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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR PRODUCING A COMPONENT FROM A FIBER COMPOSITE MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/032430
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and a device for producing a component from a fiber composite material (2), comprising the steps of: • introducing a plurality of layers (10, 11) of fibers impregnated with a matrix on an inner mould (3) within a mould space (9) formed between the inner mould (3) and an outer mold (4), • placing a membrane (6) sealed against the outer mould on the fibers impregnated with the matrix in such a way that a cavity (7) forms between the outer mould (4) and the membrane (6), which cavity extends along the lateral surface of the outer mould, and • subjecting the cavity (7) to a temperature-controllable pressure fluid at a temperature greater than the melting point of the matrix and at a pressure greater than the ambient pressure such that the temperature-controllable pressure fluid acts with the pressure onto the membrane. In order to produce a component having at least one reinforcing layer, which has a particularly smooth, stepless surface, it is proposed that at least one reinforcing layer (11), which has a smaller extension and fibers aligned predominantly in a parallel manner, is placed locally on a part of the side of a base layer (10) facing the outer mould (4). Subsequently, a membrane (6) having an average roughness depth of less than 1.0 μm, preferably less than 0.1 μm, exerts a set pressure on the component (2) in the cavity.

Inventors:
KÖFFERS FABIAN (DE)
SCHÖLER MICHAEL (DE)
SCHÜRMANN KLAUS (DE)
SEBASTIAN LOTHAR (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/071408
Publication Date:
February 25, 2021
Filing Date:
July 29, 2020
Export Citation:
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Assignee:
SIEMPELKAMP MASCHINEN & ANLAGENBAU GMBH (DE)
International Classes:
B29C33/04; B21D26/031; B29C35/02; B29C70/44; B30B1/00; B29C35/04
Foreign References:
DE102017113595A12018-12-20
DE102017113595A12018-12-20
Other References:
N.N.: "Rauheitsmaße bei Oberflächen von nichtrostendem Stahl, Merkblatt 984", ISER PUBLIKATIONEN, 31 December 2016 (2016-12-31), XP055739412, Retrieved from the Internet [retrieved on 20201013]
ECKHARD BEYER: "Fertigungstechnik 1 - Oberflächenvorbehandlung", 31 December 2015 (2015-12-31), Dresden, XP055739451, Retrieved from the Internet [retrieved on 20201013]
Attorney, Agent or Firm:
KEIL & SCHAAFHAUSEN PATENTANWÄLTE PARTGMBB (DE)
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Claims:
io

Patentansprüche

1 . Verfahren zum Herstellen eines Bauteils aus einem Faserverbundwerk stoff (2) mit den Schritten

- Einbringen mehrerer Lagen (10, 11 ) aus mit einer Matrix imprägnierten Fasern auf eine Innenform (3) innerhalb eines zwischen der Innenform (3) und einer Außenform (4) gebildeten Formraums (9),

- Auflegen einer zur Außenform hin abgedichteten Membran (6) auf die mit der Matrix imprägnierten Fasern derart, dass sich zwischen der Au ßenform (4) und der Membran (6) eine sich entlang der Mantelfläche der Außenform erstreckende Kavität (7) bildet, und

- Beaufschlagen der Kavität (7) mit einem temperierbaren Druckfluid mit einer Temperatur größer dem Schmelzpunkt der Matrix und mit einem Druck größer Umgebungsdruck derart, dass das temperierbare Druck fluid mit dem Druck auf die Membran einwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine ausdehnungsmäßig kleinere Verstärkungslage (11 ) mit vorwiegend parallel ausgerichteten Fasern mit Hilfe einer Einlegevorrich- tung (12) lokal auf einen Teil einer der der Außenform (4) zugewandten Seite einer Basislage (10) aufgelegt wird und anschließend eine Memb ran (6) mit einer gemittelten Rautiefe von unter 1 ,0 pm, vorzugsweise un ter 0,1 pm einen eingestellten Druck in der Kavität auf das Bauteil (2) ausübt.

2. Verfahren gemäß Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Memb ran (6) eine Stärke von 0,05 mm - 0,5 mm aufweist.

3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Verstärkungslage (11 ) das gleiche Matrixmaterial aufweist wie die Basislage (10).

4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich net, dass zur Außenform (4) hin immer geringere Flächengrößen aufwei sende Verstärkungslagen (11 ) geschichtet werden.

5. Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver stärkungslagen (11) so geschichtet werden, dass die zur Außenform (4) hin immer geringeren Flächengrößen nicht über die darunter befindliche Verstärkungslage überstehen.

6. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich net, dass die Fasern eine Dicke zwischen 1 und 20 pm haben.

7. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeich net, dass die Temperatur des temperierbaren Druckfluids auf bis zu 400°C und ein Druck von über 35 bar eingestellt werden.

8. Pressenanordnung zum Fierstellen eines Bauteils (2) aus einem Faser verbundwerkstoff auf einer Innenform (3), mit

- einer Außenform (4), die mit der Innenform (3) einen Formraum (9) bil det,

- einer zur Außenform (4) hin abgedichteten, mit dieser eine Kavität (7) bildende Membran (6)

- und einem Druckanschluss (8) zur Befüllung der Kavität (7) mit tempe rierbarem Druckfluid, so dass Druck und Temperatur auf die Membran (6) wirken können, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einlegevorrichtung (12) für das sukzessive Auflegen mehrerer La gen (10, 11) aus mit einer Matrix imprägnierten Fasern auf die Innenform (3) vorhanden und geeignet ist, wenigstens eine ausdehnungsmäßig klei nere Verstärkungslage lokal auf einen Teil einer der Außenform zuge wandten Seite einer Basislage aufzulegen, und dass die Membran mit ei ner gemittelten Rautiefe von unter 1,0 gm, vorzugsweise unter 0,1 gm so angeordnet und abgedichtet ist, dass ein Druck in der Kavitation die Membran (6) auf die wenigstens eine Verstärkungslage und die Basis lage drückt.

9. Pressenanordnung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran eine Stärke von 0,05 mm - 0,5 mm aufweist.

10. Pressenanordnung gemäß Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Verstärkungslage (11) das gleiche Matrixmate rial aufweist wie die Basislage (10).

11. Pressenanordnung gemäß einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Außenform (4) hin immer geringere Flächengrö ßen aufweisende Verstärkungslagen (11) geschichtet sind.

12. Pressenanordnung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungslagen (11) so geschichtet sind, dass die zur Außenform hin immer geringere Flächengrößen nicht über die darunter befindliche Verstärkungslage überstehen.

13. Pressenanordnung gemäß einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fasern eine Dicke zwischen 1 und 20 pm haben.

14. Pressenanordnung gemäß einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch ge kennzeichnet, dass die Temperatur des temperierbaren Druckfluids auf bis zu 400°C und ein Druck von über 35 bar einstellbar ist.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Bauteils aus einem Faserver bundwerkstoff

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Bauteils aus einem Fa serverbundwerkstoff mit den Schritten

- Einbringen mehrerer Lagen aus mit einer Matrix imprägnierten Fasern auf eine Innenform innerhalb eines zwischen der Innenform und einer Außenform gebilde ten Formraums,

- Auflegen einer zur Außenform hin abgedichteten Membran auf die mit der Matrix imprägnierten Faser derart, dass sich zwischen der Außenform und der Membran eine sich entlang der Mantelfläche der Außenform erstreckende Kavität bildet, und

- Beaufschlagen der Kavität mit einem temperierbaren Druckfluid mit einer Tem peratur größer dem Schmelzpunkt der Matrix und mit einem Druck größer Umge bungsdruck derart, dass das temperierbares Druckfluid mit dem Druck auf die Membran einwirkt.

Die Erfindung betrifft zudem eine Pressenanordnung zum Herstellen eines Bau teils aus einem Faserverbundwerkstoff auf einer Innenform, mit

- einer Außenform, die mit der Innenform einen Formraum bildet,

- einer zur Außenform hin abgedichteten, mit dieser eine Kavität bildenden Membran

- und einem Druckanschluss zur Befüllung der Kavität mit temperierbarem Druck fluid, so dass Druck und Temperatur auf die Membran wirken können.

Ein derartiges Verfahren und eine derartige Pressenanordnung sind ausführlich in der DE 102017 113 595 A1 beschrieben. Die Erfindung resultiert aus einer Wei terentwicklung dieses beschriebenen Verfahrens bzw. dieser beschriebenen Pressenanordnung. Bevorzugt ist die Membran aus einem Metall hergestellt und trennt innerhalb des Formraums die Kavität ab. Als temperierbares Druckfluid wird in der Regel am sinnvollsten ein Thermoöl verwendet.

Zu Faserverbundwerkstoffen gehörende Organobleche sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden vor allem im Flugzeug- und Automobilbau verwen det, um gegenüber herkömmlichen Materialien bei vergleichbarer oder sogar bes serer Steifigkeit wesentlich leichtere Bauteile zu erhalten. Derartige Organoble che weisen in der Regel ein Fasergewebe oder ein Fasergelege auf, welches in eine thermoplastische Kunststoffmatrix eingebettet ist, und liegen oftmals als Fa- ser-Matrix-Halbzeuge mit Glas, Aramid oder Kohlenstoff als Faserwerkstoff vor. Die Organobleche resultieren beispielsweise aus konsolidierten Prepreglagen. Da sich Prepregs in einfacher Weise mittels bekannter Methoden der Metallverarbei tung warm umformen lassen, resultieren im Vergleich zu konventionellen duro plastischen Faserverbundwerkstoffen kürzere Prozesszeiten.

Im Bereich des Flugzeugbaus werden in jüngster Zeit im Schnitt halbkreisförmige Rumpfsektionen aus Faserverbundwerkstoff als Unterschale und Oberschale ein zeln vorgefertigt und in einer anschließenden Endmontage zu einem fertigen Flugzeugrumpf zusammengesetzt. Die Rumpfsektionen werden in der Regel mit tels einer Innenform und einer Außenform in einer C-Rahmenpresse umgeformt.

Bei der Fertigung großer Composite-Bauteile mittels dem Verfahren gemäß DE 10 2017 113 595 A1 ist gewährleistet, dass allseitig ein konstanter Konsolidie rungsdruck auf die Flugzeugrumpfhälfte einwirkt. Zudem kann sichergestellt wer den, dass der Konsolidierungsdruck, beispielsweise an den Längsrändern der halbkreisförmigen Flugzeugrumpfhälften, eine ausreichend große oder überhaupt vorhandene Normalkomponente zum Bauteil aufweist.

Bei der Fertigung ist jedoch festgestellt worden, dass von gewünscht dickeren Wandstärkenbereichen der Übergang zu den dünneren Wandstärkenbereichen auffällig stufenförmig ausgestaltet ist. Das ist nicht nur unschön, sondern hat bei spielsweise bei Flugzeug, Boot- oder Automobilbauteilen, die Eigenschaft Verwirbelungen von Luft oder Wasser an der Oberfläche zu erzeugen.

Ausgehend davon ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Pressanordnung anzugeben, mittels denen ein Bauteil aus einem Faser verbundwerkstoff herzustellen ist, das lokal wenigstens eine Verstärkungslage aus mit einer Matrix imprägnierten Fasern auf der im Herstellprozess der Memb ran zugewandten Seite, aber dennoch eine besonders glatte, stufenlose Oberflä che aufweist.

Die Aufgabe der Erfindung wird verfahrensmäßig durch die Merkmale des An spruchs 1 und insbesondere dadurch gelöst, dass wenigstens eine ausdehnungs mäßig kleinere Verstärkungslage mit vorwiegend parallel ausgerichteten Fasern mit Hilfe einer Einlegevorrichtung lokal auf einen Teil einer der der Außenform zu gewandten Seite einer Basislage aufgelegt wird und anschließend eine Membran mit einer gemittelten Rautiefe von unter 1,0 pm, vorzugsweise unter 0,1 pm ei nen eingestellten Druck in der Kavität auf das Bauteil ausübt. Vorteilhafte Ausge staltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Aufgabe der Erfindung wird hinsichtlich der Pressenanordnung durch die Merkmale des Anspruchs 8 und insbesondere dadurch gelöst, dass eine Einlege vorrichtung für das sukzessive Auflegen mehrerer Lagen aus mit einer Matrix im prägnierten Fasern auf die Innenform vorhanden und geeignet ist, wenigstens eine ausdehnungsmäßig kleinere Verstärkungslage lokal auf einen Teil einer der Außenform zugewandten Seite einer Basislage aufzulegen, und dass die Memb ran mit einer gemittelten Rautiefe von unter 1,0 pm, vorzugsweise unter 0,1 pm so angeordnet und abgedichtet ist, dass ein Druck in der Kavitation die Membran auf die wenigstens eine Verstärkungslage und die Basislage drückt.

Die Verstärkungslage wird also mit einer Einlegevorrichtung auf die Basislage aufgelegt. Die Fasern können dabei so ausgerichtet sein, dass sie einen ge wünschten Winkel zu den Fasern der Basislage bilden. Die Präzision bei der Ein haltung des genauen Auflagebereichs einer Verstärkungslage auf die Basislage wird mit einer Einlegevorrichtung erreicht. Verstärkungslagen, beispielsweise in Form von Prepregs besitzen dabei in der Regel eine Dicke von 50 pm bis 200 pm. Die Basislage dagegen kann auch beispielsweise durch ein Organoblech ge bildet sein.

Ausgehend von der Grundidee, ein temperierbares Druckfluid als Druck- und Heizmedium in der Kavität zwischen Außenform und Membran zu verwenden, lässt sich allseitig an der Membran ein gleich großer Konsolidierungsdruck, eine gezielte und gleichmäßige Erwärmung der mit der Matrix imprägnierte Faser so wie ein rascher Austausch des temperierbaren Druckfluids zum Kühlen und Erhal ten des Bauteils erreichen.

Bei dem Pressvorgang hat sich dann überraschend gezeigt, dass eine Verstär kungslage mit im Wesentlichen parallel ausgerichteten Fasern mittels einer „spie gelglatten“ Membran andere Eigenschaften des Bauteils erzeugt als mit bis dahin verwendeten Membranen. Dabei sollte die gemittelte Rautiefe der Membran an der Auflageseite unter 1,0 pm, vorzugsweise unter 0,1 pm, und ganz vorzugs weise sogar unter 0,05 pm liegen. Die nach dem Einlegen der Verstärkungslagen vor dem Pressvorgang deutlich sichtbaren Stufen sind mit einer solchen Membran nach dem Pressvorgang vollständig verschwunden. Stattdessen wird eine völlig glatte Oberfläche erzeugt, und zwar in dem Maße, dass der Übergang von der Basislage zur Verstärkungslage nicht mehr fühlbar ist. Das liegt in Verbindung mit der extrem glatten Membran daran, dass der auf die Membran und damit die mit insbesondere einer thermoplastischen Kunststoffmatrix getränkte Faser aufgrund des temperierbaren Druckfluids einwirkende Pressdruck an jeder Stelle der Membran in Richtung der Normalen der Membran und damit ebenso in Richtung der Stufe der eingelegten Verstärkungslage zu der Basislage wirkt. Jede Stufe wird auf diese Weise zu einer gekrümmten Fläche geglättet. Man vermutet, dass die weitgehende Parallelität der Fasern den Freiraum gibt, auch an der Außen kante die Verstärkungslage so stark pressen zu können, dass ein nicht fühlbarer Übergang zur Basislage ermöglicht wird.

Sowohl für das Verfahren als auch die Pressenanordnung sind die gleichen Erfin dungsgegenstände der abhängigen Ansprüche wirksam. So ist es vorteilhaft, wenn die Membran eine Stärke von 0,05 mm - 0,5 mm auf weist.

Ein vorzugsweise martensitischer Edelstahl als Membran besitzt in dieser Dicke die gewünschte Dehnbarkeit und Zugfestigkeit. Zugleich kann die Membran durch Magnete an der Außenform beim Einlegen der Verstärkungslagen festgehalten werden, solange, bis der Druck so groß ist, dass die Membran sich vom Magne ten löst und auf die Verstärkungslage gedrückt wird.

Es ist bevorzugt, wenn die wenigstens eine Verstärkungslage das gleiche Matrix material aufweist wie die Basislage.

Das thermoplastische Matrixmaterial der Basislage und das der Verstärkungslage können dann nach dem Überschreiten des Schmelzpunktes eine Einheit bilden.

Vorzugsweise werden oder sind mehrere, zur Außenform hin immer geringere Flächengrößen aufweisende Verstärkungslagen geschichtet.

Und besonders bevorzugt stehen die zur Außenform hin immer geringere Flä chengrößen aufweisende Verstärkungslagen nicht über die darunter befindliche Verstärkungslage über.

Auf diese Weise lassen sich mehrlagige Verdickungen von Verstärkungslagen auf einer Basislage erzeugen, die eine Wölbung mit extrem glatter Oberfläche dar stellen.

Mit Vorteil ist vorgesehen, dass die Fasern eine Dicke zwischen 1 und 20 pm ha ben.

Insbesondere in dem unteren Bereich ist die Faser so dünn, dass eine Stufe mit Hilfe des geschmolzenen schräg verlaufenden Matrixmaterials nicht mehr fühlbar ist. Vielmehr zeigt jeder Schnitt durch das Bauteil im Bereich der Verstärkung ei nen parabelförmigen Verlauf der Oberfläche als glatte Kurve.

Bevorzugt ist oder wird die Temperatur des temperierbaren Druckfluids auf bis zu 400°C und ein Druck von über 35 bar einstellbar oder eingestellt.

Innenform und Außenform können grundsätzlich eine beliebige Form aufweisen. Im Falle einer Presse kann die Innenform das Unterwerkzeug und die Außenform das Oberwerkzeug darstellen. Noch weiter bevorzugt schließen aufeinander auf liegende Innenform und Außenform an ihren Rändern druckdicht und/oder ab dichtend ab und/oder liegen an ihren Rändern berührend aufeinander auf. In die sem Zusammenhang weist das Verfahren bevorzugt den weiteren Schritt Aufset zen der Außenform auf die Innenform derart, dass Außenform und Innenform an ihren Rändern abdichtend zum Ausbilden des Formraums aufeinander aufliegen und/oder Fixieren und/oder Verspannen der aufeinander aufliegenden Außenform und Innenform gegeneinander, insbesondere mittels der Presse.

Während das Verfahren grundsätzlich mit beliebigen mit der Matrix imprägnierten Fasern durchgeführt werden kann, sind die Fasern bevorzugt als Glasfasern, Ara- midfasern und/oder Karbonfasern bzw. Kohlefasern ausgeführt. Ganz besonders bevorzugt ist die mit der thermoplastischen Kunststoffmatrix getränkte Faser als Faser-Matrix-Halbzeug, als Faserverbundwerkstoff und/oder als Organoblech und/oder als Prepreg ausgeführt. Die mit der Matrix imprägnierte Faser ist bevor zugt als eine mit einer thermoplastischen Kunststoffmatrix getränkte Faser ausge führt.

Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeich nungen anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

In den Zeichnungen zeigen

Fig. 1a bis 1c eine Pressenanordnung zum Durchführen des Verfahrens zum Her stellen eines Bauteils aus einem Faserverbundwerkstoff gemäß der Erfindung in einer schematischen Perspektivansicht in drei Verfahrensschritten, und Fig. 2 einen Querschnitt eines bildbaren Bauteils aus einem Faserverbundwerk stoff.

Fig. 1a zeigt schematisch eine Pressenanordnung zum Ausführen eines Verfah rens zum Herstellen eines Bauteils aus einer Basislage und einer Verstärkungs lage eines Faserverbundwerkstoff, sowie einer Einlegevorrichtung für die einzel nen Lagen. In dem ersten dargestellten Verfahrensschritt 1a von dreien, erkennt man eine Innenform oder unteres Werkzeug 3 mit einem Pressenrahmen 5 zur Aufnahme der Basislage 10. Den abgehobenen oberen Teil bildet die Außenform 4 oder das obere Werkzeug 4, das in nicht dargestellter Weise auf die Innenform 3 dichtend absenkbar ist. Innenform 3 und Außenform 4 bilden gemeinsam den Formraum 9 zur Erzeugung des Bauteils 2. An der Außenform 4 ist rundum eine Metallmembran 6 abgedichtet angebracht, so dass sich eine Kavität 7 zwischen Außenform 3 und Metallmembran 6 bildet, in die über einen Druckanschluss 8 temperierbares Druckfluid mit einem Druck bis wenigstens 30 bar, vorzugsweise sogar 40 bar und einstellbaren Temperaturen bis beispielsweise 400°C einbring- bar ist.

In dem in Fig. 1a dargestellten Zustand ist der durch das temperierbare Druckfluid ausgeübte Druck noch sehr gering, so dass die Metallmembran 6 mittels eines Magneten 14 an der Außenform 4 gehalten wird. In dem dargestellten abgehobe nen Zustand der Außenform ist das Einbringen von Basislage 10 und Verstär- kungslag(n) (11) mittels einer Einlegevorrichtung 12 möglich. Die bewegliche und verfahrbare Einlegevorrichtung ist in Fig. 1a mit zwei schematisch dargestellten Saugvorrichtungen 13 angedeutet, die beispielsweise eine Verstärkungslage 11 aufnehmen und an ihrem gewünschten Ablageort ablegen kann.

Fig. 1b zeigt den Zustand, in dem Außenform und Innenform zusammengefahren sind. Die Einlegevorrichtung 12 ist aus dem Formraum 9 entfernt worden. Die Ka vität 7 ist mit einem temperierbarem Druckfluid, hier beispielsweise Thermoöl, un ter hohem Druck gefüllt, so dass sich die Metallmembran von dem Magneten ge löst hat und sich glatt über die vormals stufenartige Übereinanderlagerung von Basislage 10 und Verstärkungslage 11 legt. Die hohen Temperaturen und der hohe Druck bewirken, dass die Stufe „glattgepresst“ wird, so dass ein Übergang von Basislage 10 zu Verstärkungslage 11 an der Bauteiloberfläche 15 nicht mehr fühlbar ist. Dazu muss die Verstärkungslage aber eine im Wesentlichen parallele Faseranordnung aufweisen mit Faserstärken zwischen 1 und 20 pm sowie die Metallmembran eine maximale gemittelte Rautiefe von unter 1,0 pm, vorzugs weise unter 0,1 pm, ganz vorzugsweise sogar unter 0,05 pm aufweisen. Das Thermoöl dient als Druck- und Heizmedium, um allseitig über die Metallmembran 6 einen gleich bleibenden Konsolidierungsdruck auf die mit der thermoplastischen Kunststoffmatrix getränkte Faser auszuüben sowie um eine gezielte, gleichmä ßige Erwärmung der mit der thermoplastischen Kunststoffmatrix getränkten Faser zu bewirken. Die parallele Verschmelzung der Matrix der Basislage und der Mat rix der Verstärkungslage 11 und Abkühlung unter Druck erreicht dann die überra schende Glätte an der Bauteiloberfläche 15.

Der Zustand in Fig. 1c zeigt den Abhebevorgang der Außenform, nachdem der Druck und die Temperatur in der Kavität zurückgenommen wurde und die Metall membran 5 bereits wieder von dem Magneten 14 angezogen wird.

Fig. 2 zeigt ein mögliches Bauteil aus Faserverbundwerkstoff 2 im Querschnitt. Man erkennt die untere Basislage 10, die sich während der Herstellprozesses im Pressenrahmen 6 der Innenform 3 befand. Darüber wurden mehrere Verstär kungslagen 11 geschichtet, die in ihrer Flächengrößen nach oben abnehmen und bei der es keinen Überstand einer Verstärkungslage zu ihrer darunter liegenden gibt. Nach dem Verpressen mit Hilfe der spiegelglatten Metallmembran ist die Bauteiloberfläche sehr glatt und stellt im Schnitt eine Parabelform dar. Bezugszeichenliste