Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR PRODUCING A CONCRETE WORKPIECE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/183737
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a concrete workpiece (1, 60), wherein fresh concrete is poured into a negative (35, 80) of the workpiece (1, 60), and the concrete at least partly hardens in the negative and is then removed. The invention is characterized in that a positive (5, 71) is produced from the concrete workpiece (1, 60) to be produced, the positive is arranged in a casting formwork (20, 70), and negative fresh concrete is then poured onto the positive. The negative fresh concrete is removed after being at least partly hardened (35, 80), and the concrete body produced in this manner is used as a negative (35, 80) in order to produce the workpiece (1, 60) therein using the fresh concrete poured into the negative (35, 80).

Inventors:
PEDRETTI-RODI ANDREA (CH)
Application Number:
PCT/CH2019/050005
Publication Date:
October 03, 2019
Filing Date:
March 25, 2019
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
PQUADRUM ENG SA (CH)
International Classes:
B28B7/34; B28B7/28; B28B23/00
Foreign References:
JPH02113905A1990-04-26
FR1517144A1968-03-15
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
STUMP, Beat (CH)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Herstellen eines Betonwerkstücks (1,60), bei welchem Frischbeton in ein Negativ (35,80) des Werkstücks (1,60) vergossen, in diesem wenigstens teilweise ausge härtet und danach entformt wird, dadurch gekennzeichnet, dass von dem herzustellen den Betonwerkstück (1,60) ein Positiv (5,71) hergestellt, dieses in einer Gussverschalung (20,70) angeordnet und danach seinerseits mit einem Negativ-Frischbeton vergossen wird, der Negativ-Frischbeton nach wenigstens teilweiser Aushärtung (35, 80) entformt und der derart hergestellte Betonkörper seinerseits als Negativ (35, 80) verwendet wird, um darin das Werkstück (1,60) durch den in das Negativ (35,80) vergossenen Frischbe ton herzustellen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Positiv (5) in einem Abschnitt eine Kontur auf weist, welche durch ihre Ausbildung gegenüber der Entformungsrichtung (32) die Ent formung hindert, und wobei an diesem Abschnitt ein Volumenkörper (10) angeordnet wird, der an diesen anschliesst, das Volumen des Positivs (5) in der Gussverschalung (20) fortsetzt und seinerseits eine Aussenkontur aufweist, welche die Entformung erlaubt.

3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei am Positiv (5,71) Strukturelemente (25,26,73) lösbar angeordnet werden, welche der Negativ-Frischbeton beim Verguss umschliesst, und wobei für die Entformung des Negativs (35,80) aus der Gussverschalung (20,70) die Strukturelemente (25,26,73) vom Positiv (5,71) gelöst werden, derart, dass die Struktu relemente (25,26,73) im Negativ (35,80) verbleiben.

4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei in der Gussverschalung (70) neben dem Positiv (71) Konturelemente (72) angeordnet werden, welche im Negativ (80) Platz für die Anord nung von Werkzeugen erzeugen.

5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Positiv teilweise ausgebildet und für den fehlen den Teil ein Negativ-Volumenkörper und ein Negativabschnitt aus einem anderen Mate rial als Beton hergestellt, und wobei für den Guss des Betonwerkstücks das Negativ ver bunden mit dem Negativabschnitt aus anderem Material verwendet wird.

6. Negativ für die Herstellung eines Betonwerkstücks, hergestellt nach dem Verfahren von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es wenigstens teilweise aus Beton besteht.

7. Negativ nach Anspruch 6, das vergossene Strukturelemente (25,26,73) und bevorzugt Ausnehmungen (72) für Werkezuge aufweist, wobei bevorzugt die Strukturelemente

(25,26,73) für eine lösbare Verbindung mit Volumenkörpern (10) und/oder Strukturele menten des Betonwerkstücks ausgebildet sind.

8. Negativ nach Anspruch 6, das einen Abschnitt aus einem anderen Material als Beton aufweist.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Betonwerkstücks

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Betonwerkstücks nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 und ein Negativ für die Herstellung eines Betonwerkstücks nach Anspruch 6.

Es ist bekannt, Frischbeton (d.h. die giessfähige Betonmischung vor dem Vergiessen) in eine Verschalung, in der Regel aus Holzlatten zu vergiessen und so einfache und grosse Betonteile herzustellen. Die heute zur Verfügung stehenden Betonmischungen erlauben zunehmend ei ne verfeinerte Formgebung, die nicht nur in den Abmessungen sehr präzise ist, sondern auch nach der Betriebsbeanspruchung des herzustellenden Betonwerkstücks dimensioniert wird. Damit entwickelt sich das Bedürfnis auch komplexe Betonteile in Serie hersteilen zu können, d.h. Betonteile mit einer vielgliedrigen bzw. komplizierten Formgebung, die als solche bis vor kurzem anderen Materialien als Beton Vorbehalten war. Dies wird heute realisiert, indem Gussformen für das Betonwerkstück, d.h. Negative aus Metall hergestellt und der Frischbe ton in ein solches Negativ vergossen wird.

Nachteilig ist solchen Verfahren, dass solche aus Metall gefertigten Negative teuer herzustel len sind, beispielsweise weil die Bearbeitung durch die spanabhebenden Verfahren und das Metall selbst aufwendig bzw. teuer sind.

Entsprechend ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Herstellungs verfahren für Betonwerkstücke, vor allem für solche mit komplizierter Formgebung, zu schaf fen.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 1 oder durch ein Negativ mit den Merkmalen von Anspruch 6 gelöst.

Dadurch, dass bereits das Negativ selbst aus Beton hergestellt wird, entfallen die aufwendi gen Bearbeitungsschritte für dessen Form, wobei das Positiv zur Herstellung des Negativs wiederum aus einem leicht bearbeitbaren Werkstoff wie Holz oder Kunststoff hergestellt werden kann, was den Aufwand im Verhältnis zum Aufwand für ein aus Metall bestehendes Negativ nur unbedeutend vergrössert. Über die gestellte Aufgabe hinaus können mit aus Beton gegossenen Negativen auch Formen realisiert werden, die bei einem aus Metall hergestellten Negativ nicht oder nur mit unver hältnismässig grossem Aufwand realisierbar sind.

Weitere bevorzugte Ausführungsformen weisen die Merkmale der abhängigen Ansprüche auf.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der Figuren noch etwas näher beschrieben.

Es zeigt:

Figur la schematisch ein Betonwerkstück im Querschnitt, das erfindungsgemäss hergestellt werden soll

Figur lb schematisch das Positiv des Betonwerkstücks im Querschnitt mit einem zugehöri gen Volumenkörper

Figur 2a schematisch eine vergiessfähig bestückte Gusschale im Querschnitt

Figur 2b schematisch die mit Negativ-Frischbeton vergossene Gusschale im Querschnitt

Figur 2c schematisch das entformte Negativ im Querschnitt

Figur 2d schematisch im Querschnitt das für den Verguss des Frischbetons bestückte Negativ

Figur 2e schematisch im Querschnitt das hergestellte Betonwerkstück im Negativ

Figur 2f schematisch im Querschnitt das für die Entformung vorbereitete Betonwerkstück im Negativ

Figur 3a massstäblich ein erfindungsgemäss herzustellendes Betonwerkstück in der Form ei nes Zahnrades, Figur 3b einen Ausschnitt des Zahnrades von Figur 3a,

Figur 4a massstäblich ein in einer Gussverschalung angeordnetes Positiv des Zahnrades von Figur 3a,

Figur 4b einen Ausschnitt der Anordnung von Figur 4a,

Figur 5a massstäblich ein erfindungsgemässes Negativ aus Beton für die Fierstellung des Zahnrades von Figur 3a, und

Figur 5b einen Ausschnitt des Negativs von Figur 5a.

Figur la zeigt schematisch ein herzustellendes Betonwerkstück 1 im Querschnitt mit einem eingegossenen Strukturelement, das hier als Gewindehülse 2 ausgebildet ist, wobei der Kör per des Betonwerkstücks 1 schräge Seitenflächen 2 und 3 aufweist. Das Betonwerkstück ist hier nur beispielhaft dargestellt, und steht für alle möglichen einfachen oder komplizierten Formen, die der Fachmann als Betonwerkstück hersteilen will. Ebenso können eine beliebige Anzahl von Strukturelementen vorgesehen werden, die verschieden ausgebildet sind. Das hier ersichtliche Strukturelement 2 besitzt ein Innengewinde, so dass ein Gewindebolzen ein geschraubt werden kann, der dann fest am Betonwerkstück 1 verankert ist. Alternativ ist et wa ein Bajonettverschluss denkbar, oder allenfalls ein Kugellager - grundsätzlich kommen alle eingiessbaren Maschinenelemente in Frage, wobei es für die Eingiessbarkeit im Wesentlichen nur darauf ankommt, dass die äussere Formgebung des Maschinenelements einen festen Sitz im ausgehärteten Beton des Betonwerkstücks 1 sicherstellt.

Figur lb zeigt ein erfindungsgemässes, der äusseren Kontur des Betonwerkstücks 1 entspre chendes Positiv 5 Betonwerkstücks 1, ebenfalls im Querschnitt. Ersichtlich sind die schrägen Positiv-Seitenflächen 6 und 7, welche den Seitenflächen 3 und 4 des Betonwerkstücks 1 ent sprechen. Weiter ersichtlich ist ein Strukturkanal 8 im Positiv 5, welcher beispielsweise er laubt, am Positiv 5 Strukturelemente festzulegen, oder das Positiv 5 selbst an einer Gussver schalung, s. dazu die Beschreibung unten. Das Positiv 5 ist bevorzugt aus FHolz gefertigt, kann aber auch aus Kunststoff wie Nylon oder einem anderen Material bestehen. Beide Werkstof fe sind leicht bearbeitbar, aus beiden Werkstoffen können, wenn nötig, komplizierte und schwierige Körper gefertigt werden, ohne dass dafür der Aufwand hoch wird. Ein Volumenkörper 10 ist derart ausgebildet, dass er an einem Abschnitt des Positivs, hier an der Seitenfläche 7 angeordnet werden kann, hier über seine Seitenfläche 11. Dann setzt der Volumenkörper 10 das Volumen des Positivs 5 fort, wobei dann der aus dem Positiv 5 und dem Volumenkörper 10 zusammengesetzte Körper 15 entsprechend eine neue Aussen- kontur besitzt, hier mit der Seitenfläche 14. Der Volumenkörper 10 ist hier ebenfalls mit ei nem Strukturkanal 13 versehen. Es sei hier angemerkt, dass der Volumenkörper 10 wie das Betonwerkstück 1 bzw. das Positiv 5 beliebig ausgebildet werden kann, jedoch immer derart, dass er an einen Abschnitt des Positivs angrenzend dessen Volumen fortsetzen kann. Wie das Positiv 5 kann auch der Volumenkörper 10 bevorzugt aus Holz oder Kunststoff gefertigt wer den.

Figur 2a zeigt eine Gussverschalung 20, die hier als einfaches, oben offenes Becken ausgebil det ist. In die Gussverschalung 20 sind nun auf deren inneren Bodenfläche 21 das Positiv 5 eingesetzt, ebenso der Volumenkörper 10, der an einen Abschnitt am Positiv 5 angrenzt (hier an dessen Seitenfläche 7, s. oben) und so dessen Volumen fortsetzt. Für die Strukturkanäle 8, 13 sind im Boden 22 der Gussverschalung 20 Öffnungen 23, 24 vorgesehen, welche den Zu gang zu diesen erlauben. Dadurch können beispielsweise mit Innengewinden versehene Strukturelemente 25, 26 über durch die strichpunktierten Linien 27, 28 symbolisierten Ge windebolzen an der oberen Aussenseite 29 des Positivs 5 und des Volumenkörpers 10 von der Seite des Bodens 22 her fixiert werden. Diese Fixierung legt zugleich das Positiv 5 und den Volumenkörper 10 an der Gussverschalung 20 fest.

Bevorzugt besteht die in der Regel als einfaches Becken ausgebildete Gussverschalung 20 aus Metall, sei dies Eisen oder Aluminium. Auf Grund der einfachen Form fällt der Aufwand für eine metallische Gussverschalung 20 nicht nennenswert ins Gewicht.

Figur 2b zeigt die gemäss Figur lc bestückte Gussverschalung 20, die mit Negativ-Frischbeton 30 bis zur Linie 31 verfüllt ist, so dass das Strukturelement 25 zwar eingegossen, aber nicht abgedeckt wird. Negativ-Frischbeton 30 ist eine Betonmischung, die für das herzustellende Beton-Negativ verwendet wird, welche von der Betonmischung für das Werkstück 1 (Figur 1) verschieden sein kann und entsprechend als Negativ-Frischbeton bezeichnet wird. Der Fach mann kann, je nach der oder den verwendeten Betonmischungen, eine Trennschicht, bei spielsweise Wachs, zwischen dem Positiv und dem Negativ-Frischbeton vorsehen. Nach dem wenigstens teilweise Aushärten des Negativ-Frischbetons 30, d.h. bis zu einer Här te, welche die Entformung aus der Gussverschalung 20 erlaubt, erfolgt die Entformung in der entsprechenden Entformungsrichtung 32. Dazu muss die Verbindung zwischen dem Boden 22 und den Strukturelementen 25, 26 (sowie dem Positiv 5 und dem Volumenkörper 10) ge löst werden, was leicht über die Öffnungen 23, 24 getan werden kann. Es ergibt sich, dass am Positiv 5 Strukturelemente 25 lösbar angeordnet werden, welche der Negativ-Frischbeton beim Verguss umschliesst, und wobei für die Entformung des Negativs 35 aus der Gussver schalung 20 die Strukturelemente 25 vom Positiv 5 gelöst werden, derart, dass die Struktu relemente 25 im Negativ 35 verbleiben.

Figur 2c zeigt den nach der Entformung erhaltenen Betonkörper, d.h. das Negativ 35 mit den eingegossenen Strukturelementen 25,26, das allerdings nur teilweise dem Positiv 5 und da mit dem herzustellenden Betonwerkstück 1 entspricht: das Negativ 35 besitzt für diesen eine Giessmulde 36 mit dem Boden 37 und den Seitenwänden 38,39, die jedoch um den Volu menkörper 10 zu gross ist.

Es ist jedoch leicht ersichtlich, dass ohne den Volumenkörper 10 das Positiv 5 und das Nega tiv 35 nicht hätten voneinander getrennt werden können, s. Figur 2b: die Neigung der Seiten fläche 7 des Positivs 5 würde, ohne Volumenkörper 10, eine Trennung des Positivs 5 von dem erstarrten Beton 30 nicht erlauben. Das Positiv 5 besitzt daher bei der gezeigten Ausfüh rungsform in einem Abschnitt (hier die Seitenfläche 7) eine Kontur, welche durch ihre Ausbil dung gegenüber der Entformungsrichtung 32 die Entformung hindert. Entsprechend ist an diesem Abschnitt ein Volumenkörper 10 angeordnet, der an diesen Abschnitt anschliesst, das Volumen des Positivs 5 in der Gussverschalung 20 fortsetzt und seinerseits eine Aussenkon- tur (hier die Seitenfläche 14) aufweist, welche die Entformung erlaubt. Sofern das Positiv 5 nicht zerstört werden darf, ist der Volumenkörper 10 je nach der Formgebung des Positivs 5 im Hinblick auf die Entformung notwendig.

Figur 2d zeigt das aus ausgehärtetem (Negativ-)Beton bestehende Negativ 35, welches für den Verguss mit Frischbeton zur Herstellung eines Betonwerkstücks 1 (Figur 1) bestückt ist. Wiederum kann der Fachmann eine geeignete Trennschicht auf das Negativ 35 aufbringen. Über das im Negativ 35 eingegossene Strukturelement 25 ist hier mit Hilfe einer durch die strichpunktierte Linie 40 symbolisierten Schraube ein weiteres Strukturelement 41 am Nega- tiv im Bereich der Giessmulde 36 angeordnet, ebenso wie ein Volumenkörper 42, der über eine durch die strichpunktierte Linie 43 symbolisierten Schraube mit dem Strukturelement 26 des Negativs 35 verschraubt ist. Die Giessmulde besitzt damit nun die Form des herzustellen den Betonwerkstücks 1 (Figur 1), wobei das Strukturelement 41 der Gewindehülse 2 (Figur 1) entspricht.

Das Negativ 35 kann nun bis auf das Niveau gemäss der gestrichelt dargestellten Linie 44 mit Frischbeton verfüllt werden.

Figur 2e zeigt das aus Beton bestehende Negativ 35, in welchem der Frischbeton wenigstens teilweise, d.h. soweit ausgehärtet ist und so das Betonwerkstück 1 ausgebildet hat, dass es entformt werden kann. Dazu wird zuerst der Volumenkörper 42 durch Lösung seiner Ver schraubung (strichpunktierte Linie 43) entfernt, s. Figur 2f. Danach kann das Betonwerkstück 1 aus dem Negativ 35 in der Entformungsrichtung 45 entnommen werden. Falls gewünscht kann das Negativ 35 erneut bestückt werden, indem der Volumenkörper 42 und ein neues Strukturelement 41 wieder eingesetzt werden. Das Negativ 35 ist für die Serieproduktion geeignet.

Es ergibt sich Verfahren zum Herstellen eines Betonwerkstücks 1, bei welchem Frischbeton in ein Negativ 35 des Werkstücks 1 vergossen, in diesem wenigstens teilweise ausgehärtet und danach entformt wird, wobei von dem herzustellenden Betonwerkstück ein Positiv 5 herge stellt, dieses in einer Gussverschalung 20 angeordnet und danach seinerseits mit einem Ne gativ-Frischbeton übergossen wird, der Negativ-Frischbeton nach wenigstens teilweiser Aus härtung entformt und der derart hergestellte Betonkörper seinerseits als Negativ 35 verwen det wird, um darin das Werkstück 1 durch den in das Negativ 35 Frischbeton herzustellen.

Figur 3a zeigt masstäblich ein erfindungsgemäss hergestelltes Werkstück, nämlich eine Zahn rad 60 mit einem Radius von 800mm, einem Zahnkranz 61, einer Nabe 62 und Speichen 63. Über das Zahnrad 60 wird ein auf diesem angeordneter, zur Entlastung der Figur nicht darge stellter Heliostat für das Tracking der Sonne verschwenkt. Die Verschwenkbewegung beträgt ca. 157min, wird über ein mit dem Zahnkranz 61 kämmendes Ritzel ausgelöst und muss prä zise erfolgen, wobei die Verbindung des Zahnrads 60 mit dem Heliostaten die Verschwenk bewegung ebenso präzise an diesen weitergeben muss. Entsprechend sind die Fertigungsto leranzen klein und für ein Betonwerkstück im Stand der Technik noch nicht realisiert worden. Das Zahnrad 60 besitzt ein erstes Strukturelement 64, nämlich eine in der Nabe 62 fixierte Drehachse, und zweite Strukturelemente 65 am Ende der Speichen 63, die als Hülsen ausge bildet sind, welche Positionierstifte des auf dem Zahnrad 60 angeordneten Heliostaten auf nehmen und die Drehbewegung auf diesen übertragen.

Figur 3b zeigt den in Figur 3a gestrichelt angedeuteten Bereich 65 als vergrösserte Detail zeichnung. Im Zahnrkranz 61 beträgt die Höhe der Zähne 10 mm, die Zahnteilung ist 18 mm.

Figur 4a zeigt eine erfindungsgemäss bestückte Gussschale 70 aus Eisenblech, in welcher ein Positiv 71 des Zahnrads 60 (Figur 3a und 3b) angeordnet ist, welches bis auf das Positiv des Zahnkranzes 72 (Figur 3a und 3b) aus Holz gefertigt ist. Das Positiv 72 besteht aus Kunststoff, hier Nylon. Im Positiv 71 sind als Hülsen ausgebildete Strukturelemente 73 für das Positiv an geordnet, die im nachfolgend zu giessenden Negativ eingegossen werden und in diesem ver bleiben.

In der Gussschale 70 sind neben dem Positiv 71 Konturlemente 78 angeordnet, welche dem Umriss von weiteren Strukturelementen 75 bzw. Werkzeugen 76 aufweisen und so im Nega tiv Platz für die Anordnung von Strukturelementen und Werkzeugen ermöglichen, s. dazu Fig.

5a.

Figur 4b zeigt den in Figur 4a gestrichelt angedeuteten Bereich 77 als vergrösserte Detail zeichnung.

Figur 5a zeigt ein Betonnegativ 80, entstanden durch vergiessen von Negativ-Frischbeton in die Gussschale 60 (Figur 3a, b). Ersichtlich sind die als Flülsen ausgebildeten weiteren Struktu relemente 73, die in den Beton des Negativs 80 eingegossen sind, sowie das Negativ des Zahnkranzes 81 und die Negative der Konturelemente 82 mit den Negativen der Werkzeuge 83. Es ergibt sich ein Negativ für die Herstellung eines Betonwerkstücks, hergestellt nach dem oben beschriebenen Verfahren, das wenigstens teilweise (s. dazu unten) aus Beton be steht. Dieses Negativ weist vergossene Strukturelemente und bevorzugt Ausnehmungen für Werkezuge auf, wobei bevorzugt die Strukturelemente für eine lösbare Verbindung mit Vo lumenkörpern und/oder Strukturelementen des Betonwerkstücks ausgebildet sind (s dazu auch die Beschreibung zu Figur 2b und 3a). Figur 5b zeigt den in Figur 5a gestrichelt angedeuteten Bereich 84 als vergrösserte Detail zeichnung. Das Negativ des Zahnkranzes 81 weist nahezu vertikale Seitenwände 85, 86 auf. Es sei hier angemerkt, dass solch ein Negativ 80 durch vergiessen von Beton leicht herzustel len ist, wobei jedoch die Fierstellung eines Negativs aus etwa Aluminium mit einer gleichen Kontur des Negativs des Zahnkranzes spanabhebend problematisch und aufwendig wäre.

Der Aufwand für ein Positiv 71 mit einer Gussschale 70 (Figur 4a) beträgt etwa ein Viertel desjenigen für ein Aluminiumnegativ gemäss Figur 5a, wobei dann davon auszugehen ist, dass das Negativ des Zahnkranzes 81 geändert werden müsste, um das Aluminiumnegativ überhaupt hersteilen zu können. Der Aufwand für zehn Negative 80 (Figur 5a) beträgt wiede rum etwa ein Viertel des Aufwands für ein Aluminiumnegativ. Sollen Kleinserien von viel leicht mehreren Plündert Stück hergestellt werden, ist das mit einem Aluminiumnegativ nur mit hohem Aufwand machbar, mit den erfindungsgemäss hergestellten Betonnegativen je doch einfach: Da mehrere Negative zur Verfügung stehen, sind lange (parallele) Aushärtezei ten für das Betonwerkstück (hier das Zahnrad 60) möglich - dies erspart teure Betonmi schungen für schnelle (serielle) Aushärtezeit und den Aufwand für die jeweils bei einer schnellen Aushärtezeit notwendige Kühlung. Im Ganzen vereinfacht und verbilligt sich die Produktion erheblich, nicht nur im Hinblick auf die Beton-Negative, sondern auch für die nachfolgende Produktion der Serienteile.

Bei einer nicht in den Figuren dargestellten Ausführungsform wird das Negativ teilweise aus Beton und teilweise aus einem anderen Material, beispielsweise Metall ausgeführt, bei spielsweise dann, wenn das Metallteil sehr einfach hergestellt werden kann und für einen Teil des Werkstücks eine komplizierte Form vorgesehen ist. Dann ergibt sich erfindungsge mäss ein Verfahren, bei welchem das Positiv teilweise ausgebildet und für den fehlenden Teil ein Negativ-Volumenkörper und ein Negativabschnitt aus einem anderen Material als Beton hergestellt, und wobei für den Guss des Betonwerkstücks das Negativ verbunden mit dem Negativabschnitt aus anderem Material verwendet wird. Dann weist das erfindungsgemässe Beton-Negativ Negativ einen Abschnitt aus einem anderen Material als Beton auf.