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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR DISPOSING OF A LIQUID IN THE FORM OF A MIXTURE OF VISCOUS BITUMINOUS HYDROCARBONS AND WATER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1997/034676
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention concerns a method and device for disposing of a liquid in the form of a mixture of viscous bituminous hydrocarbons and water, in particular a sheet of tar. The liquid is sucked by means of a water-jet suction pump (26) into tanks (30, 22, 24) and separators (32, 34). Water separated from the liquid and purified is used as the water supply to the water-jet suction pump. Viscous hydrocarbons are sucked into a tank (22, 24) kept at an underpressure, where any remaining water evaporates off.

Inventors:
CREMA ERHARD (DE)
Application Number:
PCT/EP1997/001297
Publication Date:
September 25, 1997
Filing Date:
March 14, 1997
Export Citation:
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Assignee:
KAIBEL & SIEBER GMBH (DE)
CREMA ERHARD (DE)
International Classes:
B01D17/00; B01D17/02; B01D17/025; B03B9/02; C10C1/02; (IPC1-7): B01D17/02
Domestic Patent References:
WO1992005115A11992-04-02
Foreign References:
DE4122172A11993-01-14
US5066407A1991-11-19
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren und Anordnung zum Entsorgen einer Flüssigkeit eines Gemisches aus zäh¬ flüssigen, bituminösen Kohlenwasserstoffen und Wasser Anordnung zum Entsorgen einer Flüssigkeit in Form eines Gemisches aus zähflüssigem, bituminösem Kohlenwasserstoff und Wasser, insbesondere zum Entsorgen eines Teersees, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Anordnung umfasst zumindest eine erwärmbare Ansaugstelle (14) für die Flüssigkeit, eine erste von der Ansaugstelle (14) ausgehende und mittelbar oder unmittelbar zu einem Abscheider (32, 34) führende Leitung, eine zweite gegenüber der Ansaugstelle (14) über ein erstes Ventil (16) absperrbare zu einem zähflüssigen, bituminösen Wasserstoff aufnehmen¬ den ersten Behältnis (22, 24) führende Leitung (58, 65), ein mit dem Abscheider verbundenes zweites Behältnis (28) mit einer Wasservorlage aus von dem in dem Abscheider (32, 34) abgeschiedenem Wasser und eine in der Wasservorlage angeordnete Wasserstrahlpumpe (26), dessen Saugseite über ein zweites Ventil (46) mit einem Flüssigkeit aufnehmen¬ den dritten Behältnis (30) oder dem Abscheider oder über ein drittes Ventil (50, 52) mit dem ersten Behältnis verbunden ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von dem ersten Behältnis (22, 24) eine über ein Ventil (54, 56) absperrbare dritte Leitung (58) ausgeht, die wahlweise mit der zumindest einen Ansaugstelle (14) oder dem Abscheider (32, 34) in seinem zähflüssigen, bituminösen Kohlen¬ wasserstoff sammelnden Bereich (86) verbunden ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abscheider einen Schwerkraftabscheider (32) und einen diesem nach¬ geschalteten Lamellen oder Schrägklärer (34) umfaßt.
4. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vom Bodenbereich (36, 39) des Abscheiders (32, 34) eine mit der Sauglei¬ tung (42, 48) der Wasserstrahlpumpe (26) über das erste und zweite Behältnis (22, 24) verbindbare Leitung (68) ausgeht, in der ein ein Filter (74) aufweisen¬ der Behälter (70) angeordnet ist.
5. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Behältnis (22, 24) ein UnterdruckRührwerktrockner ist.
6. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rührwerktrockner (22, 24) auf eine Innentemperatur von in etwa 65° eingestellt ist.
7. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rührwerktrockner (22, 24) auf einen Druck von in etwa 200 bis 100 mbar eingestellt ist.
8. Anordnung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurc h gekennzeichnet, dass das zweite die Wasserstrahlpumpe (26) enthaltende Behältnis (28) mit einer Wasserkonditioniereinrichtung wie biologischem Filter und/oder Ozonstufe verbunden ist.
9. Verfahren zum Entsorgen einer Flüssigkeit eines Gemisches aus zähflüssigen, bituminösen Kohlenwasserstoffen und Wasser, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte Absaugen zu entsorgender Flüssigkeit über mehrere über der Flüssig¬ keitsoberfläche verteilte Absaugstellen, Sammeln der Flüssigkeit in zumindest einem Sammelbehälter, Ablassen des Sammelbehälters nach vorgegebener Füllmenge in einen beheizbaren ersten Abscheider, Zuführen von in dem Abscheider abgetrenntem Wasser in einen zweiten Abscheider und weiteres Reinigen des Wassers in diesem, Zuführen des so gereinigten Wassers in einen eine Wasservorlage für eine Wasserstrahlpumpe bildenden weiteren Behälter, wobei mittels von der Wasserstrahlpumpe erzeugtem Unterdruck wahlweise die zu entsor¬ gende Flüssigkeit in den Sammelbehälter oder bituminöse Kohlenwasser¬ stoffe in einen weiteren Behälter gesaugt werden, in dem ein Verdamp¬ fen von Restwasser erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadu rch gekennzeichnet, dass die Ansaugstellen erwärmt werden.
11. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem weiteren Behätler ein Unterdurck zwischen 100 200 mbar und eine Temperatur im Bereich zwischen 40 und 45 °C, insbesondere von etwa 65 °C eingestellt werden.
12. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bituminösen Kohlenwasserstoffe aus den Abscheidern und/oder ein die zu entsorgende Flüssigkeit enthaltenden Becken wie See mittels des von der Wasserstrahlpumpe erzeugten Unterdrucks in den weiteren Behälter gesaugt wer¬ den.
Description:
Beschreibung

Verfahren und Anordnung zum Entsorgen einer Flüssigkeit in Form eines Gemisches aus zähflüssigen, bituminösen Kohlenwasserstoffen und Wasser

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren sowie eine Anordnung zum Entsorgen einer Flüssigkeit in Form eines Gemisches aus zähflüssigen, bituminösen Kohlenwasser¬ stoffen und Wasser, insbesondere zum Entsorgen eines Teersees.

Um aus einem Gemisch aus zähflüssigen, bituminösen Kohlenwasserstoffen wie Teer¬ und Ölrückständen und Wasser dieses zu entfernen, besteht die Möglichkeit, das Ge¬ misch einzudicken, indem die Flüssigkeit verdampft wird. Alternativ könnte mittels einer Zentrifuge eine Trennung von Wasser und Kohlenwasserstoffen aufgrund der unterschiedlichen spezifischen Gewichte erfolgen. Dabei muß jedoch darauf geachtet werden, dass ein Fördern des Gemisches nicht mit üblichen Förderpumpen erfolgt, da andernfalls eine Emulsion entstehen würde, die eine Trennung nicht mehr oder nur im technisch und kostenmäßig nicht vertretbaren Umfang zulassen würde. Unabhängig davon ist es großtechnisch nicht möglich, große Mengen von entsprechenden Gemi¬ schen zu entsorgen, wie dies zum Beispiel bei einem Teersee der Fall ist.

Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Gemisch aus zähflüssigen, bituminösen Kohlenwasserstoffen und Wasser, insbesondere Wasser enthaltende Teer-

und Olrückstände derart zu entsorgen, dass eine hinreichende Trennung der einzelnen Substanzen erfolgt, so dass diese einer einzelnen gesonderten Entsorgung zugänglich sind. Dabei soll insbesondere verhindert werden, dass auch bei hohen Durchsatzleistun¬ gen der zu entsorgenden Flüssigkeit ausgeschlossen ist, dass die Bestandteile emulgie- ren. Ferner soll der apparative Aufwand gering gehalten werden.

Das Problem wird anordnungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, dass die Anord¬ nung umfaßt

zumindest eine erwärmbare Ansaugstelle für die Flüssigkeit,

eine erste von der Ansaugstelle ausgehende mittelbar oder unmittelbar in einem Abscheider mündende Leitung,

eine zweite gegenüber der Ansaugstelle über ein erstes Ventil absperrbare zu einem zähflüssigen bituminösen Wasserstoff aufnehmenden ersten Behältnis führende Leitung,

ein mittelbar oder unmittelbar mit dem Abscheider verbundenes zweites Behält¬ nis mit einer Wasservorlage aus von dem in dem Abscheider abgeschiedenem Wasser und

eine in der Wasservorlage angeordnete Wasserstrahlpumpe, dessen Saugseite über ein zweites Ventil mit einem Flüssigkeit aufnehmenden dritten Behältnis oder dem Abscheider oder über ein drittes Ventil mit dem ersten Behältnis verbindbar ist.

Insbesondere ist vorgesehen, dass von dem ersten Behältnis eine über ein Ventil ab¬ sperrbare dritte Leitung ausgeht, die wahlweise mit der zumindest einen Ansaugstelle oder dem Abscheider in seinem zähflüssigen, bituminösen Kohlenwasserstoff sammeln¬ den Bereich verbunden ist.

Durch die erfindungsgemaße Lehre kann mittels eines einziges Förderaggregats in Form einer in einer Wasservorlage angeordneten Wasserstrahlpumpe die zu entsorgende Flüssigkeit abgesaugt und im gewünschten Umfang unterschiedlichen Aufnahmebehält¬ nissen zugeführt werden, in denen entweder eine Trennung der zähflüssigen bituminösen Kohlenwasserstoffe von Wasser oder ein Ansammeln ersterer erfolgt, um durch weiteres Entfernen des Wassers - und zwar aufgrund des über die Wasserstrahlpumpe erzeugten Unterdrucks erfolgenden Verdampfens - die zähflüssigen bituminösen Kohlenwasser¬ stoffe wie Teer- oder Olrückstände hochkonzentriert aufzubereiten, damit diese im gewünschten Umfang entsorgt werden können. Gleichzeitig kann das aus dem Ab¬ scheider abgeschiedene Wasser über das zweite die Wasserstrahlpumpe enthaltende Behältnis einer Nachbehandlung - durch zum Beispiel eine biologische und/oder Ozon- Anlage - in einem Umfang unterzogen werden, dass das Wasser in eine übliche Kanali¬ sation eingeleitet werden kann.

Insbesondere ist vorgesehen, dass die zu entsorgende Flüssigkeit über mehrere gleich¬ mäßig über der Flüssigkeitsoberfläche verteilte Ansaugstellen abgesaugt wird, die beheizbar sind, damit die Flüssigkeit hinreichend fließfähig ist. Von den Ansaugstellen kann zunächst das Flüssigkeits-Kohlenwasserstoff-Gemisch in ein mit der Saugseite der Wasserstrahlpumpe verbundenes Auffang- oder Sammelbehältnis gesaugt werden, von der das Gemisch dem Abscheider vorzugsweise in Form eines beheizbaren Sedimenters zuströmt. Hierdurch soll sichergestellt sein, dass die leichteren Teer- und Olrückstände im erforderlichen Umfang aufsteigen und das schwere Wasser über einen Überlauf einer zweiten Sedimenterstufe zugeführt werden kann, die vorzugsweise aus einem Lamellen¬ oder Schrägklärer besteht. Von diesem gelangt das weitgehend gereinigte Wasser in das zweite die Wasserstrahlpumpe aufweisende Behältnis, wobei das angesammelte Wasser als Wasservorlage zum Betreiben der Wasserstrahlpumpe dient.

Die in dem Abscheider vom Wasser durch Schwerkraft abgetrennten zähflüssigen bituminösen Kohlenwasserstoffe wie Teer-/Ölkonzentrate werden sodann nach Erreichen einer bestimmten Schichtdicke, die über Meßsonden überwacht wird, in das erste Behältnis hineingesaugt. Hierzu muß zuvor die Verbindung zwischen den Ansaugstelien

und dem Abscheider abgesperrt sein. Da die Kohlenwasserstoffe in das unterdruckbeauf- schlagte Behältnis angesaugt werden, erfolgt beim Einbringen des Kohlenwasserstoffes ein Verdampfen noch vorhandener Wassereinschlüsse. Zusätzlich wird dieses Ver¬ dampfen dadurch erleichtert, dass die Innenraumtemperatur der Behältnisse auf zum Beispiel 65° eingestellt wird. Der Druck in dem Behältnis selbst sollte zwischen 200 und 100 mbar liegen. Unter Zugrundelegung dieser Temperatur- und Unterdruckverhält¬ nisse tritt eine Niederdruckverdampfung des Wassers ein. Da bei der geringen Ver¬ dampfungstemperatur hauptsächlich Wasser verdampft, sind die Brüden, welche automa¬ tisch von der Wasserstrahlpumpe mit angesaugt werden, nur im äußerst geringen Umfang schadstoffbelastet. Gegebenenfalls noch vorhandene Schadstoffe werden jedoch in der Wasservorlage der Wasserstrahlpumpe ausgewaschen. Zusätzlich wird die das Behältnis der Wasservorlage verlassende Luft über einen Filter gereinigt.

In einer zweiten Stufe können unter Umgehung des Abscheiders pastöse Kohlenwasser¬ stoffe wie Teer-/ÖImasse gegebenenfalls vermischt mit Feststoffen, die im Bodenbereich der Abscheiderstufen angesammelt sind, oder entsprechende schwere Massen aus den Becken, in denen die zu entsorgende Flüssigkeit angesammelt ist, unmittelbar in das erste beheizbare Behältnis angesaugt werden. Dabei wird das in der Abscheiderstufe im Bodenbereich angefallene Konzentrat über ein weiteres Behältnis gesaugt, das die Funktion eines Filters ausübt und vorzugsweise aus einem zylindrischen Behälter besteht, in dem ein umlaufendes konzentrisch zum Behälter angeordnetes Filter an¬ geordnet ist, durch das die zu entsorgende Substanz gesaugt und somit Feststoffe zurückgehalten werden. Die das Filter passierenden pastösen Kohlenwasserstoffe wie Teer-/Ölmasse gelangen sodann in das mit Unterdrück beaufschlagte und beheizte erste Behältnis, von dem über eine Dickstoffpumpe die Kohlenwasserstoffe wie Teer-/Ölsub- stanz zu einem Lager gefördert werden kann. Alternativ werden die pastösen Teer- /Ölmassen aus dem Becken unmittelbar in das erste Behältnis gesaugt, wobei hierzu erforderlicher Unterdruck von der Wasserstrahlpumpe erzeugt wird.

Insbesondere zeichnet sich die Erfindung auch aus durch ein Verfahren zum Entsorgen einer Flüssigkeit eines Gemisches aus zähflüssigen, bituminösen Kohlenwasserstoffen

und Wasser, gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte

- Absaugen zu entsorgender Flüssigkeit über mehrere über der Flüssigkeitsoberfläche verteilte Absaugstellen,

- Sammeln der Flüssigkeit in zumindest einem Sammelbehälter,

- Ablassen des Sammelbehälters nach vorgegebener Füllmenge in einen beheizbaren ersten Abscheider,

- Zuführen von in dem Abscheider abgetrenntem Wasser in einen zweiten Abscheider und weiteres Reinigen des Wasser in diesem,

- Zuführen des so gereinigten Wassers in einen eine Wasservorlage für eine Wasser¬ strahlpumpe bildenden weiteren Behälter, wobei mittels Wasserstrahlpumpe erzeugtem Unterdruck wahlweise die zu entsorgende Flüssigkeit in den Sammelbehälter oder bituminöse Kohlenwasserstoffe in einen weiteren Behälter gesaugt werden, in dem ein Verdampfen von Restwasser erfolgt. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Ansaug¬ stellen erwärmt werden. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass in dem weiteren Behälter ein Unterdurck zwischen 100 - 200 mbar und eine Temperatur im Bereich zwischen 40 und 45 °C, insbesondere von etwa 65 °C eingestellt werden. Schließlich zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, dass die bituminösen Kohlenwasserstoffe aus den Ab¬ scheidern und/oder einem die zu entsorgende Flüssigkeit enthaltenden Becken wie See mittels des von der Wasserstrahlpumpe erzeugten Drucks in den weiteren Behälter gesaugt werden.

Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination -, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnung zu entnehmenden bevorzugten Ausführungsbeispiels.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Prinzipdarstellung einer Anordnung zum Entsorgen eines Teersees und

Fig. 2 ein Schaltbild der für die Entsorgung des Teersees benutzten Anordnung.

In Fig. 1 ist rein prinzipiell ein Teersee 10 dargestellt, aus dem Teer- und Olrückstände entsorgt werden sollen. Der See weist in seinem oberen Bereich einen hohen Wasser¬ anteil von zum Beispiel in etwa 80 % und einen Teeranteil von ca. 20 % auf. Im unteren Bereich befindet sich eine mit Verunreinigungen vermischte pastöse Masse aus Teer- bzw. Ölrückständen.

Der See 10 ist mit einer flexiblen Abdeckung 12 abgedeckt, in der gleichmäßig verteilt Saugstellen 14 angeordnet sind. Über die beheizbaren Saugstellen 14 wird sodann die zu entsorgende Flüssigkeit angesaugt. Die Saugstellen 14 sind in nachstehender Weise über Leitungert 16, 18, die nachstehend aus Gründen der Einheitlichkeit als eine einzige Leitung 20 bezeichnet werden, mit den erfindungsgemäß zugeordneten und verschalteten Elementen und Aggregaten verbunden, um in gewünschtem Umfang die Flüssigkeit zu entsorgen.

Eine erfindungsgemäße Anordnung zum Entsorgen des Teersees umfaßt entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ein erstes Behältnis in Form von zwei parallel zueinander geschalteten Rührwerkbehältern 22, 24 zur Aufnahme von pastöser Teer¬ bzw. Ölmasse, ein eine als Förderaggregat dienende Wasserstrahlpumpe 26 aufnehmen¬ des zweites Behältnis 28, ein zu entsorgende Flüssigkeit aufnehmendes drittes Behältnis 30, einen als Sedimenter ausgebildeten und beheizbaren ersten Abscheider 32 sowie einen weiteren Abscheider 34 in Form eines Lamellen- oder Schrägklärers. Dabei sind die zuvor genannten Behältnisse 22, 24, 28, 30 sowie Abscheider 32, 34 untereinander und mit der Wasserstrahlpumpe 26 wie folgt verschaltet.

So führt die von dem See 10 ausgehende Leitung 20 in den Sammelbehälter 30, der dann automatisch entleert wird, wenn in dem Sammelbehälter 30 ein vorgegebener Füllstand erreicht ist. Dies kann durch Füllstandsmesser, Sensoren oder allein Schwer¬ kraft bedingt erfolgen, also durch die Auslösung eines Ventils aufgrund des Gewichts in dem Behälter. Von dem Sammelbehälter 30 gelangt sodann die zu entsorgende

Flüssigkeit in den Sedimenter 32, in dem eine Grobtrennung zwischen Flüssigkeit, leichtem Teer und Öl sowie Feststoff-Öl-Teer-Gemisch erfolgt. Die festen Stoffe sammeln sich im Bodenbereich 36 des Abscheiders 32 an. Schwerkraftbedingt kann in dem Abscheider 32 das leichtflüssige Teeröl an der Oberfläche schwimmen, um so über im Abstand zum Bodenbereich 36 des Abscheiders 32 endende Trennwände Wasser über einen Überlauf 38 in den zweiten Abscheider 34 in Form des Lamellen- oder Schrägklärers strömen zu lassen, in dem weitere Schwebstoffe abgeschieden werden. Auch können mitgerissene Feststoffe im Bodenbereich 39 des Lamellenklärers 34 ange¬ sammelt werden.

Von dem zweiten Abscheider 34 strömt gereinigtes Wasser in das zweite Behältnis 28, in dem die Wasserstrahlpumpe 26 angeordnet ist. Dabei dient die in dem Behältnis 28 vorhandene Wasservorlage als Treibwasser für die Wasserstrahlpumpe 26. Die Saugseite der Wasserstrahlpumpe 26 ist über eine Leitung 42 wahlweise über eine Leitung 44, in dem sich ein Ventil 46 befindet, mit dem Sammelbehälter 30 oder über eine Leitung 48 mit den Rührwerkbehältern 22, 24 verbunden, denen Absperrventile 50, 52 vorgeschaltet sind, die wahlweise die zu der Saugseite der Wasserstrahlpumpe 26 führende Leitung 48 absperren oder freigeben.

Ferner geht von den Rührwerkbehältern 22, 24 - ebenfalls über Ventile 54 bzw. 56 absperrbar - eine Leitung 58 aus, die über ein Ventil 60 mit der Leitung 20, die zu den Ansaugstellen 14 führt, oder über ein Ventil 62 mit dem Vorratsbehälter 30 verbunden ist.

Von der zu den Rückwerkbehältern 22, 24 führenden Leitung 58 zweigt eine ein Ventil 64 enthaltende weitere Leitung 66 ab, die in dem ersten Abscheider 22 mündet, und zwar in dem Bereich, wo sich das leichtflüssige Teeröl ansammelt.

Vom Bodenbereich 36 bzw. 39 des ersten und zweiten Abscheiders 32, 34 geht eine weitere jeweils in Bezug auf die Abscheider 32, 34 bodenseitig absperrbare Leitung 68 aus, die über einen Filterbehälter 70 mit der zu den Rührwerkbehältern 22, 24 führen-

den Leitung 58 über ein Ventil 72 verbindbar ist. Der Filterbehälter 70 weist einen Ringfilter 74 auf, der von der über die Leitung 68 strömenden Flüssigkeit durchdrungen wird, um vom Bodenbereich des Filterbehälters 70 über das Ventil 72 mit der zu den Rührwerkbehältern 58 führenden Leitung 58 verbunden zu sein.

Schließlich kann das zweite die Wasservorlage für die Wasserstrahlpumpe 26 bildende Behältnis 28 mit einer Zwischenbehandlungsstufe 76 verbunden sein, in der das aus der Wasservorlage bzw. dem zweiten Behältnis 28 überfließende Wasser biologisch oder zum Beispiel mittels Ozon behandelt und sodann mittels einer Förderpumpe 78 in die Kanalisation abgegeben werden kann.

Die Rührwerkbehälter 22, 24 sind ihrerseits über eine absperrbare Leitung 80 mit einer Dickstoffpumpe 82 verbunden, von der die aus den Rührwerkbehältern 22, 24 abge¬ saugte Substanz einem Zwischenbehälter zugeführt werden kann.

Die erfindungsgemäße Anordnung arbeitet wie folgt.

Über die Ansaugstellen 14 sowie die Leitungen 16 und 18 und damit die Leitung 20 wird die zu entsorgende Flüssigkeit in den Sammelbehälter 30 angesaugt, wobei gegenüber den Rührwerkbehältern 22, 24 die Leitung 58 abgesperrt ist. Hierzu ist die Saugseite der Wasserstrahlpumpe 26 über die Leitung 42 und geöffnetem Ventil 46 mit dem Sammelbehälter 30 verbunden. Gleichzeitig ist die zu den Rührwerkbehältern 22, 24 führende Saugleitung 48 über die Ventile 50, 52 abgesperrt. Auch ist die von den Bodenbereichen 36, 40 der Abscheider 32, 34 kommende Leitung 68 über das Ventil 72 abgesperrt. Sobald der Sammelbehälter 30 gefüllt ist, wird dieser geöffnet, wobei das in der Saugleitung 44 vorhandene Ventil 46 gesperrt und der Sammelbehälter 30 über ein Ventil 84 mit der Umgebung verbunden ist.

Dieses wechselnde Ansaugen und Ablassen von zu entsorgender Flüssigkeit in den bzw. aus dem Sammelbehälter 30 kann im gewünschten Umfang wiederholt werden.

In dem Abscheider 32, und zwar in dessen oberen Bereich (schraffierter Bereich) 86 können sich sodann schwerkraftbedingt Teer-/Ölkonzentrate ansammeln. Nach Erreichen einer bestimmten Schichtdicke, die zum Beispiel mittels nicht dargestellter Meßsonden überwacht wird, wird die Schicht über die zu den Rührwerkbehältern 22, 24 führenden Leitungen 42 und 48 und die von ersteren ausgehenden Leitungen 58, 66 abgesaugt. Hierzu wird die zu dem Vorratsbehälter 30 führende Leitung 42 abgesperrt. Gleichzeitig werden die Ventile 50, 52 der Leitung 48 geöffnet, so dass die Rührwerkbehälter 22, 24 mit der Saugleitung 42 der Wasserstrahlpumpe 28 verbunden sind. Ferner sind die Ventile 54, 56 zu der Leitung 58 geöffnet, so dass bei geöffnetem Ventil 64 die von der Leitung 58 abzweigende Leitung 66 zu dem Abscheider 32 geöffnet ist. Gleichzeitig muss das Ventil 60 der Leitung 20 und das Ventil 62 der zu dem Vorratsbehälter 30 führenden Leitung 58 abgesperrt sein. Das Absaugen der in dem Abscheider 32 ange¬ sammelten Kohlenwasserstoff-Rückstände erfolgt demnach über das gleiche Aggregat, also die Wasserstrahlpumpe 26, über die die Flüssigkeit aus dem See 10 abgesaugt wird.

In den Rührwerkbehältern 22, 24 herrscht bedingt durch die Wasserstrahlpumpe 26 ein Unterdruck vorzugsweise im Bereich zwischen 200 und 100 mbar. Gleichzeitig werden die Rührwerkbehälter 22, 24 auf eine Innentemperatur von 65" aufgeheizt. Hierdurch erfolgt bereits beim Einströmen des aus dem Abscheider 32 abgesaugten TeerJÖIgemi- sches ein Verdampfen noch vorhandener Wassereinschlüsse. Bei den herrschenden Temperaturen und Unterdruckverhältnissen in den Rührwerkbehältern 22, 24 tritt un¬ mittelbar eine Niederdruckverdampfung des Wassers ein. Da bei der geringen Ver¬ dampfungstemperatur hauptsächlich Wasser verdampft, sind die Brüden, die über die Leitung 48, 42 von der Wasserstrahlpumpe 26 angesaugt werden, nur im geringen Umfang mit Schadstoff belastet. Eventuell noch vorhandene Schadstoffe werden in der Wasservorlage in dem Behältnis 28 ausgewaschen. Gegebenenfalls abgeschiedene Verunreinigungen werden sodann in der Nachbehandlungsstufe 26 entfernt. Ferner erfolgt ein Reinigen der das zweite Behältnis 28 verlassenden Abluft, die über ein Filter 88 an die Umgebung abgegeben wird.

Ist aus dem See 10 die obere zum Beispiel einen Wasseranteil von 80 % und einen Teeranteil von 20 % enthaltende Schicht abgesaugt worden, so wird anschließend die pastöse Bodenmasse abgesaugt. Dies erfolgt ebenfalls über die Leitungen 20 und 58, wobei der Sammelbehälter 30 sowie die Abscheider 32, 34 abgesperrt sind. Ferner besteht die Möglichkeit, mit dem von der Wasserstrahlpumpe 26 erzeugten Unterdruck die in den Abscheidern 32, 34 angesammelten Teerstoffe in zuvor beschriebener Weise über die Leitung 68, 58 über den Filterbehälter 70 in die Rührwerkbehälter 22, 24 zu fördern.