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Title:
METHOD FOR GENERATING A USAGE TIME KEY INDICATOR, AND MANAGEMENT SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/204515
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for generating a usage time key indicator (KPI) for displaying the usage time of a motor vehicle (12) to a user (14) of a management system (10) by means of the management system (10), wherein at least one operating parameter (20) of the motor vehicle (12) is transmitted to a motor vehicle-external electronic computing device (16) of the management system (10), and the usage time key indicator (KPI) is determined by means of the electronic computing device (16) on the basis of the at least one transmitted operating parameter (20). Additionally, at least one loading parameter (22) of the motor vehicle (14) is detected and transmitted to the electronic computing device (16), and the usage time key indicator (KPI) is generated additionally by means of the electronic computing device (16) on the basis of the at least one loading parameter (22). The invention additionally relates to a management system (10).

Inventors:
MAIHOEFER CHRISTIAN (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/057053
Publication Date:
October 14, 2021
Filing Date:
March 19, 2021
Export Citation:
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Assignee:
DAIMLER AG (DE)
International Classes:
G06Q10/08; G07C5/08; G06Q10/06; G07C5/02
Attorney, Agent or Firm:
RIEGE, Britta (DE)
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Claims:
Daimler AG

Patentansprüche

1. Verfahren zum Erzeugen eines Einsatzzeitenschlüsselindikators (KPI) zum Anzeigen einer Einsatzzeit eines Kraftfahrzeugs (12) für einen Nutzer (14) eines Managementsystems (10) mittels des Managementsystems (10), bei welchem zumindest ein Betriebsparameter (20) des Kraftfahrzeugs (12) an eine kraftfahrzeugexterne elektronische Recheneinrichtung (16) des Managementsystems (10) übertragen wird, und bei welchem in Abhängigkeit von dem zumindest einen übertragenen Betriebsparameter (20) mittels der elektronischen Recheneinrichtung (16) der Einsatzzeitenschlüsselindikator (KPI) bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zumindest ein Beladungsparameter (22) des Kraftfahrzeugs (14) erfasst und an die elektronische Recheneinrichtung (16) übertragen wird und der Einsatzzeitenschlüsselindikator (KPI) zusätzlich in Abhängigkeit von dem zumindest einem Beladungsparameter (22) mittels der elektronischen Recheneinrichtung (16) erzeugt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Betriebsparameter (24) ein aktueller Ort des Kraftfahrzeugs (12) und/oder eine aktuelle Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs (12) an die elektronische Recheneinrichtung (16) übertragen wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Beladungsparameter (22) eine Anwesenheit von zumindest einem Insassen (26) des Kraftfahrzeugs (12) bestimmt wird.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines Drucksensors (28) des Kraftfahrzeugs (12) und/oder mittels eines Gurtbelegungssensors (30) des Kraftfahrzeugs (12) die Anwesenheit des zumindest einen Insassen (26) bestimmt wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Beladungsparameter (22) eine Beladung (32) eines Beladungsraums des Kraftfahrzeugs (12) bestimmt wird.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer optischen Erfassungseinrichtung (34) des Kraftfahrzeugs (12) und/oder mittels eines elektromagnetischen Chipsystems die Beladung (32) im Beladungsraum bestimmt wird.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich ein Kraftstofffüllstand eines Kraftstofftanks (36) des Kraftfahrzeugs (12) und/oder ein Ladungszustand eines elektrischen Energiespeichers (38) des Kraftfahrzeugs (12) mit an die elektronische Recheneinrichtung (16) übertragen werden und in Abhängigkeit davon der Einsatzzeitenschlüsselindikator (KPI) bestimmt wird.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der elektronischen Recheneinrichtung (16) ein aktueller Standort des Kraftfahrzeugs (12) mit einer Umgebungskarte mit Orten von Interesse (POI) abgeglichen wird und in Abhängigkeit von dem Abgleich der Einsatzzeitenschlüsselindikator (KPI) bestimmt wird.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Managementsystems (10) eine Vielzahl von

Einsatzzeitenschlüsselindikatoren (KPI) für eine Vielzahl von Kraftfahrzeugen (12, 40) bestimmt werden und in Abhängigkeit von der Vielzahl von Einsatzzeitenschlüsselindikatoren (KPI) ein Flottenschlüsselindikator mittels der elektronischen Recheneinrichtung (16) erzeugt wird.

10. Managementsystem (10) zum Erzeugen eines Einsatzzeitenschlüsselindikators (KPI) zum Anzeigen einer Einsatzzeit eines Kraftfahrzeugs (12) für einen Nutzer (14) des Managementsystems (10) mit zumindest einer elektronischen Recheneinrichtung (16), wobei das Managementsystem (10) zum Durchführen eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 9 ausgebildet ist.

Description:
Verfahren zum Erzeugen eines Einsatzzeitenschlüsselindikators, sowie

Managementsystem

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen eines

Einsatzzeitenschlüsselindikators zum Anzeigen einer Einsatzzeit eines Kraftfahrzeugs für einen Nutzer mittels eines Managementsystems gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. Ferner betrifft die Erfindung ein Managementsystem.

Aus dem Stand der Technik ist bereits bekannt, dass gefahrene Touren mittels eines Kraftfahrzeugs nachträglich analysiert werden können und daraus Szenarien abgeleitet werden können, ob beispielsweise ein Kraftfahrzeug im Stau stand. Für eine effiziente Einsatzsteuerung einer Fahrzeugflotte sind einfache Schlüsselindikatoren, welche auch als Key-Performance-Indikatoren (KPI) bezeichnet werden, unerlässlich. Anstatt komplizierte Szenarien einzeln zu untersuchen, ist in einem Flottenmanager meistens wichtiger, ob definierte Kennzahlen in einer definierten Bandbreite liegen oder sich in eine richtige Richtung entwickeln.

Die WO 2013/138798 A1 offenbart eine Methode zur Bewertung des Fahrerverhaltens auf der Grundlage von Geodäten zur Verbesserung der Sicherheit und Effizienz des Fahrers. Ein Verfahren einer Server-Vorrichtung kann die Bestimmung, dass ein Fahrzeug mit Telemetriedaten kommunikativ mit der Server-Vorrichtung gekoppelt ist und den Vergleich der Telemetriedaten mit objektiven Daten des Fahrers, umfassen. Dann kann eine Abweichung zwischen den Telemetriedaten und den objektiven Fahrerdaten bestimmt werden. Eine Leistungsbewertung kann beim Vergleich der Varianz mit einem Schwellwert und/oder den objektiven Fahrerdaten generiert werden. Die Leistungsbewertung kann zusammen mit anderen Leistungsbewertungen anderer Fahrer in anderen Fahrzeugen veröffentlicht werden, die ebenfalls kommunikativ mit dem Servergerät an ein Berichts-Dashboard-Modul gekoppelt sind. Elemente der Spieltheorie können implementiert werden, um eine Team-Fahr-Herausforderung und/oder ein Fahrleistungsprogramm zu erstellen, um die Leistungsbewertung zu generieren, um die Sicherheit und Effizienz der Fahrer für kommerzielle Flotten zu verbessern.

Die DE 102018 126414 A1 offenbart eine Antriebsstrangsteuerung eines Fahrzeugs, welche ein Kraftstoffpumpenaktorsignal, das einen Kraftstoffdurchsatz anzeigt, an einem Fahrzeugbus bereitstellt. Ein Prozessor ist dazu konfiguriert, Daten von dem Fahrzeugbus zu empfangen. Der Prozessor führt eine Integration des Aktorsignals durch, um den Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs kumulieren und sendet periodisch den kumulierten Kraftstoffverbrauch, die Fahrzeuggeschwindigkeit, die Motordrehzahl, den Motorzustand und den Fahrzeugstandort an einen Remote-Server. Eine Teilmenge des kumulierten Kraftstoffverbrauchs wird für eine Menge von Fahrzeugen einer Flotte, die eine Route während eines Zeitrahmes fahren, abgerufen, wobei der kumulierte Kraftstoffverbrauch aus Kraftstoffpumpenaktorsignalen zusammengestellt wird. Kraftstoffverschwendung wird für festgestellte Leerlaufzeiträume in dem kumulierten Kraftstoffverbrauch berechnet. Ein finanzieller Verlust aufgrund der Kraftstoffverschwendung wird berechnet. Ein Bericht wird erstellt, der den finanziellen Verlust beinhaltet.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren sowie ein Managementsystem zu schaffen, mittels welchen eine vereinfachte Ermittlung von Produktivzeiten des Kraftfahrzeugs realisiert werden kann.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren sowie durch ein Managementsystem gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen eines Einsatzzeitenschlüsselindikators zum Anzeigen einer Einsatzzeit eines Kraftfahrzeugs für einen Nutzer mittels eines Managementsystems, bei welchem zumindest ein Betriebsparameter des Kraftfahrzeugs an eine kraftfahrzeugexterne elektronische Recheneinrichtung des Managementsystems übertragen wird und bei welchem in abhängig von dem zumindest einen übertragenen Betriebsparameter mittels der elektronischen Recheneinrichtung der Einsatzzeitenschlüsselindikator bestimmt wird.

Es ist vorgesehen, dass zusätzlich zumindest ein Beladungsparameter des Kraftfahrzeugs erfasst und an die elektronische Recheneinrichtung übertragen wird und der Einsatzzeitenschlüsselindikator zusätzlich in Abhängigkeit von dem zumindest einen Beladungsparameter mittels der elektronischen Recheneinrichtung erzeugt wird.

Dadurch kann die Ermittlung von Produktivzeiten des Kraftfahrzeugs zuverlässig und einfach bestimmt werden. Insbesondere schlägt somit die Erfindung vor, dass für das Managementsystem einer beispielsweise Fahrzeugflotte ein Key-Perfomance-Indikator (KPI), welcher dem Einsatzzeitenschlüsselindikator entspricht, angezeigt wird, der die produktive Einsatzzeit ermittelt und beispielsweise gegen nicht-produktive Zeiten abgrenzt.

Mit anderen Worten ist vorgesehen, dass für das Kraftfahrzeug oder für eine Vielzahl von Kraftfahrzeugen, welche dann beispielsweise als Flotte bezeichnet werden können, ein einfacher KPI ermittelt wird, der produktive Einsatzzeiten ermittelt. Eine produktive Einsatzzeit kann zum Beispiel ein Transport einer Ware beziehungsweise die Beförderung einer Person sein. Demgegenüber können nicht-produktive Einsatzzeiten beispielsweise Leerfahrten, Tankfahren, Reinigungsfahrten oder Werkstattaufenthalte sein.

Es ist selbstverständlich möglich, dass ein Nutzer des Managementsystems, welcher auch als Flottenmanager bezeichnet werden kann, selbst festlegen kann, ob eine produktive oder nicht-produktive Einsatzzeit des Kraftfahrzeugs vorliegt. Kann beispielsweise bei einem Kundendienstfahrzeug die Anfahrt dem Kunden in Rechnung gestellt werden, so liegt eine produktive Einsatzzeit vor. Kann dies, wie beispielsweise bei einem Taxi, nicht gemacht werden, so kann für diese Branche oder diesen Kunden ein Szenario „leerer Anfahrtsweg“ eine nicht-produktive Einsatzzeit vorliegen.

Ebenso kann dem Kunden überlassen sein, die Klassifizierung für folgende Beispiele durchzuführen. Beispielsweise können Beladungszeiten von Kraftfahrzeugen, Entladezeiten von Fahrzeugen, Zwischenstopps für die Aufnahme oder Abgabe von Waren oder Personen als produktive Einsatzzeit oder als nicht-produktive Einsatzzeit in Abhängigkeit des Nutzers eingestuft werden.

Es ist somit vorgeschlagen, dass die Einsatzzeiten des Kraftfahrzeugs ermittelt werden und dem Kunden, wie beispielsweise einem Flottenmanager, geeignet angezeigt werden. Dies kann für das Einzelkraftfahrzeug geschehen aber auch gemittelt oder sumiert über eine Vielzahl von Kraftfahrzeugen durchgeführt werden. Auch kann der Einsatzzeitenschlüsselindikator ein absoluter Wert sein, beispielsweise „in dieser Woche 17 Stunden produktive Einsatzzeit“ oder als relativer Wert, beispielsweise „27% produktive Einsatzzeit“, angegeben werden.

Als Ergänzung kann beispielsweise der Flottenmanager geographische Gebiete, sogenannte Geofences, definieren und klassifizieren. So kann er beispielsweise einen Geofence festlegen, der ein Warendepot kennzeichnet und einen Aufenthalt des Kraftfahrzeugs darin einer produktiven oder nicht-produktiven Einsatzzeit zuordnen. Insbesondere wird somit ein einfacher skalarer Wert erzeugt, der die produktive Einsatzzeit oder das Verhältnis der produktiven Einsatzzeit zur nicht-produktiven Einsatzzeit ermittelt und geeignet dem Flottenmanager darstellt.

Bevorzugt kann weiterhin vorgesehen sein, dass über verschiedene Zeiträume der Einsatzzeitenschlüsselindikator beobachtet beziehungsweise gespeichert wird und somit beispielsweise einen Vergleich ermöglicht. Beispielsweise kann als Zeitraum diese Woche 30%, die Vorwoche 27% oder diese Woche 30%, diesen Monat 27% oder dieses Jahr 25% als Zeitraum mit dem Einsatzzeitenschlüsselindikator angezeigt werden.

Beispielsweise kann hierzu vorgesehen sein, dass Managementsystem eine Anzeigeeinrichtung aufweist, welche dann wiederum den Einsatzzeitenschlüsselindikator für den Nutzer, insbesondere den Flottenmanager, anzeigt.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform werden als Betriebsparameter ein aktueller Ort des Kraftfahrzeugs und/oder eine aktuelle Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs an die elektronische Recheneinrichtung übertragen. Insbesondere ist es somit ermöglicht, dass beispielsweise auf Basis des Betriebsparameters festgestellt werden kann, ob das Kraftfahrzeug fährt, steht oder parkt. Somit ist es ermöglicht, dass zuverlässig überprüft werden kann, ob das Kraftfahrzeug gerade eine produktive Einsatzzeit oder nicht-produktive Einsatzzeit aufweist. Somit kann zuverlässig der Einsatzzeitenschlüsselindikator erzeugt werden.

Ebenfalls vorteilhaft ist, wenn als Beladungsparameter eine Anwesenheit von zumindest einem Insassen des Kraftfahrzeugs bestimmt wird. Insbesondere kann auch eine Vielzahl von Insassen im Kraftfahrzeug bestimmt werden. Beispielsweise bei einem Taxi kann somit ermittelt werden, ob das Taxi Insassen aufweist und somit eine produktive Einsatzzeit oder eine nicht-produktive Einsatzzeit durchführt. Dadurch ist es ermöglicht, dass zuverlässig der Einsatzzeitenschlüsselindikator erzeugt werden kann. Weiterhin vorteilhaft ist, wenn mittels eines Drucksensors des Kraftfahrzeugs und/oder mittels eines Gurtbelegungssensors des Kraftfahrzeugs die Anwesenheit des zumindest einen Insassen bestimmt wird. Insbesondere kann der Drucksensor beispielsweise in einen Fahrzeugsitz integriert sein und somit automatisch, wenn sich der Insasse auf den Fahrzeugsitz setzt, die Anwesenheit des Insassen bestimmen. Ferner kann auf Basis des Gurtbelegungssensors zuverlässig und automatisch die Anwesenheit des Insassen bestimmt werden. Es sind auch weitere Möglichkeiten umfasst, um den Insassen oder den Beladungsparameter zu erfassen. Beispielsweise kann auch mittels einer Kamera die Anwesenheit des Insassen im Kraftfahrzeug erfasst werden. Dadurch kann auf einfache Art und Weise der Einsatzzeitenschlüsselindikator bestimmt werden.

Gemäß einerweiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform wird als Beladungsparameter eine Beladung eines Beladungsraums des Kraftfahrzeugs bestimmt. Insbesondere kann als Beladung vorliegend somit eine Zuladung beziehungsweise Gepäck, beispielsweise im Kofferraum als Beladungsraum, bestimmt werden. Dadurch ist es ermöglicht, dass auf Basis der Beladung eine produktive Einsatzzeit und eine nicht-produktive Einsatzzeit differenziert werden kann. Somit kann der Einsatzzeitenschlüsselindikator zuverlässig bestimmt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform wird mittels einer optischen Erfassungseinrichtung des Kraftfahrzeugs und/oder mittels eines elektromagnetischen Chipsystems die Beladung im Beladungsraum bestimmt. Beispielsweise kann die optische Erfassungseinrichtung als Scanner ausgebildet sein, wodurch dann wiederum auf Basis des Scannens die Beladung und der Beladungsparameter, beispielsweise mittels eines Strichcodes auf der Beladung, bestimmt werden können. Ferner kann beispielsweise mittels eines elektromagnetischen Chipsystems, beispielsweise mittels eines NFC-Systems (Near Field Communication - Nahfeldkommunikation) die Beladung im Beladungsraum zuverlässig erfasst werden. Somit ist eine zuverlässige Bestimmung des Einsatzzeitenschlüsselindikators ermöglicht.

Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn zusätzlich ein Kraftstofffüllstand eines Kraftstofftanks eines Kraftfahrzeugs und/oder ein Ladezustand eines elektrischen Energiespeichers des Kraftfahrzeugs an die elektronische Recheneinrichtung übertragen werden und in Abhängigkeit davon der Einsatzzeitenschlüsselindikator bestimmt wird. Insbesondere kann somit die Betankung des Kraftfahrzeugs detektiert werden, indem der Kraftstofffüllstand überwacht wird. Insbesondere ist beispielsweise ein Betanken des Kraftfahrzeugs als nicht-produktive Einsatzzeit zu werten. Durch diese zusätzliche Auswertung des Kraftstofffüllstands kann somit zuverlässig der Einsatzzeitenschlüsselindikator ermittelt werden.

Ebenfalls vorteilhaft ist, wenn mittels der elektronischen Recheneinrichtung ein aktueller Standort des Kraftfahrzeugs mittels einer Umgebungskarte mit Orten von Interesse abgeglichen wird und in Abhängigkeit von dem Abgleich der

Einsatzzeitenschlüsselindikator bestimmt wird. Beispielsweise kann der Standort des Kraftfahrzeugs mit einer Datenbank von bekannten Orten von Interesse abgeglichen werden, welche beispielsweise Tankstellen, Waschstraßen oder Werkstätten entsprechen. Hieraus kann dann wiederum die elektronische Recheneinrichtung ableiten, ob eine produktive oder nicht-produktive Einsatzzeit vorliegt. In Abhängigkeit davon kann dann wiederum zuverlässig der Einsatzzeitenschlüsselindikator für den Nutzer bestimmt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform wird mittels des Managementsystems eine Vielzahl von Einsatzzeitenschlüsselindikatoren für eine Vielzahl von Kraftfahrzeugen bestimmt und in Abhängigkeit von der Vielzahl von Einsatzzeitenschlüsselindikatoren ein Flottenschlüsselindikator mittels der elektronischen Recheneinrichtung erzeugt. Insbesondere ist es dadurch ermöglicht, dass für eine gesamte Flotte ein gemeinsamer Einsatzzeitenschlüsselindikator, welcher dem Flottenschlüsselindikator entspricht, erzeugt werden kann. Somit kann ein Flottenmanager einen Überblick erhalten, inwieweit seine Flotte produktiv beziehungsweise nicht-produktiv ist. Somit kann ein einfacher Überblick für den Nutzer erzeugt werden, welcher ihm eine zuverlässige Einschätzung der Einsatzzeiten bei einer Vielzahl von Kraftfahrzeugen ermöglicht.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Managementsystem zum Erzeugen eines Einsatzzeitenschlüsselindikators zum Anzeigen einer Einsatzzeit eines Kraftfahrzeugs für einen Nutzer mit zumindest einer elektronischen Recheneinrichtung, wobei das Managementsystem zum Durchführen eines Verfahrens nach dem vorhergehenden Aspekt ausgebildet ist. Insbesondere wird das Verfahren mittels des Managementsystems durchgeführt.

Vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Verfahrens sind als vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Managementsystems anzusehen. Das Managementsystem weist dazu gegenständliche Merkmale auf, welche eine Durchführung des Verfahrens und eine vorteilhafte Ausgestaltungsform davon ermöglichen. Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in der einzigen Figur alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Dabei zeigt die einzige Figur eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform eines Managementsystems.

In der Figur sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Die Figur zeigt in einer schematischen Seitenansicht eine Ausführungsform eines Managementsystems 10. Das Managementsystem 10 ist zum Erzeugen eines Einsatzzeitenschlüsselindikators KPI zum Anzeigen einer Einsatzzeit eines Kraftfahrzeugs 12 für einen Nutzer 14 des Managementsystems 10 mit mindestens einer elektronischen Recheneinrichtung 16 ausgebildet. Das Managementsystem 10 weist vorliegend insbesondere weiterhin eine Anzeigeeinrichtung 18 auf, auf welcher der Einsatzzeitenschlüsselindikator KPI für den Nutzer 14 angezeigt werden kann. Der Nutzer 14 kann auch als Flottenmanager bezeichnet werden.

Bei einem Verfahren zum Erzeugen des Einsatzzeitenschlüsselindikators KPI wird zum Anzeigen einer Einsatzzeit des Kraftfahrzeugs 12 für den Nutzer 14 mittels des Managementsystems 10 zumindest ein Betriebsparameter 20 des Kraftfahrzeugs 12 an die kraftfahrzeugexterne elektronische Recheneinrichtung 16 des Managementsystems 10 übertragen, und es wird in Abhängigkeit von dem zumindest einen übertragenen Betriebsparameter 20 mittels der elektronischen Recheneinrichtung 16 der Einsatzzeitenschlüsselindikator KPI bestimmt.

Es ist vorgesehen, dass zusätzlich zumindest ein Beladungsparameter 22 des Kraftfahrzeugs 12 erfasst und an die elektronische Recheneinrichtung 16 übertragen wird und der Einsatzzeitenschlüsselindikator KPI zusätzlich in Abhängigkeit von dem zumindest einen Beladungsparameter 22 mittels der elektronischen Recheneinrichtung 16 erzeugt wird.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass als Betriebsparameter 20 ein aktueller Ort des Kraftfahrzeugs 12 und/oder eine aktuelle Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs 12 an die elektronische Recheneinrichtung 16 übertragen werden. Beispielsweise kann mittels eines mobilen Netzwerks 24 der Betriebsparameter 20 und/oder der Beladungsparameter 22 an die kraftfahrzeugexterne elektronische Recheneinrichtung 16 übertragen werden.

Ferner kann vorgesehen sein, dass als Beladungsparameter 22 eine Anwesenheit von zumindest einem Insassen 26 des Kraftfahrzeugs 12 bestimmt wird. Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass mittels eines Drucksensors 28 und/oder mittels eines Gurtbelegungssensors 30 des Kraftfahrzeugs 12 die Anwesenheit des zumindest einen Insassen 26 bestimmt wird. Ferner kann vorgesehen sein, dass als Beladungsparameter 22 eine Beladung 32 eines Beladungsraums des Kraftfahrzeugs 12, beispielsweise eines Kofferraums des Kraftfahrzeugs 12, bestimmt wird. Hierzu kann beispielsweise vorgesehen sein, dass mittels einer optischen Erfassungseinrichtung 34 des Kraftfahrzeugs 12 und/oder mittels eines elektromagnetischen Chipsystems, beispielsweise eines NFC-Systems, die Beladung 32 im Beladungsraum bestimmt wird.

Ferner kann beispielsweise vorgesehen sein, dass zusätzlich ein Kraftstofffüllstand eines Kraftstofftanks 36 des Kraftfahrzeugs 12 und/oder ein Ladungszustand eines elektrischen Energiespeichers 38 des Kraftfahrzeugs 12 mit an die elektronische Recheneinrichtung 16 übertragen werden und in Abhängigkeit davon der Einsatzzeitenschlüsselindikator KPI bestimmt wird. Ferner kann vorgesehen sein, dass mittels der elektronischen Recheneinrichtung 16 ein aktueller Standort des Kraftfahrzeugs 12 mit einer Umgebungskarte mit Orten von Interesse POI abgeglichen wird und in Abhängigkeit von dem Abgleich der Einsatzzeitenschlüsselindikator KPI bestimmt wird.

Ferner zeigt die Figur ein weiteres Kraftfahrzeug 40, wobei dadurch gzeigt wird, dass mittels des Managementsystems 10 eine Vielzahl von Einsatzzeitenschlüsselindikatoren KPI für eine Vielzahl von Kraftfahrzeugen 12, 40 bestimmt werden kann und in Abhängigkeit von der Vielzahl von Einsatzzeitenschlüsselindikatoren KPI ein Flottenschlüsselindikator mittels der elektronischen Recheneinrichtung 16 erzeugt wird. Insbesondere zeigt somit die Figur, dass für das Managementsystem^, beispielsweise eine Fahrzeugflotte, welche vorliegend dann der Vielzahl von Kraftfahrzeugen 12, 40 entspricht, ein sogenannter Key-Perfomance-Indikator (KPI) und somit der Einsatzzeitenschlüsselindikator KPI angezeigt wird, der die produktive Einsatzzeit ermittelt und gegen nicht-produktive Einsatzzeiten abgrenzt. Insbesondere für eine effiziente Einsatzsteuerung einer Fahrzeugflotte sind einfache Key-Perfomance- Indikatoren unerlässlich. Anstatt komplizierte Szenarien einzeln zu untersuchen, ist einem Flottenmanager, der vorliegend dem Nutzer 14 entspricht, meistens wichtiger, ob definierte Kennzahlen an einer definierten Bandbreite liegen oder sich in die richtige Richtung entwickeln. Hierzu zeigt die Figur, dass für die Flotte ein einfacher Einsatzzeitenschlüsselindikator KPI ermittelt wird, der produktive Einsatzzeiten ermittelt. Eine produktive Einsatzzeit kann beispielsweise ein Transport einer Ware, beispielsweise die Beladung 32, oder die Beförderung eines Insassen 26 sein. Demgegenüber können nicht-produktive Einsatzzeiten beispielsweise Leerfahrten, Tankfahrten, Reinigungsfahrten oder Werkstattaufenthalte sein. Es ist natürlich möglich, dass der Nutzer 14 selbst festlegt, ob eine produktive oder nicht-produktive Einsatzzeit vorliegt.

Kann beispielsweise bei einem Kundendienstfahrzeug die Anfahrt dem Kunden in Rechnung gestellt werden, so liegt eine produktive Einsatzzeit vor. Kann dies beispielsweise bei einem Taxi nicht gemacht werden, so liegt für diese Branche oder diesen Kunden für das Szenario „leerer Anfahrtsweg“ eine nicht-produktive Einsatzzeit vor. Ebenso kann es dem Nutzer 14 überlassen sein, ob eine Klassifizierung zur nicht produktiven Einsatzzeit oder produktiven Einsatzzeit, beispielsweise Beladungszeiten von Kraftfahrzeugen 12, 40, Entladezeiten von Kraftfahrzeugen 12, 40, Zwischenstopps für die Aufnahme oder Abgabe von Waren oder Personen, durchgeführt wird.

Ferner zeigt die Figur, dass diese Einsatzzeiten ermittelt werden können und dem Nutzer 14 insbesondere auf der Anzeigeeinrichtung 18 angezeigt werden können. Dies kann für das Kraftfahrzeug 12 geschehen, aber auch für Vielzahl, wobei Vielzahl vorliegende insbesonder mehr als eins bedeutet, von Kraftfahrzeugen 12, 40 und somit einer ganzen Flotte von Kraftfahrzeugen 40. Auch kann dies als absoluter Wert erfolgen, beispielsweise „in dieser Woche 17 Stunden produktive Einsatzzeit“ oder als relativer Wert, beispielsweise „27% produktive Einsatzzeit“.

Insbesondere wird hierzu der Betriebsparameter 20, wie beispielsweise Ort und Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs 12, an die elektronische Recheneinrichtung 16 übertragen. Hieraus können dann beispielsweise Szenarien wie „fährt“, „steht“ oder „parkt“ abgeleitet werden. Das Kraftfahrzeug 12 ermittelt beispielsweise durch den Drucksensor 28, wie auch für die Gurtanschnallpflicht verbaut, ob ein Insasse 26 im Kraftfahrzeug 12 ist. Das Kraftfahrzeug 12 ermittelt über geeignete Sensoren die Beladung 32, beispielsweise über einen Scanner oder über die NFC-Technik. In ähnlicher Weise können auch Betankungen detektiert werden, indem der Kraftstofffüllstand überwacht wird. Ebenfalls möglich ist, dass der Fahrzeugstandort mit einer Datenbank von Orten von Interesse POI (Point Of Interest) abgeglichen wird, wobei diese beispielsweise einer Tankstelle, einer Waschstraße und einer Werkstatt entsprechen. Hieraus kann dann die elektronische Recheneinrichtung 16, insbesondere mittels eines Algorithmus, ableiten, ob eine produktive oder nicht-produktive Einsatzzeit vorliegt.

Eine Ergänzung kann darin bestehen, dass von dem Nutzer 14 geographische Gebiete, sogenannte Geofences, definiert und klassifiziert werden. So kann der Nutzer 14 beispielsweise eine Geofence festlegen, der ein Warendepot kennzeichnet, und einen Aufenthalt des Kraftfahrzeugs 12 dann einer produktiven oder nicht-produktiven Einsatzzeit zuordnen.

Schlussendlich wird daraus ein einfacher skalarer Wert, der

Einsatzzeitenschlüsselindikator KPI, ermittelt, der die produktive Einsatzzeit oder das Verhältnis der produktiven Einsatzzeit zur nicht-produktiven Einsatzzeit ermittelt und geeignet dem Nutzer 14 darstellt. Insbesondere kann vorteilhaft sein, wenn es über verschiedene Zeiträume erfolgt und somit ein Vergleich ermöglicht wird. Beispielsweise kann der Einsatzzeitenschlüsselindikator KPI angeben, dass diese Woche 30%, die Vorwoche 27% oder diese Woche 30%, diesen Monat 27% und dieses Jahr 25 Einsatzzeit für das Kraftfahrzeug 12 oder für das weitere Kraftfahrzeug 40 zu verzeichnen sind.

Insgesamt zeigt die Erfindung ein Verfahren zur Ermittlung und Anzeige von produktiven Einsatzzeiten im Flottenmanagement.