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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND DEVICE FOR VERIFYING PRINTING RESULTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2005/025872
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed are methods for verifying printing results, according to which a pattern repeat (3) is first scanned in, whereupon copies (9) included on the pattern repeat (3) are selected, and the selected copies (9) are compared to an original (30). The inventive device for verifying printing results, which comprises a scanner, a data processing device, and a user interface encompassing at least one display unit and an input unit, is provided with a copy recognition module for copies (9) included on a scanned pattern repeat (3). The invention allows a large number of copies (9) to be verified in a reliable and fast manner.

Inventors:
SPRINGMANN SOEREN (DE)
MUENKER KERSTIN (DE)
LUETJENS DIRK (DE)
KAUPP ANSGAR (DE)
Application Number:
PCT/DE2004/002045
Publication Date:
March 24, 2005
Filing Date:
September 13, 2004
Export Citation:
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Assignee:
EYEC GMBH (DE)
SPRINGMANN SOEREN (DE)
MUENKER KERSTIN (DE)
LUETJENS DIRK (DE)
KAUPP ANSGAR (DE)
International Classes:
B41F33/00; (IPC1-7): B41F33/00
Domestic Patent References:
WO2002083423A12002-10-24
Foreign References:
EP0872810A11998-10-21
US5317390A1994-05-31
EP0874333A11998-10-28
EP0981114A12000-02-23
US20020050216A12002-05-02
DE69424559T22001-01-18
DE19939164A12001-03-01
DE19512501A11996-10-10
DE4124397A11992-04-02
DE10218062A12003-11-13
DE4102122C21994-02-17
DE3713279A11988-11-03
Attorney, Agent or Firm:
Castell, Klaus (Gutenbergstrasse 12, Düren, DE)
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Claims:
Patentansprüche :
1. Verfahren zum Prüfen von Druckergebnissen, bei welchem zunächst ein Rapport aufgenommen, dann auf dem Rapport befindliche Nutzen selektiert und die selek tierten Nutzen mit einer Vorlage verglichen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vergleich der selektierten Nutzen mit der Vorlage nach der Nutzenselektion erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Nutzen selektion eine Nutzenerkennung durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Bereiche des Rapports, die nicht überprüft bzw. für eine Überprüfung einem Prüfer bereitgestellt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die selektierten Nutzen skaliert dargestellt werden, vorzugsweise wenn die zur ska lierten Darstellung des Nutzens verwandten Skalierungskomponenten, wie Rota tions, Translationsund Verzerrungskomponenten, einen Schwellwert unter schreiten.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Nutzenselektion die Zahl der Nutzen des Rapports und deren Position ermit telt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Nutzenselektion die einzelnen Nutzen in separaten Fenstern darstellbar sind.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorlage in einem separaten Fenster darstellbar ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Vorlage ein selektierter Nutzen gewählt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorlage aus einer Grafikdatei eingelesen wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einlesen einer Vorlage eine die Vorlage enthaltende Grafikdatei einer Mus tererkennung unterzogen und hierbei die Vorlage erkannt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Musterer kennung ein die Vorlage umgebender Rahmen erkannt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass für den Vergleich zwischen Nutzen und Vorlage eine Verdachtsstellenermittlung durchgeführt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Verdachts stellenermittlung Verdachtstellen markiert werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Markie rung von Verdachtstellen nahe beieinander liegende, verdächtige Bildpunkte zu einer Verdachtsstelle zusammenfasst werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass für zumindest eine, vorzugsweise jede Verdachtsstelle anschließend ein Status als Fehlerstelle bzw. Gutstelle festgelegt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Nutzen entsprechend des Status seiner Verdachtsstellen markiert wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdachtsstellenerkennung eine Verdachtsstellenklassifikation umfasst.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdachtsstellenerkennung eine Verdachtsstellenunterdrückung von ermittel ten Verdachtstellen mit bestimmten Eigenschaften umfasst.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass nach Abschluss der Bewertung die Ausgabe eines Protokolls mit der jeweiligen Bewertung aller ermittelten Verdachtsstellen oder aller bewerteten Verdachtsstel len erfolgt.
21. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche ermittelten Verdachtsstellen bewertet sein müssen, bevor ein Protokoll ausgedruckt bzw. die Prüfung anderweitig beendet werden kann.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bilderfassungsgerät vor bzw. nach dem Einlesen eines Rapports auf Ver schmutzung geprüft wird.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 22, gekennzeichnet durch eine kon tinuierliche Prüfung in der Maschine während des Druckes.
24. Vorrichtung zum Prüfen von Druckergebnissen mit einem Bilderfassungsgerät, einem Datenverarbeitungsgerät sowie einer Benutzerschnittstelle mit zumindest einer Anzeige und einer Eingabe, gekennzeichnet durch ein Nutzenerken nungsmodul für auf einem eingescannten Rapport befindliche Nutzen, welches ei ne Mustererkennung umfasst, zur Selektion der Nutzen des Rapports.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, gekennzeichnet durch Mittel zur Darstellung der erkannten Nutzen in separaten Fenstern der Anzeige.
26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder 25, gekennzeichnet durch Mittel zur Dar stellung einer Vorlage in einem separaten Fenster der Anzeige.
27. Vorrichtung nach Anspruch 26, gekennzeichnet durch Mittel zur Ausführung einer Operation, wenn über die Eingabe ein Fenster angesprochen wird.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 27, gekennzeichnet durch ein Vorlagenerkennungsmodul.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorlagener kennungsmodul eine Rahmenerkennung umfasst.
30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 29, gekennzeichnet durch ein Verdachtstellenermittlungsmodul.
31. Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdachts stellenermittlungsmodul nahe beieinander liegende, verdächtige Bildpunkte zu ei ner Verdachtsstelle zusammenfasst.
32. Vorrichtung nach Anspruch 30 oder 31, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdachtsstellenermittlungsmodul Verdachtsstellen in der Anzeige mit einer Ver dachtsstellenmarkierung versieht.
33. Vorrichtung nach Anspruch 32, gekennzeichnet durch Mittel zur Ausführung einer Operation, wenn über die Eingabe eine Verdachtsstellenmarkierung ange sprochen wird.
34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 33, gekennzeichnet durch Mittel zur Kennzeichnung einer ermittelten Verdachtsstelle als Fehlerstelle und/oder als Gutstelle.
35. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 34, gekennzeichnet durch Mittel zur Aktivierung einer Verdachtstelle.
36. Vorrichtung nach Anspruch 35, gekennzeichnet durch Mittel zum Scrollen von einer aktivierten Verdachtstelle zu einer nicht aktivierten Verdachtstelle bzw. von einem aktivierten Fenster zu einem nicht aktivierten Fenster.
37. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 36, gekennzeichnet durch Mittel zur Markierung eines Nutzen entsprechend des Status der Verdachtsstellen dieses Nutzens.
38. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 30 bis 37, gekennzeichnet durch Mittel zur Verdachtsstellenunterdrückung von ermittelten Verdachtstellen mit bestimm ten Eigenschaften.
39. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 38, gekennzeichnet durch einen Zoommodus, in dem mehrere Nutzen teilweise und mit nahezu identischem Aus schnitt darstellbar sind.
40. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 39, gekennzeichnet durch we nigstens ein multifunktionales Fenster, welches wahlweise eine Vielzahl von Nut zen oder Ausschnitte von Nutzen, einen aktiven Nutzen bzw. die Vorlage dar stellt.
41. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 40, gekennzeichnet durch eine Visualisierung des Arbeitsfortschrittes bei der Nutzenselektion.
42. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 41, gekennzeichnet durch eine Visualisierung des Arbeitsfortschrittes bei einer Verdachtsstellenermittlung.
43. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 42, gekennzeichnet durch eine Visualisierung des Arbeitsfortschrittes bei einer Verdachtsstellenbewertung.
44. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 43, gekennzeichnet durch eine konsistente Darstellung von wenigstens zwei Kategorien der Kategorien aus markierten Verdachtsstellen, gekennzeichneten Verdachtsstellen, markierten Nut zen und der Visualisierung des Arbeitsfortschrittes bei einer Verdachtsstellenbe wertung.
45. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 44, gekennzeichnet durch einen dunklen Hintergrund hinter Fenstern für Nutzen und/oder Vorlage.
46. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 45, gekennzeichnet durch Signal farben zur Markierung von Verdachtsstellen, Nutzen oder Fenster.
47. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 46, gekennzeichnet durch einen Toggelmodus, bei welchem wenigstens zwei Fenster bzw. wenigsten ein Nutzen und eine Vorlage oder ein weiterer Nutzen übereinanderliegend und abwechselnd im Vordergrund dargestellt werden können.
48. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 47, gekennzeichnet durch eine Barcodeprüfung.
49. Vorrichtung nach Anspruch 48, gekennzeichnet durch eine inhaltlichen Prüfung des Barcodes.
50. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 49, gekennzeichnet durch ein Prüfmodul, welches das Bilderfassungsgerät auf Verschmutzung prüft.
51. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 50, gekennzeichnet durch einen Scanner.
52. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 51, gekennzeichnet durch eine Zeilenkamera.
Description:
Verfahren und Vorrichtung zum Prüfen von Druckergebnissen

[01] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Prüfen von Druckergebnissen.

[02] So sind aus dem Stand der Technik beispielsweise aus der DE 694 24 559 T2, der DE 199 39 164 A1 der WO 02/083423 A1, der DE 195 12 501 A1, der DE 41 24 397 Al, der DE 102 18 068 A1, der DE 41 02 122 C2, der DE 37 13 279 AI und der DE 101 00 851 AI verschiedene technologische Verfahren bekannt, bei denen die Quali- tät von Druckbildern überprüft werden soll. Dieses geschieht hierbei online und unmittel- bar durch geeignete physikalische Messverfahren, wobei die Messwerte unmittelbar am Druck abgenommen und an sich eine Bewertung der Messwerte dahingehend, inwieweit diese einen relevanten Fehler repräsentieren, nicht vorgenommen werden kann.

[03] Zum Prüfen von Druckergebnissen wird in der Regel kumulativ beziehungsweise alternativ ein Rapport, landläufig manchmal als Probedruck bezeichnet, mit einer ent- sprechenden Vorlage verglichen. Hierbei ist die Vorlage in der Regel das Muster, das an eine Druckerei gegeben wurde und das als Referenz für den zu druckenden Auftrag gilt.

Hierbei kann die Vorlage beispielsweise aus Papier oder als Etikett (Rückstellmuster) vorliegen. Ebenso kann diesbezüglich ein elektronisches Dokument bzw. eine Grafikdatei oder ähnliches als Vorlage dienen. Mit einem Rapport kann dann die Zuverlässigkeit und Güte des Druckes bezügliches der Vorlage nachgewiesen bzw. sichergestellt werden.

[04] So offenbart beispielsweise die DE 197 44 999 A1, dass ein derartiger Rapport zur Überprüfung auch eingescannt, also in eine Datenverarbeitungsanlage eingeben wer- den kann. Andererseits offenbart diese Druckschrift an sich lediglich die Umsetzung der

in den übrigen vorgenannten Druckschriften offenbarten, im Wesentlichen analogen Messmethoden auf ein digitalisiertes Verfahren.

[05] Insbesondere bei Druckverfahren, bei denen mittels vorgefertigter Druckplatten,- walzen oder ähnlicher Einrichtungen Drucke periodisch erzeugt werden, können derarti- ge Rapports stichprobenartig bereitgestellt werden. Vorzugsweise entspricht bei derart- gen Anordnungen die Länge des jeweiligen Rapports der Periodenlänge der entsprechen- den Druckeinrichtung. Im Falle rotierender Druckzylinder,-walzen oder-siebe ist ein Rapport vorzugsweise so lang wie ein Umfang des größten Druckzylinders bzw. der größten Druckwalze oder genauso lang wie das größte Drucksieb. Darüber hinaus ist ein Rapport vorzugsweise genauso breit wie die Druckbahn, sodass mit einem Rapport ein gesamter Druckvorgang, der dann periodisch durchgeführt wird, überprüft werden kann.

[06] Es versteht sich, dass unter bestimmten Umständen es auch ausreichen kann, kleinere Rapporte zu wählen.

[07] Eine Prüfung von Druckergebnissen gestaltet sich besonders komplex, wenn auf einem Rapport mehrere identische Abbilder-Nutzen genannt-zu finden sind, wie die- ses beispielsweise beim industriellen Druck von Etiketten, Beipackzetteln, Kleinverpa- ckungen oder Gebrauchsanleitungen geschieht. Hierbei wird in der Regel aus Effizienz- gründen darauf geachtet, möglichst viele Nutzen mit einer Drehung bzw. mit einem Ar- beitsschritt der Druckmaschine zu drucken.

[08] Entsprechende Rapporte können auch bei kontinuierlichen Druckverfahren, wie beispielsweise bei Rollentiefdruck (Dekordruck), Rollenoffset-oder kontinuierlichem Rollenflexodruck (Etikettenproduktion, Foliendruck) geprüft werden. Es ist insbesonde- re auch denkbar, die entsprechende Prüfung auch Inline, also für das gesamte zu dru- ckende Material bzw. für jeden einzelnen Druck vorzunehmen, wobei auch hier das Problem, dass eine Vielzahl identischer Nutzen geprüft werden muss, auftritt.

[09] Darüber hinaus offenbart die DE 195 25 186 AI ein Verfahren zum Bestimmen von Messorten beim Abtasten von Druckprodukten, welches mit einer Vielzahl von Nut- zen arbeiten kann. Hierbei werden durch einen Anwender manuell bestimmte, leicht wie- derzuerkennende Orte einzelner Nutzen angesteuert, wobei dieses immer die selben Orte sein sollen. Auf diese Weise kann ein Messort im Anschluss hieran zunächst für einen Nutzen ausgewählt und dann ohne weiteres durch Übertragung der Relativposition zu dem zuvor ausgewählten ersten Ort auf die anderen Nutzen übertragen werden.

[10] Es ist Aufgabe vorliegender Erfindung, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zum Prüfen von Druckergebnissen bereitzustellen, bei denen insbesondere auch eine sehr gro- ße Vielzahl von Nutzen zuverlässig geprüft werden kann.

[11] Als Lösung schlägt die Erfindung ein Verfahren zur Prüfung von Druckergebnis- sen vor, bei welchem zunächst ein Rapport, beispielsweise durch einen Scanner aufge- nommen, dann auf dem Rapport befindliche Nutzen selektiert und die selektierte Nutzen mit einer Vorlage verglichen werden.

[12] In vorliegendem Zusammenhang umfasst der Begriff der"Nutzenselektion"ins- besondere ein Erfassen der einzelnen Nutzen durch eine Datenverarbeitungsanlage, das es ermöglicht, die einzelne Nutzen separat weiter zu bearbeiten bzw. jeden einzelnen Nutzen mit einer Vorlage zu vergleichen. Im Sinne vorliegender Erfindung ist somit eine Nutzenselektion ein Vorgang, bei welchem in einer Datenverarbeitungsanlage ein Rap- port in verschiedene Bereiche, die jeweils einen Nutzen repräsentieren, unterteilt wird und die Gesamtheit der Objekte, wie beispielsweise die Gesamtheit der entsprechenden Bildpunkte, eines jeden dieser Bereiche einer gemeinsamen Aktion unterworfen werden kann. Eine derartige Nutzenselektion kann insbesondere die Zahl der Nutzen des Rap- ports und deren Position erfassen.

[13] Im Unterschied zu der DE 195 25 186 AI werden somit zu Beginn des Verfah- rens sämtliche Bildbestandteile, beispielsweise auch sämtliche Pixel, eines Nutzens derart

erfasst, dass diese als zu dem Nutzen gehörig der Datenverarbeitungsanlage zur Verfü- gung stehen. Auf diese Weise wird es der Datenverarbeitungsanlage erstmals ermöglicht, die Qualität eines Nutzens in gewissen Grenzen selbstständig, das heißt im Rahmen vor- her vorgegebener Parameter, zu prüfen und zumindest Verdachtsstellen einem Anwender zu markieren. Auf diese Weise kann auch eine sehr große Zahl von Nutzen verhältnismä- ßig betriebssicher geprüft werden. Insbesondere kann, wenn eine geeignete Musterer- kennung oder ähnliches zur Anwendung kommt, auf einen manuellen Eingriff zur Nut- zenselektion verzichtet werden, welcher sich in der Regel als verhältnismäßig aufwendig und somit, insbesondere bei einer großen Zahl an Nutzen, als betriebsunsicher erweist.

[14] Darüber hinaus kann auch eine Nutzen abhängige Transformation, wie beispiels- weise eine Matrix, die neben der Position auch eine Skalierung, Verlagerung oder ähnli- ches umfasst, für jeden einzelnen Nutzen ermittelt werden. Durch eine derartige Selekti- on können somit lineare oder nichtlineare Verzerrungen, insbesondere von Nutzen zu Nutzen, unmittelbar erfasst werden, solange eine entsprechende Nutzenselektion über- haupt möglich ist. Eine derartige Nutzenselektion ist insbesondere gegenüber einer blo- ßen geometrischen Markierung eines Nutzens, die dann durch lineare Transformation auf die anderen Nutzen übertragen wird, vorteilhaft, da ein Nutzen als solcher selektiert und quasi von der Datenverarbeitungsanlage"erkannt"werden kann, wie nachfolgend näher erläutert wird.

[15] Hierbei ist zu betonen, dass die Nutzenselektion vorzugsweise automatisch er- folgt, was beispielsweise dadurch realisiert werden kann, dass ein aufgenommener Be- reich auf sich wiederholende Muster durchsucht wird. Dieses geschieht vorzugsweise nicht mit höchster Genauigkeit, so dass einzelne Fehler die Nutzenselektion nicht beein- trächtigen. Andererseits ist optional auch eine manuelle bzw. semi-automatische Nutzen- selektion denkbar. Insbesondere unter widrigen Betriebsbedingungen ist jedoch eine au- tomatische Nutzenselektion, insbesondere einhergehend mit einer automatischen Nutzen- erkennung, vorzuziehen.

[16] Vorzugsweise erfolgt ein Vergleich der selektierten Nutzen mit der Vorlage erst nach der Nutzenselektion, wobei, je nach konkreter Ausgestaltung der Erfindung, bei- spielsweise bereits während der Nutzenselektion in gewissen Grenzen ein Vorvergleich durchgeführt werden kann, der zur Selektion der einzelnen Nutzen dient. Letzteres kann beispielsweise durch einen Vergleich der Vorlage mit einzelnen Gebieten des Rapports unter einer verhältnismäßig großen Toleranzschwelle erfolgen. Auf diese Weise lässt sich jeweils ein bestimmtes Gebiet eines Rapports als Nutzen definieren bzw. selektieren, wenn dieses innerhalb der entsprechenden Toleranzschwelle mit der Vorlage überein- stimmt.

[17] Neben diesem durch die jeweilige Vorlage und die Toleranzschwelle geprägten Verfahren kann zur Nutzenselektion jedoch auch eine Nutzenerkennung durchgeführt werden. In vorliegendem Zusammenhang bezeichnet der Begriff"Erkennung"eine Um- setzung der grafischen Merkmale eines Bildes bzw. eines Bildbereiches zumindest dahin- gehend in eine durch eine Datenverarbeitungsanlage abspeicherbare Form, dass dieses Bild bzw. der betreffende Bereich als ein bestimmtes Objekt, wie beispielsweise als ein Nutzen oder auch als eine Vorlage, definiert werden kann, wobei für die Umsetzung im Wesentlichen oder sogar lediglich Informationen aus dem entsprechenden Bild bzw. dem entsprechenden Teilbild genutzt werden. Insbesondere kann die Nutzenerkennung eine Zuordnung der einzelnen Bestandteile, beispielsweise der einzelnen Pixel, eines Nutzens zu einem Nutzen spezifischen Ursprung bzw. in ein Nutzen spezifisches Koordinatensys- tem des jeweiligen Nutzens umfassen. Hierdurch erscheint der jeweilige Nutzen als ei- genständiges Objekt und wird aus sich heraus definiert ; ein Vorgang, der dementspre- chend auch als"Erkennen"eines Nutzens bezeichnet werden kann. Beispielsweise spielen bei einer derartigen Vorgehensweise dann Variationen der Abstände zwischen den ein- zelnen Nutzen keine Rolle, da die Nutzenerkennung jeweils einen Nutzen aus sich heraus definiert, indem beispielsweise ein derartiger Nutzen auf einem Rapport, oder auch auf einer sonstigen Fläche, durch eine Mustererkennung als eigenständige Einheit bestimmt und lokalisiert wird.

[18] Eine derartige Vorgehensweise hat insbesondere den Vorteil, dass nicht als Be- standteile eines Nutzens erkannte Bereiche auch nicht in die Überprüfung mit einbezogen werden, so dass die Überprüfung wesentlich zielgerichteter erfolgt. Insofern gibt es bei einer Überprüfung gegebenenfalls Bereiche eines Rapports bzw. eines zu überprüfenden Gebiets, die nicht überprüft bzw. für eine Überprüfung einem Prüfer bereitgestellt wer- den.

[19] Eine derartige Nutzenerkennung kann insbesondere auch eine Nutzen abhängige Transformation, wie beispielsweise eine Matrix, zwischen dem jeweiligen Nutzen und einer Vorlage umfassen. Eine derartige Nutzen abhängige Transformation kann neben der Position, die bereits einer Nutzenselektion dienen kann, auch eine Skalierung für den jeweiligen Nutzen umfassen. Diese Skalierung kann insbesondere Rotations-, Translati- ons-und Verzerrungskomponenten umfassen, wobei vorzugsweise Schwellwerte ange- geben sind, ab welchen derartige Komponenten als mögliche Fehler (Verdacht) seitens der Datenverarbeitungsanlage markiert werden. Ebenso können vorzugsweise Schwell- werte angegeben werden, ab welchen derartige Komponenten durch die Datenverarbei- tungsanlage kompensiert werden, so dass durch derartige Abweichungen des Druckbil- des eine Überprüfung durch einen Prüfer nicht beeinträchtigt wird, da dieser diese Ab- weichungen überhaupt nicht dargestellt bekommt. Ist der entsprechende Darstellungs- schwellwert überschritten, so wird der tatsächliche Nutzen und nicht der skalierte Nutzen dargestellt, so dass die Abweichung vom Prüfer überprüft werden kann. In einer bei- spielhaften Ausführungsform kann beispielsweise ein Darstellungsschwellwert, ab wel- chem ein Nutzen hinsichtlich der entsprechenden Komponenten unskaliert dargestellt wird, und ein Markierungsschwellwert, ab welchem der Nutzen aufgrund eine hohen Translation, Rotation oder Verzerrung bezüglich der Vorlage als Verdachtstelle markiert wird, vorgesehen sein, wobei-je nach konkreter Ausführungsform-der Darstellungs- schwellwert und der Markierungsschwellwert unterschiedlich bzw. gleich gewählt wer- den können.

[20] Eine derartige Skalierung ermöglich eine Trennung von durch die Produktion bedingten bzw. für die Produktion typischen aber tolerierbaren Produktschwankungen von nicht tolerierbaren Produktfehlern. Insbesondere kann des visuelle Erfassungsver- mögen eines Prüfers entlastet werden, indem derartige tolerierbare Skalierungsfehler kompensiert werden.

[21] Dementsprechend wird erfindungsgemäß auch eine Vorrichtung zum Prüfen von Druckergebnissen vorgeschlagen, die ein Bilderfassungsgerät, wie beispielsweise einen Scanner, ein Datenverarbeitungsgerät sowie eine Benutzerschnittstelle mit zuminderst einer Anzeige und einer Eingabe umfasst und sich dadurch kennzeichnet, dass ein Nut- zenerkennungsmodul für die auf einem eingescannten Rapport befindlichen Nutzen zur Selektion der Nutzen des Rapports vorgesehen ist, wobei dieses Nutzenerkennungsmo- dul eine Mustererkennung umfasst.

[22] Es versteht sich, dass in vorliegendem Zusammenhang der Begriff Scanner" bzw. die Begriffe"einscannen"oder"scannen"in ihrer allgemeinsten Form zu verstehen sind und alle Möglichkeiten einschließen, mit denen eine Grafik bzw. ein sonstiges, ge- drucktes Objekt, Fotos oder ähnliches von einer Datenverarbeitungsanlage erfasst wer- den kann.

[23] Vorzugsweise erfolgt die Nutzenselektion derart, dass die einzelnen Nutzen in separaten Fenstern darstellbar sind. Hierbei bezeichnet der Begriff"Fenster"einen akti- ven, in sich geschlossenen Bereich einer Anzeige, der separat angesprochen werden kann. Die Verwendung separater Fenster für die Darstellung der selektierten Nutzen hat insbesondere den Vorteil, dass Details jedes einzelnen Nutzen ohne weiteres durch einen Zoomfaktor in dem jeweiligen Fenster hervorgehoben werden können, wobei durch eine Übertragung der Fensterparameter, wie insbesondere des Zoomfaktors und der Position des Bildausschnittes, auf die übrigen, Nutzen darstellenden Fenster gewährleistet werden

kann, dass bei einer Vielzahl von Nutzen dieselbe Stelle zur gleichen Zeit und verglei- chend betrachtet werden kann.

[24] Dieses gilt insbesondere dann, wenn zuvor eine Nutzenerkennung stattgefunden hat, da dann die individuellen Positionen der einzelnen Nutzen bekannt und somit Ver- zerrungen teilweise bereits ausgeglichen sind. Insofern ist gewährleistet, dass die jeweili- gen Bildausschnitte der einzelnen Fenster auch nahezu identische Relativausschnitte der einzelnen Nutzen darstellen.

[25] Es versteht sich, dass in konkreter Umsetzung, nicht ständig sämtliche Nutzen in ihren Fenstern dargestellt werden müssen. Vielmehr ist es von Vorteil, wenn wahlweise auch einzelne Nutzen in einer sehr starken Vergrößerung, beispielsweise über einen Großteil des Bildschirms im Detail betrachtet werden können.

[26] Dementsprechend ist es vorteilhaft, wenn auch die Vorlage in einem separaten Fenster darstellbar ist. Hierdurch ist es insbesondere möglich, auch die Vorlage mit dem entsprechenden Zoomfaktor zu versehen, sodass ein Detailvergleich mit einem einzelnen Nutzen bzw. mit einer Vielzahl von Nutzen vorgenommen werden kann.

[27] Insbesondere im Falle schlechter Vorlagen oder bei einer erheblichen, aber tole- rierbaren Abweichung einer Vielzahl der Nutzen von der Vorlage kann es von Vorteil sein, dass als Vorlage ein selektierter Nutzen gewählt wird. Diese Vorgehensweise führt kumulativ bzw. alternativ wegen der großen Übereinstimmung von Farbe und Druckma- terial zwischen der dann gewählten Vorlage und den übrigen Nutzen zu einer signifikan- ten Reduktion der im Detail zu prüfenden Verdachtstellen.

[28] Insbesondere bei dieser Vorgehensweise zeigt sich der Vorteil einer Nutzenselek- tion, da beispielsweise zuvor ein grober Vorvergleich mit der gegebenen Vorlage erfol- gen kann, um schnell und effizient einen möglichst geeigneten, also insbesondere mög- lichst guten, Nutzen zu finden. Darüber hinaus ermöglicht es die Selektion, einzelne Nut-

zen in Fenstern darzustellen und schnell und zuverlässig auch Details dieser einzelnen Nutzen zu überprüfen, um einen geeignet Nutzen zu finden, der dann als Vorlage für die weitere Prüfung genutzt werden kann.

[29] Vorzugsweise umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung ein Vorlagenerken- nungsmodul, welches in der Lage ist, eine Vorlage als solche in einer Grafikdatei zu er- kennen. Dieses hat den Vorteil, dass in dieser Grafikdatei gegebenenfalls noch weitere Informationen, wie beispielsweise Detailanweisungen an einen Drucker oder ähnliches, enthalten sein können. Insofern ist es von Vorteil, wenn zum Einlesen einer Vorlage eine die Vorlage enthaltende Grafikdatei einer Mustererkennung unterzogen und hierbei die Vorlage erkannt wird. Hierbei kann die Mustererkennung insbesondere eine Rahmener- kennung umfassen, welche die entsprechende Vorlage umgibt. Diesbezüglich kann bei- spielsweise die Mustererkennung dafür ausgebildet sein, eine geschlossene, einfarbige Linie zu erkennen, die vorzugsweise nicht in eine Hintergrundfarbe bzw. vorzugsweise in Gelb, Magenta, Cyan oder Schwarz vorliegt.

[30] Der Rahmen kann-je nach konkreter Ausgestaltung-Bestandteil der Vorlage sein oder nicht hierzu gehören. Insbesondere kann der Rahmen auch die Lage einer Stanzkante angeben, an der beispielsweise ein Etikett ausgestanzt und entsprechend ab- gehoben werden kann. Da eine Stanzkante vorzugsweise abgerundet ist, damit ein Aus- gittern von Etiketten zuverlässig erfolgen kann, entspricht die Vorgabe des Rahmens mit abgerundeten Ecken den Anforderungen an die Stanzkante, so dass hierdurch besonders effektiv und bei minimalstem Aufwand eine Vorlage erkennbar wird.

[31] Eine derartige Vorgehensweise bzw. eine derartige Vorrichtung stellt insbesonde- re auch in der betrieblichen Praxis sicher, dass eine Vorlage zuverlässig in der Datenver- arbeitungsmaschine abgespeichert und für die weitere Prüfung zur Verfügung gestellt werden kann. Es versteht sich, dass eine derartige Vorlagenerkennung unabhängig von den übrigen Merkmalen der Erfindung für ein Prüfen von Druckergebnissen vorteilhaft

ist. Dieses gilt insbesondere auch für den Fall, dass ein Rapport lediglich einen Nutzen umfasst. Darüber hinaus versteht es sich, dass eine derartige Vorlagenerkennung mit jeder grafischen Darstellung einer Vorlage, wie in für eine Datenverarbeitungsmaschine geeigneter Form vorliegt, wirksam eingesetzt werden kann. Insofern ist der Begriff"Gra- fikdatei"in dieser allgemeinen Form zu verstehen.

[32] Insbesondere kann eine derartige Grafikdatei als Vorlage genutzt werden, was im Übrigen unabhängig von de Übrigen Merkmalen vorliegender Erfindung vorteilhaft für eine Prüfung von Druckergebnissen ist, da hierdurch insbesondere ohne Weiteres auch eine vom Kunden gelieferte und für gut bewertete Datei gewählt werden kann. Letzteres erleichtert den Umgang mit einem Kunden.

[33] Vorzugsweise wird für den Vergleich zwischen Nutzen und Vorlage zunächst eine Verdachtsstellenermittlung durchgeführt. Hierzu kann eine entsprechende Vorrich- tung insbesondere eine Verdachtsstellenermittlungsmodul aufweisen. Diesbezüglich wer- den als Verdachtsstellen alle Stellen bezeichnet, von denen sich der Druck bzw. der Nut- zen von dem Muster bzw. der Vorlage unterscheidet. Die Verdachtstellenermittlung kann einerseits toleranzfrei betrieben werden, sodass jede auch zu geringe Abweichungen, die durch das Datenverarbeitungsgerät erkennbar ist, auch als Verdachtsstelle markiert wer- den. Es besteht andererseits die Möglichkeit, gewisse Toleranzen vorzusehen, die bei- spielsweise bei Passerschwankungen bzw. bei einer Quetschranderkennung eine Ver- dachtsstelle bereits automatisch als gut bewerten, eine Anzeige als Verdachtsstelle bei einer erlaubten Abweichung unterdrücken bzw. diese Stelle nicht als Verdachtsstelle markieren. Dadurch, dass in einem ersten Schritt lediglich Verdachtsstellen markiert bzw. anderweitig dargestellt werden, besteht die Möglichkeit, eine Verdachtsstellenermittlung automatisch, dass heißt ohne weitere manuellen Eingriffe durchzuführen, wodurch die Tätigkeiten bei der eigentlichen Prüfung bzw. Bewertung erheblich erleichtert werden.

[34] Ebenso kann eine Verdachtsstellenklassifizierung vorgesehen sein. Diese kann Verdachtsstellen als Fehlende Buchstaben bzw. -teile, als Verzerrung, als Überdruckung, als zugelaufene Buchstaben, als fehlende Farbe, als Flecken, als Farbabweichung, als falsche Fonts, als falsche Schriftstreckung, als falsche Sonderzeichen oder Akzente oder anderes klassifizieren. Hierdurch kann kumulativ bzw. alternativ eine Bewertung durch den Prüfer erleichtert werden. Ebenso können im Zusammenspiel mit einer Verdachts- stellenunterdrückung auch unterschiedliche Toleranzen für die einzelnen Klassen mögli- cher Verdachtstellen bzw. möglicher Fehler angesetzt werden. Insoweit kann beispiels- weise eine große Überdruckung aber lediglich eine geringe Farbabweichung zugelassen werden, so dass nur über dem Schwell-bzw. Toleranzwert liegende Verdachtsstellen angezeigt und die zulässigen Abweichungen ausgeblendet bzw. bereits vorab als gut be- wertet werden.

[35] Es versteht sich, dass eine derartige Verdachtsstellenermittlung, eine derartige Verdachtsstellenklassifizierung und auch eine derartige Verdachtsstellenunterdrückung auch unabhängig von den übrigen Merkmalen vorliegender Erfindung, insbesondere auch unabhängig von der Zahl der Nutzen, vorteilhaft ist.

[36] Vorzugsweise findet nach einer Verdachtsstellenermittlung die eigentliche Bewer- tung statt, in welcher der Status einer ermittelten Verdachtsstelle als Fehlerstelle bzw. als Gutstelle festgelegt wird, wobei vorzugsweise Mittel zur Kennzeichnung einer Ver- dachtsstelle als Fehlerstelle bzw. als Gutstelle vorgesehen sind. In vorliegendem Zusam- menhang bezeichnet der Begriff"Kennzeichnung"eine Bewertung einer ermittelten Ver- dachtsstelle und ein Versehen der bewerteten Verdachtsstelle mit einer dieser Bewertung entsprechenden Markierung.

[37] Durch diese Zweiteilung des Bewertungsprozesses kann der Prüf-bzw. Bewer- tungsvorgang an sich wesentlich konzentrierter und damit zuverlässiger durchgeführt werden. Es versteht sich, dass die eigentliche Prüfung, dass heißt die Bewertung einer

Verdachtsstelle als Fehlstelle oder Gutstelle ebenfalls automatisch, dass heißt durch Nut- zen entsprechender Bewertungsalgorithmen, erfolgen kann, wobei zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Bewertung vorzugsweise durch den Menschen erfolgt. Die Vorzüge der vorbeschriebenen Aufgabenteilung sind jedoch in beiden Fällen zu finden.

[38] Vorzugsweise fasst das Verdachtsstellenermittlungsmodul nahe beieinander lie- gende, verdächtige Bildpunkte zu einer Verdachtsstelle zusammen. Dieses kann bei- spielsweise dadurch erfolgen, dass fehlerhafte Bildpunkte, die aneinandergrenzen bzw. die sich in einem definierten Toleranzbereich befinden, dementsprechend zu einer Ver- dachtsstelle zusammengefasst werden.

[39] Eine derartige Vorgehensweise ermöglicht es, nahe beieinander liegende Bild- punkte, die zwischen Vorlage und Nutzen abweichen, zusammenhängend zu bewerten, wodurch für diese Bildpunkte eine Bewertung in einem einzigen Arbeitsschritt erfolgen kann, so dass die Prüfung schneller und effizienter wird.

[40] Vorzugsweise können Verdachtsstelle aktiviert bzw. über die Eingabe angespro- chen werden. Durch eine derartige Aktivierung bzw. Ansprache können dann bestimmte Operationen lediglich für diese Verdachtsstelle durchgeführt werden. Beispielsweise kann eine Markierung als Gut-bzw. Fehlerstelle für eine derartig angesprochene Ver- dachtsstelle erfolgen, wenn eine entsprechend zu deutende Eingabe"Gutstelle"bzw.

"Fehlerstelle"erfolgt. Auch kann ein Scrollen von einer aktivierten Verdachtsstelle zu einer nicht aktivierten Verdachtsstelle dadurch erfolgen, dass dann diese, bis dahin nicht aktivierte Verdachtsstelle aktiviert wird, während die vorherige aktivierte Verdachtsstelle deaktiviert wird. Dieses ermöglicht eine sehr zügige Bewertung der einzelnen Verdachts- stellen und erhöht somit die Zuverlässigkeit und Effizienz bei der Prüfung.

[41] Andererseits können optional durch geeignete Maßnahmen auch mehrere Ver- dachtsstellen aktiviert werden, so dass beispielsweise bei einem"Serienfehler", also bei einem wiederholt auftretendem Fehler, die entsprechenden Verdachtsstellen gleichzeitig

bearbeitet bzw. bewertet werden können. Hierdurch verringert sich der Aufwand bei derartigen"Serienfehlern"erheblich.

[42] Es versteht sich, dass eine derartige Aktivierung bzw. Ansprache von Verdachts- stellen unabhängig von den übrigen Merkmalen vorliegender Erfindung vorteilhaft ist, um zuverlässig und mit höchster Effizienz ein Druckergebnis zu prüfen.

[43] Eine entsprechende Aktivierung kann auch für Fenster, beispielsweise für die Fenster von Nutzen aber auch für ein Fenster für eine Detailansicht bzw. ein Fenster für eine Vorlage, erfolgen, sodass ohne Weiteres für diese Fenster entsprechende Operatio- nen durchgeführt bzw. von einem Fenster zum nächsten Fenster gesprungen und dieses nächste Fenster aktiviert werden kann.

[44] Vorzugsweise werden in der Anzeige die Nutzen entsprechend des Status ihrer Verdachtsstellen markiert. Dieses kann beispielsweise derart erfolgen, dass ein Nutzen, der keine Verdachtsstellen bzw. lediglich Gutstellen aufweist, als gut markiert wird.

Dementsprechend kann Nutzen, bei dem eine Verdachtsstelle noch nicht bewertet wurde, als unbewertet markiert werden, während ein Nutzen, der wenigstens eine Fehlerstelle umfasst, als fehlerhaft markiert werden kann. Auf diese Weise gewinnt der Prüfer einen unmittelbaren Gesamtüberblick über sämtliche Nutzen.

[45] Zwar kann zur Markierung jede geeignete Darstellungsart gewählt werden, die einem Menschen die entsprechende Information übermittelt. Vorzugsweise wird jedoch für die Verdachtsstellen-und für die Nutzungsmarkierung-eine konsistente Darstel- lung gewählt, beispielsweise Rot für fehlerhafte Nutzen bzw. Fehlerstellen, Grün für gute Nutzen bzw. Gutstellen und Orange für unbewertete Verdachtstellen bzw. Nutzen, die eine unbewertete Verdachtsstelle beinhalten.

[46] Wie bereits vorstehend angedeutet, kann die erfindungsgemäße Vorrichtung ei- nen Zoommodus aufweisen, in welchem mehrere Nutzen teilweise und mit nahezu identi-

schem Ausschnitt darstellbar sind. Dieses ermöglicht einen effizienten Vergleich einer bestimmten Stelle in verschiedenen Nutzen, insbesondere um eine mögliche Fehlerquelle effizient ermitteln zu können.

[47] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn die Anzeige zumindest ein multifunktiona- les Fenster umfasst, welches wahlweise eine Vielzahl von Nutzen oder deren Ausschnit- te, einen einzigen, aktiven Nutzen bzw. die Vorlage darstellt. Über dieses multifunktiona- les Fenster sind somit Detaildarstellungen eines Nutzens bzw. einer Vorlage möglich, mittel welcher detailliert entsprechende Bereiche derselben überprüft werden können.

Ebenso können durch die Möglichkeit der Darstellung einer Vielzahl von Nutzen oder deren Ausschnitte vergleichende Übersichten vorteilhaft erhalten werden.

[48] Vorzugsweise erfolgt eine Visualisierung des Arbeitsfortschrittes bei der Nutzen- selektion. Auf diese Weise kann ein Prüfer erkennen, wieweit die automatischen Arbeits- vorgänge zur Nutzenselektion fortgeschritten sind, wodurch er eine diesbezügliche War- tezeit geeignet überbrücken kann.

[49] Je nach Leistungsfähigkeit der eingesetzten Geräte kann es vorteilhaft sein, dass bereits während der Selektion eine Verdachtsstellenbewertung vorgenommen wird. Da in der Regel eine Verdachtstellenbewertung jedoch zeitaufwendiger als eine Nutzenselekti- on ist, folgen beide Verfahrensschritte vorzugsweise unabhängig voneinander, sodass die Nutzenselektion schneller voranschreiten kann, als die Verdachtsstellenermittlung.

[50] Eine derartige Vorgehensweise erweist sich insgesamt als vorteilhaft, weil der Prüfer bereits mit der Überprüfung von ermittelten Verdachtsstellen beginnen kann, so- wie ein erster Nutzen hinsichtlich der Verdachtstellenermittlung abgearbeitet ist. Da eine derartige Bewertung in der Regel der zeitaufwendigster Verfahrensschritt ist, reduziert sich auf diese Weise die Gesamtarbeitszeit, da mit dieser Bewertung zu einem frühest- möglichen Zeitpunkt begonnen werden kann.

[51] An dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, dass eine derartige Vorge- hensweise lediglich bei einer frühzeitigen Selektion der einzelnen Nutzen aus einem Rap- port möglich ist, bei welcher der Rapport zumindest hinsichtlich der Anzeige und hin- sichtlich der Ansprache einzelner Nutzen über die Angabe in einzelne Nutzen zerlegt wird, bevor eine Nutzenbewertung erfolgt, da ansonsten die Datenverarbeitungsmaschine warten muss, bis eine erste Bewertung durchgeführt wurde, bevor eine Nutzenselektion erfolgen kann.

[52] Durch die Trennung der Verfahrensschritte, insbesondere durch die Abtrennung der Nutzenselektion von den übrigen Verfahrensschritten, wird demnach die Effizient der Druckprüfung erheblich gesteigert. Dementsprechend ist es vorteilhaft, wenn der Ar- beitsfortschritt auch bei der Verdachtsstellenbewertung bzw. bei der Verdachtsstellener- mittlung entsprechend visualisiert wird. Diesbezüglich kann insbesondere die Darstellung konsistent zu der Verdachtsstellenmarkierung bzw. Nutzenmarkierung erfolgen, sodass beispielsweise an einem Balken zur Darstellung des Arbeitsfortschrittes der Status ent- sprechend dargestellt ist, beispielsweise in identischen Farben. Insbesondere kann eine entsprechende Visualisierung auch aktive Bereiche aufweisen, durch deren Aktivierung bestimmte Operationen gestartet werden. Beispielsweise kann durch Anklicken eines bestimmten Bereiches der Arbeitsfortschrittsvisualisierung ein entsprechender Nutzen aktiviert werden.

[53] Eine entsprechende Visualisierung kann beispielsweise durch einen Balken oder eine Teilkreisscheibe oder ähnliches erfolgen, der bzw. die mit steigendem Fortschritt der Verdachtsstellenermittlung entsprechend der Zahl der bei der Verdachtsstellenermittlung bearbeitenden Nutzen geteilt wird. Jedem Nutzen kann dann ein entsprechender Teil der Arbeitsfortschrittvisualisierung zugeordnet werden. Dementsprechend kann dann auch eine Farbwahl erfolgen, in dem beispielsweise ein entsprechender Teil orange markiert wird, wenn ein bestimmter Nutzen noch unbewertete Verdachtsstellen aufweist. Ebenso kann eine entsprechende Darstellung auch für als gut bewertete Nutzen bzw. für als feh-

lerhafte bewertete Nutzen bei den entsprechenden Teilen der Arbeitsfortschrittvisualisie- rung erfolgen.

[54] Dementsprechend kann vorteilhaft eine konsistente Darstellung von wenigstens zwei Kategorien der Kategorien aus markierten Verdachtsstellen, gekennzeichneten Ver- dachtsstellen, markierten Nutzen der Visualisierung des Arbeitsfortschrittes bei einer Verdachtsstellebewertung erfolgen. Eine derartige konsistente Darstellung kann insbe- sondere eine Farbwahl oder eine Schraffur betreffen. Ebenso können aber auch hörbare Markierungen geeignet konsistent gewählt werden. Ebenso sind vorzugsweise andere Darstellungsarten zur Übermittlung der entsprechenden Information geeignet konsistent zu wählen.

[55] Es versteht sich, dass eine derartige Visualisierung des Arbeitsfortschrittes auch unabhängig von den übrigen Merkmalen bei einer Prüfung von Druckergebnissen vorteil- haft zur Anwendung kommen kann, wenn ein Überblick über mehrere Nutzen-oder Verdachtsstellen vorteilhaft ist, sodass schnell und betriebssicher auch selektiv von einer Verdachtsstelle zur nächsten gesprungen werden kann, ohne dass ein Scrollen erfolgen muss. Darüber hinaus ermöglicht es eine derartige Übersicht, die persönlich benötigte Arbeitszeit abzuschätzen, was dem Wohlbefinden eines Prüfers zu Gute kommt und auch auf diese Weise das Prüfungsergebnis vorteilhaft beeinflusst.

[56] Darüber hinaus ist es kumulativ bzw. alternativ vorteilhaft, wenn die zu überprü- fenden Nutzen bzw. die entsprechende Vorlage vor einem dunklen Hintergrund darge- stellt werden. Auf diese Weise wird das Augenmerk eines Prüfers auf die zu prüfenden Bereiche der Anzeige gelenkt. Darüber hinaus ist es kumulativ bzw. alternativ vorteilhaft, wenn zur Markierung von Verdachtsstellen bzw. deren Kennzeichnung sowie zur Mar- kierung von Nutzen bzw. der Visualisierung des Arbeitsfortschrittes Signalfarben, insbe- sondere gleichmäßige aber nicht zu grelle Signalfarben, zur Anwendung kommen, damit die prüfende Person einen guten Überblick er-bzw. behält.

[57] Darüber hinaus kann eine erfindungsgemäße Prüfvorrichtung vorzugsweise einen Toggelmodus aufweisen, bei welchem wenigstens zwei Fenster bzw. wenigstens ein Nut- zen und eine Vorlage oder ein weiterer Nutzen übereinanderliegend und abwechselnd im Vordergrund dargestellt werden können. Durch schnelles Springen zwischen Hinter- grund und Vordergrund kann ein Betrachter eventuell Unterschiede besser erkennen, wodurch ein Auffinden besonders kleiner Verdachtsstellen und deren Bewertung erleich- tert werden kann.

[58] Nach Abschluss der Bewertung-unter gegebenen Umständen allerdings auch davor-erfolgt vorzugsweise die Ausgabe eines Protokolls mit der jeweiligen Bewertung der Verdachtsstellen. In einer konkreten Ausgestaltung kann kumulativ bzw. alternativ sichergestellt werden, dass sämtliche ermittelten Verdachtsstellen bewerten und mit hin durch einen Prüfer begutachtet wurden, bevor ein Protokoll ausgedruckt bzw. die Prü- fung anderweitig beendet wird. Es versteht sich, dass ein derartiges Protokoll, welches die Zuverlässigkeit der durchgeführten Prüfung auch unter schwierigen Betriebsbedin- gungen dokumentiert bzw. sicherstellt, auch unabhängig von den übrigen Merkmalen vorliegender Erfindung für eine Druckbildkontrolle vorteilhaft ist.

[59] Darüber hinaus kann eine Barcodeprüfung vorgesehen sein. Diese kann insbeson- dere dahingehend ausgestaltet werden, dass sämtliche Nutzen auf die Existenz von Bar- codes überprüft werden und-für den Fall dass Barcodes gefundenen werden-deren Lesbarkeit geprüft wird. Da Barcodes in der Regel den entsprechenden Code auch in alphanumerischer Form umfassen, kann über eine Schrifterkennung auch die korrekte Inhalt des Barcodes geprüft werden. Abweichungen können dann als Verdachts-bzw.

Fehlerstellen ausgegeben werden. Unter Umständen kann die inhaltliche Prüfung aber auch über einen Vergleich des jeweiligen Barcodes mit einer separat eingegebenen Prüf- ziffer erfolgen. Eine derartige Barcodeprüfung, ggf. auch einschließlich einer inhaltlichen Prüfung, ist auch unabhängig von den übrigen Merkmalen vorliegender Erfindung vor- teilhaft.

[60] Vorzugsweise wird ein Scanner vor bzw. nach dem Einlesen eines Rapports auf Verschmutzung geprüft. Hierzu kann ein entsprechendes Modul der Prüfvorrichtung dienen, welches zu gegebenen Zeitpunkten beispielsweise einen Scannvorgang initiiert und hierbei zunächst prüft, ob noch ein Rapport in dem Scanner befindlich ist, was bei- spielsweise durch den Versuch eine Nutzenselektion möglich ist. Ist dieses nicht der Fal- le, werden Abweichungen von einer Leerfläche gesucht und diese als Verschmutzung mitgeteilt. Auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass die Zahl von Verdachtsstel- len, die lediglich durch den Prüfvorgang bedingt sind, auf ein Minimum gesenkt wird, was unabhängig von den übrigen Merkmalen vorliegender Erfindung vorteilhaft ist.

[61] Es versteht sich, dass die vorstehend aufgeführten Vorteile unabhängig vom Druckvorgang insbesondere für Rapports mit vielen Nutzen vorteilhaft sind. Insbesonde- re kann auch eine Inline-Prüfung, ggf. auch aller gedruckten Nutzen, erfolgen, was be- sonders bei seriellen Druckeinrichtungen, wie Thermo-oder Tintenstrahldruckern vor- teilhaft ist, da diesbezüglich linear und spontan Ausfälle zu befürchten sind, die bei se- quentiellen Druckvorgängen eher seltener sind.

[62] Weitere Vorteile, Ziele und Eigenschaften vorliegender Erfindung werden anhand der nachfolgend erläuterten Zeichnung dargelegt, in welcher beispielhaft ein Verfahrens- ablauf und eine Anzeige einer erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung dargestellt ist. In der Zeichnung zeigen im Einzelnen : Figur 1 einen schematischen Verfahrensablauf eines erfindungsgemäßen Prüfver- fahrens ; Figur 2 eine Anzeige bzw. einen Ausschnitt vor der Nutzenselektion ; Figur 3 eine Anzeige bzw. einen Ausschnitt für den Nutzenvergleich mit einer Darstellung des gesamten Rapports ;

Figur 4 eine Anzeige bzw. einen Ausschnitt für den Nutzenvergleich mit einer Darstellung eines selektierten Etiketts ; Figur 5 eine Anzeige bzw. einen Ausschnitt für den Nutzenvergleich mit einer Darstellung der Vorlage ; Figur 6 eine Anzeige bzw. einen Ausschnitt für den Nutzenvergleich mit einer Darstellung mit einer Ausschnittsdarstellung des Rapports.

[63] Entsprechend des in Figur 1 schematisch dargestellten Verfahrensablaufes wird in vorliegendem Ausführungsbeispiel zunächst ein Rapport aufgenommen. Hierzu kann dieser beispielsweise lediglich eingescannt werden. Anschließend werden die auf diesem Rapport befindlichen Nutzen selektiert, in dem beispielsweise über eine Musterkennung unter zur Hilfenahme einer gewissen Toleranzschwelle wiederkehrende Muster auf dem Rapport erkannt und derart erfasst werden, dass die Nutzen als einzelne Objekte, aber zu Gänze der entsprechenden Datenverarbeitungsanlage zur Verfügung stehen. Parallel hierzu kann die entsprechende Vorlage aufgenommen werden. Diese kann beispielsweise aus einer elektronischen Datei stammen. Andererseits kann diese auch eingescannt wer- den. Darüber hinaus ist es auch möglich, einen der selektierten Nutzen als Vorlage zu nutzen, wie dieses durch den gestrichelten Pfeil dargestellt ist.

[64] Sind diese Vorarbeiten erledigt, können durch die Datenverarbeitungsanlage Nut- zen und Vorlage verglichen und, wie nachfolgend im Detail erläutert, Verdachts-bezie- hungsweise Fehlerstellen markiert und bewertet werden.

[65] Figur 2 zeigt eine Anzeige beziehungsweise einen Ausschnitt IA, der zum Eins- cannen eines mehrere Nutzen beziehungsweise Etiketten 2 umfassenden Rapports 3 oder zum Einscannen oder Laden einer Vorlage 30 genutzt werden kann. Über entsprechende Felder 31,32 und 33 können die entsprechenden Vorgänge in der dem Verfahren zu Grunde gelegten Hardware, wie beispielsweise einem Computer mit Scanner, gestartet

werden. Zur Arbeitserleichterung-und insbesondere für die Fälle, in denen ein Rapport beziehungsweise eine Vorlage nicht in einer geeigneten Ausrichtung auf einen Scanner gelegt worden ist-stehen Felder 34 und 35 zur Verfügung, mit denen die Ausrichtung jeweils geändert werden kann. Über das Feld 36 steht darüber hinaus eine Bildbearbei- tungsfunktion, mit welcher einerseits Teile der Vorlage 30 entfernt und, unter Zuhilfe- nahme des Feldes 37 einzelne, ausgewählte Bereiche des Rapports 3 in die Vorlagenseite kopiert werden können. Durch Ersteres können offensichtliche Fehler in der Vorlage, wie beispielsweise Druckhinweise oder Markierungen ohne weiteres entfernt werden.

Letzteres hat den Vorteil, dass auch einzelne Nutzen eines Rapports als Vorlage zur Prü- fung der übrigen Nutzen des Rapports oder auch folgender Rapports genutzt werden können. hierdurch lässt sich der Einfluss systematischer Fehler reduzieren, wobei der als Vorlage genutzte Nutzen zuvor einer sehr genauen Überprüfung unterzogen werden sollte.

[66] Das Feld 38 weist eine Doppelfunktion auf. Zum einen kann über den Befehl "Auswertung starten"eine Vorlagenselektion initiiert werden. Diese hat bei der Darstel- lung nach der Figur 2 noch nicht stattgefunden. Bei dieser Nutzenselektion können wie- derkehrende Muster in dem Rapport ermittelt und hieraus die einzelnen Nutzen in ihrer Position erfasst werden. Bei vorliegendem Ausführungsbeispiel wird dann um die auf diese Weise selektierten Nutzen ein Rahmen gelegt.

[67] In einer zweiten Funktion wird durch das Feld 38 eine Fehlersuche initiiert, in welcher durch die Datenverarbeitungsanlage Unterschiede zwischen den einzelnen Nut- zen und der Vorlage ermittelt werden. Je nach konkreter Verfahrensumsetzung können Nutzenselektion und Vergleich unmittelbar hintereinander und für den Anwender als ein Arbeitsschritt erfolgen. Andererseits ist es auch möglich, zunächst die Nutzenselektion durchzuführen und anschließend einen selektierten Nutzen einfach und unkompliziert als Vorlage zu bestimmen, mit welcher dann der Vergleich durchgeführt werden soll.

[68] Während des Vergleichs wird vorzugsweise bereits auf eine Anzeige zur Prüfung des Vergleichsergebnisses umgeschaltet, sodass eine Prüfung durch den Anwender un- mittelbar beginnen kann, auch wenn die Datenverarbeitungsanlage noch nicht alle Nutzen automatisch verglichen hat. Der Fortschritt dieses Vergleiches kann beispielsweise durch einen Balken oder aber auch durch die Anzeige lediglich der bereits automatisch vergli- chenen Nutzen dem Anwender mitgeteilt werden.

[69] In den Figuren 3 bis 6 ist eine Anzeige bzw. ein Ausschnitt 1 einer Anzeige, der dann zur Prüfung eines mehrere Nutzen bzw. Etiketten 2 umfassenden Rapports 3 ge- nutzt werden kann, sowie eine entsprechende Legende 4 dargestellt. Bei vorliegendem Ausführungsbeispiel umfasst der Rapport 3 neun Etiketten 2 (lediglich exemplarisch be- ziffert).

[70] Der Ausschnitt 1 weist ein Übersichtsfenster 5 sowie zwei Detailausschnittfenster 6,7 auf. In dem Übersichtsfenster 5 können wahlweise vier Darstellungsarten gewählt werden. Diese betreffen zum einen die Darstellung der Vorlage (Figur 5) bzw. des Eti- ketts (Figur 4) und zum anderen Darstellung des Rapports mit den einzelnen Etiketten 2 in einer Gesamtansicht (diese Möglichkeit ist in der Figur 3 dargestellt) bzw. mit einer identischen Vergrößerungsansicht je Etikett (Figur 6). Zwischen den einzelnen Ansichts- arten kann über aktive Bereiche 8 umgestellt werden.

[71] Die durch die aktiven Bereiche 8 aktivierbaren Darstellungen"Etikett"bzw.

"Vorlage"ermöglichen-aufgrund des Fensters 5-eine Detailüberprüfung eines be- stimmten Nutzens (z. B. Nutzen 9) bzw. der Vorlage 40. Durch einen schnellen Wechsel zwischen diesen beiden Darstellungsarten können der jeweiligen Nutzen und die Vorlage für das menschliche Auge überlagert dargestellt werden, wodurch eine Detailüberprüfung erleichtert werden kann (Toggelmodus). Die Darstellung als Rapport erleichtert eine Gesamtübersicht, um das Prüfergebnis bzw. Fortschritt der Prüfung geeignet bewerten zu können. Hierbei ist insbesondere Darstellung in Vergrößerung vorteilhaft, um eine

bestimmte Fehlerstelle vergleichend auf mehreren Nutzen ohne weiteren Aufwand und in besonders übersichtlicher Weise betrachten zu können.

[72] In dem Fenster 6 ist jeweils ein Detailausschnitt der Vorlage zu sehen, während in dem Fenster 7 ein Detailausschnitt des Überprüfungsetiketts dargestellt ist. Bei vorlie- genden Ausfuhrungsbeispiel wird in dem Fenster 7 ein Detailausschnitt des Etiketts 9 dargestellt. Die Vergrößerungen in den Fenstern 6 und 7 sowie die Relativpositionen der Ausschnittsvergrößerung sind in den Fenstern 6 und 7 identisch gewählt, sodass eine entsprechende Verdachtsstelle übersichtlich geprüft werden kann.

[73] Die vorliegende Darstellung entspricht einem Verfahrensstand, bei dem ein Rap- port bereits eingescannt sowie die Nutzen 2 des Rapports 3 selektiert wurden. Darüber hinaus wurde auch schon eine Verdachtsstellenerkennung zumindest teilweise durchge- führt, wobei in dem Etiketten 9,10 und 11 Verdachtsstellen ermittelt worden sind. Hier- bei wurde auch eine gewisse Verdachtsstellenbewertung-soweit durch eine Datenverar- beitungsanlage durchführbar-vorgenommen, indem Passerschwankungen und Quetsch- ränder, soweit sie unterhalb bestimmter Toleranzschwelle liegen, nicht als Verdachtsstel- len markiert wurden. Alternativ ist es möglich, derartige, tolerierbare Fehler als Ver- dachtsstellen zu markieren und automatisch als Gutstellen zu kennzeichnen. Als relevante Verdachtsstellen werden beispielsweise fehlende Buchstaben oder Buchstabenteile, zuge- laufene Buchstaben, verschmierte Textpassagen, fehlende Druckfarben, Flecken und Farbabweichungen detektiert. Ebenso können falsche Fonts, falscher Fettdruck, verän- derte Schriftstreckungen oder fehlende Sonderzeichen bzw. Akzente erkannt werden.

[74] Teilweise wurden die ermittelten Verdachtsstellen 12,13 und 14 in dem vorlie- genden Ausführungsbeispiel bereits durch einen menschlichen Prüfer bewertet. Dieses ist hinsichtlich der Verdachtsstelle 12 des Etiketts 11 als Fehlerstelle mittels der Markierung 15 und bei der Verdachtsstelle 13 des Etiketts 10 als Gutstelle mittels der Markierung 16

erfolgt. Die Verdachtsstellen 14 des Etiketts 9 hingegen ist mit einer Markierung 17 als noch nicht bewertet gekennzeichnet.

[75] Wie in den Figuren ersichtlich, findet sich dieselbe Markierung auch als Umran- dung des die jeweiligen Etiketten umfassenden Fensters, sodass diese Markierung über- sichtlich für einen Nutzer dargestellt ist.

[76] Eine entsprechende Markierung findet sich auch in dem Fenster 7, welches bei vorliegendem Ausführungsbeispiel die Verdachtsstelle 14 des Etiketts 9 darstellt. Inso- fern ist bei diesem Ausführungsbeispiel das Etikett 9 aktiv und kann durch Betätigen der Felder 18 bzw. 19 als gut bzw. als fehlerhaft gekennzeichnet werden. Sowie eine ent- sprechende Kennzeichnung erfolgt ist, wird diese durch eine entsprechende Markierung der Fenster 7 und 9 sowie der Verdachtsstellenmarkierung der Verdachtsstelle 14 kennt- lich gemacht.

[77] Der Ausschnitt 1 ist mittels einer nicht dargestellten, aber allgemein bekannten Maus bedienbar, durch welche die Felder 8,18 oder 19 bzw. die Fenster 5,6, 7 oder die Fenster der einzelnen Nutzen, einzelne Verdachtstellen oder aber Scrollfelder 20,21 ak- tiviert werden können. Hierbei dienen die Scrollfelder 20 einem Sprung von einem Nut- zen 2 zu dem nächsten, wobei jeweils der nächste Nutzen aktiviert wird. Die Felder 21 ermöglichen es, von einer Verdachtsstelle zur nächsten Verdachtsstelle zu springen, wo- bei optional auch ein Sprung zur ersten Verdachtsstelle bzw. zur letzten Verdachtsstelle oder aber ein Sprung zur ersten Verdachtsstelle eines momentan aktiven Nutzens erfol- gen kann.