Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR THE INSULATING COATING OF A STATOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/111764
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates a method and a device for the insulating coating of a stator (1) of an electric motor, in particular slots thereof. The coating is performed by the injection-moulding process, wherein, during a relative movement of the stator (1) and a nozzle unit adapted to the shape of the stator (1) and having a multiplicity of radially outwardly directed outlet openings (8), a free-flowing, malleable insulating material is applied to the webs of the stator (1), and into the slots formed between the webs, to form a thin-walled insulating coating. The device comprises an injection-mould middle part (2), a cover part (3), a sealing die (4), a gating part (5) and an ejector side part (6). For coating, the sealing die (4) and the gating part (5) are non-positively connected to one another at the end faces thereof to form a nozzle unit in the form of a gearwheel.

Inventors:
NEITZEL LARS (DE)
NETSCH LARS-PETER (DE)
BISCHOF ROBERT (DE)
Application Number:
PCT/DE2021/100938
Publication Date:
June 02, 2022
Filing Date:
November 26, 2021
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
PRAGMA GMBH ZITTAU (DE)
International Classes:
B29C45/14; H02K15/12
Foreign References:
DE102014213440A12016-01-14
DE102019112551A12020-11-19
EP1541315B12008-09-17
Attorney, Agent or Firm:
WERNER, André (DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Isolationsbeschichtung eines Stators (1 ), welcher in Form eines Hohlzylinders mit an seiner Innenwand radial nach innen gerichteten Stegen ausge bildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine relativ zu dem Stator (1 ) bewegbare Düseneinheit, die der Innenquerschnittsge ometrie des Stators (1 ) formangepasst ist, im Inneren des Stators (1 ) entlang seiner Längsachse bewegt wird, wobei durch radial nach außen gerichtete Auslassöffnun gen (8) der Düseneinheit im Spritzgussverfahren ein fließfähiges, urformbares Iso liermaterial auf die Stege des Stators (1 ) und in die zwischen den Stegen ausgebilde ten Nuten unter Ausbildung einer dünnwandigen elektrischen Isolationsbeschichtung aufgebracht wird.

2. Verfahren zur Isolationsbeschichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (1 ) in ein hohlzylinderförmiges Spritzgusswerkzeugmittelteil (2), das jeweils stirnseitig verschlossen und/oder mittels eines Deckelteils (3) verschließbar ist, eingelegt wird, wobei bei eingelegtem Stator (1 ) an dessen erster (1.1 ) und zwei ter (1 .2) Stirnwand jeweils ein Spaltbereich zu den Stirnwänden des Spritzgusswerk zeugmittelteils (2) ausgebildet ist, der im Verlaufe der Relativbewegung von Düsen einheit und Stator (1 ) mit fließfähigem, urformbarem Isoliermaterial gefüllt wird.

3. Verfahren zur Isolationsbeschichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst ein erster Spaltbereich zwischen der ersten Stirninnenwand des Spritz gusswerkzeugmittelteils (2) oder einem stirnseitig an dem Spritzgusswerkzeugmittel teil (2) angeordneten Deckelteil (3) und der ersten Stirnwand (1.1 ) des Stators (1 ) unter Ausbildung einer ersten stirnseitigen Deckelschicht auf dem Stator (1) mit Iso liermaterial gefüllt wird, anschließend der Stator (1 ) auf seiner gesamten Innenseite unter Relativbewegung zur Düseneinheit beschichtet wird und schließlich der zweite Spaltbereich zwischen der zweiten Stirnwand des Spritzgusswerkzeugmittelteils (2) und der zweiten Stirnwand (1.2) des Stators (1 ) unter Ausbildung einer zweiten stirn seitigen Deckelschicht auf dem Stator (1 ) mit Isoliermaterial gefüllt wird.

4. Verfahren zur Isolationsbeschichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn zeichnet, dass zumindest zu Beginn und zum Ende des Beschichtungsprozesses das Isoliermaterial mit einem Druck von wenigstens 1000 bar durch die Auslassöff nungen (8) der Düseneinheit gepresst wird

5. Verfahren zur Isolationsbeschichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein fluidisch mit einer Isoliermaterialzufuhreinheit verbunde nes, stempelförmiges Anspritzteil (5) durch eine zentral in eine Stirnwand des Spritz gusswerkzeugmittelteils (2) oder eine in einem stirnseitig an dem Spritzgusswerk zeugmittelteil (2) angeordneten Deckelteil (3) eingebrachte Ausnehmung in den Sta tor (1 ) über dessen gesamte Länge eingeschoben wird und anschließend ein Dich tungsstempel (4) mit seiner Stirnwand kraftschlüssig mit dem Anspritzteil (5) unter Ausbildung der Düseneinheit verbunden wird.

6. Vorrichtung zur Isolationsbeschichtung eines Stators (1 ), aufweisend ein hohlzy linderförmiges Spritzgusswerkzeugmittelteil (2), dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin aufweist

- ein fluidisch mit einer Isoliermaterialzufuhreinheit verbindbares, stempelförmiges Anspritzteil (5), dessen Länge zumindest der Länge des Spritzgusswerkzeugmittel teils (2) entspricht,

- ein Deckelteil (3), das form- und kraftschlüssig mit einer ersten Stirnseite des Spritzgusswerkzeugmittelteils (2) verbindbar ist, wobei das Deckelteil (3) eine zentra le Ausnehmung aufweist, deren Geometrie im Wesentlichen der Außengeometrie des stempelförmigen Anspritzteils (5) entspricht,

- einen zentral durch eine in eine zweite Stirnwand des Spritzgusswerkzeugmittelteils (2) eingebrachte Ausnehmung in das Spritzgusswerkzeugmittelteil (2) einschiebba ren Dichtungsstempel (4), wobei die Länge des Dichtungsstempels (4) zumindest der Länge des Spritzgusswerkzeugmittelteils (2) entspricht,

- wobei Dichtungsstempel (4) und Anspritzteil (5) an ihren jeweiligen Stirnseiten unter Ausbildung einer Düseneinheit kraftschlüssig verbindbar sind.

7. Vorrichtung zur Isolationsbeschichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass die Düseneinheit eine zahnradförmige Geometrie mit radial nach außen gerichteten Auslassöffnungen (8) aufweist, wobei die Düsen-Außengeometrie der Innengeometrie des Stators (1 ) formangepasst ist.

8. Vorrichtung zur Isolationsbeschichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich net, dass die Querschnitts-Außenabmessungen des Dichtungsstempels (4) wenigs tens 0,2 mm kleiner als die Querschnitts-Außenabmessungen des Anspritzteils (5) sind, wodurch zwischen Dichtungsstempel (4) und Statoroberfläche ein größerer Spalt als zwischen Anspritzteil (5) und Statoroberfläche gebildet ist.

9. Vorrichtung zur Isolationsbeschichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Dichtungsstempel (4) und Anspritzteil (5) an ihren jeweiligen in gegenseitigen Kontakt tretenden Stirnseitenflächen formschlüssig in Vertiefungen der jeweiligen Gegenseite eingreifende Touchierelemente (9) aufwei sen.

10. Vorrichtung zur Isolationsbeschichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Auswerferseitenteil (6) umfasst, welches mit dem Dichtungsstempel (4) an seiner dem Anspritzteil (5) gegenüberliegenden Stirn seite verbindbar ist.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zur Isolationsbeschichtung eines Stators

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Nutisolierungen, insbesonde re von Nuten eines Elektromotor-Stators, sowie eine Vorrichtung hierfür.

Der Stator eines Elektromotors ist in der Regel als Hohlzylinder geformt, an dessen Innenwand radial nach innen gerichtete Blechpakete angeordnet sind. Diese Blech pakete, bei welchen der Abstand zwischen benachbarten Blechpaketen nur wenige Millimeter betragen kann, müssen auf ihrer gesamten Oberfläche mit einer Isolati onsschicht überzogen werden, um Kurzschlüsse mit den Induktionsspulen zu ver meiden. Aufgrund der Geometrie und der geringen Abmessungen stellt ein Verfahren zur Isolationsbeschichtung eine technologische Herausforderung dar.

Ein Verfahren zur Isolierung von Statorblechen von Statoren für Elektromotoren, mit tels dessen innerhalb eines Stators radial nach innen gerichtete Blechpakete in ei nem Prozessschritt mit einer dünnen Isolationsschicht überzogen werden können, ist beispielsweise in EP 1 541 315 B1 beschrieben. Bei diesem Verfahren wird eine Iso lationsschicht auf die Blechpakete aufgebracht, indem plastisches, urformbares Ma terial in den Stator eingebracht und durch Relativbewegung des Stators zu einem formgebenden Werkzeug überschüssiges Material mit dem formgebenden Werkzeug aus dem Stator herausgeschoben wird, wodurch eine dünnwandige Isolationsschicht auf dem Stator verbleibt.

Zur Durchführung dieses Verfahrens ist jedoch eine große Menge an urformbarem Material erforderlich, da zuerst der Innenraum des Stators mit demselben befüllt werden muss, um anschließend einen Großteil des Isolationsmaterials mit dem formgebenden Werkzeug wieder zu entfernen.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung für die Isolations beschichtung eines Stators zu entwickeln, wobei im Vergleich zu bestehenden Tech nologien eine kostengünstigere und automatisierte Beschichtung mit einer ganzflä chigen, weitestgehend homogenen elektrischen Isolationsschicht bei deutlich redu ziertem Verlust an Isolationsmaterial ermöglicht ist. Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch ein Verfahren zur Isolationsbeschichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen nach Patentanspruch 1 sowie eine Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen nach Patentanspruch 6; zweckmäßige Ausge staltungen der Erfindung finden sich in den Unteransprüchen.

Gemäß der Erfindung wird ein Stator, insbesondere dessen Nuten, mittels Dünn wandspritzguss mit einer elektrisch isolierenden Schicht überzogen. Hierzu wird der Stator relativ zu einer stern- bzw. zahnradförmige Düseneinheit, die der Innenquer schnittsgeometrie des Stators formangepasst ist, bewegt, wobei durch radial nach außen gerichtete Auslassöffnungen (auch Anspritzpunkte genannt) der Düseneinheit im Spritzgussverfahren ein fließfähiges, urformbares Isoliermaterial auf die Stege und in die zwischen den Stegen ausgebildeten Nuten unter Ausbildung einer dünn wandigen Isolationsbeschichtung aufgebracht wird.

Es wurde festgestellt, dass mittels des beschriebenen Verfahrens behandelte Stato ren eine vollständige Isolationsschicht aufweisen, die insbesondere auch Fertigungs ungenauigkeiten in der Statorfertigung bzw. leicht verzogene Statorbleche ausglei- chen kann; wobei insbesondere Statoren mit einer Länge von mehr als 130 mm mit einer dünnen, d. h. z. B. zwischen 0,2 und 0,5 mm starken, elektrischen Isolations schicht ummantelt werden können.

Zusätzlich kann auf den beiden Stirnflächen des Stators jeweils eine Deckscheibe, im Folgenden als Deckschicht bezeichnet, aufgebracht werden, indem die Düsenein heit zu oder vor Beginn der Relativbewegung bezüglich des Stators im ersten Endbe reich des Stators Isolationsmaterial unter hohem Druck auf die erste Stirnfläche auf bringt, und ebenso am Ende der Relativbewegung durch den Stator im zweiten End bereich des Stators Isolationsmaterial unter hohem Druck auf die zweite Stirnfläche aufbringt. Hierbei können Deckschichten mit einer Stärke von vorzugsweise bis zu 3 mm aufgebacht werden.

Es kann vorgesehen sein, in einem ersten Beschichtungsschritt den ersten Endbe reich des Stators mit einem „Deckel“ zu versehen, indem das Isoliermaterial mit ho hem Einspritzdruck von mindestens 1000 bar durch die Auslassöffnungen der Düse gepresst wird. Gleichfalls kann zu Ende der Beschichtung eine Deckelschicht auf die zweite Stirnfläche des Stators mit demselben hohen Druck aufgespritzt werden.

Das Verarbeiten des Isolationsmaterials erfolgt bei erhöhten Temperaturen, bei de nen das Material fließfähig ist. Als Isolationsmaterial kann z. B. eine hochwärmeleit fähige Kunststoffmischung verwendet werden.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst ein zylinderförmiges Spritzgusswerk zeugteil, im Folgenden „Spritzgusswerkzeugmittelteil“ genannt, in welches der Stator eingelegt wird. Dieses Spritzgusswerkzeugmittelteil ist an seiner ersten Stirnseite offen, an seiner zweiten Stirnseite kann es mit einer Deckplatte verschließbar sein oder es weist eine Stirnwand auf.

Weiterhin umfasst die Vorrichtung ein Deckelteil und einen zweiteiligen Kern, umfas send ein auswerferseitiges Kernteil, im Folgenden Dichtungsstempel genannt, und ein düsenseitiges Kernteil, im Folgenden stempelförmiges Anspritzteil genannt.

Das Deckelteil ist form- und kraftschlüssig mit der ersten Stirnseite des Spritzguss werkzeugmittelteils verbindbar, wobei das Deckelteil eine zentrale Ausnehmung auf weist.

Die Länge des Spritzgusswerkzeugmittelteils ist um wenige Millimeter größer als die Länge des zu beschichtenden Stators, sodass an beiden Stirnseiten bei verschlos senem Spritzgusswerkzeugmittelteil jeweils ein Hohlraum zwischen Spritzgusswerk zeugmittelteil und eingelegtem Stator ausgebildet ist.

Das fluidisch mit einer Isoliermaterialzufuhreinheit verbindbare, stempelförmige An spritzteil weist eine Länge auf, die zumindest der Länge des Spritzgusswerkzeugmit telteils entspricht. Der Außendurchmesser des Anspritzteils entspricht im Wesentli chen dem Innendurchmesser der zentralen Ausnehmung des Deckelteils, sodass das Anspritzteil durch diese Öffnung in das Spritzgusswerkzeugmittelteil bzw. den dort eingelegten Stator eingeschoben werden kann. Bevorzugt weisen das stempel förmige Anspritzteil und die zentrale Ausnehmung des Deckelteils eine stern- bzw. zahnradartige Geometrie auf. Der Dichtungsstempel ist durch eine zentrale Ausnehmung an der zweiten, dem De ckelteil gegenüberliegenden Stirnseite des Spritzgusswerkzeugmittelteils bzw. der dort angeordneten Deckplatte in das Spritzgusswerkzeugmittelteil bzw. den Stator einschiebbar, wobei die Länge des Dichtungsstempels zumindest der Länge des Spritzgusswerkzeugmittelteils entspricht.

Anspritzteil und Dichtungsstempel sind derart gestaltet, dass nach dem Zusammen führen und kraftschlüssigen Verbinden der beiden an ihren jeweiligen einander zu gewandten Stirnflächen eine Düseneinheit ausgebildet ist, die über das Anspritzteil mit der Isoliermaterialzufuhreinheit fluidisch verbunden ist. Diese Düseneinheit weist dieselbe Geometrie wie das Anspritzteil auf.

Es wurde festgestellt, dass mittels der beschriebenen Vorrichtung sowohl die Innen flächen der Statoren mit einer fehlerfreien Isolationsschicht als auch die Endbereiche der Statoren mit einer isolierenden Deckscheibe versehen werden können.

Die Vorrichtung zur Isolationsbeschichtung kann weiter derart ausgebildet sein, dass die Düseneinheit eine zahnradförmige (bzw. sternförmige) Geometrie mit radial nach außen gerichteten Auslassöffnungen aufweist, durch welche beim Beschichtungs vorgang das Isoliermaterial auf den Stator gespritzt wird. Hierbei ist die Düsen- Außengeometrie der Innengeometrie des zu isolierenden Stators angepasst, d. h., die radial nach außen gerichteten Zacken der Düseneinheit ragen in die Nuten des Stators. Vorzugsweise beinhaltet die Düseneinheit an jeder der Zacken eine Aus lassöffnung, sodass die Düsen von den Zacken des Sterns bzw. Zahnrads gebildet sind. Die Dimensionen der Düseneinheit sind wenigstens um die aufzubringende Schichtdicke kleiner als die Querschnitts-Innenabmessungen des Stators gewählt, sodass zwischen jeder Düse der Düseneinheit und der Statoroberfläche ein Spalt von mindestens der Stärke der aufzubringenden elektrisch isolierenden Schicht ver bleibt.

Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die Düseneinheit bildenden Anspritzteil und Dich tungsstempel zwar dieselbe Geometrie, aber im Querschnitt unterschiedliche Ab messungen aufweisen. Hierbei kann das Anspritzteil, d. h. das düsenseitige Kernteil, einen um wenigstens die doppelte Dicke, z. B. 0,2 mm, der aufzubringenden Schicht größeren Außenquerschnittsdurchmesser als der Dichtungsstempel, d. h. das aus werferseitige Kernteil, aufweisen. Hierdurch ist der zwischen Anspritzteil und Stator oberfläche ausgebildete Spalt um eben jene Schichtdicke (von z. B. 0,2 mm) gerin ger als der Spalt zwischen Dichtungsstempel und Statoroberfläche.

Weiter kann vorgesehen sein, dass Dichtungsstempel und Anspritzteil an ihren jewei ligen in gegenseitigen Kontakt tretenden Stirnseitenflächen Touchierelemente, z. B. in Form von Erhebungen und Vertiefungen nach dem Feder-Nut-Prinzip, aufweisen, die bei Verbinden von Dichtungsstempel und Anspritzteil formschlüssig in die jeweili ge Gegenseite eingreifen. Hierdurch wird eine verbesserte Stabilität der Verbindung hinsichtlich Verdrehung der beiden Teile zueinander erzielt, sodass die aus Dich tungsstempel und Anspritzteil gebildete Düseneinheit auch bei hohem Spritzdruck stabil erhalten bleibt.

Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Vorrichtung zur Isolationsbeschichtung ein Auswerferseitenteil, welches mit dem Dichtungsstempel an seiner dem An spritzteil gegenüberliegenden Stirnseite verbindbar ist. Hiermit ist ein (automatisier tes) Auswerfen des beschichteten Stators nach Abschluss der Isolationsbeschich tung ermöglicht.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, wobei gleiche oder ähnliche Merkmale mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Dazu zeigen in schematischer, perspektivischer Darstellung die Fig. 1 : das Verfahren und die Vorrichtung zur Isolationsbeschichtung anhand fünf ausgewählter Momentaufnahmen während der Beschichtung; und Fig. 2: ein Detail der Düseneinheit.

Die wesentlichen Bestandteile der Vorrichtung - nämlich das Spritzgusswerkzeugmit telteil 2, das Deckelteil 3, der Dichtungsstempel 4, das Anspritzteil 5, das Auswerfer seitenteil 6 und das Düsenseitenteil 10 mit Fluidleitung 7 - und der zu beschichtende Stator 1 sind in der Explosionsdarstellung in Fig. 1a gezeigt. Die exakte stern- bzw. zahnradförmige Geometrie der Ausnehmung im Deckelteil 3 bzw. dem Dichtungs- Stempel 4 und Anspritzteil 5 ist aus Gründen der Vereinfachung in der Fig. 1 nicht dargestellt.

Gemäß des in Fig. 1 b dargestellten Verfahrensablaufs wird der Stator 1 in das Spritzgusswerkzeugmittelteil 2 eingelegt, welches von einem Flubrahmen (nicht dar gestellt) geführt wird. Das Spritzgusswerkzeugmittelteil 2 wird an der offenen Stirn seite mit dem Deckelteil 3 verschlossen. Bei eingelegtem Stator 1 ist an dessen bei den Stirnwänden 1.1 und 1.2 jeweils ein Hohlraum im Spritzgusswerkzeugmittelteil 2 ausgebildet.

Das Spritzgusswerkzeugmittelteil 2 wird anschließend (mittels Klinkenzügen - nicht dargestellt) in die Startstellung gebracht und auf das Anspritzteil 5, das am Düsensei tenteil 10 befestigt ist, geschoben. Das Anspritzteil ist fluidisch mit einer Isoliermate rialzufuhreinheit (dargestellt durch die Fluidleitung 7) verbunden. Beim Schließen des Werkzeuges wird der Dichtungsstempel 4 durch eine stirnseitige, dem Deckelteil 3 gegenüberliegende Öffnung des Spritzgusswerkzeugmittelteils 2 an das Anspritzteil 5 herangefahren, wobei eine Dichtfläche des Anspritzteils 5 mit einer Dichtfläche des Dichtungsstempels 4 kraftschlüssig und spritzdicht verbunden wird, wie in Fig. 1c (Startstellung) zu sehen.

In einem ersten Beschichtungsschritt wird die erste Stirnwand 1.1 des Stators 1 mit einer Deckelschicht versehen, indem das Isoliermaterial mit hohem Druck (von min destens 1000 bar) durch die Auslassöffnungen der von Dichtungsstempel 4 und An spritzteil 5 gebildeten Düseneinheit gepresst wird.

Anschließend bewegt sich das Spritzgusswerkzeugmittelteil 2, initiiert durch den Spritzdruck, entlang seiner Längsachse relativ vom Anspritzteil 5 auf den Dichtungs stempel 4, wobei der Stator 1 über die Düseneinheit bewegt wird (Fig. 1d). Bei die sem Beschichtungsschritt werden die Nuten des Stators 1 ganzflächig mit Isolierma terial überzogen; es entsteht eine zusammenhängende Isolationsschicht.

In einem letzten Beschichtungsschritt wird die zweite Stirnwand 1.2 des Stators 1 mit einer Deckschicht versehen (Fig. 1e). Anschließend wird die kraftschlüssige Verbin dung zwischen Anspritzteil 5 und Dichtungsstempel 4 getrennt und das Anspritzteil 5 zurück aus dem Spritzgusswerkzeugmittelteil 2 herausbewegt. Das Spritzgusswerk zeugmittelteil 2 befindet sich auf dem Dichtungsstempel 4 am Auswerferseitenteil 6 in der Endstellung. Dann fährt das Auswerferseitenteil 6 mit dem Dichtungsstempel 4 aus dem Spritzgusswerkzeugmittelteil 2 mit dem isoliertem Stator, das im Hubrah- men (nicht dargestellt) gehalten bzw. geführt wird, heraus. Das Spritzgusswerkzeug ist nun vollständig geöffnet und befindet sich nun wieder in der Ent- und Beladestel lung (Fig. 1 f), sodass der beschichtete Stator 1 nach Abnehmen des Deckelteils 3 vom Spritzgusswerkzeugmittelteil 2 aus demselben entnommen und ein neuer unbe schichteter Stator 1 eingelegt werden kann.

Ein Ausschnitt der von Anspritzteil 5 und Dichtungsstempel 4 gebildeten Düsenein heit ist in Fig. 2 zu sehen. Die stern- bzw. zahnradförmige Düseneinheit umfasst eine Vielzahl von „Zacken“ mit radial nach außen gerichteten Auslassöffnungen 8, durch welche das fließfähige, urformbare Isoliermaterial unter hohem Druck auf den Stator (nicht dargestellt) gespritzt wird. Fig. 2 zeigt eine derartige „Zacke“. Zur Stabilisierung der Verbindung zwischen Anspritzteil 5 und Dichtungsstempel 4 weisen dieselben Touchierelemente 9 auf, die formschlüssig in gegenüberliegende Vertiefungen (nicht dargestellt) eingreifen.

Liste der verwendeten Bezugszeichen

1 Stator

1.1 erste Stirnwand 1.2 zweite Stirnwand

2 Spritzgusswerkzeugmittelteil

3 Deckelteil

4 Dichtungsstempel

5 Anspritzteil 6 Auswerferseitenteil

7 Fluidleitung

8 Auslassöffnung

9 Touchierelement

10 Düsenseitenteil