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Title:
METHOD FOR DISPLAYING VEHICLE INFORMATION RELATING TO A VEHICLE FOR CONVEYING PASSENGERS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/063606
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for displaying vehicle information relating to a vehicle (1) for conveying passengers. In order to improve the retrieval and display of vehicle information (FI), a display unit (22, 24, 26) of a passenger information system (9) and/or entertainment system displays (G) the vehicle information (FI) while the vehicle (1) assumes (E) an operating mode (ISM) which is provided for the display.

Inventors:
SICKMANN, Martin (Pretzfeld, DE)
Application Number:
EP2020/074206
Publication Date:
April 08, 2021
Filing Date:
August 31, 2020
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS MOBILITY GMBH (München, DE)
International Classes:
B61L15/00
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Anzeigen einer Fahrzeuginformation in Bezug auf ein Fahrzeug (1) zur Personenbeförderung, bei welchem eine Anzeigeeinheit (22, 24, 26) eines Fahrgastinformations- systems (9) und/oder Unterhaltungssystems die Fahrzeuginfor mation (FI) anzeigt (G), während das Fahrzeug (1) einen für die Anzeige vorgesehenen Betriebsmodus (ISM) einnimmt (E).

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem der für die Anzeige vorgesehene Betriebsmodus einen Inbe triebsetzungs- und/oder Instandhaltungsmodus (ISM) umfasst.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem

- die Fahrzeuginformation (FI) mittels einer Servereinheit (18, 30) bereitgestellt wird (E2), die datentechnisch an ein Fahrzeugnetz (10) angeschlossen ist, und

- die Anzeigeeinheit (22, 24, 26) datentechnisch an das Fahrzeugnetz (10) angeschlossen ist und die bereitge stellte Fahrzeuginformation (FI) von der Servereinheit (18) abruft (F).

4. Verfahren nach Anspruch 3, bei welchem

- eine Mehrzahl von Anzeigeeinheiten (22, 24, 26) des Fahrgastinformationssystems (9) und/oder des Unterhal tungssystems jeweils über das Fahrzeugnetz (10) daten technisch mit der Servereinheit (18, 30) verbunden ist, und

- die Servereinheit (18) die Fahrzeuginformation (FI) für eine jeweilige Anzeigeeinheit (22, 24, 25) als Anzeige website bereitstellt.

5. Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem

- die Fahrzeuginformation (FI) eine Komponenteninformation (KI) in Bezug auf eine Komponente (34) des Fahrzeugs (1) ist, und

- eine Anzeigeeinheit (22) der Mehrzahl von Anzeigeeinhei ten (22, 24, 26) die Komponenteninformation (KI) in Be- zug auf die Komponente (34) anzeigt, die in der Nähe der Anzeigeeinheit (22, 24, 26) angeordnet ist.

6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, bei welchem mittels der Servereinheit (18) eine Betreiberwebsite bereit gestellt wird, mittels derer die jeweilige Anzeigewebsite konfiguriert wird.

7. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprü- che, bei welchem das Fahrzeug (1) ein spurgebundenes Fahrzeug

(2), insbesondere ein Schienenfahrzeug (3) ist.

8. Fahrzeug zur Personenbeförderung, umfassend:

- eine Anzeigeeinheit (22, 24, 26) eines Fahrgastinforma- tionssystems (9) und/oder Unterhaltungssystems, welche ausgebildet ist, eine Fahrgastinformation (FGI) anzuzei gen,

- wobei das Fahrzeug (1) ausgebildet ist, einen für die Anzeige vorgesehenen Betriebsmodus (ISM) einzunehmen, und die Anzeigeeinheit (22, 24, 26) ausgebildet ist, ei ne Fahrzeuginformation (FI) in Bezug auf das Fahrzeug (1) anzuzeigen, während das Fahrzeug (1) den für die An zeige vorgesehenen Betriebsmodus (ISM) einnimmt.

Description:
Beschreibung

Verfahren zum Anzeigen einer Fahrzeuginformation in Bezug auf ein Fahrzeug zur Personenbeförderung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anzeigen einer Fahr zeuginformation in Bezug auf ein Fahrzeug zur Personenbeför derung.

Grundsätzlich ist es bekannt, Fahrzeuginformationen in Bezug auf ein Fahrzeug abzurufen und anzuzeigen. Hierfür wird bei spielsweise ein Wartungscomputer, welcher von einer Wartungs person mit sich geführt wird, datentechnisch an ein Fahrzeug netz angeschlossen. Dazu wird der Wartungscomputer über ein Netzwerkkabel an einen Port eines Switches, der eine Netzkom ponente des Fahrzeugnetzes ist, angeschlossen.

Des Weiteren sind Fahrgastinformationssysteme bekannt. Diese dienen in der Regel zur Ausgabe von Fahrgastinformationen, die für Fahrgäste eines Fahrzeugs vorgesehen sind. Fahrgast informationen dieser Art umfassen beispielsweise Informatio nen zu einer im Fahrtverlauf vorausliegenden Haltestelle, ak tuelle Fahrtzeiten und damit einhergehende Abweichungen von einem Fahrplan, etc.

Zudem sind Unterhaltungssysteme bekannt. Diese dienen in der Regel zur Ausgabe von Medien zur Unterhaltung und Information von Fahrgästen. Unterhaltungssysteme werden häufig als Enter tainmentsysteme oder Infotainment S ysteme bezeichnet.

Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der Erfindung, das Ab rufen und das Anzeigen von Fahrzeuginformationen zu verbes sern.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Anzeigen der Fahr zeuginformation gelöst, bei welchem eine Anzeigeeinheit eines Fahrgastinformationssystems und/oder Unterhaltungssystems die Fahrzeuginformation anzeigt, während das Fahrzeug einen für die Anzeige vorgesehenen Betriebsmodus einnimmt.

Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass bei bisherigen Lösungen eine Wartungsperson für den Abruf von Fahrzeuginfor mationen einen Wartungscomputer benötigt, der mit dem Fahr zeugnetz verbunden werden muss. Dabei erfolgt der datentech nische Zugang häufig über eine für die Wartung vorgesehene Wartungsschnittstelle (sog. Service-Ethernet-Schnittstelle) des Fahrzeugnetzes, an die der Wartungscomputer angeschlossen wird. Für den Zugriff auf die Fahrzeuginformation ist zudem in der Regel eine Authentifizierung erforderlich. Außerdem ist die Wartungsschnittstelle häufig zugangsbeschränkt ange ordnet, indem die Wartungsschnittstelle in einem abschließba ren Schaltschrank und/oder in einem zugangsbeschränkten Füh rerstand des Fahrzeugs angeordnet ist. Das Hochfahren des Wartungscomputers, das Anschließen an die zugangsbeschränkte Wartungsschnittstelle und die Authentifizierung führen zu ei nem erheblichen Aufwand, um die Fahrzeuginformation abrufen zu können.

Das erfindungsgemäße Verfahren behebt dieses Problem, indem die Fahrzeuginformationen in einem für die Anzeige vorgesehe nen Betriebsmodus des Fahrzeugs mittels einer Anzeigeeinheit des Fahrgastinformationssystems und/oder Unterhaltungssystems des Fahrzeugs angezeigt werden.

Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, dass ein Fahrgastinformationssystem und/oder Unterhaltungssystem in einem Fahrzeug zur Personenbeförderung in der Regel bereits vorhanden ist und eine Anzeigeeinheit des Fahrgastinformati onssystems und/oder Unterhaltungssystems zur Anzeige von Fahrzeuginformationen genutzt werden kann, während sich das Fahrzeug in dem für die Anzeige vorgesehenen Betriebsmodus befindet.

Der Fachmann versteht die Formulierung des „für die Anzeige vorgesehenen Betriebsmodus" vorzugsweise dahingehend, dass sich dieser Betriebsmodus von einem Normalbetriebsmodus un terscheidet, den das Fahrzeug während des Fahrtbetriebs ein nimmt. Der Begriff „Fahrtbetrieb" umfasst einen Betrieb des Fahrzeugs von einer Starthaltestelle bis zu einer Zielhalte stelle (einschließlich des jeweiligen Aufenthalts an der Hal te). In dem Normalbetriebsmodus dienen die Anzeigeeinheiten des Fahrgastinformationssystems zur Anzeige von Fahrgastin formationen und die Anzeigeeinheiten des Unterhaltungssystems zur Anzeige von Medien zur Unterhaltung und Information von Fahrgästen. Sowohl das Fahrgastinformationssystem als auch das Unterhaltungssystem werden im Normalbetrieb zudem häufig zur Ausgabe von Werbung genutzt.

Mit anderen Worten: Im Normalbetriebsmodus erfüllt die Anzei geeinheit des Fahrgastinformationssystems und/oder Unterhal tungssystems ihren für den Fahrtbetrieb vorgesehenen Zweck.

In dem für die Anzeige von Fahrzeuginformationen vorgesehenen Betriebsmodus dient die Anzeigeeinheit zur Anzeige von Fahr zeuginformationen. Weiter vorzugsweise ist die Anzeigeeinheit innerhalb eines Fahrgastbereichs des Fahrzeugs (sog. Fahr gastraum), der für den Aufenthalt von Fahrgästen vorgesehen ist, angeordnet.

Die Fahrzeuginformationen in Bezug auf das Fahrzeug umfassen Informationen, die das Fahrzeug als Ganzes charakterisieren, beispielsweise Einträge eines zentralen Diagnosespeichers, Parameter, Status, Zustände, die aktuelle Geschwindigkeit, die Bahnspannung, etc. Die Fahrzeuginformationen in Bezug auf das Fahrzeug umfassen zudem Komponenteninformationen, die ei ne oder mehrere Komponenten des Fahrzeugs charakterisieren, beispielsweise Fehlermeldungen in Bezug auf eine Türeinheit des Fahrzeugs.

Vor dem vorstehend beschriebenen Hintergrund sind unter dem Begriff „Fahrzeuginformation" vorzugsweise Informationen in Bezug auf das Fahrzeug zu fassen, die in einem Normalbe triebsmodus nicht zur Anzeige (als Fahrgastinformation) vor gesehen ist. Vorzugsweise wird anhand einer Zustandsinformation, die den Betriebsmodus des Fahrzeugs repräsentiert, ermittelt, ob das Fahrzeug den für die Anzeige vorgesehenen Betriebsmodus ein nimmt oder beispielsweise den Normalbetriebsmodus einnimmt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst der für die Anzeige vorgesehene Betriebs modus einen Inbetriebsetzungs- und/oder Instandhaltungsmodus. Das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere für einen In betriebsetzungsmodus und/oder einen Instandhaltungsmodus be sonders geeignet. Denn insbesondere, wenn das Fahrzeug einen dieser Modi einnimmt, ist bei bisherigen Lösungen ein An schluss des Wartungscomputers erforderlich, um die Fahrzeu ginformationen anzuzeigen.

Es kommt hinzu, dass sich Inbetriebsetzungsmodus und Instand haltungsmodus besonders für die Anzeige von Fahrzeuginforma tionen mittels der Anzeigeeinheit des Fahrgastinformations- systems und/oder Unterhaltungssystems eignen: Zum einen wer den die Anzeigeeinheiten in diesem Modus nicht für die Anzei ge von FahrgastInformationen genutzt. Zum anderen stellt die Anzeige von Fahrzeuginformationen in diesen Modi keine Gefahr für den Betrieb des Fahrzeugs und die Fahrgäste dar. Denn Fahrgäste halten sich in diesen Modi in der Regel nicht im Fahrzeug auf.

Unter dem Begriff „Instandhaltung" versteht der Fachmann eine Wartung, Inspektion, Instandsetzung (Reparatur), Verbesse rung, etc. des Fahrzeugs. Der Begriff „Instandhaltung" wird fachmännisch häufig als „Wartung" bezeichnet.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfin dungsgemäßen Verfahrens wird die Fahrzeuginformation mittels einer Servereinheit bereitgestellt, die datentechnisch an ein Fahrzeugnetz angeschlossen ist. Die Anzeigeeinheit ist daten technisch an das Fahrzeugnetz angeschlossen und ruft die be reitgestellte Fahrzeuginformation von der Servereinheit ab. Auf diese Weise werden die angezeigten Fahrzeuginformationen mittels der Servereinheit zentral bereitgestellt. Die Server einheit kann die Bereitstellung beeinflussen, z. B. beschrän ken.

Das Fahrzeugnetz ist vorzugsweise als Ethernet-Netz ausgebil det. Weiter vorzugsweise umfasst das Fahrzeugnetz ein Betrei bernetz und ein Steuernetz des Fahrzeugs.

Der Fachmann versteht den Begriff „Steuernetz" als ein Netz, welches eine oder mehrere Komponenten zur Fahrzeugsteuerung umfasst. Dieses Verständnis basiert auf der Erkenntnis, dass in heutigen spurgebundenen Fahrzeugen - neben den klassischen leittechnischen (z. B. antriebs- und bremstechnischen) Funk tionen - zahlreiche Aufgaben automatisiert durchgeführt wer den. Dazu gehören z. B. der Betrieb und die Verwaltung eines Systems zur Ausgabe von Informationen an Fahrgäste und Bord personal, der automatisierte Betrieb einer Sanitärzelle, die Verwaltung einer Kommunikation zwischen spurgebundenem Fahr zeug und der Landseite, etc. Die entsprechenden Komponenten sind steuerungs- und kommunikationstechnisch über das Steuer netz miteinander verbunden.

Des Weiteren versteht der Fachmann den Begriff „Betreiber netz" als ein physikalisch von dem Steuernetz getrenntes Netz, welches datentechnisch mit dem Steuernetz verbunden sein kann. Beispielsweise ist das Fahrgastinformationssystem (FIS) und/oder das Kameraüberwachungssystem zur Überwachung des Innen- und Außenbereichs des spurgebundenen Fahrzeugs (CCTV: Closed Circuit Television) an das Betreibernetz daten technisch angebunden. Die entsprechenden Komponenten des FISs bzw. Kameraüberwachungssystems sind datentechnisch über das Betreibernetz miteinander verbunden.

Der Fachmann versteht die Formulierung „datentechnisch an ein Fahrzeugnetz angeschlossen" vorzugsweise dahingehend, dass Daten ausgehend von der Servereinheit bzw. der Anzeigeeinheit über das Fahrzeugnetz an einen weiteren Kommunikationsteil nehmer, der an das Fahrzeugnetz datentechnisch angeschlossen ist, übertragen werden oder von diesem Kommunikationsteilneh mer empfangen werden können. So können Daten beispielsweise auf eine (von der Anzeigeeinheit ausgelöste) Anfrage hin von der Servereinheit an die Anzeigeeinheit übertragen werden. Zudem können Daten beispielsweise von der Anzeigeeinheit an die Servereinheit übertragen werden.

Die Servereinheit ist vorzugsweise datentechnisch an das Be treibernetz angeschlossen und weiter vorzugsweise ein dem Be treibernetz zentral zugeordneter Server, welcher verschiede nen Kommunikationsteilnehmern des Betreibernetzes zur Verfü gung steht.

Alternativ ist die Servereinheit vorzugsweise datentechnisch an das Steuernetz angeschlossen und weiter vorzugsweise ein dem Steuernetz zentral zugeordneter Server, welcher verschie denen Kommunikationsteilnehmern des Steuernetztes zur Verfü gung steht (fachmännisch häufig als System-Server bezeich net).

Die oben beschriebene Zustandsinformation wird vorzugsweise von der dem Steuernetz zugeordneten Servereinheit erzeugt und an die dem Betreibernetz zugeordnete Servereinheit über das Fahrzeugnetz übertragen. In Abhängigkeit von der empfangenen Zustandsinformation stellt die Servereinheit die Fahrzeugin formation (nämlich in dem für die Anzeige vorgesehenen Be triebsmodus) oder die Fahrgastinformation (nämlich im Normal betriebsmodus) bereit.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfin dungsgemäßen Verfahrens ist eine Mehrzahl von Anzeigeeinhei ten des Fahrgastinformationssystems und/oder des Unterhal tungssystems jeweils über das Fahrzeugnetz datentechnisch mit der Servereinheit verbunden. Die Servereinheit stellt die Fahrzeuginformation für eine jeweilige Anzeigeeinheit als An zeigewebsite bereit. Dadurch wird ermöglicht, dass auf jeder Anzeigeeinheit unter schiedliche Fahrzeuginformationen angezeigt werden können und/oder die Fahrzeuginformationen auf jeder Anzeigeeinheit in unterschiedlicher Art und Weise dargestellt werden können.

Die Formulierung, wonach die Servereinheit die Fahrzeuginfor mation für eine jeweilige Anzeigeeinheit der Mehrzahl von An zeigeeinheiten als Anzeigewebsite bereitstellt, ist dahinge hend zu verstehen, dass die Servereinheit für jede Anzeige einheit eine eigene Anzeigewebsite bereitstellt. Mit anderen Worten: Eine erste Anzeigewebsite für eine der Mehrzahl von Anzeigeeinheiten kann eine Menge von Fahrzeuginformationen enthalten, wobei eine zweite Anzeigewebsite für eine weitere der Mehrzahl von Anzeigeeinheiten eine andere Menge von Fahr zeuginformationen enthält.

Mit anderen Worten: Jede Anzeigeeinheit der Mehrzahl von An zeigeeinheiten greift auf eine eigene Anzeigewebsite zu, die von der Servereinheit bereitgestellt wird.

Beispielsweise können ausgewählte Anzeigeeinheiten die Ein träge des zentralen Diagnosespeichers auflisten bzw. fahr zeugspezifische Prozesswerte, wie die aktuelle Geschwindig keit, Bahnspannung, etc. anzeigen.

Bei einer bevorzugten Weiterbildung ist die Fahrzeuginforma tion eine Komponenteninformation in Bezug auf eine Komponente des Fahrzeugs. Eine Anzeigeeinheit der Mehrzahl von Anzeige einheiten zeigt die Komponenteninformation in Bezug auf eine Komponente, die in der Nähe der Anzeigeeinheit angeordnet ist, an. Diese Weiterbildung stellt eine besonders zweckmäßi ge Variante für die Verwendung einer eigenen Anzeigewebsite für jede Anzeigeeinheit dar. Die Servereinheit stellt die Komponenteninformationen über die Anzeigewebsite derart be reit, dass einer Anzeigeeinheit Komponenteninformationen zu Komponenten zu entnehmen sind, die sich in der Nähe der An zeigeeinheit befinden. Beispielsweise wird als Komponenteninformation eine Fehlerin formation in Bezug auf eine Tür, Notsprechstelle, etc., die in der Nähe der Anzeigeeinheit angeordnet ist, angezeigt. Zu dem können Prozesswerte, wie die Geschwindigkeit, Spannung, Leistungsaufnahme, etc., der Tür, Notsprechasteile, etc., die in der Nähe von der Anzeigeeinheit angeordnet ist, angezeigt werden.

Die Formulierung „in der Nähe" ist vorzugsweise dahingehend zu verstehen, dass die Komponente näher bei der Anzeigeein heit angeordnet ist als bei einer anderen Anzeigeeinheit der Mehrzahl von Anzeigeeinheiten.

Nach einer weiteren bevorzugten Weiterbildung wird mittels der Servereinheit eine Betreiberwebsite bereitgestellt. Mit tels der Betreiberwebsite ist die jeweilige Anzeigewebsite konfigurierbar. Auf diese Weise wird der Betreiber des Fahr zeugs in die Lage versetzt, die einzelnen Anzeigewebsites zu konfigurieren und an eigene Bedürfnisse anzupassen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Fahrzeug ein spurgebundenes Fahrzeug, insbesondere ein Schie nenfahrzeug .

Die Erfindung betrifft ferner ein Fahrzeug zur Personenbeför derung. Das Fahrzeug umfasst eine Anzeigeeinheit eines Fahr gastinformationssystems und/oder Unterhaltungssystems, welche ausgebildet ist, eine Fahrgastinformation in Bezug auf das Fahrzeug anzuzeigen. Das Fahrzeug ist ausgebildet, einen für die Anzeige vorgesehenen Betriebsmodus einzunehmen. Die An zeigeeinheit ist ausgebildet, eine Fahrzeuginformation in Be zug auf das Fahrzeug anzuzeigen, während das Fahrzeug den für die Anzeige vorgesehenen Betriebsmodus einnimmt.

Zu Vorteilen, Ausführungsformen und Ausgestaltungsdetails des erfindungsgemäßen Fahrzeugs wird auf die vorstehende Be schreibung zu den entsprechenden Merkmalen des erfindungsge mäßen Verfahrens verwiesen. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Figur 1 einen schematischen Aufbau eines spurgebundenen

Fahrzeugs mit einem Fahrgastinformationssystem ge mäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,

Figur 2 einen datentechnischen Aufbau des in Figur 1 ge zeigten Fahrzeugs und

Figur 3 ein schematisches Ablaufdiagramm eines erfindungs gemäßen Verfahrens.

Figur 1 zeigt ein Fahrzeug 1 zur Beförderung von Personen in einer schematischen Seitenansicht. Das Fahrzeug 1 ist als spurgebundenes Fahrzeug 2, insbesondere Schienenfahrzeug 3, ausgebildet. Das Schienenfahrzeug 3 ist als ein Verband von Wagen, insbesondere als Triebzug ausgebildet.

Das im Folgenden beschriebene Ausführungsbeispiel betrifft die Anzeige von Fahrzeuginformationen in Bezug auf das Fahr zeug 1 mittels eines Fahrgastinformationssystems 9 des Fahr zeugs 1. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung von Fahrgastinformationssystemen beschränkt, sondern lässt sich analog auf die Verwendung von Unterhaltungssystemen zur Anzeige von Fahrzeuginformationen anwenden. Figur 2 zeigt schematisch den datentechnischen Aufbau des Fahrzeugs 1 und den Informationsfluss zwischen den einzelnen Einrichtungen, Einheiten und Elementen des Fahrzeugs 1.

Das Fahrzeug 1 weist ein Fahrzeugnetz 10 auf, welches ein erstes Netz 12 und ein zweites Netz 14 umfasst. Das erste Netz 12 ist ein Betreibernetz 13 des Fahrzeugs 1 und das zweite Netz 14 ist ein Steuernetz 15 des Fahrzeugs 1. Das Be treibernetz 13 und das Steuernetz 15 sind jeweils als Ether net-Netz ausgebildet. Das Betreibernetz 13 ist physikalisch und/oder logisch von dem Steuernetz 15 getrennt. Eine Gate- way-Einheit 16 dient zum Übertragen von Daten zwischen dem Steuernetz 15 und dem Betreibernetz 13.

Das Steuernetz 15 ist für einen Betrieb nach dem Profinet- Standard ausgelegt. Das Steuernetz 15 umfasst einen Zugbus, beispielsweise einen Ethernet Train Backbone (ETB), und einen Profinet-Ring, an welchen zumindest eine Subsystemsteuerein heit 110, 112, 114 bzw. 116 angeschlossen ist, die zur Steue rung eines oder mehrerer Betriebsmittel des Fahrzeugs 1 vor gesehen ist. Die Subsystemsteuereinheiten 110, 112, 114 und 116 sind jeweils zur Steuerung einer Aufgabe in Verbindung mit der dem jeweiligen Subsystem zugeordneten Funktionalität vorgesehen. Die Subsystemsteuereinheiten 110, 112, 114 und 116 sind jeweils an das Steuernetz 15 angeschlossen. In dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist als Subsys temsteuereinheit 110 eine Antriebssteuerung, als Subsys temsteuereinheit 112 eine Bremssteuerung, als Subsystemsteu ereinheit 114 eine Steuerung des Fahrzeugtürsystems, als Sub systemsteuereinheit 116 eine Steuerung der Zugsicherung dar gestellt.

Das Fahrgastinformationssystem 9 und ein Kameraüberwachungs system 7 zur Überwachung des Innen- und Außenbereichs des Schienenfahrzeugs sind an das Betreibernetz 13 datentechnisch angebunden. Die entsprechenden Komponenten des Fahrgastinfor- mationssystems 9 und des Kameraüberwachungssystems 7 sind kommunikationstechnisch über das Betreibernetz 13 miteinander verbunden.

An das Betreibernetz 13 sind mehrere Anzeigeeinheiten 22, 24, 26 des Fahrgastinformationssystems 9 datentechnisch ange schlossen.

In einem Verfahrensschritt A nimmt das Fahrzeug 1 einen Nor malbetriebsmodus NB ein. Die Anzeigeeinheiten 22, 24, 26 die nen zur Anzeige von Fahrgastinformationen FGI, während das Fahrzeug 1 den Normalbetriebsmodus NB einnimmt. Eine daten technisch an das Fahrzeugnetz 10 angeschlossene Servereinheit 18 stellt die Fahrgastinformationen FGI bereit. Die Fahrgast informationen FGI werden jeder Anzeigeeinheit 22, 24 und 26 als Website in einem Verfahrensschritt B bereitgestellt. Die Anzeigeeinheiten 22, 24, 26 rufen die Fahrgastinformationen FGI in einem Verfahrensschritt C von der Servereinheit 18 ab und zeigen die Fahrgastinformationen FGI in einem Verfahrens schritt D an.

In einem Verfahrensschritt E nimmt das Fahrzeug 1 als Be triebsmodus einen Instandhaltungsmodus ISM ein. Dies wird beispielsweise ausgelöst, wenn das Fahrzeug 1 in einer Werk statt für Instandhaltungsmaßnahmen abgestellt wird. Mittels eines Systemservers 30 des Steuernetzes 15 wird in einem Ver fahrensschritt El eine Zustandsinformation ZI erzeugt, welche den Betriebsmodus repräsentiert. In einem Verfahrensschritt E2 wird die Zustandsinformation ZI über das Steuernetz 15, die Gateway-Einheit 16 und das Betreibernetz 13 an die Ser vereinheit 18 übertragen.

Anhand der Zustandsinformation ZI ermittelt die Servereinheit 18, dass das Fahrzeug 1 den Instandhaltungsmodus ISM ein nimmt. Während das Fahrzeug 1 den Instandhaltungsmodus ISM einnimmt E, stellt die Servereinheit 18 in einem Verfahrens schritt E3 Fahrzeuginformationen FI in Bezug auf das Fahrzeug 1 und Komponenten des Fahrzeugs 1 bereit.

Die Anzeigeeinheiten 22, 24, 26 rufen die Fahrzeuginformatio nen in einem Verfahrensschritt F von der Servereinheit 18 ab und zeigen die Fahrgastinformationen in einem Verfahrens schritt G an.

Die Anzeigeeinheit 26 ist beispielsweise in der Nähe eines Führerstands 32 des Fahrzeug 1 angeordnet. Mittels dieser An zeigeeinheit 26 werden beispielsweise Einträge eines zentra len Diagnosespeichers angezeigt.

Die Anzeigeeinheit 24 ist beispielsweise in der Nähe einer nicht gezeigten Tür des Fahrzeugs 1 angeordnet. Diese Anzei- geeinheit 24 zeigt beispielsweise aktuelle Fehlermeldungen und Prozesswerte, wie die Geschwindigkeit, Spannungen, Leis tungsaufnahmen, der Tür an. Die Fehlermeldungen und Prozess werte bilden demnach eine Komponenteninformation KI in Bezug auf die Komponente „Tür" des Fahrzeugs 1.

Die Anzeigeeinheit 22 ist beispielsweise in der Nähe einer Notsprechstelle 34 des Fahrzeugs 1 angeordnet. Diese Anzeige einheit 24 zeigt beispielsweise aktuelle Fehlermeldungen und Prozesswerte, wie Spannungen und Leistungsaufnahmen, der Not sprechstelle 34 der Tür an. Die Fehlermeldungen und Prozess werte bilden demnach eine Komponenteninformation KI in Bezug auf die Komponente „Notsprechstelle" des Fahrzeugs 1.

Der Betreiber des Fahrzeugs 1 kann datentechnisch auf die Servereinheit 18 zugreifen. Dazu stellt die Servereinheit 18 eine Betreiberwebsite bereit, die der Betreiber, insbesondere Personal 36 des Bertreibers, beispielsweise mittels einer Be dieneinheit (z. B. die berührungssensitive Anzeigeeinheit 24 des Fahrgastinformationssystems) abrufen kann. Über die Be treiberwebsite kann der Betreiber die jeweilige Anzeigewebsi te konfigurieren. Beispielsweise kann der Betreiber konfigu rieren, welche Fahrzeuginformationen FI in einer Anzeigewebs ite enthalten sind und in welcher Form die Fahrzeuginformati onen FI bei Aufruf der Anzeigewebsite angezeigt werden.