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Title:
METHOD FOR INITIALIZING THE ACTUATION UNIT OF A SHIFT DEVICE, AND SHIFT DEVICE FOR A POWERSHIFT TRANSMISSION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/159795
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for initializing the actuation unit (9) of a shift device (8), which can be moved in both movement directions along a shift shaft (6), for the alternate connection of two gearwheels (5a, 5b) into a transmission power flow, in which method a sensor (11) of the actuation unit (9) is used for detecting the position of the shift device (8), for which purpose the shift device (8) is moved successively in both movement directions as far as the blocked end position at the respective gearwheel (5a, 5b), wherein from this the movement travel (x) between the two blocked positions is determined, said movement travel subsequently being compared with the stored four possible movement travels (xNB, XGB, Xli, Xre), from which the actual position of the shift device (8) is established in order to initialize the actuation unit (9) in the case of different shift-through travels (S4 to S2, S1 to S3) in the two movement directions.

Inventors:
DREIBHOLZ RALF (DE)
REISCH MATTHIAS (DE)
Application Number:
PCT/EP2012/054879
Publication Date:
November 29, 2012
Filing Date:
March 20, 2012
Export Citation:
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Assignee:
ZAHNRADFABRIK FRIEDRICHSHAFEN (DE)
DREIBHOLZ RALF (DE)
REISCH MATTHIAS (DE)
International Classes:
F16H59/68; F16H61/28; F16H61/32; F16H63/30
Foreign References:
DE102004010271A12005-09-29
DE102008000641A12009-09-17
DE19731842B42009-11-12
DE19731842B42009-11-12
DE102008000641A12009-09-17
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Claims:
Patentansprüche

1 . Verfahren zur Initialisierung der Betätigungseinheit (9) einer in beide Bewegungsrichtungen entlang einer Schaltwelle (6) verfahrbaren Schalteinrichtung (8) zum wechselseitigen Aufschalten zweier Zahnräder (5a, 5b) in einen Getriebeleistungs- fluss, bei dem ein Sensor (1 1 ) der Betätigungseinheit (9) zur Positionserfassung der Schalteinrichtung (8) verwendet wird, wofür die Schalteinrichtung (8) nacheinander in beide Bewegungsrichtungen bis zur endseitigen Blockadestellung an dem jeweiligen Zahnrad (5a, 5b) gefahren wird, dadurch gekennzeichnet, dass hieraus der Verfahr- weg (x) zwischen beiden Blockadestellungen ermittelt wird, welcher anschließend mit den hinterlegten vier möglichen Verfahrwegen (XNB, XGB, XN, xre) verglichen wird, woraus die Ist-Stellung der Schalteinrichtung (8) festgestellt wird, um die Betätigungseinheit (9) bei in beiden Bewegungsrichtungen unterschiedlichen Durchschaltwegen (S4 bis S2, S1 bis S3) zu initialisieren.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass beide Bewegungsrichtungen mehrfach durchfahren werden und die jeweiligen Ergebnisse für die Ist-Stellung der Schalteinrichtung (8) anschließend gemittelt werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die der jeweiligen Stellung der Schalteinrichtung (8) entsprechende Drehstellung der Motorwelle eines Elektromotors (10) als Aktor der Betätigungseinheit (9) nach jedem Schaltvorgang erfasst und gespeichert wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Übereinstimmung des ermittelten Verfahrwegs (x) mit dem kürzesten hinterlegten Verfahr- weg (XNL), als eine beidseitige Zahn-auf-Zahn-Stellung der Schalteinrichtung (8) mit den beiden Zahnrädern (5a, 5b) ausgewertet wird.

5. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Übereinstimmung des ermittelten Verfahrwegs (x) mit dem längsten hinterlegten Verfahr- weg (XGB), als eine beidseitige Durchschaltstellung der Schalteinrichtung (8) mit den beiden Zahnrädern (5a, 5b) ausgewertet wird.

6. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Übereinstimmung des ermittelten Verfahrwegs (x) mit dem hinterlegten Verfahrweg (xre), als eine nur rechtsseitige Zahn-auf-Zahn-Stellung der Schalteinrichtung (8) mit den beiden Zahnrädern (5a, 5b) ausgewertet wird.

7. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine Übereinstimmung des ermittelten Verfahrwegs (x) mit dem hinterlegten Verfahrweg (XN), als eine nur linksseitige Zahn-auf-Zahn-Stellung der Schalteinrichtung (8) mit den beiden Zahnrädern (5a, 5b) ausgewertet wird.

8. Schalteinrichtung für ein Lastschaltgetriebe mit einer Betätigungseinheit (9), die zum wechselseitigen Aufschalten zweier Zahnräder (5a, 5b) in einen Getriebeleis- tungsfluss eine entlang einer Schaltwelle (6) verfahrbare Schalteinrichtung (8) zur Initialisierung nacheinander in beide Bewegungsrichtungen bis zur endseitigen Blockadestellung an dem jeweiligen Zahnrad (5a, 5b) verfährt, wobei ein Sensor (1 1 ) der Betätigungseinheit (9) zur Positionserfassung der Schalteinrichtung (8) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektronische Auswerteeinheit (12) aus der von dem Sensor (1 1 ) jeweils erfassten Position der Schalteinrichtung (8) den Verfahrweg (x) zwischen beiden Blockadestellungen ermittelt, um diesen mit den hinterlegten vier möglichen Verfahrwegen (XNB, XGB, XN, xre) der Schalteinrichtung (8) zu vergleichen, woraus die Ist-Stellung der Schalteinrichtung (8) feststellbar ist, um die Betätigungseinheit (9) bei in beiden Bewegungsrichtungen unterschiedlichen Durchschalt- wegen (S4 bis S2, S1 bis S3) zu initialisieren.

9. Schalteinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die als elektromechanischer Schaltsteller ausgebildete Betätigungseinheit (9) des Schaltelementes (7) einen Elektromotor (10) als Aktor umfasst.

10. Schalteinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (10) ein bürstenloser Gleichstrommotor ist.

1 1 . Schalteinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (10) einen integrierten Sensor (1 1 ) zur Erfassung der aktuellen Drehstellung aufweist.

12. Lastschaltgetriebe, vorzugsweise Doppelkupplungsgetriebe, mit wenigstens einer Schalteinrichtung (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
VERFAHREN ZUR INITIALISIERUNG DER BETA IGUNGSEINHEIT EINER SCHALTEINRICHTUNG UND SCHALTEINRICHTUNG FÜR EIN LASTSCHALTGETRIEBE

Die Erfindung betrifft eine Schalteinrichtung für ein Lastschaltgetriebe, mit einer Betätigungseinheit, die zum wechselseitigen Aufschalten zweier Zahnräder in einen Getriebeleistungsfluss, wobei zur Initialisierung eine entlang einer Schaltwelle verfahrbare Schalteinrichtung nacheinander in beide Bewegungsrichtungen bis zur endseiti- gen Blockadestellung an dem jeweiligen Zahnrad verfährt und eine Sensorik der Betätigungseinheit zur Positionserfassung der Schalteinrichtung vorgesehen ist. Die Erfindung betrifft des Weiteren auch ein Lastschaltgetriebe selbst und insbesondere ein Verfahren zur Initialisierung der Betätigungseinheit einer vorstehend angegebenen Schalteinrichtung.

Das Einsatzgebiet der Erfindung erstreckt sich vornehmlich auf Doppelkupplungsgetriebe. Diese bestehen prinzipiell aus mindestens zwei parallel geschalteten Einzelgetrieben, welche jedes für sich mindestens ein Lastschaltelement und eine Reihe von formschlüssig schaltenden Schaltelementen besitzen. Ein Schaltelement ist dabei Bestandteil einer Schalteinrichtung, welche auch eine Betätigungseinheit für das Schaltelement umfasst. Im jeweils lastfreien Getriebezweig eines Doppelkupplungsgetriebes können Gänge durch Einlegen der formschlüssig schaltenden Schaltelemente vorbereitet werden. Das Schalten dieser formschlüssig schaltenden Schaltelemente wird mit Hilfe der Betätigungseinheit beispielsweise hydraulisch, elektromechanisch, elektromagnetisch oder pneumatisch durchgeführt. Die Erfindung lässt sich jedoch auch bei anderen Lastschaltgetrieben einsetzen, welche vornehmlich automatisch betätigt werden.

Bei der Verwendung elektromechanischer Betätigungseinheiten, sogenannten Schaltstellern, ist es erforderlich, deren aktuelle Stellung zu kennen, um zwischen eingelegter und nicht eingelegter Position der Betätigungseinheit unterscheiden zu können. Die Betätigungseinheit umfasst in der Regel Elektromotoren, welche außerhalb oder innerhalb einer Schaltwelle angeordnet sind. Deren rotatorische Bewegung wird durch ein mechanisches Übertragungselement in eine translatorische Bewegung entlang der Schaltwelle für die Betätigung der formschlüssig schaltenden Schalteinrichtung umgewandelt. Um die Zahl der Schalteinrichtungen gering zu halten, sind in all- gemein bekannter Weise durch eine Schalteinrichtung immer zwei benachbart auf der Schaltwelle angeordnete Zahnräder per Formschluss wechselseitig in den Leistungs- fluss des Getriebes schaltbar.

Aus der DE 197 31 842 B4 geht eine schaltbare Übersetzungsstufe eines Lastgetriebes hervor, bei welcher im vorstehend erläuterten Sinne zwei benachbart auf einer als Schaltwelle ausgebildeten Ausgangswelle angeordnete Zahnräder über eine Schalteinrichtung wechselseitig in den Leistungsfluss derart einschaltbar sind, dass eine der beiden vorhandenen Getriebestufen unterschiedlicher Übersetzung wirkt. Die axial positionsveränderliche Schalteinrichtung ist zur Änderung der Übersetzung in die richtige Position zu bringen. Wird die korrekte axiale Position nicht erreicht, ergibt sich kein wirksamer Zahneingriff, was zu einer Fehlfunktion des Getriebes führt. Besonders kritisch wird eine solche Fehlfunktion des Getriebes dann, wenn in einem Fahrzeug automatisierte oder weitgehend automatisierte Steuerungsprozesse für das Getriebe ablaufen, die durch eine mögliche Fehlfunktion beeinträchtigt werden, weil die Möglichkeit des Bedieners, auf eine Fehlfunktion zu reagieren, eingeschränkt ist.

Aus diesem Grunde ist es erforderlich, die aktuelle Position der Schalteinrichtung zu überwachen, um einen Lastwechsel nur dann durchzuführen, wenn ein zuverlässiger Zahneingriff gegeben ist, also keine Zahn-auf-Zahn-Stellung oder Zwischenstellungen vorliegen.

Um eine derartige Funktionsüberwachung zu realisieren, wird bei diesem Stand der Technik vorgeschlagen, dass ein Sensor die Ausgangsposition der Schalteinrichtung erfasst und eine nachgeschaltete Recheneinrichtung diese abspeichert. Anschließend wird die Schalteinrichtung zur anderen Schaltposition hin betätigt. Anschließend wird die von der Schalteinrichtung eingenommene Endposition durch den Sensor erfasst und wiederum durch die Recheneinrichtung gespeichert. Die der jeweiligen Endstellung entsprechende Positionsinformation wird anhand vorgegebener Beurteilungskriterien anschließend durch die Recheneinrichtung beurteilt. Anschließend wird der Zyklus solange wiederholt, bis ein vorgegebenes Beurteilungskriterium erfüllt ist, also eine günstige Zahneingriffsstellung erreicht ist. Als Beurteilungskriterium wird hierbei das in das Getriebe eingeleitete oder vom Getriebe abgegebene Drehmoment oder der Abfall der Motordrehzahl verwendet, was steuerungstechnisch recht aufwändig erscheint.

Gemäß einer anderen allgemein bekannten Lösung des Standes der Technik wird auf eine zusätzliche Absolutpositionserfassung der Schalteinrichtung verzichtet indem auf die Sensorik der vorhandenen elektromotorischen Betätigungseinheit zurückgegriffen wird. Hierdurch besteht jedoch das Problem, dass beim Einschalten des Systems die aktuelle Absolutposition der mindestens einen Betätigungseinheit des Getriebes unbekannt ist.

Aus der DE 10 2008 000 641 A1 geht eine technische Lösung hervor, welche dieses Problem durch ein spezielles Verfahren zur Initialisierung der Betätigungseinrichtung des Getriebes löst. Es wird die Positionserfassung der Betätigungseinrichtung verwendet, in dem mit der Schalteinrichtung nacheinander in jede der beiden Bewegungsrichtungen bis zu einer Blockade zumindest eine Bewegung durchgeführt wird. Die jeweilige Endposition an den Blockadestellen wird durch die Positionserfassung der Betätigungseinrichtung ermittelt. Aus den erfassten Endpositionen wird eine dem jeweiligen Ende der Gassenbreite (GB) oder der Neutralbreite (NB) zugeordnete Absolutposition (S1 , S2, S3, S4) in der Schaltgasse durch einen Vergleich der Abstände zwischen den erfassten Positionen und der Gassenbreite (GB) oder der Neutralbreite (NB) der Schaltgasse bestimmt.

Allerdings ist diese technische Lösung für in unterschiedliche Richtungen gleiche Durchschaltwege gedacht.

Es ist demgegenüber die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Initialisierung der Betätigungseinheit einer in beide Bewegungsrichtungen entlang einer Schaltwelle verfahrbaren Schalteinrichtung mit unterschiedlichen Durchschalt- wegen zu schaffen, welche sich zur Absolutpositionserfassung in der Schaltgasse der Positionserfassung der Betätigungseinrichtung bedienen kann.

Die Aufgabe wird ausgehend von einem Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Hinsicht- lieh einer gegenständlichen Schalteinrichtung wird die Aufgabe durch Anspruch 8 gelöst. Als besonderen Einsatzfall gibt Anspruch 12 ein die erfindungsgemäße Lösung umfassendes Lastschaltgetriebe an.

Die Erfindung schließt die verfahrentechnische Lehre ein, dass aus einer zuvor sensortechnisch ermittelten Blockadestellung der Schalteinrichtung in beide Bewegungsrichtungen zunächst der Verfahrweg zwischen beiden Blockadestellungen ermittelt wird, welcher anschließend mit den hinterlegten vier möglichen Verfahrwegen verglichen wird, woraus die Ist-Stellung der Schalteinrichtung festgestellt wird, um die Betätigungseinheit bei in beiden Bewegungsrichtungen unterschiedlichen Durch- schaltwegen zu initialisieren.

Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung liegt insbesondere darin, dass eine Drehbewegung der Getriebewellen nicht mehr notwendig ist, um ein Durchschalten der Klauen der Schalteinrichtung zu erreichen. Auf Positionssensoren zur Ermittlung der aktuellen Absolutposition der Schalteinrichtung kann ebenfalls verzichtet werden, da zur Ermittlung des Verfahrwegs die Positionserfassung der Betätigungseinheit genutzt wird. Die Regelung der vorzugsweise innerhalb der Betätigungseinheit der Schalteinrichtung verwendeten Elektromotoren benötigt sowieso einen Rotorlagesensor, welcher sich auf der Motorwelle befindet.

Aufgrund der direkten Kopplung zwischen Motorwelle und Schaltelement der Schalteinrichtung kann durch einen linearen Zusammenhang von der Motorposition auf die Position des Schaltelements geschlossen werden. Um den gesamten Verfahrweg des Schaltelements zurückzulegen, können mehrere Motorumdrehungen notwendig sein. Ein direkter Rückschluss von Motorposition auf den linearen Weg ist nicht möglich, wofür die erfindungsgemäße Lösung zur Referenzierung der Absolutposition zum Einsatz kommt. Die übergeordnete Getriebesteuerung veranlasst eine definierte Startposition als Absolutposition, falls die Position einzelner Schalteinrichtungen unbekannt sind. Dies kann beispielsweise infolge der Montage am Bandende, nach Wartung oder dem Fehlerfall oder zur Diagnose auftreten. Eine Randbedingung für die Referenzierung der Absolutposition ist die teilweise Momentfreiheit des Getriebes. Nach Durchführung der erfindungsgemäßen Verfahrensschritte ist die aktuelle Position der Schalteinrichtung schnell und zuverlässig bestimmbar. Die Genauigkeit lässt sich allerdings durch eine weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahme dadurch erhöhen, dass beide Bewegungsrichtungen mehrfach durchfahren werden, wonach die jeweiligen Ergebnisse für die Ist-Stellung der Schalteinrichtung abschließend gemittelt werden.

Die Vergleichsroutine für den sensortechnisch ermittelten Verfahrweg x mit den für eine Schaltgasse geltenden vier möglichen Verfahrwegen basiert vorzugsweise auf der nachfolgenden Auswertungslogik:

- Eine Übereinstimmung des ermittelten Fahrwegs x mit dem kürzesten hinterlegten Fahrweg XNL wird als eine beidseitige Zahn-auf-Zahn-Stellung der Schalteinrichtung mit den beiden Zahnrädern ausgewertet.

- Eine Übereinstimmung des ermittelten Verfahrwegs x mit dem längsten hinterlegten Verfahrweg XQB wird als eine beidseitige Durchschaltstellung der Schalteinrichtung mit den beiden Zahnrädern ausgewertet. Dies entspricht der angestrebten Soll-Position nach einem Gangwechsel.

- Eine Übereinstimmung des ermittelten Verfahrwegs x mit dem hinterlegten Verfahrwegs XRE wird als eine nur rechtsseitige Zahn-auf-Zahn-Stellung der Schalteinrichtung mit den beiden Zahnrädern ausgewertet, was einer rechtsseitig Undefinierten Eingriffsposition entspricht.

Eine Übereinstimmung des ermittelten Verfahrwegs x mit dem hinterlegten Fahrweg XLI wird als eine nur linksseitige Zahn-auf-Zahn-Stellung der Schalteinrichtung mit den beiden Zahnrädern ausgewertet, was einer linksseitig Undefinierten Schaltstellung entspricht.

Weitere die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine exemplarisch-schematische Darstellung einer schaltbaren Übersetzungsstufe eines Lastschaltgetriebes mit einer über eine Betätigungseinheit elektromotorisch betätigten Schalteinrichtung,

Fig. 2 eine graphische Darstellung eines ersten möglichen Verfahrwegs XNB bei der Positionserfassung der Schalteinrichtung,

Fig. 3 eine graphische Darstellung eines zweiten möglichen Verfahrwegs XGB bei der Positionserfassung der Schalteinrichtung,

Fig. 4 eine graphische Darstellung eines dritten möglichen Verfahrwegs XLI bei der Positionserfassung der Schalteinrichtung,

Fig. 5 eine graphische Darstellung eines vierten möglichen Verfahrwegs XRE bei der Positionserfassung der Schalteinrichtung.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines exemplarischen Schaltgetriebes beschrieben. Dieses ist lediglich als Grundelement eines Lastschaltgetriebes anzusehen, welches aus einer Kombination mehrerer solcher Schaltgetriebe aufgebaut sein kann. Unter dem Begriff„Schaltgetriebe" ist ein Getriebe zu verstehen, bei dem eine Eingangsdrehzahl über miteinander kämmende Zahnräder auf eine Ausgangsdrehzahl übersetzt wird. Dabei ist das Verhältnis zwischen Eingangsdrehzahl und Ausgangsdrehzahl in Stufen veränderlich. Zu den hier in Rede stehenden Schaltgetrieben gehören gleichachsige und ungleichachsige Schaltmuffengetriebe, Schieberadgetriebe, Schaltklauengetriebe, und insbesondere Doppelkupplungsgetriebe und dergleichen. Aus Gründen der einfachen Darstellung bezieht sich die nachfolgend beschriebene exemplarische Ausführungsform auf ein Schaltmuffengetriebe, was jedoch in keiner Weise als Einschränkung der Anwendung der erfindungsgemäßen Lösung bei sonstigen Schaltgetrieben verstanden werden soll.

Die Fig. 1 zeigt ein Schaltgetriebe, welches einer nicht weiter dargestellten Antriebsmaschine, beispielsweise einem Verbrennungsmotor, nachgeschaltet ist, der an einer getriebeeingangsseitigen Antriebswelle 1 anschließbar ist. Der Abtrieb erfolgt über eine Abtriebswelle 2 des Schaltgetriebes. In einem Getriebegehäuse 3 ist auf der Antriebswelle 1 ein erstes schräg verzahntes Zahnrad 4a sowie ein zweites schräg verzahntes Zahnrad 4b angeordnet. Das Zahnrad 4a kämmt mit einem zugeordneten dritten schräg verzahnten Zahnrad 5a;_das Zahnrad 4b kämmt mit einem viertem, diesem zugeordneten schräg verzahnten Zahnrad 5b. Die beiden Zahnräder 5a und 5b dienen hier als Schalträder und sind in sofern lose drehbar auf einer Schaltwelle 6 der Abtriebswelle 2 angeordnet, welche sich innerhalb des Getriebegehäuses 3 befindet. Zwischen den beiden abtriebsseitigen losen Zahnrädern 5a und 5b befindet sich ein als Schaltmuffe ausgebildetes Schaltelement 7, das Bestandteil einer Schalteinrichtung 8 zum wechselseitigen Aufschalten der beiden Zahnräder 5a und 5b in den Ge- triebeleistungsfluss dient.

Stirnseitig des Schaltelements 7 befindet sich eine - nicht weiter dargestellte - Kerbverzahnung, welche mit einer korrespondierenden axialen Kerbverzahnung seitens der beiden Zahnräder 5a und 5b in Eingriff kommen kann, um das längs verschiebbare mitdrehend auf der Schaltwelle 6 angeordnete Schaltelement 7 in Eingriff zu bringen.

Hierfür dient eine integrierte Betätigungseinheit 9. Die hier als elektromechani- sche Schaltstelle ausgebildete Betätigungseinheit 9 des Schaltelements 7 umfasst als Aktor einen Elektromotor 10. Der Elektromotor 10 ist als ein bürstenloser Gleichstrommotor ausgebildet und umfasst einen integrierten Sensor 1 1 zur Erfassung der aktuellen Drehstellung der Motorwelle.

Eine dem Sensor 1 1 nachgeschaltete elektronische Auswerteeinheit 12 bestimmt aus der jeweils gemessenen Position der Schalteinrichtung 8 den Verfahrweg x zwischen beiden Blockadestellungen des Schaltelements 7 an den beiden Zahnrädern 5a und 5b. Der sich hieraus ergebende Verfahrweg x wird anschließend mit den hinterlegten vier möglichen Verfahrwegen XNB, XGB, XLI sowie XRE verglichen, woraus die Auswerteeinheit 12 die Ist-Stellung der Schalteinrichtung 8 feststellt, um die Betätigungseinheit 9 bei in beiden Bewegungsrichtungen unterschiedlichen Durchschalt- wegen zu initialisieren. Hierdurch erhält eine mit der Auswerteeinheit 12 verbundene - nicht weiter dargestellte - übergeordnete Steuereinheit eine Information über die aktuelle absolute Position der Schalteinrichtung 8.

In den nachfolgenden Figuren der Zeichnung werden die vier verschiedenen möglichen Verfahrwege XNB, XGB, XLI, XRE, welche sich beim Durchfahren der Schalteinrichtung ergeben können, graphisch dargestellt:

Nach Fig. 2 ergibt sich der Verfahrweg XNB, wenn das Schaltelement 7 an beiden Zahnrädern 5a und 5b auf eine Zahn-auf-Zahn-Stellung trifft. Dies entspricht der Breite zwischen den Punkten S1 und S2 der Schaltgasse. In dieser Situation kann ein Krafteingriff nicht erfolgen.

Dagegen illustriert die Fig. 2 einen Verfahrweg XGB, welcher der vollständigen Gassenbreite entspricht. Der Verfahrweg XQB ergibt sich zwischen S3 und S4 der Schaltgasse und gestattet ein beidseitiges Durchschalten des Schaltelements 7 mit den beiden Zahnrädern 5a oder 5b.

Im Unterschied hierzu illustriert die Fig. 3 mit dem Verfahrweg XLI eine nur linksseitige Zahn-auf-Zahn-Stellung des Schaltelements 7; und die Fig. 5 zeigt eine rechtsseitige Zahn-auf-Zahn-Stellung des Schaltelements 7, hier am Zahnrad 5b.

Anhand der erfindungsgemäß durchzuführenden Vergleiche kann somit die Ist- Position des Schaltelements 7 für Steuerungszwecke ermittelt werden, um beispielsweise ein Doppelkupplungsgetriebe mit Zentralsynchronisation zu betreiben.

Bezuqszeichen

Antriebswelle

Abtriebswelle

Getriebegehäuse

Zahnrad (eingangsseitig)

Zahnrad (ausgangsseitig)

Schaltwelle

Schaltelement

Schalteinrichtung

Betätigungselement

Elektromotor

Sensor

Auswerteeinheit