corresponding actuation of the respective feed air actuating element and/or the respective exhaust air actuating element, in such a way that the intermediate space pressure lies within a predefined value range. As an alternative or in addition, the intermediate space temperature is measured in the intermediate space between the drying cylinder and the wet part and in the intermediate space between the drying cylinder and the dry part in each case by means of at least one temperature sensor (40, 42), the respective measured intermediate space temperature is fed to a control and/or regulating device, and the respective intermediate space temperature is regulated automatically by means of the control and/or regulating device via a corresponding actuation of the respective feed air actuating element and/or the respective exhaust air actuating element, in such a way that the intermediate space temperature is kept in a temperature range between 50°C and 250°C. Devices and a computer program product for carrying out said methods are also specified.

Inventors:
POPP MARCO (DE)
BIANCHINI DARIO (IT)
Application Number:
PCT/EP2018/080434
Publication Date:
May 31, 2019
Filing Date:
November 07, 2018
Export Citation:
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Assignee:
VOITH PATENT GMBH (DE)
International Classes:
D21F5/18; D21F5/04; D21G9/00
Foreign References:
EP3078772A22016-10-12
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Steuern und/oder Regeln eines Prozessluftsystems einer einem Trockenzylinder (14), insbesondere einem MG-Glätt- und/oder Yan- kee Zylinder, zugeordneten Trockenhaube (12) einer Maschine zur Herstel- lung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, bei dem ein Nassteil (18) und ein Trockenteil (22) der Trockenhaube (12) über einen jeweiligen Luftkreislauf (180, 220) mit Heißluft versorgt werden und wobei jedem Luftkreislauf (180, 220) über ein jeweiliges Zuluftstellele ment (20 bzw. 24) eines Kanalsystems (16) Zuluft zugeführt und/oder über ein jeweiliges Abluftstellelement (26 bzw. 28) Abluft abgeführt wird wobei zwischen dem Trockenzylinder (14) und dem Nassteil (18) sowie dem Trockenteil (22) ein Zwischenraum (60, 62) vorgesehen ist und wobei im Zwischenraum (60) des Nassteils (18) und/oder im Zwischenraum (62) des Trockenteils (22) jeweils mittels wenigstens eines Drucksensors (400, 420) der herrschende Zwischenraum-Druck (pz) bestimmt wird, der jeweils gemessene Zwischenraum-Druck (pz) einer Steuer- und/oder Regeleinrich- tung (34) zugeführt und der jeweilige Zwischenraum- Druck (pz) mittels der Steuer- und/oder Regeleinrichtung (34) insbesondere über eine entspre- chende Ansteuerung des jeweiligen Zuluftstellelements (20 bzw. 24) und/oder des jeweiligen Abluftstellelements (26 bzw. 28) automatisch so geregelt wird, dass der Zwischenraum- Druck (pz) innerhalb eines vorgege- benen Wertebereiches liegt.

2. Verfahren nach Anspruch 1 ,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass der Zwischenraum- Druck (pz) so geregelt oder gesteuert wird, dass er in einem Intervall von +/- 10 kPa, vorzugsweise von +/- 5 kPa, besonders bevorzugt +/- 1 Pa um den Umgebungsdruck liegt.

3. Verfahren zum Steuern und/oder Regeln eines Prozessluftsystems einer einem Trockenzylinder (14), insbesondere einem MG-Glätt- und/oder Yan- keezylinder, zugeordneten Trockenhaube (12) einer Maschine zur Herstel- lung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, bei dem ein Nassteil (18) und ein Trockenteil (22) der Trockenhaube (12) über einen jeweiligen Luftkreislauf (180, 220) mit Heißluft versorgt werden und wobei jedem Luftkreislauf (180, 220) über ein jeweiliges Zuluftstellele- ment (20 bzw. 24) eines Kanalsystems (16) Zuluft zugeführt und/oder über ein jeweiliges Abluftstellelement (26 bzw. 28) Abluft abgeführt wird, insbe- sondere nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,

wobei zwischen dem Trockenzylinder (14) und dem Nassteil (18) sowie dem Trockenteil (22) ein Zwischenraum (60, 62) vorgesehen ist und wobei im Zwischenraum (60) des Nassteils (18) und/oder im Zwischenraum (62) des Trockenteils (22) jeweils mittels wenigstens eines Temperatursensors (40 bzw. 42) die Zwischenraum Temperatur (Tz) gemessen, die jeweilige gemessene Zwischenraum-Temperatur (Tz) einer Steuer- und/oder Re- geleinrichtung (34) zugeführt und die jeweilige dass zur Regelung der jewei- ligen Zwischenraum-Temperatur (Tz) bei einer jeweils zu niedrigen gemes- senen Zwischenraum-Temperatur (Tz) das jeweilige Zuluftstellelement (20 bzw. 24) automatisch geöffnet und bei einer jeweils zu hohen gemessenen Zwischenraum-Temperatur (Tz) das jeweilige Zuluftstellelement (20 bzw.

24) automatisch gedrosselt wird. Mittels der Steuer- und/oder Regeleinrich- tung (34) insbesondere über eine entsprechende Ansteuerung des jeweili- gen Zuluftstellelements (20 bzw. 24) und/oder des jeweiligen Abluftstellele- ments (26 bzw.28) automatisch so geregelt wird, dass d

schenraum -Temperatur (Tz) in einem Temperaturbereich zwischen 50° C und 250° C, insbesondere in einem Temperaturbereich zwischen 100° C und 200° C, gehalten wird.

4. Verfahren nach Anspruch 3,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass die Messung der jeweili gen Zwischenraum-Temperatur (Tz) in einem Abstand von weniger als 100cm, bevorzugt weniger als 50cm, besonders bevorzugt 20cm oder we- niger von einem führerseitigen und/oder triebseitigen Rand des Zwischen- raums (60, 62) erfolgt.

5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass zur Messung der jeweili gen Zwischenraum-Temperatur (Tz) jeweils wenigstens ein in der Isolierung der Trockenhaube (12) verbauter Temperatursensor (40 bzw.42) verwen- det wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass zur Regelung der jewei- ligen Zwischenraum-Temperatur (Tz) bei einer jeweils zu niedrigen gemes- senen Zwischenraum-Temperatur (Tz) das jeweilige Zuluftstellelement (20 bzw.24) automatisch geöffnet und bei einer jeweils zu hohen gemessenen Zwischenraum-Temperatur (Tz) das jeweilige Zuluftstellelement (20 bzw. 24) automatisch gedrosselt wird.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass zur Messung der jeweili- gen Zwischenraum-Temperatur (Tz) im Zwischenraum (60, 62) des

Nassteils (18) und/oder des Trockenteils (22) jeweils mehrere, insbesonde- re vier, Temperatursensoren (40, 42) verwendet, wobei < weils der Sensorwert mit der höchsten Temperatur herangezogen wird.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass das Kanalsystem (16) einen gemeinsamen Zuluft-Zuführkanal (32) zu den Zuluftstellelementen (20, 24) umfasst, welcher mit einem Zuluftgebläse (52) mit Zuluft versorgt wird und in dem zumindest ein Zuluft -Drucksensor (30) vorgesehen ist, wobei die mittels des zumindest einen Zuluft -Drucksensors (30) gemesse- nen Werte einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung (34) zugeführt und der anliegende Druck mittels der Steuer- und/oder Regeleinrichtung (34) insbe- sondere über eine entsprechende Ansteuerung des Zuluftgebläses (52) be- einflusst wird und insbesondere konstant gehalten wird. 9. Vorrichtung (10) zum Steuern und/oder Regeln eines Prozessluftsystems einer einem Trockenzylinder (14), insbesondere einem MG-Glätt- und/oder Yankee Zylinder, zugeordneten Trockenhaube (12) einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 2, mit einem Kanalsystem (16), umfassend

jeweils einen Luftkreislauf (180, 220) zur Versorgung eines Nassteils (18) und eines Trockenteils (22) mit Heißluft sowie

ein dem Nassteil (18) der Trockenhaube (12) zugeordnetes Zuluftstellele- ment (20) und ein dem Trockenteil (22) der Trockenhaube (12) zugeordne- ten Zuluftstellelement (24), über das dem jeweiligen Luftkreislauf Zuluft zu- führbar ist, und/oder ein dem Nassteil (18) der Trockenhaube (12) zugeord- neten Abluftstellelement (26) und/oder ein dem Trockenteil (22) der Tro- ckenhaube (12) zugeordneten Abluftstellelement (28), über das aus dem jeweiligen Luftkreislauf Abluft abführbar ist, wobei zwischen dem Trockenzylinder (14) und dem Nas:

dem Trockenteil (22) ein Zwischenraum (60, 62) vorgesehen ist und wobei jeweils wenigstens ein Drucksensor (400 bzw. 420) zur Messung des Zwi- schenraum-Drucks (pz) des Nassteils (18) und/oder des Trockenteils (22) vorgesehen ist, der jeweilige Drucksensor (400 bzw. 420) mit einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung (34) verbunden ist und die Steuer- und/oder Re- geleinrichtung (34) so eingerichtet ist, dass der Zwischenraum-Druck (pz) mittels einer entsprechenden Ansteuerung des jeweiligen Zuluftstellele- ments (20 bzw. 24) und/oder des jeweiligen Abluftstellelements (26 bzw.

28) so regelbar ist, dass der jeweilige Zwischenraum-Druck (pz) innerhalb eines vorgegebenen Wertebereiches gehalten werden kann.

10. Vorrichtung (10) zum Steuern und/oder Regeln eines Prozessluftsystems einer einem Trockenzylinder (14), insbesondere einem MG-Glätt- und/oder Yankee Zylinder, zugeordneten Trockenhaube (12) einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 3 bis 8, mit einem Kanalsystem (16), umfassend

jeweils einen Luftkreislauf (180, 220) zur Versorgung eines Nassteils (18) und eines Trockenteils (22) mit Heißluft sowie

ein dem Nassteil (18) der Trockenhaube (12) zugeordnetes Zuluftstellele ment (20) und ein dem Trockenteil (22) der Trockenhaube (12) zugeordne- ten Zuluftstellelement (24), über das dem jeweiligen Luftkreislauf Zuluft zu- führbar ist, und/oder ein dem Nassteil (18) der Trockenhaube (12) zugeord- neten Abluftstellelement (26) und/oder ein dem Trockenteil (22) der Tro- ckenhaube (12) zugeordneten Abluftstellelement (28), über das aus dem jeweiligen Luftkreislauf Abluft abführbar ist,

wobei zwischen dem Trockenzylinder (14) und dem Nassteil (18) sowie dem Trockenteil (22) ein Zwischenraum (60, 62) vorgesehen ist und wobei je- weils wenigstens ein Temperatursensor (40 bzw. 42) zur Messung der Zwi- schenraum-Temperatur (Tz) des Nassteils (18) und/oder (22) vorgesehen ist, der jeweilige Temperatursensor (40 bzw.42) mit einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung (34) verbunden ist und die Steuer- und/oder Regeleinrichtung (34) so eingerichtet ist, dass die jeweilige Zwi- schenraum-Temperatur (Tz) mittels einer entsprechenden Ansteuerung des jeweiligen Zuluftstellelements (20 bzw.24) und/oder des jeweiligen Abluft- stellelements (26 bzw.28) so regelbar ist, dass die jeweilige Zwischen- raum-Temperatur (Tz) in einem Temperaturbereich zwischen 50° C und 250° C, vorzugsweise in einem Temperaturbereich zwischen 100° C und 200° C, gehalten werden kann.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass zur Messung der jeweili gen Zwischenraum-Temperatur (Tz) des Nassteils (18) und/oder des Tro- ckenteils (22)jeweils mehrere, insbesondere vier, Temperatursensoren (40 bzw.42) vorgesehen sind.

12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11 ,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass zur Messung der jeweili gen Zwischenraum-Temperatur (Tz) jeweils wenigstens ein in der Isolierung der T rockenhaube (14), insbesondere des Nassteils (18) und/oder des T ro- ckenteils (22) verbauter Temperatursensor (40 bzw.42) vorgesehen ist.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass zumindest einer, bevor- zugt alle Temperatursensoren (40, 42) in einem Abstand von weniger als 100cm, bevorzugt weniger als 50cm, besonders bevorzugt 20cm oder we- niger von einem führerseitigen und/oder triebseitigen Rand des Zwischen- raums (60, 62) vorgesehen sind.

14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass das Kanalsystem (16) einen gemeinsamen Zuluft-Zuführkanal (32) zu den Zuluftstellelementen (20, 24) umfasst, wobei in diesem Zuluft-Zuführkanal (32) zumindest ein Zu- luft-Drucksensor (30) vorgesehen ist und/oder zumindest ein Zuluft-Gebläse

(52) vorgesehen ist, um den gemeinsamen Zuluft-Zuführkanal (32) mit Zu- luft zu versorgen.

15. Computerprogrammprodukt,

dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass, wenn es auf dem Com- puter einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung einer Vorrichtung gemäß ei- nem der Ansprüche 9 bis 14 ausgeführt wird dadurch eine Steuerung und/oder Regelung eines Prozessluftsystems gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 bewirkt wird.

Description:
VERFAHREN, VORRICHTUNG UND COMPUTERPROGRAMMPRODUKT ZUM STERUERN UND/ODER REGELN EINES PROZESSLUFTSYSTEMS

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern und/oder Regeln eines Prozess- luftsystems einer einem Trockenzylinder, insbesondere einem MG (machine gla- zed)- Glatt- und/oder Yankeezylinder, zugeordneten Trockenhaube einer Maschi- ne zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, bei dem einem Nassteil und einem Trockenteil der Trockenhaube über ein jeweiliges Zuluftstellelement eines Kanalsystems Zuluft zugeführt und aus dem Nassteil und dem Trockenteil über ein jeweiliges Abluftstellelement des Ka- nalsystems Abluft abgeführt wird. Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens sowie ein Computerprogrammprodukt zum Steuern und/oder Regeln eines Prozessluftsystems

Bei der Papiererzeugung wird ein relativ großer Energieanteil in der Trocknung benötigt. Aus energetischer Sicht wird eine lufttechnische Optimierung angestrebt, indem die zur Trocknung eingesetzte Energie möglichst weitgehend im Prozess gehalten wird. Zur Wärmerückgewinnung erfolgt hierbei in der Regel eine Vor- wärmung der Haubenzuluft und insbesondere bei Yankeehauben auch eine Vor- wärmung von Verbrennungsluft. Zudem ist eine Beheizung der Produktionshallen mit Abwärme die Regel.

Zudem muss aus dem Prozessluftsystem der Trockenhaube einer Tissuemaschi- ne bzw. eines MG- Glätt- und/oder Yankeezylinders ein Teil der Umluft abgeführt werden, um die Luftfeuchte im System auf einem konstanten Niveau zu halten. Dies kann über eine kontrollierte Zuführung von Ergänzungsluft und bei gasbe- heizten Trockenhauben Verbrennungsluft erfolgen. Die jeweiligen Mengen von Abluft und Ergänzungsluft werden über Luftklappen im System

Luftklappen besitzen in der Regel einen elektrischen oder pneumatischen Stellan- trieb. An der Trockenhaube bzw. im Spalt zwischen dem Yankeezylinder und der Trockenhaube installierte Sensoren, z.B. Temperatur- und Drucksensoren etc., zeigen an, ob die Trockenhaube heiße Luft in die Halle abbläst oder kalte Luft aus der Halle ansaugt. Ziel ist es, bei einer möglichst hohen Haubenabluftfeuchte bei- de Haubenhälften ausbalanciert, d.h. bei neutralem Luftdruck zu fahren, so dass keine heiße Prozessluft am Spalt zwischen dem Yankeezylinder und der Trocken- haube in die Halle austritt und keine kalte Hallenluft in die Trockenhaube einge- saugt wird..

Bei den bisher üblichen Verfahren und Vorrichtungen der eingangs genannten Art ist insbesondere von Nachteil, dass die jeweiligen Einstellungen für einen jeweili- gen energetisch optimalen Betrieb manuell vorzunehmen sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, bei denen auf möglichst einfache und zuverlässige Weise eine hinsichtlich eines energetisch optimalen Betriebs der Trockenhaube automatische Regelung des Prozessluftsystems der Trockenhaube gewährleistet und damit auch bei jeweiligen Veränderungen der Produktion auto- matisch stets ein optimaler Betrieb der Trockenhaube aufrechterhalten wird.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe jeweils durch ein Verfahren mit den Merk- malen des Anspruchs 1 , ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 3 bzw. eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9, bzw. eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 10 sowie ein Computerprogrammprodukt gemäß den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst.

Bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie bevorzug- te Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der vorliegenden Beschreibung sowie der Zeichnung. Bei den verschiedenen erfindungsgemäßen Verfahren zum Ste

geln eines Prozessluftsystems einer einem Trockenzylinder, insbesondere einem MG-Glätt- und/oder Yankeezylinder, zugeordneten Trockenhaube einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissu- ebahn, wird jeweils ein Nassteil und ein Trockenteil der Trockenhaube über ein einen jeweiligen Luftkreislauf mit Heißluft („Umluft“) versorgt und jedem Luftkreis- lauf wird über ein jeweiliges Zuluftstellelement eines Kanalsystems Zuluft zuge- führt und/oder über ein jeweiliges Abluftstellelement Abluft abgeführt. Dabei kann es sich bei einem jeweiligen Zuluftstellelement insbesondere um eine Zuluftklappe und bei einem jeweiligen Abluftstellelement insbesondere um eine Abluftklappe handeln.

Zudem ist zwischen dem Trockenzylinder und dem Nassteil sowie dem Trockenteil jeweils ein Zwischenraum vorgesehen ist.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung zeichnet sich das betreffende Verfah- ren zum Steuern und/oder Regeln des Prozessluftsystems dadurch aus, dass im Zwischenraum des Nassteils und/oder im Zwischenraum des Trockenteils je- weils mittels wenigstens eines Drucksensors der herrschende Zwischenraum- Druck (pZ) bestimmt wird, der jeweils gemessene Zwischenraum-Druck (pZ) einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung zugeführt und der jeweilige Zwischenraum- Druck (pZ) mittels der Steuer- und/oder Regeleinrichtung insbesondere über eine entsprechende Ansteuerung des jeweiligen Zuluftstellelements und/oder des je- weiligen Abluftstellelements automatisch so geregelt wird, so dass der Zwischen- raum- Druck (pZ) innerhalb eines vorgegebenen Wertebereiches liegt.

Aufgrund dieser Ausgestaltung des Verfahrens kann erreicht werden, dass der Zwischenraumdruck p z immer in einem vorgegebenen Bereich liegt, ohne dass, wie bisher durch manuelles Öffnen und Schließen von Klappen der Druck korri- giert werden muss. Dadurch kann der Personalaufwand reduziert werden und zu- dem auch noch die Prozessstabilität und -gleichmäßigkeit erhöht werden. Insbesondere ist es möglich, den Zwischenraum- Druck (p z ) so

in einem Intervall von +/- 10 kPa, vorzugsweise von +/- 5 kPa, besonders bevor- zugt +/- 1 Pa um den Umgebungsdruck liegt.

Ein Zwischenraum- Druck (p z ), welcher in etwa im Bereich des Umgebungsdrucks liegt, bietet für das Verfahren große Vorteile.

Ist der Zwischenraum- Druck (p z ) nämlich höher als der Umgebungsdruck, so strömt die heiße Umluft aus dem jeweiligen Nass- bzw. Trockenteil der Trocken- haube in die Umgebung, da der Zwischenraum zwischen Trockenhaube und Tro- ckenzylinder, welcher mit der heißen Umluft angefüllt ist, üblicherweise nicht ge- genüber der Umgebung abgedichtet ist. Mit dem Ausströmen der heißen Luft in die Umgebung geht dem Prozessluftsystem aber eine große Menge an Energie verloren. Diese Energie muss dem Luftkreislauf dann wieder zugeführt werden, was zum mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Außerdem ist dies auch ergono- misch vorteilhaft, da das Bedienpersonal in der Nähe des Trockenzylinders nicht durch die ausströmende heiße Luft belastet wird.

Ist der Zwischenraum- Druck (p z ) dagegen niedriger als der Umgebungsdruck, so wird die kältere Umgebungsluft in das Prozessluftsystem eingesaugt. Dadurch wird die Umluft im Luftkreislauf abgekühlt und muss dann erwärmt werden, was wieder zu höheren Kosten führt.

Der optimale Zustand ist daher ein Zwischenraumdruck, der in etwa dem Umge- bungsdruck entspricht, da so weder heiße Luft an die Umgebung verloren geht, noch kalte Umgebungsluft eingesaugt wird, und dadurch am wenigsten Energie den einzelnen Luftkreisläufen zugeführt werden muss.

Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung zeichnet sich das betreffende Verfah- ren zum Steuern und/oder Regeln des Prozessluftsystems dadurch aus, dass im Zwischenraum des Nassteils und/oder im Zwischenraum des Trockenteils jeweils mittels wenigstens eines Temperatursensors die Zwischenraum Temperatur (T z ) gemessen, die jeweilige gemessene Zwischenraum-Temperati

und/oder Regeleinrichtung (34) zugeführt und die jeweilige Zwischenraum- Temperatur (T z ) mittels der Steuer- und/oder Regeleinrichtung insbesondere über eine entsprechende Ansteuerung des jeweiligen Zuluftstellelements und/oder des jeweiligen Abluftstellelements automatisch so geregelt wird, dass die jeweilige Zwischenraum -Temperatur (T z ) in einem Temperaturbereich zwischen 50° C und 250° C, insbesondere in einem Temperaturbereich zwischen 100° C und 200° C, gehalten wird.

Dieser zweite Aspekt löst dasselbe Problem, wie der erste Aspekt mit derselben erfinderischen Idee, nämlich das manuelle Einstellen der Stellelemente durch eine Automatisierung zu ersetzen, die auf Messwerten aus dem Zwischenraum beruht. Somit ergeben sich hier auch dieselben Vorteile, wie oben beschrieben.

Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die Messung der jeweiligen Zwi- schenraum-Temperatur (T z ) in einem Abstand von weniger als 100cm, bevorzugt weniger als 50cm, besonders bevorzugt 20cm oder weniger von einem führersei- tigen und/oder triebseitigen Rand des Zwischenraums erfolgt.

Diese Ausführung ist deshalb vorteilhaft, da sich die Zwischenraum-Temperatur (T z ) in Randnähe in Abhängigkeit vom Zwischenraum- Druck (p z ) stark ändert.

Üblicherweise ist die Temperatur der heißen Umluft sehr hoch. Sie liegt häufig zwischen 300°C und 500°C.

Die Temperatur der Umgebung liegt deutlich darunter, und beträgt üblicherweise - abhängig von der Qualität der Hallenbelüftung- zwischen 20°C und 50°C.

Liegt der Zwischenraum- Druck (p z ) über dem Umgebungsdruck, so strömt, wie oben beschrieben, heiße Umluft aus dem Zwischenraum in die Umgebung. Dies geschieht unter anderem über den führerseitigen und/oder triebseitigen Rand des Zwischenraums. Somit strömt diese heiße Luft an den dort ang

ratursensoren vorbei, welche eine hohe Temperatur von i.d.R. > 300°c anzeigen.

Liegt der Zwischenraum- Druck (p z ) unter dem Umgebungsdruck, so wird Umge- bungsluft -wieder unter anderem über den Rand- eingesaugt, und die dort ange- brachten Temperatursensoren zeigen eine niedrige Temperatur, i.d.R. < 50°C.

Sind Zwischenraum- Druck (p z ) und Umgebungsdruck in etwa gleich, so findet kein - oder nur sehr wenig - Luftaustausch zwischen dem Zwischenraum und der Umgebung statt. Die Temperatur im Randbereich wird sich dann in einem Zwi- schenbereich einstellen, der üblicherweise zwischen 50° C und 250° C, insbeson- dere zwischen 100° C und 200° C liegt.

Insofern wird durch den zweiten Aspekt der Erfindung auch wieder dieselbe erfin- derische Idee realisiert, wie durch den ersten, nämlich durch die Reduzierung oder Verhinderung des Luftaustauschs eine Reduzierung des Energiebedarfs zu erzie- len.

In weiteren bevorzugten Ausführungen des Verfahrens kann die Temperaturmes- sung dadurch erfolgen, dass wenigstens ein in der Isolierung der Trockenhaube verbauter Temperatursensor verwendet wird.

Es kann vorteilhaft sein, dass zur Regelung der jeweiligen Zwischenraum- Temperatur (T z ) bei einer jeweils zu niedrigen gemessenen Zwischenraum- Temperatur (T z ) das jeweilige Zuluftstellelement automatisch geöffnet und bei ei- ner jeweils zu hohen gemessenen Zwischenraum-Temperatur (T z ) das jeweilige Zuluftstellelement automatisch gedrosselt wird.

Dabei werden gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfin- dungsgemäßen Verfahrens zur Messung der jeweiligen Zwischenraum- Temperatur (T z ) im Zwischenraum des Nassteils und/oder des

mehrere, insbesondere vier, Temperatursensoren verwendet, wobei als Messwert jeweils der Sensorwert mit der höchsten Temperatur herangezogen wird.

Diese mehreren Sensoren können beispielsweise entlang der Umfangsrichtung des Trockenzylinders angeordnet sein. Auf diese Weise kann an verschiedenen Stellen überprüft werden, ob Luft aus dem Zwischenraum austritt oder eingesaugt wird. Durch die Wahl des höchsten gemessenen Wertes als Temperaturwert wird gewährleistet, dass die Regelung bereits dann aktiv wird, wenn zumindest an ei- ner Stelle heiße Luft austritt. Eine ebenfalls mögliche Variante des Verfahrens, bei der die niedrigste gemessene Temperatur gewählt wird, oder ein Mittelwert bzw. der Median führt zu einem anderen Verhalten der Regelung, welche jedoch auch vorteilhaft sein können.

Weiterhin kann es vorteilhaft sein, dass das Kanalsystem einen gemeinsamen Zuluft-Zuführkanal zu den Zuluftstellelementen umfasst, welcher mit einem Zuluft- gebläse mit Zuluft versorgt wird und in dem zumindest ein Zuluft-Drucksensor vor- gesehen ist, wobei die mittels des zumindest einen Zuluft-Drucksensors gemes- senen Werte einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung zugeführt und der anliegen- de Druck mittels der Steuer- und/oder Regeleinrichtung insbesondere über eine entsprechende Ansteuerung des Zuluftgebläses beeinflusst wird und insbesonde- re konstant gehalten wird. Diese Möglichkeit ist sowohl für Verfahren gemäß dem ersten, als auch dem zweiten Aspekt der Erfindung vorteilhaft einsetzbar.

Wird nämlich aufgrund eines Regeleingriffs eine der beiden Zustellelemente ge- öffnet, und strömt dadurch vermehrt Zuluft in einen der beiden Luftkreisläufe, so kann es in dem gemeinsamen Zuluft-Zuführkanal zu einem Druckabfall kommen. Dies wiederum kann dazu führen, dass nun durch das andere der beiden Zustel- lelemente ungeplant weniger Zuluft in den anderen Luftkreislauf fließt, und dort die Strömungsverhältnisse stört. Durch den Einsatz einer Druckmessung im gemein- samen Zuluft-Zuführkanal verbunden mit einer Regelung des Z

dieser Nachteil vermieden werden.

Bevorzugt werden in den Verfahren gemäß der verschiedenen Aspekte der Erfin- dung häufig nur die Zuluftstellelemente oder nur die Abluftstellelemente bei der Steuerung bzw. Regelung verwendet werden. Es können aber auch Fälle auftre- ten, bei denen beide Arten von Stellelementen angesprochen werden.

So kann es beispielsweise Vorkommen, dass ein Zuluftstellelement völlig ge- schlossen ist, und trotzdem im zugehörigen Zwischenraum noch ein Überdruck vorherrscht, der von den Drucksensoren angezeigt, bzw. von den Temperatur- sensoren als .hohe Temperatur“ angezeigt wird. In dem Fall kann das Abluftstel lelement weiter geöffnet werden, um die Sensorwerte wieder in den gewünschten Bereich zu bewegen.

Analog kann es Vorkommen, dass ein Zuluftstellelement völlig geöffnet ist, aber im Zwischenraum weiterhin ein Unterdrück herrscht. In diesem Fall kann über ein zumindest teilweises Schließen des Ablufstellelements weiter gesteuert werden.

Die verschiedenen erfindungsgemäßen Vorrichtungen zum Steuern und/oder Re- geln eines Prozessluftsystems einer einem Trockenzylinder, insbesondere einem MG-Glätt- und/oder Yankeezylinder, zugeordneten Trockenhaube einer Maschine zur Fierstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissu- ebahn, umfassen jeweils

ein Kanalsystem mit jeweils einem Luftkreislauf zur Versorgung eines Nassteils und eines Trockenteils mit Heißluft.

Zudem umfasst das Kanalsystem ein dem Nassteil der Trockenhaube zugeordne- tes Zuluftstellelement und ein dem Trockenteil der Trockenhaube zuge- ordnetes Zuluftstellelement über das dem jeweiligen Luftkreislauf Zuluft zu- führbar ist,

und/oder das Kanalsystem umfasst ein dem Nassteil der Trockenhaube zugeord- netes Abluftstellelement und/oder ein dem Trockenteil der Trockenhaube zugeordnetes Abluftstellelement, über das aus dem jewe

Abluft abführbar ist.

Zudem sind die Elemente der Trockenhaube so positioniert, dass zwischen dem Trockenzylinder und dem Nassteil sowie dem Trockenteil ein Zwischenraum vorgesehen ist.

Die Größe des Zwischenraums bei den Vorrichtungen der verschiedenen Aspekte der Erfindung kann je nach Ausführung variieren. Häufig wird sie zwischen 10 mm und 50mm betragen, vorzugsweise zwischen 20 mm und 30mm.

Die verschiedenen erfindungsgemäßen Vorrichtungen sind jeweils insbesondere zur Durchführung des jeweiligen erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet.

Grundsätzlich kann auch eine beliebige Kombination der verschiedenen Verfahren gemäß den zwei Aspekten der Erfindung vorgesehen sein.

Gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung zeichnet sich die betreffende Vorrich- tung zum Steuern und/oder Regeln des Prozessluftsystems dadurch aus, dass jeweils wenigstens ein Drucksensor zur Messung des Zwischenraum-Drucks (p z ) des Nassteils und/oder des Trockenteils vorgesehen ist. Der jeweilige Drucksensor ist mit einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung verbunden und die Steuer- und/oder Regeleinrichtung ist so eingerichtet, dass der Zwischenraum- Druck (p z ) mittels einer entsprechenden Ansteuerung des jeweiligen Zuluftstel- lelements und/oder des jeweiligen Abluftstellelements so regelbar ist, dass der jeweilige Zwischenraum-Druck (p z ) innerhalb eines vorgegebenen Wertebereiches gehalten wird bzw. werden kann.

Gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung zeichnet sich die betreffende Vorrich- tung zum Steuern und/oder Regeln des Prozessluftsystems dadurch aus, dass jeweils wenigstens ein Temperatursensor (40 bzw. 42) zur Messung der Zwi- schenraum-Temperatur (T z ) des Nassteils und/oder des Trock

ist. Der jeweilige Temperatursensor ist mit einer Steuer- und/oder Regeleinrich- tung verbunden, und die Steuer- und/oder Regeleinrichtung ist so eingerichtet, dass die jeweilige Zwischenraum-Temperatur (T z ) mit einer entsprechenden An- steuerung des jeweiligen Zuluftstellelements und/oder des jeweiligen Abluftstel lelements so regelbar ist, dass die jeweilige Zwischenraum-Temperatur (T z ) in ei- nem Temperaturbereich zwischen 50° C und 250° C, vorzugsweise in einem Temperaturbereich zwischen 100° C und 200° C, gehalten werden kann.

Bevorzugt sind dabei zur Messung der jeweiligen

zur Messung der jeweiligen Zwischenraum-Temperatur (T z ) des Nassteils und/oder des Trockenteils jeweils mehrere, insbesondere vier, Temperatursenso- ren vorgesehen sind.

Weiterhin kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass zur Messung der jeweili gen Zwischenraum-Temperatur (TZ) jeweils wenigstens ein Temperatursensor vorgesehen ist, der in der Isolierung der Trockenhaube, insbesondere des

Nassteils und/oder des Trockenteils verbaut ist.

In einer weiteren bevorzugten Ausführung kann vorgesehen sein,

dass zumindest einer, bevorzugt alle Temperatursensoren in einem Abstand von weniger als 100cm, bevorzugt weniger als 50cm, besonders bevorzugt 20cm oder weniger von einem führerseitigen und/oder triebseitigen Rand des Zwischen- raums -und damit auch des Nass- bzw. Trockenteils- vorgesehen sind.

Es sei angemerkt, dass die Anbindung der Druck- und/oder Temperatursensoren an eine Steuer- und/oder Regeleinrichtung auf verschiedene Arten erfolgen kann. Vorteilhafterweise kann diese Anbindung drahtlos erfolgen, oder über Kabel, ins- besondere über Hochtemperaturkabel, welche speziell für die Temperaturverhält- nisse im Umfeld einer Trockenhaube geeignet sind. Für eine Vorrichtung sowohl gemäß dem ersten als auch dem }

Erfindung kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass das Kanalsystem einen gemeinsamen Zuluft-Zuführkanal zu den Zuluftstellelementen umfasst, wobei in diesem Zuluft-Zuführkanal zumindest ein Zuluft-Drucksensor vorgesehen ist und/oder zumindest ein Zuluft-Gebläse vorgesehen ist, um den gemeinsamen Zu- luft-Zuführkanal mit Zuluft zu versorgen.

Die Zuluftstellelemente bzw. -klappen und Abluftstellelemente bzw. -klappen kön- nen beispielsweise mit elektrischen und/oder pneumatischen Stellantrieben verse- hen sein.

Grundsätzlich kann auch eine beliebige Kombination der verschiedenen Vorrich- tungen gemäß den beiden Aspekten der Erfindung vorgesehen sein. Die Steuer- und/oder Regeleinrichtung wird üblicherweise einen Computer umfas- sen oder daraus bestehen.

Hinsichtlich des Computerprogrammprodukts wird die Aufgabe gelöst durch ein Computerprogrammprodukt welches, wenn es auf dem Computer einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 9 bis 14 ausgeführt wird eine Steuerung und/oder Regelung eines Prozessluftsystems ge- mäß einem der Ansprüche 1 bis 8 bewirkt.

Aufgrund der erfindungsgemäßen Lösungen können die beiden Haubenhälften der Trockenhaube bei möglichst hoher Haubenabluftfeuchte ausbalanciert und insbe- sondere mit neutralem Luftdruck gefahren werden, so dass keine heiße Prozess- luft am Zwischenraum zwischen dem MG-Glätt- und/oder Yankeezylinder und der Trockenhaube in die Halle austritt und keine kalte Hallenluft in die Trockenhaube eingesaugt wird. Die betreffenden Stellelemente müssen nicht mehr hündisch ver- ändert werden, sondern werden nunmehr erfindungsgemäß au

stellt.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Be- zugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausfüh- rungsform einer Vorrichtung zum Steuern und/oder Regeln eines Prozessluftsystems einer Trockenhaube gemäß einem Aspekt der Erfindung,

Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine beispielhafte Ausführungsform einer Vorrichtung 10 zum Steuern und/oder Regeln eines Prozessluftsystems einer Tro- ckenhaube 12 gemäß einem Aspekt der Erfindung.

Danach umfasst die Vorrichtung 10 zum Steuern und/oder Regeln eines Prozess- luftsystems einer einem Trockenzylinder 14, insbesondere einem MG-Glätt- und/oder Yankee Zylinder 14, zugeordneten Trockenhaube 12 einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, ein Kanalsystem 16 mit einem Luftkreislauf 180 zur Versorgung eines Nassteils 18 und einem Luftkreislauf 220 zur Versorgung eines Trockenteils 22 mit Heißluft. Vorteilhafterweise sind, wie in Figur 1 auch gezeigt, in jedem der Luftkreisläufe 180, 220 je ein Gebläse 36, 38, z.B. Kompressor oder Ventilator 36, 38 vorgese- hen, sowie ein Brenner 44, 46. Mit geeigneten Brennern 44, 46 kann dabei die Umluft auf Temperaturen zwischen 300°C und 500°C erhitzt werden.

Zudem umfasst das Kanalsystem 16 ein dem Nassteil 18 der Trockenhaube 12 zugeordnetes Zuluftstellelement 20 und ein dem Trockenteil 22 der Trockenhaube 12 zugeordnetes Zuluftstellelement 24 über das dem jeweiligen Luftkreislauf 180, 220 Zuluft zuführbar ist Das Kanalsystem 16 in Figur 1 umfasst zudem ein dem Nässte

haube 12 zugeordnetes Abluftstellelement 26 und ein dem Trockenteil 22 der Tro- ckenhaube 12 zugeordnetes Abluftstellelement 28 über das aus dem jeweiligen Luftkreislauf 180, 220 Abluft abführbar ist.

Der Nassteil 18 und der Trockenteil 22 der Trockenhaube 12 sind so angeordnet, dass zwischen Ihnen und dem Trockenzylinder 14 ein Zwischenraum 60, 62 gebil det ist. Dieser Zwischenraum 60, 62 beträgt häufig 20 mm, er kann aber auch größer oder kleiner sein, bevorzugt zwischen 10 mm und 50 mm.

In der Ausführung gemäß Figur 1 sind sowohl im Nassteil 18 als auch im Trocken- teil 22 Sensoren 40, 400, 42, 420 vorgesehen. Hierbei kann es sich, wie im ersten Aspekt er Erfindung beschrieben, um Drucksensoren 400, 420 handeln. Alternativ kann es sich auch um Temperatursensoren 40, 42 handeln, wie im zweiten Aspekt beschrieben. Es kann auch durchaus möglich sein, dass in der Trockenhaube so- wohl Drucksensoren 400, 420, als auch Temperatursensoren 40, 42 eingesetzt werden.

Die Sensoren sind 40, 400, 42, 420 -beispielsweise über Hochtemperaturkabel oder andere geeignete Verbindungen- mit einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung 34 verbunden. Diese Steuer- und/oder Regeleinrichtung 34 ist üblicherweise auf einem Computer installiert bzw. umfasst diesen. Auf einem solchen Computer ist üblicherweise ein geeignetes Computerprogrammprodukt gemäß einem Aspekt der Erfindung installiert.

Auch wenn in Figur 1 nur jeweils ein Sensor 40, 400, 42, 420 pro Teil der Tro- ckenhaube 12 dargestellt ist, sei bemerkt, dass in vorteilhaften Installationen auch mehre, z.B. 2 oder 4, Druck- und/oder Temperatursensoren pro Teil der Trocken- haube 12 vorgesehen sein können. Diese können beispielsweise entlang der Um- fangsrichtung des Trockenzylinders 14 angeordnet sein.

Die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 34 ist so ausgeführt, dass sie einige oder alle Stellelemente 20, 24, 26, 28 ansteuern kann, so dass diese automatisch ge- öffnet und/oder geschlossen werden können. Die Zuluft zu den beiden Zuluftstellelementen 20, 24 wird hier i sannen Zuluft-Zuführkanal 32 zu den Zuluftstellelementen 20, 24 geführt. Ein Zu- luftgebläse 52 versorgt den gemeinsamen Zuluft-Zuführkanal 32, und damit das gesamte Kanalsystem 16 mit Zuluft.

Es kann in vorteilhaften Ausführungen vorgesehen sein, dass diese Zuluft nach dem Zuluftgebläse 52 und vor den Zuluftstellelementen 20, 24 noch erwärmt wird. Die kann durch einen -nicht in der Figur 1 dargestellten -Wärmetauscher gesche- hen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Energie, zum Erwärmen dieser Zuluft ganz oder teilweise der Abluft entnommen wird, welche durch die Abluftstellele- mente 26, 28 aus den Luftkreisläufen 180, 220 abgeführt wird. Diese Abluft hat in vielen Anlagen eine Temperatur von 150°C bis 300°C, häufig 200°C +/-25°C.

Bezuqszeichenliste

10 Vorrichtung

12 Trockenhaube

14 Trockenzylinder

16 Kanalsystem

18 Nassteil

20 Zuluftstellelement

22 Trockenteil

24 Zuluftstellelement

26 Abluftstellelement

28 Abluftstellelement

30 Zuluft -Drucksensor

32 Zuluft-Zuführkanal

34 Steuer- und/oder Regeleinrichtung

36 Heißluft-Gebläse

38 Heißluft-Gebläse

40 Temperatursensor

42 Temperatursensor

44 Brenner

46 Brenner

50 Abluft-Gebläse

52 Zuluft- Gebläse

60, 62 Zwischenraum

180, 220 Luftkreislauf

400, 420 Drucksensor

Tz Zuluft-Temperatur