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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR PRODUCING A ROUND SLING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/072499
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to a method and a device for producing a round sling. This involves twisting together individual strands of thread (6) by means of a rotary bobbin rail (4) to form at least one longitudinally extended scrim (2). The scrim (2) is laid about at least two mutually spaced apart return points (11, 12) to act as a load-carrying core of the round sling. The scrim (2) forming the core is enclosed by at least one fabric strip (1) that is sewn longitudinally at the edges by means of a sewing/closing device (8), defining a protective tube (1) inside the device.

Inventors:
SCHOEBEL UWE (DE)
Application Number:
PCT/EP2012/072913
Publication Date:
May 23, 2013
Filing Date:
November 16, 2012
Export Citation:
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Assignee:
WESTDEUTSCHER DRAHTSEIL VERKAUF DOLEZYCH GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
D07B7/16
Foreign References:
EP0279252B11990-11-22
US20090108603A12009-04-30
DE810655C1951-08-13
DE102006052279A12008-05-08
EP2112259A12009-10-28
EP0032749A11981-07-29
EP0279252B11990-11-22
DE102009010680B32010-08-05
DE20309528U12003-09-18
EP0594161A11994-04-27
Attorney, Agent or Firm:
NUNNENKAMP, Jörg (DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1 . Verfahren zur Herstellung einer Rundschlinge mit folgenden Schritten:

1 .1 ) es werden einzelne Fadenstränge (6) zu wenigstens einem längs erstreckten Fadengelege (2) miteinander verdrillt;

1 .2) das Fadengelege (2) wird mit wenigstens einem vorzugsweise randseitig längs vernähten Gewebeband (1 ) unter Definition eines Schutzschlauches (1 ) umhüllt. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Fadenstränge (6) von Spulen (5) eines drehbaren Spulentisches (4) ausgehend zugeführt werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Fadenstränge (6) mittels eines Verlegearmes (10) am Anfang des

Fadengeleges (2) zusammengeführt werden.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Fadenstränge (6) mittels des Verlegearmes (10) bei der Herstellung des Fadengeleges (2) geführt werden.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der drehbare Spulentisch (4) mit dem daran optional angeschlossenen Verlegearm (10) entlang einer Produktionsrichtung (L) des Fadengeleges (2) verfahren wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadengelege (2) über wenigstens zwei endseitige Umlenkrollen (1 1 , 12) geführt wird. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine endseitige Umlenkrolle (12) zur Variation der Länge der Rundschlinge verfahren wird.

8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die beiden endseitigen Umlenkrollen (1 1 , 12) wenigstens eine weitere

Führungsrolle (13) zur Abstützung und/oder Führung des Fadengeleges (2) zwischengeschaltet wird.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenstränge (6) axial und/oder tangential von den Spulen (5) abgezogen werden.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne oder sämtliche Spulen (5) wahlweise fest oder drehbar auf dem Spulentisch (4) gelagert sind.

1 1 . Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenstränge (6) um einen Kern herum gelegt werden. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Kern in Längsrichtung (L) bewegt wird und hierbei die Fadenstränge (6) mittels Reibung mitnimmt.

13. Vorrichtung zur Herstellung einer Rundschlinge, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 12, mit einer Basis (3) ferner mit einem drehbaren Spulentisch (4) mit darauf befindlichen Spulen (5) für Fadenstränge (6), wobei der Spulentisch (4) zur Verdrillung der Fadenstränge (6) zum Fadengelege (2) ausgebildet ist, und mit wenigstens einer kombinierten Näh-/Schließvorrichtung (8) zum Umhüllen und gleichzeitig randseitige Längsvernähen zumindest eines Gewebebandes (1 ) zur Definition eines Schutzschlauches (1 ) für das Fadengelege (2). 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulentisch (4) mit einem Verlegearm (10) zur Manipulation der einzelnen Fadenstränge (6) und/oder des hergestellten Fadengeleges (2) ausgerüstet ist.

15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass angetriebene Umlenkrollen (1 1 , 12) zur Definition der Produktionsrichtung (L) des Fadengeleges (2) vorgesehen sind, mit deren Hilfe die Fadenstränge (6) von den Spulen (5) abgezogen werden.

Description:
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer Rundschlinge

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung einer Rundschlinge.

Bei einer Rundschlinge handelt es sich bekanntermaßen um ein Anschlagmittel, um beispielsweise hohe Lasten praktisch beliebiger Gestalt umschlingen und tragen sowie ggf. ziehen zu können. Die Rundschlinge greift zu diesem Zweck wesentlich auf ein Fadengelege aus hochfesten Fadensträngen bzw. Fasersträngen zurück, die typischerweise endlos gewickelt sind. Dadurch ist die fertige Rundschlinge sehr flexibel und kann mühelos an Konturen jeder Last angepasst werden. Zum Schutz des Fadengeleges und um dessen Funktion sicherzustellen ist meistens ein Schutzschlauch vorgesehen, dem jedoch regelmäßig keine tragende Funktion zukommt.

Bei einem bekannten Verfahren zur Herstellung einer Rundschlinge ent- sprechend der EP 0 279 252 B1 wird der vorgefertigte Schutzschlauch in seiner Länge gestaucht gehalten. Ein Fadenstrang wird durch den gestauchten Schutzschlauch in dessen Längsrichtung hindurchgeführt. Der Fadenstrang wird im Anschluss hieran nach Art des Seiles eines endlosen Seiltriebes mit seinen beidseitig aus dem gestauchten Schutzschlauch hinausstehenden Bereichen über den Umfang jeweils einer Radscheibe gelegt. Anschließend wird der Fadenstrang mit dem noch nicht durch den Schutzschlauch gezogenen Fadenstrangbereich derart verbunden, dass dieser Fadenstrangbereich laufend nachgezogen wird u nd som it in einer Vielzahl von Einzelsträngen den gestauchten Schutzschlauch durchsetzt.

Bei einer Rundschlinge entsprechend der DE 10 2009 010 680 B3 ist eine als Hohlgeflecht ausgebildete Umhüllung bzw. ein entsprechender Schutzschlauch realisiert. Die Endabschnitte der Umhüllung sind in einer Verbindungszone ineinander gesteckt und werden einander überlappend miteinander verbunden. Daraus resultiert eine relativ komplexe Fertigung des Schutzschlauches.

Um während des Betriebes das im Innern des Schutzschlauches befindliche Fadengelege auf beispielsweise Risse und / oder Beschädigungen hin überprüfen zu können, schlägt die DE 203 09 528 U1 vor, dass die Mantelfläche des Schutzschlauches an den Längsseiten und / oder Querseiten voneinander lösbare Verbindungsmittel aufweist. Hierbei kann es sich um Bestandteile eines Klettverschlusses handeln. Die bekannten Maßnahmen haben sich bewährt, können jedoch überwiegend nur bei geringen Traglasten angewandt werden, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass der Schutzschlauch unkontrolliert von dem Fadengelege entfernt wird.

Die schl ießlich noch im Rahmen der EP 0 594 1 61 A1 vorgestellte Rundschlinge ist mit einem Schutzschlauch aus einem Schlauchgewebe mit innerer und äußerer Gewebelage ausgerüstet. Die zwei Außenkanten des Schutz- Schlauches sind sämtlich miteinander verbunden. Zu diesem Zweck sind der Innenmantel und der Außenmantel durch zusätzliche sowie zwischen beiden Außenkanten befindliche Bindungselemente miteinander gekoppelt. Bei diesen zusätzlichen Bindungselementen handelt es sich beispielsweise um eine Bindekette. Auch in diesem Fall können sich Probleme bei hohen Lasten ergeben.

Denn g rundsätzl ich neigen d ie Fadengelege im Stand der Techn ik zur sogenannten "Gardinenbildung" bzw. zeigen einen sogenannten Gardineneffekt

oder Gardinendurchhang. Darunter wird allgemein das Phänomen verstanden, dass einzelne Fadenstränge das Fadengelege verlassen oder verlassen können und gegenüber dem Fadengelege durchhängen. Folgerichtig können diese Fadenstränge dann auch nicht (mehr) zur Kraftübertragung beitragen. Als Folge hiervon werden letztendlich mehr Fadenstränge als notwendig benötigt, um auf jeden Fall die angegebene Tragfähigkeit sicherzustellen. Das führt zu erhöhten und letztlich unnötigen Kosten. Hier will die Erfindung insgesamt Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung einer Rundschlinge anzugeben, die besonders für hohe Traglasten bis über 100 t und mehr geeignet sind und bei denen insbesondere die beschriebene Gardinenbildung vermieden wird. Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Rundschlinge, wonach einzelne Fadenstränge bzw. Faserstränge zu wenigstens einem längs erstreckten Fadengelege miteinander verdrillt werden, und wonach das Fadengelege mit wenigstens einem vorzugsweise randseitig, längsvernähten Gewebeband unter Definition eines Schutzschlauches umhüllt wird.

Im Rahmen der Erfindung sind die einzelnen Fadenstränge bzw. Faserstränge des längs erstreckten Fadengeleges also miteinander verdrillt bzw. miteinander verdreht. Dabei können die einzelnen Fadenstränge gegeneinander verwunden werden bzw. werden schraubenförm ig bzw. wendeiförm ig u meinander gewickelt.

Anstelle von einer Verdrillung kann man in diesem Kontext auch von einer Verseilung sprechen. Grundsätzlich können die einzelnen Fadenstränge in diesem Kontext auch um einen gemeinsamen Kern umeinander gewickelt werden bzw. werden die Fadenstränge um den fraglichen Kern herumgelegt. Der betreffende Kern kann aus einem einzelnen oder mehreren Fadensträngen aufgebaut sein. Grundsätzlich sind natürlich auch andere Auslegungen des Kernes denkbar und werden von der Erfindung umfasst. Hierzu gehört nicht nur ein Fadenstrang aus beispielsweise Kunststoff, sondern kann an dieser Stelle auch mit einer Stahlseele oder einer Seele aus einem anderen Material gearbeitet werden .

Dabei kann der Kern in Transportrichtung bewegt werden. Die bei dieser Bewegung in Transportrichtung um den Kern herumgelegten bzw. umeinander gewickelten Fadenstränge werden bei diesem Vorgang von dem Kern durch Reibung bzw. über Reibungskräfte mitgenommen. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, die Fadenstränge von zugehörigen Spulen durch den Transport des Kerns automatisch abzuziehen. In diesem Fall sind die Spulen meistens ortsfest ausgelegt. Es ist grundsätzl ich natürl ich auch möglich, d ie Spulen zu bewegen und beispielsweise den Kern ortsfest zu halten. In diesem Fall werden die Spulen um den Kern in der Art eines Revolvers herumgelegt. Der Kern ist dabei im Mittelpunkt des Revolvers angeordnet. So kann auch bei der erstgenannten Variante vorgegangen werden. In jedem Fall werden die Fadenstränge üblicherweise axial und/oder tangential von der betreffenden Spule abgezogen. Dabei besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einzelne oder sämtliche Spulen wahlweise fest oder drehbar auf einem Spulentisch zu lagern.

Grundsätzlich können die beschriebenen Vorgehensweisen auch kombiniert werden. D.h., es ist möglich, den Kern in der Transportrichtung zu bewegen und zugleich die Spulen in der Transportrichtung oder auch entgegengesetzt hierzu ebenfalls zu bewegen . Ganz unabhängig davon vollführen die auf einem vorzugsweise drehbaren Spulentisch angeordneten Spulen eine Drehbewegung um den Mittelpunkt des Spulentisches, in welchem sich typisch erweise der Kern befindet. D.h., die einzelnen Fadenstränge werden von den Spulen des drehbaren Spulentisch ausgehend zugeführt. Entscheidend ist einzig und allein, dass die von den Spulen zugeführten Fadenstränge gegenüber dem Kern bzw. einer angenommenen Längsachse des längs erstreckten Fadengeleges die beschriebene schraubenförmige bzw. wendeiförmige Bewegung in Längsrichtung des Kernes respektive des Fadengeleges vollführen und bei diesem Vorgang die einzelnen Fadenstränge den Kern bzw. sich gegenseitig umeinander wickeln. Denn dieses Verdrehen miteinander führt dazu, dass einzelne Fadenstränge aus dem solchermaßen hergestellten längs erstreckten Fadengelege praktisch nicht ausscheren können und es dementsprechend erfindungsgemäß auch nicht zu dem zuvor beschriebenen Gardineneffekt kommt. D.h., jeder einzelne Fadenstrang ist bei dem auf diese Weise hergestellten erfindungsgemäßen längs erstreckten Fadengelege in der Lage, eine seiner Auslegung entsprechende Last aufzunehmen.

Damit das längs erstreckte Fadengelege bzw. die einzelnen umeinander gewickelten bzw. um den Kern herum gewickelten Fadenstränge ihre verdrillte Lage zueinander und ggf. im Vergleich zum Kern behalten, wird der Schutzschlauch bzw. dessen Anbringung unmittelbar in den Herstellungs- prozess des Fadengeleges integriert. Das geling meistens der Gestalt, dass der

Schutzschlauch als Gewebeband ausgelegt ist, welches um das hergestellte Fadengelege unmittelbar herum gelegt und randseitig längs vernäht wird. Dabei kann grundsätzlich mit umgelegten Kanten gearbeitet werden. Außerdem wird die notwendige Längsnaht des Schutzschlauches im Regelfall mit Hilfe einer seitlich angeordneten Nähmaschine oder allgemein einer Näh-/Schließ- vorrichtung hergestellt, die meistens verfahrbar in Längsrichtung des Fadengeleges ausgelegt ist. - Grundsätzlich umfasst die Erfindung aber auch Varianten derart, dass der Schutzschlauch zuvor aufgestaucht worden ist und die Rundschlinge durch den solchermaßen aufgestauchten Schutzschlauch hindurch hergestellt wird. Nach der Fertigstellung des Fadengeleges wird der zuvor aufgestauchte Schutzschlauch in der Art einer Röhre über das längs erstreckte Fadengelege gezogen. In diesem Fall ist der Schutzschlauch von vorneherein rohrförmig bzw. zylindrisch gestaltet und erfordert keine zusätzliche Längsvernähung.

Die beschriebene Auslegung der erfindungsgemäß hergestellten Rundschlinge mit dem längserstreckten Fadengelege sowie dem umgebenden Schutzschlauch eröffnet die Möglichkeit, die Rundschlinge an die spezifischen Anforderungen anzupassen. So können die einzelnen Fadenstränge bei ihrer beschriebenen Verdrillung so schraubenförmig bzw. wendeiförmig umeinander gewickelt werden, dass die Vorschubgeschwindigkeit eines Kernes bzw. die Geschwindigkeit der Schiingenherstellung und die Abwickelgeschwindigkeit der einzelnen Fadenstränge von den Spulen aufeinander mit Hilfe einer Steuereinheit abgestimmt werden. Auf diese Weise lässt sich die Anzahl der Windungen der Verdrillung pro Längeneinheit in Längserstreckung des solchermaßen hergestellten Fadengeleges flexibel einstellen. Die Anzahl der Windungen hat zwar nicht unbedingt einen Einfluss auf die insgesamt erreichte

Tragfähigkeit, trägt aber der erreichbaren Flexibilität der Rundschlinge und den Einsatzbedingungen Rechnung.

So wird man tendenziell mit mehr Windungen arbeiten, je steifer die erfindungs- gemäß hergestellte Rundschlinge ausgelegt werden kann oder soll. Zugleich wird hierdurch die beschriebene Gardinenbildung besonders wirkungsvoll unterdrückt. Umgekehrt korrespondieren wenig Windungen zu einer besonders flexiblen Auslegung der Rundschlinge. Die einzelnen Fadenstränge des längs erstreckten Fadengeleges können ihrerseits aus synthetischen Fäden aufgebaut sein, die miteinander zu dem Fadenstrang verdrillt werden. So wird meistens vorgegangen. Folgerichtig kann der einzelne Fadenstrang auch als Fadenkardeel bezeichnet werden. Bei den synthetischen Fäden mag es sich um solche aus Polyester (PES), Polyethylen (PE), Polyamid (PA) oder auch Polypropylen (PP) handeln . Grundsätzlich können die Fadenstränge aber auch aus einem anderen Material als aus Kunststoff hergestellt sein, beispielsweise aus Stahl. In diesem Fall handelt es sich bei den Fadensträngen um Stahlstränge. Im Falle der Fadenstränge aus Kunststoff sind die einzelnen Fäden beispielsweise aus hochfesten Multifilamentgarnen gefertigt, die ihrerseits verdrillt sein können.

Bei dem auf diese Weise hergestellten längs erstreckten Fadengelege handelt es sich bekanntermaßen um eine spezielle längs erstreckte textile zylindrische Struktur, die erfindungsgemäß aus den wenigstens teilweise miteinander verdrillten Fadensträngen aufgebaut ist. D. h., die einzelnen Fadenstränge sind zwar nicht untereinander direkt verbunden, allerdings in der Art eines Seiles miteinander verdrillt.

Tatsächlich wird meistens erfindungsgemäß so gearbeitet, dass die einzelnen Fadenstränge zusammen gedreht werden und auf diese Weise das längliche und biegeschlaffe längs erstreckte sowie überwiegend zylindrische Fadengelege bilden. Um dies im Detail zu erreichen, werden die einzelnen Fadenstränge meistens auf Spulen bevorratet. Die Spulen finden sich ihrerseits auf einem drehbaren Spulentisch. Durch Drehen des Spulentisches werden die von den einzelnen Spulen zugeführten Fadenstränge miteinander zu dem längs erstreckten Fadengelege verdrillt. Dabei erfolgt die Verdrillung der einzelnen Fadenstränge in der Regel in der selben Drehrichtung . D.h . , das längs erstreckte Fadengelege ist in der Art eines Gleichschlagseiles ausgebildet, was das Fadengelege besonders geschmeidig und biegsam macht.

Die einzelnen Fadenstränge können mittels eines Verlegearmes am Anfang des Fadengeleges zusammengeführt werden. Der Verlegearm mag auch dafür sorgen, dass die einzelnen Fadenstränge bei der Herstellung des Fadengeleges geführt werden. D. h., der Verlegearm sorgt im Allgemeinen für eine Manipulation der einzelnen Fadenstränge untereinander bzw. zueinander und / oder auch für eine Manipulation des aus den Fadensträngen hergestellten Fadengeleges. Zu diesem Zweck mag der Verlegearm optional mit einer Spleißvorrichtung ausgerüstet sein. Da sich die einzelnen Fadenstränge aus synthetischen Fäden zusammensetzen, kann es sich bei der Spleißvorrichtung im einfachsten Fall um eine Kunststoffschweißvorrichtung handeln, die dafür sorgt, dass die einzelnen Fäden bzw. Fadenstränge beispielsweise am Anfang des Fadengeleges miteinander verschweißt und folglich auf diese Weise verspleißt werden.

Der drehbare Spulentisch mit dem daran optional angeschlossenen Verlegearm kann entlang einer Produktionsrichtung des Fadengeleges verfahren werden.

Zu diesem Zweck steht in der Regel eine Führung für den Spulentisch zur Verfügung. Die Führung für den Spulentisch erstreckt sich folgerichtig in Produktionsrichtung des Fadengeleges. Dabei wird das Fadengelege im Allgemeinen über wenigstens zwei endseitige Umlenkrollen geführt. Von diesen Umlenkrollen mag zumindest eine endseitige Umlenkrolle zur Variation der Länge der Rundschlinge verfahren werden bzw. verfahrbar ausgebildet sein. Auf diese Weise können Rundschlingen praktisch beliebiger Länge problemlos hergestellt werden.

Zwischen den beiden zuvor beschriebenen endseitigen Umlenkrollen ist wenigstens eine weitere Führungsrolle vorgesehen. Die Führungsrolle dient allgemein zur Abstützung und / oder Führung des Fadengeleges und ist zwischen die beiden endseitigen Umlenkrollen zwischengeschaltet. Die Führungsrolle stel lt also sicher, dass das Fadengelege im Zuge seiner Herstellung nicht zwischen den beiden Umlenkrollen "durchhängt".

Darüber hinaus besteht selbstverständlich die Möglichkeit, das Fadengelege bei seinem Herstellungsprozess mit Hilfe wenigstens eines offenen Schlauches bzw. aufgestauchten Schlauches ganz oder teilsweise zusammenzuführen. Die Vorgehensweise ist dabei ähnlich derjenigen, wie sie mit Bezug zu dem Schutzschlauch bereits beschrieben wurde. Jedenfalls wird bei dieser Variante das Fadengelege durch den betreffenden offenen Schlauch geführt und der Schlauch wird dann anschließend von weiteren Fadensträngen mit umwickelt. Insofern übernimmt der Schlauch in diesem Fall ganz oder teilweise d ie Funktion des bereits angesprochenen Kerns. D.h., das Fadengelege zur Herstellung der Rundschlinge kann seinerseits aus mehreren Lagen aufgebaut sein, die in der Art von konzentrischen Ringkreisen um einen Kernbereich bzw.

den Kern herum angeordnet sind. Diese einzelnen Lagen lassen sich durch einen oder mehreren der angesprochenen offenen Schläuche voneinander trennen. Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung, die zur Herstellung einer Rundschlinge und insbesondere zur Durchführung des zuvor beschriebenen Verfahrens besonders geeignet ist. Die Vorrichtung verfügt in der Regel über eine Basis zur Aufnahme des drehbaren Spulentisches mit den darauf befindlichen Spulen sowie der Führung für den Spulentisch. Außerdem fungiert die Basis als Aufnahme für die kombinierte Näh-/Schließvorrichtung. Mit Hilfe dieser Näh-/Schließvorrichtung lässt sich das Fadengelege umhüllen, wobei gleichzeitig ein randseitiges Längsvernähen des zumindest einen Gewebebandes zur Definition des Schutzschlauches für das Fadengelege stattfindet. Tatsächlich kann dieses wenigstens eine Gewebeband um das Fadengelege in dessen Längsrichtung herumgeschlungen und an den aneinander anliegenden jeweiligen Endkanten längs vernäht werden. Es ist aber auch möglich, mit zwei Gewebebändern zu arbeiten, welche in der Art eines Sandwiches aufeinander gelegt das dazwischen befindliche Fadengelege aufnehmen. In diesem Fall müssen die beiden Gewebebänder an den jeweils vorhandenen Längskanten miteinander vernäht werden, damit der gewünschte Schutzschlauch definiert wird.

Bei dem Gewebeband zur Realisierung des Schutzschlauches mag es sich um ein Gewebeband handeln, das aus gewebten Kunststofffäden beispielsweise aus PE, PA oder PP hergestellt wird. Um die Abriebfestigkeit noch zu steigern, ist auch eine mehrlagige Ausgestaltung des Gewebebandes möglich. Darüber hinaus kann das Gewebeband problemlos mit einem Aufdruck, einem Aufnäher

etc. ausgerüstet werden, um die insgesamt von der Rundschlinge erreichten Spezifikationen widerzuspiegeln.

Im Ergebnis werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verfügung gestellt, die insbesondere zur Herstellung einer Rundschlinge geeignet sind. Dabei lassen sich mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens insbesondere Rundschlingen realisieren, die für besonders hohe Lasten ausgelegt und geeignet sind, die bis zu mehreren 100 t betragen können. Die Beherrschung solcher Lasten gelingt im Kern dadurch, dass zunächst einmal die einzelnen Fadenstränge zur Definition des längs erstreckten Fadengeleges miteinander verdrillt werden, ähnlich einem Seil, welches durch einen Gleichschlag der einzelnen Fadenstränge hergestellt wird. Auf diese Weise wird einerseits die erforderliche Elastizität des den Kern der Rundschlinge definierenden Fadengeleges zur Verfügung gestellt. Andererseits ist hierdurch sichergestellt, dass sämtliche Fadenstränge an der Lastaufnahme beteiligt sind.

Die Anzahl der Fadenstränge kann flexibel an die jeweils aufzunehmende Last angepasst werden. Das geschieht im Regelfall der Art, dass die Fadenstränge mit ihren Einzelfestigkeit summarisch der gesamten aufzunehmenden Last unter gleichzeitiger Berücksichtung eines Sicherheitspuffers Rechnung tragen. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, das Fadengelege flexibel an die aufzunehmende Last anzupassen. Das gleiche gilt für den Schutzschlauch, welcher je nach dem Durchmesser des im Innern aufzunehmenden längs erstreckten Fadengeleges hieran angepasst werden kann. Auf diese Weise wird einerseits erreicht, dass der Schutzschlauch das im Innern aufgenommene längs erstreckte Fadengelege mehr oder minder passgenau umhüllt und andererseits dadu rch d ie Fadenstränge ih re gegenseitige Verd ril l ung

beibehalten. Zugleich wird etwaiger Verschnitt bei der Herstellung des Schutzschlauches vermieden.

Außerdem kann man je nach der aufzunehmenden Belastung mit mehreren Lagen der Fadenstränge arbeiten, die beispielsweise durch einen jeweils zwischengeschalteten Schlauch voneinander getrennt sind oder werden. Dabei mag insgesamt so vorgegangen werden, dass die Drehrichtung beim Verdrillen der einzelnen Fadenstränge von Lage zu Lage des solchermaßen hergestellten längs erstreckten Fadengeleges jeweils wechselt, um ein Aufdrehen des Fadengeleges zu verh indern . Ein solcher Wechsel der Drehrichtung beim Verdrillen der Fadenstränge ist auch grundsätzlich bei der Herstellung des längs erstreckten Fadengeleges möglich, auch ohne zwischengeschalteten Schlauch, um das beschriebene Aufdrehen zu vermeiden. Zugleich sorgt der Schutzschlauch hierfür, dessen Anbringung und Umhüllung des Fadengeleges erfindungsgemäß in den Herstellungsprozess integriert ist.

Aufgrund der Abmessungen des solchermaßen hergestellten längs erstreckten Fadengeleges lässt sich dieses nicht immer durch einen vorgefertigten Schutzschlauch problemlos hindurchfädeln. In diesem Fall schlägt die Erfindung vor, dass der Schutzschlauch nachträgl ich , d .h . nach Fertigstellung des Fadengeleges, angebracht wird. Dies geschieht regelmäßig in der Weise, dass wenigstens ein Gewebeband um das hergestellte Fadengelege in Längsrichtung geschlungen wird und eine randseitige Längsvernähung erfährt. Grundsätzlich kann auch mit zwei Gewebebändern gearbeitet werden, die das Fadengelege zwischen sich in der Art eines Sandwiches aufnehmen. Dann sind zwei Längsnähte jeweils beidseitig des dazwischen orientierten Fadengeleges und ebenfalls in Längserstreckung erforderlich. Für die Umwicklung des Fadengeleges mit dem Gewebeband und das beschriebene Längsvernähen

sorgt die kombinierte Näh-/Schließvorrichtung bzw. die bereits angesprochene Nähmaschine, die seitlich des längs erstreckten Fadengeleges angeordnet ist bzw. sich demgegenü ber erstreckt und/oder in der Längsrichtu ng des Fadengeleges verfahrbar ausgebildet ist.

Als besonderer weiterer Vorteil kann geltend gemacht werden, dass der das längs erstreckte Fadengelege aufnehmende und umschließende Schutzschlauch von seinen Abmessungen her an das im Innern befindliche Fadengelege spezifisch angepasst ist. Dadurch wird Verschnitt verhindert und wird das Fadengelege in der eingenommenen Konstellation mit den verdrillten Fadensträngen gehalten. Etwaige nachgeschaltete Fertigungsschritte zur An- oder Aufbringung des Schlauches entfallen. D.h., das Fadengelege ist hinsichtlich seiner Form und Lage stabil. Dies wird ergänzend durch den integrierten Nähprozess unterstützt. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; Es zeigen: Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung einer Rund- schlinge in verschiedenen Ansichten

Fig. 2 den Gegenstand nach Fig. 1 in abgewandelter Ausführungsform sowie

Fig. 3 eine mit Hilfe der Vorrichtung nach den Figuren 1 und 2 hergestellte Rundschlinge im Schnitt.

In den Figuren 1 und 2 ist eine Vorrichtung zur Herstellung einer Rundschlinge 1 , 2, dargestellt, die im Schnitt in der Fig. 3 gezeigt wird. Die Rundschlinge 1 , 2 setzt sich aus einem zylindrischen sowie längserstreckten Fadengelege 2 als Kern sowie einem das Fadengelege 2 umhüllenden Schutzschlauch 1 zu- sammen. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels nach der Fig. 3 ist der Schutzschlauch 1 aus zwei randseitig jeweils längs vernähten Gewebebändern 1 unter Definition des Schutzschlauches 1 aufgebaut.

Die Vorrichtung verfügt grundsätzlich über eine Basis 3, die verschiedene und nachfolgend noch näher zu beschreibende Elemente aufnimmt. Hierzu gehört ein drehbarer Spulentisch 4 mit darauf befindlichen Spulen 5 für einzelne Fadenstränge 6. Die auf den Spulen 5 befindlichen Fadenstränge 6 werden zu dem längs erstreckten Fadengelege 2 miteinander verdrillt, indem der die einzelnen Spulen 5 aufnehmende Spulentisch 4 um seine Achse A gedreht wird.

Der Spulentisch 4 kann geteilt ausgelegt werden bzw. lässt sich aufschwenken, um den betreffenden Fadenstrang 6 oder auch einen Kern, um den die einzelnen Fadenstränge 6 herumgewickelt werden, ins Zentrum der zugehörigen Spulen 5 zu verbringen , wie dies in der Fig . 2 dargestellt ist. Tatsächlich sind die Spulen 5 revolverartig um das Zentrum herum angeordnet, und zwar meistens mit gleichen Winkelabstand zueinander. Die einzelnen Spulen 5 sind drehbar gegenüber dem Spulentisch 4 gelagert. Grundsätzlich können die Spulen 5 aber auch fest an den Spulentisch 4 angeschlossen sein. In jedem Fall wird die zuvor bereits beschriebene Verdrillung dadurch erreicht, dass der die einzelnen Spulen 5 aufnehmende Spulentisch 4 um seine Achse A gedreht wird. Bei diesem Vorgang werden die einzelnen Fadenstränge 6 axial und/oder tangential von den zugehörigen Spulen 5 abgezogen.

Wie bereits erläutert, können die einzelnen Fadenstränge 6 um einen zentralen Kern herumgelegt werden. Im Ausführungsbeispiel mag ein zuvor im Zentrum der Spulen 5 angeordneter einzelner Fadenstrang 6 als Kern fungieren. Entscheidend ist, dass die Fadenstränge 6 gleichsam wendeiförmig um den fraglichen Kern bzw. in Längsrichtung L des hergestellten Fadengeleges 2 verlaufen bzw. eine in der Längsrichtung L orientierte Zentralachse des auf diese Weise hergestellten Fadengeleges 2 wendeiförmig oder auch schraubenlinienartig umringen. Die Herstellung der Verdrillung bzw. des Fadengeleges 2 insgesamt erfolgt dabei in der bereits angesprochenen Längsrichtung L, die folglich mit der Produktionsrichtung L des Fadengeleges 2 zusammenfällt.

Zum grundsätzlichen Aufbau gehört darüber hinaus eine Führung 7 für den Spulentisch 4. Der Spulentisch 4 ist bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig.

1 entlang der Führung 7 verfahrbar ausgebildet. Beim Ausführungsbeispiel nach der Fig. 2 ist der Spulentisch 4 ortsfest an die Führung 7 angeschlossen. In beiden Fällen wird der Spulentisch 4 natürlich um seine Achse A gedreht, um die beschriebene Verdrillung der Fadenstränge 6 bei der Herstellung des Fadengeleges 2 zu erreichen.

Im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 lässt sich der Spulentisch 4 entlang der Führung 7 in der Längsrichtung bzw. Produktionsrichtung L des Fadengeleges

2 verfahren. Auf diese Weise sorgt der entlang der Führung 7 verfahrene und hierbei gleichzeitig gedrehte Spulentisch 4 dafür, dass bei diesem Vorgang die einzelnen von den Spulen 5 abgewickelten Fadenstränge 6 miteinander wendeiförmig verdrillt werden und das Fadengelege 2 definieren. Zwei in diesem Zusammenhang zusätzlich vorgesehene Umlenkrollen 1 1 , 12 fungieren

in diesem Kontext als stehende Umlenkpunkte. Der Spulentisch 4 kann über die Umlenkrollen 1 1 , 12 bzw. an die Basis 3 angeschlossenen Umlenkpunkte hin- und herfahren. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels nach der Fig . 1 sind die Achse A des Spulentisches 4 und die Längsrichtung L bzw. die Längserstreckung der Führung 7 senkrecht zueinander angeordnet. D.h. in diesem Fall sind der Spulentisch 4 und die Basis 3 überwiegend parallel zueinander orientiert. Ein zusätzlich vorgesehener Verlegearm 10 übernimmt die Aufgabe, die Fadenstränge 6 um die Umlenkrollen 1 1 , 1 2 herum abzugeben . Sofern der Spulentisch um die Umlenkpunkte bzw. Umlenkrollen 1 1 , 12 herumfährt oder herumfahren kann, ist der Verlegearm 10 entbehrlich.

Ausweislich der Seitenansicht in der Fig. 1 erstreckt sich der Verlegearm 10 in etwa parallel zur Achse A des Spulentisches 4. Mit Hilfe des Verlegearmes 10 lassen sich die einzelnen Fadenstränge 6 manipulieren. Alternativ oder zusätzlich kann mit Hilfe des Verlegearmes 10 auch das gesamte hergestellte Fadengelege 2 manipuliert werden. Tatsächlich wird mit Hilfe des Verlegearmes 10 beispielsweise ein Anfang des Fadengeleges 2 an der endseitigen Umlenkrolle 1 1 festgelegt. D.h., die einzelnen Fadenstränge 6 werden mittels des Verlegearmes 10 am Anfang des Fadengeleges 2 zusammengeführt, und zwar im Beispielfall an der einen endseitigen Umlenkrolle 1 1 . Wenn nun der Spulentisch 4 unter gleichzeitiger Drehung entlang der Führung 7 bewegt wird, so entsteht bei diesem Vorgang das Fadengelege 2 in Längsrichtung L, indem die einzelnen Fadenstränge 6 miteinander verdrillt werden.

Am Ende des Verfahrweges bzw. der Führung 7 mag dann der Verlegearm 10 das hergestellte Fadengelege 2 an die weitere endseitige Umlenkrolle 12 übergeben. Im Gegensatz zu der Umlenkrolle 1 1 ist die Umlenkrolle 12 in Längsrichtung L verfahrbar ausgeführt, so dass auf diese Weise insgesamt die Länge der Rundschlinge verändert werden kann. Das Fadengelege 2 wird nun mit Hilfe des Verlegearmes 10 um die verfahrbare Umlenkrolle 12 geführt und im Anschluss hieran bis zur festen Umlenkrolle 1 1 zurückgeführt. Dabei mag der Verlegearm 10 dafür sorgen, dass die beiden Enden des Fadengeleges 2 bzw. der jeweiligen Fadenstränge 6 miteinander verbunden werden. Auf diese Weise wird insgesamt das Fadengelege 2 in der Art eines geschlossenen Seiltriebes um die beiden Umlenkrollen 1 1 , 12 herumgeführt.

Eine zwischen den beiden endseitigen Umlenkrollen 1 1 , 12 befindliche weitere Führungsrolle 13 sorgt bei diesem Vorgang dafür, dass das hergestellte Fadengelege 2 zwischen den beiden Umlenkrollen 1 1 , 1 2 abgestützt wird. Tatsächlich verfügt das Fadengelege 2 insgesamt über ein je nach aufzunehmender Last erhebliches Gewicht, wobei die wenigstens eine Führungsrolle 13 insgesamt ein Durchhängen des Fadengeleges 2 zwischen den beiden Umlenkrollen 1 1 , 12 verhindert.

Bei der Ausgestaltung nach der Fig. 2 beobachtet man eine senkrechte Orientierung von einerseits der Basis 3 und andererseits dem Spulentisch 4. Dadurch sind die Achse A und die Längsrichtung L parallel zueinander ausgerichtet. Die grundsätzliche Herstellung und das Verdrillen der einzelnen Fadenstränge 6 unter Definition des Fadengeleges 2 ähnelt derjenigen, wie sie mit Bezug zum Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 bereits beschrieben worden ist.

Tatsächlich sind im Unterschied zu dem Beispiel nach der Fig. 1 im Rahmen der Vorrichtung gemäß der Fig. 2 die beiden Umlenkrollen 1 1 , 12 jedoch drehbar ausgelegt und werden im Regelfall angetrieben. Außerdem können die Umlenkrollen 1 1 , 12 hinsichtlich ihres Abstandes zueinander verstellt respektive verfahren werden , um beispielsweise Rundsch l ingen untersch iedl icher Gesamtlänge herstellen zu können. Eine solche Verfahrbarkeit ist auch bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 möglich und bereits mit Bezug zu der in Längsrichtung L gegenüber der Basis 3 verschiebbaren Umlen krolle 1 2 beschrieben worden.

Jedenfalls wird bei der Variante nach der Fig. 2 so gearbeitet, dass die Herstellung der Rundschlinge 2 durch den Antrieb der Umlenkrollen 1 1 , 12 erfolgt. Zu diesem Zweck wird zunächst ein Kern bzw. im Ausführungsbeispiel ein Fadenstrang 6 um die beiden Umlenkrollen 1 1 , 12 geführt und an seinen beiden Enden in der bereits beschriebenen Weise als gleichsam Seiltrieb verbunden. Eine zusätzlich noch in diesem Fall vorgesehene Führungsrolle 13 mag erneut eine Stützfunktion wie bereits beschrieben übernehmen. Die Herstellung des Fadengeleges 2 erfolgt nun derart, dass die Fadenstränge 6 von den zugehörigen Spulen 5 im Beispielfall an den Kern abgegeben werden, welcher durch den Mittelpunkt des Spulentisches 4 hindurch verläuft. Die einzelnen Fadenstränge 6 werden hierbei durch die Rotationsbewegung der Umlenkrollen 1 1 , 12 von den Spulen 5 abgezogen.

Dabei bestimmt das Verhältnis des Vortriebs bzw. der Umlaufgeschwindigkeit um die Umlenkrollen 1 1 , 1 2 im Vergleich zur Rotationsgeschwindigkeit des Spulentisches 4 den Winkel der einlaufenden Fadenstränge 6 in der Längsrichtung L des solchermaßen hergestellten Fadengeleges 2. Außerdem kan n h ierdurch d ie Anzahl der Windungen pro Längeneinheit in d ieser

Längsrichtung L vorgegeben werden. Die einzelnen Fadenstränge 6 werden durch gegenseitige Reibungskräfte oder durch Reibungskräfte mit dem Kern gleichsam in der Längsrichtung L mitgenommen. Zum weiteren grundsätzlichen Aufbau der dargestellten Vorrichtung gehört schließlich noch eine kombinierte Näh-/Schließvorrichtung 8. Im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 sind zwei Näh-/Schließvorrichtungen 8 vorgesehen, die beidseits der Führung 7 angeordnet sind. Mit Hilfe der einen oder der beiden Näh-/Schließvorrichtungen 8 werden entsprechend der Darstellung nach Fig. 3 die beiden jeweils rechteckigen und an d ie Länge des Fadengeleges 2 angepassten Gewebebänder 1 in Längserstreckung bzw. Längsrichtung L über und unter dem zwischen Ihnen befindlichen Fadengelege 2 positioniert, so dass die jeweiligen Längsränder der Gewebebänder 1 aufeinanderliegen. An diesen Längsrändern wird nun jeweils eine randseitige Längsnaht 9 mit Hilfe der jeweiligen Näh-/Schließvorrichtung 8 angebracht.

D. h., die jeweilige Näh-/Schließvorrichtung 8 dient zum Umhüllen und gleichzeitig randseitigen Längsvernähen der beiden Gewebebänder 1 unter gleichzeitiger Definition des auf diese Weise hergestellten Schutzschlauches 1 für das Fadengelege 2. Bei dem Längsvernähen wird im Rahmen der Variante nach Fig. 3 jeweils eine Längsnaht 9 beidseitig des Fadengeleges 2 zwischen den beiden miteinander zu verbindenden Gewebebändern 1 an deren Längskante angebracht. Selbstverständlich kann auch nur mit einer Längsnaht 9 und lediglich einer Näh-/Schließvorrichtung gearbeitet werden.

Bei der Herstellung des Fadengeleges 2 kann grundsätzlich auch so vorgegangen werden, dass das Fadengelege 2 bzw. eine erste Lage 2' des Fadengeleges 2 durch einen offenen Schlauch 14 hindurchgeführt wird . Der

Schlauch 14 mit der darin befindlichen ersten Lage 2' des rechteckigen Gewebebandes 1 des Fadengeleges 2 wird dann von weiteren Fadensträngen 6 umwickelt, so dass eine zweite Lage 2" entsteht. In diesem Fall ist das Fadengelege 2 aus den beiden konzentrisch um die Längsachse bzw. in Lä ng srichtu ng L angeord neten Lag en 2' u nd 2" m it d em d azwischen befindlichen offenen Schlauch 14 aufgebaut. Selbstverständlich sind auch noch mehr Lagen möglich.

In jedem Fall wird das auf diese Weise hergestellte Fadengelege 2 aus den miteinander verdrillten Fadensträngen 6 anschließend mit Hilfe des Gewebebandes 1 umhüllt, welches längsvernäht wird, bzw. durch wenigstens eine Längsnaht 9 den Schutzschlauch 1 definiert. Dabei kann bei Rückgriff auf lediglich ein Gewebeband 1 mit einer die beiden Längskanten des rechteckigen Gewebebandes 1 miteinander verbindenden Längsnaht 9 gearbeitet werden. Sofern zwei Gewebebänder 1 zum Einsatz kommen, werden die jeweiligen Längskanten entsprechend der Darstellung nach Fig. 3 aufeinander gelegt und mit Hilfe zugehöriger und jeweils beidseitig des Fadengeleges 2 verlaufender Längsnähte 9 miteinander verbunden.