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Title:
METHOD, DEVICE AND SYSTEM FOR MANUFACTURING AN ELECTRIC CABLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/260217
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for manufacturing an electric cable (2), according to which the cable (2) is successively processed in independent processing modules (4, 10, 13). The state of at least one cable end (19, 20) of the cable (2) is detected by means of an optical sensor device (14) for optical quality control after at least one processing process of one of the processing modules (4, 10, 13).

Inventors:
SORG MANFRED (DE)
MAIER PASCAL (DE)
Application Number:
EP2020/067385
Publication Date:
December 30, 2020
Filing Date:
June 22, 2020
Export Citation:
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Assignee:
METZNER MASCHINENBAU GMBH (DE)
METZNER HOLDING GMBH (DE)
International Classes:
H01R43/28; H01R43/048; H02G1/00
Domestic Patent References:
WO2015156793A12015-10-15
Foreign References:
US4649621A1987-03-17
EP1056167A22000-11-29
JP2016046195A2016-04-04
EP1113539A22001-07-04
EP2871736A12015-05-13
EP3327879A12018-05-30
JPS60183543A1985-09-19
Attorney, Agent or Firm:
LORENZ, Markus (DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Verfahren zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels (2), wonach das Kabel (2) in voneinander unabhängigen Bearbeitungsmodulen (4, 10, 13) nacheinander bearbeitet wird, wobei der Zustand wenigstens eines Kabelendes (19, 20) des Kabels (2) nach zumindest einem Bearbeitungsprozess eines der Bearbeitungsmodule (4, 10, 13) mittels einer optischen Sensoreinrichtung (14) zur optischen Qualitätsüberwachung erfasst wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 ,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Sichtlinie (S) eines ersten optischen Sensors (21) auf das Kabelende (19, 20) ausgerichtet wird, wobei eine erste Beleuchtungseinheit (22) entlang der Sichtlinie (S) des ersten Sensors (21) hinter dem Kabelende (19, 20) angeordnet wird, um für die Erfassung des Zustands des Kabelendes (19, 20) Durchlicht zu erzeugen.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Sichtlinie (S) eines zweiten optischen Sensors (23) auf das Kabelende (19, 20) ausgerichtet wird, wobei eine zweite Beleuchtungseinheit (24) entlang der Sichtlinie (S) des zweiten Sensors (23) vordem Kabelende (19, 20) angeordnet wird, um für die Erfassung des Zustands des Kabelendes (19, 20) Auflicht zu erzeugen.

4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der erste optische Sensor (21) und/oder der zweite optische Sensor (23) eine Kamera (25) aufweist.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 4,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der zweite optische Sensor (23) um einen definierten Winkel (a) zu dem ersten optischen Sensor (21) versetzt angeordnet wird, vorzugsweise um 10° bis 170° versetzt angeordnet wird, besonders bevorzugt um 45° bis 135° versetzt angeordnet wird, weiter bevorzugt um 80° bis 100° versetzt angeordnet wird, und ganz besonders bevorzugt um 90° versetzt angeordnet wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die erste Beleuchtungseinheit (22) Licht in einer ersten Lichtfarbe und/oder in einer ersten Lichtpolarisation aussendet, das überwiegend bis ausschließlich von dem ersten optischen Sensor (21) wahrnehmbar ist und überwiegend nicht bis nicht von dem zweiten optischen Sensor (23) wahrnehmbar ist.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die zweite Beleuchtungseinheit (24) Licht in einer zweiten Lichtfarbe und/oder in einer zweiten Lichtpolarisation aussendet, das überwiegend bis ausschließlich von dem zweiten optischen Sensor (23) wahrnehmbar ist und überwiegend nicht bis nicht von dem ersten optischen Sensor (21) wahrnehmbar ist.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der erste optische Sensor (21) und der zweite optische Sensor (23) zeitlich versetzte Messungen durchführen, und wobei die erste Beleuchtungseinheit (22) das Kabelende (19, 20) nur in Zeitintervallen beleuchtet, in denen der erste optische Sensor (21) die Messung durchführt, und wobei die zweite Beleuchtungseinheit (24) das Kabelende (19, 20) nur in Zeitintervallen beleuchtet, in denen der zweite optische Sensor (23) die Messung durchführt.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 8,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der erste optische Sensor (21) und/oder der zweite optische Sensor (23) während der Erfassung des Zustands des Kabelendes (19, 20) um eine Mittelachse (M) des Kabels (2) herum gedreht wird und/oder dass das Kabel (2) um die Mittelachse (M) gedreht wird, während der erste optische Sensor (21) und/oder der zweite optische Sensor (23) den Zustand des Kabelendes (19, 20) erfasst.

10. Verfahren nach Anspruch 9,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die erste Beleuchtungseinheit (22) synchron zu dem ersten optischen Sensor (21) gedreht wird und/oder dass die zweite Beleuchtungseinheit (24) synchron zu dem zweiten optischen Sensor (23) gedreht wird.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 10,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der erste optische Sensor (21) und/oder der zweite optische Sensor (23) eine oder mehrere Einzelaufnahmen des Kabelendes (19, 20) aufnehmen, vorzugsweise während deren Drehung um die Mittelachse (M) des Kabels (2) und/oder während der Drehung des Kabels (2) um die Mittelachse (M).

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

eine Steuereinheit (29) zur Auswertung des Zustands des Kabels (2) auf Basis von mittels der optischen Sensoreinrichtung (14) erfassen Daten verwendet wird.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die optische Qualitätsüberwachung eine Prüfung auf das Vorhandensein bestimmter Steckverbinderkomponenten (16, 34, 35, 36, 37) eines auf dem Kabelende (19, 20) zu montierenden Steckverbinders (8) umfasst.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die optische Qualitätsüberwachung eine Prüfung auf von dem Kabelende (19, 20) abstehende Einzeldrähte (15) umfasst.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die optische Qualitätsüberwachung die Prüfung einer axialen Position einer Steckverbinderkomponente (16, 34, 35, 36, 37) eines auf dem Kabelende (19, 20) zu montierenden Steckverbinders (8) umfasst.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die optische Qualitätsüberwachung eine Prüfung eines Durchmessers (D) eines an das Kabelende (19, 20) angrenzenden Kabelabschnitts umfasst.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Zustand des Kabelendes (19, 20) nach einem Reinigungsprozess zum Entfernen von an dem Kabelende (19, 20) anhaftenden Partikeln erfasst wird.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Zustand des Kabelendes (19, 20) vor und/oder nach der Montage einer Steckverbinderkomponente (16, 34, 35, 36, 37), insbesondere der Montage eines Innenleiterkontaktelements (11) auf einem Innenleiter (12) des Kabels (2) oder der Montage eines Kontaktteileträgers, erfasst wird.

19. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 18, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Zustand des Kabelendes (19, 20) vor und/oder nach dem Bestücken des Kabelendes (19, 20) mit einer Steckverbinderkomponente (16, 34, 35, 36, 37) eines auf dem Kabelende (19, 20) zu montierenden elektrischen Steckverbinders (8) erfolgt.

20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

das Kabel (2), eine auf einem Kabelmantel (6) des Kabels (2) befestigte Mantelklemme (46) und/oder ein dem Kabel (2) während dessen Bearbeitung zugeordneter Kabelträger (5) mit einem Informationsträger (39, 40) identifizierbar gemacht wird, wobei eine Dokumentation (43) der Bearbeitung des Kabels (2) für zumindest einen Bearbeitungsprozess eines der Bearbeitungsmodu- le (4, 10, 13) erstellt und dem Kabel (2) zugeordnet wird.

21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Zustand des Kabelendes (19, 20) im Rahmen eines Qualitätsmanagements erfasst wird, wobei das Kabel (2) in Abhängigkeit des Zustands des Kabelendes (19, 20) sortiert oder nachbearbeitet wird.

22. Vorrichtung (3) zur optischen Qualitätsüberwachung eines elektrischen Kabels (2) im Rahmen der Bearbeitung des Kabels (2) in voneinander unabhängigen Bearbeitungsmodulen (4, 10, 13), aufweisend eine optische Sensoreinrichtung (14), die ausgebildet ist, um den Zustand wenigstens eines Kabelendes (19, 20) des Kabels (2) nach zumindest einem Bearbeitungsprozess eines der Bearbeitungsmodule (4, 10, 13) zu erfassen.

23. Vorrichtung (3) nach Anspruch 22,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Sensoreinrichtung (14) einen ersten optischen Sensor (21) und/oder einen zweiten optischen Sensor (23) aufweist, deren Sichtlinien (S) auf das Kabelende (19, 20) ausgerichtet sind.

24. Vorrichtung (3) nach Anspruch 23,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Sensoreinrichtung (14) eine erste Beleuchtungseinheit (22) aufweist, die entlang der Sichtlinie (S) des ersten Sensors (21) hinter dem Kabelende (19, 20) angeordnet ist, um für die Erfassung des Zustands des Kabelendes (19, 20) Durchlicht zu erzeugen und/oder eine zweite Beleuchtungseinheit (24) aufweist, die entlang der Sichtlinie (S) des zweiten Sensors (23) vordem Kabelende (19, 20) angeordnet ist, um für die Erfassung des Zustands des Kabelendes (19, 20) Auflicht zu erzeugen.

25. Vorrichtung (3) nach Anspruch 23 oder 24,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der zweite Sensor (23) um einen definierten Winkel (a) zu dem ersten Sensor (21) versetzt angeordnet ist, vorzugsweise um 10° bis 170° versetzt angeordnet ist, besonders bevorzugt um 45° bis 135° versetzt angeordnet ist, weiter bevorzugt um 80° bis 100° versetzt angeordnet ist, und ganz besonders bevorzugt um 90° versetzt angeordnet ist.

26. Vorrichtung (3) nach einem der Ansprüche 23 bis 25,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

eine Rotationseinrichtung (30) vorgesehen und ausgebildet ist, um den ersten Sensor (21), den zweiten Sensor (23), die erste Beleuchtungseinheit (22) und/oder die zweite Beleuchtungseinheit (24) während der Erfassung des Zustands des Kabelendes (19, 20) um eine Mittelachse (M) des Kabels (2) herum zu drehen und/oder um das Kabel (2) um die Mittelachse (M) zu drehen, während der erste Sensor (21) und/oder der zweite Sensor (23) den Zustand des Kabelendes (19, 20) erfasst.

27. Vorrichtung (3) nach einem der Ansprüche 22 bis 26,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Sensoreinrichtung (14) eine Steuereinheit (29) aufweist die eingerichtet ist, um den Zustand des Kabelendes (19, 20) auf Basis der erfassten optischen Daten auszuwerten.

28. Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln, um ein Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 21 durchzuführen, wenn das Programm auf einer Steuereinheit (29) einer Vorrichtung (3) zur optischen Qualitätsüberwachung eines elektrischen Kabels (2) ausgeführt wird.

29. System (1) zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels (2), umfassend

a) eine Vorrichtung (3) zur optischen Qualitätsüberwachung eines elektrischen Kabels (2) nach einem der Ansprüche 22 bis 27; und

b) zumindest zwei voneinander unabhängige Bearbeitungsmodule (4, 10, 13) zur Konfektionierung des elektrischen Kabels (2).

30. System (1) nach Anspruch 29,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

zumindest eines der Bearbeitungsmodule (4, 10, 13) als ein Bearbeitungsmodul zum Abisolieren eines Teilstücks einer Kabelkomponente des Kabels (2) ausgebildet ist und/oder als ein Bearbeitungsmodul zur Bestückung des elektrischen Kabels (2) mit einer Steckverbinderkomponente (16, 34, 35, 36, 37) eines auf dem elektrischen Kabel (2) aufzubringenden Steckverbinders (8) ausgebildet ist und/oder als ein Bearbeitungsmodul (10) zur Montage einer Steckverbinderkomponente (16, 34, 35, 36, 37) eines elektrischen Steckverbinders (8), insbesondere eines Innenleiterkon- taktelements (1 1) oder eines Kontaktteileträgers, ausgebildet ist und/oder als ein Bearbeitungsmodul zur Sicherstellung der korrekten Montage des Kontaktteileträgers ausgebildet ist und/oder als ein Bearbeitungsmodul (13) zur Reinigung des Kabels (2) von an dem Kabelende (19, 20) anhaftenden Partikeln ausgebildet ist.

Description:
Verfahren. Vorrichtung und System zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels, wonach das Kabel in voneinander unabhängigen Bearbeitungsmodulen nacheinander bearbeitet wird.

Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur optischen Qualitätsüberwachung eines elektrischen Kabels im Rahmen der Bearbeitung des Kabels in voneinander unabhängigen Bearbeitungsmodulen.

Die Erfindung betrifft außerdem ein Computerprogrammprodukt und ein System zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels.

Bei der Konfektionierung von Kabeln werden deren Leiter typischerweise mit einem Steckverbinder verbunden, um anschließend elektrische Verbindungen mit anderen Kabeln bzw. Leitern, die korrespondierende Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder aufweisen, hersteilen zu können. Bei einem Steckverbinder bzw. Gegensteckverbinder kann es sich um einen Stecker, einen Einbaustecker, eine Buchse, eine Kupplung oder einen Adapter handeln. Die im Rahmen der Erfindung verwendete Bezeichnung "Steckverbinder" bzw. "Gegensteckverbinder" steht stellvertretend für alle Varianten.

Insbesondere an Steckverbinder für die Automobilindustrie bzw. für Fahrzeuge werden hohe Anforderungen an deren Robustheit und die Sicherheit der Steckverbindungen gestellt. Vor allem die Elektromo- bilität stellt die Automobilindustrie und deren Zulieferer vor große Herausforderungen, da in den Fahrzeugen über die Kabel bzw. Leitungen mitunter hohe Ströme mit Spannungen bis zu 1 .500 V übertragen werden. Bei der Gefahr, die ein Versagen von Bauteilen in einem Elektrofahrzeug zur Folge hätte, müssen demnach besonders hohe Anforderungen an die Qualität der Kabel bzw. Leitungen und Steckverbindungen gestellt werden.

So muss eine Steckverbindung mitunter hohen Belastungen, beispielsweise mechanischen Belastungen, standhalten sowie definiert geschlossen bleiben, so dass die elektrische Verbindung nicht unbeabsichtigt, beispielsweise während des Betriebs eines Fahrzeugs, getrennt wird.

Eine weitere Anforderung an Steckverbinder, insbesondere für die Automobilindustrie, besteht darin, dass diese in hohen Stückzahlen wirtschaftlich herstellbar sein müssen. Eine möglichst vollautomatisierte Kabelkonfektionierung ist aus diesem Grunde insbesondere zur Konfektionierung von Kabeln für die Automobilindustrie vorzuziehen. So müssen entsprechende Fertigungsstraßen etabliert werden, um die geforderten Stückzahlen bei gleichzeitig hoher Qualität zu erreichen.

Eine möglichst umfassende Qualitätsüberwachung im Rahmen der Kabelbearbeitung ist insbesondere im Rahmen einer voll- oder teilautomatisierten Kabelkonfektionierung im Rahmen einer Massenfertigung aufwändig. Die Qualitätsüberwachung kann jedoch vorteilhaft sein, um die Kabelkonfektionierung möglichst transparent und für den Endkunden nachvollziehbar zu gestalten.

In Anbetracht des bekannten Stands der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Verfahren zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels bereitzustellen, bei dem eine Qualitätsüberwachung, insbesondere im Rahmen einer Massenfertigung, vorteilhaft bereitgestellt werden kann.

Der vorliegenden Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur optischen Qualitätsüberwachung eines elektrischen Kabels bereitzustellen, die insbesondere für eine automatisierte Kabelkonfektionierung des Kabels vorteilhaft eingesetzt werden kann.

Schließlich ist es auch Aufgabe der Erfindung, ein vorteilhaftes Computerprogrammprodukt zur Durchführung eines Verfahrens zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels bereitzustellen.

Außerdem ist es Aufgabe der Erfindung, ein vorteilhaftes System zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels bereitzustellen, bei dem eine Qualitätsüberwachung, insbesondere im Rahmen einer Massenfertigung, vorteilhaft bereitgestellt werden kann.

Die Aufgabe wird für das Verfahren mit den in Anspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst. Hinsichtlich der Vorrichtung wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 22 gelöst. Bezüglich des Computerprogrammprodukts wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 28 gelöst. Betreffend das System wird die Aufgabe durch Anspruch 29 gelöst.

Die abhängigen Ansprüche und die nachfolgend beschriebenen Merkmale betreffen vorteilhafte Ausführungsformen und Varianten der Erfindung.

Es ist ein Verfahren zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels vorgesehen, wonach das Kabel in voneinander unabhängigen Bearbeitungsmodulen nacheinander bearbeitet wird.

Insbesondere kann die Erfindung für eine automatisierte oder vollautomatisierte Konfektionierung eines elektrischen Kabels vorgesehen sein.

Vorzugsweise ist das elektrische Kabel als Hochvoltleitung ausgebildet.

Das Verfahren kann zur Konfektionierung eines einadrigen Kabels vorgesehen sein, das einen einzigen Innenleiter aufweist und/oder zur Konfektionierung eines mehradrigen Kabels, das mehrere Innenleiter aufweist. Der Bereich des elektrischen Kabels, in dem die Bearbeitung bzw. die Konfektionierung vornehmlich stattfindet, wird nachfolgend mitunter auch als "zu bearbeitender Kabelabschnitt" bezeichnet. Bei dem zu bearbeitenden Kabelabschnitt kann es sich um ein Kabelendstück handeln. Vorzugsweise werden zwei Kabelabschnitte des Kabels, insbesondere beide Kabelendstücke bearbeitet bzw. mit einem jeweiligen Steckverbinder konfektioniert.

Die nachfolgend noch beschriebene Qualitätsüberwachung und/oder Dokumentation kann vornehmlich oder ausschließlich die Bearbeitung der zu bearbeitenden Kabelabschnitte betreffen, vorzugsweise eines oder beide Kabelendstücke.

Grundsätzlich kann im Rahmen der Erfindung ein beliebiges elektrisches Kabel mit beliebigen Steckverbindern konfektioniert werden. Vorzugsweise weist das elektrische Kabel einen Außenleiter auf bzw. ist als geschirmtes elektrisches Kabel ausgebildet. Besonders vorteilhaft eignet sich die Erfindung zur Konfektionierung von elektrischen Kabeln mit großem Querschnitt für eine hohe Stromübertragung, beispielsweise im Fahrzeugbereich, besonders bevorzugt im Bereich der Elektromobilität. Es kann somit ein elektrisches Kabel für den Hochvoltbereich vorgesehen sein, insbesondere eine Hochvoltleitung.

Das mehradrige elektrische Kabel kann eine beliebige Anzahl Innenleiter aufweisen, beispielsweise zwei Innenleiter oder mehr Innenleiter, drei Innenleiter oder mehr Innenleiter, vier Innenleiter oder noch mehr Innenleiter. Die Innenleiter können verdrillt durch das Kabel verlaufen, in der Art eines aus der Telekom- munikations- bzw. Nachrichtentechnik bekannten Twisted-Pair-Kabels. Die Innenleiter können in dem Kabel allerdings auch parallel geführt sein.

Besonders bevorzugt ist das mehradrige elektrische Kabel als mit genau einem Außenleiter geschirmtes Kabel mit genau zwei Innenleitern ausgebildet.

Das einadrige elektrische Kabel ist bevorzugt als Koaxialkabel mit genau einem Innenleiter und genau einem Außenleiter ausgebildet.

Unter einem Innenleiter wird im Rahmen der Erfindung insbesondere eine durch das Kabel verlaufende Leitung verstanden, die aus einer Isolation und einem innerhalb der Isolation verlaufenden elektrischen Leiter (Ader) besteht. Der elektrische Leiter bzw. die Ader kann als Einzeldraht oder als Verbund mehrerer Drähte ausgebildet sein (auch als Litze bezeichnet). Grundsätzlich kann der im Rahmen der Erfindung genannte Innenleiter allerdings auch ausschließlich aus dem elektrischen Leiter bzw. der Ader bestehen oder aber neben dem Isolator auch noch weitere Komponenten aufweisen.

Dadurch, dass die Kabelkonfektionierung erfindungsgemäß auf voneinander unabhängige Bearbei- tungsmodule bzw. Bearbeitungsprozesse verteilt ist, kann das Verfahren oder das nachfolgend noch be- schriebene System als "Fließbandprozess" bzw. als "Taktautomat" mit aufeinanderfolgenden Einzelschritten betrieben werden, um die Bearbeitungszeit bei einer Massenabfertigung zu reduzieren.

Ferner können die einzelnen Bearbeitungsmodule modular aufgebaut sein, wodurch einzelne Bearbei- tungsmodule des Systems ohne großen Aufwand ersetzt, modifiziert oder entfernt werden können. Hierdurch kann das Verfahren, insbesondere für die Bearbeitung verschiedener Kabelarten, mit einfachen Mitteln konfigurierbar sein.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Zustand wenigstens eines Kabelendes des Kabels nach zumindest einem Bearbeitungsprozess eines der Bearbeitungsmodule mittels einer optischen Sensoreinrichtung zur optischen Qualitätsüberwachung erfasst wird.

Dadurch, dass die optische Qualitätsüberwachung der Bearbeitung des Kabels nach zumindest einem Bearbeitungsprozess eines der Bearbeitungsmodule erfolgt, eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere vorteilhaft zur Verwendung im Rahmen einer automatisierten oder vollautomatisierten Konfektionierung des elektrischen Kabels.

Dadurch, dass eine optische Qualitätsüberwachung vorgesehen ist, um den Qualitätszustand bzw. den Bearbeitungszustand des Kabels optisch, insbesondere durch Erfassen und Auswerten einer oder mehrerer optischen Abbildungen des zu bearbeitenden Kabelendes, zu erfassen, lässt sich das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhaft zur Überwachung verschiedener Qualitätsmerkmale verwenden. Eine Anpassung des Verfahrens kann insbesondere im Rahmen eines modularen Systems, bei dem beispielsweise auch die Bearbeitungsmodule modular aufgebaut sind, vorteilhaft möglich sein.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Sichtlinie eines ersten optischen Sensors auf das Kabelende ausgerichtet wird, wobei eine erste Beleuchtungseinheit entlang der Sichtlinie des ersten Sensors hinter dem Kabelende angeordnet wird, um für die Erfassung des Zustands des Kabelendes Durchlicht zu erzeugen.

Bei der Sichtlinie des optischen Sensors handelt es sich im Rahmen der Erfindung vorzugsweise um eine Mittelachse des optischen Erfassungsbereichs oder Erfassungskegels, mit dem der Sensor seine Umgebung erfasst bzw. wahrnimmt.

Die Sichtlinie des ersten optischen Sensors, des nachfolgend noch genannten zweiten optischen Sensors und/oder gegebenenfalls vorhandener weitere optischer Sensoren kann vorzugsweise orthogonal zu einer Mittelachse bzw. Längsachse des elektrischen Kabels ausgerichtet werden. Die Sichtlinie kann allerdings auch unter einem von 90° abweichenden Winkel zu der Mittelachse des Kabels ausgerichtet werden, beispielsweise unter einem Winkel von 0° (koaxiale Ausrichtung) und 90° (orthogonale Ausrichtung), beispielsweise unter einem Winkel von 10° bis 80°, 20° bis 70°, 30° bis 60°, 40° bis 50° oder 45°. Grundsätzlich kommt es auf den Ausrichtungswinkel der Sichtlinie relativ zu der Mittelachse des Kabels nicht unbedingt an, wobei aber insbesondere eine orthogonale Ausrichtung von Vorteil sein kann.

Die Sichtlinie des ersten optischen Sensors, des zweiten optischen Sensors und/oder gegebenenfalls vorhandener weitere optischer Sensoren kann beispielsweise auf das vordere, freie Ende des elektrischen Kabels ausgerichtet sein. Der Schnittpunkt der Sichtlinie mit der Mittelachse des Kabels kann hiervon jedoch auch abweichen und beispielsweise entlang der Verlängerung des elektrischen Kabels axial verschoben sein oder entlang der Mittelachse des Kabels in Richtung auf das gegenüberliegende Kabelende verschoben sein.

Bei einer Beleuchtungseinheit im Rahmen der Erfindung kann es sich beispielsweise um eine Lichtquelle mit einem einzelnen Leuchtmittel oder um eine Lichtquelle mit mehreren Leuchtmitteln handeln. Sofern die Beleuchtungseinheit mehrere Leuchtmittel aufweist, können diese beispielsweise nebeneinander in einer Reihe angeordnet sein, wobei außerdem auch mehrere Reihen untereinander angeordnet werden können (Matrixanordnung).

Bei einem Leuchtmittel kann es sich vorzugsweise um ein elektrisches Leuchtmittel handeln, beispielsweise um eine Glühlampe, Gasentladungslampe und/oder um eine Leuchtdiode. Die Helligkeit und/oder Lichtfarbe des Leuchtmittels kann in Stufen oder stufenlos einstellbar sein.

Die erste Beleuchtungseinheit kann vorzugsweise koaxial zu der Sichtlinie des ersten Sensors ausgerichtet und hinter dem Kabelende angeordnet sein. Die erste Beleuchtungseinheit kann allerdings auch parallel zu der ersten Sichtlinie des ersten optischen Sensors versetzt hinter dem Kabelende angeordnet sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass die erste Beleuchtungseinheit zu der Sichtlinie des ersten optischen Sensors verkippt ist, beispielsweise in einem Winkelbereich zwischen 1 ° und 45°, um zusätzlich zur Erzeugung von durch Licht bzw. Gegenlicht auch zu einem gewissen Teil Streiflicht bzw. Seitenlicht zu erzeugen.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Sichtlinie eines zweiten optischen Sensors auf das Kabelende ausgerichtet wird, wobei eine zweite Beleuchtungseinheit entlang der Sichtlinie des zweiten Sensors vor dem Kabelende angeordnet wird, um für die Erfassung des Zustands des Kabelendes Auflicht zu erzeugen.

Die zweite Beleuchtungseinheit kann koaxial zu der Sichtlinie des zweiten optischen Sensors ausgerichtet und vor dem Kabelende angeordnet sein, wobei die Beleuchtungseinheit dann vorzugsweise eine Ausnehmung und/oder einen transparenten oder teiltransparenten zentralen Bereich aufweist, um die Sicht des optischen Sensors auf das Kabelende durch die Beleuchtungseinheit hindurch freizugeben. Es kann auch vorgesehen sein, dass die zweite Beleuchtungseinheit parallel zu der Sichtlinie des zweiten optischen Sensors versetzt angeordnet ist. Eine Ausnehmung bzw. ein transparenter/teiltransparenter Bereich kann dann gegebenenfalls entfallen. Es kann ferner vorgesehen sein, dass die zweite Beleuchtungseinheit zu der Sichtlinie des zweiten optischen Sensors verkippt angeordnet ist, beispielsweise um einen Winkel zwischen 1 ° und 45°, um neben der Erzeugung von Auflicht auch zu einem gewissen Teil Streiflicht bzw. Seitenlicht zu erzeugen.

Es können grundsätzlich auch noch weitere optische Sensoren vorgesehen sein, beispielsweise ein dritter optischer Sensor, ein vierter optischer Sensor, ein fünfter optischer Sensor oder noch mehr optische Sensoren. Sofern nachfolgend auf den ersten optischen Sensor und/oder den zweiten optischen Sensor Bezug genommen wird, so ist die Bezugnahme gegebenenfalls auch auf weitere optische Sensoren erweiterbar. Die Erfindung ist nachfolgend lediglich zum besseren Verständnis anhand der bevorzugten Ausführung der Verwendung mit einem ersten optischen Sensor und/oder einem zweiten optischen Sensor beschrieben.

Es kann ferner vorgesehen sein, dass neben der ersten Beleuchtungseinheit und/oder der zweiten Beleuchtungseinheit auch noch weitere Beleuchtungseinheiten, beispielsweise eine dritte Beleuchtungseinheit, eine vierte Beleuchtungseinheit, eine fünfte Beleuchtungseinheit oder noch mehr Beleuchtungseinheiten, vorgesehen sind, die in Kombination mit dem ersten optischen Sensor, dem zweiten optischen Sensor und/oder gegebenenfalls vorhandenen weiteren optischen Sensoren oder auch unabhängig von den optischen Sensoren vorgesehen sind, um Durchlicht, Auflicht und/oder Streiflicht zu erzeugen, um das zu bearbeitende Kabelende zu beleuchten.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der erste optische Sensor und/oder der zweite optische Sensor als Kamera (vorzugsweise als elektronische Kamera) ausgebildet ist oder eine Kamera aufweist.

Die optischen Sensoren, insbesondere die Kameras, können beispielsweise ausgebildet und eingerichtet sein, um wenigstens ein Einzelbild, vorzugsweise mehrere Einzelbilder, oder eine Videosequenz zu erfassen. Die Einzelbilder oder die Videosequenz kann bzw. können nachfolgend von einer Steuereinheit ausgewertet werden.

Die optischen Sensoren bzw. Kameras können eine Datenschnittstelle aufweisen, um die erfassten optischen Informationen an die Steuereinheit oder an eine sonstige Einrichtung zu übertragen.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der zweite optische Sensor um einen definierten Winkel zu dem ersten optischen Sensor versetzt angeordnet wird, vorzugsweise um 10° bis 170° versetzt angeordnet wird, besonders bevorzugt um 45° bis 135° versetzt angeordnet wird, weiter bevorzugt um 80° bis 100° versetzt angeordnet wird, und ganz besonders bevorzugt um 90° versetzt angeordnet wird.

Ganz besonders bevorzugt sind der erste optische Sensor und der zweite optische Sensor jeweils orthogonal zu der Mittelachse bzw. Längsachse des elektrischen Kabels ausgerichtet und um etwa 90° oder exakt 90° zueinander versetzt angeordnet. Insbesondere eine gleichzeitige Erfassung des Kabels durch beide optische Sensoren kann hierdurch vergleichsweise störungsfrei bzw. unabhängig voneinander erfolgen.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die erste Beleuchtungseinheit Licht in einer ersten Lichtfarbe und/oder in einer ersten Lichtpolarisation aussendet, das überwiegend bis ausschließlich von dem ersten optischen Sensor wahrnehmbar ist und überwiegend nicht bis nicht von dem zweiten optischen Sensor wahrnehmbar ist.

Dadurch, dass das Licht der ersten Beleuchtungseinheit überwiegend bis ausschließlich von dem ersten optischen Sensor wahrnehmbar ist, beeinflusst die Qualitätsüberwachung durch den ersten optischen Sensor und die erste Beleuchtungseinheit die Qualitätsüberwachung durch den zweiten optischen Sensor vorzugweise nicht.

Beispielsweise kann der zweite optische Sensor einen optischen Farbfilter aufweisen, der die Lichtfarbe der ersten Beleuchtungseinheit herausfiltert. Es kann vorgesehen sein, dass die erste Beleuchtungseinheit Licht in einer der Spektralfarben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett oder einer Kombination der Spektralfarben aussendet und der zweite optische Sensor einen entsprechenden Farbfilter aufweist.

Ferner kann vorgesehen sein, dass die erste Beleuchtungseinheit Licht mit einer ersten linearen Polarisation aussendet, die mittels eines Polarisationsfilters von dem zweiten optischen Sensor herausgefiltert wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass die erste Beleuchtungseinheit Licht mit einer spezifischen zirkularen oder elliptischen Polarisation aussendet, die von dem zweiten optischen Sensor herausgefiltert wird.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die zweite Beleuchtungseinheit Licht in einer zweiten Lichtfarbe und/oder in einer zweiten Lichtpolarisation aussendet, das überwiegend bis ausschließlich von dem zweiten optischen Sensor wahrnehmbar ist und überwiegend nicht bis nicht von dem ersten optischen Sensor wahrnehmbar ist.

Dadurch, dass das Licht der zweiten Beleuchtungseinheit überwiegend bis ausschließlich von dem zweiten optischen Sensor wahrnehmbar ist, beeinflusst die Qualitätsüberwachung durch den zweiten optischen Sensor und die zweite Beleuchtungseinheit die Qualitätsüberwachung durch den ersten optischen Sensor vorzugweise nicht. Beispielsweise kann der erste optische Sensor einen optischen Farbfilter aufweisen, der die Lichtfarbe der zweiten Beleuchtungseinheit herausfiltert. Es kann vorgesehen sein, dass die zweite Beleuchtungseinheit Licht in einer der Spektralfarben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett oder einer Kombination der Spektralfarben aussendet und der erste optische Sensor einen entsprechenden Farbfilter aufweist.

Ferner kann vorgesehen sein, dass die zweite Beleuchtungseinheit Licht mit einer zweiten linearen Polarisation aussendet, die mittels eines Polarisationsfilters von dem ersten optischen Sensor herausgefiltert wird. Es kann auch vorgesehen sein, dass die zweite Beleuchtungseinheit Licht mit einer spezifischen zirkularen oder elliptischen Polarisation aussendet, die von dem ersten optischen Sensor herausgefiltert wird.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die erste Beleuchtungseinheit Licht in einer ersten linearen Polarisation und die zweite Beleuchtungseinheit Licht in einer zweiten linearen Polarisation aussendet, die zu der ersten Polarisation orthogonal ausgerichtet ist, wodurch der erste optische Sensor und der zweite optische Sensor durch Vorschalten entsprechend ausgerichteter Polarisationsfilter nur den jeweils vorgesehenen Lichtanteil der ihnen zugeordneten Beleuchtungseinheit wahrzunehmen vermag.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der erste optische Sensor und der zweite optische Sensor zeitlich versetzte Messungen durchführen, wobei die erste Beleuchtungseinheit das Kabelende nur in Zeitintervallen beleuchtet, in denen der erste optische Sensor die Messung durchführt, und wobei die zweite Beleuchtungseinheit das Kabelende nur in Zeitintervallen beleuchtet, in denen der zweite optische Sensor die Messung durchführt.

Die Beleuchtung durch die Beleuchtungseinheit und eine Erfassung durch die optischen Sensoren kann beispielsweise in der Art der aus der 3D-Technik bekannten Shutter-3D-Systeme vorgesehen sein. Ein spezifisches Filter vor den jeweiligen optischen Sensoren kann gegebenenfalls entfallen, wenn die Bilderfassung der optischen Sensoren derart zeitgesteuert wird, dass eine Erfassung lediglich in den Zeitintervallen erfolgt, in denen die dem optischen Sensor zugeordnete Beleuchtungseinheit das Kabelende beleuchtet.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der erste optische Sensor und/oder der zweite optische Sensor während der Erfassung des Zustands des Kabelendes um eine Mittelachse des Kabels herum gedreht wird und/oder dass das Kabel um die Mittelachse gedreht wird, während der erste optische Sensor und/oder der zweite optische Sensor den Zustand des Kabelendes erfasst.

Hierdurch kann eine besonders genaue Erfassung des Bearbeitungszustands des entsprechenden Kabelendes erfolgen. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der erste optische Sensor und/oder der zweite optische Sensor eine oder mehrere Einzelaufnahmen des Kabelendes aufnehmen, vorzugsweise während deren Drehung um die Mittelachse des Kabels und/oder während der Drehung des Kabels um die Mittelachse.

Vorzugsweise erfassen der erste optische Sensor und/oder der zweite optischen Sensor und/oder gegebenenfalls vorhandene weitere optische Sensoren jeweils mehrere Einzelbilder des elektrischen Kabels.

Insbesondere Einzelbilder können nachfolgend gegebenenfalls vorteilhafter und ressourcenschonender ausgewertet werden als eine Videosequenz.

Grundsätzlich können die optischen Sensoren während der relativen Drehung zwischen dem Kabelende und dem Sensor eine beliebige Anzahl Einzelbilder erfassen, beispielsweise 2 Einzelbilder bis 24 Einzelbilder (insbesondere alle 15° bis 180° ein Einzelbild), 3 Einzelbilder bis 12 Einzelbilder (insbesondere alle 30° bis 120° ein Einzelbild), 4 Einzelbilder bis 8 Einzelbilder (insbesondere alle 45° bis 90° ein Einzelbild) oder beispielsweise auch 6 Einzelbilder (insbesondere alle 60° ein Einzelbild). Besonders bevorzugt werden 8 Einzelbilder erfasst, insbesondere ein Einzelbild alle 45°.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die erste Beleuchtungseinheit synchron zu dem ersten optischen Sensor gedreht wird und/oder dass die zweite Beleuchtungseinheit synchron zu dem zweiten optischen Sensor gedreht wird.

Die erste Beleuchtungseinheit kann beispielsweise auf einem gemeinsamen Rahmen mit dem ersten optischen Sensor und/oder die zweite Beleuchtungseinheit auf einem gemeinsamen Rahmen mit dem zweiten optischen Sensor befestigt sein, wobei eine Drehung des Rahmens zu einer synchronen Drehung der jeweiligen Beleuchtungseinheit und dem zugeordneten Sensor führt.

Grundsätzlich kann allerdings auch vorgesehen sein, dass die dem jeweiligen optischen Sensor zugeordnete Beleuchtungseinheit nicht oder zumindest nicht synchron mit dem optischen Sensor gedreht wird.

Der erste Sensor kann außerdem auch synchron zu dem zweiten Sensor gedreht werden. Beispielsweise können beide Sensoren und beide Beleuchtungseinheiten auf einem gemeinsamen Rahmen befestigt sein.

Es kann im Rahmen der Erfindung auch vorgesehen sein, dass mehrere Beleuchtungseinheiten ringförmig um das Kabelende herum angeordnet sind, vorzugsweise koaxial zu der Mittelachse des Kabels, und bedarfsweise elektrisch angesteuert bzw. aktiviert werden, um für den ersten optischen Sensor Durchlicht und/oder für den zweiten optischen Sensor Auflicht und/oder um sonstiges Licht zu erzeugen. Eine ringförmige Beleuchtungseinheit kann im Rahmen der Erfindung in einzelne Beleuchtungseinheiten (z. B. die erste Beleuchtungseinheit und die zweite Beleuchtungseinheit) segmentiert werden. Ein Abschnitt der ringförmigen Beleuchtungseinheit kann somit als erste Beleuchtungseinheit und ein weiterer Abschnitt als zweite Beleuchtungseinheit bezeichnet werden. Insbesondere eine Drehung der Beleuchtungseinheit kann somit entfallen.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass eine Steuereinheit zur Auswertung des Zustands des Kabels auf Basis von mittels der optischen Sensoreinrichtung erfassen Daten verwendet wird.

Die Steuereinheit kann insbesondere zur optischen Signalverarbeitung eingerichtet und mit den optischen Sensoren kommunikationsverbunden sein, um über die Kommunikationsverbindung die optischen Datensignale zu erfassen.

Die Steuereinheit kann eingerichtet sein, um die Erfassung der optischen Qualitätsüberwachung durch Ansteuern der Sensoren und/oder Beleuchtungseinheiten zu steuern.

Die Steuereinheit kann auch eingerichtet sein, um die relative Verdrehung zwischen dem Kabelende und den Sensoren durch Ansteuern einer entsprechenden Rotationseinrichtung zu verursachen.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die optische Qualitätsüberwachung eine Prüfung auf das Vorhandensein bestimmter Steckverbinderkomponenten eines auf dem Kabelende zu montierenden Steckverbinders umfasst.

Somit kann in vorteilhafter Weise eine Bestückungsprüfung vorgesehen sein. Die erfindungsgemäße optische Qualitätsüberwachung kann somit vorzugsweise nach dem Bestückungsprozess eines Bestückungsmoduls durchgeführt werden.

Im Rahmen der Konfektionierung eines elektrischen Kabels ist es in der Regel erforderlich, diverse Steckverbinderkomponenten auf dem Kabelmantel des Kabels in der später benötigten Reihenfolge aufzuschieben, um diese für die spätere Steckverbindermontage vorzuhalten. Die zuvor aufgeschobenen Komponenten können anschließend nacheinander oder gleichzeitig auf dem Kabelmantel in Richtung auf das vordere, freie Ende des Kabels bzw. auf das Kabelende bewegt werden, um mit einem korrespondierenden Steckverbinderbauteil zusammengefügt zu werden. Vor diesem Prozess kann es von Vorteil sein, die korrekte und/oder vollständige Bestückung im Rahmen der erfindungsgemäßen optischen Qualitätsüberwachung zu überprüfen. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die optische Qualitätsüberwachung eine Prüfung auf von dem Kabelende abstehende Einzeldrähte umfasst.

Die Überprüfung auf abstehende Einzeldrähte kann insbesondere nach einem Bearbeitungsprozess eines Bearbeitungsmoduls zur Bearbeitung eines Kabelschirmgeflechts und/oder eines Innenleiters erfolgen. Die Überprüfung auf abstehende Einzeldrähte kann beispielsweise auch vor dem Aufbringen eines Gewebebands oder einer Steckverbinderkomponente erfolgen, um zunächst sicherzustellen, dass kein Einzeldraht unerwünscht absteht. Abstehende Einzeldrähte können gegebenenfalls später zu einem Kurzschluss oder zu Kriechströmen führen, die die ordnungsgemäße Funktion des Kabels und/oder Steckverbinders negativ beeinflussen.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die optische Qualitätsüberwachung die Prüfung einer axialen Position einer Steckverbinderkomponente eines auf dem Kabelende zu montierenden Steckverbinders umfasst.

Beispielsweise kann der Abstand des vorderen Endes eines auf einem Innenleiter des Kabels aufgebrachten Innenleiterkontaktelements zu einer Stützhülse erfindungsgemäß erfasst werden.

Im Rahmen der Konfektionierung eines elektrischen Kabels werden mitunter definierte axiale Positionen von Steckverbinderkomponenten relativ zu weiteren Steckverbinderkomponenten oder zu bestimmten Kabelabschnitten innerhalb vorgegebener Toleranzen gefordert. Insbesondere im Rahmen eines Qualitätsmanagements kann deshalb vorgesehen sein, die axiale Position zumindest einer Steckverbinderkomponente zu erfassen.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die optische Qualitätsüberwachung eine Prüfung eines Durchmessers eines an das Kabelende angrenzenden Kabelabschnitts umfasst.

Durch die Prüfung des Durchmessers des Kabelabschnitts kann sichergestellt werden, dass eine nachfolgende Steckverbinderkomponente, beispielsweise eine Stützhülse, tatsächlich auch montiert werden kann.

Beispielsweise kann der Durchmesser eines Kabelabschnitts, an dem ein Gewebeband aufgebracht ist, überprüft werden.

Es kann im Rahmen der optischen Qualitätsüberwachung auch die Qualität von beispielsweise Lötstellen oder Crimpprozessen geprüft werden.

Ferner kann der Verlauf von Nahtstellen oder Kanten erfindungsgemäß überprüft werden. Im Rahmen der optischen Qualitätsüberwachung kann beispielsweise auch eine Beschädigung von Kabelkomponenten des Kabels und/oder Steckverbinderkomponenten des auf dem Kabel zu montierenden Steckverbinders vorgesehen sein, beispielsweise indem die Kabelkomponenten und/oder Steckverbinderkomponenten auf Risse oder Sprünge überprüft werden.

Auch die Erkennung von farbigen Markierungen, die auf Position, Drehlage, Rotation, Verrastung etc. hinweisen, kann im Rahmen der erfindungsgemäßen optischen Qualitätsüberwachung vorgesehen sein. Beispielsweise kann vorgesehen sein, die korrekte Ausrichtung von farbig kodierten Innenleitern zu überprüfen bzw. zu überwachen.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Zustand des Kabelendes nach einem Reinigungsprozess zum Entfernen von an dem Kabelende anhaftenden Partikeln erfasst wird.

Hierdurch kann die Genauigkeiten der optischen Qualitätsüberwachung verbessert werden. Der Reinigungsprozess kann im Rahmen der Erfindung auch als Bearbeitungsprozess eines Bearbeitungsmoduls bzw. Reinigungsmoduls bezeichnet werden.

Als Partikel können unter anderem metallische Partikel, nicht metallische Partikel, Fasern (insbesondere Kunststofffasern), Folienstücke (einer metallischen Folie, einer nicht metallischen Folie oder einer Verbundfolie) und Staubpartikel betrachtet werden. Auch ein pulverisiertes Mineral, beispielsweise Talkum, kann als Partikel im Sinne der Erfindung behandelt werden. Insbesondere können Partikel oder Fasern aus Metallspäne, Harzen, Kunststoffen, Mineralen oder Staub vorteilhaft entfernt werden.

Beispielsweise kann nach einem Ablängen und/oder Abisolieren ein entsprechender Reinigungsprozess durchlaufen werden. Das Entfernen der Partikel kann insbesondere vor dem Aufbringen von Steckverbinderkomponenten im Rahmen des später noch beschriebenen Systems zur Konfektionierung des Kabels vorteilhaft sein.

Es kann außerdem von Vorteil sein, Vibrationen während der optischen Qualitätsüberwachung möglichst zu reduzieren. Beispielsweise können bewegliche Komponenten einer Konfektionierungsvorrichtung oder eines Konfektionierungssystems vorübergehend angehalten werden, insbesondere bewegliche Komponenten angrenzender Bearbeitungsmodule.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Zustand des Kabelendes vor und/oder nach der Montage einer Steckverbinderkomponente, insbesondere der Montage eines Innenleiterkontaktelements auf einem Innenleiter des Kabels oder der Montage eines Kontaktteileträgers, erfasst wird. Bei dem Kontaktteileträger kann es sich insbesondere um eine Gehäusekomponente des späteren elektrischen Steckverbinders handeln. Der Kontaktteileträger kann auch als Innengehäuse oder innere Gehäuseschale bezeichnet werden. In der Regel weist der Kontaktteileträger entsprechende Aufnahmen zur Aufnahme des oder der Innenleiterkontaktelemente auf, die sich axial durch den Kontaktteileträger erstrecken. Die Innenleiter können dadurch in dem Kontaktteileträger verdrehsicher aufgenommen sein. Vorzugsweise ist der Kontaktteileträger aus einem Kunststoff ausgebildet.

Insbesondere die spezifische Überwachung eines Crimpprozesses, beispielsweise auf nach dem Vercr- impen ungewollt abstehende Einzeldrähte, kann von Vorteil sein.

Ferner kann es von Vorteil sein, das vorkonfektionierte elektrische Kabel vor der Montage des Kontaktteileträgers der erfindungsgemäßen optischen Qualitätsüberwachung zu unterziehen. Dies kann insbesondere deshalb von Vorteil sein, da anschließend wesentliche Teile des Kabelendes nicht mehr sichtbar sind, was eine noch spätere Überprüfung erschweren kann. Ferner kann insbesondere das Überprüfen korrekter Positionierungen, Durchmesser und gegebenenfalls eine Überprüfung auf abstehende Einzeldrähte vor der Montage des Kontaktteileträgers sinnvoll sein, um sicherstellen zu können, dass der Kontaktteileträger auch korrekt montierbar ist.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Zustand des Kabelendes vor und/oder nach dem Bestücken des Kabelendes mit einer Steckverbinderkomponente eines auf dem Kabelende zu montierenden elektrischen Steckverbinders erfolgt.

Insbesondere die Überprüfung einer korrekten und/oder vollständigen Bestückung des Kabels bzw. des Kabelmantels mit den späteren Steckverbinderkomponenten kann vor der weiteren Bearbeitung des Kabels im Rahmen der Konfektionierung des elektrischen Kabels vorteilhaft sein.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Kabel, dass eine auf einem Kabelmantel des Kabels befestigte Mantelklemme und/oder ein dem Kabel während dessen Bearbeitung zugeordneter Kabelträger mit einem Informationsträger identifizierbar gemacht wird, wobei eine Dokumentation der Bearbeitung des Kabels für zumindest einen Bearbeitungsprozess eines der Bearbei- tungsmodule erstellt und dem Kabel zugeordnet wird.

Die Mantelklemme kann an einer definierten axialen Position entlang der Längsachse des Kabels kraftschlüssig befestigt sein.

Es können grundsätzlich beliebig viele Mantelklemmen vorgesehen sein, beispielsweise eine Mantelklemme an jedem Kabelende, um das Kabel an beiden Kabelenden vorteilhaft identifizieren zu können.

Es können aber auch noch mehr Mantelklemmen vorgesehen sein, die entlang der Längsachse des Ka- bels auf dem Kabelmantel verteilt sind. Die Mantelklemmen können auch dazu dienen, den Verschiebeweg von auf dem Kabelmantel des Kabels aufgebrachten Steckverbinderkomponenten formschlüssig zu blockieren.

Vorzugsweise kann es sich bei der Mantelklemme um eine Klammer zum kraftschlüssigen Zusammenhalten von Gegenständen handeln.

Die Mantelklemme kann einen Klemmbereich zur Befestigung an dem Kabelmantel aufweisen. Der Klemmbereich kann beispielsweise zwei oder mehr Klemmbacken aufweisen, beispielsweise Klemmbacken aus einem Kunststoff, zum Beispiel Gummi. Der Klemmbereich kann gegebenenfalls auch eine o- der mehrere Krallen aufweisen, um die Befestigung an dem Kabelmantel noch zu verstärken. Die Verwendung von Krallen ist allerdings aufgrund der damit einhergehenden Beeinträchtigung des Kabelmantels nicht bevorzugt.

Die Mantelklemme kann ferner einen Betätigungsbereich aufweisen. Der Betätigungsbereich kann insbesondere von einem Benutzer oder einer Vorrichtung zur Handhabung und/oder Befestigung der Mantelklemme betätigt werden. Insbesondere kann der Betätigungsbereich dazu dienen, die Mantelklemme zur Befestigung auf dem Kabelmantel des Kabels zumindest teilweise zu öffnen - vorzugsweise entgegen einer Federkraft zum Schließen der Mantelklemme.

Die Mantelklemme kann vorzugsweise zwei in einem mittleren Abschnitt miteinander verbundene Klemmschenkel aufweisen, wobei die ersten Enden der Klemmschenkel den Betätigungsbereich und die zweiten Ende der Klemmschenkel den Klemmbereich ausbilden. Am Verbindungsbereich der beiden Klemmschenkel kann eine Feder angeordnet sein, die die beiden Klemmschenkel mit ihren jeweiligen zweiten Enden zusammendrückt.

Grundsätzlich kann die Mantelklemme einen beliebigen Aufbau aufweisen. Die Mantelklemme kann beispielsweise auch einen oder mehrere elastische Befestigungsringe aufweisen oder aus einem oder mehreren elastischen Befestigungsringen bestehen. Beispielsweise kann ein elastischer Befestigungsring aus einem Kunststoff, vorzugsweise Gummi, ausgebildet sein (in der Art einer Gummidichtung), um kraftschlüssig auf dem Kabelmantel verspannt zu werden. Auch federnde, teilringförmige Befestigungsringe, beispielsweise aus einem Metall, können vorgesehen sein.

Ferner kann die Mantelklemme beispielsweise auch magnetisch ausgebildet sein. Die Mantelklemme kann hierzu beispielsweise zwei magnetisch miteinander verbindbare Halbschalen aufweisen.

Es kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Mantelklemme nach der Bearbeitung durch zumindest eines der Bearbeitungsmodule, vorzugsweise nach der Bearbeitung durch alle Bearbeitungsmodule, wieder von dem Kabelmantel des Kabels entfernt wird. Grundsätzlich kann allerdings auch vorgesehen sein, zumindest eine der Mantelklemmen nicht zu entfernen und beispielsweise zusammen mit dem konfektionierten elektrischen Kabel auszuliefern.

Vorzugsweise ist die wenigstens eine Mantelklemme dem Kabel während des gesamten Verfahrens zur Konfektionierung zugeordnet.

Der Kabelträger kann Teil eines Werkstückträgersystems sein. Der Kabelträger kann mittels eines Werkstückförderers (beispielsweise ein Fließband/Förderband) das Kabel zwischen den einzelnen Bearbeitungsmodulen entlang der Fertigungslinie transportieren. Anstelle eines Werkstückförderers kann der Kabelträger aber auch von einem Mitarbeiter der Produktion zwischen den einzelnen Bearbeitungsmodulen transportiert werden, beispielsweise unter Zuhilfenahme einer Rollenbahn. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Kabelträger mittels eines Greifers zwischen einzelnen Bearbeitungsmodulen transportiert wird.

Grundsätzlich können auch mehrere Kabelträger vorgesehen sein, die jeweils verschiedenen Bearbeitungsmodulen zugeordnet sind. Beispielsweise kann ein erster Kabelträger das Kabel zwischen Bearbeitungsmodulen einer ersten Gruppe von Bearbeitungsmodulen und ein zweiter Kabelträger das Kabel zwischen Bearbeitungsmodulen einer zweiten Gruppe von Bearbeitungsmodulen transportieren. Es können auch noch mehr Kabelträger und zugeordnete Bearbeitungsmodule vorgesehen sein, wobei sogar ein Kabelträger pro Bearbeitungsmodul möglich ist. Das Kabel kann zwischen den einzelnen Kabelträgern beispielsweise mittels einer Greifeinrichtung oder einer sonstigen Transporteinrichtung übergeben werden, vorzugsweise in einer bekannten oder unveränderten Ausrichtung bzw. Orientierung.

Der Kabelträger kann eines oder mehrere Fixiermittel aufweisen, um das Kabel axial und/oder radial zu fixieren. Vorzugsweise ist zumindest eines der beiden Kabelenden auf dem Kabelträger fixiert. Vorzugsweise ist das Kabel bzw. das Kabelende derart auf dem Kabelträger fixiert, dass dieses unmittelbar von den Bearbeitungsmodulen bearbeitet werden kann, nachdem der Kabelträger das Kabel bzw. das Kabelende an das Modul zugestellt hat. Optional kann vorgesehen sein, dass der Kabelträger, eine Fördereinrichtung oder ein Mitarbeiter der Produktion das zu bearbeitende Kabelende in das Bearbeitungsmodul einführt, insbesondere orthogonal zur Förderrichtung des Werkstückförderers.

In Abhängigkeit der Gesamtlänge des Kabels kann vorgesehen sein, dass beide Kabelenden auf dem Kabelträger fixiert sind, wobei das Kabel vorzugsweise derart auf dem Kabelträger befestigt sein kann, dass es zwischen seinen Kabelenden einen U-förmigen oder schneckenförmigen gewickelten Verlauf ausbildet.

Vorzugsweise ist der Kabelträger dem Kabel während des gesamten Verfahrens zur Konfektionierung zugeordnet. Es kann allerdings auch vorgesehen sein, dass der Kabelträger dem Kabel lediglich wäh- rend eines Abschnitts der Konfektionierung zugeordnet ist und das Kabel nach der Bearbeitung durch eine ersten Gruppe von Bearbeitungsmodulen zur weiteren Konfektionierung bzw. zur Bearbeitung durch eine zweite Gruppe von Bearbeitungsmodulen zunächst zu einem weiteren Kabelträger weitergereicht wird bzw. einem anderen Kabelträger zugeordnet wird.

Vorzugsweise erfolgt die Zuordnung der Dokumentation der Bearbeitung des Kabels unter Berücksichtigung von auf dem Informationsträger aufgeprägten bzw. eingeprägten Informationen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein eindeutiger Identifika- tor für das Kabel in den Informationsträger eingeprägt wird.

Das Kabel kann somit anhand des Identifikators im Rahmen der Kabelkonfektionierung - und vorzugsweise auch später - eindeutig identifizierbar sein.

Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein auf dem Informationsträger eingeprägter, eindeutiger Identifikator dem Kabel temporär für dessen Konfektionierung zugeordnet wird.

Insbesondere wenn der Informationsträger bereits einen Identifikator aufweist kann die Notwendigkeit des Einprägens eines Identifikators gegebenenfalls entfallen. Der bereits vorhandene Identifikator, beispielsweise eine fortlaufende Stammnummer von Kabelträgern, kann somit verwendet werden, um das Kabel (zumindest im Rahmen der Kabelkonfektionierung) eindeutig zu identifizieren. Auch eine beispielsweise bereits auf dem Kabel aufgedruckte Seriennummer oder ein ähnlicher Identifikator kann sich als eindeutiger Identifikator im Rahmen dieses Verfahrens eignen.

Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Dokumentation zumindest teilweise in den Informationsträger eingeprägt wird.

Sofern sich der Informationsträger zur Speicherung ergänzender Daten eignet, kann in vorteilhafter Weise die Dokumentation bereits in den Informationsträger eingeprägt bzw. aufgeprägt werden (vollständig oder teilweise). Hierdurch kann die Notwendigkeit einer separaten Datenbank oder eines separaten Datenspeichers gegebenenfalls entfallen.

In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass eine globale Datenbank verwendet wird, in der im Rahmen der Kabelkonfektionierung erstellte Dokumentationen einzelnen Kabeln zugeordnet werden, vorzugsweise anhand des eindeutigen Identifikators.

Durch die Verwendung einer globalen Datenbank ist die Flexibilität beim Speichern und Zuordnen der Dokumentation besonders vorteilhaft möglich. Der Informationsträger, insbesondere ein in dem Informa- tionsträger enthaltener Identifikator, kann in der Datenbank als Kennzeichnung des Datensatzes verwendbar sein, der die Dokumentation eines spezifischen Kabels aufweist.

In einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Kabel, die Mantelklemme und/oder der Kabelträger durch Aufbringen und/oder Modifizieren des Informationsträgers identifizierbar gemacht wird.

Es kann somit vorgesehen sein, den Informationsträger (und ggf. den Identifikator) im Rahmen des Verfahrens, beispielsweise zu Beginn der Konfektionierung des elektrischen Kabels, erstmals auf dem Kabel, der Mantelklemme und/oder dem Kabelträger aufzubringen. Der Informationsträger kann beispielsweise aufgedruckt oder aufgeklebt werden, beispielsweise in der Art eines Etiketts im Rahmen einer Etikettierung.

Ein bereits vorhandener Informationsträger kann gegebenenfalls aber auch modifiziert werden, um das Kabel bzw. die Mantelklemme bzw. den Kabelträger identifizierbar zu machen. Beispielsweise können dem Informationsträger Informationen hinzugefügt oder Informationen des Informationsträgers überarbeitet werden.

In einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Informationsträger optisch und/oder elektronisch ausgebildet wird.

Ein optischer oder elektronisch ausgebildeter Informationsträger hat sich als besonders geeignet herausgestellt. Grundsätzlich kann im Rahmen der Erfindung allerdings auch ein magnetischer, haptischer und/oder sonstiger Informationsträger vorgesehen sein.

In einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der optische Informationsträger als Strichcode, Zifferncode und/oder 2D-Code, beispielsweise DataMatrix-Code oder QR-Code, ausgebildet wird.

Die genannten Codes haben sich zur Ausbildung eines optischen Informationsträgers als besonders geeignet herausgestellt.

Es kann von Vorteil sein, den Informationsträger mit einem Fehlerkorrekturverfahren auszustatten, beispielsweise redundante Informationen vorzusehen. Insbesondere ein optischer Informationsträger kann im Rahmen des Auslesens der Informationen mitunter fehleranfällig sein.

Ein optischer Informationsträger kann sich insbesondere zur unmittelbaren Identifizierung des Kabels gut eignen, beispielsweise wenn der Informationsträger direkt auf dem Kabel aufgebracht ist. Der Informationsträger (und ggf. der Identifikator) kann auch mehrfach auf demselben Kabel aufgebracht werden. Insbesondere kann vorgesehen sein, einen Informationsträger an beiden Kabelenden aufzubringen und/oder zu modifizieren.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der elektronische Informationsträger wenigstens einen programmierbaren Speicherbaustein umfasst, beispielsweise einen RFID- Transponder, der zur Identifizierung des Kabels und/oder zur Dokumentation der Bearbeitung des Kabels modifiziert bzw. konfiguriert/programmiert wird.

Ein elektronischer Informationsträger, beispielweise ein RFID-Transponder kann im Rahmen der Erfindung besonders vorteilhaft verwendet werden, beispielsweise auch um die Dokumentation oder zumindest Teile der Dokumentation elektronisch zu speichern und mit dem Kabel, der Mantelklemme und/oder dem Kabelträger direkt zu verknüpfen.

Ein elektronischer Informationsträger, insbesondere ein RFID-Transponder, kann sich besonders zur mittelbaren Identifizierung des Kabels über die auf dem Kabelmantel befestigte Mantelklemme oder den dem Kabel zugeordneten Kabelträger gut eignen, wenn der Informationsträger auf der Mantelklemme bzw. auf dem Kabelträger aufgebracht ist.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Zustand des Kabelendes im Rahmen eines Qualitätsmanagements erfasst wird, wobei das Kabel in Abhängigkeit des Zustands des Kabelendes sortiert oder nachbearbeitet wird.

Insbesondere im Rahmen der Konfektionierung eines elektrischen Kabels für die Automobilindustrie ist Qualitätssicherung bzw. Qualitätskontrolle zur Sicherstellung der definierten Qualitätsanforderungen besonders relevant.

Die optionale Dokumentation kann hierfür besonders vorteilhaft sein. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das Kabel in Abhängigkeit der in der Dokumentation enthaltenen Informationen in verschiedene Güteklassen einsortiert wird. Es kann auch vorgesehen sein, das Kabel in Abhängigkeit der in der Dokumentation enthaltenen Informationen auszusortieren und aus der Produktionskette zu entfernen.

In einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass in die Dokumentation Informationen bezüglich eines erfolgreichen Bearbeitungsprozesses, eines fehlerhaften Bearbeitungsprozesses, eines fehlgeschlagenen Bearbeitungsprozesses und/oder wenigstens eines Prozessparameters des Bearbeitungsprozesses aufgenommen werden.

Bei dem Prozessparameter kann es sich beispielsweise um einen den Bearbeitungsprozess besonders charakterisierenden Parameter handeln. Bei dem Prozessparameter kann es sich beispielsweise um ei- ne Kraft, um ein Moment und/oder um einen Druck handeln. Beispielsweise kann die vorgesehene und/oder messtechnisch erfasste, tatsächliche Presskraft eines Crimpprozesses in die Dokumentation aufgenommen werden.

Sofern eine fehlgeschlagene und/oder fehlerhafte Bearbeitung dokumentiert wurde, kann vorgesehen sein, die Kabelkonfektionierung des entsprechenden Kabels zu beenden. Ein nachfolgendes Bearbeitungsmodul kann beispielsweise die Dokumentation des zu bearbeitenden Kabels vor Beginn der Kabelbearbeitung auslesen und prüfen, ob das Kabel für die Bearbeitung freigegeben ist. Gegebenenfalls kann das Kabel von den einzelnen Bearbeitungsmodulen jeweils unbearbeitet weitergereicht werden, bis es die Fertigungsstraße verlassen hat.

Ganz besonders bevorzugt werden in die Dokumentation Informationen bezüglich einer Prüfung einer axialen Position der Steckverbinderkomponente, beispielsweise des Abstands des vorderen Endes eines auf einem Innenleiter des Kabels aufgebrachten Innenleiterkontaktelements zu einer Stützhülse aufgenommen, die vorzugsweise im Rahmen der erfindungsgemäßen optischen Qualitätsüberwachung erfasst wurden.

Ferner ist es besonders bevorzugt, in die Dokumentation Informationen aufzunehmen bezüglich der Prüfung eines Durchmessers eines Kabelabschnitts des Kabels, insbesondere des Durchmessers eines Abschnitts, auf den in einem nachfolgenden Bearbeitungsprozess eine Steckverbinderkomponente aufgeschoben werden soll. Beispielsweise kann der Durchmesser eines Gewebebands, das auf einem nach hinten über den Kabelmantel umgelegten Kabelschirmgeflecht aufgebracht ist, messtechnisch erfasst und das Ergebnis der Messung in die Dokumentation aufgenommen werden. Die genannten Informationen können vorzugsweise im Rahmen der erfindungsgemäßen optischen Qualitätsüberwachung erfasst werden

Außerdem ist es besonders bevorzugt, wenn in die Dokumentation Informationen bezüglich der Prüfung auf abstehende Einzeldrähte bzw. Litzen, beispielsweise eines Kabelschirmgeflechts, aufgenommen werden, die vorzugsweise im Rahmen der erfindungsgemäßen optischen Qualitätsüberwachung erfasst wurden.

Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur optischen Qualitätsüberwachung eines elektrischen Kabels im Rahmen der Bearbeitung des Kabels in voneinander unabhängigen Bearbeitungsmodulen.

Das elektrische Kabel kann beispielsweise als Hochvoltleitung ausgebildet sein.

Vorzugsweise ist die Vorrichtung zur automatisierten oder vollautomatisierten Kabelkonfektionierung ausgebildet. Im Rahmen der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vorrichtung eine optische Sensoreinrichtung aufweist, die ausgebildet ist, um den Zustand wenigstens eines Kabelendes des Kabels nach zumindest einem Bearbeitungsprozess eines der Bearbeitungsmodule zu erfassen.

Es kann vorgesehen sein, dass das vorstehend beschriebene Verfahren unter Verwendung der genannten Vorrichtung durchgeführt wird.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Sensoreinrichtung einen ersten optischen Sensor und/oder einen zweiten optischen Sensor aufweist, deren Sichtlinien auf das Kabelende ausgerichtet sind.

Vorzugsweise sind die optischen Sensoren als Kameras ausgebildet, vorzugsweise als elektronische Kameras.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Sensoreinrichtung eine erste Beleuchtungseinheit aufweist, die entlang der Sichtlinie des ersten Sensors hinter dem Kabelende angeordnet ist, um für die Erfassung des Zustands des Kabelendes Durchlicht zu erzeugen und/oder eine zweite Beleuchtungseinheit aufweist, die entlang der Sichtlinie des zweiten Sensors vor dem Kabelende angeordnet ist, um für die Erfassung des Zustands des Kabelendes Auflicht zu erzeugen.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der zweite optische Sensor um einen definierten Winkel zu dem ersten optischen Sensor versetzt angeordnet ist, vorzugsweise um 10° bis 170° versetzt angeordnet ist, besonders bevorzugt um 45° bis 135° versetzt angeordnet ist, weiter bevorzugt um 80° bis 100° versetzt angeordnet ist, und ganz besonders bevorzugt um 90° versetzt angeordnet ist.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung eine Rotationseinrichtung aufweist die ausgebildet ist, um den ersten optischen Sensor, den zweiten optischen Sensor, die erste Beleuchtungseinheit und/oder die zweite Beleuchtungseinheit während der Erfassung des Zustands des Kabelendes um eine Mittelachse des Kabels herum zu drehen und/oder um das Kabel um die Mittelachse zu drehen, während der erste optische Sensor und/oder der zweite optische Sensor den Zustand des Kabelendes erfasst.

Die Rotationseinrichtung kann beispielsweise einen Elektromotor, insbesondere einen Servomotor oder einen Schrittmotor aufweisen, um die relative Drehbewegung zwischen dem Kabelende und dem oder den Sensoren zu erzeugen. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Sensoreinrichtung eine Steuereinheit aufweist die eingerichtet ist, um den Zustand des Kabelendes auf Basis der erfassten optischen Daten auszuwerten.

Die Steuereinheit kann auch für die Zuordnung der Dokumentation eingerichtet sein.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch noch weitere Sensoreinrichtungen aufweisen, um die Qualität des wenigstens einen Kabelendes zu überwachen, beispielsweise Sensoreinrichtungen mit taktilen, induktiven und/oder kapazitiven Sensoren. Ferner kann im Rahmen der Qualitätsüberwachung auch ein elektronischer Funktionstest von Steckverbinderkomponenten und/oder des vollständig montierten Steckverbinders vorgesehen sein.

Die Erfindung betrifft auch ein Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln, um ein Verfahren gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen durchzuführen, wenn das Programm auf einer Steuereinheit einer Vorrichtung zur optischen Qualitätsüberwachung eines elektrischen Kabels ausgeführt wird.

Die Steuereinheit kann als Mikroprozessor ausgebildet sein. Anstelle eines Mikroprozessors kann auch eine beliebige weitere Einrichtung zur Implementierung der Steuereinheit vorgesehen sein, beispielsweise eine oder mehrere Anordnungen diskreter elektrischer Bauteile auf einer Leiterplatte, eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS), eine anwendungsspezifische integrierte Schaltung (ASIC) oder eine sonstige programmierbare Schaltung, beispielsweise auch ein Field Programmable Gate Array (FPGA), eine programmierbare logische Anordnung (PLA) und/oder ein handelsüblicher Computer.

Die Erfindung betrifft auch ein System zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels, insbesondere einer Hochvoltleitung. Das System umfasst eine Vorrichtung zur optischen Qualitätsüberwachung eines elektrischen Kabels, vorzugsweise gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Angaben. Das System umfasst ferner zumindest zwei voneinander unabhängige Bearbeitungsmodule zur Konfektionierung des elektrischen Kabels.

Die erfindungsgemäße Verteilung der Bearbeitungsschritte auf mehrere voneinander unabhängige Mo- dule ermöglicht es, das System als "Fließbandprozess" bzw. als "Taktautomat" mit aufeinanderfolgenden Einzelschritten zu betreiben, um die Bearbeitungszeit bei einer Massenabfertigung zu reduzieren.

Die Taktzeit kann beispielsweise 5 bis 30 Sekunden, vorzugsweise 10 bis 20 Sekunden und besonders bevorzugt etwa 12 Sekunden betragen.

Ferner kann die Vorrichtung bzw. können die einzelnen Bearbeitungsmodule modular aufgebaut sein, wodurch einzelne Bearbeitungsmodule der Baugruppe ohne großen Aufwand ersetzt, modifiziert oder entfernt werden können. Hierdurch kann das System, insbesondere für die Bearbeitung verschiedener Kabelarten, mit einfachen Mitteln konfigurierbar sein.

Die unabhängigen Bearbeitungsmodule können der Vorrichtung vorzugsweise vorgeordnet oder nachgeordnet sein.

In einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass zumindest eines der Bearbeitungsmodule als ein Bearbeitungsmodul zum Abisolieren eines Teilstücks einer Kabelkomponente des Kabels ausgebildet ist und/oder als ein Bearbeitungsmodul zur Bestückung des elektrischen Kabels mit einer Steckverbinderkomponente eines auf dem elektrischen Kabel aufzubringenden Steckverbinders ausgebildet ist und/oder als ein Bearbeitungsmodul zur Montage einer Steckverbinderkomponente eines elektrischen Steckverbinders, insbesondere eines Innenleiterkontaktelements oder eines Kontaktteileträgers, ausgebildet ist und/oder als ein Bearbeitungsmodul zur Sicherstellung der korrekten Montage des Kontaktteileträgers ausgebildet ist und/oder als ein Bearbeitungsmodul zur Reinigung des Kabels von an dem Kabelende anhaftenden Partikeln ausgebildet ist.

Es können auch noch weitere, voneinander und von der Vorrichtung unabhängige Bearbeitungsmodule vorgesehen sein, die der Vorrichtung vorgeordnet oder nachgeordnet sind.

Die Erfindung betrifft auch ein elektrisches Kabel, bearbeitet nach einem Verfahren gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen.

Die Erfindung betrifft außerdem ein elektrisches Kabel, das mit einem System gemäß den vorstehenden und nachfolgenden Ausführungen bearbeitet wurde.

Merkmale, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren beschrieben wurden, sind selbstverständlich auch für die Vorrichtung, das Computerprogrammprodukt und das System vorteilhaft umsetzbar - und umgekehrt. Ferner können Vorteile, die bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren genannt wurden, auch auf die Vorrichtung, das Computerprogrammprodukt oder das System bezogen verstanden werden - und umgekehrt.

Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass Begriffe wie "umfassend", "aufweisend" oder "mit" keine anderen Merkmale oder Schritte ausschließen. Ferner schließen Begriffe wie "ein" oder "das", die auf eine Einzahl von Schritten oder Merkmalen hinweisen, keine Mehrzahl von Merkmalen oder Schritten aus - und umgekehrt.

In einer puristischen Ausführungsform der Erfindung kann allerdings auch vorgesehen sein, dass die in der Erfindung mit den Begriffen "umfassend", "aufweisend" oder "mit" eingeführten Merkmale abschließend aufgezählt sind. Dementsprechend kann eine oder können mehrere Aufzählungen im Rahmen der Erfindung als abgeschlossen betrachtet werden, beispielsweise jeweils für jeden Patentanspruch betrachtet. Die Erfindung kann beispielswiese ausschließlich aus den in Patentanspruch 1 genannten Merkmalen bestehen.

Ferner sei betont, dass die vorliegend beschriebenen Werte und Parameter Abweichungen oder Schwankungen von ±10% oder weniger, vorzugsweise ±5% oder weniger, weiter bevorzugt ±1 % oder weniger, und ganz besonders bevorzugt ±0,1 % oder weniger des jeweils benannten Wertes bzw. Parameters mit einschließen, sofern diese Abweichungen bei der Umsetzung der Erfindung in der Praxis nicht ausgeschlossen sind. Die Angabe von Bereichen durch Anfangs- und Endwerte umfasst auch all diejenigen Werte und Bruchteile, die von dem jeweils benannten Bereich eingeschlossen sind, insbesondere die Anfangs- und Endwerte und einen jeweiligen Mittelwert.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass die in den abhängigen Ansprüchen genannten spezifischen Merkmalskombinationen auch für sich genommen eigenständige Erfindungen im Rahmen des beanspruchten erfindungsgemäßen Gesamtkonzepts darstellen können.

Die Anmelderin behält sich insbesondere - aber nicht ausschließlich - vor, die folgenden Gegenstände als jeweilige unabhängige Erfindungen zu beanspruchen: a) ein Verfahren zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels, wonach das Kabel in voneinander unabhängigen Bearbeitungsmodulen nacheinander bearbeitet wird, zusammen mit den Merkmalen des Anspruchs 17; b) ein Verfahren zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels, wonach das Kabel in voneinander unabhängigen Bearbeitungsmodulen nacheinander bearbeitet wird, zusammen mit den Merkmalen des Anspruchs 20.

Die weiteren Ansprüche, Anspruchsmerkmale und die in der gesamten Beschreibung und Zeichnung offenbarten Merkmale betreffen vorteilhafte Ausführungsformen und Varianten der oben genannten, unabhängigen Erfindungen.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben.

Die Figuren zeigen jeweils bevorzugte Ausführungsbeispiele, in denen einzelne Merkmale der vorliegenden Erfindung in Kombination miteinander dargestellt sind. Merkmale eines Ausführungsbeispiels sind auch losgelöst von den anderen Merkmalen des gleichen Ausführungsbeispiels umsetzbar und können dementsprechend von einem Fachmann ohne Weiteres zu weiteren sinnvollen Kombinationen und Unterkombinationen mit Merkmalen anderer Ausführungsbeispiele verbunden werden. In den Figuren sind funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen.

Es zeigen schematisch:

Figur 1 ein System zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels mit einer Vorrichtung zur optischen Qualitätsüberwachung eines elektrischen Kabels und zumindest zwei voneinander unabhängigen Bearbeitungsmodulen;

Figur 2 eine optische Sensoreinrichtung mit zwei optischen Sensoren und zwei Beleuchtungseinheiten für eine optische Qualitätsüberwachung der Kabelbearbeitung;

Figur 3 ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur optischen Qualitätsüberwachung;

Figur 4 ein mit vier Steckverbinderkomponenten bestücktes, beispielhaftes zweiadriges elektrisches Kabel in einer Seitenansicht;

Figur 5 ein mit drei Steckverbinderkomponenten bestücktes, beispielhaftes einadriges elektrisches Kabel in einer Seitenansicht;

Figur 6 ein teilweise vorkonfektioniertes zweiadriges elektrisches Kabel in einer Seitenansicht;

und

Figur 7 ein auf einem Kabelträger befestigtes elektrisches Kabel, zwei beispielhafte Informationsträger sowie eine Steuereinheit und eine globale Datenbank zur Zuordnung einer Dokumentation.

Figur 1 zeigt ein System 1 zur Konfektionierung eines elektrischen Kabels 2. Das System 1 umfasst eine erfindungsgemäße Vorrichtung 3 zur optischen Qualitätsüberwachung des elektrischen Kabels 2 im Rahmen der Bearbeitung des Kabels 2.

Das System 1 umfasst ferner zumindest zwei voneinander unabhängige Bearbeitungsmodule zur Konfektionierung des elektrischen Kabels 2. Grundsätzlich kann das System 1 sich dazu eignen, ein mehradriges Kabel 2 und/oder ein einadriges Kabel 2 zu konfektionieren. Lediglich beispielhaft ist in Figur 1 die Konfektionierung eines mehradrigen Kabels 2 angedeutet.

Grundsätzlich kann es sich bei den unabhängigen Bearbeitungsmodulen um beliebige Module zur Konfektionierung elektrischer Kabel 2 handeln; in Figur 1 sind lediglich einige beispielhafte Bearbeitungsmodule 4, 10, 13 dargestellt. Auch die Reihenfolge der Bearbeitung bzw. die Anordnung der Bearbeitungs- module kann gegebenenfalls abweichen. Ferner können weitere Bearbeitungsmodule hinzugefügt oder die dargestellten Bearbeitungsmodule 4, 10, 13 funktional aufgetrennt oder zusammengefasst werden.

Das System 1 zeigt zunächst beispielhaft ein erstes Bearbeitungsmodul 4 zur Ausrichtung des elektrischen Kabels 2 auf einem Kabelträger 5 für die nachfolgende Bearbeitung.

Dem ersten Bearbeitungsmodul 4 nachgeordnet kann beispielsweise ein Bearbeitungsmodul zum Abisolieren eines Teilstücks einer Kabelkomponente (beispielsweise eines Kabelmantels 6) des Kabels 2 sein. Ferner kann beispielsweise ein Bearbeitungsmodul zur Bearbeitung eines Kabelschirmgeflechts 7 des Kabels 2, zur Bestückung des elektrischen Kabels 2 mit einer Steckverbinderkomponente eines auf dem elektrischen Kabel 2 aufzubringenden Steckverbinders 8 und/oder zur Aufbringung eines Gewebebands 9 vorgesehen sein.

Beispielhaft ist in Figur 1 ein zweites Bearbeitungsmodul 10 zum Aufcrimpen von Innenleiterkontaktelementen 1 1 auf die Innenleiter 12 des Kabels 2 dargestellt.

Dem zweiten Bearbeitungsmodul 10 nachfolgend ist beispielhaft ein Reinigungsmodul 13 dargestellt, um das Kabel 2 von an einem Kabel 2 anhaftenden Partikeln zu reinigen.

Dem Reinigungsmodul 13 wiederum nachgeordnet ist beispielhaft die erfindungsgemäße Vorrichtung 3 zur optischen Qualitätsüberwachung dargestellt. Beispielsweise kann die nachfolgend noch genauer beschriebene optische Sensoreinrichtung 14 verwendet werden, um eine Prüfung auf abstehende Einzeldrähte 15 (vgl. Figur 2 oder Figur 6), eine Prüfung einer axialen Position von Steckverbinderkomponenten, insbesondere eines Abstands A1-5 einer Steckverbinderkomponente zu einem vorderen Ende des Kabels 2 (vgl. Figur 6) und/oder eine Prüfung eines Durchmessers D des Gewebebands 9 durchzuführen.

Der erfindungsgemäßen Vorrichtung 3 nachgeordnet können weitere Bearbeitungsmodule folgen, beispielsweise ein nicht dargestelltes Bearbeitungsmodul zur Montage eines ebenfalls nicht dargestellten Kontaktteileträgers auf den Innenleiterkontaktelementen 1 1 und zur Fixierung des Kontaktteileträgers in einer vorgesehenen Ausrichtung bzw. Orientierung unter Verwendung einer Schirmhülse 16 (vgl. Figur 4). Ferner können auch noch weitere Bearbeitungsmodule folgen, beispielsweise um weitere Steckverbinderkomponenten bzw. Gehäusekomponenten zu montieren, um schließlich den gewünschten Steckverbinder 8 vollständig auf dem Kabel 2 aufzubringen.

Um das Kabel 2 zu dessen Bearbeitung zwischen den unabhängigen Bearbeitungsmodulen 4, 10, 13 und der Vorrichtung 3 zu transportieren, ist ein Werkstückträgersystem 17 vorgesehen, das den Kabelträger 5 aufweist, auf dem das elektrische Kabel 2 befestigt ist. Der Kabelträger 5 ist beispielhaft auf einer Transporteinrichtung 18 in der Art eines Förderbands montiert. Grundsätzlich kann das Kabel 2 aber auf beliebige Weise zwischen den Bearbeitungsmodulen 4, 10, 13 bzw. der Vorrichtung 3 bewegt werden, beispielsweise auch von einem Mitarbeiter der Produktion unter Verwendung einer Rollenbahn.

In Figur 2 ist eine erfindungsgemäße optische Sensoreinrichtung 14 dargestellt. Unter Verwendung der dargestellten optischen Sensoreinrichtung 14 kann der Zustand zumindest eines der beiden Kabelenden 19, 20 des Kabels 2 nach zumindest einem Bearbeitungsprozess im Rahmen einer optischen Qualitätsüberwachung erfasst werden.

Dabei ist vorgesehen, dass die Sichtlinie S eines ersten Sensors 21 auf das Kabelende 19, 20 ausgerichtet wird, wobei eine erste Beleuchtungseinheit 22 entlang der Sichtlinie S des ersten Sensors 21 hinter dem Kabelende 19, 20 angeordnet wird, um für die optische Erfassung des Kabelendes 19, 20 Durchlicht bzw. Gegenlicht zu erzeugen.

Ferner ist die Sichtlinie S eines zweiten Sensors 23 ebenfalls auf das Kabelende 19, 20 ausgerichtet, wobei eine zweite Beleuchtungseinheit 24 entlang der Sichtlinie S des zweiten Sensors 23 vor dem Kabelende 19, 20 angeordnet wird, um für die optische Erfassung des Kabelendes 19, 20 Auflicht zu erzeugen. Der erste Sensor 21 und der zweite Sensor 23 sind jeweils als Kamera 25 mit einem jeweiligen Objektiv 26 ausgebildet.

Zur Beleuchtung des Kabelendes 19, 20 weisen die Beleuchtungseinheiten 22, 24 jeweils Leuchtmittel auf (nicht näher dargestellt). Die Leuchtmittel können beispielsweise in einer Reihenanordnung und/oder in einer Spaltenanordnung angeordnet sein. Grundsätzlich kann auch lediglich ein einziges Leuchtmittel vorgesehen sein, um ausgehend von der jeweiligen Beleuchtungseinheit 22, 24 Licht auszusenden.

Um die Sicht des zweiten Sensors 23 auf das Kabelende 19, 20 nicht zu blockieren, weist die zweite Beleuchtungseinheit 24 eine zentrale Ausnehmung 27 auf.

Die erste Beleuchtungseinheit 22 und die zweite Beleuchtungseinheit 24 sind jeweils koaxial zu den Sichtlinien S der optischen Sensoren 21 , 23 angeordnet. Grundsätzlich kann allerdings auch eine versetzte Anordnung vorgesehen sein.

Der zweite Sensor 23 ist um einen definierten Winkel a zu dem ersten Sensor 21 versetzt angeordnet. Grundsätzlich kann der Wnkel a beliebig sein. Vorzugsweise kann ein Versatz von 10° bis 170°, besonders bevorzugt von 45° bis 135°, weiter bevorzugt von 80° bis 100° und ganz besonders bevorzugt von 90° vorgesehen sein.

Vorzugsweise sind die Sichtlinien S der Sensoren 21 , 23 orthogonal zu der Mittelachse M bzw. Längsachse des Kabels 2 ausgerichtet. Es kann allerdings auch eine verkippte Ausrichtung vorgesehen sein. Es kann vorgesehen sein, dass die erste Beleuchtungseinheit 22 Licht in einer ersten Lichtfarbe und/oder in einer ersten Lichtpolarisation aussendet, das überwiegend bis ausschließlich von dem ersten Sensor 21 wahrnehmbar ist und überwiegend nicht bis nicht von dem zweiten Sensor 23 wahrnehmbar ist. Entsprechend kann die zweite Beleuchtungseinheit 24 ausgebildet sein, Licht in einer zweiten Lichtfarbe und/oder in einer zweiten Lichtpolarisation auszusenden, das überwiegend bis ausschließlich von dem zweiten Sensor 23 wahrnehmbar ist und überwiegend nicht bis nicht von dem ersten Sensor 21 wahrnehmbar ist.

Hierdurch kann gewährleistet sein, dass eine Messung mittels des ersten Sensors 21 eine Messung des zweiten Sensors 23 nicht negativ beeinflusst - und umgekehrt. Beispielsweise können entsprechende optische Filter 28 vorgesehen sein, um die Lichtfarbe und/oder Lichtpolarisation der dem jeweiligen anderen Sensor zugeordneten Beleuchtungseinheit 22, 24 herauszufiltern.

Es kann grundsätzlich auch eine zeitlich versetzte Messung der Sensoren 21 , 23 durchgeführt werden, wobei die erste Beleuchtungseinheit 22 das Kabelende 19, 20 dann vorzugsweise nur in einem Zeitintervall beleuchtet, in dem der erste Sensor 21 die Messung durchführt und wobei die zweite Beleuchtungseinheit 24 das Kabelende 19, 20 vorzugsweise nur in einem Zeitintervall beleuchtet, in dem der zweite Sensor 23 die Messung durchführt.

Eine Steuereinheit 29 kann die Messungen bzw. die Sensoren 21 , 23 und die Beleuchtungseinheiten 22, 24 entsprechend ansteuern.

Die in Figur 2 beispielhaft dargestellte Steuereinheit 29 kann grundsätzlich auch zur Auswertung des Zustands des Kabelendes 19, 20 auf Basis der mittels der optischen Sensoreinrichtung 14 erfassten Daten verwendet werden.

Es kann ferner vorgesehen sein, die Sensoren 21 , 23 radial um die Mittelachse M des Kabels 2 herum zu drehen und/oder das Kabel 2 um seine Mittelachse M zu drehen, während die Sensoren 21 , 23 Einzelbilder und/oder Videoinformationen erfassen. Vorzugsweise können die Beleuchtungseinheiten 22, 24 synchron zu den ihnen zugeordneten Sensoren 21 , 23 gedreht werden, beispielsweise wenn diese auf einem gemeinsamen Rahmen mit ihrem zugeordneten Sensor 21 , 23 angeordnet sind und/oder wenn das elektrische Kabel 2 gedreht wird. Zur Durchführung der Drehbewegung kann eine Rotationseinrichtung 30 vorgesehen sein, die beispielhaft in Figur 2 als Blackbox angedeutet ist. Die Rotationseinrichtung 30 kann vorzugsweise einen Servomotor aufweisen oder als Servomotor ausgebildet sein.

Ein beispielhafter Verfahrensablauf ist in Figur 3 dargestellt.

In einem ersten Verfahrensschritt S1 kann vorgesehen sein, dass der erste Sensor 21 eine Messung durchführt, vorzugsweise zumindest ein Einzelbild aufnimmt, während die erste Beleuchtungseinheit 22 das Kabelende 19, 20 beleuchtet. Gleichzeitig können der zweite Sensor 23 und die zweite Beleuchtungseinheit 24 inaktiv sein.

In einem zweiten Verfahrensschritt S2 kann vorgesehen sein, dass der zweite Sensor 23 eine Messung des Kabelendes 19, 20 durchführt, vorzugsweise wenigstens ein Einzelbild aufnimmt, während die zweite Beleuchtungseinheit 24 das Kabelende 19, 20 beleuchtet. Gleichzeitig können der erste Sensor 21 und die erste Beleuchtungseinheit 22 inaktiv sein.

In einem optionalen dritten Verfahrensschritt S3 kann vorgesehen sein, dass die Sensoren 21 , 23 bzw. die Beleuchtungseinheiten 22, 24 relativ zu dem Kabelende 19, 20 verdreht werden, wonach die Messungen wiederholt werden können.

Grundsätzlich können beliebige weitere Verfahrensschritte vorgesehen sein und/oder die genannten Verfahrensschritte S1 , S2, S3 weiter untergliedert werden. Der beschriebene Verfahrensablauf ist nur beispielhaft zu verstehen.

Das beschriebene Verfahren kann beispielsweise als Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln auf der Steuereinheit 29 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 3 ausgeführt werden.

Die optische Qualitätsüberwachung kann diverse Prüfschritte im Rahmen der Konfektionierung des elektrischen Kabels 2 umfassen, insbesondere im Rahmen eines Qualitätsmanagements, um das Kabel 2 beispielsweise in Abhängigkeit des Zustands des Kabelendes 19, 20 zu sortieren oder nachzubearbeiten. Einige vorteilhafte Prüfungen sind nachfolgend noch detaillierter beschrieben.

In Figur 4 ist ein beispielhaftes, mehradriges elektrisches Kabel 2 in einer Seitenansicht vergrößert dargestellt.

Wie in Figur 4 dargestellt, erstrecken sich Innenleiter 12 des Kabels 2 von dem ersten Kabelende 19 zu dem zweiten Kabelende 20 (vgl. auch Figur 6). Das mehradrige elektrische Kabel 2 ist an seinem ersten Kabelende 19 bereits teilweise bearbeitet.

Das dargestellte zweiadrige Kabel 2 weist einen Kabelmantel 6 und ein unter dem Kabelmantel 6 verlaufendes Kabelschirmgeflecht 7 auf. Oberhalb des Kabelschirmgeflechts 7 kann optional eine Schirmfolie verlaufen (nicht dargestellt). Unterhalb des Kabelschirmgeflechts 7 verlaufen innerhalb einer Füllschicht 31 die beiden Innenleiter 12. Die elektrischen Leiter 32 bzw. Adern beider Innenleiter 12 sind jeweils von einer Isolation 33 umhüllt. Im Rahmen der Kabelkonfektionierung können die Innenleiter 12 im Bereich deren Innenleiterenden freigelegt werden, wie dargestellt. An den jeweiligen Innenleiterenden können anschließend Innenleiterkontaktelemente 11 (vgl. beispielsweise Figur 6) des elektrischen Steckverbinders 8 befestigt, insbesondere vercrimpt, werden. Das Kabelschirmgeflecht 7 kann im Rahmen der Kabelkonfektionierung nach hinten über den Kabelmantel 6, vorzugsweise über eine nicht dargestellte Metallhülse bzw. Stützhülse, umgeschlagen und optional mit einem Gewebeband 9 (vgl. Figur 6) fixiert werden.

Das in Figur 4 dargestellte zweiadrige Kabel 2 ist lediglich beispielhaft zur Verwendung mit der Erfindung zu verstehen. Grundsätzlich eignet sich die Erfindung zur Verwendung mit einer beliebigen Kabelart, beispielsweise auch zur Verwendung mit einem elektrischen Kabel 2 mit nur einem Innenleiter 12, beispielsweise in koaxialer Ausführung, wie in Figur 5 dargestellt.

Figur 5 zeigt das vordere, freie Ende bzw. das erste Kabelende 19 eines einadrigen elektrischen Kabels 2, das bereits teilweise abisoliert wurde. Das einadrige Kabel 2 weist ebenfalls einen Kabelmantel 6 und ein unter dem Kabelmantel 6 verlaufendes Kabelschirmgeflecht 7 auf. Das Kabelschirmgeflecht 7 kann ebenfalls auf eine nicht dargestellte Stützhülse umgeschlagen werden. Unter dem Kabelschirmgeflecht 7 verläuft die Isolation 33 bzw. die Primärisolation des Innenleiters 12. Der Leiter 32 bzw. die Ader des Innenleiters 12 kann beispielsweise als Litze aus mehreren Einzeldrähten ausgebildet sein, wie in Figur 5 angedeutet. Grundsätzlich kommt es auf den genauen Aufbau des einadrigen Kabels 2 allerdings nicht an.

Es sei an dieser Stelle betont, dass Merkmale und Vorteile des Systems 1 , des Verfahrens und/oder der Vorrichtung 3, die sich auf die Konfektionierung des zweiadrigen bzw. mehradrigen elektrischen Kabels 2 beziehen, auch auf die Konfektionierung des einadrigen elektrischen Kabels 2 übertragen werden können - und umgekehrt (sofern dies technisch nicht ausgeschlossen ist).

Es kann im Rahmen der Konfektionierung des elektrischen Kabels 2 vorgesehen sein, den Kabelmantel 6 des Kabels 2 für die Steckverbindermontage ausgehend von dem vorderen, freien Ende des Kabels 2 mit zwei oder mehreren Steckverbinderkomponenten zu bestücken. Bei diesen Steckverbinderkomponenten kann es sich beispielsweise um eine Schirmhülse 16 (vgl. Figur 4), ein Steckverbindergehäuse 34 (vgl. Figur 4), eine Leitungsdichtung 35 (vgl. Figur 4 oder Figur 5), eine Kabelfesthaltung 36 (vgl. Figur 5), eine Haltekappe 37 bzw. Abschlusskappe (vgl. Figur 4 oder Figur 5) oder eine Winkelkap- pe handeln. Grundsätzlich kommt es auf die Ausgestaltung der auf den Kabelmantel 6 des Kabels 2 aufzuschiebenden Steckverbinderkomponente im Rahmen der Erfindung allerdings nicht an. Im Rahmen der Kabelkonfektionierung kann grundsätzlich eine Bestückung des einadrigen oder des mehradrigen elektrischen Kabels 2 mit beliebigen Steckverbinderkomponenten vorgesehen sein.

Im Rahmen der Konfektionierung eines zwei- bzw. mehradrigen elektrischen Kabels 2 kann sich allerdings insbesondere eine Bestückung gemäß der in Figur 4 dargestellten Reihenfolge aus einer Schirmhülse 16, gefolgt von einem Buchsengehäuse bzw. einem Steckverbindergehäuse 34, gefolgt von einer Leitungsdichtung 35, gefolgt von einer Haltekappe 37 (oder einer Winkelkappe im Falle eines winkligen Steckverbinders) gut eignen. Im Falle einer Konfektionierung eines einadrigen elektrischen Kabels 2 kann sich vorzugsweise eine Bestückung gemäß Figur 5 gut eignen, wonach eine Leitungsdichtung 35, gefolgt von einer Kabelfesthaltung 36, gefolgt von einer Haltekappe 37, ausgehend von dem vorderen Ende des Kabels 2 auf den Kabelmantel 6 aufgeschoben sind.

Im Rahmen der Erfindung kann eine optische Qualitätsüberwachung zur Prüfung auf Beschädigungsfreiheit einer Kabelkomponente des Kabels 2 (beispielsweise des Kabelmantels 6, des Kabelschirmgeflechts 7 oder der Isolation 33) berücksichtigt werden. Es kann ferner eine Prüfung auf Beschädigungsfreiheit einer Steckverbinderkomponente 16, 34, 35, 36, 37 des auf dem Kabel 2 zu montierenden Steckverbinders 8 erfolgen. Es kann im Rahmen der erfindungsgemäßen Qualitätsüberwachung auch die radiale Ausrichtung von Steckverbinderkomponenten 16, 34, 35, 36, 37 geprüft werden. Insbesondere kann auch eine Prüfung auf das Vorhandensein bestimmter Steckverbinderkomponenten 16, 34, 35, 36, 37 nach dem Bestücken des Kabelmantels 6, beispielsweise eine Prüfung auf das Vorhandensein der Leitungsdichtung 35, vorgesehen sein.

In Figur 6 ist das mehradrige bzw. zweiadrige Kabel 2 abermals dargestellt. Beispielhaft ist für den oberen Innenleiter 12 des ersten Kabelendes 19 ein mit demselben vercrimptes Innenleiterkontaktelement 1 1 gezeigt.

Im Rahmen der Konfektionierung eines elektrischen Kabels 2 werden mitunter definierte axiale Positionen von Steckverbinderkomponenten 16, 34, 35, 36, 37 relativ zu weiteren Steckverbinderkomponenten 16, 34, 35, 36, 37 oder zu bestimmten Kabelabschnitten innerhalb vorgegebener Toleranzen gefordert. Insbesondere im Rahmen eines Qualitätsmanagements kann deshalb vorgesehen sein, dass sich die optische Qualitätsüberwachung auf die Prüfung einer axialen Position zumindest einer Steckverbinderkomponente 16, 34, 35, 36, 37 erstreckt. Beispielsweise kann zumindest einer der in Figur 6 dargestellten axialen Abstände A1-5 des vorderen Endes des Kabels 2 zu den jeweiligen zugeordneten Kabelpositionen (Austrittsstelle der Innenleiter 12 aus der Füllschicht 31 /

Austrittsstelle der Füllschicht 31 und/oder des Kabelschirmgeflechts 7 aus dem Kabelmantel 6 / vordere Position des Gewebebands 9 / hintere Position des Gewebebands 9 / Gesamtlänge bzw. Konfektionierungslänge des Kabels 2) messtechnisch erfasst werden.

Ferner kann die optische Qualitätsüberwachung eine Prüfung eines Durchmessers D eines Kabelabschnitts des Kabels 2 umfassen, beispielsweise des Durchmessers D des Kabelabschnitts, an dem das Gewebeband 9 vorgesehen ist, um sicherzustellen, dass nachfolgend in einem weiteren Bearbeitungsprozess eine Stützhülse auf das Gewebeband 9 aufgeschoben werden kann.

Ferner kann die optische Qualitätsüberwachung eine Prüfung auf abstehende Einzeldrähte 15 (in den Figuren 2 und 6 ist beispielhaft jeweils ein abstehender Einzeldraht 15 des Kabelschirmgeflechts 7 dargestellt) aufgenommen werden. Auch die Prüfung auf ausreichende Befestigung, beispielsweise Verrastung, einer Steckverbinderkomponente 16, 34, 35, 36, 37, beispielsweise eines die Innenleiterkontaktelemente 1 1 in sich aufnehmende Kontaktteileträgers, kann vorgesehen sein.

Figur 7 zeigt das in einem Kabelträger 5 aufgenommene elektrische Kabel 2 in einer Vergrößerung.

Der Kabelträger 5 weist Klemmbacken 38 auf, um das erste Kabelende 19 und/oder das zweite Kabelende 20 des Kabels 2, im Ausführungsbeispiel beide Kabelenden 19, 20, zu fixieren. Im Ausführungsbeispiel ist das Kabel 2 derart in den Kabelträger 5 eingespannt, dass sich ein U-förmiger Verlauf zwischen den beiden Kabelenden 19, 20 ausbildet. Grundsätzlich kann auch ein hiervon abweichender Verlauf vorgesehen sein, beispielsweise eine schneckenförmige Aufwicklung bei einem vergleichsweise langen Kabel 2. Es kann auch vorgesehen sein, lediglich eines der beiden Kabelenden 19, 20 in den Kabelträger 5 aufzunehmen. Auf die tatsächliche Ausgestaltung des Kabelträgers 5 und auf die Art der Befestigung des Kabels 2 auf dem Kabelträger 5 kommt es im Rahmen der Erfindung nicht an.

Es kann vorgesehen sein, dass das Kabel 2 und/oder der Kabelträger 5 einen Informationsträger 39, 40 zur Identifizierung aufweist. Beispielhaft ist ein optischer Informationsträger 39 auf dem ersten Kabelende 19 und ein elektronischer Informationsträger 40 auf dem Kabelträger 5 dargestellt. Grundsätzlich kann es allerdings bereits ausreichend sein, wenn entweder das Kabel 2 oder der Kabelträger 5 einen Informationsträger 39, 40 aufweist. Es können auch mehrere Informationsträger 39, 40 vorgesehen sein, insbesondere ein Informationsträger 39, 40 an jedem der beiden Kabelenden 19, 20 des Kabels 2.

Der optische Informationsträger 39 ist beispielhaft als Strichcode dargestellt. Es kann sich bei dem optischen Informationsträger 39 beispielsweise aber auch um einen Zifferncode und/oder um einen 2D- Code, beispielsweise einen Datamatrix-Code oder einen QR-Code handeln.

Der Informationsträger 39, 40 kann im Rahmen der Erfindung auf das Kabel 2 und/oder auf den Kabelträger 5 aufgebracht werden, beispielsweise mittels des dargestellten Lasers 41 . Es kann auch vorgesehen sein, einen bereits vorhandenen Informationsträger 39, 40, beispielsweise eine auf dem Kabel 2 bereits aufgedruckte Seriennummer oder einen bereits vorhandenen Strichcode, zu modifizieren. Anstelle eines Lasers 41 kann grundsätzlich eine beliebige Einrichtung zum Aufbringen und/oder Modifizieren eines optischen Informationsträgers 39 vorgesehen sein, beispielsweise auch ein Tintenstrahldrucker.

Bei dem elektronischen Informationsträger 40 kann es sich beispielsweise um wenigstens einen programmierbaren Speicherbaustein handeln, insbesondere einen RFID-Transponder, der zur Identifizierung des Kabels 2 und/oder zur Dokumentation der Bearbeitung des Kabels 2 modifizierbar ist. Beispielhaft ist ein Lese/Schreibgerät 42 zur Kommunikation mit dem RFID-Transponder in Figur 7 dargestellt. Alternativ oder zusätzlich zu einem Informationsträger 39, 40 auf dem Kabel 2 oder auf dem Kabelträger 5 kann auch vorgesehen sein, dass das Kabel 2 mittels wenigstens einer auf dem Kabelmantel 6 befestigten Mantelklemme 46 identifizierbar gemacht wird. Eine beispielhafte Mantelklemme 46 ist in Figur 1 an dem zweiten Kabelende 20 des Kabels 2 befestigt. Die Mantelklemme 46 kann ebenfalls mit einem beliebigen Informationsträger 39, 40 versehen sein. Beispielhaft ist ein Strichcode dargestellt.

Grundsätzlich können verschiedene Arten von Mantelklemmen 46 vorgesehen sein. Beispielsweise kann die Figur 1 dargestellte Klammer vorgesehen sein, die einen Betätigungsbereich und einen Befestigungsbereich aufweist. Mittels des Betätigungsbereichs können die an dem gegenüberliegenden Ende zweier Klemmschenkel befindlichen Klemmbacken, die den Befestigungsbereich ausbilden, entgegen der Federkraft einer Rückstellfeder geöffnet und die Mantelklemme 46 somit radial auf das Kabel 2 aufgebracht werden. Alternativ können allerdings auch Mantelklemmen mit Verzurrelementen in der Art eines Kabelbinders vorgesehen sein. Auch eine Mantelklemme mit einem verspannbaren metallischen Teilring kann vorgesehen sein. Ferner kann eine Mantelklemme einen elastischen Ring aufweisen, beispielsweise einen Gummiring, ähnlich einem Dichtring. Auch magnetisch ausgebildete Mantelklemmen können vorgesehen sein. Auf die genaue Ausgestaltung der Mantelklemme 46 komm es im Rahmen der Erfindung nicht unbedingt an. Vorzugsweise wird die wenigstens eine Mantelklemme 46 kraftschlüssig und reversibel an dem Kabelmantel 6 des Kabels 2 befestigt.

Grundsätzlich können sich alle Merkmale, die hinsichtlich eines auf dem Kabel 2 oder auf dem Kabelträger 5 aufgebrachten Informationsträgers 39, 40 beschrieben werden, auch zur Verwendung mit einem auf der Mantelklemme 46 aufgebrachten Informationsträger 39, 40 eignen, weshalb nachfolgend auf die Mantelklemme 46 nicht weiter spezifisch eingegangen wird.

Im Rahmen der erfindungsgemäßen optischen Qualitätsüberwachung kann vorgesehen sein, dass eine Dokumentation 43 der Bearbeitung des Kabels 2 bzw. der Qualitätsüberwachung für zumindest einen Bearbeitungsprozess eines der Bearbeitungsmodule 4, 10, 13 erstellt und dem Kabel 2 zugeordnet wird.

Hierzu kann beispielsweise ein eindeutiger Identifikator 44 für das Kabel in den Informationsträger 39, 40 eingeprägt werden und/oder ein auf dem Informationsträger 39, 40 bereits eingeprägter, eindeutiger Identifikator 44 dem Kabel 2 temporär für dessen Konfektionierung zugeordnet werden.

Der Identifikator 44 kann beispielsweise ein binärer, dezimaler oder hexadezimaler Zahlenwert oder eine Ziffernfolge sein. Der Identifikator 44 kann beispielsweise in dem Strichcode oder einem sonstigen Code codiert bzw. eingeprägt sein. Der Identifikator 44 kann auch in einem elektronischen Bauteil, beispielsweise einem Speicherbaustein, z. B. in dem RFID-Transponder, eingeprägt bzw. gespeichert sein.

Beispielsweise kann auch vorgesehen sein, dass verschiedene Kabelträger 5 bereits einen jeweiligen Informationsträger 39, 40 mit einem jeweils eindeutigen Identifikator 44 aufweisen. Durch die Zuordnung des Kabels 2 an den Kabelträger 5 während der Konfektionierung oder zumindest während eines Teilprozesses der Konfektionierung kann schließlich die Zuordnung der Dokumentation 43 erfolgen. Es kann beispielsweise aber auch vorgesehen sein, dass der Informationsträger 39, 40 für den zu dokumentierenden Konfektionierungsvorgang gezielt mit einem Identifikator 44 zur Identifizierung des Kabels 2 versehen wird.

Es kann vorgesehen sein, dass die Dokumentation 43 der Qualitätsüberwachung zumindest teilweise in den Informationsträger 39, 40 eingeprägt wird. Dies kann insbesondere dann vorteilhaft sein, wenn es sich bei dem Informationsträger 39, 40 um einen elektronischen Informationsträger 40 handelt, auf dem ein ausreichender Speicherplatz zur Verfügung steht (in Figur 7 angedeutet). Es kann aber beispielsweise auch eine fortlaufende Ziffernfolge oder ein ähnlicher Code vorgesehen sein, um die Dokumentation 43 im Rahmen der Kabelkonfektionierung fortlaufend festzuhalten, beispielsweise in optischer Form auf dem Kabel 2.

Beispielsweise kann eines, können einige oder alle Bearbeitungsmodule 4, 10, 13 ein Lese/Schreibgerät 42 und/oder einen Scanner zum Auslesen eines Strichcodes (oder eines sonstigen Codes) und/oder einen Laser 41 oder Drucker aufweisen, um die Dokumentation 43 zu erweitern oder für die Kabelbearbeitung auszuwerten.

Vorzugsweise kann allerdings eine globale Datenbank 45 verwendet werden, in der im Rahmen der Konfektionierungs-Fertigungsstraße erstellte Dokumentationen 43 einzelnen Kabeln 2 zugeordnet werden können, vorzugsweise anhand des jeweiligen eindeutigen Identifikators 44. Die Adressierung in der Datenbank 45 kann somit in Abhängigkeit von dem Identifikator 44 des jeweiligen Kabels 2 erfolgen.

Die Steuereinheit 29 kann eingerichtet sein, um die Dokumentation 43 zuzuordnen. Die Steuereinheit 29 kann beispielsweise mit den Einrichtungen zum Einprägen und/oder Auslesen und/oder Modifizieren des Informationsträgers 39, 40 kommunikationsverbunden sein (bezüglich des Lasers 41 und des Lese/Schreibgeräts 42 angedeutet) und ferner mit der Datenbank 45 kommunikationsverbunden sein.

In die Dokumentation 43 können beispielsweise Informationen bezüglich eines erfolgreichen Bearbeitungsprozesses, eines fehlerhaften Bearbeitungsprozesses, eines fehlgeschlagenen Bearbeitungsprozesses und/oder wenigstens eines Prozessparameters des Bearbeitungsprozesses aufgenommen werden, wobei die Informationen vorzugsweise mittels der optischen Qualitätsüberwachung erfasst wurden. Die Dokumentation 43 kann im Rahmen eines Qualitätsmanagements verwendet werden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements kann beispielsweise vorgesehen sein, das Kabel 2 in Abhängigkeit der in der Dokumentation 43 enthaltenen Informationen zu sortieren oder für eine Nachbearbeitung freizugeben. Insbesondere ein Entfernen eines fehlerhaft bearbeiteten Kabels 2 im Rahmen der Kabelkonfektionierung kann im Rahmen des Qualitätsmanagements vorgesehen sein.