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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR PRODUCING CONCRETE PIPES OF UNIFORM LENGTH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1995/009073
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention concerns a method and device for producing concrete pipes of uniform length, the device having a core (1), an outer wall (2) and a pressure ram (11). The core (1) is displaceable coaxially inside the outer wall (2) and forms, together with the outer wall (2), an annular space in which the concrete pipe (T) is moulded. A significant innovation in the method proposed is that fact that the concrete is fed into the annular space through an impeller wheel (7, 7') which is mounted on top of the core (1) and creates, towards the end of the pipe-production process, a concrete-free space in which is collected the excess concrete displaced by the ram (11) when it closes off the annular space. This prevents, in particular, excess concrete from dripping on to the inside wall of the pipe or falling on to the floor of the machine, thus avoiding the need to clean these surfaces.

Inventors:
COLLE GIUSEPPE (IT)
Application Number:
PCT/EP1994/003247
Publication Date:
April 06, 1995
Filing Date:
September 30, 1994
Export Citation:
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Assignee:
COLLE SPA (IT)
COLLE GIUSEPPE (IT)
International Classes:
B28B7/00; B28B21/26; (IPC1-7): B28B21/26
Foreign References:
EP0476245A21992-03-25
DE1948313A11971-04-01
DE2513032A11976-10-07
US3276091A1966-10-04
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von Betonrohren gleich mäßiger Höhe mit einem Kern (1) , einem Außenmantel (2) und einem Preßstempel (11) , welche einen Ringraum zur Formung eines Betonrohres (T) bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Betonzufuhr in den Ringraum über ein an der Kopfseite des Kerns (1) angeordnetes Flügelrad (7, 7' ) erfolgt, mit dem in der Endphase der Rohrherstellung ein betonfreier runder Raum ge¬ schaffen wird, in den der beim Abschluß des Ring¬ raumes von dem Preßstempel (11) verdrängte, über¬ schüssige Beton aufgefangen wird, um dann gegen Abstreifer (34, 35) geschleudert zu werden, wo er zurückgewonnen wird, nachdem die Gußform für einen neuen Arbeitsgang geleert worden ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr des Betons unterbrochen wird, bevor der Kern (1) die einer vorgegebenen Rohrhöhe ent¬ sprechende Stellung erreicht hat, und das Flügelrad (7, 7') solange weitergedreht wird, bis der auf ihm noch vorhandene Beton im Ringraum verteilt ist und das Flügelrad (7) an seinem Außenumfang eine beton¬ freie Rundrinne geschaffen hat, in der der vom nach¬ folgend abgesenkten Preßstempel (11) verdrängte, überschüssige Beton aufgefangen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr der zur Herstellung des des Beton¬ rohres (T) benötigte Betonmenge (D) allmählich fort¬ laufend erfolgt, auf dem Kopf (3, 5) des Kerns (1) gesammelt und mit einem Flügelrad (7, 7') in die Gußform verteilt wird, und daß die Betonzufuhr unter¬ brochen und das obere Ende des Betonrohres (T) ge formt wird, wobei der vom Preßstempel (11) verdräng¬ te, überschüssige Beton auf der Kopfseite des Kerns (1) in der vom Flügelrad (7, 7') geschaffenen Rund¬ rinne aufgefangen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Rotation des Flügelrades (7, 7') unterbrochen wird, und zwar bevor der Kern (1) die einer vorgegebenen Rohrhöhe entsprechende Stellung erreicht hat, die zur Herstellung des oberen Endes des Betonrohres (T) benötigte Betonmenge (D) auf einer Fläche (3, 5) durch eingeleitete Vibrationen angesammelt, der Preßstempel (11) bis zu der vor¬ gegebenen Rohrhöhe abgesenkt und der Kern (1) in seine obere Endstellung angehoben wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufwärtshub des Kerns (1) und die Rotation des Flügelrades (71) vor Erreichen der einer vor gegebenen Rohrhöhe entsprechenden Endstellung des Kerns (1) unterbrochen und die bei der Formung des oberen Endes des Betonrohres (T) benötigte Betonmenge (C) auf dem Kopf (3, 5) des Kerns (1) angesammelt und danach unter erneuter Rotation des Flügelrades (71) und weiterem Anheben des Kerns (1) gegen die Abstrei¬ fer (34, 35) geschleudert wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der überschüssige Beton (C) sich auf dem Preßstempel (11) ablagert, von wo er mit mindestens einem Abstreifer (34, 35) abgeschoben und auf die Kopfseite des Kerns (1) geleitet wird.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Flügel' rad (7,7') zur Schaffung eines Raumes zur Aufnahme des überschüssigen Betons am Außenumfang mit mindes¬ tens einer Abstreifplatte (10) und/oder einer Schau¬ fel (9) versehen ist.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Flügelrad (71) an seinem Außenumfang mit Schaufeln (9) versehen ist, die drehbar um eine Ausnehmung zur Ansammlung der zur Herstellung des oberen Endes der Beton¬ röhre (T) benötigten Betonmenge (D) angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Kopfseite (3) des Kerns (1) konkav ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß der Kern (1) einen durchmesserreduzier¬ ten Kernkopf (3) aufweist, den ein umlaufender Außen rand (8) des Flügelrades (7') überragt, an dem min¬ destens eine Abstreifplatte (10) zur Schaffung einer betonfreien Rundrinne oberhalb einer Ringscheibe (5) des Kerns (1) angebracht ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Flügelrad (7') im Bereich der Ausnehmung mit einem Abstreifer (14) versehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßstempel (11) mit mindestens einem Abstreifer (34,35) versehen ist, mit dem überschüssiger Beton der sich auf dem Preßstem¬ pel (11) abgelagert hat, auf die Kopfseite des Kerns (1) abschiebbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifer (34,35) schwenkbar mit einem Aufbau (A) des Preßstempels (11) verbunden und über einen Hydraulikzylinder (41) oder einen ähnlichen Mechanismus verschwenkbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß der Preßstempel (11) mit mindestens einer Begrenzungsplatte (42,43) verbunden ist, die einen Anschlag (44,45) aufweist, der die Schwenk¬ bewegung des Abstreifers (34,35) begrenzt.
Description:
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Betonrohren gleichmäßiger Höhe

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Betonrδhren gleichmäßiger Höhe mit einem Kern, einem Außenmantel und einem Preßstempel, wobei der Kern koaxial innerhalb des Außenmantels ver¬ schiebbar ist und mit dem Außenmantel einen.Ringraum zur Formung eines Betonrohres bildet.

Eine grundsätzliche Neuerung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß ein die Betonfüllung betreibendes Flügelrad, welches am Oberteil des Kerns angebracht ist, einen Freiraum zur Aufnahme des überschüssigen Betons schafft, ohne die Qualität der hergestellten Betonrδhre zu beeinträchtigen und ohne Maschinenteile zu verschmutzen.

Bei den bisherigen Betonrohrformmaschinen ist es prak- tisch unmöglich, das Einfüllen des Betons derart zu regulieren und zu tarieren, daß die für eine gleichmäßige Vibro-Verdichtung und für eine gleichmäßige Rohrhöhe benötigte Betonmenge genau erreicht wird. Man erhält Rohre, die zwar durch eine gleichmäßige Vibro-Verdichtung gleichmäßige technische Eigenschaf en aufweisen, deren Gesamthöhe jedoch aufgrund kleiner Unterschiede in der Menge des eingefüllten und komprimierten Betons um einige Zentimeter differiert.

Um diesen Nachteil zu überwinden, wird am Oberteil des Formkerns ein Flügelrad zur Verteilung des Betons ange¬ bracht, das derart geformt ist, daß der eingefüllte Beton nicht nur radial, sondern auch in der Höhe verteilt wird, um eine vollständige Füllung der Rohrgußform am Rohrende zu gewährleisten, bevor man mit der Endkompression beginnt, mit welcher die Endhöhe vorgegeben wird.

ERSATZBLAπ(REGEL26)

Eine gleichmäßige Rohrhöhe wird dadurch erreicht, daß die vorgegebene Höhe bereits mit dem zu komprimierenden Beton beladen ist, wenn der Preßstempel auf diese Höhe abgesenkt wird.

Beim Absenken des Formkerns und des daran angebrachten Flügelrades fällt jedoch der über die vorgegebene Höhe an die Innenwand des Preßstempels gedrückte, überschüssige Beton auf das Flügelrad zurück, so daß regelmäßig die

Innenwände des hergestellten Betonrohres sowie der Boden der Maschine mit Betonresten verschmutzt werden, was eine fortwährende Reinigung bedingt und Materialverluste zur Folge hat.

Hauptziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Ver¬ fahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Beton¬ rohren mit gleichmäßigen technischen Eigenschaften sowie stets gleichmäßiger Höhe zu schaffen, wobei der erforder- liehe überschüssige Beton die Qualität der hergestellten Rohre nicht beeinträchtigt.

Insbesondere soll verhindert werden, daß der überschüs¬ sige Beton auf die Innenwände der hergestellten Beton- wände tropft oder auf den Boden der Maschine fällt, was mit einem entsprechenden Reinigungsaufwand verbunden ist .

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, den überschüssigen Beton aufzufangen und beim Guß des nächsten Rohres wieder zu verwenden.

Darüberhinaus soll die vorliegende Erfindung die Still¬ stände beseitigen, welche durch den nicht vermeidbaren Betonüberschuß bzw. durch die Reinigung der damit ver- bundenen Verschmutzungen verursacht werden.

Diese und andere Ziele werden mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der zu dessen Durchführung vorgeschlagenen Vorrichtung erreicht. Dabei ist die Verwendung eines Flügelrades vorgesehen, mit dem ein geeigneter Raum zur Aufnahme und Sammlung des überschüssigen Betonmaterials geschaffen wird, so daß dieses beim Guß der nächsten Röhre wiederverwendet werden kann.

Der durch das Flügelrad für den überschüssigen Beton geschaffene Sammelraum kann beispielsweise durch eine geeignete Formgebung des Flügelrades die Form einer in der Nähe des Kernrandes angeordneten ringförmigen Rinne aufweisen.

Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, durch eine andere konstruktive Formgebung des Flügelrades den Sammelraum konkav auszubilden, wobei gleichzeitig auch ein ring¬ förmiger Sammelbereich am Umfang des Kerns vorgesehen werden kann.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung besteht darin, den Preßstempel mit Abstreifern zu versehen, so daß der überschüssige Beton, welcher sich auf dem Preßstempel absetzt, von dem Preßstempel abge- striffen und für den Guß des nächstfolgenden Betonrohres verwendet werden kann.

Die Erfindung wird nachstehend an Hand der in der Zeich¬ nung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Teilbereiches einer axial geschnitten dargestellten Gußform für Betonröhren, in welcher ein Flügelrad zur horizontalen Verteilung des Betons eingebaut ist, das mit äußeren Abstreifplatten versehen

ist, welche die Bildung einer Rinne oder Ablaufkehle zur Aufnahme des überschüssigen Beton gewährleisten;

Fig. 2 eine Draufsicht der Gußform gemäß Fig. 1;

Fig. 3 eine Seitenansicht eines Teilbereiches einer axial geschnitten dargestellten Gußform gemäß Fig. 1 während der Herstellungsphase, in der der überschüssige Beton vom Preßstempel in die vorher vom Flügelrad gebildete Rinne gedrückt wird;

Fig. 4 eine Seitenansicht eines Teilbereiches einer geschnitten dargestellten Gußform für Beton¬ rohre, in welcher ein Flügelrad für die radiale Verteilung des Betons eingebaut ist, welches den Beton auch über die eigene Arbeitsfläche verteilt, so daß der Preßstempel eine aus- reichende Betonmenge zum Verpressen vorfindet, bevor er seinen unteren Totpunkt erreicht hat;

Fig. 5 eine Draufsicht der Gußform gemäß Fig. 4;

Fig. 6 eine Seitenansicht eines Teilbereiches der axial geschnitten dargestellten Gußform gemäß Fig. 4 während der Betätigung des Preßstempels zur Bildung des oberen Rohrrandes;

Fig. 7 eine Seitenansicht eines Aufbaus für den Pre߬ stempel im axialen Schnitt mit einem Abstrei¬ ferpaar für das Zusammenführen und die Wieder¬ gewinnung des sich beim Gießen von Betonrohren anhäufenden überschüssigen Betons;

Fig. 8 eine Draufsicht entlang der Schnittlinie

II - II gemäß Fig. 7, wobei der eine Abstreifer geschnitten und der andere Abstreifer in Drauf¬ sicht dargestellt ist;

Fig. 9 eine Seitenansicht des Oberteils der Gußform für Betonröhren entlang der Schnittlinie

III - III gemäß Fig. 8, wobei der Aufbau in den Außenmantel der Gußform eingesetzt ist;

Fig. 10 eine Seitenansicht des Oberteils der Gußform gemäß Fig. 9, wobei sich der Preßstempel in seiner festgelegten tiefsten Stellung befindet, und

Fig. 11 eine teilweise geschnitten dargestellte Seiten¬ ansicht der Gußform in der Lage, in der sich der Kern und der Preßstempel mit dem Aufbau in ihren jeweiligen Ausgangsstellungen befinden.

In allen Figuren sind übereinstimmende Einzelteile je¬ weils mit demselben Bezugszeichen bezeichnet.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl mit einem Flügelrad 7, das zur Aufnahme des überschüssigen Betons einen ringförmigen Sammelraum am Außenrand des Kern¬ kopfes 3 bildet, als auch mit einem Flügelrad 7', in dessen Zentrum der überschüssige Beton aufgenommen werden kann, ausgeführt werden.

In Fig. 1 ist eine Gußform für Betonröhren dargestellt, die einen zylindrischen Kern 1 und einen Außenmantel 2 aufweist, in welchem der Kern 1 koaxial verschiebbar angeordnet ist. Der Kern 1 ist mit einem im Durchmesser verringerten Kernkopf 3 versehen, der eine Antriebs- welle 4 trägt und führt. Der Kernkopf 3 ist mit dem zylindrischen Teil des Kerns 1 über eine Ringscheibe 5

verbunden, die sich vorzugsweise nach innen senkt und bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel mit einem Wulst 6 versehen ist.

Mit der Antriebswelle 4 ist ein Flügelrad 7 fest ver¬ bunden, das aus einem Flügelradkörper mit einem Rand 8 besteht und Schaufeln 9 zur Verteilung des zugeführten Betons sowie Abstreifplatten 10 aufweist. Die darge¬ stellte Gußform weist, ferner einen Preßstempel 11 auf, der mit einer zylindrischen Führung 12 versehen ist, welche einen Hohlraum 13 bildet. Der Preßstempel ist so beschaffen, daß er dem zu formenden Rohr T die gewünschte Festigkeit verleiht und dem Rohrende bzw. dem Rohrrand die gewünschte Form gibt.

Unter Verwendung des in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Flügelrades 7 umfaßt das erfindungsgemäße Verfahren folgende Arbeitsgänge:

Zu Beginn der Röhrenherstellung ist der Außenmantel 2 fest mit einer Arbeitsfläche verbunden, während der Kern 1 bündig mit einer nicht dargestellten unteren Formfläche der Gußform abschließt.

Der Beton wird mit herkömmlichen Mitteln von oben in die Gußform zugeführt, so daß er auf das über dem Kernkopf 3 angeordnete Flügelrad 7 fällt.

Mit dem Beginn der Betonzuführung beginnt auch die Rota- tion des Flügelrades 7 und die allmähliche Aufwärts- bewegung des Kerns 1, so daß der zugeführte Beton gegen die Innenwand des Außenmantels 2 geschleudert wird. In an sich bekannter Weise wird das Betonrohr T mit der Auf¬ wärtsbewegung und der Vibration des Kerns 1 bis zur An- näherung an seinen oberen Rand fortlaufend geformt. Kommt der Kern 1 in die Nähe des oberen Randes des zu formenden

Betonrohres T, wird die Betonzufuhr gestoppt. Das Flügel¬ rad 7 dreht sich in dieser Phase weiterhin um seine Achse, so daß es mit den Schaufeln 9 das noch auf ihm vorhandene Material verteilt und mit den äußeren Abstreifplatten 10 eine vom Betonkonglomerat befreite ringförmige Rinne freilegt.

Wie in Fig. 1 dargestellt ist, wird nunmehr das Flügel¬ rad 7 angehalten und der Preßstempel 11 abgesenkt, der dabei den vom Flügelrad 7 in den vom Kern 1 und dem Außenmantel 2 begrenzten Ringraum zugeführten Beton zusammenpreßt. Es ist zu erkennen, daß der Preßstempel 11 die zu Herstellung einer Betonröhre nicht benötigte bzw. überschüssige Betonmenge C über den Randwulst 6 ver- drängt. Dort ist jedoch vorher von den Abstreifplatten 10 des Flügelrades 7 die ringförmige Rinne freigelegt worden, so daß der überschüssige Beton C vom Preßstempel 11 über den Wulst 6 in den Bereich oberhalb der Ring¬ scheibe 5 gedrückt wird.

Wie Fig. 3 zeigt, wird der Preßstempel 11 bis auf die Höhe des Wulstes 6 des Kerns 1 abgesenkt, um dem zu formenden Rohr die gewünschte Kompression und Höhe zu verleihen. Fig. 3 zeigt deutlich, daß der überschüssige Beton C an der Stelle gesammelt wird, die vorher durch die Rotation der Abstreifplatten 10 des Flügelrades 7 geschaffen wurde, wodurch ein Herabfallen des über¬ schüssigen Betons und eine damit verbundene Verschmutzung sicher verhindert wird.

Ist die Herstellung eines Rohres abgeschlossen, senkt sich der Kern 1 zusammen mit dem Flügelrad 7 und dem an der Kernoberseite gesammelten, überschüssigen Material C ab, ohne daß sich dieses Material auf der Innenfläche des Rohres ablagert. Nachdem das fertige Betonrohr entnommen ist und der Kern 1 sich gegenüber dem Außenmantel 2 in

seiner unteren Ausgangsstellung befindet, wird zur Her¬ stellung des nächsten Betonrohres die Betonzufuhr wieder aufgenommen und das Flügelrad 7 erneut in Rotation ver¬ setzt, wobei das vorher gesammelte, überschüssige Mate- rial C zusammen mit dem neuen Material für den Guß eines neuen Rohres wiederverwendet wird, so daß kein Material verloren geht.

Der Einsatz des in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Flügel- rades 7 ' bedingt eine Anpassung der Arbeitsgänge des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die besondere Ausgestaltung dieses Flügelrades ermöglicht es, den Beton auch über die eigene Rotationsfläche zu verteilen.

Die in den Fig. 4 bis 6 dargestellte Vorrichtung weist einen Kern 1 und einen dazu koaxial angeordneten Außen¬ mantel 2 auf, die die Formung von Rohren aus vibro- verdichtetem Beton in an sich bekannter Weise ermög¬ lichen. Der Kern 1 weist einen eben oder leicht konkav ausgebildeten Kernkopf 3 mit einer durchgehenden Bohrung zur Aufnahme und Lagerung einer Welle 4 auf. Die Welle 4 dreht das Flügelrad 7 ' , an dessen Auslegern Schaufeln 9 befestigt sind. Der Kern 1 ist am äußeren Rand seines Kernkopfes 3 vorzugsweise mit einem schrägen Wulst 6 versehen. Um den Beton durch die Vibration des Kerns 1 im Zentrum des Kernkopfes 3 anzusammeln, ist dieser leicht konisch vertieft ausgebildet . Bei dieser konstruktiven Ausgestaltung des Flügelrades 7' umfaßt das erfindungs- gemäße Verfahren folgende Schritte:

In der Ausgangsläge befindet sich der Kern 1 mit dem Flügelrad 7' am unteren Ende der Gußform, wobei das Flügelrad 7' in Rotation versetzt wird. Gleichzeitig wird der Kern 1 allmählich angehoben, so daß der inzwischen in die Gußform eingefüllte Beton vom Flügelrad 7' verteilt

wird. In an sich bekannter Weise wird so fast das kom¬ plette Rohr geformt .

Dank der besonderen Form des Flügelrades 7 ' wird der Beton auch über die Rotationsfläche verteilt. Wie in Fig. 4 dargestellt ist, erhält man auf diese Weise eine aus¬ reichende Materialmenge in der Nähe des Preßstempels 11 bereits in der Phase, wenn dieser sich noch in der oberen Ausgangsstellung befindet und der Kern 1 noch nicht seine maximale Höhe erreicht hat.

Erfindungsgemäß wird der Kern 1 kurz bevor er die höchste Stellung erreicht hat angehalten und die Rotation des Flügelrades 7' gestoppt, wobei eine dosierte Betonmenge D noch weiter zugeführt wird. Wie Fig. 4 zeigt, häuft sich diese dosierte Betonmenge D auf dem Kernkopf 3 infolge der Vibration des Kerns 1 an. Sodann wird die Zufuhr des Betons D gestoppt und der Preßstempel 11 bis auf eine eingestellte Höhe abgesenkt, die der gewünschten Höhe des herzustellenden Betonrohres entspricht.

Anschließend oder gleichzeitig wird der Kern 1 in die obere Endstellung gehoben und das Flügelrad 7 ' wieder in Rotation versetzt. Damit wird das im Zentrum des Flügel- rades 7' gesammelte Material zum Teil in dem Endbereich des zu formenden Rohres und zum anderen Teil auf die Innenwand der Führung 12 des Preßstempels 11 geschleu¬ dert. Die Verteilung des auf dem Kernkopf 3 des Kerns 1 gesammelten Materials D wird, sei es in der oben be- schriebenen Endphase oder in der normalen Gußphase, durch den Einsatz mindestens eines Abstreifers 14 erleichtert, der an einem der Ausleger des Flügelrades 7 ' angebracht ist.

Wie in Fig. 6 dargestellt ist, bewirkt die erneute

Rotation des Flügelrades 7' unter weiterer, allmählicher

Anhebung des Kerns 1, daß der angesammelte Beton D auf den oberen Endabschnitt der Betonröhre T und auf die Innenwand 13 des Preßstempels 11 verteilt wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß dem herzustellenden Beton¬ rohr eine ausreichende Materialmenge zugeführt wird, die unter Einwirkung des Preßstempels 11 und der vom Kern 1 ausgehenden Vibrationen mit dem bereits zugeführten Beton zu einer einwandfreien Rohrform und -höhe verdichtet wird.

Das Flügelrad 7' wird gestoppt, sobald der Preßstempel 11 seinen unteren Totpunkt und der Kern 1 seine oberste Stellung erreicht. Zur Entformung der fertiggestellten Röhre wird der Kern 1 in seine Ausgangsstellung ver- fahren, während der Preßstempel 11 mit dem Außenmantel 2 nach oben angehoben wird. In dieser Phase löst sich der vorher vom Flügelrad 7' in den Hohlraum 13 gegen die Wand 12 des Preßstempels 11 geschleuderte Beton. Der von der Wand 12 herabfallende überschüssige Beton wird vom Wulst 6 aufgenommen und durch die Vibration des Kerns 1 in die Mitte des konkaven Kernkopfes 3 geleitet.

Dadurch wird der überschüssige Beton insgesamt in der Mitte des Kernkopfes 3 gesammelt und zu einem Material- kegel D angehäuft, so daß Ablagerungen von Betonresten auf der Rohrinnenwand und jegliche Verschmutzungen der Maschine vermieden werden. Außerdem wird der aufgefangene Beton nach der erneuten Inbetriebnahme des Flügelrades 7 ' beim Guß des nächsten Rohres wiederverwendet.

Das oben beschriebene Verfahren kann auch unter Verwen¬ dung eines anders gestalteten Flügelrades durchgeführt werden, das eine ähnliche Konstruktion wie das in den Fig. 3 bis 6 dargestellte Flügelrad aufweist, bei dem jedoch zusätzliche Schaufeln oder äußere Platten oder Flügel besonderer Gestaltung angebracht werden können,

durch die am Wulst 6 ein ringförmiger Aufnahmeraum ge¬ schaffen wird.

Das vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Verfahren sowie die zu dessen Durchführung vorgeschlagene Vor¬ richtung haben hinsichtlich der Qualität der damit her¬ gestellten Betonrohre bereits deutliche Fortschritte gegenüber bekannten Betonrohrgußmaschinen gezeigt. Pro¬ bleme haben sich allerdings bei der Rückgewinnung des überschüssigen Betons hinsichtlich der Ablagerung von

Betonresten gezeigt, weil der Beton dazu neigt, am Pre߬ stempel 11 anzuhaften und sich bei der Abwärtsbewegung des Kerns 1 zu lösen, so daß sich an der Innenwand des frisch geformten Rohres herabfallende Betonreste ablagern können.

Diese Probleme werden durch die nachstehend beschriebene Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie der zu dessen Durchführung vorgeschlagenen Vorrichtung ge- löst.

In den Fig. 7 und 8 ist zu erkennen, daß der Preßstem¬ pel 11 fest mit einer Serie von Streben 30 verbunden ist, die ihn starr mit einer Kopfplatte 31 verbinden, auf welcher eine Verbindungsplatte 32 vorzugsweise fest ange¬ bracht ist. An dieser Verbindungsplatte 32 kann ferner eine Welle für eine axiale Bewegung des Preßstempels 11 angebracht werden. Damit wird ein Aufbau A für die Auf¬ nahme und die Betätigung von Abstreifern 34 und 35 und für die Betätigung des Preßstempels 11 geschaffen.

Die Abstreifer 34 und 35 sind vorzugsweise kreissegment- förmig oder gebogen geformt und haben mindestens ein Oberteil, das mit einem Verstärkungswinkel 36, 37 ver- sehen ist. Über elastische Anschlußstücke 33 sind die Abstreifer 34 und 35 mit den Streben 30 verbunden.

Auf den Verstärkungswinkeln 36 und 37 sind Halterungen 38 angebracht, die zusammen mit entgegengesetzt, fest an der Unterseite der Kopfplatte 31 angebrachten Halterungen 39 und 40 die Montage ölhydraulischer Zylinder 41 für jeden der beiden Abstreifer 34 und 35 ermöglichen.

Wie in Fig. 8 durch die gestrichelten Linien bei 34a an¬ gedeutet ist, führt die Betätigung der hydraulischen Zylinder 41 dazu, daß die schwenkbar an den elastischen Anschlußstücken 33 befestigten Abstreifer 34 und 35 von einer gespreizten Stellung in eine einander angenäherte Stellung übergehen. Der Aufbau A weist ferner Begren¬ zungsplatten 42 und 43 auf, die den Streben 30 ähneln, jedoch radial zu den elastischen Anschlußstücken 33 ange¬ ordnet sind und Anschläge 44 und 45 zur Begrenzung des maximalen Hubes der von den Zylindern 41 betätigten Ab¬ streifer 34 und 35 aufweisen.

Aus den Fig. 9 bis 11 geht hervor, daß der Aufbau A gemäß den Fig. 7 und 8 auf das Oberteil der in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Gußform aufgebaut werden kann, und zwar mit demselben Preßstempel 11, wie er zuvor beschrieben ist, während das obere Antriebsteil jedoch anders gebaut ist. Gemäß der vorliegenden Verbesserung kann der Wulst 6 des Kerns 1 gegenüber der zuvor beschriebenen Ausführung ver¬ einfacht werden, um ein Zusammenschieben des Materials zu erleichtern.

Nachfolgend wird nun die Funktion des Aufbaus A beschrie¬ ben.

Der Aufbau A wird mit den Abstreifern 34 und 35 auf das Oberteil des Außenmantels 2 aufgebaut und mittels einer herkömmlichen Welle betätigt, was eine axiale Bewegung

und eine wechselseitige Rotation des Preßstempels 11 ermöglicht.

Die Herstellung eines Betonrohres T erfolgt nun unter Ablauf der normalen Arbeitsgänge, bis die Formung des oberen Randbereiches des Rohres einsetzt, so daß das Flügelrad 7' den Beton leicht über die vorbestimmte Höhe verteilt.

Nach Ablauf dieser bekannten Arbeitsgänge wird das

Flügelrad 7 ' gestoppt und der Abwärtshub des Aufbaus A mit dem Preßstempel 11 eingeleitet. Wie in Fig. 9 dar¬ gestellt ist, verdichtet der Preßstempel 11 beim Abwärts- hub den Beton und drückt das überschüssige Material auf die Oberseite des Kerns 1, wo es sich ablagert. Die Ab¬ wärtsbewegung des Aufbaus A endet beim Erreichen der für die jeweils gewünschte Rohrhöhe festgelegten Position.

Nachdem der Aufbau A ganz abgesenkt worden ist, wird der Kern 1 erneut leicht bis auf die Höhe des Preßstempels 11 angehoben, so daß der Guß des Rohres T beendet und das überschüssige Material von dem bei der Herstellung des Rohres T verarbeiteten Beton abgetrennt wird. Erreicht der Kern 1 die Höhe des Preßstempels 11, wird das Flügel- rad 7' erneut in Bewegung gesetzt, während der Kern noch etwas angehoben wird, so daß das bereits an den Rändern des Kerns 1 angesammelte überschüssige Material gegen die Innenwände der Abstreifer 34 und 35 sowie gegen die Innenfläche der radialen Begrenzungsplatten 42 und 43 geworfen wird. Wie Fig. 10 zeigt, setzt sich das auf diese Weise radial fortgeschleuderte Material auf der oberen Fläche des Preßstempels 11 ab, wo es eine kreisförmige Krone C bildet.

Im Anschluß hieran folgen die bekannten Arbeitsgänge zur Entformung des Rohres T mit dem Absenken des Kerns 1 und

dem Anheben des Außenmantels 2 in an sich bekannter Weise, jedoch mit dem wesentlichen Vorteil, daß kein überschüssiges Material mehr herabfällt, welches sich an der Innenwand des hergestellten Rohres absetzt oder die Maschine verschmutzt.

Ist das Rohr T- entformt, befindet sich der Kern 1 in seiner untersten Stellung. Der Außenmantel 2 kann sodann heruntergelassen werden, um mit dem Guß des nächsten Rohres zu beginnen, während der Aufbau A in seiner ge¬ hobenen Stellung belassen wird, um den Durchgang des Transportbandes für die Zufuhr des zur Herstellung des nächsten Rohres benötigten neuen Betonmaterials zu ermög¬ lichen. Diese Situation ist in der Fig. 11 dargestellt.

In dieser Stellung werden die hydraulischen Zylinder 41 betätigt, so daß sich die Abstreifer 34 und 35 aus der Ausgangsstellung aufeinander zubewegen. Dadurch wird das überschüssige Material C, welches sich auf der oberen Fläche des Preßstempels 11 abgelagert hat, abgeschoben und auf den Kernkopf 3 geleitet, wo es für den Guß des nächsten Rohres aufgefangen wird.

Mit der Wiedergewinnung des überschüssigen Betons C und der erneuten Förderung frischen Betons beginnt ein neuer Arbeitszyklus zur Herstellung eines neuen Betonrohres T, wobei der Kern 1 wieder angehoben und das Flügelrad 7 ' erneut in Rotation gesetzt wird.

Die vorstehend offenbarte. Weiterbildung des erfindungs- gemäßen Verfahrens und der zu dessen Durchführung vorge¬ schlagenen Vorrichtung wurde in Bezug auf das Flügelrad 7' gemäß den Fig. 4 bis 6 beschrieben. Es ist jedoch auch möglich, daß der Aufbau A in Verbindung mit dem in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Flügelrad 7 verwendet wird.

Die konstruktive Ausgestaltung des Aufbaus A kann selbst¬ verständlich auch abgeändert werden. Als Beispiel sei die Möglichkeit genannt, eine andere Anzahl von Abstreifern 34 und 35 und Begrenzungsplatten 42 und 43 zu montieren. Auch ist es möglich, andere Betätigungssysteme für die Abstreifer vorzusehen oder auch einen oder mehrere Arbeitsgänge zu kombinieren.

Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend angegebenen bevorzugten Ausführungs- beispiele. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten und Modifikationen denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausfüh¬ rungen Gebrauch machen.

Bezugszeichenliste

1 Kern A Aufbau

2 Außenmantel C überschüssiger Beton 3 Kernkopf D dosierte Betonmenge

4 Antriebswelle T Betonröhre

5 Ringscheibe

6 Wulst

7 Flügelrad 7' Flügelrad

8 Rand

9 Schaufeln

10 Abstreifplatten

11 Preßstempel 12 zylindrische Führung/Wand

13 Hohlraum

14 Abstreifer 30 Strebe

31 Stirnplatte 32 Verbindungsplatte

33 elastisches Anschlußstück

34 Abstreifer

34a eingeschwenkter Abstreifer

35 Abstreifer 36 Verstärkungswinkel

37 Verstärkungswinkel

38 Halterung

39 Halterung

40 Halterung 41 Hydraulikzylinder

42 Begrenzungsplatte

43 Begrenzungsplatte

44 Anschlag

45 Anschlag