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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR MONITORING THE THREAD ARRIVAL DURING THE WEFT INSERTION OF DIFFERENT WEFT THREADS ON A WEAVING MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/015178
Kind Code:
A1
Abstract:
On a weaving machine, the arrival of the weft thread (1) during insertion into a shed is monitored by means of a sensor (4) at the end of the insertion path (5). The sensor (4) produces different signal profiles (6) upon the passage of different weft threads (1,2,3...n). A control unit (7) determines the respective reference signal from several signal profiles (6) of the sensor (4) for each weft thread (1,2,3...n) to be inserted depending on the weaving pattern, the reference signal being compared with the actual signal profile (6) in the weaving process. The operator no longer has to make any entries into the controller (7) regarding the type of weft threads (1) to be monitored during weft insertion.

Inventors:
TEUFEL DIETER (DE)
Application Number:
PCT/DE2010/000867
Publication Date:
February 10, 2011
Filing Date:
July 24, 2010
Export Citation:
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Assignee:
DORNIER GMBH LINDAUER (DE)
TEUFEL DIETER (DE)
International Classes:
D03D51/34
Foreign References:
EP1445365A22004-08-11
EP0374398A11990-06-27
EP0374398B11992-12-09
EP1445365B12008-06-11
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Überwachung der Fadenankunft verschiedener Schussfäden (1 , 2, 3...n) beim webmusterabhängigen Eintrag in das Webfach einer

Webmaschine, wobei ein eingetragener Schussfaden (1) von einem optoelektronischen Sensor (4) im Bereich des Endes des Eintragswegs (5) überwacht wird, der abhängig von verschiedenen für die Überwachung des Schussfadens (1) ausschlaggebenden Eigenschaften und/oder abhängig vom Verhalten des

Schussfadens (1) beim Durchtritt durch den Sensor (4) verschiedene elektrische Signalverläufe ( 6.1 , 6.2, 6.3 6.n) erzeugt, die von wenigstens einer

elektronischen Steuereinheit (7) ausgewertet werden,

gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte

ein elektrischer Signalverlauf (6), der durch verschiedene Signalhöhen und verschiedene Zeitpunkte gekennzeichnet ist, zu denen die Signale vom Sensor (4) beim Schusseintrag des jeweiligen Schussfadens (1) erzeugt werden, wird in der Steuereinheit (7) ausgewertet und

weitere, ebenso gekennzeichnete elektrische Signalverläufe (6), die bei weiteren Schusseinträgen des jeweiligen Schussfadens (1) erzeugt werden, werden in der Steuereinheit (7) ausgewertet und

aus mehreren durch Schusseinträge erzeugten Signalverläufen (6) wird mindestens ein für den webmusterabhängig einzutragenden Schussfaden (1 ,2,3 ...n) typisches Referenz-Signal berechnet und gespeichert und

innerhalb eines Webzyklus der Webmaschine wird der Ist-Signalverlauf (6), der beim Durchtritt eines Schussfadens (1) durch den Sensor (4) erzeugt wird, mittels der Steuereinheit (7) mit dem mindestens einen gespeicherten Referenz-Signal des webmusterabhängig in diesem Webzyklus einzutragenden Schussfadens (1 ,2,3...n) elektronisch verglichen.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

das Referenz-Signal in Form eines Signalverlaufs berechnet und gespeichert wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass

die Steuereinheit (7) in Abhängigkeit vom Ergebnis der Auswertung mindestens eines von verschiedenen möglichen Signalen (11) ausgibt, wobei ein mögliches Signal (11) das Signal für WM-Stopp ist.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass

während einer vorgebbaren Lernphase der Webmaschine ein auf Grund der Auswertung erzeugtes Stoppsignal (11) nicht an die am Webprozess beteiligten Webmaschinenkomponenten (8, 9,10,13) weiter geleitet wird.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Berechnung des Referenz-Signals für jeden webmusterabhängig

einzutragenden Schussfaden (1 ,2,3...n) während des laufenden Webbetriebs mittels der Steuerung (7) regelmäßig wiederholt und damit das Referenz-Signal laufend aktualisiert wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden webmusterabhängig einzutragenden Schussfaden (1 ,2,3...n) die Anzahl von Webzyklen vorgeben wird, die der Berechnung des Referenz-Signals für diesen Schussfaden (1 ,2,3... n) zu Grunde liegt.

7. Vorrichtung zur Überwachung der Fadenankunft verschiedener Schussfäden (1 ,2,3...n) beim webmusterabhängigen Eintrag in das Webfach einer Webmaschine, mit wenigstens einem im Bereich des Endes des Eintragswegs (5) angebrachten opto-elektronischen Sensor (4) von der Art, dass abhängig von verschiedenen für die Überwachung des Schussfadens (1) ausschlaggebenden Eigenschaften und/oder dem Verhalten des Schussfadens (1) beim Durchtritt durch den Sensor (4) verschiedene elektrische Signalverläufe (6.1 , 6.2, 6.3 6.n) erzeugt werden und mit einer elektronischen Steuereinheit (7) mit Steuerelementen, die

webmusterabhängig den Eintrag verschiedener Schussfäden (1 ,2,3... n)

ermöglichen und die Signal übertragend derartig mit dem wenigstens einen Sensor (4) verbunden ist, dass die Steuereinheit (7) in der Lage ist die Signalverläufe (6) des Sensors auszuwerten, dadurch gekennzeichnet, dass

die Steuereinheit (7) mit derartiger Hard- und Software ausgestattet ist, dass für webmusterabhängig einzutragende Schussfäden (1 ,2,3...n) aus mehreren durch Schusseinträge an der Webmaschine beim Durchtritt des jeweiligen Schussfadens (1) durch den Sensor (4) erzeugten Signalverläufen (6), die durch verschiedene Signalhöhen und verschiedene Zeitpunkte gekennzeichnet sind, ein für den jeweiligen Schussfaden (1 ,2,3...n) typisches Referenz-Signal in Form eines

Signalverlaufs berechnet und gespeichert werden kann und

für einen Webzyklus der Ist-Signalverlauf (6), der beim Durchtritt eines Schussfadens (1) durch den Sensor (4) erzeugt wird, mittels der Steuereinheit (7) mit dem gespeicherten Referenz-Signal des webmusterabhängig in diesem Webzyklus einzutragenden Schussfadens (1 ,2,3...n) elektronisch vergleichbar ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass

durch die Steuereinheit (7) in Abhängigkeit vom Ergebnis der Auswertung mindestens eines von verschiedenen möglichen Signalen (11) ausgebbar ist, wobei ein mögliches Signal (11) das Signal für WM-Stopp ist.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass

die elektronische Steuereinheit (7) Eingabemittel aufweist, über die der Bediener eine Lernphase der Webmaschine vorgeben kann, während derer ein auf Grund des Vergleichs erzeugtes Signal (11 ) für WM-Stopp nicht ausgegeben wird.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7-9, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der elektronische Steuereinheit (7) die Berechnung des Referenz-Signals für jeden webmusterabhängig einzutragenden Schussfaden (1 ,2,3...n) während des laufenden Webbetriebs regelmäßig wiederholbar und damit das Referenz-Signal laufend aktualisierbar ist.

11. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass

die Steuereinheit (7) Mittel aufweist, über die der Bediener die Anzahl von

Webzyklen der Webmaschine vorgeben kann, die der Berechnung des Referenz- Signals für jeden webmusterabhängig einzutragenden Schussfaden (1 ,2,3...n) zu Grunde liegen soll.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zur Überwachung der Fadenankunft beim Schusseintrag verschiedener Schussfäden an einer

Webmaschine Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur

Überwachung der Fadenankunft von Schussfäden an einer Webmaschine während des webmusterabhängigen Eintrags verschiedener Schussfäden in ein Webfach.

Bei Webmaschinen sind im Stand der Technik Überwachungen von Schussfäden während des Schusseintrags bekannt.

Eine derartige Vorrichtung zeigt zum Beispiel die EP 0 374 398 B1. Diese betrifft einen Schussfadenwächter für Luftwebmaschinen mit einem Schusseintrag von Fäden unterschiedlicher Qualität, wobei die Fäden vom jeweiligen Fadenspeicher abgezogen und über von einer Lufteintragssteuerung angesteuerte Haupt- und Stafettendüsen in den Luftkanal eines Profilriets und damit in ein Webfach eingetragen werden. An der Ausgangsseite des Profilriets ist der Schussfadenwächter mit Sensoren angeordnet, deren elektrische Signale dem Eingang eines Verstärkers und anschließend der Lufteintragssteuerung zugeführt und dort ausgewertet werden. Je nach Ergebnis der Auswertung wird der Eintragsvorgang fortgesetzt oder unterbrochen und eine Fehlermeldung ausgegeben. Bei jedem Schusseintrag bzw. Überwachungsvorgang wird dem Verstärker des

Schussfadenwächters von der Lufteintragssteuerung ein elektrisches Signal zugeführt, welches von den mechanischen und luftwirksamen Eigenschaften des jeweiligen Schussfadens bestimmt wird. Der Verstärker ist so ausgebildet, dass er abhängig von den Eigenschaften der Schussfäden das elektrische Ausgangssignal des Sensors verstärkt, ehe es der Lufteintragssteuerung zur Auswertung zugeführt wird. An der Lufteintragssteuerung ist eine Programmierung vorgesehen, mit der die mechanischen und luftwirksamen Eigenschaften der Schussfäden für das betreffende Webmuster bzw. die Schussfolge erfasst, aufbereitet, gespeichert und in Form von elektrischen Korrektursignalen webmusterabhängig dem Verstärker zugeführt werden.

Diese Korrektur der Ausgangssignale, die der Sensor über den Verstärker an die Lufteintragssteuerung leitet, ist sinnvoll, um Webfehler zu vermeiden. Auf diese Weise kann dem System Sensor/Verstärker vorausschauend mitgeteilt werden, welche Signalstärke beim nächsten Schusseintrag in Abhängigkeit von den

Eigenschaften des Schussfadens zu erwarten ist und wie die Signalverstärkung vorzunehmen ist, damit von der Auswerteinheit der Lufteintragssteuerung erkannt wird, ob der Schussfaden an der Ausgangsseite angekommen - d.h. korrekt eingetragen- ist oder nicht.

Durch die derartige Anpassung an den jeweiligen Schussfaden können Webfehler vermieden werden, die zum Beispiel dadurch entstehen, dass Faserflug ein

Sensorsignal (=Faden vorhanden) auslöst, obwohl der Schussfaden selber nicht ordnungsgemäß eingetragen, dass heißt am Schusswächter bzw. Sensor angekommen ist. Die webmusterabhängigen Schussfadeneigenschaften müssen dem System jedoch erst vom Bediener mitgeteilt werden. Die Programmiereinheit der Lufteintragssteuerung ermittelt daraus die passenden Korrektursignale für den Verstärker. Auf welche Weise eine selbstständige Erkennung der verschiedenen Arten von Schussfäden durch das System Sensor/Verstärker- Lufteintragssteuerung der Webmaschine erfolgen soll, ist nicht offenbart.

Die EP 1 445 365 B1 beschreibt ein Verfahren zur Überwachung von Schussfäden an einer Webmaschine während des webmusterabhängigen Eintrags

verschiedener Schussfäden in ein Webfach, wobei jeder einzutragende

Schussfaden am Ende des Schusseintragsweges von einem oder zwei Sensoren überwacht wird, der zu bestimmten Zeitpunkten detektiert, ob eine Schussfaden vorhanden ist oder nicht. Dabei werden außerhalb des Zeitraums, in dem der Durchtritt eines Schussfadens durch den Sensor überwacht wird, mittels einer elektronischen Steuereinheit aus dem Sensor-Signal ein Referenz-Schwellenwert und ein Verstärkungsfaktor berechnet. Diese Berechnung findet zu bestimmten Zeitpunkten statt, die über Eingaben des Bedieners hinsichtlich der Eigenschaften des jeweils webmusterabhängig einzutragenden Schussfadens vorgegeben werden. Beim Vergleich des tatsächlich beim Durchtritt des Schussfadens durch den Sensor erzeugten Signals mit dem Referenz-Schwellenwert wird das Vorliegen

verschiedener Zusatzbedingungen überprüft. Diese Zusatzbedingungen werden in Abhängigkeit von der Art des jeweils einzutragenden Schussfadens ebenfalls zuvor vom Bediener vorgegeben. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mit der verschiedene für die Überwachung der Fadenankunft des

Schussfadens ausschlaggebende Eigenschaften verschiedener webmuster- abhängig einzutragender Schussfäden während des Schusseintrags an einer Webmaschine vom System„Sensor / Steuereinheit Webmaschine" selbstständig erkannt werden. Damit soll eine optimale Anpassung des Überwachungsvorgangs an verschiedene Arten von Schussfäden und somit eine Vermeidung von

Webfehlern oder Fehlabstellungen an der Webmaschine ermöglicht werden, ohne dass der Bediener dazu Eingaben bezüglich der Eigenschaften der Schussfäden in die Steuereinheit der Webmaschine vornehmen muss.

Die Aufgabe wird durch ein Verfahren und eine Vorrichtung gemäß den

unabhängigen Ansprüchen gelöst. Ein Verfahren zur Überwachung der Fadenankunft von Schussfäden an einer Webmaschine während des webmusterabhängigen Eintrags verschiedener Schussfäden in ein Webfach sieht die Überwachung eines einzutragenden Schussfadens im Bereich des Endes des Schusseintragsweges durch mindestens einen opto-elektronischen Sensor vor.

Dabei werden abhängig von verschiedenen für die Überwachung des Schussfadens ausschlaggebenden Eigenschaften des Schussfadens beim Durchtritt von

Schussfäden mit verschiedenen derartigen Eigenschaften durch den Sensor verschiedene elektrische Signalverläufe erzeugt.

Diese Signalverläufe werden von wenigstens einer elektronischen Steuereinheit ausgewertet.

Erfindungsgemäß wird mittels der Steuereinheit für jeden webmusterabhängig einzutragenden Schussfaden aus mehreren durch Schusseinträge an der

Webmaschine beim Durchtritt des jeweiligen Schussfadens durch den Sensor erzeugten Signalverläufen ein für jeden webmusterabhängig einzutragenden Schussfaden typisches Referenz-Signal berechnet und gespeichert. Hierzu wird die Tatsache genutzt, dass Sensor-Elemente, die üblicherweise zur Überwachung von Schussfäden an Webmaschinen eingesetzt werden, beim Durchtritt z.B. eines dünnen Schussfadens ein anderes Ausgangssignal liefern als bei Durchtritt eines dicken Schussfadens. Beim webmusterabhängigen

Schusseintrag von Schussfäden z.B. unterschiedlicher Dicke ergibt sich demnach für jeden Schusseintrag im Webmuster ein charakteristischer Signalverlauf am Ausgang des Sensors. Für verschiedene Arten von Schussfäden können jedoch auch andere Eigenschaften der Schussfäden die Ursache für verschiedene

Signalverläufe beim Durchtritt eines Schussfadens durch den Sensor sein. Ein glatter Schussfaden ohne Fasern wird andere Signalverläufe erzeugen als ein haariger Schussfaden - auch wenn sie dje gleiche Fadenstärke haben.

Zur Überwachung des Schussfadens können im Rahmen der Erfindung Sensoren mit verschiedenen Technologien verwendet werden, soweit diese beim Durchtritt des Schussfadens durch den Sensor Signalverläufe erzeugen, die für verschiedene Arten und verschiedenes Verhalten von Schussfäden verschieden sind.

Das können zum Beispiel opto-elektrische Sensoren sein, bei denen einer oder mehrere Lichtstrahlen von mindestens einem Sender ausgestrahlt und das Licht von einem oder mehreren Empfängern detektiert wird, solange der Lichtstahl nicht oder nur teilweise z.B. durch einen Schussfaden unterbrochen wird. Derartige Sensoren sind heute oft mit einer eigenen Elektronikeinheit innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses untergebracht. Diese Elektronikeinheit steuert z.B. das Lichtsignal und bereitet die vom Lichtempfänger erzeugten Signale für die weitere Verarbeitung in der elektronischen Steuereinheit der Webmaschine auf. Es kann auch notwendig sein, der Elektronikeinheit des Sensors von der Steuereinheit der Webmaschine Signale zu senden. Im Rahmen der Erfindung ist mit„Sensor" eine Baugruppe gemeint, die -je nach Sensorart - auch eine Elektronikeinheit der hier

beschriebenen Art umfassen kann. Mit„Signalverlauf" des Sensors ist somit der Verlauf des Signals gemeint, das entweder vom Sensor direkt oder aber von der mit diesem in Verbindung stehenden eigenen Elektronikeinheit erzeugt wird.

Verwendbar sind jedoch auch Sensoren, bei denen das von mindestens einem Sender ausgestrahlte Licht von Hindernissen im Bereich des Lichtstrahls reflektiert und von einem oder mehreren Empfängern detektiert wird, die so angeordnet sind, dass reflektiertes Licht von den Empfängern aufgefangen und die Lichtstärke und/oder die Position in ein elektrisches Signal umgewandelt wird. Je nach Sensorart können auch verschiedene Positionen des durch den Sensor hindurch tretenden Schussfadens im Bereich des Sensors unterschiedliche von der Steuereinheit auswertbare Signalverläufe erzeugen. Das bedeutet, dass bei diesen Sensoren auch das Verhalten des Schussfadens bei der Ermittlung der

Signalverläufe berücksichtigt wird.

Der Sensor wird in der Regel am Ende des Schusseintragsweges angebracht.

Oft ist es sinnvoll, einen oder mehrere weitere Sensoren - in Bezug auf die

Schusseintragsrichtung - noch weiter hinten, entfernt vom ersten Sensor

anzuordnen. Damit kann z.B. bei einer Luftwebmaschine festgestellt werden, ob ein Schussfadenabschnitt, der vom ersten Sensor richtig erkannt worden ist, nicht etwa zuvor schon beim Schusseintrag gerissen ist. Auch die Ankunft eines Schussfadens bzw. Schussfadenabschnitts in einem solchen zweiten Sensor kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren überwacht werden.

Die hier gemeinten Sensoren sind somit in jedem Fall im Bereich des

Schusseintragsweges positioniert.

Die analogen elektrischen Signalverläufe der Sensoren, von denen

erfindungsgemäß die Rede ist, sind durch verschiedene Signalhöhen und verschiedene Zeitpunkte gekennzeichnet, zu denen die Signale vom Sensor erzeugt werden.

Mit elektronischer Steuereinheit ist hier die Gesamtheit aller Hard- und

Softwareelemente gemeint, die innerhalb der Webmaschine elektrische Signale empfangen, verarbeiten und an Webmaschinenkomponenten oder Anzeigeeinheiten weiterleiten. Je nach Ausführungsform des Sensors ist hiervon ggf. die weiter oben beschriebene eigene Elektronikeinheit des Sensors zu unterscheiden, die aber auch in die Steuereinheit integriert sein kann. Erfindungsgemäß wird für einen Webzyklus der Ist-Signalverlauf, der beim Durchtritt eines Schussfadens durch den Sensor erzeugt wird, mittels der Steuereinheit mit dem gespeicherten Referenz-Signal des webmusterabhängig in diesem Webzyklus einzutragenden Schussfadens elektronisch verglichen.

Im Allgemeinen besteht das Referenz-Signal aus einem einzelnen Signalwert (z.B. einen Mittelwert), der zu einem bestimmten Zeitpunkt während des Webzyklus mit dem tatsächlichen Signalverlauf durch die Steuereinheit elektronisch verglichen wird.

Wie oben beschrieben wird zur Berechnung des Referenz-Signals für einen webmusterabhängig einzutragenden Schussfaden erfindungsgemäß aus mehreren durch Schusseinträge an der Webmaschine beim Durchtritt des jeweiligen

Schussfadens durch den Sensor erzeugten Signalverläufen mindestens ein für den webmusterabhängig einzutragenden Schussfaden typisches Referenz-Signal berechnet und gespeichert.

Für diese Berechnung, aber auch für den Vergleich im aktuellen Webzyklus kann der tatsächliche Signalverlauf noch aufbereitet, dass heißt in an sich bekannter Weise elektronisch verstärkt , integriert, gemittelt oder in anderer Weise für die Auswertung und den elektronischen Vergleich passend verändert werden. Denkbar ist jedoch auch, anstatt eines einzelnen Signalwerts ein Referenz-Signal in Form eines Signalverlaufs zu speichern und mit einem tatsächlichen für die Auswertung und den Vergleich passend aufbereiteten analogen Signalverlauf zu bestimmten Zeitpunkten zu vergleichen. Derartige Verfahren zum Vergleich verschiedener Signalverläufe sind dem Fachmann bekannt. Erfindungsgemäß werden dabei die Signalverläufe berücksichtigt, die beim Durchtritt des Schussfadens durch den Sensor erzeugt werden.

Bei Anwendung des Verfahrens bezüglich der Signale eines weiteren Sensors, der z.B. ein abgerissenes Fadenende detektieren soll, kann die Ermittlung der

Referenz-Signale prinzipiell auch aus den Signalverläufen des ersten Sensors erfolgen. Allerdings ist auch möglich, hierfür diejenigen Verläufe zu verwenden, die der zweite Sensor im Fehlerfall - Schussfaden beim Eintrag abgerissen - erzeugt. Die Auswertung der Signale in der elektronischen Steuereinheit zum Zweck der Überwachung der Fadenankunft des Schussfadens kann neben dem Vergleich der Signalverläufe des Sensors auch noch weitere in der Steuerung vorliegende elektrische Signalwerte berücksichtigen. Signalwerte aufgrund von Eingaben des Bedieners hinsichtlich der verschiedenen zu überwachenden Schussfäden sind jedoch nicht erforderlich.

In einer bevorzugten Ausführungsform gibt die elektronische Steuereinheit je nach Ergebnis der Auswertung mindestens eines von mehreren möglichen Signalen aus. Bevorzugt wird mindestens ein Signal für WM-Stopp ausgegeben, wenn die

Auswertung der Signale durch die Steuerung ergibt, dass der Schussfaden nicht im Bereich des Endes des Webfachs angekommen oder gerissen ist. Der Webprozess wird unterbrochen; sinnvoll ist dann auch die Ausgabe einer Fehlermeldung an den Bediener. Diese Ausgabe erfolgt z.B. an verschiedene am Webprozess beteiligte Komponenten. Dies können zum Beispiel der Hauptantrieb, die Vorspulgeräte oder die Komponenten zum Schusseintrag sein. Auch eine Signalausgabe an die eventuell vorhandene Elektronikeinheit des Sensors ist bei Bedarf durchführbar.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird die Auswertung in einer Lernphase der Webmaschine dazu genutzt, erste Referenz-Signale zu berechnen, ohne dass bereits Fehlermeldungen mit Stopp der Webmaschine herbei geführt werden, wenn der Vergleich zwischen tatsächlichem Signal und dem Referenz- Signal negativ ausfällt. Die Steuereinheit arbeitet in einer sogenannten Lernphase. Dies ist z.B. sinnvoll beim Anweben von neuen Gewebemustern mit geänderten webmusterabhängig einzutragenden Schussfäden.

Denkbar ist natürlich auch, bereits in früheren Produktionsläufen ermittelte

Referenz-Signale für jeden webmusterabhängig einzutragenden Schussfaden mit den gesamten Gewebe- und Musterdaten eines bestimmten Gewebes von einem externen Datenträger herunter zu laden. Dann kann die Lernphase entfallen.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird die Berechnung des

Referenz-Signals während des laufenden Webbetriebs mittels der Steuereinheit regelmäßig wiederholt und damit an die aktuellen Eigenschaften des jeweils webmusterabhängig einzutragenden Schussfadens angepasst. Eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst wenigstens einen Sensor im Bereich des-Eintragswegs zur Überwachung der Fadenankunft beim Eintrag verschiedener Schussfäden in das Webfach einer Webmaschine.

Der Sensor ist von der Art, die für das erfindungsgemäße Verfahren, wie weiter oben beschrieben, erforderlich ist. Das bedeutet, dass Sensoren verwendet werden, die beim Durchtritt des Schussfadens durch den Sensor Signale erzeugen, die für verschiedene Arten und/oder verschiedenes Verhalten von Schussfäden

verschieden sind. Die sind vorwiegend opto-elektrische Sensorprinzipien, die Signalverläufe entweder durch Unterbrechung von Lichtstrahlen oder durch deren Reflexion an Hindernissen erzeugen.

Es handelt sich um Sensoren oder auch Sensor-Elektronik-Baugruppen - sogenannte Schusswächter- , mit denen analoge elektrischen Signalverläufe erzeugt werden, die durch verschiedene Signalhöhen zu verschiedenen Zeitpunkten gekennzeichnet sind.

Der oder die Sensoren sind in der Regel am Ende des Eintragsweges angebracht.

Weiterhin ist eine Steuereinrichtung vorgesehen, die Signal übertragend mit einem oder mehreren Sensoren verbunden ist. Die Steuereinrichtung umfasst Elemente, die webmusterabhängig den Eintrag verschiedener Schussfäden ermöglichen.

Die Steuereinrichtung ist Signal übertragend mit weiteren für den Webprozess wichtigen Komponenten einer Webmaschine verbunden; zum Beispiel mit dem Hauptantrieb und den Komponenten des Schusseintrags.

Weiterhin können Anzeigevorrichtungen vorgesehen sein, die Meldungen der Steuereinrichtung für den Bediener sichtbar machen.

Erfindungsgemäß ist die Steuereinheit mit derartiger Hard- und Software

ausgestattet, dass das oben beschriebene erfindungsgemäße Verfahren damit durchführbar ist. Dazu sind elektronische Bausteine oder Software-Module vorgesehen, die ein Speichern von Signalverläufen, eine Mittelwertbildung und den Vergleich von einzelnen Signalen oder ganzen Signalverläufen zulassen. Inwieweit hier Hard- und/oder Software eingesetzt wird, bleibt dem Fachmann überlassen, dem derartige Bausteine oder Software-Module prinzipiell bekannt sind. Bevorzugt wird dabei eine Ausführungsform, bei der in Abhängigkeit von der Auswertung der Signalverläufe der Sensoren in der Steuereinheit verschiedene Signale ausgegeben werden können. Insbesondere die Ausgabe eines Signals für WM-Stopp ist hier durchführbar, damit die Webmaschine angehalten werden kann, wenn Sensor und Steuereinheit erkennen, dass das Signal im aktuellen Webzyklus vom Referenz-Signal unzulässig abweicht. Letzteres bedeutet meist, dass ein Schussfaden nicht ordnungsgemäß eingetragen wurde.

In einer Ausführungsform der Erfindung sind an der Vorrichtung

Eingabemöglichkeiten vorhanden, mit denen der Bediener eine Lernphase vorgeben kann, während der die ersten Referenz-Signale ermittelt werden.

In einer weiteren Ausführungsform sind Eingabemöglichkeiten vorgesehen, über die der Bediener die Anzahl von Webzyklen der Webmaschine vorgeben kann, die der Berechnung des Referenz-Signals für jeden webmusterabhängig einzutragenden Schussfaden zu Grunde liegen soll.

Figur 1 Schematische Darstellung einer Ausführungsform der

erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

Figur 2 Beispielhafte Signalverläufe am Ausgang eines Sensors

während der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens

Figur 1 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Gezeigt ist beispielhaft der Schusseintrag an einer Luftwebmaschine.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist jedoch auch bei Webmaschinen mit anderen Eintragprinzipen - z.B. Wasserstrahlmaschinen - einsetzbar, bei denen die

Überwachung der Fadenankunft durch einen Sensor am Ende des Eintragsweges vorgenommen wird.

Ein Schussfaden 1 wird aus einer Anzahl von Schussfäden 1 ,2,3 ... n

webmusterabhängig ausgewählt, von Vorratspulen mittels Vorspulgeräten 9 abgezogen und z.B. durch Hauptdüsen 10 und Hilfsdüsen 13 in den Kanal eines Profilriets 12 eingetragen. Das Profilriet 12 befindet sich im Bereich von nicht dargestellten Kettfäden, die ein Webfach bilden. Der Schusseintragsweg 5 reicht in diesem Fall von den Hauptdüsen 10 über die Breite des Webfachs hinweg bis zur äußersten Position, die das vordere Schussfadenende nach erfolgtem

Schusseintrag einnehmen kann.

Die Ankunft des Schussfadens 1 am Ende des Schusseintragsweges 5 wird von einem oder mehreren Sensoren 4 überwacht, die sich im Bereich des Endes des Schusseintragsweges befinden.

Der Sensor 4, der auch eine eigene, nicht dargestellte Elektronik enthalten kann, erzeugt einen Signalverlauf 6, der an eine elektronische Steuereinheit 7 weiter geleitet wird. In der Steuereinheit 7 wird der Signalverlauf 6 mit dem oben beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren ausgewertet.

Abhängig vom Ergebnis der Auswertung gibt die Steuereinheit 7 ggf. ein Signal 11 an verschiedene Webmaschinenkomponenten 8, 9,10,13 aus. Falls erforderlich, kann auch ein Signal an den Sensor 4 bzw. an die mit dem Sensor verbundene Elektronik zurückgegeben werden.

Figur 2 zeigt gemessene Signalverläufe 6.1 , 6.2, 6.3 6.n am Ausgang eines

Sensors 4 zur Überwachung der Fadenankunft von Schussfäden 1 , 2, 3...n während mehrerer Webzyklen einer Webmaschine.

Für jeden webmusterabhängigen Eintragszyklus eines Schussfadens 1 , 2, 3... n in das Webfach ergibt sich ein anderer typischer Verlauf des Signals 6, das der Sensor 4 erzeugt, wenn der Schussfaden 1 durch den Bereich des Sensors hindurch tritt. Bei Einsatz gleichartiger Schussfäden in aufeinander folgenden Webzyklen werden die Signalverläufe weniger oder gar nicht voneinander abweichen.

Die Figur 2 zeigt mehrere dieser Durchtrittsvorgänge mit ihren jeweils typischen Signalverläufen 6.1 , 6.2, 6.3 6.n in zeitlicher Abfolge mehrerer

webmusterabhängig eingetragener verschiedener Schussfäden 1 , 2, 3...n.

Im vorliegenden Fall ist beispielhaft das Verhalten an einer Luftwebmaschine gezeigt, bei der ein opto-elektronischer Sensor 4 am Ausgang des Kanals eines Profilriets 12 angeordnet ist.

Jeder einzelne Signalverlauf 6.1, 6.2, 6.3...6.n zeigt die Ankunft des betreffenden Schussfadens 1 , 2, 3... n am Ende des Eintragsweges und damit den erfolgreichen Schusseintrag an. Bei fehlerhaftem Schusseintrag fehlt das betreffende Signal. Beim unerwünschten, jedoch nicht vermeidbaren Eintrag von Faserstaub oder Flusen ergibt sich ein Signalverlauf 6, der von dem für den webmusterabhängig einzutragenden Schussfaden typischen Signalverlauf abweicht - entweder in der Höhe und/oder hinsichtlich des Zeitpunkts des Signals. Dies wird bei der Auswertung der Signalverläufe 6 mit Hilfe des erfindungsgemäß ermittelten Referenz-Signals erkannt und der Vorgang wird von der Steuereinheit 7 als nicht ordnungsgemäßer Schusseintrag interpretiert.

Bezugszeichen-Liste

1 ,2, 3... n Schussfaden

4 Sensor

5 Schusseintragsweg

6 Signalverlauf des Sensors

7 Elektronische Steuereinheit

8 Hauptantrieb

9 Fadenspeicher

10 Hauptdüsen für Schussfäden 1 ,2,3... n

11 eines von verschiedenen möglichen Signalen

12 Profilriet '

13 Hilfsblasdüsen